1847 / 172 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

7a erklären und die Koßen ?u bezahlen, keine Folge ge- eißet hat, isi nunmehr au ferneren Antrag des Klä- gers, der geschehenen Androhung gemäß, der Beklagte als in die Tilgung willigend anzusehen, und werden Alle, welche an die bezeichnete Schuldverschreibung oder deren erichtlich deponirten Werth Ansprüche irgend einer rt machen zu können glauben, aufgefordert, die- selben innerhalb 12 Wochen nach der leßten Bekannt- machung dieses Proklams _ Auswärtige unter Be- ße,llung hiesiger Aktenprokuraiorcn _ bei dem unter- Yichneteii Amte anzumelden, widrigenfalls sic Uach “,an dieser Frist von selbsi, untcr Auflegung cwiqen Stillschweigens, mit demselbenausgeschloffcn sein sollen und zu gewärtigen haben, daß jene Obliggtion d.,"k.ch Tilgung des Protokollats ohne Weiteres fur unguktrg erklärt werden wird. . Großherzog]. Oldenburgisches Amt Eutm, M1 14. Juni 1847. (l.. 3.)

[69511]

Mölling.

Brianntmachung von drr Reichsstlwldcn;

Yilgungvkomnninon.

Auf Grundlage der Bedingungen der 1stcn, 2tcn, Iten und 4101 prozentigen Anleihen, welche von der Russischen chierung im Jahre 1840 durch Vermitte- lung der Herren Hope und Comp., und in den Jah- ren 1842, 1843 und 1844 durch die Herren Sticgliß und Comp. abgeschloffen wurden, hat die vom Konseil dcr Reichs-Kredit-Ansialten erwählte Revisionskomität am 22. Mai dieses Jahres die Ziehung der Serien der Billcte diescr Anleihen, zu dem Belanf dcs fiir das gegenwärtige Jahr beYimmtcn Amortisationsfonds, in der Reichsschulden- .ilgungskommission veranstaltet. Demnach sind 25 Serien der 1sten 4prozcntigen Anleihe 51-11 116. 26, 217, 307, 328, 337, 361, 362, 372, 876, 377, 386, 466, 480, 494, 605, 6-10, 641, 679, 725, 742, 756, 760, 866, 973 und 974, _ 8 Serien der “.'tcnvicrprozcntigen Anleihe, 566 Nr, 79, 92, 98, 107, 285, 297, 31511nd 316, _ 8 Serien der 3th 4prozcntigen Anleihe 51-11 Nr. 7, 45, 118, 128, 159, 222, 2:40 und 319 _ und 12 Serien der 4ten 4prozentigen Anleihe 8111) Nr. 113, 131, 174, 176, 209, 233, 254, 292, 313, 370, 392 und 447, durch das Loos gczogcn wordcn. Jede die- ser Serien enthält 50 Bislctc, und zwar:

Dcr 1s1cn 4prozrozcntigcn Anleihe. Serien: Billctc:

26. von No. 1251. bis R0.

217. 10801

307. 15301

328. 16351

337. 10801

861. 18001

302. 18051

(472. 18551

376. 18751

377. 18801

880. 10251

466. 21251

4 80. 2305 1

1300 inklusive. 10850 15350 10401) 16850 18050 18100 1861 11) 18800 18850 19300 2331") 24000

404. 005. 641 ). 641. 671). 725. 74 ".J. 750. 700. 860. 970. 974 .

21051 210201 (11951 _ [12001 „1:491 )1 „10201 .')- 7051 (17751 (170,31 43251 48001 “18051

21700 ;111250 82000 :42050 345950 .'16250 44711 10

54781 10

5181 101)

43301)

4 86 30

48700

Ter 21cm 4prozcntigcn Anleihe. Villeic:

Scricn;

7 9. 02. 98. 107. 285. 297. 315. 310.

VON N11.

;4901 bis 0'6. 4551 4851 5.401 14201 11801 15701 15751

:1950 inflitsivc. 4600 4900 53.30 14251) 14851) 1,3750 15800

Ter316n4prozcntigcn Anleihe. Billcte:

Serien:

7. 45. :1 18. 128. 159. “22 .?. 230. 319.

von X().

301 bis F1). ]2201 5851 0351 7001 11051 11451 15901

850 inklusive. 22.50 5900 0400 7950 11 11 11) 11500 15950

Der 4tcn 4prozentigen Anleihe. Billetc:

Serien:

113. 131. 174. 176. 209. 233. 234. 292. 313. 370. 392. 447.

von J.!)-

5601 b1I 04“ 0. 0.301 805 1 8751 10101 11601 11651 14551 15601 18451 10551 22301

Die Direction ciner Reichöschulden-

mission bringt dieses zur Ke

5650 inklusivs. 0550 8700 8700 10150 11650 11700 14000 151150 18511) 19000 22350 Tilgungs -Kom-

nymiß der Inhaber gedach-

ter zu amortifirenden 53 Serien, mix der Aufforderung ,

die artögeloosken Billete, ned der drei levtgenannten Anleihen, bei

| Coupons, und Talons, der un August und

September dieses Jahres bcvorstehendmN in die genannte Kommission vorzustellen“,*11nmterf1ii? 211131111?

Billet den Nominalwerth mit 500

Silber - Nudeln

wie die bis zum 1. August 17. 3. darauf fälligen Nm, ten, in Cm fang ZLzzu nehmen, indem von diciem Ter- i, jene illeie keine weitere Zinsen mehr zuge.

mine an an

- 1220 [6965] Niederschlesisch;Märkische Eisenbahn. Tägliche Dampfwagcnzüge vom 1. Mai 1817 ab. [. Zwischen Berlin und BreSlau. 11. Prrsonenzügr.

Abfahrt von Ankunft in .

Bl 11111911rg-711hr_9)?., Adds. “1 0110 45911 Bl't'Ö1aUAbds.8Uhr 1 IM., Vrm.1 1 Uhr 15931. VrrNau-7 ; -- ; Nchm.

4 - _" ; Bl'klin ; 7 ; ZZ - Morg. 5 ; ; 13. 1031110511131». AbfahrivonYli'lin Abck1d§6Uhr“515Mir1, Ankunft mVr1'65l11u2116667uhr 26:1... ; ; Br*c*sl.111»»e-g.8- -- - ; ; Berlin Vorm.11 ; “x(," , 1]. Zwischen Britin und Frankfurt. Prrsoncnzügc. 5U[.'1-11hrtvoani'rUU Abds.611hi«Min-, 5211117111111inFl'anks-Ul'191[*lttdö811111:359)101. ; - Jra'lksUktMrS-7 “- 1-5 ; ; ; Vt'rlin Morgens !) ; 50 ; 11]. Zwischen Kohlsurt und Görlilz. Prrsom'nzüge.

_ Morgens. Nachmitt. Abends. 5210111011vonKol)lfur10110389116, Vorm,1 111913791111, Luhr 53Mi:..,1“irrhr 15Min. Ankunft 111031511115 7 ; 30 ; Mitt. (1.2 ; 21) ; Z ; 4:11") ; 1) 117 ; Abfahrt von (531511113 5 ; 15 ; Vorm. 1,0 22 ; 1 ; 38 ; 7 ; 1;- ; AnkunstmKohlfurt () ; 7 , Vorm. 1,1 1,1. ; *..) ; 110 ; 8 ; 7 ;

Mit dctrPcrsoncnziigcn werden Personen iii dcr [„ [l. und [l]. Wagcnklaffc, Equipagcn, Pferdc, Hunde und Eilfracht befördert.

x. - .. .. . H)Ut dl]! Gutl'r 51113111 10110111 kl'inl' Zykrsoni'n, sondern nur ordinaire Fracht, Pferde und Vieh aller Ait bcfördcrt. Tic näheren Vcsimmnngcn ergiebt das Wctiirbs- Ncglcmcnt, tvclciics aus allen Stationen fiir 1 Sgr. zu haben ist. Berlin, den 28. April 1847. Die Dircction dcr Nicdcrschlcsiscl)-I)kärkiscl)cn Eiscnbahn-Gcscllscbafi.

1911, , ck . x , „., '“ ' Tay Personen;»cwff „Boiiiiim“ wird in diesem Fabre seine

. rcgclmaizigcn Jahrtcn zwischeithicrund Swincmiindc 011128. d. M. bcginucn und 111 fol- gende!“ Ordnung sortseyen:

v. Swinemünde nacl) Sicilia:

rechnet werden. _ Fiir diejenigcnzu amortifirendrn Billete der 2ten, Zten und 4ten 4proz. Anleihe, welche nicht mit allen ihren Couyons der Kommission vorge,|ellt werden sollten, wird diese Schulden-Tilgungswnimi sion die Renten der fehlenden Coupons vom Kapital cin- ,behalten und de„mjenigen' auözahlen lassen, der selbige in der Folge ,prasentiten wird. Für Billete der mann- LU,! vier Anleihen, welche ni 1 zur bestimmten . risi der T1! ungskommisfiyn vorgeße : werden, kann die Aus- zah ung desKapitalbetrages ers] in den fol enden Nen- temTerm-nen, namenjiicLim Februarnnd ärz, Au ust und September der kun ngen Jahre, erfolgen, webe? es sich von .?le versieht, daß die Renten nur bis zum 1. Augu 1847 zugerechnet werden.

1

[ Sivmcmundc:

Montag 1 Uhr Mittags den 28. Jimi, 12., 26. Juli, “.)., 23. August, 6. und 20. September.

Ticnstag 1 Uhr Mittags den 6., 20- 31111, I., 17-- 111. Angriff, 14. und 28, September.

Mittwoch 1Ul)r Mittags den .').0. Juni, 14., “„8. Juli, 11., 25. August, 8. und 22. Srptcmbcr.

Dormcrstag 1Uhr 9.11'1'1111110 vorn 1. Juli bis ck47. Srp- tcmbcr.

Sonnabend 1 Uhr Mittags vom ZZitli bis 25. Srp- tcmbcr.

Montag 7 Uhr Morgens oom .'“). Juli bis 27. Sep" tember.

Ticnstag Nachmittags nach.?lnkimft dcs Post-Damps- schiffö „Wladimir“ von St.Pctci'sbnrg dcn 29.8100, den 13„ 27. Juli, 10., 24.2111g11st, 7. und 2]. September.

Mittwoch 8 Uhr Morgens den 7., 21. Juli, 4., 18. August, 1., 15. und 29. Scptcmbcr.

Donnerstag 7 111)!“ “))iorgcns don t., 15., 20, Jiiii, 12., 26 Llitgiisi, 9. und 2:2, Zcptcmbcr.

Freitag .“; Uhr “.',kr'orgcns vom 2. Juli bis 24. Scin- tember.

_ Wic bekannt, gewährt die „Borussia“ fiir die resp. Rciscndcn das Augenchmc, von keinem der bci den Dampf- ichiffcn unvermeidlichen Ucbclsiändcn, als der Hitze der Fritcriiiig, des nimugcncdmcn Fcngcrucbs 11. s. w. belästigt 111 werden; sie hat gcriiiimigcn Salon und Dmneit-Fi'ajritc, und neben allen chiiciiiliciikcitcn eine 111th Beste ciri- gerichtctc 1711110100110", so das: jeder hier Ankomincndc sicli direkte nach dem Schiffe drgrben kann, wo auch die

Villeis 311 haben “ind. Die Preise iind:

aiif der „Borussia“ .'- PcrsoY [,L, Thlr., Kinder 111110 12 “Jahren die Hälfte; (7100 Billet von hier nach Cwmcmiindc imd 11111111" aiif 8 Tage giiltig .*"- Pcrson 2 Thlr.);

Tomcsiiken bei ihrer Herrschaft 20 Sgr.;

auf dem sie schleppenden Dampfschiff .] Person 1 T'lilk.

Stettin, den 20 Juni 1847.

Das Comité dcr Stettiner Darnpfbngsirboot01179010.

Obrrsclsrstjchr Eiirnbavn. Mit chngimhmc auf unsere "Bcianni- niachitng vom 16. April «-. bringen wir hiermit zur Kenntnis: der Herren Actio- ,«21, nairc unserer Gcscllschast, das; die Be- *-,"'*«--L*'*4'5 “=* zahlung der Zinsen

* .

„,.-_ßjr das erste Halbjahr 16561)! “| 8-17 ,

qegcn Einlicfcrnngder mit ,ciiicm Verzeichnisse 311 9er- schcndchonpons in er 3th 90111 1. bis .*“). Julid. J. dri unserer Hanptkane hiericlbsi, Vormittags von 8

bis 1111)k,beidancrren Wk, Oppenhkjms Söhne 111 Bl'rlin, Btlkg-Siraßc No. 27,

Vormittags von 9-12 Uhr, erfolgen wird.

Breslau, den 5. k"uni 1817. , Das Direktorium.

_. .

[69761 Düsseldorf“ ; Elbr'rft'ldi'r Cjsrnbalm.

Die Inhaber der Prioritäts-

Witcrarisäzc Zlnzrigrn.

- , „. , "1x 1 “» . Literarische Anxcigc dcr Ql"l1schcn Buchhandlung (_W.Hcr1_;), 44 Behrenstraße,

Eben sind crschicncn und in allen Buchhandlungcn voiräthig :

Vorlesungen iibcr Zärlcicrmacbcrs Dialektik [61in 1111: Dogmatik von 01. 05. T*Lcißcnborn, _ Privat-Toxrrricii der Philosophie an dcr Universitiit Hallc- Wittenberg. Erster Tiieil: Darstellung und Kritik der ic. Schleier-

niackwrscdcn Dialektik. gr. 8. Leipzig, bci T. O.

Weigel. 1847. Preis 1 Thlr. 26 Sgr.

Der Herr Vcrfaffcr diirfte in vorliegendem Wcrke befriedigend die schwierige Aufgabe gclöst haben, die Dialektik Zchieiermachcr's als cin in sich geschlossenes System klar dargestellt, dieselbe als lebendiges Glied in der Entwickelnngsreihc dcs metaphysischen Denkens vom Beginn des Protestantiömus bis in die Gegenwart hin- ein begriffen, und die logisch metaphysischen Fäden, durch welche die Dialektik in die Dogmatik hineinrcicht, und deren prinzipielle Grundlage bildet, eben so voll- ständig als bestimmt aufgedeckt zu haben. Unbesireitbar vcrdicnt daher das Werk Zum Airsxiattgs- und Mittel- punkte sowohl nietaphvsischer, als auch gründlicher und tieferer Schleiermachcrschcn Studien erhoben zu wer- den. _ Der zweite Band: Vorlesungen über

, corym, complelt bi-1805, Feb., fiir 17 “[b]-*. 16311

l'aul'a zömmtlicbe Werke, 65 83111113, ausleiu ])a- ier, 3111 gab., zu 17 um] 1875 ']"1111'. ])iekek'z öniWi'aal-beücoo 211 11, 16, 18 um] 21 “]"lilr. Zbakezyeake's Merke, übersetzt von 81:1]16Z171 unc] “[*ieck, 211 33, 325 |]. 4F'11111'. Looyer'z "()"-3716, 10 13511110, 51311 10 “[*]-[t". 1111" 4'; “11111". Zrockiiznz Conversatinnzlcxicon, 7113 Jul- ingc, geb., 7.11 6 “1110, Confurzütionzlexicon 1161“ Gegenwart, 51.111 12 “[*]-[r. ["i“-r* 4 '1'1-11'. Üiicksrt'z 6136111110, 6 151111112, 51.111 12 “11111". 501). 7,11 425 um] 5'5 “[*]-11". 007111101!" 01i'111er'8 «'i-"1501111: 5111711101], 513". 6 ,[*]-||". 1111" 2Z'11-11'. 811111111110k (“,'-“1551561161“ [1011107113117111180960 1611 (11:3 „011512711165, 27 11101117, 51311 17 ']“1111'. 1in 5 “[*1-11'. [1.1 !] mer 111510115611. ']'.“|5(:1|1*nixii1:||, „131171411011; 1--10, 311111 1925 “11111: 1'i'11' 81; “[*11112 (;1'1'1'3010'8 "1111 (911110113, [“ihr-“50111 von 5011011, 51911 21, 1111|; fiir 25 53k. 8111171:1"'5 [1010717113 1'1111515171111J 211 3“? “[*]-||“. N'nilck 51:1)11'3 7111330015111",- 110103711“, 10 11511110, 51.111 10 “[*1111'. sii!" 355; “[*]-11". "ic M*ckks 1'011 5611111Ck, (;51110, M*it'1717111, 1.1'3517153', 110095101211, 725171100110, 1“). '1'. 21.11011'1iinnn, (711;17111551),1*:1*115151*1111|7„1',1.111]|1*1', liegt:], [**it'iilk, “3111, "113151 in Yie'gantt'u [';1'11111111111'11, 7.11 1-111121-0 ])re-ixon.

[).-16“ .11'1111: 7017016110115 iibcr "]O'ik] l,.“iZcr antiqimkixi'in'i' [10111131 11113 „111011 K,»,FZZUÜ51'71-l1'1l'"„Nl! 1)i]|ig1'n ['n-156," 1'51 51; ein'!) 0151111151100 11011 M'1111

„111 131111112110111-111" ZMUS “"*“ZL'FNÜUU

[01,4] .. a ! BciLudw. .!)old in Berlin, 3111111ng-

ssafzk ()2 (neben der Post), ist so eben cingc- trofscii: & &, . Sendschrcibcn an Herrn [)r. !!"-"|. „Öl), (31.

„Knian'l, sciiicn Austritt «1112 der cvangrl.

Landeskirche, dcircffcnd. Ion !).". *"1. S. Hinx , (5591111101111!-Lchrcr. Tairxlg- 5111 b n s.

x

;; Sgr.

[WILD] _ Wissenssbaftlicbcr Verein sur .?,“andcl iind 15,51311'1'1'1'1'.

Tic nächste Ztisanimcnkiinft wird ToxincrstW 91ka 7 111)!" im Börsen Lokale stattfindrn., Hauptgegenstand dcr Vcsprcckiung: Tic *chiiißzoll-Ci1101011113111,iiacli dcn Vcratl/iimgcn dcr Herrcn-Iinric. Tas 0111111121111 9011 (iiiistcn ist gestattet. _ , “Dcr provisorische Vorstand.

111014], . . . K).)iiinz;52[uciwn in Danzig.

“2111120. ?lrtgiisi 1847 wci'dcn in Winzig dic T„onbkcttrn dcr städtischen Mijn;samniliing, untcr 1011111111 11111 1111111 andcrcn wcrilwollcn Stiickcn 1110111101111) 11111111 1010 scbön cilialtcnr polnische Mcdaillcii imd 2711110111 [*r-finden, in öffentlicher Auction 9111111111 werdcn. _ 11.9 taloqr sind 1111 die bcdcutcndstcn 211111111100" vrrmndt, wri'dcn aber noch aitsgcgcbrn imd 9111711001“ 1111111110110

1! min 1111 V. 311110111 in Tanxig. Fiir Berlin “I. H old, „kidiiigöstr. 62 m'bcn der Post,

[6926| O 1“ f e r' t r., , , Extrem tliiitigcn xiiiigcn Mann, der 11111 mit ;x- 1013)

J & 51111)le[12 bei einer hicsigcn soliden LI 1010131“;

* ,LÜUClÜUnldlung bctbciligmi 111611111, 101111, ,liicrzit giinstige Gclcgcnlicit geboten Wirken. Hirr- *aiif§)11*flrftircndr wollen 1111'1' Adrcffcn nebst Mitthei- Zliiiig ilirer niilicrcn Vcrliältnissc untcr ||. 142. im innigl. Jiitrllxcéomtoir nirdcilcgcn. [

699 !.]

,Tic Billard-Jabrit'vom Tiscblcriiicistcr K*. Z 111 l'1* i d c r, [ Louiscn-Str. 40.1. in Vrrlin, , xcmpficlUt solide einfache und clcgaiit grdaritc “Bil- [aids jrdcr 111111111111k§110510ßc nebst sciiilliitllklkkm;;le' (*cliör ;,11 den gewis; möglichst allribillrgstcn Piriicn, und liefert selbige aiif Vrrlangcn 111111»,„0111113711111, sowohl in als 111111) aitßcrlialb dcs “_prciiin|ch111 (111111Ö.' 051111111Aufträge wcrden prompt, und 1111 1111911101011. Auch erlaube ich mir aiif dic Vorzuglickikcit 11111; nrr im vorigcn Jahre 11111 erfiiiidcncn irrithdcrkrast konstruirtcn Billard/Vandcn crgcbcnft 0110111010111 ;11 1111111101; es sind hiervon schon melircrc mit Vortheil im (531111111111) und haben sicli sclbigc 111.24, gan; vor züglich prai'tisch bewährt, ivclckics ici) tliaimclilicii 111111)- Wciscn kann“, 1.3 ist eben wieder so 1111 Billard iii mcinchadrik fcrtig geworden, 191111110 311111 Brrkgiti bcrcit steht. Tic geehrten Hrrrcn „iiiinfrr bitte :ck, sich von (Irsagtcm giitigst iibcrzcngcn ;11 wollen. 08. Ich bitte, von Straße 11. Hausnummer gc-

A c ti e n der Diiffeldorf-Elberfelder Eisen-

- bahn werden hierdurch benachrichtigt,

das; die am 1. 31101847 verfallenen

halbjährigen Zinsen dieser Acticn

d ' , - » gegen Aushändi ung der darauf sprechen-

CEF! Zins-Zxoupons bei den * anquicrhäusern Wilh.

,' eff dah'kk, Von der Hevdt-Kcrsicn u. Söhne

in Elberfeld, und Mepdelssohn u. Co. in Berlin

v„om Verfalitagc an, m Empfang genommen werden konnen. Dusseldorf, den 16. YM; 1817.

ie Direction.

Sch.lcicrmachcr's Dogmatik, erscheint noch im Laufe dieses Jahres.

6..- 111001101' KUNZ) smY/El', [69419] Zcimrrnztkai'su 0- 2- (nnl-s 1113|“ Nrcitcoztmszo), zinc] 7,11 1111|igon [)|-eisen L|] [mbenx Kaba, Zamn-lung ['rouu. 61.750110, 7011313711115 Job., 311111" 45 “[b]-'. für 9 “[*]-||". Zezetxsamm- [u ng von 1810-44 inck, geb., 14 “71111". 01711113

corpus conatiiutiouum Uarcbicarum, yet. et nm'um

___-"___.

fälligsi No„tizMzu rich

______,_„__. „___ „__ _ __ ______,._ 4

[6980| E r k l ä r 11 n g.

-- iir ans iclcrer Quelle bekannt wurdc, daß 10117]? [Köhmischc 5.1)ki1si171531121011)qu, ,ivclchc Deutsch- land, Rußland und die Schweiz bcrcricn, nnter dem Namen von Karlsbader Musiker auftreten, von denen Mchrere sich fiir Mitglieder mcincs Orchesters , ,ia sogar für meine Zöglinge, ausgeben, so stelle, ich dies hiermit förmlick) in Abrede und erkläre, daß sich weder Zöglinge von mir, noch Mitglieder mcinrs Orchcstch unter jenen reisenden Gesellschaften befinden.

Karlsbad, im Juni 1847.

Joseph Labivkv, Musikdirektor.

Das „Abonnement beträgt:

2 Rthlr. für Jahr. 4 Rthlr. - Jahr. 8 Rihlr. - 1 Jahr.

in allen Theilen drr Monarchie ohne preis-Erhöhung.

Sei einzelnen klammern wird

der Bogen mit 2“; Sgr. berechnet.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

2111: You - Außalten de " s und Apxlandes nehmen BMUKK; aiif diesex_ Blatt an für Berlin dre Expedition der ÄUg. preus- Zeitung: 3 Sschrezr - Straße nr. 57- n ertions-seb'ü r iir de aum ern ex Zeile |,kresf' Align. Anzeigers ? Sgr.

ck12" 172.

Berlin, Mittwoch den AZ|“ Juni

An die Leser.

1847.

Da wir uns im laufenden Vierteljahr, wegen zu spät eingegangener Meldungen , leider in die Nothwendigkeit versetzt sahen, einer großen Anzahl unserer respektiven Abonnenten nur

unvollständige Exemplare der All?emeinen Preußischen Zeituu, zu lie eich zu Anfange deffelben danach beine rn können.

len, daß wir die Stärke der Auflage g nen Nummern nicht immer mit Bestimmtheit rechnen dürfen.

Der vierteljährliche Pränumerations-Preis beträt 2 Rthlr. reuß. Cour. für das nland. LVehrenftraße Nr. 57) gemacht; jeder,innerhalb der Ringmauer dcr Stadtgwohnende P I ms Haus gesandt. _ Ausmarttge, des In: oder Auslandes,

berechnet.

Inhalt.

Amtlicher Theil.

LandtagS-An ele enheiten. Sitzung der .Herren-Kurie vom 16. Juni: 1100ng einer Mittheilung an die andere Kurie; Fort- scizung der Verhandlungen über die Allerhöchste Proposition in Betreff der Verhältniss der Juden; Bcrathung der einzelnen Para_raphen dcs 0501501109100; Mittheilung dcr Allcrhöcbsien Botschaft in 5 etreff einer Vcrlc'ingcrnngsfrisi der Verhandlungen des Vereinigten Landtags. _ (Ziyang der Kurie der drei Stände vom 18. Juni: Bemer- kungen des Marschalls iiber die Tagcs-Ordnung und eine von ihm in einer friiheren Sitzung ,gethanc ?leußerung; Forschung der Verhand- liingen iiber die Allerhöchste Proposition in Betreff der Verhältnisse der Jaden; weitere Berathung der einzelnen Paragraphen des Gesey-Ent- wiirss.

Bciiagen,

Amtlicher Theil.

Sr. Majestät der König hadert Allergnädigst gernht:

Dem Landrathc des Krciies Torgau, Grafen von Seydewih, so wie dem InstiZ-Nakh und Justtz-Komwiffarius Klapper in Ra- tibor, dcn Rothen ?ldlcr-Ordcn-vrerter Klasse; deögl. dem Arbeits- mmm Christian Friedrich Hesseyer ;,u „Hönow, Regierungs- Bkiirks Potsdam, dem Feldmeffer Ernit Länqner zu Tangermiiiide, .*)iegicrungs-Bczirks Magdeburg, und dem JischergescllenChristian .Kockert zu Potsdam die Rettungs-Medaille am Bande; so wie

Dem Land- und Stadtgerichts-Direktor Carssow in Salzwedel ;11 seinem 50jährigen Amis-aniläiim den Charakter als Geheimer Ziistiz-Natl) zu Verleihen.

?lbgcreist: Dir Griicral=Major und Commandenr der “11101 Liiidwehr-Brigadc, von Williscu, 111111) “))?agdcburg.

Fandtags - Zlngclcgcnhcitcn.

Ziyung dcr Herren-Kuric 1111116. Juni,

Die Sißung beginnt um 7511 Uhr unter Vorsitz des ?.)karschaUs Fürsten zu Solms.

Das Protokoll der vvrigrn Sixzung wird vcrlcscn und ge- nchnügn

*))iarichall: Wir kommen nun zur Vcrlcsimg dcr Mittheilung an die andrrc Kurie iiber den Antrag des Grafen Burghaus auf Aufycbimg dcr unentgeltlichen Verpflichtung zum Schnecräumcn auf Clari"rc11.

)(Yiesc Verlesung erfolgt durch den Grafen Von Sicrstorpff.)

Wenn keine Bemerkung erfolgt, so ist diese Mittheilung gcnch- 1111131. Wir kommen zur Fortsetzung der gestern abgebrochenen Bera- thunq, 1111113172111" zum zweiten Absay dcs §. 35. Ich bitte den Gra- fen 313121111114, scincn Play als Referent einzunehmen.

Referent Graf von ZHenpliy: H. 3.5 des Grfeßes ist gestern vrrlrscu worden, ich werde also in dem Gutachten zum zweiten Ab- s11111111 dcs §. 35 fortfahren:.

„2) Riicksichtlich drr mittelbaren Staats; und resp. Kommunal-

Aemter liegt die Sache etwas anders.

,Das Edikt vom 11. März 1812 sagt den Juden drr da- maligen preußischen Monarchie Gciiicinde-Aemtcr 311,_ und was diese bcanspruchcn könnten, wird der Landesherr, inwwrit es das Wohl des Staats gestattet, gewiß gern auch skin,“! anderen jüdischen Unterthanen gewähren wollen. Es liegt))!cr wohl alle Veranlassung vor, zu Gunsten drr Juden 191?ka ZU gehen, als es die Verhältnisse und die,??Vki't'l" MMW?" Grundsäyc irgcnd gestatten. Die Minor-tat der Abtheilung will daher auch den Juden die Zulassung zu,allen Gk- mcinde-Aemtcrn zuerkennen und gquibk- daß dkks “Us dem Edikt von 1812 hergeleitet werden musse, und nicht beschrankt werden könne. , ,

Der GescH-Entwurf vxrwctst auf die, dariiher,e„rgangcne11 be,- sondercn Bcstinmnmgcn; dies hat auch dre Maxoritat der Abthei- lung nicht ut ,zu heiß?" vermdcht. _, wcisung :rnFesiimmt, und es sind sUckZtchkllch der, Juden endiich feste und greicharti_e Normen zu wun chen. Zweitens aber wur- den nach diescr FaFsung und dem Inhalt der angezogenen Gcseße dic Judcn in Swelm (in Westfalen) nicht Gemeinde-Vertretcr sein können, wiihrend sic jenseits des nächsten Berges, in Barmen, nach der rheinischen Gemeinde-Ordnung, welche nur weniFe Jahre nach der westfälischen erging, dazu befähigt find. Woh muß es iiberall einmal irgendwo eine Gränze eben, mit welcher sich auch die Gesc gebung ändern kgmi. waiF ist aber wünschenswerth, daß ein olcher Unterschied ,irgend eme innere oder hisiorische Be-

riindung habe, welche zwischen dem Rheinlande und der Graf- ?chaft Mark vergeblich gesucht werden mochte.

Einmal ist eine solche Ver-

fern, so bitten,_wir die Bestellungen für das nächste Quartal gefälligst rechtzeitig Denn spater eintretende Abonnenten würden auf vollständige Nachlieferung der dann bereits erschiene-

so bewirken zu wol-

" _ _ Bestellungen für Berlin werden in der Expedition Abonnent erhalt das Blatt durch die Stadtpoft, schon den Abend vor dem angegebenen Datum, frei bewirken ihre Veßellungcn bei den resp. Poft-Aemtcrn. Bci einzelnen Nummern des Blattes wird drr Bogen mit 23; Sgr.

Die richtcrlichcn, polizeilichen und exekutiven Functionen müs- sen nach der Ansicht der Majorität der Abtheilung freilich auch hier (aus den oben eniwickclten Griindcn) den Juden versagt bleiben, wo also mit den Konnnunal-Acmiern solche Functionen Verbunden sind, da können die Juden auch diese nicht erhalten, Jene Functionen werden von den Gemeindc-Bcamtcn auch in Delega- tion des Staats ausgeübt, und in diescn sind auch die Gemeinde- Beamten als“ Staats-Bcamte zu betrachten. Es paßt also auch hier, Was oben iibcr den Staatsdienst angefiihrt worden ist, und das Edikt von 1812 hat mit dem Ausdruck: „Grineinde-Aemtcr“ auch wohl solche Functionen nicht gemeint. Es wird dies um so wahrscheinlicher, da der folgende Paragraph riicksichtlich der'„an- dercn öffentlichen Bedienungen und Staats-Aemtcr“ die Weitere geseyliche Bestimmung vorbehälf.

Wird aber von diesen anderen öffentlichen Bedienungen (mit welchen richterliche odcr polizeiliche oder exekutive Gewalt verbun- den ist) abgesehen, so ist dann auch kein Grund vorhanden, den Juden die eigentlichen Gemeinde-Aemier (ohne solche Gewalt) zu versagen. Es wird kein Nachtheil daraus entstehen, wenn ZIB. ein Jude durch das Vertrauen seiner Mitbürger zum Gemeinde- Vertrctcr, Stadtverordneten, Rathsherrn, Kämmerer oder Stadt- Sccretair berufen oder sonst bestellt wird.

, Dic Majorität der Abtheilun mit 4 gegen 3 Stimmen xchli1gi dahkr vor, das Geseß rücksi tlich der Gemeinde-Aemier in olgendcr Weise zu fassen:

„die Juden können solche mittelbaren Staats- und Ge-

incindc-Aemter bekleiden, mit denen keine Ausübung einer

rdichterxichen, polizeilichen oder exrkntiven Gewalt verbun- en 1 .“

Marschall: Wenn keine Bemerkung erfolgt, so ist dem An- frage der Abtheilung beigetreten. Zuni "ckck|“!-

Referent Graf von Jßenpliß liest: ,

„I) Der H. 35 will die Juden als Schiedsmänner nur fiir ihre GlaubenSgenoffen zulaffen. Es ist zu dieser Beschränkung ein Grund in der That nicht abzusehen. Die Schiedsmänner haben bekanntlich "keine richterliche Gewalt; sie werden ge: wählt und vermitteln und registriren nur Vergleiche; Niemand ist aber verpflichtet, Vor ihnen zu erscheinen“, ja der Citirtc braucht sich, wenn ihm der Schiedsmann kein Vertrauen cin- fld'ßt, nicht einmal zu entschuldigen, sondern er bleibt lediglich weg. Genießt also der Jude kein Vertrauen, so wird man ihn nicht wählen und noch weniger Jemand seine Hiilfe nach- suchen oder vor ihm erscheinen; genießt er aber Vcrtranen, so kann er nüyen, aber nic schaden. Dic Abtheilung schlägt dahkr einstimmiq vor, den Passus so zu fassen:

„die Juden 01111111 zu Schiedsmännern gewählt werden.“

Graf zu Dohna-Lanck: Ick Wollte mich dafiir erklären, die Brstimmung dcs (Bescycö beizubehalten. Denn wenn das Schieds- mannsamt auch fiir den Augenblick 11911) ein solches ist, womit eigent- licki keine richtcrliihc Function verbunden ist, so ist dies doch fiir die Zukunft möglich, ja ich glaube, es wird sogar ziemlick) allgemein gc- hoFt, daß das Schicdsnmmisanit noch weiter entwickelt Werds, und daß es möglichcrweisc sich der Stellung des Friedensrichters in an- deren Staaten 1111111106111 kann. In dieser Vorausseyung cincr mög- lichen weiteren Eiitwtckelung des Schiedömannsamtcs, glaube irh, daß es uuzwcckmäsiig sein würde, die jiidischenCinWohner des Staates zu drm Schiedsmannsamte zuzulassen. Gerade, wenn dicses Amt sich wcitks entwickeln sollte und insofern richterliche Functionen damit der- bundrn wiirden, wiirde man dann gcnöthigt sein, eine Bewilligung, welchc "'“" dc," )'Ük'isck)?" Einwohnern gegenwärtig gemacht hat, wie- rcr zurückzunehmen und sie zu den Schiedsämtcrn dann nicht mehr 3111111111701- dek das Schiedsamt wiirde nicht einer vollkommenen Ent- wickelung cnigegengcsiihrt werden können. Ich muß mich aus die- scm Grunde gegen den Antrag der Abtheilung erklären und trage Tialraxrtf an, daß es bei der Bestimmung des Gescyes sein Bcwcndcn 'e)a c. .

Geheimer Regierungs-Rath Schrocner: Allerdings sind die Juviciioncn dcr Schiedsmänner keine richterlichen im engeren Sinne, allem auf Grund eines Vergleiches dcs Schiedömannes kann Exclu- tion nachgesucht und Vollstreckt werdcn. Deshalb ist bisher angenom- men worden, daß die Juden zu dem Amte links Schiedsmannes nicht zugelassen werden könnten.

Fürst zu Lynar: Cine Execution wiirde jedenfalls mtrcrst in Folge einer schiedsrichtcr1ickcn Verhandlung eintreten können; keine.?- weges aber wäre der Schiedsrichter selbst berufen, als Erckutvr auf- zutreten, welches Amt ganz andere Personen zu verwalten hätten. Aus der Möglichkeit, das; eine schiedsrichtcrliihe Verhandlung zu einer Execution Veranlassung grbcn könne, ist daher keinGrund abzuleiten, die Juden vom Schiedsrichter:?lmte entfernt zu halten. _ Ich muß ferner bemerken, daß, sollten den Schiedsrichtern künftig obrigkeitliche Functionen übertragen werden (was zur Zeit noch ganz problematisch ist), die Juden in diesem Falle in Gemäßheit des Gcseßes nicht ferner wähl- bar sein wiirden, und ich glaube daher, daß gegenwärtig eine diesfall- sige Jiirsor e noch ganz überflüssig sei.

Graf cYork: Wenn man auf Eventualitäten der Zukunft, auf das, was mii lickerweise daraus entstehen könne, schon jeyt Rücksicht nehmen und Schon darum, weil in Zukunft sich einmal etwas nach der Meinun des Redners Schädliches entwickeln könne, den Juden jetzt ein so keines Recht versaäen wiU, so sind wir auf dem Punkte an-

elangt, daß wir ihnen a es und jedes Recht “versagen müssen. Es

:| nicht abzusehen, wie sich in der Zukunft irgend einmal etwas so

entwickeln könnte, daß daraus eine Bedenklichfeit fiir die Herren, welche einer so strengen Ansicht huldigen, entstände. Zn Beziehun

aus „das, was der Herr Re terungs-Kommissar anfiihrte, muß ich noa? in Erinnerung bringen, das?, wenn aus einem schiedsrichterlichen Ver- gleiche einUrtheil und dannExecution erfolgt, der Schiedsrichter diese nicht zu vollstrrckcn "hat.

Grqf Botho zu Stolberg: Darauf muß ich bemerken, daß es doch iehr nahe liegt, daß, wie gesagt worden ist, die SchiedSrich- ter richtcrlichc Functionen bekommen können.

Graf Dohna-Lauck: Ich muß darauf erwiedcrn, daß es die Pflicht der Gescygebung ist, darauf Riicksicht zu nehmen, was in Zukunft sich aus einzelnen Institutionen entwickeln könne, zumal, wenn diese Entwickelung nicht-als so sehr fern liegend, sondern als nahe liegend gedacht werden kann. Ferner muß ich erwiedern, daß daraus keinesweges folgt, daß man der_jüdischen Bevölkerung jedes Recht versagen müßte; ich glaube, eine solche Folgerung sieht damif nicht in genauen1'"Zusammenhange.

Geheimer Regierungs-Rath Schroener: Wenn der Antrag nach dem Vorschlage der Abtheilungen angenommen werden sollte, so dürfte von der hohen Versammlung in Erwägung zu ziehen sein,

inwieWcit etwa für das Großherzogthum Posen eine AuSnahme

erforderlich sein möchte.

DiejüdischeVevölkerung ist dort zahlreich; namentlich in den Städten wiirden die Juden au“ die Wahlen der SchiedSmänner nicht selten einen Wesentlichen Einfiuß ausüben. In dem vorliegenden Berichte cines Ober-Landesgcrick)ts-Direktoriums im Großherzogthum Posen sind die Nachtheilc hervorgehoben worden, welche sich bei den durch Schiedsmänner aufgenommenen Vergleichen, bei denen Juden als Par- teien bctheiligt sind, für die dortigen bäuerlichen Wirthe herauégesiellt haben. Diese Nachtheile würden daher dort in noch weiterem Um- faizge besorgtWerdcn, sofern die Juden daselbst zum Amte der Schieds- manner zugelassen wiirden. ,

, Graf Reichenbach: Ich glaube, daß in der christlichen Reli- gion vorzugsrverse das Prinzip drr Duldung und Milde vorherrscht, und insofern als beidcm Schiedsrichter-Amte nicht immer das strenge Rechtsprinzip entscheidend ist und dieses hauptsächlich beriicksichtiqt wcrden miißkc», die Juden nicht zu diesem Amte geeignet sein möchten.

GrafZicien: Die Wahl eines Schiedsmanncs ist Privat- Cigcnthum eines“ jeden Mcnschen; ihn in diescr Wahl beschränken zu Wollen, wäre eine Beschränkung dcs Privatrechtes des Menschen. Es muß nach meiner Ansicht daherchkm iiberlaffcn bleiben, Wen er zum Sch1€d§kichték wählen wiil, und 1313 wird von seiner Wahl abhängen, ob ein Inde odcr rin Christ Schiedérichter werden soll, und demnach wünsche ich, daß den Juden nicht die Berechtigung entzogen werde, auch dieses Amt ausüben zu können.

Referent Graf von Jyenpliy: Ick müßte doch Vorschlagen, cs [*ci dcm Anfrage der Abtheilunq zu lassen. Wenn man schon darin Bedenken finden wollte, die Juden zu Schiedsmännern zu neh- men, so ist es noch viel bedenklicher, ihnen Kommunal-Aemter anzu- vrrtrauen. Die geehrte Versammlung hat beschloffen, das; die Juden zu Konnmnml-Bcamtcn und Gcmcinde-Vcrtrctern gewählt werden können. Alle Tage kann jedes Magistrats-Mitglicd den Auftrag er- halten, Leute in Stadtangclegenheitcn zu vernehmen und dariiber ein Protokoll aufzunehmen; fie haben also so viel 1111135, daß sie ein Protokoll richtig an affen und tiicdrrschreibcn können. Vertraut man nun dc'n Inch Kommunal-Aemtcr an, die doch viel wichtiger sind, als das Schiedsmannsamt, so kann ich nicht einsehen, warum man sie 9011 diescr letzteren Junction jest ausschließen will. Dann möchte ich auf das, was das geehrte Mitglied aus Preußen angeführt hat, bemerken, daß man in der That nicht Rücksicht auf eine Institution nehmen kann, wclche noch gar nicht existirt, Von der man vielleicht nur hofft, das; sie einmal eingefiihrt werden möge, und deren Moda- litäten, unter welchen sie eingefiihrt wird, man noch ar nicht beur- tl)cilcn kann. So viel mir bekannt, haben die engli eben Friedens- richter _ und hier liegt die Beziehung nahe _ ein konkurrirendes Forum. Wenn man in Königsberg oder Liverpool, _ das ist hier qlcich, _ zehn Friedensrichter wählt, so ist es nicht bestimmt, welcher Bezirk Jedem angehört, sondern Jeder sucht sein Recht bei dem Fric- dcnsrichtcr, welcher ihm gefällt. Wenn es hier nun eben so einge- richtet würde, so wäre gewiß keine Gefahr dabei, auch hierzu Juden zuzulassen. Hieraus will ich indessen nur deduziren, daß aus einem Institut, welches noch gar nicht existirt, nicht schon vorher Maßregeln abgeleitet werden können, nach welchen Jemand nicht zu Functionen gcwählt werden könne, die noch nicht geschaffen sind. Außerdem, meine Herren, haben wir doch auch billige Rückßchtcn den Juden Ygenüber zu nehmen und ihnen ihre billigen Ansprüche zr_i_ gewahreit.

er Jude wird Schiedsrichter sein für die Glaubensgenynen und fur die Leute, welche ihm Vertrauen schenken, i_md dais efahrdei wahr- lich keinen Menschen. Die Execution voUiirecxt iibrigcns,_nrcht der Schiedsmann, sondern wenn das Protokoll richtig gefaßt 117, so wird es a„? den Richter gebracht, und dieser volisireckt nach dessen Inhalt die xecution.

Marschall: Wir werden zur AbstimmunY kom,men köxnren. Es werden diejenigen, welche dem Anita e der b_therlun,g ,bxistim- men, dies dnrch Aufstehen zu ,erkennen ge en. Die quontat hat sich fiir den Antrag dxr Abthetlungb guögesprochen, und wir kommen zu den weiteren Anträgen der, Abt, etlung.

Referent Graf 3130110113 (liesi vor):

„Aehnlich dürfte es sich, mit _den Justiz-Kommiffarien verhal- ten; auch sie haben weder richterliche, noch polizeiliche, noch exeku-

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