uns. Ich sage: Menschen; denn es kann sehr viele gebildete Engländer, Franzosen, Deutsche geben, aber die echtmenschliche Bil- dung ist nirgends so verbreitet, so tief begründet, als in Deutschland. Und wem verdanken wir das? Meine Herren! Das verdanken wir unseren Universitäten, das verdanken wir dem Um- stande, daß unsere Universitäten nicht ein o allgemeines LandeszZn- stiryt geworden smd, wie 111 Frankreich, da aber auch uniere Umver- sitaten nicht solche beschränkte Corporationen geblieben i_ind, _als in Englcznd, sondern daß die Universität bei uns wirklich die unu-orzx- ta; litterarum geworden ist. Das ist unser Stolz, und nameiitlich wir Preußen können eben darauf sehr stolz sein; ,denn xmseke KWI? haben diese Universität als das schönste Kleinod ihrer Krotre erkanrit. Darum haben sie sich eben dieses gebildete Volk erzogen; Er. Maxe- Üäk Selbst hat die Freude und den Stylz, der Beherrscher dicses ge,- bildeten Volkes zu sein, in echt Kömgirchen Worterr anerkannt. Wir aber sind einig, daß wir in jeder Mmute, g_ern die Pflicht erfiillen Werden, unseren Herrschifl'" ZU ZWEI," daß ile mcht umsonst Jahr- hunderte lang diese schdncn Umverntaten erhalten haben. Ich znuß nun gestehen, ckck sehe nichr em, wie man irgend Jemand von dicser Um'vérsität ausschließen will, und das (Hesey selbst thut dies auch keineswegcs, sondern verschließt ihnen allein die höchsten Acmter der Universität. Kommt es nun aber auf das Lehren, auf das Bil- den auf der Universität, wie gesagt worden ist, besonders an, so, glaube ich, kann ein Privat-Dozent eben so viel wirken oder, wenn Sie liebcrjwollen, eben so viel schaden, als ein kr0s€550r 0r(li113rin§. Ich habe m meiner vierjährigen Studienzeit hier zu Berlin den Saal manches [)roke550ki5 ox-äinarii leer gesehen, und ich habe den Saal des ech zum Christenthum übergetretencn Privat-Dozentcn Ganz nic leer, sondern gewöhnlich so voll gesehen, daß ein Theil der Zu:- hörcr zum Fenster hineinsehcn mußte, wenn es die Witterung erlaubte. Was nun den Ausspruch Sr. Ercellcnz anbetrifft, da es eine Klau- sel sein wiirde, wenn man ihnen dic Acmtcr des Re tomtö und De- kanars“ verschlöffc und er sie darum gar nicht erst zu ordentlichen Profcmoren ernennen wolle, so scheint mir das so viel zu sein, daß man eine strengere Klausel will, um eine laxere Klausel auszuschlie- ßen. Nach meiner Ansicht braucht die Ausschlicßung Vom Rektorat und Dekanat in dem Gesetze nicht ausgesprochen zu werden. So- lvohl der Rektor als der Dekan werden Von dem Senate gewählt. Wenn wir nun auch den Juden die Berechtigung geben, ordentliche Professoren zu werden, so hängt es noch immer von ihren Kollegen ab, ob sie Dekane, ob sie Rektoren Werden können, Und wenn uns nun eben gesagt wurde, daß der Senat der Universitiit Königsberg bei der Revision der Statuten die Juden ausgeschlossen hatten, so glaube ich, daß wir um so weniger Furcht haben diirfen, daß sis auf irgend einer anderen Universität zu Rektoren oder in den Senat ge- wählt Werden dürften, da ich gern eingestehc, daß in Königsberg gc- wiß jede Ansicht auch im Senate Vertreten ist. Die Rektoren haben üdrigens exekutive Gewalt, also würden wir nach der gestrigen Ab- ftimnnmg ihnen dieses Amt heute nicht mehr zusprcchcn könncn; ich sehebaber nicht ein, warum ihnen dadurch die ordentlichen Lehrstühle verichxoffen sein sollen.
Fürst L_ynar: Dcr Gescy-Entwurf hat ohne Zweifel die wohl- wolleirde Abricht, die Juden auf eine höhere Bildungsstufc zu stellen, urid rtr der That sind viele dieser Abkömmlinge Abraham's bereits auf die hochste Bildungsstufe getreten. Mein Verchrtcr Freund und Kol- KLMM? der Mark hat auf eine große Anzahl auögezeichncter Per- soniichkeikerraus diesem VolkSstamm aufmerksam gemacht, Namen, denen aiich ich dre höchste Anerkeumrngund Achtung Jolle, und Welchcnick) noch Viele andere hinzufiigenkönnic. Ja, es hat gewiß schoninfriihcrcr Zeit unter dert Juden so artégezeichnctc Männer gegeben, es giebt dercn noch gegenwärtig viele, und es werden sich auch in Zukunft unter diesem geistvollen Volksstammc dcrgleichen finden, welche die Zicrdc eincr je- den Hochschrrlc gewesen oder noch skill wiirden, und ich wünschte da- her„ derglerchcn hervorragende Kapazitäten fiir die Wiffcnschast zn gewmnen.
Ich halte es ferner fiir eine gewiffc anonsequcnz und Härte“, wenn man einerseits Alles anwwtdet, um die Juden Mis eine höhere Bildungsskufc zu stellen, rvenn man sich überzeugt, daß dieser Zweck zum Theil erreicht ist, und man andererseits den Juden die Mittel abschneidet, das so mühsam geistig Erworbene in Anwendung zu brin- gen, wenn man src zwingt, dcn zusatnmei1gebracl)tenSchatzihrer Wis- senschaft in steriler Abgeschlossenheik zu bewahren, und ihnen nicht mit der denChristen gebotenanreiheit die Wege eröffnet, jrnc Sckäxzc zum Gemeingut zu machen.
Ich schließe mich daher der Majorität der ständig an.
Graf York: Nicht allein die Könige aus dem Hause Hohen- zoilern, sondern alle Fürsten dieses Hauses haben von jeher mit hohem Sinne die geistige Bildung als das unschäybarste Kleinod ihres Vol- kes angesehen. Es ist dies kaum nöthig, Zu erwähnen, denn es ist Jhrrxn Aller wohl bekannt. Diese Fürsten haben es aber aiif die geistige, nicht allein geistliche Bildung ab csehen; je höher sie den Werth der den Geist bildenden Anstalten ?tellten, desto geistig freier wurden sie hingestellt. iKenn nun der Herr Kultus-Ministeruns Eng- land ais Beispiel _angefiihrt hat, so möchte ich nicht wünschen, daß man, diesem „Beispiele folge; denn es herrscht in England in dieser Beziehun erng geistige Knechtschaft, Von der wir mis frei gehalten haben. as liegt, meines Erachtens, darin, daß man die Universitä- ixnpon der hohen Stufe, die sie einnehmen sollen, herabgeseyt imd ste m England zu Dicnerinnen bestimmter konfessioneller Ansichten ge- macht hat. Je 'mehr wir diesen Boden einnehmen, desto mehr wird der Wirkungskreis der Uniwersität als einer allgemein alle Konfessio- nen Lkzkehenden Aristalt Verloren gehen. Wir müffen auch anerken- nen, daß gerade m Preußen im entqegengeseßten Sinne gehandelt worden kst- Ich ,erlaube mir das Bei piel anzuführen, desen ich bei Zl? erathung dieses Gegenstandes in der Kommission schon gedachte.
delchkk verfolgt wurde "alis Jrrlehrer, als Gefährlicher, da war gerrt e “Bs“ MWMFLY Konig derjenige, der ihn an die neubcgründete UWVUsÜak BMM Mes und ihm das Recht verlieh, zu lehren, was .,“, wollie. Welche Fo'lgen diese Lehren ehabt haben, Welch eure Wirkng, davon *it der Beweis die Fotze Bildung, deren "Wik uns“ 111 5Yreußen erfreuen, und auf die wir stolz sem koankkk Allk- dke nachher an der iesi en Universität lehrten, alle beruhmte Namen, Hegel -,- und ich ?chjjegße den noch hier leben- den und lehrenden Schelling nicht aus, sondern ausdrücklich mit ein .... siiid Nachfolger und weitere Entwickeler Jichtescher Lehre und in ge- wiffen geistigem Sinne Universitätslehrer gewesen, aber nicht in dem S_mne, wre in England, wo die Universität mit einer bestimmten Richtung einer Kirche gedient hat. Ich bin überzeugt, daß auch nur m'dem Sinne die Universität den Zweck erfüllen kann, den sie zuer- rerchen sich zur Aufgabe stellen muß. Wenn nun in Preußen die Statuten, der meisten Universitäten, troß der von mir für sie vindi- zrrten geistigen Freiheit, dem entgegenstehen, so hat dies seinen wah- ren Grund darm, _daß sie zu einer Zeit begründet wurden, in der die Menschen noch mcht zu einer vollkommenen Get“ esfreiheit gelangt waren. Als, aber" des hochseligen Königs Maje ät hier in Berlin “!"," neux Universitat gründete, gelxiand er, ohne Rückßsiicht auf die Re- ligion, emem deen, der_ geistig e enbürtig ist, das echt zu, an ihr 371 lehren, und ich tyuß lm Gegensah ge en die Meinung des König- lichen Herrn Kommassars behaupten, da die Worte, welche im Ge-
Abthcilunä voll-
'täten, Bonn und Breslau,
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sehx siehen, ;,sich geschicktmachen“, nichts Anderes heißen, als den Be- weis seiner geistigen Tüchtigkeit und Fähigkeit .darzuthun, daß der Ausdruck überhaupt nicht nur für die Juden berechnet war, sondern eine ganz allgemeine Bedeutung hat, nämlich daß jeder Jude wie jeder Chri zu einem solchen Amke sich geschickt gemacht haben, d, h. feine ;prä anda präsiirt haben muß. Damit ist also nichts Anderes 9aöge prochen, als daß er diese Verpflichtung erfiillen soll und er frei rst vor) jedem konfessionellen Zwangs, Wenn angeführt worden ist, daß die Universität ein organisches Ganze sein soll, so gebe ich dies gern uiid vollständig zu; aber wenn sie es sein soll, so muß „ sie die Fähigkeit haben, alle geistigen Notabilitä- ten in sich aufnehmen zu können. Oder wäre es denkbar, um den auögezeichneten Namen, die ein verehrtes Mitglied an meiner Linken genannt hat, noch einen und den hellleuchtendstcn anzuschließen, oder wäre es denkbar, daß Spinoza nicht an einer pr-xußischen Universität Philosophie lchrc'n könnte, weil er ein Jude ware? Ich glaube, daß ich diesen Namen UW zu nennen brauche, um der hohen Kurie und des Herrn Kultus-Ministers Zustimnmnq selbs gewiß zu sein, daß dies gcradehin nndcnkbar "wäre. Diese lirttverjität, die nach der Ansicht des Gouvernements und nach meiner rigencn ein organisches Ganze sein soll, muß auch die Fähigkeit haben, an sich ein Lebcn zu entwickeln, und damit sic dicsehabc, mus; sicnicht äußerlich beschränkt sein in der Aufnahme ihrer I)iitglicdcr durch ir- gend konfessionelle Griinde. Daß auch auf preußischen Universitäten man 65 yo angesehen hat, davon liegt mir der Beweis vor, weil ohne Aufhebung der Statuten, nachdem das Gesetz von “1??12 erschienen war,-an Universitäten, die nicht von dem christlichen Bckenntuiffc ab- strahtren, wie die hiesige, Juden akademische Lehrer geworden sind. Es ist in Breslau, cincr paritätischen Universität, der Fall zweimal, wenn ich nicht irre, sogar dreimal verckonnncn. Zwei diescr Lehrer sind, Wenn ich nicht irre, später zum Christcnthum übergetreten. Dcr dritte, ein noch in Breslau lcbcndcr angesthcncr Arzt, hat sich von der akademisckyen Wirksamkeit zuriickgczogcn, als nachycr das Gesetz erschien, Welches es ihm unmöglich machtc, höhere akademische Wiir- dcn zit_erlangcn. Wenn nach dem bereits gefassten Bcsthluffc der hohen Kurie die Juden von den höchsten akademischcn Würden, wir daIMRektorat, ausgeschlos'cn sind und ausgeschlossen bleiben müssen, so qt dies, nachdem diricr Brschliis; feststeht, nicht zu ändern, und ich muß dies anerkennen, so sehr ich es bedaure.
Fürst Wilhelm Von Radziwill: Als dasjenige Mitglied der Abtheilung, welches sich allcin in dcr Minorität befunden hat, licgt mir die Verpflichtung ob, meine Ansicht zu Vertreten. Um diesc voll- standig zu begründen, muß ich die Geduld der hohen Versammlung noch auf kurze Zeit in Anspruch nehmen und knrz auf die gestrige Debatte zuriickkoimucn, insoweit sie sich auf den Begriff drs christlichen Staates und auf die Vcryältniffc zwischen Staat und Kirche, die gestern berührt worden sind, bezieht. Ich will mich nicht auf eine t_l)corctiscl)c Entwickelung dicser Idee einlassen, man wiirde sich im Kreise der hohen Versammlung dariiber nicht verständigen können. Ich will diese Idee nur insofern berühren, als sie sich auf die hier cht Vorliegende Frage und auf die gesetzlichen, faktischen Zustände in unserem Lande bezieht. Der preußische Staat wie alle anderen mo- narchischcn Staaten in Deutschland beruht noch auf die alte aus dem deutschen Reiche hcri'rbcrgcnomnienc Idee des christlichen Staa- tes. Der Kaiser war erstens Schirmvogr der Kirche, und zwcitens latte er das äomininm ["in"]i, die oberste weltliche Gewalt, Die- ier Begriff der Sorwerainetät liegt noch in allen deutschen Verfas- sungen, so wie er in. den Grundgeseßcn unserer Staats-Vcrfaffung noch besteht. Der westfälische Friede hat ihn anerkannt, und der wesifälischc Friede isi noch fiir den Wiener Kongrcsz maßgebend ge:- wesen, da, wo es sich von dem Verhältniß zwischen Staat imd Kirche gehandelt hat. Aus diesern Begriffe, so sehr er auch in den iicucreu Gcscßcn modifizirt worden, hat sich das ganze Verhältnis; zwischen Staat und Kirche entwickclt. Kommt mm in unserem Staat noch die, Organisation unserer bekannten kollegialischcn Form, der roßc Einfluß hinzu, den mit diescr Form die individuelle Meinung )abcn wird, so liegt darin und in dcr Schuypflicht, die der Stani chen die Kirche übernommen hat, schon fiir densclch die Unzulässig- keit, Juden in höhere Staats-Acmtcr aufxunchmcn. Dieses Faktum ist gestern durch das Votum drr hohen Kurie anerkannt worden, es müßte cine völlige Trennung vvn Kirche und Staat erfolgen, nimm dcm entgegen gehandelt Werden könnte, neben dicser Trcnnunq miißté der ganze Geist unseres Bcamtcnthnms, seine. ganze Örgani ation in Bezug auf Pflichten und Rechte Verändert wcrden, cs müßte nächst der Trennung Von Staat und Kirche die französischc ?))kinisterial- und Präfekten-Einrichtimg, rinc strenge Hierarchie und Unterordnung dcs Beamtenkhums eingefiihrt werdcn, um den bestehenden Rcrhtcn dcr Rirchc, die dnrch die Beamten des Staates vertreten wird, nicht zu nahe zu treten. Nur nach einer solchen Trennung kiinnte rirrc völlige Emancipaiion der Juden eintreten. Ich glaube nicht, daß es die Absicht sein könnte, ihr zu Liebe eine solche durrhgrcifcndc Aen.: dkrung in den bestehenden Zuständen eiuznfiihrcn, ich zwrislc schr, daß die Stände darin willigen wiirdcn, einc Anlcil)c oder eine Ab- zweigung von Domainen zu votiren, die doch nöthig sein wiirde, um alle in dem preußischem Staate anerkanntenKirchen vollständig zu dotircn, eine Dotation, dic erfolgen müßte, wenn eine Vollständige Trennung zwischen Kirche und Staat stattfinden soUtc. In Frankreich, Belgien und Hoiland ist der Emancipation eine Revolution vvrangcqangcn, welche alle bestehenden Verhältnisse umstiirzte, Welche alle friiheren Verpflichtungen, alle friiheren Rechte, die zwischen Staat und Kirche bestanden, auflöste. Auf eine solche tabu];- msn konnte in Jrankrrich, wie in Belgien und Holland, dic Emancipakion dcr cht bestehenden Verfassungen und in denselben dic Vollständige Emancipation der JU- den eingefiihrt werden. Bei uns wäre sic nicht durchzuführen, ohne die Wesentlichsten Theile dcs bcsiehcndcn Staatsrcchtes zu verändern. Diescs Staatsrecht, die in Folge deffeldcn bestehende Schußpslicht des Staates gegen die ancrkannren Kircbkn, kommt mm bei dcr Tr;- ganisation dcr Lehranstalten wesentlich zur Sprache. Ich habe mich der Majorität der Abtheilung dahin angeschloffen, die ZUR" 311 or- dentlichen Profcffuren in den uaturwiffcnschaftlichcn, mcdiztmichrn und mathematischen Lehrfärhern znzulaffen; ich habe mich abcr_glcrchzcirig dagegen aussprechen miiffen, sie zu philosophischen ProseUUkkU 31151!- lasscn, und ich stelle diesen Antrag aus folgendem Grunde. Der Staat hat eine Universität zu Berlin, durch dereii Statut nicht bestimmt ist, welchem Glauben der Professor zugehörk", soil. Wir haben drei Universitäten, zu Königsberg, Halle und erifswalde, in denen, wie aus der Rede des Herrn Kultus-Miniskeké "ühkk hchor- _eht, das evangelische Glaubenöbekrnntniß eine Bedingung fiir die Zulassung zur Professur ist.
Inwieweit in evangelischen Universitäten der Staat geneigt sein möchte, mit deren Vorständen eine Veränderung der Statuten dahin zu verhandeln, daß die Juden in den philosophischen Fakultä- ten zugelaffen Werden könnten, stelle ich anheirp- Al? Natholiß steht mir darüber kein Urthcil zu, Wir haben zwci parttaxtsche Unchksi- , die an die Stelle von dre: aufgehobenen rem katholischen Lehranstalten gegründet sind; diese sind zum Theil mit dxren Vermögen dotirt und fundirt worden. An diese Anstaiten hat die katholische Kirche wo [ be ründete bestehende Rechte. Fäude an diesen Universitäten eine ulasärng der Juden, zu philosophischen Pro- fessuren statt, so würden unausblerbliche Konfliktezwischen den Staats-
unb ben bischöfllichen Behörden stattfinden. Die bischöflichen Behörden haben anerkannte Rechte an diesen Universitäten und würden, wenn philosophische Yrosessuren an denselben den Juden geöffnet werden möchten, den esuch der paritätischen Universitäten den katholischen Studiosen der Theologie untersagen. Die nächste Folge davon würde sein, daß sie rechtlich an den Staat die Forderung würden stellen können, rein katholische Lehranstalten dafür zu organisiren. Es wäre also besonders der Erwägung der hohen Kurie anheimzustellen, daß sie durch ein Votum, im Sinne der Abtheilung, wenn es so allge- mein hingestelltwiirde, dem Staate in Folge dessen eine Verpflichtung auferlegen würde, die sehr bedeutende AUSgabcn nach sich ziehen und eine Ursache von Reibungen wieder hervorrufen wiirde, die durch die gerechte Berücksichtigung der bestehenden Rechte der katholischen Kirche so glücklich beseitigt worden.
Graf Botho zu Stolberg: Wir haben vorhin von einem verehrten Mitgliede aus Schlesien sehr überzeugend darstellen hören. auf welchem hohen Standpunkte die preußischen Universitäteirstehen. Ich stimme ihm vom ganzen Herzen bei und freue mich sehr über diesen Zustand der Universitäten“, ich frage aber, auf Welcher Grund- lage beruht eben dcr blühende Zustand der Universitäten? Nach meiner Ansicht beruht er nur auf der christlichen Bildung und Gk- sittung, die ach dies hervorgebracht hat, Ick glaube auch,. es ist unter uns Niemand, dcr wissenschaftliche Diöziplincn kennt, die azzf eincm andcrcn Grunde in chigcr Zeit beruhten und zwbebarren wa- ren, als auf dcm der christlichen Gcsittnng. Nun [ckck“ M"“- daß hier viel im Sinne des Fortschritts gcrcdct worden ist, 1ck sehe aber nicht ein, wie wir auf dicscm Wege Fortschritte machcrr, wenn noch andere Disziplinen hinzugezogcn wcrden, und arts „die-sem Grunde Miß ich nicht, warum man hier noch besondch dic, xudtschen Beken- ner hinzuziehen soll, Ich glaube dxswcgen, daß wir MIZ darauf_bc- schränken können, vas; wir sie zu außerordentl1ch8nProscnoren3ala11_en. Da aber die Juden, die sich auszeichnen, mcmcr Meinung nack), fick) immer auch dann auszeichnen, wcnn , sic sich dem christlichen Stand- punkte zu nähern sllchcn, _so glrmbe Zck- das; ihnen damr immer noch ein frm'cs Feld ihrer Wirkimnkctt bleibt, das; WU" abcr mcht weiter zu gehen brauchcn. „ *
Graf zu Solms-Barutl): Auch ich stimme Vollständig dcm [Wi, was cin geehrter Redner aus Schlesien zum Lobe unserer preu- ßischen Universitäten gesagt hat“, aber ich umrhc gerade darauf auf- merksam, daß diesc Unchrsitätcn christliche Bildnngs - Anstalten sind, und daß sie als solche diesen großen Ruhm sich erworben haben und ihn sich erhalten miiffcn. Wenn man den Juden Rechte geben will, wie wir sie durch das vorliegende Gesetz zu erthcilen im Begriff sind, und wenn wir die Voten, die gestern in diesem Saale erfolgt sind, berücksichtigen, so glaube ich, daß man sie ganz fiiglirh inUebcr- einstimmung mit diesem christlichen Fundamente, welches unsere Uni- Vcrsitätcn haben, in bedingter, beschränkter Weise zu Lehrerstellen an denselben zulassen kann, Welche ihnen eine Theilnalxnc an der an- gcmcincn Bildung erlaubt. Eine Theilnahmc abcr iiber dicscn Grad hinaus, die, glaube ick), kann man ihnen nicht einräumen, wenn „man nicht gerade das Fundament des christlichen Prinzips auf den Umver- fitätcn Vollständig Verändern will. Dem sirhcn mehrfache, sehr be; gründete Schwierigkeiten entgegen“, 3. B. in den Statuten der" [Fm- versiiätcn s'c'ibst. An diesen Statuten hat man nach sorgfaltrgcr Priifung in dcr Abtheilung geglaubt, durchaus nicht rütteln zii diir- fcn. Eben so hat der Erfolg, den bisher die Universitäre]! gehabt haben, die Abtheilung dahin gefiihrt, gerade bei den Vorgejchlagcncrr Jakultäts-Vcrl)ältniffcn stehcn zu bleich.
Aus diesem Grunde möchte fck dcr hoben Vcrsarxrmiimg anra- then, sich den Vorschlägen der Abtheilung geneigtrsi atiztljckyllkße'zl- nach welchen den jüdischen Glaiibcnsgcrwffc" das NUN IWW?" MM, M denjenigen Fakultäten Theil zu Uchmchnwlchc nnr '?UU-äslstllcki-cll Glauben in keinem Widkrspruch treten kötrncglz das ist dre philow- phische und die tiicdiziriischc Fakulxät. Riickiichtlich dcr bcidcn ande- ranakultätcn aber glaube fck entschieden mich widcrscßcn zu miiffcn und will ihnen eine Theilnabmc an den Jakriltätsrcchten nicht ein:- räiimen. Eben so folgt aus den Beschlüssen, die gestern hier gefaßt worden sind, das; wir den Juden ein Anrecht an das Rektorat, Pro- rcktorat, Dekanat und an die Mitgliedschaft dcs Sciraw nicht zugr- strhcn diirfen, weil diesen Functionen gewisse Gewalten anhängen, welche mit den gefaßten Bcschliiffcn mwcrtriiglich sind,
Graf zu Dohna-Lanck: Auch ich bin schon lange der Mei- nung gcwcsrn, das; kein wesentlichcs Hindernis: cntgcgcnstehc, um die Zach aiich zu den ordentlichen Professuren in dcr mcdizinischcn nnd *hilosopl)isckcn Fakultät an den Univrrsiiätcn zulassen zu können, Ich stimme in diescr Hinsicht ganz dem Antrage dcrAbthcilung bci. “Dies wird den verehrten Herren, die in dcr Vorigcn Sitzung meine Ansicht drr Jiitolcranz haben Zeitzcn wollen, dcn Beweis geben, daß ich den ckristlich religiösen Prinzipien im Siaatslcvcn keine weitrr gebende Riicksicht angedeihen lasse, als die ihnen nothwendig und mit Rccht zukommt. 21116) im Ucbrigc'n muß ich mich ganz fiir den Antrag der Abtircilimg erklären, namentlich bin ich auch der Meinung, das: im GrsrYe ganz genau bestimmt werde, daß die jiidischcnProfcfforen Von drm Amte cinrs Rektors und Prorektors ausgeschlossen bleiben. Ich mdrytc nicht wie mein geehrter Freund aus Schlesien sagen, das; hier cine Klausel in das GcseH käme, die nicht hinein gehört, sondern ich glaube, es sei nothwendig, daß in dieser Hinsicht das Gesetz sich ganz brstimntt ausspreche. Auch erkläre ich mich dahin, das; die Spezial: Statuten der Universitäten von dirscm allgcmcinen Gesetze in kxiner Hinsicht altcrirt werden "diirfen und cs diesen wissenschaftlichen Kiir- pcrsckaften zu überlassen sei, ob sie es angcincffen und zweckmäßig fiiidcn wcrden, fiir den großrn Entwickelungsgang der Wissenschaft diesc Statuten auf dem gesetzmäßigen Wege zu ändern. Zu dieser Hinsicht schließe ich mich auch ganz der Abtheilung au.
“Fürst zu L*.)uar: Cin durchlauchtigcr Redner, mir gcgeniihor, hat, wenn ich ihn recht verstanden habe, geäußert, das; große soziale Veränderungen wclthistorisch immer mir in Folge von Revolutionen eintreten. Dem muß ich widersprechen. Cs irt gerade das Eigen- thiimlichc, das Große und BcivundcrnMerthc in unserer staatlichcrr
- Entwickelung, daß die durch die Zeit gebotenen Veränderungen bei
uns nicht auf dem sturmvvllcu Wege der Revolution eintreten, „son- dem auf dem ruhigen Wege einer bcsonnrnen und vernunftgemaßen Fortbildung. „
Feind aller Erschütterungen, wollen wir für alle Zeiten durch dicse Vernunftgemäßc Umbildung das crrcichcn, wrrs bei anderen Nationen nur unter Strömen von Blut und Thranen gewonnen wird, und auch bei der vorliegenden Veranlassung werden wir“,ai1- erkannte Ucbelstände durch eine Vernunftgcmäszc Reform bxseiitgen.
Fürst Wilhelm Radziwill: Ich muß mir eine Bcrtchtigung erlauben, Ich habe hier nur die Ursache anführen wcrllcn, aus der es hervorgegangen ist, daß in Frankreich solcheBerhältniffe hadert eingefiihrt werden können, Wie sie bei uns praktisch noch nicht mog- lich sind, Weil eben bei uns noch Rechte bestehen, Pflichten des Staates gegen die Kirche, Rechte der Kirche im Staate, die tangirt wcrden würden, wenn wir den Juden die auögedehntcn Rechte zuer- kennen wollten, die ihnen nach der französischen, holländischen und belgischen Verfassung gegeben worden sind.
Erle Beilage _
Graf York: Ich wollte nur erklären, daß ich mich dem an- schließe, was ein geehrter Redner aus Preußen gesagt hat, daß ein allgemeines Gesexz allerdings nicht die Statuten der einzelnen Univcr- sitätcn aufheben kann, und das; man Von diesen Bildungs-Jnstituten erwarten muß, wozu man wohl berechtigt ist, daß die nöthigcn Anträge ihrerseits geschehen, Ich muß aber auch Von hier aus wei- ter _qchen und sagen, das;, wenn Vor: einer preußischen Universität ein solcher Antrag geschieht und die Staats-chicrung darauf einzu- gehen fiir gut erachtet, mir es dann völlig richtig erscheint, das: die paritätischen Universitäten keinen bcsondcren Anspruch machen könnten, weil die katiwlischc Tvcologie an diesen Universitäten aiick) gelehrt wird. Es ist dann mir die Fordrrr'ng zu stellen, die auch im reichen Maße Won erfiillt worden ist, daß gewisse “Disziplinen nur Von ka- tholischen Lelircrn besetzt werden können, Man ist in diesen Forderun- gen so viel ich weiß, ziemlich weit gegangen, man hat cme_ katiidlrsche Philosophie, cine katholische Geschichte verlangt, und, so viel mir be- kannt, ist das Gouvernement auf alle diese Forderungen eingrgangcn und hat besondere Lehrer dicser Konfession fiir diese Lisiiplinen ari- gestellt, In Breslau, wie ich genau weiß, ist dirs der Fall. Einen noch weiteren Anspruch, den dcö Rechts der Airsschlicßung fiir die ka- tholische Theologie studirendc “Jirgcnd von grwissen Universitäten, kann ich aber nie und Niemanden zirgrstchcn. Tics wollte isl) mir noch anschließend an das, was der durchlanckßigc Redner aus Posen gc- sagt hat, mrszujprcchrn crlanbcn. Ilirdcrrrsciw mus; icli noch das berühren, was ein erlaiichter Redne'r Vor mir bemerkte, das; man die Diözipliucn namhaft nmchrn möiiite, dir nicht ans christlichcr Bildiing, so war, glaube irlr, drr Lliiödrnék, beruhen, Und darauf erlaube ich mir Einiges anzufiilxrcn.
Ick [mbc friiher sWVU dic Haript-“Lioziplin allcr p[)ilosopliischcn
Diöziplincn dicPvilosi*pvic selbst genannt, und ich glaribr, wenniidcr-- haupt einc TiÖZipliir philosophisch ',“rin soll, sir unabisingig voir eincm Bckemttniß, sicli selbst bcstimmrnd sein !)?Uß, Ick könnte mich darauf einlassen, dicses l)istorisrl) riaibzuwriscii aus der Gefriiichtc dcr Pixilo- sophie, ick) Verzirivtc aber darauf. Ick mirs; ferner gestehen, daß iii) wirklich niclit [wgrcifc, wie die christliche Bildmig in dem grierhiscbcn nnd riiiriisihcn klassischen Altcrtléum *„11 findrn und “511 entwickeln sein und wie die Philosophie des Aristotclrs nach christlichen PsillYipilU Dorgrtragcn wrrdcir soll. Ich könnte noch weitere Beispiele anfüh- ren“, ich bcsibriinkc miri) aber auf das (M*sagtr. Ich will nun iiber den Antrag der :).)kiiwritär noch Einiges in wenig Worten bemerken. CD ist arrgrfiiirrt worden, das; man dic Juden von der juristisckwn Fir- kulri'it ariösrblicßcn iiiiiffr, weil das j115 dir"" von dem j|1§ (*.“1!!k)|]i- 1'11111 irickrt gcircimt werdcn kiiiiiic, imd wril das Katlxrdcr mir an ])1*. jm-i» ntriqu-i- FU iibertragen sri. C;» sind indessen bereits mehrere Fälle Vorgekommrn, dwß Juden “,n Doktoren mir des biirgrr- licbcir Rcrlrtcö krrirt worden sind, und wenn ick! erwäge, wic außer: ordctitliib wertig Cinflns; auf das “(eben jrtzt das kanonische :)icibt aiiöiibr, so srhc iii) tlichk cin, warum es nicht möglick» srin sollte, diese beiden Fächer ZU trciincn, da man, abgrsrhcn Von diescr einzelner! Tisiiplin, alle anderen jiiristischcn vortragen kann, ohne Christ zu sein, II ist mir sogar bekannt, das; es sriw bedeutende :)icchwlchrer gcgen- bcn hat, dir, wenn man auf dcn Juhalt ihres abristlichcn Glaubens lxiittc ein großes Gewicht legen wollen, und diesen fiir unumgäng- lich nothwendig erachtet hätte, nicht wohl die Erlaubnis; hätten cr- dalten können, an Universitäten zu lehren. * Graf von “L".)hrn: Obgleich ich scidst nicht den Glaukom» stand der erwähnten großen jiiriftiichen Lebrcr untersuäicn win und ihn: drffcn Vertretung selbst überlassen muß, so siixlicszc ick) miri) voli- kommen dem Anfrage meines Freundes an. Aiich ich stimme dafiir, das; den Inden dic juristische Fakrilti'it geöffnet werde und sie Dok toren dcs biirgcrlichrn Rechtes werden können, ohne Lrwrrr drs ka- nonischen Rechts zu sein.
Arif cinen friiheren Ausspruch 111111 ziiriickgrdcird, erlaube ick» mir, an Sr. Crrrllrnx den Herrn Minister ch IUliillÖ dic Frage: ob prriisIischr Bischöfe das :)lribt lmbrn, Vorlesungen aus prcnßisäwn Uriivrriirätrn ZU vcrbirtcn? Es ist nämlich vorhin von cinem clirrri- wcrtiicir *))kitglirdc geäußert jvordcit, das;, iicnii aiif paritätischen Umi- vcrsiriircn “Jirdcn als Lehrer in dcr phiiosopliischcn Jaknlrät angsstrllk wiirdcn, dicBisiiiöfc den jungen katholtjiiicnTycologcii dann die Vor.- 1esnngcn diescr Lehrer Verdictrir„wiirdcir; „_Fiir philosophisckjcri Fakul- tät qcbdrrii aber die umthcmatrirbc Wiijcnirlmf'r, Pirrrsik, Lleithctif.
*NiiltiiOMiiiistcr: Jiri) glai-ibr iiiclit, daß es ratlrsam sci, tirf in diese Materie ciiiJiigclirn, iiiidth-iimich daherwrrdrrf Wr; mgcö bcschränlrii. Ja:» Fiitrrriic dcr Biriiww drrdrr Yciktziriig dcr ci- qcnxliä, p[xjwsokirisiirrn “,'Obsstr'ilk11ULU dcn paritatqchcn ,xakultatcn lrucl) “ret rin, Cin Zriidircndrr, der W) 311111 lerologcn bilden will, kann sirl) iiiclit an;»srbiirswiid rriis drii Rrriö drr Diszipliiicii, wclrlw mir in drr thVlOJl-siixlll Jatiilrat grlriirt wcrden, bricliraiiirii, soiidrrn cr mirs: ami) "piijxgsopirisrlic .riollrgicn ],)Öjlll, ;. B. iibcr ipcfnlaiwc Piri losyplxic, x])sxxÜUilvgic Ti". * , , , , .
»sz „. “L *)[U'le "„ bxrlriib [ck dnrcbgiiö mißt gcbcicn hade, ciiir Brlrvrung iibri“ daö Uclztkl'köll erhalten, wndrrn niir “*,"LIÜW, kiirze quc iibcr rim srafmm an CU. Crccllrnz drm OrrrirMmqtcr rrrhtrti", dic *,ij adrr xiii'lit [*cantwortrt worden irt, w will irl) doch_ fillck'leliiU ticfrr iii dirss “).)iarcric Ängrlrcn. Iii) liabe blos cine «*iiisalw xrragc qrstcllt, Wk .'(ixli'lklllgö Cr. Crccllciiz hiii'rri das :)iriiit, irc 311 beant- worten ddrr 111le „ ,
MUM; ;))iiriistrr bittet dri! ernrr dir Fragr “„U wirdrriwlrn.)
Es ist dir Jragr, auf die iili mir eine Lliirwort cidittrii wollte, ob dir fatlwlisrlirnBischöfe daz :)irckvt baden, drr wkadrriiiirbrii Jrigriid das A;,[xxirrn von Vorlcsniigcn auf unseren [l_iiivrr]ita_tcii_;11 vrrbirrrii.
(“ck ist York"»in griinserrt worden, die karlwliirlwn M1chd_sc hätten das ;)Wq', dcr akadrinisiiirn Jiigrnd xu vcibictrn, Iorlrwitgrn [*r-ixu- wolrncrt. _ _
Fiirst W. ?)iadziwill: Ick [*adr xrrmqt, day; Sc, ?)kajrstiit der König in Feiner Wrislirit mid (Wrrciirtigkrit gcrulrt haben, drn Bischöfen“ aiif paritätischen Universitäten drstiiiinitr :)lciiitr cinxu riiniiicn, dir auf die Rechte der katholisrlwii .*iirckic gegründet siiid. Jeb habe gesagt, wenn Jiidcii als Lelxrcr aiif solclwn paritätisiirrn Unchrsiiiitcir ank'ti'lffc'll wrrdrii, wiirden dic Bisckrdfc, die naeh drii “linen cirigrri'iumrrii Rechten vollständig daxu brfngi siiid, dcn Vrsar!) 11icht niir drr Vorlrsnngrn, sondern der Universitiit selbst den Stndioscn dcr katholiickicn Tyrologic verbieten. EI wcrden daraus kostbare Vrrpfliiisnngen fiir den Staat iwrvorgcbrn. _ _
Graf D*.) l) r 11: Da rs sicb nicht um die chtsti'illlUg drr :)icckrtr der Bischöfe handelt, so habe ich die Frage niibt gestellt, um an dir- scn Rechten zn Zivcifeln; allein der geehrte Herr Redner wird mir doch erlauben, zu fragen, ob das Recht, den Besuch von Vorlcsiingrn und von Universitäten zu verbieten, mir zu den Rcchtcn der Bischöfe gehört.
Kultus - Minister: Diese besondere Frage kann beantwortet werden, ohne die aUgcmeineJraqc zur Erörterung zu bringen, wclche Rechte den Bischöfen in Erfiiilung der ihnen als solchen nacb der unter dem Schutze des Staates sich befindenden Grundversaffung ihrer Kirche oblicgcuden Verpflichtungen zustehen, Es kann wohl
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Vorkommen, daß ein Bischof in Ausübung dieser Rechte weiter gehe, als ihm von Staats wegen Zugestguden werden kann, und daß dar- iiber Konflikte entstehen. Eine nähere Auslassimg über den Gegen- stand wünschte ich zu vermeiden. Es handelt sich im Allgemeinen darum, welche Pflichten hat der Bischof nach dcr Grundverfaffung seiner Kirche in Beziehung auf die )ungcn "Theologen, die fiir seine Kirche gebildet werden sollen, “urid- welchc Einwirkung [)at ibm der Staat, in Folge dieser dem Blsvos obliegenden Pflichten, eincrsrits Vcrmögc dcs cincr öffentlich ancrkanntrn Mr_ck)? gebührenden Sebulzrs, andererseits in Iertrctung staatlichsr Ziitcrcncii, Ziiziizrr'stehcn. Es ist 1115g1ich, das; eine Ciugrcisung vrrsncht-wcrch wrlchr iibcr dic zuste- hende Gränze geht. („Schenwärtig „[!ka eiii. solcher Fall nicht Vor. Das Verhältniß 311 den jrizigen B11chdfcn irt ein durchaus frrmid; lick cs.
) Marschall: =Dic Bcratlwng iibcr diesen Priiikt halte ich fiir erschöpft. Graf D*.)rl)" scheint mir abcr nicbt blos aufgestanden 311 sein, um dicse Frage ZU stcllrn, sondern iiber den cigcittlichrn(834x481!- stand “,n sprrchcn.
Graf D*.)rlM: Ick Wollte der Ansicht meines Freundes bci- treten, und das ist grsibcvcn.
Graf Botho zu Stolberg: Ick habe eine persönliche Bc- mrrkimg xu machen auf das, was mir crwirdcrt wordrn ist. Jckimrrß miseNrftaiidcn worden sein riiifsiibtlirl) drr wissmischriftliMn Diöxipli- urn, von wcliircn irl) gcsprorbcn habe. Ich Hätte es viellriibt umi) richtiger arisgrdriickt, wenn ich von einer ibristliiircn Wcltansämmmq als Von UWÜÖ Höherem gcsprochrn [)ättr. Ich glaube, das wird airödriickcii, was ich im Sinne Hatte,
Jiirst Bogusla w Radziwill: Jab muß mir nockr eine Be"- mcrknng rrlaubcn. Cs [mt cin grcirrirr Rcdncr dic Llriiszcrung gc- nmibt, das; Vorträge über Philodpbic «mir von “Inden gehalten
werden können, indem diese Vorträge mit dem rhristlichrn Prinzip in keiner Vlrbiiiduiig ständen. Jeb bin drrMcinUng, das; stk nicht allein mit dcm ckiristliclirnPrinzip in cngchrrbindimg striwn, sondern dem- selben sogar offenbar fciudsclig cntgcgrritrrtrn kiinnen. Jcl) bin der Ucbcrzcngnng, das; gerade die Wirren, dic jrßt so vielfach in religiö- sen Vcrl/ii'iltniffcir stattfinden, größtenthcils das Produkt falscher oder faiscki vcrstandcrirr philosophischer S*.istc'nic sind, Und gerade ein Phi: losop'o, dciicri von einem :)kcducr Vorhiii lobend Crwäynriiig geschah, nämlich Hegel, hat, nail) mrinrn Ansichten, durch seine Vorträge iiber Pislosophic cinen selir bedeutenden Anlaß odcr Beitrag zu den icizt so virlfaib herrschenden religiösen Wirren gcgrbrn. Das; adrr Orgel aiich miswrrstmrdcn wordrn ist, geht aus cincr ?lriißrrriiig des genann- tcii Piriloswhcn selbst hervor, indem er selbst gesagt hat: „Von mrinrii ,;Fiil)ii1'crii hat mich niir Einer Verstandcn, und dieser Cine hat mich falsch Verstandrii.“
Marschall: Wir kommen zur Abstimmrmg iiber den (Hegen- staiid, Es hat dir Abtlwiiimg daraiif angetragen, das: die Juden r'illch ald ordcntiicke Profrssorcn dcr mcdiziuisrireii urid philosophischen Jaknltät zrigclasscn werdcn iriöchtcn. “Dabei istsicdavvnausgogangcn, das; ihnen das "Flint ciircö Dekans und chtorö, in Folge der friiher schon stattgefundenen Abstimmung, nicht wird zuerkannt werden kön- nen. Sie bat dies zum “Theil fiir Jaffnngssache gedaltcn und, nach- dem dic Ansicht der Versammlung unzweifelhaft festgestellt sein wird, die spätere Fassung der Reduction des Gesetzes Vorbehalten. Sie ist weircr Von der Ansicht arrogcgaricicn, das; auch die Statuten der Uni- versitäten Unberührt bleiben miiiscn und cö dcr Ncgicrungzn iidcr- laffen sei, in wcichcr Weise eine Vcrrindarung zwischen dieren Sra- tutcn urid dcn Bcsck)iiiffcn, wclche von der Versammlung beantragt und Von der Ncgicrnng gefaßt werdcn, 31: erreichen sein wird, Wir kommcn also ZM“ ?lbstimmnng iibcr drn Antrag, wclibrn dic :)lbtlwi- lung gestellt lmt.
Fiirst W. von Radziwill; Iciimus; niir iibrrdir Jragrstrllnng dir Brmrrkiiiig erlairbcn, das; dir Minoritiit sicb doiir now das Rridt Vorbclxält, iibcr ihre AjlsiiM abstimmen zu lassen, die sirix drr mrbr- dingtcn Ziiiassiing drr Inden fiir drn “(kl)l'stilhl der Philosophie cirk- srhicdcn widersetzt.
Marschall: Dir Abstiimriiiiig wird Zuerst aiif driiIlritrag gc richtst, der Von der Majoririit drr Abtheilung arrögrgangrii ist. _Jii drrlestinnnting iibcr diesc Frage wird die' andere siiwn critixaltrnjciii, denn es wird der Antrag der I)iiiwrität der letlwiliiiig dadiirib eiii: weder aiigcnommrn odor abgelehnt. Eine rvcitcrc Frage wird spiiter- [zin rioiir auf den Antrag 311 richtrn sein, der von dem (Mason vox: JUork gcmardt wordrii ist, das; die Jiidcn ami) ais ordrntliiiir Pro»- fcssorcrr Yllsii'iaffcn werdeii Uiöiiircji “xn cinem Thrildrö “Zrbrfaiids dcr jrr- ristisiidrn F.]kiiltiit, niimlich Fir driiijriiigrn, wciiiirr ;ii dcm kaiiviiijiiirii Nrrbte iiiclit ill “BOYic'Ullllr'i strdi.
Fiirst W von Nadziwill: "TiO “))kinoritiit will dirJiidrii ;n den Lcixrstiililrii drr “_Piiilosopliir aii drn Uilinl'siki'ikkU iiirlir xiiiirijrii, dagcgrn stimmt sic mit drr Majoritiir iibcrrin in Brxiriiriiiq arri ilrrr Ziilassung als ordciitlirlic “_Profcssorrn in dcr nmtlrrnmtisiiirii, natiir- wissriischaftliriirn imd iiirdizinischrii Jirkiiltät. _
(Wmf D*.) [im: Aber die' Z))katlwnmtik urid Naim“.Wiisciis-«Liasi sind philosophische Lehrstühle, .
JÜkst VV" Radziwill: Tri" Derr Redner meint 05 im allge- meinen Sinn; ick) [mbc es im konkreten 'Zilmc griwiiiiiirii.
Wmf Tvbrii: Jm amiliiiirii Simir, Érrridlaiirlrt.
Fiirst “II. Von :)tadxiwill: Sir siiid allrrdiiigö Lrlirstiililr drr Jakrrlriif, abcr niibt drr Pwilosorririr i'ijl iiiid fiir sirix.
*.*-)iarsrball: Co karin dem nicht widrrsprocldrii wrrdrii, istairrli, so Viel iii) vrriiommcn lmbr, niclit grsibcbrii, das; dir ristc Frage aiif den Antrag gerichtet wird, drr von der?.)iajorität drr JiiirhriUmg qr- strllt ist nnd daiiin lautet, das; die' Iudrn «mir als ordriitiirlir)Vrd: flss01“c1l drr mcdixinisrlwn mid philosophischen Jakrilrät Ziixiilasscn jrlril. Wir ivcrdcn zurrst iibcr diesem Antrag und Ywar in drr Wcisx'_99 stimmen, das; diejenigen, wclriir drm Antrag der letlirilnng [*c*l]t1111 mmi, das diirch Aufstehen Zu erkennen geben. _ „ ,_
Trin Anfrage der Abtheilung ist nicht xngrstimmt, ]VUllt iir ami» keine weitere Frage auf den Vorsärlaq drs (Grafen won :)]ori §11_richtrii.
Prinz Bir *.* 11 Von „Kirrland: "Ta gcxiilxlt worden qt, w ware es doi!) erwünscht, das Stimmrnverhältnis; Ur ['l'fäl'sl'U. _.
Y,)karsrliall: “20 haben fiir Min und 2T; fiir Jm grxtimmt.
Referent: Zei) glaube, das; «'S 111111 Zunächst darauf ankommen wird, durcki ciiir weitere Frage zu ermitteln, was bis- jetzt “"Mit [iat grsiiirhcn können, ob der abwriilwndc Vrsrliluse sicb, daraus _brzogcn hat, das: die Abtheilung darauf angetragen [mi, die 311de UlchkblOÖ zu außerordentliche", sondern aurb zn ordentlirbcn Profrisorcu zu er- ncnnen, odcr abcr, ob rr sich darauf bezogen hat, sie mir in dcr mc: diziniscbcn Jakiiltät zuzulassen, oder ob er darauf beruht, das; zrvar dir Kurie gegen die Ernennung der Juden zu ordentlichen Profeffo- ren nichts 11 erinncrnfindct, aber den Kreis, in Welchem sie ordent- liche Profeisorcn werden dürfen, verringern, und sie also neben der medizinischen Fakultät nicht zur _qanzcn philosophischen Fakultät, son.- dern nur 311 den mathematischen und naturwissenschaftlichen Lehrstühlen zulaffrn will. Ich richte deshalb an den Herrn Marschall die Bitte, zunächst die Jragc zu stellen, ob die Juden zu ordentlichen Professo-
Mittwoch den 23 |"" Juni-
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rcn in den Fächern, welche die Kurie zuerkennen will, ernannt werden
können.
Fürst W. von Radziwill: In V?xielui - _ lung möchte ich mir doch eine Frage erlaulieu? 1*quicellLTfFrkileeFii'iagaelxtgeel- stimmt, aber nicht angenommen, worden, und es kommt )“th darauf an, über das Amendement zu stimmen, das ich als einziges Mitglied der Minoritär eingebracht h_gbe, urid das dahin gcrichfek ist "ob die Juden zu ordentlichen Profcnuren-m dcn mathematischen, 1iaturwis- senschaftlichen und medizinischen Fächrrn zugelassen werden sollen,
Secretair Graf York: Es sind nur 49 Mitglieder aufgezählt während 57“ im Saale anwesend sind, und es wiirden aiko diejenigcri mit .*)ie'cht eine Einsprache gegen die Abstimmer erhebrn könueir, de- ch Stimmen nicht eingezeichnet sind. Ich glaube daher, daß diese imihgctragcn werden müssen. .
(C6 wird nochmals gezählt.)
Fürst Lichitowsky: Ich glaube, das; nach dem Reglement noch einmal abgrstimmt werden muß und nicht blos nachgezählt Wer- den darf.
Secrrtair Graf York: Es war ein reiner Jrrthum des Zäh- lriw; iibrigrns kann sir!) das so schr eifrige fürstliche Mitglied beru- higen, indem an dem Vcrhältnissc der Abstimmung nichts geändert ist, da Von drm Nichtringczcichncrcn eben so vicl dafür als dagegen grstinimt haben.
Marsahall: Nit 23 Stinmien ist die Frage verneint; es ha- ben von den Nichtgczähltcn 5 mit Ja und .*“) mit Nein gestimmt.
Fiirst Lichnowsky: Ick wiirde dcn vrrchrtcn Herrn Secre- tair, dcr siib eiiies imparlamcntarisihcn Bciworrcs gegen mich bedient [rat, niibr weiter beunruhigcii und mich, wenn die Versammlung bc- siiilirßt, das; dieses Nackixävlrn rcxilcmciitsinäßig ist, allcrdings zufrie- dcnstcllrn. Indessen muß ick) doch bemsrkrn, daß ich dieses Verfahren
des Nailiziihlcnö noch nie gefahrn habe, sorrdcrn dcr ?[nsickir bin, daß, und dicses Reiulmt mcht übereinstimmt, nochmals
wenn ein Nrsultat veröffentlicht worden ist mit der Zahl der gegenwärtigen Mitglieder abgestimmt wrrdcn soll.
Scrrctair Graf York: Dagegen habe ich durchaus nicht;; ein.- xiiwrtidcii, ich habe in dcm gcgrnwärfigcn Falle die Sache nur ab- kiirzrn wollen.
Jiirst Lichnowskv: zu bringen.
*)]iarschall: Ick) [mite ami) dafiir, daß miisx, das; das Stimmciwrrw(iltiiiß in diesem Falle ganz vollkommen dassiélbr qrblicbrii ist. Es hat sick) vorhin cin Uiite'rsibird von drei Zrimmrii xU'JÖiIt mid cs Zeigt sich aiich jcixt wieder ein Unterschied Von drci Ztimmrn; mit einer *))kciwhcit DN! 3 Stimmen ist die Frage verneint worden, und das Ergebnis; der Abstimmung bleibt also, wie Jedermann anerkennen wird, ganx dasselbe. Iii) glaube also nirlxr, das; aiif dcm ?lntragr, nochmals abstimmen zu laffen, be- harrt werden wird.
Rcfcrcnr: lassen, und mag das Resultat sein, doch 11'ii]1schkllöwcsf[), daß in rincr lichkeit cines [Zweifels dariiber sein kann, Kurie gewcscn ist.
Fürst Liib 11VWÖk'.)T Ich [)*-“KUE das 8)*tachstimmen fiir eine Ano- malie imd gcfährlich iind mnß dcn Öcrrn I)iarsäiall bitten, zu fra- gen, ob mein Antrag die nötdigc Urrtcrsti'rßrmg von sechs Mitgliedern finder.
*))karsiball: “Orr Antrag bat die "(Whigs Unterstiiyung gc- fimdcn, imd rs ist mriiirö Trtt's kein (Hrrmd cincr abrrmaligrn Lib- stimmiiiig miri» critgcgritxiiscßkii; es wird also abermals dnrch Aufste- [Wit imd Siixriiblribrn gestimmt wurdcn, Tr:“ Ocrr Sccrctair von Jkrosigk ist Fil crsiiiiirit, dic iiiiicrr Seite und (Bras von Llork dic äußcrc Seite" Zn xäirlrir.
(Kras » o 11 ,))ichU: „*r-„i) rrlanbr mir die' knrzr Frage, ob nach der Abstimmniig das ?liitciidrmcnt dcs geehrten?)kitglicch von Posen iwrb zur Adstimmrriig kommen wird oder iiicht?
M arschall: Wir sind vorlänfig bci dcr rrstrn Abstimmung.
(Kreis von ;Zictcn: C5 ist dirscr Umstand von großem (He- wickrt fiir inline Abstimmiirig.
*))karsärall: Wir baden jrxxr iiber den Antrag der Abtheilung abgestimmt. Der ist *.*rrnwrfrn. Dic Abilwilniig [*at aber nur einen Antrag grstcllt. Es kommt also mir aiif dic wcitrrr Fragestellung iibcr dir Vorsäilägr mi, wciwr in dcr Versammlung gemacht worden siiid, iind Wk]!!! drr Vorsckilaxr dcs Fiirstrii Nadziwill dic gescßliche [liircrstiiyniig fiiidcr, die er nor!) riiwt grfniidrn [mt » wrnigstens ist sir iwri) niiiit provdxirt worden -- so wird er als ein selbststän- diacr Airtrag-ziir *.*Wstiiiimiiiiq koniriirn, abcr iiiiixt alö Vorschlag der *))iiiwritéit drr Iilitiiriliiiig, mid rden so wird drrVorschlag des Gra- se'ii von :)iork Jill“ Abstimmrriig kommen, Wir sind also bei der Wie- kll'iWillilx] drr Ilbstiiniiiitiig, dir vorhin stattfaiid, und ich habe die :).)i'irzrlirdrr xn *.*rranlassrii, aiifxirstrlwii, wrlibc fiir den Antrag der Abthkiiilllg stimmen.
chrrrnt Graf von Jtzriiplilz: dér Jimrr iwibrimlö Verlesen 31! diirfen:
* „Tir ?lbtlwiliiiig trägt mit (“ck grgrn “[ Stimme darauf an, das; die Jiidrn «mir als ordriitlirlic Professoren drr medi- ;iiiisrl)r11 mid wiiildsopirisilwn 'Jaknltät zugrlasscn werden.“
?)i'arsrliall: Tiririiigrir *))iitglicdrr, wrlckw deux Anfrage der
Adiiwilrinq [*ritrrtrii, wiirdcii das diirch ?lnfstchcir ZU erkennen geben. * iNiU'kaUl dir „),iiixliiiig statigcfnndcn hat.) 7
'?dnwrodst von Rrosigk: Die Anzahl der Stimmcndcn uns der inneren Zritc ist völlig drr friiheren Anzahl gleich“, aber eine *.*ldwrirlriiiig ist darin, insofern vordin 12 für und [*.* gcgen, jcxzt aber aber [1 fiir iind ]:; gcgen gestimmt haben. ,
(")kaibdcm ami) dic Zävlnng aiif dcr äußeren Seite“ statt gefunden hatte.)
“))karsrbnll: Das Resultat ist dasselbe liaben ;;l, mit Ja haben “274 gestimmt.
Secretair Dompropst von Krosigk: Mir siivciiii dll" WWW- wclibrr voii dcm Ji'irstcn ?)Tadxiwill chmckit wordrn ijt, 113 fordert er von dcr Maiorität dcr Abtiwiiung adwriibt, volikdninicn mit der (55c- srlzcö-Vorlagc zusammen Kl! fallen. Kili bitte, llkiofl'k" der Antrag noilmmls verlesen wird, damit den (M'srß Critwnrf TU „pcrglctchen rind in Crwäqung ZU Kirch, in wrlckirn “_Pirriktcn er Antrags der Majo riiät und Minoritiit von einander abwriäicn._ Ick „chb-e zu, daß der Vorschlag nicht aan). mit dcm (Nsci; Enthzrs iibcrcmstiinmt; aber in den Punkten, in* denen er vor: der *))?axorrtat dcr Abtheilung abweicht, ist er in dem Geseß-meursc wdrrlich Lirhaltcn. „ . " .
Referent Graf „v",Zycnylxy: was kann, ich 'mchk bestatrgßrr Die Ansicht der :).)kinoritä-t war tmmxr die, daß sie nicht dagegen jst, daß die Juden ordentliche Profeuorcn wcrden folien, dcr Gkscß» Entwurf will die“ Juden auf- kcrncn Fall zu „ordentlichen Professoren ernennen. Dic Minorität will rie zu ordentlichen Professoren ernen- nen, jcdocki nicht in der philosophischen und mcdixinischen Fakultät,
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Ich bitte 111ciiiciiAritrag zur Untrrstiiiznng
anerkannt Werdc'n
Jeb möchte doch bitten, nochmals abstimmen zu wie es wollt', so sckrcint es mir so wichtigen Frage kcinß Mög- wad die Arisichr der hohen
“Ick bitte um dir Erlaubniß,
gcblirbrn; mit N e i n
sondcrn nur m gewrffcn Disziplinen, und diese DisZiplinen sind die-