1880 / 164 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 15 Jul 1880 18:00:01 GMT) scan diff

bedroht Maidan im FalTe eines Ausbruchs von Unruhen. General Goughs Brigade _nimmt eine beherrschende Stellung im Norden Kabuls ein; sie rückt am Dienstag nach Zimmen 12 Meilen von Sherpur entfernt) vor, wo sie die nach Ko- istan führenden Straßen dominirt. Die Ghazni-Feldtruppen verbleiben in Logar, und die Stellung um Kabul isi ent- sprechend gedeckt. Die Situation ist daher eine durchaus hoff- nungsvolle, obgleich sie zarte Behandlung und Geduld er: heischt, um zum Erfolge zu führen. Der Vizekönig telegraphirt an das Indische Amt unterm 11. d.: „Nachrichten aus Kabul vom 10. d. zufolge befinden sich große Massen Menschen unterwegs, um mit Ab- durrahman in Charikar zusammenzutreffen. Seine Ankunft daselbst ist noch nicht gemeldet worden, und dürfte dieselbe durch Schwierigkeiten bei Ueberschreitung des Hindu Cush Seitens der Truppen verzögert werden. In sämmtlichen Distrikten in der Umrunde Kabuls herrscht gegenwärtig Ruhe. Ayub erreichte Furrah am 30. Juni mit seiner ganzen Streit- kraft. Seine Kavalierie pairouillirt den Fluß Khosh aufwärts. Seine Pläne und Absichten sind nicht bekannt, doch ist der allgemeine Eindruck im Lande der, daß er einen Zusammen- stoß mit den Engländern vermeiden wolle.

Frankreich. Paris, 14. Juli, Nachmittags). (W. T. V.) Die Bevölkernng bewegt sich in großen ?r'éassen auf drn Pläßen und in den Straßen. Die öffentliche Ordnung '1st iiberall aufrecht erhalten wordsn. Wrder in dem Ort_artrer Péie [a Chaise noch in irgend einem anderen Stadtthetle ist bis jetzt eine Störung vorgekommen. _ ,

_ 15. Juli. (W. T. B.) Der Präsident GXSVL) hielt dri der Uebergabe der Fahnen folgende Ansprache:

Offizirre, Unteroffiziere und Soldaten, die Ihr die französische Armee bei dieser Feier repräseniirt! Die Reziierung der Republik fühlt sich glücklich, fick) dieser wahrhaft nationalen Armee gegenüber zu sehen, dieser Armee, welche Frankreich bildet aus seinem besten Theile, indem es ihr seine ganze Jugend giebt, d. 5. sein Thenerstes. sein Edelstes und sein Tapfetstes. So erfüklt sich die Armee mit dem Geiste und den Gefühlen Frank- reichs, belebt sich mit seiner Seele, und so empfängt Frankreich von der Armee seine Söhne zurück, erzogen in der männlichen Schule der militärischen DiGziplin, aus der fie in das bürgerliche Leben die Achtung vor der Obrigkeit, das Pflichtgefübl und den Geist der Hingabe mitbringen, zugleich mit dem Cbrgefiihl, dem Patriotismus und den männlichen Tugenden des Waffenhand- Werks, welcbe geeignet smd, Menschen und Bürger zu erziehen. (Leb- hafter Beifaü.) Ja! Nichts ist dem Lande zu theuer gewesen, um seine Armee herzustellen, an nichts hat es die Armee fehlen lassen, um die Brmühungen des Landes zu unterstüyen, und durch Hingabe an die Arbcit, durä) Studium, durch Unterricht und durch Diszip!in ist die Armee für Frankreich eine Garantie der Ack)- tung geivorden, die ihm gebührt, UNd des Friedens, den es er- halten will. Ich brglückwünsche Sie dazu und danke Ihnen. (Cr- neuter Beifall.) In diesem Sinne übergiebt Ihnen die Regierung der Republik diese Fahnen. Empfangen Sie sie als Pfand der tiefen Sympathie der Regierung für die Armee, empfangen Sie sw als Zeugen Ihrer Tapferkeit, Ihrer Pklichttreue, Ihrer Hingabe an Frankreich, Welches Ihnen mit diesen theueren Zeichen die Vertheidi- gung seiner Ehre, seines Gebietes und seiner Geseße anvertraut. (Lang anhaltende Hurrabrufe von aÜen Seiten des Platzes, lebhafte Rufe: „Es led: die Republik! Es lebe die Armee! Es lebe

Grévyx“)

Die Haltung der Bevölkerung der Stad1 während des Festes war eine ordnungSvolTe.

A'uf, die Uebergabe der Fahnen an die Truppen folgte dir militärische Revue, welche in größter Ordnung und unter andauernden enthusiastischen Kundgebungen verlief. Auch wiihrend der Festlichkeiten am Nachmittag und Abend wurde dix Ruhe nirgends gestört. Die Volksmaffen bewegten sich fröhlich und unter drm Absingen der MarseiÜaise und anderer patrioiiscber Lieder, sowie unter Hochs auf die Re- publik durch 01? Straßen; auf den öffrntlichrn Pläßen fanden Tanzbelustigungen statt. Die Illumination der Stadt am Adendwar eine überaus glänzende. Gambetta besuchte am Nachn11ttag zu Wagen mehrere Stadttheile im Innern drr Stadt und wurde iiberal] mit Ovationen empfangen. Bei der erue wnrden in Folge der großen Hiße gegen 10 bis 12 Soldaten vom Sonnenstich betroffen; von sonstigen Un-

fällen, dic sick) im Laufs des Tages zugetragen, ist nichts bekannt.

T_ürkei. Konstantinopel, 14. Juli. Die „Polit. Korreip.“ meldrt _von hier: Gerüchtweiie verlaute, daf; Savfet Pascha zum M1mster:Präsidenten und MUsUrUZ Pascha zum Minister des Auswärtigen rrnannt werden solls.

_ Aus Ragusa, 13. Juli, wird der „Agsnce Harms“ Über den Zusammenstoß der Aldanesen und Monte: negriner bei Tusi gemeldet: Die Albanesen griffcn die Positionrn der Montenegriner bei Golubowska in der Nähe vkon Tust 011; die Montrnegriner mußten sich zurückziehen und ließen einige Todie aus dem Platze. Der Fürst von Monts: negro hat befohlen, möglichst Defensive zu beobachten.

' _ 14. Juli. („W.T. B.) Die internationale Kom- m1ssion fiir Reformen in der europäischen Türkei hat heute die beiden Hauptpunkte bezüglich der Administration und der Finqnzen im Prinzip angenommen. Die Kommission geirrhniigte die Untereintheilung in Vilajets und deren Ad: mmrstratiqn nach dem von der Türkei vorgeschlagenen Plane. _ Tack) einem von dem Generalgouverneur von Skutari dri der_ Pforte eingegangenen telegraphischen Bericht hatien die Monienegriner die Stellungen ange- griffen,'welche die Aldanesen bei Vranja und Mata- g dus )' e eingenommen hätten. Der Angriff wäre am 12. c. Nack)- mittags 11/-, Uhr erfolgt, das Gefecht hätte 2 Stunden ge- daueri _und mit dem Rückzugs der Montegriner geendet, welche 1 Offizier und 12 Mann auf dem Vlaße gelassen hätten. Der Verlust der Albanesen betrage nur 2 Todte und 3 Ver- wundete. Die Ungleichheit der Verluste auf beiden Seiten rühre, davon her, daß die Albanesen verschanzt hinter ihren befestigten Stellungen gestanden hätten und die Montenegriner genöthigt grwesen wären, sie dort anzugreifen.

Rumänien. Bukarest, 14. uli. (W. T. B.) Die ritmämsche Regierung hat in einer ote an die russische Re: Jeritng Über das agitatorische Treiben des russischen

onsuls 111 Jassy Beschwerde geführt. _ (im nächsten

Monat sol1en in Rumänien große militärilscheÜebungen

stattfinden: und zwar soUen zwei Lager gebi

. , , , det werden, das eme bei Tzikatschti (?) in der Stärke von

20 Bataillonen

soÜen, folgende Mittheilungen: Die Tsrritorialarmee wird regimenterweise in den Distriktshauptorten konzentrirt, gleichzeitig werden zwei Armee: Corps ein Lager bei Tziganesci an der alomnißa, und eines am Sereth in der Moldau beziehen. Im Lager von Tziga: neSci werden 14 Bataillone Infanterie, die Dorobanzen- Regimenter der Nachbardistrikte, 12 EScadronen KavaÜerie und die entsprechende Artillerie zusammengezogen. Der Stand des Lagers in der Moldau wird ein wenig schwächer sein. _ Die russische Regierung hat hierher Vorstellungen über das Toleriren von Nihilisten in Rumänien ge- richtet und deren Außweisung verlangt.

Rußland und Polen. St. P etersburg, 15. Juli. (W. T. B.) Der R e gi e r u n g s b o te meldet, daß der Direktor der Kiewschen Neichébankatheilung, Professor YU 11 ge, zum Adjunkten des Finanz=Ministers ernannt worden ist.

Dänemark. Kopenhagen, 12. Juli. Dem „Öamb. Corresp.“ wird geschrieben: Das politische Interesse wird augenblicklich ausschließlich durch die Verhandlungen des gemeinsamen Ausschusses in Anspruch genommen, der wegen des HeeresZeseßes niedergeseßt worden ist. Die „Verlingske Tidende“ erfährt, daß, da von keiner Seite weitere Aenderungsanträge gestelit worden sind und sich keine Aussicht anf eine Verständigung dargeboten habe, die früher gesieÜten Anträge dem Ministerium zugestellt worden sind, um diesern Gclegenheii zu Konferenzcn mit dem Aus: schusse zu geben. Bezüglich der bisherigen Verhandlungen im Ausschusse verlautet, daß der Führer der Radikalen (Berg) 25 Linien-Jnfanterie-Bataillone, anstatt 20, angebotrn habe, welche Offerte jedoch Seitens der Nechten keine Zustimmung fand, da sowohl der Kriegs-Minisier, wie dir im Reichs- tage sißenden militärischen Autoritäten erklärt haben, daß Dänemark über mindestens 30 Bataillone verfügen müsse, um einem Feinde in offenem Felde entgegentreten zu können. Die Moderaten haben sick) vollständig schweigend verhalten, und auch did Rechte ist sehr zuriickhalirnd gewessn. Es wird also jetzt hauptsächlich zwischen dem Kriegs-Minister und den Ra- dikalen verhandelt werden, und von dem Resultate dieser Vrr- handlungen wird e?» abhängrn, ob in diesem Jahre Eine Re- form des: Heereswesens zu Stande kommt odrr nicht. Man hofft noch, daß es schließlich gelingen wird, die verschiedenen Ansichten einander soweit zu iiähern, daß die Vorlage eine Form erhält, welcher beide Things zustimmen können; dazu wird es jedoch noch zeitraubender Verhandlungen bedürfen, so- daß der Schluß der Session kaum vor Ende dieses Monats erfolgen wird. Der Reichstag wäre dann dieses Mal zehn Monate versammelt gewesen.

Südamerika. (W. T. B.) Die chilenische Gesandt ichaft in Washington hat Seitens ihrer Regierung die Anzeige erhalten, daß ein chilenisches Geschwader vor Callao eingetroffen sei, und daß die zur Cernirung der Stadt erforderliche Trupprnzahl gelandet werden würde, fal1s die Regierung von_Peru die von Chile aufgesteilten Friedens- dezingungen nicht annehmen sollte.

Nr. (15 dies eutsii en Handels-Arcbivs, Wochenséhiift

für anin mix? Gewerbe“, YerauMegeben im Reichsamt drs Innern, bat olgenden Inhalt: Geseßaebunq: Deutscbcs Raich und Central- Amcrika (San Salvador): Aaßerkraitireten des Vertrage“ zwischen Deutschland _und San Salvador _ Oesterreicb-Uiigarii: Grieß vom 18. Juni 1880, Wegen theilMiscr Abäidderang der Bestimmungen über die Rübenzuckcrbesiruerung. _ Verordnuwg der K. K. Ministerien der Finanzen und des Handels, dotieffend dic Zollbehandlung der weißgkmaibten und gefärbten, jedorb nicht gcfiiitrrten oder weiter ver- arbeiteien Lamm- und Sierblingsfeüe. _ Oesterreicd-Unaarn und Belgien: Vereinbarung üdcr Werdiclseiiigcn Schutz dcr Fabrik- und HandelSzeiÖen. _ Fraxikreich und Venezuela: Verciridarung zum wechselseitigen Schulz der Fabrik- und Handelszeickyen. _ Italien: Verlängerung des Zwangßmnlau76 der Noten der Emissions- Jnstitute. _ Spanirn: Vorschriften für den Hafen- und Fluß- verkebr von Bilbao. _ Befreiuna der aus dem Auslandc kommen- den Schiffe von der konsularischen VifirUng das_Manifestes in cimigen Häfen. _ Berichtr: Riißland: Beiträge zur Kcnntr-if; dcr Jndnstrie Rußlands, insbesondere des Moskauer Fabrikdezirks (ForTjCiZung). _ Handels- und Sckyiffabrtsderickw ans P.*rnau fiir1879. _ Handel und Industrie der kaukasischen Siaitdaltersäiaft im Jahre .879. _ Handcls- und Schiffabrrzberickot aus Björnebora für 1879. _ Nieder- lande: Handelsbewwung in NiederländifÖ-Guiana während der Jahre 1878 und 1879. _ Groß“*ritannien: Handels- und Schiff- fahrtsbericht ans Sunderland für 1879. _ Leitk). _ Southampfon. _ BridgeWaicr. _ Nrbroaik). _ Dublin. _ Singapore. _ Port Adelaide. _ Sydney. _ Newcastle in Neuiüdrvales. _ Dänemark: Frederikshavn. _ Spanien: Haiidels- und Schiffahrtsberiwt aus Cartagena für dic Jahre 1878 und 1879. _ Schiffahrts- und Han- delsbericbt aus Bilbao für 1879. _ Handcls- und Schiffahrtsbericht aus Gijon für 1879. _ C6rdoba. _ Havana, _ Vereinigte Staaten von Amerika: Handelsberiibt aus Nerv-Orleans für 1879. _ Char- leston (Südcarolina). _ Richmond (Virairaieu). _ Oranje-Freistaai: Handelsiericbi aus Blomfonteiu fiir 1879. _ Die Nr. 18 des Eisenba hn - Léerordnungs-Blattes, beraußgcgeben im Kdiiiglicben Miuisicrium der öffentlichen Arbeitcn, hat folgenden Inhalt: Erlaß des '.1'kinii'1si's dcr öffentlichen Arbei- ten vom 26. Juni, betreffend das Reglement für die Priifung der nicht im Stations-, Expedition» oder Bureaudicnst beschäftigter: mittleren und niederen StaajsEisenbahnbeamtrn.

Statistische Nachrichten.

Der vom Kaiserlichen siaiisiisch2n Amt Veröffenilichte Band KU. der Statistik des Deutschen Reichs cnthäit in seinem 17. Ab- schnitte die Zahlen, welche die_21ufnabmc des Bestandes der deut- schen Fluß-, Kanal“, Haif- und Kustenschiffe am 31.De- zember 1877 ergeben hat. anach waren im Deutschen Reiche überhaupt 17 653 Fluß, Kanal-, Haff- und Küstenfchiffe beimatbßberecbtigt. Dieselben batten, abgeseb 11 von 313 Schiffen, derenkTragfähigkeit nicht ermittelt Werden konnte, eine Gesammt- tragfabigkeit von 1377 222,0 Tonner] (ck 1000 kg). Unter ihnen befanden sich 251 Personen-Dampfstblffe, 62 Güterdampfscbiffe, 198 Schleppdampfschiffe, 41 Tau- (Ketten-) Schiffe, 18 Dampffäbren und 17083 Segelschiffe.

Was das Baumaterial dieser Schiffe anbetrifft, so überwog

Infa'nterie, 12 Escadronen tiÜerie, und das gerer Stärke.

Kavaüerie und entsprechender Ar- [ _ 15. Juli. (W. T. B.) Die „?ndépendance de Rou- !

zweite in der Moldau am Sereth in gerin: '

manie“ dringt über die bereits signali irten militärischen Uebungen, welche im August und September stattfinden

Eisen bei den Dampfschiffen; es Wurden unter ihnen nur 31 Von 913 gehaute gezählt. Umgekehrt war das Verhältnis; bei den

f egßlscbiffen, ixnter dencn 16659 hölzerne 424 eisernen gegenüber- tan cn.

Auf die einzelnen deuiscben Staaten vettheilen fick die Schiffe

206, Mecklenburg-Streliß 95, Oldenburg 184, Braunschweig 16, Anhalt 107, Lübeck 85, Bremen 104, Hamburg 2586, Elsaß- Lotbringen 345 Schiffe.

_ Die Getreide-Cin- und Ausfuhr Deutschlands war im Monat Mai 1). I. nach Ausweis des Maibefies des Statistischen

Amts folgende: Einfuhr Ausfuhr in Doppelcentnern netto: 74 799 134 022 481 331 35 191 Hafer. . . . 147 322 32 903 Hülsrnfrücbte . 13 557 21 185 (Gerste . . . 68157 39 974 Mais . . . . . 214 040 426 , Die Einfuhr von Weizen, Roggen, Hafer und Mais war erheb- lich größrr, die Ausfuhr aller hier genannten FruÖtgattungen erheb- lich geringer als im Vormonat. Die Ausfuhr Von Kartoffeln beirug bis Ende Mai 1880 . 3749 002 Doppelceniner,

Weizen . Roggen .

1879 1 160 986 gegen das Vorjahr mehr 2588 016 netto.

_ Das Centralblatt für die gesammte Unierrickytsvcrwaliung in Preußen vrröffenilicbt: Nachrichtrn über die Zahl 1) er vorhan- denen öffentlichen Lehrer- und Lehrerinnensteilen an den Preußischen Volksschulen, sowie über die Frequenz der preußischen Schnilebrer- und Lebrerinnenseminare im Jahre 1879, denen wir Folgendes entnehmen: Es darf daran erinnert wrrdkn, daf; fich der Mangel an Vorschriftsmäßia geprüften Lehrkräften in dcr leHien Hälfte des siebenten Jabrzebnteö unseres Jahrhunderts in bedrohlicher Weise sübldar zu machen begann, und daß derselbe bereits am 22. Dezember 1870 eine:: Beschluß des Hauses der Abgeordneten berbeifübrte, dUrch Welchen die Staatsregierung aufgefordert wurde, dem dringenden Be- dürfniffe nach Errichtung nrncr und Erweiterung bestehender Schul- lebrerscminare schnelTer als bisher abzuhelfen, Die Rücksicht darauf, das; unter den verschiedenen Uebelständen, welche mit dem Mangel an aurrrichenren Kräften fiir den Volksschuldienst Verbunden find, die Schwieriakeiten der Beseizurg erledigter SteÜen mit vorschriftsmäßig geprüften Lehrern besondrrs unangenehm empfunden wurden, gab Veranlassung dazu, bezüglici) dersrlben sta- tistische Nachwchxisungen aufstellen zu lassen. Die erste derselben Wurde 1873 aufgenommen und ergab, daß von 49 709 ordentlichen Lehrer- und Lebrerinnenstcüen 2780, 2337 Hülfslehrer- und Hiilfslebrerinnrn- siclien 836 am 15. Juni 1873 vakant, bezw. nicht vorschriftsmäßig besetzt waren. Eine zwei Jahre später angeordnete neue Ermitte- lung steilte heraus, daß von 52 465 ordentlichen Lehrer- und Lehrerinncnsteüen 3728, 2031 Hülfslehrer- und Lcdrerinnen- steilen 780, zusammen von 54 496 Steüen 4508 vakaut waren. Es batte also wohl eine Vermehrung der SteUcn überhaupt um 2450 stattgefunden, aber die Zahl der unbeseßten Sieüen batte fich um 892 vermehrt. Es waren also 1875 etwa 1509 (Wenn man die in das Detail dehende Richtigstellung einzelner Angaben Von 1873 durch die Nachweiiung yon 1875 mit in Betracht nimrnt 1377) vorsÖriiis- mäßig geprüfte Lehrer mehr im Dienste (1161873, aber die Be- seßmia der erlcdigtcn Lebrersielien Hatte augenscheinlich noch mit den alten Schwierigkeiten zu kämrfen, wie früher; die neu gewonnenen Lehrer wurden verwendet, um Uebelrxänden zu bkgeanen, ivelche sich öffentlich Weniger bemerkbar machten, aber das SÖUlWesen desto schwerer srdädigten (Centralblait 1876 S. 52). Ami) die Auf- nahme von 1877 ergab rin ähnliches Resultat. Nach demselben waren näm1ich von 54 916 ordentlichen Lebrer- nnd Lehrerinnenstellen 3853, 1764 Hülfslebrer- und Hülfslcbreriimen- iteUen 728, zusammen von 56 680 Stehlen 4581 vakant. Die Zahl der Stellen batte fich also um 2184 Vermehrt, gleichzeitig aber auch die Zahl der erlediiten SteUcn um 73. Die Zuführung von 1377 und 2111 (nämlich 2184 weniger 73), also von 3488 vorschriftsmäßig ge- priiftrn Lehrern wardemriach nicht im Stande gewesrn, bezfiglich geordneter Wiederbeselzuna dcr erledigten Stellrn eine Vrrbesierung„berbeizuführcn. Es war offrnbar, daß, abgesrhen von den Verhältniiien, weläxe an einzelnen Orten eine Vermehrung der Södulsieiirn unabweixbar er- fordern, namentlicd die Urbrrfiillunx: der vorhandeden Scbnlklaffen, bezw. die gcbieterisck)? Notbwcndigkeii der Tbeilung überfüüter Schulklassen dahin führte, das; die erledigten SÖUlstLULU nach wie vor nicht alla ordnmigsmäßig 5236151 werden konnten. Um demnach den ganzen Umfang des Lebrermangelß festzusteilcn, wurdcn Ermitte- luxigen Über dir Zahl der Üdersiilltsn Schulklaffcn anacordnct. (83 ergab sich, das; 8047 Klaffrn iibrkfiillt waren, davon 2710 Halbtags-

schulen, und daß Zilk Beseitichig diesrs Uebclstandes 8477 Lohrer erforderlich Waren.

Nünmt man nun in Britacbt, das? außcr dcn vorsicbrnd [)e- zeicbncten, zur Trennung Übrriiillter Klassen Wii) Anfang 1878 er- fordcriiibcn 8477 Lehrern ziir Besetzung erlcdigier Stellen um diese Zeit noch gebraucht wiirden 4581 Lehrer und das; fich die Zahl der vdrsckzriftsmäßig geprüften errer in der Zeit von 1873 bis 1877 Vermehrt hatte um 3488 Lrbrer, so ergiebt fick), daß M) der chrermangel 1873 belief ani 16546 Lehrkräfte. Um darzulegen, mit Welchen Schwierigkeiten die Unterrichtsvcririaltung troiz dicsas günstigen Ergebnisses in Folge das Lebrermangels zu kämpfen hat, dienen folxiendc Zablcnanaakcn aus dem Jahre 1878: :x, ucu eingerichtete, ddtirte, zum Theil nach langwierigrn Verbandltmgen begriindet»- SteUen konnten noch nicht ind Leben tretrn,1reil es a:: errern fehlte: im RrgierungdbrzirkeMariemmerdrr 17, Pot dam 13, Liegnitz 39, im Korsiswrialrczirkc Handrvrr 6, in dcr ganzem 3.11ionarchic 95, 1). gegen 5600 Kinder haben nach rrlangtem schulpfiicdtigem Alter nichi in die Schule aufgenommen Werden können, wkil dieselbe überfüllt war, darunter im Rczierungöbezirke Königöberg 526 Kinder bei 32 SÖUlcn, Gumbinnrn 309 Kinder bei 18 Schulen, Mirien- werder mehr als, 670 Kindxr bci 19 Schulen, PVsT1 2131 Kinder bei 79 Schulen, Bromberg 886 Kindsr bei 27 Srbnlcn; 0,1113br als 150 Kinder kommen anf einen Lehrer an 919 einklassigen Schulen: in Ost- und Westpreußea. in 88 Schulen 15375 Kii-der in Bran- denburg 86 Sidule-i 15085 Kindrr, in Pommern 16 Schulen 2616 Kitidcr, in Posen 240 Schulen 5130] Kinder, in Schlesien 237 Schulen 42 329 Kinder, in Sachsen 50 Schulen 8806 Kinder, in Hannover, 51 Schu1cn 9542 Kinder, in Westfalen 83 Schulen 14 856 Kinder, in Hefferi-Nasiau 40 Schulen 6647 Kinder, in Rheinprovinz 25 Schulen 4543 Kinder, zusammen 171 100 Kinder.*) (1.11nter drn 919 Schulen find solche, in Welchen meixr als 200 Kiiidcr auf einen Lehrer kommen: im Reaierungßbczirke Königs- berg 4, Gumbinr-en 2, Danzig 3. Marienwerder 5, PMW 20, Bromberg 9, Potsdam 2, Frankfurt 9, Breslau 5, Liegniß 8, Oppeln 23, Merseburg 6, Münster ], Minden 10, Arnsdrg 3, Trier 4, im Konsistorialbezirke Hannover 2, Aurich 3, Summa 119 Schulen. Mit Riicksicht einerseits auf das Ergebnis; dieser Ermitte- lungen, andererseits auf die erfreulich vermehrte Frcquenz der Seminare sind die Provinzialbebörden angewiesen, unter einander einen bestimm- ten Plan wogen Verwendung dex) ihnen über das la-xfende Bcdürfniß, also zur Beseitigung des Lehrermangels, zur Verfügung gestellten Lehr- kräfte zu vereinbaren. Ueber die Beseßung dcr Lehreritellen find auch 1879 im Juni wiederErmittelungen angesteut worden und haben ergeben , daß sicb in den sech Jahren von 1873 bis 1879 die Zahl der ordent- lichen Lehrer und Lehrerinnen um 7467 vermehrt “rat; in dieferZabl sind aber die 672 ordentlichen Lehrer- und Lebrerinnenstellen mit inbegriffen, in Welche frühere Hülfswbrer- und Lehrerinnenstellen ver- wandelt worden sind. Die wirkliche Stellenvermebrung beträgt also 6795. Es ist nun nicht nur das laufende Bedürfnis; befriedigt worden, sondern es sind auch diese 6795 neu begründeten Stellen vorsihriftsmaßig besetZt Worden und hat silb tro dem die Zahl der rtl.digten Stellen um 106 vermindert. s standen daher im Juni 1879 6901 (beziehungsweise u:1t=-r Berück- sichtigung der vorerwähnten Ungenauigkeit in dcn Nardwei-

in "folgender Weise: Preußen 12 232, Bayern 592, Sachsen 439, Wtitttcmberg 42, Baden 393, Heßen 227, Mecklenburg-SchWeria

*) Iii der Provinz Schießwig-Holstein kommen in dem bezeich- neten Maße überfüllte Volksjcbulen nicht vor.

?"“WWMWP'W . :

111873 6720) vorschriftsmäßig geprüfte Lehrer mehr im YYKdiFste, als vor 6 Jahren. Durch die 6795 neuen Lehrerstellen haben überfüüie Klaffen getbeilt, für Kinder, welch; zu weite Schul- wege batten, Schulen am Orie errichtet werden 'konmn. Bcrjedrr Theilung einer überfüllten Klaffe babZn sowohl die der neurn Klaffe überwiesenen, wie die in der alten zuruckbleibenden Ktndir die Wohi- ibat des befferen Unterrichtes genossen. Werden“ dabei auch nur, ie fünfzig Kinder auf eine Klasse gerechnei, so e'rmeot sick), das; mm- destens 650000 preußische Sébulktnder 1th emen _ befferen Unterricht erhalten, als im Jahre 1873. Wrnn ' die Zahl der unbesetzten Steilen sick) nur, um_ 106 Vermindett hat, so ist noch zu beachten, daß die 3510 (rledtgien Stellen auf 58 841 Stellen kommen, die _3616 erledigten Steüen aui 52 046 kamen; 1). 1). es waren von je, 1000 Sthen unbeseßt 1873 69 1879 61. Endlich ist auch bezüßltck) drr jeder,unierrichtliche'n Vérsorguna entbehrenden SteUen eine Verbenrrung eiiigetretexi. "Die Zahl derselben betrug: 1873 149 (129 der ordentltckoezi, 20 beiHulss- lehrersteUen); 1879 65, also 84 wexiiger. ZurZrit isi also VON etwa 900 Schulklaffen je eine ohne jede i_interrickpliä): Versorgung, Troß aÜedem darf man sich der Erkenntmß nicht verschließen, daß in einer größeren Zahl von Bezirken 'der Lx rernrangel noch sehr „er- heblich ist, seine Ueberwindung noch ZUCHT die erWimschteti Fortschritie gemacht dai, vielmehr noch sehr erniie Anstrengungen ersdrrern wird. Die Mittel, Welche die Unterrickytsverwaltung, zur Bekczmriung des Lehrermangels angewendei bat„ find: die Organisation des Präparandeiiwesens; die Erweiterung 'der Hestebenden Schul- lebrer- und Lebrerinnen-Srmmarr; 'die Errichiung neuer Se- minare (1870 bestariden einsckzlirßltcb der inzwischen auf- gelöstén Hülfs-Scminare zu Neuenhaus, Diiffeithal, Trarbacb, (Hingst 76 Lchrer- Seminare und drei, iaqtitche Lehrerinnen- Seminare; 1879 britanden 110 normal eidgericbiete Lehrer. und Lehrerinnen-Bildungsanstalten); endlick) die Einricxtung VOU Parallel- kursen an den bestehenden Anstalten, behufs Abdulfe “036311 dem be- treffenden Bezirke Herrschendcn Lehrrrmgngelé. Im Jahre 1879 wurden 9404 Seminaristen und Semmaristiiinew außgebildct (4396 mehr als im Jahre 1870); 66 Werden also 1adrltch etiva 3100 Uhr- amtsaspiranien disr'onibel, eine Zahl, Welchexmcbt nur das dauernde Bedürfnis; dockt, sondern auch zur Ueberwmduug dr6 herrschenden

Mangrls Kräfte übrig läßt. Kunst, Wiffenfckmst und Literatur.

Der Monatsberichi der Königlich Preußtsrden Akademie der Wissenschaft„eii zu Berlin iii]: Marz d. J. (Berlin, Buchdruckerei dchomgl.Akadem_ie der, Wisiriiscbafien. (G. Vogt.) 111717. Universitätsstr. 8 _ „Zn Kommission in Frrd. Dümmlers Verlaisbuchhandlung.'Harerz und Goßmann) bat fol- genden Inhalt: Wei*§ky, Über die Bereckkiiiizig der Elemente eincr monokliniscben KrystaUgattniig. _ Peters, „uber neue Fledertlßere (USZYSWZ Uampywpx), _ v.Har01d, Beskbretbungrn neuer von ZHrn. Hildebraiidt gesammrlter Coleqpirren; _ Schrader, Ueber den Yani- wertk) zweirr Keilschrifizeichrn tm “Ilsiyriirbeii. _ Helwbdliz„ iibcr Bewegungsströme am polarisirten Platina. _ *Peters, u'der die von Hrn. Grrbard Rohlfs und ])r.'511. Steckrr aus der RU]? nach der Oase Kafka gefanimrlten Ampbrdirii. _ Mommieri, Frsircde zur Frisr des Grbiirisfestes Sr. Majejiat des KLisLkO Und ZUM???

_ 'e (! än ni verbesserung und der Otra v.:) 1- zug it??! DGeuftschgen ßReicde don KarlFuldg,Landgrr1chi§- Raik) zu Marbmg. Marburg, N". G., Elweriiche BZrlagßbuchbatid- luna. Preis 1,20 „Fl: _ Jie Geiangiiifzfraßr hat _cme so 1127 6111“ greifende Bsdcutung erlangt,. dair 1116111 acxiug geicbedcn karin, daI öffentlicde Jnirreffe fiir den ciaenilichxn („Stand der Suche na») allen Sriicn bin möglichst zu orientiren [Md klaren", sowie die Ueberzeuayng zu befestigrii, das; Stadt und Laxid, burgcritche und klkchlich6 Gemrindcbedördcn und Privaiverioneti , sei ,es vordeugcnd oder nacbhrlfend, mimiitelbar' oder mittcibar, irgend tmr ,bei der Lösung dirsrr ho-Fiwicbttgrn Aufgabe 171-,b, zu bribetlißcii baden u::d daß die Staaiéregterung dcn dadri ihr in rrsirr Linie zufaürndcn Antbeii nur inxdem Yiaße zu erfiillen vrrmgg, czas ihr alle jene Faktoren zusammrniiimmeiid “UID cmt'syre'Örnd 111 em- aiider ;“.rcifcnd, die Hand dazu bieten. Mit der rmbettltcdrn Rexr- 1117141 dcs Sirafooüzugrs im Dsuiscbcn Reiche im Wigr; drr (Nici,?- gebung ailcin isi es noch nicht gethan. Vor Allrm Wird man die Bedingmmru srbaffen miiffrn, aui GUILD, der'cn dir Praktische Durch- führung eines soliden Gesetzes "zur. Moglirbkeit grlangi. 'lekbln gc?- böri in erster Linie die Verstandignnß uber" das zum Grunde zu legende Strafswstem, die Beiwaffmig KFUUJ'LUÖU' und _Jcctgrieicr Räumlichkeitcn und dicles Andere mrbr'. FU! die Verhandlungei] uber die Frage der zivcckmäßigsten Emricdiimarn dcr Strafanitaiicn Hat ein neuer, weitere eingrhende Forsckiungeri und Bor- schläge dringender Abschnitt bexonnea. Die Fortickirtiir dr Straf- rrcbtswiffenscbaft und vor Ailcm' dad Dxuiscde Rctrds-Strasfgcssxxducb mit seiner Zufaiziiovrlie sind iiicht OÖZL eriflus; anf-dic [YATE- acbungxardeiten in Brzua auf das 'St'räflyiieni __geblirbcnw Die Fragen: wrlcbe Bsdcutnng dsr beabsichtigten BLUNUUJ' beigelegt, durck) welcde Mittel sie erreicht Werden kann, welehe? Einrichtung drr Strafanstaltrn zur Bewirkung drr Birserung getroffen werdrn muß und in Welchem Zusammenhana dieie niit den]“ Yirßcriiiigszniräc steht, sind in den Vordergrund getreten. Der ***».icsgngmßrewrm sind seit John Howard, dcsirn Hanvtgrundsaßi „mach; die Menschen fleißig mid du machst sir ehrlich“ als Nrsund Urd'Praktiirl) _auch vom Londo ier Kdngrcffx anerkannt wurdr. vier niesmiiltck) ver1chtcdcnc Sdstemr zu (Grunde gclkxF rvcrdcn. Dir VOkZUZL Und (Grqurdankcm des einen wie des andern dicser Systeme, besonders aber die drr, (Einzelhait und des iriscdcn Progressirsystems, sind 15011 6111?! Reihe hervor- ragender Männer fast aus allen Ländern Jklllidlllh gedrixfi Und er- örtert Worden. Alle älteren Systeme abcr badrn das (Figciitdüm- liche, das; sie gewisse Wahrheiten einseitig Übertrcidcn. Midder am 1. Oktober vorigen Jahres 1118 Lrben gctretkenrn Orgamsattdn drr drutscben Gerichte ist eine Reihe rrformatortsrder mid orgamjaiori- scher Arbxiten von bobcr Bedeutung auf dem Gebiete der Justiz- qciexxxchnq und Justizverwaltung abgeschlossen ivorden. Noch feblx drr Schlußstein an dem Bau _ die einheitiirdc' Re,icliixt-,i_ _dev Straivollzngcs. Beschlossen hat sie der deutsche 2116111925111); “1,1921“ Sißuna vom 29. Januar 1875. Der preußiscdc Justtz-thiier hat auch bxrcits einen (Entwurf eincs Rexch§=©efangmßgeseyeß aus- arbeiten lasfrn, der gegenwärtig dcm Bundesratbr zU? Festiieilung vorlirat Da die Skdwierigkeiten in formeÜcr wre m mate_rtel]er Beziehmig groß find, auch die durch Umgestaltung dcr Strafanitalten fich ergebenden großen Kosken Bedenken crreaen, so Wird wohl noch 7111192 „“Zeit darüber bingrben, ehe der Entwurf an 1775 Reicbßtag ge- langcn und zum Gesetz erhoben Werden kann. 'In diciem Zrttpynkte hat es der Verfasst: der vorliegrndrn Srdrrft bet der Wichtigkeit des Gegenstandes, welcher einen Werzdepunkt „in dr'r Ent- wickelung unseres Gefänanifchiens bezeichnct, fur" wunschrns- wert!) gehalten , die Ueberzeuaung von dem Bedurfnissr einer gesetzlichen chclung des Strafvollzugs auch weiteren Kreisen zu vermitteln, namentiiib aber über dio Richtung, in Welcher d1e_pro- ikktilteReform fich zu bewcgen bat, seincAnsicbtcn 311 veröffentiichen. Dcr V:rfaffrr hat sich, wie er in der Einleitung seiner Swrift be- mcrkt, seit einer langen Reihe von Jahren mit dem eingehenden Studium der Gefäiignißoerbesserunq beschäftigt, die Strafqnstaiten in Nmsterkam und in anderen holländischen Städten, forme diejenigen Belgirns, Frankreiil's, namentlich die in Paris, und die bedciitenderen Strafaxistalten in einem großen Theile von Deutscbland wiederholt bejucdt und geprüft. Außerdem habe ihn die BerufssteUU1g, Welche er als früherer kurbesfiscber Staats - Prokurator bei den Ober- Jericbtcn des früheren Kurstaates und als preußischer Stagiöanwalt, aks UntersucbungNickoier und als Mit::lied des in Straisachenter- ketinei-den Gerichtrbofs nacb eiiiauder bekleidet hat, bezw. bekleidet, immer näher mit der Vexbrccbsrtvelt bekannt gemacht, So ist der Verfasser alimäblicb mehr und mehr, von der Notbwmdiakeit über- zeugt worden, das; das System der Einzelhaft auf die Untersuchirngs. «(fanacnen imd diejenigen Stramrfangenen in_Anivendung'zii bringen sei, die nur kurze Zeit in Haft rerbletbrn, dai; absr das iriiche Pro-

gressivsysiem weit besser fick) bewäbré, sordld xs fich um Gefangene handele, die zu längerrn Strafen verurtbetit seien. _ ' _ Joseph Baer &. Co., BUchband_ler_ und Anxtquar in Frankfurt (:./M., Paris und London, 'der ein in allen Farberwder Literatur und Wissenschaften reich gffortirtes Lager besitzt, giebt „uber dasselbe monatlich einen antiquarischen Arznger und von Zeit zu Zeit Fachkataloge heraus. So findnjeßt wrederitm von Baer &_Co. 2 Lagerkataloge von Schriften uber Ges„chlcbte Frgnkreiibs und über Entomologie, Concbyliologir und Jnsusorten- kunde, sowie ein antiquariscber Anzriger chn Werker) aus dem Gebiete drr orientalischen Ltuautsttk' erschienen. Baer's antiquariscber Anzeiger Nr. 301 (Jimi1880)ent- hält ein Verzeichniß wertbvoüer Wzrke aus dem Gebiete der orienta- lischen Linguistik, Geschichte und Landeskunde.

Land: und Forstwirthschaft.

Dem von “02111 K. K österreichischén Licksrdakainisteriuw

kürzlich veröffentlichten Berichte über den' Stand der «„Mit en in

Oesterreich-Ungarn zu Ende Juni _entnebmeii wir _folgende

I)iiitheilungen: Die Witterung beförderte, m der zweiten Halfte des

abgelaufenen Monats außerordentlich die Vexzeiaiton und m den

meisten Fällen auch die Körnerentwicklang, begunstigte rider „auch “(7716

auf vielen Feldern Wachsende Unkraut, außerdem 512m11chuha11fi4 die

Lagerung des der Reife fick) nähernden Getreidxs und, großtcrithrils

in Folge derselben, obwohl keineregs ebenso haufig, die Rostbildung.

Am meisten Wurde der Weizen, und zwar namenilxch 111 Ungarn,

Wo auch der .Brand“ fick) bereits auf manchen Weiz_ensaaten ein-

steklie, durch die erwähnten Uebrisiände dxirdffen". Die 'Bedeutung

derselben reduzirt sich aber auf am we'rbaltmßmaßig germch qu;

bei dem Vergleiche mit der im AÜgemeinrn iebr geiordertrn nnd in

vielen Fällen geradezu pracdtvoUen Enntw:ckclung,und Aurbildung der Körner, welche in Ungarn und den wqrmeren (Hegendenstder Alpen-

läridrr und deren Vorländer vor fick) QMJ- bezlcki'unaéwelw MM und

der üppigen Entwickelumg der Pflanzxn tx) der nordltcben Zdne, wo dieselben theils noch schoßien, theils abhlnkxien. Irn Aklgememen darf demnach angenommen werden, daß die 1619055191)“ guten Ernte-

ausficbten bezüglich dieser Frucht sich noch Wki1Lr grbdben haben. _ Die neueren Nackorichten bezüglich des R 0 6 g_e lauten im Ailgememed besser, als die früheren, was beinahe ausschlléßitch aqusidnun-g derm vorzüglicher Weise vor 7111) aegangenrn Koriieraanxldung kxmrxii. Die Klagen über Laaerfeucht, Rost und Miitterkorn sind r-erdaltmfz- mäßiq selten. Die Schäiznng der quantitativen, erzielten ,oder zu erhoffenien Erntecrgebniffe dieser Frucht iaili meisiedibeiis srdr wesentlich Verschieden aus, je nachdem aufdie vielen ausgedimterten, umgestürzten und theilweise durcb anderr Kultureii e'rieistcn ROMA)“ saatcn Rücksicht genommen wird oder_n1cht. 'B'LZUUÜÖ "drr. Qualitat sind die besten Hoffnungen gerechtfertigt. Dre 111,de sudlichen ane gebaute Wintergerste isi theils bereit? eingebeimii, theils. wenig- stens gxscbiiiitcn urid ist die Ernte im (Hanzrn ziemlich gut aUégefailen. Die Sommergerste bereckytiai 5,51 den bsstrn Erntehoffnimgkii in Bi-zirhung an, Stroh und Korner, aiich- in Beziehung auf Quantität imd Qualitat drr'lcsieren „Hafernsiebt mit Weriiaen AUInahmen _ drs iiordweitlirden Thrils 13011 oiier- rrichisch Süylesirn 11110 der Erzgebirasiwriaxzsn _ vortrefflrch und läßt ich gute Erntrn erwarten. ' A.“,ch drr, Hulsenfrucbte, rrößteniheils in Blütiyr, stehen mri" icor 1116111,an Ausnadmrti recht schön. Mais ist iki den Alpenlandrrii,jnament11ch Steiermark, Nordtirol und Vorarlbcrg, etwasßznriickgrvlirben, tdrtlwwse geldlick) und schwächlieb (Fölge dcr Näiie) „und!)ai ziemlich baufig einen lückenhafteii Stand, in Ungarn (Mit Siebenburgen und Kroatien) hingegen hat er sich sehr erholt. Der Raps hat Dani? der vor- trrfflichrn Ausbildung der Schoten aÜeCrn'ariudgcn wertudrrtrrffen. Dcr erhalten gebliebene Raps liefert in Ungameine gnte und verspricht in Mähren eine ziemlich gute,inGa1izien etwa einemitticre, m Schlxsien einesébwacdmittlere Ernte, Da aber in Ungarn dieYeiciot die Halfte des Andaueé, in Schlesirn mid Galizien wohl drei Vierthxile und darüber zu Grunde gegangen find, so sind die Ernte-Ergkbmiie trois der bedeutenden Brfferimg nur grring. Ueber de_n Stannd „drs Flachscs [iegsn rkcht guteNackyrichea dor, deneri kLML Uiiqunsttgen qegenübcrsirben. Dasselbe giit wow Hanf m_ der Bokuwma. Hopfen hatte die Staimendöhe erreicht." Uebrr semrri Siand [tegen durchgrbends gujc Nachrichte:: vor aus Bobmen, Galtzten,Obcr- und Nirderösterreick). Kartoffcln, Rüden und Kran? itckyerx mit vkrhälinißmäßig sebr ivcnigcn Wisnabmcn gut, zum . mcbt geriiiacn Theile ioaar vortrefflich. VomRotdiler'war idr intde's er'ichts der erste Schnitt größtcntbcils bscndet Und mit dcrhaltdiixmaßm weniger), meist Undarn betreffenden Auönaixnien rrrdt gut audgefailrn, obwohl die (Ernte schwierig war und dieQiialität dir i_md da etwas griittrn hat. Vom Nachwu-W läßt sich bishrr Gutes bofken. Wriiiger ,als Rotbklee cnjsprad im allgemeinen die Luxerne, noch_iveriiger die Esyarsettr. Die Heuernte aiif Wiesrn War miri) zzeinnltcb weit zuruck, _die Srbwierigkritcn der Ernte [1115 dis OUalltathkl'UstT warrii vxcl größer als beim Klee, vicle Wiesen simdeii song [ÜUNLTS ZLlT imm Wasser. Die qaantiiaiwcn Ernteeraebiiiffe iind tm A1gem3mea

minder cnisprecdend, [affen fick) meist deiicnfaüs „als Mitt'clernte taxiren, 111'k in Böhmen kami_cin rrkxbltiiier Theil AUF 01? Be- zeiciwunz „ziemlich giti“ Arimruw 111ach€i1. Der „Stand dcs Wcineii hat sick) ciwas i'crjcblriiztert, __da an diclen Orion die «anze Blüthezeit urwünitia verlief, doch 11tinDa1ma11s1i„ Croatian und Unxiarn. bcsondrrs in dessen siidlichrn Tbrxlrii, nord einc Erdtc über dem Mittrl zu hoffen. Zn (Görz und Fitticn'stebrnchb wenig- stens icdwaibe Mittelernten in Aussicht. Lie. ubrtmn Lander hdben niir schlichte Erdter- zu erwarten, bcxonders Ntederösterrcicb, Ykadrrn und Tirol. Zu den im Allgemrincn sebr schlychren Aussichten auf Obsternten itebcn die Kirsäocnerntcn, wrlcbe meist ,JUÉ, 1911|, aber wenigstens mittelmäßig ausfielcn odcr aqsfallerz, 111 crfrcu11chcm (Hrgrnsaye. Ju Löozen kamen am 1. Juli bereits Ardft'l auf den Markt. Die (mien Auésicbien an 016O1102Yekn16121 Dalmatien haben sich in Frlge der dänfizcn W die 'Bl-utbengeiallenen Rezen wcsrntlicd vermindert. Die C0con§crnte17t m Sudttrol umd Gorz etwa „gut mittel“ aus*gefaüen.

Verkehrs-Anskalteu. I“ w-5 ork, 14. Juli. (W. T. B.) “Dir Dampfrr ollleamd'Yvon drr Nationztl-Dampxscbisfs-(Compagnie ((Z). Messmg'schc Linie) ist hier cmgctrdffen.

Berlin, 15. Juli 1880.

Auf der Rennbahn zu Hoppeaarten werden am kürifttgen Sonntag (18.) und am nächstfolgenden Sonnxag Extrg-Ren'n- tage abgehalten, Welche den Freunden des _Oport wieder eine interessante Abwechselung in der langen Pause bis zum Herbstmeeting gewähren werden. An beiden Tagen werden 6 Rennen gelaufen werden. Für den künftigen Sonntag smd folgende Propositwnxn'zu laufen: 1. Juli-Rennen. Klubpreis 2090 „44 Fur ziveijabrtge inländische Pferde. Distanz 900 111. Es, sind 11 Pfrrde grtiannt. 11. Monseigneur-Handicay. Klubdrets 2000-44 Fur dretjahrige und ältere Pferde aller Länder. DistaKi 2090 W. „29 Pferde genannt, von denen12die Annabmeerklärt. 111. Schnelllalzferrxntzem Klub- preis 1200 „M Herrenreiten. Für31abr. und altere inlandiscbe und österreich1sch-ungarische Pferde. Distanz 1600 w. Es sind 7 Pferde angemeldet. Verkaufßrenneti. Klubprxis 1200 .“ 2jabrtge und ältere inländische und österreichisch-ungarische Pserdc. Distanz 900 rn. Bis jetzt 5 Pferde genannt, jedoch steht die Unterzeichnurig noch offen. ?. Ueberrascbungs-Hyrdeyrennen. ;Klubvr'ets 1200 „M Handicap. Herrenreiicn.__ Fur Zjabrige und alxere m- ländische und österreichisch-ungariicbe Pferde. " Distanz 2200 m, 15 Unicrschriften, von denen 5 die Annahme erklgrten. 71". Porto- Steeple-Chase. Klubpreis 200 „M Handicap. Fur Pferde aller Länder. Distanz 4500 m. 25 Untericbristen , von

denen 13 die Annahme erklärt haben. _ Die Propofitiomcn für dcn

25. 1. M., ebenfalls 6, sind noch offer., 'jrdocb ist aucb jeyt schon Seitens der Rennpferdebesitzer dix Bctbxetlmunjg sebr zahlretch. _ Die Rennrn beginnerr an beiden Tagen Nachmittags 4 Uhr. Extra. züge werden vom Ostbgbnbof um 2 Uhr 30 Minuten, um .- Uhr 45 Minuten und 3 Uhr 5 Minuten abgelaffen.

Breslau, 14. Juli. (W. T. B.) Nack) drn, hiesigen ZU" tungen zugegaggenen Berichten, ist in der Nacht vom Montaq_zum Dienstag in derUmgegend von Lauban, Greiffenberg, Flink;- berg und Friedeberg abermals ein Wolkenbruch_ msderaegan- gen, der sehr großen Schaden angerichtet hat. DernEiieUHalMd-amm bei Grriffenberg ist in einer Länge von 100 m zerstort,

LiterarischeNeUigieiten und Prriodiscde Schriiirn.

Die Samoa-Vorlage im Reichstage, Berlin 1880. Druck und Vkrlag von C. Berg 11. v. Holtrn. " ' ' Beobachtungs-Ergcbnisse der im Konigreicb P'reu- ßen, im Herwgthum Braunschweig Und in deri Reichs- landen eingerichteten forstlicb-metedroloqiiweri Sta- iionen. Herausgegeben von O:“. A. Müitrick), Professor (1:4 der K [. Forstakadrmie zu Eberswalde und Dirigent der meteorologischen AJtheilung des focstiichen Versuckyswesens in Preußeii. 6. Jahrgang. 17. April 1880. Berlin, Verlag von Juliuß Springer..

Der Kupferbergbau am Obern Ser i_n Nord- Amerika von Chr. Mosler, Könial. Brgraih und Salmen-Direk- tor in Sébönebeck a. d. Elbe. 115.1:nd 111. (FOTULZZLUT urid Schluß.) Mit 2 Tafeln und 8 in den Text eingedruckt*n§)olz1chnxt- ten. Sonderabdruck aus der Zeitschrift fiir das Berg-, HutieN-Knd Salinenwesen im Preußischen Staate, Band 8817110 Berlin, Der- lag von Ernst u. Korn (Gropiuß'scbe Buck» und Kunsthandlung) 90 Wilhelmstraße (nächst dem Architrkten-H;use). 1880. ,

Jahrbücher für die deutsche Armer und Marine. L*?rtantwvrtlick) redigirt von G. von Marées, Major. Bd.. )()(Ml. Nr.106. Heft 1 (Juli 1880.) Berlin, 1880. F.,MSÖUeiderero. (Goldschmidt & Wilhelmi.) _ Inhalt,: “Die fcanzsqnxrbe Erörditton nach Egyvien (1798-1801) von Spiridton Gopéevw. (Fdrtseßung). _ Zum 80. Jahrestag der Schlacht bei Marengo. _ Die rmsische Schießinstrukiion von 1879. Besprochen von F. vqn Jazwiß, Premier-Lieutcnarit und Brigade-Adjutaiit. _ Uritcriui'ung der Aneroide. Von Reichert, Hauptmann und Comkpagnte-Chri. „_ Mustcrbandlungen der preußisden und deutswen Krieg§m5ri§c.,©ne Skizze von A. von Crousaz, Ykajor z. D. _, 21116, ausländischen militärischen Zeitschriften. Umschau in der Zisiilitar-Litéxaiur 2c.

Beiträge zur Erläuterung de_s Deut1ch§n Rechts, in besONderer Beziehung auf das Preußiiche Newt, init Emirblaß des Handelé- urid Wechie1rechts. Begründct von 01“, FA. Gruebot. Heraasgeaeden 503 Rasiow, ReiÖIgerickyts-Ratl), Und Kuxißel, Land- gerichts-Ritk). Dritte Folge. Vierter Jahrgang. _ FUNFNZ Heft. (Der ganzen RTZhebir/er BÖHM? 111117. Jahrgang.) Brrlm. Vcr- la- von ran; .: en. ).

,] BeiFiräge zur Eriäutcruna deH Deutscbeii Rechts, in [*,-:sOUkLkLk Brzirhuna auf das Pr'eaßtswe chdt wii Einsckiluß des Handels- Und chbselrccbts. Begrimdet von Or. J." A.Gruchot. Heransgeßcben von Rdffow, inch§gerichZs-Ratb, nnd Kuntzel, Ladd- aericbtÉ-Raik). Dritte Folge. Vierter Jahrgang. 1880 (Derganzen Reidr der Beiträge )()(117. Jahrgang.), Betlaae-heff. Preis 2 „44 50 „3. Berlin. Verlag von Franz Vahlen. 1880. ,

Zeitschrift fiir Gesetzgebiing und Praxis auf drm Gebieie des deutschen öffentlichen Rechtes, hernausxegeden von W. Hartmann, Reichsgerichts-Ratk). Bd. 6. Hesi «3. Berlin, Carl Heymamis Verlag. 1880. ,

Verhandlungen des Vereins'zur Befdrderuna des Gewerbfleiszes 1880, 6. Heft (Jun_1), Inhalt: “Abhandlungen: Sachliche Würdigung der i_n Deuticbland ertbeilten Patrnie. 21.511362 64. Flaschenveriäylüiie'. Von Jordgn und__ Or. Schadwrl1 in Berlin, Ingenieure und „HülfSarbeiier im Ka11er11chen Pateni- Amt. _ Kinemaiiscbe Mittheilungen. Der mdmciita-rie Besidleunr- aungépdi und seine Konstruktion. Von, Augmi quliä), Lehramts- Kandidat zu Groß-Strehliß. _- Amilicbe I)iittbeiluiiqexi: Schorn- steinkedrwesexi; _ Britische „Zollordnung 17911 1816; _ Absaß deutscbrr Indusirie-Crzeugniffe m Cetttralamertka. '

Social -Correspondenz (herauxgeaeben von Dr. Victor Böbincrt und Arthur von Stadnitz in DTLÖDLU)._ All,]emeinr Aus- gabe. Nr. 26. _ Inhalt: Das Absterben, der .HWsinduitrtrii. _ Dic Aiisbreitung dcr Diphtherie im Königrrick) Saldzen _ Zur Frage der Auswanderung nach den Donaizlaiidrrn. _ Kinder- deitclci. _ KiUdér und alte Leuie. _ 80 Falle von Hungertod in London. _ Arbeitsmarkt. '

Mittheilungen des Vereins zur__Wai)rung der ge- meinsamen wirthsckzaftlichen J11tek011611 in* Rheinland und Westfalen. 1880. Nr. 5 und 6. _ InhaltZYiefcradußdrr-die Sißurig des Arisicduiies vom 11. Jimi 1880.,_ 21.11» Entwurfs eines GUWLF , betrrffeiid die Anzeige der m Fabrikcii und ahnlichen Be- tricbén vorkommenden UnfäUr, u:“.d von Voricbrifien, beireffend den Schuß gewerblicher Arbeiter gcgrn Gefahren fur Leben urid Gesund- heit. _ (Generalversammlung des Crntralverbarids Deuthr Juda- “trirÜcr in Diisseldorf. _ ,

1 Journal für Landwirfbscbait, JmAuftrgge des Central- ausschuffcs der Köiiiglickocn Laiidwiri_bschafi§geseUsidast zu Celle [1110 nntcr Mitwirkung der landwirtdschaitlicbcn Institute, Laboratorien und Versuckxsanitalten deutscher Hochschulen, herausgegeben von, Dr. W. Henneberg, ordenilicbem Professor und Direktor drr „landwirtb- schaftlichen Vcrsucbßsiation, u::d 1)r. G._Drechsler, ordentltcbrm'Pro- fcffoc und Direktor drs landwirtbschaftlicden Instituts zu Gottingen. Berlin,. Verlag von Wiegandt, Hrmpelrx.qury, Verlaa_dbuchk)andlung für LandwirtbsOast, Gartenbau und Foritweyen. 1880. 11817111.Band. Heft 2. _ Originalabbandlnngcn: Gicht es bodenbesiimmende Pflanzen? Von Prof. Dr. R. Braungart in Weihenstepbcrn. (Fortseßung) _ Zur Frage über die Möglichkeit, der Cblorpbyü fudrendcn weder ais sa- propbytisck) noch als parafitiich bxkanntezi Pflanze durcb Darbretung von organischer Substanz die Kohlensaure drr Luft entbehrlich zu machen. Von Dr. M. Scdinoeger. _ Die Einwirkung von saurem Magensaft auf die stickstoffhaltigen Bestandtheile der Mdbnkucben. Von Dr. A, Stuyer. _ Wirkungen dis Riesclwaffers bet der Be- riefclung. Vor: Ur. I. König. _ DüygungWersuche aizf drm7Ver- sucbsfelde des [andwirtbschaftlicbcn Instituts der Universitat Gottingen. Von G. Drkch91er. _ Eine vereinfachte Methode der WsendrrRob- faser-Bestimmung. Von Dr. H. Wattenberg. _ Torf alH Einstreu- material fiir StäUe. Von Dr. H. Wattenberg. _ Verschiedenes. ,

Mittheilungen der K. und K. österretwisch-ungari- schen Konsulaisbebörden. Juni 1880. _ Inhalt: Deutsches Reick). Leipzig. Die Osiermeffe 1880. (1) Rauchwaaren, 2) rohe HäUté- 3) Leder, 4) Tuche und Tur! waaren,_5) Manufaiturwaaren, 6) baumwollene Druckwaaren des Zollwerenis, 7) Leinenwaaren, 8) Posamentierwaaren, 9 böhmische Glaswaaren, 10) Kurzwadsxen, 11) Spielwaaren, 12) aarenbexweguna). __,Scbweden und -. dr- wegen. Stockholm. Wirtbschaftltcbe Verhaltnisse vdn Schweden 72311 Jahre 1879. _ Transö. andel und Hebiffabrt im Jabrem18 . _ Ottomanisches Reich. anea. Schiffahrt iind Handelsverkebr von Kreta im Jahre 1879. _ Rethymd. Schiffahrt und Handel im Jahre 1879. _ Alesiandretfa' Syrien); Wirthschaft-ltche Ver- hältnisse. _ Bruffa. Wirtbschaftit „e Verbgktniffe des Vilaxet Hu“ davendiqbiar. _ Bulgarienl. ZB_YM. Em- und Ausfubrhandel

1878. _ ersona na t! en. '

im IIR? Bär, JUYstrirte Bcrline: Wochensckßrift. Eine Chronik fürs Haus. Herausgegeben von'Ernst Friedel und Emil Domvck. Verlag von ebrü'rer Paetel in Berlin. Nr. 28. _ Inhalt: Die Pomona von Sanssouci, Erzählung von Grotta Horn (Fort- seßung). _ Ein Berliner Patrizierbauv axis dem 18. Jahrhundert von L. Alfieri (mit Illustration). _ Prinz Wilhelm und Braut (mit Illustration). _ Das Palmenhaus aui der Pfauxninsel vyn Heinrich Wagener (mit JUustratwn). _ MtéceUen: Die Jnfcbrift

des Jnvalidcnhauses; Gebrüdsr Brnckcns; Briefkastru.