- * .*.......*,___ . ** , „Mz.. . . „„.-,»..- „„.. _ ...... , „. .- „ _, ,. . -_ .. - .-, „._. .. .. „_ „ . . .
_.. *
“ «“=*«*-7-x“-"_*:ch;'«d-*=,:*xMIWÉKM .
„» ».-»7=s.-*-*-„ , :
„ ..., „...*“JM.*“_.**““
hat. Da die Eingeborenen nahezu die ganzen 300 Faß Oel, welche als Geldbuße beansprucht wurden, aufgebracht, habxn, dürfte die Blockade wahrscheinlich nicht eintreten. _Die brzti: schen Kriegsschiffe hatten die Nachbarschaft von Vraß verlawen und sich länas der Küste zerstreut. _,
_ 14.0ktober. (W. T. B.) Wie verlautet, [ie-beichtigt die Regierung, die Führer der Bodenagitation in Jrsland wegen Verschwörung in Anklagczustand zu ver 2 en.
8Dublin, 13. Oktober. (W. T. V.) Hiesigen Zeitungen zufolge werdsn militärische Vorbereitungen getroffen, um etwaigen Unruhen in dem westlichen Thsile Irlands vorzubeugen. Es werden bereits Truppenverstärkungen dort- hin dirigirt.
Frankreich. Paris, 13. Oktober. (WTB) Der heute Vormittag unter dem Vorsitz des Präsidxiiteiz Grévky zu- sammengetreiene Ministerratl) erklärte sich emsimmng iür den Antrag des Ministers des Innern, ConsianE, betreffend die Anwendung der Dekrete Über die Kongregationen. Der Minister des Aeußern, Barthézlemy St. Hilgire, th€i1te die auf den Orient bezüglichen Depeschen mit, nameiitlich die offizielle Notifikation iiber das Einverständnis; dsr Pmrte bezüglich der Uebergabe Dulcignos. Jm Uebxigen beschgfttgte sich die Diskussion mit 52111 Tcrwiwder Mu111zipal= wahlen; ein Beschluß hierüber wurds' indes; nicht gefaßt. Auf morgßn Vormittag ist ein ncucr Ministerrat!) anberaumt.
Italien. Rom, 13. Oktober. (28.51). B.) Wie der „Osservatore Romano“ erfährt, hat der Papst das Gesuch des Kardinal-Staatssekretärs Nina um Enthebxmg von seinem Posten ans Gesundheitsrücksickzten genehm1gt; indeß wird der Kardinal auf Verlangßn deS Papstes das Amt des Präfekten der apostolischen Paläste auch ferney [)?- kleideii. _ Die türkische Gesandtschaft bei der italieni- fchen Regierung soll zum Range einer Botschaft erhoben werden.
Brindisi, 13. Oktober. (W. T. B.) 'Der König und die Königin von Griechenland sind 08166 an Bord der Yacht „Amphitrite“ nach Corfn abgereist.
Türkei. Konstantinopel, 14. Oktober. (W. T. V.) Der englische Botschafter (Höscheii hat gcgen das Anhalten eines englischen Schiffes bei Samos, weil dasselbe die Gebiihrenzahlimg verweigerte, Protest erhoben. ,
_ Die „Agence Harms“ vom 13. läßt sich ans Skiitari melden, Riza Pascha habe die Führer der aldaiiesischen Liga zusammenberufen und sie aufgefordert, sich der fried- lichen Uebergabe von Dulcigno zu fiigsn. EH werde deshalb eine große Versammlung der Liga zufammsntreten.
_ Aus Cattaro, 13. Oktober, meldet „W. T. B.“: Die englische Korvette „Bittern“, welche in Korfu eintraf, geht nach Cattaro weiter, um dem Konsul Gresn, der heute Cettinje verläßt, Instruktionen Zu überbringen.
_ Aus Paris, 12. Oktober, meldet man der „Pol. Corr.“: „Die Haltung, welche man in hiesigen Regierungss- kreisen den jüngsten Meldungen aus Konstantinopel gegen- über an den Tag le t, ist eine vorsichtige Zurückhaltung. Man hebt hervor, da über die Art und Weise der von der Pforte gegenwärtig intendirten Lösung der Dulcigno- Affaire Positives nicht bekannt. daß man insbesondere völlig im Ungewissen_ sei, ob eine förmliche und ordnunZ-Zmäßige Uebergabe Dulcignos an die Montenegriner in der Absicht des Sultans liege oder eine einfache Dereliktion durch die türki- schen Behörden Und Truppen, wobei es etwa den Montene- grinern überlassen blik'bk, das geräumtc Gebiet zu okkupiren. Man betont iiberdies, daß 0er das eVentuelle Verhalten der Albanesen im léßteren FaÜe gleichfalls keine verläßlichen An: gaben vorliegen. ES ssi klar, daß die crsterwähnte Lösungs- art bei den Mächten eincr ganz aiideren Beurtheilimg begeg- nen würde als die 16811379, von der es immerhin fraglich sei, ob sie sämmtliche Kabinetto zu bsfriedigen vermöchte. Man halte die Zahl der Möglichkeiten iiberdies mit den zwei ange- gefiihrten 611811 nicht für erschöpft Und somit sei bis zum Eintreffen positiver Nachrichten cine zurückhaltende Veurthsi: lung der Situation geboten.“
Rumänien. Bukarest, 12. Oktober. Der W. „Vr.“ wird berichtet, das; die Einberufung derKammern, deren ordenlliche Session am 27. Novsmber beginnt, in Anbetracht vieler Fragsn von 1111aufschiebbarer Wichtigkeit, bereits für den 11. oder 16. November stattfinden diirfte. _ Die durch eine Abtheilung des Generalstabes im vorigen Jahre be- gonnene geodätische Aufnahme der Dobrudscha ist nahezu voklendet.
_ Domselben Blatts meldet man weiter von hierunterm 10.: „Der Regierung wurde durch den KriegE-Ministsr Ge- neral Slaniceano Lin Memoirs vorgelegt, worin derselbe die sofortige Fertigsteüung der Chaussee von Kimpolnng nach Taxgoweschti aus militärischen Griinden verlangt. Der Minister des Innern erhielt in Folge dessen den Auf- trag, die Präfekten betrexss der Beisteljmig der erforderlichen Arbeitskräfte durch die Di trikts-Konsilien zu veranlassen, wiih: rend das nöthige Holz für Vriickenkonstruktionen aus den Staatsforsten entnommen und die für dcn Bau nöthigen 60 000 Francs durch das Ministerium der öffentlichen Arbeiten aufgebracht _werden soll. _ Die Truppen der vierten Division, welche für die Periode vom 19. bis 31. Oktober das Lager bei Roman beziehen, bestehen aus dem 8. Linien:, dem 13., 14., 15., 16., 25., 26., 27. und 28. Dorodanzen-Regimentc mit je einem Bataillon in vier Regimenter formirt, dem 7. Kalarasch- und 4. Artillerie=chimente (6 Batterien, 36 Geschüße) und einer Halbcmnpagnie Gensd'armennnter Kommando des Ge- nerals Rakovißa.“
Bulggrietx. Sofia, 12. Oktober. (W. Pr.) Das Sabrani1e w1r_d für den 27. d.M. einberufen Und vom iirsten persönlich eröffnet werden. Hierauf reist Fürst lexander nach Rustschuk, wo ihn am 10. November Fürst Karl von. Ikymänien besuchen wird. _ Die Rekru- ttrung W1rd im Laufe dieses Monats vorgenommen. Auch Mahomedaner werden affentirt. Die Jufantcris-Druschinen werden um zmxi, die KavaUerie-Druschinen um eine vermehrt, so daß dann die Zahl der Druschinen 24 beträgt.
Wkontenegro., Cettinje, 12. Oktober. (Pest. L.) Die Unebergabe Dulcignos an Montenegro wird in den nachsten Tagen erfolgen. Hier herrscht Jubel. Petkovics, Yer Kommandant dxr in Sottorman stehenden Truppen, reist mstsFn Hauptquartier, um die Usbernahme Dulcignos durch: zu : ren.
Amerika. New-York, 13. Oktober. „ (W; T. B.) Nach den bis 1th eingegangenen Nachrichten smd die De mo- kraten bei den Wahlen in Indiana unterlegeiixyie Re: publikaner haben mit einer nicht seer großen Ma1qr1tci_t den Sieg davon getragen. In Ohio ind die republikanischen Kandidaten mit großer Majorität gewählt worden. In Wesi- Virginien siegten die demokratischen K311didate'11,' aber m1t einer gegen die früheren Wahlen verringerten V7010r1tä't. Der „New-York Herald“ und die „New-York Tribuiie“ sm_d der Ansicht, daß die Niederlage der Demokraten einc entscheidendc bei und daß das Wahlresultat einen Sieg ,der Republikaner sei der bevorstehenden Präsidentenwahl anzeige.
Südamerikq. Argentinien. Bueiios-Yyres, 13. Oktober. (W. T. V.) Dr. Romero ist zum Preixidenten des Prooinzialsenats gewählt worden.
Afrika. Tunis, 13. Oktober. (W. T. B.) Eine Abtheilung des Levante-GeschwadErs hat La Goulette verlassen, um sich nach dem Piräus zu bsgeben.
Archiv für Post und Telegraphie. Beiheft zum AmÉsblatt des Reichs-Posiamts. Herausgegeben im „Auftrage des Reicbs-Postamts. Nr. 18. September 1880. _ Inhalt: Aktcnstiicke und Aufsäße: Gewerbe-Ausstellung zu Dü1ieldorf1880. (Sckoluß.)_ Das portugiesische Post- und Telcgraphengeseß vom 7. Juli 1880. _ Znternationalcr Schutz der untersxeiscben Telegrapbenkabel. _ Ein braunschweigiscber General-Erb-Pojtmcister des 17. Jahrhunderis und denen Wohnhaus in Braunschweig. _ Oeffentlichs Fukrwescn und Dampfschiffe in Berlin im Jahre 1878._ _ Kleine Milthki- lungen: Belgischer Post- und Telegravbentarix in Taschenformat. _ Die Registrande der geographiscko-statistischen Abihkilung des (Großen Generalstab-s. _ Dienstanweisung der italienischen Postanstalten._ Ein neuer Themse-Tunwel. _ Literajur des Verkehrémesens: Archiv für (Eisenbahnwesen. Beilage zum Ciscnbabn-Verordnungsblatt. _ Zeitschriften-UeberfÖau.
_ Heft 9 des Jahrgangs 1880 der Annalen der Hydro- graphie und maritimen Meteorologie, Organ des Hydro- graphischM Amtes und der Deu1schen Seewarte, beransgegeben von dem Hydrographischen Amt der Admiralität, Verlag von Ernst Siegfried Mittler u. Sohn in Berlin, hat folgenden Inhalt: Das Auftreten von Treibeis im Nordatlantisckyen Ocean in der erstem Hälfte des Jahres 1880. (Mittheilmig von der Dcutschsn SeerUarte.) _ Die Cbronometerprüfungen auf dem Obschatorium zu Wilhelms- haven in dcn Jahren 1878-79 und 1879-80. _ Aus den Reisc- bcricktcn S. M. S. .Vineta“, Kapt. z. Sec Zirzcw, Reisen von Panama-Acapulco-Honolulu-Yokohama (März-Juni 1880). _ Bc- merkunqen ük-er Acapulco. _ Ans dem Rciseberichte S. M. S. .Freya“, Korv.-Kapt. von Hippel, Wind- und Strömung-Gverhältniffe wahrend dyr Reise von Panama nach Honolulu im Mai und Juni 1880. _ Bemerkungen zu den Skizzen der met von Antrim, dcr Sandy, Elena-, Micaela-, und Grau-Bai, Westküste yon Pata- gonien. _ Von Australien durch die Torres-Straße nach Wssten. (Mittheilung von der Deutschen Seeivarte.) _ Eingänge von mc- teorologischen Journalen bei der Deutschen Secrvarte im Monai Mai 1880. _ Ueber den Hafm von Padang. (Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) _ Reibentemperaturmeffungen im Atlantisäyen Ocean und an einigen Stellen im Indischen und Stillen Ocean. _ Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats Juni 1880 in Nordamerika und Cmtraleuropa. (Mittheilumg von Der Deutschen Seewaete.) _ Kleiue hydrographische Nolizen. _ Takellcn. _ Kartexibeilagen: 1) Zwei Karten zu dem Artikel: Das Auftreten von Treibeis im Nordatx'antiscben Ocean RZ. 2) Katie mit Skizza-n der Antrim-Bucbt, der Sandw, Elena-, Micaela- und (Hrau-Bai.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten Uebst den ergänzend?" und abändernden Bestimmungen der Reichs- und Landeßgeseyqebung. Mit [Erläuterungen von H. Rebbcin, Kammergericbts Rajl), und O. Reincke, Direktor am Landaericbt ]. zu Berlin.Verlag von H. W. MÜÜer daselbst._Von diesem Werke, dei1en ersteLicferung wir Vor Kurzem ankündigtcn, ist jktzt die zweite: Lieferung, die Titel 11_18 dks ersten Theil?! umfassend, erschienen. Auch in dieser Fortsexung sind die bis auf die neuesie_Zeit (klassencn Ergänzungs- und bänderungsgeseye ein- gereiht, dic obsoleten Vorschriften mit kleinerer berift erkennbar gemacht und der gesammte (GesWeötext von Allcaaten und Erläute- rungen aus der Rechtsprechung des preußischen Ober-Tribunals, des Reichs-Ober-Handk[Egerickyjs und des Rcicbßgekicbts begleitet. Der Schluß des ersten Theils (Titel19_23) erscheint in einigen Wochen.
_ Dgs dieLjäbrixe Michacli6-Programm des Königlichen Gymnasiums zix Insterburg enthält eine Abhandlung von Haxry Brettschneider: „Melaßncbtbon als Historiker, ein Beitrag zur Kenntnis; der deutscbcn Historiographen im Zsitalter des Hiimanzsmus.“ Nachdem der Verfasser in einer Einleitung die Gc- schtchts1ch1eibung im Usiijtesalter cbarakterisirt bat, geht er dazu über, die Bedeutung der btstorisckocn Thätigkeit Melambtbons zu unter- suchen und_ besonders den Werth der von ibm boarbeiteten aUaemcixicn Weltchronik festzustellen, die für lange Zeit das aelescrxste angenwinc Geschichtsbuch des 16. Jahrhunderts ackvescn ist. Er behandelt feinen Sxoff in 3 Kapiteln,“, Das erste beschäftigt fich mit Melanchthons historischen Arbeiten im Allgemeinen, Worin namcujlicb die viclen Vorreden, dle Melanchthon zu verschiedenen historischen Werken geschrieben, sowie seine sogenannten Declamatjonss angegcbcn und kurz gewüidigt Werden. Melancxlbons historis-Hes Hauptrrcrk ist 'abcr das sog. ().ronicou Sarjonjs. Demselben ist das ganz: zrveite, umfassendste Kapitel «ewidmct. Es werkcn hier zunächst die verschiedenen Außgabcn; Ueberseyungen und Bearbeitungen des ge- nannten Werkes angefubrt und sodann Melanchthons Arbeit ihrem Inhalte und Charakter nacb eingeben)) besprochen. Das dritte Kapitel enhlick) h(xndelt von Melanchthons historischer Methode und Geschich1s- pbrlosopbtx. Da6 Re1ultat seiner Untersuchungen hierüber faßt Bre1tschnetder schließlich in folgenden Worten zusammen: „Troß seiner umFaffenden _Kenxitniß dcs Alterthums ist Melancktbon das Verstandnis; fur die Größe der antiken Historiographie iiicht aykgegangen. Da er die Goschichte, zu deren BoarieitUng ibn freilich eine inner? Neigung bindrängte, als einen Zweig der Rhetorik ansgb, 19 War bei ibm die Wertbschäyung der Alien wesent- lich" durch die Rucksicht auf die Form bedingt, daher die Ueber- scha9ung Xenophons und die' Zurückseyung dez Tbucydides und des Tacituß. Diese Mensckpen init ilxrer großartigen Wcltauffassung 01:17 der weichen uni) angnlicben Seele Melanchthons nicbt sympathisch; ist doch 1399 Hochste, was er qus der Geschichte lernt, die 1110698111, die resigmrie Einsicht, daß wir ein schirackyes Gesckylecht find. Nir- gends erkennt ex in der Geschichte das Walken großer allgemeiner Ideen: fife ist ihm, troß aÜen angeblichen Bestrebens, die Gründe der Enitytckelung kennen zu l-.*rnen, dock) eine Kette einzelner, nur biographisch intexeffanter Begehenbeiten. Und tvas die formale Kritik der Quellen betrifft, so wird bei ihm damit erst ein Anfang gemacht."
Den Schulnacbricbten entnehmen wir, daß die Anstalt aus einem G12mnasium, eine; Rea1s-kule und einer Vorschule besteht und gegen- wartig 599 Schuler zahlt, von denen 355 auf das Gymnasium, 16, auf die Realschule und 84 auf die Vorschule kommen.
_ Stühlens Ingenieur - Kalender für das Jahr 1881 (Verxaa von G. D. Baedeker in Essen). Das durch 15 Jahr- gange bewahrte Taschenbuch wird dem Maschinen- und Hüttcntecb-
niker auch in seinem 16. Jahrgang willkommen sein. In Form und _
Inhalt sich den [exten Jahrgängen anschlitßcnd, zeigt auch dieser neue
das Vestreb7n, neben Verbesserungen des früheren Inhalts brauch. bac Neues hinzuzufügen. .Der vorliegende 16. Jahrgang des Inge- nicur-Kalenders', heißt es im Vorwort, „ist wiederum durch eine Reihe von Umarbeitungen und Ergänzungen, durch Aufnahme neuer No- tizen, sowie durch Berichtigung der im_ früheren Jabrgange auf. mfundenen Ungenauigkeiten mehrfach verbcffett und vsrvollständigt worden.“ Im Anhange sind die Einkommensteuersäye in Preußen neu aufgenommen, die Noti4cn übsr Post- und Telegraphenrvesen den neueren Bestimmungen konform abgeändert. Dia angenehme Zugabe einer Ei1enbahnkarte von Mitteleuropa. mit Welck)?! ker Stühlenscbe Jugenieur-Kalender schon in früheren Jahrgängen versehen war, fehlt auch dem neu erschienenen nicht. Je nach Wunsch bietet fich der Kalender in ursprünglicher Form mit Klavxe und Faberstift (Außgabe .4.) oder in Brieftaschenform mit Gummiband uno Faber- ftift (Außgabc 13.) dar, zum Preise von 3.24 25 „& oder 4 .“ 25 J,
_ Die Nr, 41 des Deutschen Familienblatts (Heraus. geber und Vcrleger I. H. Schorer in Berlin), Wm 10. Oktober 1880, hat folgenden Inhalt: ,Getichtet“, Novell? von Konrad Tel- mann. _ Albus Garvrilo, eine kleinrusfische delke, von Sacher- Masoch. _ Staßfurt und seine Riesenschäße, vvn Tb. Gampe (mit Illustrationen). _ Der deutsche Schulversin in Oesterreiil), von Max Freidanck. _ Herbstmorgen, Gsdicht von Johannes Trojan, mit Zeichnung von Woldemar Friedrich. _ Pflkge dxs Kindes 11„ von Ur, mscj. R. Koch in Berlin. _ Plauderecke, Fliffenidyll (mit Holzschnitt nach dem Gemälde von M.Sjrxiowkki). Das Klöster Melk, mit Originalzeicbmmg Von B. Maimfeld. DC]: kleine See- vulkan von San Salvador, mit Abbildung u. s. w.
_ K. F. Köhlers Antiquariat in Leipzig hat vor Kurzem die Nrn. 332, 333 u. 334 seiner Kataloge ausgcgeben. Nr. 332 enthält ein wcrihoolles Verzeichniß yon ca. 100 Schriften über NumiSmatik (d, i. über Münzen aus “06111 alten römischen Reick), dem deutschen Mittelalter, verschiedenen Staaten Deutschlands, aus OesterreiÖ-Ungarn, dchchweiz, Frankreich, England, Hannd, Italien, Spanien, Polen, Rußland, Griechenland, Egypten, Amerika 2c.), sowie eine Zusammensteüung von ca. 170 Schriften iiber Genealogie, Heralyik und Adelscxescbicbte. Dieselben beziehen fick) auf den hohen und mederep Ade], sowohl Deutschlands als anderer Länder Europas (der Schweiz, Danemarks, Englands, Frankreichs xc). _ Katalog Nr. 333 verzelchnet,772 Geschichtswerkez 453 derselben betreffen die deutsche (He'jcbicéxte (die Geschichte Deuifchlands im Allgemeinen in Ver- schiedenen Zeiträumen, sowie die GesÖi-Ihte einzelner deutscher STaatxn, Landschaften und Städte); die übriaen gesckoicbtlicben Sebriiten handeln von dcr (Geschichte der außcrdcutschen Länder. In beiden Abtheiluugen finden sich viele Werthrwüe Werke. _ Katalog Nr. 334 führt mehr als 200 Schriften über Staats- und Finanz- wesen. Nationalökonomie, Statistik, Handel und Verkehr, Handcls- und Seerecht, sowie ca. 430 Schriiten über Recht und Rechtßrvesen (das römische Recht, das deutskve R2cht im Mittelalter und das der neuesten Zeit, das Recht einzelner deutscher Landschaftsn, sowie über Rechts- und Strafsachen verschiedenkr anderer Staaten Europzs) auf.
Land- und ForstWirthfchaff.
Berichte aus den russischen Gouvernements Twcr, Wladimir, Sarajoff und Samara bezeichnen die diesjährige Er::te als sch; unbefriedigend. Vcsonders hart sind die soacnanntcn dcut- schen Kolonien an den Wolaa-Ufern durch die Mißernte 1e- troffen. Moskauer Blätter Okröffentlickxen zar Unteritützung diefer Kolonien nachstehenden Aufruf:
Die Kombinirte Synodé der Berg- und Wicscnseiie der Wolga Kehl sicb Veranlaßt, durch das unterzeichthe, von den Synodalen er- wählLe Comité folgende Bitte an die evangelischen Glaubensk- genoffen zu rickten:
Gott der Herr hat unsere sonst so fruckztbaren und gcsegneten Wolga-Kolonicn awfs Nexxe mit Dürre Und Mifnvakbs beimgesuckyt, Eine 1olcke Mißcrnte, wie im vorigen 1879cr Jahre, hat es hier seit Menschengedenken nicbt aegeben. Es fehlte in den meisten Familien am AllernotHWendixisten: an Brod, an Futter fürs Vieh, an Brennmaterial. Die Noll) war um so gk037k, als der Wiiiter fick) Weit früher als sonst cinsteUtc und länger als sonst a::ßielt. Da wurde dc'nn alles Mögliche gethan, um der Hungers- nojb vorzubeugen: die Gemeinden Verpacbtetkn ihre irgend entbehr- licben kaxindkläxidcreien, _ nahm*n Geld zu sehr hohen Prozeiijen anf, _ zum Theil kam Hülfe Von Seiten der Landämtxr, _ schließ- lich nam'zaft-z Summen durch die Barmherzigkeit unserer Glaubcnx- genossen auf mehrere in den Zeitschriften crlaffene V.ttrufe. So haben sich dsnn Uiiskre Gemeinden, so schwer es ami) ging, diirck) das harte Jahr ditkcbbringcn könncn, und wir hatten viel Grund, Gott den Hkrrn zu preisen, daf; er 1176 in der Noth nikbt hatte ünken lasskn, und allsn opfkrwilligen (Glaukenßgenoffen zu danken, die durch li)k)rbe Liebssgaben so vielen armen Familien die Sorgen (rleickotert
(: en.
Nun aber gaben wir aufs Neue einem Noth- und Hungeriahre entgezen, _ cinchalxre, das ncch düstercc zii werdcn droht als das vorige, Weil damals noch bis und da Vorräthc aus besseren Jakrsn vorhanden waren, die nun aufgczchrt sind. Die Hoffnungen, mit denen die Aussaat im FrüÖjabr gcn1acht wnrde, haben sick) nich2 er- füUt. Große, aus,]edebnte Ackerländercien sind schwarz aeblieben, andere haben Nicht einmal dic Saat wiedergegeben. Die Gemeinde- mittel sind in Folk)? dcr Mißekntc des vorigen Jabrcs gänzlich er- schöpft, Vorrätbe fink) nicht vorhanden, die Sébuldenlast irt cine iiefige, die Tbeuerung steigt von Ta) zu TME, es fiebt triibe und schwari vor uns aus, Mun wir in die Zukunft schen. Wir gehen einer Noth entgegen, die 6.16 Akuszerste bcsürévten läßi.
Da hält es kcnn die svi'brn in Ssaratow tagendc Synode dcr Berg- und Wikscnscite für ihre dringende Pflicht, nacb diescr kurzen Darlegung dss Notbstanch ihrer (Gemeinden, an die Glaubcusac- noffen im russischen Reiki): die herzliche Bijte zu richten: Helft, Jdc Brüder im Herrn, unseren 10 s.OWer beimzesucbten Gansindaglicdecn aufs Neue durcb (Gaben der Liebe und Barmherzigkeit, damit wir der 91011) nicht erliegen! Eine Bevölkerung von 200000 Seelen hat mit sehr weniaen Amönabmen so gut wie nichts geerntet, und gebt ' mit Angst und Sorgrn der Zukunft entgegen, Sie klopft durch uns an Care Herzen an. Wenn auch die Regierung cs vocaué- ficbilich an ülfe nicht wird fehlen laffen, so bat doch auch die Kirche die P 1021, darum zu bittcn, das; den Huxmrigen 'das 23:95 gekrochen Werde. Wir selbst stehen ratblos da inmitten der vielen Hungernden, wie einst die Jünger in der Wüste vor den bana- rigen Tausenden. Aber wie der Herr dort Rall) wußte_und Hülfe schaffte, so hoffen und glauben wir, wird Er auxb uns Rath und Hülfe s(baffen, daß die Tausende nicht verscbmaibten. Wir fiehen zu Ihm, das; Er diesen unseren Bittruf für unsere Gemeinden segne und unsere anLaestrecktcn Hände fülle, mis daß wir Eure Liebezgaken un- seren dürftigen Gcmeindegliedexn mittbeilcn können. Der Herr, der unsere Herzen lenkt, wie Wakierbäcbe, Wolle doch recht viele Hér- zen zur Hülfe lenken, und uns aucb in diesem, wie im voriganabre die Ersabruna machen lassen, daß wir einen Gott haben, der da hilft, und den Hstrn, der vom Tode crrcttet.
Nach raranf bezüglicber L*eratbung warde von der Synode das unterzeichnete Comité zur Unrerstükzuna der nolbleidenden evangéli- scben Ansiedlex in den Wolgaaeme ndcn gewählt, das die eingelau- fenen Gaben m Empfang nehmen, je nach Bedürfnis; vertbcilen und zu seiner Zeit Rechenschaft Übrr die Vertrendung ablegcn wird.
Die erbetenen (Haben bitten wir dem Comité zuzusendcn per Adresse: [U]!)- ll])0607)' 1170001131111?- U'x. 1*. 0111751101313.
Das von der Komb. Synode gewählte Comité: Probst der Wicsenseite: C. Hölz. Probst der Bergseite: C. Coßmann, Pastor nggeüer, Pastor G. H. Keller, Pastor W. Sxärkel, Pastor C-
um.
Die geehrten Redaktionen aller im Reiche in deulsiber Sprache Frsékemenden Zcitungcn smd höflichst gebetep, dicsen Aufruf abzu- ru en.
' _ Das Reichsaesev vom 16. Juli vorigen Jahres, bsjriffeid die Besteuerung des Tabaks, hat im Jahre 1880 zum ersten Male
'-
)
auf den inländischen Tabakbau Anwendung aesundxn und seine Wir- * kung geäußert. Es dürften deshalb emiZe 9.1kittbetlungkn über den Umfang des 'riksjäbrigenTabakbaues in Württe:xxberg,1velche dem „St. . f. W.“ entnommen find, von Jntereiye 18111. Im Jahre 1880 wurde Tabak von 2417 Pffanzern in 120 Gcmeiden auf einer Fläche von 249 113 15 a 80 97". (7904/3 Morgen 14,6 RUÜÜLN) angebaut, während im Jahre 1819 der Jabakbau mir von 9-29 Pflanzern in 57 Gemeinden auf einer_ Flache von 89 113 77 a ; 94 qm (2846/15 Morgen 40,5 Rathen) betriebenvwarde. D-e Zahl der Pflanzer ist somit im Jahre 1880 geaexmber dem Vorjahre um 171%. die mit Tabak bepflanzte FlaÖe um 195% ge- stiegen. Die Lkbkbliché Steigerung, welche der Tabakbau im [Zusen- den Jahre erfabrsn hat, dürfte. bemerkt „17er „„St. A._f. W.“, in der „Hauptsache in der großen Differenz zw0chm dcm Eingaxigszoll von ausländischem Tabak mit 85 «14 für 100 10,- und der inneren Steuer, welche für das Jahr 1880 nur 20 544, für das Jahr 1881 sodamn 30 „;(. und erst vom Jahre 1882 an 45 „M für 100 kx; .bctträgt,_zu suchen sein. Die Qualität der diesjährigen TabakerntZ wird als eine im AÜgemeinen zicmlick) .*.utc: bezeichnet. Die Durchfuhrung 'der im Wesentlickzen der französischsn Yionopolßzeseßgebung enipommenen Jorschriften übsr die Kontrole des Tabakbauss bat tn Witcttemberz zu keinen wesentlichen Anständen geführt.
Gesperbe und Handek.
Internationale Cisenbabn-Anssteilung in Ber- lin im Jahre 1882. Das Comité für die internatwnale (811511- babn-Auxsteüung in Berlin, Welsbks aussden'Hzrren: (Geh,. Rxgw: rungs-Ratb Simon, VorfiZZUden der Direktion Yer Bérltn-Ham- buxger Eisenbahngeseüsckxgst, Eisenbabn-Dirkar SDradxr , von der Berlin-Anbaltiscben Ei1enbahngesellibaft, Geb. 'Comxnerßen-Ratl) Schwartzkovff Cbef der Berliner MasÖinknbau-Aktienqej:Uscbaft, vor- malsL.Schw.1rxzkopff, dem Reichstag5-Abgeordneten"Rxchter, hem Ge- neral-Direstor der Vereinigten Königs- & Laurabntt-J, 'Vlktianesekl- schaft für Bergbau und Hüttenbctrieb, und dem KommxssionS-Rath, Jrigenicur F. C. Glaser, Herausiiebcr von Gla1ers Annalen fUr Gewerbe und Baunwsen, besteht, hat U111€k„dem Vorsitz ch be. Obcr-Regierungs-Ratbs Streckert, vom Reichseisenbahnamt, sel“(-*-.(' zivcite Sitzung abgehalten. Der Vorsißen'de brachte eme Anfrage des Eisenbabn-Klubs in Wien zur Mittheilung, aus welcher zu ersehen, das; man in Wien noch nicht über den ersten Gedankz-n, eme Eisen- bahn-AussteÜung zu veraustalten, hinaußgckommen ist. Auch" ging aus Mittheilungen anderer Mitglieder des Comités, welche kilkzltck) in Wien waren, hervor. daß mai sich in Oesterreich einer in Berlin abzubaltendeu internationalen EiseUbaHU'AUSstCUULJ' freundlich (12.1611- über steilen wird. _ Das Gleiche finTet aucb Seitens der Stadt- bebörke Berlins statt, welche, wie aus 17211 Zeitunsiéberickytcn ükcr' die [11318 Sitzung des Magistrats bexvorgeht, 14701 Dölegirxe zit einer Besprechung mit dem Comité beiiimm_t hat. Als Ort fur die Aus- steUung wurde der schon mehrfaä) erwahnte Lehrter Bahnhof als der geeignetste b-éiracbtet; bskamitlici) wird dcrfelße iiach Ecöffnxng der Stadtbahn frei U11) ist auck) dem Vernehmen na'ci) gls ermanentes Ausstellungsgcbäude in Au§ficht genommen. Bci Hinzuziehuna dcr Bögsn der Stadtbahn würde dar ganze Kompl'cx uber 500 000 qm betragen, also bxinahc das Dreifciébe des Terrains der Diiffeidorfch AuSiteUumg umfassen. Das Comité gebt VM dsr Ansicbi anf» daf; AÜes, was auf das Vkrkehrswesen Bezug hat, zur Ausxieljung ge- langkn solL. '
_ Dcr Aufsichtsratk) der NLULU CH_as-Akti_en-Gese[[- schaft bat di? Dividende pro 1879/80 auf 4x, 0/0 festgeLer.
_ In der kürzlich ausgcgebenen 10. Lieferung _der Gewerk) e halle, Organ für den FortsÖritt in allen Zweigen der Kunstiudustrie (Redaktion: Adoif SckziLl, Architekt in Stuttgßrt, Verlag von J. Engelhorn cbendasélbii) finden sick) (zn ErzeugniffJn vaterlämdisckycn Gewerkfleifzes ein geschmackvoller SpiegelrahmenU m Cichcnbolx (Renaiffancestyl), entworfen vvn L. A. Lippert, a'usgesukért von der Firma F. Radspieler U,Cie. in München; fcrxier 6132183111)- bccken mit Wafferbebält-“r in Steingut, entworfen von F. KeUer-Leuzingkr in Stuttgart, ÜUÉ'ALf't'lHZt von M;?rckel- bach und Wixk in Grenzbausen bei Coblenz (lcxxtexcs mw'sern crfreulich, als “camit zuecst einc schöme urid stylwoÜe Ausbilduii eines anzubringenden Waschapvarats geboten wird, nachdem die „519 er bc- liebten lackirten Bleckykzsten lange genug unicr „Auge beleidigt hahen. Diiffelbe Moch ist Übriacns aua) in Majolika von 21. Mam in Heimberg bei Thun ausgefiihrt morden.) Fcrrier bringt das Heft wieder zwei Blätter mit kreisaekrönten Arhwten von “der [exten Pariser WeltauSstcilung, daruntcr ein üppig rklch dekoriries und dra- yirtes Ruhebetf ncbst Beiwerk aus einem Damensalxn von Pznon; Ylufnabmca eiiier gemalten Waißfüllang 1111 SÖWUL TrauSntiZ zu Landshut in Baykrn (Ende des 16, Jahrhunderts) und von Metall- aefäßen auf Gemälden alter deut1chcr uxxd niedciländés-«ber _Meistcr. Die chteren siiid besondkrs? intercffait imd düritW zur McMahnxurig anreJen, was auch von den in 64511." und Silbexdriick sorgfaltig facfimilirtcn zieriickxcn Nier-Arbcitcn und GraNrungcn aus dem 15. und 16. Jahrhundert auf dem letzten Blatts gilt.
_ Die .Ncw-Yorker HdlÉ.-Ztg.' äußert 7111) in ibkiUs vom 1. Oktober katirten Wochenbericht folgenderm; ;?n: Da? (Geschäft am Waaren- und Produktenmarkt war mäßig lebhaft. Der Frachtcnmarkt, niclcber matt eröffnxtc, war in' dxn [Wien Tagen in FN,]? reger Nachfrage für Getreidxizbrzcuae antimrt, und 1V11kdcn 48 Schiffe für v011e Ludmigcu geschlosicn. Für Weizen, Weizenmehl und Mais bemegtcn sicb Preise 5 1:1 11511550, wäkchd Banniwollc bei stillem (8.10.1th in disponibkcr Waare die lxökhstcn Nokirungkn der WOM nicbt b?baupten konnte. 9110 Kaffce verharrte in f1aUer Haltung; Wcst- nnd ostimdisckye Sortcn waren Seitens dss Konsums mäßig beachtet. Jn Robxuckcr faiidi'n txack) einem weiteren Mück- gana der Preise 1cbr umfangreiche Tranéaktionen staij. Schmalz und Speck sind bei stillem Geschäfte niedriqcr, Sebireineflcisä) hat dagegen untcr dem Einflaf; einer lebhaften Spekulatioméfrage ziemlich bcdeutend im Preise angezogen. Hari sowie Terpentinöl „waren fist und lextcres abermals höher. Für neuen Hopfen blieb der Begebr schleppend. Raffinirtes Petroleum gewann cin? 2138111418 erlittene Einbuße wieYer zurück und schließt in fester Haltung. Jn fremden ManufakturWQaren war das Geschäft in einzelnen Brancben ctwas lebhafter, läßt aber im Ganzen genommen noch viel zu wünschen übrig. Der Import fremder Webstoffe betrug Während der heute bcendeten Woche 1705132 Doll, gegen 2244144 Doll. in der Parallelwoche des Vorjahres.
Wasbiniiton, 13. Oktobcr. (W. T. B) Dex Schuß- sckretär Sherman hat weitere Obligationen im Betrage von 250000093011. angekauft und zwar 6proz. von 1880zum Course von 102,55 11 102,59, Sproz. von 1881 zum Course von 104,5) und 5Proz. von 1881 zum Course von 102,55 9. 102,67.
Verkehrs-Anstalten.
Die „N. Zürck). Ztg.“ schreibt: „Wie wir Hernebmen, ist gegenwärtig beim Bundeögericbt ein von der Favre'jibcn Unterneh- mung erhobener Prozeß anbänaia, in welchem dieselbe eine Er- stxecknng des Tirinins für die Vollendung des großen Gotthard- Tunnels um 700 Tag“ wcrlanat. Der vertragsmäszige Vollen- dungstermin ist mit dem 1. Oktober abgelaufen; würde der_Favre- schen Unternehmung ihr Klagebegebren zugesprochen, io waxe die Folge davon, daß die Zufahrtslinicn, die bis zum 30. Juli 1882 vollendet sein müssen, eher fertig würden als der große Tunnel. Die (Gründe, auf welche die Favre'sche Unternehmunq ihr Frist- erstrcckungßbegebren stiitzt, sind uns 026 Näheren nicht bekannt. Im Laufe dieses Monats wird sich auch die Gotthardbahn-Direktion darüber schlüssig mxcben müssen, ob sie bci den Abschlagszghlungem die jerveilen auf Ende eines Monats erfolgen, die Konventionalsttq- fen in Abzug bringen wiU, welche im Vcrtraze mit Favre für die nicht rechtzeitige VoUendung festgescyt sind.“
Tric1t,14. Oktobcr. (W. T. B.) Der Lloyddampfét
Beriin, 14. Oktober 1880.
Preußische Klassenlotterie. (Ohne Gewähr.)
Bei der heute beendigten Ziehung der 1. Klaix'k 163. Königlich preußischer Kla scnlotterie fielen: 1 Gewinn von 15 000 «16 auf Nr. 5135, 1 Gewinn von 9000 „46 auf Nr. 76 738. 2 Gewinne von 3600 „46 m_if Nr. 32 431. 67 833. 4 Gewinne von 300 „44 auf Nr. 17 588. 29 859. 68 526. 82 983.
Am 12. d. M. ist der um 3 Uhr Nachmittag?» von B erlin nach Breslau abgelassene Schnellzug 5 um circa 4 Uhr 25 Minuten Nachmittag?- auf dem Wegeübergange bei der Wärterbude 75 vor Frankfurt a./O. auf ein mit Steinen de- [11581er zweispänniaes Fuhrmexk, daS im Begriff war, den UFZWMJ zu passiren, bei nicht geschloffener Barriere auf- ge a ren.
Hierbei sind die Lokomotive imd der Packmagen sowie auch 9111 Personenwagen, leßterer iedoch nur unerheblich be: schädigt worden. Verletzungen von Personen sind glücklicher: weise nicht vorgekommen, auch die Pferde des Fuhrwerkcs sind 111111Lschädigk geblieben, aber Yer Wagen zertrümmert. Der Zug erlitt hierdurch eine Verspatung von 48 Minuten.
' Cöln, 14. Oktober, 12 Uhr 30 Minuten früh. (TU.) Die englische Post vom 13. Oktober früh, planmäßig in Verviers um 8 Uhr 21 Minute'n Abendß, “tft aUSJeblieben. Grund: Zugverspätung auf belgischer Sens.
Dem Vaterländischen Frauen-Verein smd in Folge seines Llufcufs zum Besten der in Schlesien durcb Ueber- schMmmung Beschädigten zusammen 15 524.46 35 «') zugezangen.
,Das öffenÜliébe Fuhrwesen in Berlin und Paris. (Skat. Corr.) Von höchster Bedeutnng für die Entwickelung mo- derner Großstädke ist die (Gestaltung des öffenklichen Fahrwesens ge- wvrden. Vordem, aks selbst die größten Städte kaum eine solch2 Ausdthmg erlanßt batten, daß man nikbt bei mäßiger Anstrengung und ohne zu viel Zsitvcrluft die weitcftkn Entfernungen inncrhalb de-sclben zu Fuß hätte zurücklegen könncn, galt die Beuuyung eines Fubrrverks als Zeichen der Bequemlichkeit oder des Luxus; bxute ist der Verkcßr zu Wagkn odcr Schiff für die Bewohner von Groß- und selbst von Mittklstädtkn zur absoluten Rothweiidigkeit geworden. Moderne Großstädte ohne umfangreiches Stadifubrwesen smd geradkzu uwdenkbar. Wynn urspriinglich die zunehmenden Entfernungen in den Städton das öffentliche FuhrWesen in denselben geschaffen und aus;]ebildet haben, so ist nunmehr die immer wachsende Vervollkomm- nSntnßYtdes Fubrwesexis die Ursache der progressiven Ausdehnung dicser
a e.
Die Bcfördsrung der Menschen in großen Städten. als öffent- liches UnternethU, geschieht in ihren fortschreitenden Stadien durck) Drosck)ken oder Fiaker, durcb Omnibus, durcb Pferdeeisenbaßn (Tramway), durcb ober- oder unterirdische Dampfeifenbabn oder durch Dampfschiffe. Jndeß verdrängt nicht die eine Kommuni- kgiiorxsart die andere, sondern sie existiren vielfach gleichzeitig neben cman cr.
Um ein Bild über das Fuhrwesen in Berlin zu gewinnen, empfiehlt es fich, dasselbe mit dem einer ähnlich aroßcn Stadt zu vergleichen. Wir wählen dazu Paris. Die Auswebnung und ganz besonders die Bexxutzmig der öffentlichenVerkehrsinittel ift allsrdingß in Paris eine b;deatend (11511er als in Berlin; aUein man muß dabei erstens im Auge behalten, daß bei Paris eins mindestens zweimal so grosse Bevölkerung als in Berlin hierfür in Betracht kommt, und zkveiten-I, daf; wegen der stark bevölkerten Umgebung von Paris dort auch wesentlich größere Entfernungen 3a überwinden smd als hier.
Was nun zuerst den Verkehr auf den Pferdebahwn, als dem- thÜgéU Trankportmittcl anlangf, Welches jeßt in den beiden Haupt- städten dcn größteU Theil der Personenberördcrung an 1711) gezogkn hat, so wurde in Berlin die erste Pferdeciseybabnlinie (nacb Char- lottenburg) im Jahre 1865 eröffnet und blii'b acht Jab'e bindurck) die eixiiige Strecke. Di: Frequxnz stieg innerhalb diZses Zeitraumes [*011960000 bekördertcn Personcn im Jahre 1866 auf 25770Z0 im Jabre_1872. Die Entwickelung des Straßenbahnneßxs datirt in Berlin 2111 seit1873, in Welchem Jahre der älteren Gesellsibaft dUrch Konzessionirung eincr nc'ucn cine sehr wirksame Konkurrenz bkreitct warde. Von “(“a an wuchs die Ausdehnung der Linien und mit dilskk die Freqjenz in chlcunigier Progression. Am Ende, bezw. im Laufe der nachstehenden Jahre betrug die
Länge der in Betrieb Zahl der beförderten bkfikldliÖén (H.lcisc. Personen.
1873 . . . . . 20,5 km 3783 000
1874 . . . . . 47,0 8692000
1875 . . . . 92,9 18960000
1876 . . . . . 109,3 26 660 000
1877 . . . . . 110,8 29150000
1873 . . . . . 126,6 32 545000
1879 . . . . . 150,8 „ 40100000.
In dcrsslben Zcit rermebrte sub die 3.151 der in Bctcicb be- findlicher. Wagen von (0 auf 380 und die der Pfktde von ca. 300 Wk ca. 1700 Stück. Dic eigentliche Babiilänge belikf skb Ende1879 auf ungefähr 100 km oder 131 Meilen.
In Paris bat die Entwickeluxg dcr Pferde - Eisenbahn einen ganz ähnlichen Lauf gciwmmcn wie in Berlin (€? sind hier wie dort auch jene Strecken mit inbegriffen, Welche vkn Straßenbabn- Lokomotiven befahren wcrden). Bis 1873 cxistirten in Paris nur die beiden Linien nach dem Bois de Boulogne und nach Sävres, welche in dem »:enannfen Jahre nur etwas m'br als 1 Million Personen beförderten. Die folgenden Jahre bxacbtea aber eine sehr schnelle Ausdehnung des Schienenneyes in den Straßen innerhalb der Stadt und auf den nach den Vorortsn füh- renden Wegen. Einen starken Impuls hierzu gab die Weltaus- steUung im Jahre 1878. Der durch sie veranlaßte Mcnscbenstrom ist daxiacb zu beurtbeilen, das; 3. B. die größte der drei Pferdebahn- Gesellscbaften im Auxs'teüungsjabre 581 Ykillionen Menschen beför- derte gegen 14,8 Millionen im Vvajabre. Im ganzen Jahre 1878 wurden sämmtliche Linien, Welche zusammen eine Länge von 234111] hatten, von 127 720000 Persoaen benuyt; aUerdings find hierbei viele Perscnen, jvclcbe CorrcsWndenzbiUets hatten, zwei- und auch dreimal gezählt wvrden.
Das Jahr 1879 zeigte bei dcr größten Geseüschaft eine Abnahme der Frequenz von f4st1000k0 Persoxicn. Es waren bei ihr im Betriebe: 225 Wagen und 3218 Pferde gegen 200 bezw. 2716 im Vorjahre. Von den 58 406 871 Passagicrcn hatten 30 982 499 ihtrn Play im Innern des Wagens, die iibrigen auf dem Verdecke ge- nommen. Di: Einnabmxn betrugen 10417 000 Fr., die Ayscxabcn 8308000 Fr., sonacb verblieb ein Ucberschuf; von 2109000 Fr., lerßend das Jabr1878 mit einem Plus von 3151000 Fr. ab-
:) .
Durch die Erricbtimg von Pferde-Eisenbabnen ist den Om.1i- buffen eine die leßteren fast vernichtende Konkurrenz entstanden. Die Allgemeine Omni uSgeseUsck-“aft zu Paris hat die Gefahr dieser Kon- kurrenz vor»? sicb abzuwenden gewußt, indem sie selbst den Bau von Pferdebabnlinien in die Hand genommen und das Netz ibker Omrxi- buslinien so cingcrichtet hat, das; daffelbe a's eine Ergänzung und nicht als ein Konkurrent zu ersteren erscheint. Der Vortheil, welcher durch eiiie cinhcitlicbe Fcststslluna dcs Fahrplans von Omnibussen und Pferdebabncn dcm “publikum er1väch1t, ist offenbar Berlin, wo
.AchilleS' ist beutc früh aus KonstantinopU bier eingetroffen.
das Omrxibußniescn überhaupt schwach entwickelt ist, stehtdarin Paris entschieden uach.
T:! Omxyibusverkebr war folgcnder: In Berlin
Waaen Persoaen Wagen
1873 . . . 191 14 367000 652 1874 . . . 191 14697000 656 1875 . . . 192 14130000 655 1876 . . . 177 13204 00“) 649 1877 . . . 182 13 515000 674 1878 . . . 182 13 683 000 639 102 913000 1879 . . . 166 12077 000 619 91248000
In Berlin wurden vor“. der AUgemeinen OmnibuOgeseUscbaft, wclche mehr als 96 “X0 der Omnibuxvaffaqiere beförderte, im Jahre 1879 15 Linien in cinsr Länge von 71,4 km befahren; in Paris bin- aegen hatten 1878 sämmtliche 33 Linien eine AuSdebnung von 205,6 km. Von den Pamagieren fuhren 46,9'7/0 in Berlin und 41,3 0/9 in Pa:is auf dem Vcrdeck der Wagen.
Die Centralisation des öffentlichen Fiibrivesens zu Paris ist nicht bloß bei den Straßenbahnen und Omnibussen vorhanden, son- dern auch bei dem Dioschkenwesen. “Her Bstriéb desselben, soweit es öffentlich konzesfionirt isi, ruhtin Paris in den Händen einer einziacn Gesexxschaft (00mpagu16 Zévékaks (195 701111793), während in Berlin an der Stcllung der Dtoschkcn fick) Über 2000 Konzesfionäre bethei- ligen, tinter denen die Aktiengesellschast für öffentlickzes Fuhrwesen die meisten Droschken (ca. 400) besißt. Was die Form der Droscbken anbelangt, so herrscht darin in Paris eine Wesentlich größere Ver- schiedenartigkeis als in Berlin. J.“! diesem giebt es nur Droscbken ]. und 2, Klaffe und Gepäckoroscbken, zu denen 1196) die Thor- wagen als konzessionirxe Fiibrwerke zu zäblin sind. In Paris werden 10 Arten untcrscdieden, zu 2, 4 und 6 Sißkn, unrer denen die ziveisißizkn ConPÉZ, auch Cabs genannt, mehr als die Hälfte ausmachen. Außer den eigex-tliäyen Droschken (7011511178 äs [)1300) smd in Paris noch sogenannts Wikurss (16 Lranäo 16111156 konzksfio- nirt, Welche für gewöhnlich nicht auf öffentlichen Plätzen halten, sondern in den Remisen bestellt werden müssen.
Es waren im Betzikae3 [_
in er m
EUR Droscbk-zn Thorwagcn 1876. . . . 4242 225 1877. . . . 4343 264 5773 827 1878. . . . 4560 284 6064 931 1879. . . . 4789 255 5504 991
Man'erkennt auch bier dcn Aufschwung, Welchm da? Fubrwssen zn PariH im Jahre 1878 in Folge der Weltausstellung genomch12n bai. Dre Zahl der Ende 1879 in Gebrauch befindlicben Droschken- pjerde betrug in Berlin ca. 900), in Paris gegsn 10 000. Die Cmnaan der Pariser AÜgemeinen Drofchkenaessljsckoast bezifferten sich 1879 auf 161 Mill. Fr. 'oder 4Z Mill. Fc, Weniger als im Jahr? vorher; dte durchschnittliche Tageßcinnabme eines Wagens be- lief sicb aiif 14,13 Fx. gigen 17,03 Fr. im Jahre 1878. Bei der Berlmer_AktiengeseU!chaft für öffentliches FubrMs-sn itelLte sich die durcbscbntttliäoe Einnahmx pro Tag und Drosckxke im Jahre 1878 auf 11,71 „14, also Umgefahr 33 Centimes höher als das chsbniß der Paxiser Droichken im Jahre 1879.
Faßt man die besprochenen Zweixe des öffentlichen Juhchsens, welchem das Pferd als agkraft dient, zusanimsn, so kann man die _Gcsamnitzabl der komzes ionixtsn Personcn-Fahrzeuge für Ende 1879 111 Berlin zu 5600 nit ungefähr 12 000 Pferden, in Paris zu fast 7600 mit ca. 25 000 Pferden annehmen. Das smd aber keinereßs sammt11che W.:gcn, Welche dsm Pnblikum zu Gebotesteben, _ so ist z. B in Berlin sammilich Fahrwerk ungezählt geblieben, welches vo_n den Beßlzern 'auf Bestellung zu Fahrten jeglicher Art geliefert wrrd; und 111 Paris find aU: jsnc Omnibusse nicht mitgezählt wor- dZn, we1che zur Beförderung der Passagiere von und nach den Bahn- hofs)! dienen ii.].w. it.s.w. Immerhin geben diesc Zahlen ein an- g'enahertks Bild“ von dem ungclxeu-rren Umfange, zu dem das öffent- 11che_Fuhrwesen 111 dsn moYeriien Großstädten angewachsen ist. Als Erganzung dlLses Bildeskiit 1100) die Darstellung des durck) Dampf bewegten Fahrwerks nöthtg, desien Besprechung wir uns vorbehaltcn.
in Paris
Personen 111036 00“) 113294000 113 577000 111231000 113 674000
in Paris ' Droscbken Remisewagen 5 700 793
,Die Preußische Hanytbibelgesellsckxaft feierte am Mittwqäy Abend in der feftlich erlsucbteten Dreifaltigkeits- kirche ,ibr 66. Jahreéfest. Die Festpredigt hielt dsr General- Supermtenkent Schuch-Elbei im Ansch1uß a.“: Job. 4, 13.14. Dem vom'Pcediger Dame alsdann erstattefen Bcricbt entnehmen Wir, das; die GeseUsckast vom 1._Okiober 1879 bis ebcndabin 1880 50151 Bibeln und 12301 Testamente, im Ganzkn 5765 Hsilige Bücher mehr 6116 im Vorjahre QUSJLZLÖLU bat. So erfreulich diese Zahl an fick) ist, so gering ist fie im Vergleick) zu dem, was die britische_BtbklgeseUschqft zu leisten vermasx. Wäwrcnd sämmtliche 25 deu11che Gesekljchaften mit ihren Himdertexi yon Tochtchrgeselb schaften im angegebenen iniranm iiur 206338 heilige Schriften verbrcitkt baberi, bat die eine britisibe Gesellschaft allein in Dxutfch- [.ind 232 691 vertbkilen können. 354 Bibeln und 545 Txstammte, zusammen 899 heilige Schriften, 432 mehr als im Vorjabre, wur- den von der preußischen HauptvibolgescUsÖaW vcrschxnft. 207 2115201 erbiclteN die Berliner Stadtskbulcn aus Erträgen dcr Bibel-Pfennig- 1111131211, 40) die Ykilitärscbulcn, 34000 der vertbeilten Bibeln Waren Schu1bibcl:1, unter ihnen 2301 mit Karten Palästina: und der Reich des Paulus ausgestattet. Trau: und Jubelkibcln Wurden 9233 Neuen 7387 im Vorjahre von dcr Geseüschast vcr- langt. Die Sijtc, Traubibeln zu veribcilcn, bai sia) in 5Berlin bereits in 12- Gemi-indcn cingcbürzcrt. Di: S.Orif- ten mit einfachen Einbäiden wurden 25% unter H:!stellungs- Hreis verkauft. Seit Skistunq der Weskllschaft fi-ld im Ganzen 2406 653 Bibeln und 1022 856 T-“starncnte und in Gemeiii- scbaft mit den163Tpch1ergcsellsckasten ca. 4 800000 beilichÖristen verbreitet workcn. Die (Einnahmen betrugxn im abgelaufenen Jahr 135161 „45, darunter 615 «44 vom KönigliIcn Hause und 2363 Bei- ttäge aus der Hauptstadt, lerscre seit 11 Jahren im steten Adaeb- men begriffen"; dic AuSgabsn 124 8.9 „44 Die 3151 der Tochtcrzcscll- schaften bat 11.1) um 2 verm:1;rt.
Ballenstedt. 11. Oktober. Das „V. Kr-Bl.“ meldct: Die aus Höchsten Befehl Sr. Kobcit des Herzogs durch den Bau- anekwr Man"."r in dcr bir ,]cn ZÖloszkirkl'c am 7. d. M. einge- leiteten Na.“! .rscbungcn 11ach dcm Grabe des Markgrafen Albrccbts 0 es Bä ren baden insofern bersits cinengünstiget1(§“cfolg gcbabt, als am Abend 10. d. M. und heute früh durcb den Oben- g-cnanntcn Persönlich untcr der, zwischen den beiden wastlichen Thür- men der alten romanischen Kirche befindlichen KapeUe St. Nicolai (jetzt Speisekammer) daZI_Vorbandensein zweier Steingräbec mit menschlichen Usberrcsten seitgcsteUt Wurde. O') man wirklich das (Grab Albrechts des Bären nebst Gemahlin vor sich bxt, kann _ Wendt! überhaupt möglich_ erst nacb Aufdeckung der Gräber ermittelt wc! rn.
Netp-York, 11'. Oktober.. (Allg. Corr.) Einem stark beie ten kayrsionSzugc ist bei Pittsburg ein von traurigen Fo gen bxgleiteter Unfall zugestoßan. Die vorderen Waggons wurden in Die hinterm bineingescboben und, um das Unalück voll zu machen, explodirte_in Folge der Erschütterung der Kcffcl der Lokomotive. Neun Personen blieben auf der Stelle todt und 27 find seitdem ihren Verlcyungen erlegen.
Jm Residenz-Tbeaier erfreuen sich die A'iffübrun 2.1 von ,D'aniel Rochat" regen L*esuchö und die trefflich: Dacstellunéx vielen BeifalW,J B [[ 'lll
_ m „e e-'. iance-Theater ging gestern Abend G.v. Mosers ,Hyvyibonder“ zum ersten Male vor aut bcse'tem quse in Scene. Hr-Dwa. Le5runbot darin als Rentier * irkenftock seine bekannte vyrtrefflicbe Leittunq und wurde soivob! von seinen, als von dex! Mitgltsdcrn dcs BeUe-Alliauce-Tbkaters aufs Wirksamsie unter- stuyt, so daß der Erfolg des Abends ein voUständiger zu nennen war.