1847 / 219 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

, . b er enten Ueberre : xn der WWU baß bk“ geschlagenenxijijrdeét,ßrsogleich mehre?-

Bande ' 11 en . . PT“ .“??Mevtelc :?:; saMÄ eiydlpenen Riihttzngen abgeschtzkt, wr é säner nua me 11 bk'eiR'ebe en wahrschnnlt nehmen wur- den. Diesen Kolonnen ßen! wirklüb “ck selbs Kgrlißxn, bqrzmxer *eü! Ser ea t in die Hände; dieselben wurden sogletch emer Militair- Kmm's "überliefert. Herrera se,!bst, der nach Bgrcelona geschafft wurdet1 kms dieser Stadt gebürtig. Er war zweiter Kommandant . ,

dx Ban B uica'so , , - R ' . - oitzet hat der Sache dx)- spamschexj eg1er-ung „jnmIszexs-thßHjßhk-Ze “|,“, welche Dienste ubrigens ddte Tspi'tntßhe 21.1.141- .... Furien „.... bruder", .. sehrrzxgxperlien .... ...-ck on ihr zu „„.-ckck, Ste xbxrwa-cht die ganze , raitztme sehr_s )arf, wovon das folgende Beispiel em neues Zeu giebt. Dex 111 dem smn össchen Gränzsiädtchen Bourg-Madame efehl'1gende „Offtzier hatte Na ncht erhalten, daß eine Kariisteybande an der Grainzc sich her- umtrieb. Bald erfuhr er durch dre. ein ezogxnewErkundtgungen, daß am Mften ungefähr funf ehn karltsits sFluchtlmge Narbonne ver- lassen und, den Bergen olgend, die Richtun? nach der spanischen Grän e ein eschlagen hatten. Alle warew woh bewaffnet. Treue und ver!" liche Zöhrer zeigten denselben den emzuschlagenden Weg. Schon waren e nach Escaldas ekommen und im Begriff, die Gränze zu überécihreiten, als zwei C endarmerie-Brigaden und eine Abtheilung „des 81en Linien-Jnfanierie-Regiments, die von Bourg-Madmne ab- esendet waren, ihnen plöhlich den Weg versperrten. Diese Streit- e waren zur VeZTii ung des Spezial-Commiffairs für jenen Punktgestellt worden. 1' kein ein iger von den Karlisien vermochte zu entkommen, so gut waren alle Maßregeln genommen worden. Unter den FlüchtlinFcn befinden sich die karlisiischen Obersten J. Almena und Benot §1omais Chambcru, der Unterlieutenant Mirallcs, eiu Sergeant und 12 Soldaten. Jeder Mann war mit einem scharf mit einer Kugel geladenen Gewehr versehen„ und außerdem fiihrten sie einebbxtFiacchbiliche Quantität scharfe Patronen mit vortrefflichcm Pul- der e: .

Das spanischc*Handelsschiff „Barcino“ bai am 28. Juli den General Prim zu Port-Vendres aus Land gesetzt. Vom 2411111 bis 27 en war der General vor Barcelona an Bord des Kriegsdmnpf- schiffes „Blasco de Garav“_fcstgehalten worden, da man ihm bc- kanntlich nicht erlaubte, sich auSzuschiffen.

Die Bande, welche zu Campredon eingedrungen war, hatte auch Baga heimgesucht und die Nacht daselbst zugebracht. Der Wirth von Corderourc, Grau und mehrere andere Bandes-Chefs nahmen an jenem Zuge Theil. Man hatte darauf Truppen nach jener Rich- tun gesendet, die aber schwerlich die Rebellen rnehr treffen Werden. Die e haben ihren Zweck, die öffentlichen Kassen in den (Hriinz-Zoll- stätten zu plündern, vollkommen erreicht. Seh: bemerkenswerth isi WT, daß die Karlisien von den Gemeinden den Betrag der scit1840 ständigen Steuern ordern und nichts davvn nachlassen wollen. Der eigentliche Ober-Kommandant der sämmtlichen Karlisicnbandcn m Catalomen scheint nach Tristauy's Tod kraft dcs Rechtes der An-

1590

cienmtät der Bandey-Clxef Boqm'ca zu sein. Am 24sien rückte der Banden-Chcf Bron m d1e„Stadt San Feliu de Torcllo ein und er- hob dyrt die Steuern. Diese kleine Stadt im Difttikte von Vieh auf einem Berge gelegen, an de en Fuße der kleine Gebirgsstrom Ter flxeßt. Von “dort wendete sich ie Bande nach Brio, das schon t1e„fer)m Hochgebirge liegt. Dte Banden sind al o in diesem Augen- blick in dem Landstriche zwischen der catalouisch- ranZösischen Gränze und ,der Straße von Barcelona nach Lerida konzentrirt. In dem Distrakte, dessen Hauptort Lerida isi, treiben sie sich besonders in der Umgegend von Pglma herum. Es hieß, der Brigadier Antonio Vaxeras werde mrt einer fliegenden Kolonne im Distrikte vvn Vich erwartet. „Man vexsprach sich den besten Erfolg von ILM!“ Thätig- keit und seiner praktischen Kenntniß dcs Parteigängcr- rieges in die- sem Lande.

Aus allen neuesten Nachrichten, die aus Catalonicn, Aragonien [Md selbst aus den Hafenpläyen von Andalusien kommen, geht [).-1- vdr, daß der Scham gelhandel zu Land und zur See nach Spanien wieder aufs lcbhczfte e und in wahrhaft großem Maßstabe getriebe“ Wird. So erklärt, sich die beträchtliche Verminderung, Welche im leßtcn Vierteljahr? m den Einnahmen der spanischen Zollämter ein- getreten ist.

Man hatte neulich Von dem angeblichen Wiederauftrctcn des ehemaligen qefürchtctcn Karlistcnchefs cl Serrador in der Gegend von Sarago a gesprochen. Indes; ift derselbe längst todi, da ihn der General Don Juan Villalonga (vor kurzem noch Gencralcapitain von Galicien) 1814 im Maestrazxo gefangen genommen und erschie- ßen ließ. Es war eine Vcrwcchéclung niit cinem gewiffcn Sasara, der in der Armee Cabrera's früher als Konnnaudant gedient hatte. Dieser befand sich wirklich zu Saragossa vrrstcckt, entkam abcr glück- lich dcn Nachsuchungcu der Polizei daselbst. Sasara sicht unter den Karlistcn wegen seiner Tapferkeit in großem Ansehen.

Vermischtes.

Frankfurt a. Pk., 2. Aug. Morgen feiern sämmtliche hiesige Sänger-Vercine in den schönen Räumcn dcr Mainlust das Iahrcsftst un- serer Mozart-Stistung. Die Einnahme wiid wieder einen namhafter: Bei- trag zu dem Fonds dicser Stiftung gebcn, die, wcnnschon sie eine allge- meine deutsche Bestimmung hat und ihre Stipendien bis cht blos an Nicht-Frankfnrtcr derlichen worden sind, doch nur in unserem Frankfurt, wo sie ins Dasein gerufen worden,fördcrude Unterstiiynngen erhält Und sich keiner Beiträge aus dem übrigen Deutschland zu erfreuen bat. Hoffcnwir, daß auch dies sich bessern und die Mozari-Stiftung bald dcherwirklicbung ihrer eigentlichen Bestimmung zugefiihrt _werdc, em allgemeines deutsches musikalisches Konservatorium zu bilden.

Eisenbahnen und Dampfschifffahrt.

% Breslim, 5. Aug, Auf der Oberschlesischcn Eisenbahn find in den sieben ersten Monaten dieses Jahres 217,396 Personen

Allgemeiner A nzeiger.

'*Q-'

und 10.731,31? Cepiner Güter befördert worden. Die Bétriebs-Éin'- nahme uberstugt dre entsprechende des Jahres 1846 um 45,425 Rthlr.,

“und wird sich die Ausgabe gegen 1846 auch ni tunerh'eblich er-

mäßigen. Das Doppel-Geleis von Breslau bis D lau (3? Meilen) soll bis. zum Frühjahr 1848 fertig hergestellt werden.

, Die Netffe-Brieger Eisenbahn hat in der ersten Woche, saft nur für Personen-Frequenz, nahe an 1000 Thlr. ein enommen, was in Betracht des noch nicht eingerichteten Güter-Verehrs, o wie daß die Bahn noch nicht vollendet ist, ein außerordentliches esultat isi.

„Döbeln, 3. Aug. Heute, am Namenstage Sr. Majestät des K'o'mgs, fand die erste Probefahrt auf der ChemniJßi-Riesaer Eisen- bahwvon Riesa nach Döbeln statt. Der Staats-- inisier von Jak.- kcnstem, zwei Mitglieder des Ministeriums des Innern und die Di- rektoren dcr Chemniy-Riesacr Eisenbahn langten friih ck59 Uhr am Bahnhofe Döbeln an, um weiter nach der zweiten Section zu den Kunstbauten dcs Zschopauthales zu gehen. Die Fahrt auf der 3"; Meilen langen Strecke wurde mit der LokomotiVe „Elbe“ in 30 Mi- nuten glücklich zurückgelegt. , , Chemnitz. Einer „Anzeige im hiesigen Lokalblatte zufolge finden die zinstragcnden Zehntl)alcrschcinc.dcr hiesigen" Eisenbahn- Gexsllschaft _solche Liebhaber, daß- die Druckerei statt der vertrags- tg die Woche zu liefernden 100,000 Rihlr. fiir “160,000 Rthlr. hat beschaffen müssen, Es erklären zugleich 35 hiesige Firmen, daß sie lldicse Papiere jederzeit in Zahlung nach vollem Wcrth annehmen wo en.

Rom, “26. Juli. (N. K.) Zar besonderen und genaueren Prüfung des Vom Ober-Jngcnieur .Hcycrmaun eingereichten Planes fiir den Bau der Eiscnbahn-Linicn im römischen Staate, besonders in Bezug auf dessen Bank-Projekt, wird Mons. Rusconi (der in den [ckth Tagen im Auftrag S1". Heiligkeit mehrere Konferenzen mit Herranycrmann hatte) noch heute dem Papstc die Ernennung einer aus dem GrasenFcrrctti(Bruder dcs Staats-Secretairs), dcm Mar- chese Potenziani, dcm Mons. RUSconi und Herrn Heycrmann beste- henden Kommission vorschlagcn. Dic Sociciii nationale hat sich be- rcits aufgelöst; mithin ist von dem mit dem österreichischen Baron von Pitycr abzuschließenden Kontrakte keine Rede mehr.

|Zer|in-/K11b;1|tixcb€ Lizenbabn, [111 [1111-11-11 .]11111 1“. 51111] „1111' 116,1" [chiin-K"11:1[tjäc11111 Üiseubabu bcl'örilen 1170111011: 27,561 [)ckzcxtwu 1111“ ...... J5,161) "!!!!!“- 1525717 Cent!]. 1910111137111 - ...... ."13„9.'19 - 3111111113 ..... (19,099 1111111". ]Linnabmé: [115 1111. 01:11 .......... 261,755 8111".

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Bekanntmachungen.

[751] Bekanntmachung.

In dem Depofitorium des unterzeichneten Obcr-Lan- deEgerichts befinden sich folgende Gelder:

25 Thlr. für den Bobi v. Kornelia als eine Forde- rung aus dem Percipiendum der verwittweten Ma- jorin v. Schladen aus der v.Wendessen-Grahlow-

m KonkurSmasse, 5 lr. 26 S r. 2 Ps. fiir die Charlotte v. Sckopp, e orene v. aeke, aus der Plötz v. d. Groebenschcn achlaßma e,

5 Thlr. 22 1". 5 f. fiir den Amtmann Garde aus der v. ende en-Gmhiowschen Konkursmasse,

339 Thlr. für den Major und Landrath v. Kannen- wurs aus der v. chdessen-Grahiowschen Konkurs- masse, als Cesßonar des Landraths v. Yhaden, worauf jedoch für die ». Rhadenschen Glaubigcr, den v. Schmeling auf Hohenwalde, dcn Oberst- Lieutenant, nachherigen General von Randahl zu Nürnberg, und die blödsmni 1: Charlotte v. Biller- beck, Arreste notirt, deren onsense zur Löschung noch beizubringen sind,-

4 Thlr. 1 Sgr. 2 Pf. fin den Ober-Amtmann Reh- feld u Rudersdorf aus der b. Wendessen -Grah- lows en Konkursmasse,“ , , _

6 “Thlr. 4 Sgr. 5 Pf. für den Rittmeister Fklkdrlch v. Byem und die übrigen Erben der Frau Gene- rai-Major ». Byern, Percipiendum aus der von Wendessen-Grahlowschen Yonkursmasse,

2 Thlr. 11 Sgr. 6 Pf. fur den Ober-Amimann Yehlemann aus der 1). Wendessen-Grahlowschen

onkurSmasse, , da theils der Aufenthalt der Eigenthumer dieser Gelder unbekamu isi, theils deren Erben fich noch nicht legiti- lnikk habxn, so werden dieselben oder deren Erben und Cksßonanen, so wie auch alle diejenigen, welche daran aus kk end einem Grunde Ansprüche 11 haben vermei- nen, 11 «durch öisentlich auQFefordert, ckck binnen 8Wo- ck?" zu d benJenden ten und spätestens in dem auf dem Königl.“ ber-Landesgericht am ein"Uddvvanzigsien Oktober or., Vormittags 11 Uhr, vox dem MPUÜUM- „Referendar Kir hoff, angesevtcn TMM ""We“,- MsönÜä) oder dur emen legitimir- . ten Bevollma tigten, wozu die In kz-KOMMiksakien Zusi Mom" is““us HWK und Iußizraih u1: ci in ots las gebracht werden., zu melden und zu legitimi- uu, widti enfglls nach Ablauf dieser Fri die oben ge-. n nuten elde: zur, Jußiz-Offiziamen- ittWen-Kasse a eliefert werden sollen.

Bie sich später meldenden und le itimirten Inter: scuten haben auf die inzwischen von er WittwenMaÉ, erhobenen Zinsen der überlieferten Gelder keinen Anspruch,

Fiaaiksurt a. O., den 23. Juli 1847.

König!. Preuß. Ober-Landeögericht.

Schaß-Abiheilung. Section ber Domainxn und Forßen. [712] Die , Gouvernements-Reg1erung L u b l i 11

im Königreiche olm m t biennitjel bekannt, da 111 hiesi7tn Gouverne- me , mukke “um Ver en mug, : Hol aus deni Siepm- zyt, 11er ausm vetan.schlage worden 1 und

1) Im Foxßamte Lublin in bm von- der Gommmmtö-Stadt Lublin 5 Mei- len, vou“ dan Städtchen Zanon 441 Meilen, von Kra-

snik„2 Meilen 11nd von dem ftößbaren Weichsel-Strom (Wisia) 4 Meilen entfernten Forft-Redicr Zakrzéchk ausgezeichnet große kiefernc Ban-Siämme: 18 Stück zu 78 Fuß Länge und 15 bis 18 Zoll 12,4 » 72 )1 )1 11 15 18 452 " " 66 n 15 18

1,816 611 .. 10 20

3,919 54 16 21)

9,323 48 18 22 11,037 «12 18. 2-1

3,81): ., 4111 18 21

510 31) 18 21 30,011 Stiick zusammen, und zwar: a) Im Forst-Rcvicrc Bystrzvca 14,296 Stiick Baustämme, die 1,862,671 [IKub.-Fuß enthalten und auf 53,141 Silb,-Nub. 98 Kop. abgr- eschäxzt, indem ein Stamm selbigen Holzes im Durch- Fahnittc auf 4 Silb.-Rub. 18 Kop. veranschlagt ist. b) Im Reviere Zakrz-“xwek _ 8071 Stiick Baustämme, die auf 1,1)14,096 (IKW.- Fnß bercihnct und a11f33,758 Silb.-R11b. 7 Kop, ab- geschätzt, wo ferner ein Stamm im Durchschnitte auf 4 Silb,-Nub. 18 Kop. beträgt. «) Jm Reviere Suchw 8274 Stück Bausiämme an 1,039,524 eben solchen Maßes berechnet, auf 35,313 Silb,-R11b. 82 Kop. ab- geschäyt sich befinden und ein Stamm im Durchschnitte auf 4 Silb.-Rub. 87 Kop. an Werth enthalten,

Der Verkauf solchen Holzes wird theichise, iudcm jede Partie den Holzbetrag eines Revicrs einbcnimmt, geordnet werden.

Die Versteigerung wird vom respektivcn Anschlags- Summen-Bctrag („motiv 135131) angetreten. Bei der Versteigerung kann nicht weniger als zu 10 Silb.-Rub. auf einmal angetragen werden. Die öffentliche laute Versteigerung wird in der Kanzlei des Försters Zakrzowek,

! . li,. ( d “' tm Dorfe selb1gen Namens den 2 U M

"17- 7. ""d "3“, August September

, ch1chmtte des unnercn Endes.

im Dur d

d. Z. in Gegenwart des dazu durch die

Staats-Finanz- und Regierungs-Kommission beauf- tra ten Beamten veranstaltet. 2) m Forstamt Puiawy (jeßt No1va Aleksandrva). In dem am Weichselstrome (Www) belegcnen Forst- Reviere Rudy find: 1) aus ezeichnct große Kiefern - Bau- stämgme . , .......................... 605 Stück, 2) roße Bausiämme ................ 1637 .. 3) 32113- und Brennholzstämme, gewöhn- lich Brovarkenstämme genannt 3838 » Zusammen 6080 Stiick, die ge en 835,542 [:|Kub. Fuß enthalten, auf 30,051 Silb. ub. 23 Kop. veranschla tfind. _ Jeder Stamm dicses Holzes ist im Durchs nitte auf 4 Silb, Rub. 94“; Kop. berechnet. _ Die öffentliche, laute Verstei- gerung geschieht in der Kanzlei des Ober-Försters zu Pulawy (Nowa Aleksandrya), einem an der Weichsel, Z) Meilen von der Stadt Lublin belegenen Flecken, den

15. * 15. Angus? d. J„ in Beisein des wie

-_ und -_ .___. 6- 7. September 0ka gefaßten Beamten, unter nach|ebenden Bedingungen. 1) Zum Meisidieten werden nur diejeni en Kauflusii- Jim zu?;laffen, welche in der betreßfenden Forsi- mots; asse die Hä] te des an esevten yraetium su“:- fur 1de res . artie als adium niederle- gxn; _ wel es edoch dem von der Liciiation Zu- rücktretenden, ogleich urückkxezahlt werden wird; _ den Meiftbieienden a et w rd so! es bis zur Be- rechnung und Abschlusse deo Kontra ts innebehakten. 2) Sollte einer der Lizitanten sich ver Bestechung oder

der Annahme von Abstanngcld zuSchulden kom- men laffen, odcr dicserhalb starken Verdacht erre- gen, so wird derselbe nicht nur mit Verlust des eingelegten Vadinms zum Holz-Aukaufc nicht zu- gelassen, abcr wc en Fälschcrei und Betrug bci dcm Kriminalgeri )te angeklagt, und außer der Strafe, die aus dem Rccltsspruchc cnifiicßcn könnte, wird der Könixslichc chax; noch die Ver- gütung des aus einer a ermaligcn Bciatmtnmchung znr Versteigerung desselben Holzes erfolgten Scha- dens nachzusuchen das Recht haben,

." Nach erfolgtem Kauf-Znschiagc ist der Käufer wcr- pflichtct, das eingelegte Vadimn durch Zuzahlung der Hälfte des entstandenen Plus sogleich 311 er- gänzcn. _ Sollte dies unterlasscn ivcrdcn, so fällt das vornicdcrgelcgtc Vadium dcm Schch als Ei: ?cnthum zu, und das resp. Pluslizimnicn zuge- chlagcne Holz wird von neuem versteigert.

Das Versteigcmngs-Protokoll und der zufolge dcs- scn aufgenommcnc Kans-Konirakt mit sämmtlichen inbegriffeneu Bedingungen, verpflichten dcn Meist- bietenden vom Aitgcnblickc seiner Unterschrift, die hiesige „Rciicrung aber erst nach Genehmigung durch die Étaats-Finanz-chicrnngs-Kom111issio11, Das zur Verßcigcrnng ausgcbotcnc Holz ist mit einem sechöcckigcn Hammer im Forstamtc Lublin mit den Buchstaben NrMZYZZ. _ im Forstamtc

NoWa Alcksandrya aber mit denVnchftaben 3111?“ angeschlagen; und nur solche Stämme Werden als rechtlich „verkaufte angesehen. Vor der Zählung werden ]xdoch die Stämme abermals vcrmittelsk cines dreieckigen Waldhannncrs durch den betref- fenden Nevier-Förstcr angeschlagen und zum Fiil- len angewiesen.

Es stchet dem Käufer ferner frei, das angekanftc Holz nach eigenem Gutdünken im Walde bearbei- ten zu lassen. _ Jedoch die Rinde, Spähne und kleinen Zweige ist er verpflichtet, neben dem Stob- ben auf einen Haufen zu legen.

Die Bearbeitun und Ausfuhr des Holzes darf nur durch sechs . onate, vom 1.0ktober bis Ende März alljährl1ch, erlaubt werden._ Der [1812 Ter- min zur Vearbeitun und Ausfuhr aus dem Walde sämmtlich gekauften ?)olzes wird im FoYamte Lub- lin bis Ende 1830, und im Forstamte owa Alek- sandrya bis Ende 1849, unter Verlust des inner- ls)alb dieser Zeit nicht aUSgefiihrten Holzes, fcsigcz- est. . * .“ , Der Käufer ist dem Scheiße mit seinem ganzen Vermögen für jeden Schaden, den er selbst oder seine Leute aqrichten, verantwortlich. _ Er selbst daher und die von ihm im Walde ebrauchtcn Leute und Arbeiter find verpflichtet, sicJ nach den Vorschriften der Landes- und Forsi-Polizci zn rich- ten, die der betreffende Oberförster jedem Inter- essenten anzukuitdigcn verpflichtet ist. _ Der Käu- fer und seine Leute ferner dürfen nicht die Gränze des resp. Schlages, in Welchem das Hol gekauft und angeschlagen isi, überschreiten, noch dür cn, unter einer den zehnmaligen Werth derselben betragcndrn

StraKdie nicht angeschlagenen Schuh- und Saa- a

men- ume gefällt werden. Naxh der Ausarbeitung des Holzes im Walde schlagt der betreffende Revier-Förster solches mit [ei- nem Waldhammer an, numerirt es, führt in se,!"e Kontrolle ein, 11 dem nur können solche Stycke aus denz Walde a gefahren und seiner Beßlm“ mung naher ebracht werden. ,

* 10) Sobald der äufer die Gouvernements-Reglekuns benachrichtiget, daß ein Theil des gekauften Hol-

zes, oder das Ganze zum Verstößen bereit isi, wird ein Beamte zur Untersuchung beauftragt wer- den, vermittelst welcher das Holz nichi sot'tirt nacb resp. Qualität aufgenommen, sondern sich der Re: visor auf das Ucberzählcn der Stämme und Be- riicksichtigung, ob solche nmncrirt und mit dem Hammer dcs Rcvier-Förftcrs bezeichnet sind, zu beschränken haft. _ Es kann deshalb der Ikäufcr 3," Erlcgungjcmcs erwiesenen odcr möglichen Plus uber dchbet dcr Licitaiion entstandenen Zuschkags- Bcimg-fur größeres Maaß, oder sonst bcsskl'e (Hat- 1111111 des Holzes, keineswegcs gezogen Werden. _ Jm Falle jedoch cines entdeckten Austausches, oder d'or dcr Uytersuckwng untcrschlagcncn Vcrhcim- lichung, erliegt der Käufer als Defraudant dcr vorgcjchricbcncn Landes - Forst - Strafc.

11) Das Benöthigte zu Gcräthcn fiir das Zusammen- fügen des Holzes in Tafeln, Flöße 2c„ welches zum Flößen erforderlich werden kann; _ wird dem Käufer chen Crlcgung dcs gewöhnlichen Holz- Taren-Bctrags, iibcrla1scn.

12) Sämmiliche Kosten, die hinsichtlich des Holzvcr- laufs für in- und ausländischen Zcitiiugs-Vcr- kiindigungs-Stempcl und Postgcbiihren cntflicßcn können, itbcrninnnt der Käufer und ist verpflichtet, außer dem Kaus-Bctrag iu 5911114111, zu erlcgcn.

LUblin, den 1718. Juli 1817. ' Der Civil -Gonverncu1. Staats-Rath Liitkc. Der Chef der chierun s-Kanzlei. Meyer.

[835 1.1

, / ck 0 So Loibau-OUtaucr Elscnbahn. . ., , Die in unserer Vckannimachnn vom 2. Juli d. J. aufgefübricn 1“ 2 tück - Jnteriins-Actien „1. :x.,a11fwclck)c ' bis zum 1. Juli .“1. c. die zehnte Ein- zthung nicht geleistet worden war, sind - „“___“, bis heute Mit Convrntional - Strafe sämmtlich eingelöst worden, und es hai daher eine Präklufion von Interims-Acticn 1.1. 11. neunter Einzahlung 'nicht statt zu finden. Zittau, am 31. Juli 1847. Direktorium der' Loebau-Zittauer Eiscnbahn-Gesellschast. * Exner. elffi.

-

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[836 b] _ ZKUthetlungcn 7 aus der Verwaltung der geistiichen, nntexrichts- und Medizinal- ' AngeleHenhetteu n . reußen. Erste btheilung. Geistliche und Unterrichis- Angelegenheiten. Ersier Jahr ang. Zweites Heft. Preis des Za rgangs Zwei Thaler.

Dies Ltc Heft enthält unter Anderem die D a r | e !- lung des jest bestehenden faktischen und rechtlichen ustandes des jüdischen Kultus- und U nt errichtswesens in der reußischen Monarchie, (Ayttliche Denkschri t.)

Beilage

Das „Abonnement beträgt: 2 Uthlr. für I; Jahr. 4 thlr. - YIahk. 8 Uihlr. - !Jaist. in alien Thrilcn drr Klonarchie okmc preis- Erhöhung. Eci 1111;c|11cn klammern wird der Logen mit 2"; Sgr. brrcchnrt.

Inhalt.

Amtlil 1“ T ' . .

InlancheProlixxxk Preußen, Abreise des Prinzen ?lxalberiwonKPre-u- ßen. _ Provinz Pommern. Ankunft dxs, Herrn. 0,9an 111 Cremxt. .. Rhein-Provinz- Waldbrand. _ "451111 des dritten August 111 Clber'cld.

Deutsalhe Bundesstaatetx, Königreich Baye_rn. Einfiihrung des Ztaäts-Ratbcs Verbs. _ Beurlaubung dcs Kriegs-Mmistcrs. _ Acrudtescst dci“ Fabrikarbeiter in Augsburg. _ Königreich Sachsen. Aufhebung dcs Verbots dcs Brantwcin-Brcnnens aus Getmide und Kartoffeln. _ Buchhändler Arnold +. _ Versammlung kk!“ Vib- gcordncicn dcr sächfistben Geiberbe-Vereine in Chcmniß. _ „König- reich 3311111101381. Die Ritterschaft der Provinz Kalenbcrg-Gmben- hagen, _ Institut fiir deutsch Jugendiehrcr in den Vereinigten Staa- ten. _ Königreich Wiirttcmbcrg. Txas landwirthsclmft]iche Fest in Canstatt ist ansgescßt. _ Großherzogtbnin Hesscn und bei 91111111. Vrodtarc. _ Fiirstcnthum Schivarzburg-Souders- baiiscn. Crgcbniffe des Landtags.. _ Freie Stadt Frankfurt. S11)11111111'111'11.

Oesterreichische Pionarcbie. Wien. Reise Zhrcr Majestät der Königin von Prcitßcit. _ Der ungarische 9111111431111). _ chnischtcs, _ Post 11. Tic Jiisiallii'mtg des Erzhcrzogs Stephan.

Rußland und Polen. St. Pctcrsbnrg. (53111113-Regnlirung zwi- schen Rußland nnd Schweden.

Frankreich. Paris. Hofnacbricht. _ Kabinethcriichtc. _ Tic Pairs- .1'11111111111. _ Das Geschwader des Prinzen Zoinmllc. _ TerTalabotscbe P1'oxcs1._ Skandale. _ General-Conscils. _ Vcrmischtcs._ Schreibcn

_ mis Pgris. Tic ?inhänge 311111 Ausgabe-Budget.)

Großbrtxanien und Irland. London. Der Großfürst Konstantin F011.T)11111'111110. _ Die Wahlen, _ Convention mitJmnkrcich chcnOta- 11111.

Niederlande. Aus dem Haag. dam. Bci'iibtigung. _ Venlo.

Spanien. »Z11)1*1*ibcn ans Madrid, (Iittscntlvnlt deernig in S.Zldc- sonso. _ Ter Gcmnal Concha, _ Nachrichten cms Catalonicn. _ Tic Bantbillcts.)

Türkei. 51011 sta ntinopcl. Maßregeln 3111“ Unterdrückung der Unruhen in ?ilbanicn. Bcsckdluß in Bczu] anf Grivas,

Eisenbahnen i_md Dampfscbi fahrt. Breslau, Unfall auf der Oberscblcsischen Babu, _ Paris. Unfall auf den1Tmnpfschiff „l-o comte 111211."

Handels- und Börsen-Nacbricktten.

Bcstechungs-Prozesi. _ Amstlr-

Hans UUD Barg Hohctlzollcrn. _ Verein fiir (Hesihichte dci Mark Bran- dcnburg,

Bkilägk,

Amtlicher Th kil.

S1". “))?11jcsiät_dct“ 311111111 haben Allci'gniidigst 711111111: “Drin PrWianitneqtcr Täppc 311281111 den (Zhamktcr ais Reck)- mmgsmti) 111 Vei'lcibcn,

Ibn» Kaiserl. Hoheit dic Großherzogin von Sachsen- W 11111111“ ist nach 2801111111“ znriickgcrcist.

Dcr Laiid- und Stadtgcxichts-Ratl) Viiiiner „311 Juste;r[1uxg, Welcher künftig dkn Tikkl „Znftizratl)“ fiihren Wird, ist „zum Justiz-

.Ronnniffarius bei 1111 Gerichten dcs Krciscs Brmmsbcrg, mit Anwei-

sitng seines Wobnsiich 1'11 Bt_amisbei'g, und 3111111'1'111311111 9101111qu im kaaribmcni dcs Ober:IÉandesgeriibis 311 Königsberg bcslkllt wordkn.

P WU Lis ck ? Z ei

_Allgemeine

Berlin, ?).)kontagd1119kk" Angus

Angekommen: Der Gcn11*al-Maior nnd Inspekteur der “[stlil Zngenienr-Znspcction, Bresc, von Nissingcn. Abgereist: Dei Fürst Joseph W 1111, 111111) St. Petersburq. * Se. Excellenz der Großherzoglich sächsisckic “)(-"11101111 (Heheiiüc FM) und Oberschenk, Freihcr Vißthum VV]! Egei'sbcrg, 11.111) emmr.

Nichtamtlicher Theil. I n l a n d.

Provinz Preußen. Se. Königl. Hoheit dor Prinz Adal- bcri ist- «11115. August Mittags 11111 1233“ Uhr 11.1111 Vollendung der ?lrtillcrtc-Ziijpt'ction im besten (55:s1111db1'its111staiidc von Königsberg

"axzig,

abgereist und begicbt sick) zunächst 11.111) “1

Provinz Pommern. Herr Richard Cobkcn ist am “7. 2111- gnst von Bkrlin in Stettin angekonnncn und auf dem Bahnhofc don 1111111111711 seiner Verehrerimpfangcn 1111111111. 91111 lekiidc desselben Tagcs sollte im Hotel de Prussk cin frstlitizss Mahl stattfinden, wcl- chcs die zahlreichen hiesigcn Anhänger Cbbdcn'ö ihm zu Ehren Vcr- anstakten, *

,_ Pryyiyz Schlesien. (Bresl. 319.) 'Am 31. ZuiiAbcnds 111 Zbrc 3101111111101: Hoch die Frau Prinzessin Albrecht von Pren- ßetil 111 Muskau ctiigckroncn und wird dascibst unbestimmte Zcit ver: wei cn.

Nhein-Prpvinz. (516111. Ztg.“) Dcr Dmiiinsrwald brannte noch am “..). August, also 111111 1111115 soit 111111 Tagen; dcr Schade ist bckrutcndnnd trifft drnJiskus, dadic Waidung Staats-Eigrnthum ist.

Aus Elberfeld vom 4, August mcidct die dortige Zeitung: „Gestern feierten die sämmtliihen Lehrer der Ober»Biirgcrmcistcrci Elberfeld den Geburtstag des verstorb111ei1K-Znigs Friedrich Wilhelm"

Insertions-Gebiihr fiir den , Raum e.;iner ZriLleSdu Iiig. . .nzeigeks gr.

11], Um das Andenken dicses gerechten und frommen Königs stets lebendig zu bewahren, ist bekanntlich für die Isländer Schule in El- berfeld, die deSwegen auch den Namen" „FrirdrichsWill)elm's-Schule“ txägt, eine Prämienstiftung errichtet deden„ Die urspriingliche An- ordnung dieser Stiftung fand man, bald„unp'rakiisch und veränderte ihre Staiuteu dahin, das; alle Sch“'ci. “wéi e doit, dem Lehrer und Schul - Vorstand zur Thciinahme Aan ;- dieser Feier ausgewählt Wurden , eine Prämie crbalten sollten. Jedi Schule schickt doppelt so vici Schüler bin, als sie Klassen hat, und zwar so viel Knaben als Mädchen. Die diesjährige" Prämie, die jcder Schüler bekam, War ein Buch, betitelt: Das Leben Friedrich's des Großen, von Franz Kugler. Ta Elberfeld 45 Schulklassen zählt, so belief sick) die Zahl dicser vm'si'11111111'11111 Kinder auf 90. Der Pasioi-Kmm- macher eröffnete die Feier mit einer Rede, worin ('r die Bedmitung dicses sowohl Lehrer- als Kiiidcrfestcs auf seine gewohnte geistreiche bcrcdtc Weise cntwickcii'c. Cs War dieses skins hic-sigc 1171112 öffent- lickc Amtshandlung, und seine Rede enthielt auch zugleich sein „Lk- bcwohl“ an die Lehrer. Diese alle bedauern sein Scheiden schr, Weil er immer gegen sie ein humaner Mann nnd thiitiger Lehrerfreund wm“. “Darauf theilie de:“ Lbcr-Biii'gcrmkiskcr «111 die Kinder, die sich alle nicht wenig glücklich fühlten, die Prämien aus, und das Lied: Heil unserm König 2a, beschloß 3111“ Zufric'denheit aller Lehrer, Kinder und Znhörer dic Fcicr.“

Deutsche Eundcsüaatcn,

Königreich Bayern. Am 4. August fand unter dem Noi"- siizc Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Luitpold cine Siysmg dcs S1111115:Natbs statt, in welcher der 1111111'1111111111' Staats =Ratl) ])1'. Burks Eingeführt und verpflichtet wurde. Der Vci'weser dcs Ki*ii*gs- ?))Tinistcrinms, (Hencral-JRajor VonHobenhauscn, 1,11111111121911 b. einen

Alle oa“ .Anßalteu du 111- und uslandes nehmen heseUng auf dieses Blatt an sur Serin: die Erpedition der Öllkg. prcuß. Zeitung: Behren- Straße nr. 57.

“W1847.

mehrwöchentlichen Urlaub. angetreten; während seiner.Abwesenheit fiihrt dcr Siadt-Kvmmandant (Hcticra1;Major von Kunst das Porte- feuille dcs Kriegs-Ministeriums.

Die Allg. Ztg. meldet aus Augsburg vom 3, Augusi: „21111 Sonntag wurde von den Arbeitern der hiesigen mechqinschen Banmwollspinnkrci und kaerei ein in seiner Art merkwurdtges ?lcrndtefcst begangen, und am Montag in den Abendstunden hatte noch Eine kleine Nachseier statt. Aus dem dankbaren Gefüh-l, ,daß dcr, Druck einer harten Zeit nun überstanden und-dqß sie bei emem guten regelmäßigen Verdienst die Noth wohl erträglicher empfunden, als so manche andere, die einen weniger gesicherten Na'hrunéissiand hatten, war der Entschluß hervvrgcgaugcn', mcht nur sich, ondern auch ciniicn der bcdiirftigcrcn Brüder emen froh-en“Tag 311 be-' rkitcn. Bald waren aus kleinen freiwiliigen Beitragen, dre bet der großen Zahl der Theilnehnzer, Keinept wehe tbatcn (denn der bei jener Anstalt allein Beschäftigten smd bet 1101), wozu,s1ch noch Bit'le aus den anderen Fabriken schlugsit), dre erfordexhchen Kosten zusannncngcbracht, und davon zuerst für “100 arzne M,am,1er, worunter die Hälfte Familienväter aus der Stadt, eme retchltche Mablzcit, geweiht durch Musik und religiösen Gesang, .bernach [intext Mitwirken dcr Fabrik-Vorstchcr und unter den A11sp131en der stadtt- s11)1'11 Bcbörden ein Fest im Freien veranstaltet. „Dies War, em Volks- fest im wahren Begriff des Worts, voll__a11stand1ger Hxiterkßt uiid simircicher Anordnung, cine humane Pernnxilxung dcr Stande m dte- scr Vcrsannnlnng vieler Tausende, dic chß schon durch- ihren An- blick manches Vorurthcil gegen das sogenannte Proleigrmt der Fa- brikcn, manche Sorge wcgcn cincr vermeintiichxn Jnvqnou von Bin“- barcn, die man sich im Schoßc der Städte ]cibxt großzwhc, beschwtch- tigt bat.“

Königreich Sachsen. Eine am .*“).Aiigust crschienenx Kö- nigliche Verordnung bestimmt, daß, in Ucbexemstmnnung m1t den iibriqcn Regierungen des engeren Steucr-Yeremes, das unterm 27. April d. J. erlassene Verbot des Branntwetn-Brßnnens aus Getraide odcr Kartoffeln mit dem “15. August außer Wakmmkeitxtrtit, so daß vom “16.21ugust 1111 Einmischungen von _Getrmde oder, Karioffcln zum Abbrennen von Branntwein wieder stattpnden sollen, )edoch ohne Aen- derung der fiir die landwirthschaftlichen Brennereien bestehenden ge- setzlichen Bestimmungen. ,

In Dresden starb am 6, August Morgens nach drei Uhr, vom Schlage getroffen, der Buchhändler Christoph Arnold in einem Alter Von 85 Jahren. ,

Nachdem der Gewerbe-Vcrein 311 Annaberg das (Zustandekom- men cincr allgemeinenVersannnlung Achordneter sächsischerfGewerbc- Vereine thätig betrieben hatte und Cbemniy zum Ort d1eser Vll"- sammlung bcstimmt wordt'n war, fand dieselbe am 1, und 2. August zu Chcmnixz statt und es waren 80 Abgrordnetx von 82 Veremeu anwcscnd, so daß fast alle sächsischen GeWerbe-Vereme vc'rtreteii waren. Rcwitzer wurde zum Vorsißcnden gewählt, Es wmdgalisettrg an- crkannt, daß in Riicksicht auf die vertretenen Yereme die Versamm- lung Ulll' eincn bcschlicßendc'nCharakter haben konne. Gedruckt wurde an die Anwesenden vcriheiit eine Abhandlung des Rentamtmanns Preuskcr: „Andeutung mehrerer Voriheile eines ausfiihrbcirxn säch- sischen Gcwerbc-Vereins-Bimdes.“ Die Versammlung vereinigte sich über Beschlüsse hinsikhtlich des Besuchs der Sonntagsschulen. Den größtenTl)eil dei“ leßtenSiyung nahm eine “Debatte über das Schuh.. zoll-System und das freiere Systemweg, wclihe ,durch den Verein von (Hluucha angeregt wurde. Auf Antrag von Crimmitschau Wurde «Jin ständiger Ausschuß zur Erlangung von kaormen des ZoU-Tartfs gewählt.

Königreich Hannover. (Mgdb. Ztg.) 'Die leiste Ca.- lcnbcr,:;Grubcnbagensibe Provinzial-Ständcvcr ammlung entwarf be-

kanntlich nene Statuten fiir die Ritterschaft dicqerProvinzcn. Da der M Mitcm größere Theil der Mitglieder derselben dem Adelangehört,

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Haus und Burg Hohenzollern.

.Hobciizollcrischc Forschungen. Von R. Fijcibcrrn von Stillfried nnd 1)1'. T. Wkärcker. Tboil ]. Schwiibische Foxschuitg. Nebst cincr Stammtafel Und 22 sphragististhcn Bkilflglll. (Auch unter dem Titel: Erster Bericht über die im AilerbNhstcn Auftrage S1“. Majestäi des Königs von Preußen in dcn Jahren 1845 und “1846 unternommenen “Jor- schnngcn zur Aufklärung der (ilteren Geschichte des criauchten Hanses Hohenzollern.) Berlin, C, Reimarus. “1817. 2.56 Seiten. gr. 8.

Siammtafel des Zollern - Niii'nbcrg- Brandenburgi- schcit Hanses, dem die Monamben Preußens cntsprossen. Llns archivalisihcn Queiit'n zusannncugesirllt bon Rudolph Freiherrn von Stillfried-Nattonix. Bci'lin, C. Rei- marus. “1847. gr. Jol.

Preußens I)ionarchcn. Sieben nach den besten Oriqinal-Ge- ntälden liihographirte Bilder nebst historischer Einleitung. Öcrauögcgkben von Rudolph Freiherrn von Stillfried- Nattoniß. Berlin, C. Reimarus. 1847. gr. Fol.

Welcher Art und wie groß die Verdienste des Freiherrn von Stillfried 11111 die altere Geschichte'dcs Hauses Hohenzollern sind, darf als bekannt vorausgeseöt werden. Aus eigenem Antriebe und mit Privatmittcln 1111- U'Momme" und zu Anfang schon d11rch bemerkenswerthe Resul- tate“ b,?lohJÜ- fandey diese Forschungen in des regierenden Königs Makestat kme" Peschüßex und Förderer, der den Werth derselben fiir die HIL'sIesMck)“ "!chk allem, sondern auch fiir die Kenntnis; der älteren po- [mieden "."d sozmlk." Zustande S wabens und Frankens, fiir die Betrach- tung ".'dl'ch "' V'ld'ms des preu ischen Staates erkannte und mit jener erp1uth1gcndxn und erhebenden Theilna me würdigte die Er allem tüchtigen wxffenschastltchen SMN". “" ““ck-" l'ßt- Abgeseben von der olitischen Geschwhte und Genealogie, | diese Theilna me der Kun und unst-Ge-

schichie noch besonders 311 gmx gekommen. 1 m haben uns Zuerst m großerem Maße Mi: ?:QUYZTZJFMTQF l1:26

onexjschen Hauses bekannt gemacht, und wie von der RegierunJiFriedrich -

Wilhelm's 111. an auf die Erhczltun oder Wieder er [[ Bau-Monumente des Landes ruhmlßche Sorgfalt Let'xaxiktg 1:11;th MWF: hat diese Sorgfalt sich nun auch den Statten der frühem, Wirksamkeii d“

Hohenzollern zitgcwandt, der schwäbischen Stannnbnri, ivclche leider, 1111111 manchen widrigen Sckiicisalen, in unserer Zeit g(inxli )emVerfall rasch ent- gegenging, und der Klosterkirche zn Hrilöbronn, Welche die (Hmbnmlc vieler Glieder der ä.!ercn Fränkischen Linie enthält und seit lange schon in trau- rigen Zustand gcrathcn War. .

Von einem Fürsten, in Welchem das historische und kiinstlerijche Zn- 1ercffc so regc nnd 111ächtig ist, und dnrch deffen Fürsorge so viele schöne Baudenkmale gewiffermaßcn neuss chrn erhalten haben, wie (um hier nur meiner rheinischen Heimat zu gedenken) dcr kölner Dom, das aachcne1Miim fick, die altenbcrgcr Cisterzienscr-?lbtciiit'äxc, denen nun, nicht zu 1314111111111 des neu gebanten Stolzcnfclö und der vollendeten oder hxrgcstxlitc11©ch1ds= ser 311 Brühl und Koblenz, das 111111181111 Rathhans, dic merck chstliia, dcr Königstuhl 311 thnsc, dic Werner-Kapellc 311 Bacharach unter “412111- uahme der Bcivolmcr jener Gegenden sich anschließen werdc11-_ yon einem solchen Fürsten ließ sich erwarten, da]; er die “))konumcnte scmtcs eige- 111211 111111101111 Hauses, befanden sie fick) auch 111 fremdem Lande, mcht nn- bcachiet [affen wiirde, _

„Zieht man in Betracht, wie der 011111111 dcs Hanies thenzbliern schon alt, dessen Macht lange begriindet ist,_1o wundert mag 11ch eintgcriimßeii dariiber, daß zu einer eigentlichen umfancndcn Qnellen-Oammlgng 1111 die friihere Gesckyichte ersxneuerdings dchrynd gelegt ward. Die Theilung des Hauses in zwei Linien, wclche 111 11) etitlegcnrn inten stattgefunden, die geringe Verbindung, welchc lange 3111 hindurch zw0che11 densc-l-beu bx- siand, ja so unterblieb,“ das; die xtqmnwerWandthft ,darubcr m Vergeffenheit gcrieth 'und der alte _:Zuxmmmenhaug ' formlilchj erneitext werden mußte, die widrigen Schicksale endlich, tvelchedts sch-ivabische'ij-ie betrafen und nicht zu der Stellung (diinnen ließxn, die 1171 cm Verhaltnis; zu anderen Häusern wohl gebührt hätte; alles dies wirkte “zusammen. Wte m Schwaben der Ursprung des Geschleck1ts,„so traf bur die Fors ung auf die wesentlichen Schwierigkeiten; ihrer Erlauterung, 111 der'erste hnl der Untersuchung gewidmet, der eben, nach [außer Arbeit, aus Licht gxtreten tft. Man kann nicht sagen, daß alle gxnealogt chen Zweifel xlosi waren, upd es ist nicht vorauözusehen, daß es je daziz kommxn wnd, 1er eben so wemg, wie in der Geschichte der iibrigen a'lten Jursienhauser; aber das große Ver- dienst der Herausgeber des oben enannterz Buches beL'ieht darin, bey Wust des Rokok'obaues der bisherigen - enealogieen, bis an unsere Zeit em wah- res Babel, über den Haufen gewoxfeii, thurmhohen Kehri : weggexichafft und eine, wenn nicht iiberall vollstandtge, doch m ihren. 11 aden etc und beglaubi te Stammtafel aufgestellt zu haben. Und damt ifi an er- ordentlich vie gewonnen.

Es ist keincstvcges meine Absicht, in dieser kurzen Anzeige die Leser dnrch gcnmlogischcs Detail zu crmiiden; icl) Miß nur zu gut, wie wenig Gnade dassclbe bei der Mehrzahl findet. Die merkwürdige Geschichte der früheren Stammbäume aber, so wie der bisherige Stand und der Gang der neuen Forschung, miiffen hier rekapitulirt we_rden. Jene Genealogieen konntcn sick? schon nicht haltcn, seit die schwäbijche Geschichtsforschun kri- tischer zu Werke zu gehen begann, selbst bevor ein Werk von dem Zleiße nnd der Tüchtigkeit der Stälinschen Geschichte Württember s begonnen ward, Die Einleitung, S. 1_30, ent (111 die Geschichte der ?riihcren Ho- bcnxoilerischen Historiographie. Bei der erstörnn der Stammburg im Za re 1422, im Kriege mit dem schwäbischen Bunde, Hollen Ahnentafel und Ar iv untcrgegangcn stin (was an dieser Annahme ist, wird S. 34 ff. gezei 1), so machten sich denn, durch die wachsende Macht dcr BrandenburgiscZen Linie angelockt, Genealogisten dariiber her, deren es bekanntlich immer ge- geben hat, wo es darauf ankam, auch die imposantesten Stammbäume mit cinemmale emporschießen zu lassen, Was ist nicht Alles in diesem Genre in dem erfindungsreichen Italien fabrizirt worden! Mit Italien bingen denn auch die verbreitetsten Hohenzollerischen Mvtben Czusammen: be dem konsianxer Konzil entstand durch den Kardinal Oddo olonna (Papst Mar- tin U.) die bekannte Meinung, Hohenzollern und Colonna seien Eine Fa- milie, Scepter und Säule dasselbe Wappenzeichen. Ich bemerke hier nur, ohne dieser vielfach aus ebeuteten Tradition im mindesten ,das Wort reden zu Wollen, da schon Petrarca, weicher übrigens, seinex engen Verbindung mit den Colonnesen unbe-schadet, dixse als 11011111":- „071 bczeichnet, ihrerAbstammung aus dem südl1chen Dentjchland erwahnt. Dte Colouncscu leiteten bekanntlich ihren Ursprun; von den Tusculanischen Grafen her, die ohne Zweifel deutscher Abkunét waren. Man hat sogar deu'Namen von Zagarzlo, einem ehemals den Colonnas, ]kßt dm Rosyigliofi gehörenden Omchen in der römischen Caxnpagna an den lesten . Ausläufen der Sabinerberge m1t Zolre, m Verbjxtdung bringen woll?! (warum nicht auch das Crop che Solre, wird es gkUch UWÖJJLZFT Ul:

esprochen !); die Verf. bemerken aber, daß es schon vor dem Streik mit Tes die betreffende Sage von Pietro Colonna, der in UYU oll zw“ P. Paschalis 11, um 1101 nach Deutxchland außgewandterret“(“_-ä;lt “nennt Grafen von Zolre gab. Pandolfo Pi ano, dcr enen „.li-i 41-11,- (:m- den Ort Gazzarälo: vielleicht kommt er (wie N ZZR?) von Cae atiolum , a.:; äineoroi .11 11mm, 111. 742 an unehmM„ckMüSä ms die “aßen, chen": Bon jener Auswanderung nach Den chland “" “* s

' i 111- ' ts. Ein andere Konjektur smng dann von dcn * JiriZTIsteCnolrilptnéiao auf :die Welfen über, ja, brachte fie seltsamerw : mis