1847 / 220 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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-- - 'd aus Mannheim vom Dem Schwabtschen MerkurJKTmheim erinnert sich fort-

3. * ' : “e Stabi , , „„ WYxßmiLeT-TTY Behé'en der schönen Zeki“ als es, 'hrFekkgsonskijet Wr, den geliebten Landes F|?" Ikkgenhe'kl'ch freudiger o „fe , in ihrer Mitte zu begrüßen und denselben !J- Liebe UF hM lichkeit zu “bethätigen, Seit einer Reihe von *“th?" _ sk, k e der biefiqen Einwohnerschaft entzyßm, aber damit ,d:r [ hafte W.....,*..... «ck“- F“333 3333 333.33 3333333“ 533333- ' , ks " - . . Zur VeWMWM Ms vorbereitet und bereits von mehr als der

' er o , ZXY? vl:?" BYTFrschzat in ,ganz kurzer Zett unterzeichnrt worden.

' ice Adre- e von einer anderen Seite nicht für genehm g,e- hHZrlkjttxnwt-tljertdens, undßi's wurde, um sie zu schniälern, ,eme Flugschrift m der Stadt verbreitet, aber ihre Worte scheinen, kemeit ,fruchibaren Boden zu finden und das Gegentheil der beabsichtigten Wirkung hkk- vorzubringcn.“ ,

Der ehemalige Großherzogliche Staats-Minisjer, Freiherr Jo- hann von Tiirckheim, ist, im ,Bade Pfeffers gestorben. Im Jahre 1831 zur Leitung des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten berufen, lebte er seit seinem vor mehreren Jahren erfolgten Rücktritte aus dem Dienste (s_ein Nachfolger war der Freiherr von Vlittersdorf) lediglich der Wissenichast und der Landwirthschaft.

Großherzogtbum Hessen und bei Rhein. Ihre Kaiserl. Hoheiteit der Großfürst Thronfolger und die Großfürstin seine Gemahlin mtt-tbrer Tochter, der Großfürstin Alexandra, sind am 6. August in Darmstadt in erwünschtcsicm Wohlsein von Kissingen wieder eingetroffen.

Herzogthum Naffnu. Ach Wiesbaden vom 8. Au- gust mxldet das ,Jran,kf. Z.: „Der Geburtstag unseres durchlauch- tigsten Herzogdgmg dicscsmal anSnahnisweise still vorüber, und ;war aus den hochsieigetien Wunsch Sr. Hoheit selber, der eine kostspielige Feier desselben, mri der diesjährigen Theurung nicht iibereinstinnncud fand, eme chinnnng, die im ganzen Lande einen guten Eindruck vcr- anlqßte und in solcher Anerkennung die schönste Geburtstags - Frier erwrrderie. _- Durch das thiiiige Walken unseres Gewerb =Vcreins sehen Wl,l* nun auch der Erbauung einer annstrie-Halle entge- ge_n. Ste soll auf Actien bin erbaut werden, und sollen bereits 23,000 Fl. bewilligt und gezeichnet sein. - Bei der reichen ?lerndic, deren sich auch ,unser so gescgnetes Land zu erfreuen hat, giebt's auch eine ungewöhnliche Fiille von Obst. Allein in der Gemarkung Wies- baden sollen 450,000 Baumstiiyen von der Forstbehörde in Anspruch grnommen worden sein und einzelne Bürger davon für 40 und melir Gulden gebraucht haben.“ ,

Herzogthym BraunfckWeig. (Magdeb. Zig.) Der Von einer Kommission bon braunschiveigischen und wolfenbiittelschcn Amvciltxn verfcißte Entwurf einer Tax-Ordnung Wurde bkkannilich vor einiger Zeit in einer Versammlung fiimmtlicher Anwalte dcs Lan- des beratlxen. Em fcrnercr, aus 5 Mitgliedern bestehender Ausschuß hat auf die Grrxiidiage jenes Entwurfes und dessen vielseitige Ve- raihung eiiie definitiv? Auffieilung dcr KostewTaxe rcdigirt und zum Drucke befördert. ,Dicseibe hat so eben die Preffe verlassen und wird sofort dem Herzd?1ici)en Siaaks-Ministerium mit Bericht eingesandt werden. Die die besprochenen Pausch-Säße fiir das ganze Verfah- reii m Sachen bis zu dem Werthe von 50 Vithlrn. sind stehen qe- blieben. Es fragt sich jedoch, ob die hohe Staats-Behörde mit die- sen und dcn, gewissermaßen um jcne zu kompensiren, theilweise hohen Ansäßen in wichtigerenSachen einverstanden sein wird. Die löbiiche Thätigkeit des Vereins zurErreichung der beabsichtigtanweckescheint keinesweges nachznlassen, Die von dem braunschweigischen Verein „zu wählenden drei Mitglieder der Kommission zur Abfassung eines Ent- wurfes der Advokaien=Ordnnng sind bereits bestimmt, und sobald die iibrigen sechs in den anderenLandcstheilen gewählt worden, was gc- wiß ohne Aufschub gcschirht, wird die Kommission zusmnmcutrctmi. Auch fiir den Ehrenrath sind die ersor'deriiihen drci 'Mitgliedrr cr- nannt, Die iibrigen sechs werden in anderen Landeskreisen gewählt.

Man versichert, der Chcf unserer Justiz, Staaiö-Ministkr Frci- herr von Schleiniy, beschäftigt" sich gegenwärtig mit dem Entwurfs eines Kriminal-Prozeßgese'xzes, Ist dieses bei den längst erkannten

“vielseitigen Mängeln unserer Kt'iminal-Prozedurcn schr glaubhaftc

Gerücht in der Wahrhrit begriindet, so darf angenommen Werden, daß der bevorstehendenLegislatur Mündlichkeit und Oeffentlichkeit dcs

,Vcrfahrcns zu Grunde gelegt sei.

Landgrafschaft Heffen-Hmnburg. Se. Königl. Ho- heit der Kronprinz von Bayern, Se. Großherzogl. Hoheit dcr Erb- Großherzog von Hessen und bei Rhein und Se. Königl. Hoheit dcr

pittoresk aber wird das restaurirte Schloß sich immer noch hinstellen, von außen namentlich, wo bei den großen vorspringenden Thürmcn, der Unregel- mäßigkeit der Ania e, den vielen Spiyen und den Massen drs Gesteins die Schöne sein kann.

Suchen wir uns nun den Bau zu vergegenwärtigen, wie er, wenn

*keine-Hindernisse eintreten, in 'etwa ehn bis zwölf Jahren von seiner luf-

tigen Höhe auf das Schwabenland hinab, iiber den Schwarzwald nach Wo- esen ,und Alpen blicken wird. Ein gewundener Pfad steigt den steilen , alisiemkegel hinan, zwiefach die äußeren Mauerlinien durchschneidend, bis er auf das Plateau gelangt, das auf dem Rande des Abhanges von sieben kleineren oder größeren Baßeien geschirmt wird. Auf dem viereckten Thor- ,thurmx, dessen hohes Dach auf allen Seiten von Eckthiirmchen eingeschlos- _sex1 kad, wehtdie schwarzweiß: Fahne: in das Thor getreten, wandern _“ka' einige Schiitte zwischen Garten-Mauern, zur Linken der Vurg-Gartcn, „durch “" zieklkchsteländer vom Schloßhofe etrennt, zu Welchem einc ZSLUfmreih? hinauffuhrt, der Nnß-Garten zur echten. Durch em gleich „allem Mauerwerk von Zinnen ekröntes , von dem viergetheilten .,Koilekschild? Ubkkkagtes inneres Hostßor, dessen beide Seiten oben von vor- yrm enden Thurmchen ßankirt find, treten wir in den Schloßhof, der all-

., n der Mitte ist der BUMM, bei welchem ehedem die badensche Wanne „Je],y vonder Markgrafin Maria Sidonia von Baden 1672 geschenktes kapfch ,ms Wa erbecken, 3" sehen war: "Wk darf die Linde fehlen, der herkömm-

Zéme UM Anlage nach ein unregelmäßiges länglicheö fich verengendes Viereck.

Licht S muck der deutschen ,Vurghzzs,„ Au d d i“ K . , *Naum von den Bauwerken eingeschlossen, dief eixtn säxißn'eéeéßaldzxstbxl'dkesteik

*'ty*ennglei , “w'“? gesagt,. pittoreöke ZWecke dabei keinesweges in den Vorder-

"t“unb ge SUL worden„find, [„Und obschdn die Mauer öle ein elner T eile im .Der leich zur Dachhohe w“, zur LangkU'AÜSdeSang gzering erhscheinen dur e, einebelstand, dem hm und da ,dUkch Wkspringende Partieen abzu- 35133: versucht worden ist, Betrachten wir zunächsk, zu unserer Rechten den nßrddftlichm Flugel- Hl“ erhebt |ck das WZ?“ Zeu'g aus, der moderne Wu „dem Styl der Restauration angepaßt, dre nordnun einfach mit vier- ung: Fenstern, in der Mitte, der Faxade eine Art Thor u in Giebelsorm milvorspringendem Erker, mit Skulptur ,und Malerei verziert. Der mm. leieHauptr7um des erßen Geschosses bildet die Waffenhalle: hierher ge-

31-sz “eigent ich die s öne Rußung jenes Eitelfriedrich, die, man im Ritter- aglxßes'S osses zu tba im Odenwald: sieht. „Zu verschiehmartigm häus. , en dient das- rd schoß sammt dem Uebri?en. Gehen wir im Hofeé'weiter diesMlügel cm aus, so kommen wir TZ: e nem Kierlickjkn Vot- ban init offener bogenhallez hier ist* d„er aupt- ingang u das Schlo , und„ ir |eigen die reppe hinan, die zunach, in die Halle fiihrt an wel e der (kokosmsaal stößt, der ua außen in einerseits mit dem Kaiserthurm, gndxxerseitßwit dem Vischoft uni,! in erbindnng steht. Sehen; wir uns einmxugenbliä um in diesen Naumen, welche den Haupttheil des Gebäu-

1598

Prinz Friedrich von Preußen sind am 5. Augusi in Homburg vor der Höhe angekommen.

Freie S_ßbt Hamburg. Am 6. Aug, isi Se. Köni li e Hoheit der Küprinz und Mitregent von Hessen nebst Gemßrhcliiyn untx dem Namen des Grafen und der Gräfin von Schaumburg in Hamburg angekommen.

h Ddix Yökrsßh Haldle Yrichtet, daß die dänisihe Regierung nun- me: r ie or un et a er-Arbeiten von ambu *“ S ' ber Blankenese gestaYtet habe.gg h rzischcr Me

Frankreich.

Pairs = Kammer. Siyung vom “2. August. Graf Montalembert benußtc, wie schon erwähnt, die Diskussion des szsgabe-Budgcw, um dcm Ministerium vorzuriiifen, daß es viel vcr- l)t*1ß,cn, aber wenig gehalten habe. Die Douancn-Rcform, das Un- kc1“klch„k_s„“Gksch, dqs Gefängniszwcsen, dic Kolonial-Gescchbung, die KÜNUUMUI Algxraenö, die Vcholzungs- und Eiiiwäffcrungsfrage Jur Hebung der Aqrikultur, das Gesetz fiir den Seehandel und bessere atlantisihc Verbindungen, alle diese wichtiger: “Dinge seien entweder gar nicht 31,11“ Si,)raibe gekommen oder auf halbem Wege stehen gc- blicben. Dies sl'l eine Schande für Frankreichs Repräsentativ-chie- rung. Es werde don krincr Seite in Abrcdc gesikllt, daß die Ses- 11011 ohne Nutzen fiir,das Land voriibrrgrgangcn. Weshalb ein so!- ches Resultat? Genuß trage die von der eigenen Partei so bitter empfundene Unihätigkcit des Kabincis einen großen Theil der Schuld, aber der Grund des Uebels liege tiefer, er liege in dem Wahlgesetz und in der herrschenden Corruption. Nicht, daß er an eine Cor- ruption durch Geld und Gcldcöwm'il) glaube; nein, wo diese sich zeige, seien es einzelne Fälle, die' nicht einer ganzen Zcit und einem ganzen System zur Last gelegt werden diirften; aber es gebe cine schlimmcrc Corruption, und das sei das schrankcnlosc Vorwicgcn dcr Riicksichkcn auf die Wahlen. Tir Regierung wende Allrs auf, um die Wahlen in ihrkm Sinne zu lcitcn, und die Wähler ihrerseits zd“- gen nur ihre Privat-Jntercffcn zu Raths. (55.1113 Frankreich sei eine große Jagd, in Welcher 7 Minister Von “100 Deputirtcn und diesc wieder von 200,000 Wählern geheizt wiirden.

„Wenn das Verfahren" der Regierung“, sagtc der Redner untcr Ande- rem, „Unterstiixzrtng verdiente, wie kam es denn, das; eine so ansehnliche Majoriiät bald so widerspenstix ward, das; die vorgelegten *))iaßrcgeln nicbt diirchgcscizt werden konnten? Dies war besonders bci dcn Ciycnbahn-Maß- regeln ersichtlich, diesen Erstgebnrteu dcs jeizigen “))iinistch dcr öffentlicbcn Arbeiten, Welche schon in der Wiege stark umgeändeit wurdcn. Blicken Sie auf die Finanzlage; ein einziges Thcurungsjahr hat sie in nuanfiöslicbc Verwirrung gestürzt, und arge Unordmmgcn werden diesen Fi11k11!FWil*kk!1 sicherlich noch folgen. Es ist schlimm, das; wir hinsichtlich der Eisenbahnen so tveit hinter England, Belgien und Deutschland zuriicksiehen; am meisten aber zu bcklaßen ist die moralische Unordnung im Lande, Nicht, 41193 od ici) an die Erzählungen von Geldbesicchimgcu glaubte, die man iiberall hört; ich halte fie vielmehr fiir seitenc ?litsrmhmcn. Aber ich muß schen, daß eine wcit gefährlichere Bestechung nicbt blos besteht, sondern vom Mi- nisterinm zu srmcn eigenen Zwecken crmuthigt wird - ich meine die Wahl- bcsteckymg, ichmeine den I)iißbrauchdcs Einflnffcs, die Gewinnung dcrUntcr- stützung von Männern dadnrch, daß man ihnen Acmtcr und Wohlthatenvcr- leiht. Die Regierung gab bei den leisten Wahlen jedes Versprechen, iim fick) nur die Majorität zu sichern und die Aussichten chiffcr Dcpuiirtcn zu vernichten, welche sie nicht von der Opposition loEreißen konnte, Eben so viel Tadel verdienten die Wähler, Wcil fie ihre Unabhängigkeit hingaben, um nach Aemtern und Belohnungen zu jagen. In England giebt es auch Bestechung; aber sie ist bloße Privat-Bcstechung und weit minder anstößig, als diejenige, wobei die Regierung der handelnde Theil, ihr Budget das Werkzeug ist, * Wer Siimwen aus der eigenen Tasche bezahlt, ist minder zu iadeln, als der, Welcher das Budget die Kosten tragen läßt. Diesem Uebel muß durchaus abgeholfen Werden; man muß eiitwcdcr die Zahl der Wähler vermehren oder die Zahl der öffentlichen Beamten vermindern. Jr!) meinerseits ziehe das Letztere vor. Besonders muß ich migen, daß so viele Richter durch Wahlcinfiüsse angestellt worden find; denn ich weiflc, daß Unparteilichkeit möglich isi, wcnn politische Ursachen auf solche Zlustcliimgcn einwirken. Selbst der Cassationshof genießt nicht die friihere Achtung mehr, und man sal) neulich scincn Präsidenten vor dem Pairshofc, wo er schuldig befunden wurdc. Hciset es nicht selbst jcizt, daß die zwä cricdigtcn Stellen an Dcpntirtc gcgcbcn Werden sollen? Der Redner suchte nnn darzutbiin, das: die i'cligiöjc Freiheit und die Freiheit des Unterrichts fester begriindet werden müßten, und fuhr dann fort: „Ich halte die Ministcr fiir redlicbc und tiichtige Männer, aber ich muß mit manchen ihrer Freunde erklären, das; sie schlecht verwalten. Dennoch glaube ici) nicht, das: dm'iii cinen Mi- uistcrtvcchsel ciivas zn gcwitmen ist; der Fehler liegt im System, desen Agenten die Minister gegen ihren Willen sind. Sie rcgicrcn zu viel, sie mischen sich in zu viele Dinge; dir?; aber macht die Bestechrmg so leicht und gutes Ncgieicn so schWer. Ich meine nicht, das; die Centralisirnng bei Seite gesetzt Werden soll; aber ici) glaube, daß man ihre Wirkungen schwä- chen und die Zahl der Beamten vermindern muß. Ich wicdcrholc, das; ohne Systemwechsel mit einem Wechscl der Personen des Kabincts nichts

des biidcu._ Auf jeder der beiden Längensciten drci hohe Bogcnfensicr las- sen helles Licht in den Saal fallen, dcffcn Gewölbe in Weiter Spannung auf acht Pfeilern ruhen, wiihrend der kreisförmige Kaiserthurm, durch eine drei Spißbogen bildende Pfeilersicllring mit dem Saal in Zusannncuhang gebracht, eiue zierliche von einer in der Mitte stehenden Marmorsäule gc- tragene Halle von schlanken Vcrhiiltniffcn mit reichem Farbenschmuck bildet. In den ringshcrumlaufenden Fenstcr-Vertiefimgen sind Bänke angebracht, und das Auge sibweift nordwärts iiber die Höhen der schwäbischen Alb, an deren entgegengesehtcm äitszcrstcn Ende, von hier freilich nicht sichtbar, dcr Hoyensiaufen Zick) erhebt. Einfacher ist das gleichfalls diirch cine Pfeiler- stel ung vom Grafensaal geschiedene kleine Quadrat des Brichofthurmcs mit einem hohen und breiten Bogenscnster gehalten, Welches zugleich den Zu- gang zu dem halbrunden Altan bildet, welcher hier durch den vorspringen- den unteren Theil des Thurmes entsteht. Aus dem genazmtcn Saal tritt man in dic Gailerie, die einerseits, nach dem Schloßhdsc zu, nach dem kreisförmigen Wartth.:rme fiihrt, dessen Gewölbe durch Ine mittlere Säule getragen wird, auf der äußeren Seite aber nach dem Sechseck de,?! Mark- grafthurmes, iu ivelchem die Bibliothek ausgesixilt werden soll. Die Deco- ration dieses letzteren Raumes, mit flacher etafeltcr ,Decke und dem die- chbßhtragenden, diirch Statuettenblcnden gezierteu Pfeiler ist besonders an- re end. ' p Doch wir wollen nun die oberen Räume verlassen und nach einem flüchtigen Blick in die niedrigeren gewölbten des Erdgeschosses, Welche die Halle fiir die Dienerschast, unter dem Grafcnsagl die, untere Haupthalle, mehrere Gemächer sodann und Korridore bilden, Wieder in den Biirgho trc- ten. Das Auge wird so leich durch den schon erwahnten masiiven art- thurm angezogen, über dech Zinnen das große ,Banner an hoher Stange flattert, und der, da man ihn beim Cintretewm den Schloßbczirk gleich vor fich hat, gewissermaßen den Mittelpunkt der ninereri Bauten bildet. Der südwestliche Flügel, dem wir uns )'th zuwenden, ist nzmder ausgedehnt, als der ßegeniiberliegende und wird die fürstlichen Wdhnzrnimer enihaltcn. Jm Sky entspricht er jenem: einfach viereckt fitrd dre Fenster, m1t ArtInahme ?weier roßen dreigetheilten mit Stichbogen rm Erdgxschoffe; Einförmigkeit dur einen über dem Eingange angebrachten zierlichen Erker mit Spis- t iirmchen vermieden, welcher zum Vorzimmer des oberen Geschosses gehört, aus dem man in einen kleinen Saal tritt, welcher i„" den dUkch kill? Pfei" [erstellung ihm sich anschließenden Königstrm skch offnet, Von außen ge- sehen, macht lesterer eine se r pittoreske irkung, nut hubschem Erker, mit dem Zinnenkranz auf vorspr ngendem Krönungögefimse und der hinter dem Dach emporsteigenden von zwei Spiythürmchen eingeschlossenen giebelförmi- en Wand, auf deren Höhe der preußischeAdler fi,c,h erhebt," Die Burg- apelle schließt ? als integrirénder T eil diesem Fluge! an. So ist, bi en wir in eine nicht all uferne Zukunft, das Innere der wieder«lkfsel'ebten Zollerburg beschaffen, ehmen wir endlich die Außenseite

geholfen ist; aber ich fordere die Minister auf, mit Enis lo e Ysad der Reforrn zu betreten., Vielleicht werden sie bei VonLWZ'tdin ,ahn zuleßt, wie Peel, unterliegen; aber fie werden durch ihr Thun dem ,iande unermeßltchePortheile gebracht haben und sich selbst, während sie ckan Nachfolgern die Nothwdekeit auferlegen, auf dem Reformpfade noch weiter als fie zu given„ drn eg zur späteren siegreichen Rückkehr aus Riider bahnen. „Tit? isi eme ruhmvolle Aufgabe und gewiß der Männer wurdig, weiche,d1e Jult-Revolution vertreten, der wir die zwei gro“e Segnungen, Frieden und Ordnung, zu danken haben.“ 1; u

Herr Guizot dankte dem Redner, da er die Re ierun ' Offeriheit angegriffeii habe und ihm dadußrch eine ebeßi so FffYi'et FZZ??? 111xiglrck2,n1achc._„Tic Niigc, das; die Session unfruchtbar gewesen sei an rinbcgrundrt, (xine neue Kammer biete eincr scbon länger im Anite befIindé lickien Regierung sicw große Schwierigkeiten; wenn dieSesfion wegen die- ser bcdetiiiiche11,La,ge weniger zu Stande gebracht habe, so habe ste doch den Weg fur die „Zukunft gcbahnt. Die erwähnten vier qroßen Reform. PZafacgaLnbabe die Regierung vorgelegt und die Kammer “fie geprüft- die nachsic x-zimon aber tvci're beweisen, daß dic chten Monate nicht vekloren geweicn, ieren. Die Regierung babe keinesweges die Proqresfistén-Pmtej vcr.)chtlt.l) behandelt, allerdings aber Grundsaßtreue in die Vorderrcihe ihrer Pflichten gestillt., Graf I)iontalemba-xt habe von Bestechung gesvrocben jc- dbch bios dic Wahlbcsiechung zimt (Irgenstandc seiner Angriffe grméicbt. Wenn man aber, von Wahlbestechung rcdc, so miiffe er bemérkcn, daß die. ser,(§_5cgeristand ,in dcr Tepuiii'tcn-Kammer bcreits verhandelt und abgem- t_h,eilt, worden ici; denn gleich nach dem Zitsainmcntrittc der neuen Kammer 13,1 nicht blos iiber die ernnugsmäßigkeit, sondern auch iiber die Morali- tat der Wahlen entschieden worden. Jede angefochtene Wahl habe man gepruft und nicht zehn gefunden, mit denen auch nur ein Verdacht der Be- jtechung zit verknüpfen geWesen. All dies Gerede von Wahlbcstccbung sei zur Unterhaltimg„ganz gut; wenn es fick) aber 1111! Beweise und Thatsachen handle, so seien ne nicht zu finden, Nur in einem einzigen Falle sei der Verdacht der Bcßechung me„hr begriindet erschienen, und die Gcrichte hätten uber diesen Fall n,ach Gcb-uhr abgcuriheilt. Was bezfiglich dieser einen Wal)! gcsclicbeii sci, hätte man auch bcziiqlich anderer gethan, wenn die Zimtrinde" diexclbgn gewesen wären. Bei den cnqliscbcn Wablen- fänden sicherlich mehr *))kiyibräuckw und Reclxiswidrigkeitcn *statk als iti Frankrcick), Was die Ernennung Testc's zum Vicc-Präsidcntcn des Caffationslwfcs mi- gchc, so könne man sic der Regierung nicht vorwcifcn, da Teste, als er die Stclle erhalten, durchaus unbcsckioltcn gctvcscn sci. Graf Montalembert wünscht: die religiöse Freiheit geachtet zu sehen: er frage, ob sie etwa nicbt geachtet sei, "ob nicht alle religiösen Meinungen, alle Seiten jetzt in Frankrciéb völlig frei seien? Allerdings habcdic Ncgiernngdie sogenannte französijckchirciié verfolgt", abcr hier habc rs sicb um keine Religion, sondern um Enthibnm dér Religion gehandelt, und Legen jcdc solcbc Art des KUUUI ivcrdc stets dcis & csci; iin Zntcrcffc dcr öffentli )en Moral einschreiten. Was die Unteriichtsfrcihcit angebe, so Würden die darauf beztiglichen Fragen in nächster Session ;ur Erörterung kommen. Graf *))iontalcmbcri klage über zu viel Ncqicreu; das 5))iim'stcrium liebe diesen Vorwurf, da man seit kurzem so oft bchauptc, daß es gar nicht rcgicre. Hätte der Redner aber die Sachc-nährr gepriift so Würde er sich Überzeugt liaben, das: die Ccntralisation jeden Tag mehr ab- nchmc. Lime ;Ztveifrl gebe es Mis:(*"äitchc, aber die Ncgiernng sei eistiqst bcmiibt, fie ansznrottcn. Was die im Allgemeinen „egen öffentliche Bc- amtc crbobcnc Auflage der Bcsieckmng betreffe, so ha c er auf dieselbe in der Dipirtirtcn-KammcrbloS deshalb nichts entgegnet, Weil er auf das Qb- siegen der Wahrheit imiigst bcrtraiic und Wei] cr fest darauf baue, daß die Zeit solch Ansckiiildigungcn, welckic man nicht auf wirkliche Bchise griindr, als falsib dartbim ivcrdc. Weit größere Mänmr, als die jetzigen Minister Frankreich, scictt dnrch ähnliche Anklagen beleidigt worden; selbst Washing- ton hätten Verlcnmdcr bestimldigt, das: er sein Land an England verkauft habe, und falsche Briefe hätten die Anklage unterstützt. chcr Mann am Rudcr miiffc solcbc Schniäbungcn erwirkten; ob er eine Ausnahme mache, wiffc die Kammer am besten. „Wie?“ fuhr der Minister in seiner Rede fort, „hier in diesen Ränmen spricht man von Bestechung? Man sagi, es werde Gerechtigkeit geübt nur grgcn Schwache und Arme, während die Mächtigen nnd Rcicbcn ihrer Strafen cntgingcn? * Kenn solche Worte dic- sen Saal dnrchwandcln, Werden Sie nicht bei jedem Schritte: von allen Bänken Lügen gestraft? Zu kcinkr Zeit ist die Gerechtigkeit von der Re- gicrrmg mit mehr Festigkeit angerufen, zu keiner Zeit von den Richtern mit mehr Festigkeit geübt. Und sricn Sic iibcrzeugi, das: in alien Sphären, in Welche die Thätigkeit der Regierung reicht, iiberall, wo fie wirklich strafba- rcn Thatsachen bcgcgnet, die Regierung sic uncrbittlich verfolgen wird. Und sie wird sich das nicht zum Vcrdicnst anrccbncn, denn sie ri'fiilli damit nur“ ihre Pflicht. Um abcr dicse Pflicht zii erfiillen, glailbi sic sich nicht gebal- trn, alle Gcwaitcn zu verwirren und dir Vchaltrmg Und die Gesellschaft in ?inarcbic 31,1 stiirzcn; sic glartbi sich nicht gclmltcn, einc Unicrsricbimg an*,tt- ordncn, Weil es irgend Jemanden gefällt, darauf anzntmgcn, niclit gchaiicn, eincn VWLÜ'UUWUWÖ-Pl'ozeß einzuleitru, ivcil das irgend Jemanden Vm“- gniigcii macht. Sie will crnstcre Griinde haben. Welcbc Vorwürfe, wcliiie Vri'liunidiingcn man auch gegen fie richtet, sie wird fcinc Prozess einleiten, ivo sic ,Uii'l'k binreichcndcn Grund dazu findet! ".'lbci' aucb das Land beirr- tbcilt nian falsch. Das Land hat Zeiten großeriliiordniingcn diiribgcmacbi. cs bat die Herrschaft drr Getvalt und häufig der anarchischen Gewalt gc- scbcn; es sind dadurch, ich gebe es zu, die Gefühle der Moral in gewiffcr Weise“ abgrstnmpft, Billigung nnd Mißbiliigung ist Weniger stark und [ck- haft, als sie sein sollte, aber das ganze Land hegt den warmen, aufrichti- gen Wunsch, dase das öffentliche wie das Privatleben sich sittlich gestalten

möge. Inmitten des bitteren Esels, den ich empfunden babe iiber die [exz- _. „, ,„_,„ _ _4 Ü _ „„. .. .-.„ _ , „„ .„,-....._ in Aiigensciicin, so macht der nordöstliche Theil die meiste Wirkung, weil hicr die größeren Maffei: sick) häufen mit den offenen vertiefter: Fenster- hallcn dcs Waffcnsaaleö, dcr rcick)cn Fcnsicr-Dccoration dcs Kaiserthnrincö und der anstoßcndcn Räume, mit der schlanken Spißc, die als höchstcr Punkt der Burg aus dem Bischofsthiirmc cmporsicigt, dciscn uutrrcs Halb- rund, wie gesagt, nur bis znmNiveau des oberen (Hrsckwxjes reichcnd, einen massiven Widerhalt bildet. Unregelmäßig ziehen sich die Linien von Mauer" und Basteikit hin, Womit in späteren Jahrhunderten dic Biirg wehrhaftcr gemacht ward, bald tiefer in das Gestein cingrcifend, bald minder hock), mehr oder ivcnigcr angegriffen durch Zcit und Kriege. Rt.

Rom, 25. Jitli. (A. _;Z.) Kiimmcl's koloffales Standbild des Ge- ncralö von Alten, Welches bestimmt ist, in Erz gegoffcn und in Hannovcr aufgestellt zii werdcn, ist seit längerer Zcit im Modell voiiendet und hat allgemeine Anerkennung gefunden. Eine gcsmide, tief eindringende Charak- ter-Anffaffnng zeichnet das mit Liebe, Vrrsiand und Tiichti keit durchgeführte Wert“ aus, und die Behandlung des modernen Soldaten- *ostiims zen tvon (Heschnmck nnd Gewandtheit in der Handhabung der plastischen 5) affen- Solch' ein Denkmal kann in der That statt einerBiographie dienen, da es viel sagt nnd den Helden, von erfahrenen Strategen, den zu stiller Größe herangcrciften Mann nach allen Seiten seiner Lebensthätigkcit l,)in,trcff_lich schildert. Maxi verspricht sich von der Ausführung dieses Werkes im Erz- guß, von der Wirkung, die es an dem Ort seiner Bestimmung machen tvird, qrosze Dinge, und ich glaube, mit Recht. Derselbe Künstler hat eine Dar- stellung des Alltagslebens in breitem plastischen Vortrag versucht. LObwohl Vorm'tyeile ge cn die Anwendung der Skulptur_au,f das „sogxnannte Genre herrschen, so Scheinen dieselben doch cher aUs einer richtigen Auffassung der Gränzcn bildender Kunst, noch anf cinem klgreit Begriff,voii dcm, Was man mit einem allzu vagen und kaum nach MM Seite hlxl sc|?e|elitcir AUSdruck als Genre zu benennen pflegt, zu bexrllhxn- Dic Mélßékha t,du,rch- geführte Gruppe stellt eine Bäuerin aus de,m Gebirge dar, welche, miteu,1er Garbe beladen, ihren Säugling schlafegid rm Bausche des Gewandes hm- wegträgt, Die großartigen Formen dicses Meyschenschlages, das edle, ru- hige Benehmen der Bewohner des Srzdens, die„Aumuth, welche alle Be- wegungen “nnd Manieren beherrschk, smd m schon,“ Harmonie um Aus- druck gelangt. Man hat sei"? Freude an „solch' emer gesunden „atur-,An- schauun , und der Geiß, welcher das schone Werk ,belc,bt, geWahrt emen erquickli eren GenUß- “ls WUckZe Darstellung der griechis, en Heroen- und Götterwelt, die, wem,! fie die Hohx ihres Gegenstandes m t erreicht, allzeit selbst unter die gemeine Wirklichkeit herabsmkt,

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ten Ereigni , habe ich mich efrent, daß ich ders Land so xmpfindltch, so ernst, so m ßtrauisch sah; ich abe mich gefreut, bet agen diesen Verleunr- dun en und Veleidi un en, daß fich das sittliche Gefuhl des Lgndes mit sol er Energie aus pra . Ia, dies Gefühl i|,ties und allgemein„ und ,es wird seine Früchte tr en; es wird den Grundsaßen der Moral„die Festig- keit wieder eben, die hnen gegenwärtig man elt. Wir aber, konnen wiri- sam dazu eitra en. Wir glauben zu schne an die Corruption, und wir ver essen sie zu ?chncll. Wir lassen weder den ehrlich,en Letzten, noch den SLurken Gerechtigkeit widerfahren. Wir miiffen wem er leicht an das Ue- bel glauben, bevor wir es kennen, und wir miiffen es ?irengersirgfcn, ,we,t,1n wir es kennen. Weniger Ar wohn und mehr Strenge, dabei wird die of- fentliche Moral fich wohl beanden.“

Graf Montalembcrt: Ich war nicht tveni überrascht„ den,.Hcrrn Minister der auswärtigen Angelegenheiten fich bes eidcner Weise„mit dcm ?roßet) Washington vergleichen zn hören. Auch muß ich n0ch ,ct,k[*1kc!1,„k9ß („b ""ck dem, was der ehrenwerthc Herr Guizot iiber die Religionssieiheii, die wir in Frankreich haben, nicht anschließen kann. Wir haben nicht ric, wahre Religionsfreiheit, wie sic in England besteht, und zwar aus, drci Griinden, Weil wir nicht Unterrichtsfreiheit dessen, weil riiiscre Bisckiofe nicht das Recht haben, sich zu versammeln, und weil fie nicht mit Rom korrespondiren diirfen. .

Den Schluß dicser Sißung bildete ein Wortwechsel UVlschlU dem Makqui's von Boissr) und dem Präsidenten der Parrö-Kamnzer. Ersterer erklärte, daß er auf die Ablcugnungen des Herrn szot gar nichts gebe“, die Corruption bxstche, und den Yenßerungen des Ministers könne man nicht den geringsten Glauben iibcnken,

„Der Herr Minister“, sagte Marqins von Boiffb, „bat behgubtct, cs qebe anf de'n Höhen der Verwaltimg keiiie Corrriptwn. Gerade 1m|(»_,§5c,gen- Theil, die Corruption herrscht mis den hbck)sten “Still,?" ,der gcsellschaitlichen Leiter, und von da verbreitet sic slch bis Zu den niedrigsten. Ein betuch- tigter Minister Englands, Walpole, bethertcric anch sei11clinschuld,_1tnd doch wurde er zucht überführt; und wenn Sie eines noch ganZ friiclien Prozeffes gedenken wollen, so werdcnSie sich erinnern, wie man Tatiachcn bis zum chien Augenblick leugnet, dercn vollständiger Bcibcis bald gewon- nen wurdc. Ehre dcm Pairshofc, er bat eine großcllnabliängigkcit an den Tag gelegt, er hat den Belagerungen, mit denen man ibm nsctztc, nicbt Weichen wollen; es wirren zwci Ministerien ciscrsiicbtig aiif einander, und man Wollte, daß die Vernrthcilimg cines Ministers vom 1. Märx der Vcr- urthcilung cines Ministch vom 29. Oktober als Seitenstiick diene.“ Lär- mcnde Unterbrechung.)

Der räsideni: Herr von Boiffv, kamen dicse Belagerungen von außen? ck habe nichts davon wahrgenommen. Oder kommen fir von innen? Dann legen Sie frei und gcwiffcnhaft abgegebenen Stimmen eine wenig paffcndc Bezeichnung bci.

Herr von Boissv: Wovon ici) spreche, das kömmt bei allen Pro- zcffen vor; man sticht die Richter zu schen und redet in diesem oder jenem Sinn zu ihnen, (Mnrrcin)

Fräsidcnt: 'Sie sehen, Welche Wirkung Ihre Worte bcrvorbriitgen.

__.err don Voissv: Ich brauch mir an das zu erinnern, was bei dem vom Pairsiwfc instritirtcn Prozcffe vorgcgangrn. Tic Belagcriingcn geschahen in dcm so ebi'n von mir bricickmrtcu Sinn; man wollte mir Einen der ehcmaligen Minister drrnrthcilcn lassen, sie Wurden abcr Bride vrrurtbcilt. (Heftigcs Marron.)

Präsident: Ich kann Sie Unmöglicki so fortfahren lassen.

Herr Renouard: Was mich betrifft, so erkläre ici), das; ick) von keiner Art von Belagcrrmgen etwas wcisi. Erklären Sie sich deutlicher, Sie sagen entweder zu viel oder zu Wenig!

Herr von Boissv: Wie können Sie berlangcn, das; ick) fiir die sprechcn soll, denen nicht zugesetzt Wordcn? Ich spreche mir von dem, was ich selbst gesehen und gehört habe.

Präsident: Sie meinen dcrmutblick) Besuche, die Sie im Namen cincs der Angeklagten rrhaltrn haben. Von Belagerungen, die nicht statt- gefunden, können Sie nicht ,sprechen. , ,

Nachdem der Marqms von Borffr) nocl) mehrer? andere Beschul- digungen vorgebracht und wiederholte Ziircchiweiinngen von dem Präsidenten erhalten halts, wurde endlich die Debatte abgebrochcn.

_- Sißung vom 3, August. Nachdem Graf »))iovntalcht und der Jinanz-Ministcr die Angriffe dis Marquis don Boini), der sich heute gegen die" Verwaltung der Forsten Wendcic, wie gestern schon berichtet, zurückgewiesen hatten, erhob sich der Vicomte Fla: vigny, um die Ereigniffc in drr Schwri; und in Italien zur Sprache zu bringen.

In Zialicn, sagte der !Jutcrpellani, habe ein großer Papst mit einem Sysicmc liberaler Reformen bcgonncn imd sci dabei auf znwicrlci Gegner gestoßen,: auf die Riickscbrittspartci und auf die Partei, wclche 311 Mit und 31: rajcl) gchcn ivollc. C'!“ wolle Hcrrn (.Hitizot nicht diirch dic Vormwscßnng brlcidigeii, das: er icncn Refornixn cntgcgc): sci; Oestcircich aber glaube geeignete Vorfickitsinaixrcgcln 01“gké'1sl!1_lemÜUk1!, imd, cr mbcbtc dabeéwiffM, ob Herr (Huizot in dieser Hiiisicht befriedigende Crläutci'ringcn empfanch habe, Die Scimwiz bcdrohc ]cHt ,cin Blligcß rind Religions- kricg, und er frage, ob Vorsichtsiiiajircgi*lit„ergriffen jcien, iinidortzrwdcns- störung?" 3-1 verhindern und die Unabhi'ingigkcit und Unverlcizlichkcit der Schweiz aufrecht zu halten, , __ , ,

Hcrr (?Jiiizot meinte, die Ksiinmcr w„nrdc sick) nicht„wnndrrn, Weiin

cr iibcr beide Pimkie mit einer gewiiicn „Ziiriickimliilng wrache. Zumizölrrck habe aber in beiden Fiillen die Politik Franxcichs nichts zu vorbcixlcn. Vor Allem miiffc er hinsichtlich der Sibwciz zivciialicbc imd alt,fkc13it,11*kk Vorsiciiim- gen berichtigen. Man behaupte, das: ,J-raiikrricl) in,dcndort1gcn mnrrcn Angelc- qcnbciicn fick) cinzrtmiscbcn, ja, förmlich ('1,11511Ü*k)1'clsk11 vdrhabc. Nichts der Art werde beabsichtigt, Es "könne allerdings, ,cmcCacbiagc sick) gxstaitcn, Welche cine Ejnsckzreitung nöthig nmcbcnwiii'dc: iinicizbaberstcllc crxcdcn [Lwdaniin qu dicseMaßregcl in Abrcdc. _Cbrn so irrig sci dchlaUch, dds: arraiikrciii) sich einer Reform des schiveixcrijchcn Biiiich-Vcrtrach wrdciichz ivdidc blos aiif genaue Erfüllung der Vornhrritcwdes Bolicrrccbts bcstebcn. ;„ic französiche Regierung ckire und «,ibte, dic «iiiirxcix;,iie halli i_brc 1111000;le- gigkcit und ihre Verfaffimg fur innig vcrknupsdmit dcn grdiicii ZiYOkt'likil von Europa, da Niemand leugnen kdnnc, daß dic Nentralüabdcr »ibMt; mit ihrer Verfaffnng eng Verknüpft sci, ,iiiid das; Fri'inkreicii alio selir daran liegen miiffc, dcn Schweizcrbimd in immer bidhci'igctz Gestalt aitsrcibt zu [alten. Die fraglichen Veränderungen abcr wiirden einzig von den Ultra- Ziadikalcn gkfordert, die noch über jedes Land, wo sie dic Gewalt bcscsicn, Schmach und Verderben grbracht hättxu. Diese radikalen Ideen seien keineSches neu, sondern blos , dic Auswärmung alter Pläne, und sie würden die Sclyivciz zn (Munde richten„ wcnn sic sicb von ihnen leiten lasse, Dazu ,iommc, das: man die]? Ideen dmc!) die gewaltsamßcn und ordnungswidrigstcn Mittel audznfiihrcn trachtc, Un- lick) könne Frankreich bei solchcn Vorgängen gleichgültig bleiben, aber es abc Weder gedroht, noch Gewalt gtichcndel, sondern seine Meinung eäußert und sich sein Recht für künftig vorbehalten. Sollten abcr innere 'rcigniffe in dcr Schnicizi die Antweiiduug,andci'er_Mittc1 nöthig macbcn, so Werde die französiche 5 egiernng die Pflicbtcit erfiillen, Miche das In- tereffe ihres Landes ihr auferlcgr. Was Italien anchx, so habe Frank- reich dort kein Territorial- odcr mmnttelbarcs Jiitcrciye, wegen seiner bc- ständigen Verbindungen mit diesem Lande abcr miiffc ihm die Ausrccbthal- tung des Friedens daselbst sehr wichtig sein, Die Haupt-Bedingimg dic- se,s Friedens sei das Vorhandensein guten Verständnisses zwischen den Re- gixrririgen und dem regierten Volke; die einzig wahre Politik Frank- reichs beruhe darin, auf diese Bedingung fortwährend aufmerksam zu machen und Alles Yi begünstigen, was jenes Verständniß zn bctvahren geeignet s,e,i. Das trebcn des Papstes, vernünftige Reformen ansznfiih- ren, gewahre ein erhebendes Schauspiel. Man dürfe gewiß nicht befürch- ten, daß der Papst ,die Grundsäße der Ordnung und Autorität vergessen werde„ welche 0st bei sdlchxn Bestrebungen vorherrschen müßten , und alle europaischen RkH'ekUngxn wurden daher einen ungeheuren Fehler, ja, wie er fast sagen mochte, cm Verbrechen be ehen, wenn sie dem Papst bei dem 139,11 ihm uiiterndinmenexr schwieri en erke nicht aus allen Kräften bci- standen. S" mußten 3" d'esem eistande um'so bereitwilli er sein da das Unternehmen starke Ausfichten aus Erst)! d b“ „. ZX ,

„g ar tete. Fur egierungcn, welche den Pfad, der Reforirr betraten, sei die größte Gefahr stets von den äußersten Parteien 2)?" befurchten; dem gemäßigten T ciléder Gesellschaft

- eformen aUSzufuhrcn UNd fikkliche evolutionen zu be-

1599

aufzutreten; im Angefichte der äußersten Patteiewhätten die verständigen und fittlichen Männer des Landeödie Nothwendigkeit be kiffen, vorzutreten und den PKW, so wie seine Politik, zu untxrstusen. ie Pflicht Frank- reich sei es, ihnen Hülse„zu gewahren trnd, die Regierung, so wie die ge- mäßigte Partei, u unterstuvtn. Dies sei uberall, besonders aber in Jta-

lien, der natürli e Beruf Frankreichs. , Graf Montalembert wunschte von Herrn szot etwas über die

Bese ung FerrqraYs durch österreichische Truppen zu hören. va dieserSchriit gewiß höchst wichtig sk'-„ _ , ,

Herr Guizot erwiederte, diese angeblich? Veikßimg sei keinesweges gewiß, und er glaube nicht, dqß fie stakkgkfllnkkp habe; er müsse daher über die Thatsache und die Berechtigung dazu schwe,1g,e,n. ,

Die Kredite für das mwwarttgc Minincmim wurdcn hierauf genehmigt, und die Kredite für das *))?mixterium des Innern kamen zur Beratbung. Heri“ inlchiron flach dariiber, daß in Paris 2:3 Thcatcr seien, während ein Drittel genugcn Wurde, und daß man die Aufführung von Stiicken gestalte, welchc kbmmitiiistischc Zwecke för, dern sollten oder worin die Religion entweilst wcrden Vicomte Vic- tor HUJV behauptete aber, Herr Fulchiron iibcrtreibe dic Gefaxzch der Theater gewaltig; zugleich forderte er die .*)icgierimq auf, die Thcatcr- Ccnsur nicht zu schärfen,“ wic mcm von einigen “Skiken bc? gebrc. Die Kredite fiir das Ministcrium drs Finnern,“ so wie fiir die Ministerien drs Handels, des Krieges, der Marine und dchinaUZe'n, Wurden sodann ohnc rrhrbliiiic chaitcn gcnpbmigt,

Paris, 5. Aug. *Der Iiaiscr Von Rußland hat dem Goichr- 11cm von Jraiikrcich, Grafen bon “.)lrgont, drii Wcißcn Adicr-Trdcn Verlieben.

Heri" Thierd ist Von Marscille, wo er in kk]! 139th Tagen des Juli irngckontmcn war, Und wo er sich nachJtaiicii ciiixiischiffcn brab- siihtigt hatte, in der Nacht vom 1. auf den *.*. *,)iiignst nach Toulouse znriickgcrcist.

Man sprach heute an dcr Börse wieder vici von cincr angeblick) nabe bevorstehenden Kabincis-?irndcrmixr*, ('s Fii'klliikic cine Liste, nach Welcher dic 11c11c Verwaltung in folgrndrr Wcisc ;nsainmcngcscßt sein wiirde: Moch aUSrväi'iige Angelcgciibcitcii mid Cbiiscils-“_Präsidcni- siiiafi', Tiiicrs, Inneres; Bignon, JiiiniiJcii; Brigcaud, Firicg; Billault, Justiz. Es bedarf jedoch dii'sis (5593ij ckckck schr dcr Bestätigung.

Als Vorgestern vor dem Zuchibolixci-(ßicriibt der Prozeß Tala- bot'ö gcgen dcn Courricr fi*aii-;ais 3111" Vorbandlung kam, der bekanntlich dadiii'ii) drmnlaßt ist, das: dicses Blatt in- einer Reibe von Artikeln den Herrn Jrilcö Talabbt de'r Corruption i'iicksichtliib drr *).)iouxaiisrbi'n Salzmincit iii Illgcricn [M*Fiiiiikigkl', erklärte dci“ Advokat drs Cbiirricr, er könne das ;Fiiibtpolixcigcricht nicht fiir kbitipcicnt aiicricnncn imd Vcrlangc vor dic Jim) gestellt „311 wcrden, Herr Yuvergirr, Advokat dcs Jiliigcrs, protestiric genie" diesen Ein- wand, und nacb cincr vici'ti'lstiindigen Bi'i'irtbiliig erkannte das (558- richt dahin, das;, da Talabot nicht-als Toptitirtcr, sondern als Pri- vatmann angsgriffcn sei, es allerdings kompetent sei und drnni'ichsten Dienstag als Termin 5111“ cigcntlixbcn Vi'i'bmidinng anbcranmc. Die Union monarrhiqnc' will wissen, Wariicry habe, von der Stadt

Bonn in Algerien bevollmächtigt, an den Präsidenten und die Mit- glieder dcr Pi'iirx-Rammcr ein Schreiben gerichtet, m ivklibcm er auf eine Untersuchung der von dem Courrier frangais m der

Minen-Angclegenheik gemachten Angaben dringc. - , Herr J. Tuja, Präfekiurrakh und (Rencml- Secrctmr der; De-

pariemcnis der Oberen Loire, hat dem “))iinisterium seine Entlassring in einem Briefe eingeschickt, den das Journal de la Haut-Ldire veröffentlicht, und an dessen Schlusse es heißt; „Als KNiscrvatwm', obgleich nicht in dem Sinne derjenigen, die sich so benehmen, als ob sie Alles aufs Spiel setzten, bccile ich miri), meine Stelle niederzule- gen, um eine Last derfluiiwn JU können„die mich dcrpcstct. Das Rc- gicrungösystem, das, trotz aller großen Phrasen und Vertbcidigungs- Vom der 22.5 Zufriedene", jedes französische Herz mit Bciriibnis; cr- fiilit, soll mich nicht länger ziim Vcamtcien haben. Ich bitte Sie da[)“, Herr Präfekt, dcin Minister des Innern meine Entiaffung 311 iibcrrrickwn. (gez.) J. Tiija.“ _

Das Journal du Habré meldet„ da[; 11ach offizie'llcn Berich-

ten bri drm Unglücksfall auf dem “Dampfxihiff „Comic d'En“ 10 Per- soncn ums Lkbklt gckommc'n und »? vcrlryt Words". “Tie Beerdigung dé?!“ Geiödtetrn bat gcsii'rit mit miliiairisihcr Jeierlickckcii in Havre stattgefundcn. “Dcr Jesuitcn-Gcm'ml, Paier ?)iboibaaii, bat an das Jour- nal dcs ““O-(bars aus Rom vom 20. Juli einen Brief gcrichtct, in welchem er sich iiber die vielfachi*i_1Vcrikuindiingcit rind Bormi- glimpfungcn bkklagi, dc'ncn kr nnd jcin Orden rn,dcr franziijisibcn Presse und namentlich mich im Journal des Tabaks ansgcscyi sci. So sei es unwahr, behauptet er, daß rr sick) nail) Turin boge- bcn babe“, um die Abscizung dcs sardinisrhcn Kiicgs-Ministers, Herrn von Villanmriim, und seine Ersetzung dl'rck) dcn Gencral Maistrc zu bewirken. In den 10 Jahren seines Aufenthalts zu Rom habe cr 1111!" ein einziges Mal den Kiribk'nstaat Verlassen, und zwar 1020, nm nail) Neapel zu gehen!. Folglich sei auch all' das Gerede Von seiner Reise umi) Bayern und seinen dortigen Bcsircbungcit Unwahr. Ucbcrbanpi miiffc cr bemerken, das; die Statuten der Gesellschaft “Jesii ihren Mitgliedern untcr dcn strengsten Sirach dic Theilnalmic, gleichviel ob direkte oder indirekte, an Siaatz-“.'[ngclcgcnhciicn dci'bö- icii. Er selbst, berufen diirch Wort und Timi, seinem Orden Voran: ziigcbcn, boffc don drr göttlichen Gnade, daf; si'inc Handlungen nie mit den weisen Bcstimmungcn ch "Ordens in Widerspruch ircjcn wiirden. Bciliiufig bi'mcrkt cr nocli, das; der Pfarrer Heinricki Gos;- lcr in Dorsten sich niibi in den Trdc'nsbiichern als Jesuit Verzeichc nrt finde, Und daß wiihrend der letzten Bcgcbcnbeitcii in Bayern, an driicn die Jesuiten so vici ?inihcil gcbabr haben witten, sich kein Jesuit daselbst befundcn liabe. ,

“Las ?))“iiiiistcriicm drs Jnnrrn beabsichtigt, in jcdcmTcparirmcnt einc J.)?iistcr-Paibiung zu errichten, nnd der Plan wird schon dem»: nächst ins chen treten. _ , ,

* In der Kirche Notri'Dame rij; kiirzlich wiihrenddcs Gottes,- dii'nsicö plöizliii) cin Mann sämmtliche Kerzen donde" Leuchter", uni dcmRufc: „Fort mit dem (5550e'11d1e'iist! fort mridrcscnleanzcrcicn!“ und stürzte dann auf den Altar in, um ,dc,n Gcistlichen zu crdrossein. Es gelang indess, dcn Wiirbcndcn 3,11 misc"; cr wurde sofort, ins Ge'fängnis: gebracht. Friihrr soil dcrirlbc 1chon einmal einen Priester vom ?liiarc sortierissen haben. , ,

Dkk Prozriéx hinsichtlich dri*Bi*i'gi,vi',1'ki* von Muzgia ist durch das Handelsgericht 311 Paris dahin e*ntichiedcn, daß dre Ausbeuter dieses Ber werkes 12,500 Jr. nebst den Zinsen und sämmtliche

Prozoß-Kchn zu zahlen haben. ,

Robcspicrre's Secretair, Sergeant Marckau, isi am 24sicn v. M. zu Nizza in einem Alter von 88 Jahren gestorben.

Paris treibt seit einigen Monate),: ,etnen sehr bedeuieudeu Blutegelhandel init Algier. Man hat nain,ltch bemerkt, d,x,1ß sammt,-

liche Versuche, welche man in den dortigen Frankenhausen: mit Blutegeln angestellt hat, vom besten Erfolge,gekront g,?wescn sind.

Aus Oran wird gemeldet, daß mai] zwei marokkanische Korvxtten signalisirt habe, welche auf Sceriruberei ,ausgehen zu wollen_schemen„ da sie unter dem Befehle dcs bcruchtigien Korsaren Madder Ali

allein Lehe esÉu , , , tverksie igen. egenwarng beginne eme solche gemäßigte Partei in Italien

e en.„ . h Teste's Stelle als Präsident am Caffattonshofe soll Herrn Franck-

Carr-k, ersiem Präsidenten des König!. Gerichtshofes von Rouen, u e a t sein. ,

3 g sZ?! dcr Illumination am 29. Juli sind 227,500 farbige Glaser, 19,000 venetianische Laternen und 21,000„Lampen verwmdet worden; 800 Arbeiter waren beim Anzünden beschafti t.

Die Actionaire der Eisenbahn zwis en ordeaux und Cette ha- ben in Diner am verflossenen Sonnabend gehaltenen GxneralszVer- sammlung beschlossen, ihre Gesellschaft aufzulösen, da dte,Regterung in eine Milderung der als unausführbar erkanntxn Submissions-Be- dingungen nicht willigen wollte. Es scheint dabei dt,e Hoffnung nicht ausgegeben zu sein, daß man selbst die gestellte,Cauti,on yon 11 Mii- lioncn Fr. zurückerhalten werde, so daß dann die Actionaire fast ganz schadenfrci auögehcn wiirden. , ,

Admiral Baudin hat am 28. Juli die seither Von,:hm bekleidete Sec-Pri'ifekiur von Toulon seinem Nachfolger, Admiral Parcevai- chhcncs, übergeben und die Stadt Verlaffen, nachdem er zuvor m scinerAbschiedsri-dc an das Marine-Corps geäußert hatte, di) Frank- reich cincr imposanlcn Seemacht und eines vollkommen tüchtigen P„er- sonals fiir dieselbe bcdiirfc. Wie gut auch das Personal set, so muse 35 doch noch besser werden', dann crst werde die französische Marine den ihr gebührenden Rang einnehmen. ,

An der Börse machte heute die rückgängige BeWegung m fran- zösisibcn Renten sowohl, wie in Eiscnbabn-Ackicn, _entschiedcneFort- sabritie, in Folge des Rückgangs der Consols in London und irrsbe- sondere aus Anlaß der Nachricht, daß die Bank von Englxind ihren Diskonw wieder zu erhöhen beabsichtige, waG nian a1,s eme gegen das pchkkirtc Anlehen der französischen Regierung gerichtete Maß- nahme betrachtet.

Großbritanien und Irland.

London, 4. Aug. Se. Kaiserliche Övheiidcr Großfürst Konstantin, welchcr gestern die Botschafter von Frankreich und Oester- reich, den Herzog von Wcllingtvn, Lord John Ruffcii und Lord Pal- merston besuchte, ist heute in Begleitung des riisjtscheii Gesandten nacb Osborne abgereist, wo er bis zum 7. verweilen wird, um ais- daiin bierhcr zurückkehren und im Anfange dcr,niichsten YZochc sein,? Rückreise anzutreten. Der russische Kriegs-Mtnrster, Furst Czerm- tschcff, vrrwcilf gegenwärtig bier und besuchte gestern das Arsenal von Woolwicb. ,

Tic Zahl der bis jeßi bekannt gewordenen Wahlen berrirgt 38/, davon 22-1 anf Liberale, 70 auf Anhänger Sir R. PKW und 93 auf Protectionisten gefallen sind. Unter die „Letzteren hat der Giobe drei der Gcwäbltcn blos deshalb gkrcckmei, Weil sie gegen Str R. Pckl's Korn-Gcseizc gestimmt haben; nach ihre,n Erklärungen vor den Hastings abcr läßt sich erwirrtcn, daß sie der xkytgcn Regierung eine unabhängige Unterstiitzmtg nicht Versagen werden. ,Der Globe sicht cs Zivar bei dem starken Ucbérqewichte, welches die Wahlen zu Gunsten der liberalen und Freihandeis-Paric'i ergeben, firraudgemacht an, daß das gegenwärtige Ministerium mit einer guteii, wirksgmen Maioritiit fortbestehcn wird, doch scheint ,ihm die ,bereits erWahnte Zurückweisung mehrerer Mitglieder des Kabmeis, die das Blatt als widrige (ljnl0xx'zl'11) Ereignisse bezeichnet, nicht anznstehen. Der Globe wiederholt deshalb eine schon friiher von ihm §Yeiiyßerte An- sicht , nach welcher alien bedeutenden Mitgliedern de? abmeis Par- lamentösiize von Amts wegen und zwar, um dem EriiWUrfe, daß der Majorität dcr Voiks-Repräsentanteu dadurch Abbruch gxschehe, zu be- gegnen, ohne Stimmen verliehen werden müßten, damit sie befähigt wiirden, sich ihrer ministericilen VcrantWortUchkcit durch ihre Gegen- wart irn Parlamente zu entledigen. *Der Globe beruft sich hierbei auf das Beispiel Frankreichs, wo es in der Kammer cine Minister- bank von Amts ivcgcn gebe.

Ans Dublin wird unterm 2. August berichtet: Die sterblichen Uebsrrestc Daniel O'Coiincll's sind heute am Bord eines “Dampf- schiffes hier angelangt. Ter Sarg wurde auf dem Quai, wv sich eine große“ ?))icnschenitmssc versammelt hatte, durch eine Deputation katholischer Priestkr empfangen und auf einem sechsspiiitnigen Wagen, 'von den Handwcrkcr-VcrcinM gc'folgi, nach der Kirche" in der Straße Marlborough gcbracht, ivo er bis zum 5. August, dem fiir das öffent- liche Lrikhcnbegäugniß fcstgcscßten Tage; aufgkstc'iit blcibt'n wird.

Der Herzog Von Palmciia bai mit seiner Familie London ver- lassen und gcht vorläufig nach Paris. Er will erst in dreiMonaten nach Portugal zuriickkchrrn.

Der britische Gesandte inMadrid, Hcrr Bukwcr, hat nach einem * rivatsiiirciben im Globe auf seine leßten wichtigen Depeschen an Und Palmerston von diescm eine Antwort erhalten, welche er per- sönlich der Königin in La Granja zu überreichen fiir angemessen hielt.

Nach den indischen Verichtcn dcr Times wollte der General- Gouw'rneur cine Gesandtschaft nach der Hauptstadt von Thibct ab- schicken, *.:m mit der Regierung des Groß-Lama wo möglick) nähere Beziehungen anzuknüpfen. Dost Mohamed hat erlaubt, daß Agenten des (Lieneral:(HOUNMc'urs sich an mehreren Orten seines Landes 1111in dem Namen von Bcrichterstaticrn fiir Zeitungen niederlassen diir cn.

' Ein Ncivcasilcr Blatt giebt folgende Skhiffbruch-Siatistik: In den Jahren 18:38, “1834, “18:35, in welchen England 24,500 Schiffe besaß, gingen im jährlichen Durchschnitt 610 derselben, von 210 Ton- nen dnrchschniitlichen Gehaltes, Verloren, und 1550 Menschen kamen dabei jährlich um. In den Jabrcn 1841 und “1842 war die Zahl der Schiffe auf beinahe 29,000 gestiegen; de'r durchschnittliche Verlust abcr betrug nur 611 Fahrzeuge und 1050 Menschenleben. Seitdem hat die Zahl der Handelsschiffe sich stetig vermehrt und das Ver- hältnis; dcr Unglücksfälle stetig abgenommen, so daß im Jahre 1846 Von den zn(§5ros3b1_'itanien und seinen Depcudeniicn gehörigen 32,000 Schiffen niir 5257 zu Grunde gingen.

Üandels- rind Börsen- Nachrichten,

[! 8 1“ ] i n , (1811 9. 341131181; 1847. ,nkc'inäéz'obe komls .' FL/"amkz- ee_*/*-, Kommunal - kapiere Lek-Z - ()umnee.

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