Bedingungen im Jahre 1816 das :ficilianiiche Parlament aufgelöst worden“, zwei Minister, von denen er Aufklärung hierüber gefordert, hatten nicht den Muth, ihm zu sagen, daß er der Zniel gegeniiber constitutioneller König und die von England gewährleistete sicilianische Verfassung durch eine willkürliche Gewalthandlnng zwar zeitwciiig außer Wirksamkeit geseßt, aber nicht abgeschafft sei.“ Wir haben diese Frage bereits angedeutet; in unserer nächsten Ninnntcr wcrden wir die Urkunden veröffentlichcnz auf dicse Weise wird - wc_nn rs die neapolitanische Polizei erlaubt _ Sc. ?))?ajcsiiit Kenntnis; bon drn-Znstitutioncn des Staats erhalten, de'n er seit siebzehn Jahr?" regiert.“
Livorno, 6. Okt. (N. K.) Gestern Abend liaben wir nn- rnbige Auftritte in unserm“ Stadt erlebt. Cine rablrc-iiiic Volksmengc durrbzog lärmcnd und unter dem Rufe: „Es lebe Cornin, rs lebe _dre Freiheit, Tod den “Deutschen, dem König von Nr*«xbcl, dent Balda"?- roni!“ (toskanische Minister) die Straßen der Stadt. Vor dem PälÜste dcs nen ernannten (kioirvcrncnrs Sproni wurden diese Er- clamationen unter dem Brisas: „ Nirdcr mit SNOM!“ "'U'dkrl)".1t' Tie Biirgcrqardr, in Paironilirn bcrtbriii, braith cs nnr mri vn:- lcr Miihe dirbin, dic Massc ;u zrrstrcncn. anrß nnd nnr norhirr- nesweges der (850100 iibrrbobcn. "Tic Stadt [ji ainb bcnie nichts wi'nigcr ais rnbig, dieselben Auftritte kiinnen |ich crncncrn, nnd die Folgt'n lassen sich nicht absrhrn.
Rom, 5. Iii, (N. K.) Gestern hielt Se. Heiligkeit ringe- hcinres Konsistorium, ivorin er 11.10) vorgängigcr Allorniwn die' 06- rkinonie dcs Schließen.“) nnd Lrffncns drs Mundes mit den burden nen ernannten Nardinälrn Erzbisrbiifc'n Giraud nnd “Drrponi vornabnr und eine Anzahl Bischöfe präkonisirte, dnrnntrr „dcn btöl)kl"!g1*112chh- bisrhof Miiller von Trier als Bisiirof von Münster. * ,-
Tas *.Vioinproprio „iiber die' Organisation des Natives und, Se- nais von Rom und ibrc Brfngniffc“ ist jrbk im Diario ksschlkiii'". Die Stadt Rom, heißt es in dcn einleitenden Bestimmungen, wird mit ibrrm vorn Agro Romano gebildeten Gebiet, wie in dcn iibrigen Orten des Staates, bon cinem Rail), rvclchcr bcratbschiagt, und von cincr Magistratnr, welche die ?ldininistratibn vollzieht, rcpräscntirtrmd verwalici," Titel 1. handelt sofort Vom Rath. Tieirr besteht ans 100 Einnwhnern des römischen (ßkcbicirs, die 2."- Jahre zuriickgclcgt haben und in jcdcr Beziehung nnbcscholicn sind. Davon miisscn 04 der befiiscndcn Klasse angehören, und zwar 15 ein jährliches Einkommen bon wenigstens 6000, :14 Von wenigstens 1000 und 15 Von wenigstens 200 Scndi genießen. Das Bcsißthnm kann in Giitcrn aller Art bestehen“, 532 Raths-Mitglicdcr Werden aus den Rapaxitiiicn, ans dananqnirrs nnd Kauflrnirn, welche zur Aufnahme in die Handels Iianrnicr befähigt sind, und ans dcnGervrrbsmänncrn und Handwerirrn grwiihlt, welche die mittlere PatentscTaxe bezah- 1enodcrrncl)r als 10 Arbeiter in ihren: Dienste haben. Dir 4 lebten Raths “Mitglieder endlich sind Repräsentanten der geistlichen Körperschaften, frommen nnd öffentlichen Anstalten iiberhaupt und werden Kur Hiilfte Vorn (Hencrnl- Vikar, zur Hälfte von der Regis- rungG-Vebiirdc ernannt. Dcr Rail) wird, mit Ausnahme der so eben erwiihnten vier Miigiiedcr, nur das erstemal vorn Sonvcrain, späicr abcr born Raibe icibst oder nach späteren gesetzlichen Bestim- mungen, immer aber unter Vorbehalt böhcrer Bcüi'itignng, ernannt. Alle zwei Jahre wird ein Dritthcil des Raibs crncncrt. Die aus- grtrricnen Röthc können das erstemal wieder gewählt Wer- den*,' nachher abcr erst nach Vcrlanf von zwei Jahren. Brii- dcr und Verwandte bis zum dritten Grad inklusive können nicht zu gleicher Zcit I)iiiglicdc'r dcs Rathcs sein. Präsident des Rathcs ist der zuständige Regirrrmgs-Beaxntc odc'r drrChrf oder das älteste Mitglied des Magistrats. Dcr .*)kaih vcrsnnrnrrlt sich drkinml im Jahre rcqclniäßig; in _anßrrordcnilichcr Weise kann er sich nur mit (Hrnrhinigirng dcs Sonbrrains brrsninnicin. “Dcr [!, Tiirl han,- delt von der LMagistrMnr. Dicsrlbc [*rstcbi nns cinem Senator, wri- (brr der Chef dcrsrlbcn ist, und ans 8 Konservatorrn. Sie heißt anch drr Senat. Dic Z).)iagisirainr wird Von dem Nathc aus seiner eigi'ncn Mitte“ ernannt, und zivar in, folgender Weise: drci Mitglie- dcr wcrden ans dcn .*)iiitbcn Von hohem Verdienst und dem bcdcu- tcndstcn Einkommen und Stande ernannt (aus diesen wählt dann der Sonverain dcn Senator), drci ans dcnRäthcn, welche nicht we- niger als 1000 Scndi Einkommen besitzen , und drei aus den iibrigen Riithc'n. Alle zwi'i Jahre tritt der dritte Theil des Sc- nats ans. Tii. 17. handelt Von den Vrsngnissen dcr Verwiil- tung. Die ?))kagistraiur verwaltet das gesammte Vermögen der Skadi, Straßen und öffentliche (Iiirtcn re., wacht iiber die Lebens- mittel, iiber die öffentliche Sicherheit, iiber Feuersgcfahr, Ueber- sibwcmnnmgen, iiber das GesundheitöWescn, das Armemvcsr'n, den öffentlichcn Untrrrichi, niederen und höheren (mit Ausnahme drr Uni- versität und der Privaianstnltcn), Handel und Industrie, Messen, Markte n. s. w., die öffentlichen Schauspiele nnd Vergnügungen, die Civilsiarrdsrcgister, die römischen ?llierihiinrer, das Archiv, das städtische Steuerwesen :c. Der erste Rath wird im November oder Dezember znsmnmcntrctcn, nm die V.)?agistrainr zu ernennen, und rnit dem Jahre 1848 tritt die neue Organisation völlig in Wirksamkeit.
Ein Korrespondent der O. P, A. Z. sagt iiber dicse Munizipal- Vcrfaffung: „Manche schwankende Punkte nnd Lücken Werden sich freilich bald finden“, allein hier ist zu bedenken, daß Manches absicht- lich nicht scharf fciigcsiclli ist, um den VerbesserungcrrRanrn zulassen, welche aus den Beraibnngrn iibcr Reform der Mnnizipien iiberhaupt hervorqxben werden, So 3. B. wird in dem letzten Paragraphén es einer spntcren Bisiinnnnng iiberlaffcn, untcr Welche chicrnngs - Vc- hörde dre Adnnnrstrniron der Stadt gestellt Werden soll“, und in dem ganzen Reglement rst danonvcrncnr von Rom, in dem sich bis cht die ganze Macht konzenkklkh', nichi einmal qenanni. Tic jeyigc Stel- lung dieses Beamten, so WlL-ÖLG gleichnamigen im ganzen Staat, ist aber der 5I'lri, daß dadurch die Freiheit der Mnnizipaliiiiien wesentlich beeinträchtigt war. Hic?" also scheint zunächst eine Grundvcrändernng eintreten zu müssen. Nicht Weniger wird dies der Fall sein mit dern Wahlmodus. Denn da das Gedeihen der ganzen Einrichtung vor Allem von der regen Theilnalxmc ker gesammten Bürgers aft ab- hängt, so muß sich dre Ergänzrrng des Rathes durch die en selbst ohne Theilnahme dcr Gesannntlnit bald als unzureichend ergeben. Darauf scheint aber bereits das Reglement hinzudenicn, indem es auf die neuen Gesehe iiber munizipale Organisationen verweist. Ohne nun hier noch Weiter auf Einzelnes einzugehen, will ich nur noch einen Punkt besonders hervorheben, der fiir die Zukunft sich vielleicht als der wichtigste herausstellen möchie: es ist dies die Theilnahme an der Sorge fiir den öffentlichen Unterricht, denn wäh- rend alle iibrigen Zugeständnisse sich nur auf das weltliche Regiment erstrecken, giebt hicrmrt die Hierarchie ein wichtirs Mittel ihres Ein- flusses“- in die Hände der'We-liiichkeri. Damit ist aber das Prinzip ciusges rothen, daß sie die Civilisation nicht mehr ausschließlich nach ihréit wecken ,leiten, onderxi den ihr untergebencn Völkern an den Fortschritrén derselben m anderen Landern emen freien Antheil ge- Wähsén wia.“ . „
s p a n i e n.
Madrid 7. Okt. Herr Luis Gonzales Bravo ist, aus Frank- reich kommend, in Madrid eingetroffen. . ' Die Königlichen Dekrete fiir Annullirung der finanziellen Pro-
1992 jekte des Herrn Salamanca sind von der Königin unterzeichnet wvrden.
Man verschert, der General Serrano werde zum Rang eines Fürsten und zur Würde eines Grunden von Spanien erhoben werden.
Herr „Sierra, ein Freund des Herrn Mon, ist zum Uniersiaais- Sccrrtarr nn-Depqrtcment der Finanzen ernannt,
Tas M""stkm'm soll die Entfernung des Generals Concha von
lbeiin Posten eines General-Gouvcrncnrs von Catalonien beschlossen )an'n.
T' u r k e l.
- „Smyrna, ?. Oki. (D. A. Z.) Das'ani 81). September aus Syrien hik-l' angekonnnene Dampfboot bringt uns Nachrichten von Beirut bis zum 26. September, Die größte Ruhe herrscht ÖW, "„Ud man hofft, daß sie unter dem ueucn Gouverneur, dessen gnte Eigenschaften man nicht genug lobrn kann, fortbestehcn werde. Die [hl'ljtilchkll Bervohncr, welche in dein lehren Bürgerkriege so große Verluste erlitten, haben die Weite fiir sic bestimmte Dividendé, je Von 2000 Beuicln, derjenigen Entschädigungssummc erhalten, die der Sultan aus seiner Privat-Schat-Ue fiir sie angewiesen. Bevor der friihere (Ronbkrnrnr Kiamil-Pascha, auf dessen lebhafte Verwendung diesc Vergütung erfolgt ist, Beirut Vé'!"lit'ß, hatte er die Freude, dicse- gnic Nachricht seinen friiheren Untergrbencn mittheilen zu können.
Handels- und Eiirscrr-nach1ichtcn. ]erj'iiu, (1011 ](i. 01410001“ 1847.
1700/1891 - („'0117'6'8.
Zkies. | 0.1.1.
„&i-1410111»!!- ......................... 250 [**]. [im": 143,4 142?- in.. ......................... 250 11. 2 Ua. 142“; [UH ]]nn-[xul-x; .......................... 30" )]k. lim"- _ [52-75 .]... .......................... 300,11“. 2 „m. *- 1507, l-()||([0|1 ] 1.31. 3 )]t. 6 2738“ 6 27T; 1'3115 .............................. 300 [“*1'. 2 „"t. 811,- 8] "“it-|] in 20 x:" .................... 15017], 2 Ill. 1023 1024; 4111131111711; .......................... [50 ***]. 2 )]t. _ 10213“ [!kexlou 100 “[[|]]". 2 Ill. _7 99-13 7 ! „. ( . __ [„a-1921“ iu ('m-['mit im 14 “]"bll'. [**-155. . ]1-0']'11|1'. é .? ::]?“ 331: 9910 1-*.-....1«k...-a ... )|. „anni. s'. 100 1-'|. 2 “.in. 56 28 56 21 ['r-10750017: ......................... ][)" Flik]. 3 KÜthou ! -- 1082,
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- ()kt. 28 [111012 Zs".
- Frühjahr 26 811111". 131". * Königsberg. 18.Ore. Marktbericht- Zufuhr "'““"näßig' W'i'
zen 70-84 Sgr. pr. Schfi.; Roggen 48 -55 Sgr. pr.Schfi.; große Gerste
40-48 S k- pk-Schfi-3 neine G 3--45S r. pr. Schfl.* Hafer 19-25 SS“ pr, ck|; graue Erbsen YZe-Ho Sgr.g pr, Schfw' weiße Erbsen
50-65 Sgr. pr, Schfi.; Kartoffeln 32 Sgr. pr. Schsk; Heu 10-15 Sgr. pr. Cm; Spiritus 30 Rthlr. pr. Ohm.
Danzig, 13. Okt. Marktbericht. An der Börse wurde verkauft, gestern noch_: 4 ,L. 128psd. inländ. Weézen zn unbekanntem Preise: heute: 14 L. 127psd. dito a 5023; J!. preuß. *our. und 10 L. in], weiße Erbsen.
. & Hamburg, 14. Okt. Einfuhr Verschiedener Artikel vom 8, bis 14. Okt: Kaffee 217 Faß 5607 Sack. Reis 200 S. Taback “.'85 2), 823.353, 126 F. 48 Kst. 54 Co!. 1401 Bd. 16Krb. Thee 1 Col. 4P., .',-7, ?_3, "?, -*-„'-'* Kisten. Zucker 782 K, 222 S, 290 F. 105 Krb. 2540 Brd. 27,801Kil.
Pfeffer 271 Sack. Piment 124 Sack, Macis-Nüffe :! Kisten 1 Faß. Nelken 65 S. anber 342 S, Cardamon 7 Kst. Mandeln 4 'J-st. 1 Kst.
Farbcholz 479 S. 7 FH„ Campeche 7000 Psd, 612 Stck., Geldholz 622 Stck., Blanholz 15,000 Pfd., Bleiweiß 88 FH„ Indigo 1 Ser, 254 K, roth, 7 FH.
Yaumwolle 1615 Ballen, Wolle 1032 B, 19 S., Twist 40 J. 2 K, 826 .
Häute 2240 St. 20/4 1 P. 6 B. Felle 9 B. 3 Col. 4“ Bd, 1431|.
Kupfer 342 Bl. Zimt 1 Fsi. Zink 10,071 Pl. (02000112) Cirrbl 1T; Kst. 10 T. 4 Stck. 1 Biird, 7 Co!. 42 J“, 374 Bd. Erxrn 7027 Stg. 657 [.
Ynttcr 825 (sib. 112, 2, 148013, 478/4, 08/6 T. Käse 2 FH, 21 Kid„ 382 Kst., 13,514 St., 1 Kiib., 540 Nil.
Weizen 507 Ost. 14 Fs. 4511 Tick). “2670 S. Roggen 1232301, siizß, 932 S. Buchweizen 525 S. Gerste 10.1331], 20 F. 2180 S. 15104. Haskk 400 Tsch. 110 S. 40 T. 2 Bst. Wickert 801 S. Erbsen I!!! _S. 1 Bst. “37 S- Linsen 51 Sack. Rappsaat 350",- T, Mil)! 0 S. .'“1 QO]. [ Fiz. Roggen dito 28 Kuhl 2 S.
Mahagoni 320 Bl. 89 St. Cldi'rnliol; 16 Bl.
ck1chck: Frankfurt a. Pk., 14. Okt. Geldmarkt, Die Börse war gestern und vbrgestern gedrückt, Dic span. Fonds sind bereits wieder Ywichcn, und der knappe Goldstrand lähmt noch inchr die Specnlation. - ,ie Jrnchtpreiie sind stark, und man erwartet eincn writeren namhaften Rückgang derselben.
Knßwörtige "ärgern
„& "1819 räum, 13. ()kt. aiezo-i. „.;-|.]. 393. 5-1Z.
inn-orpkn, ]2 ()|-1. Lina]. _. Raue nu]. [ZZ.
[“*r311kk'tjrt o. M., ]4. 0:11. 5% Klee. ]0-1'5 "r'. Zaubzct. ")|-*? 0. Jtikxi Ziié/z. ["t-31:1". 54:6. polu. 300 [7]. [„ 96.224141. 500 B']. 79;- ZyU. 5% _“. 300 110. _. Zexb. 89. ZZZ. “[am-ua neue.. 3462“. 3-16.
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Zu dieser Vorsirllnng sind nur noch Billcis zurn Parterre Z. *.)0 Sgr. und Zinn Airrphitl/xcater Zi 10 Sgr. zu haben.
Die freien Enlrrcn sind ohne Ausnahme nicht giiltig.
Jm Sibi'iiispielbansc. 177stc Abonnements-Vorsicllung. Zuni rrstrnnmle wiederholt: Die blaue Schleife, Lustspiel in 5 Abtbci[„ Von Manscn.
Montag, “17-4. Okt. Jm Sihi'irispiell)nirsr. 17'Rstc Abonncnrrnis- Vorstellung. König Johann, Trauerspiel in 5 Abtheilnngen, bon Shakespearr, iiberscyt Von Schlegel.
Um den Ankauf von Theatrr-Yilicts zu den im Königl. Srbau- spielbansc angesetzten deutschen und französischen Vorsicllnngcn zn er- lrichtcrn, sollen bei Opernhaus:Vorstellnngrn, die einen bcsondrrcn Andrang erwarten lassen, die oben angegebenen Theatcr-Billcts sr- parat Von denen fiir die Opern-Vorstcllnngcn im rbrrnaligcn Biiii'k- Biirmn, rnit dem Eingang von der Jiigc'r-Straße, in den Wochen- tagen Vormittags von 9 bis 1 Uhr und Sonntags von 1.1 bis 1 Uhr vrrkanft werden. Diese Einrichtung findet von heute an bis mit Sonntag statt und wird spiiter jcdcsnial besonders angezeigt werden, Wenn sie eintritt.
Üonrgsßadtrsclch Theater.
Sonntag, 17“. Okt. Dcr anpcnsammler von Paris, Drama in 5 Akten, nebst einem Vorspielc (12 Tablraur). Nack) dcin Fran- zösisckicn des Felix Pyrit, von Heinrich Smidt, Die Musik zur Ver- ändcrung der Tabli'anr und zu den Akischjiissen von W. Cliipins. Ter Schlußgssang („Bacchani'il“) des dritten Tablran, gedichtet von Ka: [isch, komponirt vont Kaprllmcistcr C. dc Barbieri.
Montag, 174. Oki. (Italienische Tpcrn-Vorsicllnng.) Znnr crsicnmalc wiederholt in diescr Saison: ])011 (;ioi-nn-ii (Don Juan). Oper in “.I Akten. Musik von Mozart. (Mit Original-chi- michi!.)
Preise der Plätze: Ein Play in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Riblr. 10 Sgr. n. s. w. , „
Dienstag, 19. Okt. Dcr Lmnpcnsmnnrlcr Von Paris.
Konzcri-Anzxigc. „ ' Unerwartetcr Hindernisse wegen kann die angcxnndigte Anfsnbrnng des Oratoriums: „Elias“, am kommenden Montag nicht stattfinden. Indem wir dieses hiermit anzeigen, “behalten wir uns vor, den Tag der binnen kurzem zn gewärtigrndcn Anfruhrung bekannt zu rnachen." , . Die gekauften Billers behalten zu derselben ihre Gultigkeit. Berlin, den 15. Oktober 1847. _ „ Dic Direction des Friedrichs-Stiftrs.
* Verantwortlicher Redacteur ])r. J. W, Zinkeisen. Im Selbstverlage der Expedition.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei.
Beilage
Inhalt.
Inkany. Schreiben aus Düsseldorf. (Geschenk an das Adrcß-Com- wir fur die arbeitenden Klassen; Mufik-Direktor-Wechsel.) „ '
Österreichische Monarchie. Schreiben aus Wien. (Die Vigi- !ien fur Erzherzog Friedrich und dessen Beisevung; Ankunft des Herzogs von Modena; Gesundheitsznstand in Wien; Soiree bei Fürst Mxtter- nich; die Gerüchte über polnische Emissaire; die bbhmischen "Stgnde; Yßfkfsko) "* )Schreiben aus Prag. (Trübe Gerüchte über die skandischen-
r eren en.
Frankre ck. Schreiber: aus Paris. (Gerüchte über Ministerivecbsel; die Anleihe; die spanischen Angelegenheiten; die Bankette der Opposition; Bomben-Unfug; die transatlantische Dampfschifffahrt.)
Eisenbahnen und Dampfschifffahrt. Stri_1tgart. Bevorßehende Eröffnung neuer Bahnstrecken. - Krakau. Eroffnung der Bahn nach der preußischen Gränze.
Handels- und Börsen-Nachrichten.
Inland.
% Diisseldorf, 14. Okt. Dem hiesigen, im Laufe des Win- ters gegründeten Adrcß-Comtoir fiir die arbeitenden Klassen ist eine sehr ehrenvolle Anerkennung von Seiten der Direction der aachcner und miinchencr Jener-Versicherungs-Gesclischaft zn Theil geworden, indem diese Anstalt, wclche alljährlich cinen Thcil ihres Ueberschusses zu wohlthätigcn nud gemeinnützigen Zwecken verwendet, dem Conrtoir eincn baaren Geldbetrag von 300 Rthlrn. als Geschenk hat über- weisen [offen. Das Institut ist dadurch in den Stand geseßt, die von ihm gegründete Arbeitsschule anch fortwährend zu erhalten und dem täglich sich dringender herausstellcnden Bedürfniß gemäß zn erwei- tern. Die Schule wird gegenwärtig von 30 Zöglingcn, welche im Nähen, und 32, welche im Stricken griindlich nnd unentgeltlich unter- richtet werdcn, besucht. Die Besuchendcn sind säinmilich Kinder armcrAcl- tern, die sonst ohne die nöihigc Anleitung zu jenen für ihr späteres Fortkommen so unentbehrlichenFertigkeiten aufgewachsen wären. Auch die iibrige Wirksamkeit des Comioirs wird fortwährend, obschon der Mangel an Arbeit nicht mehr so fühlbar ist, von vielen Arbeitsuchen- den in Anspruch genommen. Nach dem letzten Bericht waren vom 1sien bis 30. September 91 Gesuche um Arbeit und 35 Bestellun- _qen angemeldet, von denen 48 Beschäftigung angewiesen erhielten. Zn wiinsrbcn wäre es, daß in Betracht der erfolgreichen und zweck- mäßigen Wirksamkeit dieses Institutes von Seiten der Stadt-Vcrwal- tung resp. dcr Armcn-Vcrwaltnng demsclben eine größere Berücksich- tigung geschenkt und namentlich durch unentgeltliche Ueberrveisung eines passenden Lokales die größere Ausdehnung desselben ermöglicht wiirde.
Unser bisheriger städtischer Mustk-Direktor, Julius Rieß, ist einem Rufe nach Leipzig als Dirigent der Konzerte des Gewandhauses gc- folgt, und ist als sein Nachfolgcr dcr riihmlich| bekannte Komponist Hiller aus Dresden hierher berufen. Ter Gcmeinderaih hat mit edler Liberalität das Gehalt dcs städtischen Musik-Direktors, welches urspriinglich nur 200 Rthlr. betrug, auf 500 Rihlr. erhöht, und außerdem zahlt der Verein für Tonkunst ein ähnliches Honorar für Leitung der Winier-Konzcric. *
chtcrreichische Monarchie.
% Wien, 12. Okt. Wegen des Todes Sr. Kaiserl. Hoheit des Erzherzogs Friedrich, der eine allgemeine Trauer verbreitet, Wer- den die Vigilicn seit gestern in dcr Hof-Kapcllc abgehalten. Dcr Leichnam wird nicht in der Kaiser ruft bcigeseßt werden, sondern, nach dem Wunsche des hohen Danngeschicdenen, in Venedig ver- bleiben. . , .
Der Herzog bon Modena ist gestern in Wien angekommen, um seine Gemahlin von hier abzuholen und seinem Bruder, dxm neuver- wählten Erzherxog Ferdinand Karl bon Ocsicrrcrch-Estc, emen Besuch abzustatten. Bis zu seiner RiickkehrnrackrModena soli dcr Erzherzog Maximilian, Ohrini des Herzogs, die Zügel der Regierung ergriffen laben. .
) Dcr Gesundheitsznstand in Wien ist keineswcgcs befriedigend;
die Grippe nnd der Typhus grassircn bedrutend und fordern viel-e Opfer, namentlich unter den niederen Ständen, da siockende Arbeit und die nicht zu erklärende, sich steigernde TheuernnZ zn-vrcle 'Eni- bchrnngcn nothwendig machen. Ariel), Ihre M.)]estat die Kaiserin Mutter ist erkrankt, und hegt man einige Bcsorgnrß Wegen der hohen Kranken.
Fürst Metternich hat seine Villa auf dem RennWege Verlassen und das Hotel der Geheimen Staatskanzlei wieder bezogen. Lim Sonntage war daselbst dcr crsic Abcnd-Empfang, der sehr zahlreich ewe cn i“t. g €Die'durch verschiedene Zeitungen gelaufene Nachricht von Ver- haftungen vieler polnischen Emiffairc in Mailand hat sich als v'o'ilrg ungegriindet erwiesen. Eben so rednzrrr sich dre Angabe, als hatte man auch in Krakau Abgesandie der pariser Propaganda arrciirr, nns dic Jesinahmc eines Uhrmachergcscllcn Janiszewsii aus Wolhynien, der unter den Arbciier-Klassen Theilnehmer zu einer Jnsnrrections- Bande anzuwerben suchte, mii wclchcr er auf eigener Hand einen Rc- volntionsversurh beabsichtigte.
Die Weigerung der böhmischen Stände wegen Anerkennung der bekannten zu repartire'ndcn 50,000 Fl. ist jest das Tagesqcspräch.
Bis jeyt hält sich die hieéige Börse gut, und ist ein Rückstoß dcr londoner Fallisscmcnis au Wien noch nicht merklich geworden. Wenn auch die Geschäfte finn sind, so hat sich doch das Vertrauen wieder gesteigert.
«1- Prag , 12. Okt. Große Bestürzung verursacht hier die gestern bon Wien durch Privatbriefe eingelangte Nachricht, daß die Stimmfiihrcr der jiingsien Landtags-Vcrsammlung, welche fiir die Kürzung des 5Yosiulats um den verlangten Kriminal:Fonds-Beitrag, so wie für die hieran gckniipfien Beschwerden, gesprochen hatten, von allen ferneren ständischen Bcrathnngen ausgeschlossen Werden sollen. Als Mitglieder der .Herren-Kurie, rvelchc diese Exkludirun trifft, sollen der Fürst Auersperg, dann die GrafenDeyni, Wurmbrand, nganzky genannt sein. Noch zweifelt man an derBesiätigung dieser Nach- richt, und wenigstens in diesem Umfange diirfte dic Strenge gegen dre„Fortschrrtts-Partci kaum geltend gemacht werden, da weder der (Yc1|„110ch dcr Pbrtliiut der in Geltung stehendenLandes-Vcrfassung fur die Pechtmaßrgkert xiner solchen Strafe mit Erfolg angerufen werden konnte, andererseits aber auch der Konflikt mit den Ständen ohnehin schon dadurch gewissermaßen bis zum Aeußersien gediehen isi, daß der?" Steuer-Vewrllrgungs; und Steuer-Verihcilungs-Rccht als aufgehoben betrachtxt oder wemJsFens als suspendiri angesehen wer- den kann. Dcnnblshkk Wyrde te Verfassung allqemein so versinn- den, daß ohne Einigung mit den Ständen iiber keis SteumPosiulat und hieraus erfolgten Landtagsschluß nebst crtheiltein Reverse die Steuer weder ausgeschrieben, ""ck repartrrt werden könne. Nun aber haben die Stände bei dem leßien Landtage das Postulat nicht ganz
ostiß, Thun und-
bewilli *, und trop der - leider so viele Mißsiimmun verursachen- den _g Drohung des Grafen Salm ,ist dix Majoritiitg dieser theil- weiscn Verweigerung beigetreten; eme Einigung ist von Seiten der Hos-Kanzlei weder versucht, noch weniger aber erzielt wor- den, es konnte somit weder ein Landtagsschluß, noch die Er- theilung des Reverses ersol en; ,dessennngeachtet aber wurde bereits im September vom „iibermum sowohl die Steuer-Ans- schreibung als auch die Repartitron vollzogen. Da nun ohnehin die Steuer-Cintreibung im Wege der Sequesiraiion bei mehreren der größeren Herrschafts-Besißer ,und die dadurch entstehende Mißßim- mung zu besorgen, ko tft nicht anzunehmen, daß diese noch durch eine so strenge persön iche„Maßregel, wie die erwähnte Ausschließung, erhöht und dadurch geMssermaßen ein politisches Märtyrerthum ge- schaffen werden sollte, das immer einseitige Svmpathieen errcgt.
Frankreich.
)( Paris, 12. Okt. Die von der Presse vor einigen Ta- gen mit einer gewissen Bestimmtheit gemachte Ankündigung, daß noch vor Eröffnung der nächsten Session zwei Minister aus dem Kabinette austreten wiirden, hatte bekanntlich auf die Minister des öffentlichen Unterrichts und des Handels und Ackerbaues Bezug. Ich laube Ihnen nun aber aus Frier Quelle versichern zu können, da diese Angabe grundlos ist. in konservativer Dcpniirier fragte vor cini en Tagen Herrn Canin Gridaine selbst, wie es sich mit diesem Gerü te verhalte, und erhielt eine Antwort, die kann: einen Zweifel niehr bestehen lassen kann. Dieselbe lautete, wie ich vernehme, im Weie'nt- lichen wie folgt: „Ick aus dem .Minisicrium austreten, und warum denn? darf ici) wohl fragen. Das hieße ja geradezu anerkennen, dnß alle seit einem Jahre Mit gemachten Vorwürfe gegründet seien; 1ch aber habe, Gott sei Dank, mir nichts vorzuwerfen, Mein Gesund- heitszusiand hat sich gebessert, und ich werde daher mein Portefeuille behalten. Ick habe im verflossenen Jahre der Dcputirten-Kanrmer cinen Geseß-Eniwurf iiber die Zölle vorgelegt, welcher im Laufe der nächsten Sesion zur Verhandlung kommen wird. Ich wünsche mein Wer vor der chislatnr zu veriheidigen und glaube nicht, daß der König oder die anderen Minister, meine Kollegen„ mit die Mittel dazu entziehen Werden. Das Kabinet wird in seiner jeßr- gen Zusammenseyung wieder vor den Kammern erscheinen, es hxgt die Zuversicht, daß die Majoritiii, die es im listen Jahre unterstirßt hat, es auch in diesem Jahre unterstiihen wird, und daß sie sich urn so er ebener, um so getreuer und um so einiger zeigen wird, je rd-. ßere nsirengungcn man gemacht hat, um seine Politik zu erschü- tern und es zu siiirzcn. In der lcyicn Sesston zaudertcn manche Konservative noch, uns beizustehcn; nach dem aber, was bei den Re- formisicn-Bankeiicn vorgegangen ifi, glauben wir, werden sie keinen Ausland weiter nehmen. Die Oppofition will, daß die Majorität hkk- vortreie, sich knndgcbe; Sie können sich darauf verlassen, daß sie dies Yun wird.“ Nach einer solchen Acirxxrnng eines der bezeichneten _kinisier müssen alle cntgcgengescßten eriichte wohl in .nichts zu- sanimcnfallen.
Nach dem Eindruck, den die Ankündigung des Anlehens ,an ,der hiesigen Börse hervorgebracht hat und der ein durchaus günstiger ist, so wie bei dcr Vertheilung der zu leißenden Einzahlungen der verschiedenen Raten auf eine so lange Zeit inaus (“25 Monate), sind die bestunterrichteten Männer alle der Meinung, daß die Realifirunß desselben auf keine besonderen Schwierigkeiten stoßen werde. Da aber bedeutende Konkurrenz für Uebernahme des Anlchcns stattfinden werde, hält man fiir nicht wahrsrhcinlich, und das .Was Rothschild wird unter den gcgenwä tigen Umständen als das einzige betrachtet, das fich einer so nmfas'ieriden Operation zu unterziehen d_re Mittel besivt. Man will wissen, die Anwesenheit des bxkannten großen Van- quicrs Herrn Baring von London zu Paris,.sei ebenfalls der Nego- ziirnng dcs Anlehens nicht fremd. Man erzahlt, ohne daß sich je- doch in dieser Beziehung etwas verbiirgen läßt, der bcruhmte Banquicr habe eine Konferen; mit dem Finanz-Miniftcr Durnon ?e- habt und demselben vorgesiellt, das unaufhörlich auf den parrserP aß drückende Anlchen vermehre zu gleicher Zeit die nanziellrn Verlegen- beiten aller iibrigen europäischen Pläße, und die e Vorstellungen birt- ien mit dazu beigetragen, dcn Finanz-Ministcr endlich zu dem Eni- sch)luffe zn vermöxen, welcher die am Sonntag erschienene Königliche Verordnung des ctrcffs hervvrrief. Gewis; ist, daß zwischen dem Jinanz-Minisicr und den Vanquiers, welche man als wahrscheinliche Unternehmer der Operation bczrichnct, mehrfache Besprechun cn be- reits stattgefunden haben. Eine Angabe lautet dahin, da diese Banquiers nur 150 Millionen übernehmen wollten, während die an- deren 100 Millionen, welcher der Jinanz-Minisicr bedarf, aus den Fonds der Dcposiicn- nnd Aufbewahrungs-Kasse genommen werden sollten, Gewisscs dariiber läßi sich nichi angeben.
Man versichert, der König habe nr sehr lebhaften Ausdrücken dem Herzog von Descazcs, G'roß-Rcferendair der Pairs-Kammer, seine Zufriedenheit mit dern Wrrkcn dk? Sohnes desselben, des Her- zogs von Gliicksberg. ;ck:an franzosischen Gesandten zu Madrid, ausgesprochen. Allerdings hort man vbn allen Seiten, daß derselbe bci Herbeiführung dcs Frankreich giinstigen Weihsels der Politik zu Madrid eincn schr thätigen Antherl grrwnnncn hat. Man kündet an, der Herzog von Glücksbcrg, der seit kurzem sein Z.Zsies Lebens- jahr zurückgelegt hat, werde, da er nun das geseßlichc Alter erreicht hat, demnächst zum Pair von Frankreich ernannt werden. Zwischen Madrid, Paris und London herrscht Wieder der lebhafie e Depeschen- Wcchscl. Namentlich bemerkt man zahlreiche cnglrs e Kabiners- Couriere, die von Madrid iiber Paris _nach Londowoder von London nach Madrid gehen. Selten vergehtrm Tag, wo mchtsoltbe Courierc hier an- oder durchkommen. GestcrirAbcnds kam der englische Obersi- Lieutcnani Joronley mit Depeschen von London nach Madrid, an den dortigen englischen Gesandten, Herrn Bulwer, geschnkt, hier durch, während in cnigegcngeseßtcr Richtung ein „anderer englischer Kabincts- Courier sich mit ihm kreuzte. Andererseits hat der spanische Kabi- bineis-Courier, Herr Fernandrzde Espana, von hier Depeschen nach Madrid iiberbracht. Es scheint vollkommen gegründet, da der neue spanische Minister-Präfident," General Narvacz, der Königin Christine mit der nämlichen Depesche, in welcher von der Bildung des nenen madridcr Kabinets hierher Anzeige gegeben wurde, zugleich auch Mit-
iheilung gemacht hai, daß sie jcdcn Augenblick, wcnn es ihr bcliebe, '
nach Madrid zurückkommen könnt'. , „
Den vielen Banketten der Oppßfiklo" Ikgknlkbkk- welche ryan jeßi in verschiedenenLokalitäten Frankreichs, zu or anrsiren sich, bemüht, haben auch die Konservativen einige rn ihrem ,mn yrgamsirt. Zu Mirande im Departement Lot und Garonne Wird, dieser Ta e dem früheren Finanz-Minisfcr, HerrnLacaVc-Laplagne,'em-Festmah gege- ben. Am 6ten d. hat bereits ein anderes zu Brarrrts _rm Departe- ment der Nieder-Pyrenäm zu Ehren des konservativen.Deputirten jenes Wahl-Bezirks, Hérrn Chegaray, sigttgefnnden. Die Handels- Kammer von Bayonne war dabei an die Sptve_getre1en, und die Behörden dieser Stadt*wohnten dem Mahle bet, bet welchem der er|e Toast dem König und den Prinzen galt.
Sonntag den 17ten Oktober.
Die Entscheidun über die w en: Versertig . von zwfiörendm Bomben vor den Assi enhos des Sxtne-Departeyieu s gestanxen _ di- vidnen is! noch nicht efällt, und währrnd der szeß m;? un ange ist, vermmmt man s on wieder cini : Fälle, wojdergle en Bomben oder Höllenmaschinen in den Straéen von Parts lssge augen sind, der beste Beweis von dem geringen Eindruck, den die„ rozeß-Ver- handlung au die bei diesem asbaren Unfug Betherlrgten gemacht hat. Erne olche Bombe zer prang am Sonnabend AbmdöUYegen 10 Uhr am EinQang der Rue Grenetat, und zwar mit |" erem Knalle, als die “sherigen Maschinen dieser Art, und wie aus den aufgefundenen Bruchstücken sich_ ergiebt, war auch die Ladung viel stärker als die aller früh'cren. Ein Metallsplitier in _der Größe einer Haselnnß flo bis in den ersten Stock des zunächsß elegenen Hauses und ?chlug dort die Fenster ein. “Zwei
age friiher schon war eine ähnliche Maschine losgeganYn m der Rue Montorgueil an der Ecke der Rue Marie Stuart. uch diese beschädigte das daselbst gelegene Haus eines Weinschenkers, und das Schild desselben hat jest das Ansehen, als wäre eine ganze Ladung kleinen Geschosses dagegen gbgefeuert worden. An dem nämlichen Tage endlich zersprang eine dritte fol e Maschine in der so frequen- ten Straße St. Denis vor dem Han e Nr. 200, doch ohne Schaden der anzurichten. Als ein wahres Wunder darf man es betrachten, daß bis jest noch keine Personen bei diesen gefährlichen Explosionen verleyt worden'sind. , - Die Klagen, welche von Seiten der Passagiere der französischen Dampf -Pake1böte zwischen Cherbourg und den Vereinigten Staaten über schlechte Behandlung auf diesen Schiffen während der Reise, nngeziemendes Benehmen dcr Schiffsmannschast gegen die Mitreisen- den, ja sogar ge en Damen, laut geworden, sind nur zu egründet, wie sehr man |Z auch bemüht hat, die Wahrheit zu ersii cn. Doch scheint die Gesellschaft der Herren Herout und de Handel bemüht, diesen Beschwerden allmälig abzrrhelsen. Ein roßer Uebelsiand war bisher auch, daß diese Dampfschiffe, r'velche do eine direkte Verbin- dung zwischen Ncw-York und Havre herstellen sollen, nichtvonHavre direkt abfahren und dorthin zurückkehren konnten. So kam es, daß alle für jede einzelne Fahrt bestimmten Waaren-Kollis, so wie die Mitreisenden, immer erst von Havre noch die Reise nach Cherbourg machen mußten, weil das Hafenbecken zn Havre weder tief nocb ge- räumig qenug war, große Dampfschifxe aufzunehmen. Dies hatte auch den noch auffallenderen Miß and zur “ olge gehabt, daß die Korrespon- denz, welche aus New- ork mit den großen Dampfschiffen zu Cher- bourg eingetroffen war, von dort ersi hierher lief, um dann erst nach HaVre zngelangen. Dariiber hatte der dabei vorzugsweise betheiligte oder vielmehr benachtheiligie Handelsstand von Havre mit Recht leb- hafte Klage “gefiihrt. Endlich ist nahe Abhiilfc zn offen, denn die Schleuse zu dem neuen qroßen Hafenbecken, de la *loride enannt, wird dieser Tage durch Anlegung des Schleusenthors vollends fertig werden und dann auch die größten Dampfschiffe darin einlaufen kön- nen. Das Dampf-Pakeiboot „New-York“ wird zuerst in diesem Ha- fenbecken seinen Play einnehmen und somit Havre dann in den vol- len Besiv der direkten Dampfschifffahrts-Verbindung mit den Verei- nigien Staaten kommen.
Eisenbahnen und Dampfschifffahrt.
Stuttgart, 6. Okt. (A. Z.) Montag den 1lien findet endlich die Eröffnung der ausgebautenVcrlängermrgenunserer Staats- Eisenbahn statt, so daß alsdann eine 20 Stunden lan e Strecke des Verbindungsweges zwischen Donau und Rhein, von ictiqheim bis Süßen, die Städte Statt art, Kamtsiatt, Eßiingen, Göppinßcn, Lud- wigsburg, Bietigheim einéchließend, und damit der am dichtesten br- völkerte Land rich Württembergs, in den Bereich des Dampfwagcns Zescst isi. n diesem oder im nächsten Monat folgt dann noch die
röffnnng des ausgebauten Endes der Südbahn, vom Bodensee bci Friedrichshafen bis Ravensburg. Unstreiti, eine der schönstenStrecken, welche bis cht Von Eisenbahnen durchlaucien werden, brginnt ober- halb Göppingen, wo man längs den Vorbergcn der schwäbischen Alp hinfährt, vorüber am Hohenstaufen (welcher in Folge der Armuth der Gegend an Bausteinen den rößten Theil seines Schlosses, der Wiege des ruhmreichcn Kaiserge chlechts, namentlich schöne Bild- hauer-Arbeiien, im 16ten Jahrhundert zum Schlosse der württem- bergischcn Herzogc in Göppingen, nnd die leyten Steine vollends zum Wiederaufbau des abgebrannten Städtchens Göppingen hergeben mußte), dann den: Hohenrechberg, dern Stuifen bis zuder schönen Burgruine Startseiteck, an deren Fuß der Ba nhof von Süßen liegt._ Der Streit, ob der Staat mit der taxiss en Post cinen Vertraq über die Beförderung ihrer Bricspakete abschließen oder den Versuch machen solle, dcs Vortheils sich zu bedienen, den ihm das neue Ver- kehrsmittel gewährt, urn den ganzqn Löwenbertrag, den man freilich zur Zeit des Abschlusses fiir vorthetlhaft ansah, abzuschiiiieln, dauert fort und wird auch in der bevorsichcndcn Kammer-Srsnng lebhaft angeregt werden.
Krakau, 14. Okt. Gestern ist hier die Eisenbahn Festlich er- öffnet worden. „ Nach erfolgter Ernsegnnng durch den Bi bos Len- towski ging der erste krakauer Dampfwagenmrt cinem l'angenZug von Passaqicr- nnd Gepäckwagen um halb 10 Uhr Von hier nach der preußischen Gränze ab.
Handels- und Börsm- Uachrichtem
Stettin, 15. Okt. (V. N.) An unserem Getraidemarkt ist auch in dieser Woche noch Alles ziemlich fesi geblieben, so namentlich Roggen, der selbst neuerdings etwas höher fich eilte, vornehmlich dnrch den Einfluß einiger Ankäufe fiir Schlesien und orwegen, die aber in Folge der höXer gegangenen Preise bereits wieder aufgehört haben. Im Allgemeinen de en die eintreffenden anuhren den Bedarf noch immer sehr nnxzem'igend, daher auch eigentliche *Voniithe bis [,th durchaus nichtchesammet wurden," was fich erst etwas weiterhin wird 1 un lassen. Mit usschluß der etwa nien Ankäufe für Norwegen, die übrigens nur unbedeutend waren, ist das ns- land noch immer ohne Einfluß auf unseren Markt, und hat allein der m- nere Bedarf bisher darüber entschieden. „
Weizen, wovon fortwährend erst Waare unserer Gegend zu “haben [|, bleibt noch auf 68 a 70 R lr. gehaltcn und ifi bei kleinen articen, wor- unter die stärkste etiva ;),0 spl. betrug , mit 68 :- 69 Reh r für 129 bis 130pfd. gelbe Waare in dieser Woche bezahlt. “Roggen hat den Anf- schwung der lesten Tage nicht gan behauptet und ist etwas matter wie??" ]n loco 1 neue Waare zu 47 Rtiylr. erlassen, zu 46? Rthlk- bereits *," : der geka'u , ged. Russ. 40 Rthlri bezahlt, zu 40 -- 39-2 Nthir. ItxaisX-tb r' Oktober neuer zu 47 Nthlr. kein jeh, pr. Frühjahr neuer 48-2» 1“ n' bezahlt, und dies nur noch in nzeluen Fallen zu mWW Mk be “, dieser Woche seht rar geblieben und neue gr. pomm. 26 . 2'8 “. Oderbruch ganz fehlend. Faser ebenfalls knapp iwb MM M*“ b t. nach Qualität ni : zu aben, pr. Früh ahr ""“"; „„ MMU?
j Erbsen werden grö tentheils für Berlin wryekau &W . man gem-
artie kleine ute Ko erbsen 49 Mb". 1?! au Rthlr. ausgenbiickli *r-yiaigm. _