. _", . _ _„-..;„„
«;ck-., «....»
*,.4 ».- ,
. -. ;, „ ___.._;_._..___„_.„„,__._ „..,-_ _
.-»--*7-;;,*-?'.» _„---„, ---
. ,.
"müht: fich Gneisenau unausxdesschlxk g
ei von Eis iß, so war man schon heute früh im Stande, die hie- ßge Rheinbrücke wieder aufzusahren. Man begann damit qm 7 UZr und nach kaum fünf Viertejstundmx um 81 Uhr, stand die Bru e vollständig da. Inzwjsghm liegt die Eisdecke an versckZ-tedenen Stel- len auf der Mosel und eben so auf der Lahn “"ck sts-
Dnttsche Bundesjtaaten.
““ ei Bayern (NK.) Dez" Fürst von Oettingen-
WaaRthißxrdem 25. Dezember ziir Kiimgltchen Tafel gezogen,
Der Intendant des Hoftheatexs m Munchen, „QbeZst-Lteutenqnt
Z, ];. Zune Freiherr von Frays, ist durch em Königliches Reskriyt vom 1. Januar an der Jutendmitur des Hoftheaters enthoben; sem Nachfolger isi in diesem Augenbltck noch nicht bekaimt. ,
- Die Würzburger Zeitung meldet: „Wie Wir vornehmen, wird in den nächsten Tagen eine umfassende Instruction iiber die jüngste Verordnung: die Aufhebung der Censur für: die inneren Au- qele enheiten betreffend, erscheinen. Die Unterscheidung, die in die- ser erordnung stattfindet zwischen Privat- und öffentlichen Angele- genheiten, und die manchen Censor veranlassen könnte, auch bci einem Beamten den Privatmann von der amtlichen Person zu streng zu scheiden, soll Von der höchsten Stelle die liberalste Interpretation cr- sahrcn, so daß die Handlungen der Beamten ganz der Beurtheilung der Oeffentlichkeit übergeben sind. Für die schon früher bestehende Appellations-Jnstmtz in Censursachen werden neue Bestimmungen ge- troffen, namentlich ein ganz kurzer Termin zur Entscheidung der strei- tigen Fragen festgesexzt werden.“
Die Kollekte zur Herstellung einer Kirche fiir die protestantische Filialgemeinde in Eichstädt hat im ganzen Königrkiche 9618 Gulden eingetragen.
Großherzogthum Hessen und bei Rhein. (Hess, Ztg.) Se. Großherzogliäze Hoheit der Prinz Alexander hat am 28. Dezember Mittags um 11 Uhr, nach einem längeren Aufenthalte am GroßherzoKlichen Hofe, die Rückreise nach St. Petersburg angetre- ten. Se. önigliche Hoheit dcr Crbgroßherzog begleitet seinen Bru- der bid Friedberg. Sc. Großherzogliche Hoheit wird Besuche an den Hbfen Von Kusel, Weimar und Dresden abstatten und sich so- dann direkt über Warschau nach St. Petersburg begeben.
Rußland und Polen.
St. Petersburg, 23, Dez. Se. Majestät der Kaiser hat unterm 17. Dezember folgenden Gnadenbrief an den Wirklichen Gehei- mxn Rath Grafen Bludoff gerichtet: „Ihre gemeinniiyigen und ei- frigen, dem Throne und dem Vaterlande geweihten Dienste in den höchsten Staats-Aemikrn haben stets Unsere besondere Aufmerksam- keit aui Sie gelenkt. Ju Würdigung Ihrer Ergebenheif und Ihrer GcschästE-Erfahrung haben Wir Sie zur Vollführun eines wichtigen Auftrages erwählt, der sowohl tiefe Kenntnis; der eseßgcbnng, als aiich „eine reife Beurtheilung verwickelter und Verschiedenartiger Ver- haltntxse erheischte. Dieses schwieriganustrages haben Sie sich, Unse- ran_r1varnmgcn entsprechend, entledigt, indem Sie in der Eigen- schaft Unseres (Heneral-Bevollmächtigten die Ihnen ubertragenen Unterhandlungen mit dem römischenHofe zu- dem.,von Um? Ihnen Wrgezeichncten, gedeihlichen Ziele fuhrten. Tie Von Ihnen in Rom unterzeichneten Vereinba- rungen haben die Von Uns persönlich bei Unserer Zusannnenknnft mit dem verstorbenen Papste, Gregor )(Ul., dargelegten Grundsäßen iu ent- sLrechender Weise entwickelt. Es sind somit mir gegenseitiger Zustimmung Stipulationen zu Stande gekommen, die forfan die Grundlage für die hicrarchische und geistliche Verwaltung der römisch-katholischen Kirche im Reiche bilden und Unseren getreuen Unterthanen dieses Glaubens- bekenntnisscs Von Unsere'r unermüdlichen und väterlichen Sorge für
ihre geistlichen Vediirfniffe und ihr Wohl ein Zcugniß geben werden.
Zur Bezeigung Unserer Erkenntlichkeit für so bedeutende Verdienste verleihen Wir Ihnen Allergnädigst die diamantenen Insignien des Ordens des heiligen Apostels Andreas desErstbcrufenen. Wir iiber- senden sie hic'rbki und bleiben Ihnen wohlgewvgen. (Gez) Ni-
kolaus.“ F r a n k r e t ck.
Paris, 26. Dez, Gestern War zur Feier das Weihnachtsfesies große Messe in der Kapelle der Tuiseriesn.
BeiHerrn Guizot war gestern wieder eine Besammlung vonkon- servativcn Deputirten und Abends ein Diner, zu welchem mehrere der- selben eingeladen waren. Es sind cht etwa360 Deputirte in Paris anwesend, und am Montag wird in der Kammer eine vorbereitende SiYung stattfinden, um ihre provisorischen Beamten zu wählen.
Das Journal des Débats erklärt, daß es keinechges ein systematischer Gegner des Reform-Systems sei. Es behauptet, daß es im Gcgcntheil stets ein eifriger Anhänger aller wirklichen Ver- bessernngen gewesen, und zählt eine Reihe von Reformen auf, zu deren Gunsten es sich stets auégesprochkn habe, wie z. B. die Herab- seyung des Salzzolles, die Errichtung von Sparkassen, die Gründung von Elementar-Schulen. Das ministerieile Blatt sagt am Schlusse seines Artikels: „Wir sind Reformer, obwohl wir nicht die Reform-,
2474
Fahne aushängen. Wir onen uns kein großes Verdienst daraus machen; denn w" hält“! dafür, daß die Regierungen nur bestehen, um zu verbessexn. Es giebt aber etwas Wichtigeres für uns, als die Reformen; es isi die Art und Weise, sie aufzufassen und auszuführen. Das MMM“ der Reformen ehört Niemanden, und am wenigsten den Charlatanen, denn der C arlataniSmus hat das Unglück, Alles zu verderben, was er anrührt.“
Der minifterieue Conservateur sagt mit Bezug auf die Nach; kichk- daß der Herzog von Aumale von Algier nach Oran abgereist ist; „I" Algier hieß es, Abd el Kader habe sich definitiv geweigert, sich unter den Bedingungen, welche ihm der Kaiser Abd el Rhaman auferlegen wollte, zu unterwerfen. Abd el Kader scheint entschlossen zu sein, aufs "?_Uk die Wkchselfä11e eines Kampfes gegen die Mauren YU ver-su-chen. Cm“ seiner Soldaten, der sich im Lager des Generals
amoricti:_re eingefunden, hat ausgesagt, der Ex-Emir habe den Ent-
schluß gefaßt, sofort zum Anqriffe zu schreiten und sich unkerschens auf die getrennten Lager der Marokkaner zu werfrn, um eines nach dem anderen zu erstürmen, da er zu schwach sei, um allen gegen ihn ausgeschickten Truppen, Wenn sie sich einmal Vereinigt hättcn, die Spiye bieten zu können.“
Herr Sauzethatte vorgestern eine lange Konferenz mit dem Con- scil-Prästdenten, Herrn (Huizot,
Es ist kin österreichischer Geschäftsiräger mit Depeschen fiir den Grafen Apponyi aus London hier eingetroffen. Man glaubt, daß diese Sendung sich auf die Schweizer-Frage beziehe.
Dem Fürsten Adam Czartoryski ist gestern von einer Anzahl Polen eine Denkmünze überreicht worden, Welche das polnische histo- rische Comité in Paris zu seinem Gedächtniß hat prägcn lassen. Ein Festmahl aber, Welches dic royalistische Fraction der polnischen Emigranten dem Fürsten Czartoryski an seinem Geburtstage Veran- staltcn wollte, ist vom Polizei-Präfeftcn untersagt worden, und der Minister des Innern hat sechzig Polen die Anzeige zugehen lassen, daß sie von Neujahr an die bisher VomStaate bc'zogcne Unterstiiyung nicht mehr erhalten würden.
Lord Brougham ist in Paris angelangt, von wo er morgen nach Cannes aiif sein dortiges Landgut abreist.
Die Ratificaiionen des neuen Post-Vertrages zwischen England und Frankreich sind axthewechselt worden, und derselbe tritt mit dcm “1, Januar ins Leben.
Die fraiizösische Regierung will, wie es hkißt, an die Spitze der in Athen zu errichtenden katholischen Kirche einen Bischof stellen, wel- cher den Tiéel Bisibof von Athen erhalten soll,
Aus den neuesten Journal-Berichten geht hervor, das; nicht zu Tripolis in ddr Barbarei, sondern zu Tripolis in Syrien eine Em- pörung ausgebrochen ist.
Großbritanien und „Irland. _
London, 25. Dez. Ihre Majestät die Königin hat, dem alten Brauche gemäß, an den drei ersten Tagen dieser Woche durch den Groß-Altnosenier, Bischof von Oxford, die gewöhnlichen Weil)- nachtsgeschenke austheilen lassen, Mehr als tausend Arme erhielten jeder 1 Krone (5 Sh.) und 196 arme alte Blinde jeder 13 Sl). Zu den Vei'schiedenen Armen- und Arbeiis-Häuscrn Londons Wurden die Einwohner mit Brod, Fleisch, Plumpudding und Ale gespeist,
Die Blätter sind heute am ersten Weihnachtsfeiertage sämmtlich erschienen, da sich die übliche strenge Sonntagsfeier in England nicht auf die anderen Festtage des Jahres erstreckt, aber ihre ?))iittheilun- gen sind auf die nothwendigsten Nachrichtkn beschränkt. Mehrere, wie der Standard, bringen gar keine leitende Artikel, da man an die- sem Taxkc, welcher der Welt die „Segnungen des Friedens und Wohlwolens gegen alle Menschen“ gebracht hat, allen Streit ruhen
lassen will. Die presbyteriauische Geifiiichkeit hat in einer Versammlung zu
Edinburg den Beschluß gefaßt, eine Vittschrift gegen die politische Gleichstellung der Juden einzureichen, währcnd der dortige Stadt- Ratl) das gerade Gegentheil beschlossen hat, wobei die „Unduldsam- keit“ der Geistlichen sehr scharf gctadeli wurde.
Den neuesten Nachrichten aus Irland zufolge, haben dort außer dem bereits crwähnten Sir (T. Corte auch Sir J. O'Donnell und Lord Clements Drohbriefe erhalten. DerErstcrcbcschäftigte mehrere
Hunderte seiner (Huts-Angehörigen und war nach Dublin gegangen,. .
um 12,000 Pfd. St. aufzunehmen, damit er seinen armen Leuten ferner Beschäftigung gcbkn könne. In seiner Aijssenheit wurden ihm zwei „Tkrry-Alt“-Briefe ins Haus geschickt, Worin er aufgefor- dert wurde, den Lohn seiner Leute zu lrhöhkti, oder man würde all seinen Flachs verbrennen, ja, ihm das chcn nehmen. Bei der näch- sten Sißung dcs Friedensgerichts redete nun Sir J. O'Donnell das Versammelte Landvvlk mit Worten wie die folgenden an: „Ihr kennt mich 19 Jahre als euren Gutshcrrn und eure Obrigkeik, und ihrhättct wissen sollen, das; Terry-Alt-Vricfe mich nicht bange machen. Wir leidm alle unter dem Unglücke, Welches Gottes Weisheit über uns Verhiingt hat. Laßt uns vertrauen auf uns selbst und auf unsere eigenen An- srrengungen, Laßt uns das Land graben, damit wir säen können; laßt uns einander helfen, und Gott wird uns segnen. Ich hoffe,
wir Werden dann nächsies Jahr uns besser befinden, als jeßt. An Eure Drohbriefe kehre ich mich nicht; es ist mir gleich viel,*wer sie gesandt hat; doch, beiläuxig bemerkt, von jvem sie auch sein mögen, wer mich wieder damit er tenen will, der sei so gut und bezahle das Postgeld. Molly Maguire soll mich nicht aus dem Lande treiben . , . . WoUt Ihr Euch hinlegen und sterben, wie Viele voriges Jahr qe,- than? Dann verdient Ihr nichts Besseres. Kein Mann in Burris- hoole arbeitet so angestrengt wie ich, bei Nacht und Tag. Ihr habt genug zu thun, um Euer Land zu bestellen, um nächstes Jahr Hafer zu säen und Kartoffeln zu pflanzen, Muth, sage ich, und Anfircn- gung! Aber laßt die Drohungen; denn sie sind bei mir verloren.“
Nach den gestern veröffentlichten amtlichen Geburts- und Sterbe- Registern,welche bis zum 18ten d, M. reichen, scheint die Grippe ami) hier endlich im Abnehmen zu sein. „“Die Zahl der Todesfälle hat sick) nämlich in der Woche vom [lilli bis zum löten schon wieder ans 1946 vermindert, während sie in de'n beiden Vorhergehendcn Woibcn resp. 2454 und 2416 geMscn ist. Nach einer den fiinf chtvorhdr- gehenden Jahren entnommenen Durschnitts=Berechnung wiirden in dieser Jahreözeik bei“ gkwöbnlikhcm Gcsxmdhcitszustande ungefähr 1046 Sterbefälle wöchentlich in London vorkommen.
Die Annahme der Tratten dcr ostindisclxn North,:Wesie'rn-Bank auf die Herren Glyn u. Comp. ist von diesem «Zariqnißrbausc gestern vcrwci ert worden; doch hcißt es, das; dieselben j'oahrscheinlich nach Ankauf der nächsten Ucbcrlandpost werdcn acceptirt wcrden. Tie Weigerung soll nach der Morning Chroniclé daher i'iidi'cn, das; die in den Händen der He'rrcn Glyn u. Comp. befindlichen Sciuri- täten bei den jetzigen Prcisc'n zur “Deckung der Trafic" nich? ikiilkli chen. Alle Tmttcn auf Sicht werdcn inzwisibcn aiif Bm'lmgcn bc- zal)lt, und Herr Watson, de'r hicsige Agent dcr Bank“, hat die ihm Vorgezcigtcn Traktiu angenommen.
Nach dem Manchester Courier soll sich eiiiigl Lluösicht Zki- gkn, daß den Glänbigcrn des Hcrr11Hargieavrs in“.“ivcrwool cin an- nshmbarks Arrangement vorgeschlagcn Werden kam!,
Tem bekannten Romanschriftstellir, Capitain Marryat, der ['i-([) besonders im Birmancnkriege sehr ausgezeichnct (mt, ist eine vakant gewordenc Pension zur Belohnung des guten Vcrhaikcnö im Staats- dienste, zum Betrage von 150 Pfd. St., verliehen worden.
H ck w e r 3.
Tagsaxznng. Sitzung vom 23. Tczrmbe'r. (Jrkf. Bl.) In dieser (schon erwähnten) Sitzung sprach U]ltkl'11)1'llÖi*U (*Iandmnmmm Wiirsch) zuerst den Dank fiir die dundcödriidsrlicbc Anfimdmc ans, den die Abgeordneten der beiden Untcrwaldcn bri den iibrigen (350- sandten gefunden. Es miissc al;) eine Jiigung dsr llllkl'fol'sKÜUTinl Vorsehung bctrachikt werdcn, daß jene schrecklichcn Ereignisse 111111911 ciutrcten miiffcn, Welche, wie es scheine, nur dazn bestimmt gswestn, die Bande der Treue und Nnhänglichkcit unter den Bundesbrüder" neu 311 be'fcstigcn, Ereignisse, Welche man mit dem Mantel “dcr Liebe und Vcrgcffenheit bedecken miissc. "Dex“ Gesandte spricht die Hoff.- nmtg aus, daß man gegenseitig keine harten Vorwürfe wehr [wren lassen werde. Das Volk von Unterwaldcn wolle keinen Condcrbnnd mehr. Er cmpfichlt das biedere Volk vonl1t1ter-raldeii dcrLicbc Und Achtung seiner Miteidgenosscn, Freiburg dankt cbcnfalls fiir ,die-11,111! zuTl)lil gewordene Aufnahme und tritt umständlich aufchWtdcrstand ein, Welchen cine libkrale Minderheit in Jrlibnrg dcn Sondcrbimd Tendenzen entgegengcscxxt habe, was vielleicht nicht genug dcaibtct wordcn sci. Allein alle Umtricbk dci" Jesniteii mid iHre'r Helfer här- ten nicht vcrmochk, den Kanton Freiburg von der Cidgcnosscnschi'ift 311 trennen, mit welcher er fortan brüderlich leben Werde. Riiäsichtiich des vorliegenden Gegenstandes (Oberst Bron» aus dcm eidgcndssi- schen Stabe zu streichen) erinnert Freiburg an das Beispiel yon Ab“)-
berg, welcher auch aus dcm cidgcnössifthen Stade gestrichen Worden sci, später abkr als Repräsentant skinlö Kanton;- in der Tagsaßumg gksi'sscn habe. DcSche-n möchxc Freiburg, daß alle wech Tlieil- uahme am Sondcrbund aus dem Srch gcsirichcncu Offiziere fiir unfähig erklärt wiirden, je wieder cidgcndssisiiw Stsllkn 311 bekleiden. Frsiburg eröffnete dann, das; sein Stand sich dem Beschluß dcr Tagsaizung in Bktre'ff Auflösung dcs Sondcrbnnch unterwirft, dit“ Answkisung der Jesuiten beschlossen Und auch anerkannt babs, ("11111- licl) zur Revision des Bundes mitwirken zu wollen. In letzterer Bc- zictzimg erklärt es der Gesandte fiir Besitgnis; der Cidgmwssciisiimst, dcn Bundesve'r'rmg nach Gefallen zu ändern, und findet die Nori),- chdigkeit der Revision hauptsächlich in zjvci Punkten: 1) die Ver- schiedcnheit oder vielmehr Uneinigkeit iibcr den Sinn des jetzigen Bundesvertrages, die Auslegnn und ?liiwcndung deffelbkn, wbrmis namcntlich die [(BMW ungliiälicZen Ereignisse entsprungen seien; *.?) der Mangel an irgend Welchcharantic fiir die Bevölkciungcn gcgen- iiber der Willkür der Regierungen.
Sitzung Vom 24. Dezember. (Verf. er.) Ter ridge“- nb'ssischc Vorort Verlangt fiir die 31! den Civil-Auögabsn dcs Bunch bestimmte Ccntralkasse cinen nachträglikhe'n Kredit von 20,1100F1x, der wegen drr anßerordcutlichen Auögabcn nothwendig grwordcn ist, Welche die Centraliasse im Laufe dieses Jahres wegen der bekavmfcn
__._-
Zur militairischen Ykemoireu-Literatur.
Von Wilhelm
Wanderungen eines alten Soldaten. Berlin, Alexander
Baron von Rahden. Zwei Theile. Duncker. 1846 und 1847. gr. 8.
(Schluß. Verg'1.A11g,Preuß.Ztg. Nr. 361.)
, Jux Azlgtxst 1831 versuchte Herr von Rahden verschiedentlich, seinen Wiedereintritt m das xreußische Heer zu bewirken. General von Wisleben war ikdßch jest nicht effet gegen ihn gestimmt, da er ohne seinen Rath Uzi?) WJÜM nach Rußland gegangen War,. er wollte ihn daher im Frieden mchk Med“ ansileen, *UVP-Jen dies im Fall eines Krieges mit offenen Ar- nzen geschehen wuxde,„ WU er sehr gut gedient hätte. (S, 267.) Durch dx? Wiederholung ahnllkhkaeichcide sah ich unserVerfasser enöthigt,nochmals die, Vermittlun des Geqerql Diebits und die Anste ung im rusfischen Dienste nach?" uchen, dl? ihm derselbe auch als Hauptmann in seinem Ge- neralstabe zu a te und nx: Anfatxge Januar zu dem Heere am Bu abzu- Zlehen yteß, wei! der polnische ereg“demnächst beginnen wiirde, (1 . 271.)
Uf dieser Rufe aber traf “' m dem posenschen Städtchen Kkzmin den General „von Grolman“ von dessen Wohlgeneigtheit unser Buch scho" früher mehrere Züge enthalt, und ward von diesem bestimmt, sein Vorhaben aufzugeben. Anf Grolnxan's Empfehlung nahm ihn der Feldmarschall Gneisenaii, " der sert dem 8. März 1831 die zur Deckgng der reußischen östlichen Gräpze aitfgesiemen Heereöadtheß lun en befehligte, in ein Hauptquartier auf, émskallkn, zwar obne bestimmte An ellung, edoch zur allgemeinen Dienstleistung m seinem Büreau, bis er ihn nach Vobilmachun der Armee werde „als uten„Topogra hen und praktischen, tüchtigen Fe dsoldaten“ Hit!. 333.) brau en k'onnen. ndeß be-
abdens Wiederansieüun in Berlin zu erlangen, erhielt mehrere q ige Antworten, bis endli eine Bestim- mun des Generals von Wislebenxinging, daß der Hauptmann von Rah- den an die aktive Armu-Wiirde würde eintxetm können, wenn er Angesichts dieser Verfiigung :ck nach Glogau begäbe und dort so lange Rekruten erer in, bis er ru ig eworden sei. Der Vexfafsxr bezei te "fich sofo'rt willig zu gehorchen, ein „qnad-ger und _väterlicher önner“ aber bedeutete ihn, daß er als sein Feld-Marschau ihn nicht' wolle
nach Glogau abgehen lassen, sondern ihm bei _ der Division des General von Grolman das Kommando einer vakanten Landwehr-Compagnie mit vollem Hauptmaunsgehalte iibertrage, bis er ihn wieder zu sich rufen werde.“ (][. 351). Der Tod Gneiscngn's hinderte die Ausführung Weiterer Pläne, von Rahden gericth in Kroto1chin in hefti e Händel mit einem polnischen Edelmann, forderte diesen und tvard da iir zn viermonatlichen Festungs- Arrest in Glogau vcrurtheili. Als ihn nach Ablauf desselben General von Grolman erklärt hatte, daß es_ihm nicht möglich sei, die AbneiguY des Generals vou Wisleben zu benegen, so verließ von Rahden schnell cht;- fien und suchte bei dem Oberbefehlslaber “des in den Rheinlanden 1111 Jahre 1831 aufgestellten Beobachtungséeeres zu Krefeld um die Erlaubmß nach, als unbesoldetcr Coinpagmc-Fijhrer der Landwehr eintreten zu können. Er ward zwar wegen seiner preiswiirdigen Absicht belobt, aber doch zit_- rückgewiescn. Da trieb ihn denn seine Kriegslust und der Trieb nach Tha- n' keit zu den Holländern, um am Kampfe gegen Belgien Theil zu_nehmen. „ ls ich die holländische Gränze am 9.Dezember 1832 betrat, erschütterte der fürchterliche Geschiixdonncr von Antwerpen die Lust, den Boden und qlle treuen Gemiither A-t-Niederland's. Sein Ruf galt auch mir und ließ „nnch, nunmehr befreit von den beengenden Formen starrer WiUkür, meinem WW!“ sche gemäß, in giiiheud cnthnfiastischem Verlgngen, deu-brav'en Verthetdi- ern des unterdritkten Reiches mich anzuschließen, möglichst rasch zum er- ?ehnten Ziele eilen.“ (11,385.) , , . Zwiscl en ditse eigenen Erlebnisse hat Herr von Rahden zwei biogra- phische S ildervngen der berühmten Heerführer , Gneisenail und Grolmgn, gestellt, eine A!3Wahl anziehender Faiben und Züge zu eiiiem Lejbensbilde zweier Männer, die in der pxeußischen Kriegsgeschichte und izber due Granze derselbenhinaus, mit unvergän lichem Glanze leuchtxn. Gnezsenau's bectis- geschicyke begünt mit seiner bstammung und siinem fruheren Militair- dienste, Wobeywir die Bemerkung finden, die Familie habx_e1gent]tch Nud- hardt geheißet', und ihr Stammfis sei eine Befiyung (Yucnenau “'. Oester- reich gewesen Die genauere Bestimmunk), welche zugleich als Yertchngnng der Angabein Helibach's Adels-Lexikon . 436 gelten kann, „Ware gcwesen, daß der Eulfis Gneisenau in Oesterreich ob dex Ens ltegx, 111 dem ob-xren Mühlvierteß an dem linken Ufer der großen Myhl, rind em „Lehn deiFurß- “ck Schwgzenbergischen Herrschaft Wittingen m Böhmen tft; ,Die fol- gende Schlderung (11, 278-353 zei t und die edle und wurd! e Geftait des Feldherrn in den verschiedenjien Beziehungen, welche der erf, mit
“
Liebe und glücklichen: Talente aufzufaffcn gctvußt hat, es mag dies nun auf den Mauern von Kolberg sein oder in fürstlicher, hoher Haltung an der Spiße der Truppen, in der Umgebung einer glänzenden G-*,'c11schaft oder an der durch Heiterkeit und Ernst gleichmäßig belebten *))kittagstafrl, Wo „die Rede stets wie gediegenes Metall Von seinen Lippen floß“ oder in der wehmüthigcn Stimmung, die nacl)Diebitsch811'splöleichem Tode scinschdncö Gesicht beschattete und ihn in die Worte ausbrechen ließ: „Wer doch, wie Schwerin, fürs Vaterland sterben könnte!“ (S. 3-15) an Zierde dienen sowohl dieser Schilderung, als der nachfolgenden Gi'olman's die auf beide Männer bezfigltchenStellcn Arndt's, 1vclche noch lange nicht gcnng bekannt sind, und nlihrere Briefe Gneisenau's, die in den „Lebensbildcru aus dem Befreiungskriege“ stehen. Der Aufsaß iiber Grolman träit überall die Zei- chen der höchsten Verehrung gegen einen Mann, desscn Jimny in der preu- ßischen Yrmce und im prcußischen Volke nur genannt zu [vorden brauchte, wenn em großartttir uud hochherziger ManncZ- Mid Soldaten-Charaitrr bezeichnet Werden ollie. Wie inhaltsi'eich sind nicht die Worte, wclche er zu Glogau im April 1832 einem jungen Landwehr-Licutcnant, der ihn auf_efordert hatte, die Landwehr, „Wenn es einmal loSgeyt“, recht tüchtig hinemznfiihren, in folgender Weise erwiederte: „ja, mcm junger Kamerad , hineinfiihrcn will ich Sie schon - fiirs Heransiommen werden Sie aber selbst sorgen müssen, denn das (init bedcittiamcn Achsel- zucken) habe ich nie verstanden.“ (S. 881.) El; Zahle sPKJikk aber hatte der so kriegstiichtige Mann das gemeinsame Loos aller Sterblichen erfahren müssen, als er seinem Waffenbruder, dem General von Hdffmann, auf eine an ihn gerichtete Druckschrift nur die klasfischcn Wdrkx Gothc's „entgegiicte: „suchst du den (Höß, dcr ist nicht mehr.“ (S* 38») Und m wenigen Wochen war er wirklich nicht mehr.
Außer diesen genannten Heerführer" fiyd xtnserem,a!tcn„Wanderer anf seinem Lebenswege eine Anzahl andxrer Ulchkigék Kriegsixiannxx begegnet, für deren Nennung oder Schilderung ck11! alle die dankbar semfmunen, welche den Schaß zu würdigen wiffen„ den ent Herr in so'lchenaEnnncrungx'u be- wahrt. Wir nennen hier nur due Generaie ClallsleH, Hiller von (Hartim- ger, Naßmer, Stockhauseq, von dem York faßte, cr ziehe xedeSntal vor ihm denHut zaerß, Wenn er ihm begegne (][. 35), Decker, die noch lebenden O'Eßel, von Brandt tznd Chlebus: alle diese und andere schaarxii sich dicht um den hochseligen K'omg, dessen Andenken von Rahden m hochsten Eh-
.ren hält.
außergewöhnlichen Verhältnisse zu bestreiten gehabt hat. Dieser Kre- dir wird mit 16 Stimmen bewilligt, Tessin behielt das Protokoll offen. Dem Begehren von Bern mn Verschiebung einer eidgenössi- schen Inspection, die im Jahre 1848 stattfinden sollte, bis zum Jahr 1849, wird einstimmig entsprochen, da auch G e nf nachträglich beistimmte, Welches anfänglich das Protokoll offen behalten hatte. Die in der vorigen SiHung an die Siebener- Kommission zur nochmali- gen Priifung zurückgewicscne Angelegenheit Von Obwalden, wegen der Sicherheitsstellung für dessen Riickstand an der Kostensumme, kam hierauf in erneuerte Verathung. Es wurden wenigere Einwürfe gegen die ankrbotene Bürgschaftöleistnng der vier Landammänner Don Obwalden erhoben, als gegen die aus- bcdungene Frist von sieben Zahi'cstcrminen zur Abbezahlung. Meh- rere Kantone wollten nur zjvci bis drei Jahri'stermine einräumkn; andere höchstens fiinf, nur um eine I)iajoritiit zu Erledigung des Ge- genstande's zu erzielen; immerhin jedoch wurde anerkannt, daß Lb- walden große Bkrcitwilligie-it gezeig': habe, Zu seinen Bundespflichten znriickzuichren und seine Obliegenheiten rücksichtlick) der Kostenbexah- lang 311 rrfiilicn. Unterwalden steiite eindringlich Vor, das; es ] scin Möglichstes aufgebotsn habe, um den davcrigeu Forderungen zu , mitsprechen, und sich bei dem erschöpften Zustande dcs Lauch 1 znr Annahme der gestellten Vcdingungvn nackydriickiick) zur Be- riicksichtignng empfehlen müsse. Waadt, Genf und Bern legten in umständlichen Voten ihre Gyneigthcit an den Tag, dem Wunsche dcr Unterwaldner zu entsprechen, besonders um dieselben nicht der finanxielisn Mittel zu béranbe'n, die fiir den Fortschritt der liberalen Sache nothwendigi'n Schulcinrichtungcn u. s, w. zu treffen imd um die Hcimkchr der eidgenössischen Trupycn zu besidlcuniqcn, welcbe dnrib ihre so lange Dikiist-lewcscnlwit bereit,? bedcuténde Lpfcr gebrail/W. Dkk Antrag, den Schuld=Titcl Von Lbnmldc'n so aNZUUUYULU, wie er _ist, niimlixi) mit siebc'n Jahrks-Terminkn, vcr- einigte nur- sechs Stimmen aiif sich, wonach durch successivcn An- sihlnsx fiir“ Gewährung von fiinf Jahres-Tcrmincn sich (wie gestern bereits crwiihnt) eine Mehrheit von *14.*_,“ Kantonen ergab. Fiir Cr- tlxcilimg der Vollmacht an den Vorort, die chupatiori in Obwalden aufhören zu lassen, sobald der Schuld-Jitcl auf obige Weise um- geänderf wbrden sti, crgcbcn sich 1413“ Stimmen. Zugleich wird 21“- iiffnrt, das; ankl) Nidwalden seine erste Rate &“an und fiir den llcbcrrsst cine äbnliche Schnidschrift ausgestellt habe, wie Obwalden. Mit 11) Stimmcn wnrde sofort beschlossen, dieselbe dcr Zicbnew Kommission zu überweisen, cbcnfalls fiinf Jah1'kÖ-1Tkkl11ixlc zu gestat- ten Und den Vorort zu erntiichtigkn, sofern sich die Schllldsi'lNifi nail) gdsi'bclwncr Priifnng annkhmbar ki'wc'isk, gcgen ')?idwaldcn nach din gleichen (»Ii'imdsäßcn zn Verfahren, wie fiir Obwalden. Bei diesem Anlaß eröffnet? Unterwalden seine Instruction, dic dahin ging, das; kö dem Sonderband förmlich entsagc und sich dem Tagsaßnngx- Beschluß, in Betreff der AndMisung der Jesuiten, untcrzichc.
(Schw. M.) Da man auf der Tagsaxzung iiber die' ngc der Vertagung nicht einig werden konnte, so hat nnn Herr Ochsenbein von dem ihm dnrch seine Stellung zukommenden Rcchthcbraucl) ge- macht, faktisch eine knrze Jcrienzcit anzuordnen, dadurch nämlich, daß ci“ aiizcigie, es worde vor dem 8. Januar keine Sitzung mehr staxt- finden, und auf den Fall hin, das; eine solche Vor diesem Termine nothwwidig Werde, sollten die Gesandten in ihrer Heimat schrift- lichdoder nach Umstiinden durch eigene Eilbotsn hierzu eingeladen w r kn.
Kanton Bern. Wegen Zuriickziehung dcr Occupations-
Trnppcn soll dem Vorort Von der Tagsatzung Ziemlich Weite Voll: macht crtheili worden sein, Die Divisiousstäde dcr zwciten und drit- ten Division (Burckhardt imd Donats) sind nun aufgelöst und ent- 117-1'".
„ ("O. P. A. Z.) Zu einer der leßten SiHnngeii dcs eidgenös- sischen Rriegsratl)s sind auch, die_ Militair-Vexrhältninc des Kanton») Tessin besprochen wdrdcn. Die (Pränzlage dkslelbcn, ans dxr bedwb- testen Sdite dcr Cidgonoffcnschast, Verleiht diesem Gegenstande mne besondere Wichiigkeit. Bekanntlich hat nian wo:: dcm Wrsbrnch des Kampfes cin“: scchsie Armechivision gebildet, cine “Flik Kompiimcnt oder Beruhigung fiir die bkzivlifclten Genxrals-Qualitaieii dcs *Tag- salzunqs-(Hesandten Luvini, dem vorher bci der Wahl klülgt'l" Ober- Chargen Einzelstin-ixncn ziigefallsn waiLY. Nun konnte aber doch im Llnblick dcr fiinf andcrcn quioncn, von wclchin jede iibkr 12,000 Mann zählte, keine sechste mit nur_ZILL Mann (die Mannschaftözayi dcs tessiitkr Kontingents) austrkten, wsö- halb man die graubiindtische Brigade Pioda (ami) nm“ “.? Ba- taillone und “1 Scharfschiißrn-Compagnic) [)1'11311bxk01'dklik. Damit ci“- reichte dic Division noch nicht die Stärke 23911 0000 Mann. Zum Ukbcrflnß trafrn aber die (Zöraubiindtncr, ausgehalten durch dkn 101x- dcrbiindischcn Geist in ihrcm GoithardtH-chirkc, zur rcchtexi (Zcit nickt ein, und die Tessindr standen, mit '.)[Usimhme der freiwilligen Sibiiyen, zumeist nm" aiif dem Papier, wodurch denn jene iibclbc; iiiihtigtc Jagd Von Airolo bis Bellinzona durch 1110!) Sondcrbiind- ler mögliii) Wurden Von Tessin aus smbtc man diese Schnmch, wel;- chcr andere Eidgenossen den Mangel an Math unti'rstc'lltcn, niit dom Nichteintrcffcn dcs Von Baselland crbotencn Instructions-
2475
Obersten zu entschuldi en; ob bei einem prinzipiellen Volkskrie eenvas Exercitium mehr die (acht verhindert, lassen wir dahingesie t. So viel scheint vor der Hand gewiß, daß man auf einen möqlichen Fall die Vertheidigung der südlichen Gotthardsfläche nicht der Éx-Divifion Luvini anwertrauen will und eben so wenig Ursache hat, das plößlich radikal gewordene Uri mit diesem Gxxchäfte ausschließend zu beauf- tragen. Dem Vernehmen nach ist besprochen worden, züricher Artil- lerie und St, galler oder thurgauer Infanterie diesen Theil der Lan-
i desvertheidigung übernehmen zu lassen, so wie dieselbe nöthig werden
sollte.
Sowvhl der Präsident der propisorischen Regierung Von Frei- burg, als auch Herr Chatonay, Regierungszrath, ist in Bern anwe- send, wie man vermuthet, um sich mit einfiußreichen Mitgliedern der Tagsaßnng iiber die Wege zu bemthen, auf welchen die Jinanz-Ver- lygenlxit beseitigt werden könnte; namentlich über den von einer ent- schiedenen Mehrheit im Kanton gehegtenPlan, zu diesen Zwecken die Klöster heranzuziehen.
[Allg. Ztg.) Die Untersuchungen iiber die Erzcsse sind in vollem Gange und werden mit aller Strenge betrieben. Hauptsächlich sucht man diejenigen zu erforschen, welche bei Freiburg den Verkleideten Priester erschossen haben, der ge- fangen genommen war, sich dann flüchten wollte und von berner Ku- geln niedergestrcckt wurde. Gegen einen im hiesigsn Inselspital lie- genden Soldaten soll eine Unterjuchung angehoben werden, weil er währoud des Kampfes ein Haus anziindete, aus welchem auf vor- iibcrziehende Tiuppcn sicdcndcs Wasser gegossen wordcn. Auch die C'igdntl)111116-Vcrlcyungeu wcrde'n nachdrücklich geahndet werden. Alle bei der hiesigen chicrimg abgeliefertc Bente wird, wie es heißt, zu- rückgegeben werden. Im lnzcrner Zeughaus hat man das Schwert, die Stre'itaxt und die Kopfbedeckung des Reformators Zwingli gefunden.
Kanton Luzern. Ter 11cm» Große Rath sagt in cine'r Proclamatfon an das Volk dieses Kantons: „Wir sind fest ent- schlossen, die heilige christ-ki'ttholischc Religion zu schiiykn und zu schirmen, die Rechte der Kirche zu achten Und 31! ehren, die Rechte des Staates zu vrrtheidigen, Verfassung und Gesetze zu handhaben, Ruhe und Ordnung anfrecht zu erhalten, der schweizerischen Eidge- nosscnschast wie dem Stande Luzern Treue und Wahrheit 311 leisten, des allgemeinen und besonderen Vaterlandes Unabhängigkeit, Freiheit und Reidte mit Leib und Leben, (Hut nnd Blut zu schiiyen, gewissen- haft all' Ullst'l'é Pflichten und Obliegenheiten zn erfiillen, durch Wort und Beispiel nach bestem Wissen und Gewisskn des Vaterlandes Wohl- fahrt und Ehre zu fördern und dcssen Schaden und Nachtheil zu wenden. 'Das haben wir eidlich vor Goit dem Allmächtigengeschwo- ren. “Ter einst blühende Staats-Haushalt licgt danicdcr, nnd die Kassen sind schr l)eruntergekonnnen*, die dem „Kanton Luzern andertraute eidgenössische Kriegskasse ist zum Theil geplündert, Das Land ist vrrschuldct. Millionen von Kriegskostcn müssen an die schwer belei- digte Eidgenossenschaft bezahlt werden. Zudem ist der Kanton all- ssitig erschöpft; es bedarf großer Anstrengung und gcmeinschaftlichcr Opfer znr Verbesserung dicses zerrüttetenZustandes. Nur Eintracht, aufrichtige Liebe zum Vaterland, cin trcues Anschließen an danund 'der Eidgeiiosscn, Weise Benutzung der Hiilfsqucllen, sodann Gerech- tigkcit ohne Ansehen der Personen, ohne Riicksicht auf die politische Meinung, werden im Stande sein, die schweren Wunden, an Welchen unser Land blutet, zu heilen und die hohe Aufgabe, die uns Vorgl- zcichnek ist, 311 erfiillen. Nicht minder groß ist unsere Zuversicht auf die segensreiche Mitwirkimg dcr gesammten hochwiirdigen Geistlichkeit des Kantons, die auch ihrerseits auf den vollen Schuß der obersten LandesbehördeVertrauen darf. Sie bildet 11achdemWortund Geistdes _qött- lich-'n Stifters unserer Reifgiou dic Mittlerin zwischem Gott und der Welt, mäßigt die FK'LUÖLU des Giiikks, tröstet im Unglück, begeistert zur Ausdauer in den Widc'rwärtigkeich des Lebens und predigt Versöhnung und Liebe?, damit das Reich Gottes auf Erden Wurzeln fasst und chkihe. Mitbürger! Schließt Euch alle an Eusre vcr- fassnngMnäßige Behörde an. Vergessct vergangene Vitterkeiten. Rcichct einander iibcrall die Hand dcr Versöhnung und des Fi'iedkns. Dic Fortscyung alte'n (Hi'olls fiihrt nicht 311111 Guten. Wer gefehlt hat, der bessere sich. Wer sich unschuldig fiihli, der mache dem Schitldigen keine Vorwürfe", drm: alle sind sündige Menschkn.“ Mit der Versicherung, stlbst treu an Verfassung und Gesry zu halten, wird am Schlusse der entschiedene Wille ausgesprochen, Virfassung und (Hesel) gegen jeden Angriff zu schützen,
Obige Proclamaiion, dercn Entwurf ])1', Steiger in dcr Groß- rixtiw- Sixzung vom 21. Dezember Verlas, und aus der man sine schr vcrsöhnliche Libsiibt l)ci'Vorlcuchte-n stht'll will, besonders weil darin der Geistlichkeit der Charakter als „Vermittlerin zwischen Gott und der Welt“ beigelcgt ist, wurde Von der Versammlung cinmüthig angmionnnen. Der Kanton wird nun in den nächsten Tagen auf der Tagsaßnng wieder Vertreten sein, nnd die .Lmuptbestrcbung wird da- hin gciwu, demsclbcn Erleichterungen hinsichtlich di'l“ Bcsaßung und der Kosten zu Verschaffen, und wärs cs auib nur in Beziehung auf giinstige Zahlungs- Termine. Das SiÜÜtÖ'VLrtUögk" ist jedoch nicht in dem Maße Von der abgetretenen ngierung geschwächt worden,
vorgefallenen
wie man vermuthete. So sind die sznainen in unangetastetem Zu- stand verblieben und nicht mit Vnschmbungexi belaßet worden. ,
Es ist cht in Luzern das Ptobeblatt tmrs tienen konseryativen Blattes erschienen, betitelt: Next: Luzerner Zeitung. Die Arx- kündigung sagt: „Die konservativen luzemer Blatter haben zu erscheiz nen aufgehört, während die herrschende Richtung sich durch zwe: Blätter vertreten findet. Um in der Tagespreffesnun auch, der kon- servativen Richtung Ausdruck zu geben, haben, die Upterzeichner dds Blattes es übernommen, von nun an wöchentlich zweimal em politi- sches Blatt erscheinen zu lassen.“ Ueber den neuen Gxoßen Rath spricht sich dieses Blatt in folgender Weise aus: „Der Eindruck, den der neue Große Rath auf die Zuschauer machte, ist em wesentlich verschiedener von dem des alten Großen Rathes. _Dyrt saßen einstens Bauern, schlicht, ein_f_ach, der gegemvarttge Große Rath ist mehr aus der Klaue der_ Beamten, Ad- vokaten genommen. Ehemals einfache Kleidun , Kittel und halbier- nenen Frack, jeyt mehr Kosten und schwarze entw,“ mehr markante Physiognomie und gewandtere Haltung. Und doch ist es,_ sagt man, das gleiche Volk, das beide Große Räthe, den_von 1845 und „den von 1847, als seine Stellvertreter ernannt, Zyt es wohl das nam- liche Volk, das frei und ungezwungen die Mantier seines Zutrauetis vchorfen? Ist es das nämliche Volk, das thxe Gegner: an die Stelle berief? Ist es das nämliche Volk, das,)eYt auf ihr Haus und Heim greift? Ist es ein ganzes und das__nam-11che,Volk, das so höhnisch die alten Regenten ins Grab geschafft, fur ÖlkÜLÉ 8 nge friihcr und vor 2 Jahren im Feld gcstandrn“? Oder Wld es viel- leicht fremde Einflüsse, ist es Gewalt, sind es sremdx Bajonette, ztnd cs Fehlgriffe seiner ehemaligenRegierung, sind es didSchrecken eme-r Occupation, sind es Verhaftungen, sind cö gewaltthattge Dekretc, die das Alles vermochten?“
(Schwäb. M.) Ehe der Große Rath sich Vertagte, macht Schultheiß Kopp in der Sitzung vom 21. Tezembcr noch mehrere Anträge, die sämwtlich einmüthig angenommen wurden; 1) betreffend dii' neue Bkstellung der Bezirk» nnd Gemeinde-Bxhdrden; ?) dre Abhaltung eines Dank- und Bittfcstcs für die glückliche Erxthung aus der größten Noth, die das Land je bedrohte; 3) Eronnung eines Kredits von 20,000 Fr. für Liquidation der Vom Sonderband herrührenden Rechnungen; 4) Auftrag an den Regierungs-Rath, die provisorische Regierung und ihre Angestellten angcnieysen zu ent- schädigen.
(Allg. Ztg.) Unsere Regierung Zhaite einc schwexe Geburt. Von elf Mitgliedern schlagen vier die Wahl aus, und eines hatte ?as geseyliche Alter noch nicht. Untcr dcn Ersten war auch Schu- machcr-Uttenberg, der sich aber endlich zur Annahme bewegen ließ, so wie noch zwci andere dem größeren Publikiim weniger Bekannte. Es herrscht nämlich bei uns die üble Sitte, dax; einige WeniZe solche Wahlen in Nebcnversammlimgen abkarten und dann ihre Liste MLM den Wählern geltend zu machen wissen, ohne dgß Vorher_die quah- lenden selbst befragt und ihre Wünsche in chrelsuiig auxZusammx-n- seyung der Behörden :c. vernommen worden. JIth-Uatük-[lchkk waxe es, diejenigen, von denen man- zum Voraus all_qcmetxt weiß, daß xte nicht übergangen worden, in Beziehung auf bxtzugcbendg Kol- legen wenigstens um Rail) zu frggen. , Tax; der „liberal- konservative“ Peier, im Jahre 1841 m den Regierungs- Rath und im Jahre “1845 ins Obergericht gewahlt„- “em makei- loser Chremnanu und tiichtiger Geschäftsmann, nacbtraglrch noch 111
die chieruug aus dem Obergericht Versetzt wurde, soll vielbeigefra- «211 haben, genannien Schnmacher-Uttenbcrg zur Annahme ZU be-
iiimmcn. [)x-. Steiger scheint sich wieder Janz der Politik widmen u wollen; daß er aber dieses doch von der Annahme gewisser An- räge, die lk im (HroßeuRathe nächstens stellen werde, abhängig er- klärte, hat aus Viele de'n iiblku Eindruck gkittach1', daß er ein unbe- sche'ide'neö Dominium anstrebe. Wir glauben: nicht, daß er es so ge- meint hat. Er tritt wider Erwarten mit vieler Mäßigung auf, und Wenn er zu handeln fortfährt, wie er begonncn, so möchte er mehr als irgend ein Anderer geeignet sein, diesen und jenen im Zaum zu halten. Bis cht hat es allen ?luschcin, daß d'ci'Wechsel menschlicher Schicksale, den kr so sehr erfahren, ihm eine Geistesstimnmng gege- ben, Welche mit den grauen Haaren scincs Hauptes nicht in allzu großem Kontraste stehé. Das Obergericht und das [Kriminalgericht ist ans Männern zusammengeseyt, denen man mit vaem Vertrauen das Zustizwesen anvertrauen darf. Wir werden durch sie unabhän- gige Grrichte haben und diirfen uns hoffentlich dem wvhlthuenden Gefühl dsr Sicherheit hingeben. Zu bedauern ist, daß der ins Obcrgericht !gewählte (zum Präsidenten designirtc) Kasimir Pfyffcr glaubt beweisen zu sollen, das; er nicht ämtersiichtig sei, und daher bis )'th die Wahl beharrlich able'hnt. Wer mit seiner Politik auch- nicht einverstanden wäre, müßte ihm doch im Gerichtswesen alle Ge- rechtigkeit widerfahren lassen. Scine eigene Partei aber nimmt ihm ein solches Verweigern seiner Dienste und Kräfte höchlich iibel und fisht darin weit eher Bequemlichkeitsliebe als uneigennüßigen Pa- triotismus. Es ist sehr zu wünschen, daß Ps:)ffer auf diesem Miß- griff, durch den er an Achtung wenig gewinnen wiirde, nicht be- harre. Herr Kniisel ist als Staats-Anwalk bcftätigt und zum Ver-
Dcr chte Abschnilt des Buches ist der Belagerung dcr (Zitadelle von Antwerpen Und den damitzusammcnhängcndcnBegebenheiten gewidmet Und bietet in seinem anschnlichcn Umfange (S. 386-559) eine Reihe 13le Cr- giinzungcn zu den verschiedenen Beschieibnngcn ]enrs denkwürdigen Craig- nisses dar, die sich, besonders Wo Herr v o n R a l)d c n ein Mithandcinder gemeien
ist, durch Frische und Anschaulichkeit auszeichncn. Einen Aitözng axis die- sem Stiicke wird man hier nicht erkvm'ten: aber es wird dazu dienen, die Erinnerung an eine chcbenl)eit zu erneuern, Welche cin Zwischenraum von sicdxebn Jabrcu dem chächtgissc der jüngeren Zcit eiwffeu zn cntriickcn anfängt. Was unseren Versaner zunächst anbetrifft, Fo fand er solvol)l bei dem Prinzen von Oranien, als bei dem Prinzen Friedrich die freitndlicbstc Aufnahme, sah sich auck) Von den Hohlandcrn iiberall gut anfgcnommcn, konnte aber keine Anstellung erhalten. Da erbat er sich die Er- lanbniß, als freiwilliger Kanonier in die bclagertd Citadclle ein- trcten zn diirfen , und stand am 17.“ Dezember in der Uniform eines niederländischen Kanoniers, mit dem cixcrnen Kreuze *auf dem groben Rock und dem preußischen Portépée um dcnPallasch, vor König Wilhelm ]. Von da nach dem Fort Lieskenshocck abgesendet, stand er am 2.2.De3ember als Befehlshaber von ztvei Acktzchnpfiindern anf cincr Kanonier-Schaluppc zu seiner großen Freude wieder im Kriegssener, jubelte lautsein Hurra!) und machte so tüchtige „Zahnliicken“ in die franzöfischen Pallisadcn , daß sein Schiffsvolk laut verwimdert ausi'icf: „[10[)|c*xc-1m, (].-11 is (]e]x|'11i53i5c]]0 (Ja- [)itein.“ (S. 496 ff.) Aber das Unternehnwn, denFcind zu Vcijagcn und den Scheldcdmnm zn durchstccben, um so auch den Doel Polder zu iibcr- schwcmmcn, scheiterte an der Tüchtigkeit der französischen Soldaten, die Holländer zogen fich zuriick, von Rahden truq eine nicht unbcdcntcnde Kon- tnsion dawn. Trotz seincr Schmerzen Woilte er in die Citadellc und ließ sich „auf einer Nußschale von Kahn“ noch in derselben Nacht in ihren klei- nen Hafen bringen. Aber auf seine Meldung ließ General Chaff-Z sagen: „Er begreife nicht, Was er wolle. Ob man denn in Preußen glaube, daß die Holländer ihre Citadelle nicht allein vertheidigcn könnten, Der General könne ihn iiberhaupt )'th gar nicht brauchen, denn heute hätte die Citadelle kapitulirt“ (S, 502). So schwand denn alle Ausfickyt auf Kampf und Kampfeslust dahin, statt ihrer bezog der Verfasser das Hospital zu Lillo.
, Nach vierwöchentlichem Krankenlager trat er seinen Dienst in diesem „ isolirten Fort“ an, das „ bei der Flnth von unabschbaren Waßseiwogen umranscht wird, die bis hoch an die Bastionsspißen schlugen, bei der Ebbe
aber wie eine Quappc auf dem Sande liegt“ (S. 555), bis ihn ein Kö- niglicher Befehl nach dem Haag entbot, wo er am 2“). März 1833 zum Capitain J. !x. Hniiu in holländischen Diensten mit 700 Fl. Gehalt und 1201) J!. Equipagengcldcrn ernannt wnrde. Tie Lcntscligkcit, mit Welcher iim der König Wilhelm !., dcffen Sohn, Prinz Friedrich und die Prin- zessin Friedrich, die schon friiher (S. 490) dem preußischen Lands- mann die zm'tcstc Thciltmhmc erwiesm hatte, cmpfingcn, rnft nach so lan- gen Jahren seine lebhastcste kabarieit hervor, die auch jeder Leser thei- lcn nmß, wenn er die Königliche Weise erfährt, mit Welcher Wilhelm [. dcn tapferen Entschluß des Herrn don Rahden belohnte. Denn als er bei chnindcrung scincs Heeres sich gcnöthigt sah, den Fremden zu entlassen, so sagte crihm auf drei Jahre die Bcsoldung axissciner Chatoulle zit, „Mitt- lerwcilc möchte er sich nach etwas Anderem und Bcffcrem umsehen-z iuHol- land sci fiir seinen militairiscbcn Ehrgeiz keine besondere Nahrung."
Cine sclckie hat Hc'rr von Rahden in Spanien gefunden, und er ladet am Zidliissc dcs Bandes seine Leser cin, ihm dahin zu folgen.
In Beziig aus den lesion Abschnitt aber ist der Werth desselben noch dnrch die möglichst genauen Lcbcnöbcschreibungcn der holländischen Land- und 'Schfsizicre, Welche damals thi'itig Waren, sehr erhöht worden. In ihrer Zak)! waren der Artillxrie -Kommandant Major Seelig und der Platz - Kommandant Maxox, Wort die wahren Helden wäh- rend der Belagrrung dcr Citadelle von Antiveipen, der Herzog Bernhard von Weimar, der General Favange, die General-Stabs-Offiziere Gumoöns nnd de Boer, dcr Obersi-Lirutenaut Nepven und die Befehlsha- bcr zur See Koopman, Laces und Back; van Speyck's heldemniithiger Opfcrtod wird anf S, 896 f, mit der größten Begeisterung gepriesen. Und wie im ersten Ban“;c so viele Namen wackererPrcußen der gänßlichen Vcr- gcssenhcit entzogen Worden find, so hat Herr von Rahden auch ei den Hol- ländern große Sorgfalt angcwendet, solche tapfereThateu, z. B. aufS. 531 ff. aufzuzählen, die von Scrgeanten und Gemeinen vollbracht wordeusmd, und hierdurch seinen Erzählnngcn einen gerechten Anspruch ausolksthiimlichkeit begriindet. Eine besondere Ausführlichkeit aber ist den LebenSumständen uud Feldherrnthaken des alten General Chassé- (S. 423-429) zugewendet worden, seinen kräftigen Maßregeln und dem Mathe, mit Welchem er ruhig die Gefahr erwartete und bestanden hat; Chaffé konnte vor der Belagerun der Citadelle mit derselben Zuvcrfichx, als Ritter Bayard, nachdem erosi in das schlecht befestigte Meziercs eingeschlossen hatte, zu seinem Könige
s;;gcn: „Sire, es giebt keinen Play, dcr schwach ist, wenn Männer ihn der- t, eidigen4“
Der Bravheit der sranzöfischen Soldaten vor AntWerpen nnd der Loya- lität ihrer Offiziere läßt Herr von Rahden bei jeder Gelegenheit (z. B. S. 455 und S. 498) volle Gerechtigkeit wiederfahrcn, so wie er im ersten Theile (S. 176) die heroische Entschlossenheit der 400 Chaffeurs von der Division Corbineau, sich in der Schlacht bei Kulm durchzuschlagen, willig anerkannt und auch der Tapferkeit des Polcn-Gcnerals Dwernicki und sei- ncs Hänflcins seine Bewunderung gezolit hat, wie unausstehlich ihm auch sonst der polnische Charakter „mit seinen Theorieen und raktiken“ ist ("- 347 f.). Dagegen hat Marschall Gérard, nach seiner „keinung, während der Belagerung von Antwerpen durch Verleugnung aUer ccremoniellen Aufmerk- samkeiten unter den sich bekämpfenden Parteien, durch die Anwendung „brutalcr“ Mittel gegen den viel schwächeren Feind und durch die Ueberschiittung cine-r Gar- nison, die in ungesicherten Räumen eingeen twar, mit Eisen und Feuer, die mili- tairische chutation der Franzosen in ho em Grade besluit. (11.453-455.) Ihrer Schiislinge, der Belgier, erwähnt Herr von Rahdcn nur 1:1th und, wo es geschieht, im'xx-Tone entschiedener Mißbillignng. , ,
Wir entlaffen hiermit ein Buch, desen anziehcndc Einzelt1h§ltet1 (z. B. von der ersten Zusammenkunft der Königin Chrisiine von Spanien mit dem jexzi- gen Herzoge vonRianzares) noch zu manchen thi'ackkmngkkk Stoff geben wiir- dcn. Fiir den dritten Band wünschen wir dieselbe Afusxuhrltchkett im Em- zelnen, aber ein besseres Zusammenhalten des Materials. I.
Florenz, 19. Dez. (A. Z.), Die bildende Kunst hat durch den gestern früh nach langer Krankheit dier erfolgten „Tod des rühmlich bekann- ten Bildhauers Pampaloni einen h-dchst schmeréltchen Verluß erlitten. Zu seinen attögezeichnetsicn Werken gehoren die an dem hicfigen Domplas be- findlichen, Brunellesco und IZrnolfo de Lapo darstellcydm Standbilder, xmc heilige Magdalena, welche sein leytes Werk ist, so wie mehrere hqchsk ["b- liche Kindergruppen, unter welchen besonders ein xmeender Knabe m beten- der Stellung durch eine unendlich qroße Anzahl „uberaü verbreiteter Gyps- abgiiffe allgemein bekannt und beliebt geworden tß- _
„._.-*“-