leihung des Großkordons des Stern-Ordens Überreicht_e. x Düngexwesen und
Morgen wird der Fürst den bulgarischen Agenten Zankotf
empfangen. Montenegro. Cettinje, 17. Oktober. Die „Polit.
Corresp.“ meldet in einer CxtraauSgabe von hisr: Der von der türkischen Regierung zur Besprechung der Modalitäten der Ueberg'abe Dulcignos entsandte Oberst Bedrr Bry ist gestern in Rijeka eingetroffen und hat von dort arts em Schreiben an die montenegrinische Regierung gerichtet, worin dieselbe zur Entsendung von Delegirien nach Nr ]eka eingeladen wird. , _ 18. Oktober. (W. T. B.) Fürst Nikita hat bereits die Delegirten 2111011111, welche mit dem türkischen Obsrst Bedri Bey iiber die Uebergabe von Dulcigtro ver:
haxideln sollen.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 17. O?- tober. (W. T. B.) Der Großfürst-Tixronfolger mrt Gemahlin mid Kindcrn und der Mißister des Jnnerrr. Graf LoriS-Melikoff, sind gestern nach Livadia adgsrerst.
Amerika. New-York, 17. Oktober. (W. T. V.) Währknd 91an gestern Abend von den Demokraten iir Wilmington a. Delawarc abgehaltenen_Umzrrg§ wur- den von dem Dachs eines Hauses Schüsse aui den Zitg ab- gegeben, durch wclche 6 Personen, darmrter 2 anscheinend tödtlick), vrrwrmdet Wrirden. Die “Demokraten erwidertdn das Ferrer, zcrstörtrn das Haus, von welchsm die Schüsse gefaÜen waren, rmd verwundcten niehrcre drr Angreifer.
Südamerika. Argeniien. Brierros:Aires, 1Z.Oktbr. (Al]g. Corr.) Dcr Präsident Avellaneda iibergab gestern bsi Beendigimg seiner Amichauer seine Gewalten dem nenen Präsidriiten, General Roca. Leßterer hielt bei Urbernahme des Amts eine Anspruch?, in welcher er, nach „Aus: drücken drs wärmsten DatikeH fiir die ihm zu Therl ge- wordrne Ehre die Haupipnnkie seines politischeii Pro.- grammcs entwickelie. Der General sagte, daß alle ferme Anstrengmigrn dararii gerichtet sein wiirden, den Friedrn rm Innern und nach Außen hin aufrecht zu erda1ten, dre_1ia- tionalr Jttdnstrie zu ddsökdérn Und die Einigkcir aller Par: teien in der Konfödrration zn befestigen. Dcr Präsrdsnt driickts seine Zuversicht in di? zmiehmrnde Wohlfahrt ,der Nspriblik auß, und zwar in Folge drr stets wachsenden Vortheile, die in der geographischen Lags und dem natiirlichdn Neichthrim des Landes ihren Ursprung hätten.
KMM, Wiffenschsr'ft nu?? Lit'rratur.
Die Nr. 83 der „Deutsrhen Bauzeitung“, Verkündigungs- blatt drs Verbandes deutsckxrr Arcbitrktrn- und Jnaenieur-Vereine, hat foigkndcn Jrhait: Zum 15. Oktober 1880. (Kölner Dombaufeikr, mit einer Abbildung der 0011011132161! T'omibiirme). _ Von Berlin nach Brüssel auf Umwegen (17. Fortsetzung). - Von dsr Arlbergbabn. - Ueber Furidirungen auf zusammendrückbarenr Boden. -*- Mit- theilungen aus Vereinen: Architektenverein zu Berlin. “* Bau- Cbronik: Aus dem Verwaltungßberichte des Magistrats zu Berlin pro 1879 (Sch1ufz).- Vermischtes: Zur Frage der Arbeiterwobnun- gen 11061) dem Cottage-Sysiem. - Mears in dcr Berliner BAU- Ylußstellunxi. - Aus der Farblitteratur. - Brief“ und Fragekasien. -- Fin historiicbes Gedenkblati aus drr Cölner Dombaubütje.
-- Ju dem Vsrwaltrmgsbericbt an den Bezirksxag von Lothringen, ersia1iet durch drn Kaiserlicbrn Bezirks-Präfidentrn von Flothel] zu Met; im September d. I. wird, wie wir der „(&i-Lokku. Zig.“ ent- nehmen, (raub der Restaurationsarbeiten an der Kathedrale zu Mey aedacizf. Das Projekt, welchrs die Bedachung in Form eines gleichseitigen Drciecks zur (Hrnndlaße hat, ist cht ausgearbeitet und kommt in kürzester Frist zur Vorlage behufs dkfinixiver Genehmigung. Die Untersuchungen bezüglich der (Errichtung einer Thurmspiize auf dcm Kapiteltburmc sind abgeschlossen und haben ergebrn, daß die Subsiraktionen des Kapiteljburch der Art unsolide sind, daß eine soirie Spike nicht errichtet Wcrden kann. Es ist daher ins Auge gefaßt, an dcren Stell»- cim'n schlanken Dachreiter im Vierunßs- puukte, d. i. in der Kreuznng des Langhauses mit dem Querschiff, zu errichtén. Dcr K'osirnaivsrdlag, weicbcr die Jnftandiryung des (&ck- por1aib ron obrrbaib dcr Baidqcbinreibe bis zum oberen Abschluß umfaßt, isi _iuzwischi frrtig getteUt und genehmigt Worden und be- läuft sich aus 42 060 „;ck Die in Angriff genomnienen Reparatnrexi uud Erneuerungsarbei1r11 an dem gemalten Glasfensicr an der Nord- frorat des rördiickyen Transepts reid. die Ersrßung der rorbaiidenrn gewöhnlichen Glasfenster durck: Grisailienfer:ster in den Seifenschiffen find békl1de1,_11110 es reiht sich an dieselbrn jetzt die Neuvergiasung der übrigen Fenster im Cborumgang.
Land: und ForstWirthsahaft.
Jm erlage bon Wiegandt, Hsmpel u. Parey bierseibst isi soebenerscbier-en: „Deutscher Garten, neueMonatSschrift für Gärtner und Garienfrcunde“, unter Mijwirkung zahlreicher Fach- wärmer aus Wiffenschast und Praxis, herausgedeben von Dr. C. Bolle. Der Preis für den Jahrgang von ]2 Heften mit Farben- druckiafeln imd Hoizsibnitfen ist auf 20.76 Und der Preis des vierten Quartals 1880 auf 5 „M von der Verlagsbuchbandluna festge“'131. Der Jnhalk des ersten uns rorliyaendrn Heftes ist: 1. Rathscbia'ge und Erfahrungen eines alten Gärtners von C. Bouché, Inspektor des Kgl. Botanischen Gartens zu Berlin: Ueber das Studium der Lebensbrdingungen der Pfiarizen und Anleitung zu dem- selben. 11. Beiiraq zur Kenntnis; neu zu cmpfeblcndcr Apfel- und Btrnsorten, von W. Lauwe, Kgl. Garteninspekwr und Lehrer an der Kgl. Gärtner1ebranstalt in Potsdam mit einer Tafel. 111, Die Anwendmia des Kontrasées in drr Landschaftsgär1nerei, von G. Eichler, Hofgärtner zu Wernigerode, mit 6 Holzschnitten. 111. Eine neue Bignoniace des freien Landrs. von W. Lauche, Kgl. Garten- infpektor in Potsdam, mit einer Tafel. 7. Die englisckxen Rosen- varietäten von Fr. Sebneider 11„ VorfiYender des Gartenbauvereins zu Wittstock. 171. Vcrieaenl)eiten für den Landschafthärtner, von Tb. Nietncr, Kgl. Hofgärtuer in Potsdam, mit einem Holz- schnitt und einer Tafcl. 711. Die Aktiniden-Sckylinge 8011121- 11113 pr)]z-Zama, 8161). Lb, Luca„ eiri javanisÖes Rankgewäéks; von (Car1Bolle mit einem Holzschnitt. 17111. Einiges über die Ende Juli d. J. in Brüjiel stattgefundene Pflanzenaussteüung, von W. Laucha 3111]. Literatur und kleinere Mittheilungen. -- Das Heft ist sehr elegant auSgestattct, und die Tafeln und Holzschnitte sebr sauberlkolorirt und gestochen. Wir machen besonders auf den ersten und dritten Aufsatz, über das Studium der Lebensbedingungen der Pflanzen und Anleitung zu demselben, rom Garteninspekwr Vouckoix, und die Vinirenduna des Kontrastes der Landschaftsgärtnerei, vom Hofgartner H. Eichler, aufmerksam, die beide mit Sachkenntnis; geschrieben und auck) für den Laien verständ- lich und interessant find. - Wie der dem ersten Heft beiliegende Prospekt ausführt, will die Verlagshandlung es versuchen, im Ver- ein mit der Redaktion, welcher aus gärtnerischer Wiffensckoaft und Praxis die ersten Kräfte Deutschlands und des Außlandes ihre Mir- arbettrrschaft zugesagt haben, in der neuen Monatsschrift „Deut- scher Garten“ ein solches Journal zu scbaäen, welches sämmtliche ZWcige und Gebiete des Gartenbaues in sein Bereich ziehen soll und drsbalb das Interesse aller Gärtner und Gartenfreunde in An- spruch nimmt. Laxrdscbaftßgärtnerei größten Stils bis !*erab zur An- lage des „kleinen Pfarrgartens, Kenntnis; und Bereicherung des Pflan- zenmaterials, Pomologie, Blumenzurht im Freien und im Zimmer,
Planzeicbnen , ' Bau von Gewächshäusern und Mtstbee- ten, Bewäfferung und Geräibewesen ,_ Bouquetbmden und Jnsektenkunde, Gemüsebau und Perwnalnotrzen aus der Gärtnerweli, Preisberichie für Handelögärtnereien Und Meteorqlo- giscbes, Korrespondenzen aus anderen Kuiturläzidcrn und gärtnerisch Interessantes aus neuen Gesetzen und Entscheidungen Ze. 2c.: (JULI dies sind die Dinge, über welche der deutsche Garten in uberfichtlrcher Weise bald längere bald kürzere Artikel aus der Jeder der berufensten Spezialfacbleute brinaen wird. Erreicht kann das Ziel aber nur werden, wenn alle deutschen Gärtner und Gartenfreunde, alle Handelögärtnereien und Samenbandlungcn diese neue Moyatésckzrift als cin gemeinsames Unternehmen der dcuischcn" Gartnerrvelt betrachten und in allgemein“,- Betheiligung durcb Beitrage und Abon- nement helfen, dieses Organ “0 ÜUSzugesialien. wie es in der Abficbr der Redaktion und Verlagsbaxxlnng Liegt. Gewerbe und Handel..
Nürnberg, 16. Oktober. (Hopfenmarktberickot von Leo- pold Held.) Bci reger Frage Wurden gestern und heute andMarkte ca. 3000 Ballen Hopfen verkauft. Da die Zufuhr nur eine ganz geringe war, so sind die Lagerbestände ziemlich gelrchtet. Aus den meisten Produktionsbezirken wird eine merkliche Verringerung der Vorrätbe gemeldet; namentlich im Nürnberger Distrikte sind bereits manche Ortschaften Vollständig geleert. Dre Preise von guYfarbxgem Hopfen sind um einige Mark in die Höhe gegangen. Die Stim- MMM ist fest. ' „
GlaSgow,16,0kt-:ber. (W.T. V) Die Vorrathe von Roheisen in den Stores belaufsn sick) auf 474 800 Tons gegen 332 300 Tons im vorigen Jahre. Zahl der im Betrieb befindlichen Hochöfen 111, gegen 89 im vorigen Jahre.
Wien, 16. Oktober. (W. T. B) Die Konzession für die Kaisers. Königl. privil. österreichische Länderbank (Zavqus jmpériaw 1037110 prji'jléZiéiJ (188 pays 3111110111608) ist soeben yrfolgt, Konzessioriär ist die 80016136 (161'11111011 ;;61151'818 in Paris; das Kapital beträgt 100 Mill. Frcs. in 200000 Aktien 551.0Frc§., worauf 250 Frcs. ),“er Aktie, 1). b. 50 Mi11. Frcs. sofort bei der 5sterreichischen Nationalbank eingezahlt Werden, während der Rest binnen Jahresfrist einzuzahlen ist. Drr Gouvernch wird vom Kaijer ernarmt, der Vize-Präsident von der Regierung bestätigt. Die Sta- tuten enthalten weitgehende Befugnisse. Sämmllirbr Aktien werden durch ein Pariser Syndikat übernommen, an dessen Spiye die Union générale und die Société générale stehen.
Verkehrs-Anstalten.
Zürich, 16. Oktober. (N. Zürch.Ztg.) Drr Verwaltuncrsrath der (Hottbardbahn wird am 22. d. M. in Luzern Sißnnq halten. Wichtige Traktanden werden ihn beschäftigen, U- A. die Frage der Linie Luzern-Jmmrnsee, Pacht der Bahnstrecke RotbkreUz-Jmmcnsee, Beswaffung des Rolimajrriais, Frage der Einführung von Nacht- zügen. -- Auf die Anfrage drr Regierung dcn Uri, ob, wie vTelsach verlautete, der große (Hotthardttmnel scbon fiir den kommendexi Winter oder einen Theil drffelben der Post dicnstbar Jemacdt Werden könnr, hat der Blindesratb erwidert, das; birrbon keine Rede sei, imd das; man die vollständige, gewohnte Schn€ebruch-Campagiie über den Brrgrücken unbedingt vorzusehen babe.
Triest, 17. Oktober. (W. T. B.) Der Llovddamdfer .,Medea“ ist brate friih mit der Ostindisrb-cbinesischen Urbar- landpost aus Alexandrien bier eingetroffen.
gärtnerischs und Rosenkuljur,
Berlin, 18. Oktobsr 1880.
Berliner Rennbahn zu Hoppegarten. Herbsi-Meeting 1880. Vierter Tag: Sonntag, 17. Oktober, Mittags1211hr.
Das präibtige Herbstwetter, Welches den gestrigen Tag auszeich- nete, hatte trotz der frühen Tageszeit, welche für die Abhaltung der Rennen angesetzt was eine sehr große Zahl von Freunden des Sport zur Rennbahn hinausgefübrt. Die einzelnen Konkurrenzer: brgarmen
um 12 Uhr mit: Klnbpreis 2000 «FC. Für 2jäbr.
Vrrgleicbs-Handicap. inländ. Pferde. 100 „16 Einf., bald Rea,]. Disk. 900111, Dem und Reug. Zehn Pferde er-
zWeiten Pferde die Hälfte der Eins. _ schieneri am Pfosten. Nach einem sehr schönen Rennen fieate [cicbtmit zwei Längen des Fiirstcn Hohenlobe-Oebringen br.H. .Silberstrabl“ (Maddrn) gegen drs Frbrn. (8.11. Fürstrnbrrg F. S1. „Cbicken“ 1Y2FZ'ZM 1 Minute 9 Sekunden. - Dem chncn folgte um
“ r:
11. Staatspreis 111. Kl. 3000 „76. Für al1e 3jäbr. und äliere inländ. Hengste und Stat., würde noch keinen Siaatspreis 1. und 11. Kl. gewonnen baden. 180 «FC: Eins., halb Reug. Dist. 2600 m. Dem zweiten Pferde die Hälfte der Eins. Und Rau,], Vier Pferde starteten. Des Frhrn. Ed. v. Oppenheim 3jäbr. F. St. „Edelrame“ (Sopp) führte vom Start bis zum Ziel mit großem Vorsprung 11111) siegte nacb GefaUen mit 12 Längen Vorsprtmg. Des Kapt. JOE 3jähr. br. H. .Hambug" (Lilia) erhielt den ziveiten PiatZ. Zeit 4 Minuten 35 Sekunden. Um 111hr schloß sich diesem Rennen an:
111. Omnibus-Handicap. Klubpreis 2000-16. Für Pferde aÜer Länder. 150 “16 Einf., 80 «Fl: Reug, dock) nur 30 „FC, wenn die Annahme bis 5. Okwber nicbt erkl. Dist 3000 w. 7 Pfcrde erscbienen am Start. Nack) einem höchst spannrnden Lau:c und bartem Kampf siegte des Frbrn. Ed. von Opperheim 5jäbr. dbr. St. „HeffenpreiS' (Sopv) mit einer Länge gegen des Hrn. U. v. Oerßen Zjäbr. br. St. „Despotism“ (Little). Zeit 5 Minuten 12 Sekunden. Dem Rennen folgte um 11 Uhr:
17. Preis von Alt-Landsberg. Klubpreis 1400 ckck Für 2jäbr. und ältere inländ. Pferde. 80 „16 Einf., halb Rcug. Disk. 1000 11]. Dem zweiten Pferde die Hälfte der (Eins. und Reug. 7 Pferde erschienen am Ablauf. Es führte von Arifang bis zum Ziel und siegte mit ;? Längen Vorsprung dcs Königl. Hauptaestüis
radiß 2jäbr. F. S?. ,Sarabande“ (Meicalf) gegen der; Frbrn. Ed. v. Oppenheim 4jäbr. dbr. H. ,Moltke' (SOOP). Zeit1 Minute 36 Sekunden. - Es folgte diesem Rennen um 2 Uhr:
11. Oktober-Verkaufs-Rennen. Gradiyer Gesiütspreis 2284 «M 60 „5. Für 2jähr. inländ. Pferdc. 100 „M Eins., halb Reng. Dxst. 1000 m, Der Sieger ist für 1500 (M käuflich, wird gleich nach dem Rennen öffentlich versteigert, und es fällt der etwaige Ueberschuß der Rennkaffe zu. 6 Pferde erschienen am Pfosten. Es sixgte mit großer Ueberlegenheit und mit einem Vorsprung von zivei Lanaen des Hrn. O. Oeblscbläaer br. H. „Auslage“ (Gougb) gegen des Hrn. G. Long br. H. ,Jobber“ (E. Fißk). Zeit 1Minute 40 Sekunden. Die Siegerin wurde in der Auktion für den Preis Von 2500 «FC: von ihrem Besißer zurückgekauft, so darf; der Rednkasse ein Ueberscbuß von 1000 “jk zufiel. -- Den Schluß des Tach bildete um 21 Uhr:
." 1/1. Offizier-Steeple-Chase. Klubpreis 1500 „11; Für 41abr. und ältere Pferde aller Länder, die im lanfenden Jahre in Hindernißrennen in Summa nicht 6000 „;ck oder darüb-xr gewonnen haben, im Besixz und geritten von aktiven Offizieren der deutschen Armee. „40 „16 Einf., 30 „M Reug. Diii. ca. 4500 m. Dem zweiten Yserde die Eins. und Reug. nach Abzug eines einfachen Einsaßcs fur drn Sieaer und das dritte Pferd. 5 Pferde erschienen am Start. Es siegte mit 2 Längen des Rittmstr. v. d. Osten (Garde- Kürass.) a. br. St. „Merry Beüe“ (Reit. Lieut. v. Kramsta vom Garde-Kürass. Regt.) gegen des Lieut. v. Schmidt-Paul 4jähr. br. H. ,Handicapper“ (Reit. Befiyer).
Wissenschaftlirber Kunstverein. Hr. Professor Jessen hielt einen Vortrag über den Zusammenhang zwischen altdeutscher Naturanschauung und dem deutschen, sogenannten goth 1- schen Baustil. Ueber die alideuiscbe Naturanschauung besaß man bisher nur, in einzelnen Gedichten und Mythen einige Andeutmig, jetzt indeß ist es dem Vortragenden gelungen, in einer von ihm in
Farkenbarmonie =
der großen Kopenhagener Bibliothek entdeckten Handschrift eine voll- ständige theoretische Weltbesckoreibung, einen KoSmos irn neueren Sinne, zu erkennen, welche die heilige Hildegard von Bingen, ' die berühmteste Aerztin ihrer Zeit, um 1160 vollendet hat. Die Titel dieser Handscbrift und einrr anderen uns erhaltenen Schrift von ihr, welche die Fortseßung desselben Werkes bildet: .Die Ursachen oder die Heimlichkerten (eigentlich „Zabtjlibabso“, Feinheiten) der erschaffenen Dinge“, treffen den Inhalt vollkommen. Gxscbiidert wird gußec den Himmelserscbeinungen besonders der Men1ch . rn 'aÜen seinen phy- sischen Beziehungen rein medizinisch-naturhrstoriscb, 'Mit-: allen Anßug von Frömmelei oder Ssntimentalität, vielmeb'r m der groß- artigsten, oft bochpoetiscben Naivetär. Der Mensch wrrd darin auf- gefaßt als das Ebenbild Gottes, um deffenwiüen alle anderen Natur- körper nur geschaffen sind, damit sie ibm, drm Ebenbilde Goites dienen. So wird ferner in rein realistischer, ja, „man kann. fgst sagen, in materialistiscber Behandlung jxde körperliche und geistige Eigentbümlicbkcit und Versébiedcukzcit dcr Menschen auf_ die ver- schiedene Mischung der Elemente und den weÖselnden Einflrzß der einzelnen Gestirne und andere Hypothstiscb angxncmmene naturlich (Zir-rwirkungsn zrrrückgeführt. Dabei wird irlbit die Secle mit drm Element Feuer und dieses wieder mit drm von Gott am ersten Tage gesckoaffenrn Lichte identifizirt, so daß dies Element"in'dcn Engeln als rein?, in der Skele dcr Mensckoen und in den ubrigen Gesckzöpfen und Naturkörpern als eine an den Stoff gebundene_a[lge- meine und elementare Bewegungskrafi üierall, z.B. scibst im rinnen- den Wasser, angemommen wird. Diesrlbe Jdentifizirung deskMen- schen und der Natur findet sick) abxr auch in den oben erwahntxn altdeutsckzen Gedichten, worin die aanze ert poetisch ais em trenschlicber Riesenleib mit Hzaren, Sehnen, B1utu.s.w. gesckoildrrt wird. Dem deuischen Künsilrr jener Zrit mußte daher die ganze Natur als ein unabtrennbares Attribut des Menschen crschcmcr, denn einerseits war die Herrschaft über die Natur das Kennzeicbcn seiner (Hottähnlicbkeit und ariderrrseits rvar seine Serke mir, durch das Haften am Naturstoff Von der Engelscele unterschicdrn. Hierauf, führte der Rcdnrr auß, beruhe dasGrundpriuciv drr goibiscben Bau- kunst, welcbe zuerst, das 'Ukiexheiligste, den Sitz der Virkörperung (Gottss, d. 1). den Altar von der Untergeordneten aemeinen NatUc durch den Eixor einen nirdrigin rinfacben, engumscbließenden Bau fest abschließen, dann (1531? in den höher und höher werdenden Schiffen und Tbiirmrn die YZMschsn und ihre Attribute, die menschrnbildrnde Natur auf Erden und in dcn Lüften zusgmmen- raffen und auf das AUerbeiiigite zuführen Wollte, ohne daß jedoch drr Vortritt des Menschen dabei Einbuße erieids.
Dieser göttlich.“ Geist in der Naiur sei aber im Ornamente sebr QU§d1UcksVOU dadurch ansrdeUtci, daß man dir einzelnen Naturköryer i_m Uebergaxme zit :dieren, d. b. 1ne.rschcnäbnlichcrcn Formen darge- iieÜt babe. NUr Trufel und Triifelsfratzen müssen draußen bleiben und dürfen nur an Dacbrändcrn 13111) Waffernasen ihrcn Spuk treiben drinnen aber muß jegliches Ornament cs zeigen, das; (I mnchen, Thlécil hat und Womöglich obne Wrifcrcs in eiii Mcnschenaniliß über ge en.
Das gibildrte Deutschland jerier Zeit, in Welchem solche Auffaffung Gestalt gewonnen 170116 upd mächtig aufwuchs, war von dem jetzigen Deuticbiand gar Verschieden. CI Umfaßte arxßer dem Frankenreicbe zuerst nur daß Rhcirijbai ur-d rrch erst in den folgen- den Jahrbundcrtch al1mälich von da aus Weiter und weiter nach Osted und Nordosten. --
In der Sitzung vom 16. Scptrmber wurden von Hrn, Kunst- händler Saxirrt sebrinterrsiante Oriiiinal-L:quareuen von verfcbiedrnen Ykeistern vorgelegt 11:11) z'war “bon Ylpol, Bakkerdorf, Calame, Erd- mann, Jules und Gaston Gälibrrt, Hawaii, Hemskcrk van Verst, Hoeppc, B. C. Kocckorck, Leys, Madou,“Schelsb0ut, J. Horter-beker, TraderÄ J. v. d. Velden, J. Wsißeribruch. Witkamp, WyéFmÜller 1.1. m. .
" Hr. Kunsthändler Quaas legte die bochintcreffanten Verdis!- faltigungen der Handzeichnunqrn berühmter alter Meister aus der Sammlung des Herzogs *.*-rin Devozishirc vor.
Die Axtbropoiogiscbe (Gesellschaft begann am Sorin- abend im Hörsaale des Kunstchcrbemuseums die Sitzungen der Winier- saison. Der Vorsitzende Prof. Bastian wies zunächst auf die Be- rricherrmgen bin, die das Museum kurch die Samminngen seinrr eigenen leßten Reise, sowie durch die Sendungen vom 01". Fintsck) und die Sammlrmg aus Niigada erfahren. Weiter machte derseibe über ein von ihm bei den australischen Völkern r*orgefuridenes Schrif1substi1ut Mittheilung. 1)r. Lirbe legtc eine jener Urnen vor, dir, in drr mittleren Elbgeacnd grfuriden, den Bciveis ciner früher bicr zahlreich ansässigen Bevölkerung erbracht haben. Hr, Wcßstcin machte sodann Mittheilunci von einem vielfach anch in Sprücbwörtern s1ch vor- findenden G1auben der Araber, daf; nämliw der Charakter cincs Mannrs auf den Sohn der Sibrrester übergebe, eine Umschaurmg, die wahrscheinlich avs dcr onbacbtung der Tbicrireit rntstandrn ist. Hieran 1chloß Prof. Bastian Mitkbeilnngcn Über seine lcyte Reise.
Die dicéjäbrige Generalvcrsmnmiung des Stiftungsrereins dcs Civil-Waisenhauscs zu Potsdam findet am Mittwoch, dcn 17. N;“- wrmber, Nachmittags um 3 Uhr, im Anstaltsbause, Nc'ux Königs“- straße Nr. 61, bierselbst statt, zu welcher die verebriichen IFTitglicder dcs Stiftungsvcreins gan; ergebeiist eingeladen werden.
Potsdam, den 14. Oktober 1880.
Civil-Waisen-Amf.
Die Eskimos haben am gestrigen Sonntage im Zool ogischen Garten bor nabezu 7000 Besmbern ibre VorsteUung begonnen und eineSLHeils durch ihre GrschickiiÖkeit, anderntheils durch ihr freund- liches, zutbunlicbes Wesen sich den Beifall des Publikums erworben. Den iniereffantestexi Tbril der Vorstellung biidet die Srebundkjagd, wobei Tobias. in Felle gebülit, den zu erjagenden Skehmid, der wilde Tereganiak drn Jäger vorstellt. Nicht minder interessant ist die Jagd zn Wasser.
"' Die gestrige Soniitaasvorstcllung Von „Daniel Rochat“ im Residenz-Theater sand wieder ror ausverkauftem Hause statt.
-- Jm Kroll-Theafer ging am Sonnabend eine dreiaktige Operette, ,Kosiki“ bon BUZnick und Liorat, Musik von Charles Lecrcq, zum «rsten Mal und mit gnicm (Erfolg in Scene. Die Operette leider, wie die mcisten Stücke dieses Genres, an dem ungescbicktcn und, wo es komisch sein solL, queilen albernrn Librctto. Am nachtbeiligsten trat das im ersten Akt hervor, der auch am wenigsten gcfiel. Weiter- bin aber wird mit der lebendigen fließenden Erzäbiuna des Libreitos auch die Musik lrbbafter, und einige recht hübsche und ammttbige (Heiangsnummern wandelten die Stimmung des Publikums um so nachlZaltiger ins Günstixie um, als die Darsteüuna eine in allen héilen untadelhaste war. -- Die Direktion des Theaters bat übrigenF das Stück dekorativ auf dqs Beste auMesiattet, eine angenebme Ncuerunp, die mit einer ebcnw crfreulicben Regeneration der Sod- und C orkiäfte zusammenfällt. - Die TitelroUe sang Frl. v.?)icerdbcrg imd grwarm durch ihre sym- pafhiscbe Stimme, wie durch ihr drcrnxes Spiel aligemeinen Beifal]; die Briefarie im zwiten Akte mußte sir wiedcrholt vortragen. Frl. Verdier san,] nur im ersten Akte 11111) nur eine Aria, die aber bei- fäÜig aufgenommen wurde. Von dem männlich Personal machten sich namentlich die Hcrren Fabbiani, Weiß, Bartl um den Erfolg des Abends verdient.
Redactsur: R i e d el.
Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. ElSUer.
Drei Beilagen (einschließlich Börscn-Beilage).
Berlin:
(10882)
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E T fk e B e 11 ck g e zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Prrußiirijen Sinais-Anzrégrr.
Berlin, Monta_g, den 18.
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„ax; ÜJxxs-zrakc für den Deutschen Reichs- und Königl. 'TauW-Anxeiger und das CenTral-Haudels- regiiécr niwmk Uni die Königlétlxe Expedition drs ijssirn NririrI-Kuzeigerz nnd Königlirh
Prerß. “
Yreußiiäjrn IKautä-Inzrizrerxz: BETTER, 8. 17. WUUeZm-Srraße N:. 82. M
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. '?erwosnyg, LMonMtj-zu, JiußUaWuux 11. s. «7, 7011 611'211111511611 Daszrsrx.
Steckbriefe nud Untersuchungs-Saehen.
[25600] '
Steckbrief. Gegen den unten beickorieberien Dachdecker auck) Arbeiter Zauns Kraus? aus Bern- stein, welcher f1ücdtig ist, soll eine durcb Strafbefehl des Königlichen Amtkgcricbts zu Arnswalde vom 5. Februar 1880 erkannte Gefängnißstrafe von drei Monaten vo1lstrec1'i Werden. Es wird rrsrxäot, den- selben zu verhaften und in das Amtégertcbts-Ge- färigniß zu Arnßrralde abzultxfern. LlrnSWaZde. den 8. Oktober 1880. Königliches AmtSaerrcht. Fablmann. Beschreibung: Alter: 36 Jahre; Größe: 1,66 m; Statur miitel; Haare: blond; Stirn: frei; Augenbrauen: blo:1d;„ Augxn: blau; Nasr“: gewöbuliw; Mund: gewöhnlich; ZÜÖULT gut; Kirin: rund; Gesicht: owal; Geficbtsfarbe: gesund; Sprache: deulsch. Besonderx Kennzeichen: Au1 dcm linken Unterarm rothe Tatowirmrg.
DMX; kriegsgrric'btlickyes Cckenntniß Vom 29. Sept. 1880, bestätigt vom kommandirenden (General 8. AMTL- Corps am 9. Oktober 1880, ist der Arberis- soldat 11, Klasse August Fevdor Hermann Krause drr Arbeiter-AbWeilung Coblenz, geboren am 10. Januar 1856 zu Berlin, PorzeUandreber von G6- sÖäst, jr] aodrumacjam für fahnenflücbtkg erklart und in eine Geldstrafe don Einbundertsekbszig Mark verurtbeilf worden. Coblenz, den 16. OT- wber 1880. Königlickies Gouvernements-
Gericht.
[24701] Oeffentliche Ladung.
Der am 18. Dezember 1853 zu Tornow, Kreis Bitterfeld, geborene Musiker Nicbard HnuSmann, zucht zu Lübbenau, wird beschuldigt, im Anfange der2 Juli 1879 zu Züizen ein der Steuer vom (He- werbebrtriebe im Umhcrzieben unterworfrnes Ge- werbe betrieben und einen Gemerbescbein nicbt geiöst zu haben. Er wird auf den 8. Dezember 1880, Vormittags 9 Uhr, vor die Strafkammer dcs K'dniglicben Larrdgericbts zu Cottbus zur mündlichen Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausblriben wird die von ibm (rech das ihn verur- fbeilende Erkenntnis; des Königlickxen Scdöfferigericbts zu Luckau vom 30. Dezember 1879 eingclegte Be- rufung nach §. 370 der Strafprozeßordnung wer- worfen Werden. Cottbus, d.n 2. Oktober1880. Königliche SFaatsanwaltschaft.
Tiibingen.
[25540] Aufforderung.
Laut Meidurig wurde am 6. d. M19. in unmittel- barer Nähe der Stadt Wildberg, O./'31.Nagold, der 19 Jahre alte Schriftserzer Moritz Schult_3e_ von Cottbus, K. preuß. Provinz Braudenbura, im Besitz einer großen Arizabl verbotener sozialistischer Druck- schriften, und zrrar in dem Augenblicke betroffen, als er cirieii andorra jngén Menschen eine solche Urr- boéene Druckschrift lesen ließ. Dersclbe erscbeint nunmehr Verdächiig, als Corporteur solcher Druck- schriftsn gereist zu icin.
Deshalb ergeht an Behörden und Privatpersonen birrmit das Gesuch, im FalTe der Kenntnis; weiterer Fäiie der Verbreitung von Druckschriftcn überhaupt durcb drn Bescbuidigrrn Schalke odcr davvn, wie dieser in den Besitz von verbotenen Druckschriften gelangt sein könnte, unverrveiit solcbis hierher mit- zuibeilcn.
Der Vcskbuldigte xc. Sebulize ist uxgefäbr 1 m 70 0111 hoid und schlank gewachsen, hat raue Augen, ein owalcs, aber immerhin nord vo11e6 Gesicht, bliiberidc © 71ch15farbe und dunkelblonde Haare.
Seine Kleidung bestand zur Zeit sciner Frstnakyme in Hosen, Weste und Rock don abgetragenen: dunklem Tuche, sowie in einem schwarzen Tuckzübrrrock, Wad- Haften Zeucisticfein und einem bräunlichen weichen Filzbrit mit grüner Schnur sammt Quasten, in der Form von Eicbrln.
An der linken Hand trug er einen ßoldencn Ring mit blauem Stein, und man zum Anbaitspunkie für die Erinnerung an seine Person armefübrt wer- den, das; er augezeigtermaßen sich des Genusses von geistigen Getränken wie von Fleischspriser: enthäli.
Den 13. Oktober 1880.
K. SiaatSanwaltschast. Sckjeurlcn.
Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.
[25541] Oeffentliche Zustellung.
Dkk K. RechtSanwalt Wolfsthal in Bamberg [)crt Namens der TsZirma John A. Moblcnhoff in Cincinnati am 4. ktober [. Its. Klage gegen den Kaufmarm H. Quentin in LouisviUe wegen Forde- rung beim K. Landgerichte dahier, Kammer für Handelssachen, eingereicht und in derselben be- antragt:
Königl. Landgericht, Kammrr für Handels- sachen, wolle den Beklagten H. Quentin ver- urtbeilen, an die Klägerin 2245 „jk 70 Y nebst 60/0 Zinsen seit 23. Dezember 1876 zu be- zahlen und alle_ Streitskostcn einschließlich der durch das Arreitverfabren erwachsenen zu tragrn.
Da der Aufenthalt drs Beklagten dermalen un- bekannt itt... hat die Handelskammer des K. Laud- gerichts da'hier auf Antrag des genannten Rechts- anwaltes rn Gemäsébeit der Bestimmung der §§. 186 u. 187 der E. P, O. die Zustellung der Klage nebst Termmsbestimmung im Wege der öffentlicben Be- kanntwacbung beschlossen und die Gerichtösrbreiberei zum Bollzuge angewiesen, was hiermit unter der
Bekanntaabe erfolgt, daß von drm Vorfißenden der Handelskammer Trrmin zur mündlichen Verhand- lung auf Donnerstag, den 9. Dezember 1880, Vormittags 9 Uhr, anberaumt wordsn ist. Bamberg, den 14. Oktober 1880.
Der K. Ober-Gerichtsschreiber: Säjtvemmcr.
[25542] Ocffrntiichr ZustiUung.
Der Buchhändler Joseph Stadel da[)ier klagt gegen dc-n Karrfmann L. Busch, früher dahier, nun unbekamricn 2101171181115, mit dem Anfrage: den Beklagtcn zur Zablrmg von
200 Mä =*- MieWzins auf die Zeitrom 1. Mai bis 1. August d. ZS., dann 64 sk!» 50 Ö writsr aus dem Mietbverbälf- niffe berrübrende Beträge fiir Repa- raturen und dergleichen _ nebst 50/0 Zinsen «1:3 264 «16. 50 «5 vom 1. August c., eventuell born Tage der KldgszristeUung an, sowie zur Tragnng der Kosten dcs STreiteI zu vernrtbeilcn, und ladet den Beklagten zur mürrdlicden Verband- lung drs chbtssireixs vor das Königl. AmisxrerichÉ Würzburg 1.
Donnerstag, den 2. Dezbr. [. IS., Vormittaxrs 9 Uhr, in dessen SEYungssaal Nr. 15.
Nakbdem d11rch_ GrriÖTHbeschluf; vom 13. d. M. die öffentlirhe Zakiellrrng an den Beklagten bewiUigt Worden ist, wird der vorsteberide AuSzng der Klage ju diesem Zwecke bekannt gemacht.
Würzburg, am 14. Okiober 1880.
Gerichtdickyreiberci drs K. Amtögerickyjs. 1. Voumüller.
auf
[24157]
Arxsgrlmt von Yypothckcupostcn.
Auf den (Hrrrridsiückcn, Blatt Nr. 25 des Grund- buchs von Alt-Herbxdorf raw. Biatt Nr. 101 Hert- wigswalde stében Abtbkilung 111. Nr. 10 resp. Ab- theilung 111. Nr. 12 folgend: Postcn eingetragen:
„3. Nr. 10, Srcbsbrmrert Reichétbaler Corirant,
Welche dcr Brsißcr F10rianBuchalkantSchrrld- Urid Hypwkbrkrnidstrument (10 conf. den 8. Ok. tober 1817 von dem Bürger und Glasermeister Johann Schaefcr zu Müristerbcrg geßcn eine Verzinsmig zu 5 Prozeut von Termino Michaeli 1817 an und eine drcinwnatiiche, beiden Tbei- len frrisir-Hend; Arrikändiquna, unter Verpfän- dung srines Bauckgatrs (“um Ippdrtjusmbjis fiir" Kapital Zirrsen, Srbädr-n und Kosten er- borxit bat, ind 711-070 (1901611 vom 8. Oktober 1817 eingetragen Worden.
. Nr. 12. Eindundcrt und fi-bzcbn Reichstbaler virr Silbergrdicden 0ch1 Pfennige Courant, wrlcbc ker Besker Franz Wagner zufolge ge- rich11icher Vrrbandlung Vom 28. März 1827 den Joxef Salomon'scbeii Erben von Heriwigs- rva1de schuldig zu sein bekennt, von Weihnaw- ten 1825 an mij“ fünf Prozént jährlich zu ver- zinsen imd dereinst nach Wrgänaiger dreimonat- 1icher§ Auffüiidigung zu bezahlen versprochen, zur Siiberbcit für Kapital Und Zinsen aber das Baucrgut verpfändet bai“. siiid auf ssin Ansuchen 611 (1513010 vom 28.63". 111. 21 ua. ein- getrach wordcn.“
Die (Eigentbümer der Griindstückc, Vauerguts- ßéfixxer Kart ©0111mld resp. Josef Pacbnicke haben die Tilgung diescr Posten brbaudtct, und, Mangels Vorhandensrins [ösrhrrrigsfäbigsr Qaitjunaen und Bekanuticins der Rccbtönackofolger dar verstorbenen eingrtragenen Eigxntlsimer dsrselben, das Aufgebot der an. Posten behufs Löschung kearüragt.
Es werden deshalb aUc Diejenigen, welche Rechte auf diese Forderimgen zu haben glauben, hiermit aufgefordert, ihre Rechte innerhalb dreier Monate, spätestens in dem auf
den 15. Februar 1881, Vormitkags 10 Uhr, vor dem bissigen Amtßgerichte, ZimmerNr. 17, an- beraumten Termine anzumelden, widrigenfaÜs sie mit ihren Rechten auf die gedachten Posten ausge- schlossen und die Posten im Grundbuch gelöscht Werden Werden.
Münsterberg, dsn 27. September 1880. Königliches Amtsgericht 11.
[25529]
Verkaufs-Zlnzcigc ?lufgebot.
cn der Wiitwe dcs Privatiers Gerhard Connemann, Angelina, geb. Stöppel, in Leer wider den Auctionator Leling in Jdrbove, ais Tesiamenis- vbl-lstrecker des weil.Hemmo Watermann in Leer, sollen auf Antrag der Ersterer: die zum Nachlaffe des Weil. Hemmo Watermann gehörigen 1701. 1. 1101.54 und 67 Görundbuihs Leer registrirten Grund- besißungcn, nämlich: 11. ein Haus, bestebend aus zwei Wobnunscn nebst Scheune, auf dem Kamp diersrlbst belegen, und grenzend im Osten an Berend MM: 2, im Westen. an die Pferdemarktstraße, im orden cm die Austrifi des Frrricb Jocker: und die be- nachbarten Häuser, sowie ein dem Hause gegen- überliegender (Garten,
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3. [711111817101]?!1216881188611191111, Friier-“xxér "(1ij 6108810110161. ?rXiDddxr-Éexw ZSKGMWWUUJCU.
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Infcra-ér ;ckme an: di: A::mxncxn-ExpcditiMeu des „J::vaéiderrdxaé“, RUdr-Z'f EZ-xii'e, Haaxeußeiu & Vogxer". Büttner & Winter, sowie aM: üßügen größeren;
G. L. Darrhe €: Co., E, Seßlotke,
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6.
7. [411761'81'1801110 .Y'eixsizxsrz. 8, Mask. _r-FMZQZM. 111 (ist ZörIEU- 9. FWW-Uauhrjsbrdu. bsüxi-Fs. DE
13. ein_Eiäci Gartenarund, 33 Fuß lang und 32 Fm; breit, wrrauf ein Haris erbaut wvrden rind drr Gartengrumd datveben 20 FUf; lang und
, 32 Faß breit an Paul Tameling belegen, im Wege der Zwangsvoüstrcckung in drm dazu auf Dienstag, den 25. Januar 1881, „ Morrxns 10 Uhr, aiif hiesiger Gerichtsstubc aneraumirn Termine öffentlich meistbietend Verkauft Werden.
Fraufliebbaber werden zu diesem Termine geladen.
Zugleirb werden Alk, Weiche an die vorgenannten
Gryndsturke Eigenthums-, Näbcr-, lebnrecbtlicbe, srderkommrffarische, Pfand- und andere dingliche Rechte, insbesondere auch Servitrxten und Real- berecbtigunaen zu haben vermeinen, aufgefordert, solche im obigem Termine anzumelden, widrigenfalls schbe im Verhältnisse zum neurn Crwérber vrrloren ge cn.
Leer, den_4, Oktober 1880.
Königliches Amtsgericht. 1. v. Northeim.
.),- - (“5391 Aufgebot.
Frau Erucsiine Svpbie Wilke, geb. Éaßmanw, i.“? Billcben hat bei unrerzcicbnctem Gerichte die Ein- leitung des Arrigcbotßberfahrems zum Zwecke der Todeßerklärmig ihres arrgeblicb vor 29 Jahren nach Amerika arisgewar'derten und seit dieser Zeit der- schollenen Brudars Johann Heinrich Friedrich Gaß- mann aus Vcllstedr, geboren den 13. 9111111828, beantragt und als bejcbeinigte, näwste, gesetzliche Erbin desselben um AUÖaUIWOrturig von desien etwa 1500.“ betragenden, bier verwalteten väterlichen und mütterlichen Vermögens gebeten.
Nachdem Antrasistellcrin dir zur Begründung ihres Antrags erforderlichen Thatsachen glaubhaft ge- macht, auch sick) zur eidlicben Versicherung derselben erbdten hat, werden hierdurch der abwesende Johann Heinrich Friedrich Gaßmann und alle diejenigen unbekannten Betbeiiigten, welche an dessen Ver- mögen aus irgend einc-m (Grunde Ansprüche", inkbe- sondere aber solcde erbrechtlicher Natur zu erheben haben, öffentlirv arrfgefordert, spätestens in dem auf
den 16. Viärz 1881, 10 Uhr früh,
anberäumten öffentlichcn Aufgebotstrrmine sich resp. ihre Ansprückye und Rechte anzumelden, widriZenfaUs der verschollene vorgenannte Jol). Heinrich Friedrich (Haßmann fiir wdr erklärt und deffcn hier deSpo- rrirtrs Vermögen urkr Ausschließung aUer (TUM?- bliébenen unbekannieii Jnxcreilenjen mit ihren An- frzriirden von selbigem, der _ Antragstellerin Frau Wilke, sieb. Gaßmaim, ohne Kaution erb- und eigen- ib'rimlirb arxégeanjwortct werden wird, sofern selbige die im Weiske dcm 1. Septembcr 1773 vorgeschrie- bene eidesstattliche Versirherung abgegeben und die gestellten Anträge in d-m Aufzebotstermine oder eveniuril in dem nach §. 831 der D. (Civ. Pr. Orb,]. akizuseYendcn späteren Termiiic wiederholt baden wird.
Ebelebeu, den 8. Oktober 1880.
Fiirstl. Swwarzb. Anitsgrrilbt. T1]. Gimmcrthal.
“WN Aufgebot.
Dic: Cbcfran dcs HofknopfmaÖrrs Wollemann, ZUlie, Keb. MüU-r, bieselbst, hat das Anfgkbot dcr gcricdtlicden Obligation vom 26, April 1855, In- dalts Welcher der Gärtner NugUst Lewin Friedrich Fricke dem lebgießcrmeisicr Johann („hristian Anion Müllcr (regen Verpfändung der vor dem Wendeüihore in der Todtentwetc gelcaencn (Garten- länderei, 6116 a. ;? Morgen zuriächst Friedrichs Lande 11:11) 1). ZMorricn zunärbst August Carl Frickeö Lande gelegen, 350 Thlr. srduldet, beanjragt.
Der unbekannte Inhaber dieser Urkund: wird aufgefordert, spätesr'ens in dem aus"
den 27. Mai 1881,
Vormittags 11 Uhr“, vor dem unkerzeicbneien Gerick)te, Ziwmer Nr. 16, anberaumicn Aufgebotstermine icinc Rechte anzu- mrlden und die Urkunde vorzulegen, widrigrnfaiis die Kraftioscrklärung der Urkunde erfolgen wird.
Braunschweig. den 13. Oktobrr 1880.
.Hcrzoglicbes Anrisgericht. 111. L. Robert.
*NEU). 11,
25-198] Das Gr. AthgeriÖt Mandbeim erläßt unterm Heutigen folgendes
Aufgebot:
Nr. 31704. Die Ehefrau des Gastirirtbs Lud- wig Orth Von Neckarau, Anna Barbara, geb. Feuer- stein, besiyt nacb Grundbuchßcintrag Band 43 Nr. 209 Seite 773 vom 19. Februar1878 folgende 1czcrkrfstdrr Gemarkung Ladenburg, gelegene Liegen-
a :
„Lab. Nr. 615. Zwei Viertel 12 Rutbcn altes oder 2 Vicrtsl 41 Rutben 9 Fuß neu bad, Maas Acker am Hochgcricht, einerseits Georg Philipp FWS bon Lademburg, ander- seits Andreas Feuerstein von Ilvesheim.“
Der Gemeinderatb in Ladenburg als Gewähr- gericht verweigert die Gewähr, da der Eiqeutbums- iibergang des genannten Gr::ndstiicks der Mutter der Antragsteüerin nach Grundbuchvcinirag Band 35 Nr. 170 Seite 518 nicbt gewäbrr wvrden irt, weil das EigentburUSrccbt an drmselben durch die frühere Eigentbümcrin Johann Kaspar Böhler .Wittwe, Anna Barbara, geb. Krauth, von Ilves- ixeim, grundbucbmäßig nicht nacdgcwissen Werden
ann.
EZ werdenn deßbalb "Fille, welcbe in den Grund und Piandbucbern nicbt eiaactragsne, auch sonst nicht békannte dingliche oder auf ciricm Stammguts- oder Familienautsverband berribende Rthe an dieser Lieaenscbaft zu haben vcrmrinen, aufgefordert, solche Rechte spätestens in dem auf
Donnerstag, den 2. Dezember 1880, Vormittags 8 Uhr, anberaumtcn Aufgrbotstermin anzumelden, widrigen- faÜs die nicht angxmcldeten Ansprüche für erloschen erklärt würdrn.
ManuZJeim, den 4. Oktober 1880.
Der erichtssrbreiber des Gr. AmtIg-erirbts:
Stoii.
[25492] Aufgrbot.
„Der zur Zeit bei dem Königlichen Landgeriwtezu Lrffa angestellte Gericbwdienrr Schoeps hat in seiner frübsren (Eigenschaft als Erskuior bei dem vormali- gen Königlichen Kreingkrzchi zu Kosten
„16 in Worten: Drriduydrrf Mark AmfÖkauiion besteÜt und nunmehr Rückgabe und das vorher erforderliche Auf,“.ebot dsrsclben brantrarxi.
91112 Diejenigen, welcbs aus der früHercn Amts- verwaliung des M. Schocrs als Exeertor Ansprüche und Rechte geltend machen rrdchn, Werden daher aufgefordert, dieselben sdätcsixus in dem , am 29. Januar 1881, Vormittags 12 Uhr, im hiesigen neuen Gerichtsgebäude anstehenden Ter- mine anzumelden, widrigrriiaiis auf Antrag alle ekwaigcn Gläubiger mit ibrkn chbten auf gesonderte Bcirirdigixng ans der Kauiion auszuschließen sein werden.
Kosieu, den„.11. Oktober 1880.
Königliches AmtIgericbt.
[25530] Aufgebot.
Der am 30. August 1880 verstorbene Kaspar Rin 11. von Zügesbeim hat durch Testament vom 22. vr111875 seinen Sobn Christoph Ring von da zum Aileincrb-mx eixigricßt und einen Weitercn Sohn Franz Adam RinÜ deffen Aufenthaltsort un- bekannt ist, cnterbt. Uf Antrag des Christoph Ring wird Franz Adam Ring hiermit aufgrfordsrt, spätestens in dem auf Dienstag, den 7, Dezember 1880, früh 9 Uhr, anberaumten Aufgeboistermin über die Rechtsbestän- digkrit des Testaments, sowie Über Erbschaftßantritt Erklärung abzugeben, widri-gerifakis Anerkennung der erstrren unicrstelit und der Nachlaß dem allein (Urf- geiretenen Erben überlafferr wird.
Seligenstadt; den 13. Okt-ber 1880.
GroxzberzoglinL-I Amtßgcrirbt. Kullmann.
[ML“] AuSsckUuß-Urtljcil.
Nack) dem Antrag des Ricas Thiele bezw. scines Bebolimäcbtigten L. Bauwmin von Deiscl und nach- dem in dem Aufgebotstcrmin vom 18. Srptember d. J. Ansprücksc mcht angemeidet wvrden sind, wird unter Aussckoließung (111€: dsrjcnigen, welche An- sprüche zu haben vermeinen, insbrsondere der Ge- cbwister Conrad Cbriiiopb, Andreas Thiele, die
öschuna der im Grundbmd bon Drisel Bd. 111. Art. 390 eingetragenen Post: 130 Tblr. Heraußgabe fiir die bezeichneten (Geschwister lt. CeffionSrertrag vom 29. Juli 1837 biermii verrügt.
gez. Knyphausen. Arisdkfertigt: CarlShafeu, den 4. Oktober 1880.
_ Holm, Errichtsjchrciber dcs Königl. AthzrriÖtS.
[20510] Zwangsvcriicigcrung.
Ju Sackyen dcr Ebefrari des Architekten und Di- rektors Max Hittenkofcr, geb. Blecbickxmidt in Buxtehude, Klägerin, gegen den Sfeir-hauer Carl Päkel und desen Ehefrau, Caroline, (325. Schmidt bier, Beklagte, wegen vaoibckcnkapitals und Zinsen, ist die Beschlagnahme des Wohnhauses 110. a». 215 sammt Zubehör biersclbst durch Beschluß des unter- zeichneten Gerichts vom bcutixcn Tage verfügt, auch dieser Beschluß in das Grundbuéb eirrgajragcit.
Zrir öffentlichen Versteigerung der obcn aufze- führten Jmmobilicn ist_Termin auf
den 22. Januar 1881, Vormittags 10 Uhr, vor biefigem Gericbt anberaumt.
Kauflufiige werdkn zu diesem Tcrminc Hiermit eingeladen.
Zugleich werden die bvpoibekarisckpcn Gläubiger hierdurch aufgefordert,. die Hiwothckenbriefe im Vcr- sieigerungstermine zu überreicbcn.
Es wird bemerkt, das; die Versteigerungsbedin- gungen und dcr Grundbricdariszug in den leßten 2 Wochen vor dem Tage der Versteigerung ein- gesehen Werden können, aucb einer Besichtigung der demnächst zu rerstcigerndeu Immobilien nichts im Wege steht.
Jeder Bieter ist auf Verl.::rzrcn cines Beibeilig- tcn verpflichtet, nach Vorskcriit des „S. 52 der Sub- ba tationsordnung vom 10. Juli 1879 für die Er- fü ung seiner Vcrbirrdlichk_eitcn Sicherheit bis zu 10 0/0 seines Gebots zu leisten.
Holzminden, den 29. Scricmbcr 1880.
Herzosliches Amtsgericht. H. Clevr.