Erste Beilage zum Deutscheu Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
;- Inserate für den Deutschen Reichs- und Königl.X Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- register nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reirhs-aneigers uud Königlirh
Oeffentlicher Anzeiger. “......
WWU" „Iuvalideudauk“, Rudolf Mosse, Haasenßein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlaue, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren
1. Zieokdriefs 111111 Uutswuobungß-Zaobsn. 5. 1116118121206 1261151188611181118, 2. 811511686811011611, Infgsbots, 701'1111111113211 111111 Grossbauäsl. 11. (181'31. . 761'861118118116 Zskannkmaabuugen.
preußischen StaatH-Ruzeigerzr Berlin 817, Wilhelm-Sraße Nr. 32. 117
3. Usrkäufe, ?srpacbtuugau, 81151111881011011 are.
4. 76r10051111g, smortißation, 2111821111111118 11. 8. 117. 7011 6881161165211 kayiersu.
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7. birerakisoba Wsixsu. 8. Dbasier-anijen. 1111 (181- ZökISU* 9. kamüjsn-UMWQOM. beiwge. ZL
Annoueeu-Bureaus.
SteckbseKZe-ßxknd U1117e1'stiäzungs = Sachen. Z Hersiorb1112117§obann Peter Pfotenhauer und dessen
Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Cigar- renmacber 81133 Korbmacber Hermann Julius Robert Schulze, am 15. Februar 1849 zu Char- lottenburg geboren, welcber fiüchtig ist, oder sicb verborgen bält, ist in den Akim 11. 1. 3136 (16 80 die Untersuckzungsbaft weaen schweren Diebstahls verhängt. (Es wird ersuckot, denselben zu verhaften und in das Königliche Stadivviaici-Gefängniß zu Berlin abzuliefern. Berlin, den 23. Oktober 1880. Königliches AmtsgeriÖT ]., Abtheilung 85. Be- schreibung: Alter: 31 Jahre, Größe: 1 111 63 0111, Statur: kräftig, Haare: blond, Stirn: boch, schräg, Bart: rasirt, Augenbrauen: blond, Augen: blau, Nase: breit, Zähne: vollständig, Kinn: oval, Ge- sichtsfarbe: nesund. Besondere Kennzeichen: der linke Arm ist mäßig gekrümmt, das Nagelglied des rechten Daumens ist verkrüppelt.
Steckbrief. Gegen den unten bestbriebenen Nagelsrljmiedegesellen Wilhelm.Ja1m ist in den Akten 11.11, 1. Nr. 928 (16 1880 die Unter- suchunasbaft wccien Diebstabls verbängi. Es wird ersucht, drnselben zu verhaften und an die König- licbe Siadtvoiatei-Direktion bierselbst abzuliefern. Berlin. den 28. Okwber 1880. Der Untersucbunas- richter bei dcm Königlichen Landgeriäxte 1. Jobs.
; 1 1 5
-
Besäxrcibung: Alter: 30-32 Jahre, (Geburtsort: Fürstcnwalde, Größe:
170 (Zentimeter, Siatur:x
kräftig, Haare: ickwarz, Stirn: gcwöbnlicb, Angen- ' braUen: dunkel, Nasr: «wöhnlich, Gesicbttlänglich, ?
Gesichtsfarbe: blaß, Kleidung: iibrrzieber, belle Hosen und hohe seidkne Mütze.
Steckbriefs-Erlediauna. Der MMM 19" Okto- vor dem U111Lr521ch1181611 Gerichte, Zimmer. Nr. 10,
ber 1880 hinter denGärtnergeUilfcn Herrmann ; Kupfernagel aus Kröllwiß bci, HaÜe a./S. er-. [offene SR'ckbkikf isi crledigi. Potsdam, den 30. Oktober 1880. Der Untersuchungsricbtcr beim, Königlichen Landgericht.
Steckbrief. Gegxn den unien beschriebenen Kalli- : graphen Jriedritb Wilhelm Zimmermann, _" am 24. Juni 1852 zu Cöln a. thin geboren,Z Welcher flüchtig ist oder siciv 1121501711611 bälf, ist in 1 den Akten 11. 1. 3160 (16 80 die Untersncbungsbaft1 wegkn Diebstahls Verbängi. (61 wird ersucht, den-?
selben zu verhaften mad in das Königliche Stadt- Z- kaution bkantragi.
voigtei-Gcfängniß zu Berlin abzuliefern. Verlin,Z den 26. Oktober 1880. Königlichks Amthericht ]„ * 21111). 85. Beschreibung: 211161228 Jahre, Staturri klein 11. bucklich, Haare: dunkel, Barixklsiner Schnnr- ? bart, Gesicht: abgelebt. Besondere Kcnnzeiäjen:
an der rechten Hand nur 3 Fingcr.
Subhastationen, Aufgebote, Vor: laduugen u. dergl.
[27071] Oeffentliche Zustellung. Die Frau Auguste Mathilde Henriette Vier- mann, geb. Zimmermann zu Danzip, vertreten durch den Rc-chiSanwalt Ackcrmann bier, klagt gegen ihren, dcmAufentbalte nacb unbekannten Ehemann, den (Gymnastikcr Johann Hermann Oskar Bier- mann, früher aleicbfalls bi-kr, wescn böÖlichr Ver- lassung und Cbebruchö mit dem Antragie auf Ehe- scheidung: , ;
das Band d?!" Ebe zu trennen, den Beklagten
für den 11112111 fcbuldicien Tbkil zu crklärerx, ibm
anch die Kosten des RcckÜssireiies aufiuerleseti,
und ladet den Beklagten zur mündiiÖen Verband-
1ung des Rekbtssireits vor die 11111. Civilkammcr drs
Könißlicben Landnericbts 1. zu Berlin . auf den 31. März 1881, Mittags 12 Uhr,
5111er Sommer- Z
mit dsr Aufforderung, einen bei dem gkdachten (Ge?
riébie zvgclassciéen Anwalt zu besteUcn. ? Zum Zircckc der öffcntlicben Zustellung wird dieser Auszug der Klage bsiannt gemaébt. Berlin, den 30. Oktober 1880. Buxbwald, Gericiztsikbrciber des Königlichen Landgerichts 1., Civilkammer 11111.
121119] Oeffentliche Vorladung.
Dcr Banqnicr Samuel Nnitrai zu Wien, Kärib- ,- nerstraße Nr. ], vertretcn durch danusiizratbPiimker ? bier, *.bat widcr den Kaufmann Dcsidor (Deyso); Grünhut, irübcr bier Krausenstraße Nr. 2 wohn-; boft, (1116 (1119111 von Simon Löw (121 12. Januar,. 1876 ausgestellten, von dem P.Gr1"1111111t acceptirten Z und am 21. Scptcmber 1876 fällia gewesenen Wechsel, . welcher durch Blanko-(Hiro des Simon Löw auf den z Kläcicr überaegangxn ist, 511552 auf Zahlung 11011“:
0 ' ' 21. * 1" .' 1000-45 rcbst 6 /0 Zinsen seit SLMMHU 876- (Grundbuch eingejra.1en wsrden wird und das;, wer
Die Klage ist eingeleitet, und da der jetzige Auf- !, die ihm obliegende Anmeldung Uiiierläßt, sein Recht
erhoben.
5 11) 196 „ 12) .1. 576 Acker am Honisibaumweg ' 35
k 13) 11“. 92 Wisse dic Psublwiese “ 74
! 14) 154 Acker dic Eicbtricscber "
, 15) 23:1 „
* 16) 244
“ 17) 11. 88
' 18) 111.49 „
enthalt des 1). (8111115111 unbckannt ist, so wird dieser ,
' " ' d t, ' lw. hierdurch cffentl1ch aufgefor er in dem zur K ge ' erworben hat, nicht mehr geltend machen kann und
beantwortung und weitern mündlichen Verhandlung
der Sache auf den 6. Dezember 1880, Vormittags 10 Uhr,
vor dem urterzeichneten Landgericht ]„ Hülfs-Civil-
kammer 14, im Gericht§gebäude, Jüdenstraße Nr. 59, J Saal Nr. 60 anstehenden Termin pünktlich zu er-
scheinen, die Klaße zu beantwvrtcn, etwaige Zeugen mit zur Sthe zu bringen, Urkunden im Original einznreikben, indem auf spätere Einreden, welche auf Zbatsachen beruhen, keine Rücksicht genommen werden ann.
Erscheint der Beklaaie zur bestimmten Stunde nicht, so werden die in der Klage angeführten That- sachen und Urkunden auf den Antrag des Klägers 111 coninmnoimn für zugestanden und anerkannt er- achtet, und was den Rechten nacb daraus folgt, wird im k)(Erkenntnif; gegen den Beklagten ausgesprochen wer cn.
Berlin, den 2. August 1880.
Königlichcs Landsericht ]„ 14. Hülfs-Civilkammer.
[270201 Aufgebot.
Tie Brüder Friedrich Lorem Theodor und Jo-
hann (Christian Julius Pfotenhauer, Söhne des
ebenfalls mit Tode abßegangenen (Ehefrau Marie Louise Margarethe, (3.5. Yéorgenrotb in 911117303 [)./T., welcbe vor längerer Zeit nach Amerika 0116- gewandert smd, Haben nach eidlicber Verfiébcrung ibrer nächsten Verwandten seit mehr als 20 Jahren von ihrem Leben und Aufenthalte keine Nachricht gegeben. _ _ _
Antragsgemäxx werdeii die Eingangs genannten Gebr. Pfotenbamr, sowic Diejenigen, welkbe aus irgend einem Rech1s,1runde Ansprüche an deren Ver- mögen 511 haben vermeinen, aufgefordert, in dem
auf den 2. Februar f. I.,
Vormirtags 11 Uhr, vor dem Unfcrzeilhneten Amt:?gerichte anstehenden Aufgeboisicrmine zu erscheinen und ihre Rechte gel- tend zu machen, widrigenialls die beiden Abweien- den für wdt crklärt und ihr Vermögen ihren nach- iien Erbn aufgeanjwortct wird, dritte Verekbtigte aber ihrer Ansprüche vcrlnsiig geben.
Rudolstadt, den 25. Oktober 1880.
Fürstlich Sckw. Amt-x-gericht.
[27025] Aufgebot.
Der Gärincr Georg Susie zu Werl batndas Agf- gebot der Hypothekenurkunde vom 6. Marz 1853, aus Welcher für den Appellationsaerichjthb"Regen- berz zu Hamm anf den Grundstücken des (Gartners Georg Sasse zu Werl Band 81111, Blatt 18 Ab. theilung 111. Nr. 2 ein Kaufgeld von 1900 Thaler nebst vier Prozent Zinsen ur1d Kosten eingetragen ist, bcanfraszt. Der Inhaber der Urkunde wird auf-
. gefordert, spätestens in d-km arif
den 11. Februar 1881. Vormittags 11 Uhr.
"anberanmien Auftieboxstermine seine Rechte anzu-
melden und die Urkund-c vorznlegen, widrigenfaUs die Kraftlossrklärrmg der Urkmide erfolgen wird. Werl, den 8. Oktober 1880. Königliches Amtsgericht.
Aufgebot. _ Der Gericbfsdiencr Christian Grüß bierselbiibat dis HerauSgab-I der 13011 ihm in seirier EigenWaft als Exekuior und Bote dir vormaligcn Königlichen Kreisgericbis-Kommission bierscibst gestelltsn Amts-
Alle Diejknigen, Welche aus dem kautionspfiiÖ- tigen Dienstverhältnis; Ansprüche und Rechte an diese Kaution geltsnd machen w011€11, werden aufgefordert, dieselben spätestens in dcm auf ' den 30. Dezember 1880, Vormittags 9 Uhr, an der Gerichtssietle hierselbst bestimmtxn Termin bei Vermeidung der 2111ssch1iefzung und Herausgabe der Kaution an (1211113 anzumelden.
Schwerin a. W., den 28. Oktober 1880.
Königlichés Amtsgericht. [27030] 21? 114: Werdsn auf Aniraa , , des Bauers Johann H€11111ch Volz, Conrads Sohn von Heiterérotk) Nr. 12, welchcr die in der Gemarkung von Hetiersroth ge- legenen (Hrnndstücke, als: ' 1) 11. 197/107 2. WobnbauI niit SiaU darunter und Hofraum, b. Schivcinestail : 1 8 5961111
2) 214/106 Hausgarten 10 „ 66
3) 1). 256 Acker (111 der Scbclmskgnic 33 „ 65
4) 11.165 Wiese dic Staudenwicikn 30 5) 166 „ daselbst - 45 6) 202 „ dasslbst 25 7) 351Ackcr Tie unterstkn Tornäckcr * 12
8) 17.20 „ die Staudenäcker 7 24
9) 168 Wiese im Admnsbof 52 10) (3. 38 Acker der Gcmeingarten 96 auf dcm Scheblberg * 57
: : . K *
I
7
: 7 * T I E . I
1). am breiten Baum 85 daselbst 58 auf der Wolfskanie 7 88 „ am Heilsteiner Weg 78 „ dic (Gesznesäcker : 84 „ mn Poppcristein 10, 26 „ 10 Jahren im Eigentbumsbesitze
19) 86 „ 20) 222 „ seit “länger als
"hat, alle Diejenigen, welche ein R9cht§ an diesen
Grundstücken zu babcn vermeinen, aufgefordert, ihre Ansprüche im Termin, den 11. Januar 1881, 911111“ CnZ, dabier geltend zu machen mit der Androhung, das; nach (Erlaß des Ausschluß- Uribeils dir Beßxxer als Eigentbümcr in das
gegen einen Dritten, welcher im redlicben Glauben an die Richtigkeit des Grundbuchs die Grundstücke
daß er sein Vorzugkrecbt gegenüber Denjenigen, deren Rechte vor Erlaß des Llusscbluß-Urtheils an- gemeldet und demnächst auch eingetragen smd, Vcrliert. Virsiein, den 25. Oktober 1880. KönigliQ-es Amtsgericht. Emald.
Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :c. [27136]
Verlin-Anlxaltische Eisenbahn.
Submission auf Lieferung von Weickjensänvellen.
Bei diesseiti,1er Verwaltung soll die Lieferung von 7978 lfd. Meter Weichcnfcbwel1en (kieferue in ver- schiedenen Dimensionen) im Wege der öffentlichen Submission vergeben Werden.
Die Liefermmswdingunaen sind im Bureau des Untkrzeichneten znr Einfikbt (LUMelka, und können von doit, gegen Erstattm'g 1011 0,5 „46 Kopialicn- gebühren, bezogen werden.
Die Offerten sind versiegelt und äußerlich mit
entsprechender Aufschrift ver1eben, bis zum 15. November er., Vormittags 11 Uhr,
im Bureau des Unterzeickyneten _ Bahnhofsstraße, altes Posigebäude ]. Treppe _ abzugeben, woselbst sie in ©111enwart der etrva erschienenen Submit- tenten eröffnet werden.
Berlin, den 29. Oktober 1880.
Der Ober-Jngenieur. Wiedenfeld, Bauratb.
[27137] Berlin - Anhaltische Eisenbahn.
Submission auf Herstellung und Uebergabe
von Sckiienen und Schienen-Vefestiguugs-Material.
Es soU bei dieffeiiigcr Verwaltung die Lieferung von:
1. 2000000 Kiio (: 40000 Ctr.) Eisenbahn-
schienen aus Flußstabl, 11. die nacbverzeichneten Schienenbefastigungs-Ma- terialien und zwar: 11. 79000 Kilo Hakcnnägel, b. 135 000 Kilo Winkellascben, c:. 30 400 Kilo Laschenbolzcn mit Muttern, im Wege der öffenjlichen Submission vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen und Zeichnungen (5111) 11.) sind im Bateau dcs Unterzeichncten zur Cinficbt ausxzelrgt nnd körnén Von dort, szegen Er- stanung drr Kopialiengßbübren mit 1,50 .46 1111 1. und 2 „46 ac] 11. bezogen werden.
Die Offerten sind verfiegelt und äußerlich mit entsprerbender Aufschrifk versehen bis zum
d 16. LNFWFÉLUUZN un zwar§11 . Zs "_.; r z- und 5111) 11, bis 11 Uhr i Mittags“ im BursaU dss Untkrzeichnkten _ Babnbofsstraße, im Postgebäude 1 Treppe _ abzuge'ben, woselbst sie in Gegenwart dsr etwa erschien€11en Submii- ieriicn eröffnet wirken.
Berlin, den 29. Okwbcr 1880.
Der Ober-Jngenieur. Lsjetleut'oltl; Baurati).
Vekayntmakhung. Für die biefigeWerft soÜen 57 01 0 Kg. SchiffsUieten, 150000119. Eisenplaiten, 70 000 Kg. Winkeleisen im Wege der öffentlichen Submission beschafft werden und ist hierfiir Tcrmin auf Sonnabend,. den 13. November, Vormit- tags 11:1 Uhr, anberaumt. Die nähereii Bedin- gungen liegen in den Expeditionen des „Deutschen Reitbs-Anzeigers“, dcr „Danziger Zeitung“ und des „Kieler Tagebla1ts“, sowie des „Deutschen Sub- missions-Anzeigers" und der
Einficht aus, können jedoch auch Zegkn Erstattung Von 50 „Z Kopialiengebübr von therer bezogen werden. Offerten smd mit der Aufschrift: „Nu- gebot auf SckxiffSrnatcrial“ versehen, verfiegelt und portofrei an die Registratur dcr Verwaltung einzusenden. Wilhelmshaven, den 23. Oktober 1880. Kaiserliche Werft. Vertvaltungs-Ab- theilung.
Bekanntmachung.
Jn Gcmäßbeit der Bcstimmunaen §§. 39, 41, 46 11» 47 des Gesetzes vom 2. März_1850 über die Crricbtrmg von Rentenbanken (GU. Samml. 110 1850 S. 119/120) wird (1111
16. November er., Vormittag 10 Ulzr,
in unserem Gesckäftélokale, Unterwaffcrstraße Nr. 5, hirrselbst, die halbjährlich vorzunkbmende Vcr- loosung von Rmtenbriefen, sowie die Vcrnich- tumg frübvr ausgelooseter und eiimeliefcrtcr Rentcn- briefe nebst Coupons unter Zuziehung der von der Provinzialvertreiuna gewählten Abgeordneten und eines Notars stattfinden.
Berlin, 02:1 25. Oktober 1880.
Königliche Direktion der Rentenbant fuZdiexProvmz Brandenburg. eV er.
Wochen-Ausweift der deutsehen Zettelbanken.
KFU'QULOL' 8.23.6444 139]Uebersiäzt vom 30. Oktober 1580. zelne?“
Metallbetand . . . . . .“
Reichska enscheine. . . . „ Noten anderer Banken . . ,
Gesammt-Kaffenbestand. . .“ Giro-Conw b. d. Reichsbank Wechsel . . . . , . Lombardforderungen . Effekten . . Debitoren
1851584. 46 45 4,000, -- „ 46,300. -- .
1,90],884. 46 „z
„ 100,865. 15
, 28,401,483.
„ 5,392737. 32
, 336.817. 77
. . . . . . 74,824. 36 Immobilien & Mobilien . 300,000. _ !"a-x-Uai Grundkapital . . .“. 16,607,000. _ , Reservefonds . . . . . „
773,753. Notenumlauf . . . ._ . , 4,858000. Sonstiéze, täglich fäliigc 27er- bind icbkeiten . . . 216,69]. An Kündi un 9 ist ackuno dene Ver in lchkeiten 12,529,511. Creditoren . . . . . . 697,53]. Verbindlichkeitcn aus weiter begebenen nach dem 30. Okto- ber fälligen Wechseln . . . 1,521,481. 88 , Verzinsung der Einlagen auf (Contobücber für Ok- tober............ 31%. Der Director: Ad. Renken. Dreier, Proc.
„.
' Submissionszeitungx „Cyclop“, sowie in der dieffeltigen Registratur zur '
[27140] WoäerLUebersiäxt 1. Lk
Württembergisckpen Notenbank ZW."? 3.1.7.9“9521299-
Qetlfa. ]
Metallbeftaud . . . . . . . ,736,180 70 Bestand an Reickyskaffenscheiuen . 27,680|_ „ an Noten anderer Bankn 1,7 35,300?-
an Wechseln . . . . 1842834837
an Lombard-Fordcrungén 566,000,--
an Effekten . . . . . 370,049 40
an sonstigen Aktiver: 746,56749
[“as-ziml-
Das Grundkapital . . . . . .411 9,000,000§_ Der Reservefond . . . . . . „ 383,726 31 Der Betrag der 11511anan ) Noten . . . . . . . . . . 21,107,900 _ Dke sonsti en täglich fälligen Ver- 1 biudlich eiten „, 487,701135- 14,0001-
Die an eine Kündigun sfrift gc-
“ bundenen Verbindliéh eitxn . . ,
Die sonsti en Passiven . . . . , 616,798x30- Eventuc : Verbindlichkeiten aus Weiterbeaebenen,
im Jrilande zablbaren Wechseln .“ 1,198,525. 72. .
127138] 1216611
4161" 33414111141an WWFDYÉ. mm 3]. oktober 1880. „zetisn.
1461611565181111. . . , . . . .“ 11810556258611501161116 . 1706611 1111116161“ 1381111011 17565861565111113 . . bQWburä-DNÉZMUZSU
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[27162] Yetksa.
5461611-1163431111 . , , . , , „46 552.218.
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1Z11':1(1:€11-136516.1111 Z01181-1ZO 4161.11:- . . 4410500000. 316,736.
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1.915.100. 171,334.
22111511116111121 „ 8666361011115 . . . . . . . „. [)".knla-ÜÜZUÜO U01I11 „ . . . . .. 861151120 käßiiob 15111ZS 1761--
bü1111s01111011611, . . . . . „ 811 61116 KiinäiaunJZferT Jo-
13111166116 7015156116111611611 §0n511g6 131165178.
1-370111116116 701511161161111611611 8118 soiisr bLJLbSUSl), 1111 1111111160 2811111111611 717601158111 . , . . .“: 430,344. Lrauuorbn'olx, 11611 31. 011101101" 1880. [Us ["t-wum]. 13617114. 81115111.
Verschiedene Bekanntmachungen.
Die Kreisthierarzt-Stelle des Kreises Kroeben mit einem jährlichen Gehalte von 600 446 und dem Wobnsiße in Rawitscb ist erlediJT. Qualifizirie Be- werber wollen fick) unter Einreichung ihrer ZeuZniffe und ihres chendlaufs innerhalb 6 Wochen bei uns melden. Posen, 11211 28. Oktober 1880. König- liche Regierung, Abtheilung des Innern.
Bebufs definitiver Veseyung der mit 600 „44 jährlich dotirteu Kreis-Thierarztstellc zu Weißen- see werden hierdurch als Kreistbierärzte approbirte Thicrärzte ]. Klasse aufgefordert, sick) unter Bei- fügung von Qualifikations- und Führungszeuqniffen, sowie eines ciaenhändia geschriebenen Lebenslaufes binnen 6 Wochen bei uns zu mcldcn. Erfurt, den 30. Oktober 1880. Königliche Regierung, Abtheilung ies Innern. v. Tettau.
[27102] Allßcmcinc Berliner Omnibus-Aktien-Gefcslsclzaft. 1879, 1880. Einnahme Pro Monat Oktober . . „M 155,934. 10 „z. „46 121,82]. 10 43. Durchschn. pro Tag 11. Wagen «kk 36. 78 Y. «44 33. 85 „z.. Die Direktion.
Redacteur: R i e d c [.
Verla der Ex edition (Kei sel.) Bruck: UF. ElSUer.
Drei Vsilagcx. (einschließlich Börsen-Beilage.)
Berlin:
..1/"259.
?.ZiÖtamtxYMH.
Preußen. Berlin, 3.November. Die in der gestrigen (Z.) Sißung res Hauses der Abgeordneten bei Vor- legung des Staatshaushalts-Etats pro 1880/81 von dem Finanz :Minister Bitter gehaltene Rede hat folgenden
Wortlaut:
Ick babe die Ehre, dem hohen Hause mit AUexböcbster Ermäch- tigung biermit den Finanzetat für das Jahr 1881/82 vorzulegen. Als ich im vorigen Jahre den Etat für das jeiZi laufendeFinanzjabr vorlegje, befand sich das Land, wie Sie alle wisien, an dem Aus- ange einer sehr schweren Krisis, welcbe au_f alle_Zweige des öffent- Fichen Lebeng und Verkébxs sebr 11achtbeiltg zuruckgewirkt hat und welche für die Vcrbältniße der Finanzverwaltung in Preußen tief eingreifend [;eWLsen War. Ick konnte damals konsiatirexi, daß in diesen Verhältnissen ein gewisser Siiilstand eingetreten sei, ich bin jetzt in der Lage, auch diesmal konixatireu zu können, daß nicht blos ein StiUstkad eingefreten ist, sondern daß von der Bahn des Herab- gebens d r Siaatseinnahmen, wie dama1s zu komiatiren war, gegen den jcixigiri Zeitpunkt eine sehr erfreul1che Wendung zum Besseren sich gezeigt hat. Ich darf hoffen, daß die nachstehenden Zahlen, die ich die (81111? habe, Ihnen vorzuleßen, "emerx Beweis hierfür liefern werden. Wenn ich zunächst einen "Ruckblick auf das abgelaufene Finanzjahr 1879/80 Werfen darf, uber welches ich die spezieÜen AUÖLiUÜNdirsLZUnJLU sowrt dem hohen Hause voxlegen werde, so crßifkk sich daraus„ das; auch hixr eine Besserung zu koni1ai:rm ist. Im VOUJEU Jahre glaubte 1ch. darauf hinweisen zu dürstn, dos; die ersten sechs Monate dcs“ damals laufendenFinanz- jahres sckr erhebliche und mtr bedenklich erscheinende Minder- beirägc a1:?„,ewiesen hätten; gegenwartig 1111 netteren Verlauf der Verrvaltuxxg ha1en sicb diese doch bisvauf einen, gewissen Prinkt so weit au?gchglichen, daß ich hoffen drirftk rnit emen nicbt erheblichen Minderkrtrage oder mit einein erheblich-„n Mebrertrage das Jahr ab- schließen zu dürfen. Dies wurdx 111111) D?! FaU gewcien sein, wenn nicht sehr erhebliche Mindererirage ei1ien viel größeren Umfang an- genommen hätten, als vorauszuseH-Zn war_11nd wenn nicht Ausaaben eingetreten wären über den Etat, die ebeniaUs mcbt in diesem Maße vorausgesebkn werden konnten. Ich darf in dieser Bezikthö dem hohen Hause mittbeil.n, daß 6111 Mebreinpabmen in dym bezxichnsten Finanzjahr eingetreten sind _ icb [affe die kleinen Zablcn außer Be- tracht _ an direkten Steuern 568 640 „46, die Bergwerksverwaltung bai eins J.Vebreinnabme über den Etatcxeltefeit1276 060 „44, die Eisen- bahWernmliung 6605157 .44 Ich 1110chte dabei noch die Bemerkung machen, das; unter dicsen 6 2111111011611 fich 4818326 „44 befinden, welche den vcrstaatlicbten Privatbahnen angehören, deren Erträge nur bis zum 1. Januar d. J. bgben fcstgisteUt Werden könncn, weil damals dieUcbereir-siimmnng zwisch111 dem Rechxiungrjahrder Privat- bahncn und dem staatlichen. (Etatéxabr 1106) nicht hat auxgcfübrt Werden kömicn. SoUten in diesem ersten Quar1al, wclcbes 11511) nicht mit znr Rccbnung bai gezogen wsrdegi „können, 11011) 211114: M br- einnabm2n aus den Privatbahnen, wie 111.1 glaiibe, zu Verzeicbnen sein, dann würdezi sie ja natürlich dem damals abgelaufenen Etatsjabr zugute (LekLÜ'N-Lt weiden können. Ich babe außerdem zu bernkrken, daß die Dotationen eine Ausgabeersparmß von 330 000 .46. haben eintreten lassen und daß aus der Reich§kaffe aus Ueberschüiie11 der
5112 und der Tabaksteuer gegcn den Etat mehr eingssexxt Warden nd 4838132 .46 „
Diesen Mehreinnahmen sieben indessen leider die sehr bedeutenden Mindereinnabmen, namentlich qus dcn Betriebsverwalturigen gegen- Über, Welche noch nicht auf' ihren fruheren Stand haben gebracht wcrdsn können. Nichtsdestowemger würde, wenn diese Pünder- einnahmen und einige Mehrausgaben nicht mit zu «„roßcn Zahlen rechneten, das Jahr sehr gut abgeschnitten haben. Es ist in ter Miiidereinßabme zu bcmerken: bei der Domänen- und Forstverwal- tung 5064155 „46, bei der Strmpeerivaltung 4529568 .44, bei den hinterlegten Geldern 1980 049 .46 Außerdem hat bri der JUstiz- verwalimm eine Mehrausgabe stattgefunden Über den Etat von 6623 291 .44 Diese Mehrausgabe hat natürlich auß ÖM laufenden Mitteln der Verivaltung gedrckt werden müiien. Sie fmxen die speziellen Details aller dieser Berechnungen in dem, wie ich bsreits zu erwähnen die Ehre batte, Ihnen vorzulegenden Nachrreise für 1879/80. Durch diese Ausfälle und durch zum Theil unvsrmeid- liche Mehrausgaben, welche bei der Justizverwaltung durch das Uebergaagsstadium der Justizreform, bei der Stempelverwaltuna zum Theil durch die Geldkrisis, zUm Theil durcb die Wirkungen der neUcren Justizgeseßgebungeu herbeigeführt 111, ist zu meinem Be- dauern ein Defizit von 5 J.Mrlliowcn Mark entstanden, dessen Dcckung Ihnen durch eiue Anleihe vorgeschlagen wird.
Ich möchte gleicko darauf hinweisen, das; nichtsdestoweniger im Finanz- jabre 1879/80 egen das Vorjahr 1878/79 eine Vkrbeffcrung in dem Ab- schluß von 33 I.?iillionen nachgewiesen ist, daf; also doch immerhin, selbst wenn man die aUerschwärzejten Ansichten über die jeßige Finar'zvcr- waltung haben soUte, ein sebr bedeutender'FortsÖritt zum Befferen erkennbar ist. JedenfaUs bin ich der Meinung, daß durch diesen immerhin unerwünschten Abschluß nicht auch eine_ ungünstige Rück- wirkung auf die auacnblickliÖe Finanzlage geschlosien werden darf. Denn so sehr im vorigen Jahre anzuerkennen hatte, daß dir ersten 6Monate eme erhebliche Mindercinnabme geliefert hätten, das; dagegen in den jekt Vorliegenden Quartalabscblüsien sich sowohl gegen daß Vor- jabr als auck: gegen das Etatssoll sicb sebr erfreulicke Ueberscbüffc gezeigt haben. Man wird auch der Nachwirkung der schweren Verkehrs- krisis, die: so lange Jahre angedauert hat, einige Rechnung tragen müssen, und ich führe das besonders an in Bezug auf die Minder- einnabmen bei der Forstverwaltung, welche 11er 4 Millionen betra- c1en haben. Ich glaube, das; es schwcr sein wird, über so große Zahlen forizukommen, wenn man nicht anz außerordentliche Und außergewöhnlickye Einnahmen zur Deckung at.
Wenn ich nach diesem Rückblick auf das Etatsjabr 1879/80 auf den doxlicscnden Etat auf das Jahr 1881/82 überaebcn darf, so schließt die1cr in Einnahme und Außgabe mit 912341287 «44 ab. Die einmaligen und au erordentlichcn Ausgaben in diesem Etat be- tragen 39 557718 „44 s ist angenommen worden, daß zu deren Deckung nur ein Anleibebetrag von 30 580000 „44 in die Einnahmen auf- zunehmen sein wird. Wenn dieser in der Gesammisumme mitenlbaltene Betrag von der Einnahme abgescxt wird, verbleibt eine Reineinnabme von 881761284 .46. Die in gle (ber Weise berechneten Einnahmen des Vorjabrcs betragen 761500580 „46, es haben 7115 also die or- dentlichen Staatßeinnabmen _ leider find extraordinäre Staats- einnabm-'11 wie in den früheren Jahren nicht zu verzeichnen gewesen _ um 120260 704 44 vermehrt. Dieser Vermehrung, so erfreulich sie an sich ist, sieben natürlicher Weise bedeutende Mchrawsgaben gegeniiber, auf welcbe ich weiterhin besonders zurückkommen werde.
Vor allen Dingen aber babe ich zu bemerkcn, daß wie in der laufenden Verwaltung von mir die größeste Sparsamkeit und Ord- nung aufrecht erhalten und durchgeführt wird, diese Ordmmg und Sparsamkeit auch bei der Aufstellung dieses Etats stattgefunden bat, daß aber die nachgewiesenen dringenden und unvermeidlichen Mehrausgaben und Bedürfnisse, wie ich sie nachher näher dctailliren werde, Ihre Befriedigung gefunden haben. Mit Bezun hierauf habe ich be'üglicb der Einnahmen des neuen Etats Folzendes zu bemerken. Die Verwaltung der Domänen und Forsten schlicht mit einer Mindereinnahme von 430310 «s(- ab, wo- bei vorzüglich der von der StaaiSvcrwaltung unabhängige, vermin-
* Ä-.„ *.
Veriin, Mittwockx, den 3, November
derte Ertrag Von Ablösungen auI Domänengefäüen und aus dem Verkaui von Domanen- und Forsigrundstücken eniscbeidend gewesen tit, wghrend die Forstverwaltung [elbst nach mehrjährigem Rück- gange m d-xn Einnahmen eine wenn auch nur geringe Erhöhung von 350000 „46 nachgewirsen hat. _ Sie werden ferner das Finanz-Ministerium mit einer Minder- emnabme von 10 607 540 .44 in Rechnung gesteÜt finden. Dies hat seirien ,Grrwdwarin, daß die Staatsregierung, worüber ich mich wetterbm gusfuhrlicb aussprechen werde, es für zulässig und nüßlicb balten mußte, den Erlaß eincr drcimonotlichen Klaffen- und Ein- kommensterierquoie von 14 Miüionen in Folge des G-séßes vom 16. Juiißdieses Jahres einzustellen. Hä1te der Abzug, der sicb bier durcb d1e1e 14 Miüwnen vollzieht, nicht stattgefunden, so würde das cb111-511“;z-Minrstermm mit einem Ueberschuß von 3 329 460 „44 ab- te en.
Zgßxrdem baben fick) ferner zwar die Erträge der Stempelsteuer etaiSmaßig um 1668600 .44 vermindert, die sonstigen Einnahmen haben sich aber fast durchweg erhöht.
An'recbnungsmäßig sick) darsteklenden Mindereinnabmen babe ich ferner die allgemeine Finanzverwaltung mit einem Minderxrtrage von 21431412 „44. aufzuführen, welcher sicb aber nur daraus ergiebt, daß bet den Hinterlegungsfonds und bei den Zinsen der bintLrlegten „Geldcr' 25911930 .46 weniger haben eingestellt werden können, als im vorigen Jahre. Wenn man die hierher gehörigen, nur als durch- lauiende Posteti bxba11de1ten Summen in der Einnahme abseßt, so bleibt gegen die in glercber Weise bereckmete Einnahme des vorigen JaHres e1ne Mebreinnabme von 4777 518 .46 übrig, eine eigentliche Minderkipnabme in wirtbschaftlicber Hinficht hat daher auch bei dreskm_T11cl in keiner Weise stattgefunden.
Diesen zum Theil scheiribaren MindereinnahrUen stehen aker er- bxblicbe Mrbreinnabmen gegenüber. Jm Ministerium der öffent- licher) Arbeiten betragen die Einnahmen für das Berg-, Hütten- und Sialmeknwewn 85371743 „44, Und gegen das vxrige Jahr mehr 6302031 .46 Die Verwaltung des gesammten Eisenbahnwxéens ist veranschlaat auf 356 542 000 „44, und gegen das Vorjahr mehr 139 884 977.46, so daf; die VetriebSvyrwaltung dieses MiUist-sriums, wdbci aUerdmgs der Hinzutritt der verstaatlichten Privateisenbabnen mrt tm Amge behalten werden muß, fich allein gegen das Vorjahr um 146187 008 «44 vermehrt hat.
Bei dem Abschnitt 13. Kapitel 22 der aligcmeinen Finanzver- walturia Werden Sie unter Titel 1 als prcußiskben Ertrag der ZöÜe und Tabaksteuer aus dem Reich die Summe von 34 123 90046 auf- ciefubrt finden, Wodurch _eiiie Mehreinnahme gegen das Vorjahr von 9648 420 .46 11achgewie!2:1 wird. Dikse uns in sichere Aussicht ge- stellte VFYebretmwhme aus dem Reich ist gewiß sehr erfreulich und ihr vorzug11ch ist es zu danken, daß die Staatsregierung sicb ent-
schlossen hat, ihr gegenüber Und 11) Gemäßbeit ÖLS darauf basirten/
Reichsgeseyes den bereits erwähnten Erlaß (111 Klassen- und Ein- kommensteue'r in Ausgabe zu stellen.
Was die den etatsmäßigen Mehreinnahmen gegenüberstehenden Yitégaben bkfr'lffk, so wird der vorlikgende Etat ergeben, daß eine mxbt unerhebliche Erhöhung der Verwaltungsauégaben, soweit sie dringend nötbig gewescn sind, hat stai1fir=de11 müssen. Derartige Mcbrausxxaben gkxicn das Vorjahr wrist nach die Domänen- und Forstbxrwaltung wit 84 290, das Finanz-Ministerium mit 100140044, und die'Bergq Hütten- und Saliwnverwaltung mit 1 978 427 „44, ebrnso dre“ Eisenbahnberwaltung mit 123 734 024 .46
Abgenben von diesen Betriebsverwaliungen baben die eigentliche Staatsvrrwaituna ferner eine Mehrausgabe gehabt von 1 939 641 .46, so daßeme Gesammtmebrausgabe von 128 737 782.44 vvrbcmden isi.
, Dieser Mehrqusxxabe steht natürlich unter Berückficbtigung der
Minderairsgnben in" der Finanzverwaltung eine Ersparniß von 1627726744 gegemiber, sodaß der Gesammtbeirag der ariscblags- maßtgen MehraUsgabe im Ordinarium die immerhin bedeutende Summe_ von 112 344 635 46 gegen das Vorjahr beträgt. , Ber Geacnüberitcllung der Einnabmen und Ausgaben in den einzelnen Ressorts ergiebt 7111) für die Berg-, Hütten- und Salinen- verwaltung ein Reiniiberschß von 4323 604 «44 Bei den vom Staate verwalteten Eijenbabnen nach Abzug der Mehrausgaben eine MebrauSgabe von 16150953 444
Was die bereits erwähnten Staatsverwaltungsausgaben betrifft, so möchte ich bei Titel 11]. Kap. 58 auf gewiffe Mehrausgaben im Finanz-Ministarium aufmerksam machen, welche dort auf_858 284 :44 angegeben und durch die Bestreitnng von Aussaben für die Ober- Präfidenten, RegierungE-Präsidenten und Regierungen herbeigeführt sind, wobei namentlich besonderes Gewicht darauf grlegt werden muß, daß in Folge der HinterlegungSordnung die Arbeit und Thätigkeit der Regierungen und Regierungshauvtkaffen in ungewöhnlichem MaZe Vermehrt ist. Außerdem hat durch das Gesev vom 26. Juli d, . in diesem Etatstitel, da die AufstéUung des besonderen Etats im Einzelnen noch nicbt bat erfolgen können, ein Pauschquamtum von 400000 444 eingesteüt werden müssen, Behufs Deckung der bei Reform der Behörden zu erwarkenden PersonalauSgaben an DispofitionSgebältcrn und Wob- mmgsgeldzusckoüffen, Jeb hoffe, daß es möglich sein wird, noch im Lalufe dieser Scssion diesen spczieUen Etat dem hohen Hause vor- zu egen.
Wenn hiernach das gesammte Fazit der Etatsaufstelluug gezogen wird, 10 stellt fich dic Einuabme für das Extraordinarium nach Ab- zug der Außgleickyungssumme fiir das Ertraordinarium im Ganzen auf 881 761 284 „44, die Aukgabe im Ordinarium aber auf 872 783 566 «46, es ist daher neben dem bereits erwähnten Steuercrlaf; von 14 Millio- nen Mark noch ein Ueberschuf; vorhanden, welcher 8 977 718 .44, also nabe 9 MiÜionen, beträgt, und die StaaFSregierung schlägt vor, dicse 9 MiUionen zur Herabminderung der ertraordinären Aussaben zu verwenden, über die ick) mich weiterhin aussvrecben werde. Ich bemerke xu diesem Ueberschuß aber ganz ausdrücklich, daß, wenn das Gesey Über die soaenannten Eisenbahngarantien' bereits erlassen worden wäre, ein Theil dieser Summe dem Reserve- und Amorti- sationsfonds der Eiienbabnen bäite überwiesm werden müssen. Zur Zeit ist dieses Gesetz nicht erlassen _ es wird Ihnen vorgelegt werden und die ganze Summe erscheint daher als ein freier Staatsabschluß, über den die Re ierung ihre Vorschläge zu mache11 bai. Sollte das hohe Haus beßchließen _ was sich ja dem1ächst aus den Debatten ergeben wird, daß ein Theil dieses Ueberschuffes zum Reserve- und Dispofitionsfonds der Eisenbahnverwaltung ein- gezogen Werden sol], so würde dem unsererseits niehts entgegenstehen, wir würden aber in der Lage sein, dafür den Ausgleichsfouds für das Defizit erhöhen zu müssen.
Ick babe nun zunächst auf den Steuererlaf; von 14 Miüionen näher einzugeben. Es ist, meine Herren. der Staatsregierung und mir keineswegs entgangen, daß der Theil dcs Ordinariums, Welcher als Ueberschuß zum Steuererlaf; von 14 Millionen bcstimmt worden ist, dock.1 auch eine andere Verwendung möglick) ge- macht babxn würde, als sie von der Regierung in Vorschlag gebracht ivorden ist. Nach stren,1 finanziellen Giundsäyen würde man in der Lage gewesen sein, diese 14 Miüionen zur Herab- minderung der extraordinären AuOgaben zm verwenden. Das; die Staatsregieruna das nicht gethan, dafür werde 1111 Ihnen die Gründe sogleich mittbeilen.
Es betragen diese 14 Millionen mit den oben angrgebezcn 9 Millionen zusammcn 23 Millionen und wiirde das Defizit im kEöxirc-ordinatium dadurch etwa auf 16.1 Mixiioncn rcduzirt wxrden
nnen.
Was da“! Verwaltungsdéfizit dks vorigen Jahres anbctrifft. so
würde man _eben auch verlangen können, daß diese 5 Millionen auf die Ueberscbune des laufenden Jahres angewicien würden. Es ist mdeß von Seiten des hohen Hauses und von Seiten der Finanz- verwalxung immer angenommen worden, daß jedes Finanzjahr für sich rein abzusck11eßen habe und daß die Außgaben des einen Jahres nicht audeas 110chste Jahr zu übertragen seien; ich kann nur wünschen, um der Klgrbelt der FinanzVerhälfniffe willen, daß dkkse bisherige Yraxts beibehalten werden möge, und die Reaiekung schlägt xbnen daher vor, das Verwaltungsdefizit der 5 Millionen vom Ithe 1879/80 durch ein Anleihegesetz zu decken, welches Ihnen dem- nachst vorgelegt wcrden wird.
Was aber die Deckung des Extraordinariums betrifft, so würde dqffelbe ,allerdings, wenn 14 MiUionen und 9 MiÜionen davon wirklicko in Abzug kommen, erheblich herunter gebracht werden können. Die StaatSregierunN ist bei ihrem Vorschlag von dieser nach streng fi'nanzikllen Grundsaßen sebr wohl zu rcchtfertigendcn Verwendung dieses Uebersch'uffes abgegangen.
Es ist bn Beratbung des sogenannten Verwaltungsxesexzes vom 16.Ju1i'd. J. wohl von keiner Seite vorausgeseßt worden, daß desen W1rkung m dort behandelten Steuererlaffen erst dann ein- treten 101111“, tremi die Staatévxrwaltung nicbt blos aÜe laufenden, sondxrn ami) aÜe ihre extraordinären und einmaligen AUFJaben und Bedurfniffe gedeckt haben würde. Man bat vielmehr, soweit ich mich erinnern kann und soweit ich übersehen kann, vorausgeseyt, das;, wenn das Ordinarium des (Etats die Mittel bieten soÜte, uberhaupt _keine Erlasse zu bewilligen. mit diesen vor- Hegxmgen werden muffe, um so eber, als ja die U.berschüffe aus der .!ierckWkaffe ebepfaUs 111 das Ordinarium eingetragev. werden und be- stimmuMsmaßtg rzor diesen Steuererlaffen zar Verfügung gestellt werdeii soÜen. Ware man sicb bewußt gewesen, daß auch die extra- ordiimren Aussaben des Staaks Vor der Steuererleicbterung den Vorzug „baberi sO'ÜtLU, dann, meine Herrexi, würde es in der That gar keinx Eile mrt dissem Geseye gehabt haben, denn so viel kann man bestimmt, saßen, daß, wem: man auch der steigendrn Tc11d611z der Staakseinnahmen, der aÜgemeinen Befferuna der wirthscbaftlicben LAZ? rrrd d::s [RQT'Z'FRZJTÉWZFE :oüste Rechnung tragen will, es mtudest_ens 2, 3 odcr 4 Jahre dancrn wird, ebe wir in die Lage kom- men wurden,'a11e exiraordinären und einmaligen AuSgaben aus den [Zusendeaninnahrrien der Finanzverwaltung zu decken. Bis dahin dle Ausfuhrung xmis solchen (Heseßes und damit den ärmeren Klassen ' der Bevolkx'rung eine Steuererleicbterung vorzuentbalten, kann die Staatsregierung ihrerseits nicht für erwünscht halten, um so wenigxr, als im laufenden Etat bereits über 93 MiÜionen mehr an Reichssieuern in Einnahme gesteUt worden find, als im vorigen Jahre und soweit sick) bis jeßt übersehen läßt, die im Reichs- tag, beschlossene Herabsetzung der Mairikularbeiiräge, für jeßt megstens und ,so weit mit: bekanni, nicbt bindernd entgegsnireten wurde. Auch wird znaki gewiß nicht wohl tbun, daß man die Aus- gaben, WS_[ÖL jetz't f11r exiraordinäre Veerdungen nothwendig smd, welcbe alw d;,ch tm wesentlicbsn dcr Zukunft zu Gute kommen, der Gegenwart urid zwar, den ärmere11 Theilen der gegenwärtigen Be- völkerung cntz1eb.-*. Wir sind w1ni1st711s der Meinung, daß ficb ein sblches „Verfahren, wcnn vieÜeicht aucb ibeoretisch, dock) tbatsächlich nicht wurde rechtferttgeu 1affen. Die Bevölkerung hat durch das Ge- 1213 vom 26." Juli und in der Voravssetzun-J, daß über- haupt Ueberschusse aus der Reichskaffe an die Staatskgffe abgegebN werden, ein gewisses Recht auf die praktische Ausführung dieses Ge- setzes, und sobald eben die Miiiel aus dem Ordinarium geschaffen werden können, glauben wir auch, daß die Umstände dazu angetban siiid, den Anschauungen de.“ Bevölkenmg nack) dieser Seite hin ge- wiffe Rechnurig tragen zu soÜen.
Die R'egterung, ist hierbei der Ansicht gewesen, daß ein geringerer
916 ein drettrionat11chkr Steuererlaß, wenn eine Steuererleicbterung irgend merk11ch sem soÜte, nicbt würde in Aasficht genommen werden kopnen. Ste erachtet es als ein hervorragendes Staatsintereffe, daß mri" der Steuerrrform, wenn auch nur in dem vorliegenden be- sebrankten Umfange, doch ein praktischer Anfang gemacht werde. (Bravo! rechts. Hört! hört! links.) _ Es ist mir sehr angenehm, daß diese Be'merkung Ihre Aufmerksamkeit erregt; ich kann aber nur sagen, daß ich mit ganzer Zuweificbt darauf rechne, d*s3 das hohe Haus _dieser Pofition des Etats, d. 1). den Erlaß von 14 Millionen, seine Zustimmung nicht versagm wird. Das; es bei diesem Anians; der Reform nicht bleiben kann, daß es sich 1th nur um den ersten Schritt auf der Bahn nach vorwaris bande'lt, ist für uns nicht zweifelhaft. Ich werde hierüber spat-xr noch emtge Bemerkungcn hinzufügen. Ick babe nur noch zu bemerkesn, das; meiner Usberzcugung nach bei gleich sparsamer und vorsichtiger Verwaltung, wclche bsi uns in Prenßen immer eine der crsten Bedingungen unserer wirtbscbaftlicben und Finanzlage sein muß, die Staatsfinanzen aucb in dyn kommenden Jahren die Ein- nahmen bre1en werden, um einen gleichen Erlaß wie den jetzigen in den Etat einstellen zu körinen. ' Was min das Extraordinarium selbst betrifft, deffen Summe ich hier bereits mehrfach genannt babe, so dürfte dasselbe sicb in den aufgeqommenen Pofitionen, welkbe noch Ihrer aufmerksamen Prüfung unterliegen werden, sich in sick.) selbst rechtfertigen. Ich möchte bier- zu nur noch bemerken, das; _ wie ich so hie und da aus den Be- rnerkuygen der jest sebr zahlreich erscheinenden Artikel in der Presse uber diese Finanzvorfragen erfahren babe, man die Meinung verbrei- tei, daß der Ueberschuß in dem Ordinarium dadurch herbeigeführt sei, “daß, AuSgaben der laufenden Verwaltung, welche in das Ordinarium" gehören, in dem Extraordinarium ihre Aufnahme efrmden bgtten. _ Diese Livrausseßung ist eine durchaus nige; Enie Vergleichung des jetzt vorliegenden extra- ordmaren Etats mit den gleichartigen extraordinären Etats der vori- gen Jahre wird ergeben, daß Punkt für Punkt keine anderen Aus- gaben, dort aufgenommen sind, als solche, welcbe“ sich in der That als einmalige und außerordentliche AuSgaben dariieUen. Es hat da- her eine Verdunkluna der Ausziaben im Cxtraordinarium dadurch, daß man laufende Ausgaben des Ordinariums dortbin eingestellt hat, nach keiner Seite bin statt,:efundon.
ch bemerke ferner _ wenn ich zu den einzelnen Positionen des Extraordinariums übergeben darf _, das; neben unwesentlichen Aus- abcn für das Staats-, Handels- und inanz-Minisierium, das „ inisterium der öffentlichen Arbeiten eine umme von 25 978 215-4( in Ausbruch nimmt, wobei 9522 450 .44 für Eisenbabnzwecke und 16 093 665 46 für die BÜUKUWQUUUJ bestimmt sind, von denen wieder etwa 141Miliionen Mark für die Regulirung der Waserstraßen, die Förderung der Binnknscbiffabrt und für die Häfen und Schiffahrts- verbindungen ausgeworfen find. Das Justiz-Ministkrium erfordert zum Bau von Gerichtsgebäudcn und Gefängnissen 2455145 „46, das Mini. sterium deSZnnern für Strafanstaltcn etwas über eine MiUion Mark, die Forst- und 1and111irtbschaftlickch und Gcstütverwaltung 2319 200.44 Für das Kultus-Ministxrium sind 6154 537 «44 ausgeworfen, von denen 21 Millionen für Universitäten, 390000 für Wtffcnsckyaft und Kunstzwccke, 2062 500 «44 für das technisch Unterrichiswesen und 245 875 „46 für das Elcmentarscbulwesen bcitimmt find.
Die aus dem Tkorjabrc übernommene Summe der cxtruordinären AuEgabcn, welcbe aucb dort nicht der laufendcii Verwaltung anae- bören, aber, da dic betreffenden Verwewdmmcn bereits ihren Anfang aenommen haben, auch checkt _wordcn miiffcn, erheben sicb auf 26 530 000 ,46 (Es blciben also 1111: MW; Jahr an neuen Bewil- ligunaen nur etwa 13000000 .44 zu verzeichnen. Das ist jedenfaUs kein sebr crbcblicbcr Betrag.