1880 / 267 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 12 Nov 1880 18:00:01 GMT) scan diff

*Inserate für den Deutschen Reichs- und Königl.M Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- register nimmt an: die Königlickje Expedition

des Deutschen Reithz-aneigers und königin!) prenßisrheu Staats-Juzeigers:

Oeffentlicher Anzeigev* BJnserate nehmen an: dieAnnoncen-Expeditioneu des33

5. 1113115616116 1161511556 6 1.3, 17 brik "Invalidendank“- Rado" Maffe- Haaskkßek" untl Eroggbznzsx "“ " “" & Vogler. G. L. Daub: & Co., E. Schlaue,

6. 761861116116110 Zekauutmaobuugsn. Büttner & Winter, soWie alle übrigen größeren 7. [1116161186110 Weixsu.

Erfée Beilage zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Llnzeigrr.

1. 8166111111616 11111] Untersusbuugs-Zaobeu.

2. Zubbxßtarjoneu, Qufxsbots, 7011861111391: 11. erg].

3. 761115321116, Uerpacbtuuß'eu, Submissionen sto.

Berlin 8712, Wilhelm-Sraße Nr. 82. k

4. 76110081111g, 411101118881011, 2111828511108

85 u. 5. 97. 7011 6661101011011 139431111811.

8. '.l'bsaber-YUZOTZSU. ilu (18! 1361-8611-

Anuoueen-Bnreaus. X

9. kamjljsu-R 8011116116611, bsjlaxs.

Subhaftationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[279851 Oeffentliche Zustellung.

Die unverebeiickpte Näherin Auguste Friederike Lehmann bicrs-slbst, Mülierstraßc 11, und deren minderjähriger unebkliiber Sohn Friß Lehmann, vertreten durch keinen Vormund, Registrator a. D. Püschel bicrselbst, Borfigstraße 11, Kläger,

vertreten durch den Justiz-Ratb Fr. Arndis 1. bierselbst, Kommandantensiraße 3/4, klagen gegen dM Kaufmann Giorg Ruf; von hier, zur Zeit abWesend, obne bekannten Aufenthaltéort, Beklagten, wegen AlimeUiation mit dem Anfrage: *den Beklagtsn für den Vater des am 24. Je- bruar 1880 biérseibfi sieborenen Fritz Hermann Alfred Lebmann, Sohnes der unverebelichten Auguste Friederike Lehmann, zu erachten, dem Kinde das gesetzliche Erbrccht in den Nachlaß des Béklagien vorzubebalfsn, dénselben auch zu verurtheiien, der Klägerin an Tauf-, Enibin- dungs- und Secbswocbenkosten 100 «76 und an Alimenien fiir] das Kind monatlich 15 “M in viérteijäbrliclxn Raten Uränumerando zu zahlen, und das Uribeil für rorläußg vol]- streckbar zu erklären, und laden den Beklagten zur mündlichen Verband- 1ung des R6ch15s1reiis vor das Königliche Amts- gericht [. zUBerlin, Abjbrilung 28, Jüdenstraße 58, 2 Treppen, Saal 29 s.., auf den 30. Dezember 1880, Mittags 12 Uljr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird diLsLk AUSzua der Klage bekannt gemacht. Berlin, den 4. November 1880. Guiard, Gerichtsschreibcr drs Königlichn Amtsgerichts ]. Berlin, Abtheilung 28.

Verkanfs-Anzeige

und

Aufgebot.

In Saében, bktreffend den Konkrirs über das Vermögen der Fabrikanten Bernhard und Wilhelm Schirmer zu HilTeObeim, Inhaber dsr Firma Ge- brüder Schirmer daselbst, soiieii auf Antrag des Konkursvétwaliers, Rccbi§ariwalts BeitZen hiesclbst, die nächstfolgenden, dem GLMLiilschi1|dn€k Bcrnbard Schirmer gehörigen Grundstücke, als:

1) das am Galgenberge vor bissiger Stadt unier Nr. 4 belegenc Zweistöckige massive Wohn- haus, exithaltknd 5 Stuben, 8 Kammern, Kücke, Keilcr nnd Bodenraum,

2) das ÖÜUEÖLU liegende mai'siVe Fabrikgebäude,

in 119611197111 bisber Maschinenfabrikation be- trieben ist,

3) der daneben ließende SÖUPPM Us!]st Stali-

gebäude,

4) der dazu ]“.cbörig-e Garten und Hofraum, das Ganze bcschriebrn in der Grundsteuemmtier- rolle von Hildesheim unter Art. Nr. 1890, Karten-

blait 50, Parzellen FZZ und --23219_ zum Fiächen-

[27940]

*

inbait von 17,57 3, in dem auf Donnerstag, den 20. Januar 1881, Morßcns 10 Uhr,

vor unierzeirbixeiem Amiégerichte anberaumten Ter- mine unter den darin bekannt zu machcnden, vorher auf der Gsrichtöschreib'rei cirznschcnden Bcdirigiiii- gen öffentlich Me|s101616110 Völ'käiifk Werdkn,

Gleichzeitig wmdcii Wie, 1971-52 an den vor- stehend bezeiÖnctc-n Licgcnscbaftsn Eigentlxnms-, Nabec-, lebnrccbéliébc, sixcikcmmiffariscbs, Pfand- und andsre di::ciiici): Recht?, insbisondere aucb Skrwiiutcn 11220 Rcalberc'kbti]]ungen zu haben wer- mcinen, aafa-efordert, diese, forvcit sie im KdnkUrs- verfahren mii.) nickxt angkmeidet smd, [rätksicns in dem Vorbenarmikii Ti'rmiiw anzumelden, unter A1“;- droben dss Recht§nachtheils, das; für den fich nicbt Meldenden das Recht im Verhältnisse zum ncuen Erwerber für rwrldrciigeaangen erkannt Wc'tden soil.

Hildesheim, den 4. N-Wember 1880.

Königliébes Atnjsgcricht. ]. Beijing,

Verkaufsnnzeigc.

In Sachcn, betreffend den Konkurs über den erb- _1osen Nachlaß des wxiland Fabrikanien Adolf Hein, 111 Firma (Gebr. Hein, zu Hildesheim, wird auf Antrag des Konkursverwalters Richtsanivaits Mummers hies. anderweitcr Termin zum öffentlich zncistbieienien Verkaufs der nachsteheiid bkzeichncten, 1th noch zur KonkuréniassleickJebörigen Liegensibafteu,

nam der zu HildeSheim an der Neuen Ostersiraße unter Art. der Grundsicuermntierrolie von Hildesheim Nr. 2066, Kartenbiatt 23, Parzellen 24 und 25 zur (Gnesammigröße von 10,04 9. beschriebenen Grund- stucke, nebst den darauf stehenden Gebäuden:

1. der mcchanischen Websrei, Haus Nr. 18., enthaltend:

1) Wohnhaus mit Comtoir und Lagerräumen,

2) Kesselhaus,

3) Weberei (Fabrikgebäude),

4) Koblenschurpxn und

5) dem neben diesen Gcbäuden liegenden Garten; 11. dem Wohnhaus Haus Nr. 2, auf

Doxncrstap, den 23. Dezember d. IS., Morgens 11 Uhr, Vor dem unterzeichneten Amtherichte angescßt, wozu Kaufliebhaber damit geladen werden.

Yemerkt wird noch, das; das Kessel- und Fabrik- gebaude enthält:

3. eine Dampfmaschine,

b. einen Dampfkesiel,

. einen eiiernen Kalaiider,

. 39 Webcsiüble,

[2793 9]

eine Leingarn-Mangel- oder Quetscbmasibine,

'das Dokument Ansprückye

“rere dingliche Rxcbtc, insbesondere auch Servitnten und RealbereckUtgunaen

Meldendcn im Verhältnisse “1161 neuen Erwerber das Recht Verloren d

die Hiesime (Herichtétafel

[27993]

wittwe Anna Maria Kindsehr mit einer Tochter, Nannini3 LipoÜonia, Welche sich Ende der dreißißer oder Amerika be:“.eben, und daselbst mit dem Tüncher Josef Seuffert, angeblich aus Kißingen, ratket hat.

_- xxx“. . . . "'“?

11. zwei Sebecrmaschinen und eine Aufbäume- maschine, 1. eine Parkhsnd-Raubmasckyine, 11. verschiedene zur Weberei gehörende Theile, als Webblättcr, Wibegescbirte 2c„ d ].lsonstiges Fabrikinveritar, Tresen, Régale ind erg . _ Auf den Webestühlen smd bisher zwei- bis acht- scbäftige Waaren, als Beiderwand, Dreile, Feder- köper, Atlas und andsr.“ Bett- und Fuiterparcbende 'in Breiten von 70 bis 160 cm gcarbeitet, auch ist Raum für mehrere Stühle vorhanden und Dampf- beizung in allen Räumen. Im Termine soll zUkiächst der Garjen als Bau- plaß, sodann die Maschimn und Geräihk, hiekan dis 1117611056152 Weberei, als: u. das Gefchaftsbaus mit Lagerräumen Und C0mtoir, b. das Kesselhaus, 0, Wébékki (FabrikgÖäudS), (1. “_Iibvrt und 6. Kohlenserpen Und, zwar ohne Maschinen und Gerätbe, hierauf das Wohnhaus (nchn dem Geschäfis- hause) für fich allein, im Einzelnen und erst darauf das gesammte Kaufobjekt Werden. Hildesheim, den 6. November 1880. Könißliches Amtsgericht. ]. Betting.

1279511 Aufgebot

eines Wisch gegangenen Hypotheken- Dokuments.

An] dem, dern SOiffbauer Johann Friedrich Lek)- mann Und dssicn Cl).fran Auguste Henriette, geb. RoKÖLiH, antrkgcn] gehörigev, im Grundbucbe von die]em Orte Band 1. Nr. 9 231611109 vcrzeichncten Grmidstücke slkhkn in dcr dritten Abtheilung unter Nr. 1 für die Wittwe Anna Dorothea Jurisck), geb. Gnaedig ' (1118 StrManz 90 Rtblr. : 270 «14 zu 3% VLXZMÉÜÖL rückständige Kaufgelder ans dcm Kaufv-Mage vom 2. Oktober 1846 znfolgc Vcr- fiixmng Vom 28. Oktoi'er 1846 eingetragen. Die Post ist gitilgt uud 0011 dem [ckth Inbaker Ludwig Carl Posling aus Schwerin auch Löschimgs- bewilligung crkbeilt, daS “darüber gebildete, aus Aus- fcrjigung dis Kaufvertrages und _einem annektirtsn Hyp01561211buchs- Atiszuge unterm 2,8.- ovcmber 1846 gebckdcte HiPotbekcn-Dokmnent*aber angeblick) bsrloreri gegangen. Dasisl-be wird Zivccks Löschnng der Post im Grunrbiiäye auf den Aixtrag der Eigcixthiimer des Pfandxirundstürks Schiffbanxr Lehmannsckoen Ebe-

leute hierdurch aufg-Zboien, Demgemäß Wirdcn alis Diejenigen, Welche aiif und Rechte haben, aiifge-

und Rechte spätestens in

, Vormiitags 11 Uhr, G711chiksteiie anstehenden Termine an-

ZUM Vsrkaiife 73362111

forderf, diesx Ansprüche dem am 18. “?cbruar 1881, cm hicfiger zUMleLN. Audernfalls wird cin AUGscblußUtibeil erlaffen und das Dokument für kraftlos xrklärt wcrden. Storckow, den 25. Sepikmber 1880. Königliibes Amtsgericht.

[27973]

Vcrkanfsanzcigc und AUfgcbot.

Zn Eacbkn, bcxriffcnv dis Zwangsversieigerung

dcr dcm AbbaUcr Und Bäcksr .Heini'iä) Kurz ;.u

Patiensen aebörigkn 3111) Nr. 75 und 753. daselbst

bclizgercn Abbaucrsteiie, soll auf Antrag der ver-

2111161611, landscbasjliiben Br'axidkaffe zu .Hann-ve'r

die bezet-Enete 2151101616766 im Möge der Zwan::§-

voiistrecknng i:] dkm auf **

Ti.u]ian, den 4. Januar 1881,

. _ Morgens 11 Uhr,

auf biver GéklÖWsiube aiiberarxmien Termine

öffetitlrci) 1768611 Meistgcbot verkauft werdkn.

Die Stelle besteht:

]) 0118 einem eine StUbe, eine Karimtek, eine

Knabe, zwsi Haux-fliircn, eine Backstube mit

Backofen, cinen Pferde- Und einen Schn*eine-

stall und Boderxrixixm cntbalicnden aus Fach-

Werk aufgiiiibrtc-n und Mit Zichldacb versehencn

Wohnbauje,

2) aus einem offenen Srbiwpen,

3) (1113 ci11cm vor und hinter dem Wohwbaus? be- findlichen Hofrawm.

Kaufiicbinibcr werdcn damit geladen.

Zugleich wcrdkv 0112 diejenixen, weiche an den

bezeichne12n meoiilicn Eigcnjhums-, Näherq

iebiirech111che, fideikommissariscbe, Pfand- und an-

zu haben vermeincn, zur *Linmeliung diescr Rkchte Unter Androhung des 918 16n6chtbeils aufg-fordert, daß für den sich nicht

gkhf.

Dcr Aixsscblußbe|cheid soil nur durch Anschlag an

veröffent|icht werden.

Winsen a. d. 8, den 8. November 1880. Königliches Amtsgericht. 2.

Rasch.

Aufgebot,

Lim 10. März 1864 starb dabicr dieWegmacbers-

Anfangs dcr vierziger Jahre nach rerbei-

,Geaeiz diese Seuffcri'schen (Eheleute, rvelcbe schon eit Mitte der füniziger Jahre verschollen sind,

(: ä

;. 5 Svulmaschiiien, s g'. eine Preffk,

wurde von deren Vormunde, dcm Privaiier Adam Windiscikmann dÜl)|Lk, die Tocherkiärung beantragt.

in weiter Anirendun] dcr §§. P. O *

[27955] Hinterlaffung licken Ccmmandanturgerickzies Neu-Breisack)

der Königlichen Siaatkanwaitschaft vom 23. Okto- ber cr. und

rechtfertigt stattiugeben ist; Belegt das Königliche Landgericht, Strafkammer,

termin auf Samstag, den 15. Oktober 1881,

, _ Vormittags 9 Uhr,

- tm Sikpngswal iür (Civilsacben anberaumt.

Zugleich kraebt hiermit die Aufforderung:

1) an die TÜrMerÉebeieute Josef und Apollonia Seufferi, spatestens im_obigen Aufgebotétermine pxrs-Ynlrci) 0er schriftlich sicb anzumeldkn, widrtgfenfaüs 112 für iodt erklärt werden,

2) an die Erbberbciligien, ihre Intereffrn im AufgebotSiZerfaiyren wahrzunehmen,

) an 6116 Drejemgrn, Welck): über das chen der Berscboilenen Kunde geben können, Mittheilung bisrübcr bei Gericht zu macken.

Wurzbuxg, den 26. Oktober 1880.

König!. Amtsgericht ]. 965. Lenkam.

Zur Bkgi'aubtgung der Ausfertigung:

Baumuller, K. Gcrichisschreiber.

Aufgebot brkmf Todexerklärung. 7

]) Visser, Jay, Kapitän dss deutschen Schiffes „Gcerdiua“ ,'kgeboxen am 5. November 1811 und deffkn Kinder

8. Engel, gLÖOWÜ am 21. September 1839, b_.„Petcr, geboren am 30. April 1845, 1611101110,» aus Emden Ukid skit 1872 Verschollen, Beelmann, Heimkr, geboren am 31. Mai 1838, Schiffskayitän aus Ter-zast, früher in Ditzunt, VersÉOÜen seit Februar 1877, Brains, Jdbann, geboren am 10. August 1851 zu Oidersum, Mairose auf dem deut- schen Schiffe .Margäretöc“, Kapf. Theefixig aus erner, vsrsrbollcn seit 1874, Biermann, Pets]? Jaüffkn, geboren am 27. Januar 1839 zu Emden, Matrose, seit 1863 rerscboiTen,

5) Pool, Frerik chdriks, gcboren am 5. Juli 1805 zx: Emden, verschoiien sr-it 1816,

6) Koop, Jokanxx Hermanri, gsborcn zu Emden am 30. Juli 1848, Haiidiungkgehüife, seit

' 1866 VLksÖOÜLU,

s(WlK dereri Etwaige txiibxkannié Erben und E11)“

ucimer 505631 11111 M zum

Mititvocl], dyn 5. Oktober 1881, Morgen?- 11 Uhrä

[27986]

10118 die betreffeiiécii Verschoiiencn für Todt erklärt Werden [Md die alsdann 1712011111611 Erben derselben dcn betrcffendeu Nachlaß iibcrwiesen crbalten soilcn. Emden, den, 6. 9100251511: 1880. Königliibcs Amtßgericbt. 111. Thomsen.

[27952] Aufgebot.

" Auf den Antrag der FinanZ-Dirsktixn, 2151521111113 fur Forsten in Hannover, werdsn Alle, w21che an der von ihr tauscbwéife an den Haibmeier Möbleri- Hoff in Heilizemode abgeirsieiicn, im Tauschwertra

v031,52 QU.-R. 56111011. : 0,114 Huiligimode (Eigcnibuméq N(ibcr-,

, _ 175111261111! ve, fidkikdeiffariickxe, Pfand- ck

und andere din [iche

forderi. solche in dem hiermit aus _„Dicnstan, 28. Dexembex d. J., 11 Uhr, be::rwmtkn Termime 0111811111275, widrigciifalis iii

59111 11611211 Erwerber 071101139 (125211.

Bercchiésten ircrdkii von d-cr Pfiirixt zur Arimsldi'ng bicrmit ausxiknommexi. SRE, den 8. Novcmbxr 1880. Kötiigiichs ?ir11töaeriihi. 11. (165. v. Dassel. Bcgiaubigt: Bähre,

Gerichtsschreibrr des Könixilickycn AmtsgeriiDts.

Auszua.

[27953] In der Untrrsuchmigssache

Diesem Anfrage entsprechend, wird Aufgebots-

Persöniicb odir schriftlich Hier zu meldkn, widriJMÖ

vom 8./22 Juli 1874 Nähe:“ bez_eichnctcn Forsifiä ,e; 143- Gemsinde]

Rechte, iriébesondere ami.) Skrbituisn imd 51261-- berecbtigiingen zu Haben Vermeinxn, bicrmit aufge-*

7 17611 sick) iiirbt Mildendcn 1211“??an im Verhältnis: '

Die etwa in die Hypdtkekénbüch eingétragsnkn '

Nr. 17, Stubldrecbsler, aus Aldekerk bis zum Be- laufe von Dreitaufend Mark mit Beschlag.

Cleve, den sieben mid zwanzigsten Oktober Ein- tausend achtbundert und achtzig.

gez. Pfeffer. Fischer. Brinck. Zur Beglaubigung: Assistent Küppers, ais Gerichtsschreiber.

Vorstehender Besibluß wird in Gemäßbeii des §. 326 der Si. P. O. zur öffentlichen Kemqtniß gebracht.

Cleve, den 3. November 1880.

Königliche StaatSamvaltsébaft.

[27954] Besckjluß.

Eingesehen das umstehende (Gesuch des Kaiserlichen Commandanturgerickytes zu Neu - Breisach vom 18. Septe'mber er., sowie den vorstehenden Antrag der Königlichen SiaatSanivaltsibaft und

Zn Erwägitiia, daß letzterem Anfrage als gerecht- fertigt stattzageben ist;

Aus diessn Gründen: Belegt das Königliche Landgericht, Strafkammer, das Vermögen des Musteiiers Heinrickj Kan- dej', 5. Compazxie 4. Westfälischen Infar-terie-Re- giments Nr. 17, Tagelöhner, aus Huisberden bis- zum Bcianfe von Dreiianscnd Mark mit Beschlag.

Cleve, dcn 66561“. und zwanzigsten Oktober Ein- tamend ackibunbert imd achtzig.

gez. Pfeffer. Fischer. Brinck. Zur Beglaubigung: Asfistent Küppers, als Gericbtsschreiber.

VorsisßendZ: Bescbluß wird in Gcmäßbeit de_s; „H. 326 dxr St. P. O. zur öffentlichen Kenntnit: gebracht.

Cleve, der. 3. November 1880. Königlitbe Staatsantvalisißast.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :c.

[27956] Submission._ Bci dBm untcrzsiciynctcn Birtilleric-Drpot soll die“ Liefermrg 13011: 9 kiefernen kafiti-IJLtiPPen 5 6111 Länge, 0,16 m Brcite und 0,16 111 Stärke, 13] dergleiiben 3 4,5 111 LÜUJL, 0,16 m Breiie und 0,16 111 Stärke, 663 kiefcrne Brikunmsboblcn 5 3 111 Länge, 0,30 m Breite und 0,08 111 Stärke an drm WSIS der öffentlichen Submission verdun- gen werden. Liefernngölriiiigc werdcn ersitrbt, ihre Offcrien, den Vedingiinaen eniWrechend, Portofrei, bis Mou- tag, den 22. November er., Vormittags 10 Uhr, aUs dem Bürcap des 6611716111211ArtiUerie-Dcpots einzureichen, woielbst die Bedingungen zur Cinficbj offen licgrn. Leytere können auch gegen Erstattung der Kopiaiien aus portofrcic'n Antrag von ebendaber [)(“zvgéit Werden. Saarwnis, dm 9. Novemker 1880. ArtilleriZ-Depot.

[27881] Submission“.

' Von dsin 11111Lr5L|chl181U1 LiriiÜerie-D-cpot Werden“ im Wege dcr öffentlichen Submission folgende BSÜUUJIOUZU' 011 den Mindéstfordkrndcn verasben:

162 kieferneRichn 5. 6 m lang, 160111Jftark,

41 24,501 160111!) 962 kiefcrnc Betiungsbobikn 5. 3 111 lang, 30 cm

_ brxit Und 8 6111 stark. 2195616 düiséii ißt zurEröffnuxig dereingcßangcncn Offerkezi aiif Montxg, den 29. November er., Vormitxags 10 Uhr, Trrmin anberaumt.

Lir'fi'kUUQÖlUsÜJL 1116de11 mit dem cherkea cin- aclchn, daß die 571115071121! Bedingunmen im dies- seit:]_icii Bureau 6118109111, 6110) gegen Zablmig der Kovtalien itt Abschrift bezogen werden können.

Ohm? Kennjnißimkxme der Bedingmigcn werden: Offerten nicbt anganommen.

Uém, im Novsmber 1880,

ge.:en den Füsilier Dionnßus Haus des 11. Compagnw 2. Rbsmisckyc-n Jiifanteric-ngiments Nr. 28, gebo- ren am 10. April 1854 zu Oder:], Kreis Thann, wegen Fahnenfluckyt,

Hat auf Antrag der Kaiserlichen Staaißanwalt- sebrth 90111 20. Oktober 1880 die Strafkammer des in]er11chen Landacriéhts in Mülhausen in der Styling vom 23. Oktober 1880

bcschlossen,

das; das Vermögen des Füsiliers Dionysius Hans der 11. Comwaz,nie 2. Rheiiiisrben Jnfantcrie-Regi- ments Nr. 28, geboren am 10. April 1854 zu Odern, Kreis Thann in Elsaß-Lotbrinaen, Fabrik- a'ri'eitar, Sobnron Joseph mid (Elisabeth Luttenauer, bis zum Betrage der ihn mögiichcrweise treffenden Geldstrafe von 3000 „75 und der Kosten im Ge- sammtbetrage von Dreitauscnd zweihundert Mark mit Bxsailag belegt sei und zugleich die auszugs- weise crnmalige Bekanntmachung dieses Besckzlusiks tm „Deutschen Reickos-Anzeiger“ Verfügt, und zwar 325 und 326 Str.

"gez. Wolf. Hoppé. Marheinecke.

, Beschluß. Emgescben das Umstehende Eesuxb des Kaiser- vom

18. Scpicmber er., sowie den vorstehenden Antrag

In Erwägung, daf; dcm lriztcrcn Anfrage als ge-

Ans diesen Gründen:

das Vermögen des Muéketiers Heinrich Fenien, 8. Compagnie

Kaiserliches Artilleric-Depot.

Verschicdene Bekanntma-quugen.

' Dizrck) die Verscßung dss seitb-érigen Inhabers isi die Kreis-Thierarztstelle des Kreises Labiau vakant gerrorden. Wir fordern qualißzirte Bc- werber auf, sich unter Einreickiuna ker ersordcrlicben Zeugnisse und des Lebcnßlaufs bis zum 20. De- zember er. bei 11116 zn meldsn. Königsberg, den 4. November 1880. Königlickie Regierung, Ab- theilung dc»? Innern. Schönian.

[27836]

Bekanntmachung.

Seit Ju|i d.J6. hat der bisher hier praktizirende Rechtsamtmlt seinen Wohnsis iiach Stettin ver-

legt. Es liegt für den Umaegend, das drin.“.egide Bedürfnis; vor, daß die Stelle bier schleunigst wieder béséßt wird, und diirfte dem sicb bierknirderlasienden Rechtsanwalt [91116ÉantendéKP'ksÜsXiTtinUAckusfiÖtdstlhkéi, zumal die *»ena, ar e . ret a e ermün e 6 en [1 Rechtéanwalt isl". fa s obne Pasemalk, dcn 8. November 1880. De“.- Magistrat. Kujack. Will.

„"...- ..*U,---_q.„..„-m. .. -

hiesigen Ort und dessen

„»...-._.- „„...-_.."- ,. „._-

Rcdacteur : R i e d e [.' “_

Verlag 1391.“ Expedition (Kessel.) Druck: W. ElEUcr.

Drei Beilagen (cinsck;lic]';iich Börsen-Beiiagci,

Berlin:

4. Wksifäliscbeu Infanterie-Regimxnts

außerdem ein Fahrplan der Königlichen Eisenbahu=Direkiion zu Frankfurt a. M.

267:-

Deutsches Reich.

N der Einnahme an Wechselstempelsteuer im Deutschen Reickye

Berlin, Freitag, den 12.

achweis

u n g für die Zeit Vom 1

November

. April 1880 bis zum Schluffe des MonatS Okiobr-r 1880,

1.

Ober - Post - Direktions - Bezirke.

2. Einnahme

„M

im Monate Oktober 1880.

! 45

3.

„76 |

„Hierzu Einnahme m den Vormonaten.

«! |

4. Zusammen.

«“ |

(8

5. Einnahme in

des Vorjak)

(Spalte 4). „46

dem-

selben Zeitraume

res

| *I

6.

+ mehr 874 |

In 1880/81

- weniger

8

1. Im Reichs-Postgebiete.

1) Köni sberg .

2) Gum innen . . . Danzig. Berlin . Xotsdcim . . . rankfurt a./O. . Ste1tin. . Kösiin .

9) Posen . .

10; Bromberg .

11 Brcslau

12) Liegnitz .

13 Oppeln. .

14 J,)iagdeburg

15 Halle (:./S- .

16 Erfurt . .

17351161. . . .

18 annover.

19 „111111621:

20 Yiinden

21 Arnsberg . .

22 (Casei . . . .

231 Frankfurt ([./M.

24) (85111 . . .

25 Aachen.

26 (Toblenz .

27 Düsseldorf

28 Trier .

29) Dresden

30) Leipzig . .

31) KarlßrUbe.

32 Konstanz .

33) Dariiistadt . .

34) Schivcrin i./M..

35) Oidciiburg , .

36) Braunschrreig

37)Bre111en . . .

38 amburg . . . 39? Ltraszburg i./C'.

13 073 2 651 11417 62 923 3 896 7 473 8 316 1 930 4 544 3 631 16 538 7 636 6 550 21 263 9 421 9 933 5 887 7 391 1 939 5 835 17 793 3 987 29 848 14 174 9 482 3 416 35 592 2 297 11 898 36 444 16 644 5 244 9 811 2 076 3 850 6 057 18 564 66 736 16 166 4 920

40 30 50 30 50 50 60 10 95 50 30 10 80 90 70 80 40 70 60 00 40 60 20 45 30 20 00 80 60 50 60 40 20 20 40 70 30 95 45 20

67 259 17 006 65 017 336 381 17 147 39 421 42 791 10 750 24 482 16 271 82 787 42 143 31 994 97 618 42 805 53 527 33 875 34 207 10 653 31 621 92 839 19 724 174 182 86 335 42 268 18 352 208 538 12 500 64 252 184 143 84 390 31 239 59 030 11 770 22 447 25 195 105 318 398 852 96 914 20 505

60 70 05 70 75 15 05 80 20 15 30 80 05 50 60 10 90 20 90 40 20 65 10 60 45 80 50 60 15 45 40 50 40 20 30 20 60 15 30 30

80 333 19 658 ] 76 434 ; 399 305 21 044 46 894 51 107 12 680 29 027 19 902 99 325 49 779 38 544 118 882 52 227 63 460 39 763 41 598 12 593 37 456 110 632 23 712 204 030 100 510 51 750 21 769 244 130 14 798 76 150 220 587 101 035 36 483 68 841 13 846 26 297 31 252 123 882 465 589 113 080 25 425

00 00 55

1 00

65

90 15 65 60 90 85 40 30 90 30 90 50 40 60 25 30 05 75 00 50 40 95 00 90 60 40

90 90 10 75 50

99 900 22 268 91 267 376 971 24 855 48 662 57 146 13 841 33 151 22 318 107 070 50 134 44 073 118 131 51 349 60 949

14 288 42 035 124 032 24 935 190 261 94 293 48 089 20 402 235 805 14 287 74 628 204 492 91 469 38 118 69 735 16 556 29 947 28 419 122 908 442 833 108 793 25 160

41518 ] 43 420 '

05 60 40 80 40 20 45 15 55 50 35 85 55 75 65 85 35 05 '“ 70 40 30 95 30 60 25 20 85 30 55 85 05 40 60 05 05 60 40 30 35

19 567 , 2 610 * 14 832 22 333 3 811 1 767 6 038 1 160 4 124 2 415 7 744 354

5 528 750 877

2 511 1 55 1 821 1 695 4 579 13 399 1 223 13 769 6 216 3 661 1 366 8 324 511

1 522 16 095 9 565 1 634 893

2 710 3 649 2 833 974 22 755 4 287 265

05 60

785 “20

15 55 80 25 40 85 75 95 70 65 65 05 05 15 20 00 70 70 00 45 50 80 65 05 45 40 15 15 80 20 35 85 30 70 45 15

527 264

40

2 856 564

75

3 383 829

15

3 368 525

90

15 303

25

40 MLB .S.) . .1„ umme

11.Bayern . . . ". . . 20

10

40 325 21 172

o '

222 829 101 991

261989 75 119163 60

263 154 123 163

50 35

30 25

1164 75 3999 75

++++++++| | [ |+++++++++| | | | | |+++| | | | | | | | [+| ||

X1].Württemberg . . . Ueberbaupt

Berlin, im November 1880. .

58M1 ] 76

3 181 385 ]

30 | 3770147 [ 3749 679 ] 25 20467 1 75

Haupt-Buchhalterei des Reichsschaß-Amts.

Yichfamtliches.

Preußen. Berlin, 12. November. Im weiteren Verlaufe der gestrigen (7.) Sixzung trat das aus der Abgeordnetcn in die Berathung der [Leber- KM von den StaatSLinnahmen und Arisgaben des Jahres 1. April 1879/80 ein. _ ' ,

Der Abg. Rickert wünschte über die Vorlage einige ge: nauerc Erläuternngcn des Finanz=Minisi€rs zu provoziren, als sie dem Hause bis ]"th gigeben seien. Er glaube, daß der Finanz:Miiiister die Absicht babe, Mit der heransgerechnet6n günstigen Lage die Finanz 0 ilik des Reichskanzlers ,111 ein giinsiigcs Licht zu scßcn. ber diese giinstige Lage exijiire m der That gar nicht; sie beruhe nur auf Hoffnungen der Regierung. Der Minister habe von dem vorliegenden A'b- schluß insbrmals hervorgehobcn, daß derselbe sehr gut sem würde, wenn er nicht etwas schlechter geworden wäre: wenn die Mindcrcinnahmen und die Mehraiisgaben nicht so groß gomessn wären, hätte das Jahr sehr gut abgeschlossen. Lind zugleich habe der Minister an einer anderenStelle daraufhin: gcwiesen, daß nichtsdcsioweniger 1879/80 gegen daéz Vorjahr eme Verbesserung in dcm Abschluß von 31 Mill. nsackzgeww'sen, also auch den aUersckzwärzcsisn Ansichten über die ]eßige Finanzverwal- tung «genüber cin sehr bedeutender Fortschriti 'zum'Besseren erkennbar sei. Durchweg habe sich der Fmanz-Mimster in [einem Vortrage bemüht, gegen den Verdacht zn. schiißen, daß in' der Rechnungsübersicht und im Etat Mindcremnahmcn aus Wirth- schastlichen Gründen auftreten könnten und die neue Aera der Wirthschaftsiwlitik durch trockene Zahlen zu decken. Der „0017- liegende Abschins; sei gegen den vorangehenden um 3022111610: nen günstiger auSgefalien. Das gebe er zu. Aber man mache leicht einen günstigeren Abschluß, wenn man mehr Steuern und Zölle erhebe: an unvorhergcsebencn aus dem Reiche herübergckommcnen Einnahmen seien 4132 000 575 in Rechnung gestellt,1ind mit den 110 Millionen, die der Finanz: Minisier noch für das Rei in [16110 habe, werde man „noch bessere Abschlüsse erzielen. an habe bei der Berg: und Hütten- verwaltung eingenommen 1877/78 93 Miliioncn Mark, 1878/79 84 Miilioiien und in dem *abre des angeblichen Aufschwimges 821/;, MiUionen, also 11/2 iilionen weniger als im Vorjahre. Die AUEJaben steÜten sich dann so: 1877/78 80 Mill., 1878/79 731/2 MiUionen und 1879/80 701/4 Millionen. Ja_ wenn man an den Betrielisausgaben spare, könne man freilich bessere Abschlüsse machen. Die Mehreinnahme von 1 376 000 215 seße sich lediglich zusammen aus Ersparniffen bei den Ausgabxn, namentlich im Extraordinarium; -die Einnahmen selbst z]szen geringer als im Vorjahre, und nur durch die strenge . alte veranlaßt, wie auch die Motive ausgefiihrt hätten. Bet den Eisenbahnen hätte man eine Mehreinnabme von 6605 000 817- gehabt. Der Minister habe dazu bemerkt, daß unter diesen 61/2 Miliionen sick] 4818000 «17: befänden, welche dxn ver: staatlichtcn Privatbahnen angehörten. Wenn man die alten von den neuen Eisenbahnen trenne, so hätiexi die ersteren 10 MiÜioncn Mindcreinnahme und 101/.; Millionen Minder- au9gabe gehabt. Dabei sei aber zu bemerken, daß die Aus-

stattung der Erneuerungsfonch durcbanH nicht im Einklang mit den Prinzipien einer soliden Wrrtbschaft stehe. Dsr Erneuerungsfonds fiir die Bahnanlagen sei bewiÜigt in Höhe von 91/2 MiÜionen, und schon diese Summen habe man fiirschrniedrig bemeffen gshalten, trotzdem sei daran noch die Summe von 1238000 «16 gespart wordc_n. Für die Erneiierung des Lokomotiv: und Wagenparks ietién bewilli t 31/5 Millionen, ausgegeben 21/2 212661111611; es sei hier al|J0 beinahe der dritte Theil gespart worden.. Auf diesem Wege könne man freilich günstige Abschlüsse erzielßii. Auch in dem Etat von 1881/82 habe sich der Finamz-Mmister eine Mehr- einnabme von 26 MiÜionen eingereckmst. Hiervon eiitsielen »- beiläufig bemerkt _ 12 Millionen allein auf Vsrzmsung der Schulden. Der Etat habe in diesem Punkte noc!) mshr Achillesfersen. Es habe nach der_ eigenen Rechnung der Regierung dabei ein Minderamaß von, 8 Miiiioncn fiir den Erneuerungsfond ftatigsfunden. Die" H0ff11u1igxn des Ministers auf eine Besserung der Verhaltnisse theils er hiernach nicht. Er glaube sogar, daß die" Wirth- schaftspoiitik des ReichHkanzlers den naturgemaß schon vor mehreren Jahren in Aussicht zn nehmenden Aufschiming der Jndnstrie verhindert habe. (Geläcigter re_cht6.) „Er WLffS wohl, daß es Zeiten gebe, wo man gennffc Dinge nicht sagen dürfe, ohne eincm Gelächter zu begegncn, 61: wxffe aber auch, daß alle Dinge ein Ende hättM. So werde aiich die dee von dem nothwendigen Aufschwung dsr Industrie. durcb dre Wirthsckzaftspoliiik des Reichskanzlcrs f1ch noch eiiie Waris aufrecht erhalten und dann an der'niickitcrnen Wirklichksit zu Schauder: werden. Was diss schdne Progra_mm von der Stcuererleichterimß des armen Mannes betreffe, fo wcrde derselbe nach 2 is 3 Jahren, wenn er fick) die 919chmnzg machc, zu der Einsicht kommen, daß, diese Politik kem Vortheil, sondern ein sch1verer_ ftiianzieUer Nachtheil sei. Bei dem Etat der Juskzverwaltunw Fei eme Mehrausgabe, die er mit dem Jmaanrmsier _be: dauere; er habe indes; in dieser Beziehung absolut, nichts einzuwenden. Die Regierung habe dann abor' auch eme Ex: sparniß beim KnituNtat von 1426 000 „75, die sich auf die Gymnasien, Realschulen, auf das „Eletneiitarschulwescn und auf die Bisthümor vertheile und di? er m_cht gern sehe. Er komme zu dem Gesammtresultat: dl? Regierung habe *kein Recht, diesen Rech11ung§abschluß als 6111611 „besonders giinstigen hinzustellen. Wenn man das Extraordmarium und namentlich die hier gemachten Ersparnisse “['ÜWY“ so steil]? sich'LUlL Unterbilanz heraus, Er möchte den , “iiiaiiz=Min1ster bitten, da derselbe dem Hause heute'etwas mehr Exlautcrungen ge e und vielleicht weitere Mittleilungen über dn; Resultate des jeßigcn Jahres daran schlie €. Es_ würde dies wesent- lich die bevorstehende Budaetdebatte crletchtxrn. Per Munster habe gesagt, wenn die Rechmxng auch 1th mcht gut ab- es lossen habe, so seien doch die beiden ersien Quartale des 9611 enden Jahres erheblich günstiger. Er möchte frachn: _an welchen Punkten? Jm Eisenbahn- oder Bergwerkö=EiatchSeren es Ersparnisse oder Mehreinnahmen? Er, beantrage die _vor: liegende Uebersicht an die Rechnungskommüfion zu überweisen,

mit dem Auftrage, dieselbe nicht blos formeli, sondert) auch nach der Richtung hin zu prüfen, ob fie “wie die Regierung behanpte " ein Beweis dafür vorhatiden ser, daß Preußen in wirthicbaftlicher Beziehung Fortschritte gemacht habe.

Hierauf ergriff der Finanz-Minifter Vitter'das Wori:

Meine Herren! Der Dr.Abg. Rickert hat soeben emen sebr ruh- tigen Saß angesprochen, den nämlich, daß Alles in der Welt sem Ende nimmt, unsere wirtbschastlichen Hoffnungen, wie auch unsere wiribschaftlicben Befürchtungen, und ich bin der Meinung iind gewiß ein aroßsr Theil des Hohen Hauses, daß imsére wiribschaftlichen Be- fürchtiiitgen und der beispiellose Niedergang, den wir'sßeben Jahre hindurch in den aügemeinen wirtbscisastlicben Vkrbaltm en zu erlei- den gebabt haben, sein Ende nebmerx wird. Das; misrre Hoffnyngen zu (Ende geben würden, das möchte :ck nicht gnerkcmren, ,1ch bm im Geacntbeii der Meinung, habe sie früher ber der Einbringung des Budgets ausgesprochen uud ftebe auch in diesem Augenblick" auf dem Standpuvkt, meinerseits die Ueberzeugung aussprcckyeri zu muffexi, daß die Hoffnungen, die von vielen Seiten naa") dieser Richtung hm ge- beJt worden sind, in Erfüllung gehen werden, daß diese Hoffnungen aber nicht von einem Tage zum andern erfüllt Werden können, son- dern daß sie ihre Zeit keineSwegs, wie mir entgegen gerufen wude'u wird, auf eine unabsebbace Zeit binauöreichen sollen, sondern daß die Befferung sich in einigen Jahren zum Segen des Vaterlandes ent- wickeln werde. .

Ich kann jeßt zu meinem Bedauern auf die AuScmanierseJun- gen, die der Hr. Abg. Rickert in Bezug auf den Bergwerks- urid Eisenbahneiat gemacht bat, nicbt antrvorien, obne mich zuvor tritt meinem Herrn Kollegen, der dieses Resort speziell zu vertreten bat, verständigtzu Haben. (2150! links.) Ja wöbi, meineHerrc-„n, es ist bei uns nicht eingeführt, daß wir Kritik üben, obne daß wir uns darüber zunächst in Vexbindung mit unseren Herren KoUeaen scßen. Wenn besondere Veranlassung vorliegen sollte, darüber dem hohen Hause schon jeßt einige Auskunft zu crLHeilen, dann werden die Herren Kommissarien des Ministeriums für die öffentlikben Arbeiten, die sich bier befinden Werden, sehr gern diese Auskunft geben, so weit fie sie" im Augenblick aebkn können. Wenn der Hr. Abg. Rickert aber erliart hat, es sei bei dkk Vorlesung dcs (81015 11:15 speziell bei den Bkmerkungen, die ich über das Jahr 1878/79 gemacht habe, mein Bestreben gewesen, die Aera der jexigen Wirtbscbaftspolitik gegen die VermuibUng zu decken, als ob in ir ein Rückgang und nicht ein Forfgang zu finden wäre, so muß ich das, Wenigstens so weit es mich betrifft und soweit ich die Absicht ebabt habe, mich über die Finanzlage bestimmt zu äußern, als irr ;; bezeichnen, ich habe einen derartigen Verdacht gar nicht gehabt. Ich habe einen solcben Verdacbt auch gar _nicbt ab- rvebren wvilen, weil ich überbaupt nicbt geglaubt habe, das; ein solcher Verdacht überhaupt gehegt werden kömite. Ick) habe bei der Vorlegung deél Budsets nack) alien Seiten bin mit voller Objektivität und ohne irgend einen Rückhalt alle die fFabien geqeben, die ich geglaubt habe, dem hobm Hause geben zu en, um anen im ersi€n 'Allgkybblke gleich _ vorbeöastlicb der speziellen C*tui'sien, die ja im reichsten Maße werden gemacht Werden - einen Ueberblick über die_ Ver- hältnisse zu gewähren. Ick babe in keiner Weise die Verbaltnifie gefärbt, weder trübe noch rosig, icb babe sie io dargestellt, wie mrr diinKJabien dies an die Hand gegeb en haben, und diese Zahlen waren r 9.

Wenn bier jeiZt gesagt wird, es baben bei einzelnen Einnahmen in den Positionen Mindereinnahmen stattgefunden - der Hr. Abg. Rickert hat sich vorzugsweise auf den Bergwerksbetrieb bezogen„ er hat ausgerechnet, daß durch AuEgabe-Ersparniffe eine nicht unerhebltci c Mebreinnabme erzielt worden sei, daß die Einnahme selbst aber zurückgegangen sei, so hat er, wie, glaube ich, das hohe Haus sich erinnern wird, auf der andern Seit: sogleich gesagt. der AUfsÖWUng, der in der Koblenbrancbe stattgefunden hat, sei die Folae der strerzgen Kälte gewssen. Ia, meine Herren, wozu dient denn das Hetzmaterial? Es wcröcn doch nicht im Sommer bei der großen Hiße 24 MiÜionen Menschen das Heizmaierial kaufen, um es da erwenden zu kbnnezi. Das Heizmaterial dient offenbar dazu , um es krabrxnd der 510116 in Anweiidung zu bringen, also es muß aucb gekami werden. Daß dies der Regierung zum Vorwurf gemacht weidexn würde, „das "habe ich wirklich nicht erwartet, eben so Wenig, wie ich es f;.ir moglich balken würde , daß da_s 5052 Haus oder irgend eincr, der sicb für die Verbältniße des Landes intercifirt, daraus Vor- würfe bxrieiten könnte, das; in den Krei1eu Laub-an uud Görliy ein furchtbarer Wolkenbrucb stattgefunden bat, der die Regi?- rung zur Ausgabe von _großen Summen genöibigt, und daß die Oder in unerhörtem Mays fick) über die Ufer crg0ffen 601, so daß aucb da die Regierung genötbigt war, mit ihren Mitteln" ctnzutxiten. Das sind ja. meine Herren, Erörterungen, die ich nicht 7111" begrundet baltkn kann. , " _

Wxnn der Hr. Abg. Rickert aber zunachst darauf animerksam gemacht hat, das; ick) eine zu günstige Anschauurig in BcireF des Abschlusses für 1879/80 geltend gemacht habe, da ]6 dieser Abschluß cin unßiinstigcr sci, so babe ich meinerseits erkiä_rt, daß die bedkutende Mehreinnabme, die ich ja ziffermäßig nachgew1e]en babe _'1ch babe im Augenblick 5109 das Material in_ dem gedrmckten Bericht vor- liegen, dcr ansn ja zugegangen ist, - durcb eine Mehrau_§ga-5e mehr als absorbirt worden sei. Weun bei den bedeukknden'Mmdcr- einnahmen der Domänen- und Forstverwaltung, bei der wdrrckken Steuerverwaltung, insbesondere bei den Stempelsieuern, bei _dem Hinterlegungßfonds, den doch der Abschlußiür 1879/80 mri cinem Uebersckoxiß von 31 Millionen berechnen ließ, 0171) rortbeilbatir als früher gesteüt bat, dann möchte ich „darauf _aufmerk am machen, daß ick) ausdrücklich erklärt babe, „Öles?! gunstige b- schlnf; würde eingetreten sein, wenn nicht e_me_ unerwartete Mebr- außgabe, welche die Staatßreaierung, und wie_1ch sa_aen darf, auch der Herr Minister der Justiz, im Voraus nicbt batiezi erwarten können, in den leisten Tagcn nackxgewiesen worden ware „U".d den Finalabschluß so weit ungünstig beeinflufit hattcn, dZß u_nd bei cmißen allerdings anerkenncnswerthen Mehreinnahmen, ch 11ch1otistunZZfabr mit den Liiiindereinnabmen hätten ausgleichen konnen, cm Minus- beirag von 36 Miliioncn in Reckonung _zu „steilen wax. _ Es war allerdings sehr empfindlich, wenn plöylick)1eneubere1at§maßq7e Mebx- ausgabe von 96 Millionen angemeldet wurde. Babanziren Sie dies; mri dem übrigen Abschluß, so werden Sie leicht auf jene 3:1 Miiiwnen kommen, welcbe ich bis dabin als Mebrcinnabnie_ m Rechnu'ng zu stelien geglaubt batte. Die [eßten Jabrc'babcn 11619 Mit Min- derbcträgen abgeschlossen, ick) bedaure," das Wiederbdlc ici), daß dies- aucb für 1879/80 der Fall hat sein mussen, Ius d121em „Jhncniocbcn angeführten Grunde, den ich auch bei Vorlegung _dcs Budgets kein??- tvegs verheimlicht habe. Ick kann aber nur wwderbolcii; das; 111) nach dieser Richtung hin immerhin enim bedeutenden Jortscbritr gegen die Vorjahre konstatiren kanri, mde_m der Abschluß disfxs Jahres doch mit einer ganz erheblich gxrtnßercn Defiziisumnu m. Recbnung zu steÜen ist als in den Vorjabxen. Wir babesn jeßr Linen Kredit von 5 MiÜionen zu fordern, wahrend die Kredike der Vorjahre im Verwaltungsdefizit sebr viel größere wciren. O5 diese Mebrcinnabmin nur auf die eine oder di: andere Wei1e berbeigefubrt worden sind _ ich gebe auf die Details der Berechnung des Hrn. Abg. Rickert nicht ein, Weil ich glaube, daß diese Frage in der Bud etkommissiou zur Erörterung gelangen müsse, scheinx mir nicht Von Jßrbeblicbkeit. Ich kann aber doch unmiYgiicb zugeben.,daß mir daraus ein Vorwurf gemacht wird, daß die Eisenbahnemnabmen hierbei mitgewirkt haben, da ich bei der Bezeichnung des Ueber-