1880 / 268 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 13 Nov 1880 18:00:01 GMT) scan diff

vaiiv sei, so müßte sie dafür sorgen, daß einer solchen Politik fortan Grenzen geseßt würdkn.

Dsr Abg. von Heyden-Cadow bemerkte, der Vorredner _ , , , . germß aUe Jahre mehr Leute bctm Spazierengehen oder gar

habe damit geschloffen, daß er aus 56111 Etat, wie derselbe vor-

gelegt sei, durchaus kein Vertrauen auf eine Beffermig der -'

WirthsclwftSverhältniffe in Preußen folgern könne. Nach [einer (des denerL-ZiMeiimng werde das Vertraiten wiederkshrcn, wenn [010.8 eden, wie die ebxn gehörte, unterblieben. Er werde sich auf thatiächliche Bew.?rkungen beschränken. Nach seiner Msinung ssi schon eine Besserung eingßtrcten dadurch, daß die wirthschaftliche Lage keine Vcrschl€chter1mg erfahren habe. Denn wahrscheinlich hätte man cht überhaupt keine Arbeit, wem] die Stéuerrcform nicht eingetreten wäre. ZM

hätten die Leute zu thun, Nun sage man, die Ste11€rschraube [ ' , ' _- " das Extraordinarimn ick)l1eße sich an die Anisteüung frUherc-r

sei bedeutsird angezogen worden, indem die Steuern bedeutend gewachskn seien, dafür sei doch aber auch das Einkommen be: deutsnd gestiegen. Für ihn liege eine Beffsrung der Zustände in folgenden Zahlen; Die Einkommonstsuer habe sich vom Jahre 1872, wo ihre Erträge [ich auf 21 Millionen belaufen hätten, jeßt auf 33 Millionen erhöht. Die Zahl der Einkommenstéuerzahler 119101110 sick) jeßt auf 174 000 gegen 111000 vor 8 Jahren. Er folgers daraus, und er glanbe mit Recht, daß dis Ein: kommen sich vermehrt hätten. F?rner: Im Jahr? 1874 seien bei 983 bestehenden Sparkassen 987 MiÜionen Mark 11Llegtgew0scn ; im Jahre 1878 habe sich die Zahl dcr Sparkassen auf 1300 Und die der Einlagen auf 1383 MiÜionen Mark belaufen.

Eine gleiche Steigsrung habe sich bei den steUSversicherungE: '

anstalten gezcigt. Wenngleich diss nur vereinzelte Erschei- nungen seien, [0 bewiesen sie doch, daß die gessljschaftliche Arbeit sick) gesteigert habe. Der Geist der Arbcitsamkeix, der Mäßigkeit Und Sparsamkeit in der Bevölkerung habe slck) gc- kräftigt, und dies gebe ihm die Garantik, darauf zu r€chnen, daß die wirthschaftlichen Verhältnisss sich dauernd beffern wür: den. Die liberale Presse habe aber ein System daran?: gemacht, aus jeder verfaulten Kartoffel einen Nothstand und aus jedem Ueberireten eines Flusses eine Ueberschwctnmunganth zu machen. Der Preis 009 910999112": [eigestiegen,weil nian sick) mehr an Weizenbau gsworfen und weil Rußland wenig pro: duzirt habe. Er (Redner) 100110 bei Besprschung der Etatsvorlage erwähnen, daß auch er séhr dafür sei, daß die Berathung des Etats des Reichks den Berathungen im preußischen Abgsord- netcnhause vorangingen, weil man sonst nicht wissen könne, ob die 4 MiÜionen Matrikularbeiträge und 9 Millionen Ta- bakssteucr richtig angsseßt seien. 2116 ein erfreuliche§ Zeichen betrachte Lr die große Einnahme aus Holz, die daran . hin: weise, das; sick) der Holzhandel einer großen chhastigkeit zu erfreusn gehabt hbee. kit dcr Einsteüung in Bezug au Stempelsteuer erkläre er sich einverstandsn. Au ) bei den Mshrcinnahmen in der Justiz werde Lin Abstrich nicht nöthig sein, obgleich auch seine Partßi keineswegs mit der Höhe der Gerichtgkosten einverstanden [U, und vom Reich eine Abänderung verlangen werde. Der

EiscnbahwEtat ssi neu aufgestellt Und seien auch hisr wohl

die Mehrausgaben für nencs Materia12c. gerechxfertigt, 21114) hier sei die Agitation der Presse zu beklktgcn, 018 „1161116 Vor- iäÜe zu großen Eisenbahnunfäüen aufbausche, wahrend doch

beim Neitsn und Fahren mehr Arme und Beine brßicbkn als auf der Eisenbahn. Ferner sei erfreulich die Mxhremsteüung im Etat des Innern für die hinterlassenen Wittwen 11_t]d Waisen der Beamten, und wäre erwünscht, derartige Reform?" auch auf andere Verwaltungen 0118511095119". Sein Urtheil über dißsen Etat bozüglich pes Ordmarmms gehe dahin, daß man bei sachgemäßer Vriisung dcffklbcn 3,11 einer wyscntlich anderen Balancirung desselbsn 1111111 gslangsn könne. Anders stehe es mit dem Extraordinarimn, dosen Ueberweisung an die Bridgelkommission cr beantragk. Auch

Jahre an, und eine Wan'delung zum Bssscren sei, 0128100112 nicht zu vsrkennen. Vergleiche man dasselbs beispiclswetfe mit dem des Jahres 1878/79, 508 ein Extraordinarmm 0011 53 MiÜioncn und eine zur Deckmixi crfordsrliche 21019106 von 74 Millionen aufgewiefsn habe. Der VOWEWWB habe diese Bessermig auf di? 11611011 Steuc-rn zurückgeführt. Das sei aber in dem „Umicznge nicht richtig. Was den Steuererlaß betreffe, [0 [Li dsrwlbe durch das Géseß vom 26. Juli 1880 hkrvorgerufswwoxden. SsiUe Partei verhalte [ich dßmgegmiiiber nick]t prinzipiell ab- lehnend. Er vcrkctme nicht, daß diese Thatsache dss Stcuxr- erlasses, währeUd gleichzeitig eine höhere Anleihs k011trahir1 wsrde, [chr auffällig sei. Bei Erlaß deS Gesetzes vom 16.th[1 d. J. habe aber gewiß kcinMensck) daran gedacht, daßzunßchst da?- Extraordinarium aus den Usbekiveisungen 001191910)?- [tsuern gedeckt und erst dann mit einem Stkuererlaß Horge- gangen werden [0110 „Im (Hegsntheil sei das Gescß nnt dsr Absicht gegeben worden, daß, we11111195€rschüffc vorhaitden sein sollten, dieselben Zug 11111 Zug zu einsm Erlasse zu ver- 106110611 seien. Die Stenerreform sei eine_notl]wendigs. Das Reich sei auf den Matrikularbeiträgen basrrt gemessn Und da- dnrck) cin lästiger Kostgänger bei den Eiiizelftaaten. Preußen

- sei bei der Aufhebung vieler ZöUe und Dxtrchführung dsr Meist-

begünstigungsklausel dem aUSwärtigcn Import offun gewesen, während der Export kein Absaßgebict gshabt habe. Darxn f?r die MiÜiardenzeit gekommen, 0. h. die Zeit der BLstWUlMg dauernder Ausxiaben aus Einmaligen Einnahmen. Dcx Vor- redner habe disse ganze Camphausensche Pertode 018 018 1011- servative Glanzperiode bezsichnet. Er glaube, das wsrde 1111 Lande nicht verfangen. Man [ei sich darüber klar., gcworch und wisse, wer den Aktiengeseüschaften die Wege gkdffrxct habe -- man werde das nicht vergessen! Bei. dieser Entimckeluxig der Vsrhältniffe sei die Nation vor 018 Frage; gssteUt im Reich, 01) sie zur Erhaltung eines dauernden Friedens Mehr- lastsn für das Reich zu übernehmen bereit sei. Für dw Bc-

schaffung der für die Zwecke des Rsichs nothwendigen Vkitxel hätten zwei Wege offen gestanden: Erhöhmxg der 611301191in71- nahmcn des Reichs oder der Matrikularbeiträge. DW Finanz:

werbesteuer.

lage der Einzelstaaten habe den letzteren Weg 111cht zugelassen., Preußen habe sich damals in einer Periode der Ueber: produktion, des wirthschaftlichen Niedergangs befunden. Bei dieser Situation hätten die dirckten Stsuern die Industrie und die Einzelnen auf das Empfmdlichste belastet. dustrie sei dEr auswärtigen Konkurrenz erlxgen, die La_nd- wirthichaft sei in weiten Kreisen 111 ihrer Existenz geschädigt. Es habe demnach der erstereWxg mngeschlagen werden müssen, Und die R€ichsvertretung habe [ich für dieReform dees Stener- fystcm-Z UUSgespr0chen. ' [Wen geblieben. Für Preußcn ski d1eLag2 „dadurch schw10r1ger geworden, daß durch das Garantiegescß die Fmanzlaae'Preußens in eine VSquickung mit den Verhältnissen des Reichs geseßt Dsr Vorredner habe Recht, daß die Gesammtlcxge er- heifche, -daß bald Ruhe in di9stn Verhältnissen emirete;

Die Zu-

Man sei indcfz auf halbem WOZ?

habe der Abg. Richter nicht Recht,

daß der Grund der Beunruhigung auf Seiten der Regierung liege. Der Grund liege anf Seiten derer, die sich stets der dieser Reform in Gkgensaß zu der Regierung geseßt hätten. Er wünsche die Entlastung von 5911 Personalsteueyn, die Ueber- weisung eines Theils der Realstsuern an die Kreiie, weiter Re- form der direkten Steuern, der Einkommen:, Klasssn: undGe: Er [Li deshalb bereit, in die! Berathung emos 1181".le evsntueÜen Steuererlaßgessßes einzutreten, für den Fall, daß SLÜMÖ des Reichs neue Einnahmeqneüsn überwißsen Aüerdings gehöre die Berathung der vom Minister für das Reich in Aussicht geftcUten Steuern nicht in den Rahmcn dieser VErhandlung._ _ verständnis; mit seinen p01i1i1ch6n Freunden erklären, ersten's, daß seine Partei die Einführung der Börsensteucr als em altes Desiderat betrachte, die kcineSweges eine neue Steuer sei, sondern lediglich eine Liicks in der Besteuerung 090 nm- bilen Kapitals ausfülle; zweitens, daß seine Parket, 6111661,“- höhtere Heranziehung des Branntweins bei glerchzetttger Erhöhung der Bramsteuer wünsche, wenn daranf Bedacht genommén werde, geschont wiirden. man die Steuer in den Moment 0011856, 100 das Pro- dukt in den Konsum Übergehe. so halte auc!) __ ' _ fähiges?) Objekt - eine Ansicht, die [[ck schon in 10010211 Krel- sLU Bahn gsbrocben habe. _ ßen Mrde seine Partei zustimmen, dock) lehne [10 den Antrag Richter ab, da derselbe zn weitgehend séi und 016 dxr An- nahme stetiger Besserung der Lage beruhs, für dre Niemand einstehen könne. . ' , Steuern, der Eisenbahnverwalfung und _008 F1nanz=thste- riuch der Budgetkommission zu überwexsen, den Rest des Ordinarimns dsm Plenum vorzubehalten.

Hieranf vsrtagte sick) das Haus um 3 Uhr auf SMM- abend 11 Uhr.

Er könne aber doch im Ein-

daß die Jntsressen der Lgndwirthschaft Ein Answeg lasse sich finden, wenn

Was den Tabak anbe- er denselben für ein sehr ste110r-

Dem Stsuererlaßgeseß [iir Prett-

Er beantrag0 nun den Etat der indirekten

71. V In] era te für den Deutschen Reichs- und Königl.

[28074] _ ' Verkaufs-Auzctge 11111 Aufgebot. In Sachen, des RecÖtSanwalts Fischer in Leer. als Kura- tor9 im Konkurse des Kaufmanns M. Schmeing

zu Holterfebn, id w er

den Kolonistsn W. Freese zu HolLerfshn,

1011, auf Antrag des Ersteren der dem Nßicren ge- borrge idkelle 4. Antheil an dem Band 11. Blatt Nr. 49 GrundbuÖZ H01tecm00r registrirten Grund- befiße,*welch2r bkstebt aus einem mit einkm Wohn- bgu ? lfd. Nr. 108 der Gebäudesteaerrolle bcbauten Kolonate, Art, 137, zur Größe von 3112. 58 8.1" 47 qm im Wege der Zwangkvoüstrkckung öffkntlich meist- biciend vsrkaust werden.

Termin dazu steht an auf

Freitag, den 28. Januar 1881, ' Vormittags 11 Uhr, auf 51600275 Gerixktsstube, zu welchem Kaufliebbaber damit gxladen werden.

Zugleich werden 21118, we'lckoe an das vorbezeich- nete (GrdeFiüxk Cigenthumsq Nähew [sbnrech2[iche, fiYikcmnztsWrxsckye, Pfand- und andere din01ich2 Rechte. insbxsondere aucb SéwiiUten und Real- berechtxguxigep zu 55565 vermeinen, aufgefordert, soche LM obigenTcrmine anzumelden, widrigkßfakis siebim Vsrbaltiitffe zum u?uen EerSer verloren ge en.

Der demnächstige ' AussckolußbesÖeid wird nur durch Anschlag an bießge (Heri-Htstafel bekannt ge- macht Wede.

Leer, den _3, 21007111er 1880.

Königliches Amtsgericht, 1. v. Nordheim.

Verkaufs-Anzeige mit Aufgebot.

„[ , Jn Salben 12". US Auktionators 2111)th zu WestrHauderfehn, wi er _ den Schiffer Harm Vehn zu Westrbauderfebn, “1011, auf Antrag des „Ersteren der dem Letzteren ge- bouge, Band „1„ Blatt 19 Grundbuchs West- rhayderfebn registirte Grundbesiß, bestehend aus eme'm Febnplaße, 301132le (iebören: 1) ein Wohnhaus lsd. Nr. 405 dEr Gebäude- [teuerrolle mit eincm NußungFWerthe Von

1 , 2) sonstige Grundsfücke, Blatt 9, Parz. 83, 84, 85 Flurbucbs Westrhauderfebn zur Größe vori . 1 110. 75 01" AIM, Reinertrag 88/100 Thlr.

xm Wege der Zwanngollstreckung in dkm auf Montag. den 10. Januar 1881, Mittags 12 Uhr,

im NeenaberS'sckjen Wirthshause zn West- rhauderfehn anstehenden Termine öffen11ich meistbietend verkauft werden und werden Kauflustige zu solchem gsladen. Zug!,eick) werden Akle, welche an den vorge- nannYen Grundbeßtz Eigenthums-, Näher-, lehn- recbtlicbe, fideikommiffariscbe, Pfand- und andere

[28072]

Näher» lxbnreÖtlichx, ,fideikommiffariskbk, Pfand-

und sonsitae dingliche Richte, insbisondere Servi- ! taten und Rlalberechti]]ungen zu haben vermeinen, , Werden aufgefordejt, selbige im obigen Termine an- zumrlken, und die darüber lautenden Urkunden vor- ck zulegen, unter dem Vetwarncn, Baß im Nichtanmel- [dungsfalle das Recht im Vkrhältniß zum neuen Erwerber des Grundstücks erkoren aebe.

Hannoper, den 5. November 1880.

Königliches Amtßgericht. Abtheilung 17. Culemann.

Verkaufs - Anzeige „... Aufgebot.

Jn Sackxen kes Fabrikanten G. Fressen zu Oberlangen, wider

den I. G. Frxescnlsorg und den Thkodor Freeseu-

borg zu Großwoldxrf:-ld, sollen, auf Aukrug dss Ersteren die dem Lsßtereu NZHÖUJSY, zn («Hroßwolderfeld belegenen beiden Wohn- Hauser 1m Wege dit“ ZWÜUJÖVOUstWckUUJ auf Ab- brucij öffentlich meistbiktend verkauft werdex.

Termin dazu steht an auf

Freitag, den 21. Januar 1881, ' Vqrmittags 11 Uhr, auf_ biefiger Gerichtéstubr, und werden Kanlustige zu 1olch0m Termine geladßn.

Zggletck) wcxden AUS, welcbe Eigentbums- oder sonitkge Anspruchs an die gonannten beiden Häuser Felteud'macben zn Fönnen glauben, aufgefordert, solche 111 0510911 Termme [;.-i Meidung des Auxsthluffes anzumelden.

Dcr demnaxbstige Aussxbllißbesäzcid wird nur durch Insdchlag an dre hléfise Gerichtstafcl bekannt gemacht

er en.

Leer, 0211 3. Novembkr 1880.

Königliches Amtsgericht. 1. v. Nordheim.

[28073]

© - [M“] Ladung, ' Von Jder untcrzeicbnstsn TheilcmgS-Kommission ist Tamm angeseyt auf . Freitag, den 31. Dezember ö.“ J., , Ob 'JWMÉZWTZT Uhr, im rmann'] LU ir 0 an? n Ma en en, AMW Einbeck, ] 3 ck s ' zur förmlichen Eröffnung 0711) eVentnle zur Vol]- ziehmig ch Plan-Rezsffes Über die Spezialtbeiluns] 028 den "WeidebercÖtißtcn zu Mackensen, Amts Cmbcck, fUr die Aufhebung der Weiderccbte in den sog, Hellenthalswiesen in dcr Feldmark Mackensen zugefalLenen Weideentscbädigungs-Kapitals, ' wozu ally unbekannten Pfandgläubiger und die- ]erzigen dritten Persoxicn, welchen als ©1116“, Dtxnstz, Erbenzins- und Lehnsherren, als Lehns- qnd FtYei-Kommißfolger oder aus sonstigen Gründen eme Etriwirkung in Bezikhung auf die Ausfijhrnug dec TbUlung zusteht, hierdurcb vorgeladen werden. Einbeck, den 8. Novémker 1880. Die TheilungZ-Ksmmission. Farhtmann. Nürnberg.

[28082]

Erbschafts-

und Cvictiuns - Proclam.

In Nachlaßsacben dcr versiorbcnen Hktelbxsi erin, Wittrx'e Emilie Sabine Juliaxie von 51011»,Z geb. Pßbl, in Renhsburg, werden auf Antrag 17:13 Nach- laxxpflegers, rnit AUIUabme der Protokyllikien (Gläu-

bißer xmd der thkwe Christiane von Feldmann, geb. Pahl

in H.]mlu'g Alle und Jede", welche an die Nachlaß-

der einzigen Schwester dsr Erblasxeriri,

,

masse, ingoesondere an die zu dsrselken gkböri en Grundstücke Nr. 343 0. ])(rk-. am Paradeplaße t?nd

Nr. 346 0. psxt.

in der Provianihaaöstraße in

Rendsburg, erbrechtliche, dinglicbe oder „sonstige For-

derungen und Ansprüche zu haben vermeinen sollten

,

hierdurch aufgefordkrt, ihre FordcrUnZen und An-

sprüche spätestens in dcm an Donnerstag, den 24. Februar 1881, Morgens 10 Uhr,

anbxraumten Termixe bei Vermeiduug der 2108- icblteßnng von der Music, resp. dcs Verlustes dcr

Pfandrechte, rechtsbcbörig Hierseibst anzumslden. Rends'blxrg, den 7. Noveijißsr 1880. Kömgltéyes Amthericbx. letßcilung 111. gez. Dau. VÉröffLlrxiillickoi: agd u m, Sekretär.

[28067] Vckanutnmchum].

Der Ackertnayn George WilhylrwRübl, Jobamwé? Sohn, von Stmmersbausen, zur Zcit in Nieder- kaumngen, hat das Aufgebot 0:8 i:] der Gemarkang

Simmersbausen belegcnen Grundstücks:

Parzelle

Nr. 0. 165 3/16 Acker 67/16 Rutbsn in 01111 alien Kataster fur Johannes Christoph Rühl in Sim-

mersbausen,

Großvater dcs getragen,

AntragsteU-er, ein-

welches fick) nach Bescheinißung des Oréstwrftarxch

Von Simmershawsen seit mindestcnI 10 Jahren nn unterbrochen in seinem Eigenthumébefiy befindet beantragt.

,

Alle Dicjcnigkn, welche ein RWL an dcm bezeiÖ- neten Erunhstuck zu haben v:rmxinen, Werdm hier- durch offentlich aufgefordert, s01che spätcsteus in dem

auf den 30. Dezember d. J„

Vormittags

10 Uhr, vor dem unterzcichneten Amtsszkriäxt an-

beranmien Aufgebojsterminc anzumslxen,

widrigenfaUs ngch Ablauf dieser Frist dcr Acker- mann Georßc Wilhxlm Rühl als Eigenjbümkr in denz Grundbuche wird eingetragcn Werden, und Der- jenige, Wklchkr die ihm obliegerxde Anmeldung unter-

läßt, sein Recht gegen 8111611 Driéien,

n*e1cher im

redlicheu Glauben an die Richtigkeit des Grund- buchs das Grundstück erwirkt, 111031 mehr gsliend xnachen kann, und sein Vorzugsrecbt ge,]snüber Den- ]enigen, dsren Rechte innerhalb der Auxscblußfrist angemeldet, und demnächst eingetragen smd, verliert.

Die Weiteren Vcrfügxxngen und das Erkenntnis; werden mir durch Anschlaz am G3rich1§brctt ver-

öffentlichk- Caffel, den 6. Nowemßer 1880. Königlickpes Amtsgericht. Abthkilung 3.

da die Kosten 025 Verfahrens ken Provo- kanfen zur Last faUen, für Recht: das HZ,)Dotbeken-Dokument über die auf kent Grundsmck mevrazlaw Nr. 158 521515111. Nr, _3 eingktragene Post von 43 Thaler Silbergroschen Uibst 570 Zinsen seit dsm 6. September 1847 uud dam Anspruch auf Erstajtung der Prozeßkosten, sowie dcr Grundschglkbricf Über lie auf kern Grundstück Dor] GWH Slaweßk Nr. 6, Ab- theilung 111. Nr. 29 eingetragene Grundschuld von 400 ck Uebst 6% Zinsen seit dem 1. Ja- nuar“1870 und etwaigen VerzugSzinssn wkrden fur kraftlos crkiärt und die Kosten des leleJZOotsvexfabrens dsn Provokanten zur Last ge eg .

[23048] VckunuMachung.

' 1. Es sind folgendo Hypothekcndokumente angeb- lich verloren gegangen:

"a. der Hypothckenbrief über die auf kem Grund- stack Kczczkower Neudorf Nr. 8 Abtheilung 111. Nr. 1 furlEva Schiemann eingetragene Antbeils- post v0n 33 Thlr. 10 Sgr. Vatsretbe nebst 5 Pro- zent Zmset] seit dem 21. Mai 1832, eingetragen zu- folge Verfugung vom 16. Februar 1839;

_b. der HWojhekknbriof über die an dem Grund- stUck DorF Groß-Murzynnv Nr. 3 Abtheilung 111. Nr. 10 fur 0211 Kaufmann A. Sckyrubski in (Gniew- k0w_0 eingetragenen 352 Thlr. Wechselfoxderanaen 116511 6 Prozent Zinsen von 57 Thlr. seit 1. Fe- kruar 1874, von 150 Thlr. seit 12. März 1874, von,100 Tbkr. und 45 Thlr. seit 1. März 1874, sowie 25 Tkxlr, KosteNpauscbquantum, eingetragen zufolge Verfugung vom 13. April 1874;

_0. der HPpotbekenbrief übcr die auf dem Grund- stuck Dorf" Groß-Slawsk Nr. 15 Abtheilvng 111. Nr. 21"fur 97161121! Michael Lewin eingctrageke, durch Loschungsqmtwng des Msyer Michael Lewin vom 10.211310 1874 .*xuf Joseph Zieiamy über- gegavgxne 35 Thlr. Wechselforderung nebst 6 Pro- zent Ztnserx seit dem 28. Juli 1873, eingefragen zu- ]olqe Verfugung vom 27. Oktober 1873;

(1. das HyyUhekenaZweigdokumeut über die auf den Gruridstuck'cn Inowrazlaw Nr. 375, 378 und Nr. 3780. Abkheilung 111. Nr. 9 11110 resP'ktivS Nr. 60. und respektivc Nr.]c. für ÖM Grundbefißer Abraham Simon LewinsoHn zu Jnowrazlaw ein- getragxén, zufolge des Lewinsobnskven TLstÜMLUtÉ vom 20. Novembkr 1866 und Erbrezeffes vom 21. Jantzar 1870 auf die verehelikbte Cbarlotie Mensor, 061100.ka gewisene (550105201, geborenen Lewinsobn, übergegangene Post von 103 Thlr. 15 Sgr. 84/5 Pf. nebst 5 Prozent Zirisen seit dem 1. Januar 1859, eiiigetraßen zufolge Verfügang vrm 22. Ok- tober 1859;

„0. der Hypothekenbrief über die auf dem Grund- sxuck Maryanowo Nr. 14, Abtheilung 111. Nr. 13, fur Hirsch Sawuel eingetragene und auf Cyslaus von Zaczynski 'ubergegangene P0s100n150T51r. ver- zinslichxs DÜULHN nebst 6 Prozent Zinsen seit dcm 20, Marz 1871 und den Kosten der (Eintragung aus

effentlichevß AUFMW. ...... ..

dingliche Rechte, insbesondere auch Servituten und (gez.) E. Hüpeden. der Oblisiaiion des damaligen Grundstücksbesißers

Preuß. Staais-Anzeiger und das Central-Handels-

register nimmt an: die Königliche Expedition

dcs Deutschen Reichx-Auzeigerx und Königin!) preußischen StaatH-InzeigerS: Berlin 817, Wilhelm-Sraße Nr. 32. X

1. erokbrjsfs uml Uubsrguabuugs-ZMQSU. 2. 801311081001011011, Lut'gsbors, 7011ac1uux6n u. äsrg].

5. [1161158110118 Lkablszgsmaurß, kabriksu 11110 6108811811118]. 6, 701'80111866116 ZSkauntxuaobuugsu.

3. 70rkäu§0,76rpaobt11ng6u, 811111111851011811 en:. 7. 111181'84'180118 Yuzsigsu.

4. 78r100811ug, 4100141881101), Zinssabwng n. I. m 7011 6680111011611 kapisrsn.

Gtexkbriefe und Untersuchungs = Sachen.

Steckbriefserlcdigung. Der hinter den Nagel- schmiedegesellen Wilhelm Jahn wegen Dieb- stahls in den Akten 11. 11. 1. Nr. 928 (10 1880 unter dem 28. Oktober 0. Is. erlassene Steckbrief wird hierdurch zurückgenommen, Berlin, den 9. November 1880. Königliches Landgericht 1. Der UntersackyungSricbter. Jobl.

Offene Strafvollstrerxyngs-chuisition. Die Militärpflicbtigen: 1) Backer Albert Max Emil Zastrow, geboren am 12. März 185131: Lands- berg a. W., 2) Franz Eduard Kock], geboren am 21. Noyember 1851 zu Lossow, 3) Adolf Fran] Krause, geboren am 8, September 1854 zu Lands- berg a. W., 4) Schiffer Carl Louis Richard Gutsüxe, geboren am 21, August 1854 zu Lands- berg a. W., 5) Kunibert Waldemar Kasper, ge- boren am 22. Juni 1854 zu Landsberg a. W., 6) Johann Carl August Rechner, oeboren am 25, Mai 1854 zu Landsberg a. W., 7) Ernst Carl Julius Paul Wilke, geboren am 25. Januar 1854 zu Landsberg a. W., 8) Johann Hsrmann Otto, gebo- rsn am 19. April 1854 zu Balz, 9) Arbeiter Mar- tin Gustav Carl Preuß, geboren am 18, Septem- ber 1854 zu Cocceji-Neudorf, 10) Martin Adolf Strauch, géboren am 12. September 1854 zu Lud- wigstbal, 11) Carl Friedrich „Wendt, geboren am 27. April 1854 zu Massiv, 12) Arbeiter Hermann August Liens, geboren am 6. April 1855 zu WSP“ riß, 13) Johann Friedrich Wilhelm Parchmann, geboren am 10. Juli 1855 zu Briesenhorst, 14) Emil Vrnnfing, geboren am 14. Nonber 1856 zu Landébérg a. W., 15) Friedrich Gustav Otto, geboren am 31. März 1857 zu Balz, 16) Carl Ludwig Hermann Schweins, aeboren am 13. Ja- nuar 1857 zu Blumenthal, 17) Christian Friedrick) Wilhelm Markowslt], aeborsn am 24. September 1857 zu Alt-Lipke, 18) Carl Gustav Liens, gebo- ren am 12. August 1857 zu Wepriß, 19) Carl Guslav Adolf Grüttke, geboren am 27. Juli 1857 zu Lossow, 20) Kaufmann Hermann Sckjattke, ge- boren am 23. April 1857, zu Muffin _smd durcb Erkenntnis; des früheren Königlichen Kreisgerickyts zu Landsberg a. W. vom 1. Oktober 1878 wegen Verletzung der Wehrpflicht zu einer Geldstrafe von je 180 „14, im Unvermögßnsfalle zu je 30 Tagen Gefängnis; verurtheilt. Sammtliche Gerichtsbehör- den werden ersucht, vorstehend: Strafen gegen die obengenannten Verurtheilten zu vollstrecken und 'von dem Geschehenen zu den Untersuchungs-Akten wrder Fnstrow und Genossen -- Landsberg Nr. 268/78-

Tachricht zu «eben. Landsberg a. W., den 8. November 1880. Der Erste StaatSanwalt.

[22175] Ladung. _

1) Der Landwebrmann, irüöereEi]enbak)narbeiter Franz Przybill, auch Bittner genannt, geboren den 12. Oktober 1839 zu Gießhübel in Böhmen, der sich zuletzt in Waldenburg aufgehalten hat. 2) der Reservist, frühere einjährige Freiwillige Buch-

Kreis Waldenburg, geboren den 13. Juni 1852, bis 19. Januar 1879 nach Enßland beurlaubt, der fich Vorher in Dittmannsdorf, Kreis Waldenburg, auf- ßehalten Hat, 3) der Reservist, Schloffergesell Gustav Adolf Robert Hentschel aus Ober-Salzbrunn, Kreis Waldenburg, geboren den 31. Juli 1850, der [ich zuletzt in Lippstadt vorübergehend aufgehalten hat, 4) der Wehrmann Schlächter Carl Wilhelm Hubert Menzel ans Michelsdorf, Kreis Walden- burg, geboren am 17. November 1850, der sich zu- letzt vorübergehend in Tangermünde aufgehalten [ckat, deren gegenwärtiger AufanthaltSort unbekannt ist, und welchen zur Last cielegt wird, als beurlaubte Wehrmänner resp. Rcservisten obne Erlaubxiiß aus- gewawdert zu sein (Uebertretung ge,]en §. 360 Nr. 3 Strafgeseßbuchs) werden auf Anordnung] des König- lichen Amtherichts hierselbst auf den 22. Deznn- ber 1880, Vormittags 9 Uhr, vox das König- liche Schöffengericht zn Waldenburg in Scblksien zur Hauptwrbandlang geladen unter der Verwar- nUng, daß bei unentschuldigtem Ausbleiben sie auf Grund der Seitens der Kontrolbehörde in Gemäß- beit des §. 472 Strafprozeßordnung aUSJesteUten Bescheinigungen Werden verurtheilt werden. Wal- denburg, den 26. August 1880. Lindner, als Ge- richtsschreiber des Königlichen Amtögerichts.

[26162] Der Schuhtnack*ergcscl]e Albert Raatz, (;ck. zu Herzberg, Kreis Drambarg, den 25. März 1851, zuleßt in Friedland in Mccklenburg, dessen gegen- wärtiqer Anfentbaltsort unbekannt ist, wird aus §. 360 8111) 3 des Strafgesstzbuckxs angeklagt.

Es ist Termin znr Hanptverhandlung

auf den 20. Dezember 1880, Vormittags 10 Uhr,

Vor dcm Großberzoglickxen S_Ööffcngerichte bicselbst anberaumt, zu welchem der Albert Ranks unter der Warimng geladcn wird, das; bei unentstbuldigfem Ausbleiben zur Hauptverhandlung geschritten und er auf Grund der nach §. 472 der Strafpryzeß- o_rdnung von dem Groszßerzogl. Landwebr-Bezirks- Kommando zu Rostock ausgestellten Erklärung ver- urtbeilt werden wird.

Friedland in Mecklenburg, den 20. Okt. 1880.

Die Großherzogliche Amtßanwaltscbaft: C. Schroeder.

Subhaftationen, Anfgebote, Vor- ladungen und dergl.

[27982] Oeffentliche Zustellung.

Das Fräulein Anna von Weiher zu Vielzig, ver- treten durch den Rechtßanwalt Remis zu Lauenburg klagt gegen den Müllergesellen K. Ties aus Schmol- sin, unbekannten Aufenthalts, aus der Schuld- urkunde vom 3. Juli 1855 wegen der fiir sie auf dem Grundstücke des Bcklagten Schmols1n Nr. 64 Ab- theilung 111 Nr. 12 eingetragenen 600 «14, da die am 1. Juli 1880_fällix]en Zinsen erst am 17. Juli

8. '1'503ß8t-411281Z6u. [111 (101' Zörsczw 9. kumUiSU-Uaobriath. bLUü-JS. W

600 „46 nebst 5 0/9 Zinsen seit 1. Juli 1880 mit dem Antrage, den Beklagten zu verurtHeilen, zur Vermeidung der Zwangswoüstreckung in dasGrnndstück Nr. 64 des Grundbuchs von Schmolsin an Klägerin 600 „sé: nebst 5 0/0 Zinsen vom 1. Juli 1880 zu zablcn, auch die En11cheiduna gegen Sicherheits- lristnna für vorläufig vollstreckbar zu erklärkn und laéet den Beklagten zur mündlichen Vsrbandlung dcs Rschtßstreits vor die (Zivilkammer 068 König- lichen Landgerichts zu Stow

auf den 1. Februar 1881, Vormitags 10 Uhr, mit der Au orderuna, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffcnjlicben Zustellung wird dieser Auxzug der Klage bekannt gemacht.

Stulp, den 27. Oktober 1880.

Innw (Z'é erichtssébreiber des Könißlicben LÜNÖZLUÖW.

[27987] Oeffentliche Zustellung. Trier, Den 24. September 1880.

Dem Königlicbkn Amtsgerichte zu Wadern, be- cbre ich mich, anbei ein Urtheil drs Königlich?" Landgerichts zu Trier vom 11. Jani 1880 in Sachen Helfen gegen Helfen als Anwalt “des Peter Halfen, Tagelöhner zu Losheim, Kläger, mit "der Bitte zu überreichen, zur Führung des dém Klagcr aufgegebenen Zeugcnbeweises eincn Termin anbe- raumen zu wolien.

H0chachtung§vvll ]]ez. Günßcr, Recthanalt.

Ordonnanz. In Folge nebenstehender 51.qucte und dcs anlieaendcn Uitbcils des Königlichen Land- gerichts zu Trier vom 11. Juni 1880, wird zur Führung des dem Kläger Helfen aufgc-qebenen Zeugenhatveiscs Termin bestimmt auf Misimoch, den 29. Denmbcr 1880, Vormittags 9 Uhr, in der öffentlichen Sitzung des Königlichen Amts- geriebts bierselbst.

Wadern, den 2. Oktober 1880.

Dir Amtßricbter: gez. Schaefer. Der GcrickptITckIreib-er: gez. Brening. DW 00100. acz. Güußer, Rechtsanwalt. Zeugcnnotifikation.

Auf Anstehen des Peier Helfen, Tagelöhner zu 8081810], für jvclcbcn am Königlichen Landgerichte zn Trier der daselbst wohnende Rechtsanwalt Herr Giintzer fortoccuvixt, ladet der Unterzcichnete, unter abschriftlicber Mitznstelluug:

a. der Requete vom 24. Scptcmber 1880 an das

Königliche Amtsgericht zu Wadern und

1). dcr von dem Leytcren am 2. Oktober 1880 er- lassenen Ordonnanz - dcn Nicolaus Petry, Ackerer, obne bakannten Wohn- und Aufent- baltsort, hiermit vor, am Mitttvocl], den 29. Dezember 1880, Vormittags 911111', in der Öffentlichen Sitzung des Königlichen Amtßgericbts zu Wadern zu erscheinen, um der Vernehmung der ZLUJUL bei-

„Invalideudank“, Rudolf Moffe, Haaseuftein & Vogler, G. L. Daube & Co„ Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

E. Schlaue,

Annoneeu-Bureans. W

des Urtheils des Königlichen Landgsriäzis zu Trier vom 11. Juni 1880 abhören [affen wird. Diese Zeugen sind: ]) Mathias Heck, Feldbüfer zu Loökxeim, Johann Jager, Ackerer daselbst, Jacob Tamble, Scbrriner daselbst, Catharina Berker, Ehefrau des Mathias Wein, B€rgmann daselbst, 5) Nicolaus Mons, Klempner daselbst. Trier, den 15. Oktober 1880. gez. Günhcr, ReckytsanWlt. Zum Zweck der Öffentlikbcn Zusteilurxg wird Vor- stebendeö kekannt gemacht. Trier, den 2. November 1880. Der Gerichtsscbreiber des Königlichen Landgerichts: Oppermann.

*- Q ' [W401 Oeffentliche Zustellung. Der Gutsbesiver F. O. Harther zu Tilsit klagt gegen die Tiskbler Ferdinand Seißfchen Ehe- leute zu Ruß, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen rückständiger Mietbe für die in dem Hause “068 Klägers zu Ruf; inncgebabte Wohnung pro ]. Ok- tober 1878 bis dahin 1879, mit dem Antragc auf Verurtheilung dcr Vcrklagien zur Zahlung Von 71 5-4 25 H, und ladet die Beklagten zur münd- lichen Verhandlung des Rcchiöstrcits vor das König- liche Amtsaericbt zu Ruf; auf

den 9. Februar 1881. Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichcn ZusteÜung wird differ Außzug der Klage bekannt gcxtmckot.

DahUcr, Gerisbtsscbreibcr des Königlicheii Amtsgeriöbts.

[28124] Oeffentliche Zustellung.

Die Frau Reklaff, Elise Obristiank, Adelheid, geb. Laub, bier, vertreten durch den Rechtsanwalt Aagust Simson bier, klagt gegen ihren, dem Aufenthalte nach unbekannten Ehemann, den Tischler Julius Retzlaff, früher gleichfalls bier, wegen Ehebruchs mit dem Antrags auf Ehescheidung:

das Band der Ehe zu Trennen, den Beklagten fiir den alleinscbuldigen Theil zu erklären und zu Nrurtbeilen, der Klägerin als Ehesckxeidungs- strafe bis an ihren Tod standeSgemäße Vcr- pflegung zu gewähren, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verband- lung des Rechkczstrcits vor die 13. (Zivilkammer des Königlichen Landgerichts ]. zu Berlin auf den 81. März 1881, Vormittags 11111111", mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- ricbte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

„Zum Zwecke der öffentlichen Zustellmig wird die er AUSzug der Klage bekannt gemacht.

Berlin, den 9. November 1880.

Buchwald, Gericbjsscbreiber ch Königlichen Landgerichts [„

cr. gezahlt sind und Beklagter selbst das Kapital

händler Carl FelSmnnn aus Dittmannsdorf,

zum 1. Juli cr. gekündigt habe, auf thlung der

zuwobnen, welche Peter Helfen, „ngelöbner, zu Los- beim, alsdann zu seiner Beweisfuhrung in Folge

Civilkammcr 13.

Realbcrechtigungexi zu haben vermeinen, aufge- foxdext, solche tm obigen Termine anzumelden, widrigcnfaÜs sie im Verhältniffe znm neuen Er- Werber verloren geben.

Der dcmnächstige, Ausscblußbeiäpeid wird nur durch Anschl.]g an hiesige ©ericht§tafel bekannt ge- macht wkrden.

Lser, den _30. Okioöer 1880.

Königliches Anit§gericht. 1. v. Nordheim.

[28081] Aufgebot.

Auf Antrag der Zastiz-VerWaltung wird die AnitSkautwn des am 2. Oktober 1880 hier ver- stoxbenen Gericbtéscbrcibers beim biei1]]en Amts- axxtchte, Sekretärs Alverdeß, im Betrage von 275 51,4 qufgcboten.

Diegmgen, w21che Ansprüche auf diese Kaution qucben 11'011211, werden auf;]kforderf, dieselben [Patcsiens in dem auf den

25. Januar 1881, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte im Zimmer Nr. 11, anbcrauzntcn Aufgebotstermin anzumelden, widrigen- fallß die Kaution den Erben des Alverdcß aus- gebaridigt Wfkdkn wird.

Schlaivc, den 6. Nowember 1880.

Königliches Amngcricht.

[28078] Aufgkbot.

Der am 1. Juni 1812 dabier geborene Friedrich Karl Sämdt, Sohn des Verstorbenen hiesigen Schneidermeifters Johann Thomas SchUdt und desskn gleichfalls yer- [torbener Ehefrau, Anna Margarethe, geb. Nagel, Ubs'r'dcffen Auientbalt und Leben seit mehr als dreißig Jahren jede Nachricht fehlt, sowic auch die eiWaigen Letbe5erben desselben werden hicrmit auf- gefordert, sich ' , vor dem 5. Mai 1881 bei unicrzexcbnctem Gericht.- zu melden, indem nacb fruchtlosem Axlaufe diesks Termins der genannte Verschollene fur ohne LeibeSerbetx varstorben erklärt werden soÜ, aucb eventuell desien Nachlaß an die auf.]etretenen Jntestatcrben aus;]eliefett werden wird. Frankfur'x 11. Mi., den 2. November 1880. Komgltcbes AmtIgericbt. 11. 3.

[28076]

Verkaufs-Anzcige nebst Nufgcbut,

In Sachen, bstxeffcnd den Zwang80erkaiif der dem Fleischermeister Wilbehn Theissen ]]khörizwn, im Hypothekenbucbe KOYÖYFDM ?Lxhcillurtig 1. Band 1. psx. 305/306 2 r e enen, )ar 01 cnstr. Nr. 29 ka el - nen Anbaucrfieüe s bst belege - 11". 65/80 *-

soll auf Antrag der Braunschckweig-Hannover en Hypothekenbank bier dicses eben bezeichnete Grsuéid- stuck _ ?Zreal 20,75 Qu.*Ruthen und Gebäude - zwanakweise am Donuerstaa, den 23. December 1880, Mittags 12 Uhr,

im erichtslokale, Osterstraße 33, Zimmer Nr. 20, offentltcb ver]teigert__ werden.

gelZFHUmgsfuhige Kaufliebhaber jvcrdcn damit ein-

«1 en.

[27832] Edtctalladung.

Der Landwirxb Carl Heinrich Wolkenberg, ge- boren am 7. Marz 1819 zu Herzborn bei Wriezen a. Oder, und der MüÜergeseÜe Friedrick) August Woüenberg, geboren am 15. April 1825 zu Beau- regard bci Wriezen, sind 1852 zusammen über Ham- bu_rg nach Amerika ausgewandert und zwar unver- heirathet.

Ser't länger,als 15 Ishrcn smd von denselben Nachrrckoten mcht eingegavgen und ist ihr leßier Au'fenjhalx, ebenso, ob sie eheliche Kinder oder cine Wittwe hinterlassen haben, unbekannt.

Ihre, Uächsien bekanntsn Verivandten sind ihre Geschwister, der (Grünkrambänkler Carl Wollknkcrg zu Berlin und die AltfitLerwittwe Höne, Louise, «Dex. WoUenberg, zu Fran enfelde bei Wriezen a.

er.

' Die voröezeicbneten Gebrüder W011enberg und ihre unbekannten Erben und Erbnebmer werden aufgeforderx, fick) bsi dcm unterzeichneten Gericht zu melden, spatestens in dem

am Z.Ztmuar 1881, Vormittags 1111hr,

an biesigex Gerichtéstclle, Zimmcr Nr. 21, angeseß- ten Termme, wrdrigenfalis fie für todt erklärt wer- dczi und ihr Vermögen ihren sich als solche lkgiti- muendcn Erbe?) außgezax1i'100rtet Werden wird. Prenzlau, “031 8 ZZLYFUÖLB 1880' Königliches Landgericht. (Zivilkammer 11.

[28058] Im, Grundbuche von Panigwdz Kolonie Nr. 8 stcl)t m Abtheilung 111. 0. unter Nr. 4: 32 Thlr. 15 Sgr., Zwitmddreißig Tbalerfünf- zehn Silbergroicbeu nebst 5 0/9 Zinsen Vom 31. Oktober 1854 und_ 1 Thlr. 6 Sar, ein Thaler scchs"Stlk:ergr0]cbcn Kosten auf Grund des,rcch,iskkaftigen Mandats des Königlichen eri§gertchts zn Wonarowitz vom 31. Oktober 1854 und dcr chuisition des Prozeßricbtcrs vom 8. Februar 1855 für drn Kaufmann Moses Aronstem zu Goliatitscb zufolge Verfügung vom 26. Februar 1855 und 1). Unter Nr. 5: 42 Thlr., Zweiundviekzia Thaler nebst 5 0/0 Zinsen und den Kosten der Eintragung für den Kaufmann Gabriel Reis; zu Gollantscb auf Grund des schicdsinäimiscben Vergleichs vom 14. Novcmber 1855 zufolge Verfügung vom ' 28. Januar 1856, eingetragen; AußGrund dss Antrages dcs Wirths Michael Cteszelökc zu Zon werden alle Diejenigen, w 1512 Anspruchs und Recbfe an diese angeblich bc- zablten _und zu lßschcnden Posten oder das über die zu b. naher bezctchnete ans dem sibiedkmännisckxen Vergleiche vom 22. November 1855 und demHypo- tßekenbucbsguszuge vom 28. Jannar 1856 gebildete und angeblich vcrlorcneDokumcnt zu machen haben, aufgefordcrt, dicselbkn spätestens in dem auf den16. Februar 1881, Vormittags 10111]r, at] Gertchfssteüe anbkraumten Termine anzumelden, widrigenfaiiß sie mit denselben werden ausgeschlossen, die Posten im Grundbuch gelöscht und das Doku- ment fur moriifizirt erklärt Werden. Exin, den 6. November 1880. Königliches Amtsgericht.

Alle, welcbe an diesem Grundstück Eigenibums-,

Wird hiermit veröffeotlicht: Brocke, Gerichtsskhrciber.

[28044] Vekanniumchüng-

Verkündxx am 17. September 1880. 923. Kruger, als chiahtsschreiber. Im Namen des Königs! Auf den Antrag:

1) des Schneidcrmeisters Michaä Wolff in

Juowrazlaw,

2) des Grundbesißers Zosspk) Barczak zu Dorf

Groß Slawsk,

auf Ayfgebyt von Hypotheken-Dokumsntcn erkermt das Kön'mltcbe Aintsgericbt zu Jriowrazlaw durch den (Hertchtß-Affeffor Froehlich in Der öffentlichen

Sißung vom 17. September 1880, das;, da

1) das Hypotheken-Dokumsrit über die auf dem

Grundstück Znowrazlaw Nr.

158, Abthei-

lung 111. Nr. 3 [111 den Kaufmaim Raphael Schlesingcr in Inorvrazlaw cingctragciie Post von 43 Thaler 1 Silbcrgroskhen MM 5% Zin- sen fett dem 6. Sextember 1847 und dcr An- spruch auf Erstattung der Prozxßkosten, einge-

tragen in Folge quuisitioxi dcs Prozeßrichter§

vom 28. August 1850 [md Verfügung vom

8. Oktober 1850,

dent Grundschulkbrief über die aaf “00111 Grund- stucke Dorf Groß Slaka Nr. 6, Abthei- lpng 111. Nr. 29 für den Rechisanwalt Hein- rich Kleine in Inoxvrazkaw eitmctrageueGrund- schuld von 400 «16 nebst 6% Zinsen seit dem 1. Januar 1879 und etwai]]en Verzugszinsen, eingetragen am 21. Jannar 1870,

verloren gegangen und das Aufgebot disser Ur-

kundkn Bebufs Kraftloserk1ärung beantragt worden ist,

da die Inhaber dicscr Doknmenie aufg?- fordert worden sind, ihre Rechte spätestens in dem auf den 17. Scptsmker 1880, Vor- mittags 9 Uhr, anbxraumlcn Termin gel- tend znu machen, widrigcnfaUs di: Kraft- loserqurunx] der Urkunden erfolgen werde,

da diese Vorladung durcb Anbeftung an die Geriihtstafel, scwiedurch einmaliae Einrückung in dcm am 28. Mai1880, also länger als drei Monate vor dem Termin auSJegebcncn öffentlichen Anzeiger des Amtsblaits Nr. 22 dxr Königlichen Rcaicrung zu Bromberg], mit- bm unter Beobachtung der Vorschriften des §.'2_0 des Ausführunasgeseßcs zur Dcutschen eriprozeß-Ordnung öf'fcnjlicb bekannt gemacht wordcn isi, dcmungcaÖtct fick) weder vor noch in dcm Termin Jcmand mit Ansprückzcn ge- meldet hat,

da ferner bezüglich des oben]]cdachten ersten Dokuments von der Ekcfmn des Verstorbenen Kaufmann Raphael Schlesinger, Wittwe Ma- rianna Schlesinger _als alleiniger Erbin ihres Mannes und bezfiglich des obengedacbten zwei- txn Dokuments VON dcm RcÖtSanwait Hein: r1ch_Kleine iu Juowrazlaw Moriifikations- xrklarungen abgegeben wordm find und sie ihre Befriedigung erklärt balken,

da im Uebrigen [Wen die Zulässigkeit des Aufgebotsverfabrens kein Bcdenken obwaltct (§. 20 des Ausführu11.]s.]cscv€s und „H. 110 und 111 der Grundbuchordnung),

1

vom 20. Mßrz 1871, eingetragen zufolge Verfügung vom 25. Marz 1871;

"f. der Hypothekenbrief übar die auf den Grund- stucken Maryanowo Nr. 15 und 16, Abtheilung 111. Nr. 23 a. :espeklive 20 a. und Abtheilung 111. Nr.,23 b,'respekti0e 201). für die PreußiscbeBoden- kxedrt-Akttenbank zu Berlin auf Grund der nota- riellen Schuldntkunde vom 17. Juli 1872 ein- getragenén 1000 Thlr. respektive 250 Thlr. Dar- lehn nebst 6Prozent Zinsen seit dem 17.Juli 1872, den Kosten der (Eintragung eventuell Konrentional- sirafe und Verzugszinsen, eingskragen zufolge Ver- fugung vom 17. rcfpektive 22, August 1872;

„„8- dcr vaothekenbrief Über die auf dem Grund- stuck SzWÖorze Nr. 5, Abtheilung 111. Nr. 46. für Hedrvtg Nowak, nachmals verebelickote Cinwobmer Joseph Matyßzkiewic] eingetragen?, durch Zahlung und Ogiitmigslcistung auf die Mlyna'cck'scben (Ebs- [_eute, dre damaligen Eigenthümer des Grundstücks, iibcrgkganßen, und von diesen laut notarieller Vcr- bandlung vom 7. Juni 1876 an den Kleiderbäxxdlkr MciZcr Abraham Cohn zu Jnowrazlaw cedirte und fur 1011 subingrossirte Post von 40 Tblrn. Abfin- dung_ der Hedwig Nowak für ihre Elterm- respcktive Großelternerbe Nebst 5 Prozent Zinsen seit dem Todes- iage des Wirths Woyciecb Kazinézki auf Grund des Vcrtxags vom 27. Oktober 1855. eingetragen zufolge L“e_rfu„gung vom 31. Jznuar 1860, mitübcrtragen au] die Pakzcllen Szymborz€ Nr. 51). UND 50.

Da bei uns das Aufgebct di:]er Hypothekenkoku- monie beantragt worden, [0 weiden die Inhaer dersslben hicrniit auigcfvrkcrt, spätestcns in dem anf

den 7. Marz 1881, Vormittags 12 Uhr, anberaumten Tcrmine ihre Richte bei dem unter- ziämetcn Gericht aixznmclden und die gckacbtcn Dokumente rorzulegM, widrigcnfakls dic K'raftloé- erklärung derselben erfolgen wird,

11; Ferner sind die gcgcnwärtigen Inhaber dcr tiach_]tkk)emdcn angeblichbereiis gsiilgten Prstcn thxer MUM 11110 ihrem LlnssiiibaltSOrte nacb Unbckannt:

8. der im _Grnndhuä) des Grundstücks Rvjcwo- Kaczkowerdors, jktZt Griiufircb Nr. 16 Abtheilung 111. Nr.2 für di? am 19. April 1834 geborene uxxd x'rr einigen Zabrkn wkrsiorbknc Schivester VKI Befitxch, Wilhelmine Witzke, vcxcbclickzten Krüger, eingckkagene Post von 16511711“. 20 Sgr. Valererbtbeil ncbst 5 Prozent Zinsen;

b. der im Grundback) des Grundstücks Minni??- dpx] Nr. 11 Abtheilupg 111. Nr. 6 für den Kolo- niiicn Zohgnn Pufahl eingktragene Post von 15 Thaler webif 5 Prozént Z111]Ln seit dem 23. März 1860 und dem Ansprch anf Erstattung der 111 0113110) noch iiicht festitcbcndm Pkozcßkosien auf Grund 895 rcÖtskxäfiiaen Exkcnntnisics vom 12. März 1860, cnmctraaen zufolge quUifition dcs Prozeß- 1i,bicrs 11011117.J11111860 und stfügung vom 29. Scptembcr 1860.

Die Erben und RccbiSnaÖf-olgcr der vorgennnten Gläubiaer rcspsktive die ge.]enwärjigen Inhaber dieser Postcn werdcn aufgefordert, sick) mit ihren Ansprüchen 'päisstcns in dem an biefigcr Gerichts- steUe auf

den 7. März 1881, Vormittags 12 Uhr, anberaumtcn Termine zu melden, widrigcnfaUs dic Ausblcibcndcn mit_ibr9n Ansprüchen auf diese Posten wcrden aus,]esxDloswn und die gcdacbtcn Posten im Grunkbich werdcn ,]clösckxt Werden.

InoWrazlaw, den 30. Oktober 1880.

Könikblikch Amtsgerikht 7.