1880 / 269 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 15 Nov 1880 18:00:01 GMT) scan diff

unbr besäße, um 'kcmväckkF nacb Vollendeier Erneuerung wieder anzu- wachien. Bci den Elaatskabnen, welche keinen solche:!_Fonds ve- ßßcn, wirkt auf die (Inanspruchnahme der in dem Etat fur Exneuc- tungen angkikßten Fonds ein. ob die Vorausseßungen dcr Veran- schlagxng zuitrffm, nämlich, ob wirklich die angrnbmmerm Zahl der Ach§kilomciec 21111) der Nußkilomeier zurückgelegtwtrd'. zweitem“: 05 der Voranstbkag in Bezug auf die Preise der Materialtrn und die Arbeitblöbne zutrifft. Ji't diesrs nicht der Fall, wie dies in den letzten Jahren, insbesondere bei den Preise:; des Materials, welche gcringcr waren, so werden Sie die nöthtge Erneuerung eben rnit geringrrén Außgaben leisten können. Nuxr, meine Herren, werden Sie 10111 nicht verlangen, daß man eme noch brauchbare Schiene We.“.nwrfcn soi], lediglich weil in dem (81.11 sieht, es sollen so und so visl SÉisncn erneucrt werden und daß ein Wagen ausgesieüt werden soll, weil im Etat strbt, es foi] so und so wir! zur Erneuerung ver- Wendct wcrden. Würden Sie, wenn es fick) um Ersatz handelt, die 8108 Summe verweyden, die auf dem Etat steht, auch ohne das: krr Ersatz Bedürfnis; ist, so würde das 'nicht 6111 Criaß, sondern cine Vcrmebruna sein, eine Verbesieruna, eme Melioration. Nun ewianete es sich ja natürlicb, daß die Jnanspruranbme der Staatskaiie _ des Beiriebsfonrs _ für die Erneuerung cine wach- seinde ist. Sie sehen (1118 dem Etat _ und das MM 161) dem Hrn. Abg. Richier brmerkeu, daß eine ron ibm vrrm:s;te„Zusammen- strUUng der Differenz fick: bkfmdet_er bat es vieiieichtubrrseben _ auf 181 (“Zcbluisseite der Ucberfickt, wrlcbe fich über dre Criieuerurigen auIiprcht, auf Seite 214 _, daß 3. B. eine Differenz sick) ergiebt in Bezug auf die Erneuerung der Vabnanlagen. _ Da sehen SiS, daß wir über den Verschleiß hinaus mehr in Anspruch nrbmen 4 Miiiionen, Weskalb? Weil wir bei dem Oberbau m d18Er- neuernnxkperiode getreten find. Es wird eine 8811 grben, Wo wir da wieder we-xiger gebrauchen mcrdcn, zumal, weil wir STqblschterirn legen und Vermöge des eisernen Oberbaues erbeblicbe Yer- besirrunrrn und mit länger?): Dauer herbeiführen. BetderrBe1r1ch- mitteln findet 1111) cin MiUderbetrag 81:11 12234 000 «58, Weil wrr dicse .IN-1111181110111 nicht zu erneuern baben, Ick triuß daranner- innern, daß in den Jahren 1873 bis 1876 die Emnabmescbuffr, die 1111111818 vorhanden Waren, schr stark in Anspruch [1288111111811 1111111181111» für die Verstärkung des Fuhrparks. Wenn Ste die Summen zusammrnaddiren, so finden Sie, das; in chen Jahren 811111 25 Piiiiionen Verwendet worden sind zur Erneuerung der Be- trirbsmiitel, wie es damals hirß, dem Effekt nach aber wxsrntlich zur Verstärkung des Fuhrparks. Die Folge daron ist, daß wir 11ach_den 1echnischcr1 Mittheilungen, die mir vorliegen, gegenwartig nocb'uber drnjrnigcn Betrag, den wir aus Naufonds brsthafft haben, 1311111118 bei drn (111.11Stac118babnen eincn Bestand von gigen 150 Lokomoiircn Und mehr als 1000 Wagen baben. Die Prozedur datmxlö hat zur Folge achabt, daß für diese Lokomotiven bei dem abnehmenden VSX“ kehr kcine Verwendung und man genöibigt War, LOkOtnOTibsÖuppen zu baucn, um die übrrfiüssigen Lokomoiioen einzustellen. Die vor- lxanchrn Wagen 11.111211 natürlich von der Abnnßimg auch Weniger zu leidrn, weil man eine soicbr 91121198 von ncucn Wasen hinzugebraäxt hatte. ES ist also der Vorwurf, das; wir zu Wenig erneuert hätten, nacb alien Richtungen unbrgriindrt. Wir ersktzen genau, was auktangirt Werden muß, jrir ersexen es zur rechten Zeit, und ich gebe Ihnen die Ver- fichrruns], ich würde mich kkinen Augeublick aenircn, den Etat zu iiberichrriicn, sobald die JioibWer-dizkeit sick) beran-Ifteiiir, mit Er- neocrungcn stärksr vorzngsben, als im V ranscblaa angenommen rvar. Ick gäbe ferner die Versicherung, das; ichi aucb nicbt um den ;preis, das Desizit aus dem prertßiscben Etat für ewige Zeiten ver- chwinden zU lasicn, in den Erneuerungen eine pfticbiwidrige Erspar- niß eintreten [affen würde.

Dann hat man daran cknüpit die mir traurige nnd Wmcry liche Armelegenbrit der Eiscnbabnunfäür. Man bat fie zum Tbril, rrenn auch nicht direkt, zurückgeführt auf die Vcritaatlicbunß. Meine Herren! Wenn Sie mal das Vrrzeichniß der Unfäile durchsehen, _ es sind ja einige von sehr traurigen Folgen begleitet gewesen, Welche Niemawd Tiefer beklagrn kann als ich _ dann werden Sié findem, das; das Bcr'räitniß zwischen den Staats- und Privatba!311r11,icb will die vcrstaajlicbten Bahnen als Staatsbahnen bezeichnen, ziemlich gleirbmäßig ist. Sie werden mir aber aucb zugestehen müffrn, daß der Sfrwt, dcr jeyt unter seix1en Bahnen die bei Weitem verkehrs- reicbstett hat, vxrbältßifzmäßig günstiger roegkommt. Worin liegt das? Nicht in dcm Prrfonal, nicht in dem Muterial, _nicbt in den Vor- schriftenz es isi ja daffxlbe Personal, es ist dasielbe Yixierial, es sind di1'1elben Vorschriften, die wir überkommen haben. Es liegt vicimcHr in fast allen Fällen _ ich habe mir eine Narvacisung dariiber vorlegen lassen, _ an ganz akuten Ursacbkn, in der Ver- letzung positiver Vorschriften, Vorschriften, die deutlich [Md leicht zu beiolgen smd. In dem einen Fakir 171 ein Signal richt b2acktct, in dem andern ein SiJUÜi nicht ge eben, im dritten Falle hat man trotz des bereits gegebenen Einfahrtsiignals, mit einer Lokomotive noch ein Rangirmanöver auIzaführen versinkt, das ist mißgliickt, man ist zusammengefabren; im vicrten Falle ist die Weiche nicbt rich1ig [xe- fteiit und ähnliche Dinge. Das find nach drm vorliegenden Nxckzweise die Hauptursachen. Ich kann auch nicht an- erkennen , daß das Pirsonal zu sebr angestrengt wäre; ww haben sehr positive Vorschriften aus dem Jahre 1875, die er- lassen smd, als ich noch an der Spiize des Reicbs-Eiscnbabnamteß stand, und die dagcgen srbüch sollen, daß das Personal nicht Über (Gebühr angestrengt wird. Ich kann nur den Wunsch [)Cth, das;, wenn cine vorschriftswidrige Ueberanstrenaung dcs Prrsonals eintreten sollte, fie zu mriner Kenntnis; gebrarbtwird, '.cb würde Rcmedur schaffen.

Dann, mrine Herren, ist in Bezug auf die Unfälic so gesprocbrn, als ob in] Vergleicy zn anderen Ländern uns drr Vorwurf zu maiben sei, daß s1edbri uns häufiger vorkommen. Mit Unrecht. Vielleicht werdrn Ste eine V1ii!tbeilunx1, die, wie ich Vermuthe, (11113 dem Neiciys-Ei]enbabnamt hervorgeht und sick) grsiern im „Staats- Anzriger“ beßndct, gelrsen bach, die einen Vergleich an- sielit m' Bezug auf die Unfälle bei uns und in Eng- 1and. Wir könucn uns danach das Zeugnis; grbcn, daß bei uns der Unialie Weniger sind. Allerdings ist es _ virlieicbt darf ich das zusr_Beruhis]ung des Landes anführen _ unwerkrnnbar, daß in [[€- 18111211 Perioden Unfälle häufiger vorkommen. Ick) schiebe das auf die zum Tbril nicht genügende Vorbereitung der Fahrpläne. Wir haben bckunnjlickz im Hrrbst und Frühjahr die großen Verändrrungrn der Fahrpläne. Diese Veränderungen find, da wir ja nicht auf einer Insel leben, nur in Scene zu setzen durch Vkreinbarung und Be- nehrnxn 11111 fast sämmtlichen europäischen Eiferrbabnvrrwaitungen; 11) 1111111111113 diesclbrn auch in *.*-[11:1riff aenommcn werden, so wird doch iebr häufig bis in die leizte Zeit binein geändert, 1100 mas; ge- andrr*1„11*rrden, sei es, weil die Anschlüsse noch nicht paffen, sci es, weil 181€ Posivcrwaltung eine Aenderung verlangt, sei es, weil den WUnWen 711133111212 Ortschaften noch Rechnung zu tragrn ift. (Genus, Sie werden es mit mir brklagen, daß die “Aenderrwgcn drr Haupjfghrvläne der Regel 111111) erst spät veröffent- licht Werren. CBcriso Wie sie zu spät in die Hände drs PublikUms 1181111111211, ebcnso 981111111811 fie aucb Nicht rechtzeitic] genug in die Hand? der Bcamie11.- _ Cm Fahrplan, der erheblich Aeudernngen Yuf-wetsi, 881118 früthtig in den-Händrn der Beamten sein; sie folien tbte Jnsirwkiionen (1811311 kennen und wisi-cn, Welche Verändernngcu

éiKtkc'ten in 1511111501881? und in MW ihren Handreichungen. Werm 188 grsckxirbk _ und die Einleitung ist getroffen, um zu bewirken, Daß 81“; qeicbiebk, _ damr werden auch für die Zukunft diese Unfälie, wie 1111 Hoffe, seltener Werden.

Jeb 0882 weiter Einleitung getroffen, um Wciiere VorsichtSmasz- regeln, welcbe dexr Brtrieß 1111111 Möglichkeit 11010 mrbr fichern, geeignet fmd, z1erJ-111'chfuk)rung zu bringen. Wir smd ja sehr viel angewiesrn auf" die ciutm Dienstleifiungen der Beamten, a11f menschlirbe Krafte; Jrrthum kommt (11:11) beim besten Wilien vor und X 1112 darauf ankommen, daß, soweit dis technische „5111511132113 reicht, man fich bemüht, die ZBrtriebseinrickaUJM UU“ abhangigcr,zu machen von menscßiicben Jrribümern und Versrben, Ob man nich't vielleicht in anderer Beziehung urch etwas ieöstcn

kann, ob man nicht für das untere Personal, wie es mit beinahe scheint, die Instruktionen, die Vorschriften in etwas popularerer und kürzerer Sprache geben kann, ist auch zu erwägen, , .

Ich gehe nun über zu dem finanziellen Ergebmß der Eisenbahn- verwaltung. wie es sich darsteiit für das Vorjahr, und wre es sicb darstellen würde nach den vorliegenden Etats, wenn nur dre firmu- zielieu Garantien bereits eingeführt hätten, die nach den Beschluffrn diescs hoben Hauses, denen die Regierung j'a betgestrmmt hat, in Kraft treten soUen. Dann gestaltet sicb die Sache so, daß der Ueberschß des Vorjahres, wie ich mir schon erlaubt babe 111113111811- len, über den Etat _ denn gegen das Jahr 1878/79 war er uoer 5 Mill. Mark _, swb keläuft auf ca. 267 0001/18 für die alten Bahnen resp. ] 778 000 818 für die Eisenbahnverwalfnng und a_uf ca. 4 800 000 „48 fiir die veritaailicbten Bahnen _ ich wiederhole,daßd1e rbeiniiche_Babn in 12113118 (Ergebnis; nicht begriffen ist. Dabei find abgerechnet sammt- liche Brtricbskostcn, die Rücklagen in die Reserve- und (CrneueruriaLJ- fonds, die Amoriisaiion, die Prioritäten, so daß die Summe, die ingcsammt als Reinüberscbusz für die Staatskasse sick “ergiebt, *sich bclänfi auf über 61Mikiionen Mark. Wenn man die rkyct ische Babu mit 2548 000 «14 zurechnet, dagegen den Aqualban Supér- dividrnde 111113 Eisenbahnabgaben abrechnet, so ergiebt sich eine Summe Von 8 260 000 «“ Daneben haben, wie ich mir zu bemerken gestgttete, dir Reserven ein? dementsprechende (Erhöhung erfahren, so da[; die- selben acgrn 92 Millionen Yiark betragen.

Für das Jahr 1880/81 ist im Etat angenommen, daß der R1i11ijberschUß fick) belaufen wird auf 4690 000 «18, immer 111111) Abzug der sämmtlichen Zinsen ' _und Renten. Jab alaube aber 111111) den bisherigen Ergrbntßen _ ich babe die Ehre gehabt, Ihnen mitzutbeilen, Welche _ Mehreinnahmen bis jrtzt stattgefunden haben _ das; der wirkliche Ertrcza' ein nicht unerheblich arößrrer sein, viclieicbt sick) auf mehrrre Miüionen 111111111611 wird. Fiir 1881/82 ist im Etat drr Ueberscbuß aus 89 722 0001/81 angesetzt 111111) Abzrtg der Renten, auf die Aktien, dir Zinsen 1111d Amortisation für Prioriiäten. WoUcn Sie nun dis Zinsen dss Baukaritais, wie es rmcb Jbren Resolutionen mit 1396000000 „78 angenommrn Wrrdcn soli, einschließlich der Weiterzutretenden Surxrmen für Konvertirungrn und Banfonds berechnen, auckg die „beschloßencn 2200 000 „18 aiigcmeinen Staatsfonds zuweisen, 11) bletben für den Rése'eronds noch 7622000 „78 Ich meine, daß da? ein gutes Er- ge 111 1 .

Nun bitte ich Sie, sich aanseben, wie wir der Staatsschuld gegenüber stehen? Auf Seite 20 Anl. 12 der Beilagen drs Etats wird nach11rwiesem daf; nothwendig wären 78 345 859 ckck zur Ver- zinsung dk!" Gesammt-StaUtssÖuld von 1995312 989 „js, darunter 53 132 931 „18 Zinsen für 1381663453 „48 Eisrnbabnscbuld. Sie werden also (1118111 (1118 den Eisenbahnen 11188181- [11011181 einen Be- trag von 11 Miiiionrn Über den Betrag babkn, Welcbsr zur Ver- zinsung der sämmtlichen Staatsschulden erforderlich ist.

deiick) isi bsmängelt wordrn, daß wir nicht eine Rentabilitäts- rech111111g brigeqeben bäifrn. Das ist rirbtig, indessen die kann drn er1211 1111181158110) Vorgelegt Werden, und ich glaube auch da anrn die Vrruhigung geben zu können, daß Sie noch immer eine Verzin- sima rinrs Gesammtkapitals von etwa 3400 9111111011811 von mehr (118 41% haben Werden, nach Abrechrrung aller Aussaben, (111111 für Pm- swnen [Md Berechnung von Bauzinsén. Indessen, meine Heren, ick) babr wiederholt grsagt, nach meiner Aufiasimtg ist die Rente nicht enikckzridend; ick wil1 lieber ein wohlhabendes Land und zufrieden: 2521118121111“, (118 eine gut rentirende Staatxbabn baben; wenn silb beides 11€k€111_i_gki1 iäßi, das will ich dem Abg. Rickter zugeben, ist es ja um so bemer.

Meine Hcrreni Es wird in der vorzrtlegrndsn Denkschrift Jbrren nachgewiesen Werden, rrelcbe Erfolge bis jetzt bei der Versiaailiibung der Eisrnbabnen, die ick) nur als ein Glück für das LäUd anscben kann, erreicht Worden sind uad welcbe nochcrreicht 11818111 1011111. Wir haben erst 6_8 Monaie Verwaltet und ist es natürlich 1111111 möglich gewesen, _ wenn auc]; der Wunsch vrrscbiedrn zum Ausdruck gckommen ist, _ in dieser kurzen Zeit dieses koloffale Feld 11) zu bearbriten und einzuricbfen, wie das (11:69 unser Wunsch ist. Bedenken Sie, Welche schwierigen Verhältnisse zu bewältigen waren bei den neuen, wie bei den alten Babtiitistemcn. Wir haben ja 6 große Vahnsystema dazu bckommen mit den verschiederxitcn Ein- richt1111gkt1 fiir Prrsonal, wie für den Dienst. Verhältnisie, denen wir, 11121111 wir sie vielfach auch an und für fick nicht für sebr be- 1echtigt 11111118, doch immerhin Rücksickrk schenken maßten. Wir haben Hiriderniffc, die eine mehr als 30jäbrige Entwickelung unseres Eisenbahnwesens, insbesondere auf den einzelnen Berührungspunkien der 2581111211 mit fich geführt hat, nach und wach durch andere Cinrickztungkn zu erseßen. Ich bitte Sie auch zu beriickfiÖtigrn, welcbe Neeinrickytungen das Tarifivcsen erfordert, die Wagen- 101111811, der Dienst und die Einrichtung drr Stationen und (11118 des1en, was dazu grbört. Ick farm Ihnen sagen, wir haben nach einrm arbrits'voiicn Sommer einen großenSrbritt vorwärts aemacbt, und Sie 111218811 111113 “Orr Demkscrrift sicb überzeugen, da?; wir in Bezug aufden Bau wic- (111f drn Brtrieb große Ersparnisse ermöglirbt haben und 111111) ermöglichen 1111111811, und daß in Bezug auf die Verkehrsvcr- baliniffe nach 118d nacb die Dinge fick) io einricbtcri [asien werdsn, wir dies den berechtigten Wünschen der Bevölkerung entsprickyt. Ick saxr, den brrrcbiiztrn Wünschen, denn es 11erden auch sebr vicie Wünirbe 111111, Die auf dieses Prädikat keinen Anspruch machen kön- 11611. (58 ist bei eiuer solchen koloffaien Maßregel, wie wir fie seit dem „1. Frbruar resp. ]. April eriebt Haben, nicht möglich, rnit einem Male wie mit einer Couliffenverschiebung aÜe Dinge, dir im Wege smd, zn beseitigen. Und das habe ich auch slbon früher gesagt. (Es ist «ck, rras die Beamten angeht, nicht möglich gc- wesrn, derrn so verschieden geartete Verhältnisse liberal] zu ordnen und 1,111an zugleich die nöibige Rücksicht zu nrbmen. Das kann ich aUcrdxngs sagen, daß auch jeizt noch die Zahl drr Beamten bier 11:18 da 81118 zu grrßefist. Ick habe den lebhaften Wunsck), den Beamten, die 11111 haben, mcbt zu nahe zu treten, sie zu bebaltex-i, und hoff.) das; aircbdurck) dir Nenbautcn, die: wir in Gang gcsclzt haben, eine MH,“.- ltchkrit sicb findet, eine AuSgieicbung eintreten zu lassen. Ich hoffe ferner, (11,111) den unteren Beamten, Welche bei den früheren Privat- bahnen vtrljach schlechier besoldet waren, als diejenigen der Staats- bahnen, d1116nmcn Vortheile zuwenden zu können, jveiche Die Beam- tenßdkx aiten Stagisbabnen genießen. Wir haben 11011) etwas zu beruckirrbjtgcn: wrr smd noch belastet mit AuGgaben für Verwal- 1u1:[]srgtk)e und für alte Beamte mit höheren Gehältern, die wir mit der Zert [08 Werden; ich will Ihnen die Summe nennen, fie beträgt nahezu eine Miiiion Mark.

Es rst b'rmängelt worden _ ich muß das aULdrücklicb erwäbuen, um keine Mißdeutung im Lande aufkommeri zu lassen _ das; wir die untsren Bcamteri aui Kündigung anstelien. Allein diese Beamten haben im mer auf Kkrndigung Anstellung gehabt und bis zum Jahre 1872, wo man eiatsmaßige Beamte mit StaatspcnsionsbcreÖtiJung ausstattete, waren fie mit Penswnsberechtigung gegen eine besondere Prnßonßkaffe aussrstaitet. Die neue Einricbtana findet auf die be- reits _angestelitcn Beamten keine AnWendung, fie bleiben in ihren Vcrbaitniffrn, fiir die neu anzunebmrnden Beamten werden wir aber sorgen nach den früher auch in der Provinz Hannover gemachten (Er- fahrmzaen und_ mit bereits bewährten Einrichtungen, welche uns 1111- 1nxutltch auch1n die Lage bringen, den Beamten Ortßzulaqen zu (",-,e- Wahren, wo dies die Verhältnisse bedingen. Fiir die Pension, Witt- Mngcldcr u. s. w. Wird gesorgt durch eine Pensionskasse, zu Welcher der Staat erbebltkbe Zuschüsse aiebt. Es iii also einfach die er- fteUung dcs Verhältnisses auge'raimt, Welches bis zum Jahre 1872 bestanden hat u"nd womit die Beamten sehr zufrieden gewesen sind. Das; die Anspruchr weiter geben, das; alle Wünsche sich nicht befrie- digrn lasen, liegt auf drr Hand, meine Herren. Wo haben wir in 211171: grc-ßen Verrvaltung leider nicht solche Erscheinungen? Darauf 1111111111 wir gefaßt sein, und es ist bekannt, daß vielfach mit der Verbesscryng der Finanzlage eines Beamten keineswegs immer die quonomte Hand in Hand geht, sondern das; die Ansprüche immer writrr arthrdebnt werden und das; auf diese Weise die Menschen ntemals ztlfriedk'tl grstcllt werdcrr. Derartigen Bsstrebungcn müffcn wir entgegentreten.

Meine _Herren! Wir baben im Laufe des vorigen Sommers 5000 11 Eisenbahnen staatlich neu übernommen, wir haben die Behörden dafür eingeseßi, wir haben diese neuen Einrichtungen mit unseren alten Einrichtungen in Einklang zu bringen gesucht; wir haben außerdem die Rcorganisation der Verwaltung der Staats- babnen durchgeführt mit ihren aesgmmten Behörden; wir haben 2901] Eisenbahnen eröffnet. 630 111 Eikenbabnen neu in Angriff genommen, für 820 111 haben wir die Vorarbeiten anfertigen lassen; wir Werden die Ehre haben, das bobs Haus dieserhalb demnächst mit Vorlagen zu brscbäitiaen. Dann haben wir (Einrichtungen getroffen, die Tarife obne Narbtbeil für die Staatskasse vorfichtig zu vereinfachen und zu regeln. die Jnstradirungen neu zu ordnen, zahlreich: organisckße Ein- richtuygen getroffen, die Betriebsmiitelausnuxzung reformirt, den (Gescbaitsgang, das Abrechnungswcsen neu organisirt u. s. w., ich ka'nn sagen, meme Herren, eir1e solche Arbeit _ das soll kein Lob sem für die Verwaltung oder für mich, die Sache, sprickot für s1ch selbst _ ist noch niemals, in keinem Lande ähnlich geleistet worden.

Dix Usberzeugung befreit mich, daß mit der Maßregel, welche den Verfall der großen Majorität der Lankeévrriretung gefunden hat, daß mit der Berstaatlichnna der Privatbahnen, wie wir sie vorgenommen haben, ein Weg beschritten ist, der rirbtig und nach ailen Seiten beilbrinaend wirkcn wird, und ich bin sicher, das; die,. wenn noch nicht die Mitn'eli, so doch die Nachwelt so gerecht sein wird, anzuerkennen, das; jene Maßregel ein Segen für das Land ge- Wesen ist, ich hoffe das sogar von dem Hrn. Abg. Richter.

Hrerauf vertggto src!) das Haus um 4 Uhr anf Montag 111/2 Uhr nach emer RUHE per1önlicher Bemerkunasn der Abgg. von, Wrdell:Malchow, Frhr. von Zedliß Und Neukirch,_ Berger, 9118811 und von HéydenCadow. Leßtersr bedauerte, da[; man semi? Aeußrrung Über den Aktienschwindcl nach dem Wortlaute semer Rede anf den früheren Finanz-Ministcr Cßniphausen bczichrn kiinm', er hätte dabei etwas vorjicytiger sem sollcn; er erkläre ,abrr ausdrücklick), es 1111118 ihm fern gclegen, den früheren F1nanz=Minist€r persönlich anzugreifen, rr: habe _nur znrückweisen 111011811, daß man die damalige Fmanzpsrwde als spezrftfck) konservativ bezeichne.

911.46 des Centralblatts für das DeutscbeReicb beraUSgegebeU im ReichSamt dcs Innern , bat folscnden LanalT: Aiigetneine Verivaltangssarben: Ausweisung von Aus- landern aus dem Rcistgebiete. _ Münz- und Bankwesen: Ueber- sickt über die Ausprä ung von Reichsmünzen bis Ende Oktober 1880; _ Status der deutschen Notenbanken (Ende Oktober 1880; _ Statistik drr deutschen Banknoten Eure Okiober 1880. _ Ji- nanzwesen: Nachweisung der Einnabme an Weckyselstemprlsteuer in den 3111811811611 April bis Oktober 1880. _ Zoll- und Steuerwesrn: Befugnis; einer Siciterstéiie. _ Eisenbahnlvescn: Eröffnumg einer Bahnstrecke; _ deSgl. einer Haltestelle.

_Nr.33 des DeutschenHandels-Aréhivs, Wocherisch1ift für Handel und GeWerbe, brmuSgeaeben irn Reichßamt des Innern, enthält: Geseizarbung: Schweiz: VoUziebunasverordnung zum Bun- desgesrß, betreffend den Schutz der Fabrik- Und Handelömari'en, _ Belgien und San Salvador: Kündigung dcs Freundicbaftö- und HandelSverirages zwischen beiden Staaten. _ Berichte: Deutfrbes Reich: Siegen. ErberiFd. _ Gcoßbrianien: Handelsberirbt aus Akyab für 1879. _ Véreinigt: Staaten von Amerika: Urbersicbi dcr deklarirten Ausfuhr nach den Vereinigten Staaken aus dem Bezirk drs (General-Konsnlais zu Berlin für das mit dem 30. Sep- ieryber 1880 bccndeie Jahr. _ Handelsbericht auI Savatmab fiir 1819. _ Rußlanxt Briträge zur Kenntnis; drr Industrie Rußlands, i118besondcre de? YioZkaucr Fabrikbezirks (Fortsex Aysfubr spani1cher Weine nacb Frankreich und England in dcn eritcn 8 Monaten der Jahre 1878, 18791111d 1880. _ Handels- bericht (11113 Cadiz für 1879. _ (Cbixia: Sia1iftisch8 Aufsteliungrn üb_er den Handel der dem Verkehr mit dem Auslande aeöffUeTen Fachtxzixi Jahre 1879. _ Japan: Handelkbrricbt aus Yokohama 111 1 .

_ 5111,42 des Justiz-Ministerial-Blatts hat folgenden Inhalt: AUJemcine Verfügung vom 9. 9101321111121 1880, betreffrUd den Erlaß ciner Dolmriscberbrdnuag.

Kunst, Wiffrnsohrxft und Lixératuax.

Reise eines deutschen Landwiribs durch dic- Ver- einiqten Staatexi von Nordamerika. Von Friedrich Oetkcn. Zweite AufiMr. Oldenburg. Schulzc'sche Hofburb- bandlung Und Hof-Vuchdruckerei (C. Berndt u. A.Schwari„1,) Preis 2 „M _ Von der rorlieacndcn, objsktiv gehaltenen Schrift eines Fachmanns ist die erste Auflage in verbäl1nißmäßig kurzer Zeit ver- Yriffcn, worden, ein Arzrichn, daf; dcrsclben das Interesse unserer

andrwrtbe nicbt gefehlt [).11. Der Vcrfasier hat bei seinen Ver- alrichen hauptsächlich die norddcatscben Banrrnböfc im Auge, und die Besitzerwder Bewirtbscbafter folcbcr werden an dcr Hamd dcs obne Besckömguna nacb irgend welrbkr Seite grsckyricbenrn Werkchens ihre Ansichten über die amrrikanische Landwirtbscbait vielfach zu berich- tigen (Hslegcnbeii finden.

Von demselben Verfasser erschien in dcr nämlichrn Verlagsbandlung : Ueber die Schulen in den Vereinigten Staaten 13011. Nordamerika (Preis (20 Pi) '- Der Verfasser bar, wie schon a11geds11tet, wahrend eines längeren Aufrniiéalts in Nordamerika und zwar zum Theil durch eigene Praktische Ausübung des Lcdrerbernfs daselbst hinreichende Gärgrnheif gefunden, fich über den behandelten Gegr'nstand zu informiren. Seine Angaben beziehen sich ailcrdings vorwrcgend auf die auf zicmiicb gleicher Stufe stehenden Schulen in Iowa und Kalifornirn, indessen glaubt er, daß dirielbcn auch fiir die große Mehrzahl dcr anderm Staaten (Heliunq' beanspruchen dürferi. Nur der größere Thcil drr südlichen, sowie einige wenige der übrigen Staatcn würden durcb ibrcn nichr oder wenisxer niedrigen Stand- punkt im Unterrichtswcsrn aus dem Auge zu [affen sein. Die Paraliclen zu unserem Schulwesen, welcbe bier naéiirlicb nicbt zu umgehen waren, find mit der glrichen, auch der oben angezeigten Schrift cinenen Sachlichkeit gezogen, so daß der L?scr einen klaren voerlrttbeilslosen Einblick in die amerikanischen Schuiverbälfniffe er ,a .

_ Un sere M usikklassiker. Sechs biographische Lebensbilder von (Elise Polko. Mit 0 Prrtraits. Leipzig. Verlag von Schmidt und Güntbrr, Preis 2 ck18 _ Srblicbie Lebensbildrr nur bildendranhalt dirsis Burbs, aber w-arme Begeisterung hat bei ihrer Zeichnung die Feder geführt. Sie sind nach dcr Akfickzt drr Vrrsasscrinfürjcnen Laien- kreis brsiimmi, der fick) mehr fiir die Urheber 1111111181isch1r SOöpfungen, für den eigentlichen Lexcné-tr-eg 1111srrer großen Mcisicr, cines Händel, Bach, Gluck, Haydn, Mozart, Bertboycn interessirt, (1113 für die kritische Analyse ihrer Werke; fiir den Mustker von Fach, den Künstler bon Berns und den Kunstfors-Her fehlt es ja in dr: That _nicht an aukfkiioriicberrn Biographicn, Korntnsntaren 2c. Die Bcrfaiseriu wollte (_JLJLUÜÖU der 181118111 *.*inffaffmq'i, welcbe 11811) 111111191 in der Bciri'äiiiamm mit der 1111118! nur eine angenehme Spielerei sieht, in dic1e11 L:ber.sbilder11 zeircn, kak; 111.111 die T).)iusii'cr genau ebenso wie alle audcrcn redlich Srbaffrnden [“ci ier Arbrit aufzusuchen babe. Und zwar nirbt 1111113 1111111: großen Musiker ge- arßritet, sondern wie fie gearbeitet, 1716 wird hier in fcffsindcr Weise xrzablt und damit drr Vcivcis «cliefcrt, das; 1111111211. Paroledcs Genies tmxner das eine beberziacnéiverthe Wöricbcn „Fleisz' scin muß. Das kleine Buch dürfte sich demnach als Lehrstoff für dke Jugend und insbesondere natürlich für angehende Mitsiirr vortrefflich eignen. Dustclbc rst mit den Bild::isien der 6 V.!ieisier geschmückt und auch sonst elegant angesiattet.

1111111). _ Spanien :

3,78)- *

zum Deutschen Reich-s-Anzciger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

13131011,Montag,)ew15. _quember

269.

k-

Zweite Beilage

81 _ 88 Inserafe für den Deuksckzen Retcbk- und Königl. Preuß. Siaats-Anzriger und das Cenkral-Handels- register nimmi 1111: di: Königliäje Expedition 1-

du: Deutsrhm Mich8-Inzeiger11 und königliüx Preuöißheu StaatN-aneigerx: Berlin, 8- "'- Wilhelm-Sßraße Nr. 82. k _

8180111111818 11110. 1.11118-“8118111111Z8-88011811. 2. 885888188108811, 111111'J811018, 170118111111g811 11. (181g1.

. 78110081111J, 8110111881101], Z1118881111111g W 11. 8. "w, 7011 511'811111181188 1388181811,

6.

3. 178111111118,787:;7:11*111811g811,888111188108811obo. 7. [1188181188118 3118818011. 8. 9.

Euöhsfkationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[28087] Oeffentliche Zustellung.

Nr. 35715. Die Firma L. Braun zu Mannheim klagt gegen die Krämer Marlin Hexion Eheleute zu Mannheim. z. Zt. an unbekannten Orten, aus verschiedenen Waarenkäufen mit dem Anfrage auf Verurtbeilung der Beklagten, unter sammtverbind- licher Hafibarkeit, zur Zahlung von 234 „18 76 „_5 nebst 5% Zinsen von heute an, auch das_eraehende Urtheik fiir vorläufig voiiftreckbar zu erklaren, und ladet die Beklagten zur mündlicher) Verbandlrmg des Rechtsstreits vor das Großherzogliche Amtherrcht zu Mannheim auf

Dienstag, den 4. Januar 1881, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Aussug der Klage bekannt gemacht.

Mannheim, den 9. November 1880.

Stoll, Gerichtsscbreiber des Großherzoglichen Athgericbts.

[28141] Ocffentlrche Zustcliung.

Der Kgl. Rechtsanwalt Rothlauf dabier bat Namens des Privatiers Franz Bieger von Preßfeld unterm 30. vor. 111-388, 5. lfd. Mis. gegen

1) die minderjährige Bauersiocbter Margaretha Fuchs von Cschlipp, vertreten darch ihren Vorrxund , den Bauern Konrad Fuchs von a,

2) die Bauersebeleute Johann und Elisabetha Fuchs vrn Esckxlipp, " beim Kgl. Landgerichte wegen VcriragßerfnUung Klage eingereicht und in derselben branjragt, es

one erkannt werden:

1) der unterm 9. Juli lfd. Js. zwischen den Be- klagien abgeschloffrue Uebergabsvectrag wird aufgehoben, ,

2) die Mitbeklagte Maraaretba Fucbs hat dre ihr durch fraglichen Uebergabßvertrag über- gebenen Grundstücke als noch zu dem Ver- mögen des Beklagten Johann Fuchs gehörig zurückzu ewähren, ,

3) die Bek agten haben sämmkltébe Streitskosien solidariséb zu tragen. '

Da der gegenwärtige Aufentbait der Mitbeklagten BauerSebeleute Johann und Elrsabetba Fuchs aus Eschlipp, z. Zt. unbekannt ist, wurde auf klageriscben Antrag gemaß F. 186 und 187 der E. P. O. die öffentliche Zustellung der Klage an dieselben durch Beschluß der 1. Civilkammer des Kgl. Landgerichts dabier bewiüigt und von _dem Vorsitzenden dieser Kammer Verhandlungsiermm auf

Manta , den 21. Februar 1881, ormittags 9 Uhr, _ bestimmi. was hiermit zum Zwecke der offentlichen Zustellung bekannt gemacht Wird.

Bamberg, den 5. November 1880.

Der Kgl. Ober-Gericthschrciber: Schwemmer.

[28131] Oeffentliche31istcllung.

Der Zimmermann W. Ehlersßn Kiel, bertreten durch den Rechtsanwalt ])r. Brinkmann bterselbst, Kläger, klagt gegen den unbekannt abwesenden Musikus und Cigarrcnbändlrr H. Thomsen, früher in Kiel, Beklagten, wegen seines Anspruchs aus der Obligations- und Bär schaftsacte vom 10. Novem- ber 1879 und der Ces ton811rkunde der Spar- und Leibkaffe zu Kiel Vom 21. Oktober 1880 mit dem Anfrage: , , ,

1) den Beklagten kostenpflichtig schuldig zu er_- kennen 225 „48 nebst 5 0/0 p. 8. Zinsen seit dem 6. November 1879 zu zahlen

2) das Urtbeil für vorläufig vollstreckbar zu erklären,

und ladet den Beklagten zur mundlichen Ver- handlung des Rechtsstreits vor das Kömglicbe Amis- gericht, Abtheilung 17., zu Kiel auf

den 28. Dezember 1880. Vormittags 10 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird die- ser Außzug der Klage bekannt aemacht.

Kiel, den 11. November 1880.

Hintze, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[28134] Oeffentliche Zustellung.

Nr. 24140. Der Wirth Konrad Widmer von Albbruck klagt gegen Johann Baumgartner von Royingen, z. Z. an unbekannten Orten abwesend, aus Salzkanf vom 3. August 1880 mit dem An- trage auf Verurtbeilung des Beklagten zur Zah- lung von 29 .“ 50 H und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großherzogliche Amtsgericht zu Waldshut auf

Mittwoch, den 22. Dezember 1880, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwecke der öffenilichen Zustellung wird die- ser Außzua der Klage bekannt gemacht.

Waldshut, den 3. November 1880. Der Gerichtsscbreiber des Großherzogl. Amtsgerichts:

Tröndle.

[28136] Oeffentliche Zustellung.

Der Besißer Friedrich Gaidies zu Gr. Aulowoenen klagt gegen den Reinhold Rick _ Aufenthalt unbe- kannt _ wegen Löschungsbewiliigung, mit dem An-

Gr. Aulowoenen Nr. 3 Abtheilung 111. Nr. 1 für Reinhold Rick eingetragene Fordermm von 13 Thlr. 1 Sgr. 6 Pf. nebst 5% Zinsen und Herausgabe des über diese Post gefertigten Dokuments und ladet den Beklagten zur _ , Rechtsstreits vor das Königliche Amtßgericbt zu Insterburg

auf den 4. Januar 1881, Vormittags 11 Uhr.

dieser 21118ng der Klage bekannt gemacht.

[28133] Oeffentliche Zusteliung.

Ceifionar der Jobannes Bloß Erben zu J1be§bausen klagt gegen den Sebastian Bloß ]. und dessen Ehe- frau, Lctztere zu Jlbrsbausen, Ersterer unbekannt wo? aus für die Beklagten bei der Spar- und Leibkaffe Lauterbach geleisteter Bürasäyaft mit dem Anfrage auf Verurjbeilung der Bklagten zur Zab- luna von 240 „48 nebst fünf Prozent Zinsen vom 1. Oktober 1879 an und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großherzogliche Amtßgerichts zu Herbstein auf

den 21. Dezember 1880, Vormittags 9 Uhr.

AUSzug der Klage bekMchFmaÖt' e , Gerich18schreiber des G10ßherzoglicben Amtsgerirbts.

[28135] OeffeanstcUuug.

Andreas Herzog zu Ettlingen, vertreten durch Rechts- änwalt1)r. Horn in Karlßrube, klagen gegen den Hauptschuldner Amanwus Schlindwein von Ettlin- gen, zur Zeit an unbekannten Orten abwesend, aus

Rückgriff auf Scbadlosbaltung mit dem Anfrage auf Vcruribeilung des Beklagten zur Zahlung von

_ eVenjueil vom Zustellungstag _ an die Kläger Vollstreckbarerklärung des Urtbeils, eyentueii gegen

11. Civilkammcr des Großherzoglichen Landgerichts zu Karlsruhe auf

mit der Aufforderung, einen bei dem gedacbjen Ge-

mündlicben Verhandlung des

Zum Zwecke der öffentlichen ZusteUung wird Insterburg, dcn 6.5.11013ember 1880.

du Poel, Gerichtsschreiber des Königlichen Aintsgericbts.

Der Heinrich Ganß ]. von Ilbesbausen als

Zum erecke der öffentkichen Zustellung wird dieser

Nr. 15 519. Die Bürgen Josef May „jun. und

erfüUter Bürgschaft und hierwcgen genommenen

1057 «44 78 H nebst 50/9 31118 vom 1. Juli 1880 und Tragung der Kosten, sowie auf vorläufige

Sickoerbeitsleistung und laden den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die

Montag, den 24. Januar 1881, Vormittags 81 Uhr,

richte zugelassenen Anwalt zu besteiJen. ,

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung W1rd die- ser Außzug der Klage bekannt grmacbt. KarlSruhc, 8. November 1880.

Amann, Gerichtsscbreiber dcs Großberzoglickzcn Landgerichts.

[281581 VerkaufSanzeige

und Aufgebot.

Jn Saiben, betreffend den Konkurs der Gläu- biger des Kaufmanns I. A. Freudenberg in Utblede, soÜen auf Antrag des Konkurßverwalters die zur Masse gehörigen Immobilien, bestehend aus:

1) der Wobnsiclle Nr. 57 in Utbiede, Wohnhaus

nebst Hofraum, Waschküche rnit Anbau,

2) den sammtlicben übrigen unter Nr. 48 der Grundsteuermutierrolle in Utbiede eingetragenen Grundbefiß von einem Flacheninhalt von 3 Heck. 43 Nr 46 Qu.-Meter _

in dem an hiesiger Gerichtssteiie aus

Mittwmh, den 22. Dezember 1880, Morgens 10 Uhr, _ anböraumten Termine öffentlich meistbletend verkauft wer en.

Aile, welche an den Immobilien Eigentbumsq Näher-, lebnrechtliche, fideicommiffariscbe, Pfand- und andere dingliche Rechte, insbesondere auch Ser- vitutcn und Realberecbtigungen zu haben vermeinen, werden hierdurch aufgefordert, solche in dem Termine anzumelden, als sonst für den stcb nicbt Meldenden im Verhältniß zum neuen Erwerber das Recht ver- loren gebt.

Hagen, 29. Oktober 1880.

Königliches Amtsgericht. Schreiber.

[28160] Aufgebot.

Der Gärtner Franz HiÜer, als Vormund, und der Gärtner Franz Heisig als Bruder des Dienst- knecbts und Gärincrauszügersobns Joseph Heisig aus Schweinsdorf, Welcher angeblich vor mehr als 30 Jahren nach Breslau verzogen ist und seitdem nichts mehr bat von sicb hören lassen, haben die Todeserklärung dcs Joseph Heisig beantragt.

Es wird daher der vor edacbte Joseph Heisig und deffen unbekannte Erben ezw. Erbeserbcn aufgefor- dert, sicb ipätestens in dem auf den 21. September 1881, Vormittags 11 Uhr, vor dem unter eicbneten Amtsgericht im Termins- zimmer N14 an eraumten Ausschlußtermin zu melden, widrigenfalis der Joseph Heisig für tobt erklärt und seindVerm-den den Erben ausgcantwortet werden 11) r .

Neustadt O./S., den 5. Novcmbcr 1880.

Köriigiiäoes Ylmtözcricbi.

trage auf Verurtbeilung zur“ Crtbeiiung ciner Löschungsbewiliigung Über die im Grundbucbe von

MFFMWZZHW NUZÉJWYM *

5. 1811118111808 11113181188811181188, kadriksu 111111

[28140]

Ernst Meldau in Wittinaen, Klägers, wider den Chauffeewärter Fricdricb Nack in Obrdorf, Beklag- 1211, Wegen Forderung, soll auf Antrag des Klägers die dem Beklagten gehörende, 801) Nr. 54 zu Obr- dorf belegene Abbauersteüe nebst Zubehör und Ge- rechtigkciten, namentlich den dazu gehörenden Grund- stücken, wie solche in der Grundsteuer - Mutterrolle Artike1 Nr. 52, Kartenblatt 2, ParzeUen Nr. 282/96 mit 3 Ar 85 Qu.-M. Acker im Dorfe und Parzellen Nr. 286/139 mit 4 Nr 21 OWM. Garten vor dem Busche aufgeführt sind, in dem auf:

anstehenden Termine öffentlich meistbietend verkauft Werden.

Gerichtsschreiberei eingesehen Werden.

vorbezeichneten Immobilien Eigentbnmß, Näher-, lehnsrechtliche, fideikommiffariiche, Pfand- und an- dere dingliche Rechte, insbesondere auch Servituten und Realberechtigungen zu haben vermeinen, aufge- fordert, solche Rechte bei Vermeidung des Rechts- nachtheils, daß für den fich nicbt Meldenden das Recht im Verhältnisse zum neuen Erwerber der Im- mobilien verloren geht, in dem obigen Termine an- zumelden.

[28154]

August Silberbacb gehörig, sieben Abtheilung 111. Nr. 3 für FraU Amalie Saw, geborene Roßmanx, 3600 „45, dreitausendsechsbundert Mark, verzinslich zu 5% eingetragen. ment, bestehend aus "dem Kaufkontrakt vom 27. März „1872, HypojbekenaUSzug-z vom 30. September 1872, ist verloren gegangen, die Forderung aber angeblich bezahlt, und werden auf Antrag des Schuldners aiie Inhaber dieses Dokuments resp. deren Rechts- nachfolger aufgefordert, fich in dem Termine:

im Zimmer Nr. 7 zu melden und die Urkunde vor- zulegen, widrigenfaiis sie mit ihren Ansprüchen axzs- geschlossen und die Urkunde für kraftlos erklart wird.

[28142]

hausen ist am 17. März 1). J, ohne ein Testament errichtet zu haben, verstorben. , über seinen Nachlaß besteÜte Kaufmann_Heinr1ch Stüven in Hechthausen bat den Erlaß enzes Auf- gebots bebuf AUErnittelung der Erbberechttgten cr- beten.

des weiland Barthold v. d. Lieth in Hrcbibausxn Ansprücfhe erheben, aufgefordert, solche spatestens tn dem an

angesetzten Termine aanmeldcn, widrigenfaUs die Erbschaft, Wenn sicb kein Erbe meldet und legiti- mirt, für erbloses Gut erklärt, bei erfolgender An- meldung aber dem fich legitimirenden Erben außge- antwortet werden soll.

[28085]

* Wilhelmine Natfcbke, geborne Wiebe, zu L_obecksbos, als Bestßerin einer in dem Gemeindebezirk Troyl bclegenen, im Auszuge dcr Grundsteuermutierrolie unter Artikel 48, Kartenbiait 1, Nummer 24, 2811, l).. 0. eingetragenen Wicsenparzeüe von 3 Hektar 27 Nr 20 [:]Meier, welchc vor etwa 36 Jahren von dem Gutsbesitzer Wolff gekauft sein soll, _ werden behufs Anlegung eines Grundbucbblatis a11e unbe- kannten Eigentbumxprätendepten der ParzeÜe aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte an dieselbe spätestens in dem

(Zimmer Nr. 6) anberaumxcn zur Vermeidung der AuNcblicßung anzumelden,

[28156]

stedt find ausweisli nachfolgende dirÉxlicbe Belastungen eingetragen, als:

, WJ?-

6108811811118]. 7818811184888 138118n11111138111111x811.

111 1181" 13618811-

Inietake Uebmen au: die Annoncen-Expeditionm des „Invalideuvauk“, Rudolf Maße, Haasmßeiu & Vogler, G. L. Danke & Co., E. Schlaue, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annoueeu-Bureans. 11

WSQUk-Wslxsü. ;

kkmüjön-IMUÜEÜÖQQ. 11811538. K

Subhnstationspntent

und

Aufgebot.

Jn Zwangsvoiistreckungssacben des Dachdeckers

Dienstag, 25. Januar 1881, Morgens 10 Uhr,

Die Verkaufs-Bedingungen körmen in hiesiger Zugleich werden alle Diejenigen, welcbe an den

Isenhageu, drn 24. Okiobrr 1880. Königliches Amthcricbts. Abjbl. 11. Hemmericl).

Aufgebot.

Auf dem Grundstück Elbing 1. 321, dem Lehrer

Das darüber gebildete Doku-

den 15. Februar 1881, V. M. 12 Uhr,

Elbing, den 4. Nowember 1880. Königliches Amjsgericht. 111.

Aufgebot. Der unverebelicbte Barthold v. d. Lieth in Hecht-

Der zum Pfleger

Es werden demnacb Alie, welche an den Nachlaß

Sonnabend, den 29. Januar 1881, Vormittags 10 Uhr,

Osten, den 6. November 1880. Königliches Amtgericbts. Grosäxupf.

Krome.

Aufgebot.

Auf den Anjraq der verwittwciert Frau Louise

genannten

am 15. Februar 1881, Mittags 12 Uhr, Aufgebotstermine

Danzig, den 5. November 1880. Königlichrs Amtsgericht. 1111,

Zur Beglaubigung:

Grzegorzewsu,

Gerichtsscbrcibcr.

“2011811101

Auf dem Brinksi erWesen Nr. 1158. 50 zu Frell- des Grundbuchs unter andern

]) 10 Thlr. onvenjions-Münzc Abfindung für

2) 10, Thlr. Conventions-Münze sammt einem Leinewebergestelie fur Christian Markmann,

, 22. Februar

Beides aus der Ebestrftrlrjrx; vom 29. März 1816, 3) 100 Thlr. Convmtions-Münze nebit40/0 in en

Érpxle'n Altvater dHans iHilikÉiiog Jett? 11115

11 ingen aus er er 1 en bli ation

von111.§UprU 1817. g ck I Auf Antrag des Eigentbümers des GrUUdstiicks, welcher wahrscheinlich „gemacht hat, daß die Be- rechtigten unbekannt, dre Fordernngen auch seit län- geren Jabrexr gettl'gt sind, werden alTe Diejenigen, welche auf dre bezeichneten Schulddokumente und die thotbeken Ansprache macben zu können glauben, aufgefordert, tbre Rechte spätestens in dem auf den 27. Dezember er.,

Morgens 10 Uhr, anberaumten Termine auzumeldrn, widrigenfaas die Urkiznden dem Eigenibümer gegenüber fur kraftlos erqurt, die Hypotheken aber gelöscht werden sollen. Konigslntter, detz 4. November 1880.

Herzogltcbes Amtsgericht. Vriuckmeier.

[28151] Üfgebot.

Auf Antrag der Heuerling Heinrich Mathias und Marie Elisabeth, geb. Kuddes-Meyer'scben Eheleute aus Markendorf wird bicrmit das von der Spar- kqffe dcr Scrmmtgemeinde Buer unter Nr. 681 für die minderiahrige Marie Elisabeth Kuddes aus Yiarkendorf am 31. Dezember 1869 ausgestellte, uber 900 .“ lautende Sparkaffenbucb aufgeboten. Der Inhaber bat dasselbe ipätestens in dem am Freitag, den 21. Januar 1881, Vormittags 10 Uhr, an btesiger (Hembtssteiie, Zimmer Nr. 1, anstehen- den Termine vorzulegen und seine Rechte daran an- zumelden, widrigenfalls die KraftloSerklärung des- selben erfo1aen wird. Meüe, den 4. November 1880. ' Falkenberg, Gerichtsscbreiber Königlichen Amtßgericbts. 1.

[21332] Aufgebot.

Die Firma Ernst Trooft & Cie. in Hückes-

wagen hat das Aufgebot eines Wecksels beantragt. Derselbe lautete den Angaben des Antragsteaers gemäß wie folgt: „17711111816111'111, (1811 1. 118.812 1880. 17111“ XL. 118.111 300 01111110 11181 1880 Qa111611 818 für 11188811 91111111 177881188] 8.11 1118 011118 (18111811811k1. “1110081; & 018. 1118 8111111118 7011 ])1'81111111061'15 11. 118111 2781111 111 11118 8811181 81811811 818 8018118 8111" 118011- 11111111- iaub 138118111.“

Unter dem Context: befand sich reibts die Unter- schrift 0. & 11, 118111111, 111118 der Vermerk: „11811811 17118118 & 018. in 06111, sablb. bei dcr 8881818811811 1701118118111 in 06111“. Auch stand bei leßterem Ver- merke die Chiffre: 11. “1'. 0. 14966 und in der [in- ken unteren Ecke der Urkunde die Nr. 2391. Des ferneren trug der Wechsel links vom Contexte das Accept: angenommen „W008 & 018.“ und auf der Rückseite unter der Stempelmarke den Vermerk: pp. Ernst'1'1008r & 018: 143111811 110081. Endlich enthielt der Wechsel zweimal in Druck die Bezeich- nung 0. & 11. 118111111, das eine Mal links von dem Contexte in gewöhnlichem Drvck, das andere Mal im Context selbst in Lichtdruck.

Der anaber_ der vorbesckoriebenen Urkunde wird aufgefordert, sxatestens in dem auf Dienstaa,

den 1. Marz 1881, Vormittags 10 Uhr, auf Zimmer Nr. 8 des hiesigen Justizgebäudes an- beraumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumel- den und die Urkunde vorzulegen, widrigenfaUs die KraftWSerklärung der Urkunde erfolgen wird. Cöln, den_27. Juli 1880. Königliches Amthericbt. Abjbeilung X. (Gerichtsscbreiberei. Krause, Assistent.

[245101 Aufgebots-Vrrfahrcn,

Auf den Antrag von Christoph Carl Reichenbach ist durch Beschluß des Amtégericbts zu Bremen vom 11. Septembcr 1880 zum Zweck der KraftloSerklä- rung der von dem Antragstcüer laut Registratur vom 19. September 1863 gewilligten und am 16. Ok- tober 1863 abgelieferten Handfeste, groß 500 Thlr., folgend nach 1000 Thlr., auf sein in biesi cr Neu- stadt, an der kleinen Krankensiraße Nr. 10 elegenes Grundstück, rückficbtlicb deren eine neue Eintr_agung in die Eintragungsbüiber, nacb Tilgung der fruheren Eintragung, nicbt erfolgt ist, das Auofxebotkwrfabren angeordnet. Der Aufgebotstcrmin tit anaeicht auf

Freiin , den 3. Dezember 1880, Iiacbmittags 4 Uhr, in der Amthericbtsstube unten im Stadtbausc Nr. 9.

Der Inhaber der Handfeste tvtrd gufgefordert, seine Rechte entweder vor dem Termme bei dem Amtsaericht, und zwar an dxr Kanzlei des Erbe- und Handfesten-Amts oder spatestens im Aufgebots- termin anzumelden und die andfeste vorzulegen, widrigenfalis die Kraftloéerkl rung der Handfeste erfolgen wird.

Bremen, den 8. Oktober 1880.

Das Amtégericht Abibl. Erbc- und Handfeften-Amt. Zur Bealaubiaung:

die Ehefrau des Altvafers Mette, Dorojbee Elisabeth, geb. Markmann,

Nuetc, or.