1880 / 275 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 22 Nov 1880 18:00:01 GMT) scan diff

Belgien. Brüssel, 21. November. („W. T. B.) Heute fand auf dem Kirchhof? Evers: die Einmxihuug “des Tenk- mals für die während des 5eutsch=franzönschen Krieges 111 Re[- gien verstorbenen französischen Soldaten statt. Der französische Gesandte, Decrais, hielt hierbe1__ eme Rede, m welcher er Belgien für dessen hochherzige Gennnungqn gegen Frankreich dankte. Gleichzeitig ertbeilte ex die Verstchexung, daß die Régierung der französischen Republik troH aller 1110er leßtsn Zeit aufgestellten gegentheiligen Behauptungen, _xeme Absicht auf eine Annexion hätte, sondern in der be1g11chen Nation cine verbündete und befreundete Nation erblickte.

Großbritannien und Irland. London, 20. No- vember. (W. T. B.) In dem heute in Balmoral unter dem Vorsitze der Königin abgehaltenen Ministerraths wurds beschlossen, das Parlament bis zum 2. Dezembsr weiter zu vertagsn. Die Einberufung des Parlaments an diesem Termine folgt hieraus 11icht.

_ 21. November. („W. T. B.) Der Lord-Oberricbter, Cookburn, ist gestern Abend gsstorben.

Frankreich. Paris, 19. November. (Cöln. Ztg.), In der heutigen Plenarveriammlrmg der drei Gruppen der Lmken im Senat wurde Einstimmig 111€ Kandidatur dss Kriegs- Ministers Farre zum lebenslätiglicben Senator angsmymmen.

_ 20. Novembsr. (W. T. B. In der Deputtrt 911- kammer gelangte hSUtE der ericbt . der Koniimssion zur Bérathung des Antrages, betreffend die Unter- suchung dcr Affairs Ciffky zur Vsrtheilnng. Der Be: richt spricht sick) für die Einleitung dsr Untersuchung aus. Von dem Minister der Marine und der Kolonien, Abmiral Clouéz, wurde der (Gesetzentwurf, betreffend die Abtretung der Insel Haiti an Frankreich, vorgelegt. Bei der, fortgeseßten Berathung des Gesetzentwurfs Übßr die Rcform des Richter- standes wurden die Artikel 5, 6 und 7 angenommen. Ueber den Artikel 8, nach welckzsm die Bsstimmung der Unabseßbar- keit 081: Richter fiir ein Jahr aufgsbobem werden soll, fand eine längere Debatte statt, in welcher zwei beantragte Amsn- dements abgelehnt wurden. Die Berathung wird am nächsten Montag fortgeseßt.

Der Deputirte La Visille beabsichtigt, am nächsten Montag an die ngierung cine Interpellation wegen der Ernennung des Admiral (3310116 zum Marine-Minister zu richten.

DiE internationale Konfsrcnz zur Féstftellung der Grundsäße flix eine internationale Konvention Über das in- dustriells Eigenthumsrecht11nd die Fabrikmarkßn hat heute ihre Verathungsn beendet.

Griechenland. Athen, 18. Novombcr. (Vol. C.) Der Eifer der Regierung, die Wehrfäbigkeit Griechenlands zu Lande Und zu Wasser zu heben, hält ungescbwächt an. So hat die Regierung die sofortige Errichtung von zehn neuen Bataillonen Jiifantsrie und vier Feldbat: terien (MgLOWULt, wodurch die Stärke der Armee um wei: tere 15 000 erhöht wird. Nach don im Marine-Ministerium vorbersiteten Vorlagsn wird Griechenland n0ch vor Ende März einen neuen Zuwachs seiner Flotte Um zwei Panzerkorvetten erhalten. Im Arsenal von Salamis werden 11611e Torpedoboote gebaUt und 40 tranchortable Brücken sind angelangt. Die Sanitäts-Abtheilung der Armee besißt um 400 000 Frcs. Arzneimittel, darunter für etwa 100 000 FW. Chinin, welche in 126 ambulante Apo: theken vertheilt werden sollen. Vom Etablissem911t Krupp sind dxei „Gebiilfen in Athen eingetroffen, um die Bsmannung der griechischen Flotte im Gebrauche der großen Kruppschen Geschütze zu unterweisen.

Türkei. Konstantinopel, 20.N00€111ber. (W. T. B.) Dem Vernehmen nach boabsichtige Derwisch Pascba heute mit mehreren Bataillonen anf Dulcigno zn marschiren. Dis Pforts hofft, daß die Usbergabe binnen acht Tagen bewerk- steUigt sein wird.

_ Nach einer andersn Tem „W. T. B.“ von hiexr zu- gegangenen Nachricht sollen die Truppen Dsrwiick) Paschas in der Umgegend von Dulcigno von Albanesen einge: schlossen sein. Die Albaneien weigsrn sick), das zuletzt zu den Fahnen einberufene Kontingent von Redifs zn stellen. DiE „albanesiscbe Liga bat Oswan Pascha angszeigt, daß s1€]edemBeriuche, daß Dekret des Sultans zur Aus- führung zu bringM, mit Gewalt entgegentreten würde. Aus Prizrend wird gemeldet, daß das dortigc österreichische“ Konsulathgebäude geplündert worden sei.

_ 211113 Ragusa, 20. Novsmber, meldet „W. T. B.“ : Léßrwiick) Pascha 1011 4000 91101111 Verstärkung vorlangt

0 en.

_ Der. „Vol. 6.“ meldet man aus Cattaro, 19. No- vember, Die Msldung aus Konstantinopél, daf; Derwisch Pascha ernste Anstalten zur Cernirung der 1811116111611 Dul- e_ignqten getroffen habe, bestätigt sick), es ist ihm die Ein: 1ch1teßung DUlcigno-Z bereits gelungen. Der Zweck dieser Maßrxgel ist, die Vereinigung der in Dulcigtio bereits an: geZäuiten Scbgaren mit den aus allen Theilen Albaniens za [reich _berbeiftrömenden Jitziigen hintanzuhaltcn und auf die Du1c1gnoten einen Drch zu üben, daß sie 0611 Widerstand gegen die; Uebergabe der Stadt faUen lassen. Es herrscht in Folge 11181653- Schachzuges Derwisch Paschas unter den Alba- 11esen 011917011192 große Erbitterung, allein von faktischen Kämpfen zwischen den türkischen Truppen und den Albanesen Ut hier in gut unterrichteten Kreisen bishcr nichts bekannt geworden.

Serbien. Belgrad, 19. November. (W. Pr.) Die Skupfcbtzna mird zur ordentlichen Session nack) Belgrad wghrschemlick) für Mitte Januar einberufen werden. Ein ]Urstlicher Ukas bestimmt, _daf; für das laufende Rechnungs- jahr vom November ab bis zum Erlaß des nensn Budget- geseßes das Budget für das verflossenc Rechnungsjahr zu gelten habe.

Amerika. Washington, 19. November. (Allg. Corr.) Der Präsident Hayes empfing gestern Hrn. Boinesw, der sem Beglaubigungsschreiben als rumänischer Gesandter bei den Vsreinigten Staaten überreichte.

„Die Regierung Erhielt telegraphisck) die Nachricht, daß bezüglich der. Chineseneinwanderung in die Vereinigten Staaten ztmschyn den „amerikanischen Kommissären und der chinesischen Regierung em Vertrag abgeschlossen worden ist.

. New-Orleans, 19. November. Die hier tagende „Jnnere S taatsko'nvention“ hat beschlossen, den Kon: gres; um Annahme eines. Gesetzes zu ersuchen, welches die Verbesserung des Mtssissippi=F1ußbettes, sowie die

Hebung des Dampferverkehrs mit Westindien, Mexiko und Südamerika zum Zweck hat.

Asten. Persien. (W. T. B.) Das Reutc_rsche Bureau meldet aus Teheran von heute: Dis periischen Truppen zerstörten Lej und aiidere knrdiscbe Dörfer in dsr Umgegend von Soojbulaiih und rückten bis Cbavuran vor. Dée Häuptlinge der kurdischen Ortschaften und Dörfer haben sich nach Sardash, 50 engl. Meilen von Soojbulagh, geftüchtet.

Nr.34 des Deutschen Handels-Arcbivs, Woch2n1ch1iit für Handel und Gewerbe, heraußgeaeben im ReichSamt des Junkrn, enthält: Geießgebung: Deutsches Reich: Bayer»: Vekaiintmacbung, betreffend Abänderung der Uebergankzsabßabe für Branntwein und Einführung ciner Steuer-Rückbergütnna für solche11 in Bgyern. _ Großbritannien: Abänderung der schiffabrtspolizeilichen Bestimmun- gen über Getreidxladungcn. _ Skanien: Ursprungszeugniffe i'ür (bine- fisÉe und japanische Wanken. _ Belaien und Serbien: Verlangerung des vorläufigsn Abkommens in Betreff der Handelsbeziebungen zwischen beiden Staaten. _ Italien: Zollzuschlag auf eingeführte Liqaeure und auf Spirituossn in Flaschen. _ Ceniralamcrika: Costa-Rica: Befreiung dex" Düngmittél vom Einiubrzoü 2c. 11111) Pramie auf deren Jmportation. _ Aufhebung des Einfuhrzollcs auf Maschinen fiir den Berg- und Ackerbau. _ BedinqungéWeise Auf- hebung des Werftgeldrs auf auszuführendss Holz.-Bericbte: China: Statistische Aufste11u11gen 11er dkn Handel der dem Verkehr mit dem Auslande geöffneten Häfen im Jahre 1879kSch1us3). _ Handels- bkricbt aus 2111101) für 1879. _ Frankreich: Nizza (258111?ng “026 Oelmarktes 11111) Ernteanéstcbten für 1880/81)._ Bolivia: Hamdels- bericht aus Cochabamba für die Jahre 1878 und 1879.

_ Nr. 43 des Justiz-Ministerial-Vlatts hat folgenden Inhalt: Entscheidung des Reichsgerichts vom 8.Juli 1880, bstkeffknd die Stempelsteuer für den Einswuß 115111 in baarsm Gelbe bestehenbkr Einlagen bei Aktiengesellsckyaften.

_Das 7. Beiheft zum Militär-Wocbenblatk(Jahrg. 1880), herausgegeben von b. Löbell, Oberst z. D. (Berlin, Ernst Siegfried Mittler und Sohn) Hat folgenden Inhalt: Zur Taktik der Infanterie von 1880. Von 0. Keffel, (Hencralder Infantcrie, (Genc- raladjutant Sr. Majestät des Kaisers und Königs, Präses der Ge- neral-Ordenskommiifion.

Landtags: Angelegenheiten.

Dem Hause der Abgeordne1en ist folgendcr Enthri eiiies Geseyes zur Abänderung und Ergänzung des Gesetzes, betreffend die Erweiterung, Umtvandlnng und Neu- errichtung von Wittwen- und Waisenkassen für Ele-

.mentarlebrer, vom 22.Dezember1869, vorgelegt woxden:

Wir Wilhxlm, von Gottes (Gnaden König von Prsnszen xc. verordnen mit Zustimmung 521st Häuser des Landtags dcr Monarchie, Was folgt:

Artikel 1.

An die Stells des im §. 2 VSS Geseßcs, betreffend die Eckveite- rung, Umwandlung und Neu-eriäotung von Wittmen- Und Waisen- kaffen tür Elementarlebrer, vom 22. D::zember 1869 (Gessizsamml. von 1870, S. 1) bestimmten Minimalsayes für die Pensionen der Himterbliebenen der öffentlichen Elementcirlebrer vou einhundert nnd funfzig Mark tritt vom 1.April 1881 ab der Miiiimalsay 0011 zivsi- bimdert Mark.

Artikel 2.

Die Forterkziebung ZZZ im §. Z ties Geseßes vom 22. Dezember 1869 vorgesehenen einmaligen Beinags bei GebaltMe-rbéfferungm der Kaffenwitalieder ist vom 1. April 1881 ab uur von der Zustim- mung der Kosixnkuratoren _ §. 6 a. a O. _ und nicht mehr von der Leittungsfäbigkeit der Kassen _ §. 5 a. 11. O. _ abbänzig.

Artikel 3.

Der im §. 4 dcsGesexes vom 22. Dezsmbcr 1869 festgesetzte jährlicbs Beitrag der Gemeinden 11. s. w. kann für diejemiasn Kassen, derkn Leistungéiäbizkait mit Rücksicht ('!Uf Artikel 1 kisses (Heseyes aucb nach Erhöhung ber Sthenbeiträge 11110 d.r ?lntrittSJlecr _ §. 3 a. a. O. _ auf ken Maximalbctcag der Vsrstärkang bcdcirf, auf den Betrag von funfzcbn Mark Erhöht werch.

Artikel 4. Dkk §. 9 MS Geseich WIi ??,lDßMmbcr 1869 wird aufgebobcii. rti ? .

Von dcm Gsltungsbereick) dieses Gcscißes sind die Kaifsnbezicke des Regierungsbezicks Wiesbadcn , des ehemaligen Fiirstentbums Hobenonern-Hechinch, dkk Graifckxaftkn Wernigexodc, Stolberg- Stolbe'ra und Stolberg-Rosla, der Städte Berlin, Hx11111011cr, Frank- furt a. M. und (Greifswald bis an Wsitcres angeicbioffen. Dii', Einführung des Gesetzes in die Vorbezeichmtcn Kassinbxzirke bleibt Könicilicber Verordnung vorbehaltm.

Urkundlich 20.

Die Motive äusicrn sich über die Hauptbkslimmimg dicscs Geseßentrvurxs wie folgt:

Durck) das Gesetz, betreffend die Criveiterung, Umwanblung und Neuerrichtung von Wittmen- und Waisenkasien fiir Eismcntarlehrer, 110111 22. Dezember 1869 (Gefeß-Samml. 1870, S. 1) ist der Mindest- betrag dcr PLUsiN], welcbe früher durchschnittlich ca. 75 5161 betrug auf 150 914 's«stgese1„it. Dic ErwerbSverbältniffe Haben indes; seit dieser Zeit eine so erhebliche Aenderung erfahren, daß eins weitere Erböbung des ?).)kmimalsaycs anf 200-16 zu einem unabrveislichen Bedürfnis; aeworden ist , wie denn 01111) das Haus dcr Abgeordneten durch Bescbl'sß 80111 15. Februar 1879 die StaatSregierung 12111 Vor- leguna einks entwreckoenden Geseyentwuries aufgefordert bat. Die Voraizsseßuna zur Ausfiihrung einer solckxcn Maßnahme bildet in finanzieller Beziehung rte Erböhunß der Einnahmen derjenigen Kassen, welche gegenwärtig nach dem auf den Grundsäyen der Wahr: fcheinlichkeitsberechnuna beruhenden sachverständigen Gutachten einc Minimalpenfion von 200 „14 noch nicht zahlen können. Sowohl die Rücksicht hierauf, als auch die Frage nach der Beschaffung der er- fyrbe'rlicben Geldmittel erfordert einen nähercn Einblick in die ibat- sachliche L'age,aUer Verhältnisse der bier in Betracht kommenden Kasien,_1v1e s1e sich nach 1391: Nachwei1ung 14. ergiebt. Aus dieser Nachkvetsung, Welche unter Ab1chnitt 1. alle einfach nach dem crwäbn- ten Gesetz eingerichteten und unter Abschnitt U. die übrigen mit Be- sonderbeiten'manchetlei Act ausgestatteten Kassen aufführt. gebt ber- vor, daß 111chs überall die jährlichen Beiträge aus dem (Einkommen der Lehrerstellen oder die Antrittkgeidcr _ §. 3 des Gesetzes vom 22. „Dezember 1869 _ von den angestellten E1ementarlebrern im cie- skßlölb zulasfigen Maximalbetragc von 15 und resp. 24 „M erboben wer en.

Aus der,an1iegenden Nachweisung 13 ist zu crsebsn, welcbe der Kassen flit die Uliöglicbkeit Lixlkr Erhöhung der Stellenbciträge und der Antrittssxelder überhaupt in Betracht kommen, und um welcbe Summen sich ihre Einnahmen bei Erhebung der Maximalsäße stei- gern würden.

Die Nachweisung 0. zeigt, Welckoe Pensionssäve gegenwärtig die einzelnen Kassen gewabrep, welcbe Einnahmen dieselben jährlich haben und welche Einnahmen 1ie haben müßten, um

8, gegenwärjig, sowie

1). zukünftig die Minimalpension vnn 200 «M zahlen zu können.

In letzterer Beziehung ist zu bemerken, daß nach den bisherigen Erfahrungen bei der eigentbümlicben Einrichtung der in Rede stehen- den Wittwcn- und Waisenkaffeu im Durchschnitt auf je fünf Lehrer- tcllen eine Pergfion zahlbar ist. Dies ergiebt nicht nur die bei den seit längeren Zeitiaumen bestebcndcn Kassen gemachte Erfahrung, sondern auch eine andere Erwägung. Die Anzahl der pensionsberecbtigte.1 Wittwen- und Waisenfamtlien beträgt zur Zeit 9100, die der WittWen obne Penfion nacb dem Ergebnis; der durch die Behörden

angestellten Nachfocichungen unaeiäbr 1000. Hiernach käme für alle' jest lebenden Wittwen- und Waisenfamilien nur die Zahl 10100 gegenwärtig in Betracht. Eine Aednerunq dieser Zahl ist nach den Reaeln der Wabrscbeinlicbkcit nur von der Vermehrung der Lehrer- stell-n während der letzten Dezennien zu erwartkn, indem die Wir: kung dieser Vermehruiig auf die in Rede stehenden Verhältnisse erst im Laufe der Jahre b2r01rtretcn kann.

Wird dieser Zuwachs auf etwa 900 aeschäyt, was die Neuerrich- tung von etwa 4500 Lehrerstellen voraussetzt, so ist überhaupt die Anzahl von 11000 Wittwen- 11110 Waiseniamilien, d. b. bei ca. 55 000 Lehrerséellen auf je 5 Stellen eine Personsbercchtigung in Rechnung zu stellen.

Dis Nachweisung 1). ergiebt, Welche Kassen auch bei Erhebung aUerBeiträ,1e in der bisber geseß1ich2n Maximalböbe eincs Zuschusses bedürfen, um die im vorliegenden Gescßentwurf auf 200.714 normirte Ykinimalpenfiox jeßt, sowie dauernd zu gewähren.

In der NaCchisung 12. find diejenigey Einnahmen bereébnet, welche dyn naa) Nachweisung 1).1'-.icht binreicbend leistungsfähigen Kasssn zugeführt werden können, wenn die Gemeinde- 2c. Beiträge __§. 4 des Geseßés vom 22. Dezember 1869 _ von 12 auf 15 «14, (1110 um je 3 «16 erhöht würden. Es blicben dann in Summa 52 643 „M f-.'1r jet zu decken. Eine Wesentliche Erhöhung dieser Summe ist von er Zakunft nickt zu erwarten; im Gegentbeil würde fick) das Deßzit Von 52 600 „76 auf 18300 «44 ermäßigen, wcnn das Normalvcrbältniß zwischen der Anzabl der Pénfionen und der Anzahl derxLeerrsteUen, d. b. 1 : 5, im Laufe der Zeit sich auch bei denjenigen Kassen berstellte, Welche gegenwärtig ci11e ungüiistigere Verhältnißzabl aufweisen.

Dumb die hier aufgeführten Bereckmungen ist bereits die Absicht des (Gksetxs klar gestellt bei Erhöhung der Minimalpenfion auf 200 „74 das Einkommen der LebrersteÜen nicht höher 311 belasten, als es nach dem chsnwärtia geltenden ©6128? übsrbaupt zulässig ist, während die Steigerung der Gemeinde- 2c. Beiträ1e 11111 je 3 «16 für die Föll? des speziell nacbzuweisendcn Bedürfnisses aucb rccbimiiczs- mäß1ge Bcrückficbtigung erfahren hat. Nachbem das Einkommen dEr chrer als aufbsfserm:gsbediirstig anerkannt worden war, ist zur Be- friedigung dcs Bödürfiiiffks in dcn leytvcrfloffenen Jabren zwar skbr Vwies (712109311611. Gleichwohl ist die Lage vieler Lebrer immerhin 11011) nicbf eine solche, um die Heranziehung ihres Einkommems Über 15 „714 bi11aus zu dem mehrbcregten Zweck als zulässig erscbeinen zu lafféri. Cs 0an 111711111111) bei den vorliegendem Verbäliniffeti r-.i_cht' außer Acht gelassen Werdeu, daß es sich nicbt um Wittwenkaiken handelt, welcbe dcm einzelnen Kaffsnmitglikbe gegen Entxicbtuxig eines 0011) den Ergebniffen der Wal):scbeiiilicbkeitsberelbnunnen fe1t- giseßten Beitrages eine proportioneUe Gegenleistung in Gestalt einer Wit1we11- oder Waisenpension für 0311 Fall d-Ir Hinterlaffimg Liner Wittwe oder Waise zusicbert, _ sondern um die Fürsorge für die Hinterblikbenen aus dem Lebrerstandc durcb Abgaben, welcbe gleich- mäßig aus das EillkOMMLU aUer Lehrerstellen. sowie auf die zur Er- haltung der [exteren Verpflichteten umgelegt smd. Es wäre demnach eine Härte. die Belastung eines Einkommens ber unverbeiratbeten odcr „verwittweten Lebrcr Über das bisherige Maximum zu erhöhen, da diese Belastung nur durch ihre bisherige Beqrenzung innerhalb der Schranken de: BiUigkeit ibre Rechtfertigung findet.

Anders (verhält es sich mit den Beiträgen der zur Untorhaltung, der Lehrerstellen Verpflichteten; diese haben nicbt iowobl ein beson- deres Jnkercsse an den speziellkn Familienberbältnisien ihres jxdcsmao ligeii Lehrers, als vielmehr daran, das; die Lebrerfteüe überhaupt ÜÜLU blUtZer Weise zu machenden Ansprüchen, also auch 7321: Forderuni; nacb ausreichender Fürsorge für die etwaigen Hinterbliebenen des im Amte stehenden Lehrers entspicbt. Es kommt hinzu, das: eine (Er- höhung des Gemsinde- 2c. Beitrages um 3211 sich auf die (Gemeinde- m1tglieder _ abgesehen von den Ausnabmsfällen der Unterhaltung vori Lebrcrsteiikn durcb Stiftungen, Anstalten 11. s. w. _ nach ihrer Leitstiingsfäbigkeit vertheilt, also wohl kaum in ihrer tbatiäcblicben Wirkung eine einzelne im Schulverbande stehende Person bedrücken kann. Im ungünstigsten Falle könnten die zur Unterhaltung einer Schule Verpflichtetcn in der Trauung ibrer Luftin durcb Be- wiÜigungen 0116 Kap. 121 Tit. 27 des Staatsbaiisbalts-Etats Erleichterung finden.

Außerdem wüidcn die Beiträge der Gemeinden 20 durcb die in Aussicht genommenen Maßnabmcn auch nur die glciche Höhe er- roicben, wie di.“. dem Einkommen der LebrersteUßn selbst aiiicrlcgken-

Allerdings wiirden 108061 011111) Erhöhung der Einnabmen der chiger leistunßsfäbigen 31011111 auf das gesetzlich Maximum, 11011) aucb durcb Erböbung dcr (Hemciiibs- 2c. Beiträge um je 3 „14 die Mittel zu bcschaffen sein, um 115211111 jetzt und nacbbaltia in der Zu- kimst eine 5.17iinimalpension von 200 „14 zu gewäbrcn. Das Defizit, Welches in ?_kbrausstyima bsider Fälle zu dccksn übrig bleibt, bsträgt, wie crwälmt, uach der Naxbweisung 1). fiir jeyt 52 643 «17. _

Die Nalbwsisang 1". giebt cin Bild von diesen Ver1chicdcii- heiten, insofern sie zeigt, wie nicht das Alter der 6111317111611 Kaffe", auch nicht die Höke der Beträge iiberaU über dic Höhe des Antbcils der einzelnen betbeiligten Stillen an dcm anfsxesanitnelten Kapital e11tsckeibet. Es seien im Bssonkcrcn 1,11! Verdeutlichxia Der hier in 215111111171 konnuenden Verhältnisse die drei Kassen: Danzig, Mari:]n- werder imd 2111112111 näber ins Auge gifaßt. Tie (ritcn beidxn Ka:"!ci'. bestehen seit 58 Jahren, Aachen seit 53 Jahren, sie haben zwar sämmtlich noch nicbt 13111 mit einem 2111er 0011 70 Jahren ein- trctendcn V?b111“71111§13„11stand (d. b. das konstamte Vcrbältniß 3111011211 Eirniabnie und Ausgaben), wohl aber ein Alter 81:61:14, in Wkicbktn erfahkui*1a_9mäßig nur 11011) war-ix'i auf den Zuwachs der Ausgaben zu rechnen ist. Die Velbälmiffe dieser 3 511017111 wcrdsn 011111) 11:01- stébende iuric Uebersicht veransäxaulicbt:

_„____„ .„ .*„___„___. „„ 1 ]

Von ké17110011e-

Steilenbeitrag

Kaffen-Bezirk und Alter der Kasse

C"“; sind Pkiifibneri 200 PIN"

1115131561;

jede Stelle

sammelten Ka- pital trifft auf „311 zahlen Also auf je1009 Steücn sonen jräfcu

wcnn auf je 1000

Es müßtsn Péiisio) * nen akzablt MWM, Stellen

Anzahl der Sicllxn

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1 “€ * 1031; 12“ 1701

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Danzig . . 58 Jahr 1

! 209i 202 207 Marienwerder ] i

58 Jahr 166015| 150; 130 365 220 332 Aachen 53 ( abr alt 906 9; 252; 379 128 141, 181

Hicrna bat die jüngste Kaffe _ Aachcn _ verbältxißmäszig das höchste Kapital angesammelt; sic zahlt den höckostcn Pcnitonssay, während sie den niedrigsten Beitrag erhebt; Danzi,1- mit Maric11- werder gleich alt, eibebt niedrigere Stellenbeiträgc und zahlt troxz- dem böbrre Pension wie Marienrvrrder; Danzig Weist nahezu daß Normalverbältnif; der Anzahl der Pensionen zu der der Stellen nacb, währen» Marienwerder dies Normalverbältniß zu Unaurxsten der Kaffe um 10% überschreitet, Aachen dagegen um ein Erbeblicbks _ circa 14% _ zu Gunsten der Kasse gegen eben dasselbe Verhältniß zurückbleibt.

Fiir die Leistungsfähigkeit der Kassen ist von Erbeblicbkeit das Kapital, welcbes die beim Erlaß des Geseyes vom 22. Dezember 1869 vorhandcnsn Kassen _ d._b. sämmtliche dcr bier in Bctracht kommenden Kassen außer Straljimd und Cassel _ in die neue Ordnung der Dinge mit binüber nahmen.

Die Zahlen find aus Nachweisung 1. Rubrik 118. zu entnehmen u.". ergeben die Zahlen unter b. ebcndasslbsr, welcbe Fortschritte in dcr Kapitalansammlnng für die künftige dauernde Leiitungsfäbiakeit der Kaffen gemacht find. Dieser Fortschritt bewegte s1ch beispielsweise bei den Kassen: Pots- dam, Frankfurt a. O., Magdeburg, Merseburg_und Erfurt zwisibcn ca. 50 und 100%, d. 1). um so viel Prozente iit das am 1. Januar 1870 vorhanden gkwesene Kapital in den einiclnen Kas1en gestiegen.

Den Gxgensaw bilden die beiden schlesi1chen Kassen, von denen die evangelische ihr Kapital um ca.16%. die katholische daieaen mir um Wenig über 10% vermehrt haben, wie denn überhaupt die Verhältnisse beider Kassen auch hinsichtlich der Anzahl der Pensionen

731 resp. 665 gegen “tas Normale 629 resp. 597 sebr ungünstig liegen. Aus dieim Vergleichungeix e_r_giebl fick) Überdies, daß ixn AUgemeiuen die Verbältnime der Kamen im Osten der Ykonarcbie (":ck am ungünstigsten, in den mittleren Theilen derielben in normaler Weise und in den Wkstlilbén Theilen am günstigsten ent- wickelt haben.

Vorstehknde Erörterungen legen aUerdings den Gedanken nabe, durcb Vereinißimg bestehender Kaffen cine AuGgleicbung unter dcn- selben herzustcilen und so die Leistungsfähigkeit der auf möglichst ausgedehnte Bezirke zu bafirenden Kassen durcb Annäherung der An- zahl der Pcnfiouen an das oben bebandelte Normalverbäliniß von 1 zu 5 zu stärken. Daf; solche Vereiniguna an fick) geskßliéb zulässia sei. kann gegeniiber dem §. 10 des Géseßes vom 22. Dezember 1869 nicht ziveifelbaft sein, wie denn auch in der That z. B. die Kassen der Regierungsbezixke Frankfurt a. O. und Magdeburg, sowie dér Provinz Hannover durch Zusammenfügung der bis zum Erlaß des allegirten Geseßcs bestandenen kleineren Bezirkskasien gebildet wor- den sind. Es würde sogar prinzipiell znläifig sein, alle bestebenden Elementarlebrer-Wittwcn- urid Waisenkasien, soweit fie dem öffent- lichen Rechte angehören und damit unter das mehrerwähnte (*Hkseß fallen, zu einer einzigen Kaffe zu vereinigen.

Die Vorausiexzung solchcr Verschmelzung zu einer Kaffe _ (_:_b- gcseben von den besonderen durch Art. 5 des Geseßentwurfs [):-troffe- nen 11111) Weiter unten zu behandélndcn 2111911116111111111111 _ würde jibocb die sein, daß, da die jslzt vorhandenen Penfionscmpfänger und Kaffenmitglieder in ibten WOhlekWOkbLULN Rechten nicht gekränkt werden dürfen, entweder die bisher gezahlte böcbste Pension (252 „14 im Reeyicruugsbezirk Aachen) aUen bsi dcr "LULU Kaiie Beibeiligten im «„leiiben Bktcage gewährt würde, oder daß Wenicistens sür die- jenigen 611152111611 Bezirke, für welche eine 2001/14 Übersteigende PLU- ("10x1 bkkéiss fistgeieyt ist oder auf Grund saébvcrstämdégcr B(chnung gkgenwärtig iestgeseyt werden kann, auch nach Bereinigung «lier Kaffen zu einer Gesammtkaffe die Zahlung dieser böbercn Pension für alle Zukunft g1fichert bliebe. Eine Außgleickxung der Pensionsn dmcb Nor- mirung derselben auf je 254 „zu, als das gegenwärtig gewährte PLU- sionsmaximum, wiirde die Bkicbaffung eines Zuschusses 0011 250163 „14 "für jth und 1:11 Voraussetzung 11011 j? einer Pension auf 5 LEHRE!!- steilen in der Zukunft eines Zuicbuffcs von 668 263 „14 erfordern. Daß diese Summen durch Erhöhung weder der Lebrerbeiträge noch aucb der meeinhebeiträge zu beschaffen sind, m-Zkbte, die Rücksicbt auf die Lciitungssäbigkeit dcr bétl)eiligtc11 L-cbrcr 11111) Gemeinden 2e- 17.7111 d-abin gestellt, 1111011 111113 der ErwägUng 111)e€-'en, daß ni1bt wobl die Levrer und die" Gemeinden 2c. 5. B. im ngic-rnngßbezirk Aachen zu erhöhten Beitragen herangezogen Werden können, wenn in diesem Bezirk aucb 0h0e solche Erhöhung schon jest bi: gedachte Pension von 254 91.4 gezahlt werden kann und_gezablt wird.

Aehnlich verhalt es [111,1 in den Bezirken Hamwvec und Cöln, wo 111011 der Pensionsjaß auf 210 «14 aestiegen ist. Es würden daher bei einer etwaigen Erbbbungxder Stellen- und Gemeinde- 2c. Beiträge eiiizclne beute bestebende Kaffenbezirke ganz ausfaUen, und, die BiUigxe1t1olches Verfahrens zugegeben, für andere Kaffen die BeiträaUn einem geringen, für die minderlcistungsfäbigen Kassen aber die Beiträge 111 einem desto erbeblicberen INaße zu steigern seip. FaUs jedock) von dieien Bedenken abgesehen und die Einnahmen aller Kassen auf das geseßlicbe Maximum, sowie die Gemeinbe- 2c. Beiträge um je 3 «Fl: gesteigert würden, so wären für jsßt 49 949 „14, für die Zu- kunft aber jährlich stkigend bis 468049 „46. voranxficbtlicb alk Defizit zn deche11._ So wenig empfehlenWertb Line erb-Zblichere E;.höbimg der Beitrage übék das jeßige geseßlickße Maximum hinaus, _ abge- sehen Von der obcn vorgeschlagenen Erhöhung der Maximalgrenze für die Gcmcinke- 20 Beiträge 11111 3 «14, _ erscheint, ebensowenig ist die Zahlung von verjcbieden abZLstuften Penfioncn aus derselben, durcb Ver1chmelzung einzelner bestehender Kaffen mit etwa neu zu errichtenden Kassen erwünscht, Weil die zunächst interesßrten Personen, 1). b. die Lehrer, zu völlig gleichen Leistungen an die neue Gesamtm- kaiie beransiezogen werden müßten, und dennoch bersckxiedkne Berechti- gungen an ihrer Kaffe artverben würden.

Wenn nach vorstehenden Ausführungen die Hebung der Minimal- pension noch andere Einnahmen dcr Kassen erfordert, als ste fiki) durch Erhöhung d-:r Lehrer- und SteUcnbeiträge auf das gesi-ylicb zuläffige Maß, und der Gemeinde- 2c. Beiträge auf 15 1714 _ im Fail 11:5 Bedürfnisses eincr Kaffe Art. 8 des Gesetzentwurfs _ be- 1cbc1ffen lassen, so bleibt nur übrig, das Defizit gemäß §. 5 1211 (He- seßes vom 22 Dczsmbcr 1869 aus de: Staatskaffe zu dscken. Die Belastung dkrselben beträst nach den vorstehenden Ausfiihrungen etwa 52 643 014 gegenwärtig und etwa 18 321 „14 zukünftig, d. 1). dann zukiik-ftig eins geringere Summe (114 gegenwärtig, wenn die bier in Betracht kommenden Verhältnisse: _ Anzahl der vakanten Lehrerstellen, Anzahl der Uiivetbeiratbetcn urid vcxwittwcten Lahrer 112112111"!er der Anzahl der verheiratbetcn, LebUlEaitCr der 1115- teren und ihrer Ehefrauen _ auch in denjenigen Kassen- bezirken wieder normale Werden, ww sie sicb „111 Ungunsten der Leistimgssäbigkeit der Kassen anders entwickelt haben. Auf solch rückläufige Bewegung dieser Verbältnißiablen zu Gunsten der Kassen dürfte jedoch nicht_1nitSicher13eit zu brffen sein, da, wie bcreits erwähnt worden 111, die bestebsnden Kassen im Osten der Monarchie fich imAUchLinin mmünstigec und unter dem normalen Durchscbnitt entwickelt haben. We11n dic 9111121 im Weséen der 3111011011130 eine günitigere Entwickelung zeigen, fo erwäöbst 00111 hier- aus für die StaatskaUe kein Voribeil, da ein etwÜger Ueberschß für Die minder leistungsfähigen Kassen nicht verwendet werdcn darf. Die nacbtbeilige Lage einzelner Kassen wird daher die Staatskaffe belasten, so lange die vorhandenen K'affenbezirkc, als auch ferner für sich bcstcbendc, cine Auskgleicbnna nickt zulassen.

Bei der jetzigen Lage der Staatsfiimnzen cmpfiebit 811) eine neue Belastung dss AuMabebudgcts nicht; vielmehr er1cheint es zwcck- mäßig, rie nötbiaen Mittel zur Bestreitung der durch die Wirksam- keit 0121 vorliegenden Geseßcntrvurfs entstehenden sonst nicht zu decken- dsn Aukgaben aus dem für das Elementarschulrvefen festimmten Fours _ Kap. 121 Tit. 27 _ des Staatßbauöbaltöetats zu ent- nehmen. Es ist deshalb im Entwurf für Den nächsten Staatshaus- bciltbsetat ein entsprechender Vermerk bei der gedachten Position vor- gcje en.

Statistische Nachrichten.

Nach dem dem Hanse der Abgeordneten vorgelegten Bericht über die Ergebnisse des Betriebs der preuszijchen Staats- eisenbabnen im Etatsjabr1879_80stel]te sich die Länge der- selben, nachdem im Laufe des Jahres 798,04 11111 hinzugekommen Waren, zu Ende desselben auf 6197,64 15111, wovon auf die Bezirke der einzelnen Direktionen fielen: Nieder!cblesisch-Märkische (Eisenbahn zu Berlin 116018 11111 (wovon 748,23 11111 zrveigeleifig), Ostbahn zu Bromber 220000 11111 (751,45 11111 zwcigeleisig), Westfälijci)? Eisen- bahn zu ' künster 547,70 11111 (120,52 11111 zweigeleifia), Saarbrücken 365,25 11111 (60,77 11111 zweiaeleisig), Hannover 824,30 11111 (641,3611111 zweigeleisia), Frankfurt a. M. 622,82 11111 (322,97 11111 zweigeleifig), Caffé] 284,18 11111 (158,24 11111 zweigeleifig), (Cassel 133,84 11111 zWei- gelei 19.

Von den vorgenannten Bahnen fallen auf die Provinzen:

O17pceuße11 . . . . . . . . . . . . 659,62 km

Westpreußen . . 649,71

Pommern . . 426,39

Brabdenburg . 641,61

Posen . 326,25

Schlesien 482,47

Hannover 909,51

Sachsen . 248 83

Westfalen . . 412,41

Heffen-Naffau 803,07

Rheinprovinz . . . . . 405,64

und auf das Jabde-Gebiet (),15

zusammen 5965,66 km

'. (.

wäbrend von den übrigcn Streckey. außerbalb kus Preußischen Sjaats- gebiets, und zwar:

in Oldenburg .

. Bremen . . . . Mecklenbura-Strelitz Brcznnscbtveig . Hei1cn

Anhalt '.

52,22 11111 17,06 71,80 20,81 25,87 44,22

231,98 11111 belegen sind.

Das Anlagekapital bis zum Schlusse des Etatsjabrs 1879-80 betrug 1493 305418 «36, 1310 11111 244312 :“ Die Betriebslänge war am Jahresabsibluß 629876 1111.

Die Betriebscinnabmen stellten sich auf 163 877 969 514, gegen 155881154 % im V01j1bre, d. b. 111 1879-80 5,1 % mehr, wäh- rend die BetriebSausgabe Von 97 890 569 574 nun auf 102051221 «16, d. 1). um 4,3 % gestieaen smd. Per Kilometer Bahnlänge find die Einnahmen von 29 582 „716 auf 26 850 914 : 9,2 %, die Ausgaben dagesen 0011 18 042 «24 auf 16326 «Fl; : 9,5 % zurückgeziangen. Der Ueberfchß der Einnahmen über die Ausaaben ist bieruacb gegen das Verabr von 57 990 555 914 anf 61 826 748 „14 gestiegen, bro Kilometer dagegen von 11005 016. auf 10 524 «774 gefalien. Der Uebericbuß betrua 4,30 % des Anlagekapitals, 912an 4,52 % im Vorjahre, ein Ernebniß, 1111111315 nicht als ungünstig bezeichr'et 111111311 kann, da sicb T0?) 11111 (15 % der ganzen Babnlänge) neu eröffnete Linien im Bstrieie befanden, rie nocb Wenig Ergiebiq waren. Die Bctriebsergebniffc dsr letzten 5 Jahre find in einer besonderen Nacbweisnng z11sammengesteilt. Aus derselben ergiebt sicb, das; die Einnahme vom Jahre 1875 bis zum Jahr: 1879/80 von 159 207 788 514 auf 163 877 969 «14 g'stiesien, pro Kilometer von 37 819 914 auf 26 850 „14 zurückxcgangen ist, die Ausgaben ("1113 von 107904156 91/2 auf 102 051 221 „24 ODL! pro Kilomstcc von 25 034 «M aus 16326 „Fé- ermäßigt haben. Der Ueberschß Hat in dkmselben Zsitranm cine Steißsrung mm 51303632 9161 auf 61 826 748 “14 erfabren, während die Verzinsung des'11111011ekapitals, 11310611 dcr bedeutenden Vergxößerung des letztersii von 4,80% auf 4,30% xuxückgeßangen ist. '

Die Ansdebnuna der im Bstriebs befindlichen Stricken Hat sich in dieser Zeit von 432873 11111 auf 629876 11111,_ also um 45,5%, das Anlagekabital desLlÖLU 00:1 1 056 008 440 „14 (11111 480 70“) 794/14, also um 40,2% erhöht.

Die Einnahmen haben bctraacn:

im Jahre 1877/78 _ 159090205 „44, Pro Kilometer 33168 «16.

, 1878/79 _ 155881124 29 582

1879/80 _ 163 877969 , 26 350 find mithin im Jahre 1879/80 um

7996 845 «74 _ 5,1% gegen 1878/79 und 4787 944 _ 3,0% 1877/78 gésticgen, beziehungsweise pro Kilometer um 9,2% gegen 1878/79 und 19,0% 1877/78 zurückgegangen.

Was di.“. 611132111611 Einnahmequellen anbelangt, so 114211211 der Personenverkehr 11110 die sonstigen Einnahmen gegen die beiden Vor- jabre Mebrerträge anf und zivar _

gegen 1877/78 gegen 1878/19 beim Personenvsrkehc 3 737 044 916. (8,9 /, ), 1 975 451 914 (4,5%) bei den sonstigen Ein-

naixmen ...... 2402110 574 (22,3%), 2066 899 „M. (18,6%) 11'äbrend die Cinnaiznieii (1116 dem Gütsrverkxbr gegen 1877/78 um 1305 705 „11. (1,2 0/0) zukückgcblieben find, die des Jahres 1878/79 jedoch um 3954 495 „M (3,9%) übersteigen.

Von den Gesammteinnabmen entfallen

1877/78. 26-4 0/0

zusammen

im Jahre 1878/ 79. 2871 0/0

1879/80. auf den Personenverkkkr 28,0 % auf den Güterverkehr 66,8 % 64,8% 64,0 % auf die sonstigeii Einnahmen 6,8 0/0 7,1170 8,0'9/0

DiZEinnalnm-n aus dem Personenverkehr betrugen 42 895 242 914 (1878_79 411778877914) aus der Personenbeförderung, 1564 682944 (1878_79 1530 726 9161) aus der Gepäcküberfracht und 1 358127 «sé (1878_79 1502 997 ck16) auf sonstiac Erträge. Von der Ein- nabme fielen (1111 Vergleich mit dem Vorjahr) 5,7% (6,1%) auf die 1153199811109, 30,11/" (30,9%) auf die U., 38,5% (37,9%) auf die 111., 24% (bzw. 23,20/0) auf die 116, 1,7*'/., (1,9%) an Mili- tärbeförkerung. Es 111de211 1259 506 138 Personenkilometec zurück- gelet, 6,3% mebr als im Vorjabre.

2111 E10 und Frachtgut (mit Ausssbluß bes Dienst- und Bau- guts, sowie des Visbek) 1111111211

22 348 775 t im Jahre 1877/78,

23 006 219 , 1878/79,

25 842 744 1879/80 befördert, mitbin im Jahre 1879/80 2836 525 1 (12,3%) mehr als 1878/79 und 3 493 969 t; (15,7%) mehr als 1877/78„:

2111 Viel) Wurden 324 762 1 b:fö:dert gegen 329 675 bezw. 335 355 in den beidkn Vorjahren.

Die Einnahme aus dem Güterveikcbr betrug 104 925 252 «14, pro 1111 17 242 «14, (110111 100 970 757 „44 (pro 11111 19213 «W) in 1878/79 und 106 276 462 „46 (pro 1111] 22212 916) in 1877/78.

Die sonstigen Einnahmen beliefen sicb auf 2810 206 914 (2100366 bkzw. 1887606 «14 in den beidkn Vorjahren).

Was die AussiabM anlaiißt, so ist das Bestreben rer Staats- cisenbabnverwaltung , wie in den Vorjahren, so auch im Bctriebs- jahre 1879/80 d1raui gerichtet geimfen, Weiter auf eine sachgemäße Minderung derselben hinzuwirken. In Folge deffsn haben fick) troß der sehr erheblichen Erwcitcrung des Bahnaebieten von ca. 834 11111, v. 1. 15,8% der Gesammjlänae der Staatsbahnen Pro1878/79 die Ausgaben im Fabre 1879/80 gegen das Jahr 1878/79 nur von 97 890 569 «14 auf 102051221 „46 , also um 4160652 W(TZ %) vermehrt, wogegen die Aus,]aben pro Kilsmkter Babnlänge eine Verminderung von 18042 „14, im Jahre 1878/79 erfuhren. Im Vergleich mit dem Jahre 1877/78 stellt ficb bas Minoerungßverbältniß der LluMaben nacb insofern aünstiger, als bki eincr Erweiterung vou ca. 1307 11111 (27,2%) der Gesammtläpae ber Staatseisenbabncn pro 1877/78 sicb die Auögaben im Jabre1879/80 nur von 98 944612 «;ck auf 102051221 “ki, mithin 111113 106 609 „14 (3,1%) vermehrten, wäbrend dieselben pro Kilometer Babalän 1 von 20 035 «M im Jabke 1877/78 auf 16 326 «14 im Jabra 18 9/80, also um 3709 „M (18,5%) zurückgingen. Dabei ist zu berücks1chtiaen, daß, während in früheren Jahren bei der Mehrzahl der Staatsbahn- verwaltungen diejcniaen Aus,]aben, Welche von anderen Verwaltimgen oder Basissern von Anschlußgeleisen für Mitbenußung von Babu- böfen, Bahnstrecken und sonstiueii Anlagen, sowie für die Besorgung von Verw.]ltungs- odcr Betricbsgefcbäften, oder aus Baufonds zu er- statten waren, zum großen Theil unmittelbar von der Außgabe ab- geseßt worden find, nunmehr außnabmslos die Bruttoverrecbnung zur Einführung gelanzt ist, der zufolge diese Beträge sowohl in Auszgabe wie in Einnahme erscheinen. Ebensowenig smd, wie er- wähnx, die unter den laufenden Außgaben enthaltenen HerauSzahlun- gen der Hannoverschen und Frankfurt-Bebraer Babu für ge- pachtete Strecken als eigentliche Betriebsausgaben anzusehen, da leßtere bereits antbeilsmäßig mitden laufenden Betrieböaußgaben belastet sind.

Die persönlichen Außaaben betrugen 43 246 849 «js. : 42,4 % der Gesammtausaaben, 8,4 bezw. 6,6% mehr als in den Vorjahren; isst), Kilometer 7086 «M, 8,0 bezw. 14,8 % weniger als in den Vor- a ren.

Die sächlichen Vcrwaltungskostxn betrugen 8212609 „Fs, 6,3 bezw. 4,7 % mehr als im Vorjahre. Die Steigerung ist durch die Erweiterung des Babagebiets und die durch die strenge Kälte des Winters verursachten Mehrauögaben Veranlaßt worden.

Die Kosten für die Unterhaltung und Erneuerung der Bahn- anlagen belaufen sich auf:

18 728005 „7114 im Jahre 1877/78, 17817609 1878/79, 17 639 683 , 1879/80,

haken mithin im Fabre 1879, 80 _ 177 926 „46 (1,0 %), beziebungßweije 1088 322 «M (5,8 “' 0) weniger als in den den Borjakyrc-n betragen. _ * _ Tie Kosten des Bahntransports mit Einjckziuß der Koitkn 7111: Erneuerung und Ergänznna der Betriebsmittel betrugen: 21172437 „14 im Jahre 1877,78, 20 225815 , , 1878/79, 20 063 883 . 1879/80 haben ficb also im Jabre1879/80 geJen die Vorjahre bezw. um 161932 .,“: :: 0,8 % und 1108 554 .“ : 5,2 % warmindert.

Die Eröffnung neuer Linien maxbts eine erhebliche Vermehrung dkk BetriebSmittel nothwkndig. Der Bestand am Schluss: 0713 Ethté- jahres war 2407 Lokomotiven, 4031 Personenrvagen, 1027 Gspact- mw 42 018 Güterwagen, mit im (Hanzsn 286 510 566 «M Beschaf- fupgskosten, d. 1). 10,3 % des ganzen Anlanekapitals.

Die scmstigen bermischten Auxgaben haben betragen:

11310247 „Fk im Jahre 1877/78 11539295 . ., . ]878/79 12888197 1879/80 haben sich also im Jahre 1879/80 1120211 1878/79 um 1348 902 «24 : 11,7 % 1877/78 . 1577 930 : 13,1 % erböbt.

Ja sehr gemauert Tabeüen werden die vorstehend mitgetheilten

Hauptpostén im Cimzelnkn nachgewiesew.

„Kunst„ Wiffenfchafs Und Literatur.

Di“: Pbiloioviüscbe Fakultät der Unibkrsität Greifswald bat _untcr dem 4. No.ember den alucklicben Entdecker der psrga- mcni1chen Skulpturen, Hrn. Karl Hamann, zum 0001.01- 110110115 031153. ernannt.

_ Der Zoiitarif vom Jahre 1879 nebst dem dazu gcböriaen (1111111619211 Waarenverzeicbniß ist bereits in verschiedenen AusJaben und Bearbxit-111gen erschienen, Welche vorwiegend bezivecken, demZoll- bkamten _bte Praxis seines Dienstes zu_ erleichtern, und ihm über zolltecbniicbe Fragen Auskunft zu erjbeilen, oder dem Gescbäftßmanne ein libcrficbtiicbes Naciosßblagebucb zu bieten. Dem Zolltarif nack) finanzvolitiscber und volkswirthscbafiliclxr Seite bin zu begründen, den Wortlaut desselben und die Höhe der ZoUsäZe nach der Lage der dkutscbxn Industrie, der Land- und Forstwirtbicbaft gegenüber der fremdländi1chen klar zu legen und so das Wichtigste aus den Motiven zum Zolltarifentwurfe, aus den quuetebericbten über die Baumwvllen-, Leinen- und Eisenindustrie, aus dem vom Centralverbande deutséber Industrieller bearbeiteten ZoUtarifent- Waris, sowie ans den ZoUtarif-Kommissionsberichtkn und aus den Reich.-tagßvsrbandlungsn, welcbe SÖriftstücke als die hauptsächlichsten Quellen übeß diese Materie erscheinen, weiteren Kreisen zugänglich zu machen, iii unseres Wissens noch nicht versucht worden. Diese Lücke in der ZoÜ-Literaiur auszufiiÜen. ist das Bestreben einer kürz- licb im Vsrlagc von I. U. Kerns Verlag (Max Müller) erschckie11e11en Schrift, welche den Titel führt: „Die deutsche Zolltarif- Reform vom Jahrs 1879 nach dem Regierungsentwiicf, den 5.1.110- t'Mn, den Berickzten de'.“ Enquete-Kommisfion übkr die 251111111- 150112119 Leincn- und Eisenindustrie, den' Vorschlägen dzr Reichs- taas-Tariikommisfion 11:10 den Bescbiüisen des Reichstages für 3011- und Steuerbsamte, Landwirtbe, Gswerbe- und Handeltreibende, erläut-crt von E. HeukeIiwvan, Ober-Steuercoritroleur.“ Das Buck) wird den Zollbeamten das Studium des Tarifs erleichtern und ibnen Einsicht gewähren in das reiche Material, das die verbündeten ngiermiaen zur Begründung der Tarifrefbrm gesammelt haben. Der Tarifentwuri ist mit dem jetzt gültigen Tarif jeder Position vorgedrackt worden, so daß die Akndecungen deutlicher hervortreten, Welck)? der Reiibstag als notbwyndig erachtet hat, und die einzeln der Besprechung unterzoaen find. Ebenso sind dem Tarife von 1879 die Tarasäße iiach dsn FeststeÜungen des Bundesratbs vom 16. Dezsmber 1879 biigesii-gt worden, wodurch die Benutzung des Werkes als 0011- ständiaer Zolltarif ermöglicht wird. _ Der Preis des BUCHSE be- tcägt 3 «14

_ Otto Leixtier schildert in den socben erschienenen Lieferungen9 und 10 von „UnierJabrbundert“ (J. (37115211)er 5:1 Stutégart) die Literatur bis um das Jahr 1880: die Engländer Goldsmith, „Walter Scott, 9.010 Byron. Shelley; von Franzosen namentlich Beaumarcbais, Fraubon Staöl, Cbateaubriand, Lamartine, Béranger; von Dcutscßen: Klopstock, Lessing, Wieland, Herber, Lichtenberg. end- licb die Juaendperio'xe von Goethe und Schiller. Die Porträts der meisten vorbmannten Dichter sind “cem Texte eingefügt.

_ .Ariost's Rasender Roland.“ Mit Illustrationen von Gustav Dmé. Ucbetseyt von Herm. Kurz. Herpusgegeben und mit ?inmcrkungen verikben von Paul HCPsk. Ju Lieferun-Jcn 5 1,50 914 Verlag von S. Schottlaenbcr in Breslau. 1880. _ Dic Lieferungen 3 und 4 dieser klaisischn Dichtung d?!“ italienischen Literatur, welche mit Meisterschaft von zwei deutsckxcn Dichtern, „Hermann Kurz und Paul Heyse, iibertragen und von Gustav Doré mit Illustrationen geskbmückt ist, sind LksÖiMen. Das Gedicht ist 111 dcnsclben bis zum fii11ften Gesanae fort,:efübrt. Außc-r zabi1eichcn Text-Jilustra- tionen zieren 4 treffiiäx ausJefübrteVoilbilder di? beidsn Licfkrcrngsn, davon gehören Reinalds Ritt natb der Abtei bci Bexwick, und die Crzäblmng der Mönche von den Abenteuern im dortigen Wald, zu den vorliegsnden Text. Die übkraus saubere'qustattmg des PraDt- werks haben wir bereits bei dem Erschciuen der beiden ersten Lieferiingkn bcrvoxgcbobkn.

Land: und Forstmirthschaft.

Nack) dcn Mißbeilungen der Deutschen Viebzucbt- 11111) Herdbucb-(Hxsellschaft ist die Vildiwg der Sektionen inner- balb des AuUÉuffes als erledigt anzusehen. Es hat vorläufig die Bildung Von 3 Scftionen stattzufindcn, und es haben die Mitglieder des Ausschusses sicb denselbsn in folgendsr Weise zugetbcilt: 1. Sek- tion. Für die Führung des Herdbuches: Hr. (H15.Reg.-Ratb 1)1'. Sattégast-Prcskau, Hr. EbLübbcn-Sütwürch, H1.Ock0110mie-Ratb Vifferiixg-Wilbelmincnbof, Hr. Gontard-Mcckan, Hr. von Homcyer- Ranzin, der RindviihzuM-Vcrein der Elbniederu11g._ 2. Sektion. Für das Ausstellungswesen: Hr. Waldeyer-Böckerbof, Hr.Ockoriomic- 2111111) Hausburg- Berlin, Hr. Benefeld-Quooßen, Hr, Stabl- schmidt - Canena, ber landwirtbscbaftlicbe Kreis - Verein Leipzig, der landwirtbschaftl. Krci-FL-Verein Meßkirch (Baden). _ 3. Sektion. Für die Beschreibung dcr deutschen Biebrassen: Hr. Oekonomie-Ratb Yeters-Sidenbollmtin, Hr. Oekonomie-Ratb 1)r. Huschke-Lebesten,

r. (Hevrgeiobn - K1.-Roedcrsdorf, der landwirtbschastl. Haupt- Vercin Ost-Friessland, ker landwirtschaftl. Verein für Rhein- preußcn, der Sckle1wig -Holstcin'1che landwirtbsck). General- Verein._Die Sektwn für das Ausstellungsrvescn bat die Veratbung der 1111 2 gegebenen Vorsckoläße, Mastoiebausstellungen betr., in Angriff genommen, und es werden die Arbeiten der Sektioiien 1 11110 3 auch in ailernäcbster Zeit beginnen können. Der Vorstand hat 1111) mit den Comités der im nächsten Jahre abzubaltendcn Mastoieb- ausstellunaen in Verbindung gesevt, und das Berliner Comité hat sich bereit erklärt, etwaige Vorschläge der Gesellschaft einer Be- ratbung zu unterziehen, auch ist ein Schreiben von StuttZart ein- gegangen, worin erklärt wird, daß man dort den resp. Vorjchlägen, Mastviebausstellungen betr., entgegensebe.

München, 20. November. (Al]g. Zt11-) Zu Delegirtcn zum deutschen Landwirtbscbaftsrati) fur die Periode 1881 bis 1883 wurden aus Bayern gewählt: 1. Vom General-Comité des landwirtbscbaftlichen Vereins in Bayern: 1) Wilhelm von Sébilcber, GutSbesißcr zu Dietramsch (Oberbayern); Ersaßmann: Graf von Lerchenfeld-Köfering, erblicher Reichsratb und (Gutsbesißer zu Köfering (Oberpfali); 2) Graf von Yiick), Königlicher Kämmerer imd Gutsbefitzer zu Freibam (Oberbayern); Ersasmann: Pro- fcsior Otto Mai), General-Skfretär des landwirtbscvaft- lieben Vereins in Bayern, in München. 11. Von den