1880 / 299 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 20 Dec 1880 18:00:01 GMT) scan diff

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des (8aner bimuaeseßt werden können ,und zur planmäßigen Tilgung der vom Jahre 1879 ab selbstschuldneriscb auf den Staat übergehenden Prioriiätsscbulden verstaatlicbter Eisenbahnen“, es er- schien jedoch die Bestimmung am Schlusie dieses Paragravben, in welchem eine Erwähnung der Renten-, Zins- und Amortisations- v-Irpflicbtungen aus den vom Staate seit dem Jahre 1879 abge- schlossenen Betriebs- und Eiaentbumsüber]affungöverträgen ebenfaus nicht hätte entbehrt werdrn können, auSreicbc-nd, um den gedqckxten Fall dahin mit zu definiren, daß die zur Tilgung der Priorrtats- anleiben der verstaatlichten Bahnen erforderlichen Beträae aus den Ueberfckxüffen der Verwaltung zu decken seien, gleichviel, ob sie sicb auf dem Etat der Staatskabnverwaltuna befinden oder auf den der Staat.:;fcbuldenverwaltUUJ übernommen sind.

4) Die Bezeichnung „vom Jahre 1879 ab abgeschlossenen Ver- jrägen“ ist zur Unterscheidung der neuern Verträge von den Ver- träaen gewählt. welcbe der Staat bereits mit der IkiedersÖlesiscb- Märkischen, (Grieß vom 31, März 1852, Geseß-Samms. S. 89), mit der Münster-Hammer ((Heseß vom 30. April 1855, (Gesetz- Samml. S. 251) und der Taunus-Eiienbabngesellscbaft (Essex vom 3. Mai 1872, Geseß-Samml. S. 420) abgeschlossen hat. Hreruaab wird die zur Tilgung der Prioritätéanleiben dieser GeseÜschaften _er- forderliche Summe bei Feststelluwg der dem Reservefonds'zuzufub- renden Geldrr, sowie drr zur Tilgung der Eisendabnkgvitalscbuld vorkamdenen Mittel nicht berücksichtigt. Das (Gleiche ist der Fall mit den Beträgen, welckoe zur Amortisation der Kurbesfischen, Nasiduiscbrn und Frankfurter Eisenbahnschuldrn erforderlich sind.

1 t5) In der Resolution des Abgeordnetenhaufes ist un1er 1.3 ge ag :

So oft und soweit nach der Uebersicht der Einnahmen und Airsgaben eines Rechnungsjabres oder bei dem Voranfckplaae im StaaikbausbaltS-Ctat sich ein Defizit herausstellt. zu desen Deckung andernfaüs Anleihen aufgenommen werden müßten, bis zur Höhe Von 2200000 .“

Nack) dieser in den Entwurf aufgenommenen BestimmungUWird bei der Veranschlagung des Etats in erster Linie das Ergebnis des leZt abgelauiknen Rechnungsjabres maßgebend sein. Erst wenn kern solwes rechnerisches Defizit oder ein geringeres als 2200000 W„vor- banden sein ioÜte, würde der Voranschlag selbst dafür entscheidend sein, ob die fraglichen 2200000 «M oder ein geringerer Betrag dem Allgemeiner: Staatsfonds verbleiben oder an den Resewefouds abge- führt werden soÜen.

§, 2 enthält die Bestirnmungen über die Ansammlung eines Reservefonds und dessen Verwendnng.

1) Abfay 2, wonach der bei dem Reservefonds zu verausgabende (ErgänzungsHetraa im Etat, beziehunßsweise in _der Rechnung der Eikenbahnverwaltung in Einnahme zu steUen ist, giebt eine Vorschrift übrr die iormeÜe AusfÜHrung der Einzianakbestimmung. ,

2) Absaxz 3 beiriffi die Tilgung der StaatSeisenbabnkapriaischuld. Hicrfür ist als Grundsaß angenommen worden, daß der zu amorti- sirrnde Betrag nicht nach der jeweiligen Ersenbabnkaprtalschuld, son- dern nach der Summe berechxiet wird, welche sich ergiebt, wenn man zu der anderwcit als Siaatkrisenbabnkapitalschuld festgestellien Summe vom 1. April 1880 die späteren Vrrmebrungen derselben hinzurecbnet, In der erstcrn kommen die in Folge von Tilgungen eintretenden Verminderungcn mit zum Ausdruck, in der leytcn da- gegen nicbt. , ,

DIe Bereäynunn der Tilgungsrate naci) dem durch Tilgung nicht rermindertm Kapitale entspricht der Bestimmung unter 1. 4 dsr Resolution sowie aucko den bei Kapitalstilgungen allgemein maß- gebenden Grundsäßen.

3) In dem Enthrfe isi angenommen, daß nach der Aisrcht der Kommission die Zinsen von den Beständen des Eisenbabnreserve- fonds wiederum diesem und nicbt dcn aÜgemeinen Staatsfonds zufließkn sollen, da die Koupons drr Reicbs- und Staaisscbuldver- schreibungen, in denen dieser Fonds angrlegt sein wird, zu ihm gr- bören und iiber diesen nach der Resolution unter 1. 4 ausschließlich ran: zu dem daselbst angegebenen Zweck d-ikponirt werden darf.

§. Z ordnet das VerfaHr-n, Welches zum Zwecke der Tilgung der Eisenbahnkapitalfckyuld beobachtet werden sol1, indem er im Anschluß an die Vorschrift ch §. 2 Winea 2 dss Geseßes, betreffend die Kon- solidation preußischer Siaatsanleibkn vom 19. Dezrmber 1869 (GesF-Samml. S. 1197) dm Ankanf eine?; cnisprecbenden Betrages von Gcbulddol'umenten vorschreibt. Ein anderer, als drr hier in Vorschlag gebrachte Weg freibändiger Beschaffung der zu iilgc-nden S1aat§ichuldrerschreibungen ist nicht zu empfehlen. Hierbei ist davon azrégegangen, daß die zur Tiigung vorhandcnen Geldmittel durch den Reservefonds fließen, ohne vorher in Reichs- oder Staaiépapiercn angelegt zu sein.

§. 4 folgt den Bestimmungen des Gesetzes vom 24. Februar 1850, beireffend die Verwaltung dss Staatsschuldenwesens und Bil- dung Likiék Sraatssäyuldenkommisfion (GcseH-Samml. S. 57), sowie drr Bestimmung der Resolution unter 17.

§. 5 handelt von der SiaatSeifrnbaHvkapitalschuld und drren Festsetzung. NW) 11. der Resolutidn soll diese auf den nacb dem Etat pro 1880/81 sich am 1. April 1880 ergebenden Betrag der ge- sammten Staatöscbuld von . . . . . . . 1 396 00010094 apßrnommen werden. Hierzu sollen jedoch ferner noch die Beträge treten, urn welcbr in Folge des Ankäufs von Privateisenbabn n eine Vermehrung derselben vor dem 1. April 1880 etwa noch srittfinden möchte. Es erschien zur Vermeidung komplizirter Rechnungen zwrckmäßig, den 1. Avril 1880 als Tag der Fest- stc-Uung der Staatseisenbahnkapitalscbuld beizube- halten. Bis uit. März 1880 sind auf Grund des Gesexes vom “20. Dezemdrr 1879 (GeseZ-Samml. €. 635), betreffend den (Erwerb mehrerer Privat- eisenhahneu fiir den Staat, zufolge Aüerböchster Ermachtigung Vom 31. Dezember 1879 an au8ge- fertigien Schuldverscbrcibungen über 150000000.“- imGanzennur veräußert. (86 sicüt sicb mithin die Staatseisen- babnk.:pitalschuld vom 1. April 1880 auf den Be- tragvon . . ._. . . . . . . . . . . 0498858100.“

Der Absaß 2 des §. 5 enthält die Bestimmungen über die künf- tige Bercchnung der Staatseisenbabnkapitalscbuld. Wenn hierbei neden den durch drn Etat außerordentlich bewiüigten Mitteln auch die erwähnt sind, welcbe durch besondere (Gesetze bewiÜigt werden. so hat dies darin seinen Grund, das; ein Betrag von 4271073,08 „44 in Ausführung des §. 96 Abs.1 der Hinterlegungsordnuug vom 14. März 1879 (GeseH-Samml. S. 249) auf den durch das Geseß vom 26, Juni 1878 (Gesetz-Samml. S. 259) für die Berliner Stadtbahn bewiUigten Kredit verrinnabmt worden ist, welcher der Staaigeiseubabnkapitalscbuld hinzugerechnet werden muß. Selbstver- ständlicb hat diese Bestimmung nicht den Sinn, daß eine Hinzurech- nung staiifinden dürfte, wenn in den betreffenden Gtseßen lediglich über die Verweiidun von bereits für Eisenbabnzwecke zur Verfügung strbcnden Mitteln Éestimmung getroffen wird und es sicb nicht um die Bewilligung neuer Mittel handelt, wie dies beispielsweise bei einer Diörosition über die von den verstaatlicbten Bahnen überkom- menen Reserve-Erneuerungsfonds 2c. der Fal] ist.

§. 6 trifft Bestimmung ühcr die Höhe des für die Verzinsung dec Staatseisenbabnkapitalscbuld vom 1. April 1880 erforder- lichen Betrages und stellt denselben fest auf . . . 63 914 324 „FC Dieser Betrag ergiebt sich durch den Hinzutritt des Zinkerfordcrniffes für die vorstehend erwähn- ten . . . . . . . .. 1028581007411 im Betrage von . . . . . 4114324 „“ zu den in der Resolution auf anqe- 59800000 .“ nommenen Zinsen der gesammten Staatsschuld

von1396000000 „“

102 858 100 ,

63 914 324 .“

Gewerbe und Handel,

Das Gesundbeiißamt in Rio de Janeiro bat die s. Z.“) aus Anlaß des daselbst aufgetretenen gelben Fiebers zur Ausführung gebrachten sanitären Maßregeln, wrlcbe später in Folge des Aufhörens der Krankheit außer Kraft gefeyt worden waren, unlängst aufs Neue angeordnet.

Es sind btcrbei _ da sowohl Stadt wie Hafen sicb in letzter j?eit einrs ausnahmsweise günstigen Gesundheitßzuftandes erfreut

aben -- lcdiglicb präventive Absichten im Hinblick auf die bevor- stehende beißere und deshalb für die fremdrn Schiffömannscbaftcn ge- fährlichere JabreSzeit maßgebend gewejen. .

Die betreffenden Bestimmungen beziehen sich bekanntltck) hauptsächlich darauf, daf; die ScbiffSmanuscbait in der heißen TageSzeit nicht zur Arbeit herangezogen werden darf, daß Schiffe fernerhin ihre Ladung nicbt mehr an den Quais und Depots lö1chen odcr einnehmen dürfen, das; fie vielmehr in einer gewissen Entfernung vom Ufer zu'ankern haben.

Bereiis früberist darauf hingewiesen worden, daß diese Maßregeln einigen Zeitverlust und größere Svesen für das Löschen und Einneh- men der Ladung mit fich bringen können. und daß hierauf bei Ab- ZÖUÉUF von (Jbzrtsr-yarriea von den Interessenten zu rückficbtigen ein dür e.

Glasgow, 18. Dezember. (W.T. B.) Die Vorräibe von Roheisen in den Stores belaufen sich auf 493 000 Tons gegen 408 800 Tons im vorigen Jahre. Zahl der im Betrieb befindlichen Hochöfen 122 gegen 100 im vorigen Jahre.

*) ()kr. Nr. 61 des ,ReicBZ-Anzeigers“.

Berlin, 20. Dezember 1880.

An der am Sonnabend, den 18. d. M., von Seiten drs Ziöniglichen Hof-Jagdamtes auf dien Feldmarkrn Lankwrß und Marienfelde durch den Hof-Iägermersier vom Dienst, Frer- herrn von Heinße, abgehaltenen Jagd nahmen Ihre Konig- lichen Hoheiten die Prinzen Friedrich Lropold von Preußen und August von Württemberg, Se. Durchlaucht der Fürst Anton RadziwiÜ, die Generaladjutanien, (Generale der Kaval- lerie Grafen von der Golß und von Brandenbnrg, General: lieutenant von Albedyll, der Staatssekretär Griieral-Post: meister 131“. Stephan, der niederländische Gesandte von Rochussen und A. m., zusammen 19 Herren, Therl. _ '

Die Jagd begann Vormittags 10 Uhr ummttelbar hinter Lankwitz und endete Nachmittags 2 Uhr kurz vor Marreirdorf, woselbst die Strecke aus einem größsren und 3 kleineren Kesseln mit 275 Hasen abgenommen wurde. , " '

Morgen, Dienstag, den 21. Dezember, fixidet eme Komg- liche Parféorcejagd statt. Rendezvous: Mittags 1 Uhr zu Jagdschloss Grunewald.

König -Will)elm : Stiftung für hilfsbedürftige cr" Wachsene Beamtentö-dtcr. Die MonaiiÖrifi fiir Deutscbc Be“ amte schreibt: Der ernrutr Aufruf, mii welcbrm sichdad' Comité zur Grün" dung ßenannter Stiftung im September d. J. an Brhörden und Beamte gewendet hat, ist nicht ohne Wirkung geblieben, Die Besomnif; Vieler, daß, so ancrkennerswertb der Zweck amd sei, die Sammlim- gen doch r.icht zu dem gewiinschten Ziele fiibrrn würden, ist der Ueberzeugung von dem Zustaödekommen der Stiftung grwicben; das Vertrauen zur guten Sache ist gewachsen, und manchc Hand hat sich geöffnet, We1ch2 bis dahin geschlossen war. Bei verschiedenen Behör- den ist eine Nacblkse gehalten worden. Das Ergebnis; ist ein so erfreuliches gcwrsen, da?; die Höhe der Briträge, welcbe fich im September noch auf 120 000.44 belief, nun schon die Summe von 140 000 „M übericbritten bat. Immerhin aber kann diese Summe, wenn sie auch vorläufig außreiMnd erscheint, um die yon Vielen langersehnte Stiftung jedenfalls ixis Leba'n treten zu 1as1en, dem großen Bedürfnis; gegenüber nicht als genügend anar-seben werden. Eine Vermehrung des Kapitals ist nicht nur wünschens- Mrth, sondern sogar nojbwendig. Das Comité gedenkt daher srine Brmükungen nach diescr Richtung hin fortzusetzen und gicdi“ sich der Hoffnung hin, daß das Unternehmen, wir es durch Ausdauer und Energie bis zu seiner jeßigen Höhe empxrgebracbt wordcn ist, durch das Zusammenwirken der Beamten auch noch weit:“r griördcrt werden wird. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es jedoch dcr tbaikräftigen Unterstützung und Mitwirkung größerer „Kräfte, und auf diese glaubt das Comité umsomehr rechnen zu dürien, als es sich ja um die eigensten Jmiereffen der Beamten selbst handelt.

Es könnten beispielsweise während des Winters in den Siädten zum Besten der Stiftung Vorträge grbalten, musikaliscke odcr dra- matische Ausfiihrungen u. dgl. veranstaltet werden. Unscr Bramten- jbum ist ein so vielfeitig gebildetes, daß es nicht schwer halten würde, die erjorderlicbcn Kräfte hierfür zu gewinnen, und an rührigen Män- nrrn, welcbesich derartigen Unternehmmigen mit Vrrständniß, mit Eifer und auch mit gutem Erfolge widmen, fehlt es gewiß nirgends. Dadurä) würde es zugleich („klingen, die Kknritmfz von der Sxiftung in weitere Kreise zu tragen und minenjlicb Nichtbcamte für dieselbe zu irrteressiren. Wir haben in dieser Beziehung schon in unserem Oftoberheft S. 323 darauf hingewiesen, daß so mancher mit irdischen Güirrn gesegnete Pritvajmarm ein warmes Herz für die Beamten und namentlich für deren binier- bliebene Angehörige hat, wenn ße in Roth und Sorgen ihr Dasein fristen müffen. Dem Comité sind aus dicscn Kreisen zum Theil vnaufgciordert scbrm reichliche Gaben zugeflossen; und es wird in vielen FäUen nur der Anregung bedürfen, um dem gemei-sinni.».en Werke neue Jreuride und neue Wohitbätcr zuzuführen. Tritt doch auch der Beamte gern helfend hinzu, wo es das Elend Andcrer zu lindern gilt.

Es würde uns freuen, wenn diese Aideuiungen auf einen er- girdigcn Boden fallen uud der jungen Siiftung reiche Früchte ein- !ragen möchten.

Im Verein für die Gesckzichte Berlins machte am Sonnabend der Vorsißcndc, Geb. Rat!) Sachße, Verschiedene gc- scbäfilicbe 5.1)iittheilungen, wvrauf Stadtratb Friedel die neuesten Erwerbungen des märkischen Museums v.rleqtc. Wir beben daraus Folgendes bervvr: Bei chung von Wasicrrohrcn hat der Baumeister v. d. Oesten zwischen der K'önigsmauer Und der Nruen Friedrichs- straßc einen gemauerten, 187 m hohen (Hana gefunden, der, wahr- scheinlich zu den früheren Feilnngßwerken gehörig, aus der Stadt zum Thore führte, und einen Durchbruch durch den Wall bildete. Dcr (Hangwar möglicher Weise ein Zugang zu cincr AUSfalldpforte und ist vom Bavmeister Dessen sauber abgebildet. _- Eine Handschrift von Paul Gerhardt, 2 Gemälde aus dem Nachlaß drs Geb. Raths Wulißbein, Friedrich "0. Gr. und Friedrich Wiibrlm 11. darstelirnd, 25 sehr sau- bere Bleistiftrzeicbnungen aus dcm älteren Berlin, von Borcbel aus- geführt, und Aebnlicbcs fesselte die Aufmerksamkeit d.s Vereins. -- Zum Schluß legte Hr. F. Meyer die Anfichten des Prof. Ja- cobi in Leipzig über den Ursprung und die Bedeutung des Namens Berlin in einem längeren Vortrage dar. In Uebereinstimmung mit Jidicin nimmt Jacobi an , daß die Spree beim Mühlendamm und bei der Getjraudienbrücke ursprüng- lich durch Dämme abgesperrt war und daher ihren Lauf weiter süd- wärts fortsetzen mußte. Um so geeigneter erschienen die genannten Punkte zu einer Ansiedelung, die dann auch naa) alter Sitte einen ortsbeschreibenden Namen erhielten. Nun lehnt sich der Verfasser an Böhmische Wurzeln an und findet für Berlin die Bedeutung: Ort der Strömung, und für Kölln Ort der Spaltung.

Die Anthropologische (Gesellschaft hielt am Sonnakend im Hörsaal des Gewerbemuseums unter Vorsiß des Prof. Bastian

die le tc Sißung des Jahres ab, in der Prof. Dr. Virchow zunächst den erwaltungsbericbt erstattete. Nach demselben hat sich die Zahl der ordentlichen Mitglieder, namentlich in Veranlassung der hier ab- gehaltenen Generalverfammlung der deutschen Anthropologen erheb- lich vermehrt, und beträgt jeßk 432 gegen 374 im Vor. jabre. 4 Ehren- und 82 korrespondirende Mitglieder ver- miiteln die Beziehungen der Geseüschaft nach außerhalb, Die Sammlungen, die in_stetem Wachsen begriffen, baben neuer- din s in Hrn. Reiß einen 1acbkundigen Konservator gefunden. Die Bi liotbek erhielt einen ZUWach von 80 Bänden; die Sammlung der Photographien bat fick) um 50 Blatt vermehrt. Der Neubau des Musrums ist in Angriff genommen. Für die Eeseüscbaft find au! dsr Anssteilung zwri bleibende Erinnerungen hervorgeganaen: der Katalog, der freilici) 6000 „M gckomet und nur 1686 „M einge- bracht bat, aoer ein Werk von dauerndem wiffensÖaftlichem Werth sein wird, und das ,Phoiograpbiscbe Album“, das Karl Günther unter ])r. Voß's Leitung berauSgiebt und das auf etwa 170 Tafeln alles Hervorraaeade bildlich darstellt, was bisher noch nicht reprodu- zirt war. Die Aussteüung selbst batte 23 000 „M Einnahme, 22 684 „M Auggabe. Der Kaffenabscbluß der Gesellschaft wrist in der Einnahme, einschließlich 1838 «M Bestand, 10185 „jz, in der Ausziabe 8302 „M auf, so das; 1882 „is Bestand verblieben, aus dem jedoch noch reftirende AuGgaben zu decken find. Der Re- servcfonds beläuft sick) auf 6105 „44 Bei der nunmehr vorgenomme- nen Neuwahl des Vorstandes wurde Professor Dr. Viräww an Ba- siians Stelle zum 1..B.1stian zum 2. und Professor Veyrirb zum 3. Vorsißenden erwählt. Als Sckretärr Werden auch ferner Pro- feffor Hartmann, Vr, Kulm und ])r. Voß, als Kaffen- führer Banquier Rittsr fungiren. Von Dr. Heinzel lag ein Bericht über seine Untersuchungen des Urnenbarzes vor. Man kat in Urnen wiederholt Harzklumpen gefunden, die man frübrr zumeist für ausländisches Räurberwerk hielt. ])r, Heinzel glaubt Nunmehr ermittelt zu haben, daß es das Harz der [3613111118- 8163. isi, das noch jcßt in Rußland als Mittel gegen Gicht u. dgl. ange- wendet wird und das also wahrscheinlich auch schon in prähistorischer Zeit als Amulet zu gleichem Zweck gedient haben mag. 1)r. Heinzel hat ferner bei wiederholten Untersuchungen von Urnenswcrben in fast allen Fett vorgefunden urad dies und noch andere Umstände haben ihn zu der interessanten Vermuthung g;.führt, daß als Kochtöpfe berzits beuußte Urnen zur Beiseßung der Verstorbenen benutzt wurden. Vom Prof.Hantelrnann in Kiel ist eine Gußform für Dolche eingeschickt worden, dir erste im hoben Norden gefundene, die zugleich die Ansicht, daß derartige Sachen nur nach dem Norden durch Export ge- lairgt seien, widerlegt. Von den Reisenden der Gesellschaft sind günstige Berichte eingetroffen. Der sckwn Halb aufacgebene Hildebrandtist von seiner schweren Krankheit geuesen und bat seine Arbeiten wieder begonnen. Das Inner: Madagaskars zeigt, wie er in seinem leisten vom 14. Okwker datirien Brief schreibt, bei Weitem nicht die Fruchtbarkeit, die man der Oitdälste mit Recht zusubrribt. 1)r. Flasch befand sich am 45Srptcmber, dem Datum seines leisten Briefes, anf din Neu-Britannischea Inseln. Mr. Maclee hat seine Reise durch die australischen Inseln beendet und befindet sich zur Zrit in Bris- bane an der Ostküste Australiens.

Aus Agram, 17. Dezember, wird grmeldet: Halb Aaram über- riachtet heute im Freien, viele beffere Familien in Bauernhäusckzen der nahen Dörfer. Um 11 Uhr 11 Minuten Abends erfolgte eine schwache Erschütterung VON 1 bis 2 Sekunden Dauer, die Thürcn und Fenster erklirren machts. Zwei Minuten darauf wiederholte sich die gleiche Erschütterung. Die FUTÖT war fast allgemein, dock) verlief drr Rest der Nacht ruhig.

Das Wallner-Tbcaier brachte am Sonnabend cin tienes Lustspiel von L'Arronge. betiirit „Haus Lonci“ zur erstkn Nui- fübrung. Das Stiick hai nicht etwa, wir der an eine Firma ?rinnrrride Titel glauben m1ch3n könnte, die äußeren geschäft- lichen Schicksale, sondern die innerön Verhältnisse der Familie, der Kinker ch Kommerzien - Raths Lomi zum Gegenstande, nämliéb des Sohnes, eincI verbummclien Primaners, der durch das Abiturientenexamen fäUt und nur mit Mühe von einem jungen Schau- spieler Vom selbstgésuchtrn Tode errettet wird, aber die Prüfung dann um so glänzender br Lrbt -, der Tochter, die ficbfür einen jungen ta- lentvoÜen Schanspieirr interesfirt und dadurch mit den Vorurtbeilen des Vaters in Konflikt aeräih, und endlich Lines Mündrls, das sein Herz einem jungen Advokaten schenkt, ohne die Hindernisse zu beden- ken , welche die arisiokratiscbe Herkunjt desselben einer sol-„brn unebenbürtigcn Verbindung in den Weg legen könnte. Die Hamdiumg nimmt manchmal, wie namentlich in der Scene zwischen Üäatér und Sohn im 3. Akt (die an Montjoie erinnert) und den darauf folgenden geradezu eine Wendung i::s Tragische, indessen dauert diesr Stimmusg nicht allzu lange. Und wenn der durrb- gcfuilenc Primaner in jener Scene im höchsten Pathos ausruft: „Jm Lateinischen unger*.ügend1' so ist damit auSreicbend dafür gesorgt, daß das Publikum das Unglück nicbt zu tragisch nehme. Die komikcbe Figur des Malers Hummel scheint zudem ausdrücklich bestimmt, in kritischen Momenten die Heiterkeit wieder herzusteUen. Ueber madche Motive, die wir hier angewandt sehen, wie di: doch glücklicher Weise zicmlick) v::alteten Vorurtbeile gegen den Schau- wielrrstand und die auch nicbt eben mehr so schroffe Abneigung drr Aristokratie gegen den iüchtigen Handelsstand kann man getheiltcr Meinung sein; im (Janzen aber ist das Stück mit jenem Ernst und jener fein beobachtenden Menschenkenntnis; gearbeitet, die wir von dem Verfaffer von ,Mein_Leopold' und „Dr. Klaus“ gewöhnt smd. Das find wirkliche Mentchen von Fleisch und Bein, nicht die scbemenbaften Salonpupvrn ode blödsinnigen Possenfiguren, an denen man fich so herzlich satt gesehen hat! In dieser Bezikbung bat L'Arronge fich entschieden ein Verdienst um unsere zeitgenössische Büb- nenliteratur erworben. Das Publikum seinerseits erkannte dies ebenfaus an, indem es dem Stück eine Warme Aufnahme bereitete und dem Verfasser mehrere Male während des Abends die Ehre des Hermr- rufs zu Theil werden ließ. Gespielt wurde das Lustspiel w vor- trefflich, wie wir dies am Wallner-Tbeatcr gewöhnt sind. Der Kern- merzienrath Lonei des Hrn. Direktors Lebrun ist geradezu als eine Meisterleistung zu bezeichnen. Als Sohn, Kurt Lonei, debüiirie Hr. Dumont in durchaus acbtungomrtber Weise; Hrn. Kadelburßs Schauspieler Reinhard war_von liebenswürdigster Bonoivant-Laune. und Hr. Engels erhiilt selbiwerständlicb durch seine komische Maske und sprudelnden Humor das Publikum in beiterstcr Stimmung, die srlbst durch eine neuimvortirte, aber eigentlich längstherbraurvte Re- denSart nicbt grtrübt wurde.

-- Ein bedeutender Bruchibeil der Mitglieder des Wallner- Tbeaters war am Sonnabend cruso am Bclle-Alliance- Theater in einer Novität tbäiig, nämlich in dem Sckowaiik „Operationen“ von O. Blumenthal und Carl Hartmann-Plön, welcher bei voUbeseytem Hause in Scene ging. Die in jeder Be- ziehung vortbxilbafte Besetzung der Rollen und die aurgezeikbrrctcn Leistungen sammilicber Mitwirkenden, von denen besonders Frl. Wegner zu nennen ist, welche alsjunge Studerain reizend aussah und voll chken Uebermutbes spielte, 11cherte drm Stücke von vornherein eine freundliche Aufnahme, die es umsomehr fand, als der Dialog recht fließend geschrieben und voll prickelnden Wives ist. Das leb- baft auimirte Publikum kam den ganzen Abend über nicht aus dem L:.cbrn heraus und kargte denn auch nirbt mit seinem Beifall, so das; die Darsteller wiederholt und dir Verfasser am Srbluffe der Vorstrilung durch Hecvorcufe geehrt wurden.

Nedacteur : R i e 11 el.

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4. 78r1008UUZ, Ümorrjsariou, JiUZAZUWJ

u. 8. 177. 7011 6113311111de kapiersu.

YYÖHgJaüonen, Aufgebote, Vor- ladungén u. dergl.

[31485] Oeffentliche Znstcllimg,

Die Pommersche Hypotbrken-Actirribank zu (Hös- lin, vrrtreten durch den Direktor J. Kirchner und den Premier-Licuienant ('s. D. F. Qnandt zu Css- Xin, dercn Vertreter der Justiz-Rath von Wilmowski hiersclbit, Cbarloiteristraße 35a, ist, klagt gegen den Partikulier Alb. Friedr. Bohl bierieibst, feinem ge- genwärtigen Arifentbalie nacb unbekannt, wrgen Zak)- 1una von 51570 Zirifen für die Zeit vom 1.April bis 1. Oktobrr1880von der) zusammen 200 0009-11, welche für sie am? dem bierselbji in der Cösliner Siraße Nr. 3 belegcnen, im GaumrdUcwe drr Unmebimgen imNie- derbarnimichen Kreise Band 45 Nr. 2179 derzeichmtw Grundstücke drs Bekiagira in Abtheilung 111, unter Nr, 3 eingetragen steden, mit dem Antrag:, den [eß- ierrn zur Zablnng von 5500 „14 bei Vermeidung der ZwangMoUstreckuna in das vorbezeirbnrtr Pfand- grundsiück 311 vrruribéilen, mid ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 12. Civilkammrr des Königlichen Landzericbis ]. zu*?é?erlin, Jüdenstraße 59, 2 Treppen, Zimmer 71, “au en

18. März 1881, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten G::ricbre zugelassenenKlnivx-lt zu ÖZstLUEU.

ZUm Zirecke der öffentiichen ZusteUung wird dieser 5211113er der Klage brkanui grinackzt.

Berlin, den 10. Dezember 1880,

Molxring, Gerich1§schrcider drs Königliäxrn Larwdgerirbis 1.

[31472] Oeffentliche Zustellung.

Drr Ykrwisanwalr 1)r. Wider zn Offenkacb klagt gcgeii den Christian Meidlinger zu Offenbach, 111111“ mehr Unbrkannt wo abwesend, wegen Vertretnngs- kosten mlt drm Antrags auf Verurthcilung des Be- klagten zur Zahlung von zweihundert drri UNd neunzig Mark und ladet drn Y_eklagtcn zur mündlichen Veibandiung des Recbtéiireits vvr das Gros;- herzogliche ArnisgcriÖt zu Offenbach auf

MitttUorh, den 2. Februar 1881, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwrcke der öffentlichen Zusteslung wird

dieser AUSzug der Klage bekannt gemacht. Wendel, Gerichtssrhreikrr drs Großherzoglichen Nmiögcrichis.

[31495] Oeffentliche Znsteiiunxi.

Die Firma A. Siabi's Wittwe zu Friedberg klagt gegen den Scbrciner Johann Hettkbe zU Lohra, zur Zcit mit uubrkanniem Aufciitbaltsor1 abwesend, wegen Forderung für drmselben in der Zrii VLM Okiobcr1877 vis Novemdrr1880 kiinfiicb über- lieferte Waaren mir dem Arittage auf Vernribei- lung zur Zahlung von 165916 75 „_5 mit 6% Zinicn seit dcm Triac dcr .K'lagezr:stellung, sowie Bestätigung des dicxlcrhaib bci dcm Johann Fink zu Lohra angelegten '“ rrestes bczüalich der vom Be- klagten fiir den xc. Fink kcstrilienen Baukosten und ladet den Beklagten zur mündlichen Vkrband- lung des Rechtsstreites vor das Königliche Amis- gericht zu Fronbanicn auf

den 8. Februar 1881, Vormitians 10 Uhr.

Zum Zwecks der öfsriiil-chcn ZUstellung wird dieser 21115er der Klage bekannt gemacht mit drm Hinzufügen, da!“; die Vdilzixbung des Arresics durrh HiUtéleaiMJ von 200 «75 qcbemmt wird.

Fronhausen, dm 13. Dczemdcr 1880.

Der Gcrichtsschrciber drs Königlichen Amißgericbts.

[31499] Oeffentliche Zustellung.

Die Ehefrau des Ryszsrbläcbters Otto Kröbl. Sophie. geb. Tbieleckr, bier, klagt gcaen ihren jetzt in unbrkannter Abivesrnbeit lebenden Ehrmann, den Rofxsrhlärbter Otto Kröbl, wegen böslichrn Ver- laffcns auf Ebrscbeidnng mit dem Anfrage:

das zwischen den Parteien bestebcnde Band der Ehe 311 trennen und den Verklagien für den allein swirldigen Theil zu erklären, Und ladet ibn znr mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die erste (Zivilkammer des König- lichen Landgerichts hier auf

den 11. Avril 1881, Vormittags 1171 Uhr, mit dr Auffordrrung, einen bei diesern Gericht zugelaffenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser AUZzug der Klage hiermit bekannt aemacbt.

Magdeburg, den 7. Dezember 1880.

Die Gericbtßscbreiberei der 1. Civilkammer des

Königlichen LandarriÖts. Nuthmanu, LandgeriÖissc-cretair.

[31496] Oeffentliche Zustellung. Der Iustizraib EUendt bier klagt gesen: ]) die verwittwete Frau Anna Lay hier, 2) den Loomann Andreas Lux, zuletzt in Butikub- nen 5:1 Goldap, cht un ekannien Aufenibalts, Wegen Zahlung von 9000 „Fi und Zinsen, mit dem Antraae:

,a. die Beklagten zur kosienpflichtigen-Zablung von 9000 «ja nebst 6% Zinsen seit dem 1. August er., zur Vermeidung der Subbastation des Grundstücks, Hintere Roßgarten Nr. 44, zu veruribeilen ;

b. den durch Beschluß des Königlichen Land-

unddurcb das Königliche ?imngericht hier ein- geletteien Arrest für brßründrt zu erklären; 0. daqurtherl auch fiir vorläufig roüstreckbar zu erklaren; Und ladet den Beilagirn, dematm Andreas Luiz, ziir mündlichen Verhandlnwx, des Rechtsstreits vor die dritte (Zivilkammer de12 Könislickyen Landgcriibts zu Königsberg i. Pr., Theaterplaiz Nr. 3/4, Sißungs- zimmer 79, auf den 16. Februar 1881, Vormittags 10 Uhr, trzi'r der Aufforderung, LiULN bci dcm grdachtrn Gx- rrchte zugclaffrnen Axxwalt zu besisilen. Zum Zweck? drr öffrnilichen Zasieilung wird dieser Auszug der Klage brkarmt grmackyi. Königöbxrg, den 13. Drzembsr 1880. Hensek, Gcricbiéschrriörr des Königliciyrxi Lax:dgerichi§.

[30413] Ocizrntiirixe Znstriixiiig.

Drr Kaufmann C. Voigtländsr 35 Essen, Viol)- bcfersiraße, vrrireten durcb JUstizraid Rochoil, klagt gegen den Kanmann (H. F, Keiler, früher zu Bar- men, jetzt obne bekämpfen ded- und Aufenthalt.?- ort, wegen Mieibe aus dem Vrrtrage vom 26. No- vember 1877 und der Urderw-Zisung in der Konkurs- sache H. Kixme & Co. zu EffLU rnit dem Anfrage, den Beklagten zur Zabiung 5011 1225.14 nebst 50/0 Zinsen von 175 „14 seit 1. November1877, 50/0 (Zinsen Von 525 916 ssit ]. Febrxmr 1878 und 50/0 Zinsrn Von 525 „44 seit 1.Mai1878 zii derurtheilen, auch das Uribeil event. gcgen S-icßcrsieÜunq für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet deri Beklagien zur mündliÖen Vsrhandlnng des Rechts- streits vor die Kammrr fiir Hamdrlssackxen des KönigUÖen LandgrriÖiH zu Eisen ami

den 26. Januar 1881, Vormittaxis 10 Uhr, mit der Yiaffoxderuna, (*in-xn bci drm gedacdisn Gerichi€ zugelasjemn Anwalt zu besixilcn.

ZUM Zwecke der öffentlickyrn Zusiciiimg wird dirser AUIZUJ der Klage bekannt aenracht.

Essen, 6. Dezember 1880.

Wilhelmi,

Gerichtsschrciber des Königlichen Landgcrichis.

[315001 Qcffwtlirbe Zustriinug,

Die Firma M- I. Mayer Wiirme zu Offenbiirg, vertreten durch ihren Prozeßbevollmärhtigten ])r. (Günzburg dasxlbsi, grmäß Voümarht vom 10. Ok- tober 1880, klagt gegrn drn Gastwirtl) J. Bever, zU Königsboirn, Bann Straßburg, vormals wohn- haft, zur Zeit obne bekannten AniMHaiiSori, wrgen Ford:runq von 107,12 W für ariicfrrten Brannt- wsin, mit dem Anfrage: den Bxklagtcn zu der- uribeilen, an Kläxcrin die Suwmr “ron 107,12 «16 nebst 6% Zinscn seit 9. Oktodrr 1880 zu bezahlen und daß Urtheil für vorläufig vciisircckbar zu er- klären und ladrt den Brklagirn znr münd1_ichen Vrr- handlung “ces Reckotsxirriis vor das Kaiserlirde Amtsoerirbt zu Straßburg i. E., Entrnbergpiay Nr. 10, auf

Mittw-zckx, den 2. Februar 1881, Vormittags 310 Uhr.

Zumercke drr öffentliÖen ZUstCUUUJ wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Straßburg, den 15. Drrember 1880.

Bari), Hülfsgzrichtsschreidcr des Kaisrrliöhen Amtxigeriäyts.

[31460] Oeffentliche Zuriclinng.

Die Ehefrau des friihersn Krämrrs Grora Cl)ristian Justus Seidert, Mattbtldc Sophie Dorothea, geb. Kohrn, aus Lübeck hat ihren Ebemann verklagt, wcildcrsclbe sie böÖliib verlassen habe und beantragt:

principaöisr: den Beklaxten schuldig zu erkennen,

zurückzukehren und däs eheliche Lcßrn mit der Klägerin foriivseyen,

(3176111111111161': den Beklagten für eiiien böslicben

Vcrlaffer zn rrilärrii, die zwischen Parteien bestehende (Fixe dem Bande nach zu scheiden, drn Beklagten für den fchu1digen Theil zu erklären und ihn zur Zahlung des wirkten Tbciis seines Vermögens an Klägerin zu veruribcilcn.

Zur Verhandlung des Rechtsstreites ist Termin vor der Civilkammer 1. des Landgerirbts hies. auf Dienßag, den 1. März 1881, Morgens 11 Uhr,

anberaumt.

Der Beklagte, desen Aufenthalt unbekannt ist, wird zu diesem Termine mit der Anfforderung ae- laden, einen bei dem hiesigen Landzcricbte zugelasse- nen Anwalt zu besteÜen.

Lübeck, den 13. Dezember 1880.

SÖWeiss. Gerichtsscbreiber des Landgerichts.

[314931 Oeffentliche Zustellung.

Der Michael Burkina, obne Gewerbe zu Ein- cinnati wohnend, vertreien durcb Rech1§anwalt

"*"OefferttlicherÉcnzägee. »

])r. Vobsen, klagt gegen den "Friedrich Burgau, obne bekannten Wobn- uud Hiufcntbaltsort, und Kons., mit dem Anfrage: die Tbeilung der Hinterlassenschaft des Ackercrs : Friedrich Burgun aus Breitenbach und dcr-Z jenigen seiner Ehefrau Katharina Thomas in' der Weise zu verordnen, daß 1) Michael Bur- .- aun, obne Gewerbe in Cincinnati wohnhaftß

gerichts vom 30. November cr. angeordneten

2) Burgau Friedrich, unbekannt, wo abusesend,"

MW-axaimeÉ-Z- ." * U * * " * "*" * «.*LQ'K'k-szö

5. LuciustriSUs Fmbljssswczrrrs, LabrjRSU um! (31-08811311661. & 6. Uerßdbjczrisug Lskanyrwaebrszu.

8. ?beaixr-stsigdn. [111 (18! 13078611- 9. kawüwn-Faabriodrsu. [ ijjags.

JNi-rrate nehmen cw: dieLlunoncexi-Cxpediiiomu des „vaalidmdauk“, Rudolf Muffe, Haaseußrirx

Vogler, G. L. Daub: & Co., E. Sch1otte,

Büttner & Wintrr, sowie a:]: übrigen größsxeu

AnnoneeU-Bnreans.

*-

3) Amira Bein zu Breidenbach, als Mutter uriddewizliche Vormündrrin ihres 11.051) minder- jabrtgrn tn ihrer Ehe mit Johann Burgau erze'ugtrrr Sohnes Michael Bürgin! je ein Dritthetl erhalten und dir Parteien zm: Mas- senaurstriläng und Liqaidation vor den mit drtir'Thrilungk-geswäste zu denuftragexidrn Notar Dcvrcqur zn Bitsch zU wrrweisen, Und ladet die Beklagten zur :nüridlickoer'. Verband- luxr-zf dcs Re-Zbißstrciteß vor das Kaiserlich? Land- acricot IU, Saarsemünd unter Abkürzumg der Ein- laffungsfriit auf 2 Wochen, arif den 23.Fcbruar 1881, Vorrnittasxs9U13r. Zum Zwecke_ der öffentlichrn Zititrllmig wird dieser ÜUMUI dzr Hlagr brkaxmt gerixaibr. Saargrmünd, den 11. Dezember 1880. Der Oder-Sekrrtär: Erreu.

[313741 Oeffrntliche Zustellung.

Die Ehefrau Marie Niexrirner, er, Reinke, zu Hamburg, ' vertreten durch den Re(hisanwalt Dr. G. Michabelles, klagt gegrn den Maler Jer- diuaKd Peter Wilhelm Niemeyer, UUÖLkÜUUten Aufeiijbaits, wesrn Ebeicbeidur-g mit dem Antrage, den BefiJgien der bösiickprn Vcrlasiung sriiirr Ebrirau iar schuldig zu erkennen ur-d di.». zwiscixcn dcn Partsirn bestehend: (Ehe vdm Bande zn irrnnen, auch den Brilagien in die Kosten des V-srfabrrns zu veruribeilrn, Und ladrt den Befla,“;trn zur münd- lichen Verbaridlung drs Rrchissireiis vor die zweite (Civilkammer dcs Landgerichis zu &ckdeng auf den 15, März 1881, Vormittags 10 1155“, mit der Auffordrrung, einsn bei dem gcdachirn ("„He- richte ;uaxlaiirnen Anwaii 311 5251211221,

Zum Zwrcke drr öffentliideii Zusteiiurig wird disse): NUIzUJ der Klage bekannt getnxiht.

Hamburg, den 16. Dezrmbrr 1880.

Sözlieckan, GeriÖiösÖrrid-r drs Landgerichts, Civilkammrr 11.

[31476] Amngericlxt Hamburg.

Arif Aniraa Von Johanna Fri€d=rikck Carolixia Frccrks, ch. Demöff, des Jobamnrs Eligs Chrisjian Freerks Wiitwe wird ein Aufgrddt dahin erlaffen:

dafi Alle, welche an de:) Liiaa'zlasx des am 23. Juli1880 zu Alt-Rahljirdt Verstorbenen Jor bannrs 0511in Christian Freerks Erb- oder sonstige Lanrüäie zu baden Vermrinm, oder Welche den Bestimmungen des VON d-nr gc- nannien Erblaffer in Gcrnrixsrbafr mit feirirr Ehrfrau am 11. JaUuar 1879 errichteir'n und am 19. AUJUft 1880 bisrsclbst pUdlizirten argen- seiiigen Trsiamenis, insbesondrre der 6111 Grinid dieses Trstdmenis Von drr Aniragsieil-rin in Ansprnck) genommcxicn chngiiiß, dcn Nachlaß allrin zn Vcriretrn, widersprrkyen Woilrn, hiermit aufßss'ordert Werdrn, solche Ari- Ur.d Wider- sVrürde spätestens in dem auf

YUKZWQKJ, 2. Februar 1881, 1011111“ V. M., aiiberaumTrri Aufgeboistermim im unicrzeicbneten Amißgeriww aanmeldcn bci Strafe der! Aus- schluisrs.

Hamburxx, den 16. Dezember 1880.

Das ?xmtsLericht Hamburg. Q-ivil-Ubtheiluiig 1. Zur Beglaubigurg: Romberg, GériÖtI-Sckreiär. [314771 Amtsgerickjt Hamdurg.

Auf Wiirag von Hrrtrmrm Stdffert und Philipp Kraml, als Teiiatnentévdüstreckcr von Bernhard Rein- hard Beinbauer, wird ein Adfgcbot dadin eriaffrn:

daß Alle, welche an den Nachlaß des am 22. Okirber 1880 bicselbst Versiorkeucn Bern- hard Reinhard Vriubauer, Crb- rder sonstige Ansprüche zu haben Vermeinen, oder wclche den Bsftimmmigcn drs von drm genannten Eri)- 1afier am 26. Juni 1876 erriébteirn, mii 4 Nachträgen vom 3. Dezernbrr 1878, ]. Juli 1879, 1. und 27. Januar 1880 versebcnen und am 18.Ndvember1880hicieldst Pudlizirtcn Testa- ments, insbesoridcre dea den Aritragsieiicrn als Testamentsvoilstreckern rrtbrilten Befugnissen widersprechen wollen, bicmit aufgefordert iverdcn, solche An- und Widersprüche spätestens in dem auf

Miltivorl], 2.Februar1881, 10 Uhr 23.-M., anberaumten Aufgebotéicrmin im unirrzririmeten Amtsgerichte anzumelden dei Sirufe ch Auk- schlusses.

Hamburg, 15. Dezember 1880.

Das Amtsziericht Hamburg. Civil-„lbtbcilnng 11. Zur chlaudigung: Romberg, Gerichts-Sckrrtär.

[31501] Sublmstalionspatcnt und Aufgebot.

Jm Wege der Zwanasvolisircckuna soll auf An- trag des Kasfircrs H. Reimers zu Aurich die dem Arbeiter Harm Ecken de Wall zu Walle gehörige, dasrlbst beleaene, im Grundbuch des hiesigen Amts- aertchts “10111. 11. 701. 13. Nr. 802 kay, 233 remi- sirnte ungetbcilte Hälfte von 4 Dicmatb 170 OWN. Landes in dem

auf Freitag, den 11. Februar 1881,

_ Morgens 10 Uhr, im birsigen ' Gerickztslckale anstrbrndrn Termine offentlrcb meistbietend subbastirt wcrden.

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Die Verkaufébedinsmnaerr lirgsn drri Wdcixeri vor drm_Termme zur Einsicht aaf hiesiger GerirhtÉ- schretbrrei *aus.

Gleichzeitig wrrden AÜe, welche an drm Verkans- objekt? Eigenihumsz Räd», lehnrcchtlirbr, fidei- komm:ffart]che, Pfand- urid andere dinglichr Rechte, insbesoridere aUcky Srrviintsri und Rralberechtizam geri zu haöen glaubrn, aufgefordert, diese RWK sp,are_1rens in dem angeséßtsn Termine anzumelden, widrigenfasls sie damit drm neuen Erwerber g:“gcn- uber ausgeschlossen werdrn.

Aurich, den 13. Dr'zrmker 1880.

KöuigliOLS Amißgeriébt. 111. (gez.) Lindemann. Beglanbigt: Meencnga, Gerichtsichreib-Zr.

Zwangsvrrstcigchgspwklam und [31491] Verkaufs - Anzeige.

Nachdem von drm unterzeicbneien Gericht, in Sachen des Gastwirths Lars Andrrsrn hirrsrlbst, wider den Kolor-isten Johann Hennirigsen in Neu- borm, wegen _eines protokoUirtsn Kapiiass Von 206 „44 nrbst Zinsen und Kdsrcn, der Zwarigd'oerkauf der dern Beklagien gebörigrn, zu Neubörm br-[rgenen K'Olonrsieusirüe Verfügt worden ist, so wird Termin 311111 rffentlichrn Aufgebot und Verkauf der geriamiten SicÜe auf

Mittrvoch, den 9. März 1881, , Morgens 10 Uhr. im Kruge drs Koionistsn von Lankrn in anberaumt.

Zrmxlriäy werden die Könixilicbm HrdUngSli-éamten 13er Cmnrbrncr des Distrikts aiifgeiorderi, di? rück- 1101117113611 Leistungrn imd Geiälir des 1). Hrriningien bixmen 6Wdchen & (181.0 der [Wien Bekannimacbung bei dem unierzeicbrieten Gerichi anzumelden, Alle Und Jede (zizek, 'mit Außnahme der protokoüirten Pfandglaubrger, ihle etwaigen Protestaiionrn gegen deri Verkauf dtnnen gleicher Frist hierselbst anzu- bringen, widrigenfakis der Verkauf voilzogrn und die gedachte Steile dem Meistbietenden anspruchsfrei wird zugeschlagen werden.

Dre bezüglichen Verkaufsbedingungen liegen 14 Tage vor dem Termin auf der hiesigen Gerichts- schreibrrei zur Einsicbt aus.

Säx18swig, den 14. Dczembcr 1880.

Köriiglicbcs ArniéaeriÖt. Abtheilung 11. aez. Hennings. Veröffentlichi: König, ©ericht§schrci53u

[31505] Stcigcrungs-Ankundtgung.

Ju Fc-[gr ricbtrrlicbrr Vrriüzung wcrdrn rm.h- drrzrirhneie Lir'ZMsÖthCN der Lorenz Fiscjirr (Fix- iraU Brigitta, geb. Reichert, in Obersadiakb am

Dienstag, drn 25. Januar 1881,

' Nachmittags 21 Uhr, auf dorirgrm Raidbaaie öffentlich versiciacrt und cndgiliig zugeich1agen, wenn drr SÖÜHUÜJÉPLLW Oder mehr eriöst wird.

1) L. B. Nr. 90:

36 Ar 63 Mster Hoiraitbr, Hausgaricn uud Ackerland mit anf der Hofraithe befindlicbem anderthalbsiiickiacm Wohrihaus, BaikenkeUer, Sweurr mid Stallrmg, Gewann Sänris neden Jdsef Lamm und der Säntißgaffr ncbsr auf der Behansung rnbrxidrm balken Marktbril von ungefähr 18 Nr Wiesen, tax. . 2950 «xc. L. B. Nr. 92: 9 Vir 50 Meter Acke land, Géwarin Säntis, tax.. . . . .

:Ubörm

. 400 , Summa . . 3350 «14

Hiervon wird dir Swuldiierim, dcrrn infrntbalts- ort unbekannt ist, mit dun Viniüzen brnnrhricbtigt, daß sie, Wenn fi: Vsrsieiseruna auf Zaiilunßszicler wünscht, cn1weder schriftlirhc Einwiiiiguug der Gläu- biger oder eine vor din 111310118 Tagcn dor drr Steigerung nacbzusnöbende richterlichc Verfügung beizubringen hake.

anleicb wird dsrselkcn arichgedcn, rinrn am Sitze des biefigen YmiMcricdtcs wohnbaitcn Gc- waltbaber aufzusicÜen, widrigcnfalls (111? weiteren Ankündigungen gemäß ,L 187 dcr R. E, P. O. nur an die (Hrricbjstafcl axixxriÖiaßori würden.

Aäxeru, den 14. Drzembcr 1880.

Der Gr. Notar. Ehchalt.

Oeffentlitbc Zufteünnß. Dic Handlunasarscü- schaft Leopold Brandes & Co. zu WcrjlW, Vertreten durch den Justii-Ratb Bachmann ]., klagt «earn den Kommissionär Hrrmann Zuck) zu Wcrtbor aus dem Krmmisfionr-Gcschäff§vcrkcbrc mit dcmsciben mit dem Antrage auf Vernrtbciluna dcs Beklagten zur Zahlung cines Saldo ron 460 .Fr 62 «11, und ladet den Beklagten zur mündlikhcn Verband- lung des Recbtéstrciis vor die zweite (Zivilkam- mer des Königliwcn Lindacrikbis zu Bielefeld anderweit auf den 12. April 1881, Vormittags 11 Uhr, mit der Auffordcrung, einen bei dem ge-

dacbten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. 2 Zum Zwecke drr öffentlichen Zustellung wird dieser [AUOznq der Klage bekannt gemacht. Bielefeld. : den 14, Dezember 1880, Sämlk, Gcrichtsschreibcr ' des Königlichen LTUOJOÜÖW.

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