1880 / 303 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 24 Dec 1880 18:00:01 GMT) scan diff

höhung des Extraordinariums 11cker zu steÜen. DemnaÖ wäre

darauf Bedacht zu nehmen, daß der erste Akt der Reichsfinanzgescho _ _" . zu Gute kommen, beziehungöweise als produktive Außgabe11 fur Kultur-

? zwecke und große Meliorationen ihre Deckung in besondexen Kredit-

gebuug für Preußen eine Erleichterung um mindestens 36 bis 40 Millionen Mark ergebe.“

Es geht hieraus hervor, daß die preußisäoe Finanzverwaltung ? von Anfang an den Erlaß der Klaffensteuer für d1e 01er untersten ,

Stufen in dem ersten Stadium beabsichtigte und darauf 20 bis 21 Millionen verwenden wollte,]wäbrend gleichzeitig 16 bis 20 MiUionen zur Bedeckung der Staatéaußgaben disponirt werden sollten, - ein Betrag, durcb welchen das Defizkt noch lange r1icht9edecktwerdcn konnte. In gleicher Weise sollten dann auch auf die ferneren Stufen belide Zwecke stets 9311 11115511 neben und miteinander zur Realisirunz ge augen.

Die Denksärift fährt fort:

„Von dem langsameren oder rascheren Stei9en dcr eigen-“n (Fin- nabmen des Reichs wird es dann abbänaen, 05 die Tbcilung der Grund- und Gebäudesteuer in zwei Etappen (erst 259/11, dann 500/17) oder auf einmal wird erfolgen können. Jede dieser Steucrübertra- gungen wird fich aber bei dem steten Hervortrkten allgemeiner Be- dürfnisse nur ausführen lassen, wenn 91eicb1eitig eine enjspreckende Erhöhung des Hauptextraordinariums im Staatshaushalts-Etat 9e- fichert werden kann.“

Da die Erträge der vom Reichstage im Jahre 1879 bewiüégten Zölle und der Tabaksteuer auch nicht annähernd die zur Durchführung des (“zeplanten Reformwerkes erforderliche Summe 0011 245 Millionen ergeben, so wurden dem Reicbktage in seiner vierten Legiölaturperiode dritte Session (1880) ein Geseßentwurf wegen Erhöhung der Brau- steuer und ein Entwurf, betreffend die Erhebung von ReichIstempel- abgaben vorgelegt. Ueber die Abfickyten, 0011 welcbcn die verbündeten Regierungen bei Einbringung diescr Vorla9en ge1eitetwurden, bat sick) der Untcr-Staatssekretär imReicbsschatzamte 111 der Sißung Vom 11. März 1). J. ausführlich auMesprocben: .

Er äußerte m1tBez119 auf die 9191111 die S1eucrrex0rm 110013711211 EinWendungen unter Anderen:

.Der erstere mildere Einivand, der Wesentlich (111111117 Ver- 111911119 der Sache hinauskommf, redet das W011 einer 1an1]s€1Me11, stÜckWeisen Durchführung der Steuerreform, während dock) von der- selbrn Seite früher dafür plädirt worden ist, in möglichst 9rofzem Style, möglichst 1171111111 und umfassend das Werk in 211191117 zu neh- men und durchzuführen. Das ist auch 1111112 der Standpunkk der verbündeten Régierungen, und ich glanke der richti-„xere, der 0011 der Mehrheit aller Betheiligtkn an der Steuerreform ebenfaUs eingr- uommen wird.

Der andere rakikalcre (&.me negirt im 2911101116110 die weitere Durch1übrun9 der Steuerreform; denn ohne eine Mikere Erhöhung der indirekten. Steuern ist fie 111601 durchführbar; dic 111013211 21a§9abeersparnis1e, wie mit sie auch im Sinne der Herren, die “0711 Einwand erÖeben , gctriebcn werden 1611111111, selbst 1011111 sie Dazjenige mit erfassen soUten, was (1113 un- entbehrlich anzusehen ist, würden nie die Summe cr9eken welcbe erf0rdsrlich wäxe, um das Werk der Reform dEr direktcn Steuern in den einzelnen StaaTen durck'zuführen. Der Einwand 1111151 fick) auf die schon an9edeutete Behauptung, daß die Versprechungen, auf die bin man die Sjeuererbebungen bewiUigt babe, 111181111111 gxblieben seien und unerfüllt bleiben würden. Ick 111156 1111011 einmalGe1e9111- beit genommen, diese Auffassung als eine irrige zu 0111111911111, und ich muß dies beute wiederholt hervorheben. Wenn wirklich ein:,rlne 92- schtiebe11e oder gesprochene Säße zu der Auffasjung Anlaß biefen, eine 1011116 Wortimerpretation zulaffcn 1011111211, herausge1öst aus dem Zusammenhang dis Ganzen, so würden eben so viele andere Säye geltend zu machen sein, die klarer darthun würden, daß es 7111) um Versprechungen überhaupt und um solche aussch111ßlichcx1 V::sprecbun- gen für die Steuerreform nicbt gehandrlt hat.“

Es find dies Worte, welche genau auf die jetinc Situation passen und aus denen deutlich hervorgeht, daß die Stcncrrefoxm damals wie jetzt mit Gründén bekämpft worden ist und bekämpft wird, die denjenigen tbatsäcblichen Grundlagen n1ch1 entsprecher1, welche 0011 vorn herein festgehalten wvrden sind.

In der Sißung vom 27. April “0. I. äußerte dexsclbe HLN? Redner s1ch folgender Art:

„21118111, msine Herren, der 65111131111er ist ja nur ein Theil des Gefammtplans, der Ihnen im ve1911119enen Jahr aquührlick) dargele9t und begründet wxrxcn ist, dem die Majoritär dieses Hauses im vorigen Jahre zugestimmt hat, und in Bezug auf 101115111 das Bedi'11111iß im Allgemeinen hiernach also nicht 0105 (1113 5111111111, son- dern als anerkannt betrachtet werden kann. Se1bst nur eine erneute Erinnerung daran mag Manchcm überflüssig erscheinen, aber es ist der Entwurf nur ein (Glied in der KLM 0011 Maßnahmen, die 09311 best1111mt sind, die Einnahmen des Rsiäx-s (1113 seinen e19e11e-“1 Q111'111n dergestalt zu Vermehren, daf; 11111 eigener Bcdarf daraus gedeckt wer- den und daß darüber 511111112 das Reick) “den (3111911199211 die 2111th1 gewähren kann, die fie 11111fo11, um ihre Defizits zu decken und eine die übrrbürrcten Swultern cn11ch111111de S1euertéfdrn1 durchzuführen.“

Die GcseßenWürfe, 11111 10116)? 13 fich 111 dcn 1123119111191-11S1151111- gen baridslte (Bra11s1eurrerböhur19, Sfcmpelsteuer) 921111191111 jsdocb nicht mr Annahme.

Ueber die Gründä, irelcbe, abgessben 0011 dcn Ved211kct1919711 die Einzelheiten dieser SthrPcojekte die 63191111 jener 2101199111 leiteten, sprach sich der 21119. Mkwdel i:. dyr Sißung des 910111119913 00.11 11. März cr. wie 1019! (11:11:

„Nun, meine Herren, wenn von unsersr Seite schüchtern 911 und zu darauf k)11191deutet wordrn ist, daß die Finanszorm doch nicht 0106 in der Annahme der neuen Steuern 111111111127, so::dcr1_1_, das; doch auch zugesagt worden ist, daß andere Stcuern dafür 1111111111 117de sollten, dann, meine Herren, haben Sie doch auf dieser Seite des Hauses (rechts) immer erwidert, wir möchte11 abwarten, bis die be- reitz bewiUigten Steuern Eingegangen wären und dann eéren 101113611 Erlaß ermöglichten: - nun, meine Herren, wir möchten Sie jeßt bittcn, doch abz'awarten, bis erst in einer Beziehung, 101,-111 anch em kleir-er (Er]aß 111 F01 e der nc-uen Steuern mSglich 91macht 1r0rdei1 ist, und wenn das 91§cheb1n sein wird, "11111111 kann man ja über die Weitcre Durchführung der beabficbtiaten Finanzreform sprechen, aber die Finanzreform einseitig nur als Einführung neuer Steuern auf- zufassen, damit können wir uns nicht einverstanden erklären.“

In ähnlicher Weise äußerten fich auch andere Abgeordnete 0011 der lir1ke11 Seite des Hauses.

Um derartigen, die Intentionen dcr Regierungen in ZWL171'1 ziehenden Bemerkun9en die Spike abzubtech1n und der 1121111110118- tigen Bevölkerun9 die verheißene Erleéch1er1m9 der direkten Steuer- last zu bieten, trafen die Finanz-Minister der dkutschen Staaten 111 einer im Laufe dieses Sommers zu Coburg abgehaltenen Konferenz folgende Vereinbarung: '

„daß bei weiterer Ausbildung des Systems der Reichssteuern die zu erwartenden Mebrcrträge mindestcrs von den in der letzten S1ssi0n des Bundesra1bes und Reichöjazcs in Aussicht genommenen Besteuerungdgegenständen nicht für den_ Rcichsbausbalt zu bean- spri7chcn, sondern den einzelnen Bundesstaaten unverkürzt zu über- we en;

daß die Regierungen der Bundesstaaten es übereinstimmend als ihre Aufgabe anerkennen, nacb Maßaabe ihrer verfassungßmäßigen Befuxmiffe dahin zu wirken, daß die überwiesenen Beträge zu einer entspreckxenden Ermäßiguna bestehender Steuern - in denjcnigen Staaten aber, wo andernfaUs eine Erhöhung der letzteren eintrkten würde, zur Abwendung beziehungSWeise entsprechenden Abminderung der Erhöhung verwendet werden.“

In Ausführung dieser Verständigung schlägt der vorliegende Gese entwurf vor, die Erträge etwaiger neuer Reichsfteuern aue- sch1ie lich und unverkürzt zu Ermäßigungen direkter Steuern und tbeildweifer Ueberweisung derselben an die Kommunalverbände zu ver- wen en.

Es 111 hierbei davon abgesehen worden, die Erträx-„e drr Reichs- steuern zur Deckung des Defizits in Preußen heranzuziehen, da ange- nommen wird, das; die steigenden Staatkeinnahmeu hierzu schon an und für sich die Mittel bieten werden. Abgesehen hiervon wird dafür gesorgt werden müssen, daß das jährliche Budget in seinem Extra-

ordinario von denjenigen Aussaben entlastet werde, die über den Jabreébedarf des Landes hinaus in Zukunft der Nation vorzu97weise

geseyen zu suchen haben werden. Geschieht dies und gestalten ficb die Einnabmen des Landes ritcbt ungünstiger, als dies zur Zeit den Anschein hat, dann wird es emer Forderung 00.1 44 oder 60 Miklionen Ykark zur Deckung des De- fizits nicbt bedürfen; dann wird man vielmehr die etwaigen gesammten Ueberschüffe aus dem Reiche zur Steuerreform verwenden können.

Statistische Nachrichten.

Nach Mittheilung des statistischen Bureaus dsr Staki Berlin find bei den 616091311 Standesämtern in der Wache Vom 12. Dezember bis inkl. 18. Dezember cr. zur Anmeldung ge- kommen: 171 (Eheschließungen, 832 Lebendgeborene, 48 Todtgeborene und 450 Sterbefälle.

_Beider MaadeburgerAllgemeinen Versicherungs- 21 kti enge se llscbaft - Abtheilung für Unfallverficberunq - kamen im Monat November 1880 zur Anzeige: 22 Unfälle, welche den Tod der Bciroffeiten zur Folge gehabt haben; 12 [WWW, in Folge dkren die Beschädigten 11011) in LebenSgesabr schweben; 34 UnfäUe, welcbe für die Verleßten worausfiäptlich lebenslänglicbe, theils totale, :heils partielle Invalidität zur Folge babkn Werden, 726 UnfäÜe mit voraussichtlich nur vorübcrgcbender Erwerbsunfäbigkeit: Summa 794 Unfälle.

- 'Der Magistrat 0011 D071m1111d, welcher anährlicb cinen Be- richt über den Stand und die Verwaltung der (Ge- meindeangele9enheiten der Stadt Dortmund dsröffent- licht, bat denjxnigen für das Jahr 1879-80 erst kürzlich beraus- 9796111'11, um 111 demselben 11011) möglichst genaue Daten über die Re- sultatx der Armen- und Kämmereikaffenverwaltung liefern zu könuen. Nach dem BeriÖte umfaßte der Gemeindebezirk 11011 Dortmund 2767 1111 31 a 77,9 9111; die Bevölkerungsaufnabme im Herbst 1879 ergab 62 011 Einwohner, 919211 59 376 im Vorjahre. Nack) ren StandrMmtSrUistern sind in dem Kalenderjahre 1879 1111961112le als lebend,:eboren 1601 Knaben, 1612 Mädcbrn, in Summa 3213 Kinder, darunter 95 uneheliche, ais 10d19eb0ren 58 Knaben, 52 Mädckaen, in Summa 110 Kiödsr. Es starben 816 männliche. 724 111110111112, in Summa 1540 Personen. Auf9ebote wuxdcn 570 cr1assen, außerdem 223 VonandkrenStandeßämtkrn Übcr- sandte bekannt gemacht, 548 Eben 911111101751. Gegen das Iabr1878 sind 226 Kindsr mehr grborcn, Todtgoburten7 weniger vorgekommen, 257 Personen 1111111911: 9211010111, 48 Auf9ebote mehr erlassen und 41 Eben mehr 9111111011111, Von den Brautpaaren waren 241 evan- 9elischer, 184 1915011111261: Konfession, 5 jüdisckx-er, 1 dissidsntischer 911119101, 117 gemifchkcr Konfession. Von den Vörstorbean 1540 waren 495 Kinder im ersten Lebsnsjabre. Als TodssUrsakbc kamr'n am Häufiastcn vor: Schw10dfucht (221), Krämpfe, 10110111- fivische Cclcmvfie (140), Lunaen- und Brustseüentzündung (136) und Erkranknng drr Gchirnhäute (115). Nach der Gebäudesteuerwüe pro. 1879/80 10111111 im Stadjbezirkc Dort- 1:11:11?) vorhanden: 3. zum 2130011111 1711111311? 11111) deQbalb mit 4% des NußungIWertbeI zur (Gebäudisteuer drranlagte Gebäude 4282, 1). zu gewerblichen Zwkcksn dicnendc (Gebäude 1456, 0.11euer- freie Gekäudc, worunter 111151111111 find die für den öffentlicheuDienst oder für 111111111111, Schub Ic. ZMcke bcftimmtén Und diejer119en 1111- bewc-b11bar1n Gebäude, Welche laudwirtßschastlich1n Zwecken dienen 1263, zusammen 7001. 9100311800111 Wurden in dem Geschäftsjahre 1879/80 an Neubauten: 1) Wohnhäuser 12, 2) Hintergebäude 83, 3) kle1nsee Umbauten 92, Summa 187. Davon blieben jedoch 1111914971651]: 06 2) Hintergebäude 5, 11113)Umbautcn 3, zusammcn 8.

In der Um9e11end smd die weiten Str.“.cken unbebauten Landes ganz verschwunden und 111111 derselben 9111 kultidirte fruchtbare Gartenstück-x entstandén, die meist von Arbeiterfamilien gcpachte! 11111).

Im Gewerbektricb hat 1153 zwar noch keine durchgreifende Bkffk“ run9 bcmerkbar 9emacht, doch hat sich das Vertrauen 1131811191. Die Bestrebungen, das Innungswesen neu zu beleben, haben '1*ur die K0111itit111r11119 einer Bäcker- und 1111er Fleisch1r-Jn11u119 zum Erfolg gehabt. Die Reicbébankhauptstelle 110116 233 063 455 .“ Cintxabmen 11120230 576 685.46Ausgaben, 929711244 201 339 ckM- bzw. 246 519 731.74 111 1878. Das Hauvt-Steueramt zu Dortmund 011111111190th 3 883 973 «M, (119711 3 085 770 „M: in 1878-79. 21111 der_Post 19111211 2634 736 (1878 2434 662) Briefe an und 91119en 3002 542 (1878 2 877 120) Briefe (11); ferner 39 708 (42 608 Packets mit 34 909 234 „46 Wertbangabe bezw. 31 374 (34 200) mit 35 995 358 „716 (36 659 2810-11); in Postanwcisux191'n 8131 116 0761 (7 395 121 016) 525113. 5868 856 «14 (5 599 279 016). Derr Verkauf 11011 21§1ch1eiiten112111n91ke11 «9110 41034 „714, 929211 37 987 „M in 1878. 2111 Tsiczér111111nkn Wurden 38 948 (1878 32 882) in 6301111111111) (1111919113111, 42 689 (1878 37 857) Tcle9rc1111me kamen daselbst 911. 21111" dsn Ciscwbabnsn 19111111 829 991 Personcn an und 03111111 802 381 91; 8614151 1 &Iüter 711111711 (1:1, 866 200,8 1 91119111 1111. Die 10,11w1'r11111'111'11 11111611111131111915- kassen zählten Ende 1879 10101 9111191111111“, 1111115: 176 509 «111 2371111192 1111111111, 1110311 noch 84114 „16 211111596 dcr 2115111911111 19111711, die Kaffen zab11711 1111 Jahre 1879 191356 «77: Krax1ken-, 5573 Stcrbe- und 49412 «10 analideu- sc. 1921211; ihr Vcr- 11159211 11111119 am Iabrcssch111s7e 947 882 „FC _

Das Kapitalvermögsn der Stadt bclief 1101) ©1131 1879- 80 auf 455410 „44, 1111 Schulden b-truacn 5219 271 „16, 598 E11110n1mcn- steuerpf11chté9c brachten 107172 „111 (kurcbscDr-ittlicb 179 016) 19,111- kommenstcuer (1111; 1878-79 Wa1e11637 Steuve'licbtige mit 113 526.46 (durckxsckonütlich 178 „461 vorhanden. anKlaffcustcner stsucrtem 15950 Steuerpftiwtigc 128 574 .“ (durcbfcbnijtlicb 8,06 .“), «xegen 15289 Steuerpflichtige und 133 206 „14 (8,41 «FH) im Vorjahre. Tie Grundskuer ergab 15556 «, 919en 15776 21 17 1878/79; die Gebäudestcuer 90 304 „M, 9c9cn 81361 „461 im Noriabre; die (81ewerbeste11er 61938 «74, 929111 64125 „44 in 1878/79. Diese Staatssteuern brach11n im Ganzen 390143 „;(; okcr 6,29 0161 pro 570111 der Bevölkerung. _

An Kommunalsteuern nnrde erbobcn 7111 3111111199 11011 215% zur Sjaatscinkommensteuer und Klaffenstcrxr, 1009/0 z1_1r Grund- steuer und 50 0/0 zur (Hebäudrsteucr, 929c11 230 % 311111111111 zur Staatseinkc-mmensteuer und Klaffcnstcuer, 1500/11 zur1911111dstpuer 1111d500/0 zur Gebäudcstcuc'r pro 1878/79. "Tics: Zuschläge (rauben 565 261 016, 47 534 „411 wcnigcr als pro 1878/79. Die Hundesteuer ergab 8223 «FC, 919111 9094 „M 1111 Vorjahre.

21:1 Schulsteuern bat die 2091191111101 Schul9emeinde pr01879/80 das Schuldefizit d111ch einen Zuschlag zur Einkommen- und Klassen- steuer von 140 0/0 im Beira 1" von 207 487 „46. 919711 150 0/0 und 214 612 .,“ im Vorjahre, au79ebracht. Die Steuer der katholischen Éch1=l§ex11einde betrug pro 1879/80 108128 „0111 oder 180 ""/0 der Ein- kommen- und Klaffcnsteuer; die des Vorjahres1510/0 mit 104 345.411 Die jüdische Gemeinde bringt ihre Steuer für K'ultus- und Schul- zwrcke nach dem 8111) 11. bezeichneten Repartitionsmodus auf. Pro 1879/80 belief fich 'der Betra9auf 6730 „M : 56 %; im Vorjahre wurden 6868 „M = 57 % ausgebracht.

2111 KirÖensteuern erhob die Reino1di-Gcmeinde 25 % Zuschlag zur Klaffen- und Einkommensteuer im Betra9e 0011 20645 „ki Jm Vorjahre wurden nur 16862 „ki : 200/0 bezahlt. Bci der Petri- Nicolai-Gemeinde war der Repartitionsmodus derselbe. Pro 1879/80 wurden erhoben 8619 „46 = 20 0/0, 010 1878/79 wurdrn crboben 8914 aii = 20%. Die kleine (reformilte) (Gemkinde erhob nach demselben Steuermodus pro 1879/80 1255 «14 : 100/9, pro 1878/79 1309 „Fi : 10 %; chens:1 dic Probstei-Pfarr9emeinde, pro 1879/80 15 060 .“ = 25 0/9, pro 1878/79 15533 „“

: 25 *1/0, und die Allkatboliscbe Pfarraemeinde pro 1879/80 3319 ck = 80 0/0, pro 1878/79 4593 ..“ :: 80 %.;

Tie Einnahmen der Stadt beliefen sich auf 1366 685 „111, die ) Außgaben auf 1344439 „ja, so daß ein Bestand von 22 246 „44 ; verblieb, Als Rest:? wurden in Einnahme 5366 „46, in AuSgabe : 37 264 .“ auf das neue EtatSjabr übernommen.

Kaak, Wissenschaft und Literatur.

DZe ,Acadcmv' meldet den Tod des amerikanischen Astro- nomen James C. Watson. Er war Direktor der Sternwarte in Ann Arbor. Die astronomische Wissenschaft Verdankt ihm die Entdeckung von 22 d;r kleinen Planeten.

Gewerbe und Handel..

Amtlichen Nachrichten zufolge ist die vor einiger Zeit 111 der Stadt P10ck sowie im Dorfe Kolo, Kreis Warschau, aus. gebrochene Rinderpest *) daselbst, nunmehr erloschen.

Dagegen ist die Seuébe in den Gouvernements Warschau") und P10ck***) neuerdings noch in folgenden Dörfern aus- 9ebr0chen: im erstgenannten Gouvernement in Poplacin, Kreis (Hostrmin, und Sowia-Wola, Kreis Sockoaczew; im Gouvernement Plock in Cekfia und Alexandrowska-Knlonia, Kreis Plonsk.

Nürnberg, 22. Dezember. (Hopfenmarktbericht von Leopold Held.) Das Geschäft nimmt fortwährend einen ruhigen Verlauf, da seit Beginn dieser Woche die Frage wieder eine etwas lebhaftere 9e1v0rden ist, hat fick) die einig? Zeit herrschende flaue Stirzimung verflüchtigt und ist an ihre SteÜe eine ruhige, aber verhaitnißmäßig feste Tendenz getreten. Die Eigner zeigen 00) im 2199eme1nen sehr Wen19 nach9iebi9, welckoir Umstand mit zur Festi- gung des Marktes beiträgt. Die Notirungen lauten: Markt- waare prima 115-125 W,.Haüertauer prima 115-135 „M, mittel 80-90 „14, sccunda 70-80 „14, Aistbgründer 85-125 „46, Württem- ber9er prima 130-150 916, 1111112190-100-40, Badische 80-130 „14, Polnische 90-150 «111, Elsässer prima 115-130-«14, 1111117180- 95 „16, 91r1n9 70- 75 „M. Mdntag und Diensta9 wurden zusammen ca. 600, und auch heute wieder 9e9c11 300 Ballen 111117911151. _

London, 22. Dezember. (21119. Corr.) Das 1119111101 25.11"- öaus Hanson 11. C0. 111 Konftantirxopel hat seine 3111111119211 111197116111, Die Passiva belaufcn sich 9111 250 000 Pfd. Sterl.

Verkehrs-Anfkalten.

Wien, 23. Dezember. (W. T, B.) D.“.s Handels-Minésterinm hat, wie die „Pol. Corresv.“ meldet, das 2179-3501 der Firma Ce- coni und Gebr. Lapp, als vere1n19te Unterncbtn11119 1_1nter S01i- darhaft für den ganzen Arlbergtunnel die Ostbälste deffrlben mit einem 5810911119111, die Wcsthälste mit einem 2prozc11tigen Auf- 96001 herzusteUen, an9en0mn1en.

Triest, 23. Dezember. (W. T. B.) Der Lloyddampfir „Minerva“ ist 1)e*11e Nachmittag aus Konstantinopel Hier ein- getroffen.

2111010, 21. Dkzember. (N. _Zürck). Z19._) Soeben um 7 Uhr Abends passirte die (Gotthardpost, ron GöWencn kommend, zum ersten Mal den 9r0ßenTun1191; 11; sind 7 2110111099211, B.iefe und kleineres Gepäck, natürlich 017111 Pasia9ierc, abrr be911i1et 0011 dem Postconducfenr. Die Durchfahrt dauerte 4 Stunden. Der Gotthard ist zugesthncit; 10 191192 der Berg unpasfirbar, gcbt die Post

hindurch. New-York, 23.Dez1mber. (W. T. V.) Der HamburJ-xr

Postdampfer „Frisia“ ist hier eingetroffen.

*) 00111“. RL1ÖZ-A0321g6r Nr. „ZZZ. ' 7. 298.

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Berlin, 24. Dezembsr 1880.

Cöln, 24. Dezember, 1 Uhr 13 Min. Morgens. (Tel.) Die 6119111 che Post vom 23. Dezember Morgkns, plan: mäßig 111 Verviers um 8 Uhr 21 Minuten 2111211041, ist aus- geblieben. Grund: EisenbahmVetriebsstörung durch Hochwasser in Belgien.

Das Victoria-Tbeafer besibecrt 11119, drr Tradition getreu, (11111; in diesem Jahre mit einer Prächti9 ausxxe1'tatteten Weib11achts- Feerie. Daß dicßmal dazu eins 2111111178 aus dem Auslande 1101519 war, “ist zu 131099111, zumal man sick» nach 10 crf0111reich711 heimischen Leistungen, wie .Die 7Raée11“, „Snechjtcbcn“, „Rübezabl“ für 11011 jcnem emanzivirt Halten 1011016. Was neuestcns 00111 cht0ria- Tbcatcr 91001211 1111111, kann sich mit 111119211911111211finni9-anm11111i9en Mährchen-Fectien 1111111111111) nicbt 111811111, 1011111 713 113 111111) 911155111113 dcr Ausstattung bci Wkitsm übertrifft. Es führt dcn Titcl „Die Schak9räbcr“ 011-517 „Der WeihnaDtSbanm“, wird 1101!) 9119561111111) in der Porte St. 911911111 311 Paris 9e91bc11 11111) 5.11 1111 2111191101 0011 111114 w111i91'r alS dr1iS9'Zrifxsfrl1er11 crfordérf, 117111111111 “11.191170, Leterricr, Mortikr, 1rä1trc11d Lccrcq di; sccniscbe und (5111111935 Hcmri 0111111111 dée 2591111211091 1011100011110, denkn 1111) bei Tor Bc- nrbßitun9 dcs Marks für die 1)ic1"19e Ausführnna 11rch dcr 1111121196 Lcitcr ch Victoria-Tbcatrr-Oräxksters, Hr. L1'1111119rdt, 3091111110 299512116 Herren 7.1.1 Stande 921079111 1750111, ist ein wmwcrbares Quodlibet 0011 209111cher Christ111as-Pantct11imik, Pariser 240111211111?- T111ater-Boux1r-nncric, komiskbkn Opc-rettrn- u11d 9191151111101; Ballet- Di11er11111111e1118. Zum VerstäNdnis; dcs Z111111111111'r1b11119cs ist die 91- spznutcstc Aufmcrkmmkeit refordcrlilb, (11.151: natürlick) wird auch 0bt1e 1111 10110111 16111 1111111119110119Lbedürfnif1 11011an «111191. Das 19111157 jbeilt sick) in nicbt weniger als 20 Bilder, reich (1:1 den 1911berbaftcsten Urbrrrasckyunxen, 11111152 11110 die 513371111191th- fce bsrcitrt, an den ble11de11dstcn Cnsrmble- Gruppen, den rcizcndsten Vaüets 2c. Was; der Dckcrationc-malcr 1111?) der Kostüm- scbncidrr 111111 Präkhtiasteö 111 1151111911 1101111011112", 0.16 wérd hier in Ucbcr11'111e 9ekotcn. Ja, man darf behaupten, das; am Victoria- Thcater etwa? 91010 (910111110963 11011) nicht 911111211 wordkn ist, 1196 doch wahrlich etwas beißen will. Das 0ri,',ine_1lstc ist entschieden das 6. Bild: „111011911 Notare“, daI allerglänzendite aber das 13., 11111 ei111111 91011211 Ballet auögestatfete Bild: „Lskendes Spielzcxm“; doch (11:11) daß 14. Bild: „Das Reich der Weihnackotsfee“, mit einem 1119611111911 0011 (81191111 umscbwebtcn Weihnachtsbaum, “095 16.2 „Die reizende Stadt“ und die [lendende Sch1ußapotbco1c dürfen nikbt vergessen Werden. Im 4. Wilde fand ein reézender Kinderchor mit Solo und ein Tcrzcjt der ebenfalls 0011 Kindern dargesteütcn heili9e11 3 Kör-i9e vielen Beifnl]. .Gcspieli wurde munter und frisch; vor Allen verdienen Hr. Pauli (Caiyptus, ein alter Gelcbrker), Dr.Stein (GrafOOkar 0011511111011), Hr. Brinkmann (Hotelbeßßer), Frl. Rol1a (Fridolin), Frl. Miiller (Wribnackosfec), Fr.Wr[1rabe(Prasc001a) Hervorhebung. In dem 91011211 Ballet des 13. Bildes feierte Frl. Clara „5211111115, die Prima- BaUerina, große Triumphe, und in der That kann man sich eine anmutbigere Personifikation cines Fdarballs kaum 11011th111. Ihr (111111111 912111) unübertrefflicb Hr. Aldo Spadalino 9113 Kreiicl. .Or. Direktor Hahn wurde nach jedem Akte wiederholt hervorgerufen 1111d mit Beifall überschüttet. Ohne Zweifel w1rd, 11111111 erst diejcn19en Stellen (besonders eini9e 151111111111 albern? Späße) beseitigt [1111 werden, welche dem Stück 9111 9111119en 21111110 eino übermäßige Lä119e außen, die Weihnachtskceric des Victoria-Theajers 1101111111116) den Kindern, fÜr die fie ja 111 crfter 211111“ 0101111111 ist, viele Freude bereiten.

Redacteur: R i e 1) el.

Verlag der Expeditibn (Kessel). Dr11ck1W. Elsner. Sechs Beilagen (cinscbliefxlikv Börscn-Beilage).

Berlin:

Exste Beilage

zum Deutschem Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

...-111? 303.

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Statißifche Nachrichten.

„Die Lapdgtmeinden im Preußiscben Staate mit rve11191r'als 2000Einwobncrn. (Stat. Corr.) Die Gxßßx der (Grmemden nacb 1hre_r Bewobncrzabl 11.“ für viele Verwaltungs- zWecke von Bedeytmxg; d1e Statistik darf daher nicht untcrlamen, die 3.101 der (Hememden aucb nac!) (Größenklassen festzusteUen. Die großeren Lgndgemeinden, dsren Bevölkeruwg die Zahl 2000 erreicht und_ uberstetgt, werden in_ der preußischen Statisnk nameutlich auf- 92111511; dagegen" 11191501 dte Merge der kleineren ihre Einzelauffüb- 1111119 111 0211 gewohnlichen statistisxben Veröffentlichu119en unmöglich, uy11d sie werden dort nur in Größengruppen zusammrngczogen. Zn c111em Grmemdelexikon 1,110th- selbstverständlich die namentliche Auf- fyhrrmg xsder, auch der klamsten Gsmeindc unter Hinzufügun9, 01) dtesrlbe nur aus einem oder mehreren 111.5 welchen WohnpläWn be- strbt. ch9leicht_ man das Emebnif; dsr Zählung vom 3. Dr- zember 1867 Mit" dem der Zählung vom 1. Dsz mber 1875, so findet man fur den ganzen Staat ur'it-zr den 38138 bkzw. 37613 1111610111101 vorhandeU gervesenen Landgemeinden so1che

' im Jahre im Jahre 1875: 71111 1867 3911 (8111100511. durchsch11. 1- 50 EiUwobnern 2 149 1 932 65 412 34 51- 100 4350 4390 335 986 77 151- 200 4119 718871 175 1- 200 15 281 14 990 1 695 941 113,1

201- 250 6575 3504 785 933 224

251- 300 “) 3041 833412 274

301- 350 4 703 2 515 817 465 325

351- 400 2056 770098 375

401- 450 3147 1691 717 141 424

451- 500 1 360 646 135 475 14405 2 169 1 501 1 124

„M„ »A,- «.*

b. 201- 500 14 167 4 570184 322,6

1 129 592 058 524 997 572 456 574 799 499 586 625 679 457 540 674 560 405 805 724 469 363 155 774 492 404 252 822 369 322 455 874 260 240 444 925

951-1000 251 244 683 975

501-1000 6 130 6 005 4102 434 683,2 1001-1100 427 449 471095 1049 1101-1200 350 346 397 473 1149 1201-1300 244 254 317 845 1251 1301-1400 ., 190 179 240 999 1346 1401-1500 162 180 261 132 . 1001-1500 1373 1408 1501-1600 130 128 1601-1700 99 97 1701-1800 84 83 1801-1900 72 77 1901-1999 64 71 . 1501-1999 449 456 784047 ," Summe . . . 37 638 37 026 12841150 346,8.

W11)rer1d der acbt zwischén beiden Zähl11r192111119711den Jahre haben sicb 1112 LandgemciUden merklich Vermindcrf, 0171-11er durä) die Zusammcnleauna mancher 99113 kleinen Orte zu leist11n9§fäbi91n Gemeink-cvsrbänden. Dcr stärker 1151011111111 Ortschaften find mehr 9211301111311; 1867 euibirlfen niir 500 99119111111111611 und 8 11111151719- bolstcinikcbc Gus'bezirke, im Jahre 1875 019199211 619 L111id97me111- “0111 111111 Guthbezirke mehr als jc 2000 Be110ht1er.

_Aux di? Pwvinzen bertbrilen 11011 die GrößsnkiaffeU der Land- gemeinden zar int der 2101135951009 vom 1. Dezember 1875 in 11111“ 11cr1chickc112r W101. LandgkmeindeU 11111) Gittkbezirka mit 2000 und 11170r Einwohnern 991) es: in Osfvrcußcu 5, 111 Wksirreußen 9, in Brandenburg 31, in Pommern 2, i11 Posen 5, in Ssblcficn 101, 111 SaÖsen 36, in Scbichipoolstxiu 19, 111 Hannvvkr 20. in West- falen 146, 111 Heffex1-Naffa11 23 und 111 Vibeii1land222. 8119091111201- den mit weniger alZ 2000 E111W0bner11 waren vorhanden:

, . über- ' davon mit i' 111 “0215191001113 haupt E1ntx)0k)11er 1-200 “01- 501- 1001-1501- Einw. 500: 1000: 1500: 1999: 5469 1 156 790 3 448 1 541 437 39 4 2131 706 172 855 843 364 57 12 3 154 1042 585 1 198 1404 447 78 27 2 156 602 860 1 065 783 259 40 9 3 426 784 261 ] 958 1 176 254 34 4 Scblcs'n'n . . 5375 2209121 1716 2101 1188 284 86 Sachsen . . . . 2989 1124 680 1056 1239 510 141 43 SÖleÖw.-Holst. 1696 550 367 597 823 225 36 15 Hannokcr . . . 4012 1387 473 1553 1624 648 142 45 Wkstfalrn. . . 1363 842 754 222 455 418 189 79 Heffen-Na11au. 2201 902 846 572 1003 507 100 19 Rheinland. . . 2935 1476 994 720 1132 711 260 112 Hohenzollcrn . 119 54 247 30 43 37 8 1

Stcxat . . 37026 12 841 150 14990 14167 6005 1408 456.

Die Hälfte (1111r L911d9eMei11dcn ch“ prcußische11Staatcs bat 110111 kci11e 260, in Ostpreußen sogar nicht einmal 150, in Westfalen binxcgcn 560 Bewvbner. Das; bci 10 vcrichicdcnen Zaständcn die La11d921117111den nicbt gleicbmäkäg bebandrlt Werden 101111111, vcrßcht fich von selbst.

501- 550 551- 600 601- 650 651- 700 701- 750 751- 800 801- 850 851- 900 901- 950

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198 357 160 451 144 853 142 438 137 948

Oßwreußcn . . Westpreußen . Brandknbvm . Pommern . . . Posen .....

Land- und Forfiwirthskhaft.

Viebzückoiumö- und Herdbuchk-Vereinisungen in Deutschland. (.Mittb. der D.Vi.-b„1.- 11. Herdb.-Gks.') Immer mehr bricht sich 111 Dcutsckoland die Ucberzeu9un9 Bahn, daf111'1r die Hebun9 der Viebzücbtunc: cnergiscbe Sckritte 9116010111 müssen. Man sucht unter anderen diesem zu entsprckbcn durcb Vilkumx von ViebzüÖtunaSvercinrn, Stammzuchtgechsckyaftcn, Stierbaltun9s- genoffcnscbaftcn u. s. 11“. Es wird für dicjcn19111, welcbe dix- 1e11 Bestrebungen nickt anhaltend 91f01,*.t sind, 0011 Jntcreße sein und anregend wirken, wenn eine kurze Ucbcrstcbt über dicselbxn, insb sondere 111 dem 9enarmten Zeiträume, 91'11ebc11 wird. Die nach- stebcnde Zusammenstellung ist entjprecbcndcn “"Lü'ricbtcn 111113 der „Milch- Zeitung“ entnommen, deren Gebiet s1ch auf diesen Theil der Viel)- z11cht crstrcckt. Unter den größeren deutschen Staaten 1chci11t Bayern am schne11sten voraegangen zu sein. Im Regierungsbcizirke Oberbayern bestanden am Schlusse des Jahres 1875 57 Zuch1ttetba11u119s-Ge- uossensckzaften, und 1876 find schon 10 Stammzucbtbezirkc verzeichnet, von denen 4 Miesbacb-Simmertbalew, 3„Pi11zgau-Pc„)n- gauer- und 3 das einfarbi9c graubraune Gcbirgßr-ieh z11chten. _ Wab- re11d in Niederbayern 1875 er]: 3 b-sondcre L*icbzüchtunasvereine und 19 Zuchtstier-Genossenschaften, weichen leytercn fick) 1876 noch 3 we11ere anschließen, verzeiwnet' find, bcstebcn daselbst'1819 1111011 5 Stnmmzucbten, von denen 111 Griesbach: Micöbarb-Stmm2111011119 5161111119: 5110ngau-Pin1ga11rr-, Kellbeim: lelbeimerq Wolfsheim mid Abendsberg: graubraunes Gebirgsvieb gezucbtct wtrd. Schneller

V€?*11-_ 116111114 ?4-,Dcz_11!ber_„

vcrmebrte sich 111 diesem Re9ierun9sbezitkc die Zahl der Stammzucbt- Genoffenschafte11,denn, wenn 1877 nur erst 0011 6 derartigen Vereinigun- gen bericbtet wird, 10 war die Zahl 11:17le 1879 1113011 11111" 49 ge- sti1-9en, 11111016 9111» ren Ztrcck verfolgten, durch planmäßich, 19110- 1111178 Züchten und durch Führung von Stammrc-Jiftern ihre Zuchte11 immer mehr zu vervonommnen. Schon im Jahre 1874 wurde 0011 dem Kreiécomité der Rbeimpfalz der Beschluß gefaßt, 2 Haupt- Rindvieh-Stammzuchtbezirke zu gründen, für die Domerß- berger- und für di? Glanraffe; außerdcm bestauden aber da- mals schon Stammzncht- und Stierbcklfu119s-Genossenschaften, welcbe s1ch seit jener Zeit forxschreitend vérmkbrt haben. 211111) 111 dem Regirrungsbezirk Oberpfalz und Regensburg wurds in demselben Jahre, außer den verschiedenen bestebsnden kleineren Stammzuckoten und Stierhaltun9§9ese11skbaftem ein besonderer («:-111me- zuch15€zirk für Vokatländer Viel) geschaffen. Währxnd aas Ober- franken im Jahre 1875 berichtet wird, daß der d0rt bestrhkndS Stammzurbtbczirk für das Sechsämtervicb fich zugleich mit einer 9108er Anzahl kleinster Stammzuckylbszirke zujchends entwickelt?, 1011?) 1878 die qul der dort in secbszebn Bezirken bestehenden Zucht- stxerhaltun9'9211011_cnschaften auf 81 111199175111 Zn 011111210611 “Fabre warde 111111) in Bamberg beschlossen, im Krcij'e 11112 9111111exz11cht- 111111011 für die Scheénfclderraffe zu errichten, in we111-12r diese Rasse“ durcb Inzucht und Kreuzur19 mit Simmenthaler ZilÖtsULk-“én Verbeffkrt werdsn 101112. Dikselbe ist im 01111117 7019ende11 Jahre in Burgwiudbeim ins Leben 9611131011. In Mittel- franken 98111119 111 1874, die ersten 4 Zuchtbul1enstatwren 911192- n0ffensch91111chem W691- 311 bilden; 1875 wurden daselbst 2 Sxamm- z11ch1b-7_zirke für drn Ellinger- und Scheinfe1der-Sckyl119 979111111111 111101877 finden sich im Reaierungßbezirk 1111011 5 Staxnmzuwt- 01111112. Unterfranken batte 1874 erst einen Stammzwchtvsrein für Ecbeimclder-Raüe, 1875 jedock) schon 3 Musterstationen 11111) 3 Exammberden reine Simmentbalcr, und am S:Z*1uß des Jaßres 1877 best.».nden schon 12 Musterz_uchtstatior1en im Kreise. Obgleich 1111 Jahre 1874 im laydwirthscha1tlichen Verein für Schwaben 11:1d Ncuburg erklärt wurde, daß zur HLÖUUJ der R111dviebzuchtim KrciJe c111 9119111101176 Prämiirungssystrm in Verbindur19 mit BszirkS- tbierscbauon den Vorzug vor der Bildun9 0011 1051200001611 Stzmm- zucktbcz1rken verdienen, findcn wir daßelbst 1878 sch0n 3 9111911 begrenzt: Sta1nm;uch152zirkc 1109111106101, in de11e11 die Stamm:,uchtvsreine Kleinerdlingen, Fkauenrirdhausen und Obs:- 91111sz19 1161111110111, denen fich im darauf Folgenden Jahre Southofen nxd 9110101119211 anrkibeten. 1877 wurde 11071 0911101116129 Lay,?)- 11111117311 Bayerns die 2111rc9un9 gegeben, S191nmzuch1r191ster 9111111- 11915111 zu führkn und im darauf folgenden Jahre . urden für die 9111 J113111131 brgründejeu Stammzx1chtbezirke Stammregister 9111111991; (11111) sa11den schon viele Eix'stra9ungen in chfclben statt. E11d11ch Wurde am 29. Jani 1880 auf dsr zu Wunfiedel Fagsndkn Kreis-xer- san1m111r9 fiir Obcrfranken die Frage der Herstellung eines He-éd- 0111013 für die bayerisch711 Vikbraffen in 211111911119, gebracht und 52- 11111011711, 11117 die F6r11111119 eines derartigsn Unternehmr11s dic 1151111- 9711 Schiffe eir13uleite11.

Aber auch 111 andsren Theilen De11tsch1and§ ist 111911 bestrebt ge- wesen, dieHsbung dcr V1ehzucht dmcb die GrüUdung derartixr Vsrcinigungen anzuregen. Insbesondere sind hier als die ältesten die Ei11rich111nge11 zu erwähnen, Welche im Großver- zo9tbum Oldenbur9 für die Hebunq der Viehzüchtung gctroffen wurden. In diesem Lande, wo bekanntlich die Stierköbrm19 111011 1111 1863 geseßiich durchgeführt ist, Wurde irn Jabra 1878 ein Rind- viEH-Herdbuck) für die JZVLrländer-Marsch und 1880 ein 1011515 für die Butjadinger Marsib errich*et. Es wurde vor Kurzem 13011 dort m119e152111, daf; fick) das Interesse für die ein9ecich1eteri erdbücber in crfreuiicbcr We1se stei9cre und daß in diesem Jabie 1119011293 Stück 111111011191) für Butjadingex'. e1119etra9;n 111211. Außerdem hat fich auf der (551111 11111- 9rößerc Anzahl Viebzücbtungßvcreine gc- Zildbet, welche alle die 311119111119 nach eincm bestimmten Ziele an-

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Die versckzikdenen Prrvinzen Preußens haben 1111) ziemlich ver- sch11dci1ar119 911 dissen BLstkaUTUYCU betheiliat: In (2711111631019- Holstein, 511 A1)re11§b1119, wurde 1110111873 ein Viehzücbtungs- verein gogrkmdct, kcffen 3111111 darin bestehen s0111e, durcb rat€011e11e 311101111111 111- 110111116 9.11i111xexgicbi9keit, verburidea mit einer d1'11 dor- 119811 210011101r1§ä1t111ff111 angcrncsisnen Körperform 1,1: erzielexn Die 5111119511dcr vetpflicbtcten 7111) Buch zu führen "('Wer die 1111115411911019- keit ibrrr 51111): und dia Resultate dem Vereimssckrctär mitzuibai1cn. 311911111) sollte jedes ker den Vereinsmitgliedcrn ;1chörend211 Tb'Tere I'm?) 21111111 19101611 Zcsich1i91 1112111111, 1001111171) dann 311 c.*tfch21de11 War, 00 111110111e 111 dis Bereinö-Stammroüe 21119.tra9e11 werdcn durfte oder 1111191. Nur die in dic 2111e11*1s-S1ch11n11110 11- ein9-ctraée11cn Tbicre 10111111 (113 Yeremsthicre 91191scbe11 10211811. In der 253111101- 5111111111) 111111121 _1876 die E11xricht11119 cines HkkdkuäJLI für dte dyrt beimiich-x Rindviehraffe durchgeführt, um dies-xlbe 111691111311 11111 zu crb911111 und deren NUkun„1s-:ige111chaften und Schö11he1t 0063011109119) zu steigcm. Dkk Verein 1)?!- öff.r1111ch10 1879 einen Bericht über das drcijäbrixxe Bestsbcn Ter erdbuchs-Einrichtu'19. Der 1111 Jahre 1877 x:,egründete Verein 311 Vordcébolm in Holstein hat sich zum Ziel «macht, 111111) 1at1011111' Zücbtmm nacb Leist,;n9sfäbiqkeit und mit Anschluß an die bestech- d211 Viebrasscn cine 1n0911chst hohe Verwertbung dcr 9131165161111 Thiere, sorveit dieselben nicht innerhalb dcs Vereins zur Wxiter- zucht nothwendig, zu erstrebcx. Zwecks Nach1reisu119 der Kon- stanz und der Leixtun9sfäbi11keit sollte ein H1rd5u:b erri11cktet werden 111111 1091111 dée Mitglikder verpflichtet, nnr geköhrte Stikre zum Decken zu 112111115111. In Flensburg faßte man am 9. Novcmber 1878 den Beschluß, cin gemeinsäyaft11111221 Herdbuch für Anglerviel) zu 911111171111, dcm 1879 die Konstituiru19 cines Central- ViebzüchtunaßMreins 1111d Errichtu-*9 eims erdbchs für diese Vtebraffe 101911; aua) trat zu Neumünster in 01117111 ein Vicbzücko- Tunakverein für Analervieb 11121 chen. Deß91eichcn 1.*ildete fich 1879 zu Eckernförde in Schleswi9 ein Verein für die Züchtung des 1097- 11a1111ten „veredelten oder schweren Angler“ Viebrs, welcher seine Ziele durcb Köbrnng und E111tra9un9 der Thier: in 0011 dan 18.1113. Ortsvorstäuden zu führenden Stammzuchtsrcxxistern und der Ver- emiaung dieser [esteren 111 eincm Herrbuch zu erreichen strebte. AUE.) in Breitenburg in Hoistcén konstituirte sich in diesem Jahre cm Viehzüchtun960ereim um dnrch Einführup ener Skiarköhrung und Errichtung eines Herdbacch dic rationelle ücbtung dcs Breiten- b11r9.r Viebes zu fördern.

Dix Rheinprovinz, wc1cbe 1880 97 Sticrbaltu11959er10ff2nschaftm aufzuwctsen batte, sab ein Jahr früher 3 Viebzüchtux1.*»,öoercir1e 1115 chcz1 treten, deren Einrichtunsen insofern von einandxr abweichen, als 111 Merzig und Wadern beschloffe11 wurde, ein Herdbuck; anzu- legep, um in die Lage zu kommen, das nötbi9e Zurbtmakerial 110.11) und 11ach selbst züchten zu können; während in Wcscl der 1. Gau der Provmz ein Herdbuch einrichten ron prämiirten Thieren, 1)ka der 2111111111101 0011 Tbteren, rvelcbc 3 Generationen nach 1ina11ker prä- m11rt warxn; Diesen sch1011 11111 1880 der Verein für „Veredelung der Westerwaldcr Rindviebraffe' der Rheinprovinz an, welchcr durch 21111"an 0011 Zuchttbieren und rationglle Züchtun9 dcs ci enen Viehes fur die Vcrbxffcruna desselben wirkiam werden will. „11 der Pro- bikz _Sacbsen bildete 9111 der Rindviebzucbtvcrcin der Jericbower Elbmederung. um die Habana der Rindviebzucbt zu för- dern d.stck) Errichtuna 11011 Zuchtsticr-Genoffcn1cha1te11, Einfuh- ru179 von edlen Raffethiereu und Einrichtuug cines Herdbuchco.

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Provinz Hannover. Im Jahre 1879 wurde von dem land- wirtbfckyaftliibejrCentrakverein für Ostfriesland zu Aurixb der Beschluß «faßt, 111159111511 aUentbalben Stammzuchtregifter einzufüßren und diese in einem Herdbuche für ostfriefisches Viel) zu verein19en. Die betreffenden Statuten zeigen, daß bei diesen Eintragungen mit der größtxn Gewiffenbaftigkeit verfahren werdxn muß. 1877 trat der Verein zu Artlenburg ins Leben. Zweck desselben war, die gesammte Viehzucht der dortigen Elbmatschen za heben und auf größtmöglichste Verwertbung der Pwdukte aus derselber. hiyzuwirken. SUeziell für die Vxebzücbtung 101111: dieses Ziel erstrebt werden durch Einführung edler Zuchtstiere, 1111111) 2111151101125, Prämienvertbeiluxx9en und Anlage eines Herdbucbes. Nacbdsm die Notbwendigkeit der erbefferung dec Rindviebzüchtungxim Harz schon 1878 angersgx wordsn und dieses auch durch eine Kommisfion konstatirt war, wurde auf einen 1879 gemachten Vorsch1a9, betreffsnd die (Gründung eines Versin-Z „zUr Förderurg der ViklszÖt am Harz“ und Anlage einss Herdbucbes für jenes (55612121, 1880 der Besch1uß gefaßt, einen das ganze Harzgebiet umiaffzmden ViebzüchtungSverein zu gründen. Es wurden dort die laydthrtbjchaftliÖen Vereine Klaustbal und Elbingsrode gestéftet. Ole K01119l1che LandwirtbscbaftheseUscbaft 111 Haanover besch10ß auf 111161 1813161) Versan1111111119, eine StierköhrunW-dexung zu enéwerfcxt 11110911,“ “016 911116911119 11011 Stammzuchtregistern für Rindvieb 11111- 31111011'1'111; (11151) wurde Über die Heraußgabe eit11r Schci1t über hau- 71002111che Rit1d.188raff_cn ÖLkÜÄHM. 3119112111) wurde das Bedürfniß vos? Kendcrungen an der bestehendxn Hengstköhrunzs-Ordnung fest- ge 4? .

Jr) der Mark Brandenburg wurde 1873 zu Ortwig eine Zucht1trcr-Genoffenschast vorläufig nur (1111 ein Jahr «gründet, Welche dLU chck hatte, Stkere möglichst reiner Hoüändcr- (Oxiginal) Raße zum Decken dsr 0011 den Vereinsmitßliedern gezcichnrten Kühe zu 0711111117611 [1110311901161]. 91119) und nach bildeten fick) jsdocb mehrere solcher Vzreini9un9e11 und 1879 find in der Mmk Bran- denburg und d;;r Niederlaufiß schon 37 Stierbaltu11xxs-Gex1offen- Waffen vorhanden.

Von dem landwirtbsckxaftlicben Centralwérein für Weft-Preu- ßen Wurde 1876 5811191011211, die vom Staaée 929211211211 SUHsidi-Fn zur daarrnden (6111119111109 0011 ZUchthÜen-Stationen zn vsrwe'xdcn; (1011) trat 3 Jahre später 111 Neuxeich ein Verein zur Hebung 7:11: R'TUÖVWJFUÖT, U11d IFTilÖwirthscbaft zusammen. Im Jahre 1880 101rd_k0r1statirt, das; hoUändiscbes und ostfriesiscbe's Viel) fich im Kre11e tmmer mehr verbreitet.

21115.) 111 Pomznaxrw in der Gegend von Greithvald hat man a11gefar19en , 9e110117111cha1111che ZUÖijUen-Stationrn zU gründen, wozU die 231111211 5113 HOÜand oder Ostfriesland bez097n Werden 1011711.

11111 den bäucrlicben Viebzüchtern i'] der Provmz POssn ein 9utes männlichss Z11chtmateria1 zugän911ch 111 makven, wnrdrn daselbst im,Krei1e Kostcn-Fraustadt-Kröben 1111 1868 4 Zuchtstisrstationxn err1chtet mit PeriodiiÖem Stationswecbsel, dchrckn Kosten zur Hälfte dare!) die 1911dm11151ch91111chen Verei11e und zur Hälét-e durcb Staats- sybventiocwn 96.119911“: wurde11. 1878 waren 910.1) 2 davon wieder eingegangen.

Jm Königreich Sachsen wurden 1880 die Einrich10n9€n einer VuULnköhrunci 111 211111111111 genommen, nachdem diesclbe auf 511111159 des lar1dwirtbschaftlichen Vereins im Voigtlande angeregt worden war.

Im GroßberzogWum Baden wurd€ 1878 eixie Verordnuwg zur

Ha1tunx1 0011 Gemeindestiere-n erlaffeU. Dieselben 1011111 0011 einrr 9111611, dcn örtlichen Verhältnissen e11tsprechenden Rasse 9011111111111! und 101] 1071119111115 ein Mal im Jahr: eine Rewifion sämmllichrr Sprnngstiere abgehalten werden. Zu Marienburg in Nassau 01113711: sicb sch0n 1874 ein Verein für die Züchturm und Veredelung dcr Westerwälder-Rindvéehraffe, dcffeq Zweck die Vercdelung dieser Raffe ohne fremke Jmp0rtat10n 11111 1091e. 1878 1111111101“; dieser Verein, ei-19e116ndes Matcckal 110131: die Vkrbreitvmnz dieser Rasse zn samm11n.

Ju Hemen wurde 1880 1111 Darmstadt 2111 RinWszuM-Ver-Zin 9e9111ndet, “0211111 Ziel es 11111 1011, d11rch rationeUe 3311111191, Anlage 0011 _Stammzucbtrc9istec11 und Prämiirungen, den Odsnwäider-Rzmd- 01eb1ch19.1 zu verbeßern; aucb wurde

111 Bremen ein Herdbuch der Brcmc11?chen Rindvixbzuckyt 9:- skbaffcn. Durch Köhruna und gewiffenbaftc Ver101911111 eixies fssten Zuchtzieles 1011 hier eine Hsbkxug der Rindvicbzuckot a119est:ebj 11 erden.

Schließlich 111111“; hikr 110.1) cincr Z11chtsticr-Gsnoffci1schaft Er- 1160911119 92111911 werd111, n1e1c12e 1111011 1873 im 511161111171 Epps, im Fürs1111jbum Waldeck ins" Leben trat.

2111111 auf dem Gebiete der SÖafzücbtung hat man 911921911901, durcb Gründuug 11011 dahin 9151111179 Versinkn E1115111V11'k-3U, besor-ders in 101111111 Gegenden, wo, in F01_1e dxr Boden- berbältx11ffe _das 91111111011651 11icht dée zwcckentsyrcÖrUde Rasse ist. Dxr im Jahr? 1878 ge9ründete Teutoburgér SÖafzüÖtcrvchLU ist 1111111111, 10111051 dur1b einheétlikbe Z1ich1U119§9r1111_dsäßc, 913 (11121) dur1b übereinstimmende Ernährung, besonders der Lämrmr, eme feste Raffe zu bilden 111113 zn crbaltcn. Dcr Lüneb11r9ec Schafzéjcbtcr- Vkrcin hat es sich 511: Auf9abe gemacht, durch Benußnng paffender Z Ötböcke, bei dcr 1:1 jenkm Lankstricbe sebr 01r1chieder1grtige11 Boden- bes1baffenbeit, dem jetzt besteh-xnden Kreuzun989e1ni1ch ein Ende 111 machen und die Thiere mohr den Bodenverbältniffen (1113110911711. Auch 111 Hildesheim bat fich ein solcher Schafzüchterverain 9131111111, 1611211 Zweck es sein 1011, die Schafzéichtungen jeucr Gegend zu heben und zu verbesserg.

Zur Verbexéerung der Schweinezücht1mz eristiren bekanntlich fast in 911111 chnnden Vereinigungen, welchc durcb gemeinsckoaftliebcn 21111an von Zuchttbieren, insbesondere von Ebern darauf hinzuwirk-n 11110111. Thails sind 26 selbständige Vereine, theils haben die 19111)- wirth1chaftlichen Vereine diese Bestrebux19c11 in die Hand 9:n0mme:1. Zn Bach existirt cine Verordnung über die Haltung von Ebern.

Daß in dem Vorstehenden 11011) 1ax19e nicht alle jene erxini- 91199311 anacfübrt jind, welche in den lexxt-n Jahren zur Hebung der deatskben Vicbzucbt ins Leben gxrufen wurden, ist ficbcr; aber 911111 die Zahl der anaesübrten 92111191 schon, um darzutbun, wie aUseitig dicses Bestrebcn 04) Bahn zu brechen be9innt und, wenn auch einzeTne Länder fich sol.",“em Vorgeken 11011) n1cht angeschloffsn baden, 10 ist doch 311 hoffen, daf; auch diese bald der a119cmeinen Bewcauug fol.;cn Werden. - Diejcnigen Vereine für VikthÖt, welcbe vorstcbend 1111111 9119efübrt find, werdcn ersu:1,*t, dcm Vorstands dzr “)).-11111191 Vich- zucht- und Herdbuckx-Gescüscbaft in Eutiu (Fürstenth. Lübeck) nälckcre Auskünfte Über ihr Bestehen und ihre Bcstrcbuxmen zu geben.

- Ueber die (Erlrägniffe der Fiscbcrei in der Oüsee erd dcn ,I. N.“ von der sch1esw19schen Ostküste unterm 17. d. M. bc- récbtct: Die Fischerei hat in dkll letzten W0ch111,05911'i1b dur.b wieder- holt: Stürme 102101111140 beeinträchtigt und geschädigt, dock; recht bc- friedigende Erträge 9cbracht. In der Kieler Föbrde watch an He- ringen, Sprottxn 1112d Dorsch im November weit mrbr gefangen als 1111 Oktober; 1111 Flensburger Busen War dagegen der Fang 9erin9 und durch maffenbafteo Auftreten von Quaüen sc'or erschwert. In der Flensburgsr Außenföbrde smd diesen „Zerbst viele Lakbse und Mecrforeüen 0011 Fingec- bis Handlänge beo achtet worden, natürlich eine Folge der Bescvunq vieler Bäckxe und Auen, namentlich in An9e1n, mit junger Brut dieser Fischarten. An der schwedischen Küste ist seit 8 Ta,1en der Herinasfang sebr ausaicbiz, 111101011711 die Fische ebenso groß icin wie im Winter 18-“7-78.