"W “::“th möthke. Smacaptiola soll für dj_ese g- ' Sympathien! gezei ! haben und wird sich wahrschem- ' lieber mit der Stau altersFa Sicilieno belehneu lasen. M_an ée" se 1“ zu “eben mi de] esandtm Rückkehr, da Senacapno- [a'- Ausk teu uudRathschläge über dem Niveau der Inmguen- stxhen und „erm béßen imStaude is?, die Stellung Neapels, dem ubrigen alien und be'mAuslaud gegenüber, dem Köni plausibel„zu,machen. «es- in Neapel an diplomatischen Bildun & n|alten Hanzjtch fehlt, und selbsi' die höheren Beamten die Polin“ als tik,! schlupfriges, ge- Fbrltches Gebiet vermeiden, so ist die Verlegenhett um emen Nach- lger für Paris groß. , Obschon die Ruhe nicht weiter gestört wurde, ,so durchfiretfen „dennoch, immer zahlreiche Patrouillen die Stadt. Dre Unruhen von Anfang der Woche waren bedeutender, als man, anfangs glaubte, :Ein Polizei-Commissair (Duca di Morvillo) nnd em Gendarm wur- den, der _Eine leicht, der Andere lebenSgefährléch, verwundet. Vom "Volke sollen funszehn verWUUdct sein. Die Verhaftungen dauern noch immer ort“, fie treffen junge Fürsten, Herzoge, Lateraten" und ,Pro- fessoren öhne. Der KommandantNeapcls, Statclla, soll 11ch un: der größten Mäßigung benommen haben.
Florenz, 20. Dez. Gestern Abend traf Baron qud, von Genua kommend, hier ein, hatte bald nach seiner Ankunft eme lange Audienz beim Großherzog und reiste alsdann UUVUZÜgllch von hrer nach Modena ab. ' , _
Se. Majestät der König von Preußen hat dem hwxigeu, be- rühmten Kupferstecher Jesi den Rothen Adler-Orden vill“th Klaffe Verliehen. , ,
Admiral Parker ist auf dem Dampfschiff „Bulldog“ iiber Cwsta- veccht'a von Rom wieder in Livorno bei der unter seinem Befehl ste- henden Flotte eingetroffen.
Auf das außerordentlieh schöne Herbstwetter, welches wir bisher hatten, ist scit gestern der Winter plöhlich eingezogen, indem zicxnlich anhaltend Schnee fiel, so daß derselbe sogar einige Stunden aas den Dächern in der Stadt liegen blieb.
Naturhistorifche Notiz über die Cholera von 1847. - 111. (Schluß. Vergl. Allg. Pr. Ztg. Nr. 293 u. 329.)
Im Oktober hörte die Cholera in Tschugueff und Charkosf ganz auf, und nur deren nachfolgende Einwirkungen dauern noch fort. Man bemerkte im Oktober und November bei vielen Menschen eine besondere Gereiztheit dcs Nerveusvsiems, die fich durch Andrang des Blutes zum Kopfe, durch Migränen, Augen-Emzündungen, Zabnwehen, Ohrenschmerzen, Halsschmer- zen, Stumpfhcit des Gehörs und ähnliche Uebel äußerte. Selbst akute Schlagfiüffe zeigen fich in größerer Zahl als ?ew'öhnlich, ind_em sie sn!) auf ähnliche Art äußern wie die Cholera, nur da statt der ,Krämpfe ein Aus- strecken der Glieder unmittelbar dem Tode vorangeht. Du Krankheit dauert meistens nur wenige Minuten. , , ,
' Man hat öfters die Ansicht ausgesprochen, daß dje Cholera m emer ewissen Wechselwirkung mit den Wechselfiebern stehe, D1eses mag ganz eine Richtigkeit haben, da beide Krankhcrtcn Nervcn-Jlebel smd und wahr- cheinlich von ähnlichen Urprinzipicn stammen, was slch denn auch dad,urch zu bewähren schein1, das; Chinin, in klci,ncn Dosen, sch als gutes Yrascr- Dativ vor der Cholera zeigt. Indessen 111 da,s Aufhoren oder Vernpndcrn 5er Jntensivität der Wechsclfieber bcim Alistxnt kcr Cholera noch kxm Bc- weis dafür, da in dieser Zcit, nach den chtgcn Beobachtungen, mcht,11ur dis, Wéchsélftebex, sondern alle anderen Krankheiten„ besonhers chromscher und nervöser Natur, schwach wnrden oder ganz aufhörten, wre e,s uberhquyt bei eintretenden Cpidemicen der Fall ist, Namcntlich xvaren ka,ta1e;3nsche anwv "duen von ihren periodischen Anfällen Weniger heimgctucht, bet etmgxn stellten, fie fich ar nicht ein. Zntereffant wäre es, zu erfahren, ob bet magncttsxh Kran en (Somnambulen) und Mondsiichtigcn, wie es laut Analogie sczn müßte, während der Choleraperiode dercn Parovamen ausbltxbet) oder,m der Entwickelnn aufgehalten Maden. In St. Petersburg hatte ,eme Clan“- voyante (Fr, F. die fich jetzt dort verbreitende Cholera schon scat Monaten vorhergesagt und dabei bemerkt, das; st,e schwach s,em wcxdk. , , * Salz bewährte sich wieder neuerdtngs als em gutacholcnscheYMrttel, In der Nimm starb von 21 Kranken, die homöopathxsch 11,111), m1,t «0,13 bc- handrlt wurdcn, kein einziger, während in dcxselbegt Lokalttat dre mxt dem Woroneschschen Elixir Kttrirtcn größtenthcils hmschteden.
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Nach d,m eingesammeltm Nachriehien envn'ft |:!) der cho|erische Ciu- juß aus dt: lebenden Organismen viel allgemeiner, als man es vet- muthen sollte.
Im Jahre 1880 hatten die Hunde mehrfach von der Krankheit zu [ei- de,n uud kw“ [mt ahnlichen Anfällen wie beim Mmschen. Selbß Krämpfe blaebm 11 Jh! aus. Unter den Kaßm zeigte sich in diesem Jahre, bald nach dem Aufhoten der Cholera, eine ungewöhnliche Sterblichkeit und nament- lich an dexselbeu Orten, wo diese Krankheit am heftigsten unter den Mm- schenéewmhxt hatte.
as Ruxdvieh litt in diesem Jahre, in vielen Orten, an einer beson- dxren .Kmrzkhnt, die sonst nicht votkömmt, nnd raffte eine ansehnliche Menge hm, wobei bemerkt wurde, daß in den Strichen, Dörfern, selbs Straßen und Hausem, wo dasselbe erkrankte, meiftentheils die Menschen vo,n der Seuche verschont blieben. Schweine wurden hin und wieder _ ,von einer ähnlichen Krankheit befallen und starben unter den hemgsixn, Konvulsionen, Zn Charkoff versuchte man, ein solches butch medtzmtsche Mittel zu erhalten, doch ohne Erf018, und das Thier uberlebte nicht den zweiten Tag seiner Krankheit,
Erfahrepe Jäger behaupten, daß die Zugvögel, besonders Wald- Schnxpfen, m dtesem Jahre, wie 18Z0_1831, schr wenig oder gar nicht an dt,: Orte kamen, wo die Cholera herrschte oder kurz vorher gewesen war, und ihre gexvoynten Marschrouten daher verändert haben mußten.
Was, 1ch schon _früher über die Sterblichkeit der Stubenfliegen gesagt hqtte, wu_rde,mor ams neue von mehreren Personen bestätigt, indem man mn ,Glasxchetben zeigte, an denen noch die bogenförmigen Linien und Streuen zu sehen waren, die fich als Spuren der kranken Fliegen ans- wtesen, da an deren Ende oft das auf ednnscne todte Insekt, mit dem Abdomen, an der Glasscheibe geklebt, no vorhanden war. Spinnen fan- den fich 1m August und September mehrmal-Z- todt vor.
1830,_1831 wurden von Blumenfreundtn manche Beobachtungen über dae) pl'oßltche Verwelken und Abfterben dcr Rosensiöcke, ohne besondere cr- grimdbare Ursache, gemacht. Ich selbst habe dieses Jahr in meinem Gar- ten Striche bemerkt, wo an den Pflanzen noch im August alle Blätter gelb geworden und sie sammt den jungen Trieben in ein paar Tagen verdorrt w,arcn. Der Kohl schrumpfte auf eine eigenthümliche Weise zusammen und gmg sehr schnell von der Wurzel aus in Fäulnis; über.
„ Während der Dauer der Cholera war der Südostwind der herrschende, spater trat der Nordwind ein.
Die absolute Höhe des Termins über dem Meeres-Nivean, bis auf welche die Cholera anstieg, ist noch nicht gehörig ermittelt worden, doch weiß ich, das; im Jahre 1836 sie in Ober-Jtalien, Tyrol und Bayern fich höher als 1000 Fuß über das Meer erhob, also die höchsten Rücken des Waldai und anderer Erhebungen des europäischen mittleren Rußlands er- reichen konnte.
Inwixfexn der Mond, der ficher eine wichtige Rolle bei der Entwicke- lung des trdtschen Magnetiömns spielt, zur ?lusbildnng der Krankheit bei- gxtragen hat, ist schwer zu beßimmen, und nur so viel habe ich beobachten konnen, daß in den Monaten Juli und August und dann später wieder im Oktober und November, die hellen (unbewölkteu) Nächte qegen andere Jahre bedeutend prädominirt haben. Namentlich im Juli 24, im August 22, im September 16, im Oktober 14, im November (bis zum 18101 alt. St.) 9.
Die unbewölkten Tage verhielten fich umgekehrt folgendermaßen: Juli 17, August 13, September 11, Oktober 14, November (bis zum 181?" 911.St.) 8, was ebenfalls nicht im gewöhnlichen Verhältnisse steht, nämlich 1111 Sommer zu,!venig, im Herbste zu viel.
Das Frühxahr war dieses Jahr veränderlich, mehr kalt als warm, und am 9. Mm alf. St„ nachdem alle Fruchtbäume abgebliiht hatten, fiel nochSchnee. ,Der Sommer, ebenfalls veränderlich, war zuerst dürre, dann regntcht, doch 1111 Ganzxn Fmäßigt. Der heißeste Ta fiel in den August nnt + 260 Reaumur jm «chatten, ungefähr in die Zeit, wo die Cholera in jene111Monate ihren Culminationöpunkt erreicht hatte. Der Herbst Zcigte fich so trockcn, wie fich dessen Keiner erinnert. Anfangs tvar er warm, dann aber fiel plößlich am 22. September daöTh-rmomrter auf _ 60 Reanm. und hielt so einige Tage an bis um 27s1en, wo die diesjährige Sonnen- finsterniß stattfand. Oktober und ovember blicbentrocken, aber ungewöhn- lich kalt. Die im Ganzen gemäßigte Temperatur im Sommer und die bei- den kalten, zu unxewöhulicyer Zcit fich einstellenden Extreme im Mai und September deuten ,inreichend auf besondere Natnrcinflfisse hin.
Der Barometcrstand Weist nicht minder manches Außergewöhnlicbc nach. So erreichte derselbe die ungemein hohen Mittleren: im Oktober 29,94 und im NoVember (bis zum 18ten alt. St.) 30,03 Zoll, und dessenungcachtct Land t,:crselbe sehr oft im Widerspruch mit dem wirklichen Stande des
imme 9.
Ueber die ?leichungeu der Magnetnadel habe ich leider keine Mit- tel gehabt, genaue Beobachtungen anzustellen, und nur die ungewöhnliche Rfiyrigkcit dcrsclbcn in den Monaten Juni, Juli, August und September und dar Schwicrigkeit der Otientirung der Boussole ist mir aufgefallen.
Ich kommt nun zum, Schluß„ un,d hoffentlich wird man„ meinen schon früher erwähnten Zeveck dn)“ Ze,1len tm Aug; behaltend, ,1mr xs n,achseh,m, wenn ich meine Anfichten uber dre, Ursache dteser Krankheat vtelletcht mcht in Uebereinßimmung niit denen ,erler 1er unmxxwunden herguösage. Es scheint mir nämlich nicht nur,mogltch, ondxrn hochst wahrsche1n11ch, paß rte Ursachen der Cholera in emer Ueberhatzfung der magyetrschen Kraft (?) oder Materie,(?)zus11chents1„_ eben ,so, wre Manche behaupten, der Skorbut sei eme Folge von elektnscher Anfullung.
Da die Cholera immer aus Suden kam„so muß auch dort der Heerd ihrer Entstehung gesucht werden. Man hat d1e Beobachtung gem,acht, daß in den Jahren, auf welche die Chylera als Landplagc m jenen tbxen he:- matlichen Regionen solgxte, schr hnße Sommer ge,:ve1en warxn. _„E1ne Be- merkunq, die, auf die (.rscheinungcn des Maguemeuö zuruckgesuhrt, nur eine stärkere Absonderung deffelben aus der Erdnnde gnd de,n fie bebeckcn- den Gegenständen vorausscyen ließe, d_a Magnete, e„rwarmt, ck.“ Kraxt, ver- lieren, d, h. dies:!be gewaltsam ausstr'omen. Es wgre dahcr eme Anfallung von freigewordenem Magnetiömus m der Atmosphare nnd allen gutxn L,e1- tem desselben, also namentlich dem süßen Waffer,_,anzunehmen, tyas v1clle1cht die Haupt-Ursache der C'ntßehung der,.Krankhert uberhaupt ,und Jhrer ,mscbcn Entwickelung längs den Gewässern sem mag., Salz scL)c1n,t em Mchnges Agens oder Gegenagens bei magnetischen W1r_kuugen zu sem. 2110 Nr», venschwache zeiqen eme Vorliebe für Salz, bejbndgs merkt man dieses bet Hysterischen. Bci den blonden Menschenracen 1s_t Salz znr beenE-Bxbm- gung geworden, nicht so bei den brünctßcn, von dcyen noch ]th cs Volfer giebt, die ohne Salz bestehen. Salz n'trkt gegcn dle Cholera„und an vte- len Orten, die bei Salzscen lagen, kam dicke Krankheit gar 111th oder nur schwach vor, so z. B. im Salz-Badeorte Slaviansk im charkbmchen Gou- vernement, wo die Cholera 1830-1831 fast gar nicht, in diejem Zahchnnr schr schwach auftrat. Eben so war es in den Salstcppcn _vonHoch-Aztc11: in der Gobi-, der Kirgisen- und Turfonmnnen - Steppe, m„ der zw11ch,)kn Astrachan, Zarizin und dem Ton, vielen Gegenden der SudstePpNUY-ÉZ“ stens, Arabiens 2c„ lauter Strecken, wo dagcgyn der Skorbut :,u que nt. Selbst manche Salzgegenken an den Occanen *") und Meeren b_11ebe11vo,1_1der Seuche frei oder wurden schwächer davon berührt, als_,11ach ber 1;o,dy11911111,chen Breitees derJall sein sollte, und die Krankheit zog Uchglctch wc1tertns,§„a11d oder an solche Meeresküsfen-Orte, wo das Salzbodcn-Llcmxm vrrschtmnbxt. Dazu find Salze zur galvanischen Entwickel1111g,1111u111ga11_glrcl), _Und gs wgre nicht unmöglich, daß Ke nur Folge von magnemch-clettr11cher Combnmnon mit Metallen wären.“) , ,
In den meisten Fällen trat dle Chblcra 1_11 dc," Sonyncr-qunatcn auf, d. h. in denjenigen, Wo die mindejte _?,l[*1o1'ptuon des Magnxtrßmus durch die Erdkruste und deren Productioneu 1111: könnte, orer m ketqemgcn, wo am meisten des freien Magnetismus vorhgndxn War., ?,lllcrdmgs wäre hiernach der Umstand nicht zu überse_heu„ das; dlc C:,de, mn, 11)1“,c_r gan- zen Atmosphäre im Weltall so zu sagen scbtvtmnwnd, lctcl)t,the|lwc11e ?ber ganz solche Regionen dcssclbcn berühren konnte, wo verschwdcnaxttge Bx,- standthcile oder Einfififfc des Weltrannzes selbst„ _111chr 1.1er Wcmgcr, fur das Lebens-Prinzip der irdischen Orgamsmcn gumngc Yeranbcxtmgcn her- vorrufen und dadurch cpidcmische oder landstrcichcndc Krankhelten hervor- rufen müßten.
Nach dem, was man bisher gesehen, hat die Cholera unter den brit- nctten Menschenraceu, dcn ma netischen nämlich, mehr gewiithct, als unter den blonden oder elektrtschen, von Welchen chicken viele Indivi- duen ihre clektrische Präponderanz d1!1“ch kas ankcnsprjihcn ihrer Haare beim Kämmen vrrmthcn. Ick unterscheide nämlich dcn '))Tagnctismus oder die magnetische Kraft von der Elektrizität oder der elektrischen Kraft, da die eine bei ihrer Steigerung oder Entwickelung eine niedrigere, die andcre eine höhere Temperatur erfordert. Dic Elektrizität hat anch ganz andere intcr, als der Magnetismus, so 3. B. wirkt crstexc 1111118031616 nicht, [esterer dagegen eben so gut wie durch Luft, , Ter J)?a_g:1ctlsmns zieht gewisse Körper an, stößt andere ab, die Clcktx'ixität thut danclbc, aber mit ganz anderen Materien. Es ist offenbar zwischen beiden in gewiffcn Stadien die größte Verschiedenheit (Oppofition) vorhandcn, so das: dcr Kampf dieser beiden Natnrkräfte (Galvanismusk!) vielleicht schon hinreicht, die Bewegungen der Erde und drs ganzen Weltalls 311 bedingen. Es ist hier nicht der Ort, 1116 Nähere kiefer wichtigen Bctracbtnng einzugehen, und die Phpfik sowohl als Chemie werden nicht mehr lange zaubern, in dieses Gebiet ciner vicklcicht neuen Anschauung, durch dic uns alle Tage aufstoßcndcn Thatsachen, wiffcnschaftlich einzudringen.
Victor von !))kotschulsky.
57) Mir ist kein Fall bekannt, wo die Cholcm anf cinem Skbiffc in hoher See anSgebrochen wäre, immer War es beim Landen odcr dcm Ab- segeln, d. h. in der Nähe der Kiiftrn.
M) Dahcr wohl auch bei den Cholcra- Kranken dic Trydirmng dcs Blutes.
"**-_.
!. !. »“ , “ , " Allgemeiner Anzeiger.
Giese, welcher als Matrose zur See fortgega ngen
[407] Vorrufu
Bcscbrcibnng
Bekanntmachungen.
[1121] Avcrtissement.
,Das dem Premier-Licutenaut und Gutsbefißcr Carl Gustav Amadeus Reinhold Bartholdi T,?elßörige, im Arwaaldcschen Kreise belegene Rittergut o rbeck nebst bein Vorwerke Neuftieß, von der Ncumärkischen Ritter- schasts-Direction ab eschäßt auf
71,857 hlt". 26 Sgr. 9“: Pf., soll am achten Juli 1848, Vormitt. 1011hr, vordem Deputirten, Obcr-Landesgerichts-Affessor Thiem,
('m hiesiger Gerichtssiclle öffentlich verkauft werden.
*" Der neueste Hypothekcnschein und die Taxe find in
„ unserer Negtsfratur einzusehen. , Die" Kaufbedingnngen werdcn tm Termine bekannt gemacht werden. Frankfurt a. O., den 9. November 18.17. „Königl. Preuß. Ober-Landeögericht,
[8991 Nothtvendiger Verkauf. ““ Stadtgericht U" Berlin, den 21. September 1817. “ Das dym Ti chlermeister Joseph Schulzk zugehörige,
sehen lvorden;
tow den 7.
ist und zuleßt im Jahre 1812 zu Stralsund ge-
Schwauz, geb. zn Capelle auf Wit- uli 1787, Sohn des verstorbenen Zimmermanns Schwanz, welcher als Matrose zur See gegangen und 3111th im Jahre 1811 aus Go-
cb. auf Hiddensee zu ohn des verstorbenen
5) Martin Geor?3
thenbnrg geschrieben;
6) Andreas Erdmann Blößing, Anfang der 8119er Jahre, Müllers Blößing, welcher im Jahre 1808 zur See YJWÜM und kenmächst im Jahre 1818 auf dem
ap der guten Hoffnung gestorben sein soll;
7) Henning Johann Heinrich Zürpahn, gcb.z1thstow den 13. Januar 1782, Sohn des verstorbenen We- bers inrvahn, welcher im Jahre 1807 zur See gegangen, eine Zeit lang in Amsterdam gel-.*bt ha- ben und sodann im Jahre 1829 ertrunken seinsoll;
8) Johann Friedrich Theodor Wel ien, geb.zuDresch- vis den 10. Dezember 1804, neu Schnlzen Welzien, welcher seit dem Jahre 1822 als Matrose ur See achsend ist;
an einen männlichen DeSzendeuten nach Hr11.Ferdinand
oder Hrn. JohanThadaeus Schmithrciherr v. Schmi-
den, zum gräflich v. Wrtbyschcn Fideifommis-Kapital mit 90,000 Fl.
Vom Kaiserl. König!. Landrechte im Köniqrciche Böhmen wird mit Edikt den 12. Jänner 1847 erdmert, daß nach Hrn. Ferdinand im Regiment Prinz Portugal, Herr auf Kunzendorf in preußisch Schlesien, verchkjcht mit der Barbara Freiin v. Stillfried, verwittwcten Freiin Hemm v. Hemstein, oder nach Hrn. Johan Tha- dacus Herr auf Gajow, Der im Jahre 1731 fich vcr- ehlichte mit Maximiliane: v..?)ochbcrg- Tochtcr des Hrn. v. Hochbc'rg auf Knnzcndorf nnd GlaH, dessen Gattin gebornc von Bedun war, der männliche DcEzendent bis Zum 12. Jänner 1848 persönlich erscheine, odcr demsel-
en sein Leben an eigc, durch den hierortigen Hrn. Jacob Schmidt Frcthcrr von Schmiden auf der Klein- scite in Nr. 212, widrigen?) wird zur Todeserklärung
ohn des verstorbe- geschritten werden. Prag, den 1. März 1817.
kn“ der Dresdnerstraße NN 95 Ww 96 belegcne, im HH- 9) Johann Wilhelm „? artens, geb. zu Neuenkirchen [1149]
pbthekenbuche von der Louisenstadt Band (,5, Nr. 4.22. verzeichnete Grundstück, ?erichtlich abgeschäyt zu 6147 Thlr. 21 S r. 6 Ps., sol ',
_ am 5. FRM 1848, Vormtttags 1111hr,
an der Gerichtsßelle sabhastirt, werden., Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Regrstratur emzusehen.
[1156] Na benannte Verschollene:,
“1) Johann C ristian Gellin, geb. zu Posertv den' 23.
5 ktober 1801, Sohn des verstorbenenKnechts Gcl- jedoch
' lin, welcher im Jahre 1821*,als Drechslergeselle auf die Wanderschaft gegangen und am Jahre 1831 im Gaslauer Kreise des Königreichs Böhmen sach ausgehalten haben soll, seitdem aber keme Nachncht von sich egeben; _
_2) Carl Chr smn August euß, geb. zu Buhs: den
' 21. anuar 1502, So n des verstorbenen Bauern
' Fu , welcher das väterliche Haus im Jahre 1822
3)
ihrem Leben Und
mlich verlassen hat und seitdem verschwunden ist;
arie Ulrike Vor ward, geb. zu Sagan den 22. » xAU U| 1787," To te: des verstorbenen Schneider- : 111 eu Botxard, welche im „Kriege mit einem .;“ MYM“! oldaten “"AR“-“m sein soll; F) nd,:vig Giese, geb. zu- 61 aus Wittow den , .-1."Febmar„ 1.767„Sohu des,.vetskorbmeu Schlosse»
wer en wird,
dxn 27. August 1797, Sohn des verstorbenen Hol- [anders Martens, welcher seit dem Jahre 1818 als Matrose zur See abwesend ift; Gxorg Michael Hermann WestphalÉeb. im Kirch- sprel Poseris den 28. Juli 1787, storbenen Rademachers Westphal, welcher um 1816 zu L_ubchin in Mecklenburg-Scthrin gelebt, dann 111 du Fremde gegangen und aus Lcmc bei Pyriß , auch wieder we so wre dte etwanigen unbe lenen, Werden auf denAntr de,r verordneten Kuratoren fnsi und spätestens in dem den 15. Mär im Königl. Kreis
111th im Jahre 1823 en, von wo er fich
annten Erben dieser Verschol- ag der bekannten Erben resp. gelxtden, innerhalb Jahres- ko
3,1849, Morgens 1011hr, rtfchttehchanFaZmJn TermZne von _, 1,1,cn, a ri t u e en und sich demna stzu legmmjrcn, widrigenfaä g
im Verscho enen fur todt erklärt und das hiefi : Ver- mö en derselben ihren bekannten Erben zugt?
])amm im Königl. Krengen“
ck! von Rü en a B r- sm- dtn 22- Novnérber 1847. g 3 '
Odebrecht.
Auf Antrag des Donmincnraths Kollmann auf Grüs- sow, als Vormunch der minorennen Töchter und Er- ben des weiland Gutsbefißers Düssler auf Dmnmwolde und Jaöbis, und nachdem von demselben das erforder- liche [)ecrorum (]c aliemnclo erwirkt worden, werden alle diejenigen, welche das hierunter näher beschriebene, im kitkekschaftlichen Amte Wredenhagen belegene Allo- dialgut Dammwoldc (ck. |). Zaöbiß zu kaufen geneigt sein möchten, hiermit geladen:
am 1. März kommenden Jahres,
Morgens 1,1m 10 Uhr, vor hiesiger Großherzoglicher Zu- sti «Kanzler zu erscheinen, Bot und Ueberbot zu Proto-
ztz geben und sodann zkt ewärtigen, das; dem an- nehmltch_Mei|bietenden derZu?chla ertheilt werden wird. Die dtesem Verkaufe grundlegli zu machenden Be- dingungen smd sowohl in der Registratur hiesiger Groß- herzoglrcher Justiz-Kanzlei, als auch bei dem Doktor Spangenber hierselbst einzusehen und gegen die Ge- bühr m Abßchrist zu erhalten, und ist das Gut selbst nach zuvor geschehener Meldun bei dem Kuratore, Do- mainenrath Kollmann, jederzeit n Augenschein zu nehmen.
Gegeben Güstrow, den 24. November 1847.
Großherzogl. Mecklenburg-Schwerinsche Zuftiz-Känzlei. (l., 8.) G. v. Suckow.
ohn des ver-
s die gedach- prochen
dcs Allodialgnts Dammwoldc c:.11.J§a-"=bilck.
Dasselbe liegt im R. A. Wredcnhagcn, hart an dcr Preußischen Gränzc, sehr nahe bci der Stadt Freien- stein und von den Städten Röhrl, Malchow und Plan 2 Mrilen entfernt. Es ist zu 534 Hufen 42,23 Scheffel kntasfrirt und hat einen Superfizial-Znyalt von 500,816 QRuthcn.
Der Hof Zaöbiiz hält an Acker circa 350,000 UN„ größtenthcils guten Mittelbodcns. Dcr Acker wird 3.3. bewirthscbaftct in 7 Hauptschlägcn ., 21,000 (_)N., in 7 Außenschlägcn .*1 16,000 [_]R., in 7 Koppelschlägcn 5 9000 [IR. und in 7 kleinen Schlägen 3 4000 [_]R. Die vorzüglichkn Wiesen haben bislang durcbjchnittlch) 250 Fnder schr gesunden chcs geliefert, Deren Cr- trag ist durchBe-ricsclm1g, Anörodnng von Brüchen 11. s. w. bedeutend zu erhöhen, da über 100,00() YR. Niederungen vorhanden. Gegenwärtig Werden 7 (He- spann Pferde, 120 Kühe und 1100 Schafe qehaltcn. _ Die Hofgebäude sind in gntcm bankcbcn Standc. _ Holz ist zum Bedarf, Torf in großchenge vorhandezt.
Dammwolde, Wo die Guts-Tagclöhncr, wohnen, 1s1 ein Kirch- und Pfarrdors mit 0 noch 11111)? rqgulzrtcn Bauern, Welche bisher Hofdicnste,lc_1stxtcn, sm mnczn Jahre aber _ jedoch nur intexk11111511,('c _,auf cm Dicnstgeld geseßt sind. Si; haben eme Flache von circa 100,000 [IR. theilwci|e rcchk, guten Ackers, und ur Bemaßung eincn großcn Thml ,der obcrwawtcn Niederungen. _ Der Pfarr- und Karchcnackcr 1|_ an das Gut vererbpachtet. Die «nam dcs Patrongtö über die Kirche und Pfarre ruh_cn auf Zaöbixz; dn? amn- 11191111, namentlich das Prä|m11atio11srecht, hat chfcn.
Fitcrarisäw Anzeigen.
Zu F. W. Kalbersb erg's Bnchhandlung in Prxnz- lau erschien so eben und ist vorräthig in axlen soltven Buchhandlungen, in Berlin in der E11slin1chcn,Vuch- handlung ("F. (Heelhanr), Vreitcstr. 23, und m Ku- sirin in deréelben Handlung:
[1202] Prüfet und behaltet das Beste. Fingerzeige „fliir Landwirthe n 1er Sommer-Stallfütterung mit Schafen,
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InlanK Prxvinx Schlesien. Verein zur Besserxzng fittltch,verwahr- losier Kinker in Görlitz. _ Bekanntmachung der Kom [, Regterung ZU Breslau. _ Neuenburger Angelegenheiten. 1e Zahlung der Contribution. _ Louis von Meuron +. , ,
Deutsche Bundesstaaten. Königreich Württemberg. Einberu- fung der Stände._ K'ursiirßxnihUm Hessen. Entlass11ng._ Adresse an den Kurfürsten. _ Freie Stad: Hamburg. Die neue Börsen- saals-Ordnuug verworfen. _ Freie Stadt Frankfurt. Verhandlun- gen der gesetzgebenden Versammlung. _ Schxeiben aus Frankfur; a. M. (Reise des Landgrafen nnd der Landgräfin von Heffcn-Homburg nach Bonn; die Vanfcrottc.)
Oesterreichische Monarchie. Wien. Erlaubte und verbotene Zei- tungen,. _ Die Ferrara-Jra e. _ Padua. Ankunft des Feldmar- schall-Licutenants Ritter von ?) artini in Venedig. _ Schncrfall.
Frankreich. Paris. Thronrede. Baron Girod +. _ Vermischtes._ Schreiben aus Paris. (Die Feierlichkeiten bci Eröffnung dchcsfion.)
Großbritanien und Irland. London, Hosnachrichtcn. _ Erlaß der Proclamation gegen die Vcrbrechrn in Irland. _ Erklärung des Dekan von Heresord gegen ])1'. Hampden. _ Vermischtes.
Niederlande. Aus dem Haag. Ministekwcchscl.
Schweiz. Kanton Bern. Aufhebung des Rechtösiillstandes. _ Au- funf! der luzerncr Gesandten. _ Graf Bois le Comte und Baron Kai- seröselb. _ Kanton Ziirtch. Falsches Geld. _ Rundsckyreibcn des österreichischen Gesandten. _ Kanton Luzern. Die Contributions- ?)éaßregel gcgen geistliche Corporationen. _ Erwartung ciner Amnestie. _ Kanton Uri. Dcr Laydkath. _ Kanton Schwyz. Instruction fur dteTagsaonngs-Gesandtychast. _ Kriegskoften-Ratc. _ Verfaffnngs- Rath. _ Kanton Basel. Die französische Gesandtschaft. _ Kan- ton Thurgau, 1)r. Kern iiber die Bundes-Rcvifion. _ Amnestie- Gcs_uch von Sträfiingcn. _ Kanton Wallis. Contribution.
Italteq. Rom. Beabsichtigäö Vcrbot der Florentiner Alba. _ Upzufxxedenhcit mrt der Polizei-Vcrwaltung. _ Perkussionöqewchre fiir d1c_Burgergarde. _ Der große Prozeß. _ Livorno. Däs englische (Herxhwadcr nach dem Golf von Spezia. _ Florenz. Reform der “Yolxzet und des Mnnizipnlwescns. _ Turin. Instruction Fiir die Pro- vmztal-Ccnsnr-Kommisfionen. _ Nachrichten aus Mailand und Ather). _ Parma. Ausstellung der Leiche dcr Herzogin.
SZ???" Schreiben (1115 Madrid, (Die spauüchcn Befisungen in * sr! a.
Griechek-tland. Athen. Die griechisch-tärkische Frage.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Nachnchten vom Kriegs- schauplay in Mexiko. _ Gestörte Friedrnö-Ausfichkcn.
Eisenbahnen und Dampfschifffahrt. Padua. Tägliche Dampf. schifffahrten zwischen Venedig und Triest.
Berlin,
Handels: ux Börsen-Nacbrichten. Zur Mem - ratur aus b;;"Zeit Ludwig's ck17. Amtlicher Theil.
Sc. Majestät der König habkn Allergnädigsi gernbt: Dem Sccondc-Limttcnant Leonhard [. dcs Löstcn Infanterie- chimcnks dic Rettnngs-VZedaiUc am Bande; so wie Dem Land- und Stadtgerichts-Dircktor und .chiö-Jusiizrath von Koenen zu Halle a. S. den Charakter als Geheimer Justiz- Ratk) zu verleihen.
“ÖA" bisher b?! drm ,Land- und Stadtgerichte zu Ratibor und dxn Untcrgcxrchtxn dcs rattboxcr Kreises angestellte Justéz-Kommjffa- rms (Hrüntg 111, unter Bctbehalturx dcs Notariats, zum Justi;- Kommtffarius bei be!" dorttgen Ober-Yandcsgcrichte ernannt wordén.
Abgcrcist: Sc. Ercollenz dcr Kaiserli 57crrei icbe eld- marschall-Likutcnant und Obersihosmeiskcr Jhécx MajcstYits/derocr- wittWetcn Kaiserin, Graf von Vellcgardc, nach Wien. .
Ujchtchmtti
Inland.
, Berlin, 1. __Zan., Se. Majestät der König haben Allcrqnä- Ölgst gcruht: ka chattonsx'athc von Rcumont dic E:saubniß zur |
Allgemeine
Preußische Zeitung.
Anlegung des ihm verliehenen Ritterkreuzes des Großherzoglich tos- canischen Verdienst-Ordens vom heiligen Joseph zu ertheilcn.
Pr-Zv,tnz Schlxfien. ( Brest, Ztg.) Der Ausschuß des „Obexlayxtytschen Verems zur Vcfferung sittlich verwahrlostcr Kinder“ 111 Gbrlty hat seinen jährlichen Bericht abgegeben. Das Zahr1846 so wax das laufe11de _haben durch die allgemeine Thcurung auf die fina1131,ellen Verhaltnijse des Vereins einen sehr nachtheiligcn Einfluß außgeubt nnd_,nebst, mehreren außerordentlichen AuSgaben das Resultat geliefert, daß sich denn Rcchmmgö-Abschluß cin AuSgabe-Ucbcrschuß von 316 Rth,11.,7Sgr. 6 Pf._ergab. Dßr Frauen-Vercin inGörlt'h hat im verflos- scneanruhxahre durch eme Lottene demselben eine Summe von 264 Rthlr. 12 Sgr. 3 Pf, zustellen kSnnen und der Magistrat eine Unter- stnxung von 2,0 ,Rthlr. ngahrt. Die Zahl der jeyt in der Anstalt bepxxdnchcn Zoglmgx betragt ,16, von denen die meisten zu guten Hoffnungen bercchttgcn ,für dtc Zukunft. Von früheren Zöglingen bxr 9411Ü01k„ wclche bc: verschiedenen Meistern als Lehrlinge theils htcr„tl,)etls m der Umgegend untergebracht Wurden, sind zwar einige rückfälltg geworden, u11d namentlich hat sich der Eine bei einem fre- chxn ,Dicbstayl bethciljgt, im Ganzen ist aber das Resultat ein be- friedigeydes. ,Von den bereits aus der Aufsicht entlassenen Knaben Find 3 m Fabriken beschäftigt, 2 auf dem Lande in Arbeit, 6 als Gesehen auf der Wanderschaft, ciner steht beim Militair, und einer ist fett dem 6. April als Schul-Adjnvant angestellt.
_ Das Amtsblatt der König!. Regierung zu Breslau cnthält solgende Bekanntmachung:
„JndcrAbficht, den Gränzvctsehr mit !cinrncm Garn zwischen Preußen unt; Oesterreich wechselseitig thunlichß zu erleichtern, sind zwischen den bei- derjcitigen Regierungen über die zollamtliche Behandlung dieses Verkehrs nähcre Verabredungen getroffen Wotden, wonach, wenn
1) rohes leinenes Garn zum Bleichen aus Preußen nach Oesterreich oder umgekehrt aus Oesterreich nach Preußen gebracht und nach erfolgter
Bleiche im gcbleichten Zustande in das Land der Herkunft zurückge-
führt wird, eine Abgaben- Erhebnng bei der Aus- und Einfuhr des
rohen Gams, so wie bei der Wiederaus- nnd Einfuhr des gebleich- tcn Gams gegenseitig nicht stattfinden und, tvcnn
aus Preußen aus der Gränzlinie von Lcobschüs bis einschließlich Sei-
denberg in der Obcr-Laufiß rohes leincncs Garn in das angränzcnde
österreichische Gebiet zum Vcrwcbcn im dortigen Gränzbezirkc einge- führt und die daraus vcrfertigte rohr, ungebleichtc Leinwand nach
Preußen zurückgebracht wird, in Oesterreich eine Abgabe von dem ein-
geführten Garn 11ich1erhobcn und in Preußcn der aus Ocsterrcich
eingehenden rohen Leinwand die bisherige tarifmäßige Zollfreiheit auch ferner zy Theil werden soll.
Außerdem haben beide Re ierungm sich über vcrscbicdene Erleichterun- gen des wechselseitigen nacl,ba1:chen Grq'énzverkchrs m- :ygcn gemeinschaft- !1ch_en Gräuzcn bcrcinigt, worüber sämmtliche Zoll-Aemter der Provinz auf chkagen nähere Auskunft erthcilcn Werden. _ Zu gleicher Ansknnfts-Er- jhrtlnng sind die gedachten Acmtcr auch 'inBetre-ff der sowohl bci demVer- kehr mit leinencm Garn und Leinwand, als bei den Erlcichtmm en des nachbarlichcn Gränzvcrfchrs zu bcobachtrndenFönnlichkcétrn und ontroll- Vorschriften angewiesen worden. _ Breslau, den 15. Dezembkr 1847. _ Der Wirkliche Geheime Obcr-Finanzrath und Provinzial-Stcuer-Dirrkwr. _ von Bigeleben.“
Neuenburger Angelegenheiten.
Neuenburg, 25. Dez. Der heutige Constitutionncl Neuchatelois meldet: „Der Tagsaßnngs-Yeschluß, welcher Neuen- burg cine Contribution von 300,000 schw. Fr. anflegte, bestt'nnntc', daß diese Summe bis zum AMW in Obligationen odkr in baarent Gelbe bezahlt sein sollte. Am 20stcn übergab dcr Staatsrath, Herr Coulon, in Bern vollkommen sichere Obligationen und chtcnbricfe auf die Kantone Bern, Freiburg und Waadt zu dem der Verlangtcn Summe gleichkommende" Werth. Ihre Annahme schien anfangs auf keine Schwierigkeit zn stoßcn, Weder von Seiten des Vororts-Präfi- denten, noch von Seiten des Gcncral-Zahlmeisters der Armee, Herrn Stämpfli“, da erhob cin Finanz-Bcamtcr formelle Einwände gegen ihre Zulaffung in den Kaffcn der eidgenöxsischen Kriegs-Fonds, und auf seinen Bericht erklärte der Vorort, da sie nicht angenommen M1“- dcn könnten. Die Sache sollte Donnerstags in der Tagsaßung zur Sprache kommen, und im Angesicht des Wortlants ihres Beschlusses schien sie kaum anders als zu Gunsten Neucnbnrgs cntschécdcn ivor- den zu können; indes; um eine neue Erörterung diescr Angrlrgenheit zu vermeiden, entschloß sich Herr Coulon, selbst ric verlangte Summe vorzuschießen; cr negozifrtc Valutkn auf Paris in der Bank von Bern und konnte anf dicschisc die ganze Summe Von 300,000 F1“.
Aae pox-Anjtalten des In: und Auslandes nehmen ZZestell-nxg agf dieses Blatt an , fur Beklm die Expedition der Allgem. preuß. Zeitung: Behren : Straße Nr. 57.
Jnsertions-Gebühr für den Raum eine,r Zeile des Alls. Anzetgers 2 Sgr.
Sonntag den 2*'" Januar
noch an bcmsxlbchage in Vaarem an den Vorort übergeben. Dank dem cdel1nütl)1gc,-n Patriotiömus dieses außgezeichnctenBürgers, de en ganzes chen eme Reihe von Handlungen der Hingcbung für Lin Vaterland und seine; Mitbürger bildet, wurde auch der Schatten eme'r _Schwierigkeit vermieden.“
Herr Louis von Meuron, der 17 Jahre lang Chatelm'n von le Landeron und 40 Jahre Mitglied der Unterricbw-Kommiffion war :| mit Tode abgegangen. ,
Dcutsche Bundcsnaatm.
„ Königreich VJiirttemher DerSchwäb.Merk. ent- l),c11t 211,12 Vom 20. Dezember datjrte "o'nigliche Verordnnng, wodurch die Stande zum 22. Januar einberufen werken.
Kursurstxnthum Hessen,. (Kass. Ztg.) Se. Königl. Hohmt der Kurfurst hat dem (Hehetmen Kabinetsrathe und Mitqlécde dcs Gesammt-Staats-Ministerimns, Geheimen Rathe HerrmmsKoch, die nachgesuchte Entlassung aus dem StaatsdéctrskeOewiUigt.
Dre Adresse, Welche der »Über-Bürgermeister und der gesammte Stadtrat!) von Kassel Sr. Königl. Hoheit dem Kurfürsten überreicht haben, lautet folgendermaßen:
_ „Allerdurchlauchtigster Kurfürst, AUckgnädfgstcr Kurfürst und Herr! Jm ' Gefühle des schmerzlichcn Verlustes, Welchen Ew. Königl. Hoheit und Alitr- höchstdcren flirskliches Haus erlitten haben, nahen wir uns dem Throne, um Ew. Königl. Hoheit, Namens der treuen Bewohner der Refidcnz, unsere nllcruntsrthänigstc Kondolenz ehkfurchtsvollst dar ulegcn, Stets werden wir das Andenken des weiland Allekdnrchlauchti sten Fürsten und Herrn verehren, welchem das Land die Verfassungs-Urknnde, So wie die Wohlthat, verdankt, daß uns die Segnungen dcr Regierun Ew. Königl. Hoheit nun schon seit 16 Jahren zu Theil geworden sind, und «tbrung und Neuerung den Gang der Re- gierung nicht treffen können, wie das bei dem tödtlichen Hintritt der Für- steu sonst wohl der Fall ist. Mögc dcr Allmächtige die Regierung Ew. Königl. Hoheit auch ferner segnen. Möge dieselbe zum Wohle der Stadt und des ganzen Landes eine lange, friedliche Und glückliche bleiben. Dies find unsere innigsten, aus trcuem Herzen kommcndcn, allerunterthänigsten Wünsche. Der Gnade Ew. K“d11igl.Hoheit die Stadt und uns selbst aller- unterthänigsi empfehlcnb, crstcrben wir in tiefster Ehrfurcht und neuester Er- qcbcnheit Ew. Königl. Hoheit allerunterthänigftc, treugehorsamste und pflicht- fchnldigsie Ober-Bükgcrnteiftcr und Stadtratb. (gez.) Arnold.“
Freie Stadt Hamburg. Am 30. Tczember kam die 1 vvrxeschlagenc neue VörscnsaalS-Ordnung wieder zur Bcrathung und Abstimmung, nachdem sie: vor einer Woche vertagt worden war, und wurde mit 196 gegen 119 Stimmen verworfen. 'Der Hamb. „Corr. bemerkt hieriiber:
„Wenn das Resultat wiederum ein unZünstigcs gewesen und dazu na- mentlich die darin in Aussicht gestellte Ansnahme jüdischer Kattfiente ins K*ommcrzium die Vcranlaffnng gewesen, so bcrancrn wir dies aufrichtig im Interesse der hamburgischen Kaufmannschaft, die fich so die Mitwir- kung von Kräften entzogen, zu einer Zeit, wo es wahrlich in Hamburg Noth thut, alle Kräfte in Thätigkeit zu schu; wir bedaurkn dieses Resul- tat noch mehr, in Voraussicht der [icbloscn Bcnrtheilnngen, denen unsere ohnehin in neuerer Zcit so vielfach angefcindcte Vaterstadtum dieses schwer- lich die Ansichten der wirklichen Mnjorität unserer K".111fnmnnschaft ans- sprechendcn Beschlusses willen anSgcseßt sein wird; eine Majorität, die fich bei anderer Gestaltung dcr Abßixnmungswcise auch ganz anders gestalten dfirfte.“
Freie Stadt Frankfurt. (O. P. A. Z.) Die geseß- gebende Versammlung hatte in ihrer Sißung am 29. Dezember iiber die während der Finanz-Periodc 1848 bis 1850 zu erhebenden au- ßerordentlichcn Steuern zu berathen.
Die ScknldentilgungS-Kommission hatte in ihrechricht die Beibehal- tung der Wohn- und Miethsicucr und dagegen Beseitigung der Einkom- mensteuer, die schon längst als mangelhaft und verwerflick) anerkannt sei, für räthlich erachtet. Sic schilderte den Finanz-Zustand als keinesweges nnerfreulich, indem das im Jahre 1839 emittirte Ansehen von 8“; Millio- nen bereits durch Tilgung aus 6,400,000 Gaiden vermindert sei. Die ncucren Eisknbahn-Anlchm kämen hierbei nicht in Betracht, indem durch sie eine Ullßbake Domaine geschaffen worden, dercn Erträgnisse und Lasten dem laufenden Dienst angehörten. Die Central-Finanz-Ko1nmission war dagegen der Ansicht, daß die außerordentlichen Steuern vorläufig auf dem bisherigen Fuße beizubehalken scien. Die Erträgnisse und Unkosten der Ei- senbahnen ließen sick) fiir jetzt noch nicht iibcrschcn; falls die Rente nicht wenigstens vier Prozent für Verzinsung und Kapitais - Ab- tragung betrage, müsse das Arrak eintreten. Es wäre möglich, daß die fiir den Eisenbahn - Bau aufgenommenen fünf Millionen
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Zur chmoircn-Literatur aus d “ Ludwig's 31117. “ ZM
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Die sranzöfischcn Parlamente des vorixen a r unde “ kräftige Advokatcnstand der damaligen Zeit:; faZrJde? hbckatxtTMchsxerYtés dart:k Voltaire cinen entschiedenen Verehrer. Männer, wie Chalotais Castillo" Montclar, Serben, gelten ihm als die Hauptvertreter der phiiosophische]; Zbeeq, wx1che fich damals in Ulm Theilen von Frankreich Bahn brachen als, die Trager jener ,.j11k15pk11116n1k6 1111170158118, [11115150 (]anz ],; ".'-iure, 1111| é'éWW .1,u - (1055115 (11; 10111155 11-3 [nix (]0 (0117611an 011 (10. 51111 [L 3111011115." Hter haben wir nun von einem geistreichen Mitglied: des pari- sxr V„arreau a11s„de,r Zeit der Regentschaft und der Regierunq Ludwig's )(? * cm, hochst merkwyxdtges Tagebuch, Welches eine lebensvollc Schilderung dex: W'le" und polnischxu Znskändc jener Epoche enthält. Der Verfasser war (13 Tzahre Advokat beim parischZparlament und nahm selbst den regsien An- tbe1 an den bedeutungsvollen ewegungcn seiner Zeit. Mit liebenswürdi- diger Offeyhett, ohne Anspruch auf glänzende Darstellung zu machen, hat er, vozt sxmem 29sten,Jc_1bre an bis in sein hohes Alter fast jeden Abend d1,e Emdrucke nnd Erctgmsse des Tages, Anekdoten, Hofgeschichten, Reni - ketten ans bern Parlamente, charakteristische Züge aus dem Leben von Pn. baten und offentltchen Personen, wie fie ihm gerade die Woge des Lebens in der ,großen Hanytßabt 1,1nd der Verkehr mit den verschiedensten Schichten der Ge xllschgft zusuhrtr, m seinem Journale aufgezeichnet. Solche Ein- lenheatcn, m denen fich das Bild eines bestimmten Zeitraumes am deni-
, veröffentlnhen gedacht hatte, auf dcr pariser Bibliothek unbeachtet da kme-
11c,l)sten abspicgelt, darf derHiston'krr vicht unbeachtet lassen uma! wenn te w1e hier mit Unbefangenheit und Unparteilichkeit vorgetragezn smd. DLs
Theater zicht unseren Verfaffcr nicbt minder an, als die Vorgänqe vor sei- nem Gerichtshofe. Cin derber Wix; ans dcm Faubourg St. Antoine isi ihm eben so lieb, wie ein geistreiches Wort aus den SLlons des Faubourg St. Germain oder aus den Gcmächem dcßversaillcr Schlossßs. ,Zn set- nem Umgange bemerken wir dieselbe Viclsctttgkeit und ,Beweghchkxjt; denn obgleich dcm Viirgerstanbc angehörcnd ,und Wohl zunachst mti dxescm vex- krhrend , ßand er doch auch mit den bbhcken Sphären dcr Gesellschaft„tzt mannigfacher Berührung. Mit dem Mgrsckxall von Sachsen und,C,ourbun- son lebte er lange in befreundeten Vcrhqltmffenz auch einen Mnnßer des Königs _ wie er nicht zu bemcrkcn verfehlt„_, bewtkthctx er bei sich„ und zu den großen Hoffcsten lvnßtc cr fich rcgelmaßtg durch seme hohen GNM“ Eintrittskarten zu verschaffen. , , *
Lange Jahre hat sein JJTanuskript, tvclches er selbst vaelletcht schon zu
en. 3th endlich _hat .Herr de la Villagillc, ein Mitglied jenes hiftosi chen ereixis, dem wir bereits seit einer Reihe WU Jahren die_ Herauögabe dkk werjhvollstcn Memoiren, Briefwechsel und Chroniken verdanken, dasselbe ver,- “é-ffentlicht. Da hierdurch eine großeLsicke in der franzöfischen“Mentoixcn-Lt- trratur, die gerade für diese Periode sehr uuer iebig-tst, ausgefüllt wn'd, so hoffen wir, daß diescs Buch, das auch im Aeußcrcn mit der gewoxntn pa- riser Eleganz ausgestattet ist, seine Lkskk finden werde. . ' ' Ludwig 2117. war am 1. September 1715 gestorben. Sein treuer Historiograph Tangeau wußte bei diesem Tage nur zu bemerkcn: „ Heute Morgen um acht em viertel Uhr ist der König gestorben.“ Kcin Wort des Schmerzes, kein AUEruf der Trauer. Frohlockend sah die Menge dem Sarge nach, in welchem die' Ucberr'eße dcr cinst weltgcbietxnben Majestat zu Grabe getragen wurden. Es liegt etwas Tragisches in dem Kgmpfe, _den dieser ßolzefte der franzöfischrn Könige nach einer glanzvollenRegterun nych «ini Abende seines Lebens mit denWechseln und Wtderwärtigkeiken des ch1ck- fals u bcftehrn gehabt hat. Die Finanzen waren in der größten Unordmm ,
' d'r “hab war “schöpft, das Volk murrte über die schweren Auflagen. A :
die StaatSmänncr, Feldherren, Schriftsteller, dicLouvois, Colbert, Türenne, Condé, Corneille, Racine, Molii-rc, Boffnet, jene Zicrbcn dcs versaillrr Hofes, waren ihrem Fürsten vorangecilt. Keiner war ihm geblieben von jener großen Generation. Das Königlichc Haus war vcrödet. Einsam uud vcrlaffen wanktc der Greis durch seine Prunkgcmächer. Sein Sohn, sein Enkel, die liebliche Herzogin von Burgund, dic einzigste Freude seines M- 1115, Waren schnell nach emander gestorben. Nur sie, die kalte, verwekfte Frau von Maintenon, die er in ,ken ,Tagen dcs höchsten Ruhmes zg, fich heranfgezogcn hatte, um durch fie,1ns ttefs1e Ekcnd gcsn'azt zu werden, uber- lebte ihren stolzen Gebieten An 1hrcr Sekte stand sem ,Urechl, ber funf- zehnte Ludwig, damals ein Kind von, funf Zahrxn. Fur busen ubernahm smn der Herzog von Orlcans die chwrung. Dcmctten der Regentschaf- ten pflegen in Frankreich fast nie ohne Unruhen voruberzugehen; auch dteser sollte es daran nicht fehlen, Die Hauptsorge dcs Regenten tvmxdte fich zu- nächst der Verbesserung der Finanzen zn. Doeh wer war da 1m Stande,
* aufzuräumen. Die mapnichfachstcn Versuche drr Minister bliEbM fruchtlos.
“Endlick erschien der Schotte Law mit seinen tmmderlichxn Sysixmr, für di:? cr alle,Wclt zu gewinnen wußte, und bold brngmcn d1ese bUUäYÜthn Fk“ uanz-Operationkn, welche die ganze parrscr Bevolkerung demoraltfirten und
l ' V bk en Aniaß gaben. , , , Ju anjsYFZeZanim Faber? 1718, legte Barbar sem Tagebuch an. Adel,
_ :.. dw k , Alles hat fich durch den Strudel fortreißen lassen. ** YßngechZaLe [? Force hat in dem Kloster der Au ußiner-Mönche einige
" ' x 1, um hier seinen Großhandel mit Ka ee Zuckc'r, Steinkohlen KTÜBYLYUZTM zu betreiben. Der Herzog von Orleaßs selbs? ist am mei-
: sten bei diesem Börsenspiel interesfirt, denn unbeschadet seiner eminenten
Ei enschasten ist er habsüchtig, liebt sehr das, Geld, und, will Alles" allein belven. Law, dcr allgemxin L'as enannt Wird, ,mit nut imxner kyhneren
rojekten hervor. Die glanzenden offnungen, du er an dte Ma,!"fistppi- Yompagm'e geknüpft hat, berauschen das Volk, das, tros der ßexßepden Geldnoth und unerhörten Vertheueung aller Lebtnémmrl den schma lichen