1848 / 7 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Einfuhr 1845 1847 1846 1847 Erbsen unverändert. Hafer und Mehl fest. - .“ , 880 a . 30000 . 30000 v. Yi? 1320) F;"-; 125 ß _ Psd _ M 21- Amsterdam, 1. Jan. Asche, Amer. 22100 » 1640 » 150 FH. 20 Fß. Ruff. 750 )- 020 » 200 200 » Talg, Nuss, 550 » 1250 150 » 200 Heringe,HU„u.Emd, 880Ton. 1300Ton. 50Ton. 150 Scho,» 15500 » 13800 3900 1800 ., Fett 5300 6200 _ 300 tal-Geseßen, als Stavanger 44100 » 4100 » 50 __ Barden, Grönl- 4000Pfd- 0000va, 1000Pf . 1000va. Ndw.1t.Sds, 400000 » 748000 » 40000 07000 » London, 31. Dez. Getraidemarkt. Die Zufuhren aller Arten von Getraide sind „in dieser Woche ziemlich gewesen, die von fremdem Wei- zen bedeutend, namlich 25,100 Or. Die Preise find heute sehr fest, doch

Vorrath ule. Dez.

32

war das Geschäft beschränkt. Gerste ist etwas niedriger. Bohnen und

, Geldmarkt. Das Ausscheiden des diesseitigen Fmanz-Mmtsiers, wovon zu Anfang dieser Woche unerwartet

während der [chien Ta e behauptete sich “edo d 0

Weniger litten die„Act?en der Handels-Piaati?!)aFZpéxietiYexudTanbßYZYÉz. auf 1634 % gedruckter Cours spater dgzwischm abwechselte. Von rusfisch. Fondshaben „fich 5prozent. alte Obligationen hej Hope 11. Comp, von 104?% nach um en unbedeutenden Schwankungen bis 10.377 % und 4177!)-

dte Paxhricht L'nging, hat einen nachtheiligen Eindruck auf die Course der hanndtschxn Siaatspapiere gemacht, welcher indessen gewiß viel bedeutender getvesxn se1n_w1'11de, wenn dieses Znn'icktreten nicht eher einer Meinungs- verschiedenhett iiber die vorzuschlagenden Veränderungen in den Fundamen- „„__ finanziellen Schwierigkeiten zugeschrieben werden zu 111u11ensch1ene. Die zugleich noch obwaltende Knappheit des Geldes drückte den Markt noch mehr, wie dies fich jedoch im Laufe der Woche etwas flüssiger zu ?etgxn anfing, haben fich die Course wieder rtWas erholt. Im Ganzen blieb der 1m1a13 nur mittelmäßig, weil für auSländische Rechnung wenig ausgerichtet Wurde; Jute rale fielen von 551: auf 54Z; % und haben estern wieder 55“; % errciit; Zprozcnt. wirkliche Schuld wich vo 67%“ an 6677 % und blieb auf diesem Preis fest stehen; 4prozent. do. wurden durch dicse Ereig- niffe am meisten berührt und gingen von ZZZ % bis 85 % herunter;

Woche 1111111

zent. Certifikate bei denselben Yon 86"; auf 861; zent. wiener Metalliques bei haufigerem Ausbiet heruntergcqanth.

Bekanntmachungen.

[657] Ediktal-Citation.

Nachbenannte Personen, auf deren Todcs-Erklärung

angetragen ist, ihre unbekannten Erben und Erbnchmer, nämlich: .

1) Bartholomaeus Czarnecki, Weicher etwa 1111 Jahre

1808 aus Swierczyn als Kntxcher nach 2811111111111 111 ,

2) ohgann Ehm, “eborcn 311 Dziaivn am 25.Tezc111- ber 1809, im! lr fich cttva im Jahre1820 Mit seinem Vater Johann Ehm von hier entfernt hat,

3) die Geschwisicr Diettkc, Kinder des Schulzeit George Duitke z11 Groß-Kamionkcn:

„) Anna Elisabeth, geb, den 1. 311111“ 1766, 11) Johann George, - - 15. Oktqber 1707, c) Susanna Catharina, - - 1:1. 31111 1769, (1) Christine Dorothea, - - 23. Februar 1772, «) Louise, - - 20. Febryar 1774, 1") Gottfried, geb. den 2. Zum 1776, ;;) Marianna - im Jahre'1781, die sich etwa im Jahre 1802 aus 5101111010211 ent- fernt haben, , _

4) Jacob Boriowski, Welcher 1111 Jahre 1.94 ans Sicmkowo cntfloh,

5) die Gebrüder Dobrzynski:

3) Jacob, geboren den 29, Oktober 1782, 11) Johann, - - 19. Februar 1797,

6) Conrad Bartcl, tvcichcr seit 28 Jahren verschollen,

7) der Einsaffc Friedrich Jahnke ans Toporzysko,

8) Blasius Drzewinski, geboren den, 3. Februar 1811 zu Podgurz, ivc1chcr sich im Jnli 1829 aus Rudak nach Polen entfernte,

9) der Gärtner Johann Raikowski, Welcher 1831 aus Rosenberg fortgcgangcn ist,

werden aufgefordext, sich binnen 9 Monaten und spate-

siens im Termine dc111. Juni1848,Vormittags 1111111, bei dem 11nterzeich11ete11Gerichte oder in deffenNegisim-

1111 schriftlich oder persönlich zu melden_und daselbst

Weitere Anweisung zu erwarten, widrigcnsalls au-s T-o-

deserkläruug der Abwesenden, und Was dem „anhangig,

nach Vorschrift der Gesetze erkannt Werden wird. Thorn, den 7. Juni 1847. ' Königliches Land- und Stadtgericht.

[823] Rothwendiger Verkauf. Land- und Stadtgericht zu Marienburg.

Das in dcr Dorfschaft Wernersdorf Nr. 1. 1.111. 11. des Hypotheke11buchs gelegene Grundstück des Burger- meisier Carl Friedrich Wilhelm Pudor ans Chrtsiburg, 11 Welchem außer den Wohn- und Wirthschafts-Ge- bäuden 4 Hufen 14 Mor en und 208 )(Ruthen 82 )( Fuß Land gehören, abges äxzt auf 8602 Thlr. 23 Sgr. 4 Pf., zufolsize der nebst Hypothekenschetn und Bedin- gungen im 1 ]. Büreau einzusehenden Taxe, soll am

17. März1848, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstätte sub- hasiirt werden. '

«

[822] Nothwendiger Verkauf, Stadtgericht zu Berlin, den 26. August 1847. Das dem Kaufmann Inlins Bloch gehörige, hier an der Ecke der Neandersiraßc Nr. 28 und der projektirten neuen Straße von der neuen Jakobsstraße nach dem pro- jektirten Kirchplaße belegeue und im Hypothekenbuche von der Louisensiadt 70]. 14. 180. 899. verzeichnete Grundstück, gerichtlich abgeschäßt zu 23,779 Thlr. 28 Sgr. 9 f., soll am 29. ärz 1848, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtssielle subhastirt werden. Tare nnd Hy- pot ekenschein smd in der Registratur einzusehen. ** ie dem Aufenthalte nach unbekannten Real-Gläu-

bi er: "

YZ Kaufmann Jacob Fränkel, ,

-b) vereheliIte Kaufmann Meyer, Henriette, geborene Auerba ,

oder deren Erben, werden hierdurch öffentlich vorgeladen.

[912] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 21. September 1847." Das dem Schlossermeister Joseph Samson zugeho-

rige, in der alten Jacobssiraße Nr. 135, belegene und

im neuen prothekenbuche von chr Loursxnstgdt Band

12. Nr. 807. verzeichnete Grundstück, ?enchtltch abge-

schäst zu 17,983 Thlr. 4 Sgr. 3,Pf., oll am 10. Mai1848, Vormittags 11 Uhr,

an der Gerichtsstelle subhasiirt. werden., Taxe und Hy-

pothekenschein smd in der Neg1|ratur einzusehen.

[9] Bekanntmachung.

Königl.Vayerische konzesfionirte pfälzische Ludwingahn

(Ludwigshafen -Verbach).

Wir laden die Herren Actionaire ein, die von uns am 1. Dezember !. I. „auf nächsten ersten Januar aUSgeschtiebene neunte EmzahlunZzausschlie end an einen der nachbenamtten Herren anquiers der Gesell- schaft, als:

in Augsburg: oh. Lor. Schaezler,

» Frankfurt a.M.: Zebrüver Goldschmidt,

1). Nie. Schmidt,

Allgemeiner

in Mannheim: W.H.Ladenburg &Söhne, » » J. W. Reinhardt, .. Miinchen: Joh. Lor. Schaezler, Neustadt a, H,: ck.“. Dacqué', zu leisten. Spcyer, den 80, Dezember 1847. Das Direktorium der Königl. Bayerischen konzesfionir- ten pfälzischen Ludwigsbahn, L a m o 1 t e.

[6] Bericht

der

«eeländifchen Eisen- önbn-Gefellstbaft

iiber die extraordinaire General-Versammlimg den

29. Nove111ber und 6. nnd 13. Dezexnbcr 1847.

Am Montage den 29. November 1847 wurde nach vorhergegangcncr Bekanntmachung, dem §. 22. des Sta- tuts gemäß, cine außerordentlicheGeneral-Versammlung abgehalten, welche von dem Höchsten Gerichts-Advoka- ten Bunßen dirigirt 1v111dc. Es waren 2487 Actien durch 114 Mitglieder mit 333 Stimmen rcpräsentirt. Der Königliche Kommiffarius, Herr Etatsmth Bang, wohnte dcr Vcrsammlmx bei.

Auf diescr General-Ver ammlung wnrde vorgenommen:

1) Der Anikag der Plcnar-VerWaltung Wegen eines Zusaßes 311 dem §. 25, des Statuts, wodurch dcn Actionairen der Zutritt zu den General-Versammlun- gen der Gesellschaft dadurch erleichtert wiirde, daß die vorgeschriebene Legitimation durch Vorzeigung der Actien auf drm Haupt-Biircau der Gesellschaft in gewissenan- gegebenen Fällen auf die Beibringung. eines Attestes iiber die Vorzeigung dcr Actien bei dänischen Obrig- keiten, Konsuln und anderen Behörden beschränktwürde. Der Vorschlag Wurde einstimmig an enommen, doch mit dem Hinzufügen, daß die Atteste, iniofern fie vom Aus- lande sind, nicht iiber 3 Wochen alt, und die von: Zu- lande nicht über 8 Tage alt, beides von dcmTage, an n1clchcm sie zur Legitimation vorgezeigt Werden, an gc- 1echnet, sein diirfen. ,

2) Der Vorschlag des Ausschusses „wegenjemer Ver- änderung des Gesellschafts-Smtuts racistchtiich der Or- ganisation der Verwaltung. 21901dcm m d1xser Veran- lassung ein Votum des adnumstrirenden Direktors, so wie ein Vorschlag eines anwesendanctionairs, vorge- lesen und motivirt Wordcn Waren, mid nachdeni-der Vorschlag des Ausschusses Gegenstand einer mehrseitigen Diskussion gelvcscn war, wurde es Mit 232 Stimmen gegen 12 angcnommen, daß man suchen solle, eine Ver- änderung der Statuten in der von den) Ausschusse ange- gebencnRichtnng zu bewirken, doch 11111dsem Vorbehalte das; schriftliche an den Dirigenten cmgelieferte Amendc- ments, die sich dem Vorschlag; des Ausschussxs und dx: stattgefundenen Diskussion an1chldssen, auf cmer Conn- nnations-Vcrsammlun , welche znm 6. szember ange- scßt Wurde, unter Abiztimmung kommen könnten.

Auf dieser Contiunations-Versammlung, Welche eben,- falls von dem Höchsten Gerichts-Advokaten Bunyen di- rigirt und von dem Königlichen Konnniffarius beigx- wohnt wurde, und auf welche1111 Actionaire, die 2428 Actien repräseniirten, mit 329 Stimmen anWe- send waren, wurde vorgenommen:

1) Der nach Konferenz mit demjenigen Actionair, Wel- cher auf der vorhergegangenen General-Versammlnng einen selbstständigen Vorschlag gestellt, emendirte Vor- schla des Ausschusses zu einer Veränderung der Or- ganißation der VerWaltung in Verbindun mit deriein- gekommenen Amendements, insofern diee von einem anwesenden Actionair motivirt und beantra 1 Wurden. Mit AuSnahme der Einstellung des Ausschujes, betref- fend einen Zusaß zum 40|en Paragraphen des Sta- tuts, welche von der Versammlung als überfiiisfig an- gesehen und deswegen von dem Vorfißenden zurückge- nommen wurde, und mit der Modification, daß dem vorgeschlagenen Zusaye zum 29sie11Paragraphen _eme von einem Actiouair beantragte und von dem Ausschuss? beigetretene veränderie Redaktion egcben werde, wur- den sämmtliche Einsteliungen des usschussesxiitwed-r einstimmig oder mit siatutmäßiger Pluralität ange- nommen.

Danach wurde in Uebereinstimmung mit den ange- nommenen Einstellungen die Wahl von 10 Wahlmän- nern vorgenommen, welche im Verein mit dem Aus- schusse, sobald die Statut-Veränderun en allergnädigft “Wobiki sind, 3 Direktoren erwählen ollen, wobei die Stimmen so fielen:

Grossner A. Hansen ...... - ............... 275. Bank-Direkwr H. P. Hans en ............. 272. EtatSrath Salicath .................. ,.. 239. General-Kriegs-Commiffair Wiborg ....... 192. General-Konsul J. Gotschalk ............ 190. Kan leirath Ring ......................... 179. Konéul M. Löbe] ......................... 159. Assekuranz-Makler E. J, Hirdt ..... . ...... 143. EtatSrath G. Grothusen ................ 121. Grossirer P. C. Knndvon ............... 110.

2) Das Verlangen des „Kassen-Direktors, beim Schlusse des Jahres von seinem Posten abzutreten. Nachdem der Direktor fich dgzu bereitwillig erklärthatte, in seiner Function zu" verbleiben, bis die neuen Direk- toren gewählt sein wurden, wurde sem Antrag, insofern die bn dem Statuté vorgéschlagenen Veränderungen nicht allergnäbigß approbirt werden sollten, einßimmig

bewilligt.

Anzeiger.

'3) Der Vorfißende des Ausschusses theilte demnächst Erlänterungen iiber dasjenige, was rücksichtlich der Ver- längcrung der Eisenbahn bis jest vorgenommen wor- den, mit, wonach eine in dieser Beziehung von einem Actionair vorgelegte Einstellung nach einiger Diskussion von dem Proponenten zurückgenommen wurde, Die General-Vcrsatnmlm:g wurde darauf um 10',- gehoben, nachdem eine Continuations-Versammlung zum Mon- tage den 13. Dezember bestimmt War.

Am Montage den 13. Dezember wurde die Gene- neral-Versamnilung sortgeseßt. Dieselbe wurde vom Höchsten Gerichts-Advokaten Bunsen dirigirt und wohnte der Königliche Kommissarius derselben bei. 1978 Actien ;vurden von 75 Actionairen mit 252 Stimmen reprä- entirt.

1) Auf dieser Versammlimg theilte der technischcDi- rektor das Resultat der Rechenschaft iiber die Bau- Ausgaben bei der Kopenhagen-Rocskilder Bahn mit und hob die wesentlichsten Poßeu, in welchen die Aus- gabe den kalkulirten Belauf überschritten hatte, herbst.

2) Zu Veranlassung des Verlangens mehrerer Ack")- naiw, einen detaillirten und motivirten Bericht iiber das allgemeine Budget der Gesellschaft zu bekommcn, machte der Vorsißende des Ausschusses daraufansmerksam, daß dies Budget nach dem Statute erst vor Ausgang des November-Monats von der Direction eingeliefert Wer- den solle, und daß es auch nur wenige Tage vor Ab- haltung der General-Versammlung eingekommen sei, so daß der Aussch11ß schon aus diesem Grund: das Ver- langen der Actionaire uicht erfiillen könne, wobei er bc- merkte, daß es in jedem Fall unrathsam sein wiirde, das Budget, bevor die der Verwaltung bevorstehende Umorganisation stattgefunden hätte, festzusetzen.

3) Danach theilte der Vorsitzende Erläuterungen iiber die Einnahme vom 1. Juli bis zum 30, September d. J. mit, indem er auf das Mißiiche bei Berechnun- gen, welche auf das Resultat eines einzelnen Viertel- jahres gebaut sind, a11f111erksam machte.

4) Endlich machte der Vorsißende mit Rücksicht auf das von den angefiihrten Actionairen gestellte Verlan- gon einer Herabscßung einiger Posten der Taxe fiir Gii- ter- und ViehtmnsPort die Bemerkung, daß die Gene- ral-Versammlung nach den Statuten nicht dazu. berech- tigt angesehen Werden könnte, Bestimmungen, die Taxen betreffend, zu machen, da die Festsetzung derselben nach dem §. 50 e. ausdrücklich der Plenar-Verwaltung über- tragen sei, wogegen diese nicht unterlassen wiirde, jeden Wink in dieser Sache zu benuxzen und ihre stete Auf- merksamkeit darauf hinzuwcnden. 111101.er danach stattgefundcnen Diskusfion äitßerte der Kdn1gl1che Kom-

'missarius, daß er mit dem Ausschuss von der Inkom-

petenz der General-Versa1nmlung in der erwähnten Riicksicht ganz einig sei, Worauf die Versammlung ge- hoben wurde,

Der Ausschuß der Seeländischen Eisenbahn-Gesell- schaft, den 21. Dezember 1817.

Fitcrarische ancigcn. “Yu allen Buchhandlungen,namentlich bei L, H Old, KöUigSstraßk 62, neben der Post, und in OlhmiJkKS Buchhandlung (P. Bernhard» ist so eben angekommen:

x .

Babel UÜd „Zion, d. 1“. Verwirrung und Klarheit, K11echtschaft und Freiheit, oder die wahre freie evangel. Gemeinde. Sendschreiben an alle Christen deutscher Zunge, zunächst dem Vaterlande.

Cine Neujahrsgabe 1). Th Fr. RiUÜVkl, Pastor der evangel.-lutherischeti Kirche in Danzig. (Danzig, Kahns.) Preis 10 Sgr.

[1211

Ich beehre mich, er ebenst anzuzeigen, daß meine beiden Söhne: der Org. 1.1]. Carl Theodor A1- bert und Gustav Emii), Welche, Ersterer seit acht, Leßterer seit fünf Jahren meine getreuen Mitarbeii-cr gewesen, vom heutigen Tage ab in mein hiesiges Geschast

„Anstalt für künsiliche Mineralwasser von 01: Struve & Soltmann“

als Theilnehmer eingetreten find, und das nun bereits fünfundzwanzig Jahre bestehende, von mir seit 1845 für meine alleinige Rechnung geführte Geschäfiunitr obiger Firma mit erneuerten Kräften mit mir gemein- schaftlich fortführen werden. *

Für das meiner Anstalt bisher Jtigsi geschenkte Yer- trauen ftatte ich meinen innigsien auf ab und bitte, dasselbe der neuen Verbindung ungeschmälert erhalten zu wollen. Berlin, den 1. Januar 1848.

Conrad Heinrich Soltmann, Königlicher Hofrath.

[11 11]

Zudem wir die Anzeige wiederholen, daß die Vorle- sungen des wiffenschaftl1chen Vereins am 8. Januar ihren Anfang nehmen und von da ab jeden Sonn- abend von 5 bis 6 Uhr stattfinden werden, haben wir die dringende Bitte hinzuzufügen, daß die geehrten Zu- hörer sich zeitig einfinden mögen, damit die fiir den Vortrag bestimmte Frist nicht mit dem langsamen An- fahren der Wagen und dem Aufsuchen der Pläße ver- loren gehe. Dem allgemeinen Wunsche gemäß, werden auch in diesem Winter, 11m höchst unangenehme Stö- rungen zu Vermeiden, die Thürcn des Saals in dem Augenblicke geschlossen Werden, Wo der Redner das Ka- thetcr besteigt. Der Eingang zum Saal, den Logen und dem Balkon ist vom Haupt-Eingange des Gebau- deö neben dem Finanz-Minisierium, der Eingang zu den Königlichen Lo_en und zu der Estrade von der Seite der Dorotheeniiraßc.

Die Geschäftsführer des wissenschaftlichen Vereins.

[11] Zuverkaufen.

x.. Die JITUUJUUSannnlnug des Weiland Forst- rathes Wächter in Hannchr, desgkeichen einc

W11Ppi'115San1111111ng und einige römische Alter- thiimer, erstere siiickweise, letztere im Ganzen. Die Ge- bote sind in portofreien Briefen bis zum 1. Februar d. I. bei dc111Kricgs-Secrctair Oldekop in Hanno- ver oder bei der HahnschenVerlagshandlung inLcip- zig abzugeben. Die von diesen in Empfang zu neh- menden Verzeichnisse besagen das Nähere.

“101.1 _

Die verbesserten Rheumatis- mus - Ableiter von Will). ?kyer &" Co. in Brkswu

haben s1ch in der bereits bekannten portrcfflichen Wirksamkeit bewährt und find iiberall mit dem beiten Erfolg angewendet worden: gcgen

RheumatiSmus, (531601, NU"; Vlnllidln, ahn- und viele andere

körperliche Schmerzen, Worüber nicht allein sprechende Atteste glaubwürdiger Personen, als berühmter Dok- toren zur Einsicht vorliegen. Auch bringe die nach- siehenden neuerdings erhaltenen chi Atteste zur öf- fentlichen Kenntniß.

Daß die Rheumatismus-Ableiter der Herren Wilh. Meyer &" Co. in Breslau mir bei meh- reren rheumatischen und ncnralischcn Leiden g11te Dienste eleistei haben, bezeuge ich mit Vergnügen.

Zhre nwendung eignet fich vorzüglich in nervö- sen Zahn- und Gefichtsschmerzen, bei dem chroni-|. schen HüftWeh (Zschiadech) in rheumatischen Leid111,z! welche schon längere Zeit gcdanert haben,

Kreuznach, den 27, September 1847.

[):-. Prieger, Königl. Gcheimer Sanitäts-Rath.

Die von den Herren Meyer &“ Co. in"B_res1a11 verbesserten Rheumatismus-Ableite1', vorzuglich die stärkere Qualität, haben sich mir gegen Kopfsch'mxr- .zen, Ohrenzwang, leichte Grade der Schipcrhortg- keit, Zahnschmerzen, Anlage zu Halsenizzmdungen und mehreren Uebeln, die, ohne anderweitige ,Com- plication, namentlich nicht vom Blutx oder irgend einem organischen Fehler abhängen, emen rhe11n1a- tischen oder nervösen Charakter an sich tragen, 111113- ; lich bewährt. -

Lübben, den 22. Juli 1847. |

[)1', Löscher, SanitaLS-Rath-

Diese Rheumatismus-Ableiter sind mit GebrauchsJ

Anwäsung ä Stiick 10, 15 Sgr. und ganz starke *“-

1 Thlr. zu haben in dcr Haupt-Nikdlr- lage beiCarl Rosa, am 91611111 Markt Nr. 7,

und dessen Coiiimandéte . . !" beiHerrn Cd. Gallisch, Leip-j

zigkrfiraße Nr. 69, Ecke der Markgrafenstraße,

"bei Herrn J. J. Lehmanp Gr. Frikdrickzsstrafze Nr. 121,

nahe dem Oranienburger Thor,

und bei Herrn W. Schwech- ten, Lindenstraße 911.12. *]:

- .]

k"-

131» * , ,

I])uttkammetsiraßc Nr, 14, an der Friedrichsstraßen- Ecke, find 2 herrs aftliche Wohnungen, erste und zweite Eta :, zu O ern zu verxmetbey (gemalt, ge- 1611 und ge ohm). Näheres: beim Wuth.

3/19 ;;??th dlcligegen find 5pro- 0 a m" ' * ck Spanische Fonds haben den besseren StatitxlgdßruvaiZc/K ehauptet, und wichen Atdoin-Obligativnen vou 15T, auf 151% deren Coupons von 11;2 auf 11 % und Zproz. binnenländische von 25-de auf 249";- %. Dieser Tage waren die Course indessen wieder etwas ange- nehmer, vornehmlich der leHZeren, die 2515ch %erreichten; portugiefisckieZvroz. Obligationen wurden gestern ohne den fälligen Zinscoupon 311 232,5 % 'ver- gebezi. Der Geld-Zinscours hat fich, Wegen des mit Anfang des Jahres gewöhnlichenZufiuffes, etwas mäßiger gcstellt ,und find Anleihen zu 5 „147; % und Prolongationsgeschäfte zu 5'; % Zinsen zuleßt abgeschlossen worden,

Das Abonnement beträgt . 2 Rthlr. fiir 'z Jahr. 4 Rthlr. - ZJahr. 8 Rrhlr. - 1 Jahr. in allen Thciien der Monarchie . ohne „preis : Erhöhung. Be: einzclnxn 7711110116111 wir?- der Bogen 1111r 2-7; Sgr. berechnet.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

NH?" 7.

Inhalt.

Amtlicher Thello Sachsen. Die Fabriken in Burg, _ Vermächk“

Inland. Provinz nis; in Stendal, „„ ,

Deutsche Bundesstagten. Kontgreich Sachsen. S1Hung des Stadtverordnetcn-Kollcgmms. _ Großherzogthnm Baden. Unter- siiißung von Fabriken. _ Emseßung dcs Auifichts-Rathcs in den Znchchäuscr11. _ Großherzogthum Hessen 1tn_d bei Rhein. Befinden des Großherzogs. _ Landgrafschaft Hcs1en-Hon1b11rg. Befinden des Erbprinzen. _ Freie Stadt Frankfurt. Der rnsfische Gesandte von Oubril +. _ Freie Stadt Bremen. Erhebung einer Einkommen-Steuer. _ Verordnung Wegen Erhebung eines Flaggengeldes. _ Anzahl der Secschiffe.

Oesterreichische Ykonarchie. Wien. Beschleunigung der Briefbe- förderung. _ Reformen im lombardisch-venetianischen Königreiche. _ Neue Einiheilung Galiziens. _ Vermischtes. _ Gray. Verein gegen Luxus bci Leicheubkgäklgiiiffcm _ Schreiben aus Wien. (Der Getraide- handel; dic Bankerotte; Befinden des Erzherzogs Stephan und des Frei- herrn von Kiibeck; die Herabseßung der Fahrpreise auf Eisenbahnen.)

Rußland und Polen. St. Petersburg. Der _patriotische Da- men-Vcrein. _ Geschenk des Großfürsten Konstantin fiir die moskauer Armen. _ Cholera-Bericht.

Frankreich. Paris. Bericht des Herzogs von Aumale ans Algie1“.-- Tie Verstorbene Prinzessin Adelaide. _ Erklämmgen über Bois le Com- tc's Stellung. _ Michelct's Auditorinm. _ Stärke der Majorität und der Opposition. _ Angeblicher „Zwiespalt im Kabinct. _ Die Reform- Bankettc. _ Die Adreß-Debaktr. _ Marine-Vcrwaltung. _ Banksta- ms. _ Lamartiue. _ Schreiben aus Paris. (Die offiziellen Berichte iibcr Abd el Kadcr's Ergebnng; die Person des Emir; Ueberfahrt 1111d Begleiiung desselben; die weiteren Bestimmungcn über ihn.)

Gposzbritanien und Irland. London, Riisiungen. _ Bankbe- ncl)t.,„_ Armxe in Irland. _ Die Times iiber die Botschaft des ame- rikantjchxn Prasidenten. _ Deutsches Hospital. _ Schreiben aus Lon- don. (Dcr Hampdensche Kirchenstreitz die Botschaft des Präfidentcndcr Vereinigten Staaten; das Westindische Interesse.)

Bclgie_n. Brüssel, Neujahrs-Cour. _ Vermischtes.

Schwe» Kanton Bern. Projekte in den SonderbundS-Kantonen._ Unpäßlichsett Ochscnbein's. _ Abreise der eidgenössischen Repräsentanten ans Untrrtvalden. _ Redactions-Erklärnng. _ Kanton Schwyz. Ar- beiten dcr Vcrfaffnngö-Kommisswn. _ Gottesdienst.

Italien. Rom. Finanz-Zustand. _ Abreise dcs päpstlichen Gesandten nach Konstantinopel. _ Florenz. Vermischtes. _ Parma. Manifest des Herzogs.

Spanien. Schreiben aus Madrid, (Das neue Ministerium; Herr Salamanca“, Vermischtes.)

Türkei. Konstantinopel. Die Cholera. _ Bedrhan-Vei. _ Post- wagen zwischen Konstantinopel und Adrianopcl. _ Beilegung des grie- chisch -tiirkische11 „Zcrwiirfniffes. _ Osman Pascha +.

Aegypten. Alexandrien. Ankunft des Gouverneurs von Indien,_ K a l) i r 0. Vermischtes.

Handels : und Börsen = Nachrichten.

BcUaga

71101111er 01,01.

CY MAINZ? de_k Közxig „haben Allergnädigsi qcrnht: „“'-€") 0111113-5101111111"arms Herrmann zu Brieg dcn Charaktcr ais 3111113101!) 311 Vcrlmiwn. SLU „HOLM dcr ÖUHVJ Wilhelm von Mecklenburg- “.“, 1111081111 111 Von Schwerm )1er angekommen.

“Nichtamtlicher Theil.

Inland.

Provinz Sachsen. Zn dcn bur clcn Tuck- a ' * in den Monaten Oktober und November If ,I. 34920 FSZYMTLYT vyrfertigt und 12751; Ctr. rohe Wolle eingefiihrt Worden. Die Zahl der in den dortigen Fabriken aller Art beschäftigtenArbeiter betkägß 1) in den T11ch:Jabrike1t 14321, und zwar “,'73 Männer 547 Frauen, 111 Kinder; 2) in den Tabacks-Fabriken 76, und zwai 29 Männer, 28 Frauen, 19 Kinder; 3) im Maschinenbau 99, und zwar 92 Männer, 1 Frau, 6 Kinder; zusammen 1606 Personen. Die Arbeiter der; dienen täglich: in den Tuch-Fabriken die Männer 9 bis 13 S 1“ die Francn 4 bis 6 Sgr., die Kinder 2.2- bis ZZ Sqr.* in ?)211 L,;Zacks-Jadbrikcn Tie YTYMY 12 bis 15 Sqr., dic Fräueit 5 bis 6

gr. und ie Kin er ' is S r.“ beim Ma ckine ' “' 11) [)?-I) l'? ngskund dx Finder IZ )bis 4 Sgrs) "bau dle Manner

11 Wismar , im “rei e Stendal, hat der ver orbene ' ' Lehrer und Organist __Schnlz, laut testamentarischerstBestimnFititiikgrl"eré daxstgßn Stadt ein Kawtal von 2000 Rthlrn. zur Formirung “eines städtijchen christlichen Sch111-Fo11ds vermacht; jedoch soll die noch lcbxitdc Mutter des 21. Schulz die Zinscn bei ihren Lebzeiten davon bLZlL[)kil, und nach dem Tode jener sollen die Zinsen unter die an e- 92111111 dréi städtisch211Lehrcr Fleichmäßig Vertheilt werden, sofern Fick) 11731 das Bedürfnis; herausstc en sollte, daß ein vierter Lehrer angee siklii' werden müßte, soll dieser die siimmtlichaninsen der dem Schul“- Fnds legirtcn 2000 Rthlr. erhalten.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Sachsen. D. A. Z.) n Lei :“ a

? „711111111 die .SiYung dcs Stadtderordneien-KFllegimxizsgstLttié aii: weichex die dre: Jahre darin wirksam gewesenen Mitglieder desselben ausschieden und das an deren Stelle auf die nächsten drei Jahre zu Skadtserordxieten- und Ersaizmännern neugewählte Drittheil in das FoU-egtum Angeführt ward. Eine Deputation des Stadtraths, fiir .onß der Stadtrath ])1*. Seeburg das Wort fiihrte, erschien deshalb .'. .cr, Stßung der Stadtverordneten. Die Ansprache des ])1'. See- ö..“ „11 Namen des „Stadtraths erwiederte der Vorsteher der Stadt- Vequdttetcn, Probstetgerichis-Verwalter Werner. Das Kollegium Jsdchrrtt sodann zu der nach der Städte-Ordnungjährlich vorzunehmen- en thl „zur Erneuerung seixtes Vorstandes, und es wurde der Frobsteegertchts-Ver1valter,Werner einstimmig abermals zum Vorsic- Aer und Professor Dr. B1edermann zum Vice-Vorsieher gewählt. 111 Morgen hatte auf dem Rathhause die feierliche Einfiihrung und

Alle Poft-Anftalten des In: und

Auslandes nehmen Bestellung auf

dieses Blatt an, für Berlin die

Expedition der Allgem. preuß. Zeitung:

Behren : Straße Kr. 57. Jnsertions :Gebühr für den Raum einer Zeile des 'AUg,

“Anzeigers 2 Sgr.

Berlin, Freitag den 7*“" Januar

Verpfiichtung der auf Zeit neugewählten 31vei Stadträthc, so wie die Eytlanung der aus dem Raihs-Kollegium trcteuden seitherigen Mit: glieder, stattgefunden.

Großherzogthum Baden. (Schwäb. Merk.) An dcmsclben Abend noch, an welchem die bei dem Bankhause S. von Haber 11,11d Söhne Bethciligtcn eine Versammlung hielten und dem- selbcn fats erste eine zehntägige Frist bewilligten, haben drei der Von gena11111e-m Bankhaus unterstiiytcn Fabriken, nämlich die Keßlersthe MüskhlkYn-„Jajbrik in Karlsruhe, die Spinnerei in Ettlingen und die Hiickxr-Wbrtk 111-Waghäusel, in einer an das Großherzogliche Staats- Mnnsiermm gerichteten Vorstellung die Hiilfe der Regierun angr- rufcii.“ Zy der bald darauf abgehaltenen SiYung wurde beéchlossen, voriaustg eme Kommission, bestehend aus einem Mitglied des Mini- steriums des Innern und der Finanzen, zur Untersuchung des Finanz- standes dexselben abzuordncn. Diese Kommission war am 81. De- zxmber, be,: Keßler und geht am 2. Januar nach Ettlingen. Da es nch bet diesen Geschäften nicht um Zahlungs -1111Vermöge1t, sondern nur 11111 xingßnbllck11ch6 Vcrlkgcnheit handelt, so glaubt man, daß sie uiid nut 111100 das Haus S. von Haber und Söhne" gerettet Werden konvex. Bet dem Falle dieses Hauses wiirden liier schr Viele schwer betronxn, 11n'd 1111111 11111111 Firmen, die mit 36, 30 und 20,000 Fl. :c. ?,Fheiltgt 11111 sollen, ohne die vielen Privaten, Welche Vrrlnst 11“- 1 en.

Auf die Grundlage des Gesetzes iiber den Strafvollzug im 11911111 Ma11ner-Zuchthause zu Bruchsal hat das Justiz- Minisierium eine „Dienstordnung fiir das höhere und niedere Dicnsipkrsonal“ heraus- gegebeii. Durch diesc Verordnung wird auch dsr „?litfsichtsratk)“, dessen )cncs Gesetz gedenkt, ins Leben ge'rufcn. Derselbe ist zusam- mengeseßt aus eincr_ vom Ministerium 311 ernennendcn Gerichtspcrson, Welche den Vorsitz, fiihrt und zugleich Inspektor der Anstalt ist, aus den Verwaltungs-, Sanitäts- und geistlichkn Beamten der Anstalt Fiid aus mehreren nichtderStaats-Verwaliung angehörenden Staats-

urgern.

Dcr Geschäftskreis dieses Aufsichis-Raths besteht darin: 1) die vor- schriftsmäßige Behandlung der Gefangenen 311 sichcrn und bcziiglich einzel- ner Gefangenen die die Zuständigkeit dcs Vorstandes übersteigenden Aus- 11ahms-Bestimmungeu, Belohnungen und Strafen :e. zu Verfügen", 2) die Abhaltung des Kirchen- und Schuldienfies 311 rcgcln und zu Überwachen; 8) Beschiverden der Gefangenen gegc_11„die VertbaltnngZoder einzelne Ange- siclite zu untersuchenz'4) in Fiilleü, w*cl*chc dic'Zusiäydigkeit des Vorstandes uberschreiten, das Erkenntniß Wegen Diensisehler niederer Diener zu geben; 5) iiber die Rekurse der anangenenixg'qzm _Sfiaf-Erkenntniffe des Vorstan- des zu entscheidrnx. 6) überk-Urlanös “Gesucht" sämmtäxher Beamten, mit ?litstialmw des ersten Vorstehers, bis zu acht Tagen zu verfügen; 7) die Emkäufe und Lieferungs - Akkorde de'r Anstalt 311 genehmigen; 8) den Genderbsbctkieb zu regeln,) 1111d die 9110900“ und Verkaufspreise zu bestimmen; 9) die erforderlichen -Kaff911-,- Natural- und vacntarstijrze vorzuiiehmen; 10) die Voranschliige nnd Budgets-Entwürse der Verwaltung zu prufcn und mit Gutachten dem Znsiiz-Minisicrium vorzulegen; 11) Ge- s11cke und Anträge wegen Anstellung, dienstlicher Vcrivcndnng, Beförderung und Besserstcllung, bezicbnngsMise Entlaffnng aller nicht mitStaatsdicncr- Eigenschaft bekleideten Diener der Anstalt, auf Antrag des ersten Vorsic- hers odcr Begehren des Justiz-Ministeriums, zu berathen und darüber dann an leßteres Vortrag zu erstatten; 12) die vorgeschriebenen Quartals- und Ha11pt-Jahrcöberichte zn ersiaitcn; 13) alle vom Justiz-Ministerium vorge- legten Fra en zu begutachten, überhanpt jeden von diesemausgehendcn Anf- trag zu beßorgen.

Ein solcher Aufsichtsrath ist auch fiir das Zuchthans in Freiburg cr- 111111111 WNDM und beginnt seine Wirksamkeit mit dem 1. Januar 18.18,

Groszberzogthum Hoffen und bei Rhein. Tas Bc- findcn S1“. Königl. Hoheit dcs Großherzogs, welcher schon vor Cx- öffnnng dcr Stände-Versmnml11ng am 17. Dezember («»an war, vcrschlinnnertc sich so sehr, daß an seinem 70sten Geburismqe, den 26. Dezember, und noch mehr 0111 8001311, fich schi“ besorqliihc Gc- 1'iichte Verbreitctenz mit dem Schlusse dcs Jahres ist jedoch einige Besserung eingetreten. Ties Unwohlsein dxs Großherzogs hat auch bisher die Ueberrkichung der Adresse der ziveitcn Kammer dkrhindcrt,

Landgrafschaft Hessen-Homburg. (F1*.J.) Die am 2. Januar in Frankfurt Verbreitet gkwescncn Gcriickxte von dem tödi- lichen Hinschciden dcs Erbprinzen haben sich nicht bestätigt. Die am 3. Januar friih aus Bonn VOM Abende des 1sten d, eingelanfcncn Nachrichten iiber den Zustand des hohen Kranken lauten sshr beruhi- gend, Das ärztliche Biillctin Von diesem Tage sagt: „Der Erb- prinz von Hessen-Homburg, Hochfiirsilichc Durchlaucht, hat die var.- flossene Nacht ruhig vkrbracht und stnndcnivcisc gut geschlafen. Auch der Verlauf des heutigen Tages war so giinstig, daß er 311 neuen Hoffnungen fiir die Wiedergcncsung des Prinzen berechtigt.“

Freie Stadt Frankfurt. (Fr. J.) Am 3. Zannar Mor- gens starb in Frankfurt der Kaiserl. 111ss11cheWirklicheGeheimeRath, außerordentliche Gesandte und bcvoli111äch1igtc Minister bei dem deut- schen Bunde und den Kurfürsil. 1111d Großherzogl, hessischen Höfen, Peter von Onbril. _

Die Nachricht, das; die Großherzogl. badische Regierung den durch die Zahlungs-Einstellung des Bankhauses vonHaber und Söhne 111 111113111 fernerenBestandc gefährdeten dreigrb'ßercn badischanabrik- Etablissements mit einer ansehnlichen Summe zu Hiilfe zu kommen gesonnxu ist (S. oben den Art. Baden), wird wohl die günstigste Ruckiwrkung auch hier hervorbringcn. Es sieht zu erwarten, das; das momentan durch die vor kurzem erfolgte Zahlungs-Einsicllung einiger Unserer größeren Bankhäuscr gestörte Vertrauen sich bald wieder her- stellen werde.

Frei; Stadt Bremen. (Hannov, Ztg.) Nachdem Se- nat und Burgerschast beschlossen haben, zur Vesireitung Verschiedener

'Mßerordentlicher Bedürfnisse des Staats eine Steuer vom jährlichen

Cinkbmmen zu erheben, die zunächst nur zur Bezahlung der Zinsen der m_ den Jahren 1845 bis 1847 koni'rahirten Anleihen und zu de- ren Ttlgimg dienen, zu anderen Siaats-Ausgaben aber ohne deren jedesmaltgen besonderen Beschluß nicht- verwandt werden soll, so ist solches 1th bekannt gemacht und we_en der dabei zu befolgenden LHrundsaße und Vorschriften von dem enate in Gemäßheit der dar- ub'xr stattgefundenen Vereinbarung zur allgemeinen Nachachtung das Nahere verordnet worden.

1848,

An181. Dezember ist nachstehende obtigkeitliche Verordnunq we- gen Erhebung eines jährlichen Jlaggengeidcs von den untcr bremkr Flagge fahrenden Seesihiffen bekannt gemacht worden:

„“O-'r Senat bringt [„1ier111it zur bffentlichenKundc, dafi ziirBesireitnnq

außerordentlicber Staatsbedürsniffc die Erhebung eines jiih1'lichen Flaqqcii- gelbes von den unter bremischer Flagge fahrenden Seeschiffen beschiöffen Worden, nnd verordnet dariiber in Gemäßheit der mit der Bürgerschaft qe- troffencn Vereinbarung: 1) Von allen untcr bremischer Flagge fahrender! Seeschiffen isi ohne Unterschied, ob sie im Laufe des Jahres Seereisen ge- macht haben oder nicht, eine jährliche Abgabe von 12 0310th für jede Rof- kenlast ihrer Trächtigkcit zu entrichten. 2) Die Abgabe ist in balbjähri- gen Rgten 11111 Ostern und I)kick1aelis jeden Jahres zu entrichten und zwar für die erste Hebung nach der in den dcrmaligen Schiffs-Papieren (111- qegebepen Lasten-Trächtigkeit und Unter Vorbehalt einer späteren näheren Nefgnlnung der letzteren fiir die weiteren Hebungen. 3) Die Erbkbung ge- sÖikht vom Erhebcr der indirekten Stcuern und ist daher die Abgabe am Stempcl-Comtoir nach Anleitung der von demsklben an die Schiffs-Rheder e111zuscndenden Steuer-thtel zu bezahlen. 4) Im Uebrigen geltcn auch fiir diese Abgabe die in dcr allgemeinen Stcner-Vkroidnnng vom 31. Dezem- ber 1847 fiir die Abgaben untcr den 51171111 7111. bis MU. vorgeschriebe- 11e11 allgemeinen Verfügungen.“ _ 'Die Anzahl der unter [1111101 Flagge fahrcndcn Sceschiffe hat 'ich 0110) im vorigen Jahre um cin Bcdcutcndcs, soivohl hinsichtlich der Zahl dcrscibcn, als 111111) der Lasten, Vermehrt, namentlich sind 111011118 größere Schiffe, darunter 111165 von 620 Basic", zwci Von 500 Lasten 11111) 1181111 von über oder cben 11111131“ 4000 „Lasten [1111311- 1cko1111111'11. Es fahren cht im Ganzen 246 Seeschiffe, wclche 311- izammcn ca, 45,695 Lasten halten, untcr bremer Flagge, darunter sind 59 dolle Schiffs (Fregattsck1iffc), 58 Barkschiffc, 70 Briggs, 10 Schooner-Briggs, 17 Ganoten, 7 Schooner-Galiioien, 5 Knffs, 2 (Hallcas-Evcr und 1 Sloop“, außerdem ca, 106 Fahrzeuge (mf der Unter-Wcscr, Von Welchen viele zu Fahrten nach Hamburg, England und den Häfen der Ostsee tiichii sind. Am 1. Januar 1817 fuh- ren 227 Secschiffe von ca. 39825 Lasten 1111in brcnikr Flaagc, woraus nach Obigcm eine Vermehrung von 19 Seeskhiffcn mityca. 6390 Lastsn hervorgchi, Jm Bau brgriffkn sind auszcrdcm nocb 8 Sccschiffc.

Drserreichischc Monarchie.

Wien, 4. Jan. (Wiener. Zeitung.) Mit dem neuen Jahr? Werden unsere Briefpost - Conrse Line abermaliac Er- 1v1'iterung und Bcschlcnnigurig crhaitcn. Nack) Rbcinbrcnßen, Westfalen, Belgien und Holland 111111111111, wohin dic Briefe bisher iibcr Nürnberg und Frankfurt gingen, sind diesc Skndungcn iibcr Berlin, mit Benutzung der nördlichen Eisenbahnen, rinqclcitetworden, Wobei jetzt schon eine Frist von 24 Stunden erspart wird. Im (Lin- klangc mit der russischen chicrnug ist feiner dic Vcrbindnnq mit Odessa auf einen fünfmal in der Woche („1111 und 31111111 qeh'cndkn Postverkehr chcitcrt worden, so daß die Scudungcn 3701111101 111 der Woche iiber Brody und dreimal iibcr Czernowitz in Galizien 9811611 und die Briefe 101011 am 0chké1t Tage ansgcgkbcn Mrdcn kiimtcrt.

Ju Hinsfckit der fiir das ibmba1'disti1-vc111*tiaiiischc Königreich bc- vorst1'111'11d6n :)chormcn sollen im Laufe des nächsten Jahres die 0011)- stcn E111schlikßu11gen sichcr zu erwarten sein. Der in Mailand nicht beliebt? Gouverneur, Graf Spauer, wird zuriickbcrufen und der all- gemein Verehrte Präsident der österreichischen Stände, (551an01116- 11111111, wwlchcn 1111111 hicr sehr ungern verliert, wird als sein Nack)- folgcr dcsignirt. Dcr Vicc-König Erzherzog Rainer soll auschcbii- tere Vollmachten crhaltc'n haben. ' *

Dic Trknnung Von Galizien in Osi- und Wcstqaiizikn ist dcfini- tiv beschlossen. Krakau wird 3111 ziveitcn Hauptstädt Galiziens mit einem eigenen GouNrnemeni erklärt. Dem 1vestlichcnk§5alizie11, näm- lich dcm Gouvarnemeni von Krakau, werdcn 1111111 Kreise, die? Von Lstgaiixicn getrennt werden, zugc'iheili. Eben so sikl)tdi-.*Robotfrage

1-

fiir die Crbstaatcn dcr Monarchie cincr dcfinitivm Losung entgegen.

. Gruß, 26. TTW“ Es hat sich hier einVcrcin gegen den Lurus bc: chchenbegangninen gcbildet, dem gkrade dic reichsten nnd ange- scheiisicn Personen beigetreten sind, die sich insgesanimt Verpflichicn, bx:„1hrcm Tode 11111“ die niedrigste Beerdigungs-Taxc an die Pfarr- 311110311 cntr1chien, dcnUebcrschiiß aber an die städtischcAr111c11-Kasse zahlen zu lassen.

21115 Laibach Vernimmi man, daß das Koliscum, ein riescnhaftes Gebäude, das eine Stadt im Kleinen war Und 311235111811, Versamm- lungen, Bequartierung durchmarschirendcr Truppen 11, s. w, 0?"th Wurde, ein Raub der Flammen geworden ist.

% Wien, 2. Jan. In Bezug auf 3111*cichknde Versorqnnq des Getratdemarkies ist auf längere Zeit Aussicht 1101111110111. *Dié Spekulaniky sind nicht mehr in der Lago, ihre aufgehäufte'n Vorräthe langex z11111ckz11halien, nnd der Getraidewucher schcint cndlich skinen Culmmaiionspunkt erreicht zu haben. Wie sehr sich Alles zum Ver- kauf drängt, bestätigen die Fruchtzrfithrcn; der Wunsch 311111Ve1ka11fe ist Jkößkk, als die Nachfrage 311111 Einkäufe, namentlich im (zäroßen, dies hat die Preise von allen Gciraidc- Gattungen rückgängig ge- macht und darauf eingewirkt, daß das Saßungs -Gewicht des Ge- bäckes sich fiir den Monat Januar wieder erhöhte. Die zum Ver- kaufe a11sgcbotcne11Getraidc-Quantitäicn sind ein Bkwcrs, wie ivenig das enorme Steigen in cincr Mißärndte, sondern nur 111 der (He- winnsucht der Gctraidchäudler auf Rechnung hkk (??sMUUY-Bevölke- r1111g gelegen hatte, und daß der Handel 11111, F111chte11 111 leizierer Zeil nicht mehr als Handelsgcschäst- sondern w:? 9111 Börsenspiel be- trieben wurde. Wenn umb eincr folks)?" Svcculakton stati Gewinn selbst Vermögens-Vcrlusic, Failtssemenis dcr Kornipuchcrcr nachgewie- sen werden, so ist dies noch tmmcr iem Eriaß fiir die vielen Noth- iagc, welche die Mehrzahl der wenig bemtttelten Bevölkerung dcs- 1vegen erleiden mußte.

Der Bankerott des Handiztngshauses Haber in Karlsruhe hat den wiener Play bcdeytend beruhrft, namentlich ist das Haus Arn- stein und Eskeles dabei sehr beihe111gi, man sagt, mit mehr als einer halben Millton. Unsere e_rsten Banquiers, als Rothschild, Sina, Stameß Maye'r2c., habey stch gleich vereinigt, um den weiteren nach- theiligen Einwirkungen für unseren jeßi ohnedies schr gedrückten Geld- markt zu begcgiien, und so ist zu erwarten, daß, wenn nicht andere Fallrffements eintreten, das nothwendige Vertrauen auf unserem