M „_x7-.,„“3„_„_;:“„„ „JZ ;- *:;_ „„.
W der Abt eilungen„ die Vorstöße ber OWM" m"“ ? MFM taten davon, ziibenachnZtigm: die Palliata “ un Wu üter und des M!]!tmks, den pnod, sammt che de. Civilgerichts, b" Zu Senats nnd die allgemeinen Versammlm-Fen D 3)“ rtement des Zußiz-Ministerinms (nebst Kopie) und a- v“ elben, d'“ La er ca Abtkbeilun der vom regierenden Senat aus zu ben den Befehl k Hamm ung eizudrurken.
““Y“-“FY NFT-itier 1847.
Allet “thx“ Vks-kb
ukben halber zu ver-
xaeitttfeeßdue: d(ßütete,h wobei den Bauern das Recht ende“! wskd- fich nebst Land u. s. s. 'sreiznkaufen.
[. Departement.“
"Handels- und Börsen-Uachrichtcn.
Stettin, "7. Jan. (B.,N.) Wochen-Vericht. Getraide. Von Weizen wird im Gapzen noch immer wenig angeboten, und bleibt die For- derung für 128 bl? 130/131pfd. gelben pomm., nckerm. u. märkschen 65 a 67 Rthlrx, auf,Fruh]ahrs-Lteferung 3 „1 4 Rthlr, mehr noch, wozu keine Kauflgst sich zeigi. „Roggen hat sich seit Schluß des verflossenen Jahres eher hoher als niedriger im Preise gestellt. [n [010 wird für neue Wanke 45 .1 46 Rtblr. gefordert, und am heutigen Landmarkt ist von Konsumen- ten von 44 bis 47 ,Rthlr. bezahlt worden. Auf Friihjahrs-Liefcrimg ist fiir 82pfd. p.Schfl. bis 47 Rthlr. bezahlt, dazu aber noch zu haben, 86 /'87psd, V1 48 Rthlk. Ged. russ. in loco ist noch immer zu 39 Rthlr. käuflich.
“on Gerste ist Oderbruch in [060 wie auf Lieferung fortwährrnd sebr we- mg angetragen, 104/105pfd. gr. pomm. in loco 40 Rthlr. bez. und noch zu haben, auf Fruhjahrs-Lieserung für eben solche 40"; Rthlr.,kleine 374, Rthlr. verlangt. „ Hafer iu loco, pomm, von über 50psd. wird auf 29 Rthlr, ge- halten, wahrxnd preuß. zu 26 Mbit. erlassen wird. Auf Frühjahrs-Liese- rung wird „fur powm. mit Garantie von 50pfd, p. Schfi. noch 81 Rthlr. verlangt, wahrend jedoch nicht 30 Rthlr. dafür zu machen sein würde. An- vxrer,m1t Ausschluß von ,preuß, im Gewicht von 48 Pfd. würde zu 29 Nthlr. kaufiich sem. Erbsen bleiben vernachläsfigt. Gute kleine Koch- vom Boden find zu 47 Rthlr. verkauft worden. Große gelten noch immer 2 a 4 Rthlr.
mehr. !" fi'Ykehl, Weizen- unverändert. Roggen-, rusfischer, zu 2'7; _ I;, Rthlr. au ! .
Saamcn. Oelsaamen ohne Umgang, obgleich es fich mit Oel et- was gebessert hat, Fiir WintZr-Napps wird 83 Rthlr., Riibsen 50 Rthlr. Fforde". Kleesaanien mtb Thimothee ganz nominell, wie letztgemeldct. Ju
äe-Leinsaamen isi wahrend dieser Woche nichts von Belang gemacht, RYF,“ in loco auf JL,;_9 Rthlr. gehalten, auf Breslau schwimmend 9 thlr. bexahlt. . - Peruaner in loco 10'1 Rthlr. bezahlt, auf 10"; Rthlr. gehalten. Windaucr auf 10'/,; Rthlr., memler auf 77/4 Rthlr.
Spiritus xrhält fich im Preise bis auf unbedeutende Fluctuationen, die eintreten, je nachdem Zufuhr und Angebot etwas stärker odcr schwächer sind. Heute ist aus erster Hand zur Stelle, wie auch aus zweiter Hand, 15k % Zu notireu. Es ist dazu auf beiden Wegen gekauft worden und au enbli lich eher noch dazu anzubringen, als zu haben. Auf Frühjahrs- lie erung 14Y% be ahlt und dai'auf ferner gehalten, 14';% geboten.
Metalle. „Zink in loco fehlt, auf Lieferung im Friihjahr 5213; Rihlr. bezahlt, auf 6 Mylr, gehalten. Roheisen, schott. 1 Nthlr. 29 Sgr. bezahlt und noch zu haben. _
Butter noch" unverändert. Es wird im Ganzen davon tvcniger ge- kauft, wie gewöhnlich, und sind Verkäufer gcneigt, ettvas billiger zu «las- sen, während jedoch Käufer die Preise noch immer zu hoch finden und auf etwas billigere weiterhin hoffen.
Fettwi'iarcn. In Folge des strengen Frostwetters ist es mit Rüböl etwas angenehmer, in loco 11 a 1114“, und selbst 11'5 Rthlr. bezahlt, zu lesterem Preise aber noch zu haben; April/“Mai 115 Rthlr., Mai/Juli 11,77, Rihlr. bezahlt. Leinöl auf 102 Rthlr. gehalten, zu 102, Rthlr. qe- kauft. Für Palmöl ist 13'ch Rthlk. gefordert, auch bezahlt. Koknsuußöl 28 :- 30 Rthlr. Vaumöl, Gallip. auf16-J7 Rtblr. unverst. gehalten, 1556- Rthlr. bez., Malaga auf 1537 :- ck, Ntl)[r. unverst. gehalten. Thran, Siid- sre- etwas angenehmer, von 05/12 bis 93/2 Rthlr. bezahlt, cht auf 9"? Rthlr. geZaxten. Br. cher Berger 21 Rthlr., Berger blanker 22 :- 22Z Rthlr. ge (1 ten.
Alkalien ohne wesentlichen Umsatz und unverändert, Soda, krist. 2-3,- Rthlr. unverst. bez., 2“; Rthlr. gehalten, calcionirte 4 a 457, Rthlk. unverst. nach Stärke. Fiir kasan. Pottasche 115,- Rthlr. gefordert, amerik. Stein- asche 13 Rthlk.
Heringe. Nur von schott. ist im Laufe dieser Woche etwas gekauft worden, und zwar eine aus den drei verschiedenen Sorten: fullbrand, crotvnbrand und Jhlen bestehende Partie zum Preise von 734 Rthlr. un- verß. ullbrand allein wird noch auf 8'7; Rthlr. unverst. gehalten. Zhlen 7Y-77 thlr. unverst. „Andeie Gattungen Heringe ganz ohne Umgang und nominell, wie letzt bemerkt.
Allgemeiner
achtct und mit Amortisation dcs dariibe-r vorhanden chesenen Dokuments Verfahren werden wird. 1. ., Ruhland, den 24. Dezember 1847.
Fürstlich Renß-Plaucnsches Patrimonial-Gcricbt.
Bekanntmachungen.
[27] Edictal-Citation.
Fiir den Gärtner Gottlob Jaeßold u Ko el md aus der Obligation vom 13.4 Januar 1837 alslf iir! mit Nr. 1 bezeichneten, zu Sella belegenen Rißschelschen
Kaffee, Reis, Gewürze ganz betveguugsws und keine Verände- mngÉarin anzugebexi.l R
rup. -ür önetioloco 11 tlr. eod t 1 l., .
anf LSiei; diifn _Fr *bj. 1101 R lr. bezahlt. h g f : er ' M Reh ' bez,
a tu e "l . , „vkips en 9" a 10; Nthlr. Rosinen 7; 7;
YF" Maude n, suße ficilmms e 23 thhlr, Zehalten, 22'; Rthlr. Znaverft:
LÜK“?- 6. Jan. (L. Z.) Zweiter Mcßbericht. Die Verkehrs- Verhaltm : md in den le ten achtTagm nicht aus den gewöhnlichen Bah- nen emer Neujahrömesse hinausgemten, und wenn man die Zahl der zu dxrselben hm: eintreffenden Verkäufer mit der sogar noch eringerM der Ein- kaiifer ver le-tcht, so läßt es sich wohl erklären, daß die enjahrsmesse dem gxoßtxn T eil von Verkäufern einen Nuyen nicht bringen kann, selbst wenn dix Messe im Allgemeinen als eine gute bezeichnet tverden müßte. Wenden wir uns zu den dieSmaligen Resultaten, so ist die Ledermesse sehr rasch beendet worden, indem von Oberleder, wie auch von rohem Leder, wenig zugeführt war und die fremden Verkäufer von Sohlenleder es vorzogen, zum Theil lieber mit Vcrlusl uverkaufen, als die Wanken einzuscßcn, aufs Ungewisse hin, ob fie zur Osterme : so viel wiirden erhalten können, um die hohen Spesen, Zins- und Gewichtsverlust zu decken. Demzufolge wurde malmedyer, priimmer und fiegenerLeder je nach Qualität von 22 bis mit 80 Riblr. preuß. Cour. verlauft, ein Preis, dafiir die Wanke kaum herzustellen, Wenn auch prima Qualität, wie man ste bei direkten Beziehungen auf leipziger Lagern vor- findet, nicht darunter verstanden sein kann. Obctlcdrr ist durchgängig einige Groschen höher bezahltwordcn, als an der Michaeliömcssr. Eben so räum- ten sich die geringen Vorräthe von rohem Leder zu etwas höhrx'eit Preiscn bald. Die Tuchmcsse ist nunmehr auch als beendet anzusehen und in Ansehung des Absatzes nnd der Pi'x'ise ziemlich befriedigend ausgefallen, wenn auch vielleicht kaum mehr als die Hälfte der Einfuhr verkauft worden sein dürfte. Es komt dies aber auch nicht anders sein, da die Zahl der die Messen besuchenden Tuchmacher sick) mit jeder Messe verwehrt und cin jeder mehr Waare als das vorigemal zu Markte bringt, wo- gegen der Absatz im gleichen Verhältnis; unmöglich zu steigen vermag. Man hat zu Anfang der Meffe die vorigen Preise, zuweilen auch noch etwas mehr erhalten, während später mehrfach unter denselben verkauft Worden ist. Der stärkste Absatz von Tnchen war dieSnml nach Bayern, Holland, Ostfriesland und den Rheinlanden; die erwarteten Amerikaner waren nicht eingetroffen. Zn Buckskins und anderen Hosen- zeugen soll der Verkauf, aber auch die Qualität, viel zu wünschen iibrig lassen._Säch sische Mannsakturwaaren, besonders gemischte (Wolle und Baumwolle) Artikel, haben fiir eine Nenjahrmcsse einen völlig; befrie- digenden Abfall gefunden, und auch die englischen Manttfakturtvaaren- Händler sind zusticdcn. _ Von seidenen Waarcn blieben meist Modeartikel beachtet, und Verkäufer, welche mit Griechen und Polen Geschäfte machen, haben 11ichtllrsache,3utla ett. VoniserlohnerKurztvaatcn wnrdeumzr klwiuch- sten gen:acht,und auch in sii )fischenStrmnhWaaren ist ein nur irgend lebha :: erllm- sas bis jetzt nichtwahrzunehmengewesen. llebci'seeische Aufträgeweirden ci'kwaktkk. Fiir schlesische Linnen und derartige Artikel ist die Messe dicémal obne alle Bedeutung, zumal auch die hamburger Einkäufer ausgeblieben iind. _ VonrnsfischenProdukten, als Borsten,Roßhaare ie„ sehlthier die Zilfl'ihr, und der sonst hier so bedeutende Rauchwaarcnbandcl findet nur an dem Oster- nnd Michaelis-Meffen statt. Nach den Vorgängen in Berlin, ww in den letzten beiden Monaten iiber 15,000 Centner Schafwollen verkauftwurden, cht bei den geringen hiesigen Votriithen von circa 4 bis 5000 Ctrn. ker 33“!an ebenfalls ziemlich gut. Die Zahlungs - Einstellung der bekannten drei Häuser in Frankfurt ist auch nicht ohne nacbtheiligcn Einfluß auf die Messe geblieben, indem nicht blos mehrere Einkäufer plöylick,» abreisten, sondern auch in Folge der momentanen Stocknng, welcbe frankfurter Pa- piere dadnrch hier erleiden mußten. Neueren Nachrichten nach, stellen sich indessen die dortigen Verhältnisse im Allgemeinen günstiger, nnd man ver- sichert, das Hans G. tvei'de durch Intervention bcgiitcrter Verwandten voll bezahlen.
:!: Wien, 6. Januar, Die allarmirten Gemiither an unserer Börse haben sich in etwas beruhigt, da die Zahlnngsverlegenheitcit eincs beden- tcnden deutschen Wechselhauscs, die größere Geldbcrlegenhcitcn auf dem wiener Markte zur Folge haben konnten, diirch das Eiiiwirkkn unserer ersten Geldkräfte fiir dicömal ohne Weitere nachtheilige Folgen sein wirdcii. Statt eines abermaligeu Riickganges der gcdritckten Fonds haben sicb die Course derselben an der gcstrigen Börse etwas gehoben, _" Der ertvahnte Betrug durch falsche Wechscl eines der ersten tviencr Lcderhtmdler hatte zur Folge, daß ein Handlungöhaus, welches mit demselben Artikel sehr bedeutende ZM"- schäftc macht, die Zahlungen cinstellte und dadurch den Pl:él§ „der Haute im Allgemeinen herabdriickte, ein Umstand, der nicht ohne, Ruckwikkung auf die ohnedies hohe Fleischsatzimg ist. Bei diesem, so wichtigen Consumtwnö- Artikel vereinigen sich die un iinstigftcu Verhaltmffc, um den Ankauf dessel- ben noch während längerer Zeit zu vertbeuern.
x Paris, "2. Jan. Die Verhältnisse schieben fiir die .ibgelciufetie Woche fich giinstig estalteu zu sollen an der, Borse,_11a111et]tlich fur- die Eisenbahnen. Die Jank von England hatte ihren Diskontosatz „auf „5 % herabgesetzt, man glaubte, die Bani von Frankreich Werde tittverwxilt diesem Beispiele folgen, und man beeilte slch, Rente 311 kaufen, welche Wahrend der
wei Fewa e lebhast tick; gehoben hatte. Alles lie
Étägm at?! Montag “fortdauern werde, und hieße YYZFZMixÉßdedL-Fh beßärkt dadurcb, daß die Bank von Frankreich an der Börse 3)" Ankündi- gung hatte an chla en lassen, dahin lautend “ daß der Diskonto für Billette uud Darleihen au Renten von 5 auf 4 % herabgeseyt sei; dennoch gab sich eine ziemlich starke Reaction kund, Mau Wollte wissen, der außerordentliche Druck der Coltrse komme von der Ungewißhcit der Spekulanten über den wirklichen GesundheitSzusland des Königs und über den wahrscheinlichen Inhalt der Thron - Rede des Ki")- nigs bei Eröffnung der Kammern. Doch der König eröffnete die Session in Person, und man konnte, so fich überzeugen, das; die Gerüchte über seinen Gesundheitszustand']rdenfalls iibcrtrtebcn traten, Tie Throurede hatte durchaus keinen beunruhigendenCharakter, und doch blieben die Course der öffentlichen Fonds schnmch nnd“ aufdem “Stande, Ji] MWM fie seit einiger Zeit hei'abgesunken traten. Die Eisenbahn-Acticn folgten den Schwankun en der Rente, zeigten von neuem Neigung ziim Fallen oder hatten doch groxe Miihe, fit'b zu halten. Nail) diesen Schwantnngen der Course scit vierzehn Tagen und den sichtbaren Anstrengungen und Manö- vern jeder Art, welche man der Reihe nach amvendetc, um die Preis? aller Werthe zu drücken, scheint es mehr als je erwiesen, daß eine Anzahl „„ckck- tiger Spekulanten gegen die Tendenz des Platzes anzukämpfcn gesucht hat, Die Mehrheit der kleinen Spekulanten sieht keinen ernstlichen Grund nicbt Ulm Fallen; die von der Bank von Frankreich getroffene Maßregcl mitß“dic Handels-Opemtioncn erleichtern und zu glciibcr Zrit das Britinnen an die Börse zurückführen. Tie Course stehen übrigens so niedrig, dai: s::r die Verkäufer obne Dcckiing Alles zu siirclitcn ist, weil fast kein Raum mehr gelassen ist fiir ein tvcitercs Sinken und jeden Augenblick ein raschs Sici- qcn eintreten kann, ohne das; eZ dcm Tecouvcrt möglich wäre, ohne enorme Verlnsic seine Liquidation vorzunehmen, Es scheint aber, daß scit viciiclm Tagen mächtige Interessen sich verbündet haben, 1011 die Cortrse 3:0'i1tlzu- ballen, sobald sie einen Aufschwung nehmen zu wollen scheinen. Tic Action von Orleans, in Welchen so ziemliche Stille herrschte", bach sich auf den Preisen gehalten, Welche sie am Montag wieder t'll'cicht batten nach Herabsetzung des Diskonto dcr Bank. Bedcntcnde Ankäufe gegen baares Geld tymden gemacht, als der (Tours in dt'k Niibe von 1201 stand, und dieser Preis wird jetzt als die äußerste Granzc dcr absteiginden Bctvegnng betrachtet. Zu den Actirn von R00?" wiirdcn we- niger Geschäfte qeinacht als gewöhnlich, Und es zxigten sich sell acht Ta- gen nur wrnig Vcrändcrunien in ihren Coiirscn, tic haben sich sogar 1011 etwas chich gehoben. Önblreicbe Gcschaftc dagegen wurdcn MWM m den Artie]! von Havre, aber die Course dicser smd [eit axht „aach 1011 86 Fr. 25 Cts. gefallcn, cine tvahrha/kft außeroi'dentl'iclic__Berschlcclitc11tng derselben. Man fiihrt als Grund dafur an, daß die, Einnahmen diescr Bahn hinter den davon gehegten Erwartungen zitritctbleibcn, und dariircb wurdcn die Inhaber der Llctien geschreckt. Man ist bctcoffen dariibci“, daß die Wochen-Cinnahmc Ende Dezembers, also in der Ullgiillsiixlsllll Jahreszeit, bis auf 53,000Fr, herabgcsnnlcn ist. Man vergißt abcr, daß die Eisenbahn von Roucnimlestanuli Wocheti-Cinnabmenvon 220,00081'. machte, als zu derselben Zeit die der Bahn von Habrc sich ans k0,000 Jr, beliefen, sonach die einen :mhcbci dritthalbnml stätlcr waren, als dir ande- ren. Während der letzten Woche nun War das Verhältnis; 14:1,000 Jr. gegen 53,000 Fr. odcr wie 2.7 zu |. Das Verhältnis; ist sich sonack) so ziemlich gleich geblieben, und es ist mit Grund zu, erlvartkii, das; d_cr Vit“- kchr wiihrend der Monate der schönen Jahreszeit cinen größxrcii ?tiificblvimg nehmen wird. _ Die ganze Woche iibcr sprach man t'lllki) toitwahicnd von der Wahrsibeinlicbl'eit ciner Ucbcrcinkunft der Lvoncr (Ycsclljchast mit der Regierung fiir Ausfiihi'iing dcr Bahn von Lyon nail) Livigno". „Fast alle' Prämien wnrden aiisgcgcbcn. Folgendes ist das bcrgletcbcndx chiilmt dcr Veränderungen der Ciscnbahn-?lctien-Couric vom 22, bis :",0_, Yczcmbcr. Es sind gcstiegeu: Orleans nm 12 J.“. 50 ois. (1211383. 2: Qt§.), _Nbucn um 6Fr. 23 Cts. (906 Fr. 25 Eis.), Marmlie um :) “zzt. ('.)706'1“, 250ts„), Vierzon um 2 F1“. 50 Cts. (547 Fr. 50 Sts.], Nordbahn unix 5 “.Fr. (551 Fr. 25 Sts.), Versailles richtes Ufer mn_1 Fi“. 50 Eis.! (2952519; cs iind gefallen: Havre um 86 Fr. 25 Cts. (455 Fr.); “obne De_mndernng Landen am Z(lstcu noch Bordeaux auf „487 Fr. 50 Eis., EWU ant 400 Fr„ Straß- burg auf 412 Fr. 50 St_W, Dicppc auf 260 Fr., ".llkomercaii i1iii2tiii Fi„ Versailles linkes User aus 295 Fr. Aber am 31. Drzciiibci schlojjen Nord- bahn mit 547 Fr, 50 Sts., Orleans mit 1207 Fi. 50 (US., Roacn mit 906 Fr. 25 Gs., Habre mit 433 Fr. 75 W., I)iarscillc mit 577 Zi“. 50 Eis., Vierzon mit 543 Fr. 75 CW„ Bordxami mit" 486 Fr. 25 Eis., Lyon mit 400 Fr., Nantes mit 393 Fr. 75 Ew., Zir.13':l*itig mit 41.5 Fi“.
Getraidemarkt. JU Weizen und
Am sterdam , 5. Jan. _ 23o1t LZiicbjb six sii tdiedcr verlaiqt
Roggen ist nichts mngcgangen. 121pfd. holst. 255 31. .
Kohlsaamen i1llf9 Faß gleich 64 L. April 65; *.“. Bcinsaamcn ohne Handel. _
Rüböl gleich und ans Lieferung wie früher; Leinöl flotter; Riibbl ,d. 6 W. 3734, in der Stadt 3937, flir“. 3462, in der Stadt IWF, Mai 9014, Sept. 36 3 35k;, Okt. ll. Nov. 86, YU, :'63. a 36. Leinöl p. 6W.I1, flieg. 30-7; „1 30, Hanföl p. 6 W. 83 Fl., flieg. 32 Fl.
_*-o--..._,
Zwischen- ziig mit
, licber- Personen- „achtung zng- in
D i') l l e. Abgang von
Mühlennahrung 600 Thaler zul) Kuhr. lll. dio. 1. eingetm en, die Forderun? bezahlt, das darüber spre- chende oknment aber der oren gegangen.
Es werden daher alle diejenigen, welche an diese Post und resp. an das darüb-cr aiisgestellte Dokument als Eigenthiimer, Cesfionarien, Pfand- oder sonstige Briefs-Jnhaber aus irgend einem Grunde Ansprüche zu haben vermeinen, und deren Erben oder diejenigen, welche in deren Rechte getreten find, aufgefordert, "ihre Ansprüche in dem auf [26]
den 17, April1848, Vormittags 9 Uhr, an Gerichtsstclle zu Grünewald anstehenden Termine anzumelden und nachzuweisen, widrigeufalls sie mit is"" Neal-Anspriichen an das Aktivum prätludirt, i nen deshalb ein ewiges Stillschweigen auserle t wer- den wird und dié gedachte Forderung für erlos en er-
[1162 i,]
zu erfahren bei
Fiir Schersprechende nnd Stotternde bin ich Morgens bis 9 Uhr in meiner Heil-Anstalt, Om- Uhr Uhr nienbnrgerstrasze Nr. 48 u. 40, am sichersten zu treffen. Lichtinger, Vr. mei]. etc., Sprach-Arzt,
Zu verkaufen ist Familien-Verhältniffe hal-
.- J , '? s o „ der ein H(Ükl ersten Ranges m Lklpzlg, und Ant. in das Nähere auf fi'ankirte Briefe oder persönliche Anfrage
Witten- berge.
Güterzug. Donner- Abgang von
Anzeiger.
Richtung nach Hambnrg.
Richtung naiv Berlin. 4, 5. (ck. 7. - . Ertra- Zlvi]chl*cn- „Ertra- Giiterzug. zug init lysiiterzng. Dienstag, _. llcbcr- * Dicnstag, lcrsoncn "achtung (Hiitchng. Donner- ZUI' in “[tag, Sonn- Wittrn- COUN- abcnd. berge. abcnd.
*.*
5.
sing,
Berlin 7 Spandau 7 Nauen 7 ,..-,-...-.- Yaulincnaue 8
Pilg. 5"ä Adds.
))
O'MR'" &?"
riesack ZZ; eustadt a. D. 8x“; Zerniy (Hlötch . . -- Wilsnack . :; 8x,
„
z'?“ ox-
»
Q“]*]ÜS©S1
Wittcnb.
Ur. Mothes zu Leipzig. 95.9'52119.
[Mb] ,„Berlin-Hamburger Eisenbahn.
Um dem täglich wachsenden Güterverkehr auf unserer Bahn mehr Transportkräfte
** - **9 . zuwenden zu können, sind wir gmöthigt,
vom 15. Januar “1818 an bis auf BZt'iit'l't's
„ ersonxang, welchkk„biöher um 12 Uhr Mittags aus Hamburg und um 25 llhr achmittaßs aus Berlin abgefertigt wurde, gänzlich einzustellen und statt dessen emen Extra-Gutetzug einzulegen, welchcr vorläufig wöchentlich dreimal, Vii
unseren zweiten
und zwar:
Dienstags, Donnerstags und Sonnabcnds
Wittenberge abgehen, daselbst übernachtm und an den dem resp. Endpunkte sortsesen soll, _ Die Beförderung
in den Mittagsßnnden von Berlin und Hambur na
folgenden Tagen in den Morgenstunden eine Nel : ua
von Personen findet bei diesem Ertra-G tttzuge ebenfalls nicht statt. Hiernach wird mit dem 15. Januar c. falgendet
Fahrplan
in Kraft treten:
Abgang Wittenberge 104, 6'z Mrg. Wend.Warnow 11 67-3; Grabow tl'x Ludwigslust 1137 .. Hagenow [2 Mitt. Brahlixdorf BoWenburg en
SchWarzenbeck ZriedrichSruh Beinbdck
er e or
Akitkunfst - in Hamburg
: ] 3 3 : I ': 3
::
Uhr Uhr Uhr Uhr libr Mig. l2ZNchm. Hamburg . 473Ncbm, 6 Mig. li! Mk „ 12-7; -- Bergedorf » („'; „ [[I- „ l'; » Reinbeck )) (NZ; ); |U; * 2“; » Fricdrichörnl) ». “ .. 12, Mi“. », Schtvarzcnbcck „ , ;; .. ijZile'iUlU Biichcn ,. - -- Boitzenburg .- Vralzlsdotf „i„ „ Hagenow Ank. in Ludwigölitst Wittenb. Grabow . „„ “",“, . 056"; Ab. chd.Warnow 8-3,- „ 13.-kch11k- 42: », ""___" ?lnk. 111 “.*-[nf, m „MMW Wittcnb. Wjeecnv, Mitwoch- 97540820. 6 .". 67, Ab. Dettag, " “.)lbqanq Sonntag. "“N „ ttw „ck ['“-). " 777 Mm. --_'„ “ -- iMNchm. ,- FWW“!!!- * » Sonntag. 07, Msg.
D
“K
“' «»»
.'“.- „_1 „'i ,! ;x-“Qx- QR"
!
x- 49
_ _ I I TQ L.?- N A “] S“ .*?zxx'Px-px-Q-x :
“»" M“.»PÜ“-
R“]“lI
Abgang .',Nchm. 63,- Mrg. :» „ 51- ., “| *I
» 7 "
„;-
„ . Wittenberge
„ , Wilsnack Glöwcn
“ crmlz
' „ 8;)Jie-usiadt a. D. . iTFNchm. Fllesflkk
[2x . aulmenaue
[ .. auen
„ 12 - Spandau Ankunft 7T. .*- 8 2 .*1 2'; in Berlin Abends. Nachmitt.
ck"“- ; d; **
:- » 71", " „ » 8 "
n
' ! !
'I I “N [ 3x“ dx" ck"*." es!-
[1Ä » 12T. „ 13; „
))
S* a'!
» "
&“ ux" «.?-:x- :=? «* ck * *I
! 5 a .-
2 2 l 1 1 2» 2 3 3
ADGDWQSU-H
äk'äU- „“e"-:x"
V'QO
)!
Q
234 5 2-7;
4'; .s- 4“; 1075. M; Nachmitt. Morgens.
**,-Yz] *] “:*-:x"
I
:: =-
ck
451-
.
b Nachmitt. Morgens. Berlin und Hamburg, im
ua 1848. DieJYirecrtion der Berlin-Hamburger Eisenbahn-Gesellschast.
“ ck11?"
Nachmitt.
Das Abonnement beträgt. 2 Rthlr. für "5 Jahr. 4 Rchlr. = "5 Jahr. 8 Rthlr. = 1 Jahr. 11 allen Theilen der Monarchie ohne preis - Erhöhung. Bei einzelnen Nummern wird der Bogen mit 27; Sgr. berechnet.
Allgemeine
Preußische Zeitung.
Alle post:?lnskalten des In: und
Auslandes nehmen PcfteUurig aiif
dicses Blatt an, für Berlin die
Expedition der Allgem. preuß. Zeitung:
Behren : Straße Nr. 57. Jnsertions :Gebühr für den Raum einer Zeile des Alls.
Anzeigers 2 Sgr.
1].
Z n l) a l t.
Amtlicher Theil. ..
Inland. Berlin. Weiteres xur Polemik der Hamburger Borsen- halle iiber die preußischen Finanzen. _ Rhein-Provmz. Erdbcben. _ Eisstand. _ Neuenburg. Angeleg. GlückMmsih-Rede des Wort- fiibrcrs der Geistlichkeit.
Deutsche Bundesstaaten, Königreich Bayern. Ernennung. _ Handels-Kammer in Yaffau. _ Reskript wegen der geistlichen Bünd- nisse. _ Freiherr von ormaver erkrankt. _ Königreich Hannover. NcueHandels- und Schifffahrts-Gcsctze. _ Landgrafschaft Hessen- Hombu_rg._ Dei“ verstorbene Erbprinz.
Oesterxetchtfcbe Ykonarchie, Wien. Vermischtes. _ Preßburg. Vermischtes. _ Laibach. Truppenmärsche.
Frankreich. Paris. Hof-Nachricbt. _ Die Adrcß-Kommisfioncn. _ _Abd el_FXadgr. _ Todesfälle. _ Girardin und Monty. _ Vermischtes.
Großbritanien und Irland. London. Adkcffe an die Königin._ Krimtimliällc in Irland. _ Tic Jiiden-Emancipations-BiU. _ Falliffc- ments. _ Schreiben aus London. (Die militairischen Anstalten zur Vcrtbcidigimg dcr Küsten Englands.)
Belgien„ B1“ iisscl. I)iaßrcgcln zu Gixnstcn ker slandriscben Provin- zchn. _ Cinfubr von Kaffcc aus Holland. _ Bank-Einkasfirungen. _ (&)elraidc-Vorrath.
St_xlvch. Kanton Bern. Die Bundes-Nevifions-Frage._ Das Ver- tabrxn der Tagsatzung dcn Capitttlationen gegeniiber. _ Scndnng cines Ziegler:]ngI-Commiffairs nach dem Zum. _ Kanton Zürich. Prä- iidium dcs Erziehnngs-Rathcs, _ Kanton Zug. Der Verfassungs- Ciitwiirf. _ Kanton Frei burg. Großraths-Bcschliisse. _ Bischöf- liche lljmlaufscbreibcn. _ Die Bcsasung von Freiburg und Wallis. _ chlrlin. Brief cines Augenzeugen iiber den jüngsten Kampf in der «WU.
Italien. Rom. Corboli Vnssi. _ Die Consultä. _ Gerücht von einer erstenMKanzmer. _ Vermischtes, _ Neapel. Bekanntmachung, _ Ge- bete '.".r die Königin. _ Turin. Vermischtes.
Vermischtes.
Handels: und Börsen-Nachrichten.
Köiiigsstädtiscbgö T_bcater. (Ztalicniscbc Opein-VoksÖLÜUWJ "" Archäolo- g11chl Gcscllicbait.
Beilage.
Amtlicher Theil.
Sc. Majestät der König haben Allergnädigsi gcruht: Den praktischen Aerzten, Doktoren Westphal, Herzberg, Paetsch nnd Rodetvald hicrsclbst, den Charakter cincs Sanitäts- Rathcs bcizulcgcn.
Die Zichung der “lfte" Klasse !)?“stcr Königl. Klassen-Lottcrie wird nail) planmäßiger Bkstimmnng dcn [Iten d.M., früh 8 Uhr, ihren Anfang nehmen, das Einzählkn dcr sämmtlichen 85,000 Zichungsnumincrn abcr, nebst dcn 4000 Gewinnen gcdachtcr “lster Klass, s:léondcn “ltK'ten d.M„ Nachmittags-Z Uhr, durch die Königl. Zicbungs-Kommissaricn öffentlich und im Beisein der dazu besonders aufgefordci'tcn beiden hiesigen Lottkrie-Einnehmer, Stadtrath Seeger mid Malzdorff, iin Zicbungssaal des Lotterie-Hauseö stattfinden,
Berlin, den 11. Januar “[WII
Königl. General-Lotterie-Direction.
“Das *]stc Stiick der diesjährigen GcscH-Sammlung, welches heute ansgcgcbcn wird, enthiilt: dic ?lllcrhöchstcn Kabittets-Otdres unter Nr. 2914. vom 11. Oktober v. Z., betreffend die Bestätigung dcr Statuten der in Magdeburg bestcbcndcn und der in Stettin „zu errichtenden städtisckwn Lcil)«1n|alt; und 2915. Vom 2-11“th dess. Monats 11. F., bttreffcnd dic Einfiih- rung cincr Wildprctstcnch_in Potsdam zum Besten der stidtisiben ArmcncKassc; ferner 2010. die Génchmigungs- imd Bcstätigungß-Urkundc fiir den JMiicn Nachtmg zum Statnt dcr Nicdcrschlcsischcn Zweigbahn-Gkscllschaft. Vom 5. Nowember Lj§(]. a.; und . die Erklärung tvcgcn der zwischen Preußen und Sachscn Koburg-(Hotba Verabrcdcteu Maßregeln zur Verhütung der Forst- imd Jagdfrcbel in den Griinz-Waldungen. Vom 21. Dtxcmbcr l'jZl]. u. Berlin, den 11. Januar [ML, GcscH-Sammliingö-chits-Comtoir.
[lichtamtlichcr “Theil. Z.! n l a n d.
Berlin, 9, Jan. Tie Börsenhalle enthält in ihrcm Vlatte v0m 5ten d.M. „durch Umstände vcrspätet“ als Erwiederung auf den ihre Beleuchtung unserer Finanzen beleuchtenden Artikel fol- gende Erklärung:
„Berlin, 25. Dez. Wer den Angriff gestattet, soll auch die Gegenrede frei lassen, besonders wenn der ?anegriffene sich in der Lage bcfindct, fich gegen ungerechte Vorwürfe verwcidigcu nnd Schmä- bnngen von sich abwälzen, iiberhaupt aber seine Behauptungen be- gründen, verthcidigen zu miissen: ein anderer Kampf, wobei es nur cinen Angreifer giebt, Mlcbem Alles gkstattet ist, kann wohl kein Kampf genannt Werden, sondern verdient einen anderen Namen. Der Artikel iiber die Finanzlage Preußrns enthält Behauptungen und Sätze, die leicht einem jeden Unbcsangencn cinleuchten, wenn sie niiher bcgtündct werden können, und durch die aufgetrctene Gegenrede war dies um so mehr erleichtert; fiir den Kundigen bedurfte und bedarf es weiter kcinkr ?luöeinanderseßungen; er weiß, daß Ordnung und Einheit nicht auskinandcrliegen können, und daß, wo dies geschieht, auch die nachtheiligen Folgen sich zeigen müssen. ():-i yii-m, Wim! Auf dem Wege freier Diskussion ist es aber auch allein möglich, zur Wübkhcit zu gelangen; diese ist nicht der Besitz eines Einzelnen, und nur tvenn Alle im Volke, nur Wenn die Völker iiberhaupt danach rin- gen, unablässig nach ihr forschen, um ihren Besitz kämpfen in ehrli- chcm Kampfe,„nur dann ist es möglich, sie nach und nach hervortre- ten zu lassen. Weil nun die treuesten Forscher nail) der Wahrheit und die am begierigstcn waren, ihre Keheiligte Stimme zu verneh- men, dies bedachten, sind sie stets iir die Preßfreiheit offen in die Schranken getreten“, auf dem letzten Vereinigten Landtage hatte die Censur auch nicht Einen Vertheidiger. Am meisten muß aber den Regierungen, welche die Geschicke der Völker zu leiten haben, an dem Besitze der Wahrheit gelegen sein, weil sie sich iiur unter dieser Bedingung "Dauer versprecan können; Niemand wird aber so egoistisch sein Wollen , daß er sich fiir höher achtet, als .die Wabiheit, und sein Bestehen fiir bedeutsamer hält, als das ihrige. Deshalb Prcßfreihcit und freie, offene Diskussion! Wo sie mcht gestattet ist, kann der Schriftsteller, Welcher es am besten meint mit seinem Vaterlande, eigentlich nur schtveigen; wenn dies aber dyn Gegnern den Sieg in die Hände gebcn würde, wie es etwa,": Württembcrg durch dms unberachtsamc Zuriicktreten der Oppozition geschah, so wollc'n wir Wenigstens hiermit unseren ernsten Cntschluß aussprechkn, Von gcwiffen Blättern ferncrhin Öllkchalls, keine Notiz myhr zu nehmen, gegen welche dcr Gegner kcincn-freieu Gebixauch seiner Waffen hat, bis zu dem Tage, an Miihe!" m dcm_deut]chen Vaterlande die Presse freigegeben wird; beim Anbrccheii dieses gro- ßen Tages abcr möchten die meisten von ihnen schon mit dem Däm- merlicht verschwunden sein, tvclchcs ihr eigkntliches LebenSelemcnt ist, insofern sie nicht dem Dunkkl sclbst angehören. Auch ihre Namen sollen bis dahin nicht mehr aus dieser Feder kommen, was sie auch beginnen mögen.“
Wenn wir diese Erklärun recht bcrsteben, so soll sie so viel heißen: wir der berliner Korreii'ondent dcr Börsenhalle wiirden un- seren so hart angegriffenen Axtikcl schon zu vertheidigen wiffen, wenn „die Ccnsur“ uns Freiheit der Waffen ließe. Irren wir hierin nicht, so mtissen wir gestehkn, daß es uns schwer wird, einen Begriff Von der Vcrthcidigung zu fassen, Weltbc die [)miiburgcr Censur, nachdmn sie die urspriingliche Beurtheilung unserer Finanzen zugelaffen hat, gestrichen haben soll, Und noch schwerer, tvcnn wir auf viele andere Probcn dcr hamburger Csusurfreiheit in den klcinen Blättern der Hansestadt blicken, wovon wir gt'wichtige Proben geben könnten, Wenn wir 11:16 mit unserer Ccnsur abzufindcn wüßten, Dim sei aber, wie ihm wolle; wir versprechen der Hamburger Börsenhalle dadurch aus der Verlegenheit zn hilfen, daß wir jeder Entgcqnung, Wodurch sie die Zerrüttung der preußischen Finanzen, den bevvistehcndcn Ban- kcrott, die Vermengung 'der Ausgaben der Krone niit den- jenigen der Staatskasse, oder ihre sonstigen Behauptungen durch Thatsachen beweist (nicht bchauptct), die Aufnahme in misch Spal- ten, ohne Furcht vor unserer Censiir, anbictcn.
Außerdem enthält die Erklärung die Drohung, daß die Börsen-
alle oder vicllciclt nur ihr bcrlincr F5 Korrcswndent bis it dem ** ) l 3
Berlin, Dienstag den [[*e" Januar
i aus dem Hause Brandcnbnrg nudzudritckcn.
1848"
großen Tage der deutschen Prcßfréiheit uns gänzlicl) ignorircn, ja nicht einmal unseren Namen nennen wolle; wir gctr'o'sten uns dessen, wcrden aber nicktödestoweniger fortfahren, Ungereimtheiten und Lügen, wo wir sie finden _ wäre es auch in der Börsenhalle _ als solche zu bezeichnen.
Rhein-Provinz. (Köln. Ztg.) Zu Webelingboven wurde am 81. Dezember von vielen Einwohnern um halb 11 Uhr Abends, bei stiller Luft, ein Crdstoß verspürt, welcher die Häuser an verschie- denen Stellen des Ortes crschiittcrte, so daß Lcutc in denselben aus dem Schlafe aufgeweckt Wurden. Einige hattcn eine Empfindung,. wie wenn ein schwer bcladencr Wagen am Hause vorüber führe, Andere, als wenn ein sehr schwerer Gegenstand auf den Boden gefallen wäre nnd das Haus in Crfibütteruug bersc'xzt hätte. Die Erschütterung währte nur einige Sekunden.
Aus OberWesel Vom 7. Januar wird gemelde't: „Die Fest- stellung des Rhein-Eises crsolgte diese Nacht an dem Lurlcy zwisehen hier und St. Goar, und heute morgen rcicht dic zugelaufcne Eisdecke schon bis an hiesige Stadt_ eine Strecke Von einer Stunde. Bci drm gcgenwärtigen kleinen Waffcrstandc, das seit 50 Jahren nicht kleiner war, diirfte cs bald, selbst bei nicht strenger Kälte, .dahm kommen, daß der Rhein bis zu seiner Quelle mit einer Eisdecke über- zogen Werde.“
Neuenburger Angelegenheiten. Neuenburg, 4. Jan. Die erwähnte Rede, welche der Wortführer der Geistlichkeit am Neujahrstcige iin Schlosse vonNcuen- burg an den Präsidenten des Staats Raths hielt, lautete solgender- maßen: „Herr Präsident! Seit fast, "140 Jahren kommen die NUM" burger an diesem Tage durcb Vermittelung ihrer Vertrctcr, hier“ ihre loyalen uud aufrichtigen Wünsche fiir ibre bobcfn m_id guten Fürsten Eine tolche Sitte geht nichtunter, und diejenigen von uns, Miihe die Zeit gesehen, ivo ('in Schleier die edlen Bilder unserer SoUVcrainc bcdc'ckte, wisst", was dies ihrem Herzen kostete. Mit tiefem Dankgefiihl gegen Gott fle- hen wir daher heute, so wie es unsere Väter gethan, seine Segnun- gen auf den König herab, der uns regiert. Und dieser Schritt ist fiir uns nicht blos eine gewöhnliche Handlung der Schicktichkeit, son- dern der Huldigung und Treue, deranrflillung gegcnunscrcn rechtmä- ßigenSoxtberain nns glücklich macht. Wii'schcninihmdanrwähltcndes Herrn, dcn Gesalbteu dcs Höchsten, der unserc Eidschwiire empfangen hat, und wir empfinden eben so sehr das Bcdürfniß, Gott um die Gnade zu bitten, daß sie unveränderlich gehalten Werden, wir das, für unse- ren viclgclicbten König ein langes glückliches Leben, eine ruhige, ge- deihende und glorreiche Regierung zu erstehen. Abcr selbst wenn dicse ernsten und heiligen Gcfühlc uns "iihk bkskéikln, tvas Gott Verhiite, wcnn die erhabene Stimme der Rkligion uns nicht eine Pflicht daraus machte, so wiirde schon der bloße Antrieb der Dank- barkeit uns dieselbe gebieten. Was haben wir 11icktunscren Fürsten „zu bcrdankcn? Was haben wir in dicter langen Reihe bon Jahren von ihncn Anderes empfangcn, als Wohlthatcn? Gcwissxnhafte Gc-
währ unserer Freiheiten, Erweiterung unscrcr PriViikgii*tl, allmälige Entwickelung unserer Institutionen in giinstigen Zeiten, kräftigen und sorgsam?" SCHUH fiir die Einzelnen, wie für die Völker in schlimmen Zeiten, das vei'danken wir, nach dem Zeugnis; alter aufrichtigen Mei- nungen und Vor Allem nach dem Zeugnis"; der Thatsachen, diesein er- habenen Hause, dem unsere Vorfahren hier in eben dicscmSaal durch gcrcchte und freii'Entschlicfzuug ihre Geschicke und die unseren anvartrauten? Und der hochherzigc Abkömmling so vieler Wobltbätcr, ist er nicht von Anfang an denselben Fußtapfen gefolgt? Nicht nur haben wir nichts Gerechtes und Niileiches gewünscht, 'was wir nicht erhalten hätten, sondern sehr häufig und noch ganz vor kUrzem, wvvon sein Brief zeugt, ist er unseren Wünschen entgegen gekommen, hat unsere Er- wiirtungen übertroffen, und jedes Jahr, ja, ich kann sagen, jeder Tag, zeigt ihn uns mehr als einen Vater, denn als einen König. O, wenn wir, unserer Eidschwiire uncingcdenk, auf jene Tycoricen eingehen könnten, die das Recht bei Seite setzen und nur den Vortheil um Rath fragen, giebt es wohl einen solchen, der uns die Vo:*3ü_e ver- schaffen könnte, welche wir genießen? Doch wir wiffen cs, dicie Vor- züge und noch viel größere können von einem Volke nur in dem Maße begriffen und gewürdigt Werden, insofern als dieses Volk selbst von Gesinnungcn der Gerechtigkeit und Eintracht beseelt ist. Indem wir daher Gott bitten, unseren Souvcrain und scinc edle Regierung
Königsstädtisthes Theater. Italienische Opern-Vorstellung, Zum erstenmale in dieser Saison: ][ 801'i2i61'6 (]i Zix'ißiin.
(Den 8. Zammr.)
Die erste italienische Opern-Vorstellung, über welche wir im neuen Jahre zu berichten haben, brachte (am Sonnabend) Rossini's oft, aber noch immer gern gehörten „Barbier von Sevilla“, ein Werk, das be- k-Mitlicb bedeutende Kunstkräfte, namentlich aber aquezcichncte Kolora- tur-Sänger bcaiispiucht, soll anders die herrliche Musik, voller schwung- reichcr Genialität, graziöt'cr Fcinhcit und iibcrsprudclnder Laune, zu wahr- lmst liinstlc'risiber Geltung gelangen. Das; indes; die Kunst des Koloratur- Gesanges im Allgemeinen seit dem Anfraucben dcr Bellini-Donizet- tischen Schule fast verloren gcgangen ist und fichei'lich nicht die Force der heutigen Sänger genannt lvcrdcn kann, ist ebenfalls eine bckanme Sache. Es giebt in der That nur noch Wenige Gesangskiinstler und Künstlerinnen, die nach dieser Seite den Forderungen volles Genüge zu leisten vermögen nnd Rossinische Musik mit Gcschick und Geschmack zu bewältigen vcr- steben. Die heutige Vokstcllung dcs „Barbier von Sevilla“ bestätigte diese Erfahrung aufs neue und befriedigte daher teineöwcgcs in dem gewünsch- ten Maße, obgleich wir anerkennen mitffen, daß fie von Seiten einzelner Mitwirkenden höchst Riihmliches auch in der eben angedeuteten Beziehung zn Tage förderte.
„ Vor allen Dingen leistete Sgra. Fodor als Rosine wieder Treffsiches; Wix würden sagen Unübertreffliches, hätten wir nicht Tages zuvor erst Mad. Viardot in der nämlichen Partie gehöit. Doch _ so günstig fich dic Gelegepheit gestaltet _ vermeiden- wir, unniise Parallelen zu ziehen, wie- wohl em derartiges kritisches Verfahren nur dazu dienen könnte, die Künst- lerschast der Sgra. Fodor in das schönste Licht zu seven. Ih" Leistung als Rosine war, absolut und vergleichungsweise betrachtet, eine vorzügliche.
Sie ließ den ganzen Zauber ihrer Stimme und ihrer Gesangskunst in Wohlthiiendstcr Weise walten. Was jene, die Ssimme, betrifft, so eristirt wohl nicht leicht eine lieblicherc. Voll, weich und rund, wie der Klang einer Klarinette, spricht sie so klar und leicht an, wie eine Flöte, Vorzüge, die sie zum getragenen iind kolorir“en Gesange gleich geschickt erscheinen lassen. In dicser fast Unerhört leichten und klaren Ansprache aller Stimm-Regionen der Künstlerin, der höchsten wie der tiefsten, bc- ruht iibrigens, unseres Vediintkns, das Geheimnis; der außerordent- lichen Wirkung ihres Gesanges, der, bci der echt künstlerischen Höhe, zu wcl- chcr ihn Fleiß und das griindlicbste Studium geführt haben, in Folge dessen nicht nur das Ohr dcs Laien aufs nngenchnxlte zu berühren geeignet ist, sondern auch, dem ruhig und streng prüfenden cnner gegenüber, nichts von seinem fesselnden Eindruck verliert, Tiefflicl) disponirt, wie immer, erregte Sgra. Fodor daher aiich heute die allgcincinste Theilnabme durch ihre höchst gelungene Leistung und feierte, indem fie dix herrlichsten Proben ihres eminenten Gesangs-Talents ablegte, ciiixn ihrer schönsten KUUsl-Triumphe der gegenwärtigen Saison. Mit Ros1111i's Musik innig vertraut, weiß fie _ (irren wrr nicht) als Schülerin dieses genialen Künstlers, nunmehr selbst Meisterin _ die charakteristischen Seiten seiner mufikalischen Aus- drucksweise mit feinstem Geschmack hervorzuheben, so daß ihrerseits nichts zu wünschen blieb. Musterhaft sang sie gleich die erste Cavatine, eben so vollendet in der Technik, als anmuthig und belebt im Ausdruck. Der Vortrag _ derselben bildete eine wahre Kette der perlendsten Kolomturen, der saubersten Fiorituren und der zier- lichsten und kunstgerechtestrn Triller und Kadenzen. Es konnte daher nicht fehlen daß das Musikstück von so lieblicher Stimme mit beinahe ätherischer Leich_gkeit gleichsam hingehaucht, eine ungewöhnliche Wirkung auf alle An- wesenden hervorrufen mußte. Stürmischer Beifall, der nicht selten den Ge- sang der Künstlerin förmlich unterbrach, belohnte die trefflich: Leistung. Wo möglich noch wärmere Theilnahme fiößte S ra. Fodor der Vexsammlu-Zg durch die meisterhafte Ausführung einer bti anten Arie mit obligater Flo-
tcn-Beglcituug ein, welche fie zu Anfang des zweiten Aktcs in der Scene am Klavier zum Besten gab. Obwohl die Wahl der Composition (von Grctry) insofern keine glückliche war, als sie im Styl veraltet erscheint, und jedenfalls mit der Rossiniséoen Musik und dem modernen Ge- schmack uicht harmonirt, erfüllte se dennoch den äußerlickzx-n Zweck einer dankbaren Einlage durch ihren stark kolotirten Inhalt aufs glan eiidste. Das Musikstück, sowohl von Seiten der Sängerin als „des die. lotet),- Partie ausführenden Herrn Oelschig, mit-außerordxntlicher Virtuositat und schönster Uebereinstimmung vorgetragen, bildete somit einen Glanzpzmkt der Leistung und fand, wie bereits vorhin angedeutet wurde, enthufiastische Aufnahme. Auch die Aubzeichnnnq mehrmaligen Hervorrnfs wurde der trefflichen Künstlerin während der Vorstellung und am Schluß derselben
verdicntermaßen u Theil. „ „ Nach Sqra.zFodor ertheilcn wir drm Reprasentanten des Grafen
Almaviva, Sar. Labocetta, den Preis dks ANRIN D" wackereKünft-
' 1 (He an und Spiel qlctcb vorthcilhaft aus und „be- ??ZKZYUZTXLUFZHlkIlähmFd i,iiie übrigen Mitwirkenden mehr „oder. weniger hinter den u stellenden Kunstfoidcrungen Zilkuckbilcbkn.. Hinsichtlich der Besetzung erinnben wir uns die Bemerkung, daß Sgr. P.! nolt jedenfalls ein geeignetem Figaro ist, als der heutige Darsteller die er Rolle. En-
semble und Tempi ließen ebenfalls, namentlich aber im exsten Finale, zu wünschen. 2.
Arohäologische Gesellschaft.
In der archäologischey Gesellschaft vom 6. Iannar1848 ward zuerst von Herrn Gerhard über die wichtigsten archäolo ischen Neuigkeiten großentheils aus Mittheilungen berichtet, welche bei Gesc schaft unmittelbar zugegangen waren. Ueber die großen assynschetx Ausbeutung“! von Nimrod, durch welche der neulich nach England zuruckgekehm »Eas-