o en, da na ihm estochen worden sei, daß Ku ein in die Fyn- isch s'des SZlossL efloYen, daß die Schweizer erkléi'zrt hätten, iiicht auf das Volk schießgen zu wollen und dergleichen mehr. Am ge rigen Abend von 7 bis “10 Uhr war der Toledo, der Schloßplatz, die htaja, der Largo di Castello wie ausgestorben, alles Militair war in den Kasernen zusammengezo en. Heute sieht es besser aus. Die gestern Abend spät erichienene Staats-Zeitung bringt nichts, weder aus Sicilien, noch aus den Provinzen, noch aus der Haupt- stadt. Auch die Anmeftie ist noch nicht da. Der Courierwechstl zwischen Lord Napier hier und Lord Minto zu Rom ist überaus leb- haft. Die englische Flotte iß und bleibt verschwunden; nur der „Bulldog“ liegt vor Palermo, die „Thetis“ vor Messina, Zn Pa- lermo soll Ruggiero Settimo in diesem Augenblick die Angelegenhei- ten leiten. Auch gedruckte Tagesbefehle sind bereits in Palermo er- schienen, wo die Ordnung mustcrhaft sein soll. Die Sicilianer schci- nen zu fühlen, daß Ailer Augen auf sie gerichtet sind. Viele sind der Ansicht, daß der König, im Falle Oesterreich die Hiilfe nicht lei- stet, genöthigt sein werde, bei etwa sich vermehrendcr Bewegung in den Provinzen, die Truppen aus Sicilien bis 311111 Friihjahr zuriick- znziehen. Unmöglich können 8000 Soldaten bei schlechter Kost lange in dieser Jahreszeit im Freien kampiren, und das ist noch immer vor Palermo der Fall, Wo jedes Haus gleichsam cine Fcstung geworden. - Nachschrift. Es bestätigt fish die Nachricht immer mehr, daß Palermo, nachdem die Königlichen Konzessionen verworfen, bombar- dirt worden, Die Zahl der bewaffneten Znsurgcnten soll 45,000 betragen. Der Graf von Aquila soll Alles aufbictcn, um den 31-5- nig zu bcwrgrn, die Constitution fiir Sicilien 311 proklamircn. __ „Daß dem 0). A. Romeo Amnestie gegeben wurde, spricht für des Königs Nachgeben,
Neapel, 24. Jan. Mittags. Dic Bcwcgung wicdrrholie sich vor ciner Stunde; abermals Warden dic Palastgittcr geschlossen, das Militair in Bewegung gesth, und abrrmals war es nur ein pani- schcr Schrecken gewesen. Die “Straßen wimmcln von Menschen. Am Sonnabrnd wurden auf der Hauptwache (Schweizer-Wache) dic Ka:- noncn gchyt (Einige sagen geladen), was auf die vielen am Largo di Castello wohnenden Laden-Jnhaber einen schlimmen Eindruck macht?. Ucberhaupi kreuzt sick) Mißtrauen nnd Erbittcrung in allen Ständen und in allen Richtungen.
Es erschien diesen Morgen (wie bereits erwähnt) Amnestie fiir alle politisch Kompromiitirten; namhaft wurden gemacht: die Geisi- lichen Peliicano de Ninni, Krumy; ferncr: G. Andrea Romeo, Ste.: fano Romeo, Miranda (aus Ariano), Mauro, Scala. Diese sollen jedoch auf einer Insel bleiben, bis die öffentliche Ruhe hergestellt.
' Zn Palermo hat sich nichts geändert, man verschmähte die Kb“- mglicheir Konzeistoncn und verharrte in feindlicher Stellung. Die Kbmgiichen Truppen liegen fortwährend außerhalb und die chens- mriie1 mangeln. Nack) Salerno mnßte gestern Artillerie abgeschickt werden. . Unter dcm'Volk ist Geld veriheiit worden und man sieht noch schlimmen Auftrittcn entgegen. Alles zieht sein Geld zurück.
: Ihnen dies anzeigen zu können.
Eine franzbiische Fregaitc'licf gestern_ ein. Man redet allgemein da- von, daß cm Sch1ff bereit liege, dre Königliche Familie, ieibst den König, nach der Festung Gaöta zu bringen. Das liegt aber so ive- nig im Chamkicr des Königs, daß es unglaublich erscheint. Von Palermo scheint Alles abznhäugcn. Beruhigt sich Palermo, so hofft man anch Ruhe fiir Ncapci.
Das (gcsicrn erwähnte) Anmestic-Dekrei larrict:
„Wir Ferdinand 11, von Gottes Gnaden :(. Nachdem Unsere Mini- strr»Staats-Sccretaire der Gnade und der Gerechtigkeit und der allgemei- nen Polizei Uns, den ihnen crthcilten Befehlen gemäß, die Lisirn der wegen politischer Ursachen Verurtheiiten und Vcrhaftctrn vorgelegt, haben Wir, den Antrirbcn Unseres Fiöniglichancrzens folgend, also beschlossen: Art, 1. Wir gewähren vollständige (Juade den wegen politischer Ursachen Verur- theilten und Verhaftrten, die sich innerhalb des Reiches befinden, Art. 2. Zu dieser Gnade sind a11ch mitbrgriffcn drr Priester D. Giovanni Krimv, dcr Kanonikus D. Paolo Pellicano, -Giovanni Andrea Romeo, Stefano Romeo, Giuseppe Miranda von Ariano, der Priester D.Vinccnzo de Niuus, D. Vincenzo “.Nanw, Giuseppe Scala, Vincenzo, wrlchc aus Griinden drr öffrntlichcn Ruhr bis zu Unserer weiteren Entschließung (mf cincr Insel verbleiben sollen. Art. (4. Unser Ministrrinm und UnserGeneral-Statthal- ter in Unseren.LköitiglichcnDominien jenseits des Pharus find mit dem Voll- zug dicses souvcraincn Aktes beauftragt. Ncapci, 2:1. Januar 1648. Ferdinand. (Hcgcngcz.: Marchese von Pictracatella,“
Dic Zeitungen von Genua, Livorno und Rom mithalten eine Reihe von Korrespjondcnz-Nachrichten aus Palermo bis zum Asien, ans Neapel bis 31111124.Ja1111(1r, Welchc dcn dortigenZnstand mitdcndüsterstenFarbmiymlen. ?[n eine gewaltsameUnterdrückung der Jnsurrection odcrfrciwilligcUntcchrfung der Aufständischen soll nach diesen neziestenBrirscn 1111101118th11 denken sein. Die Jnsurrection, heißt es, gewinne auf der Janzen Insel an Stärke und Ausdehnung. Dic Truppsn sichcn fortwahrcnd außerhalb der Stadt, seien entmuthigt und lerdcitYRgiigel an Lebensmitteln, das Fort Castellamare soll von den Aufskandrsckwn eng eingeschlossen sein. Der lcßtc Brief des Contemporaneo aus Palermo vom 21. d. behauptet sogar, daß 000 gefangene SGidaicii- 11:31) eine erbeutete Fahne in die Stadt ge- bracht worden. Die rtzilixmschcn Blätter heben auch mit besonderem Nachdruck hervbr, dab in dem neuesten Amnesiiedekret des Königs nur dir veruriorilten und eingekrrkertcn Theilnehmcr der Bchgnng begnkldlgk„kp97dk113 VMA?" Thkilnkbmern des geqrnwärtigen Aufstan- des m Stellt?" Ulld 1391111111)?" Flüchtlingen außer Landes ist darin keine Rede. Dre Korrespondenzen der Gazzetta di Genova und des Cor- tiere Livorn_e s,? “US Neapel vom 21. und “24. Januar mclderi, daß das Dampfstthff “PWW“ «US Palermo viele Verwundete Solda- ten brachte. „Granzerilose AUPIUUJ UW VLsiiirzunq soll in Neapel herrschen. Hansig hore man rn den Straßen das Geschrei: Niva ]; Constituzione!
Spanien.
Vkadrid, 25. Jan. Der Herzog de la Vitoria wird n durch ein leichtes Unwohlsein, welches man auf Rechnung der GNR? schreibt, in Madrid zu:“iickge-balten. Sobald er wieder herqestellt isi, wird er nach Logroüo abreisen. Er hat ern Schreiben an*den Prä-
„ sidentcn des Senats gxrichtct, worin er diesem ayzeigk, daß Fami- lien-Angelegenheiten ihn nöthigen, sich voii Madrid zu entfernen,
Heute wird die große Budget-Ksmmrssion der DcputierKam- mer auf deannsch der Minisier Fujammenkommen. den dieser Siyrmg beiwohnen.
gern würden, be mrmie Versicherung ertheilen, daß sie
werden., Die Generale Capaz und Isidro sind gestorben,
Griechen'l and. Athen, 20. Jan. wärtigen Angelegenheiten
(mächte in Athen die Beilegung der Differenzen zwischen der Königl.
290
griechischen Regierung und der hohen Pforte'in Colgenden Worten notifizirt: „Mem Herr! Im Auftrage des Königs, abe ichvdre Ehre, zur Kenntniß der Regierung Sr. Majestät ..... dre Beendigung der Irrungen zu bringen, durch welche der Verkehr des griechischen Gou- vernements mit der bohen Pforte einige ZP untxrbrochen wurde. Die Regierung Sr. Majestät glaubte m Berucksichtrgrzng der Rail)- schläge, welche die Griechenland befreundeten rind verbundeten Regre- rungen ihr zukommen ließen, ihrer Wurde nichts zu dergeben durch die Beseitigung des Hinderniffes, welches, nach der Meinung der hs- hcn Pforte, der Wiederaufnahme des amtlichen Verkehrs zwr- schen den zwei Staaten im Wege stand. In Folge „des- sen werden die Beziehungen der beidrn_Staaien wieder arif ihren früheren Fuß geseyt werden; ich wiin1che nur Gluck, mein Herr, Die Regierung Sr. griechische-n Majestät ist im Begriffe, demnächst bei der hoheti Pforte emen Mi- nister zu beglaubigcn, dessen Sendung drr endliche Regelung eines Zustandes der Dinge zur Aufgabe habxn Wird, der, bisher durch dre Verträge noch nicht vollkommen garanttrt, Schwierigkeiterr verursacht hat und noch verursachen könnte, dcrenUBcseitrgung glxtchmaßtg tm Zntercsse des Handelsverkehrs beider Zander liegt. Die Regierung Sr. griechischen Majestät hegt die Hoffnung, mem Herr, daß „ihr im Laufe dcr Unterhandlungcn, welche zu dem Behufe unverzüglich an- geknüpft werden sollen, die geneigte Unterstiißung der Regierung Sr. Majestät . . . . . nicht entgehen wiirde. -- Empfangen Ste :c. (Un- terz.) Glarakis.“
Der Finanzminister hat neulich dem Direktor der gricchischen Naiionalbm1k,Stauros, zur Versendung nach Paris mit dem nächsten Dampfboote die Summe von 170,000 Fr. zustellen lassen, als den Betrag der ersten Abzahlung an Herrn R. von Eynard fiir den Vor- schuß, welchen er der griechischen Regierung zur Bezahlung der im vcrgangencn Monat März fällig gewordenen Anlehensrate an Eng- land geleistet hatte. ,
Die Voruntersuchung in dcr Aufstandssache des Generals Gri- siottis ist mm zu Ende gefiihrt. Außer den Häuptcrn des Aufstandes und den mit ihnen cntslohcncn Mitschuldigen sind iiberdies 67 andere Personen in Anklagestand berscßt und Werden bei der nächsten Gc- richtssiyiing vor der Jury erscheinen,
T ir r k e i.
Smyrna, “22. Jan. (D. A. Z.) Nachrichten'ßns Chios zufolge, hat ein türkisches Kriegsschiff sämmtliche Geighrten des Grisiottis an Bord genommen, um sie nachxVolo zu fuhren. Es wird alsdann zurückkehren, um den General selbst abzuholen und ihn ebenfalls dorthin zu bringen, „ „
Dkk gkicchische Konsul, Herr Xeno, ist so eben wieder zuruckge- kommen und hat seine einige Zeit unterbrochen gewesenen Arbeiten aufs neue begonnen.
Handels- und Börsen-Uachrichten.
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Leßtere wer- Die Regierung beabsichtigt, dem Vernehmen nach, der Kommission deii Vorschlag zu machen, sie möge einen Bericht abstatten, dessen Anträge quf Genehmigung des Bud- gets ohne detaillirte Priifung dcr verschiedenxrr Artikel des Budgets Die Regierung wiirde zu?!!erch, wre es heißt, dre
ck bemühen werde., alie diejenigen Ersparnisse zu bewerkstelligen, welche sie fiir vxrtraglrch mit den'Bedürfnissrn des öffentlichen Dienstes erachten wiirde. Man ZWUfel! indeß daran, daß jener Vorschlag der Regierung von der Kommission oder aber von der Kammer giinstig werde aufgenommen
(Oesi. Beob.) -Der Minister der aus- bat den Repräsentanten der fünf Groß-
98 n. .. ».. clo- «1a- 48 13. 5e.-yob«-. 6,3;, 6, (10. ['kior. 'kkäkinger. Mbb.(().0.) (Lo. kkiok. Aua]: Zela.
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(Zetraiäe-Zericbt. zm heutige! Uzrkt Asten (üs kreise "ie kolgt: Weizen 56-60 Utblt. Roggen loco neuer 41-43 Ütblr. - pr. ÜyrU/Uai 3944-39 Ütbb'. be:. Uzker 48/52191'0. 26 _27 Ktblr. - 48ykä. yr. ['*köbjabk 25-24 Ütirlr. (Zenta 40-41 Ktblr. Üüböl loco 11549 311111". - xÄyrU/"Mai 11*ch Ütbik. - 56y1./0kt. 11); 81011". Spiritus [(wo 19 811111“. be:. 11. Kk. - ['*rijbjabk 203; Utlalr. Lk., 20"; der,. Die [)reiza 70a Weizen umi ]loßßen babes] beute: nauor'ciinxz etwaz nacirgeßcbcu. Zyirituz unc] Üiibö] [)keizbaltem].
Königsberg, 2. Febr. Marktbericht. Zufuhr gering. Wei- zen 65-72 Sgr. pro Schsfi-3 Roggen 42-47 Sgr. pro Schffi.; große Gerste 40-41 Sgr. pr. Schffl.; kleine Gerste 34-41 Sgr. pro Schffi.; Hafer 22-27 Sgr. pr. Schffi.; Weiße Erbsen 55 Sgr. pr. Schffi.; Heu 12 -_ 14 Sgr. pr. Cm; Spiritus 21 Rthlr. 15 Sgr. pr. Ohm.
2]: Breslau, 4. Febr. Weizen abermals niedriger in Folge klei- nerer Kauflust, weißer 57Z, 63 bis 67;2 Sgr., gelber 56, 01 bis 66 Sgr.
Roggen ging gleichfalls zurück und holte nur 44, 49 bis 54 Sgr.
Gerste, ziemlich gut zugefiihrt, bcbang 43, 46 bis 51 Sgr.
Auch Hafrr ist in Folge größerer Offerten etwas biUiger, 25, 28 bis 80 Sgr.
Spiritus sehr still, und es wurden nur einige kleine Particen 1.09.0- Waare :! 9"; bis 95%, Rthlr. umgeseßt, IF Rthlr. blieb Br., 10,000 Quart pr. Mai und Juni bcdangen 10“; Rthlr. ,
Börse, Ocstcrr. Banknoten 1034, Gib. Staatsschuldscheme 92 bez. u. Br. Schles. Pfandbriefe 1511. .A. 9631, Br., 17?" 12. 4p_roz. 1007,- bez; rt. Br., do. 11. ZZproz. 92'; Gld. Acticn., Oberichlcs; 1.111- 11. 1037, B.“- do. 8. 98 Br. Breslau-Schweidniß-Fr_eib. 99-55 11. 5 bez. n. (51le Nic- derschlesisch-Märkische 86;2 Br. Kölri-Yirriden “.):;Y Gld. Neiffe-Brie1_ 51 Br. Krakau-Oberschles. 63 Gld, Friedrich-Wilhclms-Nordbahn 56 „ u. Iz bezahlt,
Amsterdam, 2. Febr. Getraidemarki. In Getraide ist nichts um e an en. _ , _ 1 „
gZolZzlsaam'en preishalicnd, auf 9 FV- rm Okt. 60; L, Lcmsaa- men olne Hande. „ „ , (
Riiiböl gleich und auf Lieferung wie fruher p, 6 W 3777, flieg. 3671, Mai 35:77. Leinöl p. 6 W. 291, flieg. 38:2. Hanjol p. 6 . 32, flieg. 31. _ "
Üuzxsör'trgo ];01'8811.
Ülnßteräitm, 2. kein“. Uieäek]. sikkl. 5011. 54. 4% U01"! 86. .
“[UK-Gryon, ]. 170111". Binz]. _. Reue Qn1.]b. _ _
B"!“nnkf'urt a. M., 3. kehr, 5% Diet. [()]Y 6. [;ck-ch. 1853131“. §tiezl-84F- ljtexk.54. kolu- 300 kl. l.. 9931“. (“10- 500k'1- FYZ. 1 *Tip"- 5%19Y.19'Z. 39/9110. 25?/„ 252“- Üexb. 8625865Z. “k“unuz „Action 3342; (354.1
Hamburg, 3. kehr. Zank-Qeliov 1580 "k- Zug]. “';-," [!!?/„1045. "[ab. üekz. Qoüoo 83 U|“. "agli. Wletenb. -. ]lamb. [Tek]. 917. 9 ( Ä“ lite] .in. 107Z. 10734 Glückskßimsb. 50 (;. Üaoäzb. Jena;. 151 m. “„zur.
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(“[B]-35:1“. PL]). [köln, 4. k'ebr.) 1-0[](!0!1, 3]. .)on. („'m-x. 3% ZZZ bam“. ZZZ; in U(ycbn. 1,3145, 2. 171-111". 5% Umzie- 116. 75 (10.3% 74. 15. Rotak]. 535.
5% 511311 16.
Berichtigun_. Zn Nr. 36 der Allg. Pr. Ztg., 1sic Beil., S. “278, Sp. 2, Z. 62 v. n. ist statt: „ist cs also unmöglich“ zu lcsmr: „es“ ist also unmöglich.“ - Dasclbst Z. 60 v. u. muß hinter „kann“ statt des ? ein Punkt stehen; und Z, 49 v. u. muß es statt „Wahr- haftigkeit“ heißen „ I'Zehrhaftigkcit.“
Montgltthc Icyausplclc.
Sonntag, 6. Febr. Jm Opern'.)ausc. „[Sie "21bo1mcmcnis-Vor- stellung: Die Willys, odcr: Gisela, phantastischcs Ballet in 2Abtl)., Von St. Georges und Coralli. Musik von Adam. Fiir die hirsige Königliche Biihne eingerichtet von dem Ballcimcister Hoguet. Vor- her: Dchachmcistcr aus Vcnedig, musikalisches Ouodlibct in 1 Akt. Anfang halb 7 Uhr.
Zu dieser Vorstellung Werden Billcts zu folgenden Preisen verkauft:
Ein Billet in den Logen dcs Pirsceniums, des ersten Ranges und ersten Balkons “1Rthlr. 10 Sgr., cin Billct zum Parquei, zur Tribüne und in den Logen des zweiten Ranges “1 Rthlr., ein Billet zu den Logen drs dritten Ringes, im Balkon daselbst und im Par- terre, “20 Sgr., cin Billet im Amphitheater 10 Sgr., cin Billet in der Fremden-Logc 2 Rthlr.
Jm Schanspielhausc. Mftc Abonucmcnis-Vorstclluiig: Anna von Oesterreich, Jutrigucnstiick in 5 Abtheilurigcn und_cmem Nach- spiele, frei nach A. Dumas, Von Charlotte Bir'chZPfctFrr. ,
Montag, 7. Febr. Jm Opernhausc. 2411e-Schauspielhaus- Abonncme111S-Vorsteilrmg: Wilhelm Tcl], Schausptkl m 5 Abthctl., von Schiller. Anfang 6 Uhr. „ _
Zu dieser Vorstellung werden Billcts zu folgenden Preisen, die bei Darstellungen von Schauspielen im Opernhause statthaben, verkau t:
Efin Billet in den Logen des Prosceniums 1 Rtl)lr._ 10! Sgr., rin Billet in den Logen des ersten Ranges und im erxtch Balkon 1 Rtl)lr.; ein Billet im Parquet, znr Tribüne und in dcrdYOJkn dcs zwcitcn Ranges 20 Sgr.; ein Billet in den Logen des 'drtxte-n Razi- ges, im Balkon daselbst und im Parterre 15 Sgr-Z “ZU Bill“ "" Amphitheater 73; Sgr.; cin Billet in der Jremdcnloge L Rthlr.
Üomgsßadtrschrs Tlieatcr. " . ' Sonntag, 6. Febr. Zum ersienmale wredc'rhixl-k: Korngm Mar- got und die Hugenotten, dramatischxs Gemälde 1,1,1 .? Abtherlungcn und 5 Akten (die Handlung der: „Kemi: 0131'Z0k des A. Dumas frei na cbild v 1 *r. Adami. „ chgMoniiiig: 70.1 FJebr. Einmal Hnndcrttausrnd Thaler. ,Posse 11111 Gesang in 3 Abth., von D. Kalisch. Miijik vom Königl. Musik. Direktor Gährich. _ Dienstag, 8. Febr. Emmai Hunderttausend Thaler. ) _ _ Mittwoch, 9. Febr. (Italienische Operri-Vorstcllrirtg.1 [ l ""ist"- (Die Puritaner.) Oper in 8 Akten._ Munk von Bellrrn. k Preise der Pläye: Cin Play m den Logen und im Val on des ersten Ranges 1 Rthlr. u. s. w.
VeranWortlicher'ikii-“edacteur Dr. I. W. Zinkeisen, „_ck-ckck,- „ ' Im'Selbftverlage der Expedition.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei.
Beilage
NH“ 37.
291
Beilage zur Allgemeinen Preußischen Zeitung.
Sonntag den 6. Febr.
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I n h a l t. Inland. Schreiben aus Krojanke in Westpreußen. (Einweihung der neuen'evan elischen Kirche.) „. . Schwetz, Banton Zürich. Urtheilssprüche des eidZenosfischen Kriegs- er'i'chts. - Kanton Luzern, Das radikale Bedruckungs- und“ Ern- churhtxrungs-System.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Schreiben aus W ashing- WM (Dcr Kongreß.)
WEY d'“ Vekhältniffe der Juden im preußischen Staate vom solistischen Standpunkte aus.
AUMA"? ,“" GNU, Platine: 11“. in Rußland im Jahre 1846. Handels: und Börsen=NMt_en.
I n l a n d.
%. Krojanke irersiprcußcn, 21. Jan. Tage XW" [)Msles-É, dl? Ciilwcthnng der neuen evanqelischen Kirche statt. schon.,scricmer Reihe von Jahren batte sich*die Baufällig- keit und 11nznlanglrchkeit des in einem abgeleixeucn Theile der Stadt bxfinblichcir älteren Gotteshauses immer fiihlbarer qcmackvi, ohne daß die Gameinde bei den cigcnrn nnznrcicbenden Mittéln iniStande war, den sehnliihr'rrWunsch, ihre Andacht in einem neuen Tempel des Herrn 'zu verrichten, in Erfüllung zu bringen. Nachdem aber des hochjeligen Kdmgs Majestät die hiesige Herrschaft in Besitz genom- mc'n ,und ans wohlwollende Verwendunq Sr. Excellenz des .Hcrrn Geheimen Stqats .- Ministers Rother fiir das neu zu erhaltende Gotteshaus" em Gnaden: Geschenk von 3200 Rthlr. bewilligt hatte, begluckxc ,uns auch Sc. Königliche Hoheit der Prinz von Preußen, alijthgcr höchster Patron dieser Kirche, mit den skhr be- deritxnden Mitteln “zurn Thurmc und zur Thurmuhr. Das im Jahre 184.) brgonncrie Werk, inmitten unseres geräumigen Z).)karktplayrs, wurde im- vorrgen Jahre unter Gottes Beistand volicndkt und im Innern mri den rrb'thigen (Heräthen von dem _hohen Patronats-Hcrrn beschenkt rmdeerztcrt. Das cdlc Wohlwollen einer hochqrehrtenFrau ails Berlin frigic ein kostbarrs Grsihenk hinzu, und der *frornmc Sinn ciiiigcr Gcmemdc:(§51ieder brthäiigte sich in (bmi so kostbarcm und mnhsam ausgefiihrtcm, ais gcschmackbolicm Altarsthmuck,
YU dem „zur EiiiWeihnng höchstrn Orts bestimmten Tage trafen bereits am fruhen Morgep der Vertreter des hohen Patrons, Rent- letmsnn Nixdorf, dcr Kreis-Landrath Bcnkrndorf von Hindenburg und eZine Mengsandrrer Theilnehmer an dicser seltenancicr von 11.11) uiid xcrancr ('r-n.- Nachdem der seit mehr als zwanzig Jahren fun- grrcndc Uisgcqtlichc, Prediger Lindenblatf, in der altanirche einiqe ergreifende Worte des Abschieds gesprochen, seyte sich der Festzüg untrr dcm Gelaute dcr Kirchenglocken beider Konfessionen nach dem 110116]! Gotteshausc in Bewegung. An den Stufen desselben über- rrichie dcr Baumeister, Bau-Jnsprkior Kramer, den Schlüssel zur Kirche drin Vertreter dcs hohen Patrons. Aus den Händen dessel- ben cmpsmg ihn der Orts-Geistliche, welcher dann mit den Worten: „Macher dielere writ, damitderKönig der Ehren einziehe“, die Thiiren öffnete. Zu dem Augenblicke des Eintrittes ertönte dievondcm Orgelbauer Kaltschmidt in Alt-Strttin meisterhaft gebaute Orgel mit Voller Kraft in einem gut ausgeführten Vorspiele. Hierauf stimmte die Gemeinde unter Orgel-chleitung und Posauneuschall das Lied: „Lobe den Hirten, den mächtigen König der Ehren“ an; Superintendent To- bold sprach die Weihworte am Altar; der Orts-Gcistliche Verlas die Liturgie mit Einschaltung von Psalm 100 bei crhebendem mehrstim- migen Chorgesange; die Predigt hielt der Prediger Hänicke aus Ha- scnficr iiber Psalm 84, und nach derselben wurde das heilige Abend- mahl genossen und die erste Taufe vollzogcn.
Nach Beendigung der kirchlichen Feier fand auf hohen Befehl in dcm prinziichen Schloffe ein Festmahl sinkt, wobei Sr. Majestät dcm Könige, _Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen von Preußen und dem ganzen Königlichen Hanse, so wie dem Herrn Staats-Minister Rother und den beixdem Brinbethciligt gewesenen Personen, in sinni- gcn Trinkspriichen die lebhaftcsten Dankgefiihle dargebracht wurden.
S (h w e i 3.
Kanton Zürich. (Eidg. Ztg.) Am 27. Januar waren 15 Soldaten der Compagniccn Kuster und Eger, St. Galler Ba- taillon Schnell, Wegen Jnsubordination angeklagt, zn bcurthci- len. Am 13. November v. J- [MMU sich niimlich die ANSMANN mit noch anderen Kameraden cheigert, in Meilen sich ('inznschiffcn, mn "ckck Thalwcil hiniibcrgescßt zu werden, wei! sie der Meinung waren, das; sie zuerst gcgen ihrc Glaubrnsgrnoncri ins Gefecht gc- fiihrt werden sollen. Das Gericht Vcruriherltcokte Gemeinen zu 4 Wochen, die Unteroffiziere 3116 Wochen Gefängmß. *Der Umstand, daß diese Widcrsrylichfeit vor dem Kampfe stattfand, mag es (rklä- ren, das; die Angeklagten verhältnißmäßig brdentrnd härter bestraft wurden, als jene ziiricher Soldaten, Welche sich geweigert hatten, in ancrn die ihnen gebotene Naiural-Verpflegung anzunehmen. Am Wstcn standen zum crsicnmale bcrner Soldaten, deren Beurtheilung dem hiesigen Gerichte nachträglich überwiesen wnrde, an den Schran- ken, und mit denselben kamen auch Vergehen eigener Natur zur Sprache. Der eine, Job. Biirki von Bleikcn, BataillonFueicr, war überwiesen, bei Anlaß cincr Quartier-Billets-Vcrthcilung geqcn sei- nen Licutcyant gemurrt, gcschrmpft, ja sogar thätlich an démselben sick) vergriffen 311 habari. Unter Azrdcrcm äußerte er auch, auf sein geladenes Gewehr zeigcnd (das ihm nachher mit Gewalt entriffen werden mußte): „er [que da „drinnen noah eine blaue Bohne und wjffc, fiir wcn diesc bestimmt sei.“ Der Vcrtheidiger bemühte sich vcrgcbWS, xrarhzuweisen, daß diese Drohung möglicherweise auch ge en dcn (iiberwundcncn) Feind habe gerichtet sein können. Das Gericht Vcrurthciltc dcn Biirki zu 2 Jahrrn Zuchthaus. Bei der Ver- handlung kam iibrigens einc Zwischcnfmge zum Entscheide, welche der Erwähnung wcrih ist. Der Vertheidiger des Angeklagten, wel- cher die als Zeugen iiber den Vorfall anMsenden Soldaten iiber die Art und Weise, wie der bctheiligte Offizier seine Untergebenen zu be- handeln pflege, befragen wollte, verlangte den Abstand der als Zeu- gen berufenen, allerdings schon abgehörten Offiziere, da deren An-
An dem gestrigon
„„ 11)escnheit leicht auf das Urthcil dcr Untergebenen zu Unéunsten sei.
nes Klieuien einwirken könne. Das Gericht Vcharf die rs Begeh- ren, obgleich wir dafiir halten, daß es formellganzgerechtscrtigtwar nicht das Gessi; ganz strikte vorschreibt, es solle jeder Zeuge iti Akasknhklt der iibrigen einvernommc'n Werden. Rudolph Roth von Farne, Bataillon Fueter, gab uns ein Beispiel, wie Von einzelnen unserer Executionstruppen gegen ihre Quartierträger „prozedirt wvr- den sein mag. Am 2. Dezember v. J. befand sich derselbe in dem lyzet'mjchen Dorf* Reiden im Quartier und schimpfte gewalti iiber die schlechte Besckzaffenhcit desselben. Z. B. sagte er auch, „f e (die Yorfbewobner) hatten verdient, daß man ihnen ihre Häuser über dem KoYfe anzunde.“ Der Gemeindammann des Ortes, der nach den Grunden der Klage forscht, wird beschimpft und bedroht („Wenn er Einen Soldaten verklage, so müffe das ganze Dorf unglücklich wer-
zwungen, dem Beleidiger eine Flasche Wein zu bezahlen. Endlich klagt der Beamte, und der loyale Hauptmann läßt den Raisonneur sofort verhaften, welcher indessen nur der GeWalt weicht und auch im Arrest auf jede mögliche Art seitier Wutb iiber die „unregelmäßige“ Verhaftung die Zügel schießen l_aßi. Das Gericht verurtheilte den Roth auch zu einer neuumonatlichen Gefängnisz-Strafe. Es Verdixnt Anerkennung, daß die Offiziere, so wie die ganze Com- pagnie, an dem ganzen Vorfall nicht nur kkinc Schuld tragen, son- dern daß sie ihr Möglichstes zur Ahndung des iibrrmiithiqen Ge- sellen gethan haben. *
„Kanton Luzern. (Basel. Ztg.) Die Neue Züricher Zeitfring begeht wieder einmal die Keckheit, die in Luzern verübten Yedruckungen und Ungerechtigkeiten geradesweges für bloße Phanta- siebrlder zu erklären. Inzwischen bleibt iiber den Mitgliedern des alter! „Großen Rathes noch immer das einzuleitende „Prozeß: und Ent,ckadtgimgs-Vcrsahren“ als ('in Damoklesschwert hängen, und man glaubt, einfach den bei den Wahlen geübten Zwang und die dabei Vorkommendcn Verhaftungen leugnen zu können, weil die Verhaftcten nach vollendeten Wahlen wieder heimgelasscn wurden, Ueber die neueste Großraths-Wahl in Weggis berichtet 3. B. die Neue Lu- zerner Zeitung: Zn Weggis lag eine Compagnie Executions- Truppen. Am Tage vor der Wahl kam eine neue hin. Die Trup- prn wurden gcgendas bestehendeKantonal-Geseß durch Offizicreeinquar- trcri. ' Kein Radikaler erhielt einen Mann. Auf Beschwerde des Genicmderaths erging der Bescheid, diese zweite Compagnie gehörig etnzrrquartrerkn. Am Tage Vor der Wahl werden Gerichis- schrcrbe1*.Waldis und Friedensrichter Walvis verhaftet und nach Lu- zcrn gefiihrt, J. Pfrundrr von Greppen in Arrest geseht. Waisen- ngt Schilliger ward Vor den Hauptmann ,Zc'lgcr beschieden, ihm mit schwer vorjiegendcn Klagen gedroht und bedeutet, er gehe mit den,: Dampsschxss als Vrrhasteter nach Luzern. Mit ihm tbeiltc das gleiche Schicksal Herr Schikker von Baar, ein einfach frommer Mann, deni nian gleichzeitig 27 Fiinf-Liver abnahm, um sie ihm wieder zu rcsttimren, da bekanntlich Alles resiiiuiri wird und worden ist, Was man Gefangcnrn je abgenommen. Die Wahl - Versammlung ward am Sonntag ordentlich eröffnet. Ehe dic Verhandlungen begonnen, trat Hauptmann Labhardi vor und verlas einen Akt, wie man sagt, ohne Unterschrift, dahin gehc'nd, dic „(Hutgesinntcn“ hätten sich "FWH Ö,“ Wahl beim Plaß-Kvmmandanten zu melden, indem ihnen die" Einquartierung abgcnormnku wiirde, wclche allein den Uebel: gcxtnntcn zur Last fallen solle. Von 498 Bürgern waren etwa 300 anwesrnd; die Radikalen bis auf den leyien Mann, etwa “190 Mann stark. Mit ihnen stimmten “10 bis 15 sonst konservative, abcr funkt- same Viirger. Gewählt wurde mit 200 und einigen Stimmen der ehrenwerthe und vielverdiente Gerwer Kiittcl. Am Tage nach der Wyhl kehrten die Vcrhafteten, ohne ein Verhör bestanden zu haben- betm! Soll wohl ein auf solche Weise zu Stande gckommcner Gro- ßer_Rath als Ausdruck des Volkswillens gelten können? Behauptet ubrigxns der Große Rath von Luzern, levtcres zu sein, so hat er em einfachesMittel, es zu erproben. Er braucht nur in die neue Yerfassmrg einen Artikel aufzunehmen, daß die Mehrheit der Aktiv- bur errme Neuwahl des Großen Rathes verlangen könne, wie das 3, . m der neuen Verfassung von Bern bestimmt ist. Der Große Rath von Luzern wird sich aber wohl hüten, eine solche Bestimmung aufzuriehmen, er weiß, daß er dann keine sechs Wochen nach Abzug der eidgenösfischen Bajonette mehr zu leben hätte!
Vereinigte Staaten von Uord-Amcrika. „ “» Washington, im Dez, Seit einigen Tagcn hat die Stille: des sonst dorfähnlichenWashington dem rkqstrn politischer: und geselligkn Leben Play gemacht. Am 61211 d. M. ist der Kongreß zusammengeiretcn, und man erwartet, daß seine Sixzunq bis zumZuli „J. daztcm und eine der bewegtesicn und intercssäntestcn werden wird. ,Die-Fragen: ob und in wcklcher Weise und zu welchem Ziele der mexikanische Krieg forthfiihrt Werden solle? ob die Einfiihrunq der Sklaverei in die von Mexiko abzutretenden Gebicie zu gestaiich oder zu untersagen sei? (die sogenannte Wilmoi-Proviso-Fraqe), ob die Crntral-Regicrnng befugt sei, (Helder fiir den Zivcck der soge- nannten „inkuj'iml impi'ox/emants“, d. [). Einr' tungen behufs För- derung des inländischen Handrls, Gewerbflci essc. zu Vrrwendcn, mid im Beinbungsfalle, wclche derartige Vrrbcsserunqen zu irc cn seren? -- Fragcn, in Betreff deren bekanntlich die ciden großen PartcicnderWhigs und Demokraten sich entschieden gegeniibersiétzen- Werden den Hmrpthhali der Drbaiirn bilden. Diese werdkn um so lebhafter Werden, als imRepräsentantenhausc die Whigs eine kleine Majorirät von etwa 6 Stimmen haben, im Senate aber diéDemokrate-n im Uebergcwicht sind. 'Die Richtung des Präsidenten und seines 31a- bincts sind zureichcnd bekannt. Die Angelegenheit, Welche die Auf- merksamkeit vor Allem in Anspruch nimmt, ist der mexikanische Krieg, und hierüber wird es jedenfalls zu sehr umfangreichen und leidcn- schaftlichen Erörterungen kommen. Wiihrend einerseits die Danto- kraten in ihrer „Kriegs- und Eroberungslust an die Leidenschaften der Masse appelliren, in ckan Aufforderungen zu weiterem Blutver- qicßen und (Heldopfcrn der National-Citclkcit schmc'irhcln, die Ruhm- sucht siachcln und der Liisicrnlxit und Habsncht dic Silbcrqmben Mexiko's, die schönen Häfrn Californicns, den Handel mit dckSiid- sec und China 2c. vorhalten, ---- zichcn dic Whigs sich auf den völlig abstrakten Standpunkt der „(HercchtigkciM zuriick und wenden sick! an die bcfferen Eigenschaften dcrNation. _- Es kann hier nicht dic/Ab- sicht sein, zu untersuchen, ob jener Krieg ein gerechter oder unqcrechter sei? Diese Frage, über welche die Zeitungen mit MammuthLArtikcln von 8 bis “10 cnggedruckten Foliospaltcn rechten, ist schon nach posi- tivem Rechte sehr zweifelhaft. Noch mehr aber wird sie es, wenn man diesen Standpunkt verläßt nnd erwägt: ob nicht in dem Kricqe der Amerikaner gegen eine Nation, dercn vollständige physische, iir- iellrktueilc und 1noralische Zerrüttung, deren gänzliche Unfähigkeit, das ihr anvertraute reiche und prachtvolle Erbe fiir sich und Airdere mrsznbeuten und nutzbar zu machen, jeder Tag ihrer Geschichte be- wiesen hat, - das Walken einer höheren historischen Gerechtichit zu erkennen sei, die auf den Frchl der Nationen als solchen fällt, "",.d deren Wesen mit der persönlichen Legitimation ihres Schwert- tragersgrichts zu thun hat? Ob nicht weiterhin in dieser strafcndcn Gerxchtrgkcit das einzige Mittel zur Wiedererhebung der gesunkenen Natrowzu „suchen sei? Dieser “Meinung sind alle diejenigen, welche dre m_cxtkamschen Zustände aus eigener Anschauung kennen, und deren Uriheil weder durch National-Eifersucht gegen die amerikanische Umozr, noch durch Sympathieen der Stamm-Verwandtschast mit den Mexikanern getrübt wird., Sie sind dieser Ansicht um so mehr, als dre Schläge der amerikanischen Waffen bisher nicht sowohl den acht- baren Kern der Nation getroffen, als die militairischc ZWingherk- schaft emer Horde des bedenklichsten Gelichters aller Art zertrümmert haben, welche seit einer langen Reihe von Jahren die Kräfte der
den“, äußert unter Anderem der edle Sieger) und am Ende noch ge-
Nation ausgesogen und unter Ausiibuu der gränzenlosesien Willkür und jeder Art von Schandthaten ihre Taichen gefiillt haben. - Dem
sei indessxn, wie ihm wolle; jedenfalls kann deutsche Gesinnung für das Treiben der Whigs in dieser Angelsenheit keine besondere Sympathie fühlen. Zunächst ist es klar, da? ihre Devise „Gerech- tigkeit“ nichts als ein schön gemaltes Aushängeschild isi. Der eigent- liche Kern ist der Parteistandpunkt, und sonach wird denn auch fur die Gerechtigkeit gegen Mexiko ganz unbedenklich mit den aller- urigerechtcstcn'Waffen der Lüge, Entstellung und Verleumdung ge en die eigene Neglxrung gefochten. Sodann ist derKrie -sei er an ck qcrechr _yder mcht * doch einmal von der verfasZrtngsmäßigen ')[utoritat, v_om Kongreß- und dem Präsidenten beschlossen; dem gegeniiber giebt es fiir dre Diffentienten, auch in einer Republik, mir eme Art des geseßlrchen Verhaltens, nämlich wiederum im K'ongr-eß auf die Aufhebung jenes Beschlusses hinzuwirken, Was dre Whigs dagegen gethan haben und noch thun, würde man in jedem LandeUEuropa's als eincn Versuch zur Landesverrätherei be- zeichnen, Kein enragirier Mexikaner kann die Gründe für die Un- rechtmäßigkeit des „Krieges mit größerem chiße zusammentragen, die Nothwendigkeit, an Mexiko alles ihm Entriffene ohne Entschädigung zuriiikzugebe'n, mit mehr Scharfsinn entwickelt, mit glühende- rer Veredtsamkeit vortragen, Niemand kann das Ver ahren der amerikanischen Regierung in diesern Kriege gröber ifchmä- hen und brandmarken, Niemand ihre Schwäche, das Unzu- reichende der amerikanischen Truppen, ihre augenschein- lickc Unfähigkeit, den Krieg lange fortzuseyen, die Er- schöpfung der amerikanischen Finanzen und den nothwendi- gen Ruin der Vereinigten Staaten wiederholter und schärfer bewei- sen, Niemand endlich den Mexikaner]! eifriger Trost zusprechen und sie zum Beharren im Widerstands ermuntern, _ als dies von den nord-amerikanischen Whig-Zritungen und Whig-Rednern in ihren öffrntlichen Partei-Meeiings seit dem Beginnen des Krirges geschehen ist und auch noch ;“th während der Dauer desKrieges geschieht. Daß ein solches Treiben den Muth der Mexikaner aufrichten, daß es sie Wenigstens zu zähem und pasfivrm Widerstande stärken muß, ist un- ausbleiblich, und wenn dies nicht in dem Maße geschehen ist, wie man erwarten möck)te, so liegt der Grund lediglich in der völli en Cntnervtbeit der mexikanischen Nation. Jedenfalls ist dieses ziigelFose Parteitreiben eine von den Erscheinungen, von welchen man sagen muß, daß die Dinge nicht um ihretw illen, sondern wunderbarerweise ungeachtet ihrer gedeihen.
“Die bisherigen Kongreß-Verhandlungen betreffen meist die Ge- schäfts:Ordnung und sind ohne Interesse. Herauszuheben ist vielleicht nur, daß, nach hiesiger Sitte, die Whig-Partci im Unterhause sogleich ihre kleine Majorität benußt hat, um sämmtliche demokratis eVeamte des Hauses, vom Clerk bis zum Abschreiber und Thürste er herab, zu entlassen und ihre Stellen mit Whigs „zum Lohn für geleistete Dienste“ zu beseyen. Eine Partei, die hier in irgend einer Sphäre an das Ruder kommt, betrachtet dies als eine Eroberung, die sie in der kurzen Zeit, für welche ihr dieselbe gesichert ist, bestens ausbeu- ten darf, und sie glaubt sich im vollen Rechte, die „89005 01" 111€ x-ictorz-“, d. h. unter Anderem alle zu ihrer Verfiigung kommende Stellen an ihre Getrcucn zu vertheilcn. Ost geschieht diese Verthei- lung auch schon bedingungswcisc bei der Kandidatur nach der Formel: wenn du fiir mich ßimmst, so gebe ich dir, falls ich die Stelle be- komme, den oder jenen Play. - Außerdem ist aus jenen erstenVer- handlungen „zu erwähnen, daß, als ein Mitglied des Repräsentanten- hauses den Antrag stellte, von der üblichen Zahl von Abdriicken der Botschaft des Präsidenten nebst Anlagen 5000 in deutscher Sprache anfcriigcn zu lassen, eine Stimme höhncnd rief: „Ick dächie, aucb cherokesis !“ und eine andere: „ weshalb nicht mexikanisch?“ worauf die Motion durchfiel; dies ist charakteristisch. Dic Linqlo-Amerikaner wollen von cincr Bewahrunq deutscher Nationalität in Amerika durch- aus nichts hören, und es isi vorauszusehen, daß es über kurz oder lang im fernen Westen, wo das deutsche Elemc'nt kondensirier und deshalb selbstchrrßtcr isi, zwischen ihm und den anglo-amerikanischen oder irliindischen Nativistcn zu ernstrm Zusammenstoß kommen wird,
Ueber die Verhältnisse der Juden im ren 1 Staate vom statistischen Standpmkkte 's'zusxhen
Von den “1000 oder “1100 MiUionen Men en, wel e di bewohnen rriögen, ist die Anzahl der Juden iiéßerordenéiich HK;? Wahrend m dem“ großen, dicht bewohnten China, Cochin ina, Siam imd anderen angränzenden Thrilen Ostasiens 400 Millionen Juddhaisten '", Ostindien 200 Millionen Brabamisten sind, diese indischen Reli: gionen iibcr in den hier bezeichneten Umkreiscn feststehrn, herrscht das Chr'qteiitlynrr in Europa, in Amerika; Wohin die göttliché Lehre driiigt, bringt jie Bildung und Gesittnng, und immer weiter und rveitrr'Ugeht ihre Verbreitung und mit ihr der Fortschritt echter Hu- nmmtai. _Man, schäßt die Anzahl der Christen auf der Erde auf 2530 bis 250 Millionen. - Der starre Muhamedanismus, wie sehr die Libre des Propheten Erweiterung befiehlt, nimmt nicht zu; das nördliche Afrika, Arabien, das osmanische Reich und Theile des mitt- leren Asiens sind seine Gebiete. Man rechnet die Anzahl der Mu- hawedaner auf der Erde anf130 bis 150 Millionen. Fetischdicncr, Herden aller Art mögen im mittlcren Afrika, auf den Inseln der Oceano, in den aniancrsiämmen Amerika's 80 bis 100 Millionen leben. Gegen solche Zahlen sticht es ab, daß Juden nicht mehr als 4 bis 5 Millionen auf der Erde sein mögen.
Es sind aber auch nicht ganze Staaten, große Länder, die als von Juden bcwbhni bezeichnet Werden könnten. Immer noch mögen sie. m ihrrm c1gcntltchcn Heimatlande, in Judäa und Syrien, am stärksten skirt. Man schäßt ihre Zahl im ganzen osmanischen Reich auf 7 bis 800,000, von denen nur 250,000 in der europäischen Tiirkei wohnen. In Marokko und den angränzenden Ländern werden .*“)()0,000»-600,000 angenommen. Sehr wenige sind im östlichen Asien, in China, Indien, 50-80,()00. In ganz Amerika werden kaum 100,000 Judrn leben. In Europa wohnen 24“ Millionen, abcr höchst Verschieden vcrthciliz im Ganzen viel mehr in den östli- (hen als in den Westlichen Staaten. „ Zn Portugal war ihre Zahl friiher sehr stark; sie sind durch blutige erfolgringen vertrieben und zogen sich meist nach den Niederlanden, wmelbsi tn! westlichenEuropa )'th vcrhältnißmäßig die Weste Anzahl wohnt- Portugal hat erst in neuester Zeit wieder nden aufgenommen, so, daß in Portugal und Spanien ihre Anzahl cht sebr unbedeutend ist. Auch tn Groß- britanien und Irland leben, wemge_, 13,000 (der 2076ste Mensch); eben so sehr wenig in Belgien, 1904 (der 2157ske Bewohner); noch Weniger inSchwedennnd Norwe cn, _nur 850 (der 5012“); in Däne- mark mehr, 6000 (der 366sie rst em Jude), in Frankreich 70,000 (der 487ste), in den Nrederlgnden 52,000 (der 61s1e Mensch.) _. Stärker noch als in deri Niederlanden ist in den östlichen Theilen Europa's die jüdische Bevolkerung. Zn Rußland (einschließlich jedoch des nur dünn bevölkerten asiatischen RußlandS) wohnen 1,120,000 Juden, der 56stc Mensch ist em Jude _'in den österreichischen Staaten leben 641,000; der 57ste Mensch ist ein Jude (in dem klei-
nen ehemaligen Freistaat Krakau ist der 11te Mensch ein Jude).