1848 / 80 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

. gg.- 1.1- Bes „„.-mg 1»..- 31.191,- ÉYZZTMZMÉ*NIX-“MFI sehneick; und unter axtend. ?"“! ßeZt sich darüber in einfacher natürlicher mit unbesangknkm Vl'ck “Z' "" “" * d b s d' t duich ewiffen-

. , “, „stmk durch seme Anspruchßlostgkett an e ne,1g , g , Werse. "„a-„x„- keit Sein Buch wtkd deShalb anch m weiteren Krexsen haste Vo, wergdendund nicht blos auf die wiffenschaftliche Welt beschraykt gek'n gelejleljxttd in der That find der Schauplay und die Begcbuisse diem Ziiexättß-uch geeianet, bei uns das spannendste mekksst fsjk ihk? Schildk- xUqu rege :u“balten. Der Aufenthalt r,es ersaffers m Londyn, dte UcbZrsahn mich der _Yritischm Hatxptschdt Gumna'iz€ GcorgxtyWn, dre cYes“!- schafx1jchm Vexhältmnx der Kolomr-mevohner, ,dn' Erpedmoncn na ven Mündungen kes Onnofo und Esscquzbo ,und 111 dqs Znnete UL Lgndes mit ihren Abenteuern und Gefahren„ klc Etgenthymltchkettetx dx! x,)nDtaney- stämme (311111111179, _egdltch, das herr,|1che Tropeuklxmg und dle uyptgx Vege- tation, die dcn Verraner ost zu bcgnfterten Nantxjch11dcrungen,hmretßt, tas AUcö iy? cin reitbrs und a11ztrhe11des Material fur eme leh,rr,etche11nd unter- halrcnre Reisebrschrcibnng. Wa wollen davon nur Emtgcs zur Probe 1c men. hcmuÉtWh gescUschastlichc chen in den Kolonicen i|,cin Gege11s1qnd„der zu den ernüeße11Bctrachmngcn anxcgt; denn da dies Leben nttt_se,1nen

Kasjm-ancrschfcden und der gcgepstitigeu Verfolgungssucht dcr ver,1ch1c,de-

11:11 '))kiscblingz-Naccn und der mctßanevölkcrung auf feinem Sittl1ch1c118-

5131111in bernbt, sond_ern nur durch matericlle Macht und dre schlechter] LU-

chscimftkn rck Mcnstbcn seine gcgenwärtigc Gcstalt erhalten hat, 10 er- schejnt rie pol1lischc Zukunft der Kolonicen davon abhängig und 1211111) dcn natbrvcnriqcn Unmgang der bestchcnrcn schlecbken Grundlage bedn1gt.,Herr 27211ka Z1111111111U1gk, der sich vermöge seiner Stellung als Begleiter seines rns lzdcbstc Ansehen in (chorgetown gcnicßenkcn Vjukers in den brstcn

Krciscn rer rortigcn Gcscllscbaft bcwegtc und zugleich die tibrigcn Klaffcn

rcr Bcvolkcrmxg, so wie die UreiUWohner, kennen zu lernen vielfache ("15116-

genbctt bam, giebt 11112 111 seiner (Thamktrristik der dortigen Gc*“cllscl*ast cin rentlicch Wld von dem Kriegsznstanke, in Welckwm dic eiuzrlncn, dnrch

11111? Hantfmbc okcr ihrBlnt gcsondcrtcnKlaffen mit cinankcr lcbcn. Zchon

rxc Bmscbicrcnhcit iivrcr Sprache, Sitten und Ncigungen, die jede Klose

von Mr ankckcn 1111te1sci)circt, 111111“; diescn 311stand immer mehr bcsrßiacn und gcfavxvvllcr macbcn. Zn ch cnxopäischen Familicn ist die cnglisebc

Sprache ric allgmncinc Conversationsspmckw; nicht so Unter rcn Jarbigcn

und Ncgcrn, wo fili) cin (Löctniscl) (1116 fast allen Jdiomen 1111111115 nur

?lf;“1111*s, rnssogcnanntc„Crcol-D11rck1“, lwimisch gemacht hat, T1c1531'1111r-

lage 11111711 ric holländische Sprache, rie von den cssten Besitzern der Kolo-

1111 111itg1'br11clxt erc. (,n Folge des beständigen Bcsißtvccbscls ließen 111111

abcr «111111 Die 111111)f1*111c11rcn ;citwciligcn Besiscr jcrcémal cinen Theil ihrer

Zvracbc ;1111111', w0k111"ch sick) 1111 Vcrlaufe dcr Zcit nntrr dcn Jardigcn 11111“

911111111 111115 31111111 ansbildctc, [“as 111113 Holländisch, Franxösiscky Englisch

1111k *.*1frifa111s13- bcstcl)t und sick) gegcnwänig selbst unter den c111l1cimischcn

Klisxcnstannmen vcrbrcitct hat.

“.'11111 glcichwic die Sprache, so haben nach die Mischungs-Verhä!t11iffc dcr chölkcrnng ric cntschicdcnstcn soxialcn Gegcnsäße hervorgcrnfcn. Tie sarÖigc VcodlkckUng besteht aus den verschiedensten “))kiscbungen, von dencn 11128 11115c111c “.':bstumng außer ihrem generellen Namcn auch noch cine spe- 311111' “14111111111111113 hat. Unter „Krcolcn“ begreift man alle die, wrlchc von C111wa11rcrcr11 111 Wittsch-(Bniana gcborcn 1v111'den, mögen 111111 bcirc Arl- txm anpncr, “.*lf1ifa11rr, Ostinricr orcr die Mutter das Eine, der Vatcr rns “21111111 11111“. alle in der Kolonie gcvorcncn Kinder find Kreolcn. "Tiefe Bcncunnng elstkkckt 11111 sogar anf rie Hanstyicre, wonach es Krcolpfcrdc, Krcoltuyk, .*11colsc11Wcinc, cholschasc 11. s. 111. gicbt.“;'“_) Cin Weiter gcnc-

Y) "Tiefe Erklärnng der Bezeichnung „Krcolcn“ entspricht keincOwcch rer Vox'stcllumg, die man 111 anxxrrcn, 1111111111811!» 111 französischen Iloloniccn, davon 11111. TclSncr- Mo11111erq11-L sagt in seinen „Ski:,xcn aus Bour- bon, Schwach 1111d Weiße“: „Das Wort Kreol bezeichnet *Oicjenigen Eingcborcncn dcr Kolonicen, MLM lediglich Von Weißen Aeltern odcr Vorältcrn abstnmmcn. Mangelt es nur einem der Vorfahren einer Familie (111 dieser Unentbehrlichcn Eigenschaft, so ist ric Ahncnvrobc bcflcckt', dcr Rang (][J “))?itglicd keV 111 der Mciunng privilegirtcn Krcolcnstandcs gel)! Verloren; 1111111 wird den Farbigcn z11gczählt 1111r- somit vom Vorurtycilc

Bckanntmachungcn. F

[.'-119] chktisscment. , Fc1g1'n'r1' Persons": ; 1) dcr Fricdricb LZilbrlmHansdinz], gcborcn 1111 „Jmhrk 1799, 1111 (5an M zu Zoran verstorbenen J|:- stix-Amttnmjmö Hmrsving, Micher 1111ch MM *.)111- :cigc «11:1 Um 3111111 18:31) [*m11s1'11111'gt hat, 111 franxösisäw Kricgödicnstc ZU tkktt'll und sick) nac!) Lllgicr cinznscöiffcn, seitdem aber keine Nachricht von stimm ?lnscntvaltc gcgébcn lyat,

_ dcr ehemalige Husar Jrickrickx Ztcncrxmgcl, ein Sohn rcö Dragonms Zlcncrnagcl, vor dem Jahre 1780 gcborcn, Welcher fick) lell'Ht im Jalsc 1821) 111N111c1b111g, Ilrris Bittbnrg, P1'ovin; Nickcrrhcin, (11111'11111111111 111111211 soll, dcr (Jiasschlrifer Ferdinand Leopold Rodde“, gebo- 1'111 dcn ".'2. Märx 18117, cin Sol)" dcs 311 Schön- born 111 der ".)iicdrrlamsitz Verstorbenen ehemaligen mercrI chkdc, Welcher 1'11 dcn Zahrcn 1829 oder 18'1) 111111) Amclika anSgetvandcrt ist 11111? zucht

1111 Jahre 18.17 “oon Ncw-York geschrieben (1111, so wic kchn ctwanigc 1111bck11n11tc11 Erben und Erbnch- 11121, werdcn dicrdnrcl) anfgcfmdert, von ihrem Leben und AUfrnthaltc [111111111 neun Monaten, spätestenö aber in dem (1111

dcn Ersten (“511111 1849, Vormitt. Els Uhr, 1301, ,dcm Dcpmirtcn, Referendarius Burchard, im Ge- schan-Lolal des Königlichen Obcr-Landechrichts bier- skxbst anberaumten “Termine persönlich och dnrch cinen nm V,o[1111ac11t and Information versehenen Mandamr

NWYM JUSLPMZMD dic Identität ihrerPcrfonnach-

311,1vc11cn, 1v1r-11ge111nllö bie Verschollencn für todt ex“-

klar! „Wk WZ FJlkUckgclassMcVermögcn Unter ilsenäch- stk" "ck, lcg1t11111rcnrc11 Crbcn Vertheilt oder dejit Fiskns chrw1c1k11 werden wird.

„“T: Jqunkamkien Werden dix hixsigxn ZusYz-Kommis:

, , .,)!!!tlérat) PWM: Und znsttz-Kommqmrmg HMM

m BormUaY gebracht.

Frmeurt a. 1). O., den 7. ani 1848. Exner Senat des Königl. Ober-Landesgerichts.

14241.)

[45211]

cinxufinkcn.

satxet,

Berlin-Hamvurger Eisenbahn.

Ertrafnhrt nach Spandow

*, TKF jeden Sonntag.

«__,Abjahrt von Berlin 2 Uhr Nachmittags. Rucksahrt von Spandow 8;- Uhr Abends.

„**-YZF.» U

Werden.

[437 1.1

x . . "x . . o . S . Betgtsck)-Mark11cl)c Ctsenbaim. _ Da in der am 30s1en ». M. abge- haltenen General-Vcrsammlung, in ml- ! .; eher die zur Genehmigung gestellten An- ; “„ träge, betreffend :

_ _ a) das von dem Staate gewährteDar-

1th zu 4014110.) Thlr., b) die Kreirung von 800,000 Thlr. Prioritäts-Obli-

gationcn,

*7-45»

!

cinstintjnig angenommen wurdcn, dic 1111111 §. 72. ch Ztamtz erforderliche Zahl vou drci Virktcln aller Aktien nicbt vcrtkcte'n war, so wird bcbnss kcfinitivek Bcschlnß- 111111111c 11be1' jcnc Anträge 1111111111117 anf

Fm'img dmx 11. ?luguß, Bormittags 11) Uhr, T,..-

im gewöhnlichen kaalc auf dem städtischen Rathhansc cine nkuc 1531-11cr11l-Versa11111111111g einberufen, zu Wclcber alle Actionairc eingeladen wcrden. Elbcrfeld, den 3. Juli 1818. Der Präfident des Verwaltnngs-Naths,

VMlemrg- TLittxndcrgcstHl Eiscnbabn.

anßcrordentlicbcn Gencral-Versammlnng

In derselben soll:

1) iiber die in Folge des Beschlusses der General- Versammlung vom 8. Juni «. mit dem Staate wegen Uebernahme dcr Magdebnrg-Wittcnbergesciyen Eismbnhn angeknüpftcn Vcrhandlangen Bericht er-

2) über die Bcdingungcn, untcr wclcben dem Staate, der zum Ankauf der Bahn geneigt ist, solche zu überlassen sein wird, Beschluß gefaßt, nnd ..

(K) für den Fall der Annahme dieser Bedingungen ' .. .-, *, .

seitens des Staats, also eventuell dil JUUf; lösung der Gesellschaft beschlossen

An dieser Gcneral-Vcrsammlun können nur solche Zidctxoßgiée Fheklbx1el)msen,cx,ve1che m?udestcns drei Acticn ,c 11,11 nza ent pre ende Qnittun sbo Ze „2111! 1Lren Namen lautenden g gen befißen, , 111 ungs ogen in den Ta en vom 9. b“ m „dexn Bü,;mu der Gesell chast, ls “* August un ' , me exgelegt und darüber eine Beck ' ' auf welch,“ du Zghl der ,ihnen gebührende1s1 )ÉYZYZ; vermerkt 1|, und du ,zugletch als Einlaßkarte zur Gene- xal-Versammlnng dum, empfangen haben. jedoch den Herren Actionairs auch frei, die Quittungs. boge„n an,1ene1,1 Tagen im Biireau nur vorzuzeigen xvornbex em,e ahn11che K,arte auögefertigt , [et,yoch, m, dies,:m Falle dteselbcn Quittungsbogen beim Emmtt, m dte Versammlun nochmals vor ezei t und kontrolltrt werden müssen, So E g

“1 ;; dcr “)Nagdcburg-Wixtcn-

430

relle! Name: „Farbi e“, begreift au: die vers iebenen Abßufungen iu fich, die durch die Vermachuu von Europäern mt Afrikanern und Indianern entstehen. Die aus der ZZermischung von Europäern mit Negerinnen ent- sprungen: Race wird „Mulatte“ genannt. Mischlinge von Indianern und Negern smd äußerst selten, da die ersiete'n die lesteren tief verachten, sogar wie Erbftinde hassen. Das Aeußerc solcher Mischlinge weicht auffallend vo,n dcm der übrigen ab. Alle, welcbe Hk" SchOMÖngk zu sehen Gelegen- bnt fand, zeichneten sich namentlich durch eine schlanke, kräftige Statur unk Muskelstätke aus. Ihre Färbung ist ein duyklcs Kupfer oder Kaffecbraun; t„n Bezug auf die Gefichtsbildung neigen !lc fich kagegcn viclmehr zu der gthtoptschen Als der amerikanischtn Race. Sind a_uch vie Backenknochcn noch unm,er statk hervortretend, so ist rics doch nicht 19 auffallend, wie bei den Jndmyern, wo dies in eincr viel schrofferkn Weise der Fall ist. Die Nase rst zwar breit, aber nicht aufgeworfen, eben so find die Lippen zwar npmcr noch dies, doch nicht mehr wnlstig. Tas Auffallendste smd beiihnen ?!? Haare, welche noch nicht “M 311 wissen scheinnx, auf welche Seite fie nch schlag,en sollen, ob zu dem kkmlskn Wollhaak ?lskika's odcr drm schlich- ten_Ammfa's, und fich nun halbqekräufelt in die Höhe heben. Eine hellere mehtsfarbe und ein sch1ichtes Haar zeigt auf den ersten Anblick die vcr- nnschte Abstammung von Indianer und Europäer. Ten schönsten Men- sPenfchlag ,bildet unbestritten die aus der Vcrmi'schng zwischen dem Euro- paer und ,emer Mulanin hervorgcgnngcne Race, die in den ubrigchheilm von Amertka, namentlich in No1“r-*.'|111c1'ika, mit dem Spezialnamcn: Kreolcn, Mestizen und Kastizen, in den spaniscch Vlsixzungen dagegen mit dcm ker Quarterons belegt werdcn. Zciclxncnsch) sCLWU kik Mäch kikskk Mischungs- Race vortheilhaft aus, so findet in 1111 das Weibliche Geschlecht Guiana's seine höchste Vollendung. ,.

Die verschiedenen Abstnsunocn 1'11 rer Färbnng dcr *))kljchmce kann man nach der Angabe des Herrtf chwmburgk ;icmlickv gcnan anfgx-n; cin- fachc Wcise mit einem Glas Portwcin und cine'm Glas Wasser k1*1rstcll,c1,t- indem man von beiden rie Hälsrc 111 1111 r111tcö lccrcö Gias gicßt. Diese" *))kischnng rcpräscntirt Dic Mulattcnfnrbc. Jilllt man von dikyer Misch1111g cin anderes Glas um die Hälfte 11111 111.1“:1 rann Wicker cinc11glcickcuThc11 rcincs Waser hinzu, so erhält man rie“ 11Qch7stc153r11cratio1n :'kachkcm man rikscs Crprrimcnt zehnmal wickcrbolt bat, ist endlich che Bcin11sch1111g rcr Farbe dcöPortwcinö Verschwunrcn, und man ['m 131111111 7:1131'y112'1bst11f1111- gen der Färbung von Schwarz 11111 Wcis? biÖ Wick?!" “111111 klinki! WM“?-

Ungcachtct bei dcr 31111151 angcsnlqtcn “))kiskbilngNacc kic äußcrcn Vor- ZÜIL ““ck Mki'si mit den innercn glcicdcn ZMitt 111111111, so 1111161111 rock auch sie bis cht noch zu dcr *.*cracbtctcnKlaffc rchmiaö Istindienv, (“111111 jcrck Ztttritt ZU den Zirkcln dcr rc1111119111stok1'ntic vcrschlossc11blcibt. „Ties schroffe Verhältniß“, sagt Herr 'ch1o111b111gt", „ist dchrcbx», dcr fortwährxnr che gesellschaftliche Einigung 1111111111111111 111111111 11111“ 1111111 11111111 71121 ngUN sch11ftlichc Leben Vernichtct, sondcrn 111111) 111 chng anf das politisch 131,11- 1cicl)t in nicht allzu ferner 311111111] 7.11 cinem PLUM? stihl?" UlUß- _kk'k "_" das Mutterland um so gcfährlichelxn 111111111 droht, (116 gc1'11kcki1*11*3*111111c ("ic JÜWÜÖLW. Wik leglkick) aucb, der größeren Mask 111119, ("ic gebildetcke und geistig befähigtcrc ist.“ „Tic Bande (“(I 111111111111 chcns“, beißt cs Weiter, „sind hie? lockerer gezogen, als sic 1.3 in irgend eimcr a11kc1cn Kolo- nie sein können. Die wenigsten km“ vcrxndgcnUn, ja reichen P11'111tagcnbc- WU, Kauflcntc, selbst rer Beamtcn, Juspcttorcn 111" Planmgsn und ihm“ Ticncr sind vcrhcirmhct und [111111 gewöhnlich 11111F111'b1'gc11, Ncgcrinncn okcr Jnkiaucrinncn im Konkubinat. Viclc 11112 eincm solchc11 Vcrhältnis; entsprungcne Kinder erhalten in England, ja selbst 111 Ztirrcursclyiand ihre Erzichnng. Ausgestattet mit den 1'c1cl1stc11 tdrpcllichn und gcistiqcn Gaben, kehren dann Söhne und Töchter [11111111 31111111", 1:11r dcr crstc Schritt ans den vatrrländischrn Vorcn wirft fie, wie 1111 Paria 11111“ 5711111111, 111 1111113 Verhältniß zurück, das ilmen dcr cnglistbc Nntionalstolx 11117: 111111“ dnnklc Fleck in der Geschichte Dcr “])?cnschhc-t, k1e Zklavcrci, angewiesen hat. Europa liegt hinter ihnen, nicbt abcr kik *.*111srr1'1ch1', die sie dnrch ihre Bil- dung, durch ihren Neiclxthum, ka 11911111 rer Bam“ bci scincm Tokc hänfig sein ganzes Rcrmögcn hinterläßt, «111 ms Leben babcn machen 11111111“. das

Ixtkoscn.“ Wir können nicht angcbcn, welchc von beiden chinjtioncn ,die sch*tlgc rst, oder ob sic beide, jc nach rcn verschwkencn Ilolomckn, ml)- tlg sind.

z11c1“ schlagcn tvcrdc.

111 1911111111111] 1711101111111" nwrdcn, *))kagdchm'g, den 10, Juli 1818.

[43211] ])jchUZZUU [[]]1-"111121 11-11

?l11g.vo11der Heydt. „.___ ]5]. 0 [) ()81'111711

'Die Herren ?lctionaire

bcrgeschcn Eisenbahn Wer- dcn hierdurch eingeladen, sich *é- “.kontag den 14. ?in- .. gust d. J., Vormit- "" ' tags!)Uhr, im hirfigcn Vörscnhause zu einer

[101111174 /„11 [11*Zi§1-11111'-'|1.

1501113011! «17111011.

[4571.]

mit dem Ausbleiben

oder ihnen cedirten

Schifferstraße Nr. 1

Es steht

Berlin, den 21. Juli 1848. wird. Da

ift JUK ermeidung

lästiézcr Vcrzögcr1111gc11 1111111schc11sn'cktl), das; 11111 Dcr t grdacbtc *Ich der :kcgiti111atio11sfu[1111111] 1111131“-

Tic kcponirtcu L*.xzitt1111gsbogcn 1111111111 am 15. und 16, “211113111? gcgen Rückgabc dcr Bcf111c111ig1mgr1t wieder

A u s s ck 11 [4 der *))kagdclurrg-Wittcnbcrgcschcn Eisenbahn-Gcscllsckmft. Tcnckc, Vorsißcndck.

11[_)1'(_)'/.. ])!“UZZ. ()()1'11111481811,

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Köln;).)?inde'n-TlWringlr V1'1“[1i11dungsbal)11.

Zn cincr nnr k1trzen, jedoch dringcndnoth- _ , ., : ivcndigancratbung & 1.3/ , . [.U- ersuchen wir die Herrcn Actionairs ,

, abenk dcn 22ste11 d. M., Abcnds () Uhr, im Bör- senhanse „MF cinznfinden, und erlauben ' uns nochmals auf die unabweislich Verbundene große Gefahr auf111erksam zu machen. welche ihre Quittungsbogen zur Vertrctung in der am 3. August 3. (*. in Paderborn stattfindenden General- Versammlung bei den Hrrrcn Moyer clk Co. hier be- reits eingeliefert haben, werden ersncbt, die dariibcrlau- tende Bescheinignng, und wer dicse Einlieferung noch 1 nicht bewirkt hat, bcliebc seine über 20% Einzahlung lautenden Zntcrims-Acticn mitzubringen. Zugleich heben wir aber hervor, das; die etwanigen Kosten

keinenfalls nennenswcrth sein, UU1hl'sthij; [ich aber ganz umgangen Wlkdkn.

D a s C o m i t 6 zur Wahyng der Interessen der Zeichner und derjenigen Actronmrs, welche die Ae Einzahlung geleistet hach-

Leben in seiner Verkümmerung stößt fie mit Eiskälte von sich, Verachtung begleitet se auf jedem Schritt, und Hohn begegnet dem, der diese kalten und unmenschlichen Schranken durchbrechen wil]. Glühender Haß zieht in das glühende, volle Hm ein, Hohn gegen die Ideale, die ihre europäische Éky'ehung jenseits des Meeres kennen lehrte, und bald hat das fich nach Befriedigung sehnende Herz ren Schleier der Weiblichkeit zerrissen und von sich geworfen. Pussucht, Haschcn nacb momentanen Vergnügungen, Genuß der sinnlichen Liebe sind größtentheils rie traurigen Folgen die- ser Zurückseßung. Kehrt sich in einzelnen Fällen der Europäer nicht an diese Schranken nnd heimthet dennoch eine Farbige, an deren Ruf selbst der gcstacbcltstc Reik kcinen Makel finden kann, der Makel der Geburt bleibt unvertjlgbar anf 1'l1r haften; dem Manne find alle aristo- kratischen Zirkel geöffnet, der Frau bleich sie undurchdringbar verschloffcy. So bildet fich in dem Herzcn der Farbigcn jener glühende Haß, der als c1,n viel drohenderer Racheengel Über der Kolonie scbrvcbt, als der, Welchen m Neger hcgen.“

Auf die übrigen Verhältnisse kes Koloniallebens in Guiana. t,“,as Herr Schomburgk in politischer, administrativer und knlturbistori1cherH,!npcyt unz- saffend dmstrllt, können wir hier nicht weiter cingchen. Nur cimge, mtext1- sante 11aturwiffc11schaftlichc Erscheinungen und Berichtigungen btsl)c_rlg,er Jrrtlxiimer glauben wir noch hcrvorhcbcn zu müssen. So findet kw 111 aUcn naturhistorischcn Werken altcr und ttcucr Zcit _gcgebcnc Schilkcrung von dem Faulthier, als des faulsten und trägstcn Ge1chöpfes, [“as dcr pci- 111'gcnkstc Hunger kaum vermögen könne, seinen Banm zu verlassen, wcnn auch längst das kleinste Blatt VLkabkt sei, eine vollständige Widerlegung. Der Körpcr des Janitbicrs ist allmdings so beschaffen, daß es auf ebdnem, glattem Vokcn sic!) nicbt fortbechcn kann; hat ck aber mit scinen langen, einwärts gcbogcnen scbarfcnKlam-n ei11annhaltSpunkt erfaßt, so schlepyt es den .*“!“orpcr aucb auf dem Bokcn nacb, und findet es einen Baum, so be- wcgt es 11111 auf demselben mit der größten Lcicbtigkcit von Ast zuAst, stets mit dem Rücken nacb untrn lvängcnr nnr mit Den Krallen seiner Vo1_der- füße sicb scstlmltcnk. So [111111713 Herr Zchombnrgt diescn Tyirrcn tic! im Jnncm des Landes aucb chcgnct ist, so hat er roch niemals einen B11um gcfundcn, rer scincr Blättrr beraubt gcivcscn wäre", obschon er oft zehn bis Zwölf anf cinem nnd rcmsclbcn beisammcn sab. Auch in Betrcff der Bo- gclspinncn ()!.Y-lo 131011111] und nx*11*11|:11*]-'1) bcmcrt't er, daß, er ;:rar schr 1111111113 dicsclvcn mit ihren (»Zcspinnsten, aber in d1esc,n nicmals cinen 310111111 grschcn babe. “Loch bcstätigt cr, chf; die Vanwvt'c, dic bckanntkn blntsaugcnrcn Fledermäuse, von denen beyondexs dic Öanstbicrc viel zu [circn tmbcn, während des Tangens mit den Flu- gcln chclp. _ Cine interesante Z(L'ilkolllg giebt Herr Zchomburgk von der Bcrcinmg 11111“ der starken *Wirkung des llrm*i*Gistes, Wclches. ,i,nncrlich 111111117111, 1111|"111ärlicb ist, ällßksllsk), 11111 in schr gcringer Quanniat ange- wankt, 111121“ schnellen Tod i'11'1bc1's11hrt. Tas: indes; ein Baum nach drei Tagcn absterben soll, Wenn ein in dicses Gift grtauchter Pfeil 1'11 Denselben abgescboffcn wird, ist eine Jahr!. E11 alter Jnriancr vom Stamm der Mucux] zwischen dcm OrinNo und Anmzoncnstrom bereitete in Gxgenwart des Herrn Schombnrgk rns Gift, Dcscn Hauyt-Substanz dic_Rmde dcr Uraripflanze (5111111111). 10111113) ist. Eine vollkommen erschöpsende Ana- lvsc dcs (Hiftcs, von kcm Herr Sclwmbnrgf cine Dosis mitgebracht, hat, 11abeu ric angestellten Vcrsuclzc dcs Herrn Ur. Heintz nicht quege brmgcn können; dir verci11tc11Vc.s11chc der Herren!". Virchow und Miiqter dagegm lmbcn herausgestellt, das; Das dirctteNcsultat cinchergistnng 111,11,Umr1n1cht der Tod, sondern *Ll11f111'bu11g dcr RkspirationI-Bchgnng,und Lahmuyg 1,17, rcucn allerdings der Tod folgen muß. _ Zu dcn intercnantcstcp Abjchmt- tcn ricscs Rcisetvcrkö «11111111 ancl) déc Schilderungen dcs J:)dtanerZebens, so wie die U11ters11cl111ngc11 iibcr Herkunft 1111dAvsmn111111ng dieser Ureinwoh- ner Guiana's.

311111 Schluß kdnncn wir die äußere Anssiattung dcs Bitches n_1cht un- erwähnt 11117111. Die Verlagshanklung hat Alles ausgxbotcn, U111 prese dem anmlt angcmcffcn hcrzustcllcn. Truck mzd Papier 11111) vorzugl1ch, 1111d jeder Band präsentirt sich als ein Pracht-QxcmplanODc leusZaNonen m Holzschnitten sind sander angefubrt und die von Cn ,Robext Schomburgk angefertigte Karte durcb Vollständigkeit unk Genauigken be: klarer Ueber- sicht eine sehr werthvollc Zugabe.

3511|) ? [ Tic]im Zoha1mis-Tcrmi11c 1848 fällig gemorkenen , Zinsen, sowohl dcr -1- als 111111) 3Zprozcntigcn Gros;- 1 !*crzoglickz Poscnschcn Pfandbm'cse, wcrden gchl EW»- ! fm'tmg dcr (*ctrcffcnken Coupons und deren Ypecmca- :* 11911111 110111 1. bis 10.2111g11s1 d. Z., die Sonntage ? «Utsgcnonnncn, 111 den Vornn'ttagsstnnden von 9 bis12 111,11, in Berlin dnrch dcn 1111tc1*;,eickncte11 Agenten in ; seiner Wolvmng (_wo anclv die Schemata zu den Cou- J pons-Zvccificattoncn unentgeltlich 311 haben sind) und in Brkslqu dnrch dcn Hcrrn (5,5111. Konnneßieu-NMh J. F, Krakcr 111161113111111.

Nach dem 16. ?lngnst wird die Zinscnzahlmtg ge- schlossen und können die nicht crhobcncn Zinskn erst im Wcih11ack11Ö-Tpr111i11 1818 gezahlt Werden.

Berlin, den 21). „“_11111' 1828.

F. Mart. Magnns, Behrenstraße Nr. 46.

SäckxsEfÖ- STÜleÜ-fÖL Essenbabu.

[197] B e f a 11 n t 111 a ck 11 n g, Bestimnmngcn uber die prätlndirten ZntcrimH-Actien der 91111 Einzahlmrg betreffend.

_ Nachdem in der -" , ,_ _ “T*“ chtcn,am 29.31111i ** - ' " d. J. abgehaltenen Gcneral-Versamm- lung der Actionaire d. Sächfisch-Schte- sischen Eisenbahn“ Gesellschaft be- schloffen rvordcn 117: „den Inhabern Interim?!- “' " “' " ?lcticn dcr Zten Ei11xal111111g die Nachzahl1111g der am 31. "Juli 11. J, fällig gewosencn 101111 Einmhlung zu gestatten nnd von'der statutcnmäßigcn Prätlufion unter der, Be- di11g1111g abzusehen: das: die vcrwirkte Convennonal- strafc von 1 Thlr. pr. ZntcrimG-Actic gezahlt mz_d ric Stückzinsen auf die verspätete Einzahlung vergu- tct Werden“, , so Werden hiermit die Interessenten aufgefordert, d1ese anerims-Acticn 9ter Einzahlung bci 1111screr„ Ha1,1pt- kaffe, Bahnhof, Antonstraße, DreSden, 311 prasenmen und gegen Erlcgung von , 10 Thlr. als Betrag der 10ten Emzahlung, » verwirfte Cojwentionalstrafe und den Zinsen von 5 % pm,), 7111110 vom 31. Juli 1847 bis zum Tage der Prasentation gegen Volle Actien umzutauschcn. , , , JuterimE-Actien genannter Emzablung, Welche brs zum 31. Dezember d. J. aber zum Umtausch n,icht gelangt, sind al!erihrer Rechte und Ansprüche unwtderrufltcl) und für immer verlustig. DreSden, den 10. Juli 1848. „Das Direktorium der Sachsxsch-Schlesischen Eiscnbahn-Gesellschaft.

49, _; ";..3- M“!_'_

sick) Sonn-

rccht zahlreich

Dicienigcn,

Dao ?bonnement beträgt: Rt lr. ür a r. 4 A:?le. f- *? aZr. 8 Rthlr. - [Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne preis-Erhöhung. Bei einzelnen Nummern wird der Bogen mit 2; Sgr. berechnet.

ZZR

Z n h a l t.

Amtlicher Theil.

D e u t s ck [ a n d.

Bundes =Nngelegenheiten. Frankfurt a. M, Verhandlungen der verfassunggebendrn Reichs - Versammlung. , ,

Preu en. Berlin. Hofnachricht. _ Miniserial-Verfügung m Betreff der eorganisation der Universitäten. _“ Beförderungen und Abschuds- Bewilligungen in der Armee. ,

Oesterreich. Wien. Befinden des Kaisers. ,

Schleswigxßolstein. Schleswig. Adresse an den RetchSverwesek.

A u s l a n d. Frankreich. National-Versammlung. Der Gesetz-Enthrf über

uurntgeltlichen Militaix-Untenicht. _ Ausschuß-Gutachten über den Preß- geseß-Entwurf. _ Pr'afidentenwahl. _„Paris. Der Finan -Ausschuß egen Proudhon's und Favre's Vorschlage, _ Proteste gegen Tamartine's Ziede. _ Broschüre C“. von Girardin's. _ Lage der Fmanzen. _ Ver- mischtes, _ Straßburg. Unruhen.

Großbritanien und Irland. London. Kabinetsrath. - Paxlaments- Verhandlungen: Die ministeriellcn Bills der diesjährigen Session; Rum- ölle; Jnterpellationen iiber Spanien. _ Jrländischc Demonstration. _ kachrichten aus Pomxal.

Belgien. Brüssel. -rklärung in Bezug auf eine Bemerkung Lamar- tine's über Belgien. _ Ausfuhr-Prämie fiir Linnen- und HausgeWebe.

Spanien. Madrid, Aus La Granja. _ Die Güter der geistlichen Ritter-Ocden. _ Karlisien-Beweguugen. _ Vermischtes.

Moldau und Wallachei. B1! charcst. Adresse an den Kaiser von Rußland und Protest gegen das Einrücken russischer Truppen.

HandelC- und Börsen-Nachrichten.

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Kanzlei-Ratl) Friedrich in Berlin, dem Pfarrer Barsch zu Schönwalde, Kreis Frankenstein, und dem Steuer-Einnehmer Rhein zu Neuzelle den Rothen Adler-Qrdcn vierter Klasse; so wie dexn Plantagenwärter Bienß zu Großbruch, im Regierungs-Vezirk Königsberg, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen;

, Den Ober-Landesgerichts-Rath Reuter zu Insterburg zum Dtrektor d,es Land- und Stadtgerichts zu Tilsit“ und , An dre Stelle des*bisherigen preußischen Konsuls J. C. Lang m Phtladelphm, welcher auf sem Gesuch entlassen worden, den Kauf- mann G. H. Mecke zum Konsul daselbst zu ernennen.

Bek'anntma un .

Nachdem yon S,“ Müiksiät dem chKönigegmittelst Ordre vom LZsten v. M„ dre provtsorlsche Bildung einer neuen, theils berittenen theils unbertttenßn Polizei-Mannschaft, unter dem Namen Schuß: männer“, fiir dre htesige Residenz genehmigt und die Mehrzahl der unberittenen Mannschaften eingekleidet worden, sol] dieses Institut wenigstens theilweise sofor,t m Wirksamkeit treten. Den Schug- mannschaften sind alle Pfitchtßn und,R1-chte der exekutiven Polizei- Veamten beigelegt. Ihre Dtenstklctdung besteht 111 einem dunkel- blauen Rocke mit gleichfarbigem Stehktageu und zwcki Reihen sogenann- ter Knebelknöpfe, dunkelgmnen Bt'inkleidern und rundc'm Filzhut mit Nummer. Als Waffe tragen dieselben vorläufig cin SeitengeWehr. Die Kleidung der Offiziere unterscheidet sich durch ein Abzeichen auf der Schulter und am Kragen.

Die unberittenen Schuymänner sollen unter vier Hauptleuten in vier Stadtbezirke vertl)eilt und zu fortdauerndem Patrouillendienst auf den Straßen, bei Tage wie bei Nacht, angewend,et werden, wo- bei jedem Schuhmann seine bestimmte Strecke angcwisen ist. Die berittene Mannschaft verrichtet ihren Dienst hauptsächlich in den Um- gebungen der Stadt. Außer den Hauptleuten sind Lieutenants und Wachtmeister angestellt; die gesammte Mannschaft steht unter dem

Kommando eines Obersten. , , , , Indem das Polizei-Pmpwum km“; zur allgememen Kenntmß

bringt, spricht es zugleich vertrauensvvll die Erwartung aus, daß die Bürgerschaft Brrlins dem neu gegriinde1en Z11si1tute xyr Wohlwollen und ihre Unterstiißung uicht versagen jvtrd. Nach ,emer Revvlution und nachdem die ausübende Polizei längere Zezt h111durch fast ganz gelähmt gewesen, tritt die Sch11Hnmu11schast 1113 Leben. Sie ,ist ihrer äußeren Gestaltung wie ihrem inneren Gehalte nach, eme durchaus neue Schöpfung und kann 1111 früher Gerocsenes n1cht an- knüpfen. Der Boden, in welchem al,lein 13913 neue Institut Wurzel sch agen kann und will, ist der lebendtge Stun des Volkes für Ord- nung und Gesey. , , ,

Auf eine feste Begriindung h1e1'1nw1rd aber um so zUVersicht- licher gerechnet, als zahlreiche Stimmen quo, der Bürgerschaft schon längst ein energischks Auftreten der Polazcrgewalt gefordert haben und deshalb eine Organisirung derselben, welche schnelles und kräf- tiges Einschreiten sichert, gewéß willkommen heißen werden. Zefreier ein Volk, desto nncrschüttcrlicher muß die Macht des Geseyes fest- siehen und desto kräftigere Organe sind zu dessen Schutz und Vollziehung in Thätigkeit zu seßcn. In diesem Sinne isi das Institut der Schuxzmänncr errichtet. Weit entfernt davon, die Freiheit der Bürger beeinträchtigen oder das ängstliche Bevormundungs-System des Polizci-Staats zurückführen zu wollen, soll es nur der Wächter uud Vorkämpfer für das Geseß sein. Es Werden aber die Schußrnänner ihre schwere Aufgabe zu lösen nur dann im Stande sein, wenn sie in dem Vertrauen ihrer Mitbürßer, aus, deren Mitte sie hervorgegangen, und für deren In- teresse e zu wtrken berufen sind, einen kräftigen Stiihpunkt finden.

Berlin, den 22. Juli 1848.

Königliches von

olizei - Präsidium. a r d el e b e n.

«___-__-

In “Nr. 1,6 der,Neuen Preußischen Zeitung vom 19ten d. M. wtrd mrtgkkbxllk- daß in der Charité bereits Cholerafälle vor- ?Jkommen und zwei Personen ein Opfer der Krankheit geworden um. . _

Preußisch er

Itaats-Zlnzei

Berlin, Sonntag den 23. Juli

Wenngleich diese Nachricht mit Yoßkk Vlsttmmtbxitgcgeben wird, so kann nichtsdestoweuéger zur Beru lgung des Publxkums doch ver- sichert werden, daß dieselbe vollkommen unwahr rst.

Berlin, den 21. Juli 184I. * , ,

Königl. Charité-Dtrectton.

nichtamttjcher Theil. Deutschland.

Eundes-«Augclegenheiten.

Frankfurt a. M., 21. Juli. (O-P-A-Z.) 42171? Sißuug der Verfassunggebenden Reichs - Versammlung am 21). Juli. Die Sißung wurde nach 94, Uhr von dem Präsidenten H. Von Gaqeru eröffnet. Nach Verlesung des Protokolls sevte derselbe dic National-Versammlang in Kenntuiß, daß die Achordne- ten Sedlag von Pelplén (Wesi-Preußen) und HaßlwanÉer von Innsbruck dcn Austritt aus der National-Veksammlung erklärt haben. Es wurde sodann zum ersten Gegeusiande der Tages-Ordnung, Be- rathung iiber den Bericht des Abgeordneten Zachariä, Namens des völkerrechtlichen Ausschuffes, über die limburgsche Frage geschritten. Clemens von Bonn knüzZlft an den Ausschuß-Bericht und des- sen Anträge den Zusaß- ntra : „Zugleich fordert die Natio- nal-LVc-tsammlung die p1*ov1'sori?che Central-Gewalt auf, diesen Bkschlüssen eine, der Dringlichkeit der Umstände entsprechende, mög- lichst schleunige und wirksame Folge zu geben.“ Im Herzogthum Limburg sind bei der gespannten Erwartung der in Frankfurt zu fas- senden Beschlüsse alle Verhältniffe des Verkehrs und der Industrie gestört. Die Einwohner, welche Deutschland angehören wollen, sol- len durch jenen Zusah einen entschiedenen Beweis der Sympathie Deutschlands erhalten. Arndt von Bonn räth zur Mäßigung uud Warnt vvr verleßenden Schritten gegen ein Richtiges skammvcrwand- tes Land. Er sprüht die Hoffnung aus, daß aus der gegenwäi- tigen Verwickelung der Uebergang zur künftigen Verbindung ent- springen werde. Schuselka beantragt, auszusprechen :* „Nie-

derland Lahe nicht dm! Recht, das deutsche HerzoZthum Limburg mit .

cinem T eile der holländischen “Schulden zu bela en. Die etwanige Uebernahme einer solchen Belastung könne nur im We e des Ver- trages, vorbehaltlich der Ratifi-atéon *der' National- ersammlung, geschehen.“ Wurm von Hamburg fiir den Ausschuß-An'trag. Selbst in Holland haben sich Stimmen für gänzliche Trennung Limburgs, Welches als eine nicht glückliche Erwerbung bezeichnet wird, erhoben. Bayern hat zuerst eine Tem“!orial-Entschädigung fiir den abgetretenen Theil von Luxemburg statt des vorgeschlagenen Subsidienvertmgs verlangt. Die kleineren Staaten haben sich an- Yschlossen. Oestcrrxéch und Preußen hatten die Sache aufgc'gebkn.

ck11bert von Kömgsbcr ist gleichfalls für den Ausschuß-Au- img. Michelsen von Zona beantragt die Ueberweisung der Sache an die provisorische Centralgewalt, um durch Unterbandlung und Uebereiukunst ein der neuen Gcsammt-Vcrfassun Deutsch- lands mehr entsprechendes Vcrhältniß Limburgs zu &tande zu bringen. von Vcckcratl) erklärt sich fiir den Ausschnß-Antrag, Welcher der Aufgabe Deutschlands, mit Mäßigung zu handeln, ent- spricht. Es darf keine Herausfordkxung stattfinden, sondern nur ein Zeichen der Kraft gegeben werden, Ist das seitherige Verhält- niß Limburgs zu den Niederlanden mit den (neuou) Bundes- geseßcn nicht vereinbar, so ist dcr gemachte Vorbehalt crledi_t. Venedey lenkt die Aufmerksamkeit der Versammlung hanptsächltch auf die Schuldfrage, Die Schulkcn in den Niederlanden sind ent- standen durch die Kolonikcn, Festungen, Arsenale und Schiffe. Sollte ein Theil der Schulden von Limburg übernommen werden, so wäre auch ein Theil des Angeschafften [)erausquech. von Reden erör- tert, das; mit Zurechnung rer Kolonials )ulden der Niederlande ans Li111b111'g 'etwa 81 Millioucn Rthlr. , ohne jene noch über 41) MiUionen Rthlr. fallen würden. Der Redner macht bc- ziiglich drr Verhandlungen darauf aufmerksam, daß aus poli-- tischen Rücksichten die Festungen in Limburg wohl nicht in außerdem- schen Händen gelassen werden könnten. Auch haben, n'oriiber der Ausschußbkricht chifel ausspricht, die Limburger gegen das Vcr- hältnis; zu den Niederlanden, und zwar 1844, ausdriickUch reklamirt. von Linde verlangt, das;, in Bezug auf die Beschlüsse, dZe Form gewählt Werde, welche das freundschaftliche Verhältniß zu den Nic- dcrlanden, Welche Deutschland als Scemacht nützlich seinkönnen, nicht stört. Der Redner beantragt, daß die Frage über die Vereinigung der Verhältnisse des zu Deutschland gehörigen Limburgs, mit dem Beschluss der National-Versammlung vom 27. Mai („daß die Ver- fassungcn der einzelnen Staaten nut den Beschlüssen der National- Versammlung in Einklang gebracht werden müssen“), so wie die jvei- tere Frage über die Verpflichtung Limburgs zur Uebernahme cines Theils der niederlänrischen Schulden, der provisorischen CcntrU-Ge- walt zur Ver tändigung nnd Vereinbarung mit den Niederlanden, in einer die Re )te Limburgs wahrenden Weise, und vorbehaltlich der Genehmigung der National* Versammlung , überwiesen werden solle. Kolb verlangt vollständige finanzielle Trennung Limburgs von den Niederlanden. Die Niederländer werden keinen Theil dchlotte oder der Kolonicen heraus eben; sie können also Limbur nicht für die Kosten derselben mit feuern belassen, Wclche zu GmKen eines frem- den Landes, und unter Umständen sogar zum offenbaren Nach“ thcil Deutschlands, verwendet werden können. Der Redner sellt hiernach einen Verbesserungs-Antm . von Br'euning aus Nach 11 erklärt sich gegen Michelßen und von Linde. Nach Schluß der Verhandlung nahm noch der Bcrichtersiatter Zachariä für den Ausschuß-Antrag das KINO. Die Anträge von Michelsen und Linde fanden nicht die „,?eschästsmduungSmäßige Untersiüsméß. Ein Verbesserungs-Antrag auwerck's zum ersten Theil ,dcs us chuß-Antra es, „daß die National-Versammluns die bishenge Veremiguns Lim urgs unter einer Verfassung und-va-l-

Alle poß-Auftalten des In- 1111»

Auslandes nehmen Bestellung aus

dteses Blatt an, für Berlin die

Expedition deo preuß. Staats- Anzeigers .

Behren-Straße nk. 67.

tung mit den Nirbcrlandcn für aus elöst erklären solle“, wurde abge- lehnt; dagegen die beiden Ausschu -Anträge und der Zusaß-Autrag von Clemens fast einstimmig angenommen ""7 ). _ Es wurde nun zur Berathun über §. 4 der Grundrechte („die Strafe des bürger- lichc11__T9d,1-s oll nicht stattfinden“) geschrittrn. Vorher stellte'Lette d,1-11 Antrag, daß alle blos die Reduction betreffendenAnträge bezüg- l1ch der Grundrechte ohne Diskussion sofort dem Vexfassungs - Aus- schuß überwiesen uud die Verathung sich nur auf die Prinzipien und allgemeinen SäYe beschränken solle. Die Redaktion könne nicht Sach,e einer so roßenVersammlung sein. Biedermann beantragt, daß xederVerbesJerungs-Antrag schriftlich motivirt eingereicht, gedruckt vertheilt und vor der Begründung die Frage nach genügender Unter- stiißung gestellt werden solle. _ Es wurde gegen beide Vorschläge von M. Mohl, Vogt u. A. geltend gemacht, daß dann über die Frage, ob ein Antrag nur die Redaction betreffe, eine lange Debatte sieb entspinncn, und daß die schriftlichen Motivirungen zuStaatsschriften an- w11chse11 wiirden, welche Niemand lese. Es wurde über die Anträge nach dem Vorschlag von Fuchs zur Tages - Ordnung übergegangen. M. Mohl begriindet hierauf einen zwischen §. 3 und 4 des Eut- wurfo der Grundrechte einzuschaltenden Paragraphen, etwa des Zu- halts: „Zeder Deutsche muß einer Gemeinde als Gemeinde-Bürger und einem Staate als Staats-Bürger angehören. Jeder, der in einen Staat aufgenommen werden wi“, muß den Vek'iv cines Ge- meinde- Bürgerrechts nachMisen,“ Stedmann ver angt zur Ab- schneidung vou Mißverständniffeu bezüglich des Gcmeinde-Vetmögens, daß gesagt werde: „Gemcinde-Biirger oder Veisasfc.“ Wigard erklärt sich gegen die Aufnahme dieser Bestimmung, welche in das Heimats-Geseß gehört. Friedrich von Raumer aus Berlin glaubt, daß den Gemeinden nicht überlassen bleiben dürfe, das Reichs-Bürgcrrecht zu verleihen, wie es geschehen würde, wenn als Bedingung des Staats-Biirgerrechts das Gemeinde-Bürgcrrecht und als Bedingung dcs Reichsbürxerrechts das Staatsbürgerrecht gestellt wird. Ahrens will den PZohlschen Antrag zu „C. 44 ver- wiesen sehen. Falatti macht darauf aufmerksam, daß durch den Mohlschen Antrag §. 3, über welchen die Debatte schon geschlossen ist, geändert werden wi'ude. Der Präsident unterbricht die De- batte über den genannten Antrag, welcher auch-bereits in einem zu §. 3 gesiellten Amendement berücksichtigt ift. Arndts von München, welcher die Debatte über §. 4 eröffnet, hebt her- vor, daß die Strafe des bürgerlichen Todes durch die frau- zösische Geseygebung, welche auch in Frankreich, besonders bei dem Konsul Napoleon Widerspruch fand, nach Deutsch- land'gekomnten ist. Es soll iibrigens, da es» Fälle giebt, wo dec bürgerliche Tod ohne Stmfe eintritt, gesagt werden: „Der biir er- ]iche Tode findet nicht statt.“ Vkennin erkläct sich für dcn us- schuß-Antmg. Zucho entwickelt einen usaß-Autrag: „AUe ge- seßlichcn Bestimmungen, nach Welchen Verminderung oper Aufhebung der Ehre odcr dcr Ehrenrcchte eines deutschen Staatsbiirgers als Folge mancher Strafen von selbst eintritt, oder als besondere Strafe verhängt werden kann, sind ausgehobem, und es können fortan Nie- manden die Ehre oder die' Ehrcurechte durch richterliches Urtheil ab- erkannt werden.“ Schluß der Sihung 2 Uhr. _

Preußen. Vkrlin, 22 Juli. Des Köni s Maxetät ab gestern den Mi,111's1e1'-Präsidenten Von Auerswald gin Saßsssouck) ene12 pfangen und nut demselben gearbeitet.

Berlin, 22. Juli. Aus dem Mini erium der ' Angelegenheitcnjsk folgende Verfügung cr Engen: geistltchcn :c.

Yu dre Prwat-Docenten Herren ])1'. ?Floß, [)|-. Heim soeth [)x'. «chaajvausen, 1)1*. Lersch, 1)1“. Nagel, 1)1*. Krafft, ])1'. Schletcher und ])1'. Hoppe Wohlgcboren zu Bonn. ,

Ew. Wohlgeborxn haben in einer an den Staats-Ministcr Rod- bo'rtus gcr-chtete," Emgabe, vom Ztcn d. M. die Bitte ausgesprochen-

daß ,d1,e dem Mmisterjum der geistlichen, Unterrichts- unt; Mcdtzmal-Angelegenheiten vorzulegenden Vorschläge zu einer Reform ,der Universitäten nicht anders als von der Ge- smumthctt aller akademischen Lehrer aufgestellt, daß dem- nach bei den dahinzieleudcn Berathungen auch die Privat- Doccntcy mit Stimmrecht zugezogen Werden sollen.

Ich ucthe htervon Veratzlassung, Ew. U“. über den Stand der zum Zwecke cmer Reorganisatton der Universitäten ciugeleiteten' Vor- bercitungcn eine ausführlichere Mitthcilung zugehen zu lassen.

Schon unter dem 15, April d. I. fand sich der Staato-Mini- ster Graf von Schwerin veranlaßt, aus eigener Bewegung Be- rathungm iiber eme Reform des Universitätsweseus in Anregung zu bringen. Es wurden in dem desfallsigen Erlasse vorzu sw*e1“se die künftige Stellung der außerordentlichen Regierungs-Bevolmächtigten und Kuratoren an den Universitäten 11115 die akademixhe Gerichtsbarkéit als Gegenstände bezeichnet, Welche einer näheren rwägunq zunächsé bkdükfkt? seren, und die Veranlassung getroffen, daß nich? blos die akadem1chen Senate, sondern sämmtliche ordentliche Professoren der

&) *Der Beschluß lautet nach seinem ganzen Inhalte: Die deut e National-Versan1mlmtg be„schließt: 1) daß sie die bisherige Vcreiné ung sdés zum dxutschrn Bunde gxhongen Herzvgthums Limburg mit dem önigreich der Ntcderlaude unter emer Verfassung und Verwaltung als unvereinbar mit der deutschen Bmzdcs-Verfassung bettachte, und 2) daß es :ck von selbst versie e„daß der m der Neu Stsung vom 27. Mai d. I. geZ-aßte Beschluß der anonal-Versamxnlung, wonach alle Bestimmungen einzelner deutscher Berfqsunzen zvelche mu dem vonihrzuKtü ndendtu all meinen Versaß'ungow-n'e m tuben1_n 1mmeu,nurnach Maßga edesleyteren 1hrer bésdahinbeßanemu Wnksamknt unbeschadet) als gülti zu betta im sind _ ' . das Her ogthum Limburg verpflichtend ?ck“ 3 da “:ck-«kö -“-' pfiiäptun des Herzdgtbums Limburg zur lanka“ "' -- Staatsxäyuld der provisorischen Ceuttglgewalt-z : _ die Re te Limbur s wabrmhen deßuitiven kes W. ** der National - ersammltms ""W“" ck"

Zu,gleich fyrdert ,die Natsonal - Man„ * Ua malt ck“* ßäv

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