1848 / 81 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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e Mann des deutschen Volkes ißz _sem Gluck zu bx- ründeixckhxtuéaödedeZ-tjsiche Volk ck", erkitscn, ihn, dessen hdchsier Ruhzu die rkionc ist. So oft wir nn ;Hoch dem deutjchcn Jobgnn bxmgen, “FIFh-illt ein Hoch auch seiner dcutjchen Frau,. Tatum seixn ,Sie uns YUM auch herzlich hirrmit willkommen. Noch einmal hoch, dm Mal hoch,

* d t. : mu!“ _ “b“ YkikkTiefLIrT-IUZM Herzen mchten dcr Reichsverweser uud scme

' ck n' er und seinen Bcgleitern die Hand. . GattFZ-thdeißkhechSie, meine Hirten“, sprach der. Ersiere. „Meiner Frau ist heute der Lohn geworden, den Ihre Liebe zu mir schon

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lange6;,er|";it:;xein“)kiichmittag beschloß dic Natiynal-Garde „mehrerer Bc- zirkc jn (“[U]-Uke dcm, Er_zhrizch imd sitnxr Gemthin ihre Hoch- achtung uud Linhänglikhkeit aus dmc feierliiiw Wenk zu- bczeugcn. Untckrcm Schalte fröhlich?!" Milstk scyten nch die Bataillone vom Neubau, Mariahilf, Schotkenfcld, (Huniiieiidorf u. s. w'. in waegung, marsihiitcn nach Schbabmpn und dcftltrtrn, dasclbst m KFOR" „Pü' rade vor der Wohnllkla (lm so_cixnannten Kaiserftöckcl) Sr. Kajfes], Hohcit. Der biedere Fürst,!lnd semcihm so theure Gemahlin standen am Fenster und daiiktrn init herzgcwnnqndcr JK-undlichkeit dcn, Tau- senden, die sich _acjammclt hattcn und in ihrer .Herzcnöfieudc m im- Ullkksbkochlnk „Li'bthkhö“ ausbrachcn. Eine der drci Musikbmiden spielte nach dem Dcfilircn noch mehrere Stiicke nnter dcn Fenstern,

Fürs,

Prag, 20. an". (D. A. Z.) Heute isi nachstehende Vckanni- makhunq dss Fürsten Windiskbgräß crschicnkn:

„Icli ergreife die größtenthcils freiwillig und ohne Annwndung ernstli- chcr ')]kaszicgrln zn Standc grkommcnc Ablieferung der Waffen als einen willkommenen Anlaß, dcn Belageiungs-Znßand mit dem heutigen Tage aufxuticbcn, wiewohl ich von vielcnund achtbatcn Seitciimigegangcnworden bm, rcnsclbcn noch einige _Zeit fortbestehen zu laffcn, wicwohl dic Herstel- limg ch Straßcnpflasters schr langsam vorwärts schreitet, wiewohl leider noch immer cinzclnc Versuche von Auswicgclimgcn vorkommen. Dcr zum großen Theil rechtliche und gesunde Sinn der Cintvohncisckiast Prags licß sic endlich erkennen, daß die Tendenz aller meiner Verfiigimgcn von dem Prinzip angehc, jcdcr anarchischen oder aufriibrcrischeu Erscheinung mit Energie zu begegnen, hierdurch jeden Einzelnen in dem ungefährdeten, un- gctiiibtcn Gcnusje der uns Ailerhöchst verliehenen constitutionellen Fiei- heit, zuglcics) in seinem ungehinderten Lebenserwcrb zu schiißcn. Dieses von vielen Scitcn mir beurkundete richtige Erkennen meiner nic verhehl- tcn, offenkundigkn Drnkimgöwcisc und Absichten dient mir als eine Bürg- schaft, daß alle gukgcsinntcn imd rcdlichcu Bewohner der Hauptstadt sowohl, wic auch der auswärtigcn Kreise, dnrch Wort und That gemeinsam zur Erhaltung dcr Ruhe, Unterdrückung jcdcs Versuches, dieselbe zu stören, und biciditrch zur Wicdcrbclcbitng des Handels und Verkehrs zusammenwirken wriden. Diese Zuversicht läßt mich iiber alle Bedenklichkcitcn hinweg- gel'en, welche sich gcgen die dermaligc Aufhebung dcs Belaqerungözusiandcs nicht ohne Grund erheben. Nachdrm ich jedoch an dieses Zugeständnis: dcn anfricbtigcn imd lebhaften Wunsch knüpfe, dnrch daffelbe Vertrauen in die "))iaßrcgcln dcr :)icgierung, Beruhigung in die durch die bedauerlichen Er- cigniise gcängstigicu Gemüth", endlich in der ganzen Provinz Ruhe, Fric- drn Und ungestörten Lebensvi'rkchr herbeizuführen, so sehe ich mich bcmii- ßigt, an alle jcnc, Welche es wagen wollten, durch anfriihrcrische Umtriebe neitcö Unheil iibcr Stadt und Land zu Vcibi'citen, ein ernstes „Wort xu richten und hiermit laut und allgemrin zu erklären: 1) daß der geringste Versuch in einem neuen Aufruhr das augenblickliche Eintreten der streng- sten militairischen (Nivalt zur Folge haben wird; 2) daß, Wenn ich in die traurige Nothwi'ndigfcit vcrscßt Werdrn sollte, die Waffen gegen anfriihrc- rische Unternchnmngrn, Woruntcr ich Errichmng von Barrikaden und Wii- liebe Angriffe auf das *))iilimir zähle, brauchen zu lassen, der crske Ka- uoncnscixns:, welchen ich gegen die Aufriilncr zu riiiiten bcmiißigt wäre, fiir die Pnblication ch Staiidrcchts zu gglteu liabe; nach wi'iiiiem ein Jeder unnachficidtlich nach dem .ijricgsgeselze hingerichictwndcnwird, Welcher [) in einem Widcistande mit der Waffe in der Hand gegen die gescylicln “Kirwa", odcr '.!) in ?lufwicgclungcn zum Aufruhr ergriffen, oder 3) sonst des Anfrnl)rs iibcrwicscn Wird. Die zur Untersuchung der ßattgchabten verbrecherischen Vorfälle zusammengcsrßke Kommisfion verbleibt aber, um die Uebcith-iter der _qcst'ßlichcn Strafe zuzufuhrcn, in ihrer bisherigenWirk- samkeit, jedoch wird dieselbe untcr Eincm aitgcwiiscn, sich nunmehr beztig- lich der Civilpcksoncn nach den fiir [kHtt'ki' gcltrndin Strafgesetze]! zu bc- nilimcu. Mit diescr ei'nsien Sprach, welche zu fiihren meine noch nie vrt- chtc Pflicht gegen den Movarchcn und den constitutioncllcn Staat mit gcbietrt, vei'biirgc ich jedem (Tintgcsiimten nach meinem Wirfungökrcisc Schutz und Wahrung scincr Rechte, seines (Ligenthums, seines Lebens; dcm Ficvlcr aber„ ivciiher diese an umsten, wclcher die öffentliche Ruhe zu stö- ren ivagt, diene sie als letzte ' amnng. Prag, am 20, Juli 1848. Jiirst Windischgräß, kommandircndcr General,“

Das K. Landcöpräsidium macht iiachstchcude provisorische Be- stimmuugi'n bc_km_mt:

„1)„Zur («))-randnng don Vereincn brdarf is zwar keiner Vewiliiqunq dcr Bch'oidcn', [ech Verein muß aber durch Bcsiimmunqcn iibcr dic Anf; nahmc scincr Mitglieder, über seine Verfassung, sciiicii*Zn*cch und seine Mittel geregelt sein, und diese Bcstimmungen iniiffen dei" kompetcntcn Bc- hdidc auf ihr Begehren nebst allen writer erforderlichen Auftlär-mqen Wahrhaft und Yollstandig miFethcilt Werden. 2“) Vereine sowohl als Jm. dere Körperschaften können crsammlnngcn ihrer Mitglicder nur in Ge. mäsiheii dci“ Bestimmungen ihrer Statuten halten. ZZ) Jede in anderer Weise veranstaltete Versammlung der Mitglieder eines Vereins oder einer

Kdrpcrsiiwst, so wie Volksversammlunqcn, d. i, Zusammenkünfte, an dcncn Jeder, der da will, Anthcil nchmcn soll, diirfen nur mit Vorwissen dcr Ortsbchdrdc stattfinden, welcher wenigstens 24 Stunden vorher von dem Ort und Zwecke der Zusannuenkunst Anzeige zu erstatten und dcrjcnige auTugebe-n ist, von Welchem die Einladung ausgeht. 4) Versammlungen, we che diesen Vorschriiten zuwider stattfinden, find ungeseslich, und wer sie veraysiaiict oder, daran Anthcil nimmt und iiber die erste Aufforderung der Obrigkeit oder ihrcs'A'bgesandtcn, auseinandcrzngchen, sich nicht cntfernt, macht sui) eines Polizeivergchcnö, insofern aber der “Obrigkeit Widerstand Int xgxngeseizt wcrden sollte, der in den Str'afgeseyen bezeichneten s wcrcn Po *JeZ-Ukbeitrctuiiqen oder Verbrecheu schuldig. 5) Gesuche oder Br chnicr- den durfen Offenilichen Behörden odcr Aiiitspcrsonen von nicht mehr Per- syncn VNJMUJM werden, a]s zur Bildung einer aus einem größeren Ver- em hervorgehendxp Deputation unbedingt nothwendig sind, da ein Andrän- gen von emer großeren Menschenmenge die schwere Polizei-Uebcrtrctung dcs

Z::ian-ZZJÜ 01 Si. G. B. ". Theils bcgriindrn wiirde. Prag, am 18,

Triest, 17. Juli, (3), 21, wir die Nachrichi, daß die Pfort 3") Vo" Pirateries, die jexx in den türkischen G Ziel zu exzeii. “ie. hat die Kaiserlich österr' - -„ ZU Kynsiantmopxl ""gklüdkn, ihr bei diesemelijscérieerxkeYrRFxljajltur zu sein, und die lcytere hat dem Wunsche dadurch cuts roch n dl sie die Konsulate zu Smyrna, Salonichi, Beirut u P en, a

hat, die Flotte bei vorkommenden Fällen kräftig zuslec-rscjkxxszfordert

Bayern. München, 19. Juli. ü Majcxät der König ist gestern Abend um !(JUHTYÜZFJÖTU Fkk: getro en. Un allcn Orten, welche der eliebte Jürsi auf der Reise berührte, wurde er von der Msammtcn Fevölkeruuxmit unbeschieib- lichem Jubel begrüßt. Sc. ajcstät begleitete den Herrn Erzherzog- „Reichetweset von Regensburg nur bis Vilshofen. Allerdings w'ar die bsicht gewesen, denselben Tag noch nach Passau zu koinmen und dort zu übernachten. Da ab:; die Nacht eingebrochen wat, undbe- "kmtxéch die Stwmsitecfe zwischen Vilshofen uud Passau mit vielen WWU" besäeé ist,“,so hielt der Capitain es nicht für räthlich, seine „wachten Fahrgast den mit der Weiterfahrt bei Nacht ver- bundenen Gefahren auszusehen.. ,Der Erzherzog übernachten daher «xf "." SMF: selbß, der König auf dem Lande. Am folgende:":

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Ta ge fuhr Se. Majestät dann.nach Passau. Dort wie in Regens- burg war der Empfang besonders freudig.

. Naßau. Wiesbaden, 19. Juli. (Frkf. O. P. A. Z.) Uebcr hl“ Wkge allem Ereignisse äußert [ich eine offizielle, heute hier aus- gegebene DarYung in folgender Weise: „Vor einigen Tagen Wurden mehrere Arti “swr durch kriegsrechtlichcs Verfahren zu Gefängnis; verurtheilt. Am 1-64eu d, M. Abends erschienen drei hiesige Ein- wohner, Böbnixg, Gräfe und Oswald Diez, bei dem Chef der Artil- lerie und verlangjen die Loslasjuug jener Artilleristeu unter der Drohung: Wenn es nicht geschehe, mit 4-50() Mann wieder zu kommen, um die Befreiung mit Gewalt zu erzwingen. Wirklich hatte |ck auch zu gleicher Zeit eine Muffe von -1-500 Menschen in einem Wirtbshause im Netotlyal versammelt, und die Führer derselben hatten sich bemüht, auch Soldaten in MW Kikis zu ziehen, indem sie dieselben in jenes Wirthshaus einladen. Nachdem dem Herzogli- chcn Stadtamt Nachricht von jener in dic Justiz eingreifcndcn Drohung zugckommen war, nachdem ihm Weiter berichtet wmde, daß die ans- gcrcgte Menge aus dem Nerothal in die Stadt ziehe, xrsuchte es den Kommandanten der Bürgerwehr, Allaim schlagen zu lajsen, Zugleich verfügte das Herzoglichc Stadtamt die Verhaftung dcr crwähnten drci Einwohner. Einer derselben, Löwald Diez, war Führer ciner Com- pagnie. Als derselbe von dem Beamten in Begleitung dcs Obersten verhaftet werden solite, widersetzten sich die drci ersten Compagnicen, wozu sich auch Einzelne aus andcrcn Abtheilungcn gesellten. Anf den Obersten der Bürgechhr ivurdc angclegt, Und als eine andcrc Ab- theilung Wehrmänner herbcigernfen worden war, um den Befehl des Obersten, die drci widexspensiigen Conipagniern- zu entwaffncn- l'" Vollzug zu seßen, *- lcgten jene diet" Compagmecn untcr drm Ruf, ihre Gcwehre seien geladen, auch auf ihre Kameraden, wclche nicht geladin hatten, an. Diese offcne Meuterei nxidcrsire'itet so st'l)!" dcr Bkstimmung und Pflicht der Bürgerwehr, do]; ('I im Zntcreffc der Ehre derselben und zur Anfrechthalmng dcs Geskyxs geboten Wai“, jene Compagniecn zu cntwaffnen. Dicchicrung lixß deshalb - in der Hoffnung, daß die Wchrmiinncr iu i[)lkl' Pflicht imiickkchreu wiiiden *- dieselbcn auffordern, ihre Waffen ab,;ulisfern , unter de'r Ankündigung, daß sie demnächst nach Ausscheidung der Schuldigen reoi'ganisirt wcrden sollten. -- Dcr "Termin ziir Ablicferung der Waffen Vcrstrill), oline daß mehr als cm Dritihcil abgeliefert wm“. T*cr größte Theil der dritten Compagnie erklärte, daß er die GWA»? iiicht abliefern Weide; dci“ Ldkrst dci" Bürgerwehr forderte sie selbst dringend auf, co bis zu eincm Verlän- gerten Term'n zu thun. Es geschah nicht, Mittiechile War von der kompetenten Bchördc dic Untcrsmiiung gcgen jcnc drei Ciitjvoh- m'r, Welche dic Loslasung der Soldaten Verlangt hatten, so wie eines Vierten, dk!" in bewaffnetkm Zuzug aufgefordert haben soll, eingelei- tet und die Verhaftung deisclbcn beschlossen wordkn. Einen drrse'l- ben lies: sich die Bürgerwrhr auf dem che nach dem (kaiingnis; ohne Widerstand entreißen. Zwei andere befanden sich in Haft, Am Nachmittage zog eine mit ?lexten nnd andereanrkzri-gcn bewaffnete Menge vor das Gefängnis;, schlug die Thore ki]! imd befieitc dic (I)efangcm'u, Welche sie im TiiniUphgcschrci und unter Verhöhnung der öffentlichen Antoiitiit durch die Stadt fiihrten. Die Bürgerwehr schritt bei dieser neuen Verletzung der Ordnung und der Gesetze nicht ein. Das nur in geringer Anzahl in der Stadt gegenwärtige Li- nicmnilimir wiirde die wiihlcrische Partei nur zu Widerstand gereizt haben. Es wiirde nicht möglich geWcsen sein, Blutvergießen zu ver- meiden, wenn die ?)icgiei'ung dissen Einschreiten angeordnet hätte. Zn Ucbcreinstixnmimg mit dcn von der Rkiciwgi'walt audgcsprochrncn Grundsäxzcn znr Brwahrung dk!“ Herrschaft dcö Gesetzes, zur Wal)- rung der Freiheit, die unzertrennlich ist von der Beobachtung der (Be: seße und der Ordnung, wurde deshalb angeordnet, das; heute früh zwe'i Bataillone Infanterie, eine Batterie Artillerie und eine Abthei- lung Kaviilli'rie von den in' Mainz garnisonirendc'n ?)iciclistruppen zur Unterstiixinng dir hiesigen Behörden in Wicdcrhcrstellnng der Ord: nung in die Stadt einrücken sollten. “Dies ist geschehen. Der _Er- folg bat gezcigt, laß diesc *).)iasircgcl sclbsi mis :)iiicksichicn dei „Hu: nmnität die zwcckiniisiigste war, indem sich durch die bloße Entwicke- lung einer kräftigen Mach? die wiihlerische Partei, dercn geringe?!» zahl die große Mehrheit dci" braVcn Bürgerschaft teri'orisirtc, oline Widerstand der Autorität der Regierung unicrworfe'n dat. Sosmt nach dem Einrücken dar Rcichötruppen wurde die gesmnmic hii'sigc Bürgerwehr entwaffnet, die nun wieder neu mit Aussiiicidimg deo wiiylcrischcn Elements in diesen Tagen organisirt weiden Mrd.“, (Frankfurter Journal.) In der gestrigi'n Kannncr-Siyiing sprach sich Proc. Leisler ]. iiber die jüngsten hiesigen Vorfälle nachstehend aus: „Wenn jemals, dann ist c;; jkyt die Pflicht des Mannes, seine Ueberzcugung offen ausiusprechrn. In unserer “Stadt hat sich die öffcniliche Meinung in der Art kundgegcbcn, da[; fem Zweifcl nichr isi, daß die Vivölkeiung von chobadcn vollkommen einverstanden ist mit den Maßregeln der Regierung. Ter _Stiidt- Vorstand hat sich gestern Morgen permanent erklä'rt und zu] Abliefe- iimg der Waffen zu wirken gesucht. Aber stets stieß ci aus ciitschie- dene Weigerung. Dieser Zustand dauerte bis Nachmittags „x _Uhi, und 3111th gewann der Vorstand die traurige Ucb-isi'zcugung, „daß die Waffen nicht abgeliefert würden und es der Burgxrwciir ntchi gc- lingen Werde, die Ruhe aufrecht zu erhalten. Nach tighcicr Crwagung kam man zu der Ueberxeugung, daß auch das Militaii“ nicht helfen könne. Vor dem M'nistcrium kam ('S Zu Auörusnngcn, wj'llhr' [WWW- sen, daß es ein einiger Wille in dieser Masse sci, welche den Bruch des Gesetzes ontt'. Wir müssen dcr Rciiiisgewalt und dci',R-3- gierung Dank wissen, daß sie gegen dieses gcscHlosc Treiber) einge- schrittcn ist. Gegen oben ist umi) drkißigjährigem Kampfe dic Wili- kiir gebrochen; soll sie nun von unten beginnen? Freiheit woilcn wir haben für alle Meinungen. Carnot, als er Napoleon gegeniiber fur die Freiheit sprach, rief mis: „chn die Republik nicht mehr be- stehen soll, dann halte ich" es fiir die erste Pflicht., mich 'in Gehorsam unter das ncncGeseß zu fügen.“ Und Rotteck'sagt: „N'xht di:*rcpii- blikanische Form ist es, sondern .der republikanische Geist, rpms ivir erstreben, und der kann untcr mpnarchischen Formen sich frcicr aus- bilden, als in der siiirmischen Dcmokraii-x. Das Grieß muß gehand- habt werden, und zum Dank dafür, das; die Regierimg dao Geseh- gehandhabt hat, trage ich darauf an, uns einmiithig zu erheben.“ (Die sämmtlichen Abgeordneten erheben sich, "Uk Ausimhmc k", Ab- geordneten Lang, Miiaer "„ Hehner. Lautes Bravo dcr Galemeem)

Oldenburg. Oldenburg, 16. Juli. (D. *A- Z-) Der (bereits erwähnte) Entwurf des Staats-Grundgesevcs, Welcher zur Veremharung zwischen dem Großherzoge und den zu wählenden Stän- den „d'emn sou- Mbäit außer zwei Anlagen über den Staats- Genchtshof und das Wahl-Verfgbren 225 Artikel in 13 Abschnitten.

UYU. 1. Vom Gtoßherzo thum und dessen Regierung im Allgemei- LLJJ- ck “ck Art., 1" bilden Das erzogthumOldenburg, das Füruenthum

71,2 Und bzw Furßenthum Birkenfeld einmunter einer Verfassung verei- YIN unthe:l_haxen_Staat„ Dieser Gesammtstaat hat einen vereinigtxn A“" “8- d" “Zb“ d," gemeinsamen Angelegenheiten, als die Civillisie und

._panagén, die Bundeskoßen , -das MmCiinum uud Landes-Archiv, 'das FA“ “"dksskkich§„da_s Milimir, die esammtschulden, die gemeinfmiic

' WbunüSlxwekkmge andeieg'gemeinsame An clegenheiten beschließt. Fur

di“ üb-isext „udn; Werde; Landesthe'ik eiiien rovin ia] Wandkasx CWM em KUZ!“ diesuLandmge darübei,"ob tine AYgeleaanejt vox. .F.-HU

aügemeinen oder provinziellcn Landtag gehört, so entscheidet dariiber der Staats“Gkkichtshof oder ein Schiedsgekicht. Jm Ucbrigcn enthält dicser AhschkÜÜ zwgckmäßige Bestimmungcn iibcr die Erbfolge und die etwa nö- thlgk ngknnxbast. Die Wahl der Lxhrcr dcs miuderxährigen Thronfolgers a'ußer dem eigentlichen Erzieher unterliegt der Bestätigung des Ministe- "UMS- „Abschn. 2. Von der ausübenren (I)ewalt des Großherzogs und dem Ministerium. Die ausübendc Gewalt steht dem Großherzog allein zu unter Vcramwortlichkxit des Ministeriums; die Gescßgebung übt er in (53e- meinschaft ÖM SWW?" aus, er hat demnach cin unbedingtes Veto, Zn kein militairi chen Angelegenheiten verfügt der Großherzog ohne Mit- wirkung des Mini etiums; cr verleiht Ordez, Würden und Titel und übt das Begnadigungörccht frei aus, außer bei Anklagen scitens der Stände wegen Verlesung der Verfassung odcr dcr Geseßc. Abschn. 3. Von den Grundrechten des Volks. Dic Strafen der Einziehung des gesammten Ver- mögenö, der, körperlichcn Züchtigung, dcs Lattrn-Gesängnisses, dcr Abbitte imd des Widerrufs, des Prangcrs und des bürgerlichen Todes sind abge- 1ckaffx DteÉpreffc untrrliegt wedcr der Ccnsur, noch Konzessionen und Caimoncn. as Petitionsrccht ist unbeschränkt, dock) gilt eine Petition als nur von deiicn ,misxiegangcn, dic dieselbe unterzeichnet oder deren Unterzeich- ner bevoUnmchngt haben, Das VcreinSrecht untcrlicgt daneschrc'infnngcn, daß bewaffnete Versammlungen, so wie solche, die unter frcicm Himmel grimltcn Werden, tvegru Gefahr fiir die öffentliche Ruhe wcrbotcn Werden können, “Im Fall eines Aufsimich kann die Regierung Siandreciit anordnen, auch die Bcsiimnmngcn iibcr Vcrhastnngen, Haus- suchungcn, Prcßfrcihcit mid Vereinsrecht sitöpendiien. Tie Zivangs- und Bannrcchte des Staats, so wie deffcn Jagd- und Fischereircgal, hören auf. Das Jagdrecht sieht nur dem (Itundeigenthiimer zu, die Ausiibnng dessel- ben soll durch ein Gcscß geregelt werden. Alle Stcuer-Ungleichheiten mid Freihritcn sollen aufhören; nicht unentgeltlich erworbene Privilegien, so wie alle gutsherrlichcn Beschränkungen des Eigcnthums, ivcidcn abgelöst., Es soll allgemeine Volksdrwaffnung mit freier Wahl der Führer eingerichtet Werden. Abschn. 4. Von den politischcn Gemeinden. Dcr Grundmy dcr Selbstvertvaltnng mit Einschluß dcr Ortspolizci, der freien Wahl der Ver- trctcr und Beamten, so wie dcr Orffcntlichkeit, ist ausgesprochen. Das Ober- ?liissiclitsrccht des Staats soll gcscHlicl) bcgriinzt Werden. Abschn. 5. Von der RlligionsüilöÜbllUg, den Kirchen und milden Stiftungen. Der Staat [iat iibcr a'ic Kirchn zu Wachen, daß sie die (_Hcseßc des Staats beachtet). Das Bck'cnntnisi und dcffcn Ansiilumg ist frei und ohne “Einfluß auf die biirgcxlichcn Rechte. Zu cincr kirchlichen Handlung kanu Niemand gesz- gen weiden, Religionsgcsellschaften crhaltcnCorporationsrcchjc, wcnnLchri', Disziplin und Bci'faffung nicht den StaatÖgcschn zuwiderlaufen. Ad-schn“. 0. Von den Schalen und Unterrichts-Anstalten. Dcr Schulunterricht ist (15c- gcnstand dcr staat;ichrn Fürsorge und Aussicht; zu den Schulkichördcn sol- len indc; Scliultiiänncr zugizvgcn wi'rdcn. Dic vanasicn sind Stann- anstaltcn; fiir Ncalschnlcn und deren Crrichtung wird dcr Staat.,sorgrn. Zn dll! volksthiimlich zii gestaltenden Volksschulen, welche mit tuchngcn Lehrern zu beschn sind, hat die Schulgemeinde den Lchrcr 31: erhalten und zu pensionii'cn, Ist dieselbe dadurch sehr beschwert, so tritt die Staatskasse anshelsend hinzu. Die Zahlung des Schulgcldes hört auf. Abskhw 7- Von W NkckUÖpslkgk. Unabhängigkeit, Oeffentlichkeit, Mündlichkeit, G?“ schworenc bci Erkenntnissen iibcr Verbrechen und politische oder Preßvrrge- hen, völlige Trennung von der Verwaltung. Der Fiskus uiid alle Vehor- dcn n'cgcn ihrer Vcrlvaltungshandlungcn yabcn vor den Gcnchtczi Recht zu nchmcn. Zur Schlichtimg von Handels-, Fabrik- und Lariertbschafks“ sachcn sollen Sachwerständigc zugezogen, dcr privilcgirtx Gerichtsstand und die Patrimonialgcrichtöbarkcit abcr beseitigt Weiden. Emo Aufhebung aller Sportcln ist nicht ausgesprochen. Abschn.,Z. “Vorn StciLtsdiciistc; )Allc Erncnnm1gcn im Staiitodicnste vcrfiigi dcr (Hioizhcrzog. 1an hochiie Lan- desgericht wird ergänzt durch thl [cincrYkitglicdcr und „LMC-s gleichenYn- zahl von Ständcmitglicdcrn. Diejenigen Etagtvdiencr,“ die' nicht auf Kuri- digmig atigcstclltsind, können wiihrcnd der drei crsicn Dieiistxahrx ohne Wet.

tcrcö cntlaffcn wcrden, späternurmithlgijung dcr gestßlichin Pension. Verwal- timgsbeamie können nach dem Spruch, cines gls Schwurgerichtcrkennciiden, aus Berufögenoffen zusammcngcscxzteii Dicnsigcmhtö abgesrxzt werdchYichter abcr uur-durii) Crkenntnis: dcrgcwöhnlichen Gericht?, Abscl)n,9. Von dern ?tandey. Es besteht nnr Eine Knmnwr. “Die Abgeordneten ivcidkn durch indirekte Wahl crnannt, aiif 8000 Einwohner Einer. Cin Census wird Weder in dir Pl!“- son dcr Urwiihlcr, Wahlmänner noch der Abgrordnetcii gefordert. ,Bcamtc, zu Abgioidnctcn g wählt, bcdiirch cines Urlaubcs iiicht; Wird cui Abge- ordneter in den Staatsdienst berufen, so hat er sich einer neuen Wahl 7,11 unterwerfen. Dic chiiiinationssmge cutsckridct dic Stände-Yersammlung, Welche dem Großherzogc zwei Mitglieder zur Wahl des Prandcntcit vor- schlägt. Dcr Eid der Abgeordneten befaßt dic Aufrechthaltimg dcr Yersiis- sung nnd den in dcm gegenwärtiger] Wahlgcscge gciadeltcu Punkt, namliii) das unzertrennlichc Wohl des GroßherzMs undxdcs Liiiidds. Wege)! stin]- 11chkkaUsiekUngn cines Abgeordneten findet eiii gerichtliches Ctitjchreitm niir aiif Antrag dcs “Landtags statt. Den S-tanden sicht das Recht der InitiatiVe zu, sie liaben eine entscheidende Stimme beim Crlassc'von (35e- sétch, Hibitng aller Stencrn und Aufnahme von, ?lnlcihcn. „Netiixgicksch imd Rcichöstcucrn bcdiirfcn ihrer Genehmigung nicht. Ordentllck)? &Qandmge finden alle drei Jahre statt; cine Vertagung kann nur aiif sechs “Monate qcscbchcn; nach einer ?lnfiösimg muß der iic_i_1c Uiiiidtag bmncii Mi Mo- imten znsammentrctcn. Die Sitzungen [md oneiitlich, die Gcscimftsdidnniig wird der Landtag sclbsi beschließen. ;an Vordersitiing dcr YksckMstx “OTS Landtags, ;,iii' Abgabe von Giitachicn, zm“ Bikechtnng dcs YollZith dcr LandtaJZ-Abschicdc und bcliiifs ,Antrzigs'dcr Ziiiaiiimcnbergsintg SUL? 'au- ßerordentlichcn Landtags wird cm standijcher Ausnbi-ß erwiihli. Ole ol- dcnbuigischcn Abgrorductcn bilden den oidenburgischcn Provijizml-Landtag, in den Fiirstcnthiiincm wcrdcn ZU dcm (xndc Abgeordnete crtvalili, Adichn, 10. Vom Staatsgnt U“. Das Staatögni soll 'von der cisien Stiiiide- Vorsammlimg vom Hausvermögxn Und dem Vermögen ddr cngliicn (Yllk- dcr dri" landesherrlickicn Faimlic gctrcnnt Weiden., Dic Ansfunstc des Staatsgnts erhält dcrjcnigc dci digi Laiidcsthcilc, in Welchem dasxlbc be- legen ist; nur ein Theil drr Allfklinsfc dcs liibccischcn Staqis-guts salli dem Hcrzogthitm Oldenburg zu, dem es als Thril ciner Entscheidigiiiig bis ans- gehobenen Wcseizolls zukommt.“ Dcr Grojehcrzog bezieht cine sur seine Rc- gicrungixdaucr Deicinbaitc Civillistc, aiif tvclchc der Betrag des H-c-msguts eingerechnet wiid. ?lbschn. 11. Vom Staatshaushalte. Dic Stande cr- klärcn dabei, solche ?liisgabcn nicht verweigern zn Wollen, dercn thhwin- digkcit ans vor Ellasi dcr Vci'fassung bereits entstandenen Rriiitövcrbmditch: keiten bciuht. Die (zxcsammt-Ausgaben aller drci Landlsthcile Werden inis diesclbcn ziir Hiilfte nach der VolfSJahl, zur Hälfte nach der Prutto-Cin- nahme der Provinzen rcpartirt. Abschii. 12.“ Von der Gcwghr dxr Vcr- faffnng, Der jetzige Großherzog stellt einen cidlichcnvacrs iibcr dianuf- rcchthaltnng dcr Vcrfamnng ans, ieder Nachfoiici hat dieselbc diirch „korpor- lichen Eid zii bckräftigcu. Staatsdiener," Get iiche und das Militmr „[ver- dcn anf dic Verfassung becidigt. Dic Staiide k'onucii Anklagen gegen „IZM Beamten wegen Verletzung der Gcscße beiden Gerichten siellcn; das . kt- nistcrium wird dicserhalb beim Staatsge'ickytßliofe bclniigt, „ivclckicr "ZIL" Vcrlcßimq der Verfassung als Strafen Mißbilligung, Yechls,-leilY:l1c1Z odcr Entsevunq, Wegen wirklicher Amtsvcrbrcchcn aber die g-c_ses|1chctlee Uk"

fin erkennt. Dcr Staatsgcrichtöhof hat das Recht authcntqchchlujmé dr?“ des Grundgcscves bci Verschiedenheit der Ansichten „der leglxtrilelinge Bißim- Stände iiber eine Bestimmung dessel-bcn. Abschn. 13. 34111?“ der knipliäu- mungen, Hier ist aiisgesprochen: die [zu beWirkcnddc sOlecibo? neuer Fämi- ser Vcrlältnissc, die Auflösung ch Legnsjivesens, “; . 1 . , . 2 , . - - - . [ ung des Notarin“, so wie die lien - Ftdcikomimffe, dic Civil - Che, EinsUYchastsMftW.

Verbesserung des Hypotheken- und Vormun s

. Rendöburg, Zl. Juli. (Alk. M FÖYÖZUJYYÜQFYM Schreibcn dcs chrst-Limicnanis vonc ldci) Taiilu an den Generaleon ZDF"?! “)'-“i've“ sF-f hYÜY [die

-_„ s im “uchi an in' mit em e e s (1 er AtksslosUW des F"“ szorpSchrciben lautet:

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de elbY gÉ-éeaehn, dem General der Kawailcric von Wrangel, Großkreuz, " r,bei der rmceinSchleStvig-Holßcin. Zn Erwicdcrungeiner hohen Yeßehwehcßom heuti en Tage bechxe jch miei), gchorsamsi zu berichten, daß sn'riYKfc-Us wiinseßenchrth scheint, das Frri-Corps bei der )'th eingetre- :enén Waffenruhe imd dem nahm Waffrnstillstande zu entlassen. Nurmuß ich mir die cherkuug erlauben, das: sich das Frci-Corps bis zum Eintritt eines Waffenstillstandes bci dcr pi'ovisoiischcn chieruu um Dienste ver- suchte! hat, ,welchcs Engagemcnt "Ick.“ gelöst werden ?o tt. Die in den Frei-Eokps dienenden bayerischen Ossizierc sind an keine beßimmie Zeit *ge-

bun'dcn und wünschen sämmtlicl) ihre Entlassung. Bei weitem dex größte Tlieil dcs Frei-Coi'ps - n.!memlicl) die fünf Compagnieeu vco sruhercn von der Tannschcn Corps und das Aldoffcrischc Corps "_él)*1bk"„k,'l'kch mrhrmalige Erklärungen ihren Riickt-itt von 'der-n „ihrer Fuhrer abhangig gemacht. In einem andcicn Verhältniß steht die ]eöigß stchske Compagnie, aus Den Resten des clicnmligcn WamerschcU CAPI ziimmmengescßt, welche siti) schon friiher dcr Regirrung zur belleblgk11_TlspofiU?*_1 IesUUZ hai. an Skiken dcs Cvips diirfte demnach einer *sosdrtigeii ?liiflojung fciii Hmdermß im chc stehcn, Hadi'i'slcbcn, den 9. Juli 1816, (gez.) Ovcrsi-chnte- imm Von der Tann, Commandeur,“ «» , . _ Tic Offiziere dcs von der Tannschen zreicorps habe]! dtejxn Morgen in cincr gcmcinschaffiichcn Bi'riithung den Beschluß gefaßt, sick) dcm Befehle der proyisori-schcn Rigici'mig 695 Ehrcnmämicr nn- teriveife'n zu wollen, Sie hatten der pi'oviiorisihcn ngicinng ihre Dicnsie angeboten und diese scii'n von ihr mit Dank angrnoimncn; anf i*l)i*envolie Weise l,)(ittcn sie fiir das Vaterland gekämpft und ci)- rknvoll wollicii sic da[)cr ami) aus dem Kampfe scheiden und den Ruhm Mlchen sic vicllcicht sich in unserm)! deutschen Lande erworben, nicht durch cine “Liiiflciiiiung gegen die provisorisihe .“)irgici'mtg- Weiche die Auflösung der Jrciscliaarcn fiir gilt befunden habe, 311 ['lf[kcktl. Nm" will das JLUsOU-TllösäM Ji'cicorpö Vor si'iiicr Auslösung cine *.)[lli'l'kx'l1mljlg seiner geleisti'tcn Dienste ausgesprochen wissrn. , Hie Auflösung der Jreicorps wird hcutc Abend erfolgen. Die Ablicse'ruug der Waffen der Von Jcnisen-Msschcn und Von der Tann- sihrn Jrcicorps hat nicht stattgehabt.

?ZÉiaslm-d,

» Frankreich. National-Versammlung. Schluß der SlßllllIMVOM [9. Juli. Bci Wicdcrlwlima dcs Skrutiniums über Die “_Pi'ajidcntciiwahl wars" znr absoliitcn Nishikikit 55V Stimmen (*!"s0sÖLsllkh'. Omi" Llrmand Mai'rast ciliielt «111, Herr Lacrosse ";;Z'W'jd OM" BacZi) Stimmen. HerxA. L).)iim'ast wurdc demnach als Prandent "ÖA.“ N.".ii-„knal-Bcisaiiim[img proklamii'i. Dic Bmathitng dcö LLf-Ölc ;;oglingd dcr POlYkk'chilisilMxll"UUD dchiiitaiisckxulc bczi'txikichk" 1eirct: Entiviiisö wurdc hierauf scpiZcsrHt imd dcrsi'lbc nnch cinigcn Adaiidciimgsn dcr imiclitcn Bestimmungen angcnommcn. HerrGouin i'ijtiiiti'lc Bcriiht ii[*ci*_e*iti Dekret, woaach fiir die Biireaniostcn und !LUUUL Ausgaben des (xoxisrils-*J.)i*ckside11tcii 15,000Fr, bewilligt werden. 1116 Dcki'eiwurdc als dringlich angi'noniinmi. Ein Dcki'et-Entwurf bezüg- lnl) dcr :).)iobiigiii'dc ivnrdc vcitagi, “Fei“ nächsteGegenstand dci“ Tagesord- ming 16er die DiIk-ission cines Vorschlagcö zm" Bildunq Voit C0- Ullktk'ö- sm“ llntrrstiihung dci" iii'iiicicn Klassen. Die Maßichcl siiilägt vor, in «*lkli']! Önuptvrtcn JrankrciiiW solche Comité'o zn oißanisircn, Miihe dcm Verderben iiicht unterliegende Uebi'nsmittcl und andere Ar: tikel F1!_UlYlkÖkigstßU Engi“o:»-:*§reisc ankmifcn nnd die'scldcn ;um Ko: sic-nprcxix [lll bnarcs (?Okid «in die Armen verkaufen sollten. Die nö- thigxn ,(Folilss dnzii fonte dci“ Bezirkö-Einncl)1urr liefern und das Co- xnite-_ stc binnen Zwei L))koimii'n ZlU'iikuklhli'n. Dic ziir Priifung dcs ..BOWHliigö ernannte Kommission erklärte aber in ihrem Bericht, das; in (Z"„Olgk' dci“ zahlreichen, in negcstcr Zcit getroffenen Maßregeln zu (Huujtsn der äi'iiicimi Massen die vorliegende unnöthig skiii. Die Voi'saiimilung war gleicher Meinung und vcrwmf den Vorschlag.

Siyung vom 20. Zilli, Vice-Präsioent Cordon eröffnet sie um L', Uhr. Nach Vorlesung des Protokolls durch einen der So- Cl'i'küll'i: tycilt derselbe der Versammlung einen Brief Von A. Marrast mit, wdr!" diescr ihr für daI [WHL Vertrauen dankt, das; sie ihm diii'ch_se_111c Wahl ZUM Präsidenten erwiesen, Er bedaucrt jedoiiv, iiiiiii ]osdii den ,Priisident*c*nstu[)l c'iiinehmcn 311 können, indem ihn i'in hskkkyikö «Fieber im Yi'tt Zin'iickhaltc'. So'i'ald dieses vorüber, Werde cr stil) [;_ceilcn, si-iit hohe's Amt ZU crsiillmt. Cin ZWLifcr Brief, den der Präiidcni Voilicst, zeigt der Vsrsammlunq den Tod iln'co Kolle- gen Dorni-s, deackcurö dcs National, offiziell an. Der Präsi- dent bestimmt diirchs Loos cine DQ'PUÉÜÜOU von 50 L).)iitqlii'dcrn, die' der VccrdiquuzioJcicr bikiwohnkll soll. Eine? Menge“ P-titionrn wird auf den Biircailtisii) gclcgk. “Oed,“ Piäsidcnt zi'igt an*, daß die Stimm- zettcl-Zähluxg iibki" dic Wal)!“ eines neuen Vicc-Präsidcntcn in den NWDR - Sälen vollciide't sci imd solgeiidcö Resultat kr:- geben habe: Zul)! dcr Skimmcnkcn: 4-10, absolut? Mehr- heit: 221; Vixio hai (“,L-R' Stimmen erhalten und wird soniik FU!" Vii'c:Pi'(isideiitcii pi'okiamirt. Nail) Bixio, dcr sich so mixthig gcgen die Jtisiii'gcnicn Näf dcn Barrikadrn gczcigt hattc, zählten Trilat, dci“ ehcnmligc T))kiiiisii'i dri“ öffentlichen Arbeiten, imd Vivien, dcr Akademiker, dic mriste'n Stimmen. C:»yras Vi'rlangt das Work, iim seinenVvi'siiilagiiiiisichtliiii dchcisoigimg ai'britsnnfävig gk- Wi'i'di'xiei' Landbewodncr ZU kntwickllii. Ei“ bckmgti' sich, das; man ihm das Wort vchigciii wolli', Mil sciii Antrag mit dem “Linking? Waldeck-kKoussi-an's ang-blfcl) derselbe sei und mit ihm zusammen- falls. Ein Mitglied dc'ö Ai'bcii'öLiiidscliiissrö sti'igt auf die “Tribüne und sagt: „Der ALLÖsiZMs; ii'iigt aiif Weitagung dcs ?lntrach ait. Ticsi-r 2lx:ii“-.1g wiirde none ?llli'gäbi'il vi'i'tii'sai'l)cn. Da aber die Ver- samminug jede neue ?liisgabc sckciicn Und sich vicimchr mit Ul'llt'n Einimijmcn [*cschäftigcn muß, so s(heint dic Vertagung nicht als ge- rcch:fri't-'gt.“ von Lankan Verspi'ichk dcm Llntxagstcllci', das; der :!liiss-iiitß ihn moxgmi anhören jvci'dc. Hieiniiiiist wird der Ver- si'llU'killllUg dcr Bcré:hi Vivisnd iiber die Wal)! cines Veitsc- tsro des "Departements von Vancliisc viii'gclt'si'n, der an die Stelle Agricokc Pcrdigiticr gewählt Wiirdc, weil Lexuie'rcr fiir das Skinc- Departement angenommen hatte. Der “]icugewc'ihltc heißt ?ldo!pl) Geno und ist cin ehcnmligcr Kommissar dcr I)iegiiruiig. Ein halbes Dutzend Pi'otkftntioncn F**gcn sxiiic Wahl liegen Vor. Sic seii'n, heißt es iii dcm Briii'ht, mul)!“ ODU weniger bcgriindct, weshalb drr Allöskhilß mis Einleitung einm" Unikrsiichiing autmge. DU“ Kampf um dicse Wahl war zisiiili-„h dcisx. Tie Einen, dariinicr auth Cle- mens Thoma s, vi'rlaiiqtkn ?(mnullirimg, die Anderen Untersnchnng. Vivien las darauf einig? Zcitnngsartikcl gegcn dcn (Hewiihitin Vor, und die Vcrsammlung [*i'sililos; ciidliii) dic AUN'ÖUUUF eincr neuen Uniri'siiMmg. Der Präsident ladet dic Versaiiimlunq ein, sich OviiMMNiiag mi flcißig mit Priifung des Vcrfaffungs Ciitwnrfö zu bcschaxirgcn, damit dcjjen öffcntliahi' Beral'hnng bald beginnen könnt'.

, Pariß, 20. Jiili. Dic Patric meldet: „DerChcf dci“ Voll- ziehenden Gcivi'ili hat die Vmwaltung der Stadt Paris i'corganisirt, Lr hat did Priifcktiir dcs Seine. Departements wirdcrhcigc'stcllt.“ 4er Mon-tteur bringt heute auch bereits die betreffende Verord- Zimig: St_e lautet: „Französische Ri'publik, Ficihcit, Glciihhkii, Brydcxschast. Al,]f- den Bericht des Ministers des Innern und nach Yuhoruiig dci Minister beschließt der Conscilö-Präsident: Art. 1. *„er Burger TrouNwCthel (bisher Polizei-Präfckt) ist zum Prä- fekten des Scme-Dcyartcnicntö ernannt, in Crscßung des Bürgers Armand Ykarrasi, de.],scn Abdankung (als Maire von Paris) ange- UOMUZJU ist* DU“ Vxxrged Duco-ux ist zum Polizci-Pi'äfcktcn ernannt, Ly“ die, Stille das fur die Seine-Präfcktnr bestimmten Bürgers «'“-,.loilvtk Lhiiiiycl. Art. 2, Der Minister des Innern ist mit Aus- fuhrimg dicycs Bcschiusses beauftragt, So geschchcii im Präsident- sckiiith-Hotel zu_Par-s, 19.'Iuli 1848. (gez.) E. Cavaignac.“

Oct Moniieur enthiilt mehrere friihere Beschlüsse der Natio- nalpcrsammlun in Form von Dekreten, unter denen sich folgende befinden: 1) ekret, das, um die Baulast zu ermuthigen und den

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Tagelöhnern Arbeit zu verschaffen, den vor dem 1, Zammr1L49 begonnenen oder auch nur nach dem 24. Februar d. J. fortgesetzten Bauten einc fiinf- bis zehnjährige Grundz, Thiir- und Fcnsterstcucr- Freiheit bewilligt und sogar diesen intraum auf funfzehn Jahre ausdehnt für Gebäude, die zu besseren Wohnungen der Arbeiter silbst bcsiimmt sind. Man glaubt, die Stadt Paris “würde den ersten Ge- brauch davon machen und eine Menge Ai'bciter- oder sogenannte Jamilicnhäuser anlegen laffeu. 2) Dekret, das _den Aibcitcin gestat- tet, öffentliche Arbeiten für eigene Rechnung zu ,Ühkklkklwlkll und aus- zuführen. Dasselbe lautet: Art. 1: Der Mintstkx dcr öffkntlichen Arbeiten isi ermächtigt, den Affociatidnen Von Arbeitern alle diejeni- gen öffentlichen Arbeiten durch Meisigxbok oder freiwillig zu iibcr- lasscn, Welche sich für ihre Vereine digcuexi. Cin Ri-glßment der Staatsverwaltung wird die Natur der Offklxkllcki Zuxuschlagcndcn odcr freiwillig zu iibeilaffendcu Arbkinxxl, so wre ÖW Adjlidicükl'onö- und Konzessious-Bedingungen, zur öffentliche!) Kenntnis; bringen. Die Vcröffcnllichung diescs Reglcmxntö soll hin"?" beute (1-3. Juli) und einem Monat stattfiudkn. Art. 2. Um zui“__?[[*g)1[*c cines Meist- odei' Mindestgebots behufs Uebernahme voii,ds[ciitliiiie11 2l1*_l*citcn zu- gelaffcu zu werden, haben die Arbeiter-Sozietatcii ihre ?lsiociations- Verträge der Staatsvcrivaliuyg voriulegen, um iich iiber die glcich= mäßige V.rthcilung dcs Veiicnzks, _s_o "M "bk!“ „(HFÜTWUUI VM Wikt- WWW“, Waiscn- und Blessirten -Kane_n, zu lcgttnmrcn, Wofür “.? pCt. dcs Salam“; zuriichgclegt werden miijsen. ;;“) Dekret, dms; das djs; [)crige COMM? »My-St, Vrienc (150th du Nord) ZUM Range cines inccnms mit allen damit Verkniipftcn Rcchtcn und Pflichtcn cincr Vorbeieiiungsschulc fiir den Univci'sitäiobcsuci) „eidcbt. 4) Anicigk, daß Herr Sibour, Bischof von Digue, ziim Erzchhof von Paris an Affrc'ö Stcllc ernannt worden ist, .

Jm Messager liest man: Es wird inis Vklsishkkk, daß, ohne

sich irgend näher iibcr die Frage zn Verjtändégcn, Frankreich und England einander gigciise'itig angezeigt haben, sie wolltrn «*in „Beob- aii)tungs-- Geschwader nach dem Schwarzen Meer:- sxiiickcn, um die B9- wchmgcn NUßlnnÖö an der unteren Tonga zu iibrrwachrn. Ziidcm wir diese Nachricht mittlieilcn, möchti'n _wrr znglcicl) fragen, waz dem: aus dcm Traktat von Chuukiar-Skclcsji wid, der den Kriegsschiffen dcr Westlichen Mächte dic Durchfahit durch den Bosporus unter- 111 t.“ s 3 Tic Kommission dcrNational:Versammlung, der das vo1*gcschla:- gcnc Dekret in Bctrcff dci“ Illnbs zm" Piiisiitig iibci'wiiscn Wai", hat, wie die Patric meidet, einstimmig das [*I-„bst Gcsiiislich solcher Institute erkannt und sick) fiir dercn Anshi'bnng erklärt, weil man nicht zulassen könne, das; politische Körper ohne gesetzliche Autorität den ischtmiisxig bestehenden Gewalten Gesche Vorschiicbcn und einen Einfluß erhielten, der die Gescllschasi zn erschüttern drohe.

Anil» Napoleon Bonaparte protestirt gigen die' Vcröffcnilichnng dcr von Lamartine im Comité dei“ auswärtige'n Angricgcndciten ge- haltenen Rade.

Zu der Rue de Charenton und in der Rue de Montrcuil (Fan- bourg St. Antoine) sind in dcr Vergangenen N.:cht abcrnmls cine Mrngc Beihaftungen *.»orgcnommcn worden, Henke hält die' Unter- siiiiimigs:Kommission ihre zweite Plciiai-Silzimg im Jiistiz-Palastk, um den Gcncml-Bericht ihrer InstructiMs-Niiiiicr aniulßircn.

"Dic Unterhandlungeu zwischen Goudiiiaux, dcm Jimnz-Ministcr, und der lyoner Eisenbahn - Direction, die so plöyüch ab§cl*i'ochcn Wurden, sind wieder angeknüpft. Goiidchaux bietet dicses al nur 7 Fr. 50 Cent. in 5% Rente fiir die Umwandlung und respektive Abtretung dir von den Actionairon bereits eingezahlten 250 Fr,

Gcnkml Cavaixiimc hkiratl)ct cin JränlcinDnboMt, Tochter des Glas-Fabiikanten Vincenz Dubochc't, eines alten Jrcundrs des Gr:- nerals nnd Vrkwandten des J, J. Diibochrt, ehemaligen Geschäfts- führers des National und Z).)iitbkgiiiitders der Jlliistration. Gcsicru War große Soiree bi'im Gcitcral Cavaignac, iii wrlcher die alte Mutter desselben UVB ihrer 70 Jahre noch dic Honneut's machte. quaignac bewohnt das Hotc'l Baudon, ehemals der Prinzessin Ade- laide gchörig, in dcr Rue» de Vari'nitcs.

Straßburg, 19. Juli. (Köln. Ztg.) Die» gestern statt- gchabten Unordnimgcn haben heute zu nichrkrcn Bcschliissi'n von Seim! dci“ Stadtbebördc und der Kommission der Republik Anlaß gi'gcbi'n. Dic Geniciiidc- Werkstätte, Mlchc die' Unruhen anzcttelik, isi aiifgclöst, nnd die unbt'sklwltencn Arbcitcr sind anderwkitiq untcr- gcdracht worden. Eine wichtige ?.)kaßregcl wurde Von dem Chef dcr 'Departemcnta!:Verwaltung ergriffen. Teiselbe hat nämlich durch ein "Dekret von heute die Znsaiimicnkiinfic dcs Arbeitcr-Klnbo verboten, da dieselben, statt zur Belchriing der Bürger iiber ihre Rechte und Pflichten und 2,111“ Vcrbesssrung ihres Looseö zu dikut'n, 11111“ cine (He- lcgcnhcit zn Angriffen imd Schmähllngln gkgcn dic chnblik gcwor- dcn seien,

Lyon, “17. Zaki. (Köln. Ztg.) Dic Naiional:Werkstättrn siiid aufgelöst, Cin Beschluß dcs Präfekten brachte gcstcrn diese none Vexsiigiing mit den Worten: „da[; dcn bcdrämgisnnnd beschäftigung» losen Arbeitern von mm an durch die “Sorgfalt dci“ Maiscö Unfri- siiixinngcn vcrabrcicht Werden sollen,“ Man macht siii) keinen Be- griff von dll" allgemcincn Blstiii'znng, wilche dicse I)iaßrcgcl Ochor- gebracht hat. Der KardinalErzbischof ist durch Bittschiistcn ancie- gangcn ivorden, in dcn Kiribcn Sammlungen vcranstaltcn zu lassen. Auf der Straße bildctcn sich _qcstcru Abend Griippkn, Welche cine beunruhigende Haltung annahmen. Zcitnnqs-Verkäufer wurden in den Straßen Vsrhaftet, wcil sic Unheil vcrkiindctmi. Einige dersel- [*1'11 rie'fi'U: „sims ) i'i'l'i'vx, |W n(myc]|t:5 [1317408005 qui sien- "(:-][ ([,-**li'tk [*(iiickx (141115 [0 [**anbmlkg Zt. Julixinck.“ Alle TZÜÖk- posten sind dcm Linicn-Militnir an!.wrtrani, dcn]: dic Nativiial;Ga1“d6 ist aufgelöst. Elend and Roll), Traum“ und Nummer ki'fiillen alle Gcniiithcr. Wii“ haben hier Zustündc, Welche cm die Jammcrtage Jilands erinnern.

Großbritanien und Irland. London, 19, Juli. Ihre ?))iaj-stät die' Königin machte Vorgestern in Begleitung ihres (Hi-malils dcin Grafen und der Gräfin Von Ncnilly in Claremoni einen Besuch.

Jm Oberhauser brachte gcsicrn dcr Heizog v on Richmond eine Beschwerde dariiber Vor, daß im letzten Jahre kranke Seizafe in England eingefiihrt und dadurch austcikende Krankheiten unter den englischen Schafhccrdeu Verbri'itct, so wie ungesunde Nahrung dem englischen Volke zugefiihrt worden sei. Die Schuld daran tragen Sir R. Peel und die Freihändler, ivclckic 1844 die Zölle [)erabixc- scyt, weil, wie sie sagten, das Volk wohlfe'ilcres Hammelsleisch habin müsse; Wohlfeilhcit sei jcßt immer die Hanpisack)c. Der Herzog trug auf eiiien Bericht über die Zahl der im J. 1847 in England einqc- fiihricn Schafe an. Lord Lansdowne bemerkte, im Jahre 1848 "sei, so viel er sich erinnere, nur ein einziges krankes Schaf eingefiihrt wourdcn, die Einfuhr abcr könne nicht vxrhindert werden, ünd die P9cht*'r müßten sich selbst schiiyen. Lord Wharncliffe reichte eine Bitisihr ft von londoner Kauflcnicn ein, die Geseße iiber Bankerotte zu verbessern. Die bisherigen wären ganz ungenügend, um Treue und Glauben im Handel zu schiiyen. Die Bittschrift ward einem besonderen Ausschusse überwiesen. *

Dgs Unterhaus war, cstern sehr spärlich besucht und verhan- delte nichts von allgemeinem ntcresse. Die schon im vorigen Jahre

iiber die Wegräumuug der Schlagbäume auf den Laudßcaßen einge.- bx'achtc Bill sollte im Comité berathrn werden und wurde von den Grundbesisrrn, ivrlche durch die Ccntralifirung der Wegevenvaltuu

bci rerRi-gierung neue Lasten fürchteten und lieber den alten usian

der (Hemcindcvei'waltung erhalten wollten, bekämpft. Die Be örderer der Bill machten geltend, das; die Erleichterung des Verkehrs dlM Beseitigung der zahllosen Schlagbäumc, welche überall in Engl

die freie Paffage hindern, gerade den Landlcutkn am mäßen zu gut kommen würden; der cntgegenßehende Antrag wurde boshalb mit 88 gcgen 34 Stimmen verworfen und die Bill im Comité berathen. Eine Abkndsixzung dcs Unterhauses konnte gestern nicht statisindeii, da sich nur 31 *))?inlicder vsrsammclt hatten.

Der Lord-Lrenicnant von Irland wird in dieser Woche noch nach London kommen, um mit den Ministern die Maßregeln zur Vorbeu- gung dt's in Irland drohenden Anfsiandcs durch Unterdrückung der „Klubs zu bcmthen. Ein inzwischen in Carrick-on-Suir bcreits aus- gebrochen“ Aufstand hat aber die Abreise Lord Clarendon's um einige Tage verzögert. Der Bericht der Morning Chronicle darüber meldet vom gestrigen Tage aus Dublin Jolgcnkeö-: Ju Carrick-on- Suir Ward Heri“ Patrick Byrne, ein (Hi'istlichcr, verhaftet, weil er Linsruhr gcprcdigt habe, und in das Gcfiiugniß gebracht. Aber das Volk rottctc sich in großen I)iaffcu vor dem Gebäude zusammen- sti'n'mtc es und befreite nicht blos Herrn Byrne, sondern auch alle Gefangenen. Dolxcny, der ebenfalls Verhastct war, mußte egen Bürgschaft frciiegebcn werden. Er ritt nach Cashel, wo der König- Qormac-Rliib ihn in Reih" und Glied ?mpfiug. Die Klubsfind nämlick) militaiiisih in Züge und Rotten getheilt. Von dort aus, der alten Königsstadt, zog er hoch zu Roß, in Grün und Gold, den Jarbcn dir Klubs von 1782, gekleidet, achitausa-nd Mann hinter iiih, auf den breiten Hügel von Slikvenamon. Hier stoß?" mrbrerc Grafschaften cin einander, und mindestens 30,000 „muntxrc Jungen“ von Cork, Watcrford, chfoi'd und Tip- pi'rary kamen auf der Höhe zusammen. Doheny redete die vexsamnicltc Menge an und forderte sie auf, Klubs zu bilden; Wenn sie fest stände'n Und keine Furcht blicken lia'ßcu, wiirden sie siegen. Heri“ Mcaghcr, dci“ Sthrtträgci', war von Waterford in einem scckxspiiiinigen Wagpn gekommen, die Klubs hinter sich in militairi- schi'i' Ördnnng. Eben so jvolltc rr in die Stadt zurückziehen. Man ließ den Schlagbaum auf der Briicke iibxr dcn Suit nieder und ver- lanqtc, dic Filiids sollten erst ans Reil) und Glied treten, ehe sie hiniibcizögcu, Dic Antwoxt war ein Sturm, welcher den ganzen Schlagbaum ivegiiß, und die Kinds zogen im Triumph durch die Stadt. Diffc und andere Ereignisse, so wie die Sprache der Klubs, wclchc nicht 11'1dc1iiliii) zur zicwaltsamen Befreiung der Vcrhafteten aiiffordcin, [)adcn dcn Loxd-Statthalicr bewogen, gestern den Gehei- men Rail) anf dcm dubliner Sihloffe zu versammeln und nach ge- haltencr Bcrathung sieben Beziikc, nämlich Stadt MW Grafschaft Dublin, die Städte Waterford und Cork und einen Theil der gleich- namigen Grafschaften, endlich die Grafschaft Drogheda, zu proklami- rcn, das heißt unter die Vor kurzem vom Parlamente angenomme- nen Ausimdmegcskye zu stellen.

In Folge der irländischcn Nachrichtcn sind heute die Course an der Börse um 2 Prozent gefallen.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 16. Juli. Zum 9ten d. M. Waren hierselbst 3897 Cholerakcanke in Behandlung Dcrblieben; im Verlaufe dieses Tages kamewhinzu 764, es genasen 2-12 und starben 489 (darunter 293 in den Wohnungen). Zum10. Juli waren 3980 Kranke in Behandlung verblieben", es kamen im Verlaufe dicsi's Tages hinzu 693, gcnasen 209 und starben 479 [darunter in den Wohnungen 281), Zum 11. Juli waren 3935 Kranke in Behandlung Verblieben; es kamen im Verlaufe dicseZTagcs hinzu 692, genascn 219 und starbe11396 (darunter, 244 m den Wohnungen). Zum 12. Juli niai'e'n 4012 Kranke in Behandlung verblieben; cs kamm: im Verlaufe dit'scs Tages hinzu 606, genasen 226" und starben 386(dai'untlr 218 in den Wohnungen). Zink: 13.3111!“ waren 4! 106 Cholerakmnke in Behandlung vkrbiiibkn; rs kgmen im Ver- laufe dieses Tages hinzu 654, genasrn 279 und starben 409 (darunter 2291]: den 9" Kohnungcu). Zum 14. Juli vei'biicbe113972 Krankein Behand- lung. Jm (Houvrrnrmeut St. Petcrsburg sind neuerdings die Städte Pawlowok nnd Gatschina von der Krankheit ergriffen worden; in- dcffcn zeigt sie sich hii'r nicht heftig. Von allen Kreisen des Gou- vrrncmcnts am meisten heimgesucht sind die Kreise Schlüsselburg und Ncu-Ladoga. Bis zum 30. Juni betrug die Zahl dcr in sämmt- lichen Kicijen Erkrankten 864, die der Gestorbenen 195. In Kron- stadt sind seit dem Erscheinen der Epidemie bis um 30. Juni, d. 1“. im Verlauf einer Woche, von “184 Erkrankten 76 gestorben. In der Hauptstadt St. Petersburg sind vom 1. bis 8. Juli 6720 Personen [*lkkallkkU11d 3617 gcstorbcn. Jm DorseSalesjc des Gouvernements Wilna, Kreis Oszmiana, und in Zwei benachbarten Ortschaften er- krankten zwischen dcm 24, und “29. Juni 12 Bauern, von denen 5 siaibcn. In Moskau nimmt die Epidemie ab. Zwischen dem 27. Juni und 4. Juli erkrankten 1776 Personen und starben 847. In der Mitte des Zuni wurden außer den früher genannten Städten und Kreisen dcs Gouvernements Moskau noch die Städte Dmitroff, Klin nebst dem gleichnamigcn Kreise, Podolök, Sscrpuchoff und der Kreis Wolokolamsk heimgesucht. Zn Zämmilichen Kreisen find vom 1:5. bis 24. Juni iiberhaupt erkrankt 36 Personen und gestorben 228. Mit bedeutender Intensität dauert die Cholera noch in Kolomna Firth, wo vom 13, bis 24. Juni 272 Personen erkrankten und 186 ar cn.

Belgien. Brüssel, 21. Juli. Gestern hat der neue Me“- nister der öffentlichen Arbeiten, Herr Rolin, seinen Eid in die Hände des Königs geleistet. Der Köln, Ztg. wird über diesen Minister geschrieben: „In einem Augenblicke, wo die beiden Flandern die ganze Fürsorge der Regierung in Anspruch nehmen sollen, ist diese Ernennung eine besonders paffende zu nennen. Herr Rolin ist seit langer Zeit eines der tüchtigstcn Mitglieder der Kammer und in der Provinz, wo er als Advokat cine bedeutende Stellung eiunahm und mit deren Bedürfnissen er séhr vertraut ist, allgemein eachttt. Die Wahl des Herrn Rolin zeugt nicht allein von der Für orge des .Ka- bincts fiir die Leiden der Flandern, dasselbe hat auch die Priifung aller Fragen, welche sich auf die Lage der arbeitenden Klassen da- **“ka beziehen, den jeßt einberufenen Provinzial-Ständen über- ww en.“

Italien. Genua, 15. Juli. (D. A. Z.) Der hiefige Corr. m e r c. meldetJolgendes: „Das englische Dampfboot „Porcupme“, wel- ches in diesem Augenblicke von Palermo, von wo es am 11. Jian“ abgefahren , hier einläuft, hat einen Veauftra ten des fixiliam'chen Parlaments am Bord, welcher dem König von kdim'en die dg geschehene Wahl des Herzo s von Genua (zweitext SOWI!- nigs, geb. am 15. Novcm er 1822) zum„-Kö'wis“ M, . _, *" melden hat. Man fiigt bei, die Mahé- häkm W _ ' mung erklärt. Morgen xl6. Zul!) kkxßk «ck WUK"! 471“ ck langen, welche den Pimzxn 1v1ch.ßUW*-K 1, ; 'Le ren soll. Das Damp o,ot wm'bt-„akxéb-éM 3

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