1848 / 87 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

* ' ' land aber im Emverßänbmß unt Frankreich und Eng WTFYZUYIZSIY Wiederherstellung Polens zu veranstalten. 'Der R;!)- em führt seine Idee einer allgemeinen Umgestaltung Europa 6 irn e- ner eu Sinne weiter aus; er kommt dbaer auch auf Italien zu

Zkkaetitsémd äußert u. A.: „Die Italiener werden selbstständig wer-

ch - ' i ben werden' wir Deuts e den' dre R;d,;LXsZeTu-sxmchi'eöseZLtlTlriFrRiZk elrregte einen'Stnrm in Zr en d“ - ' “d u ernun gerufen, während sich von der Vrrsammlunq, xi'kbks Wir 3 k *g t “t llt kl'ch die linken Seite' eimll dernt'h'm'n 19,77“ TerPraUden, "b T' LV Ruhe her und spricht; „Er miise eo zwarwfur_emen ,a rn er- tat!) am Vaterlande “balken, iVe'jlelliüjl den 291111101. aiissprec1„se,.scine Heere geschlagen 51: teben;_ „znr r rdnung ruten konne er aber" deri Rednek nicht, da er lllljlvsi'lnk eigene Weltantcbairrmg [amerr mnffe. Nachdem Ruge seine Anxiibren noch, Wkltkk. entwickelt, verlajxt er_ die Tribüne, welche nach ibm Low betritt. Dreier glqnbt nicht, da]; die Acußerung drs Redners vor ibm drr ?lusdrnck "ciner Partei 1er, _ eines Redners, der friiher die Deutschen niedertraibtig gcnannt habe, (Präsident bemerkt: Tas,'tvas cm Mitglied fruher als “Schritt: steller geäußert, dürfe naht m die Debatte__gczbgr11 werdeii), eiiies Redners, der heute den österreichiichen Wasen 111 Italien eiiie Nie- dcrlaqe gewünscht. Er fordert die Versammluiiq arif, deni Rediierrin Deminti zu geben und zugleich ihre Sympathie tiir die deutiibcii Waffen

in Ztalirn auszusprechen. (Links: Eine solche Aufforderrrngitedt mir dem Präsidenten 3-1!) Der Präsident ersucht den Redner, [ri'b an die Sache zu halten. Dieser gebt dann aiif die rosener Z-Fiistiinderin. Cr bemerkt unter Anderem, daß alle Petitionen fiir einen Üiilsilllllß-ÜU Deutschland beglaubigt, die im entgegengesetzte" Siime lllibl'i„ii'illi.'li'ii, ja zum Theil von Weibern und I)iindi'rjäbrigen unterschrieben seien. Der hicr verlesene Protest der polnisiben Tepiitirtcn in Berlin gebe nur von 15 unter 29 aus. 'Die Inden srieir nicht boiidrn Deutschen, sondern von den Polen mißbandrlt und niedergedriickt, die Wahlen sogar wegenMitwirkung von Jriden angefochten Werden. Tie Inder]. die sich iiberall fiir den Anschluß an Deutschland ausgesprmben, miine man auch als deutsche Brüder anerkennen. Die Germanisirnitg, die man Preußen vorgeworfen, babe allerdings dem Uebergewübt des Adels entgegengewirkt, aber fiir den Vair-rn sei sie wobltbiitig gewesen. Der Redner brriibrt dann die den Polen ertl)eiite Amne- stie, den Polenprozeß u. s. w. „Wir Deutschen“ --- sagt er - „ba- ben mit den Polen sraternisirt, bis wir sahen, das; die Polen die Reorganisation so Verstanden, das; sie die Haren und die Deutschen die Knechte sein sollten. Nach dieser Erkenntniß ist es uns unmög- lich, zusammenznbleibrn. Wir können und werden uns nieht kiieihtrn lassen, wollen aber auch keine Polen unterdrücken. Wir Verlangen deshalb nicht die Einvrrlribnng der garizen Provinz, aber die Tren- nung. Wenn diese nicht erfolgt, dann kann Biirgrrblnt, und zwar von Tausenden fließen, Trr iibrigbleibendc polnische Theil ist noch groß genug", um ein eigenes Staatsleben rn entwickeln. Möge er die Wiege cines künftiger: Polens sein! Wir haben der Freibcit ei- nen Tempel gebaut; sollen wir 111111 wieder der Aristokratie cine Gasse machen, den Bauern, dcn “Inden wieder unter den Fits; des Staro- sten beugen? Vcrbiiten wir, daß unsere erste That eiii Zerreißen dcs gesetzlich bestehenden Bundesgebietes sei; Sie können, Sie Werden uns nicht vor die Thiir setzen, und wir gehören zu Ihnen.“

(Schlnß folgt.)

Frankfurt a. M., “.?-". Juli. (T. P, 21.3) 40ste Sitzung der verfassunggebcnden Reichs-Vcrsammlang am “.'7, JUli. Narbdem der Berichterstatter Stenzel gesprochen hatte, wurde zur Abstimmung in der posener Frage geiihritteii. Der An: trag von Ruge (die Einberlribimg bon Posen fiir nicht g*srbeben zu crarhten und einen erirbpäisck'krt Noitgres; ziir Wiedrrbeistellung Polens zu veranlassen) wurde Vt'l'WVlft'li, 'Der Antrag von Wirtin und Genese" (die Nathmeeismnmlung besiblirßt: das; die Cen- tralgewalt arifgefordert wrrdr, sofort den Sarbberbalt in Posen kom- missarisch Untersuchen zn lasen, mid das; arif Grund dieser Unter- suchung ein neuer Bericht erstattet Werde) wurde mit 338 Stimmen gegen 189 Stimmen verworfen. (Stimmende 472.) Blum erklärt Namens seiner (Hesinimngs-Genossen an den ferneren ?lbstirnmiinqcn

11ichineilt1ebmeir zu könne", der sie fiir eine endliche Entsibri: dung riirbt hinreichend irriterrichtrt siiid. Dagegen weiden 'diesi-lbcii an der Absiimmmrg iiber einen Antrag, die Llnerkenmmg des Be- schlusses des Vorparlaments wegen der Tbeilnng Polens betreffend, wieder Tb-“il iicbmen. Der Antrag von Schitselka (die Einverlei- bimg Polens Weder Von dem Standpunkte deo Reibis "orb derzilng- bei: 311 billigen und die preußisibeRegierung anf;11fordern, ga"; Po- sen, wie friiher, als selbstständige Provinz 31.1 bcbandeln iixid-die Griinz-chulirmig bis zurWiederherstelirtng eines freien Polens wor- zubcbalten) wird Verivoifen. Desgleichen der Amtrag von Döllin- ger, Dieririger, Tbinnes U., die geschebene Einverleibung eines Tbkils VV" Posen für nicht gejchelwn zn cracbti'n nnd die vorge- nommenen Wahlen für ungültig Fu erklären, dagegen den König VW.! Prenßen zu crsnchen, eine Geiannnt-Vertreiunq Von Posen ZU bökllfr'il ltild von dieser die Verbindung von qaiiz Posen als eines selbstständigen Staates in Realnnion mit Tenisibland beratbrn und beschließen zu laffcn. Der erste Theil des Ausschns, - All: trags, dahin gebend: die NationalVersammlung möge unter den obwaltenden Zmständeu ric Aufnabme derjenigen T*)ciie des Groß- herzogtbnms Posen, welche aus den Antrag der Jiöiiiglici) preußisiiwn Regieruu_ durch einstimmige Beschlüsse des Bnndeötags Vom *..“2 April

uiid “2. J) ai in den dentschen Bund aufgenommen worden sind, wie- dkklwlk anxrkenncn nnd demgemäß die aus dem Teutschlaiid individ- "ÜM Theile gewählten zwölf Abgeordneten zur deutschrn National- Yersammbmg, welche auf ihre Legitimation vorläufig zugelassen worden WW; nun enkgultig zniaffen, wurde mit 342 Stimmen gegen 31 Stim- men “UMWMMM. (Stimmcnde 373.) Der zweite Theil des Arts- schUÜ-Anir()gs wurde mit dem Amondement von Giskra angenommen, Ek FMM !?!-Hi: Die NdiionabVersammlnng mb'qc die den dem Kb“- U'Sll,*,1) VWUWÜ)?" CNUUUUM General Pfilkl vow*4. Rimi angeordnete vorläufige Temarcations-Linie zwischen drm galirischen und dem deutschen Th.“! vorläUÜI anerkennen, sich jedoch die leßte Entschei- dU'UZ "b" d.“ 3" ,tkkffknd? Nbgkänznng zwischen beiden *Tbeilen nach dem Ergebmß weiterer, von der Ceiitralgewait zu Veranstaliender Un- tersuémng vorbehalten. Der Antrag von Senff :e iiber Nr .; und de? AUGschUß-Antrags zur iirotivirten Tachorbnunq iibrrozni- gehen, wird verworren. Die Abzählung batte Siimmenqlcichhgjt “el.- gebrn, die Annahme der'Verwerfimg gründet sich ans F 42; der Ge- schäfts-Ord_nung. (Vet Stimmengleichheit wird die Frage als „er, neint angejehen). 'Der Antrag von Lichiiowsky, bei § 3 zur einfachen Tagesordnung iiberzugehen, wird Verworfcn kaqeqen der eventuelle Antrag desselben Abgeordneten: die bestimmie Erwartung zur preußischen Regierung auszusprechen, daß sie den im polnischen Theile von Posen wohnenden Deutschen den Schuß ihrer Na- tionalität unter allen Umständen sichern werde, angenommen. Ein Antrag, bei §. 4 des Ausschuß-Antrags zur einfachen Tageöordnung überzuxchen, wird verworfen. Angenomiiien wird da- gegen der Antrag au motivtrte Tagesordnung unter Hinweisung auf den Beschluß vom- I.“. Mai wegen Schutzes fremder Nationalitäten in Deutschland. Darüber ob der Zusaß-Antrag von Schaffrath :c. (Die National-Versammlung erklärtrie Theilrrng Polens fiir ein .schmach'volles Unrecht; sie erkennt die heilige Pflicht des" deutschen

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Volkes, zur Widerherstellunß eines selbstständigen Polens ün'tzuwir- ken.) zur Abstimmung und o getheilt zur Abstimmung gebracht, ge- bracht werden könne, entspitint fichwinx stürmische Debatte; Es Wird beschlossen, daß die Abstimmung über beide Punkte zugleich stattfinde. Diénamentliché Abstimmung wird nunmehr vorgenommen.

Die Abstimmun ,über den Schaffrathschkn Antrag (die Erklä- rung bezüglich? der iederherßellung Polens) ergab 381 Stimmen dagegen, 10,1, „Stimme dafiir. Voi- 458'anwesendm Mitgliedern haben 26 niclsk-gestimmt. Sehr viele Mitglieder eben über den Grund ih'rer ablehnenden Abstimmung, oder weshalb e sich der Ab- stimmung enthalten haben, Erkliirungen zu Protokoll. Schluß der Sitzung 3 Uhr.

PVAlßen. Berlin, 20. Juli. Se. Majesiät der König trafen von Sanssouci aus mit dem Bahnzuge beute friih um_halb acht Uhr hier ein und beqaben sich nach dem Musertm, um die dorti- gen neuen Bauten inArigenschein zu nehmen. Haemus besichtigten Allerböchstdieseiben, nack eingenommrnein Frühstück in Moanou, die nun im Guß vollendete“Reiter-Ztatuc Jl'iedrich's dks Großerw Um 10.; Uhr begaben Se. Majestät sich nach Bellebue und arbeiteten dort mit dem I)iinisier-Präsidenten von Auerswald, den Stawtcö-Mr- nister" Hansemann, thx", von Schreckcmtem, Milde und Marcker.

Berlin, 29. Juli. Nach dem heutigen Milit.-W-ochenbl. ist der Major SleVogt, Brigadier der 7ten Artillerte-Vrigade, un- ter Aggregirimg bei derselben, Zum Kommandanten von- Tl)or11„ dcr Oberst-Lientenant v, d, Miilbe Vom *1ten Infanterie-Regiment, unter Aggregirung bei dem :)iegimerit, ziim Kommandanten VOLÜIUÖ- selmiinde, dcr Hauptmann von Heinemann Vom *.:“évstcii ;)nsrintc- rie-Regiment zum Majxr und Commandcur drs Zten Bataillbns

26strn Landwrbr-Regiments ernannt worden. Ferner ist dein Genc- ral-Majdr bon :)i kil'hknbi'lch, Komnmndanti'n ron Tborir, als _Se- uei'al-Lientcnani, dem «Hauptmann von (Bizvckt, Artillerie-Tfnzirr des Ploch (Hraudeni, aks Major mit Pension, dcn Oanptleiiten Von Carlowitz und von becn Vom “Lbstrn Infanterie-Rrgtrrrerit als Majors, mit der Regiments-llniform mithen vorichrrfismaßi- _qen Abzeichen fiir Vrrabschiedere, *.)[llösilht mii beil-Versorgunq Uild Pension, bei der Latidwebr kein Major von Lindeqntxt, Com- nmnderir des Iten Bataillons Lipski" ?liegiments, als Lberst-Lieute- nant mit der Uniform des :Z-isten Jiifanterie-Regiments, dem Major Hendrick, Commandeur des Lien Bataillons kiten :)iegiments, als Oberst-Lieutenant, mit der lliiiforiii des [Iten Infanterie chimeiits mit den vorschriftsmäßégeii Abzeichen fiir Verabschiedeic und Pension, der Abschied bewilligt worden.

Oesterreich, Wien, 27. Fill". (Wien. Jig.) Se. Ma- jestät der Kaiser bat genebiiiigt, das; die bisbrr selbstständige Kaiicrl. (.BetrLral-Direction fiir die Staats-Cisriibahnen als solche aufgehoben und, vereint mit dem Kai'crlicben Telegrapben-Amte, drm Kaiserliiiwn ?)iinisterimn der öffentlichen Arbeiten als eine besondere Abtbeilnng desselben eiiibrrleibt und bei derselben ein eigenes Znspektorat fiir den ksr-me'rziellen Betrieb gebildet Weide.

.VZiirkkcmberg. Stuttgart, 26, Juli. (S chwäb. M.) Sc. ?))injestiit der König bat sirb ans (Hesundl)eits-Riicksiihten gestern Abend arif einige ?Loiben Film 05ebrauch einer Molkenkur nach Meran begeben. Fiir die Darier der Abwesenheit Sr. Majestät bat Se. 515111'311- HOL)?“ dcr Rl'Nlpl'liiZ die Leitung der Regierungs-„Gesrhäfte übernommen. *

Anhalt-Deszau. Deßau, 20. Juli. Die neueste Num- mer der (Heseß-Sammlung enthält folgende Verordnung:

„Wir Leopold Fricdricb, von Gottes Gnaden ältestregicrcnder Herzog zn Anhalt )(, fiir [kW und unter Zusiimmrxng Unseres Herrn Vetters, dcs regierenden Herzogs Alexander 31.111 311 Anbait-Bernbnrg Liebdcri, vi-rordiren arif Antrag Unseres imd dcs m1ba1t-cöthenscbrn Siankx-Pl'ik]istkl“illll!§, 111- glcichcn dcr Volksvertreter Unseres Her,;oqtbnms, so wie der dcs Herwig- tbrlms Anhalt-Ci'rtben, wie folgt: 1) Die Veliöbettretcr Unseres Herzog- thirms werden mit einer gleichen Zahl von Volksvertretern dcs Herzogtbirms “.'lnbalt-Cbtbrn 31:1" Verrinbm'nng einer gemeinsamen Vcrfaffung am ZUK]! d. M., Vormittags 10 libr, in Unserer :)kesidcnzsiadt Deskaii, imd zivar in dem Konzertsaaic daselbst, ;nsmmnentrcieu. Es ist dieser Vereinbarnng der Von Unserem Staats-Ministrrinm bereits öffentlich bekannt gemacbte Vcr- fassrtngs-Entwnrf mit den theils schon ziir bffe tlicbrn Kenntnis: gcbrc'iQirir, tbrilö aber nocb zn erlaffeiiden Zutritzcn ziim Grunde zn legen. *.*) CÖWW ferner die Boli'övertrrter Unsrrcs Landes, so wie die des HerzogthiimsYn- l'air:Cötbc11, bcxiiglirb der gemeinsamen?lrigrlcgcribeitcn auch in Zukiintt zii vereinigeii. :4) Zu Beziehung aiif die gcmrinsmncn Angelegenheiten beider Herzogtlwimer wird ein (Hesammt-Staats-Ministerimtr _acbildet, nnd ernen-ncn LZir 311 Mitgliedern deffrlbrn dcn Wirklichen (Tiebcimen Nail) ])-*. Habicbt, denWirklicl)cn(§lcbeimen Rail) bon Goßlcr, den"))kinisterjalratb Köppe. Die besonderen thcxeffen dcr cinxelncn Herzogtbiimer, fiir ivelcbe mich künftig bis zur vollständigen Vereinigung derselben besondere Landtage stattfinden, Werden von den bisherigen Staats-Ministcricn beider Staaten abgcwndcrt geleitet. Gegeben Dcßall, 23. Juli 1848,“

Schleswig-Holsteiu. Rendsburg, 27. Jul:. (H; C.) Das Antwortschreiben des Ober-Vrfebleabers, LieneralsvanLyra"- gel, arif die von der vereinigten schleswig:bolstemricheii Yimrde-Ver- sammlung der Bundes-Aimcc voiirte Dank-Adreffe fur die dem Va- trrlande geleisteten rubmvollen Dienste lautet folgenderrrmßen

„Hauptqimrticr Haderslcbm, den 21. Juli 1818. An den Prasrdrntert der scblcswig-l)olstcinischen Stände-Vcr'anrnrlring, Herrn Vargnm, Hock)- ivoblgcborcn, zn Rendsburq. Tic Von der Standr-Vcrsnnimiimg der Her- zogtbiiincr Scbleswig und Holstein nnter dcm 19te11 d. ,an die unter 1111'1111'111 Befehl vereinigte Armee erlaffrnc Adresse habe ich die Ebre gcbabt- voir Ew. Hochwoblgcborcn zu erhalten, Mit besonderem Yergnugen babe ich sie allen Truppen mitgetheilt, da sie eme Anerketmung_ilirer mti prrsonlrchrn Ausopferungcn und vielen Beichtvcrden verkniipft geivexcnen gclcrsictanrenstc enthiilt. Andererseits bat aber auch die Armee ihren Tank gcgen das Land auszusprechen, indcm dieses im vollsten Maße fiir ihr Wohl sorgte und der Soldat iiberall mit der Ziivoi'kormnendstcn Freimdlicbkrit cmpmngcn wurde; im Kreise der ihn woblwoll-nd artfgenonnncncn Famile" vrrgas; er denn bald die gehabieu Miihsrligkcitcn rind siihltc sich gestärkt zu neuen Anstrengiingcn. Mit Ruhe konnte er auch auf seine verwundeten und kran- ken Vriidcr nnd auf sein :igcncs Schicksal hinblicken, wenn ihn dies auf das Krankeulagcr binstrrckrn sollte, denn auch fiir jene War Alles gethatz, rvas zu ihrer Wiederberstellnng nnd zur Erleichtcrizng ihres Schicksch bx!- tragcn konnte. Den Dank fiir alles dicseshaltc 1ch-fllk-mt'll1c Pflicht, rm Namen der Armee hiermit aanzusprec'bcn; 1ch dereinrge ilÉn, [etzt nut dem für jene Adresse der Stände-Versammlung, welche die icnste der. Armee und ihr Benehmen anerkaiint, indem ich EmHochrVOhlgcbokM nglckckl ganz crgcbcnst ersuche, diese meine Worte den Vertretern des Landes mitznthei- len, damit dieses überall erfahre, daß seine der Armee gebrachten _Opfer von dieser mit brüderlichem Danke anerkannt Werden. Der Ober-Besehls- haber der Armee (gez.) von Wran el.“ ,

Anfangs Juli haben die O fizier-Corps der Regimentcr-und Bataillone der Herzogthi'rmer nachstehende Erklärung ihrem Höchst- Kommandirenden überreicht:

„In der Sißun vom 16ten 9». M. sind die Stände iiber einen An- "W 'in" VVUS-Ver ammluu , der darauf hinauögeht, Ständen den Wunsch und das„VeklaWen des Vol »; vorzulegen, die ersonal-Union unserer

Hsszbum“ ""t der Krone Dänemarks “möge au gehoben werden, inter- pellirt, und "9 einige Tage später ist eine nicht bestimmte, kräftig und “"Web auögesprochem Antwort auf diese Interpellation erth'eilt worden.

Die Regimenter und Bataillone der Herzogthümer glauben ihrer Ehre,

ihren treuen Kampfgenossen es schuldig zu sein, hiermit seierlichst zu erklä- ren und diese Erklärung ihrem hochverehrten Kommandirendm zu überge- ben, daß: „„die Regimenter und Bataillone der Herzogthümer mit reiner und freier Ucberzeugung der Aufforderung und Erklärung der provisorischen Regie- rung vom 24* März, sammengescßt aus Männern, denen Land und Armee vertrauenSvoll fich anéethß, Folge geleistet.““ Wir haben uns gegen die ewaltsamen Uebergrine, egen dic Anmnßungen, gegen die venätherische ' ernicbtung angeborener echte, unserem erbbercchtigtrn Herzog: und Kö- nige durch rebellische dänische Unterthanen ab etroHt, erhoben _ haben mit wenigercm oder mehrerem Glücfe dcn Angri en einer fanatisirten däm“- schen Armee, unter Anführern, die fich gewaltsam unserem Herzoge uud Könige aufgedrungcn, Widerstand geleistet; werden, so Gott will, im Verein mit “Deutschlands cbrentvcrtbesicn Regimentern, geführt von Deutschlands auSgezcichnetsten Anführern, auch ferneren Widerstand leisten, einen ehren- vollen, die Rechte unseres Landes fichcrnden Frieden zu erkämpfen uns be- streben - haben Ehre, Gui, Blut und Leben fiir eine gerechte Sache ein- gescßt und vernehmen jetzt mit gerechtem Unwillen, daß versucht wird, das eigene Land zu Beschliiffen zu verleiten, die der Erklärung vom 24. März “WTI?" smd. Die Armee hat nicht den Bcfchlen des dem Kö- "*I,“ auficdrirngenen Kriegs - Ministers Folge leisten Wollen, eines Kriegs - '.)kmistcrs, der die scblcswig -ho1stcinischcn Regimenter ver- ratben, der im entscheidenden Augenblick die Befehlshaber, so wie die Truppen, obne Befehl, ohne Nachricht gelassen, damit fie ausgelöst und rath- 1os, keines Widerstandes fähig, dcm aufgedrungenen Befehle Folge leisten sollen, den Befehlen dem eigenen Lande sich anfdringrnder Wähler wird die Armee eben so wenig Folge leisten. *Die Armee erkennt nur die Proclama- tion vom 24, März und wird unter allen Umständen daran festhalten.“

(Ziegen Abend marscdirtc “das [Wie Frcicorps, von Schleswig kommend, itt'

unsere (Stadt. Es War das Bracklowscbe Scharfschüscn-Corps, welches zwar

klein - wir zählten mir 80 Mann - aber dan-änen ein furchtbares ge-

Wesen sein soll. Es schien in diesern Corps die schönste militairische Dis- ziplin zu herrschen, was allerdings allch wohl zuvermuthen stand, denn alle Mitglieder dieses Freirorps waren ja ans gebildeten Familien. Der Ein- ziig dieser mit Blumen beiränzten kleinen Schaar gewährte, da iiberdies Alle in gleicher Tracht (griinanagdfleidr-rn) einherschritten, einen herrlichen Anblick. Am scblrswiger Thore wurde das Corps vom har1noverschen_9)éusik- Corps riiwfangcn und bis zum Paradeplaße, wo derselbe sicb trennte, mit rauschender Musil“ begleitet. Sonstige Empfange:zcierlichkkikM- welchc den iibrigen Freicorps bereitet worden waren, hatte dieses sich verbeten. . Es wiirde demselben am gestrigen Abende von den Bürgern unserer Stadt ein Ball gegeben.

Eiicriiförde, %. Juli. (H, C.) Nachdem schon in der ver- flossenen Nacht durch Anzünden der Allarmfeuer vcrkiinret war, daß der Feind in der Nähe sei, kam diesen Morgen um 5 Uhr ein däni- sches Kriegsdampfschiff (vermutblich der „Aegir“) in unseren Hafen, augenscheiniiä) nur in der Absicht, zu rekognoSziien, da er denselben nail) allrtr Richtungen dnrchkreuzte. Er näherte sich der Stadt auf circa *150Schritt, feuerte auf einen Posten des hier in Cantonnrment liegenden 4ten Bataillons zivei Kartätschenschliffe ab, Wodurch ein in der Nähe des Postens stöhkjlkt'k Privatmann getb'dtet wurde. Eine allgemeine Cntriistilng sprach sich dariiber aus, daß unser Hafen nicbt längst diirch Batterieen gesichert sci. Hätten wir nur einige Kanorien don entsprechendem Kaliber gehabt, so wäre dir „Aegir“ sicherlich nicht dodon gekommen, da er eine lange Zeit dem Strande so nahe lag, das; einige aiif denselben abgefeuerte ?))iusketenschiisse weit über das Schiff hinausgingen. Da man allgemein annimmt, daß der „Aegrr“, der uns in diesem Augenblick bereits wieder Verlasseir hat, „noch rm Lanfe des heutigen Tages mit anderen in der Nahe besindltchen Schiffen zurückkehren wird, so wurde vielfach der Winrich laut, dre Stadr-Kollegien möchien eine Deputation ,nach Rendsburg senden, um die schleimige Herbeischaffung Von Artillerie zu erbitten.

„„...-«......

Muslmrd.

.Ocstcrreick). Pcstb, 24, Juli. (Oest. Bl.) Die Ant- wort des ?)iepriiseiimirtenhauses auf die Thronrede lautet folgender- nm;en:

s„C'w. Majestät! Ew. Majcsiät trafen die innigsten Wünsche der treuen ungarischen Nation, als Sicgcrnbtcn, den gegenwärtigen Reichstag zusam- menrrrberiich. “Tie qanze Nation vernahm mit ungetheilter BeZTisterung jenen allergnädigsien Entschlns; Ew. Majestät, den gegenwärtigen erchstag in Person 3:1 cibffncn und zu leiten. »Die Nation sirhlte es, daß, fie, um den Thron Ew, Majestät geschmort, unter der persönlichen Leitungrhres ge- liebtrn Königs mit der sicheren Hoffnung des Erfolges arif jcnc Maßregeln binblickrii imm, Welch Ew. I)iajestiit fiir die Integrität Ihres Throncs und fiir die Sicherheit des Vaterlandes wünschen. Aber die Nation fiihlt auch den Trieb, unmittelbare Beweise ihrer treuen Anhänglichkcit und Liebe dcm Könige 311 geben, der dilkcl) die Sanction der am letzten Yietrhstgge gebrach- ten (_izcscizr unserem Naicrlmidc scinc gesetzliche Selbststatidigkcit Mcdrrgab und 311 genrci11scbaftlicbe1n Schutze des Volkes die constitutrortelle Freiheit marbte, welcbe dcm Throne die unerscbiittcrlrchste Grundlage bietet.

„Unicr solchen (Hcfiililcn-der- gnadigen Gegenwart Ew. Majesta-t ent- argrni'rbend, erfuhren wir mri ttcfem Scbmerz, „daß Ew. Majestat 1.11 der Crfiilluiig Ihres gnädigen Entsckylussestttrch eine schwere Krankheit fur jcM verhindert Wurde. Mit Dmiigesubl nehmen wir jene Fursorge En). *))éajestät, derzufolge Sie, so lange Ihre Verhinderung durch Kranlheit daiicrt, und Sie desbalb unter Ihren treuen "))i'agvarcn nicbt erschemcrs ibnncii, in Ungarn und den beigefügten Ländern, die Militgirgränze mit einverstanden, zum Stellvertreter der König!. Person ,Ciso. Majestät unseren geliebten Palmin, den Erzbchog Stephan, den Königlichen Statthalter zu ernennen grritbten. Inch ist rms die Hoffnung angenehm, dirß Ew, Majestät, nacl) Herstellnng Ihrer ik)cs1rndheit„die wir von Gott heiß erbe- ten, zur persönlichen Ausübung Ihrer Kaiserlichen Rechte, dicse treue Na- tion mit Ihrer bcgliickenden Gegenwart beschenken werdcn. Dre außer- ordentlicbrn Ziisiändc dcs Landes, der offene Aufstand in Croattcn imd m den nuteren Gegenden unseres Vaterlandes und die Störung des inneren Landesfriidens diiril) empörte beniaffnete Rotten machten es nothwendig, das:, obne dic Vorbereitunq und Ausfiihrung faller jener Vorschlage und Maßregeln abzuwarten , welcbe das verantwortliche Mnnsiermm-„Ew. Ma- jestät, dcn Vcicbliiffcn dcs chtvcrfiosscncn Landtags zufolge, hatte vorbe- reiten sollen, dieser Reichstag oline Aufschub „zusammenbrrufcn wordet), Wir hätten gewünscht, das; der Bürgerkrieg vermieden werde", ,aber tvo dre zur Trcire Und zum Gehorsam nmhnrride Strnrwe des Konigs auf toll- iitbnc Verachtung trifft, wo dse Zntegrrtat der,!)eiligen Krone unseres Va- terlandes rebellisch angegriffen und-wo dermJ-rtedc des Landes nut bewaff- neter Hand zerstört wird: da find die Repratciitanter) drs Landes entschlos- sen, die Heiligkeit dcs Gesetzesmii allen Mittelwm ihrer Unvcrl'cßluhkeri wieder herzustellen. Indes; isi die Nation bereit, , rhrc Hand zu bieten [zu: friedlichen Allsglflkhlms aller jener Wunsche der einverleibterr Theile, weich? durch Billigkeit und Jahrhundert alte brüderltche Verheritmffe gereclhkskrS'J sind. Wir entsprechen daher jenem Aufrnfe Ew. Majestak, dMFUfo ge ZL wünschten, daß wir unsere Aufmerksamkeit und SorgfaltdvorL Hm mzf die Verihcidigimg und auf die Finanz-Angelcgenhk'ke" “5 an es richten

sVUUU ungen Europa's, im Interesse der

,llntcr den renwärti en Beweg , Scibirstänviqkeit nini Unathngigkkit unser“? V““Tlandxs und 'm Im, teresse der Einheit "und Würde der Krone- ohne d'“ Details Ms“ Vorschlage ab-

ortli en Minister,EYv.Majrsiät in Betrrff dic- iiiWLÉiTZtiiisYrTiJee FiileYeFUiKrdcné votirten * Mk, "1, mißerordentlichen _ “eiten außerordentlich der LandeS-Reglkkung dre Erwacht-gung, xas Limey- tli-_ mit der Nation den fich entwickelnde" Bcdursntsictrgxmaß, auf 200,000 , ' hierzu erforderlichen 42 Millionen Fl. haben wir.

-- , und die , , , , ZFUW: ;ixhexedti'm Opfer bereiten Begeisterung nn ersten Augenblicke un-

meutretens votirt. seles YFFÉBegeisterung-und Cntschloffenheit in der Vertheidigung unseres Vatcii'andes hat uns __1ene Vaterltche Er_“kläruxi Ew. Majestät angespornt, derzufolge Ew. Majestat fest und nnabandcrch entschlossen sind, _die Ern- heit und Integrität, Ihrer Ungarrschrn KöniAichen Krone gegen ]eden äu- ßeren Angriff und MUM" BMU) mrkZhrer öniglichen Gewalt zu verthei-

dignr und die durch 3 r Allergnädigstes Wohlwollen sanctionirten Gesche fuc- nmununvulepj au echt'zu erhalten.

Wenn fiel; auch in den emverleibten Theilen und in den unteren To- nzmgegenden böswillige Empörer fanden, welche die Einwohner des Landes, dre verschiedener Zunge und Religion smd, mit falschen Gerüchten gegen einander aufreizten und durch die Lüge, daß die erwähnten Gesetze nicht der freie Ausfluß des König!. Willens Ew. Majestät seien, damit ste fich den Verordnungen des Geseses und der geschlichen GeWalt faktisch entge- genstemmen, wenn einige in ihrer Empörung sogar so weit ginZen, daß fie verbreiteten, die faktische Widersevlichkeit sei im Interesse Ew. . iajeéZxät und Ihres Königl. Hauses und mit Wissen und mit der Nachficht Ew. . ajcstät oder Ihres Königl. Hauses geschehen: so seien Ew. Majestät überzeugt, daß die ungarische Nation. in der mehrmals bezeugten unbeiränztcn An- hänglichkeit an die hohe Person Ew. Majestät und an Ihr Königl. Haus noch mehr bestärkt wurde, denn diese gegen das väterliche Herz Ew. Maje- stät ausgestrtuten Verleumdungen“ der empörten Verräther haben die treuen Gefühle der Nation noch tiefer verlest, als die faktisch ausgebrochene Em- porung. „_ _

“D.“ Ew." Majeßat Ihrer herzlichsten Neigung zufolge die Verschmel- zun Srebeuburgens mit Ungarn sanctionirten, so wird mit dem kräftigen Au blühen und der Entwickelung der auf diese Weise mit einander verbun- denen Länder dem _Throne, der Freiheit und dem Wohle des Volkes un- zweifelhaft eine desto festere Stütze entstehen.

„„Mit so großer Freude die Nation cs vernahm, daß zwischen Ew. Maxestiit und den meisten auswärtigen Mächten der Friede und das Ein- vernehmeit rmverleßt bestehen, was durch die gnädige väteriiclye Fürsorge Ew. Majestät auch fiir die Zukunft gefichert sein kann; mit eben solchem Bedauern vernahm fie, daß es in dem lombardisch - venciianischen König- reiche, wo die Trup en des sardinischeu Königs und einiger anderer italie- nitchen Mächte die * ruppen Ew, Majestät angegriffen, den Krieg zu been- digen nicht gelungen ist. Und so aufrichtig die Huldigung ist, welche das treue Ungarn Ew. Majestät darbringt, eben so sehr wiinscbt es, daß dicse Frage dcrUWurde dcs Thrones und den Fegenseitigm RechiÖVerhältniffen “FWW gelost werde. Sobaldin unserem atrrlande dic Ordnmtg und der rredc sicher hergestellt _und die nrora1i1che und materielle Einheit unseres Landes gesichert m_n Wird, bieten wir Ew. Majestät freudig hiilfreichc Hand zur Vcrmrttelung eines solchen friedlichen Uebereinkommeus, Welches einer- seits de_r Wurdefdcs Thrones, andererseits der constitutioncllen Frcibeit der taltcnr|rl)_en Natrorrund dercn billigen Wünschen gleichmäßig entspricht.

Diese Nation rst liberzcugt, daß, so wie sie ihren Beruf in der Ver- gangenheit dadurch erfullte, daß fie der europäischen Civilisation ur Schutz- maucr gegen den Barbarisnms, des Orients diente, so wird te der ihrer grograbhtychen Stellung entsprmgcnden erhabenen Verpflichtung gegeniiber den Wolfern des Wesiens und gegenüber der Civilisation "nur dann citt- sprechen kbnnen, wenn fie, außer der materieller: Kraft, die stärkste morali- sche Grundlage in zweckmäßiger und folgerichtiger Weiterbildung ihrer auf Ncchtögleichbeit basrrten constrtutioncllen Aufgaben sucht.

„Wenn eine corrstiiutionelle Nation mit so festem Eutschlusse und so entschieden im unzertrennlichcn Interesse des Königl. Thrones und der Volks- freihert zur Ordnung alles dessen schreitet, was das Wohl des Vaterlandes so dringend verlangt: dann mögen Ew. Majestät hierin die schönste Ga- rantie jener unerschütterlichcn Anhänglichkeit finden, welche diese Nation so- wohl fur das Königliche Haus als ihre eigene consiitutionelle Existenz fort- während hegt,“

_ Frankreich. Nationgl-Versammlung. Schluß der Sitzung vom 20. Juli. Bei Artikel 6 des GeseH-Entwnrfs iiber die Klubs beairtragte Considerant, daß man den ersten Paragraphen desselber) m der Fassxmg des Regierungö-Entrvurfs genehmige und die Abanderung der Kemmiffion ausmcrze, Herr Senard, Minister des Innern, erklarte stil) einverstanden, und der Artikel wurde ange- nommen, was auch nach unbedeutenden Erörterungen mit den Artikeln 7 bis 12"geschah, Artikel 6 betrifft die Symbole und äußeren Ab- zeichen, Artikel 7 die Beziehungen zwischen Verschiedenen Klubs. Ar- tikel 8 verurtheilt Jedermann, der sich mit Waffen im Klub einfände, zu sechsmonatlichem Gefängnis; und Verlust der bürgerlichen Rechte von 3 bis 10 Jahren. Artikel 9 und 10 betreffen die geaen Verstöße wider Art. 6 und 7 ausgesprochenen Strafen an Geld änd Gefängniß. Art. 11 sieilt es den Gerichten anheim, nacb Fiillung der in den Art. 8, 9 und 10 bestimmten Urtheilsspriiche die Schlie- ßung der Klubs auszusprechen. Art. 12 straft die Wiederversamm- lung der Mitglieder nach gerichtlicher Schließung der Klubs mit 6 bis 12monatlichem Gefängniß und Einstellung der Bürgerrechte von 5bis 10 Jahren. Art. 13 lautet: „Unabhängig von obigen Klubs, kö», nen die Bürger, mit Genehmigung der städtischcn Behörden und unter den von diesen zu sieilenden Bedingungen, zu politischem oder an- derem Zwecke Vereine oder Versammlungen stiften n. s. w.“ Dufaurc wünschte die Worte „oder anderern“ (Zweeke) gestrichen. Dupin verthcidigte dagegen die ursprüngliche Faisniig; Consi- derant beschwor die Versammlung, doch emen Unterschied zwischen geheimen und öffentlichen Gesellschaften zu machen. Gcgrti rte gc- heimen möge man immerhin strenge Gesetze erlassen, aber gegen öffentliche Vereine solle man sich doch billiger beWeisen. Cocquerel Ver- wahrté sich im Namen des Ausschuffes gegen jeden Yerdacht, als habe er die religiösen Vereine irgendwre beschranken wollen, wie es die vorigen Redner andeuteten. Marrast, Präsident: „„ n obigem Artikel sind nicht weniger als sechs Amendcments vorgeschla- gen worden,“ Flocon: „Lesen Sie dieselben vor.“ Marrasi verliest die Amendements. Bechard beantragt die Ueberweisung derselben an den Ausschuß. Cocquerel unterstützt ihn. Die Ueber- weisung wird entschieden und die weitere Beratbung auf morgen vcr- taqt. Schließliä) überreicht Durrieu eine Petition Emilvon Girar- diir's um Aufhebung der Maßregeln gegen die Presse. Urn 6Ubr wird die Sitzung geschlossen.

Sitzung vom 26. Juli. Es berrscbt eine große Bewegung

in der Versammlung, die sehr zahlreich ist. Die Tagesordnung fiihrt zu dem Bericht iiber Proudlxon'E Vorsrhlag. Herr Thiers ist Berichterstatter dariiber im Namen der Finanz-Abtheilung. „Der Vorschlag“, sagt derselbe, „besteht darin, die Pacht- und Mietbö- Abgaben, Zinsen und Kapitaliew zu dem doppelten Zwrik der Be- steuerirng und des Kredits um-ern Drittel zn Verkürzen. Ihre Ji- rianz-Abtheiiuug hat nach reiflicher Erwägung das Gutachten abge- eben, daß der Vorschlag unzulässig ist. Dieser Beschluß Wurde ein-

Fimmig gefa t. Der Urheber des Vorschlags schätzt die Summe, die ifiir die kiether und Pächter aus der Annabme dieser Maßregel hervorgehen würde, „auf 1500 Millionen. Diese, in Umlauf geseyt, sollten dem Handel und Gewerbefieiß zu Gute kommen, den Preis der Lebensmittel herunterbringcn und dem Staat die Möglichkeit ge- währen, die Auflagen, namentlich auf Salz, Getränke und Fleisch, zu erleichtern, Dies sind, nach der Ansicht des Antragstellers, dic Vortheile seines Vorschlages. Ich will denselben mm vom finanziellen, moralischen und politischen Gesichtspunkt betrachten. Der Vorschlag erschien bekannt- lich zuerst in einem jeyt unterdrückten Journale. Es war ein An- griff auf das Cigrnthum, ein unheilvolles Verlangen, womit erst vor den sich erhebenden Gerüchten und vor der energischen Entschlossen- heit der vollziehenden Gewalt innegehalten wurde. Was that nun der Journalist und Volksrepräsentant? Er wurde sanfterund ver- wandelte, seines Rechts sich bedienend, seinen Artikel in einen Vor- schlag, Welcher das Subverfive und Antisoziale unter weniger kühnen Formezr verbarg. Es ist nun nicht mehr die ganz offene Verneinung des Eigenthumsrcchts, min, im Gegentheil, der Urheber des Vor- schlags behauptet sogar, das Opfer, welches er von dem Eigenthum fordert, werde diesem ziim Vortheil gereichen. (Gelächter.) Ich muß es sagen, Ihre,;Abtherlung hat diese Mäßigun in der Form be- dauert. Sie hatte es gern gesehen, wenn dieie unseligen Lehren

diese Fieberträume einiger verirrter oder entarteter Geiß“, die im

Umsturr und unter den Trümmern der gesellschaftlichen Ordnung ihren Triumph suchen, am hellen TageSlltbt erschienen wären

„und den Debatten der Tribüne die Stirn geboten hätten. (Sehr

qut !) Sie hätte gewünscht„ daß man dk" Myth, ich will nicht sagen seiner Meinung, sondern seines Stolze? gehabt und nicht Anstand genommen hätte, vor Ihnen selbst mit jenen Lehren aufrutreten, die man für eine blinde und bethorte Menge vorbehalt. (Wiederholter Beifall.) Nicht darum, Zins daß denselben-durch Murren ihre Ge- rechtigkeit widerfahren wäre, sondern damit sie kaltblütig und ent- s_i*lossen wären untersucht worden; Es ,in-1,10 dl" Hérostraten unserer Tage nicht verstattet sein , fich fur Gülllkl sauszugeben, sie miiffcn nicht sagen können, daß, mat), ste verurtbetle, ohne sie zu hören. (Arrbalterkdes Bravo.) Ste mussen auch erfahren, daß die großen Prinzipien, auf welche die Gesellschaft gebaut ist“, keine Truggebilde sind, daß Eigenthum und Firnnlie das Tageslicht der Diskussion nicht Ju scheuen haben, daß sie nicht mPerlegenbeit sind, wie sie ihren Ursprung rechtfertigei1 sollen. ,KBA*7U')..,I"' Gegentbeil, wir wünschen aufs eifrigste eme fktxl'llchc,xlsklljjtoll, damit alle jene Cbimiiren Vernichtet werden, dmmt sie,": den Sides; der Naidt, den sie nie hätten verlassen sollen, tvtexer zirriickkcbrcn, alle jene widernatürlichen Ausgeburten „von Systemen, die trotz ihrer triigerisiden Versprechungen nichts als, Jammer und Tod Von all' dem Blendwerk zuriicklassen, m_tt dem sie die Phan- tasie umnrbeln. (Bewegung.) Der Verfasser des Vorschlags sagte uns, er wolle das stehengebliebene soziale Ubt'wcrk wieder aufziehen. Wir Wollen ibm antworten, das; “„I zkkbkkihktl, daß er es gewalt- sam zertriimmern 'will. (Bravo.) Sem Vorscl)lag_ist iiiihts, als eine Gewaltthätigkeit gegen das Ctgentbum, ein Arisruf ziir ?liigeberci. (Bewegung.) Es ist ein Angriff anf das Eigentlwnr Uiid diirch die ge- fiibrliidsten Mittel, durch Mittel, Welche 91110 Art von Geistcsfmcht. barkeit anseigcn, deren man sich zu rühmen keine Ursacbe bat (Geläch- ter), 1velche zeigen, das: kranke und krcke Geister sicb iii leere Yb- stractionen verirren, sich so sehr Verblender: lassen, das; sie nicht mehr srlien, was klarer ist, als Sonnenilmbcrt, daß sie Gott, Familie, (He- rechtigkeit und Ungerechtigkeit, mit Einem Worte alle erbabenen und (w gen Ideen verneinen. Trauriges Erbthcil der Menschheit, das; U;]- giiich1ichc bis zu diesem Grade der Unbernunft Uild Verbleiidiiiig sich verirren können. Man kann sie beklagen, aber das; sie der Me::ge das Uebel, welches sie selbst vrrzebrt, einimpfen, das; sie die Massen fiir ihre unbeildollen Lehren entstammen, _die Keime des Bürgerkrieges und des bewaffneten Verraths in iie p[lanzen wollen , das darf der Geseßgebrr nicht dulden! (Sehr gut.) Wenn der Philosoph sich zum Aufilihrer uqundelt, kann er der Ver- werfimg und nöthigenfalis der Unierdriickung nicht entgehen. Auch nimmt Jbre Jirmnz-Abtbeilung, in der Ueberzeiigung, daß der Vor- siblag, seinem Wesen nach, ein crusilirber Angriff auf das Eigentbum ist, keinen Anstand, zu beantragen, daß derselbe mii entschiedener Mißbilligung vrrrvorfen werde, das; die Versammlung, als hörbsie und unumschriinkte obrigkeitliche Gewalt, eine Art von feierlichem Ur- ibeil dariiber fälle, welches von dem gattxc'n Lande bestätigt werde.“ (Anhaltender Beifall und zahlreiihe Ziistimnmiig; auf einigen Bän- ken Airfregung.) Herr Prondhon: „Was Sie so eben“ vernom- men haben, ist mehr als ein Bericht, es ist eine Anklage. (Lärm.) Die Finanz-Abtbeilung hat mich nicht verstanden. Man hat über einen Vorschlag berichtet, der nicht der meinige ist, oder wenn er dies ist, so ist er dort) so entstellt worden, das; ich ihn nicht als den menigen ancrkenne. Ter Beriibt enthält Zahlen und Berechnungen, die ich nicht begreife. Jil) nmß mir diese Zahlen erst niiher ansehen, ich werlaiige daher, daß der Bericht gedruckt und ein Tag für die Diskussion meines Vorschlages festgesetzt Werde.“ (Ja, ja! Nein, nein!) Der Präsident: „Wenn es der Versamm- lung recht ist, so wiirde ich Sonnabend fiir diese Diskussion bestim- men.“ Es erfolgt kein Widerspruch. HerrGoullet, Mitglied der Finanx-Abtbeiiung, begehrt das Wort in einer persönliiben Angelc- genheit. Mehrere Stimme": „Es ist hier keine persönliche Llu- gelegenheit vorgekommen.“ Herr Goullet beklagt sich iibcr Aeuße- rungen, deren sich Herr Thiers in seinem Verkehr da bedient habe, wo er von der Progressiv-Stener spreche. „Ich hatte“, sagte er, ,LHerrnThiers gebeten, das Weg;1rlaj'setr, was sich auf die Progressio- Steuer bezieht. Herr Thiers hat dies aber nicht gethan. Ich hatte

gesagt, die Regierung könne allerdings nicht beschuldigt werden, daß

sie durch die Vorlegniig eines GeseH-Entwurfs iiber progressive .Be-

stenernng das Land hätte erbittern wollen.“ Hier mußte der Bericht

iibcr diese Sitzung, wegen des Postschluffes, abgebrorhen werden.

Paris, 26. Juli. Jm Messager liest man: „In der Na- tioitalWersarnmlnng ging gestern das Gerücht, dasz England nicht ab- geneigt sei, mitFrankreirh qemeinschaftlich einzuschreitcn, nm die Räu- mung Italiens von den Orsierreichern zu erlangen. Es fragt sich mir, unter welehen Bedingungen dieses Zusammenwirken statifinden soll. General Cavaignac und Herr Bastide, der Minister der aus- wi'irtigen Angelegenheiten, sollen zu einer Intervention neigen; dage- gen wiinscbt eine sebr starke Minorität, ww nicbt die Tl.)?ajbriti'it des National-Versammlnng-Comité's fiir die auswärtigen Aiigeleqenbci- ten einen Krieg unter allen Umständen zu vermeiden und isi daher gegen alle Jtiierbcntion, weil diese zu einem allgemeinen Kriege fiih- ren kiinnte. Diese Mitglieder berwcrfen selbst den (HeisteE- uiid Ge- sinniings-Propagandismus des Herrn von Lamartine.“

“Die Exekiitngeivali hat, wie berichtet wird, in Erfabrnng ge- bracht, daß Karl Albert dem ficiiianisiben Abgeordneten Villafrmica, der ihn Von dem Beschluß des sicilianisiben Parlmnents in „Kenntnis; selzte, erklärt habe, er nehme im Namen seines Sohnes die Krone Siciliens an.

Großbritanien und Irland. London, 25. Juli. Ge- stern ist im Oberhanse durch den Marquis Von Lansdowne die Annahme der Von dem Unterhause genehmigten Bill Wegen Suspen- dirung der Habeas-Corpus-Akte in Irland beantragt Und nach eini- ger Debatte, unter Aufhebung des ständischen Reglements, sofort durch alle Stadien hindurch verhandelt und angenommen worden. Die Bill hat schon in der heutigen Parlaments-Sißung den König- lichen Affcnt erhalten und ist demnach zum Gesetz erhoben worden.

Im Unterhaufe wurde gestern die Debatte iiber den Antrag des Herrn Kcogh wegen Untersuchung der Zusammensetzung der irländi- schen Jurys wieder aufgenommen und der Antrag obne Abstimmung verworfen. _ Das Haus beschäftigte sich alsdann hauptsächlich mit Bewilligung von Geldern zum Uuterhalte des Heeres,

Aus dem Berichte des londoner Korrespondenten der hamburger Börsenhalle geht hervor, daß Lord Palmerston in der Unter- haussiyung vom heutigen Tage, auf eine Anfrage des Herrn d'Jsraeli iiber den Stand der Dinge in der deutsch-dänischen Frage, die Antwort gab, er hoffe nach Mittheilungen aus Berlin, die ihm am 25stens Morgens zugegangen seien, das: die Schwierig- keiten,. welche sich in Folge der Bezugnahme des General Wrangel auf seine Stellung zuin Reichsverweser dem Abschluß des Waffen- stillstandes entge engestellt- haben, sich noch werden beseitigen lassen und daß der Waffenstillstand“ zum Abschluß kom- men. werde., Aus Lord Palmerston's “Erklärung er rebt sich übrigens, ?

daß die von England" ursprünglich vorge ch'lagenen

Waffenstillstanbs-Bebingungen z leich die Basis b WM!!- dens-Vertrages enthielten, uud Yrgß erst, als diese, MSW“! "Ü“- genehmigt worden waren, in Malmö iiber die bekennt,: Badhaus verhandelt wurde, welche sich nur auf bei: Waffenstillstand besos. M; von der Grundla e des künftigen Friedeys abßrahirt. Auf eine.;An- frage des Herrn Jrquhart über den Einmarsch der Rasen in die Wallachei erklärte Lord Palmerston, daß eine ofßzt'elle NUBUCK- dariiber fehle, daß die Maßregel aber zu keiner Kollision führen werde, da es sich nur darum handele, ein Arrangement zwischen der souverainen Macht, der Türkei, und der Schupmacht, Rußland, in Kraft zu setzen.

Aus Dublin wird vom vorgestrigen Taqe geschrieben: „Gestern: Abend erging ein Haftbefehl wegen peinlichen Verbrechens “gegen S. O'Brien, der am Morgen nach Wexford abgereist war, Die Klubs waren gestern Abend versammelt, kamen aber zu keinem festen Beschlusse; einige Redner wollten, daß man gleich losbretben solle, während andere zum Aufschub bis nach Aburthcilun Duffy's und der anderen Angekla_ten anriethrn. Viele blieben da ei, daß man mich zuschlagen miisße, und der nächste Dienstag wurde genannt. Heute Abend ist wieder Versmnmlung. Die Klubs find übereinge- kommen, ihre Waffen zu behalten und der Proclamation nichk'zu gebsrchen. Sie schaffen heimlich große Massen Kriegömunition und Warten nach den noch nicht proklamirten Grafschaften. Sollte d,?!“ AUfstand ausbrechen, so wird dies im Süden und wahrschein- lich gleiiiizcitig in vier oder fiinf Städten in Cork, Waterford, Kil- lenny, Clonmel und vielleicht auch in Dublin geschehen. Gewiß isi, daß im Siiden große Massen der Bevölkerung zum Aufstande reif sind. Besonders herrscht in Cork, Waterford und von da bis Car- rrck 1111d„(5-1011111el große Gährung; man zeigt dort schon Crbitterung gegen, einzelne Führer, dic Mienemachen, sich zurückzuziehen, und will sie i_riit Gewalt zum Handeln zwingen. Hier ist unter den niederen Klauen die Ansicht vrrbeitet, das; der Aufstand spätestens am 10. oder 11, Angiist beginnen werde; die Proclamationen kes Lordstati- halters weiden iiberall abgrriffen, und in den Theatern wird der Name der-Jibnigtn von den Galerieen aiisgezisckit. Auf Verführung der ge- inemcn Soldaten wird bingearbeitet. Sollten bier Ruhestörungen er- folgen, so werden 13,000 wohlbewaffnete protestantische Bürger für die Sache der Ordnung auftreten. Aus England werden siündlitb zwei anmiterie-Regimenter erwartet. Meagber hat heute Dublin Verlassen, Es bestätigt sich immer mehr, daß in vielen Theilen des Lindes, und besonders in der Provinz Münster, die Kartoffelkrank- beit herrscht.

Die Ueberlandpost bringt Berichte aus Kalkutta und Vom- bay vom Zten, aus Madras vom 10. Juni und aus China vom 24. Mai. Zn Labore ist eine Verschwörung gegen die Eng- länder entdeckt worden, welibe mit den Ereignissen: im Multan m Verbindung gestanden haben soll. Die Ranil), die Mutter des Ma- haradschah, welche an der Spitze dieser Verschwörung gestanden zn" baben scheint, ist iiber den Suletsch gebracht worden und soll ihren Airfenibalt in Benares nehmen; mehrere Offiziere und Soldaten aus den Seiki)-Regimentern sind als Mitschuldige hingerichtet worden. Der Arifstand in Mulmn hat keine weitere Arisdehnung gewonnen. Es ist jetzt ausgemacht, daß die britische Expedition gegeudieses Land erst im September oder Oktober aufbrechen wird.

Ein, wie es scheint, ganz Unerwartet gckommencr Erlaß des britischen Konsuls in Canton Vom 10. Mai verfügt, daß die briti- schen Kaufleute die Zölle und Tonnengelrer, wclche sie der chinesischen Regierung schinken, niibt bezahlen, da letztere dcn Sten Artikel des Traktates Von Nanking mehrfach verletzt habe m_rd Genugthuung Weigcre. Fiinf Tage darauf sal) sich. indeß- der Konsul genöthigt, anf Befehl des britischen Bevollmächtigten seine frühere Verordnung zu widerrufen. Ueber die Ursache dieser Ordre und Contre-Ordre wird nichts gemeldet.

Die „Camb'ria“, wclche Boston am 12. Juli verlassen hat, bringt die Nachricht, daß der Präsident der Vereinigten Staaten durch Proclamation die Notification des Friedens - Traktates mit Mexiko verkündet har. Zuqleich wurde dem Kongresse eine Botschaft mitge- theilt, meiche die Bewilligung von 20 Millionen Dollars, als der durch den Traktat stipulirtcn Entschädigungs-Summe filr Mexiko, und die Ernennimg von Commiffaircn zur Regulirung dekGränz- und Hmrdels-Verhäitnisse mit Mexiko beantragt, Es wird in dieser Bot- schaft außerdem angezeigt, daß eine weitere Vermehrung des stehen- den Herres nicht stattfinden ,w.rde.

Airs Mexiko wird gemeldet, daß der Ex-Präsident Paredes rin Manifest gegen die Regierung erlassen und sich der Stadt Guana- jimio bcnxi'irhtigt hat. Der Präsident Herrera hat ein Gegen-Ma- nifest erlfassen und fordert die Bürger zur Vertheidigung der Regie- rung an . '

Die westindisch-n1erikanische Post, mit Welcher das Dampfschiff „Fortl)“ am LIZÜen Abends in Southampton eingetroffen ist, briirgt zwar Berichte aus Veracruz vom 15. Juni, die indes; (so viel aus den englischen Blättern" zu ersehen) der vorstehenden Mittheilung iiber die mexikanisidcn Zustände nichts hiizufiigen. Berichten “aus Havana,.28. Jimi, zufolge, scheint man auf Cuba nicht ganz ohne Besorgni]; vor Sklaveii-Unruhen zu sein; indes; hielt sich die Regie- rung völlig gerüstet. - Auf Haiti dauerte der Kampf zwischen den Schwarzen und Mulatien fort. _ Zn Bermuda hegte man Besorg- nis; Vor einem Versuch der in den Vereinigten Staaten ansässigen Jrläiider, eine' gewaltsame Befreiung *))iitchell'ö zu bewerkstelligen.

Belgien. Brüssel, “26. Juli. (Köln. Ztg.) Wie sehr der Personen - Verkehr nnd der Giiter-Transport durch die jüngsten Ereignisse beeinträchtigt worden ist„ zeigt der Ausfall in der Eisen- bahn-Cimmbme wäbrend der ersten sechs Monate dieses Jahres, ein Ausfall, der sich auf nahe an eine Million Franken beläuft. Der Pcrsonen-Verkehr im Innern stieg eher, als er fiel, wie es die Zahl der Reisenden dritter Klasse zeigt, Welche bedeutend zugenommen hat. Der Ausfall riihrt hauptsächlich von der Abnahme der Reisenden er- ster Klasse und dort dem (Hüter - Transporte her. GlücklicherWeisc bieten die sonstigen Staats- Einnahmen günstigere Ergebnisse, indem dieselben trois des Ausfalles der Eisenbahn-Einnahmen und der Gränz- zöile, auf welche beiden Zweige die Revolution einen direkten Einfluß ausgeübt hat, nur eine Verminderung von 379,896 Fr, darbieten.

So eben sind die liberalen Kandidaten für die Repräsentanten- Kammer, die Herren Schumacher und de Bromkere, mit fast allge- meiner Stimmenmehrheit- gewählt worden. »

Italien. Neapel, 16. Juli. So eben ist folgende König-

liche Protestation veröffentlicht worden: Wir, Ferdinand ll. oc. ;c. :c.

In Erwägunq Unüseres Protestes vom 22. März 1848, mittelst welchem Wir jeden Akt fur ungeseßmäßig, null und nichtrg erklärt oben, Welcher den Fundamental- Gesepen und der Constitutron das M- reichs zuwiderliiuft: _ * ** /

Ju Erwägung ferner Unseres seieriichenPwtestosm-YJM 1848, mittelst welches Wir für un esxpm" ' m?; .*_ ,- " “' . haben den zu Palermo am 18. pril 1 „_ g?“ ;„ er die ßeheiligtm RWL: Unsaee„Köms.. "**:“ -

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