„.Mo-sz:- .“ Strobalk: Insofern e_s sich um tm- Legi!- Verhandlng üßber einen Protest handelte. , ser dies nach der drums nicht zulässig. BorroschxDreo ser. eme neue In- terpelatéon, und er gebe dem Minißecrum wieder zweimal 24 Stun- den u't zur BeaumonuM _ „ olduark: Seit 6 natur wuthes ein Kampf in Jtajien, der unt C1 anmravcb begonnen, aber mit deßo gtoßmm Rauche, mr_t Fguer und ! fornoüthe. Ein Kampf, der trop aller Anjupxu „ ' eme: h_el- deumüthi eu Arme und ihres rxtsm Feldherrn dennoch en md-n mchx in nahe usscht kene. Die fir 1 eines „„den-wahren Volks-vemetexö ser „ aber, im Intense der Monat re selbst m-dteser Frxe semi anumg o en und unumwundm aus?,;isprechen. Damit aber di geschehen konne, s :S nothwendig, daß die : terung zum Schapen uiid Wohle des Vqlkes und zur Wahrung von dessen ?krejhni den gegenwartigen Stand der Dinge offen, unumwunden und vollstänwÉdarlege. Er legt besonderen Nachdruck auf das Wort: vollständig. “ o wm er den fieberhaft aufgeregten Pulsschlag der Zeit zu verstehen vermöge, so glaube er, daß von nun an die Schuv- und Truybündniffe der Fürsten endlich ihren Abschluß erreichen, daß nun die Völker selbst ihre Ange- legen eiten berathen und unter einander vereinbaren können. Fürst und olk sollen keinen Gegensas bilden, sich einander nicht entgegenstehen, und daß das Wohl beider nur eines sti, darin liege eben der Bezriff der demokratischen Monarchie, Damit aber das Volk in Betreff der italieni- schen Angelegenheit sub klar aussprechen könne, wünsche er vom Ministe- rium beanWortrt: 1) Welches find die leitenden Grundsäye, nach denen das Ministerium in der italienischen Angelegenheit vorgeht und auf we!- chen Grundla en es die Pacification Italiens vorzunehmen ge- denkt? 2) Wel : Ursachen bewogrn England und Frankreich zur Ver- mittelun s-Anekbietung, wurde dieselbe und aus welchem Grunde wurde sie a gelehnt? 3) Ist das Ministerium bei ettvanigen Eventualitäten gesonnen, die alte nordische Allianz oder irgend eine andere zu be- nüven? 4) Welche Resultate gingen aus den Verhandlungen iiber den Waffenstillstand mit Sardinien hcrvor, welches öffentlichen Blät- tern zufolge fich neuerdings rüstet? Endlich 5) Welchen Männern wurde die Leitung dieser Angelegenheit anvertraut? Welches find die ihnen er- theilten Jnstructionen, in welchem Stadium befinden fich die eingelei- tetenUn terhandlungen, und ist das Ministerium gesonnen, das Schu 6“ und Trusbündniß'mit Modena und - arma noch fortan aufrecht zu erhalten? Schließ|rch bittet der Interptlant, das Ministerium möge alle auf diese Angelegenheit beziiglichen Dokumente aus den Tisch des Hau- ses niederlegen. Wessenberg behält fich die AniWort auf die nächste Sisung vor.
Goldmark: Er habe noch eine zweite Interpellation. Man spreche so viel von Reaction. Von einer Seite werde fie als Popanz hingesiellt, von anderen entschieden geleugnet. Das Ministerium habe erst kiirzlich jede Unterstellung reactionärer Tendenzcu zuriickgcwieseu, und er glaube, daß Niemand in der Kammer - außer etwa diejenigen, die noch Garan- tiexn vom Volke fordern, wenn man bedenkt, daß eros dcr wiederholten, insiändigen Bitten die Rückkehr des Kaisers nicht ersol te »- dar-„m wei- feln könne, daß, so wie die Entfernung auf Veranlaiung befugter ail)- geber geschehen, eben so auch die Rückkitnfwverweigerun? ein Akt der No- action gewesen; einer Partei, die keine Vcraniwortlirh eit kenne, die, wie man schon zu oft bemerkt, nichts gelernt und nichts verlernt habe. Er mache nur aufmerksam auf den Abend des 17. Mai. Er war riner der erüen, dem diese traurige Kunde zugekommen. Er eilte sogleich zum Mi- nißerium und boi seine geringen Kräfte an, zur Abrvendun? ieder Gefahr ür Wien und die ganze MonarrZie. Damals habe das Ministerium daz _ „ etliche Versprechen gegeben, da alle Jene, die hinter dem Rücken der Minister den Kaiser zu jenem Schritte bewogen, znr strengsten Verantwor- tungFezogm werden sollen. Er frage somit das Ministerium, ob es die- sem erskrechen nachgekommen sei; welche Männer es mit der Untersu- ch_ung !: eser An elegeriheii beauftragt, und welches die Resultate derselben sem). Doblbo f: Erne Uniersnchung isi gepßogen worden, und es un- terlregt keinem Anstande, die betreffenden Akten auf den Tisch des Hauses mederzulcgen. Goldmark: Darf ich um das Resultat fragen? Tobl- hoff: Es ist keines erfolgt. '
Jonak: Er habe schon Gelegenheit gehabt, zu erklären, daß er kein Anhän er der „traditionellen Xolitik“ sei, erkenne aber, wie wichtig es sei, über d e in der italienischen rage eingeleiteren Schritte Aufklärung zu er- halten, um so mehr als die Stellung des österreichischen Kabinettes, egen- iiber den anderenéabinetten, fast tägiich eine andere werde. Vor 14 „agen lauixtxn die Aenßerungen England;! und Frankreichs friedfertig. Er mache nur aufmerksam, daß danmxs Cavaignac behauptet, es gehört mehr Muth dazu, den Frieden zu vertherdi en, ais den Krieg. Wie ganz anders seien die Verhältnisse jest? So sole ein Ultimatum an das österrcichischc Ka- binet gelangt sei. Cr sei überzeugt, eine Pacifimtiou könne nur dann em- treten, wenn man den italienischen Völkern allrs das gäbe, was wir schon haben, und wenn man fich streng an die von Sr. Majestät in der Thron- rede aUSJesprochenen Worte halte. Die italienischen Völker könnten aber nur dann eine Garantie für alle constitutionelle Segnungen haben, wenn das Ministerium auch in Betreff der italienischen Angelégenheiten die volle Verantwortlichkeit dem Reichstage ge eniiber übernehme. Es stelle somit folgende Fragen: 1 Ist es wahr, daß von Frankreich ein Ultimatum an das ößerreichis e Kabinetgciangte, und Welches ist sein Inhalt? 2) Isi diea'ngetra ene Mediation ein_e bewaffnete oder eine friedliche, und bezieht sie ich ledi lich auf Karl Albert oder hat sie auch das Wohl derLombardei im age? 3) Was immer'dieZukunftderLombardeiseinmag, welcheP oli tik gedenkt das Ministerium in diesem An cnblicke bei dieser Angele- penheit einzuhalten? 4) Was beabsichtigt das Ka inet zu thun, damit die ombatdisch-venetianischen Provinzen bis“3ur definitiven Feststellung ihrer
Art ele nheit aller Se nungen constitutioneller Einrichtungen Zi
therha ig werden? End ich 5) J| das Ministerium entschlossen, die volle tha nt,wortlichkei t aueh in dieser Angelegenheit dem Reichstage gegen- über zu übxrnthen? Doblhosf erwidert, daß dem Ministerium von eincm'Ultimatum nichts bekannt sei, wohl aber von einer Mediation iiber Friedkns-Unterhandlungen mit Karl Albert; so lange die Verhandlungen darüber jedoch noch in der Schmebe seien, könne er keine bestimmte Ant- wytt'gcbm. ' In'Vetreff der äußeren Politik habe das„Ministerium seine leitenden Grundsäye schon au6gesprochen. Was jedoch die innere Politik dexteße, so leuchte "edermann ein, daß bei der Lage der Dinge im gegen- wartigerr i_iftande taliens von einer definitiven Or anisation nnd segens- vonn Ip itmionxn in diesem Augenblicke nicht die rde sein könne; doch seiya que,. Maßxeseln getro xn, daß sciion jest der Nationalität Rechnung SMW?" werde, und daß, obald der Friede hergestellt, das italicnische Volk YÖVZÜYYYFYYR setiner Vertreter fichb sein: eigene VerfaMffung giebt.
re e e “ra e mii e er emeren a das ini ter um die volle Vaanmortiiäzreii uFemgermn.ss “ d ß ' s
_ylats ek: Neulich hat das Ministerium erklärt, daß be ii lich der VUFKUUU : dex Uygarzr sich beideTheile auf die pra maiiiche Sanc- kkon ["NRW Das Mrnrsbrrrum werde wahrscheinlich Einrcht génommm haben. FUNK?" Wükhe 111 Ungarn' der Bürgerkrieg in der schrecklichstcn Geßqlt- r bcrufe sich ,nur _auf Weißkirchen, “eine meist von Deutschen be- wqhnre SUA, wo ck mehl, emen Siraßenkam f, sondern einen Kampf von Hsu ,sz Haus ab; wo d'? Bewohner gespie t, gebraten u. s. w. wurden“; di,- ck ckM- le xe, daß hxi einem Biirgexkriege selbst fremde Völker eim, ges ki,"!!! NM; so EU [and W Spanien und Portu al; um so mehr sei es Wundern, daß Oe erreich selbß in einem benachßarten Lande, das mit demselben in vixlsarhex Beziehung verbunden sei, keine Schritte gethan habe, die um so nöthtger seren, da die„Sexben" auf an arisches G:“bltt eindrin-
xu; jg, es. soll |ck sogar d" Karsxrlrch ossükeichi tKonsulOberst Mayer-
pfet m Pt," Mixte befunden haben- frage da“ er., was das öfteirei- chische M nrsker'iunr znr Beilegung des ungarischen Bürgerkrieges get an und noch zu thun gesonnen ser? Ob die unLansche Regierrm die“ Hcyife Oe- ßexnj-hy Mex," ey,. und welche Antwort hum diesés- gege' 11? Was da, MUL,“ fg; Scbxittx, bei der“ türkis eu Regierung ÉeMr die Einsäue' b _r, i,- rix „Mew Serbxn gequv? Ob da xlbe den„Mns . „ „ayetbofu zur
„ 9qu- ' zogey, irak, „da valaux , daß das ostheicth-e Ministerium :ck? ga“; Fr? x pissen, neiéo : é „ diesxtlbe auf den tsch des Hause nie- derleg . Dir 7 o : Eßb rYfe Jays die lierei .abgeszxnx'le ruyg. Bon m des, Men Mi „iam? seixy' , thrill“- srmq *, worden. aber sn _in-h, 'die' „rige efä rnehr: wurdm, h, bxhaxsd „micMch Mqurm'ktu-rdings “ O_xrp-icht'i“b9“ekühlt, “anf“das damiaqxrniyxh „ e' Unheil aufauksam zrr'ina' a." Es “ha a“unbefrithig'énße'Anxivoxtéri' erhqt-
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ten. Danza“ habt das Miuißerium die Absicht eine: Mediation kundgege. den, damit gesckehe, pas di: Gerechtisikeit mlau :, und das Band wi- schen ng9m und Croatim, so wie hr gemein amel Band mit Oc er- k"ch- !!"ka bekstßtllt werde. Gegen, das Ende des vorigen Monats habe das Ministerium neuerdings Anträge gemacht; es habe Perhandlungm begonnen und seine Absichten dem Palatin mirgetheilt. Es sei noch keine Antwort darüber .usolgb, dennoch werden die Verhand- "ZLF“! rtgese ! Sobald das Resultat ein Ganzes; bilde, werde er die bez sl 31" stüä" o.“:le en. Was die skkbnchr'n Eindtinglinpe betreffe, so abe Mio mi jnißexium keinen SFrrtt geihan,“ wel das un. so s e m - hie Bummi! seiner ußxrm Verhältnis: selbst vorbe auen. Bez" „“des Ko-sul averhofer set ihm zwar nichts Au- tbrnti ck54 bekannt, jedoch “werde er eine Untersuchung anordnen und, sails er stmffalli , ihnder verdienten Strafe unterziehen. Pylatsrbek: Da die Staatsychrist ein einzelnes Wet! bilde, wolle der Minister fie auf dm Tisch des Hauses niederle en. Auch glaube er, daß die Territorial “ka- lesung von Seiten türkichcr untertbanen cine Nerlnmation Oesterreickis n.'othig mache. Toblhofs: Er sei nicht dazu ermächtigt. Das Ministe- mim wrrde berathen und in der nächsten Siyung das Resultat mttthcrlen. Um 121"; Uhr wird der llebcraang zur Tagesordnung beschioffen. Es folgen die Berichte des Petitions-Ansschuffcs- Doliak: Ein Begehren k" Teputirten Dalmatiens, einc llebcrsesung der Reichstags-Verhand- [ringen ins Italienische zu befor cn; ihre JnterpeUation-n rnö Deutsche uberscycn und durch einen selbstgewäblcen Vcrireter verlesen Éu lasscn', dcr Yetitionö-Auöschuß trägt auf Ueberscsiing aller Protokolle, erichtc :c. ins talrxnische, und eben so eine Ucbciicyung dcr Jntcrpallaüonm :e. rns Deunche an. Hawliczek trägt an, vor jcdrr Abßnnmung durfe auf Be- grhrrn von 10 Abgeordneten die Frage insPolnijche odchut-henische von einem Translator übersest weiden, cin Anderer begehrt dies fiirdas Vöbmische. Borrosch erklärt die ungeheuren Schwierigkeiten und Kosten der Ueberstsung imd btautragt Nilkcksköllng einer Kommission, rim dicse Schwieri keiten zu heben. Ambroscki stimmt bei, rcfervirt aber das Rccl)t dcr SiidZavrn. Hawiiczek. Er babe seinen Antrag nicht aus die bbb mische Sprache ausxzedchnt, weil die böhmischen Ab eordnetcn alle nichr oder weniger Deutsch verstehen, was bei den poluis „'m [Md ""h“""isck'k" Abgeordnrtcu nicht der Fall sei. Lcßtcren dic Aufklärung zii verrveigern, sei tvrannisch. Trojan: Er sei sich seines Rechtes bewußt, nicbt schlrchtcr zu sein als ein Teuxsrbcr, und sei sich bewußt, seiner Sprache fich bedienen zu dürfen, korb bärte er nachgegeben. Dasselbe wollen die italienischen Abgeordncten, die auch auf das Neri)! ihrer Sprache ""Ich"", kilsür aber wenigstens dic “))köglichkrit ordentlich abzustinuncn, an- sprechen. Es wundere ihn, wie Borroscb wegen 25,000 'J-l. fiir das Jahr die Gerechtigkeit so hintansc*cn Bonnie. Will aber, wie Borrosch, eine Kommission besonders zur ALU)! dcs Translators. Potozki: Das Recht, unsere Sprache zu gebrauchen, mu iinö immer vorbehalten bleiben. Fragt, ob denjenigen, welche die deutsche “Sprache nicht derstchrn, nicht die Abstim- munq ermöglicht werden sollt". J| fiir dcn Antrag der Kommission und den Önwliczck's. Lubomirski: Wir haben schon viele Güter errungen; mit einbegriffen muß wohl aucb, die Spracbfreihcit sein, das; Recht, sich sci- ner eigenen Sprache zu bedienen. Die Kammcr handelte gut, kcin Gesetz aus aufzubringen, andcrcrscirö zeigten wir den Willen, uns in verständigen, dadurch, daß wir uns einer gemeinsamen Sprache bedienen. Darum mögen wir entgegenkommen“, es ich: Schwie- rigkeiten dabei, aber wohl nicht iiniiberwiiidliche. Bei Ni igenehnrigung dicscs Antrages würde er den Antrag stellen, daß auf Antrag eines Ab- gxordnetrn während der 10 Minuten Aufschub die Frage in der nationalcu Sprache wiederholi rvetdrn muß. cBorrosrb: Es wmd an meine (Herrch- tigkeit appeliirt; ich nehme die Appellation an. Es giebt eine StamSJi-recb- tigkeit, eine politische xc. Wenn wir“ fortfahren , das große (Hanxe diirch nationalen Streit zu zerspalten, so werden wir als Sieger der Volksfrcibcit bald triedcr unter dem Joche durchgehen, Mir“ sieht die politische Freiheit über der nntionalrn. (Bravo von der Linken.) Wollen wir _polyglottc Nricbétag: bearitra en, so wird der erste bald der chic sein. Er wiirde fUr aUe Zukunft protcsßiren, wenn nicht die deutsche als Staatösprache anrrkmmt rrürde. (Oh, ob, vom Centrum und der Rechten.) ES fiken die Mitglieder, dic nicht Deutsch können, schon acht Wochen yiek , warum treten sie nicht aus. Nur einem Deutschen kann man solche Vor- schläge machen; was geschähe, wenn der Eisaffer , der Proben- ale in Paris so redete. (Oh, oh.) Er gebraucht dann das ort: Nationalitätö-Liebhabcreien. (Tumirlt, die Deutschen applau- dirrn, die Polen und Czechen rufen zur Ordnung, Wollen Wi- derruf,) Der Präsident erklärt, er rufe zur Ordnung, wcil wir hier aus Liebe zum Volke Oeßerreichs, nicht aus Liebhabcreien fißkn. Weil-Bor- rosch sich gegen die Rechte wendrt, begehrt ma", er soll; zum Präsidenten sprechen, Er erklärt, er habe Nationalitäten-Licbhabercien nur so weit der- standcn, als man dirs aus an ehöriges Feld vcrpflanzc; habe er beleidigt, so bitte er um Verzeihung. ( ährrnd seiner weiteren Worte wird er öfters von der RmKten unterbrochen.) Er macht aufmerksam auf die Schwierig- keit und die. osten. Nerrwall bedauert, daß dies auf das nationalchld „ezogen wurdc. Die Kosicn wären nicht zu berücksichtigen, wohl aber der Zeitverlust. Den zweiten Punkt der Petition billi : er vollkommen, das; nämlich Zeder seine Znterpellationen :c. ins Deut?chc iibcrseßt vortragen lassen diirfe. Zeder habe noch immer das Recht, fich seiner Sprache zu be- dienen. (Bravo von dchechten.) Hawliczek's Amendementsciebenfalls voll- kommen zu billigen ; die Ehre des Hauses erfordere eine authentische Ucberscßnng. Rieger: Er ist empört über die hier efallenen Worte. Man machte uns den Vorwurf, die Liebe zur Nation ?ei cine Liebhaberei. Borrosch fordert mit der Linken den Präsidenten ziim Ordnungörnfc auf, denn er habe fich entschu|digt. Der Präsident ruft den Redner zur Ordnung. Ric er erklärt die Entschuldigung für ungenügend. Es sei hübsch, von Glei berechtigung der Nationen zu reden und nur dem Deutschen das Recht zu geben. Man sagte, nur dem Deutschen könne man gebieten, ein anderes Volk anzuerkennen. Vom Slaven könne man die;; eher sagcn, er solle die Sprache eincr Nation sprechen„ die in dcr Minoritéit sci, (Zischen von den Deutschen.) „Ja, die Slaven sind die Majorität, und der Staat kann nur bestehen, so lange wir es wollen (Zischen links),"doch wir wollen es. Wir kamen her mit der Ucberzeugung, gleich- brrechtigt u sein. Doch wir wollen die Monarchic erhalten und suöpcn- dirten desßalb das Recht, unserer Sprache uns zu bedicnen.“ Einem Bc- schlusse, daß jeder Slave zr. sich hier der dcntichen Sprache be- dicnen miiffc, wiirde cr ewig widerstreben, denn das Recht, in sei- ner Sprache zu sprechen, sei cin Naturrccht, ein arrgcborcnes, „Da von 25,000 J!. u sprechen , wo ein Drittel nicbt deutsch ver- steht, ist eine Lappalte wir sollen den Italienern dankbar sein, daß src auf ihr Recht verzichten.“ Lö hner: Zu einer anderen ZeitwäreerViellcicht an der Spi e einer Partei gestanden, die gegenüber gcsiandcn cincr anderen Partei, koel e fich heute durch Heftigkeit auSzrirhne. Heute wolle er das nicht thun, wolle znrufen, vergessen wir, daß verschiedene Mütter uns nährten, ob der großen Mutter drr Freiheit. „Wehe, wenn heute uns Nationalitäten spal- ten, heute, wo wir Alle feststehen sollten, wo die Reaction so sehr sixb gel- trnd macht.“ Aber geschehen sei der Schritt, und er könne nur von beiden Seiten auffordern, zu vergesscn. Eine Kommission bcrathe, was auszufüh- ren möglich, und das Mb liche werde einßimmig angenommen. (Bravo.) Dylevsk'i räth, fich dic en Vorgang zur Lehre zu nehmen. „Sind wir einig, so find wir sark und erwerben Vertraurn nach oben und viel mehr nach untn. Was rechtfertigt die Nothwenkigkrit einer parlamentarischen Sprache?“ Sehe man nach Ungarn, was'die' Folgen einer solchen einge- bildeten Nothwendigkeit seien, dagegen, daß man das Recht ersi anerkennen wolle, müsse er protesiiren; nur aus dem Punkte der Rechtlichkeit unterstüye er “_, daß Translatoren ernannt werden. Hav clka unierstüßt de_n Anita der Qommisfion und den Hawliczek's. Nirgends sei ausXsprochen, da? DenisYng'spro-anr werden müsse; es sei blos der Ausdruck er Konvenicnz. „Die , echtlirbkeit unserer Beschlüsse fordxtt, daß alle Mitglieder die An- träge doch verstehen." Der ?ufall entscheidet dann, und der Zufall i,? do oft nicht demokratisch, uicht 'iberal, nicht freismnig.“ Haus child 1 an für Hawkezet'o Antrag, der es ne in'séhr mäßig“ in seinen Forderungen sei, „ | es billig, einen andeien a stab zu nehmen, als den déiG'ekechti keit, a 5 den bon-Kiopf und Herz?, Und“ wie können wir dann von den Wä lern fyrdern, daß sie ihre, Ab eordneten zurückziZen, blos weil fie nicht Deutsch konvex, Lyskachiet dréxe hgeorpnxtxn das ertrauen ihrer Wähler haben?“ „k.k.mn: Ick. caYageg day Absprechen unseres Rechtes; die Ge- WWWÜ sÄU'ÉMe, dm nxqp '! ?xrein, denn ein Prot: ward schon_„imx ZW? YMUÜP- “25411 '. . * he dxutsärx 4,19. Smats rache anerkannt *" '»: „ Six MW Lexxxn- WW? wit. xine.- Watsiprache. fests-sm-
aber die der Mehrheit, die slavische? Greifrn Sie in Ihre Brust, was-Sie dann thun wiirden. Welche Demüthigung für uns Nichtdeutsche, von Nach- yiebigkeit der Deutschen zu reden, wenn Sie gestatten, daß die Nichtdeut- chen verstehen diirfen, was vor etmgen wird. Die Italiener haben eine höchst billige Forderung gefte t. Wir sollen einig , sollen Brüder ski", aber da darf nicht der Eine Theil herrschen. Wir sollen vergessen, aber da möge man uns nicht stets erinnern. Thur nichtß'lnderen, was du nicht willst, daß dir eschehe. Potozki: Man solle nicht aus der for- malen .eine Nationalra e machen, Leider sei dies geschehen. Er nehme das WortBorrosch's: „ esammt-Vaterland“ an, aber nur, wenn er dieJdee, das Interesse seines Vaterlandes ganz darin gewahrt finde. Werde das n- terxfsedes Paterlandes imGesammt-Vaterlande vrrleyt, so könne von in- b'" "?ck“ kl? NW? sein. Borrosch: Hier ist ein Völker-Kongreß, und d“ “b"?“ man nicht Leute bin, die den Kricg, nur die Frieden wollen. Hawi'kkkkx, Ick Wb? "117 ZU sagen, daß hicr 190 Slaven find. Do- lrak (als Bkk'chtkkstaWk): Zuerst Müsst er thner's Vorwurf zuriickwcisen, daß die Komrmsjron diesen (Hrgcnsiand jetzt ins Haus zur Verwirrung e- s_chleudert habe. „Haben doch die (Halizicr gleich Zrnfauis das Recht in2n- rpmch genommen, in ihm Sprache in rc-den, und haben dein uur enrsaizt bis ein Vermittelungsweg gefunden ist. Der Pctitionö-Aussckmß hat dies "“I-Wehren nicht, wie hier geschah, aus dem Standpunkte der Nationalität aufgefaßt. Will man die Gleichberechtigung der Nationalitäten zur Wahrheit machen so darf man nicht mäkcln. Man bemcrktc, daß alle Nationalitäten danri dics soidcrn werden. Doch z. V. die Sloveuen können Alle Deutsch. Wia man den Census der Nationalität einführen und so die Freiheit verstehen, so kann man sehen, was in Frankfurt 11116 Slawen bevorsteht.“ (Lebhaftes Bravo. Die Deutschen begehren den Ordnungöruf.) Der Präsident ersucht den Redner zur Sache zu kommen. Borrosch uud Nieg er wollen reren; es kann nicht gesinttrt werdcn. Nament|iche Abstimmung und 10 Minuten Aufschub werden beliebt. Betreffs der Sprachcnsrage wurden noch Anträge von Borroscii, Löhner, Lubomirski, Hawliczck, ein Verbefferirnlés- Anjrag don Vorroscb, im Falle sein erster Antrag nicht durchgehen so te und ern Kommisfions-Anrrag gestellt, welchc sämmtlicb hinlänglichc Unter- stiiHrlng fanden. Ter Antrag auf namentlickic Absiimmnng wurde hieraus zurückgenommen, allein die 10 Minuten Bedenkzeit wnrden beibehalten. Rieg er spricht sich noch gegen den artihnergangenenOrdnungörufaus, in- dem er naeh der Geschiifts-Ordnung nicht dcnOrdnungsriifvndientzu haben glaiibt nnd, appellircnd an das Gcrechtigkeits-Gefiihl dcs Präfidcntcn, bit- tct, den Ordmmgöritf Zitriickzuncbmen, da in seiner Rede keine Pcrsönlich- keit vorgekommen sei. Der Präsident nimmt demnach dcn Ordnungsruf zuriick, indem Abgcordnetcr Rieger nachgewiesen, das: er sick) keine Persön- lichkeit und auch keine Störung dcr Vcibandlung zii Schrildcn habe kommen lasen. Hicrauf beansprucht aiich Borrosch, daß der "a!) ihn ergaiigene Ordnringöruf zurückgenommen wcrde, Worauf ihm der Prasident erwiedert, daß er schon mit der Zurücknahme des Ordnimgsriifs an den Abgeordncten Rieger mit inbcgriffen sci. Danach theilt Dol iak mit, das; untrr Kam- mer-Verhandiungcn nicht die stcnographiscch Berichte, nur AuSzuge 13er- standcn Werden, z. B. wie in dcr Wiener Zeitung. Der Anirag Loh- ncr's, die Petition an eine Kommission von 9 Mitgliedern zu verwriscn, wird verworfen; der Antrag Borrosrb's (die Konnnis- fion solle die Nothwcndigkeit ciner parlamentarischen Sprache aner- kennen und die Ermöglichung der Verständigung der nicht deutsch Rxden- den) wird verworfen. Der Antrag Podla's, auch die moldaursibe Sprache zu berückficbiigcn, wird, wie der Hawliczek's, angenonzmer). Ter Unterantra Borrosch's, Ueberseßung dcr Prodiokolle :e. rn die Sprachen alFer hier vertretenen Nationalitaten zu veransia'l- ten, nicht blos in die italienische, wird angenommen. Gleiépach will iiber den Airsschusi-Amkag im Ganzen abgestimmt haben, Bökkoich 5 Antrag, diescn Airsj'chusx-Autmg zu theilcn, wird aiigcnommen. Dylevs- ki's Antrag, dariibcr eigens abziistimmen, ob die „Kammcr-Vcrbandlungen auch zu iibcrsrsen sricri, wird verworfen. Ucbcr den 4th Theil des Aus- schuß-Antmch: Von allen Vorschlägen, Anrendcnrcntß, Kam- mer-Verhandlungen (im Auözugc)rc.,1leberscßitngrir_t_11s ZM“ li enische und (nach Borrosch's Unter-Ameridrments) in dre Hpkachxn a tler hier vertretcnanationcnVeranstalicnzu19119",- Mrd mit Namens-Aufruf abgestimmt. Mit Ja stimmten: 214. Mit 9?eru:1b, also Pkajoritäi 228. Fiir die Abstimnmng des zweiten Theils smd mchk genug Abgeordnete vorhanden. Die Sisung wird um 4. Uhr gksch10ffmo
SchleSWig * Holstein. Rendsburg, “12. Sept. (Alt. Merk.) Die provisorische Regierung hat folgende Bekanntmachung au die Truppen rrlassen.
„ Soldaten! Ihr seid bcini Beginne res Kampfes freudig dcm Rufe des Vaterlandcö gefolgt“, gering an Zahl, schlecht ausgerüstet und kaum mit Führern versehen, striltct Ihr Euch dcm Feinde ent- gegen. Bald sandte Deutschland uns seine tapferen Krieger zu Hiilfe, und von ihnen grfiil)rt imd untcrsiiiyt habt Ihr den Feind iiber die Griinzen des Landes zuriickgctricben. Die Hrrzogthiimcr Sihlcöwig- Holstein sagen Euch, sagcn allen tapferen deutschen Waffenbriidern ihren Dank. ;";th sind die Kampfricnosscn zum größten Thrile in ihre .Hcimath zurückgekehrt, und auf Euch allein, mit Wenigen Kampfge- iiossen, beruht die Sicherheit des Landes. Aber Iiir si'id gewachsen an Zahl und Krkchkllndk, srid wöhl grriistct und mit tüchtigen Jiih- rern versehen. Das Vaterland kann Euch Vertraurri, und vertraut Ihr Euren Jiihrcrn, Ihr werdet sie auf dem Wege des Rirbrneö und der Ehre freudig vorangehen sehen. Der Prinz Friedrich von Schles- wig-Holstein-Sonderburg-Augusienbnrg hat sich veranlaßt gesehen, das Kommando iiber die schlcswig-holsteinischen Truppen niederzulegen. Dic proßisorischc Regierung bat seine Entlassung angenommen und an stiner Statt drn Lbcrsirri Grafen Voir Baudissin rnit dem Kom- mando interimistisch bekleidet. Dcr“ Bundesbrfchl iiber die Truppen ist drm König!. prcußisahcn (Bc-ra'ralrnajor voir Boriin iibertragen. Soldaten, Ihr kennt diese Führrr, zeigt Euch derselben wiirdig!
Rendsburg, den 12. September“ 1848.
Die provisorische Regierung. Bescler. J. ?)Tevcntlou, M. T. Schmidt.“
Kiel, 13. Septbr. (H. C.) Die heutige Sixzung drr Lauch- Versammlung begann mit der“ Bcrathung iibcr die als ungültig ari- gegriffene Wahl des Z(Zsten schleswiqschen Wahldistikts. Es ergab sich aus dé'n amtlicheu Abhiirungen, das; bci di'k Wahl des Abgeordneten Loge Lorrnyen solche (Hewaltthäiigkeitcn iind Trubnngen „vorgekoiri- mcn waren, daß die Versammlung sich mit 88 gegen 2 Stimmen fur die Ungiiltigkcirs-Erklärung critschied. Hierauf motrViric der Ab- geordnete Matthiessen seinen Antrag, betreffend den, Eiiirvurs Zincr Land-Kommunal-Ordnung, welchrr einem Comm: iiberwresen wurde. Demnächst beantragte Pastor Burchardi _derr Ciixidurf eiiies Pensionsgescßcs, iibcr welchen Antrag gleichfalls ern Comrtc gewahlt wurde.
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Aussland.
, rankreich. National- Versammkung- Siyrrng vom 12. Heptcmber. An drr Tagesordnung it dre Dxebatte iiber drn Lien Para raphc'n der Verfaffiings - Einleitung, „ W N" YUM“ m seiner Perßon, Religion, Eigenthum urid Arbe“ ZU bkschußln verz. spricht und zu welchem Mathieu den quchensav gesirllt hakkk:„,-Dls Republik erkennt das Recht aller Bär?“ auf.,Unterrrcht, Arbeit und Beistand an. „Gauthier de Rumt ly bxkqnxpsk den MathteUTchen ZW! chensaß. Man müffe sjch vor ,allen sozialistischen Phrasen hüten. Neulich habe ein sozialistischer, Logiker erklart: „Gebt, mtr das Rechk auf Arbeit, und ich stelle nismen Krieg gegen das Eigenthum em!“ Diese Erklärung zeig? hinreichend, was die Proletarrex von dem- RKM auf Arbeit hielten. „Ihr habt t?!?" „Sozialismus zuruckgestoßen, offo. net also keine neue Bahnen, die wieder zu ihm führexz.“ me. tier " unterstübt den Zusav Utzd bemerkt, daß dre Natrdnalx Versammlun Tick) der „Barbarei der Grundsiiße dxs englrschrn Oekoyométs aihus zunerge, wenn sie dem Arbeiter kerne Garmin:
"ebe. DiesrGrundsäve führten zu Armuth und Selbstmord; sie onnten ,unmögltch von einem Staate angenommen werden, der sich vor drei Tagen als demokratische Republik proklamirt habe. Der Smax müssx Jedem die Arbeit verbürgen, sowohl daß Zeder Ar- bert ridee wie daß der Ertrag relativ ibm gehöre. (Oh! Oh!) Da- mit er mcht gesagt, daß der Staat Baumersier, Jndustrieritter oder Ackerbauxr werden solle. Daß dies nicht seine Ansicht sei, suchte der Redner m langem Vortrage zu beweisen, dessen sVZiälistlschk Para- doxeir mehreremale lautes Gelächter hervorriefen, Victor Lefranc legt inzwischen sein Gutachten im Namen des Ausschusses zur Ueber- waahung der in den Tuilerieen und sonstigen Königlichen Schlössern am 24. Februar gefundenen Papiere vor. von Torqueville nimmt das Wort, um den Mathieuscben Zusatz in langer Rede zu bekämpfen. Der Versassun s-Ausschuß, sagt er, habe ur- sprünglich das Recht auf erbeit oder die Arbeit als Recht feierlich anerkannt; aber er sei in Folge der Ereignisse von dieser Ansicht zurückgekommen. Es gebe zweierlei Garanticen der Arbeit. „Die eurige“, ruft er, zum Berge gewandt, „entspringt airo dem Sozialiomus, die unsrige aus der“ Privatmilde. Tie cu- rtgeiiellt 3115 Rxchi auf, was wir nur als Pflicht anerkennen. Ter unsr-geri liegt dre Religion, der eurigen das sogenannte modcrrrc, sozialistische Recht zum Grunde, das zum Bürgerkriege führt, zur Anarchie, ,zur Abschaffung des Privateigenthumo.“ Der Redner geht mm m eiiie laiige Erörterung der sozialistischen Gefahren ein und ruft: „Ncrn, dre Jebruar-Republik darf nicht sozialistisch sein! (Stim- men vom Ber c: Wie soll sie denn sein?) Sie wird frei, sie wird dejmokratisch sem. (Dieselben Stimmen: Nein, sie wird royalistisch sern!) Ja, sie köniite royalisiisch werden, Wenn man den Sozialisten rere Hand lreßc.“ iLarm). Math ien, Urhcbcr der Debatte, findet, das; man_ ihn gar mihi widerlegt habe. Er sei weder Sozialist, noch Logiker, noch Eklektiker. (Heiterkeit) Ledru Rollin rätb der Vor- samrnlung, RobeSpierre's Gutachten an dcn Konvent iiber das Recht auf Arbeit zu lsskn- (Stimme: Auf Beistand wollen Sie saqen.) Dx-r Konvent habe beschlossen, der Staat schulde allen arbeitéfa'biqen Bourget." Arbeit, allen arbertMnfähigcn dagegen Beistand. Sozialist zu sein„ser, keine Schande„ sondern eine Ehre. Uebrigens verlangten die Sozralrsicn zuiiaxhsk mchts, ald das für Frankrcich zu thun, was die ReJteru-ng in diesem Augciiblrcke fiir Algcrien beabsichriqc, nämlich Ko onrsrrung. Man folie sich an die Losung der lyonér Arbeiter: „Arbeitcnd leben oder kämsend Kerben“ erinnern und sich beeilcn, dem Proletariat Garantieen zu bitten, sonst möchten sich schrvcrc Gewitterwolken über die Republik zusammenziehen. (Beifall.) Er un- terstützt den Zusav. D uvergi e r de Haar anne bekämpft denselben. Der Staatkönne sich nicht verpflichten, Jedermann Arbeit zu verschaffcn. Eben so wenig die Privafinduftrie. ZedederariigeViirgschafr sci erthum. Die. sozialisiischen Schulen, fährt Drivergicr de Hauraniie fort, seien iibrigens gar nicht einig unter einander, sie seien erst im Wcrdcn, und daraus folgere er eine neue Gefahr für die Annahme drs Ma.- thixuschen Zusaxzrs. Cremieux, Mitglied der ehemaligen provi-- sorrschen ReNiemng, untersiiivt den Zusaß, nämlich das Recht der Arbeit, das ck in der Neunziger-Verfassung iibrigens schoii formulirt finde. Ueber dessen Anwendung ist er nicht klar. Barthc, kcin Verwandter-des Ex-Ministers gleichcs Namens, sondern der Sohn eines Schrieidrrs, brtbeuert der Vcrsamnilirng seine größte Hinge- bung fiir die Verbcsserung der Lage der arbeitenden Klasen, erklärt fich aber fur emen heftigen Gegner des Sozialismus und Kommunismus. Wolle mar) das Recht aus Arbei"- garantiren, so müffc man die Ar- brrt orgcinrsiren. Wie wdlle man die Arbeit organisiren? Man könne dre Arbeiter doch nicht einzeln nehmen, man müsse sie also in Grup- prn therlen, „und dann verfalle man wieder in die berüchtigten Na- tronabWerksiaiiy. Oder wolle man den Fourierismus äffen und die Gamrns_ reformrren? Oder in den Kommunismus schrcitcn und von oben beginnen, denn der Kommuniömus unterscheide sich vom Jourieris- mus dadurch, daß. er von oben, leßterer von unten anfange. Er lgugne das Schöne und Edle der sozialistischen Grundsäve nicht, aber man hüte sich, sie an die Spivc der Ver- fassung zu |ellen. Schon seien die Massen davon infizirt, auf dem platten Lande herrscht die Ueberzeugung, daß man nur die Abgaben drshalb so steigere, um die Grundbesiycr zu ruiniren und ihnen das Eigenihum ganz zu nehmen ..... Stirn rnc vom Berge: „Zeh verlange das Wort!“ Marrast: „Ich schreibe Sie auf, Sie sind der zwciundvicrzigsie Redner!“ Inmitten von Un- terbrechungen fährt Barthe zu beweisen fort, daß drr Soiialismus at and schön als Theorie oder Utopie sei, aber nimmermehr in der Foiitik oder dem praktischen chen. Er halte ihn daher der demo- kratischen Republik für gefährlich und mit ihr urwerträglich. Ruhe und Sicherheit würden dem Arbeiter Arbeit verschaffcn. Dic Vcr- sammlung geht um 6 Uhr aus “einander.
Paris, 12. Sept. _Der Moniteur enthält eine Verordnung, wclchr die Inschrift „Ré )!!!)[ique smngnißß (1-5n10c1'xxlit11-(3 "110 O!. inciicizible" auf allen Staatsstegeln und sonstigen Stempeln, zwi- schen Lorbxer- und Oclzwcigen vorschreibt.
Im heutigen Moniteur liesi man: „Es Werden dcm Con- scilö-Präsidenten (General Cavaignac) oft Unterredirngcn zugesrhric- ben und meist mit auffalle'nder Unrichtigkeit.« Bis heute schicnen die verhandelten Fragen nicht wichtig genug, um Berichtigungen zu cr- heische11. Unmöglich aber können die Zeitungs Artikel, aus Welchen hervorgehen wiirde, daß Oesterreich die englisch-franzöfische Vermitte- lung auferlegt worden wäre, unbeantwortet gelassen werden. (Ge- neral Cadaignac sollte dies angeblich am Schluß seiner Antwort an die Deputation der Juni-Kämpfer gesagt haben, die ihm fiir die den- selben verliehenen Orden zu danken kam. (S. Paris vom 11. Sep- tember.) Vergleichen Behauptungen, welche dazu arrgcthan sind, dem gerechten Wiirdegefühl der Regierungen zu nahe zu treten, miiffrn mit Energie zurückgewiesen rvcrden. Die Regierung der Republik hat in der italienischen Frage nur weise, feste und maßhaltcnde Er- wägungen geltend zu machen gehabt. Der Charakter der“ Drohung ist ihren Grdanken, wii: ihrer Sprache gleich fern geblieben. Er wäre unvereinbar gewesen mit der Beschaffenheit ihrer Vrrhälinisse zu der österreichischen Regierung.“
Valesco oder Galeöco ist als Bevollmächtigter der Wallachci hier in Paris in diplomatischen Zwecken eingetroffen.
In Paris hat sich nun auch die Cholera gezeigt; (*:! sind bis jeßt fünf Fälle vorgekommen. Drei der Erkrankten starben gestern.
Großbritanien und Irland. London, 11. Sept. Ihre Majestät die Königin ist- am Freitag den Zten d. von Aberdeen abgereist und an demselben Tage in Valmor-al-Castlc angekommen.
Yorgeßexn hielten Lord I. Muffel“, Lord Clarendon, der Lord- Yanzler und die zwei höchsten“ Staatsanwälte eine lange Konferenz rn der Wohnun deo Lord-Statthalters zu Dublin. Lord J. .“)iussell verabschiedete _ darauf mit seiner Gemahlin bei der Familie des LLTMSWUMWL iwd, fuhr ge e_n Abend nach Kingstowrr, wo er auf “""" Kömslkchen DamprcZaketl-ote sofort nach Greenoä abfuhr, um dort aus Land zu, fiégen und sich zur Königin nach Balmoral zu begeben, GPU" hatte der Premierminister eine Deputation dcr FWW Conabught, empfangen, welche ihm die traurige Lage der
rmen dresrr- k;))-momz- mimis- und um Staats-Vorschüsse für den Fyrtbau der Eisenbahn, von Dublin nach Galway anhielt, wodurch Ml? Tausende von rasbgen Arbeitern Beschäftigung finden würden.
Die Deputation beantragte, daß die Regieruiig für die benöthigte Summe von 500,000 Pfd. St. 5 Prozent Zinsen garantiren solle; alsdann erwarte die Gesellschaft, das Geld „aafbringeu zu können. Lord J. Russel] gab keine besiimmte Zusage, ließ jedoch die Deputa- tion hoffen, daß die Regierung, wenn_ das Parlament zustimme, dcn Bahnbau in der beantragten Weise fördert) werde. - Die betreffen- den Geschworncn des Südbezirkes von Tippxraw sind aqueforkert worden, am Llstcn zu Clonmel zur Aburtheiiung von S. Y'Brien, Meaghrr :c. fich einzufinden. _ _ .
Nach dem Standard ist das brsherrge Whrgblat't Morning Chronicle von Lord Lincoln angekauft wvrden und wird ric Poli- tik Sir R. Peel's vertheidigen.
Nack) der Unitcd Service Gazette krobr in Kanada ein
offener Aufstand, der von ir'äiidifchcn_Aiiswandcreiir “dort, k.:gs'scgt , wird. Zn Montreal wiirden schon it'tt MOW?" im "ländischen ; miinc, ni-ir ;iiin Zweck haben könne, Lesterrsiä) seiner Bcsißungen
Virricl Piken geschmiedet, und alle Jrländcr scirii bcrvaffm't. ;),n
Luebek hatte man Anfang Airgiisi Fwii-lf Kanoxirn in dcr Citadcllc J vrrnagclt gefunden. Die dortigen Brhordcn barten bereits mcbrcre „ * grdsitcri Tiiril drs Gbictrö, das ihr in Italien gehört, zu er'-
Rrginienter von Freiwilligen zu bilden beschlossen.
Belgien. Brüssel, 18. S“.“ Tri Gesund?»- kcr fran. zösischen Republik am hiesigen HOst,__-Vt'kk' “Ö"Mkkk- isi Msi“!!! ch- dcr hier eingetroffen. Anki) dcr rusiiickic General Jomiiii, “Lidiumiit drs Ji'aiscr Nikolaus, ist kcstcrn in Bk'iiffkl «Wkkomnicn.
(Köln. Ztg.) Es rvtrd biek-ÜMWLUÜCU cin „Kjojmkcß dci“ „Freunde drs allgemeincri Frickcns“ xtnttxindkn, Ft! rdclcd-xm bis jetzt an zwcidrmdrrt namhafte Männer“ aus Arrirriio. mid Ciiqlmid ibrc Mitwirkung Fugcsagt haben. Der Kongreß ioiitc iir Paxis *:":atrfin- ÖM; nian fand es aber unter den _]rßlch UlvsMUkcri kiiki'sMU, ibn in Brigicn abzuhalten. M:"hrrrc Mitglieder dcs Virciixs liaben sick) nach Li'iirschland gc'wrndct iind rechnr'n auch von dort aiif Ziblrciibc Theilrmhmk. (Lö sollen rrntkr Airdcrcm :)iiiiidsrbi'eTbcn aii sämmtlirhc Mirglicdrr drr berincr imd frankfiirter Nntiormi:Tirrsaniiiilxriig crac- hen, um sie riniuladcn, dcm Korigrc'ssc [*kileWki*11l-". Tir Variiiiid- lungen deffi'lbcn w.rdcn hauptsachlich dar:.ns geriibrct Wkkkr'xl, ein passendes Mittel 3:1 finden, die obwaltrndrxr T*iffrrciircn iwiiiiirii den Völkern immer“ auf schicdorichtcrlickMrir Wkgr KU vrrmiticlii, arisiatr, wie es bis jexzt geschrhrn ist, dir Zuflucht Fil kTUÜZÜffM Ui nrbirirn.
Dänemark. Kopcrihagrn, k). Zi'pt. (Alt. 2111811.) Der König ist mit drm Kricgödarnpfschiff „A'gkr“ ]i-“iki! Soridcrbiirxi ab: changmi, um das dortig-x Tr'iippcricorpo vor" “Jiriflbsmig kcssclbi'n zu riispizircn.
Ani .*“)ten ist von Seiten drs General:„*idlikammcr und „Kom- merzeKoliegiums eine Bekamntnmrbrrng ersibiriicii, in nwlibcr aiißrr der Anxciqc vou dcr ?lrifbcbiriig dcr“ Blokadc riiitgctbkiit wird, das; „sämmtliche hier im Land: aufgrbrarbic frindlirbc Sriiiffc baldmög- liibsk freigcgcben werden sollcn.“
Nach drm Inhalt des vorläufig wilder sirsprndirtrii “Klimke:- befehle vom sitrn wird die Bcsaizima von Alsmi wäk-i'rrid dcr Laiter rcz 2Z41ffklistillskü!1dkö cin abgesondert“; zionrmaiido aiiöii aiiirir; frriier wird das im JLU“? stehcnde Armre-Corps als soliiirö aiifgribst, “.*-ird wer- den die rrsp. T'rnppcn- Abtheilungen so viel als iirxigiiij) in dcn Di» strikten, ivo jic ausgeschrieben sind, Nrtheilt. Téie Leibgarde Zi; Jus; ICW nach Kopenhagen ab. Von der: Liiiirn-Zrifriiitcric-Baiailloricn, welche in Schleswig-Holstein rekrutirt worden, wird das Wie, wcl- chrs in den Acmtern Haderslebcn, Aprnradr, Tondcrn, Nordbirrg rind Arröc rekrritirt isi, nach Alsen Verlcgt. Das 120; Mlches in dtn ?lemtern ?lpenmdc, L*.)Jumklosier, Tonderrr und Flensburg rkkrirtirtisi, soU in Ripen _qarnisoniren. Das *]Ztc, rvclrhes in den Acmtern Bredtsicdt, Husum, Eiderstedt und Hütten rekrutirt ist, soll nach Al- sen verlegt werden. Wenn die Bataillone in den Standqunrticrcii angekommrn sind, blribcn unikr den Waffen: z:) diejenigen, die auf Beförderung Anspruch machen; |,) dirjr'nigcri, welche nicht wiirrschcn, nachHansezu gehen ; c) diejenigen, welche wenigerTiichtigki-itund _qukk Alls- fiihrmrg gezeigt haben, und 11) so viele von der jiingstcn und zuletzt zugckommencrt Vkannschast, als erfordc'riiih sind, um 4!) bis 51) M*aim pi“. Compagnie zu behalten. Die iibrigc Ykannschnst wird bis zum 1. Z))?(irz oder" bis zu dcr sriihlr'kn Zeit, wo sir vielikirht e'iiil*e*rrrfcn wi'rdcn diirfte, nach Hause bcurlaubt. Tic ?).)kannschast dci" Restwe- Vataillonc r*bcrrsalis, mit AuMadmc der in die' Kategoriccn .1 und i- faliciidcn. Dic Frei-Corps Werden, insoweit sie rs wiiirsckie-n, umb Hause brrrrlaubt, geben iibrigens nach ihrcr Heimat ab, wo sic sich drn kantonnirenden Truppen aiischlirßrn. In jeder Provinz trcicir die Truppen unter das dort bestshcndc (Heneral-Kommando, die Brigadk; Commandcurc werden mit den Brigadsii vrrrhrilt, inspizircn sic slri- ßig und suchen Alles zu einem neuen Jeldzugr vorzubereiten. “Dic Zniendantur erhält ihren Hauptsitz in Vcile, dcr Corpö-Smbsaizt nimmt srincn Anfentljali iir Odrnsc, dic Armcc-Trainö rvcrdcir in Friedrricia zusarnnwngezogcn, das Corpö-Auditoriai wird nach Vibmg vcrlcgi. Da der Kbnig die ?lrmre- Corps vor ihrer Arislösung in Augenschein zn nehmrn gedenkt, so rvrrden die Truppen-Diblocationcn erst auf näheren Besch! in Kraft irrten.
Las Dampfschiff „Wa(drnmr“, das Von Jaaborg gekommen, meldet von dort, das; 356 der freigewordenen dänischen Offiziere aus Land gesryt sind.
“Das rirsfiche Geschwader liegt bei Kjöge; hrirrc Morgen ist das russische Dampfschiff „Ltwasihiiui“ von dort hikr angekommen.
Heute sind hier die ersten preußischenSchiffc mit Brennholz mis Stolpe angekommen.
Schmeiz. Bern, 1]. Srpt. (Ö.P.A.Z.) Endlich ist das einige "Deutschland auch in dcr“ Sidrveiz dcrrreteri. Hints Nachmittag um 4 [Wk wird „Herr Franz Ravcaur scinc Krcditivc drm Präsiden- ten der Tagsaßung iibrrgebrn. 'Die ersten (Hlsaridteri dcr“ Vororte Zürich, anrru und mehrere andere Mitglicdcr dcr“ Tagsaizung wer- den die Feier dicser Audienz erhöhen. Hcrr Ravcaur überbringt fol- gcndrs Schrkiben deo deutschcn Rcirbödcrwrscrö, Welches aii Schiitt- heiß und Staatsraib drs Kantons Brin als cidgcn. Vorort adressirt isi: „Grehrie Herrrn urid lii'be'n Jrcunde! Dix bi'rfassuriggebeiidc Versammlung zu Frankfurt a. M. hat mich in ihrer Sißiirig vom 28. Juni d. Z. zum .“)ieiihsWWcscr iibrr“ Deutsrblaiid erwählt. Ziidcm die de'ritsche NatZon dm ilxr thcnren Gedanken der Einheit verwirklichte, hat sie mir eine Gewalt anvertraut, die ich mit der patriotischen Zustimmung der deutschen Fürsten, durchdrungen vom Gefühl der höchsten Pflichten, angenommen habe. Diese Gewalt ist berit- fcn, eine neue und rechtmäßige Stelle im Rathe der Völker rinznnchmen. Ich ieigc die Uebernahme dcr“ provisoriirbrn Ccntral-chicrrmg Deutschlands Ihnen, geehrte, liebe Freunde, mit besonders freudiger Erhebung des Gcmiiihs an. Land und Volk der Schweiz sind mir bekannt und vertraut; ich gedenke vieler wackercr schrveizerischer Miin- ner, deren gute Wiinsche mich in meincnr Beruf geleiten, und rs cr: greift mich die Achnlichkcit der Aufgaben, von deren Lösung für Deutschland wie für die Schweiz das Heil der kommenden Tage ab- hängt. Möge es beiden Völkern gelingen, die Freiheit zu befestigen und die Einheit zu stärken, ohne wvhltdätige Eigenthiimlichkeiten zu zerstören. Ick beauftrage den Abgeordneten der deutschen Reichs- versammlung, Franz Raveaux, Ihnen, geehrte Herren, dieses Schrei- ben zu überbringen, Sie meiner herzlichen Freundschaftfiir die Schweiz zu versichern und zur Anknüpfung des völkerrechtlichen Verkehrs zwi- schen- den obersten Gewalten Deutschlands und der Schweiz, so viel
an ihm isi, beizutrage-r. Stets werde ich„die aufrichtigsix Hocha-rhjung und die Bercitwiliigkeit zu jeder freundlichen Gefälligkeit bethatrgen, Womit ich verbleibe, geehrte Herren und ltebxn Freunde, Zbr wvbl- geneigter (gez.) Johann, (gegengez) Heckscher. Frankfurt a. M., 30. August 1848.“ .
Nach einer offizieilen Anzeige aus Glarus ist am 81, Angus! der erste Gang der Briefpost von Mailand durch das Veltlrn urid iiber das Stilfserjoch nach Mals wieder eröffnet worden. Die Erl- wagenfahrteir werdcn wieder beginncn, worn auch bereits dre Posi- pfcrde voir Pormio ]1.1ch St. Maria gebracht wurden,
(Suisse.) Co bestätigt sich die wichtige Nachricht, daß Ruß- land drm „Na!) **.»xt voii Mirror! eine Note lingrr“cicht hat, in der es crkliii't, dm,",- rz Ir'styrrciÖ al:": kijUigl]! iind gesr'leirhen Brsißer der Lonibaidsé am.?"riiiir'. Zn srolgc dcsskibcn spricht die russische Regi?- rung dic Öoffriiing 01:6, das; eine :Uiediation, wenn sie statthabcn
zii drraiibcn, sondcrn daß vielmehr“ die Uritci'handlirngeu nur darauf glriibt-“t wcrden, diescr“ Mardi, wrnn nicht das ganze, dort) den
Onlir'ii.
Italien. Rom, 1]. Sept.:(D. “Il. 15.) TieGazzctta di Roma eiitiialt Folgendes: „Wir“ kb'nncn versilberrr, daß, als Sc. Hill. Papst 1x. erfuhr, raß dic ?irigciegrribeitcn Jtalicnö in cinem Kon- grcs; briandclt ivcrdcii sollkn, cr sogleich die geeignet?" Maßregeln ci'griff, damit er, der itaiécnißiir Jiirsi, in diesem Kongreß repräjcn- t:“rt wirke, um dir Rcckéw ch bail. Stuhls und seiner Unterthanen zn bcs-biiyrii Utld um nach seinem lebhaften Wunsch in Einklang mit ki'ii anderen italienischen Fürsten iibcr dic Jiitcrcssen Italiens zu waidrii.“
*.)in der uns imhcri neapolitanisidcn Griinzr, brsondch in der Probiiii “Liqiiila, dauern militairischc Bcwrgungrn fort. In und um Aqiiila soll ein Tbskrvatiorislagcr tbcils grgsn (*i'n Kirchenstaat hin, tlxcils Uli bölligrri Ba'rilbigriiig wr vori Arisstarrdsgrliistcrt fort und fort kuribaibcitctcn Provinz a::sgrs;7*iagcri werdcn.
Spanien. Madrid, 7. Spt. *Der Rricgonririistcr“, Gene- al Jigmemo, bar auf rmbcstimriire Zkir Urlaub erhalten, um sich zur Wicdcrbristcllung scinir Gesundbxit mach Granada zu begeben. Unter- dessen bat rer “_Ukiiristrrpriisidriit, ÖW'ZOJ Vor! Vülstilia, ziiglcich dic Leiriing ki'ö Krikgsmiiiistrriiiins iibcrnommen. EH ist noch immer ni-xbt cutscdieden, Weicher“ (Niirriil dcn (,kki'ricral:Capitairr vori Catalo- nicii, Padia, cixctzrn soll.
Von bier grdcn Täglich einzelne Abtbeilurigcn don Truppen und ?lrtéllcric iiiiii) “.'[ragoiiicn iitxd Valencia ab.
M,;stciii Abend batte drr bidderigc dänisckic Geschäftéträgcr, Ödrr Tlinto Daiborgo di Primo, Baron dri Niilo, einc Privat-Au- dicriz bei Ihrer Majestät der Kbiiigin, in welibri“ cr ibi“ sein Bi"- gliillbigllligSskhki'ibell als Minisier-Refidcrit überreichte. Darauf stellte er Sr. Majestät dem Könige dcn bier riiigctroffencn K. dänischen „iininrricriierrn, “Baron von Brockdorf vor, welchri' dic Ciére batte, rm Arifrragc («:rirö Souvrrains dcm Könige die Jirsigriicn dcs Cle- phantcii-Trkciiö einzubäiidigcn.
Man !Lchkikt daran?, daß die Gaccia morgen vcrschirdene von dem Jirmrrzmirrisicr entworfene wichiige Maßregeln veröffentlichen rvcrdc.
3% 191, (H, 5% 103 (3).
Bio 141cn Mittags sind an der asiatischen Cholera als erkrankt angemeldet 1170 Prisonrn, Ziigmig von gkstern bis heute Mittag 81). insamnicri 1259. “Davon sind gestorbcn 742, genesen 150, in ärztlichrr Behandlung 2107. Zusammen 1279 Personcrr.
Berlin, den 15. Septembrr 18-18.
Königliches Polizei-Präsidium.
Meteorologische Brobachtungrn.
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& Montglrchc Ichausptclc.
Sonnabend, 10. Sept. Jm Schauspielhause. 151ste Abonne- nicntö-Vorsicllung: Dcr Pfarrherr, Origiiral-Schauspiel in 5 Akten von Cb. Birch-chisfcr. Anfang halb 7 Uhr. ,
Sonntag, 1 . Sept. Jm Operrihmsc. 10172 Abonn 1 - Vorstellung: Tyra, odcr: Dic Blurnenfcix, Vallki in 3 223712??? von P. TW-lrom. Marik von Pugiir). Vorbei: Dic Ochsen; Menuett, Singspiel 111-1, Akt, Von G. von Hdffmann, nach einer wahren Anekdote. Marik nach Haydri'o Compositionen arranqirt VOM _Kapcilrncistcr von Seyfricdr. Anfang halb 7 Ubi. *
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Läomgsßadtrschcs Theater.
Sonnabend, 16. Sept. Er muß aufs Land. Lusispirl in 8 Akten, frei nach dem Französischen, von W. Friedrich.
Hierauf: Dreirrnddreißig Minuten in Grüneberg, odcr: Der halbe Weg. VaudeviUe-Posse in 1 Akt, von K. von Holm“.
Wegen Uupiißiichkeit der Sgra. Fodor kann die Oper: „Der Barbier von Sevilla“ erst Montag dcn18. September gegeben wer'- den. Die dazu bereits gckauften, mit „ Sonnabend “ bezréchnetxn Bilkets bleiben zum „Moutag“ gültig, oder kann der Betrag dafur
bis heute Abend an der Kiffe in Empfang genommen iverdcn, Zur heutigen Vorstellung sind die mrt „ Montag “ bezeichneten
Billets gültig. . . M i'n der Sonnta 17. Sept. Zum erstenmale wiederhoZt, ar: , . Findling. (Yihauspiel in 5 Akten, nach Eugen Saks Roman bear
beitet von L. Meyer.