1848 / 158 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

ert Vaulabelle, der Unterrichtß-Minifter, soll wegen ITS? SK:? aYdanktn onen,_dkk JUÜ'J'MM'ÜUZ Marre “SRM „"" Conseil erklärt haben, daß, ferne Beamten von ihm nicht ermaehttgt worden sein!, den anarchischen Versammlungenq zu Toulouse_ urid Bourges beizuwohnen, und daß er zu ihrer .lbseßungchrert ser. Man erfährt jetzt, daß General Vallon zu Toulyuse qusdrgcklich vom Krieqs-Minister angewiesen war, dem Batrkett ntchtberzuwoynen, was er übrigens schon vorher, trotz der drmgenben Vorstellungen des Maire'ö, entschieden abgelehnt hatte. '

Buvignier und Ledru Rollin beabsichtigen, wegen Ztatiens übermorgen zu erneuern. , „_

Schölcber und Porye-Papy nahmen gestern ihre; Plase als-Ver- treter der Neger in den Kolomern mm erstenmal m- der National- Versammtung ein. Sie septen si_ch neben Ladru.Rr),llm. '

Cavaignac hat eine Kommisriorr ernannt,“ dre iich damit beschgs- tj en so!!, die Prozeß-Aktcn sätriiirtlikber Jum-Jnsurgcnten noch _cm- mal durchzulrscn imd ibm zu brrrchten, ,wer von drn Transyortrrtcn besonders Ansprmb auf Begiiadrgirng hätte.." Umkrhre Akbt'tt mba- rjchst zu beschleunigen, hat [ich diese Kornmrnion "'„tkhn Ausschiis'se getheilt, welche an der Revision sammtlrcher Aktenstucke_ sehr thatrg arbeiten. Man qlaubt, daß etwa einDrtttel der nach „Havre Trans- portirten auf diese Weiie wieder freigelassen wcrden diirften. Vorige Nacht qingen abermals einige Znsurgentenzüqe nach Havre ab.

Abb el Kader, bisher im Schloffe von Pau, ist von dort in das Schloß Amboise gebracht worden.

Morgen werden sick) sämmtliche pariser Zritungésckyreibcr in dem Saale der Paffagc Gouffroy versammeln, um iiber eine Association ker pariser und der Departements-Prcffe zu berathen.

Jn Valencia und Saragoffa sind geheime Waffcnlagcr cntdrckt und in Vesiblag genommen worden. Zahlreiche Verhaftungen erfolg- ten in beiden Städten.

Belgien. Brüssel, 3. Okt. Wegen der Cholsra ist mit- telst folgenden Königlichen Dekrete) cine Quarairtainc angeorbnct: „Leopold, König der Brigit» allen Gegenwärtigen rind Ziiktinftigcn Gruß! Nach Ansicht des Sanitäts-Dckretö vom 18. Juli 1831, bees zu ?lixsfubrung ,kieseö Dekrets am 18. August bcffclben Jahres“ ergangerren Veschluffcs, des Bcscbluffcö vom 18. Juli 1843, betreffend die Organim- rion res Saniiäts-Ticnstes auf der Scbrlde, ber nnter dem 81. Kult“ und ".'. August d. J. in den Häfen des Königreichs ertheiltcu Jiisnucrroncn; auf den Bericht Unseres Ministers des Innern, habcn Wir bctchlbffcn und beschließen: Artikel 1. Die aus Häfen, wo die epibetniscbe Cholera aus- gcbrochcn ist, ankommenden Schiffewerden untcr dieBehmrdlnngswcijc res 13er- dächtigen Patents gestellt und einer gesundheitlichenUrrtcrtucbuirg unterworfen, sofern fie nicht in cmcmLandc, wo die GesundheitS-Polizei gehörig gehandhabt wird, die freiertika erhalten hach. Artikel 2. Fiir diejenigen Schiffe, welche nicht zurfreicnPratika zugelaffenworrcn, wird eine fiinftägige Lnarantainc ange- ordnet, wobei jedoch den Sanitäts-Behbrden frcisteht, von der Befugnis: Gebrauch zu machen, welche die Artikel 3-1 und 35 des Bcsrhlnsrrs vom 17.Augnst 1831 ihnen ertbcilcn. Beim Ablaufe der Quarantaine tell einc abcrmalige Untersuchung stattfinden. -_ Artikel 3. Die zu Ostende mid Nicuport bestehendenLotal-Gesundheiiö-Kommissionen sollen, unter Gcnc'.*-n1- haltung der permanenten Deputation dcr; Provinzial-Nathcö und naeh An- hörung der *))?edizinal-Kommisiion der Provinz, dicOrtc bestimmen, wo die nach jenen Häfen bcslimmtcn Schiffe untersuäyt und eintretenden Falls un- ter Quarantaine gescst Werden sollen. Dieselben sollcn auch alle in Ansehung diescr Schiffe zu ergreifenden Vorsichts-Maßrcgcln bestim- men. -- Artikel 4." Die Anordnungen ker Artikel 4 und 7 des Beschlusses vom 18. Juli 1843, den Sanitäts-Tienst auf der Scheide bc- treffcnd, werden hiermit auf die in den Häfen von Ostende und Nieuport ankommenden Schiffe anwendbar gemacht. Artikel 5. Auf Entscheidung Unseres Ministers des Innern soll die durch den obigen Artikel 1 vorgefchriw bene Maßregel wieder aufhören, wenn die Cholera an den Orlen, Woher die Schiffe kommen, nicht mehr herrscht. Unser Minister des Jnncrn ist mit der Ausführung des gegenwärtigen Bcschluffcö bcairftragt. (Hrgrben zu Briiffcl, den 22. Augirst 1848. (gez.) Leopold. Auf Befehl des Flö- nigs: Der Minister bes Innern. (gez.) Cl). Rogier.“

Der heutige Moniteur enthält die vom 811. September da- tirtc offizit'lle Ernennung des Fürsten von Ligne zum Botschafter in Rom, in welcher Eigenschaft derselbe ein Gehalt von 25,000 Jr. beziehen wird, so wie die vom 21). September datirtc Ernennung drs Baron Dujardin, bisherigen Ministcr-Residentcn in Kopenhagm', zum Miuister-Resikentrn in Madrid. Das offizielle Blatt bsmcrkt iiber die erstere dicser Ernrnnungen: „Die im amtlichzn The'it drs [WU- tigen Moniteur publizirte Ernennung des belgisch_en Rrpiäscntan- ten am römischcn Hofe becndigt auf definitive Write dcn Zriisrhen- fall, der sich vor einem Jahr hinsichtlich der Defignirung einrö außer- ordentlichen Gesandten nnd bevollmächtigten Mrnistrrö Belgiens beim heiligen Stuhl erhoben hatte. Schon im verrlonenen_ Aprilmonat hatte der römische Hof zu erkennen geben lassen, daß die Wahl dr.“: Herrn Lcclerca angenommen sci. Dicse Annahme War in den wohlwollendsten Ausdrücken mit Hirrsicht ,auf den ehren- werthen richterlichen Beamten abgefaßt. Dre Regterung bceiltc sich, Herrn Leclercq aufzufordern, daß er sich auf den Posten begeben möge, auf welchen er berufen war; Herr Leclercq beharrte aber bei der Ablehnung der Ehre, Belgien in Rom zu rcprätcntiren, indem er in einem am 9. April an den Minister der auswärtiger Angrlegrnheiten gerichteten Schreiben erklärte,“ er hirridle so, nicht-m Erinnerung des Vorgefaüenen, sondern weil die politischen Ereignisse, welche Europa erschütterten, von zu ernster Natur seien, als daß er sich rntschlics3en könnte, sich so rveit von seinem Vaterlande zu entferm'n. Tietmr Entlchluffe des Herrn Leclercq gegeniiber blieb der Regierung ni«1*ts übrig, als die Wahrnehmimg der belgrscheanteressen in Ztalirn ci: nem anderen unserer Mitbürger, der diescr Hohen Mission eben so würdig wäre, anzuvertrauen. “Dies that str, indem sie den Fürsten vvn Lrgue zum Botschafter in Rom ernannte. Der Fürst bon Liane wird zugleich bei den anderen italienischen Höfen beglaubigt sein.“7

Herr Quetelct hat _dem Könige einen Plan vorgelegt, der „zum Zweck hat, rn Briiffel xm allen Künsten geweihtes und für die Feier der Srptemberfeste bestimmtes, dquernden und monumentalrs Gebäude zu errichten. Der Kotmg hat dies Projekt wohlwollend aufgenom- men und demselbe-rr'semen besonderen Schutz zugesagt,

. Der Cx-Prasident von Chili, General Santa-Cruz, ist hier cmgetroffen. ' .

Der nordamertkamsrbe Geschäftsträgcr Clemson ist auf sechs-

monatlichen Urlaub nach Nordamerika abgereist.

Schweiz. B ern. Ein Kreisschreiben des Vororts an die Stände

ihre Jnterpellationen

Bekanntmachungen. ]

[488] NothwendiZer Verkauf.

Das im Carthausschen reise belegene, auf 10,453 Thlr. 5 Sgr. 7 Ps. landschaftlich abgeschätzte adlige Gut Londzyn Nr. 145. bin, 13. soll in dem

am 27. Januar 1849, Vorm. 10 Uhr, im Gerichtshause h_ierselbst vor dem Herrn Ober-Lan- deSgerichts-Nath Gerlach anstehenden Termine subha- stirt werden. Tate und prothekenschein smd in unse- rer Registratur einzusehen:

Marienwerder, den 20. Juni 1848.

Civil-Senat des König!. Ober-Landeögerichts.

[129]

828

Handelssachen in “Frank rt, Herr Kiliaö, habe berichtet, daß der deutsch Handelöminister Duckwip am 22. September der National-Vexsamm- lung sein Programm vorgelegt habe, in welchem er die schnellst mög- liche Handelöeinigung von Deutschland auf der Grundlage alsbaldi- ger Abschaffung aller VinnemöUe, billigcn Schußes der Jnd'ustrie und Erleichterung und Belebung *des ausländischen Verkehrs mittelst Re- ziprozitätémaßregeln verlange. ,

Der Vorort zeigt den Ständen auch ät)- daß SNHMM einem !cbweizerischen Handelskonsulate in Turin nichts mehr m den Weg ege. 9119 iiber die hohen Taxen für Pzßvisa nichx__Rechnung getragen, iondetn erwiedert, daß dies bis fiir alle franzbmcbrn Gesandtschaft»

wc sc gegeniiber nicht abgegangen wcrden ibnnc.

Solothurn. (Eidg. (ZW) Auch hier hat dcr chixrurrgs- roth beschlossen: Jtiichtlinq'cn, wctrbc sich an drn letzten Ereignissen im Großherzogthum Badrti bctlJ-eiiigt haben, ist m der Ämter Dorner!- Tbierstein kein Aufenthalt zu gestatten.

St. Gallen. “Der Große 711.111) hat sich für vier Wahlkreise “"it-MWM, nämlich: erster St. Gaar", Tablat, Rorsxhach und Ur".- tcrrheinthal mit Rcbstcin und Marbacb', zweiter: Obcrrhcintbal (o_hnc Rebstein und Mxrbackp), Wcrdcnberg iind Sargans; drirtcr: Gait", Srebrzirk, Lbertoggenburq nebst Wattwbl, Lichtensteig, Kunrau, Bütsch- le und Mosirang; vierter: Untrrtoggcnburg, Wyl, Goßau, nebst dkn iibrigen Gemeinden von “)krntbggrnbnrg und Alttoggenburg. Wabl: am 15. Oktober in km politssrbrn Gr::icindrn. Geheime Ab- stimmung. Die Stimmen cines ieren Wablkrrisro werden zusammen- getragen. Amtsdauer d:r Strittkkrätbr: bis Ende Juni 1819. St. G.“.lti-n hat seine Ständcräthc brrrito _qrrriiltlt: Regierrmgo-Ratl) Näf (_im vierten Skrutiiiium mit R.“- Stimmrn) und Staatssibrribrr Steiger (im zweitrn Skrntiiiirim mit 78 Stimmen.)

Waadt. (Eidg. Ztg.) Der Große Nati) hat die vorar- siblagcnc (Linthe'itnng in neun Kicisc behufs ker Wahlen in den Na- tibiml-Rntl) verworfen und mit 6111911411 11Stin1mkn den Vorschlag drs Herrn Tclaragcaz angenommen, wonach drr Kanton in drei Itrrisc zerfällt, von dcnrn cher drri Mitglirder in den National- Ratl) wählt. Hierauf wählte dcr Große Rath die ihm zustehenden byiden Mitglieder des Stäridcrattéb. .!)er Drury erhielt im ersten Skrirtirrium von 126 Stimmen 611, lehnte abcr zu allgrmeinrm C',"- staunen die Wahl ab, indcm cr ;nglcicl) bemerkte, daß er auch eine allfälligc Wabl in den “)?ationat-Natb abrulebnen entschlossen sei. Die Wahl fiel min auf Staatölöltatl) Briattc und (Hroß- Rath Wenger.

Tcssin. Dcr Repnblicano vom 29. Srptrmber weiß nichts davon, daß die Sperre gegen diesen Kanton aufgehoben sei; sie dairre in ihrer ganzen Streng“: fort.

Wissenschaft und Runs. Königliches Opernhaus.

;“an crstcnmalc wicdkcrholt: Tas Diamantkrcnz von S. Salomon.

(Tru 1. Oktober.)

Ti“ WU" Vokficttiing der Salomanschen Oper: Das Diamanten- krcnz, crfrrntc sicl) am Sonntag bei einem in allen Räumen gefiillten Hause nicht minder ehrknvoller Anfrmbmc, als die erste Aufführung. Cin- ,zclnc Musik-Nitmmcrn, so 3. B. der ckmraktcrißische Marsch im ersten Akt, die' mciodiöscn Romanzcn im ztvcitcn Akt, das hübsche Zagdlied Baduto's im dritten Akt, crwakbcn sich wieder iairtcn Beifall. Das Ganze gcwährte bicsinal eincn Um so [*rsriedigrndrren Eindruck, als manche Breiten im Dialog und in der Musik, die sich bei der crstrn Vorstellung allgemein fiihl- bar grnmclrt iiattcn, gcku'rzt waren. “Dennoch liättr, unseres Taftirhaltens, in diescr chiehimg noch weit mehr gkschehrn können, sowohl um einzelne Thrile dcs Werkes in sieb abgerundrtcr ersrbrinen zn laffrn, als auch um die Totalwirkung dcr Oper noch höher zu steigern. Dem sei aber, wie ihm Wolle. Jedenfalls ist das Werk «Mix in der jetzigen Gestalt geeignet, das Jtitercffc dcr L*pcrufrcunbe in nicht urrbcdcutcndcm Maße zu errrgrn. Musik, Handlnng, Ausstattung und Ausfiihrung vereinen sich im „Tia- mantkrcuz“, um der Hd» nnd Srbaulnst eines größeren Publikums vielfach Genüge zu leisten. Da wir der Ausfiihrung in unserem erßcn Berichte, wo es mehr das Wrrk zn beurtbcilcn galt, nur snnrmarisch_gcrcnfcn konn- ten, so Wollen wir beute das Versäumtc nachholen und auf Crnzelnes ctrvas näher eingehen.

Den ersten Preis* unter den Mitwirkenden verdient jedenfalls Fränl. Tuczek als Seiltänzcrin Zcphyrine. Die Darstelluna derartiger roman- tisch gefärbter Charaktere ist das Gebict, anf welchem fick) die Judivibnalität dcr geschäiztcn Sängerin stets mit Glück chcgt, wie die ansgczeichnete Durchfiihrung der in Rede stehenden Rolle wieder aufs neue bekundet. Sie liefcrt ein in jeder Beziehung höchst gelungenes, die verschiedenen Si- tuationen treu crfaffcndes Bild jrncr wilden, eigenwilligen, doch edclmiithi- gen Zephytine, die, von ihrer Kunst wahrhaft brgcistcrt, drm Range cincr Gräfin mit Freuden eutsast, um wieder das Seil zu besteigen. Als einen vorzugsmisc gelungenen („Ziomrnt in der Darstellung beben wir die Scene zu Anfang ch zweiten Aktes hervor, wo ,Zeplwrinc ats Gräfin eincn Seil- tanz (natürlich auf ebrncr Erde) airzzufiihren bat, den Jränl. Tuczck mit eben so vieler Geschicklichkeit als Natürlichkeit und Anmuth aufs täu- schrndstc nachabmt. Die Aufgabe, welche hicr gelöst Werden muß, ist um so schtVirtigcr, als sich mit ber Ausfiilrrun. drs Tauch gleichzeitig Ge- sang Verbindet, so daß die Eängcrin cine * oppct-Kunst n üben durch die Situatron in die Nothwendigkeit vcrscßt wird. Das; Fräul. Zurzet iibri- grnö die musikalisrize Aufgabe anerkennimgswiirdig bewältigt, bedarf keiner Versicherung“, der Komponist, der, tvas Behandlung der Singstimme betrifft, noch Erfahrungen zu sammeln bat, darf sich Glück wün- schen, die Partie in so kunstgeübter Kehle zu wiffen. Die schon obcir erwähnten hübschen Romanzen im zweiten Akt verdanken ihre giinstige Aufnahme nicht minder dcr Composition, als der trefflichen Aus- führung durch Fräulein Tuczek. Nächst der eben genannten beaniprucht Herr Kraus Lob, der sein Talent fiir das fein-komische Fach in der Rolle des Gigotti, wie dies schon friiher einmal im .,Pkäkendentcn“ der Fall war, wiederholt bcthätigt. Er rcpräsrntirt den „Directeur“ einer Sciltänzerbande 111 Ton und Haltung naturgetreu und wirksam und trägt durch seine erqötz- liche Komik zur Belebung und zum Erfolge des Werkes erheblich bei. Doch auch die iibrigen Mitwirkenden leisten nach Kräften Vcrdieiistlicth. So

Das in der Tamm-Vorstadt, Roß ra*e cle ene 791. 17. Nr. 118. ]:“01.256. des Hypotßeteßibngclsgver; zeichnete, der„verel)cl. Ackerbürger Berniäe, Witz geb. Voigt, fruher verehel. Mufikus Schulz, gehörige Haus nebst Garten und Wxidegercrhtigkrit, welche zufolge der nebst dem Hypothekenscheme in der Registratur einzusehendcn Taxe aus 7638 Thlr. 16 Sgr. abgeschätzt worden soll

amj14. Dezember 1848, Vorm. 11 Uhr snbhastirt werden. *

Frankfurt a. d. O., den 2“. Mai 1848.

Königl. Land- und Stadtgericht.

fand die Partie des Baduto in Herrn Bötticher eincn durchaus geeigne- [372]

elmine stück, genannt zur

. abgeschätzt, soll

|isabeth, geb.

vom 24. September zei tbenselben an, der schweizerische Abgeordnete in [ ten Repräsentanten.

kanzlcien eingeführten Taten scien,“von dener: drr Schweiz anormhms- ,

Der wackere Künstler bringt den wild-leidensckyaftlichm Charakter des Zigeuners durch Darstellung und Gesan „zur entsprechenden Geltung. Eben so führt Herr Pfister die Rolle des rlhelm-abgesehm vom Dialoge, der nicht durcbmg verständlich von ihm gesprochen wird _- ?u Dank aus, was um so größere Anerkennung verdient, als, die mxlßkak“ ck,)? Behandlimg gerade dieses Parts, wie wir schon neulich erwahnten, keineswe e? eme für den Sänger stets dankbare genannt werden kann.„Au„ch ÖMZs resche [eiiier als Kurakoss Anerkennun Ewerthes, während Fraulxm Brerxndokf„alslTbekkse, insofern sie im piel sehr beengt erschemt, ru tyurts-chen-1aßt. Dagegen befriedigen Chor und Orchester wie immer. Schließlich moge der außeren Ausstattung des Werkes durcb Dekorationen,

_ Tanz u. s. w. gebucht werden, die ebenfalls eine würdige ift. Die französisrbe Gesandtschaft bat kk" BWMM" d“ Vo" '

Königsstädtisthes Theater.

Jtalieniscbc Opern-Vorstellung: Othello. Signora Normanni: DeSdemona. (Den 2. Oktober.)

„Rossiui's „Othello“, ein Werk, das tros vieler darin enthaltene! Trivialitätcn durch seine iiberwicgenkcn Schönheiten stets aufs neue stsstlf, hatte am Montag eine bedeutende Anziehungskraft auf die Freunde der italienischen Oper ausgeübt. Wir fanden ein tcichlich besetztes Haus, das die Vorstellung niit lebhaftem Antheil bis zum Schluß verfolgte. S m., Normanni gab dic Partie der Desdemona als zweites Debüt. - ir können nach der heutigen Leistung das neulich iiber die KiinstleriZ gefällte Urthril nur bestätigen. Danach ist sie eine trefflich geschulte Sängerin, außgezeicbnet im Koloratur-Gcsangr, geübt in der Darstellung, aber Hirns- weges im Bcfiß einer Stimme, die, was Au6giebiglcit nnd gleichrrraßrgen Wohltlang betrifft, den Anforderungen zu genügen vermag. Trat ubrigeys ein .*“)a'wtmatrgel ihres Ztimmmaterials, drr fich in einer starken Verschleie- rung, in einer fast krankhaften Färbung der unteren und mittleren Tonlagen offenbart, kicémal wcniger hervor, war der Gesammteinrrnck der Lmtung mithin ein günstigerer, als neulich in der „Crnerrntola“, so ist der Grund dicser E1'sckein1111g, unseres Erachtens, einzig und allein der Stimrnlage der Partie der Dcödemona zuzuscbrribcn, welche die höhere Region im allgemeinen nicht als bie tiefere in Anspruch nimmt. Gleichwohl [thlt es in der Partie nicht in Momenten, ivo, wie z. B. in der wundervollen Ro- mamc des dritten Aktes, auch die tieferen (Thorben, und zwar nicht im raschen Voriiberftuge, wie in der Koloratnr, fonrern als Haltetbnc gefordert werden. Hier vermag nun freilich noch die vollendetsie Methode, der .ansvrycksvollste Gesang, das ergreifcnrstc Spiri nicht fiir den fehlenden Stimmrcrz zu rnt- schädigen! Abgesehen von derartigen Momenten, wie wir sie eben bezerch» neten, muß jedoch anerkannt worken, daß sowohl die rein mufikalische Durch- fiihrung der Rolle, als die dranmtisclic Auffassung derselben, höchst Wrrt- samcs zu Tage förderten. So bildrtc gleich das erste Duett mit Emilia einen musikalischen Glanzpunkt der Leistung der Sgra. NorrnatJni- Vb“ gleich die gesrbähte Künstlerin hier, was Stimme und Persötrlnhkert angeht- eine gefährliche Ncbcnbuhlcrin in Sgra. Dogliotti zur Seite hatte, deren wohltbnrnd frisches, gesundes, in allen Regioncn klangvollcs Orga!) das Ohr stcts niclit minder angenehm berührt, als ihre anmuthige Erscheinung das Auge. Nächst diesem Duett, das iibrigens von km beiden genannten Sängcrinnen änßerst gelungen und in schöner Uebereinstimmung vorgetragrn wurde, waren es besonders das Terzett und Finale drs zwerten Aktes, in welchem Sgra. Normanni ihre Gesangokunst, sv tvae ahr Darßellungö- talent, mit Erfolg geltend marbte und fich drt! Beifall der Zuhorer ver- sämfftc. “Tas: sie im brixt-kn Atte, namentlich nr Jem Vyrtrnge der bereits qebachten Romanze, wcniger bcfricdigcn nud reiisrtrcn wurde, stand,.zu er- trarten und bedarf, nach den obigen Andeutungen, kaum ker Erwahnun . Dagegen bot die den Mitteln der Sängerin mehr entsprechentxe Schw,- Scene wieder vortreffliche Momente, ro daß Sgra. Normanni auch bier laute Anerkennung sand. . „_ „_

Die anderweitige Besesung der Oper war eme vorznglrchr.“ S-Zk. Parbini gab, wie bereits in der vorigen Saison, „den Othello. mit gla_n- zendcm Erfolge. ““““-ehen wir von mehrfachem Yetomrcn, ,so wie vßn em- zelnen Momenten ab, wo ein cdleres, kurrftlcrrrchcs Geprage zu wrrnschen blieb, so können wir in den Beifall, der ihm xu Theil Ward, nur einstim- men. “Jm Vefiß einer äußerst intensiven markigen Strnrmc und gewandten Koloraturfertigkeit, ist der Sänger fiir diese Glanzpartie um so-mrhr ge- schaffen, als er mit den bezeichneten Vorzügen auch Feuer und Leidenschaft- licbkcit genug befitzt, nm die Rolle zu wahrhaft cbarakteristiscber Geltung zu können. Sgr. Labocctta zeichnete sich als Rodrigo aus. Den Jago batte Sgr. Rinaldini, den Elmiro Sgr. Catalano übernommen. Der Sgr. Dogliotti als Emilia erwähnten nir bereits oben. Sämmt- lichen Mitwirkenden gebührt das Verdienst, dic Vorstellrmg der Oper in be- friedigcnc-er Weise gefördert zu haben.

Eisenbahn - Verkehr. Berlin - Potsdam - Magdeburger Eisenbahn.

Die Frequenz im August b. I. betrug: 66,697 Personen. . Einnahme 41,341K Rtblr. 7 Sgr. 2 Pf. 1,115 ') ' ** [0 ))

Grpäck-Urbel'fracht, Eqnipagen und Hundebillets .................. 69,1184, Ctnr. Cil- und Frachtgiiter. . 17,516 ,. . ,. 11) 60,019 Rthlr. * Sgr. 10 3187. Im Juli 1847 betrug die Ein-

nahme . Mehreinnabme ................ *))ichrcinnahme dcr friiheren

Monate ........................... 35,184 5 Im Ganzen .................. 37,077 . 2

58,126 1 .! 1,8113 9

Néederscl)lesisch-Märkische Eisrnbabn.

Die Frequenz auf der Niederkchlcsisch-Märkisckcn (Fiscnbahn be- trug in der Woche vom 17. bis inkl. 23. September 1848: 93115 Personen und 27,711 Rthlr. 18 Sgr. 5 Pf. Gcsammt- Einnahme für Personen-, Gitter- und Vicb-TranSport :(., vorbehaltlich späte-

rer Feststellung durch die Kontrolle. Personen-Ftequenz der bMagdeburg-Leipziger Eisen-

a 11. Bis inkl. 16. September c. wurden befördert. 480,347 Personen vom 17. bis inkl. 28. September 0. inkl. 1623 Personen aus dem Zwischenverßhr. „417631 " in Summa 497,878 Personen.

_ Nothwcubigcr Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 20. April 1848. Das in der Jerusalemerstraße Nr. 36 und 37 an der Ecke der Leipzi erstraße belegene Gasthofs-Grunk- tadt London, im stadtgerichtlichcn Hy othekenbuche von der Friedrichsstadt Band 1. Nr.51. an den Namen des Gasthofsbefisers Georg Ludwig , Lämmermann verzeichnet, mit Einsclluß des Gastbofs-Juventariums auf 61,422. hlr. 21

am 27. Novewber 1848, Vorm. 11 Uhr-

an der Gerichtsstellc sub astirt werden. ' “vhann FriedriY SchmYdt und deffeu Ehefrau Marie ck eidler, und der Oekonom Julius Au-

u ,; midt, beziehungstis" ßeren Erben, werden zu chssieFYn-minc hierdurch offentlich vyrgeladen. , Taxe und Hypothekenskhem find m der Negrßratur

einzusehen. ___“ [373] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 20. April 1848. Das dem Kaufmann Philipp August Villarct zu c- hörigc, in der Großen Hamburgcrstraße Nr. 30 a. e- legene, im Hypothekenbuche dcr Könisstadt 701. 39. Nr. 2450, verzeichnete Grundstück, cri tlich abgeschätzt zu “17,959 Thlr. 4 Sgr. 9 Pf., soä ' am 28. November 1848, Vorm. 11 Uhr, an der GerichtssteUe subhastirt werden. Take und Hy- pothekenschetn find in der Registratur einzusehen.

esammten gr. 3 Pf-

Der Gastwirth

Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für & Jahr- 4 xchle. - ; ahr- 8 Achlr. - 1 Jahr.

tn allen Theilen der Monarchie ohne peers-Erhöhung.

Bei einzelnen Kummer" wird

der Bogen um 2; Sgr. berechnet.

NL? 158.

31 n a x, Amtlicher Theil. !) [ D e u t t“ ck 1 a n d,

Bundeö-Angelegenheiten Frankfurt a M e . , . . __ . 1 and u de ?kxzfxtsxunggebendm NerchE-Versammlnng. _- Der noréamht'rikcalni's'exi'ticc'n(.'151'Z Prxußen. Berlin. Allerbö c ;“ Oeyterreich. Wien. Aufreréitsxiz. UFH. Truppensendungen nach Ungarn. YZYZ'TU' ULNr'inckicn. Ertlärnna. n. e:“pziL. Durchreisc'des (Hr . Le i - YFTenYkerg, (?tuttgqrt. Kamch-chhacanZUYFntés Welck“. ßrin ._ „Kanuherntu Ankunft badischer Truppen aus Schleswig-Hol- schwbr xonaueschingert. Vermischtes. - Freiburg. Die Ge- S chic sIein'TsZ lellPQan-Bctyegungcn, * Tie Verhaftung Struve's. nisterien ?- Vo stem, Kiel. Entmrrrs über die Verwaltung der Mi- sst“! . M,erhcrrrblirngen der Landcs-Versammlung, _ Lebrer-Kon- Dic F*bM'Uc _KnkwffEl-Axrridte. _ Nuhrstörungen. - Séblksij- Ha! b . ersirdelrti-g dcr provitprisckpen Regierung nach Schleswig. m urg. Hamburg. Dre dänischen Kriegsschiffe. Franky“ q , Ausland. 1 P fetch. „11111011 «rl-Persammlung. Verfassunqs-Diskussion. - rlrrrs. „zialreinsche Nackvrcbtcn. - Finanzplan (Honßchaux's. -- Die *rransschcn Privat-T-omaincn. _ Vermischtes, _ Straßblll'g V““ GZLYZMW mid Matcrcgeln in Veircff der Flüchtlinge. . tisäie YFFFZIYUTMd JYled., Londo-fn. Miirifiericlle und diploma- BOLBÜM , . ,zrandrsche Zustande. - Prozeß gegen Smith e gien. Brüssel. Rundschreiben tve en der Cl'olera - iir '- Wftvodn Brnffcl, -- Belgiens Landbau Ind Viehzticht. “- LÜZZti TUM;- Schtveics Yriizcn Georg von _Preußen. , we cn 1.1M11n, Note drs öttcrreicbischcn Gesandten. - Verurtlrcilnng _gDexo-Étttcher llmtrtcbr. »“ Rctlamirnng des sardinischen Gesändten. zeige stritxxnxcrbimds-Prb_zeß, - Freiburger Gemeindewahlen, - An- lun en [|_ es schwczer11chen Konsulsin Leipzig. - Zürich. Verhand- 13 ZW11chM 1)». Kern und Minister Wcffcnberg. tallen. (H e n u a. Aufregung. zxandels- und Börsen:??aclwiobten. V, e i l a g e, “*

Nachrichten ails Ungarn. *

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Amtlicher Theil.

Sr. Viajestät der Köni * "

. g haben Aller nad! em 1: , Dern Krk's*'Pk)L)sikirs, Sanitäts-Ragth V?LZsLald zu Saqan, irn ?legtcrungs - Bezirk Liegnitz, den Rothen Adler-Orden viérter Klaue; drm berittenen Gendarmen Zierabn zu Bahn im Kreise Greifenbagen das Allgemrinc Ehrenzeichen; so wie dem Handlungs- Commis C. W. M. Ahlcmann in Berlin und dem Gymnaäastcn Wilhelm Groppe in Arnsberg die Rettungs-Medaille am Bande zn verlcihen.

Dkr Jiisiiz-Koinmissarius Schwalbe zu Ellrich ist in gleicher Eigenschaé't an das Land- und Stadtgerickt zu Quedlinburg, unter Vribchaliinz bes Notariats, verseßt worden.

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Uictxtamtlirhcr Theil. Deutschland.

Vundes-Angelegcnl)eiten.

Frankfurt a. M., 6. Okt. (O. P. 21.3.)91ste Sißung derverfassunggebenden deutsche"Reichs-Versammlung. (Schluß.) Schaffratlck erklärt sich fiir den Vorschlag des Vice- Präsidcntrn Simson, mit Bekämpfung drs PlathnrrsMn Antrags, auf Ausschließung ber Befngniß dcs Zeugenverbörs durch die zu er.- nenncnde Kommission. von Vincke: Das Ansehen der Gerichte darf nicht geschmälert werden', Zrugen gehören vor den Richter, 11icht vor andere Personen. Unsere Aufgabe ist allein die, zu prii- fen, ob die Gerichte in rechtlicher Weise vorfahren. Der Redner ist fiir den Antrag von Selchow's. Cine möglichste Bcschleunigung dcs Allsskhnß-Verichtes erfordere die Würde und das Anseben der Ver- sammlung. Eisenmann ist gegen den Antrag auf Zulassung von Zeugen. wenn dadurch ein Mißtrauen gegen die Richtrr außgcspro- chen Herden solle. Diese Absicht habe jedoch die Kommis- sion nicht. Der" Redner vechist auf das Beispiel anderer Staßtrn Und wunscht, daß in vorliegender Frage ein sum- mariscbeé kasahren durch die Kommission eintrete. Simon von Trier: Soll Ihre Entscheidun. einen Werth haben, so miiffenrjeben den Momenten der Ans )uldigung auch Momente der Vertherdigung zugelassen Wrrden. Sollten Sie einen blinden Griff thun, so Werden "Ste .dem Urtheil der Nation nicht entgehen. Ve- nedey spricht fur „die größtmögliche Beschleunigung des Ausschuß- Berichtes._ Die Würde der Natronal-Vcrsammlnu verlange es, daß die Kommission denUGegenstand in allen seinen Zheilen durch ge- naue Priifung erschopfe. Schmidt aus Schlesien verwirft den Abtrag auf Zulassurrg der Zeugen-Abhörung durch die Kommission. Dre Versammlung moge mcht blos einen Ausschuß blindlings wählen, sondern dem deutschen Volke die Ohnmacht der Centralgewalt und der ReicthBxksümmwng zergen. Der Vorsitzende ermahnt den Red- ner zur Maßtgung' (Unruhe auf der Linken.) Der Redner ist der Meinung, dgß er aus Grand seines Mandats, als eines Ergebnisses rer Revolution, das „MM„ habe, sich auözusprechen, ohne durch Cen- surniaßnabmkn sich„kmschranken zu lassen. Vice-Präsident Sim son erkléxrt sich, danut „einverstanden, daß die Redefreiheit un-

estort biUbe; “UU" ks stehe keinem Mitgliede zu, die * etchS-Versammluns und PW Centralgewalt, welche aus der- selben hervorgegangen, aus eme Weise herabzusetzen, wie der Redner

Staats-Lln

Preußisch er

zeig

ua: post-Anskalcen des In- uxd Yirolandeo nehmen Bejeüuns auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition des preuß. Staats- Anzeigen:

Bebren-Straße Ur. 57.

Berlin, Montag den 9. Oktober

ethan babe. Schmidt beantragt von neuem, dic National-Vq- Fimmlung möge ohne Weiteres die verlangten Verhaftungen bewilli- gen, damit das Volk erkenne, daß die CUkkkalgewalt eine Fortsetzung des Bundestages sei. (Links: VraVo!) Reichensperger ist der Ansicht, daß bei einer Kriminal-Unteriuchung ein Zeugcnverböc durcb cin Comité nicht statthabrn könne, Dieses Verfahren hrrrséhe wedei in den französischer: und cnglischenKammern, noch gebe die Geschäfts. Ordnung hierzu eine Ermächtigung. Möring: Erst müsse feststey.n ob die Anklage selbst Grund habe oder nicht. Am!) nach Mainz sei zur Untersuchung der dortigrn Vorfälle eine Kommission abqrscbickt worden, welche über 200 Zeugen verhört habe. *Der neu zu*crncn- nenten Kommission müßten alle Befugnisse des §. 24 der Geschäfts- Ordnimg anheimgegeben werdkn. Beseler: Aus den Mittheilun- gen des Grrichts ist zu priifen, ob Grund Vorhanden, das Verlanaen dcr Verhaftung zu billigen oder nicht. Die Versammlung selbst aber darf als Gerichtshof nicht auftreten. Der Redner ist fiir die Verweisung der Frage an einen neu zu wählenden Ausschuß. Eben so Riesser, Welcher bemerkt, daß die in §„ 24 der Ge- schäftSordnung enthaltxnen Vrfugniffe jedem Ausschuß zukommen, mit- hin einer einzelnen Kommission ausnahmsweise nicht entzogen werden könnts". Jucho erinnert, daß auch der Ausschuß für diéWal)! von Thirngcn ungrhindert mit den Behörden konferirt habe. Diese Er- mächtigung müsse man auch hier eintreten lassen. Der Schlüß der Debatte wird an euommen. Plathner beharrt auf seinem Antraq Webber jedoch keine Unterstützung findet. Dagegen spricht sich die; Versamriilung aus für die Niederseßung eines durch die Abtheilungeu zu erwählrnden Ausschusses, zur Prüfung der von dem frankfurter Kriminalgerichte erhobenen Anträge. Schmidt aus Schlesien urid Wiesner stellen folgenden Antrag: Zn Erwäqung, daß es wünschenswert!) ist, daß die National-Versammlung iikihrem wahren Charakter vor das Volk trete, beschlirßt dieselbe», die verlangten Ver- haftungerr ohne Weiteres zu genehmigen. Abgcordn. H. vbn Ga- gern; Ich beantrage, den Antrag der Herren Schmidt und Wies- ner cmerbesonderen Kommission zur Prüfung zu überweisen. Ich glaube nicht, daß eme solche Frechheit, wie dieser Antrag ..... (Verfall auf drr Rechten; Tumult auf der Linken, so daß der Redner nicht mehr Verstanden werden kann; wiederhol- 1er Ruf: Zyt Ordnung! Unverschämtheit, Frechheit!). Vice- Prastdent Simson: Ich werde den Redner nicht zur Ordnung rtrfen. Es steht den Mitglievern frei, crm Schlusse der Verhandlung eine besondere BeschWerde einzureichen. (Neuer Lärm; links der

Ruf: eine Schmach! wir müßen ort! ordan aus i : nrerkt, daß der SFhmidtsche Aristra fein)ebr§1;cht worden seiBetxerdlxn die Versammlung uber den bezügl-“Zen egenstand bereits a,bgesiimmt habe. Der „Redner beantragt den Schluß der Séhung und deren Aussrßung bis zur, Vorlage des Ausschußberichw über die Anträge des AppeUat-oitsgerrchtshoss. “Schmidt aus Schlesien trirt dem An-

trag von- Gagern's bet“, verlangt aber, daß die mit der Prüfung: sei-

ne?- (der; Redners) Antrages zu beauftragenbe Kommission qleichzeixig

ihrWAugcnmerk- auf das Auftreten des Präsidenten und bes xVice-

Prajideuten ruhte. Wesendonck: Niemand aus der Versamm-

lmig hat, ck brtrrrr wiederholt, daß es nicht gestattet sei, auf

der Jirbime Bolerdigungcn gegen Mitglieder der Versammlung aus-

zmtoßcn, (1123 H. VonGagein. Er [hat also gegen die von ihm auf-

grstcllte Regrljselbst gefehlt, Tas; er riese Aeußerunq nicht billigen

wirt“, Tabou bm :ck überzrrigt. Abr: rv-H-ljin 1011 ES lommen, wriin

die Anträge der Abgkordnetrn iii eim» i!; l;“rlkiiinrnken Weise kriti-

firt werden? Dies ist lie Korise'Wo-nz cri: VérriiilZ-irnß bei der Be- mihung iiber die Wahl von Tdiengxw. r-ku Bixuning: Sind Be. leidigungrn von der Rebnrrbiihne 121-141» 911ng Ciixlenr unzulässiß, so ist es noch weniger ein Antrag, rk: bic- ganze"Y_éersammlung beleidigt. Mein Antrag gebt dahin, den Schmidtschen Antrag, als die ganze Versammlung beleidigend, zu vcrnicbtrn. S ck 1“ l [ er erinnrrt an das cice- ronische (Juristjne tnn-lc“!!! (“te. Ob Der Antrag richtig oder unrichtig fei, Mrde fiel) nach erhobencrAnklago finden“, ob ein Mitglied unpassende Worte grsprockyen, tve'rde bci“ Brsibliis: bro Airosilmffcö rechtfertigen. Der Redner ist für den Sibiu!) dcr “chatte. Venedey beantragt, daß bie Aciißerungen von Gagcrn's und kes Vicc-Prästdrntcn einer besonderen Kommission zur Priifung [Ulkkl'blklkt't w:"rdrn. Jordan aus Burli" erinnert nochmals an seinen Antrag, Es diirfe hxer Niemand seinen Sitz haben, dessen Ebrc angegriffen sei. Die Ver- s-mmlung möge sich, vertagen, bis sie hieriiber Gewißheit habe. ernrdey findet diesen Antrag nicht statthaft. Die Versammlung sex hier, um die Sache des Volks, nicht abcr um die Sache Einzel- "“„7'." beratl)kn. Wigard erklärt von (Hagern'ö Antrag als" nicht zulasjig, Weil der Schmidtsche Antrag eingebracht worden, nachdem die Verhandlung, wozu er gehöre, bereits geschlossen geWesen sei. von Yrounrfng ist gegen die Unterstii ungofrage und beantragt nochmals die Vernichtung des Antrags des ' bgcordneten Schmidt. Die Ver- sammlung müsse zeigen, wie sie derartige Anträge behandle. Schaff- rail) stellt fylgenben Antrag: Den Antrag der Abg. Schmidt und L?Htcsm'r, bie Aeußerung H. von Gagern's und die Weigerung drs B1ce=Prasidenten, den Ordnungsi'uf auszusprechen, an denGkschäfté- o'dUUUJÖ-AusschW zu verweisen. Riesser erklärt sich damit ein- verstanden, da dieser Autra alle Theile erledige. Edel ist der An- sichb ?,üß der Schmidtsche Antrag nicht mehr zur Unterstüpun kom- men sonne, und glaubt, daß derselbe auch von der linken Seite des Hauses keine Unterstützung finden werde. von Beckcratb verlangt die Trennung drs Schaffrathschen AntrageS, worauf die Abstimmung vorgenommen wird, deren Resultat folgendes ist: Die National-Ver- sarrrmlung beschließt, den Antrag der Abgeordneten Schmidt und WreSner _an euren Ausschuß zur Prüfun des Verhaltens vorzulegen, welches die NUM-Yersammlung diesem ntrage gegenüber einzuneh- nren hat; ferner, die Aeußerung des Abgeordneten von Gagern und die Weigerung des Ordnungsrufes durch den Vice-Prästdenten Sim- son einem neu zu erwählenden Ausschusse u überweisen. Der Antrag des Abgeordneteii Jordan aus Berlin 3findet keine Unterstüpung. Abgeordtieter Rösler aus Oels interpellirt das Reicho-Ministerium der Justiz, ob dasselbe von der Verhaftung des in Urlaub befindli- chen Abgeordneten Minkus Kenntniß habe und :ob die Cenkmlgetvalt ten, H ollandt als Berichterstatter des volkSwirthschaftlirhen Aus-

1848.

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in, dieser Angelc- enheit Schritte zu thun edenke wodur es zt'lgk, dqß dtthitglieder der National-VYrsammlim auehck in dLZ entferntesten Winkel Derrtschlands Schuß genießen. Fleichs-Minister R. Mohl erklrm, daß ihm in dieser Angelegenheit nichts Amtliches zugekommen ser. Nachdem er aber das Gcrücht von der Verhaf- tung bro ?lbgro-rdn-eten Mtnkus vernommen, habe er die erforderliche Anfrage'xunverzuglrch an die preußische Regierung abgehen lassen. FUZZI] Nach LYeni TZortlaute fdes Gesehes vom 80. September 1 .r rmx "wen ung an diesen “"all no wei el '

nach dem Geiste des Geseßes aber l'b'nne6 die Z??fenztiouf FF:; Anwendung vermuthet werden. Es wird zur Tagesordnung gelschrit- schaffe? unk), Baseler als Berichterstatter des VerfassungSausschuffes verbrxitcn „.ch, Leyterrr, mit besonderer Würdigung des Bauernstan- drs, uber bre Airtrrrge ihrer Kommissionen. Das Ergebniß der Ab- stimmung uber Artikel sl]. §§. 27, 28 und 29 ist folgendes: §. 27: „'I-xder Unterthamgkerts- undiHörigkeitSverband hört für immer auf (Antrag“ des volkSWrrthschaftlrchen Ausschusses; mit überwiegender JNÜUZUMK-Y“ §. 28: „Ohne Entschädigung sind aufgehoben: 1) die Patrrmb:rmlgerrchtsbarkert, bie grundberrliche Polizei,*so wie alle an- rererr einem Grundstücke odcr einer Person zuständigenHoheitsrechte; 2) dre-aus diesen Rechten fließendenBefugniffe, Exemtionen und Ab- Wbrn jeder Art (Antrgg dessenben Ausschusses mit einer Abänderung von Sazrbech'S); 3) „die: aus dem guts- und schuyherrlichcn Verbande entsprmgenden persönlichen Abgaben und Lristungen (Antra des Ver- faffungeauoschusses). Alle iibrigen unzrveifelhaft auf rund und Boden haftenden Abgaben und Leistungen sind ablösbar, ohne Riick- sicht aiif die Person und das Verhältniß des Berechtigten oder des Verpflrchtrtcn, insofern die Gesetzgebung nicht die unentgeltliche Auf- brbung einer bder der anderen begriindet findet. Die näheren Be- stimmungen hieriiber und iiber die Art der Ablösung bleiben den Geseßgebmigkri der einzelnen Staaten überlassen (Antrag des volks- wirtl)schaftlrchen Ausschussrs mit 186 gegen 171 Stimmen, nebst Zusäßen vb'n M. Mohl mit 200 gegen 187 Stimmen). Es soll fortan kein Grund- stirck weder durch das Gesey, noch durch Vertrag, noch durch einseitige Ver- fugung mit einer unablösbaren Rente belastet werden (Antrag RheinWald's mit 20." gegen 168 Stimmen). Alle Zehnten sind auf Antrag des Brlcst-ten ablösbar (Antrag des AbYordnetcn Werner aus Koblenz). O_ie Zehnten sind ablösbar. Die '- ormen der Ablösung bestimmt die Gesetzgebung der einzelnen Staaten (von Schunck, Wartensle- ben u. A,). Mit diesen Rechten fallen auch die Gegenleistungen und Lasten weg, dre dem bisher Berechti ten dafiir oblagen (Anna? des

Verfassungs-Ausschusses).“ §. 29: ie Ja d ere ti 't au rem- dern Grund und Boden, die Zagddienste, ZaggdgfroZrWM Zudem- Le-sturrgen fiir Zagdzwecke snd ohne Crus ädigung aufgehoben (Freu- denthe-l und M. Mohl, mit 2-14 ge en 13 Stammen ber“ namentlt'rhet Abstammung); Jedem ßeht das agdrecht auf er“ eneot Grund und Boden zit. ._Uer Laydes-Gesesgebmtg ist es vorbe alten, zu bestim- 111é11, wre die, Ausubung dieses Rechtes aus Gründen der (5 ent- lichen Sicherheit zu ordnen iß.(Antrag des Verfassungs-Ausschu es).“ Der Vorsißende macht bekannt, das; die Wahl eines Schriftführers auf den Abg. P(athnrr mit 220 unter 379 Stimmen gefallen ist. Ihm zunachst steht Rösler aus Oels mit 128 Stimmen. von Vincke giebt zu bebenken, ob die in Anklagezustand versetzten fiinf Mitglie- der der Reichs-Versannnlung bei den Ausschußwahlen stimn'iberechtigt seien. Wesendonék „findet es unbegreiflich, daß der unantastbare Abgeordnete den Abtheilmigen fern stehen solle. Schlöffel erklärt daß er der Wahl durch die Abtheilungen sich enthalte und daß seiné Genotien 3113 und Simon gleicher Ansicht seien. 61er aus Oels vin-

l d' ' td A ' ' ' ' [; ÜTZ UxxiheikigeklagtendastbeoretrscheRecht. EmeAnschnldigung set noch

mung, obschon wir das Recht hierzu haben und obwohl die Reichs-

Ziy: Wir enthalten uns aus Delikatesse der Abstim-

minisier_damalö mitstimmlen, als es 1 am i ' kltrgrzuxtang bandr-lte. von Breuniéicéisl fiiérxieYAerMébW 1111111 281- fans Mitglieder von der Abstimmung. indem er sich darauf sjüyrg da? m der Polrirfrage deu yoseuichen Abgeordneten keine Stimmberechti- gung ertheilt tvorden sci. Rel) ift erstaunt, daß dieseJmJe in An- regu_ng gekommen; es handeln sich ja nur um die Wahl emed Aus. Wurfes. LIte-hält es fiir ungeeignet, nach der Erklärung des Ab- gcyrbnetrn Schlbsfel und Genossen iiber eine theoretische Frage ab- zurtimmrn. R. Mohl: Ich erinnere mich nieht der Infamie, über meim- crgeue Person abgestimmt zu haben, als das Ministerium in Anklagezustand vcrieht werden sollte. Herr von Schmerling und ich brfanden uns im Saale und waren genöthigt, bei der Abstimmung auf unseren Sitzrn zu verbleiben. Simon erklärt, daß er auf sein Abstimmungsi-echt verzichte, Nicht so Blum, welcher dasselbe nicht ausgeben will. Nachdem Vincke erklärt hat, daß er keinen Antrag, sondern blos eine Anfrage gestellt habe, wird der Gegenstand als erledigt erachtet und die Sißun um 3? Uhr Nachmittags durch den Viceprasidenten Simson geschloéen. Nächste Sitzung den 6. Oktober. Tagesordnung: Beratkung iiber den Bericht des Ausschusses für Gescygebung, das Geev über den Schuh der Reichsversammlung und der Beamten dcr Centralgewalt betreffend; Fortsetzung der Be- rathung über die Grundrechte Artikel 71]. §§. 31) bis 33.

„Die heutige 92ste Sivung der verfassunggebeuden Reichsversammlung eröffnete der Präsident, H. von Ge! ern, indem er das Ergebm'ß der in der gestrigen Sipung beschlo enen Ausschuß-Wahlen bekannt machte. In den Ausschuß zur rä- fung der Anträge des frankfurter Appellationsgerichkshofs, die ge- richtliche Untersuchung gegen die Abgeordneten Blum, Gün- ther, Simon, Schlöffel imd Zip betreffend, „wurden 2- wählt: Hergenbabn ( Vorsitzender), Scheller (ZW W'ß“

zender), Löw aus Posen, Ebmeyer, Briegleb, Matin!“- ;

Malpabn', Werner *aus Koblenz, Sami“, ane . ,. Langerfeldt , Zachariä aus Göttingur,_ -M Reh, Gombart aus München. In xu, “„ & fnn des Antrag- der AbYrbnetm, EM WM " * Schalesien uri-t'bas'säaner aux „FMzLÜ-M .. , . "“k". ""'s'" "'“- » ***". . , » „“na-*:Mklwmea- Sause dax "“M“-“Fur,“ _, ,

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