Re ubkik be eichnet, und, im Fal!- der Anklage gegen diesen oder x.? Miiiister, diirch die Nationalversammlung. „Dre Geschwormen, sech6unddreißig an der Zahl, nebsbvrer zur Erganzung, werden aus den Mitgliedern der General-Conse-ls dcr Departements genommen.
t t r können nicht darunter sein. Volks'Zvlii.r€)5. Wenn ein Beschluß der National-Versammlung den
itt dko hohen Staatö-(Hcrichtshoch angkordnet hat, und ZULTYMZTM dcs 2111.67; aus die Aufforderung deß Präsideirtcn oder eines der Richtcr, zieht der Priiiidcnt des Appellattonß-Grrichtshofes und, wo kein solcher brstehr, dcr Präiident de? Gerrchtß erster- Jn- stanz dcs Hauptgerichtöorts des Departements, in öffentlicher Siyung den Namen eincö Mitglicch des Gencral-Conseilö durch das Loos. 21,7,9-1. An dem fiir den Urtheilsspruch frstgescßti'n Tage wird, wenn weniger als sechzig Geschworene anwesknd sind, diese Zahl durcb Ergänzungs-Geschworene vollzählig gemacht, welche der Prasidcnt des hohen Staats :Gcrirhtobofcs unier den Mitgliedern drs (Hrneral-Conscils desjenigen Lepartrmeiits, wo der Hof Sitzung bält, durib daz Loos brstimmr. Art. “.)-“). "Tic Geschworenen, welche keine giiltige Entschuldi- iriig vorbririgcri, wcrdrn iir ciric Geldbuße von “1000 bis1.0,000 zr, rind ziim Vlrliistc ihrer politischen Rcchte wiihrend höchstens fiinf Jahr vxiurtbcilt.
Art. 90. Der Arrgeklaqtc imd das öffentliihe Ministkrium iibrn jeder das Necusatwriörccht wie beim gewöhnliihrn Gewichtsver- fabren aus.
"Llrr. 97. Die Erklärung der Geschworknen, das; der Angeklagte schrilrig ist, kann mir mireiiirr Mchrhcit borizM-i Dritteln der Stim- men gegeben werden.
Art. €)*. “Ja allen Fiillen, betrcffcrrd dir Vcranfwortlichkeii drr Minister, kann die Natibiml:Vrrsamrrrlririg nach den Umstiinden den beirbuldigtln Miriistrr, wird dir biirgrrliibc Gsrrugthrmng an- geht, vor den boden Stiiarsgerichtobof ODU“ vor die qewbimlicherr Grrrcbte vrrwciskn. *
Art. 03). Die Natiorml-Vrrsanrrrilung urid dcr Präsident der Nepriblik formen in allen Fiillen die Untrrsrrrhung dcr Hairdlritiqerr jrdcö axidrrcrr Beamten, als drs Präsidenten der Reprrblik, drm Sraatöratbe iibertragen, dessen Brrirbt dann veröffcnUichr wird.
Ait. 100. Der Präsident drr Republik hat mir vor dem bo- bsn StaatsgrriMbbofc scinrrr (Hk'kikhkTrj-MUÖZ mit Ausnahme drs im Art. Nd“ ddrgkjrhriicrr Falch kann er niir auf eine Airklaqs VO]! Sci- trri drr Nariorral:B6rsiimrrrlung wegrn drr im (Hricxzé briiimmtcn Verbrcibcii iind Vmgrbcn Verfolgt wcrdkn.
Absrbnitt ])(. Von der öffentlichen Mardi.
Art. 101.“ Die öffentliche Macht ist bestimmt, dcn Staat gk- gcn KUZUL erde zu vcrthcidigen und im Innern dic Aufrrchtbal: tung drr Trdmiriq und die Ausfiihrung der Gcseßc zii siMrn. Sie besteht aus der Natiorml'Garde und dem Larrd- uiid Sccbccrr.
Art. “102. Jsder Franzose ist untcr den im (Hrscöc bkstimmten Arisriabmen den Dienst im Heere iind in dcr National- Garde JU lcrstrn schiildig. Die jedem Bürger zasishendc Bcfriqiiiß, sich vom prribrüichcn Kriegsdieriftc 3a brfrrieri, wird diirkh das Rckrutirungs- Gesey geregelt.
Art. 1053. Die Ciirriidtnng “dcr“.)iatidiial-Gardk und ("LI Hcercs werdcn diirch das Gesetz fciigcsi-xlxt.
Art. “10-1. Tic öffcirtlirirr Mardi ist wesentlichgchorchrnd. Kein bewaffneies Corps farm dcrirrbcii.
Art. “105. “.Wenn dir irffcrirlirire Macht zur Erhaltung der Ordnung im anwrrt vcrwi'irdkr wird, handelt sie nur nach Ariffordc- rung drr gi*si'i_;1ichi'ri Lirbiirdmr, grmiiß dcn Von drr gcscchbcrrdert eriiii ('e'stimrnti'ri .*)krgi'iii. *
Art, 100, Ein (Hesl!) wird dir Jiikli" brsiimrnrri, wo der Br*“- lagcriiirgsziistaiid arisgcsprochcn rvcrdcri kann, und die Jorrririr rind Wirkiiiigcn dicser Maßrcgrl feststellen.
, , Arr. 107. Keine frcrridrnTrripPrn kbriiirir olim“ borliirifiqc Eiri- ktVllIlgUllg dcr National:Versammlung dci! frarrziisisibrri Bodrrr bi"- rc rn.
Absrhnitr )(. Bi'sbirdcrc Brstimmrirrgcrr.
_ ?ii't./108, Lic Ediciili'gioii wird bcibi'l).1itrir; iiirc Ztatrririi sollen rrvidirt und mir drr Bcisiiiiiiiig in Einklang gcbrarht wri'dcri.
Art. 101). Tab Gcbicr “Iligcricriö riiid dcr Koldnircrr wird als französisches Gebiet erklärt, rind ('I wird dasselbe durch cigcncGrseYk vi'rrvaltet, bis ein bi'sorrdrrW (NN; sic Unter die grgcnwiirtiqe Ver- faffung stellt. *
Art. “110. Die National::Vcrsarrirniiiirg Vertraut die Bewah- rung der gcgenwärtigrn Blrfassrirrg und der durch sie gkhriliqtcn Rrchte der Obhut rind Vaterlairdslicbc aller Frairzosrn ait. *
?lbsihnitt )(]. Von der Revision der Verfassung.
Art. 111. Wenn im leiztcrr Jahre eincr Legislatur dic Natio- rral-Vcrsammlung dert Wimsch arrögcsprochen haf, daß dierkf=1sslll1q rm Ganzen oder theilweise abgciiridcrt werdcn möge, so wird aiif folgrndc Weise zu dieser Rcvisibri grschrittcn. Der von der Natio- nal-Vcriammlimg ausgedrückte Wunsch wird erst in einen fcstfiekxndcii Beschluß verwandelt diirch drei nach cirmrrdkr in Zwisckwrirärimrn VW 11: cinem Monat gehaltene Vorarbungcn urid diirch Dreivicrtc'l der abgegebenen Stimmen. 'Die Anwbl dcr Stiirimeirderr mus; wenig.- sterrs siiiifl)rrirdcrt sein. Die Rrvisions-Vrrsimrmlurrg wird nur aiif drei Monate ernannt. Sie darf sich nur mit der Revision, worn firberufen worden ist, besibäfrigcn. Nici,)tddestowcnigrr kann sie 'in ?rrcrcrxizxxenden Fiillen fiir das in drr Gescygcbung NothrWiidigc Sorge
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wich anberaumt, zu Welchem dieselbrn untcr der War-
1078
Abschnitt )(11. Vorübergehende Bestimmungen.
Art. 11_2. Die Bestimmungen der bestehenden Gesesbücher und einzelnen Geieße rind Verordnungen, welche der gegenwärtigen Ver- faffiing nichr zuwiderlaufen, bleiben in Kraft, bis sie in geseylicher WEUL abgeandert werden.
b" dArtbl 1b13.b_3111e duTrzchkdie bestehenden Göseye angeordneten Be- or en et en 1 zur er iindi un der "re etre end o ri Geseye in Thätigkeit. g g 1 ff m rgar schen
Art. “114. *Das Gesetz über die Gerichtö-Verfassung wird die besorrderc Ernennungsart fiir die lrsie Zusammenseyung der neuen Gerichtsb'ofe bestimmen.
„ „Art. 115, Nach der Annahme der Verfassung wird die kon- stituirendcNational-Versammlung zur ?lbsöfflmg desjenigk" organisehen Grsi'xze schreiten, dcrcii Zahl und Inhalt ein besonderes Gesey be- zeichnen wird.
„Art, 116. Zur ersten Wahl des Präsidenten der chublik soll grmZß dem durch die Ngtion,;(„Versammlung am 28, Oktober 1948 criancnkn besoridcrcit Gesch grschrittrrr wcrden.
_ Ikicderlande. Amsterdam, 14. Now, “Die Haarlem- 1che Courant meldct, daß die Trockerilegrrng dkö hanrlemrr Mee- res niit drm größten Eifer betricbcri wird. Die große Maschine „chgbwatcr“ c'ntspricht vollkommcn ibrcrir Zweck?, und man vrrspürt troß dcs virlcn im Jiili und August grialirncn Regens eine bedeu- trndc Libnabrnr der Waffeihbbe. Dir zwei anderen Maschinen: drr „L*.rndrn“ bci Sloten urid dcr „Cruqiiiö“ zu Sparce werdcn bald in Thätigkeit gefrbt worden und die Tr-:cklrilegriiig alsdann mit liner crstaunlichcn Schanigkrit vor sich gehen.
Italien. Florcnz, L.“)ikov. (“O. A. Z.) *Die hiesige Zri- tiiitg eiitdirit 111 ihrem amtliiheii Tyrikc folgrndi'n Miriißerial-Erlaß: „Ju Bciraiiming, daf; dei'jriiigr, der drir auswärtigen Feind Jta- Licliö 1t'pi'i11t'mirk, t11chk mich ;iigicirb r*ini'n italirnischcn Staat ver- tictrii kiU'li], werdcn alle toscairiiidrri Konsuln urid Vicc-Konsrrln, wrlrbi' Zitglkich Lrstcrrcicl) urid Trsciina vrrtrrtrn, ibrcs Amtes als Urisi'rc :)irpräirrimnkcii crrtdbbcii, urid babcri iinaufgehaltcn ibr Pateirt an dir Grdszbrrzogl. chicrurrg zuriickziiskiidkn.“
Linz «rrrara mcldct di? Alba, erz sei dort der bsterreirbiicbe zidiisrrl am 31, Oktober von Triest angckommcn und habe seine alte Wodrrrma brzogrn; dic Units; sagt: „Am 55. November versammelte fiir) ein Volköbmife Vor drr Wobnring dcs drrrticben Konsuls, riß den Lidlkr herab, stieg die Trcppe biimiif, brach im? Zimmer des Konsuls, warf die “).)i'dbcl beraris, brrbrariirtc di? Papiere“, der Konsul srlbst soll in die Jrsiiiiig geflüchtet scin. Urbcr die Schritte dcr Oesterrei- chcr hirraiif bin verlautct noch iiicbto.“
Tririn, 6. Nov. (Allg. Ztg.) Dic hcrrtige Siyimg dcr Drpiitirten-Kmnmrr war srbr stiirriiisih. Bekanntlich hatte das Ministerium sich bereit crkliirt, LiULM von dem Präsidrntrn Giobkrti 311 wiiblrndcn Dcputirtrrr-Arwichnß grrmucn Arifscblus; iiber die innere Liga dcö Landes und seine Vcrbiilmiffe lem Arwlaride zu geben, um denselben urid durch dessen Aridipriiid die ganze Kammer und das Janik Volk Von der „i-ioxxlimii-nitér“ einer sofortigen Kriegs-Erklä- riirig an Ocsterrciii) zn iibcrzciigrn, .Hrrr Birffc, Brrirbtcrstattcr, bcsiicg miri brut? dic erncrbiidiic, nm folgi'iidcs Gumchtr'n drs Arissibiiffrö mitzirthcili'ri: Tie Miiidcrzahl vori scchs Stimmrn ist mit dem Ministcrirmr einverstanden, daß dcr passende Augenblick zur Krii'gdi'riirucrung nicht gekommen isi; dic Mchriabl bon acht Stim- men crkiiirt, das; dir“ jcßigr I)ic'gic'rung, dkrcn Absichten sie indrß nicht Vcidiirdiigcn will, ihll bobs Aufgabe riiibt lbstc, und um der Ehre und dem Boribcilc drs Staates zii gcniigcn, von Grund aus rcfor- ririit wcrden mrisx. (Lie asdf Stimmrrr wagen also nicht geradezu mis Krieg zu bcsrcdcir.) Gegen diesen Ausspruch protestirte dcr Mitiisti'r deo Zirricrri im Namen dcs Ministeriums mit großer Hr'frigkrir: Tri“ Lliiösibrrs; sri nicht bi'rufcn gcwcscn, ein Vcr- traiiriis- 0181“Mißtraricns;Votum abzugeben, sondcrn nur zu crkliiren, Ob rr mit dem ck“*„7iiriistcrium iiber die „0119011111013 1110111010an -1c]|n grieq'rn“ rinvcrstandcn sci“, der Ausschnß habe sein Mandat Vt'kiaimk, und das “))?iiiistcririm appellire an den Ausspruch der ganzen Fdiiririirr iii gi'dcitrrrr SiYLlllg. Nach vic'lcm Hirr- imd Hkrstreiten wnrde dcr VOisrblag dcö Ministrrs angenommen. Morgen Abend I Ui,)r' wird die Ökplltir'icii;Versarrilrrllxiig die „xciiiiikiiritkijki“ dcr" Yiiliistés vornehmen rind cntsrbcidcn, ob wcitcrc bffcrrtlirbe Trbatrcn iiber dii'srn Grgrnstnnd stattfinden sollrri. Ter Arissprrich dcr Kani- rrrcr ist riiibt irn mirrdcücrr zwrifrlbaft: einzrlnc Sch;itte drr ngik- rung wird man vii-llcich)t tadclri, kciiierrfallö dic Waffcnstillfrimds- Vcrliingrrung rrrrtkr ObWÜlkkUÖTll Umsiiiridcrr. DUkl-b Ucbcrgehcn ziir Tagesordming wird ohne Zweiscl das friihrrc Vrrtraucris-Votiim bestätigt Wcrdcn.
Wissrusrhaft und Üunsl,
Das Denkmal für Erzherzog Karl. Wrßlar, (1111 4. Novi'riibrr 1848.
3511 dicscrr Blättern (1848 Nr. 75. Vrilagsiwnrdc xu Anfang dieses Jahres erzählt, wie die Eirrrvobncr der Stadt Wcßlar den Entschluß gc- faßt l)iitten,*ziir Crinncrrmg an dir! glorreicberi Sieg, welchen am 15. Juni 1706 Erzherzog Karl hier iibcr cinen Thcil drr französischen Eambrc- rind “))kaaö-Armcc crfocbtcrr und dadurch die Stadt von der feindlichen Eiri- nahme gerettet habe, ein Denkmal zu sech. Tiefer Entschluß ist nun arisgcfiibrt worden, und es erhebt sich ans dem Schlachtfcld ein Marmor Obcliök von 28 Fuß Höhe, mit angcmeffencn Emblemen und Zuschriften,
[616]
Ediktal-Citation.
wxlche der Nachwelt bas Geschichtliche des Tages und die Gefinnungen der Einwohner kurrd thun, zugleich auch den Ruhm des sieggekröuten deutschen Heldep, so wie des erhabenen und edlen deutschen Mannes den Nachkom- men tm Andenken erhalten sollen.
Das Fest zur Enthüllung und Einweihung des Denkmals konnte erst am 2; November, wo alle Arbeiten vollendet waren, statthaben, Es wurde ais ern weihte? Volksfest begangen und bewies aufs erfreulichste, daß man hier den historischen Sinn und die Ehrfurcht vor dm Thaten großer Miin- ner des Vaterlandes bewahrt hat. Gleich nach Mittag feste fich vom Domplas aus der Festzug in Bewegung, voraus die Bürgerschulen, das Gymnasium, das Sangerchor, dann die Bürgerwehr mit klingendem Spiel. Hieraus folgte das Fest-Comité mit dem Magistrat und den Behörden der Stadt, dem ernZug junger Bürgertbcbter, Festons und Guirlandrn tra- gend, voraußsrbrin. Den Zug schloß das hier garnisonirende Bataillon des Lösten Königl. Jnfauteric-Regimcnts, dcffcn Chef, Herr Major von Nolte, die Betheiligrmg dcs Militairö an diesem ehrenwerthen Bürgerfest: sogleirb aufs bcreiiwiUigsie zugesagt hatte.
Eine freundliche Ueberraschung bot der Weg durch die Vorstädte, deren Bcwohner, aus eigenem Antrieb, an den Brücken über die Lahn uud Dill, so wie am Tbor Ehrenpfortrn von Tanncngrirn und Vlumengrwinden er- richtet, auch alle Häuser mit Guirianden und Kränzen, Bändern und Fah- nen geschmückt hatten. _ Dcr Fcsizrig und eine große Menge theilnehnrcn- dcr Zuschauer reihten sich um dcn Plak; des Monumentcs, vor desen Front- seite der Steinmrßmeistcr Aßlar mit fritiert Gcscllcn stand und durch eine Anrede dcm Comité rind Magistrat das frrtige Werk übergab, Er ver- sicherte, der Gedanke, daß dieses Monument fiir einen großrn deutschen Feldherrn zuglcicb auch ein Chrcn-Denkmal fiir die liebe Vaterstadt sci, habe die Arbcitcr stets befreit, und er schloß mit drn Worten: Mögen späte Nachkommen noch an dieser Stättc weilen und die Gesinnung ehren, die dies Denkmal scxztr.
*Das erste Conrit-L-Mitglicd, 1)r, P. Wigand, übernahm die Antwort iind dankte den Werklenten fiir Fleiß und Miihe, dic fie arrfgrwcndet, und [iir die ebrcnwcrtbe Gesinnriirg, womit fir die Llrbcit voUendct urid ausge- sribrt hätten. Er irbcrnchmc„ fügte er bitrzn, das fcrtige Monument, das nun der Oeffentlichkeit angcbbie, im Namen der Stadt, deren Bürger es freundlich begrüßten und hoffe, das Wcrk wcrde den Mcifier loben. _ Der- selbe wendete fich sodann zu der Vcrianrnrlung rind nracbtc aiif die Be- deutung dicses vom Gcmcinsinn errichteten Tcrrkmals arismcrksam. Er sprach von dem schönen (örfiibl, die Tbatcn großer Männer des Vaterlan- des in ehren und anzuerkennen, und das: es immcr cine gute deutsche Sitte gewesen sci, das Andenken an sieundibreHcldenthaterr diirch Denkmäler und Zuschriften, wmri aricl) obne glänieridrii Prunk, (Ulf die Nachkommen zu bringcri. Die Welt werde es 111173 dabcr wobl riibmkn, das: wir cincr so scbbrren Waffcntbat eines tapferen rind trcfflicbcn Marincs und Jcldbcrrn rms erinnert, daß wir Ehre, Liebe und Tarrkbarkcit ibm grwidmct hätten. Der Redner erwog aucb im ?lllgciriciricir dcn Werth der Geschichte drr Vcrgarigeribeit, zcigte, das; sie die chrmcistcrin dcr Gegenwirrt, dns Firn- damcnt des Brstcbendcn rind ziigkricl) die Basis des Jorticbrittrö und Bes- scrrvcrdcns sei, aber aucb dic warnende Stimme, die uns vor Vcrirrun- irn scbii'izc, rind nns zrrriife: balect immer das rechte Maß, im chen und im Handcln. Wenn nun auch durch dicscs Denkmal die Geschichte geehrt wcrdc, möge es fiir uns Um so bedeutender scirr, in cinrrZeit, wo crö geltr, ein großes cinich Rriih wiedcr zu bilden, ein Reich, an dcffertZlkUssthlk und Zwiespalt damals, wie die Scblacht geschlagen wurde, so große Hoff- nungen schritcrteii.
Bei der Critdiilliing dcs fiir die deiitscbc Waffcricbre und den den!- schen siegreichen Feldherrn gewidmeten “))konrirrierriö crscbxillte, unter BöUer- scbiisscn und dem Geläiitc allcr Glockcn dcr rmbcn Stadt, cin Lebebock) fiir das große einige derirscbe Varcrland und den hocbberiigcri Reichsver- weser, Erzherzog Johann; zrigleicb riiiikriiiiztcn die das *))koiriiirient rimge- binden jrriigrrr “))isidcbcri dasiclbc mit ihren Bliimcri- urid Cdbcugiiirlan- dcn, - Dcr Crithiisiasmriö fiir dcn crl)adcnen Briidcr dcs gescicrtcn Erz- herzogs Karl war um so größer, als Sc. Hobcit zwar die Einladung der Stadt bei chigen Vcrhältrrisscn abgclcbnt, abcr dic großx Therlnabnie an dem Unternehmen allfö freundlicbsie imd buldrcichsic ver11chcrt, der stadt und dem Comité- gcdanki und fie aufs ehrenvollste brlobt, aiich Namentlich geschricben hatte: „'Die Stadt Wrßlar wblerVrrsicbert sri", daß ich im „Gciste gcgeriwiirti? sein und strts gcgen dicic «„de drr (Hkiiiblc der An- „crkenirrmg fiir die c', den vrrbiichcrrcn Helden wie die Stadt iclbst ehrcndc ,Erirrncriing bewiihrert tvcrdc.“ - , „_
Nach jener Handlring wurde vom Cairgcrchor der 310731 eiii fiir die- sen Tag gcdicbtctcö Licd gesiingcn, rind jodaiirr crgriff dcr Biirgcrmcistcr Waldschmidt das Wort und driicitc seine Jrciidc dariiber aiis,das: er dies scdbiic Fcst durch die rege iind freudige Thrilimdmc allcr Stände vrrderrlicbt sebr. Marr iibcrblickc dic hoffnungsvolle thgcrid der Stadt, festlich geschmückte Jringfraricri, cin wackcrcs Siirigcrcbor, ciire fiir Rilbc, Ordnrmg urid Scirriß res Eigcritbiimö bcgcistrrtc Vrirgcrwchr, eiiie tapfcrc Kriegrrsrbaar, Vcr- tbcidigrr des Tbronrs rind Vaterlaridcs, rind irn bririten Grmiicb dic Thril- ncbmciidcn allcr Stände und Altcröflaffcii. Cr spracb scincn Tarif für dicse srixörre Thrilnabme art:“; und enwiahl daz *.*-)i'orrrimcnt dcm Scth rind Schirm dcr Biirgcrscbafi, damit es iwib in späteren Jahren die hier versammelte Jugend damn cririricrn riibgc, daß sie mich bei der Entbiillimg zugegen rvar. „ * ,
Am Abend wnrden dic Wcrklrritc aus Öfflnilichk .Kosicn bcwirtlret; rin Gasthof zum Herzoglichen Hause war aber ein großes Jestriiabl, drin die Offiziere, die Beamten urid Bürger zahlreich bciwohrrtcn, “Tre rrirt-0'irtbri- siiisrniiö aufgenommenen Toasrc fiir des Königs *))kansiat rind sur chc. Kaiserl. Hoheit, den Hrrrn ReichMcrivcscr Erzbrrzog Johann, brachtr PiNOk von Nolte und ])1“. Wigand ans. “Oer Erstere bemcrktc, daß „dies Fcsi bcsondcrs den Herzen dcutscixcr Soldaten wichtig und tbericr sem müßte, und er erinnerte zngleick) daran, daß auch unser erdabrncr König vor dem Heldcnsinri imd männlichen Charakter ch gcfcicrtcn Crzbrrzogs Karl stets hohe Icrchrrmg gehegt babe.
Zo endete der icb'bnc Tag, an dem wir die Wirrcn der Gegenwart vcrgaßcn ririd rms dcn beiiigcri Erinricrririgcrr dcr (Hiscbirbtc birigabcii.
„_.-_"
(11119. Januar1849, Vormittags 111119r, Taxe und Hp-
Preußen-
Adrkffen zugegangen:
haben in dcr Proclamation vom 11. Nowembcr Sich Virtrauen5voll
annimcrchungen.
[448] Nothwendi er V
Das der Ebegaitin drr;g LieirreenrakncirilTÜobcrt v Bc- low, Paultrie (Y_wclrne, geb'v'BMUger *zuqchdri ,? im Neusißdxcr Ksxkcrifengegeöic, aiif 25,106 Tßix (,I Sqr 10 P. and )ati a gcicbii te N'“ ' - Nr. 285. soll in dcm “ * “W WV'TW'"
am 22. Januar 1849, Vormirt.1101)r vor dem Herrn Obcr-Landesgerichts-Natl) N 1 “ “-
. „ 0 du hier- selbft anstehenden Termrnc (!!!-„ordentlicher (HkrjchtssteUe subbastirt werdcn. ,. Zu den kunstrgen Kaufbedingimgen gehört, daß der Karifcr 100 Thlr. von der in Anrech. nung auf die Kaiifgeldcr zu iibernehnrcnden Pfand- briefsschuld vo'n 12,650 Thlr. abznlös-en hat. Tareund Hypothekenschein jmd in unserer Registratur einzusehen.
Marientverdcr, den I. Juni 1848. Civil-Senat des Königl. Ober-Landcögcrichts.
648
[Virrladung der unbekannten Gläubiger. Nachdem iiber das Vermögen dcshiestgenKaufmanns
Lewin Schachno [)Ur (10612 vom Lb.?lugiist «. der Kon-
kurs eröffnet worden, ist zur Anmeldung und zum Nach-
weis der Forderungen der Gläubiger Termin auf
den 24,3anuar s., Vorm. 12 u. Nachw. 5 Uhr,
vor dem Herrn Land- und Stadtgerichts-Nath Hart-
, [615]
ming hicrdiirch vorgeladen Werden, das; dicNiisblcibcn- den mit ihren Ansprüchen (111 die Massc präflridiri und ihnen deshalb gegen die iibrigcn Kreditoren cin rwich Stillschweigen auferlegt Werden soll.
Don (1111 hiesigen Orte unbekmmtcn Gläubigern ivor- den die Jiistiz-Kommiffaricir Schüßler und Dcchend in Vorschlag gebracht, an deren eincn sic sich rvrndcn nnd die- selben mit Vollmacht und Information versehen könncn.
Marienwerder, den (4. Oktober 1818,
Königliches Land- und Stadtgcricbt.
„4 Nothwcndigeerrkauf.
U16 der Jungfrau Francisca Detcrt zugehörige, auf dem L'angenmarkte und in dcr Hundegasse Nr. 49 und Nr. 23 des Hypothekenbuchs, unter den Servis-Num- MM) 447. 448. 449. und 301. und 302. gelegene und 39 "W" Gasthause unter dem Namen „116121 (111 Roni" ""J“"W'e Grundstück, abgeschäst auf 103,442 Thlr.
18 Sgr. 4 Pf“ JUMP der nebst Hypothekenschein und '
Bedingungen in der Registratur ein u e ende
. „ nTaxc oll an128.-Marz1849, Vormzitstiigs 11 Ubr! an ordentlicher Gerichtsstelle siibhastirt werden.
b tAlle sszßkanen Rxal-Krätcndentcn werden aufge- ben 1 “,' crmer ung er Präkluwn ä “ diesen; Termine zu melden. s sp “stens m
Königliches Land- und Stadtgcricht zu Danzig.
Nachdem iiber das Vermögen des hiesigen Tiirhfa- brikanten Carl Adolf König durch die Verfiigung vom hren d. M. der Konknrs eröffnet worden, haben wir eincn Tcrmirr zur Anmeldung und AirSWcisung der An- sprüche der Gläubiger arif
1721115. Janriar 1849, Vormitt. 101112r, an hirsrgcr Gerichtssiclle anberaumt. „„
Es werden hicrdrrrch alle diejenigen, welche ?lnsprrrchc cm dcn (55cmcinschuldncr haben, aufgefordert„rrr drcicm Termine entivrdcr persönlich oder, durck) JLYKMJL Bc- voUmiicbtigtc, wozu ihnender Ziiftiz-Kommiimrins John ;rr Croffcn in Vorschlag gebracht wird, zu erscheinen. Die Auöblcibcndcn werden mit aUen ihren Forderungen an die Muffe präklndiit, und es wird ibncn deshalb gegen die iibrigen Kreditoren ein ewiges StillschtPergen auferlegt werden.
Schwiebus, den 13, September 1848.
Königliches Land- und Stadtgericht.
[447] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 5. Juni 1848. „ Das dem Schlossermeistcr Jeanyéaul Battré geho- rige, hier in der Bernbur erstraße ,32 belegene und im stadtgcrichtlichen Hypot ekenbuche von den Uri) ebun- gen Band 28. Nr. 1808. verzeichnete Grundftu , 8?“ richtlich abgeschäst zu 15,454 Thlr. 12 Sgr., soll
an der (HLrickUöstelle snblwskirt- Werdcrw , porbekcnschein find in dcr chistrairir cruzustberi. .
Die dem Aufenthalt nacb iiribckaiintc Glaubigerin Auguste Amalie Adelheid Pfaff wird hierdurch öffent- lich vorgeladrn. [697] Nachdem dcr zu Lcutesdorf, hicfigen Justizath-Vc- ringes, bci chzcitrn wohnhafte Karwnitrrs Ernst von_ Mies am 14. Oktober «. rnit Hirrtcrlaffung eines bei dem Königlichen Schöffcnicrirbte zit Leutcddorf vri- schlosscn deponirtcn letzten illens gcsrorben isi, so wird zur Eröffniing dicses Testamentes und zur Licxiidation aller Forderungen an den Nachlaß _dcs Ver orbencn auf den 9. Dezcmber «., Vormrttags_9 Uhr, in dem Gerichts-Lokalc zu Lxutcsdorf Termin vorbe- zielt nnd alSdann das Erscheinen der ctwamgen Zn- testat-Erbcn, so wie aller Kreditorcii der fraglichen Nach7 laßmaffe, unter dcm Rccht6nachthxrlc erwartet, daß der dem Ausbleiben der gedachten (xrben resp. Kreditoren das Testament, sofern daffclbe an keinem äußerlich er- kennbaren Mangel lcidct, sofort in Vollzu gcscßt und das vorhandene Vermögen an die in deMHclben einge- seyten Erben vcrabfolgt werden soll.
Bendorf, den 2. November 1848.
x'. (T. Königl. Preuß. JustY-leteéialrnsmerftein.
1083 Erste Beilage zum preußischen Itaats-Anzciger. Montag den 20. Nov.
Inhalt. Deutschland.
V e r 1 i n. Adressen.
Uichtamllichcr Theil. Deutfcijlarrd.
Preußen, Berlin, 19.9701). Es sind uns ferner folgende
Ew. Majestät!
an das preußisrye Volk gewendet.
Wir Männer aus allen Klassen dieses Volke's antworten in der festrn Zubersiiht und Ueberzcrigung, daß unsere Stimm? aiich die der Mehrheit und des Keines der Nation ist.
TIN“ vertrauen Ew. Königliche Majestät, “ wir hängen mit der 2122" Lirbr, mit der, bewährtenTrciie, mit dem brtbiitigtcii freienGc- borsam unserer Väter an Ero. Königlichen Majesiät und Ihrem
ame. _ H Wir wiffen, daß Ew.'Köirig1iche Majestät die Berufung des Mi- nisteriums Brandenburg, die Verlegung und Vertagung der zur Ver- einbarung drr preußischen Stadts-Verfaffung berufenenVersammlung, die Aufröimig der brrliner Bürgerwehr nicbt angeordnet haben, um die in väterlicher Liebe und aus freier Ueberzeugung dern Voike zir- gesiiberten Freibciten und Rechte zu beschrärrken, sondern nur um dem (Hegenstrebcn eirirr anarihischeir, deri Umsturz ach Bestehenden anbahneridcn Partei, die lcidcr in der „Hauptstadt des Landes ihren Haupts'ß aufgeschlagen und auf die in derselben tagrndc Versamm- liirig, so wie auf die dortige Bürgerwehr, rir-ii'n irrigcbiihrlichen und betriibcndcn Einfluß ausgeübt hat, einen Halt entgkgcrrzuichn und den Vollgkuuß dicser Freiheiten bald und vollständig dem Volke zii gewäbrcrt. ,
Wir hoffen zii Goki, daß er, wie im J.ibre “181Ziibcrdcit äußeren Friird dcs Vaterlandes, so auch in diesem Jahre über ÖM inneren und gefährlichi'rrn, den Sieg gewiibrrrr wird, und rufen in dieser Hoffniirig:
„Gottes Segen sei mit Ew. Königlichen “))kcijcsiiit, dem erskrn cori- siitutionclleir Königi- Pklusxk'llö vori Gottrs Gnaden, Gottes chrn sei mit drm ganzen preußischen Volke urid drm therircn Vaterlandr. Amen!“
Potsdam, U" 12, Norrrribcr W114.
(1407 Unterschriften.)
AUcrdurchlauchtigster König! Allrrgnädigster König und Herr!
Ew. Königlichen Majestät Aufruf vom 11. Nobernber d. I. ist auch an uns gekommen! Wir erkennen den bedeutungsvollen Augenblick, wir erkennen aber auch unsere Pflicht.
Noch fließt in uns, Preußrris Söhnen, unverfälscht das Blut ihrer heldenmüthigkn Väter, und wie diese werden auch wir in der Stunde der Gefahr unser Gut und Blat fiir unseren König, fiir unsere Frikihcit zu opfern wiffi'n. Wohlan deri", Königlicher Herr! siedet fest arif di'mbli'l'kii'néll Weg?: d:r111 iiirr-„iii der ?lUfskchthr'J-ltllkk-g dcr Ordnung und drrGrsrHe liegt 0116111 dll iichcre Gewahr fur die wahre J-cibcit, fiir die allgcmeine Wohlfabrt des Landes.
Jnicl Usedom, den “1:1. Novrmbcrx 11404.
1118 lltikr'rschiisth.)
Nilkkdlikxblällchtigsti1", Großmiiidiigster König! Alli'rgnädigstrr König und Herr! , , , " “
Schon seit liingerer Zcit babr'n wir 11111 111111001" Bctriibnix; dais wiihlerische Trriben einer Partci zu Berlin, so wre die- l_1nfrcidkit un- serrr National-Vcrsiimmlung daselbst erkannt iind 11111i'l'k Hoffnung an Ew. Mar (it Einchrcitcii grscyr. „ "
f Wir sind sdaher dir fcsicn Uebrrzcugung, daß kW,!)Nl Ew. Ro-
niglichcn Majestät vorn Iten d. Monaxo ab ziir Wicdcrbcrstellirng freier Bcrathurrgrn di'r National:Vcrmmmlung gathanerr Schritte dkm Vaterlandc nur zum Srgcn „I"ÜlÉZcU “wcrden 11!!Ö„1111d„kfchcr bereit, in Folge dieser Schritte, (xw. Horrrglichcrr Maikstat mit Gut und Vlitt zur Seite 311 stehen, _da WU“ iiicht rm Miridssten daran zweifeln, Ew. Majcstiit werde unicre consiiturionxUk Freibritdnb ,un- vrrkiirrrrrrkrt erbaltcn Und uns ein guter corrstrtrrtwneilcr Konig ski".-
Dic YZidérskGlichkrit ririrs Thrils dcr YHJQJNIÖUÜCU „diisBkWßl- sibrn National:Vrrsammlrr'tig gcgen, Enz. Kdtrrgliibrn I)iaicimt Ari- ordirringen ririisscrr wir auf das entschwdenstd nirßbrllrgrm, ' '
Zugleich bitten wir Ew. *).)kaß'jiäi“ehskllkshkswoil,“1119011113,m- dic frrbrlhastcir Vrrsnibe derji'nigci: zu ibiUiqen, Miihe Civ. K01Ug11chk11 Majestät dcs Prädikat»? „Von (Hotte!) Gnaden“ birniibcn moch1err
Gottes (Hrrade sci mit (Zw. Köriigliibcn Maxc'stat und mit un- serem Vaterlandc. .
Mit tir'fsicr Ehrfurcht listc'lbc'n wrr ,
Ew. Königlichen Majcstirt der Banks" - Vercin: „Mir Gott für König und Vaterland,“ / Panknin in Hinterpommern, dem 14. „November 1948. (Folgen die Unterichriftrn.)
Allerdurchlauchtigstcr, Großrniichtigßer König! Allrrqnädigsier König und Herr! ,
Die neuesien Vorgänge in Berlin, wclche in Folge der Verord- nungen Cw. Majestät wegen Vrrtagurrg und Urbersiédelung der Na- tional-Versammlung nach Brandenburg und wegen Anflösung dcr berliner Bürgerwkbr stattgefunden haben, bkstinimen uns:
Ew. Majestät für den Erlaß jener Verordunngrri unseren innigsteu Dank auszusprechen.
Wir halten dicse Maßregeln für höchst notHWendig, Wenn die von uns Allen ersehnte konstitutionelle Freiheit wirklich im; Leben treten soll, und wir erkennen zugleich an, daß Ew. Majestät sie zu treffen, nicht nur das Recht, sondern auch, dem Lande gegenüber, die sehwere Verpflichtung gehabt haben.
Civ. Majesiät können darauf bauen, daß wir, wie auch alle Be- rvobner des diesseitigen Kreises (40,000 Seelen), ausschließlich eini- ger gewissenloser Menschen - aber auch nur Wenige -« wenn 66 Roth thut, freudig Gut und Blut daran seyeu Werden, um
Feinden, wenn sie als solche unsere Bekanntschaft machen!
rätberische Treiben visierAbgeordneten und deren Anhänger in der Haupt- und Residenzstadt Berlin erfüllt“, um so srcrrdigxr begsjjßtxn wir das von Ew. Königl. Majestät jeyk angewdndre ?Ué'k_g1!cheVerfabren, rvodirrch allein diesern gsseßlosenerstanderm erl geießt werden kann, da «[[: gütlichen Versuche fruchtlos geblieben imd.
Hiilfe obiiegkn und der Teufel,_wrlrbkr sich “jener Aufrijhxkx bemächtigt bai, zii Schanden werden muß,“ ist durch die yon Ailerböchüdencnsel- ben an das Preußenvvlk erlanene Proclamation vom 1001 d. M.
Ew. Majestät kennen Ihre Pommern, und wehe Ihren Unser Ruf ist: „Mit Gott, für König und Vaterland!“ Cammin in Pommern, den 15.„Nobxnrber 1848, Im Auftrage des Vereinsjur König und Vatrrland, durch einstimmigen Beschluß, der Vorstand.
211lrrdurchlauchiigsier, Großmäcbtigftsr! Allergnädigfter König und Herr! Mit der ticfsiyn Iridignation hat uns das wählerisch? rind hochVe-r-
Unsere Hoffnung, daß das gute, klchklichc Prinzip mit Gottes
erböl)t, und hat der Inhalt derselben wohl einen eren wahrbafr brgeisiert. _ Ja, wir schlirhien Pommern vcrii-Mrn arif Trsu rind (Hjmxkixzx, wir stkben in dem alten gutkn Vertriirii-ir zu (Fw, Königl. *),)kajex'tiit noch fest und werden auch nie warrkcn, imiereir grirrri LUUOLSVITST mit unserem Gut und Blut zu schützen. “ Unser Losungswort soll ewig bleibrri: „Mit Gott fiir Köriig und Varei'laiidl“ Genehmigen Ew. Königl. Majestät mir dirsenWorten dlrl Ari»- druck unserer wahren Gesinnung, mit der wir ersterben ald Ew. Königl. Maieitiir aUkrurrtrrtbiinigsir Tieiicr
Wangeriri in Pommern, den 15..NVVCU1ÖM 174114.
Der Magisirat. Die Stadrvcrdrdiietcii.
AllerdurchlauMigster, Großmäckytigsicr König! A(lcrgnädigster König und Herr! Wir erfahren so eben, das; ein Tbeii dcr National-Versammlung, rvelche sich Während der Vertagung derselben widerrrchrliihi'r Wrist anmnßt, noch Beschliiffr zu saßen, eiiie Stcrwrbrchiger'rriig ariszii- sprechen beabsichtigt und die Provinzen dazu aufwikgcln will. Für den Fall, daß diese Fractx'orr eine solche Sibmacb iiber das Land brächte, und dadurch eine Vcrlegerrbkit fiir die Iröriigl. Kasson entstehen könnte, crdrcisten sich die alleruiircrtbiiiiigst UiikökZLichnktkU Ew. Königl. Majestät ebrfurchtövoll zu bitten, iiber die geringen Geldmittel, so wie iibcr etwa zum Uiitr'rlrait drr Trupprii erforder- lichen chrnsmittcl, worüber sie in der gkgknwiirtigcn ;))eit verfügen können, allergniidigst disponiren zu wollen. Wir 'oaberi die fcity Urbcrzerigung, da;“: dicse'm Beispiele rrirciid-
lich Viele sick) arricblirßen werden, und rrsirrbcn iu u:;abärrderlicher Treue und tiefstcr Ehrfurcht Ew. Königl. Majestät treii gcborsamike (Unterschriften Von “21 Gutsbcsißerrr.) Genthin, den 11"). Nonber 1848.
?lllcrdurchlauchtigstir, Großmächtigßer Herr! Allergrrädigster König *.:rid Herr! “ , Das Vakcrland war in Gefahr, drr Weg zu scmer Rettung isi
vertagen, eine Maßregel ergriffen, die Ihnen im Geiste der wahren Freiheit zur Rettung des Vaterlanoes unabweislich geboten war und wofür alle preußische und deutsche Patrioten Ew. Majeüät nur den tiefgefühltestcn Dank aussprechen können. Seit acht Monaten seufzt das Land unter der wachsenden Anar- chie und ist Zeuge, wie die Krone durch Nachgiebigkeit bei der Ver- einbarung der Verfassung mit der National-Versammlung die äußersken Schritte gethan. Eine verblendete Partei in dieser Versammlung, gestürzt auf thrilwcise schlechte Gesinmmgrn irt Ew. Majestät HUUPt“ ßéadt, grtragkn von Anklängen kiinstlich aufgeregter Factionen in eini- gen Provinzen, hat das große Werk der neuen Verfassung, Welsh? Ew. Majestät Ihrem Volke verheißen, bis heute unmöglich gemacht, hat nicht allrin einen unheilbaren Bruch zwischen Kxone und Land brrborrufun rroUcn, sondern hat durch ihre Anmaßungen und parla- mentarischen Debatten den Begriff des Rechts und der Gerechtigkeit in dcreNation zu vcrwirrcn gcsurhf. Civ. MajrstJit babcn die neue Ordnung der Dinge Verkündigt; Ew. Majestät haben seit acht Monaten redlich danaeh gesirebt, und denrocb drolrt sic unmöglich zu werden. Darum erklärén Sich Ew. Majestät jrizt, unter dem Beifall aller Wohlgesinnten, in der äußer- sten (Hofabr zu ihrem Retter. Tem Könige allein, dem constitutio- riillcn Köiiigr, gebührt dieses Veto gegen die Zerwiirfnisse einer un- irrien, uneinigen Volksvertrytung. Ti'r Trotz, den sie Ew. Majesiät nur in bekanntem milden, väterlichkrr und VersöhnlichenHerzen bietet, wird sie riibtrn in den Augrn aUer erbten Preußen und Deutschem Ew, Majestät haben Ihr gesammtes Volk zum Vertrauen in Jbrc weiikn und gerechten Maßnahmen aufge'rufen, und das Volk in seiner blsskrkn, allergrößti'n Majorität wird anen beistimmen, bei- stcbrn; rs hat viel gelernt in den lrßten acht Monaten und nicht vrrgrsscn, was cs drm Hausr Hohenzollern seit Jahrhunderten Ver- dankt. Mit diesen in boUsikr Uebcrzcrrgung arisgcsprochxnen Gesinnun- geir crsierbrn wir ebrfurcbtsvoll als Ew. Kbrriglichrrr Majrstiit allrriintertbiinigst ireugcborsamste: das ziim außerordrritlichen Fiirsicntwrmstagc brisammelre Kollegium der schrUeidriiH- imiersibrri Fiirstcirthums - Landsihaft. J&rtcr, «nr 1.3. Nddkirrbrr 1514»!
Yiikrkllkch[üllÖkiJstUN Großrrriichtigsrrr Kbirig! Allkrgiiiidigstcr König und „Herr!
Tir rrirch (Tw. Majestät Proclmimtion an das gesammte preu- siiskhe Vdik gcrichtetcn Worte baden in unseren H:“rzen dcn Anklang gi'sirndrn, doit wir als heilige Pflicht ciiirö jedrn wahren Preußen betraklrtrii Miisskil. Wir fi'rblsn rms dabrr inégrsamrnt Veranlaßt, Ew. Majrstiit 1111s1'1'k11 iirfgrfiihUerr Tarik fiir das darin Verheißene aiwzrisprcwrii, indem wir Alle an drr unberbr'riibliihcri Treue und der iiiiwarrdclbarcri Liebe festhalten wrrden, mir der Preußen scinkm Könige“ und He'rrrr zii vrrtraurn das schöne RSch1 und die heilige Pflicht bar, welchcr Pflicht wir gern jcdrs Opfer zum Hrii des ge- inrnmtrn Vaterlandes bringen wrrderr.
Geinben Ew. Majestät den Ausdruck dicser Gesinnung «Uergnä- diqst anzuriedmcn, mit der wir uns nennen,
*“ Ew. Königl. Majestät rirrtcrrdiiriigste Mitglieder des; Preußkn-Vsrrins fiir corrstiriitioiielles Königibrrm. Tdorrr, 2811 1-1. Ndbcmber 17548.
Kiiiriglcchc ?))?njrsiiit!
dadurch angebahnt, daß dem tnusi'ndfäkkiJ ausgesprochkm'n Wunschi', die Naliorml-Versammlung aus dem Ti'r'rOrismus Berlins zu ent- f-xriit'ii, endlich rmchgrgrbcn und Von lilll'ln rlri;rvci'fr'lh.1ftcit Rechte drr Krone aus den Rath Cw.Kbnigl. Mairsiiit k).)kinistkr Grbrauch gr- maibt worden ist. Das Ministerium hat sick) um das Vaterland Vi'kdii'ni gsrrmcht, urid derjenige Tdcil der National:Vcrsammlung, wrlckrcr co grwagt hat, der Vcrlegrmg derselb-xrr iiach Vrairdrnbrrrg zii Troizt', Hoheits- Rerbte sich anmiiszcnd, in Bcriiii fortziitagcn, stiirit das Vaterland in Gefahr rind bleibt dcmsclbrri brraritwbrtlirb, wie iriiir Beschlüsse 1111- giiitig sind. Wir Vertrauen Vollkommen Ew. Königl. “))iajrsiiit erricrii'rtc Iii- sii'berungen, die Nrbcißcrren urid rrtbriiien Jroibcitkrr dcm VOM gk? währen iind anirecbtdnltcn zii Wollen. Brandenburg, den 13. November 174.15".
“Der patriotische Verein,
Allerduridlaricl)tigsier, (Mosiiriiiebtigster König! Allergrriidigstcr Kdirig imd Herr!
Ew. Königliche Majestät babrir ciric Prorlanmtiori erlaisknz mit Freude" hat das tri'uc Prmrsicrwolk kie)310111glichkji Worts virrrdnrrncn, Vertrariungöbokl "aden wir UUÖ Ew. Majesiiit crhabrrrcm Throne, iibcrzrugt, daß urisrr Ri'ibt, iiriikrc Irribsit, rirrscr und des Vater- 1aridcö Wohl in Civ. Majestät Llllcrbiichsien Händen am sickcrstcn arrfbewi'ibit, das; Ew. Mairiiiit iibrr alle Parteirmgrn crbiibcnc chcrrtenrvkibhi'it, arif drm Wige 11631611)ka fortschreitend, dic bi'stcri Mittel findr'n werde, unserem Viitrrliiixde drr: Friedrrr zii erhaltrii. Eirrgcdenk dcs Wablsprurbs: MLt Mott für König und Vaterland: sind wir auf drn Ruf iitisrrrz .iiiixrixiö von Gottes Gnadrrr bereit, nns unstrer Viitcr wiirdig F1! icigrii. _ _
Jri der gewiisrri Ucbrrzciigiiiig, da[; wir nicht mir imsrri', daß wir die Meinung aller ruhig kr'jlkc'lldl'n, allr'r wahren Patrioten 0112“-
s ro cn vcrlarren wir als 9 sp cb , ) Ew. Kiiiiigliibc' Majrstiir trcugeborsamste. (135 Untrrsrbristrn.) Friedkbkrg in der Neumark, den 15. Novrmber WKL.
Allcrdurchlarrchtigstor, Großmiichtigster König! Allergnädigstcr König und Herr!
Mit freudiger" Hrrzcn wiigcn wir uns den Stufen Ew. Ma- jestiit Throne 311 nabrn, um ?lllcrböchstdenselbcn unseren ticfgciiiblrc- sten Dank auszusprechrn, daß durch den Brsihluß Ew. Königl. Ma- jestät ric Natiojlül-VlksÜUUUlUUJ-WU Bcrlrn nach Brandenburg vch legt wird, und gcbrir Ew. “).)iajcjiird Ehrfurihisvoll zu erkennen, daß wir schon mit Sehnsucht aiif eine ähtiliche hobe Verfiigung gebar".
Zu gleicher Zrit untcrfangcn_ wir uns, zu gestrhcn, das; rirrscr Vertrauen zu Allerhöchstdcniclbrn 11n111kk"1loch ungeschwächt xst und wir stets bereit sind, willig unser Leben fur unseres Königs Majestät zu opfern. „
Groß-Gottschau bei Perleberg, den “13. November “1848.
(31 Unterschriften.) '
?liierdurchlauckrtigstcr König! Großmächtigsicr König un') Herr! Ew. Majeßät haben durch den Entschluß, die National-Ver-
Ew. Majestät in Ihren Rechten und uns selber gegen die Despotie der Umsturzpartei zu schützen, ,
sammlung aus Berlin zu Verlegen und bis zum 27sten d. M. zu
Civ. Mnjé'siiir habari, durch dii- bekannter: Vorfälle in Berlin bc- wogrn, im Z]!kr"j“l'ssk drr Fruihrik dcr Br*ratbnnge'n drr Volksvkrtre- tcr dcn Brscbl kriiisse'n, das; die Nationai-Vsrsammlriirg nach Brat:- drribnrg vrrirgt und bis zum 27. d. Mrs. vrrtagt werdrn soll. Die. ser Civ. Jiiiniglirhrir Majestät laridcöväter'liiber Entsrblrrß ist von man- ibc'it Scirm 011J1'f01i1ii'11 word-xn und hat srlbst bei eincm Theil der Natiorral-Vrrsairrmlima Widerstand gefriiidcn.
Wir iiiiirrtbiiiriiist Uritrrzrichiicie siiid jrdoil) damit ganz cirrvi-r- stiiiidrii, da siib boffrii läßt, rc; werds dririb j"k1(' Verlegung drs Aus- cntbnltö dcr N,itivikal-V«*rsa1nm!niig dic Vollendiing dcs Vrriassungs- Wirki'ö si1)1i'rii:izirr Wit statten gsbrrr urid wiirisibcn desbiilb, daß *.)llir'rk.)iichstdciirnicldcn bci Wriii'rcr Ausfiibrriiig drr“ bcichloffcrirnMaß- regel das Vertraiirri nnd die *.*/)iitwirlrirrg drs ganzen Volkes zur Sritc sieben mbgrn. “Den “12. November '1I1d'. Der Verein fiir Rrrbt, Trdriiiirq rind Jiikden zii Spiegel
dri Laridsbrrg q/“W.
Mit dciiigrr Brgciiirrrriig babsi! wir ririisrzrirbtirtc Wahlmänner ririd Urwäbli-r Civ. *))?airstiit Königl. Womo vom 11197“. d. M. Ok!“- irbiiiriicii. Wir fiiblcn 95, das: sis vom Hcrrkri grkommcn siiid, wir bcriirbrrxi abcr miri), das; sir iii k1"1*1'.€11 driiöiibcri 5)kath ibrkn Wii"- dcibail finden, rrid das; wir dafiir dankbar iind. Wir schen in dieser Botschaft die Kraft wicdrr, webbi“ Prrirßrir stkll'k grmsicbt hat, und wir erkennen sie (cis rine sichere Biirgirbaff für di“: Trdrinrig Und da;; (Zöliick iiiiirrcs rbrrrreri Vaterlandes.
Möge arirl) niis-rre freudig? _),iiitiriimriiig käYU brirragrri, solche Vorsätze in kräftigrn, wcbdc allein gccigiict siiid, rina auf das (Besatz gegründete Jrcibrit di'rbcizrrfiidrcri,
Lissa, den 12. Novrmbcr 10454.
([*I-*"; Unicrsrbriftcri.)
“Fillerduriblauchtigsicr, ("skrbsitniickrtigstir König., Ailergriiidigiicr König und Herri
Cw.zrbriig1iibe Majestät YArifrirf air T*rro rrciiks prrnßisibcs Volk ist tief in Unsere Herren grdrriiigcii.
Civ. I'riiiiigdibc T))Zajcsiiit bier untcrzriibiirte grircrie Viirgrr Wit- icribkrgö ((i.-'nen bci dcmsrlbrn nicht stumm bleiben, siiid vielmcbr iibcr- zi*iigi,daö.1)crz(§w. Königlichen Miijrstiit scbnc siib darnack), die Stimmen Jbrrs grtreucn Volkes zu vcrni'bnri-ri.
Mit tirfcr Bciriibrris: urid Särarir haben wir vernommen, was seit Monaten in rriiscrem Lande und namriiilirb in dcr Haupistudt dasselbe" Hon einrrn Tdeilc dcr debikcrung gcichchrrr ist; und schbir längst regte sick) in uns der Wrrnsrb, das; mit Entschiedenheit dreier Partei in unserem Vatcrlaiide eiitgcgcngcrrricit wiirde, die urrrcr drm Deckiriantcl der Freiheit nicht das wahre Wohl des Volkes will, son- dern diirch ihr Treiben unirvcifelbaft unser prrrrß sches und dadur auch unser deutsches Vaierland in dcn Abgrund drs Byrdrtbenö zx?- ben“ müßte. Mit wahrer Freude und mit Tr'Lst, rtxi *mGikck*mfe1,:e Zukunst, haben wir drsbalb die jrtzt dagcgcn ,ei'grisje'nktt ?TFÉE ist, so beklagcnswertl) uns_ nur!) die “**-ikythnd-igkcicl: kkßskkb;;,'d9Tw| als“ bkgküßk- Ul" so Kköß" i|.k'l,'c'* Ms“ "",erizzéisrriiichs geiundkn, ba- wir in dcm Aufruf die Bestatigung unseres * „Fährten und verspro-
b 1 d1 Ew. Königliche Majestär keine der 9? „ . aiirierikxzreihcitcu dem Volke schmälern oder entstehe" wollen