1881 / 75 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 29 Mar 1881 18:00:01 GMT) scan diff

sckziieéc, die Siclie rcrtriit, die früdcr in eincm Gesckäftxgang, den ich gcrrereli zu beseitigen bestrebt gewesen bin, die mehr oder weniger large odickon selten zweistundenlanx Rede ericßt-x, die drr Verant- wortxicbe Minister, der einen Eesrßsntwurf einzubringen hatte, bei cher: Eirkrixigung zu halten rflegie. Ick bäite Ihnen ja alles déescs mit::diicb ebenso auf zusaßen können, wenn ich die Sache mündlicb vdri-clrg! [*,ätic. Ick iibernrkrmr die Verantwortlichkeit für den rclicn Inhalt der DenksCbrift, Ick babe sie vorgelegt, ebenso wie das Ganze im Namrn Sr Majrstät des Kaisers, was also auédrücki, daß hier entweder, wenn Sie woiien, eine kanzleriicke Aeußrrurrg vvrliezt, die von Er. Majestät dcm Kaiscx und König von Preußen gut- cebeißcn ist und dadurch einen gewiiien Vorsprung vor anderen hat, oder daß eine Kaiserlickxe Meinunrxéäußerung vorliegt, für welche der H'anzier derfciffungsmäßig die Vcrar-iworilicvksit übernimmt, wie Sie “sird das konsiituiioneli zurecbilegpn wallen. Der ReichStag und noch mehr die garixe Ration, kat ein Reedt darauf, zu wissen, wo die Re- aierung Mit ihren Bksircbungrn eigentlicß bin wil], und der Fehler, dai; man das nicht wiffe, ist uns ja oft genug vorgeworfen worden. Jr!) hade drsdaib geglaubt, es würde mit großem Damke aufgenom- men werken, daß, solvcit die Reich§derfasiung es erlaubt, ich den Vcrsuck) gemari-t habe, hier die Intentionen eines der wicbiigsten Faktoren der Ncicdkregicrung _ ich will mit Worten nicht reÉten _ oder „dcs Rerchßderfaiiurigslebens offen klar zu legen; ich habe aber leidsr didi?» wenig Dank für diescs Entgegenkommen geerniet, _wte iä) ja immer erfahren babe, daß, wenn etwas lange gewünscht Ui undxman erfiillt dm Wunsch, dann erhält man den neuen Yvrwuri üdsr die Art, wie man |ck au§gesprochsn hat, man giedt neues Material für die Kritik obne Gegenrorsckolag. Jr!- dcffcn,'wenn man io _lange wie ich daran gewöhnt ist, jedes positive Matrrmlirir die Geirßgehung selbst bringen zu müssen und auf der andxrrn Seite nur der Kritik zu begegnen, io faßt man fick) auc!) daruber _lercht. Ich glaube also, dai"; die Bevölkerung, rramrntlicb die Wadixr bc: dsr näÖsten Wahl, der wir rntgegengcben, ein Recht daraixs [751,er zu wissen, wo die Regieruxig hinaus will. Der Bau- dekratd iii rzikdt in der Lage über Zukunftsprogramme zu beschließen, man kann uber die nicht abstimmen in einer MajoritätSversamm- liing. Ick, glauke abrr mit der Mehrzahl der Bundrsregierungen 221119 zu icm odrr mich in diesem Sixme einigen zi; können; ick) bin gewiß, mit meinen prcußisckoen Koliegen in der Richtuug einig zu sen], und vor aiienDingen bin iii) gewiß, daß ich den Jnteniionen wemxs Prrrn des Kaisers und Königs vori Preußen entspreche, wenn rch diese Boriaße mache, und ich will die AUerböcbsten Wünsche und Weitrebyngrn nicht weiter in die konstitutioneiie Diskussion einführen ald gegrüßt, um mich zu legiiimiren, wenn ich einen gewissen Accent auf diese Dinge lege.

_ Der Qiiaisei: und König von Preußen verfü-gt im Bundesratb nder 17 (Fiinimrn. rr h(it eine wesentliche Initiative Und einen nicht LMCLHTHÜÉM (Zinsius; im Deuisiben Neickye und auf seine Bundes- NCKYÜM._ EY ist also dirics noch nicht die fieberc Meinung drr Zu- kumtddefrdliiiie des Bundesratbs aber doch die sickxre urid fesistebende Ansicht de-jcnigeu der verschiedenen dabei mitwirkenden Faktoren, den man als den gewichtigstrn an sich ohne Verleßrmg der Übrigen [*e- trarbten kann.

Wir werden für dicirs Programm einstehen, so weit wir können. Es wird durch die Besckxliiffe des Bundeskatbs ausgcprägt, vielleicht modifizirt werden; es kann durch die Beschlüsse des Reichstags _ in sezurn Hauptthailen wird es ja den jeßigen Reichstag nicht mehr beichastmrn, _ des künftigrn Reichstags Wesentlich geändert, es kann vcrworicn werden, es kann an den zweiten, dritten Reichstag kom- WM, die Diskussion über diese Fragen wird sobald nicht von der Tagesordnung vxrschwinden, und wenn sie schließlich zu keinem Re- snliate fuhren solitr, so kann ich mich damit trösten: iu magnis 70- ]UiZFS gat &i,

Wir nebmewdie Initiaiive, die bin ick) fest critsckoloffen so weit diircsyzusubrcn, Wie meine Kräfte und amtlichcn Attributioncn dazu ret en.

Der Plan isi ja in dem Aktenstück, was hier vor mir liegi, nnr unvollkommen iktzziri, rind ich habe darauf gerechnet, daß die Dis- kusficn idwobi iibcr diei e Geseye, als auch später über das Unfall- verfiwdrxinggzssex, dre Gelegenheit geben werde, diese Skizze writer auszuiudkcn._ Matuial für die Kritik ist ja, wie irh das eben ge- sehen babe, ]cbowbinreicbrnd Vorhanden.

_ Wenn ich _mick) deSAuSdrucks .Reicbßregierung' wiederholenilicb bcdrrnr, „so mus; man'sicb darüber verständigen, was der zu bedeuten ddt. Ellie Vicxchsrrgtcruna im Sinne der Landeßrcgirrung haben wir nicht; i(b _Veriiebe und ich accedtire den Ausdruck nicbt seiner logi- schen RiÖUÜkéik wcaxn, sondern seincr Kürze wegen; unter „Reich- reaierung" ncnne ick) den „Stab' ch Präsidiums, also die Beamten drs Kaisers„ den Kanzler mit Allem, was zu seinem Rsort, Neböri, aber ick) begreife darunter nicht den Bundeßratb. Wxxkn ub vokn dessen Besckoiiisien spreche, so würde ich mich des Aus- dru-cks „drrdundcw Regierungen“ Bedienen, die in höherer Potenz die Re:wkrcgierunrbilden, namentlich soweit es fich um die Legislative birndelj, iwd bei dem erwähnten Bündel von Beamten ist ja nur di? Exckixiwe x_ud cine axwiffe nothwendige Znitiaiire dcr Grieß- (];-buy,], i::wwcit das Prziiidium im Bundesrat!) damit bctraut i!,t, Fulregt iiiir daran, dicjcn Auxdcuck ein für alle Mal klar zu

? cn.

_ Ick. babe vcsn der Rede des Hcrrn Abgeordneten den Eindruck, da:: er YeniliQ in den wesentlichsten Zwecken, die i-b verfolge und de die 4eLfichrikt ,als Ziel auiitht, mit mir einverstanden ist, und "?"".kki '«Ocnkscbl'ikt von einer anderen Seite kämc, so würde ste milch! twc_mildcre Bcuridciluna eriabrcu. Es Weins mir, das; icin iirti:"_ii_iii*rr djc_Sachc beeinflußt ist durch den Umstand, daß so_ zwccimc."'ixr'1znd ncbtiar Ziele den einer Seite aufgestellt wrrdcn, mit der cr rolittiw zufaiitg nicht im Einklanz geblieben iii; iki) mdÉte sagztr: rr Zönnt ua,? das nicht, Wir werden uns aber idqxiircd ert trre machen laffcn, wir werden es ruhig weiter " ren.

_ __Ter Herr'Vcrrcdner hat nun zunächst, um die Denkschrift zu kriitiircn, weniger _1bren Inhalt angegriffen, er bat uns zugegeben, dax; dre unir'rsten dtrekieg Steuern abqeiwafft wcrdrn müßten, er hat urs Jugrzcl'cn,.kaß gxwine indirekte Steuern wünschendwetib wären, tt_bat _ "*:rtn i_cb ibm gcrn rccdt nebe _ ien TJBak und die (5,5:- trankc _alx bnurtiacblixb aceignetedichnstände zur indirektcn Besteue- runx: binaritkkt _ aiko in dem alien sind wir ja einig und er hat ctwak- kümtlicb die Momenie bcraudaeincdt, die und trennen. WM" e_r_ bei den (Iciränken nur den Branniwein und nicht in gieicbcr „robe das Bier acceniuirt hat, so kann ich darin nicht mit ihm «ichen. Bieber ist 'das Bier in dcr Bestcuetung wesentlich im Rück- stan_de .:exen Brnmrlwein, und mcinco Erachtens sollte das Bier r-rbaltt'iéwääig b'cber kcstcurrt sein als der Branntwein, denn ck ist verglcicbdwetic ra5(5*c:tänk einer schon mehr wohlbakendkn Klasse, dc" *."rar'niwcin aber ist das (Jeirävk des berühmten armen Ykannek. kam der Hrkr Vorredner weit ins Frld geführt hat, iwd es ist der L*:nvntrrein ein (Yieiränk, weiches dcr'Ilri'eitcr nicht immer entbehren kqnxi. Ich weis: nicbt, ob der Herr Bortcdnet (Helegenbeit ntbabt dat, Öfkcr Ynkkk kaitsr körperlicher NUÜUUKUKK bei schlechtem Wetter mei!- tcre Stunden lang im Freicn snd cncrziscb zu bewegen, und rran bx'tc Winde über die Erde streicben, ich glaube kann würde er wir zuzeicn, kai; der Branntwein ron demjenigen, drr auf solcher bartenUrkcii minim ist, wcniget leicht eaibebrt werden kann als das Bier. ch kad: rie aefupden, da?"; der Arbeiter bei der Arbeit, wenn sie schwer wurde. mit kavetisikcm Bier sich etbclte, einmal weil er zo nicht kam _ es ist das Geiränt des Woblbabenden im Ver- alricb mit kinn _ [ind zweiiens hilft es ihm nicht nach Bedarf. W753 wann der Herr Vorredner es je versönlicb versucht däm, bei d:";crn Welker em STwadt auf einer Wiese auch nur einmal zehn Swim [an: zu mähen. dann würde er, glaube ich, auch einen tüch- tigen Srblvck Vtmnitrein, wie der Arbeiter ibn nimmt, wenn er ricielie Leiinn'a knnreriiacb in eincm Taae macht, nicbt derachten, Txtt tilt! d.:o barnisÖe Bier nicbt, kak Bick macht im Geacniieil naar, aritatd die Nerven nnzoteizen; es hat außerdem den Fehler, rrm raticraickcnrmiiktm Sjandpunft: es ist ein Zeittödter; ce wird

Es isi damit ja offen ausgesprockpen, das; diese Denkschrift '-

ke'z urs Deutschen mit wenig so viel Zeil iodtgesÖlagZU, wie mit Biertrinken. Wer beim Frühschoppen sist oder beim Abendjcbopden, Ukid (iar noch dazu raucht und Zeitungen liest, hält sicb voll aus- reichend beschäftizt und geht mit gutem Gewiffrn nach Haus, in dem Bewußtsciu, das Seinige geleistet zu baden.

Branntwein hat in keiner Weise diese Wirkung, und lassen Sie den arbeitenden Mann wählen zwischen Wein, Bier und Branntwein, so wird er den Wein von Haus aus zurückschicken, er ist an dieses Geträ: k hier zu Lande uicht gewöhnt. Das Bier, wenn es r-icdt zu bitter ist, namentlich das etwas mousfirende, dünne, durstlöscbende, wie es unter verschiedenen Namen geht, wird bei körperlicher Arbeit mit großer Dankbarkeit angenommen und getrunken werden. Das

augcblicbe bayerische Vier aber macht ihn müde, schwer, namentlich in der (Gestalt, in der es fast liberal] da zu Tage kommt, wo die Srirrogate nicht, wie in der a::ögezeichneten bayerischen Geseygebung, abxoint und Bei Strafe verboten sind.

Wenn ich so viel für den Branntwein ansübrx, so bin ich doch voliständig bereit, beide Gegenstände steuerlich fester in Angriff zu nehmen, und viel fester als bisher. Aber ob das beim Branntwein gerade in Gestalt einer höheren Brennsteuer oder Maisebsicuer gxsrbeixen sol], das weiß ich nicht. Die hoben Einnahmen aus den Getränkesteuern in Frankreich, die noch auffallender sein würden, wenn der Herr Vorredner spezifizirt hätte, wie viel davon auf Branntwein kommt _ ici) Weiß ira Augenblick nicht. 180 oder 280 Millionen Franken, es ist" aber ungefähr eine dieser beiden Ziffern (196 Millionen), was blos der Branntwein an indirekten Steuern in Frarikreicb eindringt, und dabei zahlt er nicht einen Groschen Brenn- steuer, sondern das Alles wird durch eine Steuer erreicht, die erst, nachdem das Fabrikat f e r t i g ist, von idm erhoben wird, hauptsächlich in ähnlicher Art, wie in Amerika der Tabak besteuert wird, so daß das Produkt Von dem Augenblicke seines Entfiehenß bis zur Konsumtion von der Sjeuerbebörde nicht aus dam Auge Verloren wird _ es ist das eirxr unbequeme Sache, aber sehr ergiebig. Der Herr Vorredner bat «lw sehr unrecht, die Regierung anxuklagen, daß sie den Brannt- wein etwa verschonen woÜte, cr hat auch, glaube ich, sehr untecht gehabt, durch das Organ seiner Rede hier die Meinang verbreiten zu wollen, als ginge die Tendenz der Geseßgedung dahin, den armen Mann zu bilaften und den reichen zu entlasten. Ec vat auch _ ich will keinen barten Ausdruck gebrauchen _ die irrtbümlicbe Angabe gemacht, als würde die Branntwein- und Erbschaftssteuer von der chieruna absichtlich nicht in Angriff genommen, Nun erinnere ird daran, das; wir die Brauntiveinsteuer in Form der Licenzabgabe an den Bundeérath zu bringen versucht haben, daß wir dort aber auf Widerstand gestoßen firid und auf den Wunsch, es lieber in Form der Landesgeseßgebung als GeWerbeabgabe zu ibun. Das Be- dürfniß der Uebereinstimmrrng mit den Verbündeter: Regierungen hat und diesen Ausweg annehmen lassen. Wir haben demnächst die ent- sprechende Stcuervorlaae in dén preußischen Laridtag grbracbt, von dem ja sehr viele .Herren dier silZen. Sie werden also wiffen, welches Schicksal dirier Vorlage geworden ist. Ich kann mich im Augenblick nicht befinnen, ist sie, iodt gelagert wordcn, ist fie in dem Audscbuszkrlier begraben oder ist sie abgelehnt worden, jedenfalis aber kam nickts dabei heraus. Ich führe das nur an zum Beweisr, wie ungerecht die Behauptung ist, als wenn wir uns fürchteten, den Branntwein anzuiaffrn, wie ungerecht die Deduktion ist, als ob wir dieses Getränk des armen Mannes höher zu basteuern uns scheutrn; dcnn bei Branntwein wird wahrscheinlich bei der verboiähnlicben Veronun-g der Einfuhr die PrciSerböhung den armen Mann als Konsumenten treffcn. Zn Rußland kostete zu meiner Zeit das Quart, ich weiß; nicbt, Branntwein oder Spiritus, etwas wie “25 Silber- groschen nach unserem Geld, umgerechnet die Courßdifferenz. Das wäre für den armen Mann ein hoher Preis, da er des Branniweins, wie gesagt. bedarf, im mäßigen (Grad: zWar, aber doch zur (Ernäh- rung bedarf, ein kleines tägliches Quantum, da seine Mittel ihm bayrisches Bier und Wein nicbt gewähren.

Ferner hat der Herr Vorredner angeführt. daß wir die Erb- schaftssteuer nicht in Angriff genommen hätten. Ja, meine Herren, ich bin nicht Finanz-Minister, ich habe seit vielen Jahren die Ent- wickeluug der Stempelstmergcseygebung befürwortet und der Herr Vorredner hat auch darin „sich in einem Jrrtbum befunden, Ich möchte ihn überhaupt bitten, - da cr doch sonst ein so scharfer Jurist ist, nicht so viel auf den Jadizienbeweiz einzugeben; er würde gegen keinen Schurken von Verbrecher so viel Jndizienbeweis anwenden, als einem Minister ?egenükek. Dai! aeringite Iridizinm reickot bin, um einen Minister tn bedenklichen Licht erscheinen zu lassen, Was er einem balb überführten Verbrecher gegenüber aus richterlicber Un- parteilichkeit ignoriren würde. Also die Anregung meines früheren Herrn Kolicaen Campbausen über die Stempclitcuer _ er ist leider in dieser Versammlung nickt anwesend, aber wenn er anwesend wäre, würde ich auch sein eigenes Zeugnis; provozircn und das Ergebnis; da- von würde sein, das: jede Anregung einer Revision der Stempel- steuer, so lange ich Minister bin, auch unter drm Minister Bodel- schwinqb eniweder von mir ausgegangen ist oder meine lebendiiiste UnierstüLun-z gefunden hat. Ich kann die einzelnen Vorsänie _ ebe der err Vorredner seine Rede bicit, bat er im Mm! durcb- ncscben, ich aber nicht _ nicht in mcixiem etwas überlasteten Gedächtniß debalten, icb kin abcr gam gewiß, weil ich meiner eigenen Ueber- zeuguna sicher bin, daß ich jederzeit auch die leiseste Anregung, der Strmpelsieucr näher zu treten, stets grundiäylicb geschont, gepflegt und gefördert babe, und daß die Anregungen dazu meistens auf meine Jnitiativx und auf meine Einwirkun auf den Finanz-Minister zuriickzufiihren find. Ankh da hat der Zell Vorredner mich wieder in' ein übles Licht verscxt, ohne daß ich es verdienx, und ich hoffe, seine Gerechtigkeiwliebe, da er jr doch Jurist iit. wird ibn be- weren, das zurück- und kon mir abzunehmen und iclist einznxesteban, da er wieder etwas durch seine wriitragende Stimme in die Oeffent- lichkeit gebracht hat, was mit der Wahrheit nicht übereinstimmt.

Der Herr Vorredner bat die Franc aufgeworfen, wozu wir die perten Steuern überhaupt wollten. Ich habe fie in einem Punkte, indem [ck das Zerrbild bc eucbte mit dem er schloß, sckon beant- wortet: für Zwecke, die diesem ?KÜÉUQK noch nicht vorliegen, für die wir uns abcr bei Zeiten 'die öffentliche Meinung sicher stellen wolien, und wir baden auch die Abfich, den Wählern damit zu sagen, wer für diese Zwecke, die wir hier apgeiübrt haben, den Gcmetnden, die Scioullasien, die Armcn-, die Polizeilaitcn und die Siandedlasten zu erleichtern, wer für den Zweci dcr Altero- und Invalidenverior- gung wirken will, wird wobl thun, Jemand zu wählen, ron dem er erwartet, daß er die Bestrebungen der Regierung unterstützt, und wir ron den Wählern dad nicht will, der wiid allerdings wobl ibun, wenn er Jemand wählt, der den Widerstand der Fortschrittxvartei gegen die Regierung unterstüßt. Taß wir darüber den Wählern Klarheit geben, ehe die Wahlen kommen. und recht bäufiz und rea): o_ft. _dav [mite ick) nicht nur für das Recht der Reaitruna, sondern fur die Pfiicdt der Regierung; der Wähler hat ein Recht zu wissen, wohin die Reaieruna hinaus will, und deshalb wollen wir das, wie man sagt, reeht breit treien, damit für chcrmann verständlich und ilar wird, wie wir denken. Wer einen Bedarf an mitder Regierung unzufriedenen Wablern bat, w:o neulich ein großes iüddeutsebts Blatt sia) aukdtücitt, wird im Großen an den direkten Steuern fest- halten tronen, wer dahin sind!, das: in der Bevölkerung Zufriedenheit betriebe, det wird mehr für die indirekten Steuern sein, Es stellt sich das praktisch und in der Erfahrung dem“ und ich brauche die psychologischen Gründe nicht zu entwickeln“ wet Opposition macht. der braucht Unzufriedenheit in der Bevöl erung und wird Mittel finden, sie zu erte en, indem er die !iicgietuna alo unfähig, als likel- woliend vnd rieüe cbt nur als unzeschickt darstellt, und es ist die!! in allen konstitutionelien Staaten der Fall, aber man sollte es der Re- ?iernug mn rzicbt verdenken, wenn ie ken eniaegensttdmken Einwir- ungm eamuber aucb ihrerseits der Bevölkerung Klarheit zu ver- schaffen acht.

Ich komme nacb auf den Vorwurf des Widerspruchs zurück den mir der Herr Abgeordnete emarbt kai, wenn er sagte, daß die Ötnk- s(kriit ken Vorlagen wider precbe, indem die Denkschrift ali: direkten Steuern vrrurtbeilt. Da! ist nicbt tiwtia, er selbst bat die Stellen

direkten Stelzern abzuschaffen. Ick darf mich auch darauf berufen, daß ich bei einer früheren Eciczcubrii, einer der ersten, wo die Siever- frage bier znr Sprache kam, ein etwas weitgehendes Zukunfts- programm, was angeblich ron anderer Seite als Zukunftkmusik be- zeichnet worden ist, vorgetragen ha§e„ indem ich immer mit vor. behielt, die Einkommensteuer als ein Anstandsbedürfniß für die wohl- brrbenden Klasi-n in irgend einer Form beizubehalten uud nur dabei emen Unterschied zu macher: in ukunft zwischen demjenigen Ein. kommen, welches durch Arbeit, Unternehmungsgeist täglich erworben werden muß, und zwischen demjenigen Einkommen, wslchrs die Natur: einer Rxxite hat und entweder aus nicht selbst bewirtbsckoaiteten Grundsiucken als „regelmäßige Pacht fließt oder lediglich die Mühe des Cdudonabscbnerdrns bedingt, Und namentlich die le tere Klaffe des Einkommens ist bei URS in dem Maße niedrig beteuert, daß darauf die Klagen des, Herrn Vorredners, daß die Lasten den Reichen ersxart und dem gemrmen Manne aufgewälzt Wükdkki, im Höchsten Maße Anwendung finden, denn alle diejenigen Arien der Besteuerung des Einkommens, die gerade die reichsten Klassen, die Covpon schnej. dcndezr Klassen treffen, smd in der Regel, meines Erachtens, wie es am!) m der Nalin: dieser Nedenuen liegt, die nicht aus einem offen an der Sdnnx liegenden Feide stammen, sondern schwer erkrnnbac find, zu niedrig veranlagt, und da erwarte ich noch eine Fundgrube, sobald ex! gelingt, das, System der Selbsteinschätzung mit evrniuriien Konventmnalstxafen emzuiübrrn, die ich kaum für nothwendig halte, derm so sesbr haufig, wie die meisten Finanz-Miniiter annehmcn, sind bei uns die gebiidrterr Leute nicbt, die für Geld lügen.

Csnmuß früher nredrdrr FaQ. geWescn sein, sonst würden Unsere Zoilioeborden nichr so angiiitck) sein, Wenigstens Männern gegenüber nicht. Ich muß sagen, ich habe don Jugend auf, so unbequem es mir war„ an drr Grenze auf die Fraue: Haben Sie eiwas Steuer- bgrcs ber iich? me eme Uxiwabrbeit über meine Lippen bringen konnen€ so unbequem es auch war, und ich glaube, so wie ici) füblrn dix meisten Leutr. Keiner wird sich der Urbrrfüerung der Unwirhro hett ausießen.

In den ansestädten funairt dieses System mii großer Artern- kenriung und „wird, wie ma_n sagt, mit großir Gcwisienbasti-zkcit aus- gefuhrt und ich glaube, da?; wir unieren hanseatischen Landsleutrn in dreier Geivtffenbaftigkeit keinen Vorjvrung lassen würden, Wenn es aeiakige, dahin zu kommen. Dann aber bin ich überzeugt, daß die Einkommensteuer noch neUr Quellen fiüssig macben wird, die bisher uribeka'ririt-Jeblieben sind. Ali:) Wenn der Herr Abgeordnete dafür rnit mtr tbgtig sein will, daß das Eiiikommru aus Coupons höher besteuert wird als bisher UND “dadurch der arme Mann erleichtert, dann wili 167) sehr. gern Hand in Hand rnit ibm geben. Dar Wider- sdrucd ist dadrr mrdt vorddrider, der darin läge, wrnn ich cile direkter: Steurrwadicbaffen woiiix. _Mcr schwrben überhaupt so gewaiitbätige- Emiscd'itcßungen, als ob nackyiten Dienstag Wies anders sein folie, durch- aus' nicht vor. Das Progrmnm, welcbxs iw babe, isi ja nicdls Neues, LJ ist 5 oder 6 Jahre, seitdem irv iür dieses Prosramm öffentlich aufaeirctcii bin, und Sie fönncn daraus sehen, Was cs mit der All- mgchi, die man mir in mrnisiérielien Dingru znsrdrcibt, anf M) hat. FuzifIabre babe ich gekämpit, babe mituntcr die Anrrkenr.ung im Prrnzxd brkc-mmen: abcr (!!?-„.',LÖWÖTLL'MQFSU ist nacdixr die Sache, die max) uberbdurt mcht wollte, abgelehnt worden und in irgend einer Werse zu. Waile gekommen. DcrHerr Vorredner bat gesägt, daf; ibm bekaynt 1ei, daß dom preußischen Finanz-Ministerium ein Aktenstiirk vorlage, Was dre weitere Ausbildung oder Ausdehnung _ das weis; ich nich: _ der direkten Steuern bezweric. Ja, da ist er über das, was i'm Fixianz-Ministcrium dorkommt, [*eiier unterriédirt als ich. Mir isi dieses Aktenstück eimtweilen nicht bekannt. Es- kann ja 3. B. die Neforw der Einkommensteuer betreffcn, cs kaun auch sein, das; zwischen meuxem Koliegen im preußischen Finanz-Ministerinm und wthodalitaten der Ynsrckot entstehen, die nachher im Staat?;- Mrmfteniim sick) beschlußmaßtg ausgleichen; aber ick) weiß von diesen Sachendbcsbxr nichtßz ich weiß nur, daß die preußische Finanzveiwxl- tung rnit mar beispielsweise darin einverstanden ist, auf Abstellung drs Schulgeldes, soweit es übxrkaupt noch erhoben wird, hinzuwirken, mcbt nue mi! Rückjrcbt aui dre Gemeinden, sondern auf die Steiiung des armen Mannes, um diesen und die barfuß gebenden Schulkinder, die das Schulge1d bezahlen müffcn, zu erleichtern. Wenn Hr.Lasker diese Schulkinder, zu den reichen Leuten rechnet, die entbindet werden sollen, 1311: umb armerexr diese Last aufzubürden, so glaube ich, geht er darm doch zu weit. Was ich bauptiächlicb an den direkten Sterner" druckrnd finde, das ist beispielßweise vor allen Dingen die Mteibssteuer in Berlin, die müßte meines Erachtens abgeschafft und die Gemeinde in den Stand aesedt werden, diese durcb ihreGemeindcmit- glieder selbst und durcb ihre berechtigten Organe als ungleich wirkend an- erkannte Steuer durch eine andere Steuer zu ersetzen, und in dieser Be- ziehung igorccke ich aucb, vor dem Außbülfswiitel der Staatsbülfe mcht zuruck, nur denke ich mir das auch nicht so kindlich, wie der Herr Vorredger eo schildert, daß die Stadtverwaltung von Berlin in den offcnrn (Heckel des Finanz-Minisiers bineiugrcift, sondern ich derke mir, daß lin Budget ipezialifirt derart:ae Fälle vorkommen, daß die Ge- meinden, dre d:rmökic ihrerbesonderenVcrbältniffeAnsvrucbdarauf haben, so und so vielZu Guß von der Staatskasse haben, ohne ihre Selbst- verwaltung und ihr Vcrfügungérrcbt in Bezug auf diese Zuschüsse anzufrcbten. Eine Siadt wie Berlin leistet mehr wie andere auf staatltwem Gebiete. Leistungen, die ihm Natur nach nicht kommu- ncrle Leistungen find, die aus einer gewissen finanziellen Plusmacderei fruher den_Gcmeindeu in diejer Ausdehnung aufgebürdet sind und die dem Staate zur Last fallen sollten. Es sind diese staatlichen gerade diejenigen Lasten, die zur Uebcrlastung der Gemeinden geführt haben, und ich glaube, das; viel: von den Städten deshalb auf einen Staatsiujcbuß Anspruch haben, und das könnte geschehen durxb ria Pausck'quantum aus den Zu überweiienden Steuern _ wozu also in Preußen ;. B. 'die Grund teuer und die Häusersteuer gerechnet wird _ die Urbrrwxxsyng kann staaidbudgeimäßi gescheben oder provinziell oder beztrköniamg odor sei es in den keincren Gemeinden durcb Kreistagsizeschluß und Brratbuna, je nach ihren Bedürfnisjen, aber Alles najurlicb öffexiilicb unter Konjrole dcr Oeffentlichkeit und obne

Durcbstecberei und mit mögliäzsiechrbindcrung, daf; irgend ein Ring fi-b bildet, welOrr dix Dinge nach außen reckt und der öffentlichen Kritik entzieht. Die Hauserstcucr und die Grundsteuer haben die Eigen- ibümltcbkeit, __daß ,fie sicb oleicb der Mietbosteuer nicht nach dem Vermögen dcmen richten, der fi: zahlt, auch nicht die Absicht haben, dies zu thun, fordern fie besteuern brutto das Objekt, aus dem der Steuerschuldner seine Revenüen zicht, und deshalb bin ick) der Mei- nung, _sie soliten wenigstens keineniallo den Maßstab für irgendwelche Zuschlag: bilden. Ick babe niemals _ und das ist wiederum ein x_rttbum, „den der Hr. Abg. 1)r. Lasker öffentlich verbreitet bat _ fur Verminderung der Grundsteuer gestimmt, nicht um einen Heller. Ich _bin von der Ueberzeuquna auweganacn, die ja vielleicdtirkibüm- iiw tit, daß die Ungerechtiakeit, dic bci der Veranlagung der Grund- steuer'vorgegaugen isi, die beuti;c Generation nur wenig, manche ar nicht. in verkauften Gütern u. s. w., berührt, die Grundsteuer at eine Belastung des inländischen G:!reidco und Brodkornes. ihrer Nakur nacb. Tas Anbauen des inländischen Kordes wird durch sie veribeuert, während das ausländische nirbt besteuert werden soll, das ist so die Logik der Herren, die die Zölle bekämpfen, abet die Grund- steuer völlig aufrecht erhalten; demnach gehöre ich zu denen, die die Grundsteuer nicbt vermindern wollen, und diefe Ueberzeurnug ist in

regierenden Kreisen*all?emein; wenn ich fie lbeile, so ommt das nicbt kabet, ' weil ch : objektiv für richtig halte, aber daher, weil ich gerade en Entiteiinnaen, die sich an solche

Dina: knüpfen. keinen Raum rden wiil, weil ich die Möglichkeit abschneiden wiki, das; sogar so iicticitiiicixiiz: Leute wie der Fr. Aba. Lasker in ice- Itttbum verfallen, eo bciieb: bei uns ein Ra en- und Klaffenkamrs. den gemeinen Mann in Steuerfragen unter die Füße zu treten und von seinem Schweif; die reichen Leute, namentlich die so ver- raßtcn großen Grundbesiver, reich zu macken. Diese Entstellunzen find es, die ich befürchte und weil ich die Neigung zu solchen Insinuatioam gerade gegen den Grundbe P in einem großen Theil unserer koliiisiben Welt, in den mi m derjenigen, die keinen gro en Grund- efiy baden, aeinndcn babe, bade ich an! politischer Vor icht, nik,“:

angeiübtt, worin gesagt ift, daß to niert !icAksicvt sci, rlépiiO alle

aus U:!“ttchgung, im Staato-Minisierium sirw etkiärt: ich willige

in kein e Verminderung der kestebenden „Eriindsieuer, aber ich der- lange, daß fie wegen der Unverbaltmxmdßigkeit, in der_fie zur Leistungsfähigkeit des Zablerß stedt, aufbort, Maßstab fur Zu- s cbläge zu sein; dadurch wird die glte Ungerechtigkeit in jedem Jabra neu wiederholt, und ich wunicbe, daß anstai't dicser Zuschläge eine Hälfte der Griindsteuer oder _ mehr, xe nac];- dem das Brdürfniß ist, den Provinzen und Kreisen und mit_ 'der Hauéfteuer den Stadten übxrwteien _werde, _ wo. auch wixder der Grundeigenthiimer das Steuerdbxekt fur die Vescblirxzen- den bildet, die es zum oroßen Theil nicbt find, und für dsn emxu- freien, halte ich für kein Verbrechen. Der Grundbesiver ist im Gauch, wenn fie auf unsere deutsche Geschichie zuruckdenken„ein Siarid von gutem und ebrbarem Ruf gewesen und er hat seine Schuldxgkeit ebenso gut gethan, wie die Literaten, wenn ich xine ._Kiaffe „unrer diesem allscmrinen Aaédruck begreifen karin, er hat in keiner Leistyvg znrückgesiandcn. er hat in Krieg Uvd Frieden dorzugsweise die Laim: getragen, er besteht 'nicht blos ars reiében Bancrn, er bestrbt gmx) aus armen verschuldeten Bauern, er beßedt (ruck) aus den kleiner: Besitzern, von drnen ich wünschte, wir hatten tire): vic„l_m:br als wir baden und die mit ciner anerkennenSwertben Zabigkrit an dxxn Hause und dem Grundbesitz bängrn, den fie haben und die. »»an ste auch nur minimale Beträge zahlen, dock) unt Grund: und Hcmicr- steUer, ohne Rücksicht auf Schulden, belastrt find, "wdrm sie, glaube ich, soÜten erleichtert werden. Also! um diese Moglichkeit zu babrn, nicht «der zur "*ermindcrunß der O_rundsteurr der großen Vefiycr, sorxdrrn zur Ueberweisung e_inrs Theilß derselben an die GUUÜMM und Verbände, darvm wüniche ici) die Einnabwequeüen dei? dieicds und in Folge deffea die Herauszablimgen des Reichs cm die emzrlnen t aten U Vermehren. _ S aWetrrzi dcr Hrrr Vorredner sagt, daß die Webrsteurr mit- der Vorliebe in der Denkschrift für die indireiien Steuern im Wider- spruch stände, io gebe ich das zu, es ist aucb'in der Denkiidrist em- pfnnden, aber zugleich gesagt, daß ebenso wenig wie dre Eiiikwmmden: steuer der höheren Siände abzuschaffen ist, der Griindiaxx mw); üdrrali anwendbar ist: „keir-e direkten Sieuern!" zu bebaitrn. Wil“ wissen nicht, wie eine Aquleicdnna, zwrscbea dem, der m:_ HFW dienen muß, und dem, der ni-Fxt zu dienen brduwi, anders zu irdairen ist, und der Unterschied ist dock) in der Brlqs11g_ung zu Gridsrrp drs Staates ein großcr, Halten _Sie diese drxtrtbutwe GercOilßiéiTLin nichr angebracht oder nicht erforderlich, nun_ gut, darm werdcn Sl? fie ablehnen, sie hat mit der Tizeorre dchÉ-xteizern' nichts zu thun, sie ist nur die Außgleiédung cinerMLast, fiir dir rcd emen andchn Weg nicht finden kann. Finden Ste LMM anderen oder woilkzi Sie gar nicht angicicsis'en, dann ist es ja atari) gut, dann werden wir uns in nden en. _ _ darcDefÉ Herr Vorredner hat ferner die Ausfuhrungen bemängelt, die in Bezug auf das indirekte AufkommZn in anderen Stadien ge- macht smd, Und er hat aus dem Vcrdaltznß der anderen Stadion nachzuweisen versucht, daß diese Mkbk'jndik,(kté Sieurrn braucdien, als wir. Das mag ja (mib ganz richitg sem, sie haden ja nicht Schulden. Es hat durch _ dicse Tabeiie uur Nachgewtesen werdcn folien, das; eine indirekte B:!astung, ww fi; don m_is erstrebt wird, durchaus keine übertriebene und keine urinxoaiiche iii. Ick lege den meisten Wkttb auf das Beispiel and den' Landern, wo der Kodfrm Durchschnitt weniger wohlhabend sem wxxd, wie tm Deutsvdexi Reich, also auf Rußland, ick) Zlaude auch, wir Konnex; sagen, auf Oeiirrrercd und Italien, daß die 11030 eine erheblich (where Last an ixidirektrn Steuern Tragen, als wir sie erstreben. Sie Werden natiirlich air Steuer nur tragen, was fie für den Staat brcruchcn, aber auch wn: werden uns sicher nicht höher belasten, als wir es brauchen, und deshalb steht meine!) Crawtens die „gaaz: "Argrzmentatton, die der Vorredner darüber entwickelte, da:; dre Verbaltmßrgblcn io nicbt wären, daß die anderen Staaten aucb direkte Ste_unernfhgtten _ diese ganze Argumentation steht meiner Ansrcdt'nach doliitandtg m'der Luft. s1e trägt gar uicht die Frage, die hier vorliegt. Die Frage rst die: was brauchen wir, und nicht: was braucht Frcrnkreich? Daß wir mrbr wie den Bedarf erheben werden, daß wir die Steuern_ibesaurrren werden, deffen hat uns auch der Herr Vorredner nicbt iabtg (icdqlten, obschon er manrHes Andere von uns zu erwarten scheint, worin ker uns Unrecht thut; aber daß wir mehr erheben werden„ wie _notdig, davon ist nicht die Rede, sondern es fragt sich bei uns" cizmiai: brauchen wir das, was wir in Aussicht nehmen? Ist es nuxxltrd, es in Aussicht zu nehmen? Wenn wir es brauchen, wenn es nuyiicd ist, wird beschlofien Werden, das; die Summe aufgebracht werden 1011. Dann fragt es fich weiter: wie soli sie aufgebracht werden? Etwa durcb Zuschlag zu den direkten Ste_uern? Der_Hcrr Vorredner schwa dazu nicht übel Lust zu haben, er 1a te,_wie waren noch lange nicht so hoch mit direkten Steuern elaitet wie andere; Nun, ich will darauf nicht eingehen; boch aenug iii es, vulietcdt in_r Jemand,- der, wie ker Herr Vorredner, soviel rä) weiß, Weder Grund- noch Häuscrsteuer zczdlt; das gebe ich zu; akker iur für Jemand, der mit dieser Doppelbexicuerung bctrdffen wird, dxe ciri- mal in der Grundsteuer liegt, zweitens in der Einkommensteuer, r',: daffelbe Einkommen, was er aus dem Grundbesitz bekommt und w.;s er nöibia bat, um seine Grundsteuer iu zahlen, nochmald trim, wenn aach mit einem geringeren Prozßntsav, auch selbst dann, wenn das Erundeinkommcn unvrrscbuldct ware,_ und der Haukbesikcr, der noch außerdem die Häuser versteuern muß, die zur Ausbeutung des Grunddcsiyes unenibcbilicb sind, wenn kixse'dreisocbx Besteuriung auf dem Herrn Vorredner lasicte und er personlicb iti Uriemweitcrcn Kreise kontriduabel wäre, dann würde er de::d vtclieicbt qiicb dgs Gefühl haben, da es bei den Wahlen nicht nuvlicv sem wird, fur Erhöhung der dire ten Steuern ciitre_ten zu wollen. Ich wenigstens kann mich dazu nicht verstehen, ich wurde glauben, daß dj_e Regierung dann bei den nächsten Wahlen vollständig durcbxalien wurde, wenn sie ein solches Programm aufstellen wollte.

Ick stage also nur: seil dgs, was wirébtaucbcn, "durch direkte oder indirekte Steuern ausgebracht werden? und ich [*in da nach den Argumentationen, die in der Denxscdriit enthalten _smdFm keiner Weise zweifelhaft, daß es nur durch iridirckte möglich iii. 4er Herr Vorredner bat bestritten, das; die indirekten Sixuern sie!; 'ilYI Niveau seßeu, sich vertbeilen, mit andern Worten. kak: fie akburden. direkt, oder auch auf dem umgekehrten Wege, so daß chcr'dad. wa) ibm am uotbwendigen Lebensbedarf rcrxbeuert wird, auf die Paare auiscblä t, die cr selbst berstcat, rcrkauti, oder aui die Arbeit, die er selbst leitet; ebe er überhaupt bezahlte Atbrit annixnmtx wndßer iebcn, daß er dabei [u lekcn da!, und wird iewc Arbeit 11 (hi wc_,l- feiler betgcben, als er dabei bestehen kann; es kommt daher in Ber- dältniiien, die man überhaupt kennt und übersehen kann, nicht_ dcr, daß an Hunger Jemand gestorben ist. auch nicbt, daß Jemand diciem Verhältniß nabe gekommen wärt. Wenn der thr Vorredner der_- nieicben nachweisen kann, würde ja; daraus nicht ichiießcn, da:; die Zöiie aufgehoben werden müiien, so_ndern daß)“ Gemeinde an- aeiaßt werden muß, die ihr Armentccbt jo vernachlassizt, und daß die Zoiiqcse gekung so eingrriibtet werden muß, daß die Arkeiikidbne mb erbxben. Wie sind ja Wie in der Lage, und zum Tbt!l_ recht [an e, um zu wiiien, was un] ein Paar Stirfel kosten“ ich erinnere mi , daß ich vor 40 bis 50 Jahren für em Paar Stiefel, 3 _l'ts 4 Thaler bezahlt habe, heutzutage bekomme ich dieselbe Arbeit nicht unter 8, mitunter nicht unter 10 Tbalern. Ist nun. da! eme Phan- tasie m Schuhmachers, ist das eine Etpreiiung, die er mir argen- üder macht, das; er mir 200% mehr abnimmt oder eine Abandetuna ieinrr Anklagen“? Und uebmen_€ie die Ausgaben, die wir AU: machen muiien: für Kleidung, in: Wohnung. _ isst du nicht Wie! in einer Weise estitgen, daf; heutzutaéé die Prei : mehr als ver- doppelt nd? ober kommt dad? as kommt nur daher, das; der Seba macher sagt. ich liefert Ihnen ein Paar Stiefeln nicbt woblftiler wie da!, denn wenn ich laden win, muß _ich so und so viel für mich übri baden. und kein Menicb wird soeinialtizizin, darüber weiter z! bande n, Jeder wird die Rechnung; bmblen. wte_rr e für seine Stiefel bekommt. Die Tbaiiacte. daß die Preise fur (bud- Seua. Kleider auf 200 bis 300% zugleich mit den Bedütiuiffcn rer

andwetker gestiegen sind, wird mit jeder bestätigt], der ii! miner" iter ist. und zugeben, das: sie sich gan] ichlagend argen d.e Iberer: kek Vorrednets wendet, de die Wisienscbaft allerdings nicht lesen

kann, sondern 'die nur die Praxis lösen_ kann. Nehmen sie als neiteren Beweis, wie wenig die Steuer unt den Preiscnodcr Zehens- bedürfnisse zu thun hat: Als die Finanziers ir) den moser! Stadien den Fehler begingen, die Mabl- urid Sch1achiitcucr_adzuichaffen, „da erwartet? Jedermann, das; Fleisch und Brod woblrrricr Werden wur- den. Ich frag: Jedem, der in Berlin dxrnais und ]eßi gelebt kat: ist das Fleisch jeyt wobifeiler? Die Preislyten smd 1:1 zu „haben, aber eiiies ist ganz gewiß, es ist schlechie_r. Ick) bade vor ca. 30, 40 und 50 Jahren in Berlin Fleisch gcßeiien und habe es rnit Be- wußtsein iväier gegessen und ich dÜ-e dir Usbekisugung, urid ich bin ja ein bercckziigter Zeuge _ die Nadrung ist ickzlrchier geworden. Zit ieit Aufhebung ier M&dlstruec das Brod größer aeirorden und wodlfctler? _ tcd , sprccbe von der Z:it, wo der furchtkare Druck der Kornzöiie „now kilchs auf uns lasten, und wo das Korn nicbt wodlrciier _; rcd glaubxe JJQ nicbt, daß der Bäcker reicher wird, sondern es sind mehr Bagci: geworden, es smd mebr Metzger geworden, daran liegt es, cd imd nwdr aeworken, die leben wollen von dem, was fie erdeben_ zwtfwen drm Produzeutcn. dem Zwischenhändler urid dcm Kveriurnrntru. UélJTMÜ, wo die Steuer eine PM,)? Lücke [cer läßt, Wenn, 11: auf- gehoben wird, da tritt nicht immer nothwendig das Silikkki der Preise ein, iondern der geicbäitliäze Zwischenbandsl, der ein bkqucmcs Leben iüdrt, füllt die Spalten sofort und nimmt das Urberiidteszrnde für ie'mxn Vrrdiriist schneÜer in Ausdruck), als der Koninment Uher- l)aupt darauf kadimt, daß es eigentlich hätte wobifeiler ivxcderz iriien.

Ich bin darauf (xcfaßi, das; die Üdlicden Außfalie aiif dre ZoUe fich dit vori) wiederbolcn Werdau, urid irh mus; deshalb drs udlrcden Cinirär-dc dageden, die wir nur (LUS Erfahrungen, sammeln kon- nen, macken, wie ami) der Herr Vorrcdnrr, was Yiicb 'kaliké urid übtrrdsÖTe, sagic, dai: dic Wisienscdaft dirrbri voiistandm UU Stich läßt. (El) Handelt sicb nixbt um exakte W111enscdaft,_ so.:idern um Bekandiung von Organijthnen, Um lebendiße Körpcririiaiten, deren Wesen ebenso wenig von den Mexiirden _Kseztrt und crgrundct wordxn W, wie das dex; einzeinrn menschlichen Körvrrs VZV, den' geirhrtesirn Aerzren; sowei! das Auge dirireicdt, soweit dicixbirurgiextdat-g lit, haben wir gdw.; außerordrmiicbe "Leistungen, in der Drbandlung inrxerer Krankheiten aber smd m unserm! urid der Aekzie Bedarwrn dic Fortichriiie der Wissenschaft seit der Zeit, die uns die (Zsjäxichie zngänziich gemacdi hat, nur gcrinii gewesen, und deswegen “„U-,d KURO dic Arrzie mir die liebsten, die Erfahrung haben Und,» Raids zirdem, Wenn Six wollen Empiriker: wenn maxi fie bcle'tdigrn wii], wenn man sie braacbi: erfahrene aitc Herren, Urid io iirrs auch in drr Politik, in der Ikdiidiiaiökdrioxxrie, in der _Statijiik; dre Y_iiiienicdair ist da miiuatcr auf cxnerrr iehr Hoden Pferd?, „aber sie sieht den Boden nicht, auf dem sie reitet, und rrkcnnr ihn nicht.

JO Weiß11ichi, oi) W die sehr teiiIbaiizge" Sammlung vdr! Einwänden, die der Herr Vorredner macht_r,_ Lr1chcpft babe, adrr ,ich glaube es drinade. Die Preise der Gegenstande, vou de_nen wir Ulie Vcrmrbrimg der Einnahrmn künfti,r erwarten _ wo ,139 aijo x_rrit dcm Vorredner Über Tabak Ukid Gctränke vollständig einig biii, ban- gen Wir der Sieuer aliein nicbt aii. Ick) schrccke auch nicht vdr Cinnabmeq::eile11 zurück, wie fie fich in Amerikx ausdrn Zoiiexi m überrascbendem Maße entwickelt haben,. Dime, leideriiwaft'licbcr Schuxzöilner zu sein, “bin ich doch ein leidenscdgfilicbcr Jmaxtzzdiiucr Wegen der Uederzeuzung, dar"; die Finanzzoilc, die Grenzzdlle fastduéi- 1chlirsxiich vom AaHlande getragrn werden, ::dmmiixck) fiir Fabrikate, und da?: sie irxxxmr LiNL nüleicbc soxußzöiiiieriiidr?iiUck-“qirkuzxa haiben, imd kei der Eniwicklimg iixisercs Tarifs dixr rcd_ie1t rthiomrry jeder Modifikaticn dcs Tarifs nacb dcr andern sreil)_a_ndicrlxc.beii Seite _dm zu wikcxstredxn, und nach der Seite. des großeren QÖUYLI, einer höheren Revmur rcm Grenzzoli billsreich zur Seite zu 1texen, so weit mein Ein lu reicht.

Sie sfebén, daß ich aus meinem Herzen keine H„iiördergrudenumckze und den Muti.) meiner Meinung habe, was _cbenio unpopuiac ist, wie das Tabakßmonopol. Aber vor allen Dingen_ zlaybe rcd mrad dabei auf dem ricbiigen Wege zu befinden, um fur dre Regtrrchg mid für die verbimdcten Regierungen und deren GesIgchng, ww es meine Pflicht is], die Zufriedenheit des bestmerten 'olkcJÖU rritre- bei!. Ich finde es ja natürlich, das; die Förderndgdiesrr zufrieden- heit von den Gegnern der Rezicrmiz naa) Mrziicbkeit vcrhmdcrt und bekämpft wird; ici) kaun mich aber dadurch nicht aurdalren [affen und werde unbeirrt den Wrz grbzn, dcr durch dqs Programm der Denkicbrift, für Welches iw die _Vrraraiwortli'cdkeit uberncbme, gekex'nicickonrt iii. JCL;- werde für möglnistc Verbrcttung und Kennt- nißnabme und Aukarbriiuug dicicsKProgramms nacb alien Rixxurr- nen in der Presse und auch sonst Sorge tragen, urid werde dafur 10 viii Anhänger werden, wie ird im Lande irgend finden kann. Das halte ich für main Recht und meine PfirOt.

Demnächst nahm der Bevollmächtigte zum Bundesratl) Staats-Minister Bitter, wic wlgt, das Wort: _ _

Meine Herrrri! Dir Herr Wii,]; 01". Lasker ,ixat dcrbm dj_c _Be-

nrcrknng gemaÉ-t, das; ein von 12111! auSgeacbeileter Entwurf uber die Rewrm ker dirckten Steurrn in Preußen diamciral dcnxcmgerr Rnichauungeu cntgegexstebe, die der Herr Re-chxkanzlcr als die eint- en aus efü rt ba :. . , , s Ech m?:s; k)dies als durckaixd unricbitq bezetchncii. (Fd l_xczt überbauri kein Entwurf vor, der der Ocffexititckxirit gcgcniii'cr cine Bcrccbtigung hätte, es h_x'ydelt „siiv lrd:,;lrch um _cme "(Correirrndeuz zwischen dem prcum'cdcn Fingnz-Yiimsier und seinen Behörden, und zwar eine (Correirondcnz, die siI) anti; genau dcin anscbiiesxt. was in Being auf die Sreiirrtcforrn _wwch im Rcicbnie in Preußen in Arikswt gcnonzmcri 'Ut, woruber auch ,der. Hilf Rciwkkanzler und iéd dcllständm einig sind. Wenn dad.“; kicUBe- mcrkmig armarvt worden ist, daß "riese Frazie in dicier ,')IZÖ' tun,; einen Zwiespalt darstelle _ denn einen_ anderen _Cixin Lonnie ric Bemerkung dm!) nicht haben, _ so_ist dico eben iznrtkkttz. Ick nUisi bemerken, dai: ib mird seiner Zeit wiederbclt_aui dad (Ftticbiirxnste gtWLIZttL habe, dem rrciißiscven Landiage ul*:r drci: Frage Aaekunii zu geben, indem iw crilait bßbe, da[; kteic An,:elegcu: beit weder reif sci, :*.ccd vori mir vcrcffrntltcbi werden konnte, da;: sie auch noch nicht dem Min:stcr:a:lk rer,:cicat wdrden sei; dann xrit kann daran als eincr fertigen (“Zacke dic Ride _sem. Wenn abcrricic chukung dahin gedeutet werden iclitc, dax; em_Zw:ei_valt zwti_che_u mir und dem Henn ?iieicv-Ikanzler bestcbz so muß iob iagcn, da[; in diciem (kniwnrfc, wic er jeyt „[*c'tlikqt, ::er das, wad der Herr Re:.vekamler in Bezug auf die Beste:;crun] und namenilicb in Bring auf die Selbsteinsä'äkuna vctbm aeiaqt dai, scinc Aninahm: bereits aeiunden hat. Der Hr. 'Yk,1.Laske,r wird sich ,diellrtrdt darauf ketuicn. daß die dßcntinkcn Blatter si,?) mit dieser Frage keiwäf'igt hätten. Das ist mdr, ed kgnn al-er nur durch eine sehr i'cdamtiicve Indiskretion geicbeben, sein, daf; diese Frage überhaupt in die Oeffcntlicbkcit gedrungen ist, ed baude]! sicb [evt um nicbw, als eine (Forreivondeu; innerbald der Behörden.

Ter Aba. Frhr. von MalvaiiiiGiiiß bemerkte, nachdem dasjenige, was er gegen die Audiiihrungen des „Abg. Lasker zu bemerken gehabt häite, ihm ziemlich volisiaiidtg durch den Reichskanzler vorweg enornmen sei, de_rübrrge ihm nur noch, die SteUnng seiner Larter 3): den xxnianzvqungctr kiirz zu cbaraktcrisircn. Seine Partei habe 10 _wcmg, mic . irgend Jemand im Hause", eine Leidenschaft fiir die Vewxllrggna neuer Steuern und werde dieselbe nur_ dann enxtrcten lakuen, wenn ein Bedürfniß des Landes cd dringend ,erjorderr; _.)iim könne nnd der Lage des _Neicbdbudgets eme Motivirmig neuer Steuern nicht hergeleitet werden; anders werde _dic Sa e vielleicht licgcn, wenn der Entwurx dcs Arbeiterumaii: VcréiäoerungMeseßes unverändert angenommen werden sollte,

es sei dies aber eianrage der Ziikimst, mit der man anaenblicklich noch nicht rechnen könne, und von

diesem (Hcsichtopnxkte aus würde also ein Grund zur An: nahme der neuen Steuervorlagcn nickt morden sein._ Nun ieien aber auch fiir seincPartci ganz andere Motive maßgebend

gewesen, als cr und scinc politischen Freunde bereits bei dcr

Tariircform der Vermehrung der Reichssinnahmen grzxcnüber eine ireundlichere Stellung eingenommen hiittrn, al?- 923 von der linken Seite geschehrn sei, 1eine Partei ist von der Ueber- zeumma «leitet gewrsen, daß die dirrkten Stsnérn i;: den Einzelsmakcn, tmmcntiich durch das System drr Zriscizxiizxr _errze Höhe erreicht hätten, welche eine erorm dxixigrnxx ndtwg machten. AUS diesem Grunde hätten sehr viele iemxr ;x-xzunde, ohne Schußzöilner zu sein, dem nc-urn Zoiltaris i_iiW _Zu- stinnmmg q-sgebcn, und dieses Mdiid sei anch deute xiir mne Partei entschridend. Er halts ein;: Entlastung UWUZUÜUY der wenigrr dcmitteltcn Klassen für dnrckiauß grdoten, 1:1!) wenn stine Varwi trotzdem im Jahre 1873 ihrs Bédcnkrzr gegen 0271 Vorschlag des Ministers Camphauien, dic: unterstsxr Klassen- fteiisrstufen anfzuhcden, geltend genxacdt habs, so sri disc; i_rUr de?- hald grsckielzen, weil nach dOrAnsicht seixrsrParkcidUrcH diöxS Maiz- regelnicht die Wirklich Bedürftigrn, sonderir vorzngswsiis mir solch€Pcrsonen betroffen würden, die iii Lohn und Brod stiiirden. Jedcnfails ski es nothwendig, den Staat in drn ZTQ110 zu ießen, einersrits die dirskten Stcnrrn in dLUjOiiiJCii StMLU, wo sie am driickendsten empfunden wiirdca, zn erlsiriii-Zixxi imd andorrrieitS dcn Korrimunen cine Ermäßigung ihrxr LIYZLU zu ermöglichen. Die Frage, ob diese Ermäßigmig diir-xj) Uedsr: nabmc von Kommunalaufaabcn an den Staat, [)x-:*: diirch Zuschüsse ans der Staatskasse zur Erieicdterixng dsr deiiiirgnqi- aufgabrn erfolgs, stehe für srine Partri €th in zweitsr Lime. Er kömre ailerdings nicht verdehlsn, daß er L*Z sii? MCM Un- bedenkliä) halten WÜL'OL', die Schul; Polizei: Und I'Miexrlast ohne Weiteres aiif drnStaat zu Üdrrnchmcn; man HLW «drr ja soeben gehört, daß dies auch ()*-„W nicht dio Adirsht, des Fiirstrn BiIrnarck sci. Wenn der Nbg. Lasker ein [irizzxidsrcs Gewiäzi darauf JLLSZT habe, daß dcr Staat mir _da srntretext soUte, wo dicKommuns ihrs Aufgaben selbst zu LrsÜUCU aUßer Stande sri, so sehe 61: zwischen dieser Liisung und dxr arne- rellen Uniersiiißiing dcr Gemeindrn cms StaatSmittslwkemrn Prinzipielirn Untsrscksed. Eins Erieicdicrnna drr dirsktrxr Steuern für die ärmeren Klassen halte 61: „für um id noth- wendiarr, weil die Eingangöadgadon nnd Vcrbranckwiisusrn ohns Zweifel zu einer stärkeren Bolasiimg derieldrn deigctrq- gen h(ittéii, uud cs drShalb cine Fordvriiiig drr Grrccbtigksit sci, (mf der anderen Ssits zii eincr entspreäxxndrn Entinstung die Mittel bereit zn strlien, Von diesem 05811cht§p_1111kte er- schicncn seiner Partei die Vorlagen drr eingehsndstrn Pru- fung wcrti). Auch der Abg. Lasker da[)? heute (LUKT'ZQUUT, daß bsi einrr stärkeren Entwickelung dos iirdirkkteir St_eizrr- systhZ der Tabak und die Getränke dirjenigcn Oi-1sktc wren, welche zn Liner hödercn Vestciierimg am [Wftéii i)erai]§“;czoz1_r'ir werden könnten. Diesen Standpunkt habs 'die komrrvgtwe Partei von jahsr vertreten und in dicicm Sinne werds iLML Parisi an die Beurtheilung dcr Vraitstriierdqi'lage „lierun- treten, unbeschadet der Frage, Ob eine JléichALi'iMe"Erhohiiiig dcr Spiritiisstcuer angezeigt sei oder nicht. Die Borwnsxrrier- vorlage betrachte seine Partei mehr als ein gerignews Mitwl, eine harte Unbiiligkeit auIngleichen ach (TUB ßxxanzwxlxn (He: sichtspimktrn' dagrgen hätten er und seine POlliiichcil Freunde gegen dis Wohrsteurr sehr erheblichc Bcdenksn,'__derc_n aus- führlichere Entwickelung sie sich fiir die kommrnarrickzr Be- ratdung vorbehalte. Zum Schlusse möchte er sick) noch eme Bemorfung gegen den Abg. Lasker erldnden. Derselbe hade die Durchführung der neuen Steuerrciorm ais eme aristo- kratiscde Politik bezeichnet. Er nehme fiir iich, imd sezire StandecI-genoffen in Anspruch, daß eine aristokratrsch Politik stets, auch das Wohlergehon der armen Bcvölkermrg im Auge habe, und das; seine Partei sich bei ihren Entychlicßiinxzen strts nur von sachlichen, niemals von pcrjönlichen Jmteremctr leiten lasse. _, _ , Der Abg. von Vrnda erklärte, mic!) er wolle irc!) mchim tlieoreiifchc Erörterungen iider dic Vorzüge des dirsftcn oder indirekten Steuersystems einlassen. Virlcswdn dem, 31)an drr Reichskanzler iiber die direkten Stcnxrn gemixt hgde, 71117)?"be seiner Partei eine lcdhaftc Sympathio, undmsdewndrrc durse er dies bezüglich dsr Bemerkungen aussprechen, die _drrirlde iiber Liiie Rcform der Einschätzung gc1nacht_lmde. _ Was die Stcucrdorlagcn selbst ['*ctrrffe, so wiirden dicicldxn 'isziicr 2111- sicht nach gerechtfertigt sein, wenn iii" 311 einer Entranunq dcr ärmeren Steuerzahler oder zu einer Erleichterung der Kom- 171111107: unbedingt nothwendig wären. „*in einer Erliiciucrima der Unteren Steuerklaffcn sei seine ertri gern bereit, glaiibe aber, das; dicser Zwsck durch eine :)iexiixiir drs dircxtcn Steuersystems selbst, inch-siondcre _durii) eme imrkere „O_sr- anzicdima der oberen Ztcllériiiiscll voiikommrw crrezciit werden könne. JedenfaUH bcdiirsc ()) _zn diéir'i“ Bcr- besserung nicht so dedciiwnder_Mittc_l, kxiicxdlk StencroorlaaUr in Anspruch nähmen. Ami) iiir Ziich'kidkikiitsxiiiisi der Kom: mnncn habe seine Partei sehr groß:“ :iimpatiiic, dicieli'c habe sich ncncrdinch jedoch etwas abgriiilxlt, da wan dieixrixtiiriiiig gemacht lmbc, das; sich der PkÜktliOCU NiiOiiliikuliJ diiicH (vc- dankend uniiderstcigliciw Schwierigkeiten critxirgeiinciitcn, und daß man dem Verwendungßgcscß gcacniidcr volitg Fathios steiie. Beide Motive fiir die Veimiiigiitig _ncncr ;Zeucrn fielen also WM; 26 bleibe nur_dic_ Franc iibrig, od dich Bc: willigimg sui) rechtfertigen lane tm Jutercncbcixrcr_;tcner: reform. Seim“ politischen Freunde mid cr batten irc!) dcm wirchschaft1ichcn Prograumr dcs ?)iciciidkaxéäers ,kriileStVch unbedingt abicimcnd gcacniibcmcsirlit, Unie Partei [mbc aber

stets betont, das; die Zölle anf korn, Petrylcnm, Halbfabritate und andere, die_ nanirntiiäi dic «irmcre Bcvölkerung besonders hart triiscn, _nck) nicht rechner!)- gen ließen. Fiir eine Wiederaiisliedimg dci" „30.12: wiirde cr bereit sein, Zim nm xing andere ziomum:

tionstcuern zu bewilligen. Insbesondere wiirde ionic Partei kein Bcdcnkcn tragen, einer Erhöhung dcr Vramwitcr unter den angegebenen Voraussetzungen. zu;ustmmrcr_1,_ xsdocl) niir unter der Bedingung, da]; auch dir Branntwrinmucr gleich: zeitig eine Erhöhung madre. Am dic Niisiiidrmmcn dcs Reichskanzlers iiber die Vorzüge dsc, Biziiintiociiio wolle ez: hier nicht näher eitmehcn, nur,so vici dime rr verzierten, daß er auch seit 80 “Jahren Landwrrth sci Uiidjdie Ermlxruna ge- macht habe, daß sci: der Einführung dec- Bieres an CiikUL dcs Branntwein enuffcs die Zustände der Bchikermm nch cr- beblicb gebe ert hätten. Die Erörtcrmm dcr zrrrrge, m wclchcm Verhältniß die Brausteucr und W qunniwcinstcyer zu er: höhen sei, wiirde vicUcicht durcli (m_e e_ingcbendx Eti-xiiite zu ermitteln sein. Auch gegen die Borienvicuer, mit Anomahme der Quittungssicucr, wnrde seine Partei unter den oben be- zeichneten Bedingungen icin (tlicdltcchs Bedenken dabei:, da iie in derselben ein zwcckmäsnacß Mitwl drr Ausgleichung sehe. Dagegen halte seine *!arm di: Webriicnerdorlagc“sur unannehmbar, weil sie dcr Iinncdt '*'J- daß didMilitärvf 1cht ein Ebrendicnsi sci, dcr weder durch (*Ich aiwgcldn, noch durch Feststellung cines Uequivxlcnts cm (:icid geschätzt werden konne.