Bekanntmachungen auf Grund des Reichsgeseßes vom 21. Oktober 1878.
Die unterzeichnete Königliche Kreishauptmannschaft hat auf Grund von §. 11 und §. 12 des Reichsxzeseses vom 21. Oktober 1878 die Druckschrift:
„Sozialdemokratische Lieder und Deklama-
tionen. Dritte bedeutend vermehrte Auflage. Zürich,
Verlag der Volksbuchandlung (3. Franz) 1875“ verboten.
Zwickau, den 2. Avril 1881.
Königlich sächsische Kreishauptmannschast. 131. Hübel.
Auf Grund der §§. 11 und 12 des Reich0geseße§ gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 wird verfügt: Die Nummer 12 des in Neumünster-Zürich heraUSgegebenen und in der Schweizerischen Vrreinsdruckerei gedruckten Wochenblattes „Arbeiter- strmme“, offizielles Organ der sozialdemokratischen Partei der Schweiz und des allgemeinen Gewerkschaftsbundes, wird verboten.
Freiburg, den 2. April 1881.
Der Gr. Landes-Kommiffär für die Kreise Freiburg, Lörrach, Offenburg. Hebting.
_ Bekanntmachung.
Auf Grund des §. 4 der aUgemeinen Vorschriften für die Mark- scheider im preußischen Staate vom 21. Dezember 1871 wird hier- durch zur öffentlichen Kenntnis; gebracht, das; dem Markscbeider-Kan- didaten Carl Dilthey aus Ruhrort, Kreis Duisburg, und dem Betriebsführer Friedrich Richter 0116 Struthütten, KreiYSiegen, nacb, vorschriftSmäßig bestandener Prüfung 1101er dem 26. Marz d. Z. die Bestaüuna als Marksckxeider ertbeilt ist, Und daß ersterer seinen Wohnfiß in Altendorx, Kreis Effcn, [ersterer auf Zeche Shamrock bei Herne, Kreis Bochum, gewählr bat.
Dortmund, den 30. März 1881.
Königliches Ober-Bergamt.
Yichtamtliches. Deutsehes Reich.
Preußen. Berlin, 5. April. Ihre Majestät dxie Kaiserin und Königin war heute bei der Generalver-
"
samrnlung , des Frauen-LazarethBereinZ, in den Sälen des Jufttz=M1mßeriums, anwesend.
_ Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz wohnte gestern Vormittags 91/_ Uhr im Kron- prinzlichen Palais einer Sitzung der Kommis tun für den Bau der Begräbnißstelle des preußischen Königshauses bei,
Demnächst begab Sich Se. Kaiserliche Hoheit um 111 Uhr zu Wagen zur Jagd nach der Spandauer Stadtforst und kehrte gegen 9 Uhr Abends nach Berlin zurück.?
_ Der Ausschuß des Bundesraths für Handel und Ver- kehr und für Justizwesen sowie der Ausschuß desselben für Handrl und Verkehr hielten heute Sißungen.
_ Der Schlußbericht Über die gestrige Sißung des Reichstags befindet sich in der Ersten Beilage.
_ In der heutigen (30.) Sißung des Reichstages, welcher mehrere Bevoümächtigte zum Bundesrath und Kom- miffarien desselben beiwohnten, theilte der Präsident zunächst ein Schreiben des Abg. von Knapp mit, durch welches derselbe seine Ernennung zum Ministerialrath im Württembergischen Ministerium für Verkehrswesen anzeigt, eine Gehalts: und Nangerhöhung sei damit nicht verbunden. Das Schreiben wurde der (Heschäftsvrdnungskommifsion über- wiesen. Hierauf begann das Haus die dritte Berathung des Entwurfs eines (Heseßes, betre end rie Fürsorge für die Wittwen und Waisen der Reichsbeamten der Civil- verwaltung. In der GeneraldiEkussion meldete sick) Niemand zum Worte. In der Spezialdiskussion sprach zu §. 1 der Abg. Sonnemann den Wunsch aus, daß auch die Beamten der Reichsbank unter dieses (Heseß faÜen möchten, und be- klagte sodann die Avancements- Und Gehaltsverhältniffe der BankbeamLen, insbesondere, daß dort häufig unge- rechtfertigte Bevorzugungen stattfänden, die ihren Grund in dem zu freien Ermessen des ;Neichsbankpräsidenten bei der Bxseßung von Steüen1hätten. Der Bundeskommissar Ge- herme Ober-Regierungs-Natl) 131. von MöÜer wies darauf, hin, daß das Geseß auf die Reichsbankbeam- ten Zucht ohne Weiteres übertragen werden könne, es, ser dazu eine Reihe von Spezialbestimmungen nöthig. DW Fürsorge für die Wittwen und Waisen dieser Beamten sei Gegenstand besonderer Erwägungen, die noch nicht ab- geschlossen seien. Auf die weitere Anregung des Vor- redners einzugehen, müsse er sich versagen, da dieselbe
nixbt zu dem Gegenstand der Verhandlung gehöre Dte §§. 1 bls 23 wurden darauf unverändert genehmigt. Hinter §. 23 beantragte der Abg. 111. Baumbach folgenden §.232. einzuschalten:
Diejenigen, nacb §. 1 zur Entrichtung von Wittwen- und Waisengeld-Beiträgen verpflichteten Beamten, welchen ein Anspruch auf Witiwen- und Waisengeld 1üc ihre Hinterbliebenen an das Reich bereits rechtlich zusteht, bleiben, wenn fie binnen drei Mo- naten nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes durch eine schriftliche Erklärung für ihre etwaigen künftigen Hinterbliebenen auf das in den §§ 7 ff. bestimmje WittWen- und Waisengeld verzichten, von Entrichtung der im §. 3 bestimmten Wijtwen- und Waisengcld. Beiträge befreit.
_ Dx"? Abg. ]_)r. Baumbach rechtfertigte den Antrag unter Hmwus _an d1e Interessen der Beamten der ehemals Turn- und TaxtSschen Postverrbaltung, die in den Neichsdienst Über- n0m„men seien. Die _Bundeskommiffare, Geheimer Ober- Regterungs = Rath. Aschenb0rn und Direktor im Reich?.- Postanzt Or., Frscher traten dem Antrage Entgegen, dez“ dre bezerchneten Beamten größere Vortheile ge: nöffen, wenn 112 dem Geseß unterworfen würden. Nach- dem der Abg. Sonnemann dafür, die Abgg. 1)r.L1ngens und Pfafferott src!) dagegen erklärt hatten, wurde der Antrag ab- gelehnt. Der Rest des GeseHeH wurde unverändert genehmigt, worartf dre 2111110131110 des Gesetze?- im Ganzen erfolgte. Die zu dreser V0r1age emgegangenen Petitionen wurden damit für erledigt erklärt.
Es folgte die dritte Berathung des Eniwurfs eines Ge- seßes, betreffend dte Küstenfrachtfahrt. Der Referent der Kommrfston, Abg. Staudy ' theilte mit, daß die der Kom- mrssron am Schlusse der zweiten Lesung überwiesenen Peti- tronen neye_(§esrcht0punkte nicht entLalten hätten, daß daher dre Komnnsswn mcht Veranlassung ha 9, neue Anträge zu stellen, sondern dre Beschlüsse der zweiten Lesung aufrecht zu erhalten 111112. Der Abg. Schlutow kam auf die von ihm schon beruder zzvezten Lesung gegen das (Gesetz erhobenen Bedenken zuruck, dre ck11 veranlaßten, gegen das Geseß zu stimmen. Bet Schluß des Blattes trat Staats=Minister von Boettiéher den Ausführungen des Vorredners entgegen.
_U111 ein Urtheil Über den Einfluß des Zolltarifs guf d10 Ernfuhr von Getreide und-Mehl zu gewinnen, 1st es von Interesse den Eingang dieser Gegenstände aus detz hervorragenden Produktwnsländern Rußland, Oester- rerch-Unggrn und den Vereinigten Staaten von Nmerrka m das Deutsche ZoÜgebiet während der Zeit vom 1. Januar 0113 'Ende Februar der Jahre1880 und 1881 verglerchend 111 Betracht zu ziehen. Die nachstehend ab- gedruckte Ueberstcht enthält hierüber das Nähere.
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Oester- reich- SFYM
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Vom 1. Januar bis Ende Februar 1881.
Im gleichen Zeitraum 1880.
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Verinigt.
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1) Weizen. ! . Einfuhr in den freien Verkehr, unmittelbar oder mit Begleit- papierer: . . . . . . . . Eingang auf Niederlagen . Unmittelbare Durchfuhr .
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1 95 2811 52 9541 70 628“
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Zusammen 206 796 2188631 2) Roggen. 1 . Einfuhr in den freien Verkehr, , unmittelbar oder mit Begleit- 1*apieren . . , . . . . . . (“7111101111 auf Niederlagen . Unmijtclbnre Durchfuhr .
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13 925 12 768? 2 _ 1 738» 89
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Zusammen 21)“ 3) Mebl aus Getreide ind Hülnnsrücbtcn.
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Bei “0111121 Angaben 111 nicht zu übersehen, 1101“; nach den für die 1111111101111 stat1s111chen Anschrribunnrn geltenden Grund- sätzen dic 110111111111irsc11c11 Einfuhren nicbt 0111111111011 0110 Ruf;- 1111111, Testcrre1cb1111gatn und den Vereinigten 3101110110011 “1111111111 1111011011011" Mcnarn (1111011111211, welcbe „111001- durch den E1111111mndcl 1'1111'6 anderen Gebiets bindurchnrnangen sind. Diss 1110“: 111 (10111 11croorragcndr111 Maße beim Import aus den “1161111110160 Staaten 0011 Amerika zu.
Wenn 110111119 jener Uebersicht ergiebt, das; der 1111011- 511011 Getreidemarkt trotz der Zölle und der theilweise" Miß: cmtcn der betreffenden fremden Länder 1111 Jahrc1881 stärker 1101111111 10070111 ist, 010 1111 ;abre 18811, 10 kann daraus ar: schloffen wrrken, das; das 11010110 den 3501] ohne sonderlicbe Beschwerde trägt.
_ Nach „8. 3 des 131111800 vom 24, Februar 1877, br- 1rcffe11d dic11n1111119101'te11 dcr Ztaatobranien, '"111d den im 110111111 Ztaatédirnste a111'1crctato1näßi bcscbastigten A ssess 0 re 11 und 7110111011 11111111716101'te11 0136001111 1u gcwäbrcn, wcnn ste vor der Versetzung bereits amen eine strikte Remuneratiort 0011111111 1111010111111 waren. Die Entsänidung daruber, ob dnss Vorausscvnngcn zur Gewährung von Umzugskosten vor-
8807“? 1314 200118 324 27 706 11:10 _
__ „ _ _ “"Y“-UW bqndcn 111111, 111 dem 9161107111221 1111 Enwernehmen mn dcm FmanzZMinistcr Übertrancn. Es 11110 111111 mit Bezug auf die chtimnmng unter Nr. 7 kes Cirkularerlaffcs des Finanz: * Ministers vom 4. Mai 1877 Zweifel darüber entstandén, ob die 1100ere Ennächlinung zur Gewährung von jlmzunokosien 011 die a1111crrtat§n1äß1gc11 Affcfforcn und 21101110 der ange: mcinrn Vrtwaltung auch 111 dem Falle 1111111001011 sei, wenn dieselben vor der Verscvung bereits in der allne- 111ei11c11 Vcrw 01111119 gegen eine fixirte Normwe- ration dauernd beschäftgit waren. Da die Regierun- ge11(F1n1111zdi:ektion, Landdrosieien) ohne Weiteres 111 der Lage 11110, das Vorhandensein der lcvtgcdacknen Voraussetzun- 011 znr Gewährung von Umzugskosten beurtveilen zu können, 0 haben der Minister des Innern und der F100nz=Minister durch Citkularvcrfünung vom 22, Februar 0. J. bes11mmt, 0011 16 der Nachsuchunn der ministerieUcn Ermächtigung zur Zahlung de_r 11111111 0109911 in dem erwähnten Falle fortan 111011 redart, und 115 den chierunmn die selbständige An: we1sm1g zur Zahlung der Umzugskosten übertragen worden. . Für die iibrigen unter Nr. 2 und 3 der Cirkulawusügung 1 vom 4. Mai 1877 bezeichneten Fälle bcwcndet es dagegen bei der unter Nr. 7 daselbst enthaltenen Bestimmung, wonach die
' __ 40320 _ 12921 _ ; 60371“. _
Zablungsnmnchtmung der Munster in ]e5cm e1nzc1nc11 Falle 110chz11s11che11 1s1.e-. M“ R.M- -»'-*""*'*“'“'".' -- . „ T' _ Durch den 111 Nummer 5 ch- dieo'ähtinen „Central- Vlalts fiir das Teutrckxc Reich“ veröffentli ten Beschluß des Bundesrach vom 20, Januar 0. Ja. isi für die zum Zwecke des Nachwcncs'dcr ke11tsche11Staatwngebörigkeit im Auslande bestjmmtcn He1mathjchrine ein einheitliches Formular ein- TM)" 11110 110141101 der bisher bestandene Unterschied in der _01111 der 111 den einzelnen Bundesstaaten je nach ihrcr Ve- 111111munn 11'1r vetscbiedenc ausländische Staaten üblich ge- wejcnen Heimathscheine beseitigt worden.
D1c_Ves11mmu11g der Zeitdauer, für welche Heimatbscheine zu crthe11cn s1_11d, ist durch den nedacbten Bundesratbsbeschluß 11111100; Maymum von 111111 Jahren beschränkt, dagegen der a1161c111gcnden Behörde überlassen worden, je nach der Lage 006 nnzclnetr Fanta innerhalb dieses Zeitraums auch eine kürzere (611lttg1c1tsdaner res imaibscbeines zu bestimmen. Der Munster des Innern 1 durch Cirkulawerfügung vom 17. 0. M. dre Vezirkörcgierun en veranlaßt, das For- m1rlar nupmehr für alle Dur usfertigung gelangenden Hnmathschetne _ ohne 1ntersch1ed :[des ausländischen
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Staats, für welchen dieselben bestimmt sind _ in An- wendung zu bringen, beziehungsweise die mit der Ausfertigung dieser Scheine beauftragten Behörden, in deren Kompetenz durch den BundeSrathbeschluß vom 20. Januar 0. Is. nichts geäsnZert worden ist, hiernach mit entsprechender Anweisung zu ver e en. .
_ In die Neichs:KonkurS0rdnung ist weder die Bestim- mung der früheren preußischen Konkursordnung, betreffend die Strafbarkeit eines Gläubigers, welcher zu seiner Beßünstigung und zum Nachtheile der übrigen Gläubiger mit demGemeinschuldner, wenn er von dessen Zahlungs- einfteÜung Kenntniß hat, einen besonderen Vertrag eingeht, noch eine andere ähnliche Bestimmung aufgenommen, und es ist dcmznfolge bisher in der Praxis ein Konkur8gläubiger, welcher sich in der beschriebenen unrechtmäßigen Weffe Siche- rung oder Befriedigung gewähren läßt, deshalb für nicht strafbar erachtet worden. Das ReichSgericht, 1. Straf- senat, hat jedoch neuerdings (durch Urtheib vom 27. Januar 0. I.) eine Unterscheidung gemacht, wonach nicht unbedingt die Strafbarkeit eines solchen Kon- kurscxläubigers angeschloffen ist. Der Konkur-Zgläubiger ist nämlich nur dann straftos, wenn er sich 0011 dem Gemein- schuldner eine bevorzugende Sicherung oder Befriedigung auf die er keinen Anspruch gehabt hatte, hat gewähren lassen, ohne auf diese vom Schuldner begangene Strafthat selbst irgendwie thätig mit einzuwirken, Leistet er dagegen dem Schuldner bei der Arrsführung der strafbaren Begünstigung durch Rath oder That wissentlich Hülfe, “so ist er wegen Bei- hülfe zu seiner eigenen Begünstigung aus §. 211 der Deut- schen Konf. Ordn. und §. 49 Str. G. B. zu bestrafen.
_ Ein Zoleeamter, welcher Gegenstände, die aus einem in den Diensträumlichkeiten der Zollbehörde behufs VerzoÜung befindlichen Waarenballen herachgefaüen sind, in den gedachten Diensträumen findet und sich aneignet, 1“ egeht nach einem Ur- theil des Neichsgeriychtéz, 11. Strafsenaté», vom 18. Januar 5. I., einen Diebstahl und nicht eine Unterschlagung.
_ Der General-Lientenant von der Armee, Graf August zu Solms-Wildenfels ist mit Urlaub hier eingetroffen.
_ S. M. Kanonenboot „Cyclop“, 4 Geschüße, Kom- mandant Kapt.Lt. von Schuckmann ]„ ist am 4. d. M. in Gibraltar angekommen.
Heffen. Darmstadt, 4. April. (W. T. V.) Fürst Alexander von Bulgarien ist heute hier eingetroffen und bei seinem Vater, dem Prinzen Alexander, abgestiegen, wo er morgen die Feier seines Geburtstages begehen wird.
Elfaß-Lothringen. Straßburg, 5. April. (W. T. V.) Der Bezirkstag für Unterelsaß ist gestern zu einer außerordentlichen Sißung zusammengetreten und hat bei der Wahl der aus seiner Mitte hervorgehenden 13 Mitglieder zum Landcsausschusse die fritherigen Mitglieder mittelst ge- Yimer Abstimnmng mit großer Ma'orität wiedergewählt. _
er Bezirkstag für Oberelsa Fat gleichsalls die seit- herigen Mitglieder zum Landesausschu e wiedergewählt, mit AUSnahme Kraffts, an dessen SteÜe CamiÜe Schlumberger ge- wählt wurde. _ Der Bezirkstag für Lothringen ver- legte die Wahl auf den Schluß der Tagesordnung.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 3.April. Die Kais erin, welche am 14. Februar sich zur Jagd nach Combermere-Abbey in England begab, ist, wie die „Presse“ meldet, heute morgen im besten Wohlse'm aus München hier angekommen. Zum EmpfangeJhrer Majestäx war der Kais er auf dem Bahn- hofe erschienen. Se. Maustät begab sich, als der Train hielt, in den Salonwagen, woselbst die Begrüßung des Herrscher: paares sta1tfa11d. _ Ihre Majestäten verließen sodann den Salonwagcn und juhren in die Hofburg.
_ Aus Kairo, 27. März, schreibt man dem genannten Blatts: Kronprinz Rudolf hat, nachdem er sia) von dem Khedive 111 der berzlichslenWeise verabschiedete, Mittwoch nach einem Aufenthalte _0011 34 Tagen Egypten verlassen. Der Kronprinz sprach "ck sehr zufrieden über seinen Aufenthalt in Egypten aus und ist auch von dem Iagdergebnisse sehr befriedigt.
_ Das Programm 1111' die Feierlichkeiten bei der Vermählung des Kronprtnzen ist, nach der „Pr.“, Folgendes:
“11111 Donnerstag, 5. Mai, langt die Prinzessin Stefanie in Salzburg an, wo sie _vom Kronprinzen unter militärischen Ehren be-
rüß! wird. Am Frettaz lanqt sie, im Penzinger Bahnhof an, wo
9: St. Majestät und der Kronprtnz, sowie der Bürgermeister bc- Jküßk, der ihr Namens der Stadt ein Bouquet überreicht, Sie fährt 1odann nacb Schönbrunn, wo fie 11011 Ihrer *).11'ajestät und der Kaiser- lichen Familie erwartet und begrüßt wird. Am Sonnabend erfolgt drk Fahrt ins Tberesianum. Die Prtnzeifin fährt dahin, nur begleitet von ihrer Mutter und den Oberstbofmcffterinnen, in einem serbe- svänniacn Galawagen. Sonnabend Abends ist Soitée in der Hofburg. Der Sonr-tax krinqt für den Hof nac keine Festlichkeiten. kageqcn findet an dicsxm Tage ein von drr Kommune veranstaltetes aws:- arligco Volksfest im Prater 11.111. Am Montag erfolgt der feierliche 011111141 rom Thetefiannm 111 die Bum 1:1 der bereits ayaegebcncn Weise. Hinzuzufügrn ist noch, daß der komman- dttknkakkkkU der Stadt Wien neben dem Wagen des Brautvaates reitet. ".'-1:11 der Elisabeth - Brücke, wo die Prinzessin von dxm L*ürzctmeistet mit etncr Ansrrarre 11511751 wird. Mb! dcr Z::a über die Ninasttaxke, nicht kuxcb 111 Stadt 1111“ 211115111 und von kg 1.1 die Amalicn-Zimmer, wo die Primesfin von Ihrer Maje11ät und den Pawstramm c11rattxt trnd. 21111119 111 festliche JUumination der annzcn Stadt. Am T1cn11111 findet die Vermäh- lung statt. 13111 Fackelzug 111111) SQövernn 111 schon kekbalb nicbt droxektitt, weil rav Kronprinzlicbe Paar nicht in Schönbrunn Séjour nimmt. 1011311 unmittelbar naD der Hochzeit tire kurze 111-“1% unter- nimmt. N11) ach1Taq1n Ungefähr, also um den 20. Mai, tuffi kao Kronrrinziwoe Paar in Pest ein.
„ Großbritannien und Irland. London, 4. Avril Mtttags. (W,T.B.) Lord Veaconsfield hat eine sehr unruht c Nacht gehabt und erst heute friih etwas Schlum- mer 1111111111111. Es ist ein dritter Arzt zu ezogen worden.
Hz;" Anbetracht des schweren Vcrbre ns des Redacteurs der „, reiheit“, Mosi, hat die Behörde das Ges11ch, denselben gegen Kaution auf freien Fuß zu sehen, abgelehnt.
_ 4. er11, Abends. (W. T. B.) In der heutigen Unterhaussisung legte der Premier Gladstone den Bugetentwurf vor. Nach dem elben betrugen die Ein- nahmen im vergangenen 0010 84041000 Pfd. Sterl. und die Amgaben 83108000 lfd. Stekl. Die Au1gaben für das
laufende Jahr find auf 84705000 Pfd. Sterl. veranschlagt, die Einnahmen auf 85 990000 Pfd. Ste_rl, so daß sich ein 11eberschuß von 1285000Pfd.Sterl.erg1ebt. Gladstone schlug eme ?erabseßung der Einkommensteuer um 1 Pence vor, sowie die a mähliche Abschaffung des Zolles auf Silberwaaren mittelst jährlicher Reduktion um 3 Vence„per Unze, bis der jetzige Zoll von 18 Pence ganz beseitigt rst; die Surtaxe auf aus- ländischen Sprit von 5 Pence per Gallone und von 2 Vence auf Rum soll in eine allgemeine Surtaxe von 4 Vence per Gallone Sprit vom Normalgehalt verwandelt werden. Der Einfuhrzol] auf fremdes Bier wird von 7 Schilling 1 Pence auf 6 SchilLing 6 Pence reduzirt, dagegen der Eingangözol! auf Sproffenbier etwas erhöht. Ferner wird eine Reform der Erbschaftsfteuer vorgeschlagen. Durch diese Steuerver- ändernngen würde der veranschlagte Ueberschuß von 1 285 000 Pfd. Sterl. auf 295 000 Pfd. Sterl. reduzirt. Endlich wird von Gladswne eine Konvertirung der kurzen An- nuitäten in [ange Annuitäten in Vorschlag gebracht, indem derselbe hierdurch binnen 25 Jahre 0011 der Staatsschul'v 60 MiÜionen zu reduziren gedenkt.
' _ 5.Apr11,frül).(W.T.B.) Unterhaus (Fortseßung). Dre von Gladstone WFM der beantragten Steuermodifika- twnen vorgeschlagenen esolutionen wurden nach drei- stündiger Debatte angenommen, 95.116 ringehcnde Verathung des Budgets aber bis dahin vorbehalten, wo die Bil] Über das Budget vorliegen werde. _ In Beantwortung einer Anfrage Bellinghams erklärte der StaatSsekreär des Innern, Har- court: der Prozeß gegen Most sei kein politischer, sondern ein krimineller und zwar wegen eines 101108an Verbrechens. Der Mord und die Aufreizung zum Mord, seien nach englischem Geseße schwere Verbrechen, und das englische Gesetz erkenne beim Morde, gleichviel ob derselbe gegen Fürsten oder gegen Privatpersonen begangen oder intendirt _werde, keine AuMahme an. _Auch seien Ausländer dem Ge1eße genau ebenso wie engli1ch0 Staatßunterthanrn unterworfen.
_ 5. April, früh. (W. T. B.) Gladstone: schloß seine gestrige Budgetrede mit dem Bemerken: es sei wahr- scheinlich das leßte Mal, daß er dem Hause das Jahres- budget vorlege. _ Das Befinden Lord Beaconsfields war gestern Nachmittag ein ruhiges, Abends war wieder stär- keres Fieber eingetreten. Der Prinz von Wales und der Herzog von Edinburgh machten sofort nach ihrer Ankunft Lord Beaconsfield einen Besuch. _ Den „Daily News“ zu- folge trifft die aus Kavaüerie bestehende Vorhut des EmirS heute in Kandahar ein.
Frankreich. Paris, 2. April. (Fr. Corr.) Von der algerisch-tunesischen Grenze wird von einem neuen Gewaltstreich eines tunesischen Stammes, der Kumirs be- richtet, welche in Masse bewaffnet in das französische Gebiet eingedrungen wären, um dort auf Raub auEzugehen. Ein Bataillon Zuaven und eine Abtheilung Artillerie wurde ihnen mit einer Ambulanz von Constantine entgegen geschickt, und es kam zu einem förmlichen Gefecht, welches den ganzen Donnerstag währte. Nach einem ersten Tele: gramm, das der „République fransaise“ aus Philippe- viÜe zuging, war ein französischer Posten überfaUen und ein Korporal und drei Mann getödtet worden. Eine zweite Depesche aus Bone meldete, das; vier Mann getödtet und fünfzehn verwundet worden sind. Die Franzosen hatten es nicht vlqs mit den Kumirs oder Krnmirs, sondern mit sechs tunesischen Stämmen zu tun, und die sämmtlichen Grenzbewohner ständen auf dem unkte, in den Kampf mit einzutreten. Am Freitag ruhten die französischen Truppen, welähe das elfstündige Gefecht vom Tage zuvor sehr ange- riffen hatte, in der Erwartuna 0011 Verstärkungen aus; ie stehen jeßt 111 einer dichten Masse bei Elaichum. _ Die Kumirs, von denen in den vorstehenden Meldungen gesprochen wird, sind ein im nordwestlichen Tu1110 hausender Stamm, welcher schon häufig räuberisch in den französischen Grenzkreis la Calle und namentlich in die Gegend der Blei- werke von Kef-um-Tebul eingefallen ist. Diesmal haben sie zuerst auf der St0110n11ed:Maliz der Eisenbahngeseüschast B0ne=Guelma Pferde gestohlen 11110 dann 0011 einer Eisen- bahnbrücke der Station Suk=el=Kumis, die man eben reparirte, die Balken des Gerüstes fortgetragcn, ohne auf die Gefahr „m achten in welcbe fie damit die die Brücke asfirenden Züge ver1evten. Dies geschah noch auf tunesi- chem Gebiet und blieb Seitens der Regierung des Veys ungeabndet. Hierdurch ermutbigt, drangen die Kumirs alsdann auf französisches Gebiet ein, stießen dort in ihrem Rauwuge aber bald auf die vom General Forgemol entsand- ten Truppen. Die [este Nachricht aus Bone besagt, das; „der Kampf noch nicht beendet 11.“ _ Inzwischen trifft aus dem französischen Afrika noch eine andere Hiobsvost ein: Der Oberst Flatters, welcher in enxer Mission zur Neko: gnosztrung des Terrains sür die durch die S0: hara anzulegende Eise11bal1n_ ausgeschickt worden war, ist unterwegs mit 30 seiner Reiscaejäbrten medergemacht wor: den. Man telegraphiu darüber aus Mustapha vom 1. April:
Vier Eingeborene, welche die Mission Flatters' mitmachtcn, sind *
am 28. März von Hunger ganz erschöpft 111 1101131011111 der Nachricht eingetroffen, das; heinabc d1e gane 2111111011 zu Grunde gegangen ist. Diejclbe war 11ach1rer Erzählung
vier Tagereisen von Haires, 1111110) 0011 Asfimu, überfallen 5
worden, und hier fanden Oberst Flatters, der Hauptmann
Masson, die Ingenieure Beringer, Santin 11110 Roche, der-
Stabsarzt (Huirard und noch mehr als 20 andere Theilncizmer den Toö. Dem Lieutenant 9210110116 und dem Unterofnzwr
zu entrinnen. Auf ihrem 911111311111- sticszrn dic Tuaregs Hongar „111 11111011 11110 versicherten ne, das; ste an dem Blut:
bade keinen Theil nenommcn 11111101, 11ctlzeucrtcn 11111111 viel: Ü eingegangenen Nachrichten 11-11 das Erdbeben [mj 51,191;
Diesr .
mehr ihre Freundschajt und boten 11111211 Datteln nu.
lichen Maßregeln ergriffen, um mit der Strenge einzuschreiten, welche d1e Situation erheische.
„ _ 4. April, Abends. (W. T. B.) Mehrere Abend: blattxr geben ihrem Befremden AuSdruck über die Argu: men10110n der „Times“, welche Tunis im Namen der In: tegrrtat deH ottomanischen Reiches vertheidigt, nachdem Eng: lgnd Cypern crnnektirt habe und Oesterreich BoSnien und in ernen) Aggenbltcke, wo England in Konstantinopel die Nothwen- dtgkert emer neuen Zerstückelung der T11rkei zu Gunsten Grie- chenlandsjunterstü§e._ Nach einem Telegramm des „Temps“ aus Tnms hat rm tunesischer Kaid, Namens Haffuna, am 1. 1). gegen 3000'Angehörige des Negka=Stam1nes Um fich geschaart _uyd 111 mit denselbsn nach Sidielamessi an
ie Grenze mar]ch1_r1, um unter dem Vorwande einer Be- spre_chung den franzostschen Kommandanten 0011 Soukahras zy irberraschen. Der Kommandant war jcdock) vorher benach- r1chtrgt wor:en upd konnte sich zurückzirhrn. _ Dis Eis en: bahnbeamten 111 Juni?- sind sehr besorgt, daß die», Eisrn: bahn zrrstört werden köxmte. _ Telegramme 0118 6511211110 melden den Durchmarsch von drei Regimentern, wrlche nach der Grenze gehen.
_ Gutem Vrrnehmen nack) steht dir drmnächstig0 M0 bili- strung des 15. in Marseille und dés 1,6. in Montpellier stehenden Armee-Corps bevor, um Truppen in Bereitschaft zu „haben zur Absendung nach Algier, zum Ersatz der: 1011113611 Truppen, welchr. nach der tunesischen Grenze dirigirt wurden.
T0 111011, 4. April. (W. T. B.) Morgen werden 6 große TranéZportdampfer armirt werden. Dieselbrn erhalten Kthen für, einen Monat, für 25 Tage Lebensmittek und 10 „000'Feldratwnen. Der Kreuzer „Tourviüs“ wird die Feldbedurfmsse xür 40 Offiz1ere aufnehmen.
Italien. Rom, 4. April. (W. T'. B.) In der gestri- gen S_Uzung der Deprztirtenkammer gab der Finanz: Minrster Mag'lranr sein Finanzexposé: Das Budget prd 1880 habe emen Uederschuß 0011 28 911111. ergeben und wurde emen solchen von 53 Mill. ergeben haben, wenn nicht eme Mehrauqube von 25 M11]. nothwendig geworden wäre, für welche er dre Genehmigung der Kammer nachsuchr. Daß steh eme Erhöhung der Einnahme 1005126 bei solchen Titeln des Budgets ergeben, habe, welche den ökonomischen Fortschritt des Lgndes bewetsrn, spreche für eine allmähliche Vrfferung der Fmanzen 310112112. Die Regierung sei seit dem Jahre 1862, wo 1100) em beLrächtliches Defizit bestanden habe, gegen- wärttg zu emem Ueberschuss gelangt. Während man früher Domqnialgüter verkauft nnd Anlehen aufgenommen habe, um dre Bedürfnisse zu decken, amortisire man gegenwärtig emen großen The_il der Schulden mit den Newöhr1lichen Ein: nahmen. Das de1initive Budget pro 1881 schließe mit einem Yeherschuß von 15 MiUionen ab. Dieser Ueberschuß sei ne- rmger als im Jahre 1880 in Folge der geringeren Ergebnisse der Mahlsteuer und in Folge der dem Budget von 1880 gegon- Über aus Vorsicht geringer veranschlagten Einnahmen, die WM!) hoffentlich überschritten werden dürften. Der Minister hob sodann die bereits ansgeführten finanziellen Ver- besserungen hervor und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Operation behufs Anwendung des Gesetzes zur Be- seitigung des ZwangSconrses in nüßlicher und dem Kredite Italiens zur Ehre gereichender Weise werde bewerkstelligt werden. Italien werde an der Münzkonferenz theilnehmen. Man hoffe, auf derselben eine Uebereinstimmung zu erzielen, um dem Silber eine den'. (Holde analoge Wichtigkeit im Ver- kehre beizulegen und dadurch einen möglichst großen Markt 11 eröffnen. Die Zollrcform habe bereits aus;;ezeichnete Re: 1ultate geliefert. Dieselbe müsse vervollständigt werden, ins- besondere durch den schleunigen Abschluß eines HandWs- vertrags mit Frankreich und durch eine definitive Revision des ZolXtarifs, damit die fiskalischen Ytteressen und die: (Hrundsäße der volkswirthschaftlickwn zreiheit mit dem Schuss der Interessen der italienischen Industrie in Einklang gebracht würden. Der Minister kündigte sodannGefrßc-ntwürfe an, betreffend die gleichmäßige Vertheilung der (Irundsteuer, betreffend die Reform drr Verzchrnngsstener, 11110 betreffend die Abänderung der Eiscnbahntarifc. _ Ju Beantwortung einer bezügli-11e11 Interpellation erklärte der Minister: Präsident Cairoli: über die Absichten der italienischen Regierung in Betreff der Anerkennung des Königreichs Rumänien könnten keine Zweifel bestehen; wegen der 11051)- wendigen Formalitäten habe eine kurze Verzögerung stattge- funden, indessen sei gegenwärtig die Anerkennung bereits erfolgt.
_ 4. April, Abends. (W. T. B.) General Ferrero ist zum Kriegs-Minister ernannt worden und hat heute den Amtseid geleistet.
Griechenland. Athen, 4. April. (29.23.21) Der König hat heute Nachmittag über dir bier befindlichen, gegen 6000 Mann zählenden Truppen einc Revne abgehalten und 011 ;; Bataillone nene Fahnen verweilt. _ „111 Bericbtcn 0116 Chios wird die Zahl der durch das Erdbeben getödtctcn odcr verwundeten Personen auf 3000 angegeben, die Erdcr: schütternngen dauern 1100) immer fort.
"""-Türkei. Smyrna, 4.Apr11. (W.T.V.) Auf der Insel Chios hat ein starker- Erdbeben 11011111111110911, 01101) 101111110 drei Viertel der Stadt zerstört wnrden; 010 “2111311111 der bei dem Erdbeben 111110 Leben gckonnncnen Personen 111111 11111 11011) nicht bestimmten. Tas Flachland und dir 11111111111111111110100
. . . . . : tadtT'cbe (1111*1011'11 lark 1111101. Ein1111131101111001111701!- Pobegmn 00:11 14.L1111011:Rc;11111cnt gelang ro, n11163Man11 ! S ' s ) * ) * s g * 1“
5011111)“ Statio1101chiff 111111 mit Lebensmitteln 110111 611106 01.1:
» gegangen.
Datteln waren aber vergiftet, 11110 Dianouo und 28 “111111111 =
starben an dem Gifte, Pobeauin W127“ Mann weiter durch, sah sich aber vier agereisen südlich von
Meffeaan cingeschloffen ""d schickte """ die vier Eingeborncn ? wurden Erdersäxüttcrungcn gespürt, dicscidcn haben aber 10111011
1100) Uargla um Hülfe. Der Khalisat 0011 Uargla rückte so- 1xle1c11 mit 400 Mehatis aus, und man 1011! nichts versäumen, 111110111 Nen der Mission zu retten, aber dafür 131 wenig
sich dann mit 30 :
Hoffnung vorhanden, da die 30 Mann eng eingeschlossen und '
nur schwach mit LebenSmitteln und Munition versehen sind.
_ 4. April. der Deputirtenkammer machte der nister Jarre nähere Mittheilungen lieber d1e änge in Tunis 11110 bestätmte, daß jüngst ein elf:
_ 21116 330110011 111111111 „W T. V.““: “110111 dcn 11irr estrrn Nachmittag stattgrfundrn; fast diz“ 1111111 Stadt ist zer- tört, ebenso viele der 11enach11arte11 Ort1ch11ytc1_1, 1111] 5111111011' (Vetodteten 11110 Verwundeten 111 11111“ 11111 1110111, dre “11100111“-
rung lagert auf freiem Felde. 21110) 111 311111 11110 Smyrna
Schaden angerichtet.
Rumänien. Bukarest, -1. "110111. (213. „T. V.) Auf dem gestrigen Bankct des Handelsnandcs erklartc rer
- Minister-Präsident Vratiano, Rumänien sei gastfreundlich
(W- T V) I" dkk heutigen Sisung = Krtego YUM- or: ,
ewcscn und werde es bleiben. Es wsrdr 1111) aber gegen F1 1111): : 111 g e zu schützen wissen, welche 11 m st 11 r z 1 0 c c 11 verbrcnen woll: te11._ Im Z e :1 a te theilte derMinistcr 0199111swärtianBocreScu, mit, das; der König heute die (Kkückwünsche drriranzösi-
findige. Gefecht stattgefunden habe, in welchcm die fran: ? schen Regierung zu seiner Proklamiruna 111111 Könige von
13111111!" Truppen 4 Todt: und 6 Verwundete hatten. An: 3 Rumänien erhalten habe. . gefichts dieses Vorkommnisseo habe die Regierungjdie erfordert ' keit der Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend vw
Ur Srnat 0011112 "111: Drin lich: 110-