1925 / 18 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 22 Jan 1925 18:00:01 GMT) scan diff

tsciii 17Min "*)(xißi'ickii (i»“iNikii. (Tmiiki't'iiiii*ei'i*i'ii,1md mickidérdkniscknaiionasc i')?'tti*i'zi|it(-k*;'siiia_'i Skbiclc d(iitc' wobl die' K'i'iikiiiii'nz mit den Dallwiskn !il'O Zi,;i'iwiiiisii nick)! axii'ncdme-n können. ebeniowenig Herr Strekemannx Wm!" di? isiiiqcii *.!)c'misicr bewerten. daß sie die iicbtim'n Mävm-r siiid. sd wmdm: sic dsr kiicvitblik und der Dcmoimiie einen Dienst eiim'ii'i'ii. Dix“- szikmiim der Regit'rnng man im namen nicbt skliic'kkif icin iii abcr dvi!) im ()"i1e'!]l«'it1i'i1 se'ck)! iiickiisiimend Hkrr I“."si'xii [M im ZWWÜUWZU auI" dmn schalen TW diii'ck) Lijikn S*Ölls? dkiiisäitiaiivimi-Zti Num e'iiic'ii i'ix'iikizie'n (9571371 mackién wollen, nbkr wis kiiiiiikn dic Tciitsckiimtimmlmi diescr Ri'iiiei'iiimseiklärung zu- siltnnisii, wis iiiiiiisn sik mit di'r Fmtse-xinna der bisherigen Auswu- Poliiii) mit dcr :kiclnindimia dcr Säiuidimgc in dem biökiciizikn Sinne, dcm Voka'niiknis znr'Rc-Uubiik' CijllWi'sfaUkk" 1ein nnd .wi? 'föiim'n sic» dic fi'iilwte' Reqikrunq ankkkknncn in dem Augenblick. wo Graf Wcs-iirv disis ais: kt"? Reaiemng kor vollendeten Tatmiiosiakeit lii'ie»ick*;ye*1? Tic "!?-*rsdiccbnniikn dcr Déutiäznatioimlen seit fiinf Jabrc'n [*i'rtraxic'n sick) nicki? mit dieier Roaiernng. Entweder müssen sie ihre Wäiiii't“ i'ci'i'xeti'ii odi'i dcn ?)Te'ickix-knnzien ViSÜkick)! aucb abw0chscliid dxc' cirisii urid dm] aiidr'ic'n. Mit“ "(*Mit dcr in'nén I)ikgieiiiiig ai“- 1ciiximid ddölmlb «e*zie'iiiibi'r, Wei] si? aus dem iiiiiiötigkn Sims,; cincr Moxiim'ima. der wir unser Volies Nartmuen sck'L-"fki'n, zustande ae- ?"otmni'n isi. (Sebi richtixi bk! den Dsm) Des Vorwurfß-branck'cn wir uns nickii m schämen. das? wir dit-"Soziaide'mokmikn nicht in eine feindliche- Oaltmm inm Staat "hineindiäniien kissen wollen. Darüber liaben wir im „vorine'n Fabre i'm Rkickiétag tikfflikbe Aiisiübrungcn a-iiört, das: die' Soiialremokrciien dank ibkcr nationalen Einstellug zur Wiitm'kicituita bc'ratmeioakn werden müßten, und diese Aussübinngkn boidkrdamaiiae Neicbskanilkr Dr Stressmann ac'inacbt (Hört, böii! b d.“ Dkk" ). „)(-ri“ Scholz wird in dsr Ztl'üiklitikjmsk'éit mit dcn Dsuiscb- natioimicn irmyibaib "'le Wociicn wobl empfinden, daß er aenau so vielen Écbw'krigkeiién fiir die? Fortseßiimi séincr Wkitik dei den Deritschnationalen findet wie früher bei déi! Sozialdemokraten. Nii'lie'ickw ist er dann zu cincr Remcdni' itack) der anderen Skill k'ékkif. Die Regierung lic'xic'anxkt nach ilirer Zitsaiimienseyung und EntstkbungkgeWick'w crnsiesicn Bedenken. (SLM richtig 1) d. Dem) ?illrrdings kimi dsr Reichskanxlkr Dr. Luther- ln'imit, dafi dcr Staatsacdanks dsr bssonde'rcn Pflege ['i-darf. Ick) stimme mit ihm darin iibkrcin, aiim“ der Innknminisißr bat alik Vet"- aniaffung, mit der Pflege des Staaisxisdanfcixs in dsr Republik ernst zu machn Dabci mus: vor ale die Erfurcbt und“ die Ackziuua vor dcin Präsidsnwn dcs Staatss gcdflkiit wc'rden

Wir sind der Meinung. daß in dieser “Zeit das Obcrkzauvt des deutschen Staatyö der bksondei'en Achtung bedarf. und wir liaben bie? von Anierikam'rn. anwikn und anderen Völkern noc!) skbr viel zu lernen. M'r Reickisvräfident wird uns siewiß nicbt herrlichen Zeiten entaexieniiibrc'n könnt'". aber er hat es uns auch nicht vérsvrcäoen

"icli alaube, das; der WM durch? Dunkle. kk" wir gegannan sind. unser “Rührung Links Monarcken nicbt so iaktvoll und so schweigsam emackyt worden wäre wie unter Führung des Reich§vrästdknien L&bert, (Beifall links, Unruhe und Zurnie rechts.) Ich würde es nicbt für nötig balien. bic'r !obende Woite über den Herrn Fkäsikéitfkn zn fvrekbcn, WM" |1icht von unberuiener und dazu " keiner Wkiic ncsixqmisr Weise: Kübkl von Schmuß über ihn aiisaescbüiiet wordt?" wären ( Beifall links.) Darum beginnen wir mit der Bitte an den Rkickysi'amler, er möge seinen Innknminister anweisen, dafür zu sorgc'n, daß der Vizeviäsident des Reichtaas dym Réickiddiäfideni'cn die ibm zukommenden Ehren nicbt verdaut.

[Beifall links) Das Magdeburger Urteil bedauern wir aufs tiefste Und schmerzlicbsic. Ganz im Gegensatz zum Grafen Westarp.

der gestern verlangie, daß dcr Rcichßimremninister die vaterländiscben

Verbände in seinen ganz besonders!: Säntis nehmen müßte, verbitien

wir es uns. das: solche Vkrbände wie der „Stab!be!m“„ die derartiges iiber den Nkickiéiiiäsidcntkn gesagt und aesckxrikben baben, unter einen be-

sonderen Schuß genommen werden. (Sehr gut! links.) Wir verlangen

vieime-br, das: dc'r Néicbökanzler dafür rorgt. da diese Verbände überall

“cori. „wo sis die Linie des Geikycs WM! 1611, in ihre Scknanken

xurückgewiescn wcrden. ( Beifall links.) _Vor dem Kiiexie war man

" dl'k evangelischkn Kiicbe vielfach der Meinung. daß die evangelischen

Geistlichn nur dis Politik treib?" düritkn, die die Obriaksit für richtig bie". Was bleibt nun aber

Weise Schichten dei" Bevölkerung balken noch treu zur Kirche, sind abe'r dock) .Rc-vubiikane'r. Warum duldet die evangelisch Kirche, das; preis “ihrer Geistlichen sich im Geaknsaez zu dc'n- Worten des Apostels Paulus gegsn die Obrigkeit Wenden? Uebsrali sehen wir “[diese Geistlichén im Dienst der sckiäristen poiitiicbc-n Ligiiation. (Große Unruhe rechts. Nusa: Korell! Aba, Kabi: Ihre Behauptung ist nan; unbewiesen), Wir (Jaden aUe Veranlassung. vor einer solcbmt' Agitation zu warnen. (Erneute Unruhe." rechts. Aba. Mumm: Das ist obne jkden Benicis!) Ick bin der Meinung, das: das Woxt “OLS Apostels Paulus gkgenüber der Reniermm dis Kaisers Ncro aucb gegenfiber der Republik giit Ich frage dm: Reickxskanilkr: Mißviliigcn Sie die Agi- tation 999711 die Répubiik und rücken Si? ab Von Leutkn. die Idi „Kabinett nls Instiitment gegen die Revttblik gebrauchen wollen“.- Auch wir wünschen strenge Untersuchung und Ahndung ? der in [West Zeit bekannt gc-ivordenen Skandale. Es ist aber falsch, wknn man die Schuld allsin "bei denen sucht, dic: ais Bc- amte der Seehandluna nicht vom" Roinlichksit bewahrt liaben. Man daif auch nicht die Republik für die Kornwiion verantwortlich machen, dknn, wie der Aba Bi'citsckicid richtig iaute,_ die Korrupiion hat schon im Kris «? einaessgt, als dis Krikgsaeskllichattsn nebildet wurden. Wao au wirtschaftlichem (beikte dem einen und dem apdcren verivwcben ist. was da aus Theicn zugunsten des einem und an Aniiibeikn mnnaunsten des anderen aiisgewrocben ist. das er- mangext der Vervkise durch die Praxis. Man hat fünf Jabie von nnß *:.L ÜNMÖKUÖL veilangt„ und so wird man auch yon der jcßiaen Nk;'**xk'.*ko;* w. dyr Aufwertunqsiraae das Unmögliche veilangen. Der RSM?! 7772 i;“;r di? Berückiickziignng der Auslandsdéutichen, der V«w€:=;ch:x-x yx: t-ér Kriegsdintervliebenen bei der Regelung der JU'K'Y'KUITÉ'UZL ein Er verlangt weiter Stützung des Hand- iverfs, ZßrM-„ipzz T€! 'Ziéclung und Erweiteiuna des Pachtscbußcs der chinfikei-xi, 77Min nicbt "Uk eine anacmeffene Bezahlung der Beamwn, sonchn auch eine ?UÖNÜUML Schaffung Link's Veatntenrecbts Dem Übkkkxjébknkn Zentraiiémus der Vkrwaltung muß begegnet werden (döit! hört! rechts). Die kauviiäcblichste Zentralisierung in Deutsch- land betksll)! im Reiilikfinamminisieiium. Beginnen Sie zunächst da- mit aufzuräumyn mit kt'r unxiebsakiiickikn Zeniiaiisation auf dem (Be- liieie des Steucrwesens und TLZ Vkamtenwssens. inionderbeit dcr (***-„ic'kmltSi'eak-iunn. (Lin einheitliche?!" Wille muß aber darüber hinaus besiebkn. Die Invfiicbtnabmc Links Tkilcs dsr éjkeichswkbr durch eine Landesregikruna Lkichkins mir durchaus nicht uniiakiscb und der Weimarer Veriaffmtg entsprechend. Wir werdcn zunächst die Hand- !ungen der neuen Rigicrung abwarteu, denken aber nicht daran, ihr von vornherein Neutraiiiät zuzusaacn. Wir cnt!chließeu uns dazu, der Regierung, derenErkläkung zuiriedcnstellend ist. wenn sie sie durch bcf-iedigende Beantwortung iinrerer Anfragen ergänzt, frkics Spiel ZU geben. Das Kabinett wird zurückkehren müssen zu der Politik dcr (*Jsduld. der Vernunit, dkr Belmrtlichfeit, der Demokratie.

Aba Dr Jörissen (Wittich Vereinig.): Die Wirtschaftliche Vkreinimma wird ihre Steüunmmbme davon abhängig machen, wie die' Regierung 'die Interessen dcs Mittelstandes vertritt Wir wünschen Dor alic'm, das; die Rkaieruna dcr Branitenscbaft wolilwollcnd gegen- übersteht. Ohne eine feste Ordnung im Innern wird auch die beste Ausziinvolitik nichts nüxien In kcheaierung siseri destickyskanzlcr Und dL! Auszc'nminister. die den Londoner Vertrag mitbeicbloffen liaben. Sie können es daher nicht vc'mntwotte-n, ihr eigenes Werkiu zerstören. Vor dem Kabinett sigi aber auch das Zentrum: das mit Argusaugen dariiber wacht, das; der Gcist'des Herrn “Marx nick)! daraus vQ'waindct. Da [int wcdcr das Ausland nocb Vertreter des Inlandcs Ursach2 ziim :Uiisitrmicn. Der Redner erhebt - als Rhein- länder " bksondcrs energischen Einspruch gegen die Nichiräutnung dcr Köhwr Zone untcr Bruch des gegebenen Veriprkcbens Die Tanicndiabrieier im !)Tbeinland sol] und wird fordern den freien deutschcn „'ich-„'in. Die: Reaierung muß auf alle Folgen der Nicht- t'äumimg hinweisen. die_ uns die Erfüllung unserer Verpflichtungen erschweren. Bci dcn .HaiidclEVeriiaasverbandlnnaen müssen [mixte Unterhändlkr fiihlkn Kopf und Zähigkeit bewahren. Dem Völker-

Geisiiickikkit herrscht ?

* kann das im

_ _ bsuie noi!) als Grand fiir _die _ Monaicbisiisch Agitation. die in weiten Kreisen der evangklischen"

'dik Erhaltung des konicifionelien _ sozialen und politischen Zcrkliiftung in unsciem Volke können wir“

kund sieben meine Freunde skeviisclier geaenüöer (176 ein Laokoon dem ti'ojmi-icben Rosi. Zn dkr Regier-nmseiilärung sind schöne Worte über dk" Mittelstand; aber wir müssen der Regierung jagen: „bio Kboäug. bio Fawn!“ Es darf nicht mehr so weite'r neben, daß man die Kleinen hängt und die (Sitofien !auikn lässt, Wir werden der Regierung auch auf dem Steuergebiet Xnderung?" nntetbreiten, die wir ,im Interesse des Mitteisinndes siclikn, Die Arbenslysiafeit mus; bkfc'inwft il'kldi'n, die Koriuption muß aufhören. (Beifall bei der Wirt'kba'tlicben Vereinigung ) Alia. Leicht (Ravi Liv.): anten Wills", crsvrießiickik Yibeit iiir.Va_t811and und Volk zu leisten. (Zwikcbiicbenruf des Aba Keil, Soz.) Heir Keil, es wird sachlich skb!" icliwe'r ikin gegen diese“ Eiklämng eine ablebnkiide Haltung ein- zunehmen." und ich weiß nicht, ob nicht aus dieiem Grunde auch der Misiiiauensantran der Sozialdemokraten mehr nach der persön- lichen Seite sich richtet. Dr. Breitscheid bat er?]ärt. daß man akge'n dieie Reqierunaée-kläiung sebr schwer etwas saaen könne. “Nach" dem A-tsfall der jetzte" Walvis" erichicn uns eine bürger- lichc: Regicrnng ([ck]?ka eine auf Z).)(“c'kiibeit [*Liubk'nde bürgkrliche Virgicrimg. Ui'bLk dcn Verrucb, eine solche ?)kegicrimg zu bilden, soUicn aiich diejeniasn nicbt unaclialten sein, die bisiicr eine bümi-r- liebs Mindi'rbe'ijerikriing geduldet haben. (Sehr richtig! rechts.) Ee- wurdc manchmal sogar der Eindruck erweckt, als ob diese kürger- !icbe Minderbsitsregikmng untersiüßt wurde. WEnn nun die Minderbe'itsre'aieruna sich in "eine Mehrheitsreaierung Verwandeit, io Interesse der Stabilität nur begrüßt werdkn Die Re- gierung wird, auch wenn sie keine parlamentarische Konstyliation dar- sieUt, grundiätzlick) von einer Mehrheit akstüyi Das Zentrum hat zwar kcim'n Zweifs] kaiübkk gelassen das; die Untersiiiizunq nicht iür alle Fälle Uiiti'r jeder deininng gc'gcbkn werdk; ich hatte abér bei der Zentrumöerkiärmm den Ciudinck, daß das antrum sich seiner ans- fcblaggc'benden Bedeutung bewußt ist, und ich bin überzeugt, daß das ZEUfkilm iich auch der Verantwortung bewußt ist, die ek; jeßt über- nimmt Ich habe das Vertrauen in dem Zentrum gemäß seiner Ver: anxicnbéit. das: es dieser Verantwortung immer eingedenk sein wird. Jeder unsere Haltung zur Regierung iind verschiedene Mäicben in dle“ Welt gesexzt worden ; icb wiederhole deshalb, das; wir in dem Posiminisicr Stingl unteren Vertrauensmann in .der Regierung erblicken, und zwar nicht nur in dkm ziin'itige'n parlamsniai'isch Sinne, sondern in dem weiteren Sinne, daf; “umme gesamte Frakiion vollstcs Vkrtrausn iu leine Person setzt. _(Beiialj b. d. Bayr. Volksv.) Die Regisriing hat sich zur Nercbsveriassung _ais ischijicbcr Grittidiagc ihrer Aibéir, bckannt und will gewaiiiame Versuch mr Abändkrung der Veriassung als Hochverrat verfolgen. sie hat aber auch die Notwc'ndixikeit der Nachprüfung der Verfassung zur innewn Gesundung dss Staatsweiens betont Wir können dem nur beivflicbten. Wir haben mit Befriedigung veriwmnien, das; auch die Beziehungen des Rkicbls zu den Ländern nachgepiiift werden folien und daß das Eigenleben dc'r Länder geacbtét werden soll Wir erwarten, daf; es nicht bios; bci dyn freundlichen Woite" bleibt, sondern das; auch praktische Maß- nahmen baldigst erioigen, die, wie Herr Scholz jagte, es den Ländcrn crmöglicbe'n, iich behaglich unter dym Dach des JY€ichks zu fühlen. (Zwischenruf b. d. Soz.) Das gilt auch deactiieitigi; das Reich kann sich nicht [*Lbémlicb fiibwii, wenn es den Ländein nicht behaglich ist. Durch die Anwendung und Ausleaung der Weimarer

Verfassung ist die Reichöireudigkeit der Länder nicht gesördxrt wordc-n.

Deshalb freuen wir uns, daß der deutschnationale Redner sick) auf die Denkschrift der bayerischen Regierung bczogen hat. Wir siebkn auf dem Boden diesc'r Denkschrift und vc'rlangen eine größere Seld- siändigksit dcr Ländkr. Ick) babe da auch r€ck)t nette Worte von dkm Führer der demokratischen Fraktion geböit und dachte dabei an die Steak, daß im Himmel mehr Frkude sei über eincnSünder der Buße tut, als über 98 Gerechte. (Große Hélkklkkit.) Das Woxt eines bayeriickwn Fürsten „Verbündkia nictiaiaUen!“ ivolien wir modern dahin Variieren: Staaten und nicht Provinzen! Wir vsxlaugen, daß der Schivchnkt der innersn Verwaltung und der ganzen Kaiturfraaen in die Länder Wilegt werden toll. Die Länder diirfen nicht mehr Kost'gängcr des Reiches skin. und darum veilangen wir ein?" Finanz- ausgleich, der Ländern und Gerneinden in Wirklichkeit dic Selbst- verwaltung läßt. Wir hoffen, _ der Rcichörcgiernng und des Reichstags finden, _Dié * Ra'qéiu'n'g dcr Steusrgeießgcbung in_x-“der von der Regierung ve'rsvmcbem'n

klarsten und ktnfacbstén'Fokni wiid hoffentlich dnrciigciiilsrt werdkn, _" " F'a-miiié-n und daß der arbeitkndcn'

Wir sind auch cinverstandcn damit, das; kinderreiche bkionders berücksickotigt werden folien Bevölkerung keine uniragdaren Lasten auferlegt werden Wir verlangen Abbau der übermäßigen Besteuerung, Bedrohung der Produktion «kworden ist, _ hier auf unsere Anträge. Auch die Verwaltung der Rciclissieuém muß billiger werden“. Die „Baveiiicbe Staawzeiiung' bat bewchxi'ct. daß wir vor dem Krieg 12? Millionen in Reich und Ländern für die Sieuerderwaltung .ankgeaebén baden. wäkykcnd es iexzt 533 Minimicn smd. Die Paksivität unsércr Handkisbilanz bat in elf Monaten das vsrganasnen Jabies mehr als zn*ki;Millici1'den Goldmmk betragen. Bci einer Yoitdauer dieses Zustaridcs wiid es unmöglich sein, den Dawes- lan_ durchzuführen, zumal die Be|astung später immer mehr wachsen wird. Nachdem wir mit dem 10. Januar uniere witticbaftiichs Freiheit wiederae'wonnen haben, muß das von uns benutzt werden, um" dem deut|chen Außenhandel neue Tore zu öffnen und die Einfuhr nach dem deutickpen Wiriicbait-hedürinis zu regeln. Ick mache gar kciiixwebl daraus, daß dem Volk_dieier (Hydanke durch. aus*nocb nicht zum Bcwußtiein gkkommsn iii, das; wir viclmebr Tinga dcizébteti und dktbraucbc'n, aufdie wir obné Schädikung unsererseits verzichten könnten (Sehr 1ichtigx ). Die einheimische Pro- duktion ist durch Sclnißzölle so weit als möglich zu schiißen. Der Bcamtcnscbaft, namentlich den Untetbeanitcn. mus; eine austömmlicbe Lebenshaltung gammtxcrt wcrdon. undarteiisckye UntkkiUÖlMg dringend wünschenswert. Di? Kieinrentnkr müssen bc'tiickiicbtigt wxrdkn. -Für die Kriegsaiileibc muß eine Ver- zinsuna gogebcn werden. Wie können sonit Reich und Staat nochmals von dem Volk viriangcn. das; ('s für Staatszwecke Odier bringt? Für dkn soziale'nFrieren, für die Fortführung dchozialPolitik bringen wir gc'rn große Odier. Nicht minder lisgt uns am Herzen Friedens (Beifall) Neben der

_ folien die zu einer

wahrhaftig nicht noch eine kontessioneiie Bsiclwimg ertragen. (Sehr tichti9 !) Wir sicbkn auf dem Boden dc'r Duldung, die aber nicht so aufg? a

slick]. ('s mus; Volle Paiität herricbcn. insbeiourerc auch auf déi]! Gc- bicie dcr Bcamtcnsteliung nnd, wcnn er chkkngLn sollte, dcs Abbaues. In dsr Außenpolitik muß ein wirklichkr und dauerhafter Friede herbei- geführt werden. Wir sind alio Pazifisten, aber es gibt auch einen iibkrtriebcnen Pazifismus. den wir nicht teilen. In den andsren Ländkrn, die uns "iibcr feindlich waren, iolltc dia Friedknsgefinnung nicht blos; deklamic'it ive'iden Nationalgefi'ibl ist notwendig, aber üb-“itriebener Nationalismus ist zu deiwerien. Man verlangt von Dkiiisclpland, das; ('s einseitig in dor Abrüstuna vdranaélii Darum [*]kibi'il di? Koni!ollkomniiisimn'n bistelwn, die*iichicht*cknüffeln, ob nicht iraciidwo in ciner Schublade noch ein Revolvkr Vorbandcn ist. Der (Hedanke dcs Völksrbundes dient dem internaiionalcn_Fric'de'n, aber nach dcr Zuminntknießun des Bundes sind wir skeptiick). Nach dkn (Erfahrungen dcs Saaige iets muß man doppeltDorsicbtin mit de'!!! Eintritt icin. Wenn die Jree-des Völkerbundes wirklich dem Frieden dicncn soll, muß die (Herecbiigfeit die Grundlage fcin. Darin sehen wir auch eine größere Sicherheit für Frankreich als in sonstigen Mas;- nabmen.. (Bciiau rechts und der Bayer. Volksw.) *

Abg. v o n Gr a ere (Nat. Soi ): Seinerzeit war der Name Roibichild die Kennzeichnung für die Herrschaft der Vörie, heute sind akrtngwertige Namen an die Stellen getreten, wie Vanngt. In der ixbadlikaniicben Regierung sind die Regierenden nicht die Herrschenden. sie smd die Maxionetten an den Fäden der Börse. Die politischen Mißerfolge_ diefer Regierenden erweisen sich als Svroffen der Leiter zu ihrem Aufstieg. Erzbergcr glaubte an die VerWiecbungen bklm Wafikiistiiisiand. später samo" Haas und Haußmann, wenn die Arbmter gewußt hättcii, da“"i dsr Versaillkr Fried.? so ansieln'n würds, Hätter sie die Waffsn nicht niedsraelent Herr Scheidcmaim sagte, die Hand müsse verdorren, die diejen Frieden

Dis Régisiungserklärnng zeigt den“

daß unsere Anliäge die Zustimmung

und vcrweiién auch;

Bei den Finanzikandaien ifi sirkngsie -

ßt werden darf, als ob wir Katholiken *bloß. die (Geduiketeii

[

unfersäxreiöe. Herr Ebe'ri erklärfe es für würdcsos, den Friedkii zu unterschreiben Ader wäre] wurde Herr Scheideinann :)ke'iäisfaii;!e*r es_ gibt sehr dickiäliige Hände (Heiterkeit); H'rrn Scheidetnanns“ Hande sind nicht dünner geworden. die seiner Freunde a11chmchr_ (Heitekkeit). Bei den Maiwablen eniscbied sich das deuticbe Vojk gegen das „iwkite Vkrsailies" dés Da:v&=-Gntachtens. Dann kam aber dkk "29. August mit der Annahme «Herr Stressmmm bat wn Mißlrfolq dsr Nickyträumunq der Kölner Zons ernaestanden, (1ng iroizrem Eine weitere Sprosse zuin Auisiieg der Unfé'kbändlkk'kés Londoner Abkommens in dii-ser Nemeiung! Die Herren 061" Börig dagegen wissen genau, was sie ivolien, sie sind die Heriickikndsn Und dab?! kommen unvkre Regierungen immer sozniagen durch Linen .K'atie'ricbiiitt zustande. Hat sich in unserm" Politik irgendc-iwas aeänkert.-ob Herr Weidemann oder Herr Wirth ob Cuno oder Streikmann oder Marx Reichskanzler war. Nicht das“ gyrinxiste, ab. gesehen von einigen Aeußerlicbkeiten. Die Hetie'n dei Baiike'n und Börm h_eu'aen auch die meaffnna, wenn es ihnen ).)aßi. Di? Ver- ias-ma ist schon sehr vielfach“ we'räiidc'rt worden, = abés xder Vkainte beschwört die' Veiiasiung, wie sie in Weimar iestgksieiit ist. DS]: Vgtér dsr Verfassung, Préliß, hat aus dem Zuristentaa aesaar, da!? alle veriaisunqsändernden (Hesese ,in die Vexiaiinna-«Wldsk"ein. aeaibeitci weiden müßten; nm (sikjiuna zu haben. Wilidie'kü'c'giering alle die !“ié-beiipen Abänderungen ker Veriaffnng, die' iiiclit in di-Zie eingearbeitet sind, für ungültig erkiäten? Yuck) das Ei'eiibal'ngkicx; des Dawes-Guiacbte'ns ist somit zu Unrecht atixiknv111!11€l_1_' WÖTÖLU :UUQ ungiiiiig, weil es die Verfaffnna änderte, ,abyr. nicht 'in fic- bjnL'n- gearbeitet ist. Auch die Abändsrnng de'r Vsrfassnng, duick) die die. Amtszeit des Reichspräsidenten veilängert Wurd_6,z- hätte. nin gültig zn Min, in die Verfassung [)ineinaeaibeitet-wiirdkn'miisien.

.Die .Vossiich Zeitung“ iordext in dem Altikkl über diei'anidébiii'gér

Röser in ickiamiviesier Weise die Richter zur R9chtkbeugiinzimiß Wir fragen die Reaieruna, ob sie “ernstlich gewillt "„ist“; die,",Kok- niviionsskandale wirksam zu verfolgen Jch zwe“if!e,'ob in dreier Regierung ein Herkules sist, der diesen Auaiassjal] reinikik "Eo schizint, als wollte man disse Korruption lsdiglicb aui Mißstände in“ der Kreditgewährung umdrehen. Das ist aber nicht die Haiivt'ia'cbe * Die Hauptsache isi, wis Weit Bianitxnbesjkcbungyn vorgskomnisiiiind und wie Mit dadurch die Vaiuia künstlich likkiii-Jußt worden ist. Ist es Wahr, was behauptet wird, das; dsr UkkußisÖS Justizminister zugunsten DWaimats eingegriffen haben 1011? Es ist die verdammte Pflicht und Sckouldigkcit dsr chsich§ie§iisriing, mit dieser Art von Dementierung Schluß zu machen. .Am msrsten ckelt mich der demokratisch Byzantiniswns vor dem „GSW! (Flirt an (Unruh? u. Zuruie. b .d-Dem ). Wenn- man an ÖW Fall Podvielski erinnkrt, so veiweiie ich darauf. das Podbielski auf Bkiebl des Kaiiers icin Amt nicderie en mußte; auch nicht dechhatten eines Vexdacbts durite in jener, eit auf einen Minister fallen Meine Fie-inde und ich haben eine solche Fiille von Material. das; wir „dagen miiffkn. es iii crichikckend„ wie iveit die Korruption gebt. (2)kiii€_links: Hymns damit!) .Di-nie veizicbte ich darauf alles einzelne umzu- teile'n. ( Umube links und neue Rufe: Heraus mit dym Maieriai!) Unser Material benifft auch die Familie des Reichpräsidenten. (Große Erregung b. [) Soz und fiürmiscbe Zinnia) Sie ein den Soz) bxüllkn Jbre Schande nicbt niLde'i. Sie und “Fine Barnianicben Brüdér n'eiden icbon noch damn kommen. (Sturmriche Zuriiis bci dcn Soz, minuieiiiangkr Läim. Glocke destäsidenien) Jn cinkr Zcit, Wo der reelle deniscbaGeschäitSniann keinen Kwdit bekam, Winde Staatsaeid ieicbiberzig _an nemde Sébikbkk kiin- geqkben. Die Not der Landwirtschaft ist mit Sebuxzzölien nicht qu likilén, Wenn ich auch kern grundsätzlicher Gkgner von ;Scbuxizöllen bin. Das ganz? Ktcditsvsiem muß geändert werden. Auch wir wiinsckwn Ausbau dCi." sozialen Geußaebung, abkr wie das unier den Daircö-GUeßen gemacht werden soll, bleibt (Helwinmis. Die Auiivertungsnage'kann nur durch Aufhebung der dritten SlLULr- nowewtdnuna (ielösj ive'rdc'n. Hoffknilick) bewabrlieitkt es sich iicbt, daß Herr Stresemann ausländischen Preffevertreiein gesagt haben 1911, die Viechte sei in die Regierung nur aufgenommen worden„ damii "fie sich _dort abnuye. Das daiwriicha Konkordat greift in unziijäisiger Weile in di? RSichI!chiilgeießgebimg ein. Wir "werden- uns dieier

"Régisrnng gegenüber abwartend vsrbalten, wir werden weder fiir das

*Misztrauens- Nat.-Soz ) * *

_ _ Reichskmizler Dr. Luther: “Meine Damen _und __HM'YU] (Zurufe Von, den Konmmnisten: le'néstie! -- Heitéxkéit „rcchtsx*“*'-

m_)ch Vertrauensvdium si.i,mmen._ (BLiiaU xb?! xden

"Fortgesciztc Zurufé von den “Kd"UiiiUiiiistM.) Meine Herren", mir

kommt es so vor, schon gehört hätts.

diesen Ruf auch Kommunisten. Giocke dcs Präsidsnien. Vizapräsideni Dr. Rix'ßeris“ Ich bitte um Ruhe!) Meine Damsn und ' Hérren! ch stelis mit Befriedignng fest, daß für das außénipolitische Programm der Régicriing, wie ich es dem Hohen Hause zu unterbreiten die Ehre hatte, “sich eiue breits zustimmc'nde Froni gefunden haf. Nicht nur; die Par- tcien, di? Vertrauensmänner in die Regierung entsandt haben, und die Wittschaftliche Vereinigung, sondern auch die Deutsche Demokratische Partei hcoben erklärt, daß sie das Programm" der Regie- ruxig, sowÜt die Außenpolitik in Bctracht kommt, billigen; und der Rodner der Sozialdemokratischen Partei, der Außenpolitikcr Dr. Breitscheidbat auKorücklich hervorgc-bobxn, da[; dieses Programm aua“) von dem früheren Reichskanzler Herrii Marx hätte verlesen werden können. (Hört, hört! bei den Kom-munisten.) Mir scheint dik-se Fest- stellung für *die Weitere Arbeit des Kabinetts VOn größter Bodentimg; NW 96 wird in der Tat in den sclmz'ierigen Aufgaben, deren“ Lösung das Kchinett auf sich genommen hat, eine starke Stüve für das Ka- binett sein, wenn es weiß, daß seine außenpolitische Politik eine solche breite Grundlage im Deutschen Reichstag hat. * _ _ Msine Damen und Herren! Was einzelne angesckxiiitiene außen- politische Fragen anlangt, so möchte i'ch'auf einige Pun-kte. ausdrücklich eingchen. Herr Dr. Breitscheid hat davon gesprochen, es fei'bsrciks nach der Londoner Konferenz erklärt worden, daß die. Räumung der Kölner Zone nicht vor dem Abmaäch der franzöfisch-belgischen Truppen aus dem Ruhrgebiet erfolgen wevde. (AÖgeordneter Dr." Breitscheid: .,crklärt“ babe ich nicht gesagt!) - Dann. habe ich es mißberstanden (Abgoordneicr Dr. Breitscheid: Es sei klar gewesen!) _- Es sei kia! ße" wesen. Herr Dr. Breitscheid, auch das ist nicht richtig, vielmehr OM?"

als Wynn ich nsulich (Lärm bei den _?

_ wir nach der Londoner Konferenz, an der ja auch ich teilgenommen

hadi“, keinen Airlaß, an der, J..nel)altung des vertragsinc'ißiiicn Räu- ni-ungstermins zu zweifeln. Bci dcn Besprechungen, die deiJ-“friiÖLk? Rsichskaiizlcr HM Marx und der Außenminister HervSti-ssemann mit dem englischen Kabinettschef Herrn Mac Donald iiber die, Frage

* der Räumung der ersten Rheinclandzone gefiihrt haben, hat Herr Mac

Donald erklärt, daß diese Räumung von der Durchefühmng ider Ent- waffming abhängen Werds. Entsprechend dem bek-mmte'n «lachten- das 'die beiden Juristen Huxst und meageot abßegeben hätten, würden dic»: Alliierten rcckytzeiiig vor dem 10, Januar zusmnmenkmn-men,_ um sich darüber schlüisig zu wsrden, ob der Stand der deutschen AbrüikU'Ys derartig sei, daß die Vorausseßu-ng fiir die Räumung“erkül11 sei. DJ? Regierung hatte also insofern festen Boden unter den Füßen, als die frühere französische These, daß die Räumungsfristen üizerwupx “?ck nicht zu laufen b&gonnen hätten, faUen gelassen war. SeéibstVLrstandliÖ ist dann bei dan [aufeiiden diplomatischen Unterhaltungen der FOWL“ das'Problcm der Räumung der nördlichen Rbeinlankdz-oxie UNION? der außerordentlichen Bedeutung dieser Frage immer wicht croitcr „wcrden. ' _

Als sich bei den internationalLii *Erörierungcn die Lkstkli_AUZIchCn bemerkbar machten, das; die Räumung der nördlichen R'bklnlWzone

au- iliiLlsLx Seite in Ziveifel gestellt wiirde, bat die Regierung keinen Augcnblick gezögert, “die'Initiaiiye zu ergreifen. Die beteiligisn aus- ländischen Rxgierungen smd damals sofort in dkr dringendsten Form dakan aufmerksam gemacht worden, das; Deutschland die rechtzeitige Räumung als etwas Selbstverständliches erivarte. Diese Vorstellungen smd bis zur Absendung der alliierten Note hier und durch unsere Mis- swnen im Auslande fortgeseizt worden. Niemals aber, wie ich auödrück-

lich fcststellen'möcbte, ist von irgendeiner der beteiligten Aéächte „der.

Vorschlag einer“ Kompromißkös-ung[gemacht worden. Wenn die Alliie'r- ten ihrerseits mit _irgendwelchsn Vorschlägen Wegen eines Kompro- ,mjss€s an die Regierung herangegangen wären, so würden deren Vor- schläge durchaus nicht von vorwherein abgelehnt ivor-dEn sein. (Zurufe links.) DaS frühere Kabinett war vielmehr nach einem Vortrag des Außenministérs'Dr. Stresemann voklkommendarüber klar, daß ein ciwiiigcr Vorschßag der gleichzeitigen Räumung des Rubrgsbiets und der nördlichen "Zorie u-nter*-d€n1“GesickÜsp-unkt des doutfch€n «samt- interksfes und vst 'aUen Dingen unter dem Gssichtswunkt'der Not der bescßien Gebiete zu würdigen gewesen wäre. Seldstderständlich wäre bei einem solchen_Y-orschlag zu prüfen gewesen, "ob die Räumung für dyn Kompromißterm'in wirklich sichergestellt und nicht etwa durch jxgetidwclchs Voraussetzungen weiter ins ungewisse verschoben worden warc. '

WEnn einec der Herren dencr übrigens gcmeint hat, daßduéch dic Verzögerrxitg der Räumung dn nördlichen Zone nunmehr- auch die Ruhrräuniu'néi ins ungewiss verschoben worden'iei, so muß ich dein enischi€den entgegentreten. “Uns liegen maßgebliche Erklärungen der französischen Regierung vor, daß sich an der von dem französischen Z))c'inist'erpräfidenten im Namen der französischen Regierung und im „Einvsxfständnis init der belgischen Regierung auf der Londoner Konfsrenz gegebenen Erklärung bezüglich dss leßten Termins der Ruhrräumung kiichis geändér't'"k)at; '(Lachcn und Zams? von den Kommunisten.) Eine andere rechtliche Auffassung ist auch vollkommen umnöglich. (Abgsordnetek Dr. Breitfcheid:

_- Jck) h_ahemich “über das geäußert, was der deutschen Regierung iibcr die Dings a1nt!ich bekannt ist. Von Liner anderen'Vérmitilung Weiß ich nichts. '

Was weiter die Ausfübrimgsn de's Herrn Dr. Breitschsid über dic Völkerbundsfkage anlang'f, so' glaub?! ich, daß meine vorgestrigen Erklärungen über die' künftige Haltung _der dxutschen Regierung klar und eindeutig sind. Ich möchte nur noch ein Wort über die Be- dkutimg dss von Herrn Breitscheid zitikrtsn § 16 hinzufügen. Wenn

„Herr Breifsch€id meint, das; fich “dieser Punkt nach unsewm Eintritt'

in dM Völkerbund von selbst erledigen werde, Und daß wir die Frage also ruhig der Zukunft iiöeklassen" könnten, so kann ich dem nicht zu- siimmxn. _ Die Frage ist fürMDeiitschland don so erheblicher Be- dc'utung, daß wir fie untcr ksinkn Umständen im ungewissen lassen könnsn. (Sehr richtig! "rechts), Wir müssen darüber vor unserem

Eintritt Klarheit erhalten, und das ist der Zweck der Noie geniesen, .

die die dokutsckxe Regikrung zuletzt an dLn Gsiickalfkkretär des Völker- [*UUÖLS gerichtet hat. * * " Dana_ist im Lauch dei: Erörtcrungen auch der besonderen Be- drängnis **gxdacht wordcm untér der Ostpreußen zurzeit leidet. Der Yxir“Al_1géordn-2i8_ Graf Westarp haf die Frage des Zugangs "zur _W€ichsel berührt," der seiner Ansicht nach nunmehr entgergen dem -_'4BUÉsNiÜLk "Vertrag voUc-xnds vsrlcgt wird. **ßYxÉvzregel-u'ng an der" Wéichsel_'für die deutschen Interessen sebr un- güiistig ist. Die Grcnzfcstseßung, * von der Weichsel abschnürt, und zivar (ich) nach Ansicht dsr deutschen _ chierungcntgegcn dsn Bestimmungen des Vertrages von Versailles (Hört, hört!), ist von dsr Botschafterkonferenz in ihren Gru'ndziigc'n (iber bkkkiks im Jahre 1920 erfolgt und die Grenze endgültig von der Grenzfestscßunxiskommission diesen Grundzügsn gemäß im Jahre 1922 séstg'elsgt iiwrden. Die Reichsregierung hat gegen diese schwere Verleßung des VersaiUer Vertragss damals und auch sonst bei jeder sich bistcnden Gelegenheit Einspruch eingelegt, aber ohne" Erfolg. Ießt handelt es sich nicht um die Grenze selbst; durch die am 1. Fe-

bruar in Kraft tretenden *Bsstimmungen wird nur der Zugang ziir"

Weichsel über polnisches Gebiet sowie die Bcnußung des Stromes „durch die ostpreußische Bkvölkerung endgültig gerkgsli werden.“"Diése endgültigen Bestimmungen bedeuten „gcgénüber' dem bisherigkn Zustande immerhin eine Verbeffaruna, weimgleich in Wesentlichen Punkten den „deutschen Wünschen nicht Rechnung gefragen “worden ist, Auch in dieser Hinficht ist von der deutschen Régicrung allos„'iti ihren Kräften Stehende getan worden, und es wird auch weiter vcr- slichi wcrden, eine Bcsserung dsr nun erfolgten Regelung zu erreicbén.

Ich komme nunmehr zu einer Reihe von in11érpolitischen Fragen, die angeschnitten worden sind. Die erste dieser" Fragen hut freilich auch ihre bedeutende außenpolitisckye Seite. Ich meine die Frage der Zeitfteiwilligen, von der Herr Dr. Breitsche'id feststellié, daß sie

für die Sicherheit Frankreichs auch nicht_dic _gc-ringste Rolle spielen“

könnte. Darüber, was die Reichsregierimg in dieser Atigele'xieiibéik aus nicht mehr bestehenden innenpolitischcn Gründen than hatÜund ZWfÜr sie die Verantwortung trägk, ist-der Entente schon vor längerer Zeit eingehende Mitteilung gemacht worden. (Lärmcnde Zurufe von den Kotmnunisten.) _ - - L * ' Sollten die Enienteniächie darüber hinausgébendés Material im BSW haben, so kann ich hier nur den dringendxn Wunsch aiisspreköcn, i_aß dieses Material uns baldmöglickist zugeleitet wcrden möihle (sebr kichtigx), sowie das Bedauern darüber aussprecben, darf; diese Zu- lkiiung nicht längst erfolgt ist, (Sehr richtig!) Dazu wäre während der Ausübung der erneut aufgenommenen Kontrdlitätigkeit die beste? Géli'gcnheit gewesen. (Sehr wahr!) Ick) glaube allerdings, daß naa“; etrvaiger Vorlegung solchen Materials wir“ den C'n'teniemc'ichien' den Nachweis-erbri-ngen-würden, daß dieses Material in großem Um- fang unzutreffend ist. (Hört! Höri!) ' 7 * Im übrigen ist der Herr Wgeordnkie“ Dr.“ Brciischeid ini Irriu-m, wenn er annimmt, daß derartige Erörterungen -in- .der Oéffe'ntlickxkeit den deutschen BelangenÜnicht abträglich seien. (Sahl 72chiigx re7chts,) Die Erfahrung hat vielmehr gelebri, Hsrr D'r. Breii'é i_ckicid, dasz in'erster Linie derartige Mitteilungen von einer uns feind- 11ch gesinnten Propaganda in tollcr Ueberireibung in der ganzsn“ Wélt, MM uns auögescblacbtet werden, (Sehr richtig_!_rechts. » Mg. Dr._ Breitscheid: Sagen Sie das den studentischen Zéiiscbriften !) ' Meine Damen und Herren! Dann ist die Frage der_SieUunJi ' WMW dcr Reichsregierung zu der Vaterländischen Bewegung und zu' _ Vaterländischen Verbänden angeschnitten worden. Im Sinne; [cr Anfrage, wie Herr Abgeordneier K-och-Weser sie an mich geriih'ixi Wk, muß ich*zunächst antworten, das; ganz selbstdcrständlich *an dic- Daxxi'ländi'scÖcn V-crbände die Gcseße Zur Aiiiandimg'gkb'racht wérdc'n (Lackn'n bei dcn Kommunistcii. » Zurufe links: Abcr wie!) und das; M icii»swcrständiich glcilbks Ncckyt fiir alle gilt. .?lusickxrciimiocm

_ Wie ist es mit der" priiiatsn Vérmittlung, von der Hsrr Stresemann gesprochen hat?)?

Es ist richtig, daß die?

die Ostpreußen territorial völlig“

die vorgekommen sind, verurteilt die Reichsregimmg Auf 'der anderen Seite habe ich die Ausführungen dLs Herrn Grafen Westarp nicht dahin Wstanden, daß Herr G'Mf Westarp von den Vater- ländischen Volbänden gesprochen hat, ww Hcrr Abgeordneter Koch fragte, sondern Herr Graf Westarp bmi von der vateiländischen Be- wegUng gesprochen. (Aha:- links.) Nun können wir, glaube ich, alle, wobei seibstverständlich im einzelnen 'Meinungs-versxhiedenbeiten be- stehen werden, eine Bewegung in unserem Volke nur bcgrüßsn, die _der Pflege des vaierländischen Gedankens dient. (Lebhafte: Bcifakl rechts.) Nur das; diese BCWLgung nac!) d€m Gruudsaß, dcn ich in . jeder Beziehung stets vertreten" habe, so sein muß, daß sie nicht LTWT! „innere Gegensäße unterstreicht, sondern innere E-Igensäße aiisgléjcht und dadurch den Staatsgedanken im Janßen fördeth (Zurufk iinXö.) Nur eine solche va1erländi1che Bewegung, die im Simm? dsr Re- gicxungserkläruug, wie ich sie abgegeben ha'be, den Staatßgedanien im ganzen pflegt, dermag ich zu wünschen und zu unierstiißen. (Beifall rechts. _" Fortgeseßie Zurufe links.) Ich habe ja gesagt, daß Aus- schr€itungen, die irgendwo, bei Welchcr Véwegung auch imer, bei welchem Verband auch immer, eintreten, von dér Regiérung nichi mir verurteili, sondern auch mit dM Mitteln dks Nkckiis bsiämpfi wsrden.“ -

Dann ist zur Reichsverfassung ». auf die Frage dEr Staatsform komme ich nachher zurück - (Zuruf von den Kvmmunisten: Kleinig- _keii!)_- Ich bin nicht dicser Auffassungi- _zur Reich5derfassung ist dic Bsmerkmig géiiiciiht worden, der Zuriftcntag habe sich auf ken Siandipunki gestellt, das; die Form, in der bisher muteriell Vcr- fassungsänderungkn iwllzogkn Warden seien, der R8ch15gültigcheit er- mangele. Ich wii! gar nicht aiif die Folgerungen dieser Auffassung hinwei'sén; ick) Miß sonst nichi,_wie es z. B. mit den gegenwärtigen Abgeordnetenmandatén bkstLUf wäre. (Sehr gut! in ,der Mitte vnd links.) Der Irrtum liegi in folgendkr Richtung, Der Juristcntag hat nur auögespkochen, daß er. es für enwfkblcnswxrt halte, bei *kiinftig'en derartigen Géseßen die Form der Verfassungsänderung zu wählen, Ich gldubs, das doch hier aussprechen zu müssen, damit nicht iii breitsn Kreisen * der Bevölkerung ein Irrtum über di? ÜRechisg-ültigkeit unserer gcscßgeberischen Arbeiien entsteht.

WLiier ist in breiier Form: übkkr Korrupiionserscheiwuwx'zén iii unscrem Siaaifstscn Msprcchew wvrdsn. Ick will auf die CinJLl- auöführu-ngcn nicht eiiigkhen, ich m-iiß wur feststellen, daf; auf deM FWU iii.“ de'n Darlegungién ganz- außerordentilickxe Ueberfreibwmgxn und *völlig u-ivgerechiföriigtc: Verallgemeinsrmigen enthalten gewssen sind. Ick) muß ferner niciiidm Bkdauern dakiiber Ausdruck gebkn, daß in

diese Erörtemng-cn dic Person- des HMM Reichspräsidmtc-n hinein- '

Wogen Wurden ist. Ick muß cm der Stkllung, dis ich immer zur Perion BLZ Hemi- Neich§präßdenien eingenommcri habs, auch als Rsichs'kmizkcr in VOUL'M Umfmige fGsWaÜLU.

DMW, iiisixw Damsn Uiid Herren, wiirdc Yssagt, es sei ein „.Fehler gMich, daß in- die im Zusammenhang mit dem Londonsr Abkomun-Lii gCscHaffc'nLii Or-gaiiisakionen Bkamis aufgenommen worden seien, die fiiihkr _mii dcm Auslands über die Schaffuaig "diescr Orgcm-isciiionen Verbandliingen «Führt haben. Ich Halte diesM Gk-dcmkenßciqig für völlig uqi-m-ög-lich. Für uns war es yon gvoßkr Wi-chtigkdik, daß gerade die Männér, die diß-Vexban-d- "lungen, "solange WÖMÜÖUUJEU 'mit dem Auslande nicht bestanden, gdfiibri baiixn, «M) ("M der Täii-gXeit blichn nxu-d so die Konitimiität dér Vcrwa-ltuwgSiäiigkeii sichertcxn. WS_nn in-diesLNl Zusammcn-Hange daivon- gésprochcn nwéd-cn ist, daß eine aaißewrdcnilich hol)? GLHa-lis- Festseßung für den Mnemldirektor der Eisendahn erfolgi sei, so muß ich aiich bist wiedkrlwlsri, was Ösäwn an verschied-MM Siellsn kund- getcm worden ist, daß eine solche Gehaüsfxstscßmig nicht erfolgt ist. (Zuruf von den Kommunisten?" Wieviel kriegt er denn?) -- Dr. "Oeser bskomnni dcissel-Öe Gchälk,-“da6 «“ früher als Ministkr [ckE- kommkn iwf. "=*“

Dawn ist vom der Teilnahme Von" Ministern mid B-Tamien (iii Aufsichtsräikii gcspwckxn worden. Meine Herrerd, hierfür gilt völlig [MDLVäU-Öékf cine gcieizlichs Vorschrift„ die disse Jahrzehnte alt ist. In dieser gkseßlickxsn Voiichrift ist die Möglichksit VorgksCHM, daß auch Beamte AufsichtSräicn anßkh-ören, sofern sii: davon keiiicrlci Gew'imi ziehen oder, wie es in dem alten Gcseß mit einkm damals üblichéii Ausdruck beißk, keincrlci Rcmuneratio-n. I)ieser Grmidsq'ß ist bis zum héuiigen Tage in voklem Umfange (iu-frechterbalten. (Lachcn bei den Komnmmisten.) Jeder Mami? bedarf, um in Auf- sichtsräten käfig z-u skin, dazu einer Genehmigung. und darf keine Ncmu-nkratiow LleMiQén. In welch€m Einzelfalle es zweckmäßig ist, die Gcnekzmigimg zn OkkLian, kann iimnöglich im aUgemeinen ent- schiedén MMU. Das ist eben eine prakiiisckxe Emncssensfragc des einzelnén Verwaltun-gsfalles. Ick Rauhe, hiermit, wie ich hoffe, alle wichtigcn, mir gkstellien FWUDU im allgemeinen bist beanÉ-wortet zu haben. (Zumf bei den Kom-munistew: Amnestie!- Zuruf bei den NatiorwisozialisiLn.) -- Ick 113€de Eben gefragt, "ob das auch für die MinistEr gcltc. Das gilt auoh für die Minister. Miwistsr, die in das Ka-binstt eintreten, legkii ihre Aufsichtsratsposwn nide. (Erneut? Zuruf? bci den Naiionalsozialisten: Sirescmanu stkßt noch im neucftcn-

Jahrbuch!) -- Darm ist es eben im Jabkbuch noch nicht gslöscht"

w-ordén. Ich kann aber unmöglikh iiber jcdén einzelnen Fall jeßt Auskunft geben; Dr. Siroscmmm jedenfalls gehört keinem Y_ufsicbts- rat cin, (A-nbaltknde störende_ Zumfe [Wi den Koni-tnunistcii: Amnsstie!) _ Ich habe zum Punkte dcr" Amnestie mxmens der Reichsregi€rimg cine ErkXärung nicht abzugeben. - Was im allge- „9 meinen die Frage der RWicmingsrickzi-linien- betrifft, so _- - (Lärm _“und Zuruf? boi dcn Konununistew; Amnestie! Glocke dcs Präsi- _idenben.) -- (ViZCPräsid-cnt Dr. Riyße'r; Sie haben ja gehört, daß dEr Herr Rcickx-ökan-zlcc JEÜUWVTWÉ bak, er l_ehn-e eine Ani- ;wort ab.) =

Was die ngicrungserklärung im allgemeinenbetrifft,;so könpik 'ich mit der Fassung - - (anbaltende-lärmcnde Zurüfe bei den-

_Kommunistcn: Amnestie! Amnestie! - Glocke des Präsidenten.) ' Vizepräsident Dr. .Rießßr:_ Ge cn 'edÉ'iner jetzt den Ruf

Zivisderholf werde ich wegen grobltchxr cr eßung der Ordnung em- chreiten. é Die lärmenden Zurufe bei den Wimumsten, insbesondere

LLitsns des Abgeordneieii r. Schwarz_ «[m]-halten an.) „Ick,-

anen bereits erklärt, daß ich in die

Verleßung der Ordnung des, Hau es

um Abgeordneten Dr.

,a_he_ grobli _ nunme r hiermit den

en _fortgeseßten Rufen _eine ehen muß. Ichs ließe B von

der Sißung aus. (Le hafter Beifall*rechts undkin dex Mitie.) “Ick. "ordere ihn auf, den Sißunßssaal soLort zu verlassen. - Sie haben

Schwarz ( erlin

Ick unté reche da er gemäß 91 der_Gescbäfts- ordnung die Sißun au _5 Minytenx dqmit na ber verkundet mr_d, was die Folge dieker [derseßlichkeit is_t. (Bravo! rechts und in der Mitte. -- Die Sißuxig ist auf 5 Mmutsn unterbrochen. (Pause yon 5 Uhr 45 Minuten bis 6 Uhr.) '

Rach Wiederaufnahme der Sing erklärt der Vizepräsident Dr. Riesier: Der Aba (“chowari-z ertiii'[iat'deri'Sißiingsiaal_m'r- lassen Infolgedessen bleibt es zunächst bei den achtTagcn, au! die xc ÜingLXÖ'OÜCn ifi. (Zuruf? b. d. Komm.) Ich bcittc ihn aus zwanzig

as nicht getan.

'eingkgmigen, zu denen bereits in der

Tage ausaescbloffen weiin" er jetzt hier '

_. re. Da er aber nick)! hier is!, verbleibt es bei act)! Taxen, ]Ül we] ' * * * rieten drs Reichsmgs miteij'agt in. M “M Um MMM TW „Ye

_ Ws Uieich§fanzler Or. Lu iwer hieraus reine Reds dernden Will hindern ihn die Kommunisten zunächn daran dmck) dic im (thé WWDLÜWUL'U Rust“: Aiiiiiesiiei Anineme! » Vileäiikem Dr. R 1 e s“ e !" Z__ch maxhe au! die Joigen auimßiiiam. n'enn die'iks Ruien nichch-us; bott. Ick habe die Wu-oe des Reichsiags zu VetllelkU und bin gxwiUt es zu tun. (Die Kommunisten Vélkksljkkn sicb nmimédi ruhig,

Reickwkanzler Dr“ Luther (fortfahreiid): Meine Dami'ii und

.Herren! Wenn ich Vorhin abschließend gesagt habe, daß ich glxmibie, die wefeiitlichsten niir unterbreiteten Fragen beantwortet zu haben, so bin ich damit natürlich nicht wiederholendauf alle' die Fragen _ Regierungsérklärung Siciiung genommen ist, Die Frage der ArbeitSzeit ist in der Regisrungs- erklärung erLils behandelt. S€lbstderständlich ist es unmöglich ge- wcsiiii, auf alle Fragen, die von Wichtigksit sind, in dsr chierungs- ?Lklarung Einzugsbkn. Es gibt in unserem Volke auch noch wciiiére „Schichten, die neben den in dcr Regierungöcrkiärung Gdnannten An- spriick) auf staatliche Fürsorge für ihre besonde'ren Jmtetesfeii [,“-aden. Ick) darf“ visll€icht hicr im Zusaiiiinsiiha-igs UVch einmal die A'UILamds- dsutfchsn nennen (Brads)! rechts„ diL ja für unser Volixins [7:3- sdnderc Last auf fick) genommen haben. _ Im Übrigen sckyc'int «3 mir nach dem Gang dEr Eröriérungen, 111 denen wcnigsr Von der Regierunnglärung gésprochen worden ist als von gkwisskn grundsäßlichcxn FWJM dcr Einstsllung der chierung, gcbotcn zu sein, das; 'ich auf disse grundfäßlichkn, von den Parteien ausgesprochkncn Gssickyiöpunkie zurückkomme. Es ist richtig, das; eine Koalitionsrégic'ruiig nicht Vorhanden ist. Selbst WSW] (1er EML Koalitionsrsgierung vorhanden wäre, wäre damit ja noch nicht vÖUigs Cinxniiiigki'it nach allen Richtungen gewährleistet. Tas iressiiiiichst8 tn dsr jeßigen Gestaltumg k-Lk Dinge scheint mir zu skii?,_ daß sich iat- :sc'ichlick) in einer Form cine Mehrheit zusammengefunden Hat, die _für dia Regierung die Möglichkeit praktische: Arbeit e*rc'iffnci.

Ick) bitte dabci mc'ine Person, so unangeanm mir das ift, einmal mit in dsn Vordérgrnnd steUcn zu dürfen. Es ist bei verschiedsncn Rcdnern déi." Gedanke ausgcsprockpcn worden - und die Press hat es ja auch gesagt _, ich sei kein Politiker, ich sei ein Verwaltungs-

, mann, Und diese Mitikilungcn haben häufig einen leichten ironisiizen

Unter- oder Oberton gkbabi. (Heiterkeit) Dcr sachliche Sinn diese!: meiner Stc-„Uungnahnw ist der, daß, wic es die' ngierungserkliirung xdcutlicl) ausspricht, die Zusammenarbeit, die sich in der nsuyn Re- gierung doklziehen fol], vöUig von Um Gedankcn beherrsckxt ist, sack)- lichen Dienst am VVlkngZLn zu leisten, (Zuruf? von den Kommu- nisten.) Dabsi bin ich ja durchaus ki'in unbcschri€benes Blaii. (Leb- „hafte Zurufe von den Kommunisten.) Ich bin durchaus nicht geneigt, meine Damen und Herren, dcn Werdcgang, den ich hinter mir habe, irgendwie zu verleugnen oder zu Verdunksln. Das, was ich bisher die Ehre gehabt babe im Dicnste des “Deutschen Reiches als Er- nährungsminister und als Finanzminister zu tun, wird selbswc'rständ- lich die Grundlage sein, auf die sich auch meine Tätigkkit als“ Kanzler aufbaut. (Wiederholte Zurufe von den Kommunistcn.)

Nun, meine Damcn und Herrsn, ist weiter gefragt work:“n oder „durch die Verschiedenen Ausführungen durchgcklungen, ob es- denn bei vielleicht vorhandener verschicdenartiger (Einstellung, die!: sich im Kabinett zu manchen Fragen ergeben könnte, möglich sei", Praktische Arbeit zu leisten. Darauf antworte ich zunächst: dié "biskwrige

„Zusammenarbeii hai schon bewiesen, daß es durchaus möglich ist,

praktische Arbeit zu leisten. (Sehr gut! rechts und bei der Deuischen VolkspartZi) Ick antworie aber zweitens: cs hicßs ja an der Staats- form, in der wir leben, verzweifeln, wann wir nici)? dis MÖKÜÖÜÜ finden sollten, auch mit Pcrsönlickzkeite'n, die in iöreii Grund- stimmungsn dcrschi2dsii dkliki'ii, prakiisckxc Arbeit zu Vollzikbeii. (Er- neute Zustimmung.) 7"

_ _Und nun, meins Danwn mid Horren, warum ich, Uiid-"zxxxr schon im Yerbsi, so stark für ein? Msbrbkiisrcgierung eingetreten bin, iiach- dem ich die gawie iibrige: ZLii in einst MinderbciiSregiciungi-Yearbeitck bam», auch dariiicr iiiöchi€ ich vor dem Q-LUÉÉM Reickzschg einmal _ sp_rech__€n. Dic ganze Akbéik, die wir in London, die ganze Arbeit, dxe iv1r_iidki'Ö3U*éi zur Rettung unscrks Volkes vor dem „ickxreckiicben Jiiflationsabgrund vollzogen babkn, war eine Arbeit, bei der doch schlikßlich ircß abiN'iÖLUk-Lk Mcinungcn im Linzeinen grandsäsiicks eine Mchrhcii des Volkes aiich [)xni'cr dikser MindkrbeiiSrkgierung stand. Die Situation vcräiideric sick) nach nikincr Art, die Dinge zu sehen, in dxm Augenblick, wo es sich darum bandclio, die Folgcrungen für unskr inUCkPOÜÜsÖks chen im rinzcincn aus dem zu ziehen, was außcnpolitisch lzcraiigkwaäzisn war. Ruck; für dieses Zielzen xder inner- poliiiscbcn Folgerungen wixdcrlwlo ich, wie es in der Regierungs- crklärung ausgsspwchn ist, daß wir dahin strcbcii *müscn, für jede Enischeidung eine möglichst breite Grundlage? zu findcn “- (Zuruf von den Sozialde'mokraicn: Und Hair Sticscniann?) - Vcrzsxdm Sic, ich spr€che jeßt als Kanzlci", der für di? Richtlinien dcr Politik deraniivortlickz ist und dicse Veraniworiung aucli für fich in Anipxmb nimmt! (Zuruf don dcn Sozialdcmckiatcii: Also ein Unicrscbicd!) -- Durchauö kein Umerscsoikd! Meine Hexion, !TCNU SL,: bkgiiinén, k-icr jcdcs Work, das cin Ministcr oder eine sOUst in BMW! keimncnds Pcrsöiilickxkcit jemals gcsagi bai. gchnciiiandcr abzixir-äg-cn, dann werden wir ja [*srmuiiicb iiie zur pkaitiscbcii Arbei: kcnimeii! (Seb? richtig! bsi drr Tcuiscbcn Volksparisi.) Für die pkäklik'xk'k Arbeit aber sick)? ich auf dem Standpunkt - und ich werde raiiii Zuck) von nie'incn Kabinciiskolich unicrstüßt -, daß wir uns béstkébkli müssen, für alls Enisckkidiiiigcn LMC möglichst Ökliik Grundlage zii findkn. Dic Aufgaben, dio für unser Volk zu löscn sind, find dciariig groß, das; wir jEdLU ch dkisuchcii müssen, um da?», was nun einmal iw:- wendig ist, der Gesaiiiilycit unserer Bcköikcrniig Verständlick zu machen. Ick) weiß genau, daß das tcckinisch=Parlan1cniarisckdc Svitom sich in ikgeiidwclcbcii Gestaltungen durcb Mehrbsii urid Orpofixcii vollzieht. Aber aus disicm tkck'iiisÖCn System ÖTILTÖL nicbt gcfoigkr': zu werdcn und soll 12ichi gcfolgsri wcrden, dxß man für die wichtigsten Entscheidungen nick7i nacb cim“? einbeii1ickcn «- vöüigo Einigkeit cr- reicht nian sicherlich ja nicbt - odcr Mnigstcns mögiiai-st ?VCZLZJZKUNU Grundkags sucht. (Zuruf: bon dcn Kommunistcn.)

Meine Damen und Herren, ich braucbc nur kiiiigc Pr.;kiiicbc Fragkn zu nennrn, um Ihnen zu zcigcn, wic man doch für die Bc- handlung dieser Dinge zunächst in dcr chicrung cinsn NuSgarigc'o Yunkt babcn muß, der auch eine Mehrheit darstclit. Denkt" "Sir an das Problem der Aufwertung, denken Sie an das Prodicm TZ Finanizausgkeichs zwischen Reich und Ländorn. Allr diescr EWK» dxc Sieurrfragxn und äbnliclie Fragcn. wcrdcn praktiscky gar nicbt m?; Erfolg angcfaßt werden können, wcnn etwa einc nur auf sckm31ch7 Basis stkbcndc chicruiixi odcr g.".r cine ivgsmnnic merriii-xgxxrxxxg de'n Versuch maiiw, in dcr Tcsfciitiikikcit Dkk? E*xiiwiic'xliiixkxii ?::

KkmmissidiiIl'craiiixixicii ckriwkl rirrc (“:“iiiidikxk *ikchénöli U