die Aufhebung der Leipi er Zeitun beschließe,- so könne „ck b,?" Anschein gewinnen, als wolle Z12n die Pßeßfreiheit "'.cht auch-sur dreientgegezj- geseßte politische Richtung gelten lassen. Uebrigens s" der ÉMÜZ'Ü dx?- ses Blattes nicht zu hoch anzuschlagen. Abgeordneter TVU spncht sich
für das Fortbestehen der Zeitung aus, obschon "' bekennt, daß “' niemals '
u den Liebhabern der“e1ben chört hübk- Er F"?“ UM so M"! “" zcinen Dringlichkcitsgrun'o für dgas Eingxhen xtr mems, da fich an?“ der vereinzelt dasfehendcn radkbkrgkr thanon krme St1mme aus dem Volke düfkik- wohl aber mehrere dagegen, hatxc'lt-vernrhzne11 lassen. Angordnctxr Dufonr-Feronce: Er habe d1e Lxrpz1ger thtung gelesen, we11_fie et- qentlich gar keine Farbe gehabt habe, ubrtgens fragt er den Vtcepraxwenteu
Haden, ob iencr von der deülkWt! abgewiesene Anfsas fiir den redactio- ?
, !* eiton odcr für'pix Inserate bestimmt gewesen sei. Ats "VELTIXZM &ka LeZtrres bcstattgt, f111det mxch er das Verhalten der Reduction tadelnsw-crth.
“ ' 71 dnrch ibrk Beiträge ver1neh1t hatten, ergriff anch Abgeord- ZZZrerOZJT'xtxlkxlngder das Wort, um in einem längeren Vortrage die Man- qclbaftichit ricscs 251111115 darzuthuq, nament11ch auch,", 11111 der vtxlen Taktlofigkcitcn der vormqngen und xcßtgrn Redacnon zu rrwayxnn 11ndsch11eß- lich dcr chicrung ,dr111ge11d ans Herz" zu legen, damm hmzqukcu, daß [.,-,. Lcjp;zgc1 Jexxnng von der pa_rte111chcn R1cht1mg „ablassc, die fie in der „!.-51cm cht 1*1'1151*fch111ge11_habc; jkdoch 1111111 er es 111cht sur chkmäßig cm*.btrn, der 11 gax1z11cheö Cingchen zn dekrenrcn. Abgeordneter Ja!) 11 wirft m Lcipzigeerung vor, daß fie z1tr_Corr11ptton des Volkes beitrage, und der ?(bgcmdnete Floß will fie als Werkzeug der Reaction ve111ic1)tct wjxsm, wo möglich abrr die Reaction selbst. Das Eingehen der Leip- zchr Z-xitnng ,wird c11d11ch gegen. 11 Sti1x1n1c11 und die Begründung eines „311111173“Anz1'1g1'15“ gegen 8 Smnmxu bcychloffcn. Gestern wie hrntc War in d1'11 Kannner-Sitzxmgcn kein Minister gegenwärtig,
Zu der zwcixen Kammer beantwortete heute Staatsminister Or. Held die Grunersche Interpellation: „Zn Welchem Stande fich die GescßUbung bezüglich der bei Eröffnung des Landtags Verheißenen Gksrße be'finde?“ Er zählt die von )edem Dcpartemcnt bis cht erschienenen GcscHVorIagen, sowie die noch rückständigen, auf, von ivelchen lcßteren er die Verfichcrung giebt, das; fie theils schon vollendet, 1111115 mit Wenßen A1tönahmxn der Vollendung nahe seicn, uud Weist dabei die unauögeßehje Thätigkeit, de_s Ministeriums nach. ?1b„eordneter Gruner: Er erkenne die Thänakctt dcs 9)kinisferi11n1s an, ?ei aber dennoch nicht befriedigt. Weitere Au- träge zu stellen halte er bei einem Ministerium, dem ein Mißtraucnsvotum beschlossen worden, nicht für angemessen, und er könne nur den Wnnsch anssprcchcn, daß das jrßige Ministerium recht bald einem anderen Play mache, das der M.1jo1i1ät der Volkövertrctnng entspreche, , _
Abgeordneter Schmidt trägt hieranf denBcricht dcs FmanzanUchus- ses iiber die geforderten Beiträge zur dx1rtschen Marine und zur- Verpfle- gung de111schcrReichstrnppeyvor. Der ?lnösthuß beantragt: 1)113,“.-'c16 Rehn„ erste Hälfee des auf Sachsen bercchnctcn Beitrags zur Bcgrnnd111:g „ciner deutschen Flotte“, zur 2111Szal111111g an das ReichNnx'nistrrimn zu beW1111gc11z 2) vor Lluömhlung der zweiten Hälfte dieses Beitrags und des bezeichneten Vcitmgs (31,8?69111111.) zur Umlage ffir Vcrgfitigung von Naturalvcr- pflcgnng der Reichslruppkn, genaue Berechnung dex von der Negjcmng be- reits 1111“ Stellung dcr Reichstrnppcn aufgewendeten Kosten zu fordern und die N-.-gier1111g zu veranlassen, wegen Gcgcnberechmmg dieser Kosten mit dem Reichs1ninisicri11m in Verbindung 311 treten. Regierungskommissnr Behr crk1ärt, da[; rie Regierung mit diesen Anträgen einverstandcn und 'Mgcn Ns chitcu bereits mit dem Rcichémiuistcrium in Verhandlung gc- trctm sci. AbgeordneLer Vcrtliug beantragt, „daß die Aus ahlnng der er- wähnten Summe erst dgnn erfolge, nachdem die Reichsveréaffung und das Reichswablczcscxz im (chry- und Verordnungsblatte bekannt gcn1acht wor- den eien.“ '
(Abgeordneter Wc!) 11er: Er sci gcgen dichtwilligung, so lange“ an- dere Staaten fich noch Weigertcn, nnd die ReichsNrfafft-ng noch nicht an den Mann gebracht woxden sei. Die Oberhauptsfmge sei noch nicht erle- dizt. D?! König von Przußen Woch dic Kryne 11111 bcdingungékvcise an- nehmen, die Natioxml-Ver]11m1n11111g 1,11 Frauksnrt wolle ab:".- nicht einIota an der Va'kfassmtg ändcrn [offen. U11tr1' solchc11 Umständen sei eine Zerrei- ßxtng Dc11tschlax1ds lcicht möglich; von wem solle dann das Geld wieder vcrlaügt werden? Er beantrage daher, daß die Auszahlung bis zu dem Zeitpunkte vrrtagt werde, tvo fich das Schicksal dcs deutschen Verfassungs- wet'kcs herausgcstcllt habe. Abgcorknctcr Haberkorn will, daß die Zah- lung dcr Beiträge crst nach genauer Reclnxungsablagc erfolge. Abgeordne- ter Blöde crklä1t slch ftir Den Wchnerschcn Antrag und will, das; demsel- ben, 11111 dem Vorwurf? des Partikularismns 311 brgegnen, folgende Faffung gegeben tvcrdc: „Die Kammer erklärt 1711) zwar zu den ge- fordrxten Beiträgen betrix, kann aber deren 91112530hlttj1g nicht eher gc- schchcn lasen, als bis das Schicksal drr Reicthe-rfassnng fich übersehen 1c'iß1, Referent Schmidt: Dcr gxößte Partikularismus sci rs, ruhig ab- z11war1cn und nicht 1111111]; xinzngrcifcn. _ Abgeordnete; Köchly beantragt 511111 Wehncrschcn Anfrage solgcndcn 31111113: „„-daß rte Kammm- ihre Be- reitwilligkeit crlläre, dx“? Summen zu bewilltgen, sobald die dcutsche Verfassung zxxr W.1111*1,11*1't geworden sei.“ Ehe man eine deutsche Flotte habe, müsse 1111111 ckst cin Dcntschland haben. Dazu sei aber cht leider
nur gctingc ?lussicljt. Würbß man cin Deutschland haben, wie es gewünscht wcrkc, so werde Sachkens Volk nicht das lkötc sein, Welches für die dcutschc Flotte Und das Hccr cintrcte. Abgrordncter Schirck fiir die Dcputationéanträch Eine gcmcinsamcFlottc würde zur Einigung der deut- schen Völker beitragen. legeordnetcr Miiller aus Dresch wund 11 sich über die Politik der äußersten Linken hierbci, dem Prinzip der Pasfivität zn huldigsn, nnd spricht fich nebenbei ffir den Bettlingschen Antrag aus. Naäx- dem noch der Refcrrnt im Schlußworte hervorgehoben, kaß man der Na- tional:Versammlung dnrch dieVerwilligung einVertrauensvotnm gebcn und crklärcn müsse, daß man zu ihr stehe und halte, erfolgt die Abftinunung.
___„ _, . - „-___...__.____ „__..-
Éekanntmachxxngen. "9"
[28] Subhastations-Pateut. Land- und S1adtgcricht Crossen.
Die Erbpachts-Gerechtigkrit an dem hicrsclbst vor dem Steinthorc bclegenen, dcm Gutsbefiscr Doherr gehöri- gen und im Hypothckcnbuche der Stadt Crossen Band 111. Blatt 7. verzeichneten Schüßcnplase 11111 dcn dar- auf befindlichen Gebäuden nebst Zubehör, abgeschäßt aus 5652 Thlr. 20 Sgr. 9 Pf., soll
am 1. September 1). “J., Vorm. 1111111, vor dem Deputirten, Herrn Ober-Landeögericbto-Affeffor Drehxnd, an hiesiger Gerichtsstclle snbhastirt w81'dr11.
Ole Taxe und der H:»potvckenschein sind in unserer Reg1stratnr einzusehen und die Kaufbedingungen wer- den 1111 Termine bekannt gemacht werden.
AUe unbekannten Real-Prc'itendentcn werden aufge- boten, fich bci Vermeidung der Präklusion späteficns im
ermme zu melden.
Cwffkn; *ich 15. Januar 1849.
Komgl, Preuß. Land- und Stadtgericht.
»,_ _
[195] OksfanicbeBt-kanu
„Das unterzeichnete Gericht, WeÉZYÜYanchg' den Be- "WWW?" dcs HW" Instiz'MiUisteré für die Stadt Ver1111 1111d dcn N1edcr-animer, so w,ie ken Teltower Krets, d1e Abhaltung der Schwur erichte bei schmren Vrrbrcchcn obljc'gt, bringt 11ierd111*) in Gemäßhrif des 9". 69. dcr Vßrordnung vom 3. Januar 1849311r “öffent- lichen Kenntntß, das; die Schw11rgerichts.S53U„gen bei demselben allmonallich stattfinden, mit jcdc1111st'enMo. natstage beginnen und, wenn nicht besondere Umstände eine Ausnahme crheischcn Werden, allwöchentlick.) viermal, drs Montags, Mittwochs, Freitags und SonnabendS, abgeha1ten werden sollm,
Berlin, den 24. April 1849.
Königlicch Stadtgericht. thheilung fiir Uttters11ch1mgssache11, Harrassowiß.
anzuzeigen :
Bugésch, Emil
Baudech-, Carl
[10611]
Nachdem dic Abgeordycten Hx1tbner, Börickr, z Hißscbold und Hohlstld das Register der tendenzidscn Sünden der Leip- '
702
Der Webmrsche Antrag wird mit 35 gegen 21 Stimmen verwvrfen, wo- durch_zu |eich der Köch1ysche erledigt iß. Die AnNcbußanträge, so wie der 5Lextlmg che werden angenommen, eben so das Dekret mit 39 gegen 21 Ummen. ' Abgeordneter Aueröwald berichtet nun noch über die- Petit'iyrz des ])r. E. Bauer (deutsch-katbolischen Pfarrers zu Dresden), dte Besetngung
oder Abänderung der die Religions- und Gewissenssrciheit noch bescbrc'in- '
kenden Gesese vom 20. Februar 1827 und vom 1, November 1836 be-
treffend. Der Ausschuß trägt darauf an: a) den Antrag des „Petenten :“ durch die Grundrechte, für erledigt zu achten, unkz benntxa t b)- em Gesch ; folgenden Inhalts: „1) Die Bestimmung über d1e religtö e Erztehyng che- licher Kinder sieht dem Vater, tt_nrhelicher der Mutter zu; 2) Mrd unter den Ehegatten vor oder nach Engehnng der Ehe eine qndcre Ueber- eiukunft getroffen, so ist eine solche an keine anderen Vedmgungcn und Formalitäten gebunden 9.16 jeder andere Privatvcrtkaq; 3) dex Stqat hat fich nur auf Anrufen des einen odermdes anderen Theiles, d1e;(-He1s1- lichkeit irgend eines religiösen Bekenntnmes abcr niemalxemzumtschen; 4) die Entscheidung über solehe Differenzen „gehört vor du ordentltcheu Gerichte.“ Nach einiger Debatte wird dxr Ausschußgntrag &) gegen 3 Stimmen angenommen, die übrigen werden vcrworsen. Annahmxfindet ein Antrag des Abgeotdnrtcn Wagner, daß die über'die religisose Erztehung der Kinder gemischter Ehen bestehenden Bestimmungen durch d1e ublicatéon der Grundrechte für erledigt zu achten seien, ebenso der des A geordneten Helbig, daß die Aufhebung des Mandats vom 20. Februa11827ausdrücklich ausgcsprochen werde.
Dresden, 2 . April. (D. A. Z.) Das Gerücht, als habe das Ministerium seine Entlassung be-eéts eingereicht, bestätigt sich nicht.
Württemberg. Stuttgart, 25. April. Sihung ker legcorknetcn-Kammer um vir! Uhr Naehun'ttagö. Der Zukmng ist 119111: :och 1111g11'1“ch stärker cls gestern. Im Hause kas v:“c:te und fünfte- Banncr dk!“ Bürgerwehr. Unten Em Saal hinter den Abgeordncten ist den zahlrciche'n Tcputationen dcr Gemeindkbchördcn, Mich.- hier an- wescnd, Zutritt gkstattkt. Am Ministrrtisch si11d dée 6 Departements- vwständk. Dcr Pkäsid ent kündigt an, daß von dem ;))éinisten'um einc €*.Uiktheilung im N1m1'n des Königs w::de gemacht werden. Hierauf verlikst :"r das (511 Nr. “114 des Preußischen Staats-Anzei- gers 111xtge1hc'iltr) Schreiben des Präsidiums der ReiOS-Vkrsammlung.
Staatsrat!) Duvernoy »srlicst 111111 die rom hentigcn Tage unter- zeichnete Erklärung des Königs, mit welcher sämmtliche Minister einverstan- den sind. (S. daz gestrige Blatt des Staats-Anzeigcrs.) In derselben ist blos „die von selbst fich verstehende Voraussetzung“ weggelassen, und lautet folgenwrmaßen :
„Seine Majestät der König von Würtkembkg nimmt in Uebereinstim- mung mit seinem Ministerium die deutsche R.ichsvkrfass1tng einschließlich des Kapitels über bieNkichs-Obrrhauptfmge und der im Sinne dieser Ver- fassnng zu verwi1klichcnden Lösung derselben sammt dem Reichswahlgesese an. Zugleich soll der württembergische Bevollmächtigte dahin instruirt wcr- den, zu erklären, daß die württembcrgische chierung.nichtö dagegen einzu- wenden habe, wenn Se. '))kajcstät der König von Preußen, welcher das Erbkaiserthnm nicbt anwhmcn will, unter den vorliegenden Umständen fich fiir cht mit „Zustimmung der deutschen Nationa[Versammlung an die Spiye Deulsch1ands Kelle.“
Neyscher: Ihre Kommission wünscht der Kammer. kem Lanke und der Regierung GLÜck zu der friedlichen und ehrenvollen Lösung der großen Frage des Tages, Sie glaub" schon gestern an diesem Ziele angekommen zu sein, indem 11111“ noch ein Saß war, welcher envmn'gen Mißverständnisscn hätte unterliegen können. Dieser Skrupel ist heute rurchdieScnd11ng nach LUdWingng vollkommen gelöst, und die Kommission ist einstimmig dcr Auficht, daß diese Erklärung vollkommen genüge. Dic Kommissson trägt deshalb darauf an: die Bitten der Kammer vom 131en nnd 20ste11 an die Regierung durch die Erklärung Sr. Majestät des Königs als erledigt zu bet1achicm Dieser AntraJ wird einstimmig angenommen.
Holzinger: Sie „“le-wissen, Was in öffent1ichen Blättern über den Fünfzehncr-Ausschnß gesagt wurde, meine Stimme sei die cinxige in dieser Sache widexsprcchende gewesen. Hierdurch ist das Recht auf Wahrheit ver- 1131, denn die Ansicht des Ausschusscs war, wie schon Rryscher bemerkte, cinstimnn' .
BeckZer: Ich erklärt; daß die Mittheilung Holzinger's über seine, Ab-
Anfforderuu
Die umengcnanntcn Schiffssührcr nnd Steuerleuté, Welche sich in Folge ergangenkr Aufforderung oder aus eigenem Antriebe bereit erklärt haben, 111 den Königli- chen Mnréncvienst zu treten, tvcrden hiermit ersucht, den Ort ihra's Aufenthalts möglichst schleunig demMarine- Kommando 1'11 Swinemünde schriftlich und poxtofrci
Spicgclbcrg, Peter Friedrich, Wagner, Georg Albert, _Zillmer, Karl Martin, Wachsrn, Johann Friedrich,
Never, Christian Bertold,
Block, Georg Pcter,
Henkel, August Wilhelm,
von Cose], Carl Friedrich Ferdinand, Topp, Carl Ludwig Tacho, Johann Njcolas,
Brockhauscn, Eduard Friedrich Ferdinand, Berg, Theodor Fricdrtch,
Becker, Friedri ,
Wichards, Wil elm Julius Eduard, Lcwerenz, Rudolph Heinrich August, Manouwski, Heinrich August,
Peterson, Lebrecht Gebhardt Robert,
Rindfleisch, Wilhelm Hximich Albert, Kuhn, Albert Theodor.
Zugleich werden alle Provinzial-, Kreis- und Lokal- Blätter der Ostsec-Küste hiermit ersucht, im Interesse der Sache ch Vaterlandes diese Aufforderung, damit fie zur Kenntniß dcr Be1heiligten- gelange, in ihren Spalte'n aufzunehmen. A
SMnemünde, den 25. April 1849. u
(gez.) Dcr Commodore Schroeder.
Anönymé Gesellschaft
stimmung vollkommen der Wahrheit gemäß ist.
Staatsrath Römer erf1ärt, daß Reyschcr's Erläuterung die Anficht des Ministeriums wic Sr. Majestät des Königs enthalte. Da das Akten- skück nicht von den Ministern unterzeichnet ist, so erkläre ich Namens des Ministeriums zu Protokoll, das: diese Erklärung von uns jcdcrzcit anerkannt und verxrctcn werden wird. Allgemeines Bravo.)
Reyscher beantragt Iamcns dcs Fünfzehner-Ansschusses: 1) dcn Bezirken und Gemeinden des Landes in Antwo1t auf die cingelanfenrn Adressen den Dank der Kammer für dic'in riesen Tach der Gefahr bc- wicsene Haltung auszusprechen. Schober verlicsi dtn Enthf dieser Proclamation. Die Kammer tritt durch Erhcben von ihren Sisen dcm Autrage bci; blos von Varnbülcr bleibt fißen. Die Proclamation lautet:
„Mixbürgcr! Dic Sachc dcs Volkes, die deutsche Sache hat gesiegt; drr (Hmndsns dcr Nationalsouvcminitéit hat fich wiederholt Anerkennung errungen. Das Staatsoberhaupt hat heute die unbedingteAnerkennung der Reichsverfassung einschließlich des Wohlgescßéö unterzeichnet. Wir vcr- danken riesen Sieg der gerechten Sache neben der Entschiedenheit des Ministeriums vor Allem dem Volke, Welches durch den an den Tag gelegten echt deutschen Sinn und durch seine entschlossene
' Mär v. Z. errungenen Freiheit würdig gezeigt; es hat den Bür ern „ jenian deutschen Staaten, dereqR-gierungen die Reichsverfassxng FZZ nicht anerkannt haben , ein V„otb11d egeben„we1ches seine Wirkung nicht verfehlen wird. Bald- wird em deut ches_N_-e1ch in Wahrheit gebildet sein und die Geschichte wird den Namen des m_umembergischen Volkes in ihr,“ Tafrln schreiben, Heil dem einigen, dem steten Deutschland! Stuttgart, km 25. April 1849. - Die Kammer der Ab cotdneten, In deren Namens Präsident Murschel. Die Sccretaire: ,ogel. Ruoff. , "*
„L) Die Regierung zu bitten, die Rnchsverfassung, nachbem fie dtm chnrtxngsblatt beigelegt worden, in allen Gemeoindtn des Landes feierliT zu verknyden; 3) die Nationalversammlung zu bitte", die Vcrpflichtung"§._ Staatsbürger, itssbesondere der Staatsdiener und des. Militairs gew" §- 14, 91 „und 193 der Verfassung, alsbald in Ausführung zu bringc„.„ Beide Antrgge werdcn angenommen,
Schnt-Her: Es ist gewiß ein großer und glücklicher Tag für das württembergtsch Volk, und Lank, wo der König fich wieder mit dem Volk und seinen Rathen ms,Einve1siändniß gcsest, Dieses ist hcrbeigrfük': dltkch eine schd"k- 67175119? Erhebung des Volkes, aus Welche jeder Wü...- temberger mit Swix znruckblicktn kann. Wenn man abcr im Glück „Z, soll man fich auch des Unglücklichen rrinnrru. Es ist noch eine kleine Zn,; politischer Gefangen_cr und in Untersuchung Befindeicher vorhandrn, ck möchte, daß für vieje zum Schlusse des heutigen schönen Tages eine A1, ncstie ausgesprochen“Wcrde. Au1dem Tage, wo das deutsche Vo!k-.1*. Thron besteigt, wünschen wir auch eine Amnestic. Ick möchte diesen Amt.".g 'auf die morgenke Tages-Okrdnung geseyt wissen. _ “ --
Seeger: Ich möchte dies heute schon. Wir kürsrn in riese: schö- nen Stunde wohl an die Vcrirrtcn renkcn, ich stelle den Antrag, „kaß jc- schon diescr Akt der Versöhnung in Erwägung gezogen tvcrd-e." P! Ich unterstüße diescn Antrag. Eben so Rettenmnir. Mu 67 » 15 Stimmen witd die alsbaldige Verathung beschlossen. Schnitzer: Ms; Antrag lautet, die Regierung zu bitten, für die politijcben Gefangenen ein- Amnestie zu erlassen. Die Abüimmung wird auf allgemeines Vetlangrn sogleich vorgenommen, und der Antrag mit 79 gegen 3 Stimmen zum Be. sch|uß crboben. Mit Nein stimmen die Freiherren von Wöllwarth, von Linden und Becher (weil nicht blos politische Straß, sondern auch Untersuchungs-Gefangene datuntrr begriffen sind, und er für solche nicht Gnade will). Staatsrath Römer: Die Regierung wird in dieser Sache thun, was möglichethjse geschehen kann. - Mutschcl: Erlauben Sie mir, die Zeit der nächsten Sisung später zu bestimmen. Schweickhardt w [1 die Beschlüsse der Kammer aus diesen Tagen der National-Versamm- lung amt1ich mitiheilen. (Angenommen,) _* '
Präfident Murschel: Ich werde stolz darauf blctbcn, am 25. Apr: in Ihrer Mitte mitgcwirkt 311 haben, wo. fich Stände, Regie1u::g und Kxone über die deutsche Frage geeinigt haben. „ .
Zwerger: Rufen wir: Deutschland hoch! Dt.: Kammer und dxe Zuhörer stimmen begeistert in diesen Ruf ein, Welcher, fig Pcutschland und die wfirttxnbcrgische Kammer crtönend, anßtrhalb des Standehauses noch [an e ers allt. * . *
gAußen auf der Straße harrt das ungeheuer zahlreich versa113melthoxk.
Der Präfident und die Secmäre treten auf dxn Balkon; es n)1rd dte Ko-
nigliche Entschließung nnd die obigePryclamauoy vorlesen. DteTrom1n_1-ln
der Bär chehr fallen ein und der tauxcndstimmtge Raf erschallt: Drumh-
[and hoc?!
BraunsthtUeig. Braunschweig, 24. Apnl. (“O. A. Z) Zu der heutigen Sikung der Stände war em S_ch1e be11 vvm Figaro- ministerium eingangen, mit rem die von kfx Kammer 111 der SWM"? am 21. April beantragten gksxlei1111-11 Bcst1111n111119111, das Verhalmn der Reichsgeschgcbung zur L'ndesxxeseßgebgng hstreffcnd, «Zs Gescßes. proposition iibe1rcickt Werden. Es beißt 111 dees-pt Schranken: . Wir erklären wiederholt, daß wir Abänderungen kcr-vzon dcr Nattonqk- Versammlung als endgültig beschlossenen und von der htcstgen Landcßxeßu- rung aneikannten Verfassung auf anderem als dem verfaff11ng2maß1gcn Wege nicht für zuläsfig halt:" und ihnen daher entgegenwnkcn Werken. Die LandeSregieruug ist seit Beginn der Verhandlungen über die de111sche Verfassungsfmgc der Anficht gewesen, daß die ,Vcrsassung eines Bundes-
dcm jest bctrctencn, durch Beschlüsse der National-Vetsammlung 111113 de- ren Anerkennung durch die Regierungen, oder faÜs [|ck her Auösuhfruyg dcs Vcrfaffungs-Werkes auf diesem Wege unüberwtndltche Schwu'ng- keiten cntgcgenstcllen sollten, durch Vereinbarung der Regierungen un- ter "Vorbehalt drr Zustimmung der Volks : Vcrtrctung dcr c:“nzelncn Staaten, und durch diese Zustimmung, diesen A11fichten gemäß, ist der hiefige Bevollmächtigte bei der Central-Gewalt schon seat längerer Zeit instruirt, und die geehrte Versammlung wird" daher hieraus ersehen, daß die Lanchrcgiernng auch vor ker an sie ergangenen Mahnung deu §. 8 des Lanchgrundgesescs nicht aus den Augen verloren hat. Die be- antragte Veröffentlichnng der Reichsverfassung mit den Anzeigen ist bereits erfolgt. Wir find schließlich mit der geehrten Versammlung der Abgeord- neten des Landes darin einverstanden, daß der Augenblick ein gesahrdro- hender sei und zu raschem und entschiedeueN Handeln mahnt. Wir find zugleich ab:“! der Anficbt, daß gerade in solchen Angenblickkn die Bewahrung der schwerstenpolitischen Tugenden, nä1nlich dcr BrFonncnheit nnd Mäßi- gung, eine doppelte Pflicht sei, und gcben auch noch 1“th die Hoffnung nich." auf, daß, wenn iiberall diesen Grundsäsen nachgclcbt wird, die Um- gestaltung Deutschlands zu einem Bundesstaate, die zu einer unabwcislichen politischen Nothwcndigkeit geworden ifi, fich Bahn brechen werde.“
“_ck-„»..
Haltung die Forderungen der Kammer der Abgeordneten so kräf- tig untcrsn'iyt hat. Das Volk hat fich dadurch der im
Gesellschaft hierdurch die Anzeige zu gewöhnliche jährliche
zum großen Monarchen, Morgens 10 wird. Aachen, dcn 1. April 1849. .
- 9 Karl Herrmann, " 6]
*.
Christian,
«**-*:“ mittags * 10 Uhr, Nathhauseö 311 Köln“ stattfinden wird.
31111116,
in folgender Weise:
Grueral- Versammlung Donnerstag ren 31. Mai d. J. in Aachen, im Gasthof
Der Verwaltungs-Rath.
Gesellschaft.,
Unter Bezugnahme auf die §§. 33 und 34 des Statuts benachrichtigen wir
;: die Actionaire, daß die diesjähri 1: or- .,1 7 dentlichc General-Versammlunq am o n- “,2“ nerstag den 31. Mai 1). J., Vor-
Außer den nach H. 26. des Statuts zu machenden Vorlagen wird zur Deckung der Mehr-Ausgaben, in besonderst Berücksichtigung der I'kothwendégkeit, die Bahnhofs-Anlagc bei Köln zu vollenden, und in Be- rückfichtigung der Thatsache, daß die 31% vom Staate garantinen privilegirten Obligationen bisher nicht ha- ben verfilbert werden können, der General-Vcrsammlung der Antm zur Beschlußnahme vorgelegt werden:
eine * nleihc unter Zins-Garautie des Staats zn kreiren und zu diesem'Ende das Statut (Tit. 711. -§§. 53., 59. 60. und 61.) nach den dirsrrhalb von der; Staats-Regierung gestellten Bedingungen ab- zuändern resp. zu vervollständigen. * _ ' ck ist von Seixcn cines Actionairs der Gesellschaft em Antrag auf Abänderung des §. 31. des Statuts
„Die zur General-Versammlung erscheinenden Ac- für B er b , _ tionaire können. ihre Actim in den testen dreiTa- 8 “" U-Zlnkfabrtcatlon zuStolberg. Zim vor derselben bei der Direction anmelden.
Wu" beehren an;, den Herren Actionairm unserer ctionaire, die von außerhalb zur Genera1-Ver-
machen, daß die ; sammlung kommen, dürfen diese Anmeldung auib Anmeldung selbst geschieht durch Vorzeigung der Aktien,“ „ für die bevorstehende Genera1-Vcrsamm1nng 1111 uns angemeldet Worden. . Schlicßlich machen wir die Actionaire, wclche er Gencml-Versmmnlung bcizuwohuen gekenkrn, auf d'? pünktliche 'Fefolgung der bestehenden §§. 30. und 31-
Uhr , stattfinden
. . . S . Nhllntschk Etsknbahn- d“ m'U'sB'L"T"sY'„-xectjo „.
Seeländifche Eifen- ;
babu.
Die A1tsznhlung der Dividende fur kas Semester 1847 von 2'5 Rbthlk- pn: ' Artie findet vom 12th d. M- an |“! im HaUpt-Bürcau zu Kopenhagen FST“; Verabryickxung der entsprechenden *G*
[941.1
1111 Saale des
SeeländFché Eisen- "091'1 bahn.
Die jährliche oxdentlicbe Gknkral-Vkrsammlung
(«LU M*.“- „.
* .“ , d' n 20. A ril 1849. € abschalénk KYLJhIJLZ neo s ch xk ß. 1 ' Ehlers, Vorfißender.
staates nur auf zWei chcn rechtlich möqlicl) sei, 11ämlich cntlvcdcr 1111/ „",“;
bcim Eintritt in die Versammlung bewirken. Die Ü
pons. Kopenhagen, den 10.211Ül1849' '“
-
Dad “:“-"inerten: beträgt: 2 mhle. für & Jahr. 4 At le. - & ahr, 8 At le. - ! ahr. XU 1:11:11 Theile]! der m,?)narchte ohm preis- Erhöhung. dei einzelnen Nummern wird 4.«or Bogen mit “23 Sgr. berechnet.
8131.
"I' '
Alle pos-Anßalten des In- und Anagndes nehmen Befteanng auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition des preuß. Staats- Anzeigers:
Behren-Straße m. 57.
1216117." - _
'ÜH -_-„-«.___.____„-_.._Y-..._x_ -.“ -' «-
“- “ I n h 11 l t. "“ Deutschland.
Preußen. Berlin. Schreiben der Königl. Regierung an den Kön!“ [. , “Bevollmächtigten bei dcr proviso'risahen Centralgewalt. - Die dänis e „5 onrave; -'Maßreg11n dagegen. - Pillau. Die Blokade. ;13 xndes-Angelegenljeiteu. Frankfurt“ a, M. Erklärung der “ .*?Payerischen Regierung über die deutsche Verfassung.
esterreich. Wiev. Pesth von den Ungarn bcseßt. - Nachrichtcn ,“," vom Krie sschauplaße, *- Brünn. Ankunft des Grafen und der Grä- fin von hambord. -- Olmüv. Truppenmärsche nach Ungarn. Sachsen. Dresden. Kammer-Verhandlungen. _ Schleswig-Holstein. SchleswiZ. Verhandlungen der LKW" sammlung. - Eckernförde. „ hristfan 7111.“ und „Ge on“. - Apenrade. Verlust der Dänen bei Kolding. - - Aus dem nördlichen Schleswig; Vermischtes. .
O "ft “ck C A "Rsfflksck? Z 17“
. e erret . zernowiß. _u : ü Struppen.
Frankreich. National-Vetsammlung. Das Marine-Budqet ); _ atis. Absehung Napoleon Bonaparte's von seinem Gesandtschafts-
Po en. _ Vermischtes.
Großbritanien und Irland. London. Hofnachrichten. - Lord-
mayorÉ-Bankctx szu Ehren der Minister.
Belgien. Vru „s e1. Ankunft des Herzogs und dcrHerzogin von Parma.
Italien. Roqx. Proklamation desTriumvirats. - AnkunfiAvezzana's. * Vorsen- und Handels-Nachricbten.
, . * o . _ Zimtltrhct Thetl. Se. Majeßät der König haben Allergnädigst gcruht:
-Dßm bisherigen Ober : Landes erichts ::Deposital-Rendantm S?ur1g zu Bromberg den Chara ter als Rechnungs-Rath zu ver cihenz und
Den AmtSrath Weyhe zu Wegeleben, Mit lied des Landes- Oekonomie-Kollegiums, zum Landes-Oekonomie- ath zu ernennen.
_ Aus den estri cn Vor ällen auf dem Dönhofdplap und dessen Um egeud, bei8 dean die chußwaffe nachdrücklich „hat gebxaucht wer en müssen, scheint hervorzugehen, daß ein Thetl der h1esigen Einwohner irrthümli d1e Meinung hegt, daß der'Belagerun Szu- stand in Berlin und einem zWeimeiligen UmerZe mcht mehr beZehe; „ich nehme daher Veranlassung, iermit öffentlt derselbe keinesweges auf ehobenl , sondern nochén voller ra besteht.
Berlin, den 28. pril 1849. '
Der Ober-Befehlshaber in den Marken. von Wrangel.
Das dem Uhren-Fabrikanten Ferdinand Leonhardt in Berlin unter dem “10. Dezember 1846 ertheilte Patent auf eine, für neu und eigenthümlich erachtete Weise, den elektrischen Strom zur Bewegung eines Typo-Telegraphen u bcnußen, ohne Jemand 111 der Benußung bekannter heile des Apparats. zu beschränken,
isi erloschen.
Uichtam11icher Theil. Deutschland.
Preußen. Berlin, 29. April. Die Königl. ReYngn Yat unter gcstrigem Datum folgendes Schreiben an den omg.
evollmächti ten bei der provisorischen Centralgewalt erlassen:
„Als r. Majestät dem Könige durch die Deputation der deut- schen“ National-Versammlung am 3ten d. M. dte Hofschaft von dcr (“mf ihn gc allenen Wahl zum deutschen Kaiser ubcrbracht wurde, sprach Se. ajestät, im Gefühle der hohen Bcdxukung des Augey- blicks für die ganze Zukunft Deutschlands, feterl1ch aus, daß Er 111 dem an Ihn ergangenen Rufe die- Stimme der Vertreter „des deut- fchen Volkeserkmne und den Werth des Ihm durch d1eses Ver- trauen gewordenen Anrechts zu schäpcn wiffe, daß Er aber ohne das freie Einverständniß der Für en und der freien Städte Deutsch,- lands eine Entschließung nicht saßen könne, welche für sie und dte Kork; ihneztff regierten deutschen Stämme die entscheidendsten Folgen
a en mu e. -
Dieser Antwvrt des Königs gemäß, hat die Regierung Sr. Majestät an demselben Tage “an sämmtliche deutsche Regierungm die Einladung ergeLen lassen, sich offen und umfassend über ihre Absichten und Wün che auszusprechen.
Sie hat d1eselben um bestimmte Erklärungen sowohl Über die Sr. Majestät zugrdachte Stellun , als über die ganze aus den Bkkakhungen der National-Verßmmlun hervorgegangene Ver- fassung ersucht; sie hat es dabei nicht verZehlt, daß sie selbst diese eben erst durch rascsZe Beschlüsse zur Vollendung gelangte Verfassung eiger reiflichen Prufung und gründlt' en Erwä ung unterzieLcn musß- ehe sie dem Könige ihren Rath uber die nnahme dersel en vor eYen dürfe. ,
ndem .die Königliche Regierun? diesen Weg einschlug, „tft sie den Grundsätzen treu geblieben, weche sie von Anfang an für ihr Verfahren in der großen Angelegenheit der Neugestaltung der deut- schen Verfassung sich vorgezeichnet hatte, und welche sie eben so offen und klar auSges kochen, als mit ernster und aufrichtiger Konsequenz seskILLalten u Haben, fich bewußt ;;; .
.ixse rundsäße sind in der ote vom 28. Ianuax d.J. nie-
dergelegt. * Sie beruhen auf der gewi enhaten Achtung aller „ Rechte der Regierungen, wie der Nattona -Ver ammlung, und auf der tieféwakzelten Ueberzeugung, daß es VVTZUJSWLést Preußens Beruf “- auf dem We e des Rechts und Frie ens auf die von der Nation geforderte Enheit, Freiheit und Macht Deutschlands
auözus re en, daß '
Berlianoutzg de;" 80. April
hinzuwirken. Aus dieser nie verxeußnetcku Ueberzeuguit die Erklärung "hervor , daß - dre Vyfassun Deut chlands nur auf dem Wege der Verständx'zuu zwi?chen den .Re- gierungen und der National-Versammlung segkéße ellt wery§11_muffc, und der Entschluß, zu diese'r Verständigung; e b die Intttattve zu ergreifen. Indem Preußen slch'bereét zei t, a e im Interesse der Gelsammtheit von ihm zu verlangenden“ Raste dem deuts e,n Va- ter ande, auch mit eigenen Opfern, zu *sen, und zug e1ch den festen Entschluß aussprach, keine ihm angebo ene Stellung anzuneh- men, als mit freier Zustimmung der vétbündeten Regierun en, durfte es als M? 411 seine umigmnüßigm Bestrebungen ho en, da durch ein ä tiges Zusammenwirken der Regierungen das gk e Werk der deut chen Verfapung zu Stande kommen werde.
Die KönéJFche egiemnx etrat daher mit Vertrauen und Zu- versicht,;diesm. eg der Verst ndigung, auf welchem die Mehrzahl der iibrigen Staaten sich ihr mit demselben Vertrauen anschlo en. Sie erkannte das aus den Berathun en der National-Ver amm ung in erster Lesung hervorgegangene erk feiner vollen edeutung nach an, indem sie die Ueberzeugung aussprach, daß der Entwurf im Wesentlichen dieGrundlagen eines kräftigen und den Anforderungen der Zeit gemäß gestalteten Bundes aatcs_enthalte; sie mußte aber nach genotssenhafter Prüfung dessel en auch erklären, daß fie Abän- derungen desselben für nothwendig *und zum Heile des Ganzen, wie der Einzelnen, erforderlich halte. Die Gesichtspunkte, von welchen sie bei diesen Abänderungs - Vorschlägen auSging, sind in der In- struction vom 16. Februar dahin ausgesprochen, daß es darauf an- komme: _
1) die Kompetenz der Bundesgewalt genauer zu begränzen, in- nerZJb dieser Kompetenz abkr ihr eine kräftige Handhabung zu em;
2) die Existenz der Einzelstaaten als selbstständige Or anismen
* möglichst zu wahren und Lie nicht weiter zu beJchränken,
als zur Erreichung der we entliehen Bedingungen des Bun-
desstaats nothwendig sei. „
Diese Gesichtspunkte waren 1111111 auf das augenblickliche Be- dürfniß berechnet, sondern liegen so wesentlich in der Natur der Sache und der eigenkhümlichen Verhältnisse Deutschlands, daß die Königliche Regierung dieselben unter allen Umständen festhalten mn te und davon nicht ab" ehen konnte, ohne die Gesammt- Ent- wi elung Deutschlands an das Crnsklich'ste zu bedrohen. Eine Vcr- fassun , welche diese Grundlagen beseiligte, könnte Deutschland nicht zum Zeile gcreichen. -
, Die meisten deutschen Regierungen lossen sich danbänderungs- Vorschlägen Preußens an, welche sich a dasjenige beschränkten, Was aus den oben aufgestellten Grundxäxen mit unabweisbarer Nothwen- digkeit hervorging;_a11dere haben e ondere Vorschläge an das Reichs- Minisierium gelangen lassen", welche aber im Wesentlichen von den-
; selben Gesichtspunkten ausgehen.
Die Regierungen gaben diese Anträge der National-Versamm- lung hin, in dem Vertrauen, daß dixselbe sie "einer eingehenden, ründlichen Bcrathung nnd Berücksichttgung würdigen werde. Wir Jönncn noch cht die Ansicht nicht aufgeben, daß, venn dies in der erwarteten Weise geschehcn wäre, eine Verständigung würde zu erzielen gewesen sein.
Es hätte alsdann aus der gemeinsamen Arbeit der National- Versammlung und der Regierungen der Bau einer Verfassung her- vorgehen können, unter deren Schuß alle deutschen Stämme einer gemeinsamen, tüchtigen Entwickelung cntgegengcgangen wären. Und wenn einzelne dcuts e Staaten noch_durch ihre eigenthümlichen Ver- hältnisse an der T eilnahme daran verhindert worden wären, so hätte sich doch durch die Mitwirkun der National-Vexsammlnng und eine redliche Verständigung der cgierungen unter einander auch innerhalb des großen, bestehenden und unter allen Umständen heilig zu achtenden Bundes eine engere Gemeinschaft bilden können, welche denen, die sich ihr angeschlossen, die Gelegcnheit und die Bedingun- gen zu einer kräftigeren Entfaltung 11ach innen und außen dargebo- ten hätte.
Preußen hatte, nach der einen wie nach der anderen Seite hin, gethan, was an ihm war, um die Verständigun herbeizuführen. Es wartete mit Ruhe und Vertrauen die BeschlüJse der National- Verfßammlung“ ab; es hat nicht versucht, irgend welchen weiteren Ein uß auf ihre Berathungen auszuüben, sondern dem PatriotiSmus und der Weisheit der Vertreter des deutschen Volkes vertraut. Die Königl. Regierung hielt an dem eingeschlagenen Gange ihrer Poli- tik "um so freudiger fest, als die allgemeine Stimme des preußischen léotltkes sich auf unzweideutige Werse damit _einverstanden erklärt
11 e,
311 dieser Stellung fand sich die Königliche Regierung, stark durch dre Loyalität und die Treue, mit der sie an den von ihr selbst aufgestellten Grundsähen des Rechts und der Versöhnung festhielt, als dte Beschlüsse der National-Versammlung über die zweite Lesung der Vexfassung und die Wahl S1“. Majestät des Köni s erfolgten.
Dtese Beschlüsse bewiesen, daß die National-Ver ammlung auf den von yns dar ebotenen Weg der Verständigung nicht eingegangen war. Dte Vors läge der Königl. chierunq, so wie die der übri-
en, waren Far keiner Berat ung im Schoße derselben unterzogen; ie hatten sel | nicht in dem aße, wie sie durch den vorbereitenden usschuß aufgenommen waren, bei der Versammlung selbst Berück- sich11gung gefunden; dagegen waren Wesentliche Besttmmungen des früheren Entwurfs in beeilter Beschlußnahme weggefallen, andere aufgenommen, welche dem anzen Werke einen durch- aus neuen Charakter verliehen. 111 der Schlußstein die: ses neuen Werks war die Wahl Sr. Majestät des Königs zum Kai- ser vorgenommen, und das so Vollendete Ganze als ein unantastba- rer OrganiSmus zur Annahme hingestellt und Sr. Majestät dem Könige dargeboten.
Die Königliche Regierung mußte sich in diesem ernsten Augen- blick die Frage vorlegen: ob ste dadurch sich veranlaßt fühlen dürfe, auch ihrerseits von dem bisherigen Wege abzuweichen und dem Kö“- nige n einer unbedingten Annahme des Dargebotenen zu rathen?
ie hat diese Frage nach Pflicht und Gewissen beantwortet.
ging
"1849.
Der Weg, den sie hätte verlassen sollen, war der Weg des Rechtes und des'Friedens, der Konsequenz und „der Treue. Se. Majestät dcr Kön!“ selbst haben keinen Augenblick daran zweieln können, daß auf die. em Wege "allein für Deutschland, für Preu en, für Ihn selber und Sein Haus Heil und Ehre zu finden sei. ie- sen Standpunkt haben daher auch die Antwort des Königsan die Deputation und das Cérkukar der Königlichen Regierung von dem- selben Tage offen und aufrichtig festgehalten.
Von eben diesem Standpunkte aus sieht Se. Majestät der Kö- nig erst jexzt, nachdem die durch jenes Cirkular erbetenen Erklärun- gen der verbündeten Regierungcn erfolgt, und unsererseits die Be- stimmungen der in zWeiter Lesung bcschlosscneu Verfassung noch .der gründlichsten und soÉgsamsten Erwägun unterzogen worden sind, Sich in dcr Lage, einen deÉnitiven »ntschluß über den an Ihn erganZenen Ruf der National- ersammlung auszusprechen.
ie Erklärungen ,der deutschen Fürsten und Re serungen haben gezeigt, wie Weit die Ansichten, namentlich in der berhauptsfrage, ausemandergehen, und wie wenig Hoffnung auf Erzielung eines umfassenden EinBerständnisses vorhanden war. Während einzelne Fürsten mit einem Vertrauen, Welches Se. Majestät nur mit hoher Genugthnung anerkennen kann, den Wunsch ausgesprochen haben, der König möge die dargebotene Krone annehmen: haben Andere in der Errichtung eines erblichen Kaiserthums selbst die größte Ge- fahr für Deutschland erblickt, und ihre Abneigung oder ihren festen Entschluß auögesprochen, einem anderen deutschen Fürsten als Kaiser sich nicht unterzuordnen. Die bedeutendsien deurschen Regierungen haben die Verfassung in der Form, wie sie vorliegt, nicht annehmen zu können erklärt. -
Dagegen “hat eine große Anzahl deutscher Regierungen die Be- denken, Welche sie früher mit uns getheilt, 1th um der Dringlich- keit der Umstände willen aufgeben zu müssen geglaubt, und noch ehe wir die Berathungen mit ihnen eröffnen konnten, sich gegen das Reichs-Ministerium dahin erklärt, daß sie die Verfassung un- bedingt anzunehmen und Veränderungen derselben nur auf dem in ihr selbst bestimmten Wege zuzulassen bereit seien. Sie sind dabei von der durch den Erfolg nicht bestätigten Voraussetzung ausgegan- gen, daß dieselbe durch den Beitritt der übrigen Staaten in ganz Deutschland wirklich zur Geltung kommen werde,
Es ist schon oben angedeutet worden, daß diese Verfassung bei der zWeiten Lesung in ihren Grundlagen wesentlich modifizirt wvrden sei, und zwar nach einer Richtung hin, welche es der Kö- niglichcn Regierung unmöglich machte, Sr. Majestät die Annahme derselben zu rathen. Dies hat das Ministerium schon der eigenen Landes = Vertretung gegenüber erklärt. Die weitgehenden Bestim- mungen des ersten Entwurfs über die Befugnisse der Reichögewalt zum Eingreifen fast in alle inneren Verhältnisse der einzelnen Länder, welche eine selbstständige Verwaltung der leßteren unmöglich machen und sie mit der Zeit absorbéren wür- den, sind nicht beseitigt wvrdcn. Die in die Verfassung aufgenommenen »Grundrechte enthalten einzelne, so tief ein- greifende und in mancher Hinsicht noch zweifelhafte Grundsäße, daß es bed'cnklich scheinen mu , dieselben, als für alle Zeiten bindknd, den einzelnen Staaten aufzudrängm. Daneben ist den leßteren durch denWegsall des ganzen Kapitels vom Reichsrat!) jede Mitwirkun bei der Ausübung einer sie selbst so vielfach nahe berührenden Exe ntivge- walt genommen; und dennoch ist dem so isolirt und in scheinbar einziger Machtvollkommcnheét hingestellten Reichs-Obcrhaupte durch die Annahme des suspensiven Veto und die Ausdehnung desselben selbst auf Verfassungs-Ae11derungen in Wahrheit eine Stellung ge- geben, bei der weder die Würde, noch die zum Heile des Ganzen, wie der Einzelnen erforderliche Macht gewahrt werden kann. Das konstitutionel! nwnarchische Prinzip, an Welchem die große Mehrzahl des deutschen Volkes mit Liebe und Vertrauen festhält, ist durch diese Stellung in seinem Wesen bedroht; und in Verbindung mit dem aÜe Schran- ken niederwerfendcn Wahlgescß erhält die anze Verfassung dadurch einen Charakter, welcher sie nur als das Mittel erscheinen läßt, um allmälig und auf anscheinend legalem Wege die oberste Gewalt zu beseitigen und die Republik einzuführen.
Durch die Annahme einer solchen Verfassung würde die Kö- nigliche Rexzierung nicht nur die oben als maßgebend bezeichneten Getchtspunte gänzlich verläugnet, sondern auch die bcsonnenen, na wahrer Freiheit strebenden nnd konservativen Elemente Prku- ßens und Deutschlands in ihrem innersten Wesen verlexzt haben.
Ein Hinweggehen über diese ernsten Bedenken um des Dran: es augenblicklicher Schwierigkeiten und Gefahren willen, würde um Jo weniger zu rechtferti en sein, als es fich nicht allein um die Be- friedigung eines augenb icklichen Bedürfnisses, sondern um die Schaf- funq eines Werkes handelt, Welches durch sein eigenes Wesen Dauer verßürgen und die Zukunft Deutschlands steher stellen soll.
Se. Majestät der Köni;z hat sich den111ach11icht verhehlcn können,
daß die Vorbedingungen fel) en, welche allein Ihm eine Annahme der auf Ihn gefallenen Wahl möglich machen konnten; und in ernster Erwägung dcr Pflicl)tc11„welche Ihm gegenDeutschland und qegen Sein eigenes Land obltegen, so wie der Verantwortlich- Zeit, welche auf Ihm per önlich dabei ruhen würde, hat Er Sich in Seinem Gewissen nicht für berechtigt halten können, an Sein Land und Volk diejenigen Anforderungen zu machen, welche diese neue Stellung bedingt haben würde, und hat Sich daher mit dem Rath Seines Staats-Ministeriums entschlossen, die auf Grund der in Frankfurt beschlossenen Verfassung Ihm dargebotcneKaiserwürde ab- ule neu. 3 hEs find nicht die schweren Pflichten, es sind „'nicht die Opfer, Welche dieselbe Ihm auflegen würde, vor denen der Kéx'nig zurück- scheut. Deutschland hat von seinen Fürsten jedes Opfer zu for- dern, außer dem desMrchtcs, der Wahrheit und der Treue; ein solches Opfer würde niemals zum Heile des gemeinsamen Vater- landes gereichen. Se. Majestät heqt daher auch vgs fxste Byr- trauen, daß sowohl die National-Versammlnng, wre dre ganze deutsche Nation die Gesinnung anerkennen werden, aus welchcr Sein Entschluß lzervorge angen ist. , „
Wie der König sqle unter den Ersten gewesen tst„ aus fkk!“