1849 / 130 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

'"Kck „,

Rei s- und Grän e n Landau irgeyd ein Handstreich drohen

krönt??? (hört!). DeerKsbumZandant haba; s1ch da er genoihtgthzesehen,

nach Maß abe des dort gültigen franzosischen eseses vom -4. „Dez-

1811, die esiung in den Kriegszustzmd zu erklaren und trage au1u11-_

verziigliche Verstärkung chr (Harznsqn des Plahes demzufoige bet

der Reichsqewalt an. Die provisorische Crntralgrwalt hat in „Er- füllung ihrer Pflicht, die dem Reiche gehortge Reichs,- und Granz-

Fesiung Landau in ihrem Bereich gegen xeden Aztgrtff, „er komme,

woher er wolle, fiir das Reick) fisher zu stellen, die Yersiarkung des

Pla es mit 2 Batailloncn derjenigen Truppeir verfugi, welche qm

näch en in Bereitschaft standen, und dazu em Batmilon der im

Reichsdicnst stehenden Besahung dcr Reichsfesiujng Mainz und ein

Großherzogl. badisches Bataillon von Mannheim bestimmt, Die

qedxchten beiden Bataillone haben keine andere Bcsttmmung,„nls die

Wahrung des gedachten Reichsplayes. Andere Truppen [md Von

Reichs wegen nicht nach der Pfalz gesendet. ,

In Folge dieser Anrufungcn und der darauf erthrilien Ani- wori stellen die Herren Ludwig Simon und Vogt den Antrag: In Erwägung, daß die Volkserhebungen in der ba erischen Pfalz und in Sachsen die Durchfiihrung der Reichs - VerfaYsung zum Gegen- stand haben, das; daher der Reichsfrieden durch Unterstiiizung dicser Erhebungen gegen die renitenien Regierungen, nicht aber durch Bekämpfung derselben zu bewirken ist, _ aus diesen Gründen be|chließt die National-Versammlunq:

ÜL“): die Volks-Erhcbungen in Sachsen und der bayerischen Pfalz sind zur Durchfiihrimg dcr Reichs-Verfassung ihatkräftig zu stiihrn und zu schüyen. . __

Die Antragsteller wollen ihren Antrag als einen dringlichen behandelt und die Berathung darüber auf die morgcndc Sihnng 10 Uhr Vormittags unter Schließung der heutigen vertagt schen.

Herr Schmidt von Löwenberg verwahrt sich gcgen „de Schluß der Sihung, denn er hat mit mehreren chrossen emen Antrag eingebracht, das Reichs-Ministerium des Kriegs m Ankla_ e-

'siand zu versehen eben seines Verfahren?» gegen die Rheinpalz

wegen. Zé) ,

Herr Schmidt verliest diesen Antrag, Wonach sich das Reichw- Kriegsministerimn dcs Verraths am Volke schuldig grnnrcht und das Gesammtminisicrium sofort den Rückzug sämmtlichrr Reichstrup- pen aus der Pfalz zu verfügen hat. Von dcn Herren Dietsch ,und Schiih liegt ern gleicher Antrag auf in Anklagcverschung dcs Reichs,- Kriegsministcriums vor. Beiden Anträgen wird Vom Hause„dic Dringlichkeit abgesprochen, wvrauf sie von den Antragstellern zuruck:- gezogcn werdcn. Dahingegcn wird der oben ntitgrtheilte Antrag der Herren L. Simon und Vogt als ein dringlicher anerkannt und seine Berathnng auf die morgende Vormittagssihung untcr Schließung der heutigen Sitzung anberaumt.

Baden. Karlsruhe, 7. Mai. (Karlsr. Ztg.) Heute Nachmittag fand im großen Saale des Rathhause unter Vorsitz, Des ersten Bürgermeisters, Herrn Malsch, eine äußerst zahlreiche

') Die Antragsteller l_cgen diesem Verlangen nachstehende Urkunde iu beglaubigter Abschrift zu Grunde: _ . Frankfurt a. M., den 6, Mm 1849.

Das Reichs-Ministerium des Krieges an das , Kommando der Großherzoglich badischen Truppen zu Mannheim. . Das Kommando der Großherzoglich badischrn Truppen zu Mannhenn wird hierdurch ersucht, Angesichts dieses zur Sicheruxig dcr Reichsfcstnng Landau, gegen die in der Pfalz ausgebrochene anarchische S_rlUlderhebilng, Welche diesen wichtigen (Hränzplaiz rrnsilich bedroht, durch Etienbahn eines der beiden dort stehendrn badischen Bataillone, niit Zurucklassung der noch ganz unbrauchbaren Rekruten und durch Marsch eincr (xskndrxon "drs dorn- gen Dragoner-Regimcnis nach Landi! zu senden „und zur Verfugung .ch dortigen Gouvernements zu stellen, bis drssrn Ablosung durch andrrkveitigc

* " [“ck wird. „Truppen mog: , Dcr Reichs-Kricgs-9.)iinister Yeucken ( iir dic richti e Libschrist Mannheim 7, Mai 18 9. JDer Garnisths-zionnnaudant Roggénbach, Oberst.

"780

Versammlung der hiesigen Bürgerwehr statt, worin, nach längeren Erörterungen, folgende BeschlüsseÉefaßt wurden: " _ In Erwägung, daß der badische mm die Reichsverfassung als gulng und rechtskräftig anerkannt hat; _, ' in Erwägung, daß auch die karlsruher Burgerwehr sich fur die Reichs- v'kfasslmg mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln einzustehen ver- pfiichtet; in Erwägung, daß bei Durchfiihrung der vom „preußischen Kabmxt und den mit ihm verbündeten Regierungen beajbfichitgten Maßregeln die ganze politische Existenz des badischen Landes csahrdet erscheini; in Erwägung, daß jc t schon der Augen lick gekommen ist, wo, die deutschen Staaten, Welche die Reichöversassung anerkannt haben, verpflichtet

"md, ihre ?luerkeunun durch die That zx! bekräftigen“ 1 in Erwägung, dgaß unser Nachbarland Rheinbayern, desscn Regie-

rung noch mit Anerkennung der Reichöverfaffung zögert, fich fur dieselbe rinmüthig erhoben hat, « beschließt dic karlsruher Burgrrwehrr , ,

1) Die Regierung auf das dritägendstx zn ersuchen, daß sie soglxich nach dem Erscheinen der Reichsverfa ung nn Regierungsblatt „die Vendi- gung auf dieselbe gleich der auf die Landes?rrfassunéßk bornehme.

2) Die karlsruhir Bürgerwehr ist bereit„ ,die eictherfassung gegen jeden verfassungsverlcxzenden Angriff zu vertheidigen.

3) Die karlsrnhrr Bürgerwehr fordert sämmtliche BurgerWehren des Landes auf, sich in demselben Sinne zu erklären und sich zum Einsichrn fiir die Reichsverfassung bereit zu halten. ' , , ,

4) Die karlsruher Bürgerwehr fordert insbesoiidcre die badische Regie- rung auf, bei drrchitralgewalt schleunigst die ubthtgen Schritte zum Schnß dcs Nachbarlandes Rheinbayern, Welches fich fiir die R:!chsvrrfaffqng aus- gesprochen, zu thun; namentlich wolle ,die Centralgewalt kctnerlrt Durch- märsrhe von Trupp " solcher Staaten, die die Nrichöverfaffung nicht aner- kannt haben, nach Rheinbahcrn gestatten. ,

5) Die karlsmher Bürgerwi'hr erläsii cinen_Anfruf an Zh" Kameraden in Württemberg und Hessen, in derselben Weise das Zhnge zum Zweck der Aufrechthaltung der Reichsverfassung und insbesondere zum Schuhe

Rheinbaycrns einzuleiten. . Mit der Ausfiihrung Wurde der Gemcmdrrath mVerbmdung Mit dem

Heerschaar-Kommando beauftragt.

Hessen und bei Rhein. Darmstadt, 6. Mai. (O. P. A. Z.) Diesen Morgen brachte der Bahnzug Voq Frank- furt cine Abtheilungbayerischer Infanterie, die fiir Rhembqhern bestimmt ist, Dieser Zug kreuzie sich mit einem anderm Zuge, der besonders viele Waggons'“zur Aufnahme vvn Reiterei schleppte.

Mainz, 6. Mai. (O, P. A, Z.) So eben ist die hier gar- nisonirende Schwadron österreichischer Kavallerie nach Frankfurt aufgebrochen. Morgen wird das schon gestern marschfertig gewe- sene Bataillon österreichischer“ Infanterie nach Homburg 'gel)cn. Vom 23snn preußischenJnfaniciie-Rrgimcnt wird morgen cm Ba- taillon hier einrücken.

"Ikassau. Wiesbadrn, 5. Mai. (Frkf. I.) In 'der heutigen Kammerfihung theilte der Präsident Wirth ein Schreibr-n der Württemberger Kammer mit, welches den Dank derselben,]fur die Zustimmung zu der reichsvrrfassungsmäßigen Erhebung Wurt- - iembergs enthält, Lang intrrpellirtc dringlich dcn, Regierungs- Kommiffär Gies e wegrn der Bcridigung des Militairs, der Be- amten und der Bürgerwehr, und was die Regierung hinsichtlich der Disposition der uaffauischen Macht unter die reichsverfassungs= mäßige Centralgewalt gethan habe. Der Regierungs-Kommiffär holt die Antwort ein, wodurch die Sihung pausirie, und brachte die Nachricht, daß ?))iinister-Präsident Hergrnhahn nach Frankfurt a. M. abgegangen sei, um sich der fraglichen Verhältnisse halber mit der Reichsgewalt zu benehmen, Jung interpellirt wiederhhlt fiir Amnestie, da in der jehigen Zeit der vaterländischen Kriss eine solche doppelt angemessen sei. Die Kammer seht den Regie-

rungs-Cxigenz-Etat fiir Hochbau 84,653 Fl. und für Chaussecbau mit 221,517 Fl. 7 Kr. pro 1849 fest. Der kritischen Zeitverhält- nisse halber entscheidct sich die Kammer fiir eine zweite Sihung am Abend, um die Maßregeln zur sofortigen Volksbrwaffnung zu be-

schließen.

«----o----

Ausland.

“Rußland und Polen. St. Petersburg, 3. Mai, Vorigen Sonntag, den 29. April, ist Se, Majestät der Kaiser wohlbehalten aus Moskau hierher zurück ekehrt. Am 1. Mai wurde der Contre-Admiral Arriens, in auZerordentlichem Auftrage von Gr. Majestät dem Könige der Niederlande hierher gesandt, von Sr. Majestät dem Kaiser in einer Audienz empfangen und darauf der Marine-Licutenant Arriens, Sohn des Ersieren, Sr, KaiserliZen Majestät vorgestellt. Der Baron von Mollerus, außer- ordentli er Gesandte und bevollmächtigter Minister des Königs der Niederlande, überreichte dem Kaiser seine neuen Beglaubigun s- Schreiben. Auch wurdcn der Contre-Admiral Arriens und er Marine-Lieutenant Arriens Ihren Kaiserlichen Hoheiten dem Groß- fürsten Thronfolger und seiner Gemahlin vorge teilt. ,

An den Metropoliten, Von Moskau und olomna, _Filaret, ist folgendes Kaiserliche Handschreiben ergangen: „Hochwürdiger Me- tropolit von Moskau, Filaret! In der unermüdlichen ,Leitung der Ihnen anvertrauten Eparchie haben Sie sich bei vieljährÉZer Er- fahrung und erbaulicher Verkündigung des Wortes der ahrheit als ,ein eifriger Hirt der Heerde Christi bewährt. Von Achtung fiir diese" ausgezeichneten Eigenschaften und die unausgeseht dem Wohle der rechtgläubigen Kirche und des Vaterlandes geweihten Bestrebungen durchdrungen, habe Ich es für Recht erkannt, Ihnen für Ihre Verdienste Meine besoudere Anerkennung durch die aller= gnädigsie Verleihung der hierbcifolgenden diamantenen Insignien des Ordens des heiligen Apostels Andreas des Erstberufenen zu bezeugen, Mich Ihren Gebeten empfehlend, bleibe ZYLIHUM für immerwohlgeWogen. Moskau,15.April1849. (gez.) ikolaus.“ Ferrier hat Se, Majestät mittelst Kaiserlicher Gnadenbriefe vom 10., 14. und 15, April dn Obrr-Kammerherrn, Mitglied des Reichs - Rathes, “Nibeaupierre, zum Ritter des Andreas- Ordens und den Commandeur des ab esonderten sibirischen Corps und General-Gouverneur von West- ibirien, General der Infanterie, Fürsten Gorisc'hakoff li., zum Ritter des Wladimir- Ordens erster Klasse ernannt und dem Präsidenten des Marstall- Comtoirs, Obrr-Hofstallmcister Baron Frederiks, dem Kommandan- ten von Moskau, General der Kavallerie, Staal, so wie dem Mit- gliede dcs Reic'hsrathes, Wirklichen Geheimen Rathe Buturlin, dem Kriegs-Gouvemeur von Wilna, General-Gouverneurbon Grodno, Minsk und Kowno, General-Lieutenant Mirkowitsch [„ dem Chef des 1sie1x Brzirks des Gendarmen-Corps, General-Lieutenani Po- losoff, dem Minister Staats-Secretair des Könißreichs Polen, Ge- heimen Rath Turkul, und dem Gehülfen des ?) inisters der Volks- Aufklärung, Geheimen Rath und Senator, Fürsten S irinsi'i- Schichmatoff, die diamantenen Insignien des Alexander- ewski- Ordens verliehen und den Präsidenten des moskauschen Hof-Com- wirs, Obrr-Hofmeister Baron Bode, so wie den Geheimen Rath, Senator Saltykoff, zu Rittern des St. Alexander-Newski-Ordens ernannt. *

Der stellvertretende General-(Houverneur Osi- Sibiriens und Kommandirender der dort garnisonirenden Truppen, (Heueral-Major I)iurachw, ist zum (Heueral-Lieutcnant befördert worden.

In St. Petersburg sind an der Cholera zwischen dem 21. ““

und 28. April 329 Personen erkrankt und 155 gestorben. Jm Gou- verucment St, Petersburg hat sich die Epidemie am 11. April im Kreise Luga Und am 13, April in den Kreisen Oranienbaum und Zarskoje-Sclo aufs neue gezeigt. In den genannten drei Kreisen erkrankten bis zum 19, April 82 Personen und starben 9. Aus“) “M Kronstadt sind dem zwischen 17. und 23. April 12 Personen erkrankt und 3 gestorben. ZmGouvrrnement Kurland erkrankten vom 7. bis zum 14. April 8 Personen. In Rowna, GouvernementWolhynien, sind zwischen dem 27, März und 8. April keine Todesfälle vorge- kommen, doch erkrankt 1. Aus "den Gouvernements Kasan, Wi- tebsk, Podolicn, Grodno Und aus Bessarabien find keine neueren Berichte eingegangen.

, Se, Kaiserliche Hoheit der GroßxürstKontantin hat die Würde eines Ehrenmitgliedes der Gcscllschat fiir eschichte und Alter- thiimer zu Odessa angenommen. '

Bekarmtmach.irrJrn. 221 Bekanntmachfnng. ,

[ chis im Schildbergcr Kreise, chterttngs-Beznk Po- sen, belegcne, zn Johanni 1849 pachtlbs, iverdendx Vor- werk" Parzvnow soll mit den dazu gehongcn Gebauden, mit dem Förster-Eiabliffement- und mit der ParzynoWer und Kobylagomrr Forst als eiii Guts-Komplex, das da- von abgezwcigtc Krng-Gruudstuck von 8 M. 10 IV. und eine abgrztveigte Flache von 208 M. 79 „AR., m 39 Parzellen zerlegt, sollen dagegen einlen im Wege der öffentlichen Licitaiion an den I)ieisibtetenden vcr-

äu ert werden. . LOW als ein Gut zu veräußernde Vorivrrk mit den

Forsten enthält:

1) auf den 15. Juni c., Vormitiags 10 Uhr, zur Versteigerung dcs VorWrrks unt dcn Forsten xc. von 3431 M. 162 (IN.,

2) auf den 16, Juni c., Vormittags 8 Uhr, zur Versteigerung des Krug-Grundstiicks und der kleinen Parzellen,

und laden Kauflustige hiermit ein. Nach 3 Uhr Nach- mittags des Terminstach wird kein neuer Lizitant zu- gelassen. DieBictmtgs-(xantion,besteht in emrmZehn- theil dcs Meistgebots. Die Veräußerungs-Vedmggngeix können zu jeder Zeit in unserer Registratur, so wir aus dem Vortverk Parzynow beim Domainenpächtcr Hahn, in der Registratur dcs Rrutamts in Schildbcrg und m [[W] den Negistrainrcn der Königlichenchierungenzn Bres- lau nnd Liegniß, eingesehen werden.

Nachrichtlich wird bemerkt, das; von dem Kansgcld

Zur Veräußerung haben wir den 5. Juni d.

chem wir Kauflusiige hiermit einladen, Posen, den 15. April 1849.

Abtheilung fiir die direkten Steuern, Forsten.

Offener Arrest.

von _uns der erbschaftiiche Konkurs

J. Vormittags 10 Uhr, in dem GeschäftOUékaie der Kö- niglichen Administration zn Karge einen Termin vor dem Regierungs-Rath Kreizschmer anberaumt, zu wi'l-

Königliche Regierung. v. Scheel. Ueber das Vermögen des Kaufmanns T. Uhlemann

in Sorau in der König!. Preuß. Nirderlaufixz ist heute

Es wird daher allen denen, wclche von dem Gemein-

tag? 41.1hr, an ordentlicher Gerichtssiätte subhasiiri Wer en. ' Marie1iLverder, den 16. April 1849. Königliches Kreisgericht, ]. Abtheilung.

"“'/“*“] * Kunsiverkin

fiir die Rheinlande u. Westfalen.

Die General-Versammiung der Mitglieder des Kunst- Vereins und_die Verloosung der augekauften Kunstwerke fiir das Jahr 1848-49 wird im Laufe des Monats August d. J. an einem noch näher zu besiimmenden Tage siatthaben nnd die damit verbundene Ausstellung am 17. Juni d.J. eröffnet werdcn. Die Künstler, welche geneigt find, ihre Werke zu derselben einzusenden, werden daher ersucht, dieses his zum 8. Juni d. I. unter der Adresse der) Herrn Inspektors Wintergerst im Akade- mie-Gebäude zu thun und gleichzeitig uns,zu bengch- richtigen, ob und zu welchem Preise fie verkäuflich smd. Nile Mittheilungen werden, um Portofrciheit zu geme- ßen, unter KreUiband und mit der Rubrik : „Angele- genheiten des Kunstvereins fiir die Rheinlande und “Westfalen“ erbeten.

Düsseldorf, den 7. Mai 1849,

Der VerWaltungs-Rath des Kunstvereins.

Domainrn und

eröffnet worden.

W i e g m a n u, Secretair.

Regelmäßige Dampfschifffahrt zwischen

[49b1Wi6mar und Kopenhagen. Das als vorzüglich eingerichtet bereits bekanntekupfer-

* M, N. des Vorwerks incl. Forster! ein Viertheil binnen Zah- _ ,

") Fs Vowaxsxsteuen ........... 8Q99 ressrist und die lcßtc Häme binnen drei Jahren nach schuldner thas an Geld, Sachen, Effekten odcr Bmi- Ölbfsixciltten ******* 4 2 der Ucbergabe zu entrichten isi. schaftßn htlnter fich lhafbejys-Tlder tö-elckze cdHemselbxn tett- . .- """"""""""""" *". d 1 27. A ri! 1849. was eza) en oder ie crn o rn nr ur ange e:: c, AckMwZ M'UIQRÜKZWffAGUst Posen, N Könixliche Regierun . an Nilechnldck'das Minsdcslie davon, verabfolgendzndlassön, ! , , * , , , , , ) ' ur die direkten Steurrn, omamen mid vielmey o es uns og etch anzu-ngen, un „le er 469 81 YZF“, (Ham Abtheilung f Forsten. ihnrn befindlichen Gildcr oder Saihen, jedoch mit Vor- 050 1'38 ., U.Kl((3jähriges v, Scheel. behalt ihrer Rechte daran, in unser Depositum abzu-

_ Roggenland), “"""-'"" ie ern. _ . , . ' :" ' [205] B c k a U "„ t M a ck U " 9“ , Wer dicser Antvetsuug zuwiderhandelt und dennoch 20 » 38 FijM'FciTYlges Das im Vomstrr Kkklse dcs__blkfi9e*' Ykegienmgsbe- dem Gemeinschuldner oder vielmehr an dessen Erben

oggct * zirks unmittelbar an der Schlesischen Grauze und eme ettvas bezahlt oder aiiSantwortet, von dem wird die A. A,:

SJ. "'-._..-"'..'"-.,': ...... (. ..... 909 69 VikktLlMLile von dk!" Stadt nnrilhstadt bklkgeile DV- Zahlung oder AusantWortuug für nicht geschehen er- Wiesen in 12 Ceniiier bis 3 b.c„ntnerl mainen-Vorwerk Neuvorwerk, n tvzlchem achtet, u-nd wird das so Geleistete 327111 Besiender chZsse pro Morgen bonmrt, jedoch "W| 31 “8 11 1 MM:)?" 98 S* * Hof- UNd Baustellen, andcriveit von ihm beigetrieben werden,auch ist der „zu- 54.2, 10 und 8 CWM“ """"""" 82 121 281 74 " Ack,"- haber' solcher Gelder, oder Sachen im FaUe der Ver- „_ [1 ungen ............................ 8 161 139 41 Wiesen, schWeißung und Zuruckhaltung der Masse auf„Hohc der Yrßkenichonung """""""""""""""""" . „„ 31 62 " Hu!,UUIM- zuriick ebaitenen odcr verschwiegenen Gegenstande ver- '-mg"che "'") [inland """""""""" 13 123 1 132 Graben, antwortlich und geht außerdem aller seiner daran ha-

Summa ..... 1040 24

b) vgs Föisicr-Eiabiiffemcnt mit Gebäudrn 14 16 (:) die izrl'zmrrn Forstrodcländer ........... 259 14 (1) der etandene Kobylagoraer "Forst „, von1178Pi.104 QR. ““ß““ werdcn“ unddrrbrsiandenePar-

zynoWer Forst Von .. 940 » 4

Summa von ................ 2118 108 in ganzer Summe ..... 343x 192

taxiri auf 36,070 Thlr. . Das Krug-Grundsiiick ist auf 600 Thlr., die ar- zelien Von je 5 Morgen find zu 30 Thlr. b1s113 hlr,

taxirt. ' Die Festsesun dcr Taxe ist noch dem Komgltcben

Morgen boniiirt.

25 Sgr. 11

“inan -Mini enam vorbehalten welche vor dem Vcr- [ster kotzxietz zu jeder Zeit m unserer Re isiratur und ck 3 | Fei dcr Komglichm Administration zu KarTe eingesehen

äußerun s-Termine erfolgen wird. , Zur Z.?eräußerung haben wir nachstehende Termme vor dem Regierungs-Rath Meerkay m loco Parzynow

im herrschaftlichen Wohngebäude anberaumt: anzeigen wird.

Summa 455 Morgen 47 [IN, , gehören, soll von Johannis (?. ab in 8 Parzellen von 46 bis 68 Morgen Flächen-Jnhnlt meistbietend vcr-

Der Acker besteht zum größten Theile aus Haferbo- den, die Wiesen sind zu 2 his 8 Ctr. Heu-Eetrag pro [222]

Morgen, jedoch ohne die noch besonders zu bezahlenden Gebäude, Saaten und Bestellungen, ist auf 18 Thir. fesiqesteilt worden.

Die Tore der mit der Parxelle 711. von 65 Mor en 177 (IR. zn veräußernden Gebäude isi anf1184T lr. fo festgestellt.

Die Verau erungs-Bedingimgen, die Karte und Re- dem H

Werden, welche [('-Zicke anch die Gränzen Parzellen vom 2». Mai c. ab den BeWerbern örtlich

Sorau, am 7. April 1849. (gez.) C alow.

Der grringsie Kaufpreis fiir den

Kummer, bestehend:

er einzelnen

benden Unterpfands- und anderer Rechte verlustig. Königl. Preuß. Kreisgericht. -

NothWendiger Verkauf. Kreisgericht zu Marien werder. Das in dem "Dorfe Oberfeld belegrne Grundstück der Emilie Johanne Friederike geborenen Quiring, früher ver- wittwetm Lück , und deren jesigen Ehegatten Franz

aus dem Hofe Nr. 21 von 25 Morgen kulmisch, dem Hofe Nr. _22 von 25 Morgen kulmis , ofe Nr. 25 von 25 Morgen kulmis , . nebst Wohn- und Wirthfchasis-Gebäudcn, abgeschävt i.n Jahre 1847 auf 9478 Thlr. 23 Sgr. -6 Pf. zu- folge det nebsi Hypothekensckxein und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, soll am 7. No- vember d. J., Vormittags 11 Uhr und Nachmit- .

feste und kupferbodcne Dampfschi „O_bqtrit“, gefu tt_von Capt. J. .Seth, wird re e mäßig jeden ttt- wvch na Ankunft der Ei enbahnzitge ,von Hamburg und Berlin, Nachmittags um 4 Uhr, mit Passagieren- Giitern und Posi-Effekten von WiSmar „nach Ko- penha en und jeden Sonnabend Nachmittags voin Kopenhagen uach Wisinar, wo “„Ziel- an „de nach Hßmbubrg hund Berlin abgehenden Etenbahnzus? auschlie i a e en. . , ,- assa ,e-Prgeise, so wie Güterfrachten, find aufs bil li“ e e eilt: gin Kopenhagen bei den Herren Fiedler &" Co.,

» ' ambur » » » Hamel «E' Co., Zkkljn g » » » H, F, Fetschow “'

. S o b n. » ,WiSMar im Vüreau der Dampfschifffahrt,

Wi6mar, im Februar 1849. , D i r e c t l o n

der Mecklenburgischen Dampfsthifffahrts -Gesellschnkk-

', De_ut'scbland.

-

„. :- donncment betragt: 2 xtblr. für X Jahr.

4 Utbir. - 7 Jahr. 8 Rthlr. - Kahr, cbetlcn du- Monarchte m “(:?:-e preto- Erhöhung. vet einzelnen Kammern wird , der Bogen mit 23; Sgr. berrchner. _ *

_,

?- .

NL? 130.

Z n h a l t. Amtlicher Theil. '

P eu ens Bkglin- . Bäyeßu; Munchen. Widerlegung. * Staatörath Bols nach der

P-alz- - Kaiserslautern, ErlaßdesLandesvertbeivigungo-Auoschusses.

Sachsen. Dresden. Weitere Nachrichten. - Bekanntmachungen, - Leipzig., Heubnerngefangen. - Der Reichs-Kommiffär Briegleb. -- kal'sht mit Freischarlern.

Hannover. Hannover, Die Unterhanrlungcn in Berlin.

Waden. Karlsrube. Verkündigung der deutschen Neichs-Vetfassung. essen trnd bei Rhein. Darmstadt, Bekanntmachung. cnleswxg-Holstein. Altona. Beschluß des Raths und der Stadt; verordnete); m Betreff der deutschen ReichSversassung. - Schleswig. Näheres uber das [este Gefecht. _ HaderSleben. Die Civii-Ver- waltung Jütlands. _ Flenöbur-g. Ausgewechsrite dänische Gefangene.

Lauenburg. Ratzeburg. Die neue Verfassung vollendet.

„ylamburg. Hamburg. Verhandlungen der .konsiituirenden Versamm- uns. _ 7

, A u s .l a n d.

annerickx. „National-Versammlung. Der Kommisfions-Verichi uber die rom_:sche Frage und der darauf angenommene Beschluß. -- An- klage-Antrag egxn den Prasidenten der Republik.- Unvetkürzte Bewilli- gung des C' exnvbesiandes'der Armee. _ Interpellation und Debatte

. uber cm Schreiben des 5])„rastd'enten an General Oudinot. -- Kriegs-

budget.- Paris. Nachnchten aus Toulon nebst Depeschen aus Italien.

Z“.- ' Grtxßbritanien „und _Irlgyh. London. Die Erkiärungen des aus- - JZMYZ YkYßseUb“ dieAdamxche t)BlokSave. -- Dampfschiffe nach der

- e. _- nna me er ' ' _- General R. Wilson +. h chtfffahrtsbill nn Oberhrmse. Italien. Rom_. Der Angriff)“ französischen Vorhut. » Borsen- und Pandels-Nachrjchten,

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: DM bisherigen Ober-Forstmeister von Schönfeldk zum Geheimen Féncmzrath und vortrngcndxn Ratbxims Finanz-Mi'njste- rium zu ernennen.

Der Rechtsanwalt und Notar Teßmar zu Lauenbur i in gleicher Eigenschaft an das Kreisgericht in Stargard, untßr Zer- leihung des Notariats im Departement des Appeüationsgerichts zu Stettin, verfeht;

.Der Obergerichts-Assessor Preh ell zum Rechtsanwalt bei dem Kreisgerichfe m Stargard und zugleich zum Notar im Departe- mentxZes ZipßeiiatiorZßerick)ts zu Stettin;

er is enge ergericbts-A .* or Göck“ -

Ymvalie bei dem Kreisgerichte“ zu Lasibé a. d. ÉnTuZmztirmRZickbttTr

l:,mrgDepatrtcment drs Königlichen Appellationsgerichts zu Magde- u zu::

Der Rechtsanwalt „Karl Alexander Ruperti

zu Seyda

auch zum Notar im Depariemrnt des Köni licl A [[ -

gcrichts zu Naumburg ernannt worden. g )en ppc ations

Die Erneuerung der Loose ur bevor 2 end n 4t [ FfilerstKdöixinl, KcZatssetzaLotterie, leche bis Im? 19. Pchin c:? “bsi? eru e nre s au, echec , ' - rungÉebrackN. _ 3 g s hn muß wird hiermit in Erinne erliti, den 13. Mai 1849. Königliche Grneral-Lotterie-Direction.

Angekommen' Der Grueral-Ma' . _ - ]or und Commandeur der bien Landwehr-Bngade, von Webern, von Jüterbogk.

Uicl)ta'm_tlichcr* Thril. Deutschland. '

* PreUßen Berlin 10 M - - ., ' , „., at. Se. Ma estat der Köm' YJJYFTJMFW IMMS Dem Commandeur des1 10th Husaren€ Platen ,des' ]or vonOWkW und d-mPrenxier-Licutenant von der ihnen, VeriieZT-LßnnF-Fn Regiments, die-Erlaubniß zur Anlegu"g * d " „erzoglich Braunschweigischen OrdenHeinrichs

rs Löwen und zwar Ers * , kercm des C - Klass, Lehterem des Ritterkreuzes, zu erWiFthdeur Kreuzes Lier

IZM?) dem heutiäen Militair - Wo:“ ner. l__ e mann , er er Adiutant der Ge- dieri-ZMFY" der, Festungen„ zum Mitgliede der1 Militair-Stu-

n emanntund dem Major M e h er, Znsprcteur der 5ten

Festun s- . , bewiaiZt ZFFFYZWU- “ls General-Maxor mxt Pension der Abschied

Bayern M " * ck ent . unchen, 9. Mai. Die Mün . i » gehYtYlYFd-xsi „Aus zuverlässiger Quelle könnenchwierietqu§ Ministern übxuch52 von herrschendem Meinungszwiespalt unter den besorstehendeer--ie deuts ? Verfassungsfrage, wie von angeblich g „zich grundl ucktritie eniger Mitglieder des Ministeriums als Gerücht als bo? bezeichnen. Eben so grundlos ist das“ andere gleich „Zach i re“ " tig? das Staats-Ministerium, die Kammer so- ohne ciner Verem LvN'stehendrn Wiederzusammentritte aufzulösen Raum zu “gebe handlung der deutschen Verfaffungsfrage auch nur: das Ministerin 11, Wir glauben vielmehr, versichern zu können daß iige Frage mitt-nddm lebhaftestxn Wunsch he t, über diese hoch,wich- und uns ein “" Kammern m eine umfas ende, “erschöpfende Ver; chen Gerüchtzeugkihkno Aus» welcher trüben QAelle alle diese fal- "Mvalt dsl cßen- und welche Absichten bei ihrer Verbreitung

„„Preußischer

ais xLlnzeiger.

Ane poa-Untaiten des “111- an. Auslandes nehmen Besteliuna an' dieses Blau an, für Berlin rn Expedition deo preuß. Staa ». Anzeigers:

Y_ebren- Straße Ur. 57.

Berlin, "Sonntag den 18. Mai

Staatsratb Volt! wird als Köni licher Kommiffär in die Pfalz abgehcn' es sollen von Würzbur , amber , pen zu feiner Unterßüpung aUSUJc-kcn, 8 Und Neuburg Trup

„Kaiserslautern, 3. Mai. (Münch. Ztg.) Der Landes- VerthetdtguanxAusschuß hat fbl'gendes Schreiben an die Befehls- haberAdzrrtxs lzisYßn Volkswehrcn ergehen lassen:

„, "' eilen nen die unxeiHeutigem efaßten Bes e n.“- e und zur Einsicht undxanachachtun mit: Der LÜLWLS VertheiBgiTigs-Lclhußsslihuß der Psalz bcsch11eßt_auf_ den ntrag der kahier unter heutigem Taqc ver- sammelt gezvesenen Abgesandten der Volkswehr: 1) Der schweizer General Dufour wird. Zirm Ober-Befrhishäber dcr pfälzischen VolkSwehr ernannt und,.sofort brieflich „ersucht, sich über die Annahme der Befrhlöbabersiille zu erkiaren. 2) Die durch den Kbitgreß der Volkswehr dem Landeo-Verthei- diguygs-Ausschusse zur Unterstusung bei den Verathuugeu iiber die Orga- msrmon der Vblfßbewaffmmg beigegebeum Volköwrhtmänner: :1. Philipp Hemy aus Zweibrucken; b. 101". Hitzfeld aus Kirchheimbolanden; c. Tabacks- Fabrikant Trauth aus Landau, smd ohne Verzug einzuberufen. 3) Die Btfrhlöhaber derVolkswehr in den einzelnen Gemeinden haben ihreMann- schaftcn folgenden Eid leisim lassen: „Ich schwöre, das Reich und die Rechte des denischeti Voxkcs zu schirmen, die R-ichs-Verfassnng aufrecht zu erhnlixn und sie mit Gui und Blut zu vertheidigen. So wahr mir Gott Fifi?“ GDcscbeZendzi; Tristezslautern, aymk 3. Mai 1849. Mit brüderlichem

u . er ane-erciviuns-.us u:l)--. e . ' . ])1'. Greiner. P. Fries. H? ZOgidirr.“schß H pp. Reichard

Sachsen. Dresden, 9. Mai. (D. A. .) “in Verlaue des nun besiegten Aufstandes kann man drei wesYitlichJverschicdenfe Mbmrzite und Wandlungen unterscheiden, die sich um so rascher und furch_terlicher entwickelten, je größer und energis er auf der an- deren Seite der Wille fiir Aufrechthaltung dcr eseyichen Ordnung _und der bestehenden Verfassung war. Bet den Zorgängm am Iten und vielleicht noch am 4. Mai schien die Verfaffungsfrage im Vor- dergrunde zu stehen, obgleich sozial-republikanische Tendenzen schon unverkennbar )rrvortraten. Aber nur zu bald mußte man gewa r werden, daß die Empörung die Fahne der Reichsverfassung Rix brauchte und fie nur heraudgeträthaiie, um die Sympathien! des Volks zu erregcri. Es. mu ie freilich von Hausaus auffallen daß Leute ime- em Tzschirner, wclchr noch kurz vorher Allrs tha; Yi, um dre Reichsverfassung unmöglich» machen, ße mit allen t afferÖ dtes Sportes bekämpften, plöylich entschlossen sein soll- Én . . u und" ler fur sie daran-zu sesxu. Alléin das zweite . tcrdium der funfta igen Revolution, die. rvpublikanische Erhebung erklart das. Es so auch wirklich ein Dekret der sogenannten pro; visorischen Regierung vorhanden sein, worin diese erkläre, daß es xrel) mcht mehr um die deutsche Verfassung, sondern um die Ein- uhrung drr RkpUbllk handle. Der nach dem Rucktritte der srqe- ,nßnpten provisorischeri Regierung noch fortgeseyte Kampf war “ein v'olltg tcndenzloser, rm .frampf der Verzweiflung und des Jana- ttsmus, grschurt urid grnahrt durch polnische und andere Emiffäre, welche jedenfalls “bei dem ganzen Unheil eine Hauptrolle grspiclt haben m'o en. Unter den Gefangenen befinden sich zum z, B. zwei galltztsche Geistliche. Was nun den AuSgang des Kampfes anlangt, so hat sich, die Hauptmassc der Znsurgenten heute fruh geßenk 7 Uhr zum_ Ruckzuge ungeschickt und Über die Dörfer Plauen, Rackttih„1trrd Kesselsdorf in die Berge geworfen. Hirrbei mußten ste“ naturlich der Kavallerie und nachrückenden Infanterie in die Hajnde' fallen, wrshalb denn auch nach dieser Gcgrnd hin um diesc Zeit ein starkeri, Ferrera “gehört wurde. Wie viel ihrer davonge- iommen sind, laßt strh mcht ermitteln. Die Zahl der Gefanaenrn ist groß„ und nach einer ungefähren Schäxung gegen 500; iii der Frauenkirrhe-alliin soilrn sich gegen 300 brfindrn. Die Mitglieder der provisorischen Regierung habcn bci Zeiten das Weile gesucht und smd glucklich 9qu DreSden, man sagt als Ver leute verkleidci, entkommrn, Tzschirncr soll an dem Tage, wo der ber-Komman- dank Heinze gejangin Wdek, schon in den Händen des Militairs gewesen, aber auf der inneren pirn.11'schen Gasse cntsprungcn sein. ,wai Soldafen wollten auf_1hn feuern, aber die Gewchre deisclben bcriagten. Den Vurgcrmcijter Tzsirrtcke in Meißen haben die Bür- ger daselbst verhaftet. Er ha“te die Kommunalgarde in Meißen vcr- anlaßf, nach Dresden zu „inarschircn. Dicse aber ma sich bald von dem Strande der Dinge uberzeugt haben, und ist gJeich am ersten ?age wredrr umgekehrt. Bei ihrer Ankunft in Meißen verhaftete jie den Burgecrmetster. Advokat Blöde und Dr. Minckwiß find l'euxe fruh gu, dem Rathhausr verhaftet wvrden. Stadtratl) Kleiie, Professor Richter ,und 01". Hirschel sollen ebenfalls gefänglich ein- gezogen worden sctn,

Heuie Mittag “[ Uhr ist ein' Baiaillon des 12ten Landwehr- Jnfanterac-Regiments auf der schlesischen Bahn hier angekommen, nachdcm man iii der Nacht vorher der Sicherheit wegen*die Bahn bis Bautzen mit- Trupprn besexzt hatte. Neustadt und Antrnstadt Lud stark mit Einquariterung belegt. Glcichwohl ist bis cht diese

eschwerdrvon dcn Meisten mit Freudigkeit getragen worden; man ist froh, wrrder zur Ruhe gekommen zu sein. Diesen Nachmittag Flö'ßnieie BTT? drÄtltfreÉen Vebrkehr wiederSgeöffnet, und Täusende 11 na er a t im“: er, um den a *" * m Augenschein zu ne men.h ck uplah dis SchnMns Folgendes Plakat ist heute Veröffentlicht worden: Befehl. Zur Ausführung dcr Bekanntmachung des Gi'sammimini- sietiums vom 8. Mai _d._J., durch welche die Stadt Dresden und ihre Um- gebung in deiii ankrnse von drei Meilen in Kriegsstand erklärt worden ist befehie :ck hiermit: 1) Alle politischen Klubs und Vereine sind bis ani Weiteres geschlossezi. 2) Bei Tage darf keine Vetsammlung von mehr als 20 Persynen, bei Nacht keine von mehr als 10 Personen, aus öffentli- chen Ylaßen und Straßen stattfinden. Z) Alle WirthS- und Schänkhäu- ser m_yssen Abends 10 Uhr geschlossen werden. 4) Plakate diirfen ohne Er- laubmß des Oberbefchishabrrs nicht angeschlagen und Zeitungen Druck- schriften bder Lithographieen ohne dieselbe auf Straßen und ö,ffentlichen Playerntcht verkauft werden. 5) Alle Fremde, welche über den Zweck ihres htefigenAufrnthalts sich nicht auszuweisen vermögen, haben die Stadt und deren Umkreis binnen 24 Stunden zu verlassen. 6) Bewaffnet an- kommende Fremde, so wie alle sonst ohne besondere Erlaubnis; des Oberbex

; fehlshabers bewaffnete Personen, werden von den Wachen, da „5,th mit

Gewalt, entwaffnet. 7) Die Kommunalgarde und die derselben brigetmmen

M- Wir wobl keinem Einsichligen in Zweifel sein.“

* besonderen Corps find bis auf Weiteres ausgelösi. 8) Alle in Altstadt,

1849.

Friedricbßadt und in den altsiädter Vorstädten be ndli cn Wa cn o ne Unterschied ihrer Eigenschaft. find binnen 24 Sufkidcnchin demffalistäxxrr Nathhausejabxnlresern. 9) Die Stadt Drch-n haftet für allen Schaden, welcher bei Unterdruckutig eines jeden Widerstandcs gcgen rie bewaffnete Mach! entsieht. 10) Die geseylich bcßehrnden Behörden verbleiben in ihren Functionen und werden bei ihren den vorstehenden Bcstimmnrgen entip e- chrrdrn Maßregeln von dem Obrr-Befrhlshaber auf das krc'ixtgste Unik!"- siust Werden. 11) .Der Betrieb der bürgeilichen Geschäfte, des Hand-ls und der Gewerbe wnd, “außer den Fällrn, auf welche voistchenre Bestim- mungen Amdenkung erleiden, vorläufig nicht beschränkt. Dtchen, den 9, Mm- 1849. Der Obrr-Befchlshnbcr der bewaffnctxn Macht, von Schirnding.

Dresdrn, 10. Mai. (D. A.Z.) Heute "iii" wimmelten in der Altstadt die Straßen hon daselbst aus derNéihehund Ferne her- beigestromtetr, Nrugterigen aller Klasen, Aus den Pläyen, wo der Kampf qenxuthet, ist die Zerstörung und der Schaden zxrar sehr groß, "doch nicht so gro , als man nach den gehörten EMH- lunZen Hlauben konnte. Es ist nicht, wie früher“ berichtet, mit Zwolfpfundern, sondern nur mit Sechspfundcrn und Kartäxscixcn geschossen worden. An fast aklen Häusern wehen aus allen (Etagen noch die weißen Friedensfahnen, dic theils von den Bewohnern, theils von den Sdldaten heraus estrcki sein mö'qen, als-Zcickzen fur die Kameraden,„wte' Weit das iiitair innerhaib der Häuser vorge- dru-ngcir. Sie „smd inder größten Eil gefertigt, eine Servietteodcr soitst ein Stark Wetßzeug haben das Material dazu hergikcn mussen. An vielen Thuren der Verkaufslokale las man mit Kk'fikc angrschriixben: „Das Eigenihum ist heilig“, oder: „Heilig das Ei- genthum“; gleich zu Anfang des Aufstandes ist jedoch die Midc- hrmdlung des Kaufmann Lenz, des ehemaligen Krmmandantin der hiesigen *Kdmmuyalgarde, total drmolirt wordrn. Die öffentlichen Karen sollen, Wie trum sagt, unversehrt geblieben sein. Dagcxrn er; hlt man,. daß die sogenannte provisorische chierunq cine Art Kßffen-Azuveisiingep zu 20 Ngr. ausgegeben und Speise“ und Ge- trazrke bn S-petsexvirthen gcgen Quittungen erhoben habe, die das griine Gen*_olbe als Pfand benennen. Die Häuser der Schüß- ganr, so wie der „nach der Stadt grwendetr Theil drs K'öniglicicn Schlosses, haben Fußerltch sehr gclittcn. In der kleinen Bruder- gane sind zwn Hauser, ferner das alte Opernhaus mit dem größ- ten Theile der kostbaren Theater: Garderrbe :c. und einige in der

Nähe befindliche kleine Gebäudr, cbm so der eine Zwingrr-Pavillon “um

_ lehiere auf den Dörfern stationirt nnd, cingetrrffrn.

Theilmitden darin befindlichen Sammlunaen und wci ä era ' Zwmgerstraße in der Wilsdrufcr Vorstadt ,in Flzammßnuxufgxgxrix Jex Leßicre smd, wie man vermuthet, von den Ausriihrern in der i [icht in Brand gcsisckr worden, um fur den bcqonncnen Ruckatg einigermaßen grdcckt zu sein. Auf dem Neumaikie bat S*.adt Rcm ani meisten gcltttru, auch äußerlich die Vildar-Gallcrie doch stil kein Bild von eintgcr Vcdcuiung beschädiqt worden sein so wie auch die Kupferstich :Samnilrtiig vrilständiir qiborqrn woidm ist' näcbstkem ist den Cckhagscrn an der Zwingersiaaße, an der Wild: drufer- und Schrffelgane, so wie dem Postgrl'äude, nickt uneihcb- ltchrr Schaden zugefiigt worden. Was den?)?rnsclenrerlüst anlanat so ist er bei dem Militair weit geringer, als bei drm Civil. Ersiix res mag außer dcn Offizieren etwa“ 120 bis 130 Tcdie und Vcr- nmndetex haben, lrßtcres geiriß noch einmal so viel, worunicr leider aber brt-obwaltenren- Untsiändrn auch unvermeidlichcrircisc manche; Unschuldige sein dürfte. Vri Brginn des Aufstandes srlin anch dre Gefangenen derßroaneste versucht haben, auszubricl'ru, aber die sogenann'r provisorische Regierung dies durch die Andre- hung bewaffneten Einschreitens verhindert haben. Tiechfanqcnen erchan der Frayrnkirche eingesperrt sind, siyen lautlos iki deri Kirchstandcn, “Z ist ihnen namlich nicht crlaubi, willkurlich ihre Play? zu Verlassen oder mit einander zu sorcchrn; rinaoherum ste- hen Wachrn mit geladenen Gewehren und vor dem "Eingavg bi- iZ-ZudaxirtxrnlilemÉnandob Soidarn. 'Zu vacien ivcrdcn sie in das

in „or e uxcm aur ein cri ? “' ' sollen bereits wieder en'laffZn siigii. cht ie Vcrhoiamt gefuhrt. Vtcle „_ Zivischen dim Abzugs dcr Jniurgrnicn und dim Nack- ruckrn der „Truppen _lagrn spannende Momente. Um 8 Uhr Morgens fsuchte'en' die leisten Haufen der Aufriihrer dnrch dre Sregasse. ;Trcinial drei Schläge der Kreuzkhurm - Glocke g„abcn ,das Zeichen dazu. Seht blieb der Altmarkt ungl- fahr eme “halbe Stunde ganz leer; die Hausihuren warm ge- schlossen, dir Arwobncr harrtrn ängstlich drr Dindr, dir da kommen sollten. Einzelne Soldatin liaßrn sich blicken, cs firl hirr und da nbch rm Schuß, und sie zogrn sich scbncll wieder znrück. Endlich rurklrn ganze Abtheilungrn Vor, bis fich allmälig der Markt mit Pickclhauben und Kappis füllte, und die Besiknahme dcs Rath- hauses erfolgte, Wo Akbokat Blöde, als Vorstand der Stadtver- ordneten, und ])r. Minckwixz als Stadtrath allrin zurückgebliibrn waren. Vor dem Rathhause fand man auch die drei kleinrn'Kax "F"“) der JUsUWMkM, aus welchen ste mit einvfuudigrn cylinder- formrgrn Eisenstuckcn oder mit Jlintcnkugcln _arfrurrt haben. HML? Morgen erfolgtr vor dim Rathhause dir Waffm-Abliifrrung. In Neustadt maksckUkkkn seit früh 6 Uhr Truppen:Abtheilungen ab, und andere kZmen an. Nach Jrribcrg und Chemnitz sl'Ud mehrere Gcschuhe der reitenden Artillerie, einige Schwa- dronen leichter Reiterei, das Leib - Infanterie - Regiment und mehrer? Compagniecn Prrußcn abgegangen, eben so niich Pirna sacbfische Schüßrn und stfantrrie. Dafür sind wieder viel Preußen, Landwehr-Jnfantrrie, Husaren und Ulanrn, weiche Gcgrn halb 6 “Uhr Abends fand unter militairisck'cn Ehrcnbczcigungrn das Vr- grabntß der im Kampfe gefallener: beiden preußischen Offiziere statt. SpatAbends noch Wurden folacnde zwei Plakate veröffrntlick)t=

]. A.." das sächsische Volk. „Sachsen! Schwere Gefühl" droht """ sxrem schonen Vgtrrlanre! Eine Anmhl tbrils Uebclqrsinnter, theils Ver- suhrter, m Verbindung mit fremden Bösewicbtcrn, smd bemüht, das Band zu .'ockeru, welches seitZahrhnndetten Sachsens Volk mit seinen Fürs?" ver- bunden hat. Sie droben, Thron und Verfassung umznsioßrn. NUL" und Ordnung aufzuheben, Glück nnd Wohlstand nach allen Seiten hin in M'“ mchten; fie verschmähen es nicht, die verwrrfiichsicn Mittel nml'we'nkkn zu

Erreichung ihrer verbrecherischen Zwecke. Wir nähern uns dem Abgrund?