1849 / 132 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

ien i ren Kon e uen en ehandhabt werden, wenn dem Gxstize nicht vollerh unbedingie? Gzehor am rleistet wird., Euch _nun, hebe Land- leute! auf deren Leichtgläubigeti mid Theilnqjhme die Partei der Revo- lution wohl vergeblich zählte, mit diesen Umstgndeu pffeti und vertrauqnd bekannt zu machcn, ist meine Pflicht. Schon diese Mittheilung enthali dte Warnung, demjenigen keinen Glauben zii schenkey,der Euch zu nngeseyltchx-n Schritten verleiten, „dcr Each nur vorschrrben möchte, um für fick) tm Tru- den zu fischcn, dcr iiberall schnell verschW1ndci, wenn er die Verwirrung axi- gezettclt hat und das beleidigte Grses Genugthnung verlangt. Ick will noch den W1msch hinzufügen, daß es mir elingcn möge, in eincr Zeit, wo die Bevölkerung vicirr Länder die Tän?chungcn jener verbrecherischen Partei mit dem Untergang ihrer Habe, mit der Verwüstung ihrer Fluren, mit dem Tode manch theuren Familicngiicdes bezahlen muß, unser Land den Frieden bewahren, unter dessen Schuß allein Wohlstand und Freiheit gedeihen können. Ich rechnc dabei auf die Unterstützung allxr Gutdcnken-

den ck ich rechne dabei auch auf Euch! '

' " Vom K. K. böhmischen Landcs-Präsidimn, Mecséry, K. K, Gubernial-Vice-Präsideni.

Bayern. Miinchen, “11. Mai. Die Münch, Zeitung enthiilt Nachstehcndcs: „Sr, Majestät der König Maximilian 1]. haben unterm 6ten d, M. auf die durch den Artikel 8 dcs"Jagd- geseyrs vom 4, Januar “1848 der Krone "hinsichtlich der Jaqd in der Umgebung der Residenzschlösser und den Leib- und Reserve- (Hehcgcn vorbehaltenen ?luSnahmsrccHte aus Allerhöchstcigcncm Br- weggrunde zu Verzichten und zu befehlen gernht, daß an die Kam- mern des gegenwärtigen Landtages sofort ein GescH-Eaiwurf zu bringen sri, worin mit Aufhebung obiger Ausnahms-Besiimmungcn auxh'in Hinblick auf die Jagd-Verhältniffc die völlige Rrchisglcicki- hett aller Grundbesiyrr :c. ausgesprochen wird.“

Das Gesammiministerium hat nachstehende Ansprache an das bayerische Volk erlassen: '

„An das bayerische Volk. Das Streben nach ?inxrkcrinitng der yon der National-Versammlung beschloffcncn Verfasst"!!! hat '" UMS?" Thk'l."' des Valides zn geseHwidxigen Handlungen gefiihrt. -Zn drr Pfalz hat [ich sogar ern sogenannter Landes-Veriheidigungs-Ausschuß gebildet, welche: nch Besttgnisse beiiegt, die nur der gcseßmäßigen Regierung des Landes znkom- men, und die Beamten zur Pflichtvcrlkßung, das Voik ;ur Gewaltthat anf- fordcrt. So klar auch die Geseswidrigkeit diescr Handlungen zu Tage iiegi, so richict doch die Regierung dieses Wort der Mahnung an die Irre- geleiteten. In wenigen Tagen mit der Landtag zusammen. Den Vertre- tern dcs Volkes wird die Regierung diejenigen Punkte der von der Natio- nai-Versammlnng bcschloffenen Verfassung bezeichnen, Miche von ihr mit der Einigung von ganz Deutschland und dcm Wohle von Bayern für un- vcrträglich gehalten Weich. Sie wird zeigen, das; fie keinesweges beab- sichtigt, die alte Bnndcs-Verfaffung wirder bcrznstellen. Auch fie will dem deutschen Volke die kräftige Einigung nach außen und die freie Entwicklung nach innen durch cinc starke Central - Rc ierung und durch vollstän- dige Vertretung des Volkes gesichert seßen. Die Regierung wird den Kammern darlegen, welcbe Schritte sic gethan hat, um auf rasche Er- reichung dicscs Zieles durch Revision der von der Naiional-Versammlux-2g beschlossenen Verfassung hinzuwirken. Jm Beivußtscin ihres Rechtes und ihrer guten Absichten wird die Regierung aber auch alle ilxre Kräfte zum

Schutze dcr öffentlichen Ordnung aufbietcn. Sie erklärt hiermit den soge- nannten LandeövertheidigimgS-Aiisscims: in der Pfalz für eine gesetzwidrige Vereinigung, und alle seine Beicdlüffe für nichtig und Unverbindlich, Sie sordclt alle Civil- nnd 5))iilitairbehdrdcn des Königreiches auf, ihrer Pflicht getreu die Gcseße des Landes zn vollziehen und jeder Ucbcrtretmig dersel- ben mit Kraft zu begcgnc". Alle Bürger des Landes aber ermahnt die Regierung, auf dem gesetzlichen Wege zu beharren, dcr allein zum Frieden und zur Freiheit fiihrt. Miinchen, den.9. Mai 1849. Königliches (He-

sammt-Staatsministrrium, vonLcsuirr. von “.Kleinschrod. 131".- Aschenbrenner. von Forster. ]);*.Ningelmann. vonder Pfordten.“

Die I)iiinck)encr Zig. bringt unter der Ueberschrift „Die Zu- stände der Pfalz betreffend“ Folgendes:

„Wir haben gestern drnAufrnf mitgetheilt, den der von der (Zentralge- walt zn Frankfurt nach drr Pfalz gcsrndctc Reickys-Kommissär Herr Eisen- ftnck an die Pfälzer criaffen hai. (Siehe das gestrige Blatt des Preuß. Si. Anz.) Mit Recht hat die Sprache, die derselbe fiihrt, nicht criugc's Befremden crrcgt, und es dfirfte daher von Intense sekn, die Ztikiiructio- nen zu krnnrn, welche demselben für seine Sendung ertheiit wurden, Der nawsiehcnde treue Abdruck der Herm Eisrnffuck gegebenen Vollmacht, ver- glichen mit seinem Aufrufe, mag zeigen, ob und iuwicweit der Herr Reichs- Kommissär im Simie des ihm gegebrnen Auftrags gesprochcn und gehan-

delt hai, Vollmaci't.

Nachdem es aus öffeni1ichrn Blättern wie aus Berichten Bon Augen- zeugen zur Kenntnis; der proVisdrischcn Centralgewalt iibcr Deuischland „qc- iangt ist, daß in der Königlich bayerischen Provinx der rheinischen Pfalz eine allgemeine Bewegung zum Zwrckc der Anerkennung der Reichs-Vcr- fassung eine solche chdung grnommcn, daß ein Landes-Vertheidigungs- Ausschuß, hcrvorgegangen aus Wahlen eincr Volks-Vcrsammlung, sich als eine öffentliche Behörde konstituirt und Beschlüsse gefaßt hat, welchc, in den WirkungSkrcis der bestehenden grscylicden Behörden eingreifen; -- nachdem ferner eim' Anzahl bayerischer Abgcordnetcr zur deutschen Reicbs-Vcrsamm- lung, so wie mehrere hier anwesende Abgeordnete zur bayerischen Ständc- Versammlung, den Wunsch des Landes vorgetragen haben, daß die Reichs- gewalt vkrmittclnd einschreiten möge; _ nachdem es ferner zu befürchten sieht, daß die der geschlichcn Landesbehörde zurVerfügung stehenden Kräfte nuznreichend sein könnten, nm die GeseHe und die öffentlichcOrrnnng iibcr- all aufrecht zu halten,

so habe ich mich bewogen gefunden, den Abgeordneten Herrn Eisensixck, zweiten Vicc-Präsidcnirn dcr dentscbcn Reichs-Versammlnng, zum Reichs- Kommiffär fiir die bayérische Rheinpfalz zu ernennen und den- selben zu beauftragen, im Namen der Reichsgcwait alle zur Llufrecixp haltung oder Wicderhersteilung der Herrschaft der (Heseßc in jenem Lande crfordorlicbm Maßregeln zn ergteifen, sich deshalb sowohl mit den Civil- als I)iilitairbehörrcu in das Eiupernthcn zn soßen, insbesondere Fiir- sorge zu trcffrn, 'das; dir von gednchiem Landeé-Vcrtheidignngs-Ansschusse am 3, Mai zu Kaisersiauicrn _efaßte Beschluß wieder aufgehobtn werke, oder denselben erfoi'dci*lichenfaiis,von Reichs Wegen selbst aufzuheben, iiberhaupt aber alles dasjenige»vorzukebrcn, Was die öffentliche Ordnung der gedachten Provinz und die- ailgemeine Sicherhrit und Wohlsahrrvou Deutschland crforderi. ' _ ', ' .*

Sämmtliche Civil- und Militair-B'ehörden der bayerischen Rhein- pfalz-„wcrden hiermit angewiesen, den zu gehacktem Zwecke 'zu erlassendcn . Versugitngen dcs Reichs-Kommissärs Fokge zu leisten und denselben in"“ FirZerhrnng ailcr'von ihnr.zn treffenden“*Maßregcli1 !räftigsi zu unter-

e . DZM" zur Urkunde habeich dcn Vice, Präfidrnjeu Hemi Eisensiuck geseanttge Vollmacht ausstellen und dieselbe mit meinem- Jnfiegr] ver-

sehen iaffen. _ _ (].. 8.) 'Der RcichSderwesei', . - . , „(IW _Zdbkann. ', . ' Dkk UMUWiitiäze Reicixs-Ministerdes „Innern.

„Wik MUMM" ÜFZRZVZ.[Fi,bjxiié'xiiiZeerr jdn?) Verfahren des Reichs- Kymmissärs: ]eder Unbefangene wird es'seibst säacm. Indessen erfahren.. wn aus um Qitclle,_d._1ß unsere St_gnxngegjmma, getreu. “ihrer-Pflicht und dur drangen, ron dcm, was ihr dieselbe vorschreibt, bereits Schritte gethan hat, um dre Abberufung des Herrn Eisensjuck zn vemnjassen.“ '

Augsburg, 10.“ Mai. (Nürnb. Korr." Am (12. wird das 152c ananterie-Regimrnt Prinz Johann) von Sachieex idn Nürnberg eintreffen, welches zur wsiteren Garnison-Vcrstär'kung- dahin bestimmt wurde und aufder Peterhaide .ein Lager beziehen wird. Die von der hiesigen Abdztg. als beréiis offizikll“ gigebenek Nachricht aber, als werde bei Närribergrin Lager von 20,000

Mann bayerischer Truppen"zusammengezogen, eiitbehrt, wie (mein" hört, der Begründung. . - ' _ " _ * ' '“ '.

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Neußadt a. d. Haardt, 9. Mai, Mittags 2 Uhr. (O.

P. A, Z.), So eben langt eine Estaffette von Landauan, Welck)e

die Kunde von einem großen Aufsiande in Landau brachte", wobei

echs bayrische Offiziere zjefallen sind. Gestern Abend ruckte das

ataillon badischer Infanterie und die Esca'dron ba-discher Drago- ner ein, Welche sogleich mit den gastfreundlichen Burgern gemein- schaftliche Sache machten. Dieses ,Mißfiel den bayerischen Offizieren und dadurch Wurde eine Heserei bis zum Ausbruche getrrebeii.

Aber statt auf die Bürger zu feuern, kehrte sich das hayrische M1- litair gegen seine Führer. Der Gedorsam rst verweigert. Cine Kaserne ist demolirt. Die Ordnung ist ]eddch dadurch wieder her- gestellt ivorden, daß die "baycrischen und badischen Soldatenfjsich mit der Volkswebr vereinigten. * Heute Morgen sind Zuzuge von Frankenthal, Oppau und anderen Orten hier angekommen. Man erwartet immer noch bedeutende_ Mannschaft, __namxntliä; von Jen,- seits. Stündlich langen bayeri ä,)e Soldaten an, die entwedernach Hause gehen oder sich zu der xolkswel)r begeben. ,

Nachmittags _5 Uhr. _Der Generalmarsch hat sammiliche

Mamrsckiaft hier zusammenbernscn. *Der Bürgerwehr-Oberft stellte den vom Hauptquartier Kaiserslautern beorderten neuen _Komman- danken vor, welcher sogleich in Akiivität treten soll. (xs ist der Ober-Lieutenant Strasser aus Wien. Auf der betreffenden Zn- schriftist Fenner vvnFenncberg als Gcneralissimus dxs Hauptquar- tiers und als Schriftführer 1)1'. Hepp von hier unterichritben. Alle Befehle gehen Von Kaiserslautern aus. Die aus 5 Mitgliedern bestehende Kommission nennt sich nun auf Antrag des Reichs-Kom- missärs: „Landes -Ansschuß znr Vcrtheidigung der deutschen Ver-

a un .“

f Zgn eincr gedruckten Ansprache dieses Landes-Ausschnsses an sännntlickzc Wehrmänner der_Pfalz heißt es: „Mitbürger! Wir bcuachrich1igen Euch hiermit, daß wir den Bürger Jenner von Fcnncberg, Obcr-K'ommandanten drr wiener Nationalgarde wäh- rend des. Oktoberkampfes, zum Ober-Bcfehlshabcr aller Wehrmän- ner der Pfalz provisorisch ernannt haben.“ _ -

In einer weiteren Ansprache “an die„Soldaien und dcul1chcn Brüder“, worin gesagt wird, daß der Landes -Ansschuß fest zum Vaterlandc, zur Verfassung, 'zum-deutselwn Reichx stände;_ daß deutsch Brüder nicht gegen deutsche Brüder sick) 1ch)1agen iollten, und das; preußische Truppen an dcr Gränzrständrn, um unsere Freihéit und unser Vaterland zu unterdrücken :c., wird fcrner be;- merkt, daß „die Ceniralgewait in Frankfurt den Landcs-Aussckwß fiir Veriheidigung und Durchfiihryng der Reichs-Vrrfassung bevoll- mächiigt habe, den Soldaten xc. den Eid anz die Reichs-Verfassung abzunehmen, sobald sie zur deutschen Sache ehen wollten,“

. Abends 6 Uhr. Vierhundert Mann Bürgerwehr, Scharf- schijßcn und Senscnmänner, als Freischaaren, .sind beordert WU"- den, das Thal .zudeseyen. So eben ziehen sie gegen Kaiserslau- tern ab. .

Nachschrift. So eben wird bekannt gemacht, daß auf der pfälzischen Ludwigsbahn morgen wieder die regelmäßigen Fahrten beginmn. _ , '

Sachsen. Dresden, 12. Mai. 'Das Ministerium des

Innern hat nachstrhcnde Bekanntmachung, die Bestellung außcror- dcnilicdrr chierimgs-Bkdollmächiigier betreffend, erlassen:

„Damit bei“ ferneren redoluticinairen Bewegungen im Lande die erforderlichen Maßregeln“. znr Aufrechthaltun der öffentlichen

in Ausfiihi'UUg gebracht werden können, ist mit (Hane migung Sr. Majestät de:? Königs bestHloffen. worden, außerordentliéhe Regierungs- Bcvollmächtigte fiir die verschiedenen Landestheile zu bestellen, und es sind hirrzu fiir den Kreis-Dircc'iioué-Bezirk Dresden, so Weit daselbst "nicht,der unter drin 9. Mai d. J. einqctretene Kriegszustand seine Wirksamkeit äußert, Herr Reqierungs-Raih von WaHdorf zu Dresdin; fiir denBezirk der Kreis-Direction zu Leipzig, Herr Kreis: Direktor'vmr Brs-zrm zu Leipzig; für den Bezirk der Kreis-Di-

rcction zu Vudissin, Herr Kreis-Direktor von Könneriß daselbst; für den Brzirk der Kreis - Direction u Zwickau, mit NusnaÉme des vierten umts : hattptmannichaft1ichen Bezirks, Herr _egierunqs-Rath, T immig in Zwickau; für den 4ten amts- iiaupimannschaftlichrn Bezirk der Kreis-Dircction zu Zwickau, Herr Amtshauptmann Körner in Plauen, ernannt worden. Das Mini- sterium des Innern bringt solches hierdurch zur öffentlichen Kennt- niß," mit der Verordnung an sämmtliche ihm untergebrne Behörden, de_n seitens der außerordentiickxen Regierungs-Bcvollmä'cktiqten an sie rrgchendcn Anordnungen, eben so, als wenn sie dom Ministe- rium des Innern unmittelbar erlassen worden wären, bei Vermei- dung eigener_Veraniworiiichieit, unweigerlich Folge zu leisten und fich in all_én„'auf das Vorkommen aufrührerisckyer Bewegun en be- ziigliöhen Angciegenhei'ien an dieselben zu wenden und bezie endlich dercn Weisung einzuholen, Gegenwärtige Bekanntmachung ist nach Maßgabe von 9“. 12 des PrEßgksYes Vom 18. Nodember 1848 in alle dort bezeichneten öffentlichen ,läiier aufzunehmen. __

„Dresdén, am 11. Mai “1849. _

“' M'i'it'i st'c r i u m d e E I n n e r n.

Richard von Friesen,“ '

DasKricgs-Miuifierium veröffentlicht in der Leipz, Ztg. ein Verzeichnis: der bei Unterdrückung dcs Aufiandes in Dresden ge- iödt-xten imd Verwundeten preußischen und iäéhsischen Soldaten, so weit dies bis jeizt bekannt ist. Es wurden hiernach geiiidtct vvn dcn. Prryßmr--8 Mann, nämlich 4 vom Kaiser Alexander-Regimeutc, worunter dic Lieutenants Von Kuylcnsticrna und Von Liebeherr, und -1- vom “241791: Infanterie-chimentc; vrrtvundet Wurden 34 Mann, nämlich 24 Mann Vom Alexander-Regimente- und 10 Mann vom “Listen chimentc. Von den Sachsen wmden gctödtet “23 Mann, worunter der (Hencrai-Major Homilius, Kommandant des Artillerie- Corps, der Liéutcnant Krug“ von Nidda vom *]sten 'Linien-Jnfan- terie-Regimcnt und der Lieutenant Kris vom Fuß-Artillerie-Regi- mente; Verivuudet Wurden Von den sächsischer: Truppen 62 Mann, ivorunierk der Hauptmann von der Mosel, Obcr-Lieuteuaut von Kochtiizky, Lientenant Schulz, Ober-Lieutenant und Adjutanth-rn- hardt Von der Brigade reitender Arti'ilerie, Ober-Lixntenant Derlc vom Fuß-Artillcric-Regimenie, Lieutenant Allmer vom 1sten Linien- ananterie-RegiMenie,

Nach Empfang cincr tcileaphisckwn Depesche aus Frankfurt a. M. hat der Reichs-Kommissar Briegirb drm Reichs-Ministerium seine Entlassung eingereicht und die Rückreise nach Frankfurt an_ e- treten. Es verlautet, MZ derselbe unter den obwaltendcn Umstän- den seine Thätigkeit in résden aufdie Vortrahme vorbereitender Schritte bei den Königlichen Ministerien beschränkt hat. '

Die Leipz. Ztg. enthiilt Folgendes: „Es ist vielfach das Gerücht verbreitet, als wären in Dresden standrechtliche Erschießun- gen vvrgekommen. Auf Grund genauer Kenntniß der Sache kann bestimmt versichert werden, daß in Dresden Niemand standreckytlich erschossen worden, ist, überhaupt ein Standrecht in Bezug auf Ci- vilpersoneii in Sachsén zur Zeit noch gar nicht besteht.“

Die hiesige" Königliche reis-Direktion zeigt an däßder steck-

brieflich Verfolgte'Krcis-Amtmann Otto Leonhard eubner verhaf- tet worden ist, -

, __ W„ald e.ixxd_irkg--, «"Far-Miri. _(Leipzz Ztg.),- Gesiern und“

Ruhe, Sicherheit und Ordnung ohne allen Aufent alt ßeiroffe-n und

heute siüd noch immer zersprengte"Jnsurgei1ten durch unsere Stadt

pgssirt, .auch ist nun sämmtliche hiesige Kommunalgarde wieder zu- ruckgekehrt. Wohl in keiner. Stadt Sachsens kann ein größerer Terrorismus geherrscht haben, als gerade hier. Troizdem, daß L; der hiesigen Mannßchaften an dem bewaffneten Zu e nicht lheinei),= men wollten, so stn ,sie doch hierzu gezwungen, un die friedlichsten Leute aus ckan Häusern unter verschiedenen Drohun en mit Ge- walt abgeholt worden. Nach den Schilderungen der Furückxxekehr- ten soll allerwärts von fremdem, räuberähnlichem Gesinde eine Sbchrseckcnsherrschaft ausgeübt worden sei , welche alle Gränzen ii er tieg, '

Baden. Karlsruhe, 11. Mai.“ (Karlsr. Ztg.) Die eutige Sißung der zweiten Kammer eroffnete der Präfident mit olgendem Vortrage: _

Meine Herren! Die verkündete Reichswerfassung, Weiske die badische Nrgieung und die Volksvertreter als verbindliches Gesch füt Baden an- erkannten, schreibt im §. 193 vor: Die Verpflichtung auf die Reichsver- fassung wird in Einzelstaaten mit der Verpflichtung _auf_ die Landesverfassxmg

*Nrbunden und dieser vorangescßt, Dics Geseß muß schleunigst Völlegen wrrden. Die Kammer hat“ gestern beschlossen, das; heute die Beeidigung ihrer Mitglieder stattfinden soll. Der Eid, denSie nim leisien, ist nur die Ergänzung des von Ihnen bereits aUSgeschworenen m §, 69 der Verfas- sangs-Urkunde vorgeschriebenen Eides.“ Es bedgrs nur einer Einschaltung“ des Wortes Reichsverfassung. Dies rst ein erganzendcr Theil unserer Ver. fassung; lassen Sie uns durch den Eid, welchen wir leisten, undwelchen, wie ich hoffe, bald alle deutschen Brüder leisten werden, uuserrn Mitbürgern ein Vorbild geben, damit wir Alle um eine gemeqisauze Sazbe, die der Reichsvcrfaffuug, uns schauten, mit der Losung: Einheit, Freiheit, Macht und Ebrach großen deutschen Vaterlandes; wir tibemthetr dadurch die durch die höchste Sanciion gekräfiigie Verpflichtigtmg, die Rcrchöverfassung zu beobachten, sie zu schiiyen, wo es noth thut, und sie mit aller Kraft überall zur Anerkennung und Geltung zu bringen. Ich fordere Sie nun auf, den Eid zu leisten; er soll lauren:

__ „Ich schwöre Treue dcm Großherzog, Gehorsam dem Ges e, Beob- achtung und Ausrechtbaltung der Reichs- und Landes- "fassung, nnd in der Etändc-Versammlung nur des ganzen Landes allgemeines Wohiund Vrsies, ohne Rücksicht auf besondere Stände odcr Klasen, nach meiner inneren Uebcrzeugung zu :bemthen. So wahr mir Gott helfe.“ ' '

Jeder wird bei seinem NamenöaufrUsc die Worte: Ich schwöre, aus-

s rechen. _ ,

p Nachdem Lcßtcres von allen anWescnden Kammet-Mitgiudekn geschehen

war, eröffnete der Präsident ferner, daß die Erste Kammex den an fie ge-

langten Nachweisungeii iiber Verwendung des dem Armeeeorps verwilligten außerordentlichen Kredits, so wie dem Gescs-Eniwurfe, das Verfahren bei den Amtögerichteu betreffend, bcigesiimmt „habe. , _

Hierauf wird die Diskussion über Hauffer's AUS|ch1ißbertcht in Beireff des Wahlgesey'es fortgeseßt und der Art. 7111. bis mit Att. x., welche insgesammt Bestimmungen dariiber enthalten, in welcher Akt und Weise die Wahlen zur etsien und zweiten Knmtyer siaitfindtn sollen, nqxl) den Anträ- gen des Aus:"chussrs mit wenigen Abandermigen und Redacnoiis-Verbeffe- tungen angenommen. _ _

Heute Nachmittag sollen noch die von dem Ausschusse m Antrag ge-._ brachten ZusaH-Artikel , so wie die durch die Regierung vorgelegte Uebera“ ficht der Wahlkreise für beide Kammern berathen Werden. _

Vor dem Schlusse dcr Sivung verliest Mez ein an ihn geiangtes Schreiben des Landesvcrtheidigungs-Ausschusses zu Kaiserslautern, _m wei- chem die Mitglieder der Linken aufgefordert Werden," in der Kammer dahin zu wirken, daß “derselbe mit Truppen _unterstiist werde. Mezdbenterkt, ohne jedoch einen besonderen Antrag zu stellen, daß es nach den jungs! gefaßten xi'aminerbeschliissen bei Beurkheilung der Frage, ob die Reichs-Verfgssung vcrtheirigt werden müsse, keine Lmkc'und keine Rechte mehr gebe, indem jene Veschliisse einstimmig gefaßt worden , also auch die badischen Truppe,“ zu deren Schuß bereit sein werden, zumal die Reichs-Versammlung [ich in ihrem erst vor kurzem

kun cn icher u ollen. , chichdetir Ter Präfident die erst später erschienenen Abgeordneten Retitg und Mez ebenfalls noch auf die RcichS-Verfassung beerdigt hatte, wird

die Vormiimgs-Sjßung geschloffexe. (Wes. Zig.)

Oldenburg. Oldenburg, 10. Mar. Der Magistrat und Stadtrat!) unserer Residenz „haben ,hét'tit an die Staats-Regierung die Bitke beschlossen: „Mit Publication der Reichs-Versasung unverzüglich Voranzuschreiien, zu deren Durch; führung alle Kräfte und Mittel unsxrfes Staats der'Ceniralgewalt zu Gebote zu stellen und die Beetthmg des Militairs und der Civil-Staats-Beamien auf die Reichs-5 erfassung anzuordnen.“

Na au. Wiesbaden, 10. Mai. Das nassauische Mi- nisterium )attc mit Bezug auf den Beschluß ,der National-Ver- sammlung vom 7t.cn [. M. die von der „Kammer beantragte Beeidi- gung der _Truppcn und Beamten abgelehnt. Heute nun wurde von der Kammer auf Antrag des Abgeordnctcn Lang, weicher zoon den Abgeordneten Müller U., Naht nnd Snell dringend untrrsiußt und hierbei nachgewiesen Wurde, daß die Stelluztg der National-Ver-z sammlung und Ccntralgewalt in dicser Beziehunß eine anderefals die des Ein elsiaates sei; daß somit die MotiVe es Reichsministe- riums fiir ie Ablehnung der Beeidigung von der Einzelregzerung nicht geltend gemacht werden kötrnten, rnit 23 gegeii 9 Stimmen der Beschluß gefaßt: „das naffaursche Ministerium wiederholt auf- zufordern, die Beerdigung der Truppen, Bramten und Burgerwehr auf die Reichsverfassung sofort vorzunehmen.“

Schleswig-Holstein, Altona, 12; Mai. DerMi- Merk. enthält folgenden Bericht des General-Kommando's der leswi - ol teini chen Truppen: ' sch „Nagchlkiems“ dersOber-Besehlshaber der" Armee ken weiteren Eqursch? in Jütland befohltn hatte, rückte amx7ten d. M. die preußische DwasW auf der Straße nach Veiie, das schleswig-hoisttimsche Armee-Corps WM riedcricia vor. * * _ _ F „Bereits 'am Zien "d. M. hatten in beiden Richtungen Nekogno_szlkun' gen stattgefunden, die insbesondere auf der Straße nach FriederxchZi: ziemlich lebhaften Gefechten führicn, durch wclche der Zweck indeß Polli??- dig erreicht wurde, da der eind genöthigt war, seine und noch WEZ!" k"- siehende ganze Stärke zu Zeigen. Am 7ten friih fon entmt-e fich d" 1),ka ck um 8 Uhr bei Bjett, ?. Meilen nordöslich von Kolb ng, hinter den 1x de“ tigen Vorposten und rückte in drei Echelons auf der Straße nach Fk" ric“a vor. _ ,

t „Die Avantgarden-Brigade siieß bereits 1000 Schritt ]e-tixits tB'iik' auf eine durch starke Kolonnen untersiiiste Tiraillcuritme rind eioffnxtübcr fort ein lebhaftes Gefecht. F)“ Feind wÉrde lafngs drr Straße U" Eltan in die ottion von "udSoe zurü gewor en.

„an dieseipmsr und fiir fich ur VertheidiÉung schr geri nctinsMT durch nen angelegte ??arézel'n nocs versiärklten tellung schien ;ck , inde mit Enis ieden et Uaupien zu wo tn. * - ß„Es entspcctlim sich hier ein' längeres heftiges Infanterie- ""FMAFÉ lerie-Gefecht, in welchem die Truppen der Brigade deß »T'iberiicxthre bereits sirow und insbesondere das [sie Zägercorps Gelegenheit h_üFÜU-k vielfach an den Tag gelegte Bravour aufs Netze zu beWLk'g'n-lche W?" „Die Zte 6pfiindi e cilxnd die Me 12ipfriif1dit§deliZßithämerb-ot und 3 ir wirk mms ener ei siti ge cn en U . bei Hanonetiböte rixhteie iimd dieseCiben gzum Niickzwange zwang- “MM" hi"

[€ D., , eo . ' n „“N“-Tsun??? ujsxstMittags wurde der Feind durch das kyynxerVÉYmgxt- det Tirailleurs der Avantgarden-Vri ade und durch eine m'ausgefübf“ Bt“ gade gegen die' feindliche rechte Flan „: bti Tauiov-Kirchi _, hatte » fck, Wegkug, b_ri welcher die "Ar öpfündige Vatmie GelesenbUU cröffitkn- QW" cxfol reiches Fever auf die dänisYm Jnfauto-xieZK-ownkku k . Nückgzuge aus der Pmßiion von udSoe genothtgi-

efaßten Beschluffe dahin ausgesprochen, ts WF"- Zene, welche an der NciYS-Verfassung fesihaiteu wvllcu, gegen Unterdruk“

. 'i; * ZZ Ii»;

"der Insel Fiihnen.

' v nt arden-Bri ade und die lßeBrigade folgen! auf der Straße nach ,Hti-eogLixoi, igväbrend di? Ae Brigade, eiiie Umgehung [mts betverkstellt- gend, auf der Straße von Biuf nach Friedertcia vorvrang. Bk!-

,Um 7 Uhr Abends. war der Vmckmkopf von Snvghoi, vexim ,' ibeidiäung durch ein äußerst lebhaßes Feuer von den Kanopeybot? "ck"- den Küstenbatteriren auf Fühnen unterstüßt wurde, genommen und. ie. d : Brigade bis auf Kanonenschußweite von,den Walken _der Festung FY e"en ricin vorgedrungen, wohin der _Feind bereits mit 2 Vri aden seinen e:

' ' iche e- Nück 11 bewerkstelligt hatte. 3 Vatarilonö„1tnd 5 Es nvrons, we husszihgres “Uebergangs nach Fühnen den Ruikzug auf SnoghoiDgie'noMee:

atten, wurden leichfalis nach Friederic-ia hineingeworfeu. Lahm eiue konzetistrirte Stelluyg vonder Festung und, sts?! di? BMW|?“ auf der Linie von Vrcdßrup über Sw 'ußrup "“ck Erms" aus. anderen

„Die Nacht verlief ruhig, der Feind be ann indeß kkkki's “"" -

Morqen mit dem Ueberschiffen von Truppen- kiheiluugen aller Waffen nach

. . . „. Tapfer- ,Es erer tmir nr besonderen Genn ibuung, die bewahrte _. keit, “Hingexiungapund Airsdauer sämmtlichex rnppemheilx abermals ruhmend

- können. , _ hewo„k,lZ?eendii-jsjseitigen Verluste betragen circa 100 Mann. Unkcr den Ge

ck der remier-Lieutenant und Compqguiesuhrer Grabx- YYY IbiefitijdÉTtLillo-rs iXW der Premier-Lixuteußni Ulrich des _erßen J'a- er-Cor 6, unter den VerWundetxn der Premier-Lreutenant und Qowpagme- ührer rompton dcs Iten Bataillons nnd die Lteeyienmits voir Hemße" und von Walterstxorf des ersten Jägcr-Corps, welche,!“ammtlich, Mit der großten Bravour ihren Truppen *vorangehend, von feindlichen Kugeln getroffen wurden. -

- rtier Taaru , den 10. Mai 1849.

Haupt Qua Derpkommandirende General

(gez.) von Bonin.“ _ _

Der „Skirner“ und eines unserer Kanonenböte haben vor dem kieler Hafen Schüsse gewechselt,“ Wobei erßerer durch einen Schuß von unserer“ Seite seinen SchornYein verloren. *,

Nach der Nords lesw, eitung wärezr dre Preußen arn Wien in Horsens geWe en und man.zwe1felte nicht, daß ein Theil der dänischen Armee abgeschnitten worden.

Äusland. *

Oesterreich. Preßburg, 10. Mai. (Wanderer.) Heute „früh um halb 7 Uhr traf Se. Majestät der Kaiser Franz Joseph 1. in unserer Stadt ein; Unmittelbar folgten der Minister- Präsideni Schwarzenberg und der russische General von'Berg. Se. Majestät begab sich soglcich zur Armee.

Frankreich. National-VersammlunÉ. Sißung vom 11. Mai. Anfang “[ Uhr. Präsident Marrast. roße Aufregung. Die Wache ist um chi Bataillone verstärkt. Auf allen Gesichtern viel Spannung. Man hört, daß sich die Stimmführcr dcr Linken (alte National-Partci) mit dem Berge dahin geeinigt: 1) den (He- neral Changarnier vor die Schranken der Versammlung zu kFordern, ?) die Wahlschlacht .hinauszuschiebcn, 3) die römische Repu lik an- zuerkennen. Alle Posten in, der Stadt sind verdoppelt; neue Re-

imenter langen an. Die ganzeNacht waren die Säle des Prä- Zdialhauscs erleuchtet. Jnr'Augenblrcke der Siyungs-Eröffmmg vertheilt man die Anträge auf Anklage gegen den Präsidenten und die Minister. An der TF esordmmZ befindet sich zunächst ein GeseH-Entwurf, der die Zo e unterdrückt, welche die Schiffe beim Einfahren indie Bassmswon Havre und La Rochelle zahlen muß- ten. Lerembourre bechtmpft de," Entwurf. (Links ungeduldiger Ruf: Zur Abstimmung! zur Abstimmung!) Der GeseH-Entwurf wird angenommen. Ledru Rollin: “„Die Siyung ist seit zwanzig Minuten eröffnet,“ und die Minister sind "noch“ nicht auf ih_ren Pläßen; Die Versammlung kann nicht warten. J trage daraus an, die Minister holen zu lassen und inzwischen die ebatie iiber Zialxezr 'zu be innen.“ Marrasi: „Man benachrichtigt mich, daß die Minister ail) halten. Sie werden binnen wenigen Mi- nuten kommen.. Ich schlage Vor, die Siizung auf so lange zu sus- pendiren.“ Die Srizung wird suspendirt. Die. Minister“ erscheinen und setzen sich 'auf ihre Bänke». Die Siyung wird wieder eröffnet. Ledrir Rollin: „Seit gestern hat die italienische Fra e durch Mittheilunstg der Depeschen neue Umrisse ewonnen. Dieée Depe- schen enthullen endlich die "Fäden, wclche dle ExYedition leiten; sie legen den Unterschied des_Bcnehtne11s dar, das man auf römischem Bodeit rind uns gegenüber beobachtet; sie vkrrathen den Plan einer volistandrg organisirten Contre-Revoiuiion. Als Sie den Kredit v'otrrten, versprach man Ihnen ausdrücklich, daß fich die Expedi- itons-Armee nur in der Entfernung von Rom halten, daß sie nur tm Jutercffe der römischen Freiheit und im Gegensaße zur öster- rxichisch-neapolitanischcn Restauration angewandt werden solle. In diesem Glauben votirten Sie die Kriegsgelder. Was geschieht aber statt dessen? Kaum in Civitavecchia angelan t, erlä t der Obergeneral eme Proclamdtion, deren Inhalt nur lle mit -ntrüsiung erfüllte. Dann marschirt-er ohne Verzug nach Rom. Hatte ihn Rom ge- rufen? Sie Wissen das Gegentheil. Man möchte uns glauben machen, daß ihn zWei Triumvirn herbeiriefen. Aber auch dies ist Falsch, denn die größte Einigkeit herrscht unter den Triumvirn. Man schußt ferner vor, daß man noch ausführlichere Berichte ab- warten m_usse. Dies kann nicht zugegeben werden, denn so gut Privatbertchte den Weg von Rom nach Paris finden, können ck11 die amtlichen auch finden. Ich be_ ße hier zwei Briefe von Offi-

-3iU“k" des Expeditihns-Corps, (A , ah! rechts.) Diese beireisen

mir, daß unsere Verlusie bedeutender sind, als es die amtli en *De- Yschen ertr-gthen lassen. Sie beweisen, daß der Oberqeéerai dic Jauppenl auschte,_-um sie zum Kampfe zu“ treiben. (Sensation.) L' ltwol) , erließ ihnen melden, daß die Neapolitaner Rom bescßt s)rlelten und darm hausten„ daß sie also die Neapolitaner schlagen o EFT. (Erstaunen,) Auf diese Weise gelang es, Republikaner ge- gen , epubirianer zu heizep. (Bewegung.) Ich sprach Ihnen von Feheimxt) Faden„ welche die Manner unter einander verknüpfen, von ;ann ie Expedition geleitet wird. _ ck lege Ihnen nun hier ein Dieosumient vor, an dessen Echtheit ich kaum glauben wollte. Es ist napariexls Tagesdefehl der Armee mit dem berüchtiqten Briefe Bo- nal- crscimixviirm das Verfahren Oudiuot's zum Sohn der Ratio? (Dcr Redner 1;1)g gelobt und ihm Verstärkungen versprochen werden. die 1|e MilitaiYDidveiYoYP-ZJZTÜgJi“ Tagieslxiiehl Zia" arni'crs an wenn Ihr das franzö sche Vo'lk diiréerro e enn r

N , Nation, wirkli vcr- ;toruekxiii ?sFKréJdet Ihr diesen Gchin'ipfgnirßi hinnehmen! Dckie Re- nicht, mit welihcliknärist (Fs hesieht nach innen und "außen, ich weiß der den .. o raiiéchcn Mächten allen, ein . eheimcr Pakt,

Skar der RZ _ ' , welches Kaiszerlichen YFZMYW d'“ Aufwawnung ck wetß nicht

Ihnen zu : Die Verfass Zum Zweck hat. Ich Ulf? lid ,s - _ un isi verleht' die Minister sind Loeleatrrck) im Verrath, iM“? hätten sie 'ihre Aemter nieder-

(Stürmischer Bkkfall vom -Bergc-.) Die Nalionai-

V““mmwn müß“ sofor ' - t- zur Anerkenmm der Re bs'k i R

k . U l K om Wrestciistim (ZIM zur Rechten.) Sie muß ski?“ iiber Upscsirafung der er Au genbrlix?“ beratheng- (Aufregung,) Odilon Barrot: lieren L;" F [ist 3," ern - Um die Zeit in hohlen Worten zu ver- gen Sie die Li) Je eures n alls unter den Mauern Roms verlan- Fkkgheit S "erkennun? der römischen Republik. Das! wäre eine

. ' ( timmen UU : Zur Ordnung den Minister! Man be-

änncr seid„

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schimpft UNS! : Ordnung!) Wie? JU so wichti „11 Au enblicken wollen Sie deZUVertheidigung das Wort nehmen? Es schegint, man suxht Vorwände zur Gewalt. (Clement Thomas: Wir werden ja -sehxn! Man ruft: Wir werden sehen!) Nun gut, auch wir rufen: Wir werden |J!!! (Clement Thomas: Ich meinte, Ihre contre- redoluiionaire olilik führe um Bürgerkriege, und in-dieskm Sinne sagteicl): Wir werden sehen !) _ um Bürgerkriege! Am Vorabend der ail- emeinen Wahlen. Biirgerkrie?l beim allgemeinen Stimmrecht ! Bürger- rieg! und wer soll und wi darin gewinnen? Bär erkrieg können nur diejenigen wünschen, welche die Gewalt dem Re e vorziehen.“ Der Minister schildert die Schrecken eines Bürgerkrieges und fährt dann fort: „Was den Brief betrifft, so habe ich ja schon erklärt, daß es kein Kabinets-Akt ist. (Vom Berge: Nein, aber ein dyna- sti cher Akt!) Man verlangt, daß wir unsere Politik in Bezug auf Italien ändern. Unsere Politik ist noch dieselbe, die sie war, als unser Corps nach Civitavecchia fuhr. Ick) will und kann die römi- sche Republik nicht anerkennen, mich nicht mit ihr solidarisch ver- binden; aber ich will nicht, daß der Fremde, der Neapolitaner und Oesterreicher in Rom einziehe. (Ah, ah!) Wie können wir mit einer Regierung in Unterhandlnng treten, die uns mit Kanonen- schüssen empfing? (Lärm.) Wir bleiben bei unserem Entschlusse und wünschen, daß es a_uch die Versammlung bleiben möge.“ Cle- ment Thomas tritt dem Minister cnigcgen und spricht iibkr die conire-re'Volutionaire Tendenz des Kabineis und allechstaurationen Bit 40 Jahren. *Was ihn befremdr, sei, arro_t die Contre-Revvlution seit 40 Jahren ebenfalls bekämpft habe und nun selbst contre-revoiuiionair werde. Jules Favre nimmt das Wort und hält eine lange Rede. Die Rechte, nament- lich Taschereau, unterbricht ihn mit solcher Heftigkeit und so häufig, daßer seine Worte unzählige Male wiederholen muß. Der Tu- mult | außerordentlick). Favre will Briefe und Aktenstücke aus Rom vcr esen, was die Rechte nicht zugeben will. Der Lärm wird immer stärker. M anuel verlangt das Wort iiber das Reglement. Er bemerkt, es diirften fremde Privatpapiere nur mit Genehmigung des Hauses geiescn Werden. Die Pariere, die der Rcdnerlcsen Wolle, rührien von einem frrmdkn Minister her und vrrrixtbrn falsche und _ verlcumderische Darstellung. Er protestire gegen die Verlesung. Es gelingt indeß Herrn Favre, troiZ drr Protesmtion Manncl's, seine römischen Berichte vorzuicskn. “Fius ihnen geht hcrvvr, daß die oberkn Theile der Peterskirche starke Kugelspurcn tragen. Mehrere Kirgcln seien gesammelt worden, und man habe daranfgrschriebcm „Huldigung der französischen Papisien an die römische Republik am 30. April 1849.“ Diese Kugeln srien_ausgesicllt worden. FaHre trägt schließlich auf exemplarische Bestrafung Ch-mgariiicr's an und daß die Versammlung erkläre, die Minister hätten ihr Vrriraucn

Verloren. (Aufregung.) Traci), Mariye-Minisier, protestirt ge- gen diese Beschimpfung der französichen Armee. Uebrigens unterwirft er sich dem Votum ' dcs Harises. General Leflo protestirt ebenfalls gcgen dicse Sckiixzcihung auf “ein französisches Armee - Corps. Dupont (Bunac): Frankreichs

Rolle sei eine Vermittelnde, keine angreifende gewesen. So habe sie die Versammlung verstanden. Er greift das Ministerium darum wegen seiner entgcgengeseiztcn Haydlungsweise scharf an. (Zur Abstimmung!) Rechts wird stürmisch einfache Tachordnung der- langt. Die einfache Tagesordnung wird mit 329 gegen 292 Stim- men ausgesprochen. Napoleon Bonaparte stimmte dagegen. Da- mit ist diese Debatte vorläufir eingestellt, Marrasi liest man die Anklage gegen General FVWZ vor (s. das gestrige Blatt) und läßt zur Abstimmung schreiten, ob fie an den Ausschuß zur Begutachtung zu überweisen. Wird an die Abtheilungen géwicsen. Hierauf Ver- liest Marrast die Anklage gegen den Präsidenten der Republik und die Minister, um zu ermitteln, ob auch diese Klage in Betracht gczogen werden solle. (Tumult.) Wird mit 387 grgen138 Stim- men verivorfen und die Siyrmg nm 6'5 Uhr geschlossen. Die An- klage gegen GeneralChangarmc-r soll morgen an die Reihe kommen.

Paris, 11. Mai, Die Tcpcschc', die gestern Abend der Mi- nister dcr auswärtigen Angekrgcnheiten in der National-Versamm- lung vorlas, lautet: Bericht des Obergcnerals an den Minister. Hauptquartier Palo, 4. Mai 1849. Herr Minister! Wie ich Zi)- nen bereits anzuzeigen die Ehre hatte, seßte ich mich am 28. April in Marsch gegen Rom. Zwei Brweggründe bestimmten mich zu, diesem Entschiussc: 1) Civitavecchia ist ein Punkt ohne Einfluß auf die römischen Staaten. Der frcnndliche Empfang, der mir und unseren Truppen “dort zu Theil wurde, wiirde, so zu sagen, in den Mauern dieser Stadt eingeschränkt geblieben sein, und ick) häitc mich durch Verlän erung meines dorligen Aufcntbaiis der Gefahr anch- seizt, die römiich'e Frage ohne" den Frankreich in dirscr großen Angelegen- heitgrbiihrendcn Antheil gelöst zn schen,?)C's kamcnmir aus den sicherstcn Quellen Nachrichien zu, die mich vorausscyen licßcn', daß wir in Rom ohne Anwendung von Gewalt wiirden einrücken können. Die Dinge haben sich aber ganz anders zugetragen; unsere Truppen, die am 30. April unter den Mauern Roms eintrafen, wurden mit Kariäischen ezitpfangen, und ich habe, nach einer starken Rekognos- zirung und in Ermangelung regulairen Belagerungs-Matcrials, unsere braven Truppen nicht länger cim'm hinter starken Mau'crn verschanzten Feinde unnüizerwcise cntgegensiellen zu müssen gc- glaubt. Ick) habe mein Hauptquartier in Palo genommen; die Vorposten ziehen sich noch näher an Rom. Die Zie Brigade ist eben in Civitavrcchia gelandet. Wir werden die OffensiVe wieder ergreifen und, seien Sie dessen sicher, in wenigen Tagen Werden die Anarchisten, Weiche Rom in Schrecken "halten (diese Stelle rief heftigen Widerspruch auf der linken Seite der National- Versarmniung hervor), cnergischeZiickytigung crhalten. UnsercnSol- daten ist nichts vorqucrfcn, als eine übermäßige Vravvm', Ich bin aber fest entschlossen, ihren Eifer nicht in einem Barrikaden- Kricge zu kompromitiiren. Hegen Sie also keine Besorgniß iiber das definitive Rcsriltat. Monsiqnore "Valentini, den der Papst als Gouöernenr Von Civitavecchia ßczcichnetc, ist hier eingetroffen und hat mir einen Brief vom Papst cingeiiéindigt, in welchem ein an- derer vom Kardinal Anionelli lag. Ick) barg diesem Plälaien dcn VorbehalZnWt, denicl)111irselbstaufgelegt, wic niiylicky, ja wie wesent- -lich es fur, daspJnteressc des heiligen Vaters sei, daß man mir allein zii beirrthetlen uberlasse, was möglich sei. Monfignor Valentini schien dre Rucksichten, die ich ihm auseinanderseßte, anzuerkennen und kehrt heute nach Gaeta zuriick. Ich habe an Herrn won Roqurval gcschrteden uiid ihn ersucht, Alles in Gacia dafiir aufzubieten, daß man mir freie Hmzd_lasse.„ Dies ist um so nöthi rr, als man sick) in Gaeia dxn größten Tauschungen über den Gseist der Bevölke- rungen hingtzbi. (Sensation.) Ich behaupte nicht, daß dieser Geist dem gegenwartigen Zustand der Dinge günstig sei, der nur dem

DespoiiSMus unter“ den) Schatten der rothen Fahne gleicht, „dcn kme" aus Anarchisten „aller Länder“ bestehende Frac- tion ausubt, abkr ich sage, daß die Sympathieeu fiir

'die ehemalige Regierung bei Weitem ni t o warm ind als man dies vorausseptz (Neue Bewegung.) chMaii liebt PiussUé. persönlich, aber man furchtet sehr allgemein jede klerikalische Re-

ierung. (BewegunH auf der linken Seite.) Die neapolitanischen

[ Gebiet betreten.

rappen, die der Konig in Person befehligt, aben das römi e Man sagt, ihre BestimmunZ -sei, die Provßckii'z

daß Odilon '

untcrhandrin. in Rom glaubte, in der Hoffnung, daß die Priester sie bewaffnen würden. Die Réimcr iicßrn sich aber nicht darauf ein. Lrsscps überbringt angeblich neben anderen Jnstruciioncn dem (Hr- ncral Oudinot den Befehl, die Franzosen, welche in Rom bewaffnet in seine Hände fielen, nach Frankreich zu schicken, wo sie als Hoch- vcrräthch Vor ein Kriegsgerictzi gestellt werden sollten. den Gefangenen, Welche den Franzosen in die Hände gefallen, nennt man dir Herren Kersausie Und Laviron. erscheinendes Blair bringt einen angcbiichen Brief Mazzini's, Worin fick) derselbe dcs Sieges freut und erzählt, daß das Volk die Wa- gen Antonelii's Vrrbrannt und die gefallenen Brüder in päpstlichen (Hallawagcn nach der Peterskirche gefahren habe. Man hält jedoch dicsen Brief für unecht. ein spaniiches Geschwader vor Terracina und forderte den Ort zur Ucbergabe auf, die auch ohne Widerstand erfolgte. Die päpstliche

Velletri zv; beseßen. Die Oßsterreicher sind noki) in Massa, wenig- ßens versichert man mir dies. Die Stadt Ancona :| von den Triumvirn in BelagerungFustand erklärt worden. Diese Herren erhrben Steuern von der evölkerung zum Solde fiir 60,000 Mann Truppen; ich weiß aber, daß sie deren nicht mehr als 20,000 ha- ben, und darunter kiinnen höchstens 6 bis 8010 theils Genueser, theils Lombarden, gls kampfgeübte Soldaten gelten. Ich bin :c, (gez.) General Oudinot de Reggio. Nachschrift. Pater Ven- tura, durch die Lage Roms erschreckt, hat diese Stadt so eben verlassen. In Palo angekommen, wünschte er mich im Namen der Triumvirn zu sprechen. Die Herren Maz- zini, Armellini und Saffi hatten ihn beauftragt, mir zu sagen, daß der Kampf vom 30. April nur ein Mißverständniß sein könne; daß es noch möglich sein könnte, die Dinge auszusöhnen, wenn ich ein- willigte, eine neue Erklärung zu erlassen, die sich in deutlicher und bestimmter Weise dahin ausspräche, daß Frankreich den römischen Staaten keine Regierung aufdringen wolle. (Bewegung in der: schiedenem Sinne.) Ich hab? dcm Pater Ventura erwiedert, daß ich die Absicht meiner Regierung geniigend enthüllt hätte; (Bravo !) eine Absicdt, die ganz liberal sei; und daß ich sicherlich nach dem, WS Vorgefailen, das Recht hätte, mich streng zu zeigen (oh, oh!

zur Linken) , ich aber s o weni g daVon Gebrauch mache, daß ich vielmehr cht noch bereit sei , in Rom als Freund einzuziehen , als Vermittler zwischen der Anarchie

unddem Despotwmus, Welche die Bevölkerung bedrohen. (Beifall rechts.) Ich fügie hinzu, daß ich also handelnd im wahrhaften In- teresse des römischen Volks zu handeln glaubte.“ (Wiederholter Bcifall rechts.) Herr Drouyn de Lhuys, der Minister der auswär- tigen Angelegenheiten, fuhr fort: „Dieser Depcsche lag noch ein Privatbrief bei, der indeffen wenig Neues bietet. Die Stellen, die Sie interessirrn kiinnen, lauten: „„Ich habe der Depesche privatim nichts beizufügen. Die Lage ist ohne Zweifel Verwickelt; aber ich bin überzeugt, daß fie fick) unter der Fahne Frankreichs aufhellen wird. Es war unmöglich, dicse Fahne nicht unter den obwaitenden Umständen hier zu entfalten, denn der Kampf, an dem wir theil- nehmen, ist ein Kampf der Civilisation gegen dicBarbarci.““ (Be- wegung in Verschicdcncm Sinne.) Aus anderen Privatbrriclitrn erfährt mannoch folgendes Nähere iibcr denKampf zwischen den römischen und französischen Truppen: Die Angaben Über die Stärke des französi- schen Ainriffs-Corps schwanken zwischen 5000 und 700!) Mann. Die röxniichen Barrikaden Wurden durch eine Truvpmrza'lU don un- gefähr ;?000 Mann verthcidigt, außer welchen jchci) cine roße Menge, Bürger mitfochi. Dic Réserve der Römer, 10,000 rann, regelmäßige Truppen und Freiwillige, durfte sich nicht an dem Kazztpfe betheikigcn, um bei Erneuerung drs Angriffs mit frisckycn Kraften wirken zu können. Die Römer soilcn 300, nach anderen Nachrichten 345 Gefangene, .worunikr “13 Offiziere», gemacht habcn, welche mit der größx'en Humanität behandelt wurden. Alle verwun- deten Franzosen, welche zuriickbliebcn, wurden in die Spitäler ge- bracht. _ Nach ihrem Rückzuge Verlangtkn die Franzosen aus Rom sechs Wundärzie, ivekciie bereitwillig dic Erlaubniß erhiel- ten, fiel) ins französische Lager zu bkgcben. An Gesciiüßen. Verloren die Franzosen drei Stück. Der Verlust römischersééts wird, *.*rrschicdcn angegeben; der Nazione zufolge hattcn fie 38 bis 40 Todic, 75 Verwundete und 7 Gefangene, nach anderen Angaben “20 Todtc nnd 100 Verwuudeie. Ein dritter Bericht schlägt dcn Gesammivcrlust auf 18 Offiziere und etwa “210 Mann an._ Unter den Gebliebcnen ist Calandreili, der beste Arjillrrie- Offizier der Römer. Die Franzosen fochten *mit großer Tapferkeit, doch wurde ihnen gleiche Kiihnhcit cntgcgengesc-H“. Am heißesten war das Trcffrn im (Harten des Papstes, wo sogar Frauen mit- sruerien. Der Held des Tages war Garibaldi; er erhielt eine eichie Wunde, ivelchc ihn indcß nicht abhielt, ferner am Kampfe Theil zu nehmen. Außer seinen Freischaaren zeichnctkn sich beson- ders die Sckiüyen der Uniwersität und dir neapolitanische Le ion untcr Toricrlli aus. Es hrißt, die Franzosen Wollten am 1. ai Sie crbotcn sick), ohne Waffen cinzurückcn, wie man

Herr

Unter Ein zu Marseille

Frith am Morgen dcs 29. April erschien

Flagge Wurde unter dem BeifallNufen der Einwohnerschaft aufge- zogen, Einige Stunden darauf zog der König von Neapel in die Stadt ein. Die spanischen Truppen übergaben den neapolitanischen die Forts, mii BeobacvtunZ der iiblichen-Formen. Nachrichten aus Florenz wow 3. Mai zufo ge, haben der französische und der enqx lische Minijter-Resident am toscanischeu Hofe erklärt, daß der Groß? herzog die österreichische Interwention weder verlangt noch angenommen hab?, AM 30. April landeten 454 Lombarden bei der Torre della ch'hetta an der toseanischen Küste, nm sick) ins römische Ge- biet zu begeben. Sie waren mit Waffen und Munition wohl ver- sehen. Die Regierungs-Kommiffion in Lidorno hat erklärt, daß die

Vcrtheidigung des Ortes sich nur auf die Fcstnngswrrke "beschränke,

und hat die Bürger aufgefordert, sicb dcr Feindseligkeiten zu ent- halten, Nur Wenn Angriffe auf die Stadt gerichtet wiirden, soliten sic dieselben zurückweisen. In Pisa beläuft fick) die "Zahl der Ver- hafietcn auf etwa “200. Man nennt darunter den Erzbischof Dell'- Hostr. Jie an den Großhcrzog abgeschickte Deputation hat ficli in Santo Stefano cingcsckyifft. Aus Turin Vom 7. Mai wird die Bil- dung eines neurn Ministeriums gemcidet. DerMarqnis von Achlio tritt an die Sieile Delaunay's als Prcmicr-Minister. Nonmrinosdrr Vom Kriegsgcricht zum Tode vrrurt'hcilt war und am 7ten friih erschos- sen werden sollte, hat auf Caffatiou des Todesurthcils angetragen. Der von (Hioberti herausgegebene Saggiatore berichtet, daß dieser sein Mandat als außerordentlicher Gcsandtcr in Paris niedergelegt hat. Es ging das Gerücht, da mit dcm 1!ten d. M. bcdeutende Rcductionen in der picmontesicden Armee Vorgenommcn werden sollen, die sie fast auf den Friedcnsfuß herabbringen wiirdcn. Die Presse wird gegenwärtig in Turin mit großer Strenge Überwacht. Ein Journal ist kiirzlich eingczogcn ivordcn, und man glaubt, daß dicscs Schicksal noch mehrere treffen wird. Die Vcnctianrr fahren fort, Von Malghe'ra aus Mestre zu brschicßcn. Die österreichischrn Batterieen sollten am 4. Mai fertig sein, und man erwartete, daß dann österreichischcrscits das Bombardement beginnen werde,

Um die National: Versammlung waren heute große miiitairi- sche Vorsichtsmaßregeln von Marrast, dcm Präsidenten der Vcr- sammlung, nicht vom General Chan arnier, getroffen. Der M9- niieur erscheint heute mit dem (HesJ'Y vom 11. Mai 1848 (Art:-

ke-l 6 und 7), als Verweis gegen Changarnier, an drr Spißk- Es