1849 / 153 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

, »Es-.=“; ;. _ „„„_ _ _

„MM -»“-„-„:-„x=y-.7r.Ly- -

" R= “N„“

sidentkn der Kammer der Abgeordneten, beide für die Dauer des

- - » s u crnennen, . qegenwartlgcnfiJFUFZÉazw 1 Bataillon des Lien Regiments und

i BNÉZYZTFÖLO Leibregimxnw von hier mittelst der Eisenbahn aus-

or : geht eine Baltrric_rcitcnder Artillerie YTÉFF äqueZUCisZx-bhqhx m's Lager bei Mrnberg iib- .

M Tinchen, 31. Mai. (A. Z) Wie man yon Ziemkch ver- lässtqxr Seite erfährt, „sileezr dcnnzachst zur Hcr'stxßpng dex bayeri- schexi Herres auf den Kriegsfuß, die vierten'Bataiél-one errichtet und zu/qlcich alle noch fehlenden Offiziersstellen m den drittmr, Bataillo- neir bcsrhr wrrdcn. Em Reskript, durch Welches 1'Befdrdrrrmgexn und Ernennungen in den einzelnen Zweigen der F))nlitatr-Beauitm bekannt gegeben werden, erwartet man ebenfalls 111 kurzester Zcit.

Nürnberg, 3. Zuni. (N. K.) Eingetroffenem Befehle gc- *

ind it ente Morgens 4 Uhr 8 Infanterie"- Baiatllone und Z'; Eßscsadrofieen kLThcvauxlegcrsh so wie eine Zwölfyfunder- urid zwei Srcböpfünder-Battcrieen Artillerie von dem in hiesiger Gegend zu- sammengezogencn Truppen- Corps jeden Augenblick bereit, aiiszy- marscbirrn. Das aysmgrschirxnde „Corps hat den Ramm , weii- fränkisches Corpö“, das in der Kantoxrniruyg verbleibxnde , ranki- sches Observations :„Corps.“ Zu de;; obigen acht Zn„ßyter1x- Baiaillonen zählen das “lfte und Lte Bataillon des Hirn, das Ute und LtcBataillon des “Wien, das sie und Lie Bataillyn drs i;?ten, 'ein Bataillon des 4ten oder 13tcn Rrgiments und das 1ste Zeiger- Bataiilon. Das 1ste und “,Die ChevauxleRers.RegixtzexZi _g'eben WW 4 Schwadronen, das 6te Chevanxlegexs; _egi-ment dre ubrige Koval,- 1crie zum Westfränkischen Corps.

Kaiserslautern, 81. Mai. (Nürnb. Korr.) „Erbe *aus Sachsen- Altenburg ist Kommissär im Bezirk Germersheim gewor- den. Der Kommandant Von Landau, wie er früher dre merttertschcn Soldaten aus der Festung zu entfernen gewußt, sucht sieh 1th auch die unruhigen Bürgcr vom Halse zn schaFeu. Vor der Hand, hat er sieben ausgewiesen, vierzig „anderen soll das namliche Schicksal bevorstchen. Namentlich sind die Mitgliedcr des dcmokratischxn Vereins mit der Verbannung bedroht. Um das von, Germersheim aus bedrohte Speyer zu decken, isi die dortige pfälzzsche Garytson durch ein Bataillon badischer Infanterie, cine-Abthcrlu'ng badischxr Kävallerie und 2Kanouen verstärkt worden. Zur germinsamen Lm- tung der méliiairischcn, finanziellen und allgemeinen politischen Lin- gelcgenheitrn Badens und ,der Pfalz wird Von beidejr Ländern) eine Central :- chierung niedergescyt, die in Mannheim ihren Saß hat und aus drei Personen besteht. Pfalz stellt ein, Baden zwei Mit- gliedcr zu diesem Triumvirat. *

Aus der bayerischen Pfalz, 28. Mai. (Darmft. Ztg.) Die im Anfang so schöne Erhebung der Pfalz hat eine traurige Wendung genommen und in jcder Beziehung sich analog mit der badischen gestellt. Unsere provisorische Regieriwg besteht'aus Man- nern, die gänzlich unfähig sind, eine Verwaltung zu leztezt, VW“ eine allgcmcinc Bewaffnung zn organisiren. Man reißt täglich mfchr ein, ohne etwas aufbauen zu können, an Geld fehlt es, gänzéiuh, und die Leute können und wollen nicht bezahlen; bereits fangt es an, eincn allgemeinen Rückschlag zu geben. Dix Bauern von den Bezirken Germersheim und Landau, sich auf die Festun- gen stiiyrnd, Versagen dcr provisorischen Re'gicrung jeden Gc- horsam. Jüngst haben sie deren Kommissär mit Erschießeri be- droht, wenn er es wagen sollte, die Kassen der bayerischen

Regierung anzugreifen. Doch haben die Provisoriscan -so viele-

fremde Leute hierher gezogen, daß sich schon eine Zeit lang eine Art Schrecken6-§)iegirrung halten kann. Bereits haben schon will- kfirlichc Verhaftungen begonnen; Beamten, die sich nicht fügen, Geistliche, die gegen“ sie predigen, werdcn Verha-fiet; Dörfer, die nicht „folgen, bekommen Executions-Truppen xc. Was die Festungen betrifft, so sieht es noch nicht so schlimm, wie man in den ZeituMen ließ; ich weiß aus guter Quelle, daß Landau noch auf sechs o- nate sich halte'n könnte. Die schlimmen Elemente sind eiitfernt und die iibrigen habten ]“th treu zusammen, und Germersheim hat den- Rhein; aber die Beamten sind in ciner fürchterlichen Lage.

Hannover. Aurich, 81. Mai. (Hannov. Zig.) Zu der gcstrigrn Sihung der wiedereröffneten ostfriesischen Stande [_tat-_ trie die von Hannover zuriick ekehrte Deputation Bericht .ab ubxr den Erfolg ihrer Sendung. ic Antwort Sr. Majestät des Ko-x. uigs wird gedruckt und veröffentlicht werden. Darauf wurden vom levokatcn Boyunga 10 Anträge in der deutschen Sache gestellt, de; ren Druck bcsrhlossen Wurde, sodann vom Abgeordnéten Ennen "ein Antrag auf Mißbillignng des Austritts der ostfriefischeu Abgeord-

neten zu Frankfurt, so“ wie der Abberufung, dcr hanWVerschetr

Abgeordneten von Seiten der hannoverschen Regierung“ als,

* unzulässig und auf Bewilligung der Diäten für den zu Frankfurt-

gebliebenen ostfriesischen Deputirten Röben aus der landschaftlichen „Kasse, Syndikus Bucren unterstühte den von Ennen' gesteYten Antrag, stellte jedoch fblgenden Verbesserungs:Antragx“..„Siande

Kurie niedrrzuschen, die der Vrrsammlung VorchiägeÜzusmachm habe, was in der deutschen Sache mit Bezug- :au : den Bkschliiß der- ostfriesischcn Landschaft vom 14. Mai d. J. ferner zu thun sei.,“

mögen beschließen, eine Kommission von drei Mithliedern aus jeder _

Nachdem der Druck auch dieser beiden Anträge bewilligtwar; Wurde *

beschlossen, dieselben in der nächsten Sihung zur Verhandlung und Abstimmung zu bringen. - - - - ** *

In der hrutigen Siyung Wurde der Buercnsche Antrag, eine Kounnission zu wählen, die in der deutschen Sache Vorschläge und-

Anträge zu machen “hätte, angenommen und-demzufolgch_-9'_Mitglie'- *J_ der in die Kommission gewählt. Außerdem wurde ü'heP-z-den Antrag“

des ])r. Burren vom Vorigen Jahre, das Dreikurietl -“iÉéy|e'm asus“; zuhrbrn, zum zweitenmaie abgestimmt und derselbe angenommen LMV somit zum Beschluß erhoben. ' ' " '

Württemberg. Stuttgart, LJuni. (Schw.M.);(Hk|e1'n- Naéhmiiiag trafen der zweite Vice-Präüdent- der _desytßhyu-Nati “91.- Vkriamnüuyg, Eisensiuck, so wie die AbgeordneiewSrhoder, BUY)“- MW- Rheme, Tafel, Nagel, Nägele u. A., hier ,ein. Sie pqs- strtrn theils die Straße durch „„den Odenwald, mn. hierher zz: ge- langen, da aller Verkehr auf der Bergstraße gyheinmt it, theilszy Fuß WW 910 Wage11„die von den streitenderi'Tthiien efehte (Ye-

end. Dir VchZPrasedent Eisexnftuck _ist von der Versammxunß

eanftragt, die noihinxn. Vorbereitungen zu irxffeu “und hat „NUT- der Regierung die ßzreUe Anzeige hiervon gemacht. DikSiäüdk- Versamml-ung und die hiesigen städtischen Behörden beabsichtigkn eine Bewrllkommnung der Versammlung“. Als Lokal für dje'Sj'ßun- gen- wird theils der Siyungs-Saal fiir die ziveiite'K'ammcr, theils die (Harnison-Krrrtze genannt, Die Sivun'gen- werdeii" am 5ten beginnen. '

Ludwigsburg, 31- Mai,- (Schw. M.) Die büx --i en Koax ien hier habe!) folgende Ansprache an die Gesgmmtz- inchhk ners fx von Ludwigsburg „erlassen: «In einer- ijt, W die eig:-

nisß mii ungewöhnircher Erl sich drangen mid ni t nu - die' Exi- sxe-xxz (Fixx iner, sondern. der Staaten mxd- ihrer“ WW- jzxz ',nggx «EM es Pflicht, daß das Volk sieb: offezn dgrüre: a»;- ,pxicht„ :qus es» „ili, und was es“- nicht Wilka Ww ,L _,igsbxr sx.

haber!" in großer Zahl'b'ingst erklärt, “daß wir eine frer nnige',“a “er

* tnirt. Wir vcr

960

eordnete Regierung woll", daß wir unserem Volksthiimlichen und Jeutschgestnnten Ministeriym volles, und unbedingt»; Vertrauen schenken, und daß wir namentlich ihm zm Vereine mit deri geses- lichen Vertretern des Landes die Dur fahrung der v“)" Jursi und Volk“ anerkannten deutschen „_Rcichsver assung,“ so wre uberhaupt das Wohl unseres Bakerlandes, getrost in dre Hände legexn; Im Angesicht: der neuestes Erlebnisse, “nanxtentlich der Beschluss? der reritlingcr Verhammlun und der Vielseitig“: MißbraucnsxKundé gebungcn gegen dxe QF . * . fernung von ihrem Posten wir unter den jehigen Umständen em

Unglück für unser Vaterland erblicken wiirden, erklären wir hiermit

aufs cntschicdensie: daß wir einem gewaltsamen Versuche zum Sturze des Ministeriums und der Volkskarnmer„1ttrd formt eincr gewaltsa- men Axnderung unserer siaatlichrn Verhaltnisse uberhaupt mit aller uns zu Gebote sichch7den Kxäfjxn exttgrgxirtxekm werden, sowie wir aber auch unsererseits von der Regierung «Warten, daß sie durch raschere und kräftigere DurchfÜlWZUg d“ dem V"“? ZUSksaI' tm Richte und Freiheiten, so wie alle ihr sonst zu Gebot stehenden gkskßlick)?" Mittel, die unserem Vaicrlaudc dr'bhendeitGefai)rrn gb- wenden werde, um demFWen neben der Freiheit dic_so nothwendig? Ruhe und Ordnung zy erhalten. Stadirath mid Vriegeraussckpiß.“ „Vorstehender Auspraéhe schließen sick) die hcuic vcrsammeiren 2,3“- steher von 20 Gemeinden des Oberamt? ananachden-t bet wrrtrm die meisten sich zuvor mit den beiden burgerbchen Koilegim ihrer Gemeinden berathen imd besprochcn und deren Zusiiwmmig zu du?- ser Erklärung eingeholt haben. Vorstehcr von 20 Gemeinden.

Baden. Karlsruhe, ?.Juni, ('F_rankf„J,) Der Lan- desausschuß hat in seiner gestriganbeyds-yung eme provisorische Regierung von fünf Mitgliedern an seine Strlle geseht und sich selbst aufgelöst. Folgende Bekanntmachungen sind erschiengn:

1) „An das Volk in Baden. Als vor nicht ganz „kiki Wqchen der Großherzog und seine Minister aus dem Lande flohen , hielten Wil" es kraft der uns von der großen Lanchversammlnng zu Offenburg erthcilten Vollmacht und in _Grmäßheit des deutlich ausgesprocipenethllrns des Volkes und des Heeres fiir unsere Pflicht, die Zugel'der Regierung ö" “" greifen. Es ist uns gelungen, das Land vor Angrchtc zu bewahren. Iehi “bk? Ji“ es, den drohenden Kampf mit den verbundeten chdui der Frer- heit und Einheit Deutschlands aufzunehmen, „Das Vaierland ist in Ge- fahr. Die Zeit drängt zu rascher That. Eine zahlreiche Versammlung, wie unser Landes-Ausschuß, isi nicht geeignet, den großer! Kampf der Be- sreiung Deutschlands, der uns bevorsteht, mit dcr erforderlichen Kraft dllkxh“ zuführen. Darum haben wir einmüthig eine provisorische Regrc- rung erwählt, welche in ßch die gesammte Gewalt des „Landes-Yussoxzusses und der Vollziehuugsbehörde vereinigt, Unsere Wohifiel auf die Burger: Lorenz Brentano, Amand Gocgg, Josei_F1ckler, Ignaz Jpe- kU- Franz S1“ el. Wir selbst haben unsere Közfie zur Verfugung dieser provisorischen Reg e_ruu gestellt.Wir werdeiidieseibrm1tvoUerUeberzeugungmid allem Nachdruck unterßiiyen, und fordern zugleich das gesammte Volk, in Baden auf, dem Rufe diescr wackeren Männer zu, folgen, zu der proviso- schen Regierung zu sieben und nicht zu wankcn, bis. der Strg drr Freiheit errungen sein wird. Hoch, lebe das große, das emigr“ das stel? deutsche Vaterland! Ka:]éruhe, den 1. f?):msi 18)49. Der regierende Landes- Aus u . “0! en die Unter _ri ten.

“Es)chJZitbiirYer! Durchdcn Laiidrs-Aiisschitß. zu Mitglicdern der provisorischen Rcßirrung erwähit, haben wir urzs s9gieich als solche konsti-

"nncn die große Vcrantwortiichiert ",'ÉU/ wclche mit der Uebernahme der höchsten Ge alt im Lande “verbund“; M,; wir werden dir- seibe jevt, wo der Kampf Für die Freiheit und Emhctr des Vaierlandcs e-nibrannt ifi, mit Kraft und «Muth mid nach unserer besten Uebrrzrn- gung "zum Wohle des Ganzen und-des,Emzcinei1 artözuubrn suchen, denn in dem Augenblicke der Gefahr ifi es drs Burgers Pflicht, denz Rufe des Volkes zu folgen urid seiya Krafte dem Ailgcrnemew mcht zu entziehen. * Mitbürger! Gewählt uns Vertrauen, duldet nicht, daß

' mm'! Spaliungen zu erregen sucht, da wo Einigkeit Noth thut, uitierstiixzi

uns in unseren Anordnungen, wir werden Euren Vertretern, die am 10th dieses Möna-ts- fich hier versammeln, Merhcuschafi ablegxy von dem, was wir gethan; wir werden beweisen, daß wu" urn! die that1achiiche,Durchfuh- ning de-r-Reichsvcrfassuug und des Volköwtllrns nicbt bios in Baden, f.oiikxm in allen deutschen Ländern zum Ziele geseßt, und daß wir dem Kampfe" um Einheit und Freiheit des „_deu-tschen Vcrterlaudcs ein iFrcichcs §J.;),anirr voranzksiragcu bestrebt find, Mitbürgxr! Wir sehen und a tu mit («._uch, die hr den Kampfgcwaqtfiirdi'e heiligsten Guter des Menschen, die Ihr den Kamp ' gewagt gegen die Rebellen auf den Thronrriß welche die Souvr- rainetätY des Volkes mit Füßen treten und dem tnttsrrid ahngen Unrrc-hiKe'ri-u dauerndes Bestehen sichern wollen! Mitbürger! Die ebcll-en, der Konig von Preußen an der Spihe, “welche die „roher! Horden der Schnecgrfilde Rußlands in unser Vaterland rufen, um die Polier _zu knechten, sie uxusseu vernichtet werden. Auf denn! Jagt fie zymcbzu ihrem Freunde mitder Kamik, damit nicht der Kosacke seinPferd trani'e zn dtuFiurhen des Rheins, dermit vielmehr. eiii Band" der Einheit, Freiheit und Vrudarlrchkctt nile Deuifchen umschlinge, vom Rhein bis ur Donau, von drm Meeresstrande bis-zu den Alpen! Karlsruhe, den 1. „Juni 1849. Die provisorische Regierung für Baden, L. Brentano, A. Goegg. I. Ftckler. J„“Pei4'r, F. Sigel,

, (Frankfurt a. M., 3. Juni. Das Großherzoglichbadtsrhe Regierungs --Blatt enthält nachstehende Proclamatron des Großherzogs von Baden: " .

» „Leopold, Großherzog von Bgden, Hrrzog vou Zahrmgen.,

. „Einer hochverrätherischen Partei m Unsereni Großherz'ogthnm ist es in Vrrbindung mit meuterifchen Truppen und brgunftigt durch dm vyr'aus- gcgangenen Aufstand in der nngränzendm thmyxrlz, gelunßcn, die Nr- gierungsgewalt aii“ üch zu reißen und „durch ihr chreckenssv em den Wi- derstand der großen Mehrheit guter Burger," die ohne Halipunkt und Zu- sammenhang waren, für den' Augenblick- zu lahmen. . . ,

' „Der sogenannte Landes-Aussxhuß hat fich aile-dtx Befugnisse angr- maßt, welche die Verfassung „yurdem Großhxrzog cznmumi, imd er darin noch weiter gegangen, indemer sogar mut ßandischer Zustimmung zu Stande“ gekommene Gesche einseitig aufhob odcr i_unging.

- „Er hai_willkürlich iibcr Staatsgelder vUerfugt,“ treue Veaznte ei en- mächtig abgesi'st, andere ernannt, Zur Vcschranknng der Freiherr der er- faß'unqsneuen' durch seine Agenten „Verhaftungen vbmchmen oder unge.srß.- lich; "Strafen audrohxn lassen, endlich sogar dix Siaitde-Versammluy auf- ?elöst und eine andere Versammlung nach williurlrch erthxiltcn Wa [vor-

r'ien bernen. ' ckck„Indemf Wir diese und all,: anderen ungeseßlichequindlUUgen des soßenmmten'Landxs-Ausschuffcs oder [einer Agenten hiermit fur 11ng und wirkungslos erklären, wiederholen Wrr die _in “Unsere: Prociamatton vom 17'ten v", M. enthaltene Ermahnung an die Vextrrten, daß“ ste zur Gcses- lichksit u'ud Ordnung zurückkehren, und an die Treugebliebxnm; daß fie, eingedenk.der großen Interessen, um- vie xs sich hai_rdeit, vereint und Joker nach seinen Kräften- und Verhältnissgn kufr-„dre Wiederhersieilung des ver,- fassimgömäßigen Rechtözusiaudes thang eien. .

„ES haben “evt aber die Empörer. ,km pffenxn Kampf selbsk gegeii die Reickisgcwalt, weicbx die verfassy smäßrgxn Zustande _der einzelnen Lander zu schüßen hat; begonnen, y _yjch'em unheiivdllem Kampfe Fremde zur Hiilfe „e_u'ommen und die Sb ne Badens gepreßt; _ _

„( ndeffen werden nun die Reichstruppen, denen fich die treit gebliebe- nen badischen Truppen anschließm', in das Großherzogt-hum einrücken, .und es- zu ?oßm, daß der Yethtösustand bald wieder hergx-ßxilk- und das Lmjd-ypy einen D ängem befreit werd? , ,

' „Um _ab'tr au, ,jxvx- nochdm Verraten _ob-r Vexführtxn _dre Gelegen- !) ik xu geben, daß ;: durch schnelle Befserriu'g' wegen ihm“ FehitrittsNach-

_ 't_ 'erla eu'ibunctk, und um egm-"dieAnd'erxn; die auf ihrem verbreche- r ck?" “ge beharren, desto ?mngece Maßregeln eintreten lciffkn zu kfm- nen, verordntzi Wir wie folgt: "

* '“ „Dpnjmigxn Theiinelxmem: an- dam- hochvmaiberischen Undernehmen, Wk- uichtxzu W TARGA!" *odnstädkisfüth! sebörm, undxmlcht, chess; iy xineu KM mTix-yenT-ruppen «unh Maysobald es ihm-nqch Ver- kündigung dieser

„nner unseres Vertrauens, „53 deren Ente ,

erordnung über *aupi nur imma möglich ist, sich freiwillig-

unterwerfen, und so viel an ihnen liest, die Sache der verfassungsmäßi- gen Regierung und der für die Wrederhersiellung der StaatSordmmg einschreitenden Truppen thätig zu befördern fachen, wird hiermit, ohne Wrrscheiduug zwisihen Militair-Personrn Rub Anderen, Amnestie zuge- t ert. _ Gegeben *in Unferem Smaw-Minisicrium Fa Fanksux; a. M., den 2, Juni 1840, L x ,o p o l d. ' Fr,.Hosfmarm. von Stengel.“ Deér Pxäsidetlt des Großherzogliéh'ek' Kriegs-Ministyriums hat folgende Ansprache an die badischen Soldaten gerichtet: „Soldaten! Ener Großher og hat in einer Proclanmiion vom 17ten ». M, allen denen unter Euch Éergcsscnheit zugefichcrt,ivc1chc, nur verleitet von politischen Wählern und Verfiihreru oder eingeschüchtert durch die Uc- berzahl, die ihrem Fürsten und der Verfassung angeiobtc Treue gebrochen, wenn sie, sobald als ihnen möglich, zu ihrer Pflicht znryiikkehren. Sol. daten! Der Zeitpunkt ist gekommen, in dem Euch die ,ikeberzeugung ge- worden [cin myß, Wl'lchks Unheil Eure Pflirhivergessenhert aber „unser. im- gliickliches Vaterland gebracht hat und noch bringen wrrd._ Enie Rotte einheimischer und ausländischer Abenteurer vergeuden dre Guter des Staates und stürzen dadurch Eure Väter und Euch sclb m 'Verarrnung auf lange Jahre, Soldaten! Ihr werdet fühlen, daß hr die badischen Waffen grbraudmarit habt, daß Ihr enkehri vor allen braven Soldaten, vor ganz Europa dankhi, wenn Ihr nicht dnrch schnellewnd außrrhtige Reue «u Cum P'fiichi Jurückkrhrt imd mithelst, drr Anarchie entgegenziitrc- ten, Soldaten! Ihr müßt fühlen, daß durch die .Emfem'ay'g Ermr erfah- renea Führer Eure «Kraft gebrochen O|"; dai"; n_1_1r-_sire;rß mrmai-nsche Ord- nung" und das Beivußtsein gewissenhafter Pßichterfiriluug dine Truppe stark macht. Ich wiederhole daher, die Versicherung des Groß- herzogs und fordere*i71 Seinem Namen und" aus Seinrm Aus- trag akt Soldaten und Unteroffiziere, welche' auf Pfticht mid Ehre halten, auf, sich mir anzuschiicßen und ver Re1chSgewalt zur Verfu-

“gung zu ßeli'en. Soldaten! höre! auf den Ruf der Ehre imd der Pflicht,

öffnet Eure Augen iiber das Getriebe Eurer Verführer, swßt ste von Euch und b xt die schmähliohen Bande, mit denen das Mißtrauen urid dre seibssüch tn Rän'ke dieser Menschen Euch umschlungen halten. Sammi- iiche Rcichsnnppcn find angewiesen, Euch aufzunehmen,. weiin Jhr drnscl- ben Euch anrcihet. Soldaten! Ihr werdet nicht taub-srm fur die Stimme Eures gütigen Großherzogs, der Euch Verzeihung anbietet, der Euch Ge- legenheit giebt, Eure seibsibrßeckte Ehre wieder herzustellen und Euer" Ver- brechen zu sühnen. Frankfurt- a. M„ den 1. Juni 1849. Der Praßdeni des Großherzoglichen -Ktiegs-I)iinistrrrums. Hoffmann.“

Hessen. Hanau, ?.Juni. (Frartkf, I.) So eben,_11 Uhr Abends, ist von hier das Turner- und Freikorps, „an deren Sptycn dre Bürger Schaertncr und Kawiccki (Leßterer cm “seii1deZRhicrlebruder polnischer Lieutenant), theils auf Wagen, thejls auf »ampfschtffen, in der Richtung nach Aschaffenburg zu abgezogen, um an dern Kampfe in Baden und in der Rheinpfalz i_herlzunehineu. Der 91- wartete großeZuzug von den umlie cndanandgememdcn blieb aus, nur sechs Mann von Bon enselbold ollen sich dem Zuge angeschlbs- sen haben; die iibrigen rtschaften haben es vorgezogen, [ck mcht dabei zu bethcilig-en. '

Hrffeuuud beiRhei-u. Darmstadt,. ?.Jum. (Darms. Ztg,) In einem vereinigten “langen und fesrlichen Trauerzugc, „an Welchem sich Militair, Bürgchchr und Publikuni aus allen Stau- den sehr zahlreich betheiligte, wurden heute, iim dre siebente Morgen- siunde die bei Hemsbach gebliebener) Offtztrrc Zimmermann und Hoffmann ihrem friihen Grabe zugefiihrt. ,

Der Schluß des Landtages und die Beendigung der Wirksam- keit der ersten Kammer in ihrer bisherigen Zusammensrxznng haben den Mitgliedern derselben dringende Veraniassuug 5Fegcbrn, der hohen Verdienste Sr. Großherzoglichen Hoheit dgs _ rinzen Emil um das ständische Wesen und der, edlen Selbstverleugyung, mit welcher derselbe bis_ ans Ende seinem Berufe als Präsident der ersten “Kammer vorsiand, in- dankbarer Verehrung „zu qrdcnken. Sämmtliéhe Mitglieder der Kammer in ihrem und m ailer'derer Namen, welche vom Jahre 1832 an unter dem“ Vorsiy Sr. Groß- hérzoglichen Hoheit an den ständischen Geschaffen thcrlgcnommcn haben, überreichten beim Abschied dcmsclben folgende von dem Frei- herrn von Breidcnstrin verfaßte Adresse„ nebst einer Denizmrnzc, welche der Anhänglichkcit der (Hebrr an ihren Verchrungswurdtgcn Präsidenten bleibendem Ausdruck bxrieihcn soll: '

„Durchlauchtig er Prinz, gnadzgsicr Herr! Der Zeitraum der Jahre 1832 bis 18 9, in welcher die standrschc Wtrlsamkcii der er- sten Kammer von Ew. Großherzogl. Hoheit geleitet wurde, wird Allen unverge lich bleiben, die in dieser Periode an den (;H'eschaftcn der Kammer heil genommen labxn. Unter den Aysprzxm Ew. Gro hcrzogl. Hoheit erfreute si dae Kammer einer starkeren inne- ren Lbindung und einer g'rYJcren Bedeutsamkeit nach außen: detin an ihrer Spiße stand ein rinz des Großherzog]. Hauses, in ge:-

* siiger Kraft, wiirdrvollrr Denkart, beharrlichcr Thätigkeit und zar-

ter Sitte. Diese trefflichen Eigerrschqstxwsprrcheri wir freimiithig aus, denn aus ihnen entspringt die rinmuthrgeHuldtgung- wclchewir unserem erhabenenPräsidi-nten vcrehrungsvolldarbritigm, durchdrimgcn bon so hohem Werthe, verbunden mit einer liebenswerthcn P'ersonliclk keit. Diese Empfindungen treten an dem Tage der Scheidung„bei dem Endpunkte mrsercr ständischen Laufbahn und in einem Ruri- bjick auf dieselbe lebhaft hervor und führen zu Yrtrarhtnngen h,)"- denen man ohne schmerzliche Regung niéht nachhawgen kann. Moac

Ew, Großherzogliche Hoheit die beifolg-ende Denkmunze als ein Er- ,

' i en an das tie e Dankgcfühl einer Kammer hinneh-

IÜTUYZYHYchstdensclben miT inniger Verehrung und Liebe cr-

gemeiiset'Dcnkmiinze, von Voigt in München, zeigt _auf der Vbr-

derseiie das Irbsßlbild _Sr, Großhrrzoglirhen Hoheit, auf der Ruck-

* ' n r' : sem ,?ZhrIems dnrch GEN- G'üte und V'aicrlandsliÖe verehrungs- wiirdi eu Präsidenten die Mitglieder der crsten Kammer “18:32 - 18 9.“ .

m- ?a'df, 4. Juni. (D. Z.) Gesiem wurden in imd bei Fi“!rthDéöZirnigLt arretirt' un unter militairischer Eskorte weiter ge- bracht; unter Anderem Bürgxmneister Kris von Fyrth, gewesencr Landstand, einer der 18, die am Schlusse. des Landtages Unter Anführun * des Herrn. Lehne“ noch _ eme Erklärung gegen das Ministerium erließen._ Die Arrettrten, unter denen man noch einen Bürgermeister nennt, sollen heute hicrhergebracht werden. _Die Rückfahrt icerex Wagen hrutx Nacht |Veran- la'ßte das falscle Gerücht“, die Mecklenburger wurden damit, iiach Frankfurr zuruckgeholi', dieselben" werden dem Vernehmen“ iiach uber hierin der RiäZtung' _v,on* Roßdorf m den Odenwald dirigtrt. Aus Hrppeitheim haken wir von hkute K7 Uhr Morgkns die Nachricht, daß“ Alles "ruhig“ und diesseits des eckars frei von“ badis en Waf- ,fen isi, Dem Gerüchte, Weiches auch durch ein hiesiges . lait ver-

breitet wurdé, daß Prinz Emil das“Ober4-Konmxa11do säinmtlicher-

“e ' Baden" o erir'ende'y Truppen übemmnyren, können wir auf F;? 1bestimmtes??pwi'derfprechen, und scheint em nertlrchxr Privatbe- such des Prinzen in Heppenheim diese irrige Combination veranlaßt zu haben:." . - -

Von der Bergstraße, («.Mai, (Darmst, Ztg.) Heute sind auch- eitiige'“ Unserer“ kk Heppenheixre anfäsßgen Dxmokrazrm als Spioné ert'apps" worden, was" im' Mzrgsznßmivre kenw- tvöstiicherr Aussichten gewährt. Mehrere berü tigte Schwäyek bei Volksver- sammlungen sollen flüchtig stin“, re' "acht Leichen unserer gefalle-

nen Soldaten 135??de :héUkkYkßQ zur Erde bkß'atkei, Die en Morgen früh horte man in sudosilrcher Richtung, im Odenwä d, und Nachmittags z,?visehen “4 Und 6 “Uhr gegen an'nheim hin Ka- nonenschüsse, woruber noch keine weitere Nachrirht hierher kam. Die Ankunft der *stwttkichen Mecklenburger und bayerischen Jäger hat unsere Truppen und die Bürger “freudig erregt; die Hochs an den Bahnhöfen in Bensheim und Heppenheim "schauten weit in das Gebirg hinein. Einen sehr freundlichen Empfang fanden unsere

, Soldaten gestern in dem badischen Gränzorte Unterlaudenbach,

Heute brachte man Von dort sogar Wagen mit Brod und “Fässer mit Wein für die Soldatin nach Heppenheim.

Mainz, 31. Mai, (Darmsi, . tg.) „Troß des halben Bes lagerungszu'ftandes, in welchem sich er'e Sradt seit 14 Tagen be- findet, hat unser unermüdlicher demokratischer Verein geficm eine Siymrg aYehalien, in welcher eine Proclamation der Bürger Ziß und amberger H„orgeicfm wurde, wélche heute auch, trotz des Verbots des Gouverneurs, an den Straßenecken zu lesen isi. Gleichwie auf den l-cttros (]a cacijékt nnter Louis )(17. unten die Worte standen: „cm* is] 65! notre bon [][-'diKik“, soseht auf besagter Pryclamation oben an, mit fitter Schrift: „Diese Proclamation isi an allen Siraßenrrken änzrrschlagen“, und ist es daler nicht zu verwundern, wenn unsere blind gehorchenden Demo raten par umi": (je bioakti Folge geleistet haben. - Un- srr hiesiges Schmuizblatt, das Mainzer Tageblatt, hat gestern emen Artikel Über die wormser Vorfälle, worin es das 4tc hessische Jnfanterie-Regiment offen beschuldigt, die Stadt grplündert zu ha- ben, und isi man hier nun gespannt, zu vernehmen, ob cs wohl die Staais-Prokuratnr der Mühe werih halten wird, den sauberenVer- fasser dieses Artikels vor den Gerichten zu belangen, oder pb man MMM" ist, dergleichen Ausfälle auch ferner ruhig gewähren zu Ü en. '

Mainz, 3, Juni, ( Da rm sf. Ztg.) Die ausgeze-ichuete Vra- your, mit der sich unsere hrMschen Truppen, troß der fortwährend in Anwendung" gebrachten ittel der Rothrepublikaner, um ihre Treue zu erschutterrr, bei Laudenbach, Heppenheim und ?Hemsbach ?eschlagen, „hat ber allen Wohidcnkcnden hier und in der Provinz, o wie bet der Garnison unserer Festung, die höchste Aner- kennung “gefunden, und freudig erzählt man sich, wie unser Hessen, dae Vorwa-uer war, an welchen „zuerst die Pläne der Anarch1strn gescheitert sind. Nach dem Beispiele, Welches Darm- stadt gegeben,__findei heute a-mhhier eine Sammlung für die ver- wundeten hcsxischcn Krieger statt, Welche voraussichtlich bedeu- iend aus'fallrn- dürfte, nach den Männern zu urtheilen, die W ,a" die Sptße gestellt, und welche, wie wir vernehmen, per- sonltch die Liste hrrumtragen. Dcr Umschlag in der öffentli- chen Meniung giebt sich hier bereits mehrfach zu erkennen, und nach „Berichten, die uns heute aus prrschiedenen Theilen 'de'r Provinz zugekommen sind, diirfte die Bekehrung unter unseren Landlcutcn noch rascher eintreten. „Von den jungen Leuten, Welche, durch die hohlen Phrasen der Herren Löhr, Mohr, Ziß _und Bam- berger bestochen, als Frei chärlcr nach der Pfalz _ansmarscbirt waren, kehren jeden Tag ganze. üge vollkommen enttäuscht zurück; in meh- reren Orlen sind alle AuögeFogch sammt und sonders heimge- kounncn und entwerfen ein richts wen ger als schmeiéhelhaftes Bild Toonsicdletm wilden Treiben, das in der ehemals so glücklichen Pfalz )err ). '

Worms, 30, Mai. (Darmst. Ztg.) Wenn .Sie über die seitherigen Tagescreignisse keine Mittheilunrn empfingen, so liegt die Ursache in dem wiederholien Einfall der reischaaren unter Blen- kcr, in unsere Stadt, Welche seitdem wahrhaft in Belagerungs- zustand war. Es kann ein Despot _in Fe ndesiand nicht strenger auftreten, als unser Landeskind in seiner Vaterstadt aufgetreten ist. Nachdem Blenker mit seiner etwa 600 Mann starken Truppe, unker welcher eme Compagnie Bayern Dom 6'_ten Regiment sich befand, eingezogen war, wurden zunächst der Rhein und die Thore der Stadt Worms beseßi, Kein Post- oder EilWagen konnte kommen oder abgrhrn, ohne genau visitirt zu werden. Hauptsächlich wurde nach ärari- schem Gelbe und verdächtigen Briefen efa-hndct. Es durfte Niemand ohne schriftliche Erlaubniß des Herrn ' lenker-den Rhein passiren, und wer die Stadt zu Land verlassen wollte, war einer strengen Durch- snchung aller seiner Effekten ausaeseht. Kam mm Zufällig ein Schnurrbart, so konnte er gewiß sein, als'ein Spion au deKomman- dantur abgeführt zu werden. So brachte man tä' li niehrerePer- sonen, denen die neugierige Jugend bis zum rrestlokale folgte. So regierte Vlenker hier, und nur dem ener ischen Auftreten unse- res Bürgermeisters (wie seiner beiden Adjun ten), dem wir viel zu verdanken haben, ist es zuzuschreiben, daß es nicht zu größeren Un- grseizlichkciten gekommen „it. Als sich" die Nachricht vvm Einrücken dcs Blenkrrschcn Corps ver reitet hatte,xuhrcn der Bürgermeister Eber- stadt und Herr Zell dem Herrn Bien er entge en. In Frankenthal trafen sie zusammen, und alle freundliche vernünftige Vorstellungen mid Abmahnungen von diesem nngeseßlichenEinfall waren fruchtlos und tauben Ohren gepredigt. Blenker gab vor, Ordre vom Kriegs- Ministerium aus Baden zu haben, Worms und Zi-H, Oppenhrim zu besehen. Gewalt konnte ihm von der Ékadt nicht entgegengeseht wcrden, weil unser sämmtliches Militair uns verlassen und die Bür- ger keine Waffen laben. Den Aeußerungen der Führer nach sollte man glauben, das es jeden Tag über denRhein gehr, um die Hessen anzugreifen. „Juzwißcheu“ blieben sie ruhig bei dcn Bürgern einquartiert, während die A jutanten Blinker'sxdas Postbiircau täg- lich und selbst Nachts visitir'ten, jedoch unter steter Protestation des Bürgermeisters, die Freischaaren in thn'ungen traten und Frauen unserer abwesenden Offiziere bedrohten, ja, gestern so- gar die Frau eines Hauptmanns mit „ihren Kindern" den Ku- geln der hessischen Soldaien aussehen wollten!! Ndch der Verfassung des deutschen Reichs, Welche diese Herren aufrecht erhalten wollen, ist die Wohnung nnberlcßlich, das'Brie geheimnis; gewährleistet, dennoch vc-rleßeu sie diese Artikel “der Ver assung und beweisen da- durch, wie wenig Whiting sie vor- dem“ Gesche haben. Am Sonn:- abend Nachts 12 Uhr [ies Blenker den Bürgermeister und sämmt- liche Bürgerwehrofßzere hiesi' cr Stadt“ zu',fich kommen nnd begehrte zur Schonun seiner MannsZa-t 200 "Mann von der Bürgerwehr in Dienst. er Bürgermeiße-r bedeuieie demselben, daß" dies nicht geschehen könne, daß er schon lange nicht Mehr als Oberst der hte- igen Bürgerwehr betrachtet werde und die Bürglrwehr nur„auf cinen, des Bürgermeisters, Befehl ausrücken Und Dieu-jiiei cn kurse, welcher Ansicht die Biirgcrwehr-Offi lere sämmlichbeitraxtkeii. („ urEmer soll stine Stimme vage en erho er: haben, aus Liebe zu seinem Freunde.) 'Auf solchen idersta d'"1var Blenkcr nicht' qe'faßt; er drohte Generalmarsch s lagerr _un Sturm läuten zu lassen. „Ariel; dies werden sie unterla en“, entgegnete ihm der Bürgermeister, ließ fick die Schlussel von den Kirchthiirmen geben iind verßcherte sich dcrselben. So ehe anch frii ,xr Blenker drohend auftrat, so ruhtilg Wurde er nach oléhem Wider and. Von diesem Tage an zogen g “e bewaffnete Bürger mit Doppelslinten, Büchsen und Säbeln zum Sch“ h der Behörden und der Stadt auf das Stadthaus und beseyten die öffentlichßn Gebäude, .Kassxn uud die beiden Kasernen,- anß welchen die *y-mge hier gebliebene Mannschaft am ersien Feiertag von bayer1schm Soldaten, zu den Freischaaren zu gehen, gleichsam ge-

961.

zwangen worden ist. Alles "dieses geschah, weil gedroht wurde, die Waffen uiid Vorräthe we zunehmen, und Weil zuleyt wirklich Viele glaubten, daß nicht alles igenthum sicher sei. Der erste Kanonen- schuß am R ein gab den Freischaaren, welche die Nachtüber geschwclgt und sich gr ßtentheils betrunken hatten, die Besinnung wieder und uns die Hoffnung, solche bald "los zu werden. Es wurde in der Stadt Generalmarsch geschlagen, die Kirchenthüren mit Gewalt eingeschlagen, Sturm gekäutet und dm Freischaaren Patronen ausgeiheilt, die drei Kanonen mit Mannschaft bespannt und im Schnellschritt vorwärts mar- schirr, Jedermann dachte “sich, daß dieselbe zur Unterstiiyung des Pi- kets am Rhein und Abivehr des Uebergangs dahin marschircn wür- den; allein wie groß i'var unser Erstaunrn, als sie die entgegenge- scyte Richtmig einschlagen und. mit Rücklassung der Posten und zweier Pikets' nach Frankenthal liefen. Viele warfen ihre Waffen hier schon ipkg, Andere ließen spiche bei den Bürgern stehen, wie.- der Andere gingen wieder ihren eigenen Weg nnd waren froh, daß der Augenblick.gekommen,„ wo sie erlöst wurden, So wie das Hauptcorps, zogen anch die Pikets rasch ab und leisteten unseren Pontonniers, welche von jenseits die diesseits stehende Brücke hol- ten, wenigen Widerstand. *Ungliirilichexweise muß ein Schuß die Kette Zeftreist haben, und die fliegende Brücke riß ab; lange währte deshai der Uebergang unseres vierten Regiments; eben so war der Uebergang des ersten Regißients und der Württemberger bei Gernsheim mit Schwierigkeiten verknüpft, imd so kam es,

daß sämmtliche Freischaare'it mcht von den Truppen, und namentlich

den Chevauxle ers, gefangen genommen worden sind. Wir habrn bei

der ganzrn Li ai-re nur den Major Dirty leicht vrrwundet, und

eben so sind einige Jreischaaren verwundet; aber das Steincrsche

Gasthaus am Rhein, aus welchem die ersien Schüsse gefallen sein

sollen, ist mit Kanonenkugeln durchlö'chert, auch noch andere (He-

bäude sind beschädigt und eine Frau durch einen abgefahrenen Split-

ter am Auge verwundet. Bis in den obersten Theil der Stadt

fuhren die Kugeln, eine Granate in das Kasino-Gebäude. Einige

Anhänger der Freischaaren ließen am Mainzer- und Rheinthore

Barrikaden bauen, die jedoch auf Befehl der städtischen Behörde

alsbald zerstört Wurden. Daß hierauf gekämpft oder übrrhmipt nur

ein Schuß darauf gefallen, ist unwahr. Die hessische Landesfarbe

nnd die deutsche Fahne wehten den Truppen vom Stadthausc die Ge-

smnungen der Bürgerschaft zu, und um 6 Uhr zogen unsere Trup-

pen zur großen Freude der Einwohner ein.

Sachsen-Weimar. Weimar, 1. Zum“, (Hann, Zr .) In der heuti en Sißung des Landlags ergriff der Staats-Mini er von ngdor das Wort: Die Mit lieder des Landtages wiirden wohl sämnttlich Kenntniß genommen )aben 'von dem Entwurf einer deutschen Reichs - Verfassung, welchen Preußen in Verbindung mti Hannovrr und Sachsen den übrigen deutschen Staaten zur Annahme vori-ege. In einer gestern in Weimar siattgehabten Ministerial-Kon- ferenz der thüringischen Staaten über Die deutsche Frage sei dieser Entwurf, welchen die Staats-Regiernng vorgestern amtlich erhalten, und zwar mit der Aufforderung der preußischenRe ierung, sich|über die Annahme zu erklären, einer“ Prüfung unterworfgen worden, ohne daß man jedoch zu 'einem besiimmtrn Resultate gelangt sei. Die Wichtigkeit der Sache erfordere gründliche Prüfung, und man wollte auch mit den übrigen die Reichs-Verfassung anerken- nenden Staaten gemeinschaftlich handeln. Vorher sei eine- bestimmte Erklärung der StaatSregierung nicht möglich. Ein definitiver Be- schluß in der deutschen Sache wiirde aber nur mit Zustimmung des Landtags gefaßt Werden. Das dem Landtage versprochene Dekret über die deutsche Sache sei deshalb zurückgehalten worden, Weil das Staatsministerimn diese wichtige Frage in Anwesenheit sämmtlicher Glieder desselben, also auch des Geheimen Staatsraths von Wydcn- brugk, welcher cht von Frankfurt angekommen sci, habe berathcn, und auch die Ergebnisse der thüringer Ministerialkonferenz in der deutschen Sache habe abwarten wvllen, welche indessen ohne Ein- fluß hierbei geblieben wären. Der preußische Entwurf einer Reichs- verfassung würde dem Ausschuss: für die deutsche Frage zugehen.

Schleswi :Holstein. Altona, 4. Juni. (Alt. Merk.) Die neuesten an dem Bahnhofe eingetroffenen Nachrichten sind, daß die Landes-ersammiung am 7. Juni wieder znsammentretrn wird und daß die Preußen zum zweitenmale mit gröxerer Macht Aarhuus beseßt haben. Während es hier am Bahnho e hieß, daß die Preußen die Stadt erst nach hartnäckigem Widerstande besexzt härten, melden Briefe aus Hadersleben nichts von einem Wider- stande; beide Berichte aber erwähnen eines Unfalls, der die preu- ßischen Vorposten jenseits der Stadt betroffen. Vom Bahnhof wird berichtet, daß ein Offizier und mehr als 20 Mann von den Dänen gefangen genommen worden. Nach dem haderslebencr Bericht wäre auch der Prinz von Salm-Salm, ein andcrcrOfsizier und 7 pren- ßische Husaren scher Verwundct worden, in Folge eines Zusam- mentreffens, das zwei Schwadroncn preußischer Husaren auf dcn jenseitigen Höhen mit überlegener dänischer Kavallerie gehabt.

Eckernförde, 3. Juni. (Alt. Merk.) Als gestern Mor- en etwas nach 9 Uhr das englische Kriegsdampfsckßff „Hekatc“ auf Feiner Reise zum Behuf der Jnspi irung der dänischen Blokade auch den hiesigen Hafen besuchte, mu te rs auch hier von Seiten der Nordbattcrie erst durch einen scharfen SchuBß daran erinnert werdcn, daß es seine Flagge zu zeigen labe, om Salutircn war keine Rede. Die Stadt flaggte nichts estoWenigcr zur Feier seiner An- kunft. Als die „Hekaie“ gegen 2 Uhr den Hafen vrrließ, blieb ße das Saluiiren der Norderschanze wieder schuldig; als sie aber auf der Höhe den dänis err Blokadeschisfen begegnete, bezeigte man sich gegenseitig iiberaus )““Clich und galani.x

Heutchorgen“ ü erraschie uns das kieler Kriegsdampffchiff „Bonin“, das diesen Augenblick noch in unserem Hafen liegt. Ueber Zweck und Absicht kursirm nur vage Gerüchte. Das natürlichste sYeint, wenn man die von Lebenslust überschäumende Besaßungs- ?) annschaff sieht, das; es nur eine Lusipartie ist, freilich eine etwas gewagte, denn eine halbe Stunde nach seinem Eintreffen warm 2 Damp chiffe und" 2 Segelschiffe der Dänen auf der Höhe in Sicht, as Schiff isi schmuck und führt 6 mächtige Kanonen.

Frankfurt. Frankfurt a. M., 2. Juni. (Frankf. I.) Der , rzh'erzog Reichsverweser hat sich heute Morgen“ mittelst der Taunus.,- Eisenbahn in Begleitung des Reichs-Krie smiuisiers von Wittgenstein und seines Generalsiabes nach Mainz “_egeben, um die dort in Garnison stehenden Reichstruppen zu inspizircn.

Frankfurt a. M., 4, Juni. (Frankf. I.) Daß der Prä- sident des Reichsminisicriums, Ur. Grävell, seine Entlassung eiu- gereicht, wird heute offiziell bestätigt. Der Reichsverweser Erzher- zog“ Johann, fazit)" Eich bewogen, diesen Rücktritt mit den Ausdrücken de's wärmsten Dan es “anzunehmen dafür, „daß er, der Minister- Präsidcnt, ihn (den ReichsverWeser) mit der unerqenniißigsten Selbst- verleugm'mg nach dem Rücktritte dcs leyten inißeriums in den Stand fehle, ein neues zu bilden und die Schwierigkeiten zu besie- gen, welche sich damals dar „ellien.“ Per Reichsverweser bedauert 111 dem Schreiben sehr, „da Verhältnisse Ihn“ bewogen, des Mi- nisters Rücktritt an*zunehmw.“ . '

Frankfurt a. M„ 4, Juni. Die Deutsche Zeitung ent- hält nachstehende Erklärung:

„Die deutsche Reichs-Versammlung hat in ihrer S' ung vom 30.Mai mat 71 gegen 64 Stimmen den Beschluß gefaßt, nach tuttgart iiberzusie- drin und die Centralgewalt znr Nachfolge dahin auszusordcrn._ Die unter- zerchnetcii Mitglieder der deutschen Reichs-Vcrsammlung haben nicht nur gcgen" d-rsen Beschluß geßimmt, sondem fie glaubten auch unter den jchigen Verhaitmsseri nicht nach Stuttgart folgen zu diirfen, weil fie voraussehen, Yat“? die Reichs-Versammlrmg in Stuttgart nicht in der Lage sein werde, ihre Stellung iiber den Parteien zu bewahren und so der Brennpunkt der Einheits- und Frriheits-Beßrebimgen drs gesammten deutschen Polls zu verbleiben; daß demnach eine solche Ueberfiedelnn nicht nur die Existenz der Reichs-Versamminng, sondern“ auch die heiligßen Interessen Dcurschlanddymd insbesondere die Wohlfahrtvon Württemberg und Baden schwer esährden durftx'.

„Liber dirirlbe Vaterlandsliebe und dasselbe Pflichtgefü !, welches die Unterzxtchneten abhielt, der RcichSversammiuug nach Stuttgart zit folgen, gebor ihnen auch, ihr Mandat ais deutsche Abgeordnete nicht niederzlklxk gen„ sondern sich bereit zu halten , ihrem Vaierlande in jedem Augenblick zu dt'enxn, so bald fie an den Bcrathungen der deutschen Reichsversamm- lung wieder ?intheii nehmen können, ohne in eine Bahn gedrängt zu wer- den, die fie als eine unheilvolle erkennen. Sie smd jedoch wm entfernt gegen die deutsche Reichsversammlung in eine hinderliche Stellung irxien zu wollen; vielmehr sehen ße gerade in der Erhaltung der Kontinmiat dcr xsßigen verfassunggebenden Reichsversammlung den einzigen legalen Airs- gangSpunki, um aus den Wirren, in welche das deutsche Vaterland gesiurzt worde? herauözukommen, ohne das Rechtsgefiihl des Volks auf_ das tiefße zu ver eßcn.

Frankfurt a, M., den 31. Mai 1849. '

3911 von Trier, Eisenmann. Wichmann. Hollandt. Röbcn. yon Reden, Éreudentheil. Höfken. Werthmülier. Ahrens. Pinckert. Cnvrmt. Becker. chröder. Nicol. Hirschberg. Jacobi aus Hersfeld. Groß aus , Prag, Hofmann aus Friedberg. Makowiczka. G. F.Brackebnsch, Iucho. Gravenhorst. Plaß. Backhaus. Henkel, Wedekind,“ _.

„Mit Bezugnahme auf den Inhalt der vorstehenden Erklarungjund im Auftrage der Unterzeichner derselben, fordern. wir alle für jeßt nicht nach Stuttgart gehenden abwesenden Kollegen, welche mit den von uns atthe- sprochenen Ansichten einverstanden find, hierdurch auf, ihr Mandat mcht niederzulc en und diesen Entschluß unter Adresse des Abgeordneten J::cho uns bald! | mitzutheilen. Frankfurt _am Main, 31. Mai 18:49. von Reden. Fell von Trier. Cnyrim. Freudeniheil. Zucho. Eisenmann- VaähauST“

Hamburg. Hamburg, 4.Juni. (H. C.) Gestern Abend ist der Herzog von Nassau Vom Norden hier angekommen,

Aus Cuxhaven meldet heute der elektrische Telrgrqph; „5 Uhr Nachmittags: Man hört von hier secwärts schon serremer Stunde eine sehr lebhafte Kanonade, 62; Uhr: Seit einer Viertel- stunde hat die Kanonade in See aufgehört. 8 Uhr: Seit einer Stunde sind drei deutsche Kriegs-Dampfscliffe Von hier aus sec- wärts in Sicht und können in einer halben tundehier eintreffen,“

Auslarid.

Oesterreich. Preßburg, 3. Juni. (Lloyd.) Nun sind die Russen endlich da. Eine sehr große Anzahl russisch-polnischer Truppen, Infanterie, Kavallerie mit sehr vielem Geschütz, von Tyrnau und Cziffer kommend, hat auf die soZenanntc Sanhaide (eine Viertelstunde von der Stadt entfernt) ihr éagcr aufgcschlagrn. Viele Neugierige gehen hinaus, um die neuen Ankömmlinge zu be- wundern; Marketendcrinnen gehen zur Stadt, um ihre Flaschen und Fäßchen zu füllen, lange Wagenreihrn befördern Proviant hinaus. Cinzelnc Soldaten zeigen sich schon, um Nöthigcs einzukaufen, und wechseln Papier: und Silbcrrubel für österreichische Schcidcmiinze ein. Weder die Zahl der Mannschaft, noch der Ort ihrer näch- sten Bestimmung kann genau angegeben werden, aber es ist wahr- scheinlich, daß sich dieser Truppenkörper dem im raabcr Komitate zur Kriegsoperation bestimmten Heeresthcile anschließen wird.

Treviso, 29. Mai. (Lloyd.) Makghera, Rizzardo, Sr. Giuliano und 800 Schritte der Eisenbahnbrücke sind unser. Tie eben Vollendete Batterie auf dem äußersten Punkte beginnt nun ihr Feuer auf Vcnrdig selbst. Im Ganzen thatcn wir nun beiläufig 70-80,000 Schüsse, von denen 8000 als wirksam angesehen wer- den können. In Malghera ist auch nicht ein ellengroßrr Raum nnbcschossen geblirbcu; durch die öfteren Würfe der Bom- ben auf einen und denselben Péaß sind sogar die festesten Ge- wölbe eingestürzt, und die Rebellen konnten sich um so weniger halten, als auch ihr Geschüy meistens demontirt Wurde. Unsere Artillerie war aUSgezeichnet. Von den Truppen ist jedrr einzelne Mann ein Held zu nennen, ganz besonders ihaten sich die Freicorps hervor, die während der ganzen Belagerung unter dem heftigsten Feuer bei Tag und Nacht die Festung beschlichcn und auskundschaf- teten, und überall zuerst unsere Fahne aufpflanztcn. Zwei Minen erwarteten unsere braven Truppen in Malghera. Eine wurde ent- deckt undvvn einem Korporale der Frciwilligen die brennende Lunte aus dem PulVer gerissen; die andere entzündete sich zu schnell und sprengte 4 Offiziere mit-40 Mann in die Luft. Die Rebellen vertheidigen sick) nun von Schiffen aus. Sie haben vier Bogen der Eisenbahnbrücke ganz zerßört und den iibrigen Theil, wie den Damm unterminirt. Die Polen, unsere Ucbrrläufer und iiberhaupt das Gesindel will'sick) bis auf den lcxzten Mann vertheidigen." In Venedig ist die heftigste Bechung und ununterbrochenes Sturm- geläute; der wohlhabende Theil bereitet sich zur Flucht seewärts. Gegenwärtig leitet Radeyky persönlich die Operationen und bewil- ligte dem Truppenkörper, der zuerZ in die Stadt dringt, auf zwei Jahre doppelte Löhnung. Unser cucr wird immer heftiger und wird hoffetitlich bald seinen Zweck erreichen. Der Geist unserer Truppen ift vortrefflich. Alle brennen vor Kampfbcgierde und können kaum den Augenblick der Entsckwidung erwarten. Viele cr- boten fick), hinüber zu schwimmen, was ihnen aber nicht gestattet Wurde. Kreuze, Gold- und Silber-Medaileu, auch preußische Or- den, werden schon in Menge veriheilt. Dcr Marschall reicht den Soldiner: frermdlich die Hand, und ehrt jeden als Helden, und alle welletfern, für ihren Vater Radrßky zu sterben, Unser Verlust bei Malghcra ist ziemlich bedeutend. Venedigs Einnahme wird noch viele, viclc Opfer kosten. » 30. Mai, Morgens. So eben stürzt em Thurm in Venedig zusammen, Es brennt an vielen Punkten.

Semlin, 30. Mai. (Lloyd.) Gestern Nachmittag traf Se, Excellenz der Van Jellachich von Numa hier _cin.

Frankreich. Paris, 3. Juni. Der heutige Moniteur meldet, daß mittelft Dekrets des Präsidenten der Republik der Ge- neral Perrot zum Divisions-General und zum Ober-Befehlshaber der Nationalgarde dcs Seine-Departements ernannt worden.

Morgen wird in der geseygebenden Versammlung zur Wahl eiiies neuen Vice-Präsidcntcn an Stelle des zum Minister der aus- wärtigen Angelegenheiten ernannten Herrn vonTocqueville geschlit- ten; die gemäßigte Partei stellt Herrn Dara, der bei der erstrn Wahl dem Herrn von Tocqueville den Play geräumt hatte, als Kandidaten auf;

Dufai'rre' und seine Freunde sollen mit Odilon Barrot m der römischen Frage einig sein und sich fiir eine liberale Wilderei,"- seßung des Papstes unter voll|“'ndigcr Säkularisirung de_r RTW; rung en'tschieden haben. Der S'ecrrtair Mazzini's, ,Talltankh [,I-nm- ;Ledru Rollin für diir- beYFetheF (:shrtöktkmngk" m der MM un die niit i en ten " e er m , „,

gProudhokTrgist mit der großcn Masse der SUMMER „„Taißhrste

Hauptorganen so ziemlich zerfallen. Cr wirst ihnen "“"",