' xz em Ansfaü,_a_ls durch den Reserve-Fonds zn keckenZ§,FFnl13ehde?1ß[“Iljkkk? soß ist sqlcher- b" dd“ "F; x“ SttaZt-KWMZ "bernommcnen Garant)? des Zusmuts, au6__ em eamm - ernzoge ?Stabt und deren Gefällen zu decketr, 1:nd_konnen babe: unter knnen Um- [Finden dic Zntercffenten in Betreff1hrer Em_lagen gefahrket werden.
Am Schluffe des Jahre? 1847 waren m ___ _ _ „„, Händen res Publtku_m6 ........... 29-513 Quntungs-Bucher. Neu ausgegeben Wurden rm Jahre 1848 9,163 » » 38,736 Önittungs-Bücher. Oagcgen wurden in demselben Jahre ganz abgehoben .......................... . 17,890 » » so daß am Schluffe des Jahres 1848... 20,846 Quittungs-Vücber in den Händen dcs Publikums und mithin gegen das Jahr 1847 8727 Onittungs-BüMr weniger in Circulation waren. _ _ _ Nach der Höhe dcr eingelegten Summe vertherlen slch dre am Schlusse ch Jahres 1848 ausgegeben gctvescnen Bücher: - _ _ in 8779 Quittulngs-Bücher mit einem Guthaben von 5 Sgr. bks mkl. 20 Rt kr. in 6671 OnittuTtgs-Vücher mit einem Guthaben iibcr 20 Riblr. bis inkl. 50 Rehlr. __ _ in 3222 Quittungs-Bücber mit einem Guthaben uber 50 Rthlr. bis inkl, 100 Rthlr. __ _ 111 1679 QuitmngZ-Bücber mit einem Guthaben uber 100 Nthlr. bas inkl. 200 Rthlr.
in 495 Quittungs-Biicher mit einem Guthaben über 200 Rthlr. und“
mebr, _ _ nnd ergiebt diese Uebersicht, daß der großere Tbekl der Interessenten nur kleinere SumMcn belegt hat.
Was nun kcn Verkehr bei der Sparkasse im Vergleich zum Jahre 1847 anbetrifft, so warm in diesem Jahre 549,645 Rthlr. 13 Sgr. 4 Pf.
ein e ahlt ............................... g 3 453,429 " 23 » 8 »
dagegen im Jahre 1848 ............... '
mithin im lestcren Jahre wrnégrr ...... 96,215 Rthlr. 19 Sgr. 8 Pf. Zurückgezahlt aber wurden im Jahre 1847 518,582 »; 15 » 1 » dagegen im Jahre 1848 ............... 895,503_ » 13 mithin im leßteren Jahre mehr ........ 376,920 Rthlr. 27 Sgr.11 Pf.
Diese so bedeutend gesteigerte Rückzahlung Wurde durch die im März H. J. sta1tZrsundrncn Ereignisse herbei cführt, indem durch dieselben viele dcr Z::rcrcuemcn veranlaßt w:ardcn, Tre Einlagen sofort zurückzunehmen, so das; im März allein 408,783 Rthlr. zurückgezahlt Werden mußten. Diese starken Rückforderungen ließen indcß in den folgenden Monaten bedeutend nacb, indem im Apr:! nur noch 158,163 Rthlr., im Mai 86,125 Rthlk. und im Juni um 37,216Rthlr. erhoben wurden, und dürfte das zur Kaffe zurückgekehrte Vcrtrauen wohl hauptsächlich mit darin seinen Grund haben,. daß dieselbe jederzeit allen an sie gemachter: Anforderungen genügt und in diescr brtvegten Zeit von dcm im §. 6 des Statuts vorbehaltenen Recht, bci Rückzahlungen von Summen von 100 Rthlr. an eine dreimonatliche Kündigung zu verlangen, keinen Gebrauch gemacht hat. In demselben Verhältniß, in dem die Rückforderungen von Kapitalien nachließcn, stiegen auch wieder die Einlagen in die Kasse, und während dieselben im März nur 11,836 Rthlt. betrugen, errrichtcn ste im Juni schon wieder die Höhe von 24,104 Rthlr. Von diesem Zeitpunkt an haben die Einzahlungen in allen Monaien die Rückforderungen bedeutend überstiegen, und war dies nur im Nobember nicht der Fall, in welchem Monat 7832 Rthlr. mehr zurückgenommen als eingezahlt wurdcn, wogegen im Monat Dezember sich Fiödtkk gegen die Artszahlung ciueMebreinnahme von 26,960 R1hlr.heraus-
: e. -
Um allen den Anforderungen in Betreff der Rückzahlungen genügen zu können, wurde die größte Anstrengung seitens der Kommune nothwendig, indem die gcwöhnlichrn Mittel für diesen außerordentlichen Fall nicht ans- reichen konnten, und eine Realisaiion der der Sparkasse eigenthümlich ehö- rigen Dokumente nicbt möglich War, theils wegen des niedrigen,"der§1affe eincn bcdeutendcn Verlust bringenden Conrses sämmtlicher zinstra enden Papfiicße, theils durch die Unmöglichkeit, für so bedeutende Summen äufer zu“ n en.
)] _" ))
Da fich im Laufe der Zeit der Zinsfuß im AÜgemeinen höher gestellt'
hatte, so fand die Komnmnc fich vrranlaßt, auch die Zinsen von den Ein- lagen der Sparkaffe von 24 pCt. auf 4'7 pCt. zu erhöhen, und wird dieser höhere Zins nunmehr srit dcm 1. Juni v. Z. den Interessenten ge- währt. Hierdurch wurde t'ndeß auch ein höherer Zins von den der Spar-Kasse gehörigen Kapitalien bedingt und ist deshalb,“ so wie um über- haupt cine künfti
Obligationen von 34 pCt. auf 5 pCt. von den Kommunal-Behörden be-
ctwa nothWendig werbende Realisation dcr dcr Kaffe .' gehörigen Obligatwnen leichter bewirken zu können, die Konvertitung dieser ,
994
Flossen worden, so baß nunmehr sämmiliche _der Spgr-Kasse gehörigen tad'd-Obli ationen vom 1. Januar 1849 ab 5 pCt. ansen tragen. _ - Exo ste 1 zu verhoffcn, daß in kurzem diese_5prozenngen Stadt-Oblt- Yüonen, welche fich jest schon eines höheren B'orsen-Courses erfreuen, de_n
tnnwenh erreicht haben werden, und so nicht nur eine etwani e Realt- sation möglich machen, sondern auch jeden Verlust von der Spar- asse ab- wenden werben. *
Die im April 1847 zur Erleichterung des Verkehrs des Publikums mit der Spar-Kasse eingerichteten 15 Annahmestellen in verschiedenen Theilen der Stadt find im Jahre 1848 zu 3743 Einzahlungen im Betrage von 22,839 Rthlk. 19 Sgr. 6 Pf. benuyt worden.
Um nun endlich jedem einzelnen Interessenten Gelegenheit zu_geben, die Richtigkeit und Uebereinstimnnmg seines Quittnngs-Burhes um _dem Conto-Bucbe der Spar-Kasse zu priifen, läßt das unterzeichneteKuratormry, dem §. 19 des Statuts gemäß, jährlich eine Nachmixung der am Schlune des Jahres eingelegt gewesenen Summe drucken, aus welcher unter An- gabe der Nr. das auf jedes Como eingetragene Guthaben, wie solches steh am Schlusse des Jahres herausstellt, erfichtlich_is1.
Dtese Nachweisung iß jest im Druck begnffen, und kann, _sobald der- selbe beendet ist und was seiner Zeit bekannt Ymmbt Werden wird, gcgen Vorzcigung des Quittungs-Buches in der Spar-Knsse unentgeltlich in Empfang genommen wcrden. , , ' _
" Es wird von Interesse sein, wenn schlrxßltcb, unter Bezugnahme auf die Angabe im vorstehenden Berichte: daß sert rem Monqt Zuni__ v. Z. die Einlagen die Rückforderungen iibcrstiegen haben, noch _hmzugcfugt werden kann, daß dies bis jest auch im laufenden Jahre noch runner der Fall ge- wesen is), indem in den Monaten
Januar d. J. 67,429-Rib1r. Februar d. Z. 57.494 Rtblr. und __ März d. J. 35,277 Rthlr., so wie in der ersten Halfte dcs Monats April d. J..17,771 Rthlr. - -- mehr eingezahlt, als zuriickcrhoben worden fink. Berlin, den 15. April 1849. _ ' - .. *le Magastrai.
Markt- Berichte.
KöniYsberg, 7. Juni. Zufuhr war gering. Weizen 55 bis 65 gr. pr. Schfl., Roggen 24 bis 27 Sgr., große Gerste 20 bis 24 Sgr., kleine Gerste 18 bis 21 Sgr., Hafer 14 bis 16 S r.," graue Erbsen 28 bis 29 Sgr., weiße Erbsen 32 Sgr., Karlo eln 13 bis 15 Sgr., das Scbock Stroh 120 Sgr.
Danzig, 5. Juni. Vom 1. bis 31. Mai d. Z. sind von hier aus seewärts verschifft worden: nacb Amsterdam 191 Last 51
"“Schxs. Weizen und 47 Scbfl. Erbsen, nach England 290 Last 28 [.
Scl) Weizen und 8 LW 2Schfi. Erbsen, nacb Guernsey 138 Last Weizen, nach Holland 22 Last 50 Schfl; Weizen und 38 Schfl. Erbsen, nach New-Castle 144 Last szen und 9 Last Gerste. Summa 1187 Last 16 Schsi. Weizen, 9 Last Gerste und 9 Last 30 Scl) . Erbsen. In den verflossenen 5 Monaten d.Z.' Überhaupt verschi t: 3594 Last 51 Schfl. Weizen, 118Las1 23 Scbst. Roach, 346 Last 12 Schfl. Gerste, 25 Last 33 Schft. Erbstn, 46 Last Lein- saamen .und 56 Last 43 Schfl. Rappsaamcn.
Stettin, 8. Juni. Ostsce:Ztg. Wochenbericht. Die Temperatur ist seit vorgestern Abend bet NO.=-Wmd Wesentlich niedriger als in den ersten Theilc-n der Woche, das Wetter noch immer trocken und sehr schön. '
Getraide. Der englische Markt bleibt frau; unter den Ursachen scheint die in England ziemlich verbreitete Erwartung eines baldi- gen Aufhörens der Ostsee-Blokadc eine der erbebljchsten zu sein. Hier ist etwas Frage nach Weizen fürs Inland entstanden, gußer eini en kleineren Posten wurden gchrn Nachmittag 200 Wmspel 89pxd. Weizen ab Stralsund zu 5 Rthlr. gekauft; fur 90pfb. dür te 55 Rthlr. zu machen Fein. Die hiesigen Läger werden noch immer fest auf 58 360 R11; r. gehalten. Roggen findet in loco jrßt nur einzewe Käßifewund ist auch auf Termine in Fol e drr breslauer Nachrichten “beate eher matter. Effektive Waare 86 7pr. wurde bereits bei kleinerenPosten 311255- Rthlr. erlassen; für 82pr.
pr. Juni/Juli ifi ebenfalls nécht mehr als 25? Rthlr. zu machen_, 26 Rthlr. Rfordert, 86pfd. zu 27 Rthlr. offerirt, pr. Juli/Auguyt 82pfd, 27 thlr., 86pr. 28 Rthlr. Br., pr. Sept./Okt. 82pr. 285 Rthlr.Br., 28 Rthlr. in einem Falle geboten, 86pfd. 29Rthlr. Br. Große Gerste in loco 75_/*76pfd, 23 Rthlr., kleine 19 a 18 Rtblr. Br. Hafer 52pfd. 16 a 163; Rthlr. Mehl unberändert. Heutiger Landmarkt:
Weizen. Roggen. Gerste. Hafer. Erbsen.
52 a 54. 25 3 26. 20 3 22. 14 3 16. 26 a 28.
Von Rappsaamen auf Lieferung pr. August aus der neuen Aerndte war etwas zu 80 Rthlr. am Markt; diese Anstellung ist iudeß zurückgezogen, 75 0111)er würde zu bedingen sein.
Rappfuc'ben ohne Handel.
Spiritus zog gestrrn wieder etwas an, ist aber. heute nicht so
efragt; loro und pr. Zuni/Juli22'5 %, Zuli/August 22 %, August *„1 % zu notircn.
Fettwaaren. Das Malaga-Baumöl aus den beiden in Kolberg angekommcucn Schiffen „Giles“ nnd „Voltigeur“ wird nun ziemltch durch Kiistenfahrzeuge nach hirr gekommen sein; je nachdem nun gerade etwas zum Entlöschen gekommen ist, steigt und fällt der
"Preis. Im Verlauf dieser Woche wurde gekauft zu 154, 152 3
1537911110. Galipoli soll 311 1559111311". unverst. auf Lieferung gemacht sein; Palmöl ist mit 1325 Rtblr. bezahlt und dafur ferner zu haben, auf Licferung über Bartl) oder Kolberg wird dieser Artikel mit 13 Rthlr. offerirt. Kokusnußö'l 16 R1hlr. Südseethran Wurde
im Laufe der Woche mit 1034 «1 10';Rt*l)lr. bezahlt, auf 104 Rtblr. .
qehalten. Für Leinöl bezahlte man im Laufe der Woche 94 3 94 Mtblr. inkl. Faß, in den lkßten Ta entrat jedoch eine wesentliche Besserung ein, man bezahlte vorgeßern 9-35 Rthlr. und gestern 10 Rthlr. inkl. Faß. Br. Berger Leberthran 211 ;: ZNthlr. gehalten, gestern wurde ein Posten mit 21 Rthlr. verkauft. Für Schott. Tbran verlangt man 20? Rthlr., 20 Mbit. bez. _ „
Rüböl neuerdings niedriger; loco 124. Rthlr. bez., Jum/Juli 125, 124 Rt'hlr. Br., Juli/August 129; Rthlr. Br., August/Sep- tember 115; Mbit. Br., September/Oktobcr 11?3 Rtblr. Br., 1132- Rthlr. G., 1175“2 Rthlr. vielleicht zu machen,
Von Butter treffen nicht unbedeutende Zufuhren ein, und da..
der Abfay fehlt, dürfte es damit noch mehr rückgängrg gehen.
Zink 44; 3 4'ch Rthlr. Br.
Nach Der Börse. Roggen stau; locb 25 a 26.? Rthlr. Br., für 85pr. zucht 26_'/„ Rter. bez., pr.Junr/Ju1182pfd. 2514911 lr. Br., 86pfd. 27-268, Rt lr. bez., pr. Jult/AuZust 261,“ Rthlt. r., pr. Septembrr/Oktober 82pfd. 274, Rthlr. bez., fur 84_pfb. 28 Rtbxr., für 82pfd. 274. Rtblr. gefordert. Es fehlt augenbltckltch an Kau- fern zu den geforderten Preisen.
Rübb'l pr. Zuni /Zu1i 12'/ Rtblr. bezxu. Br., pr, Iuli/AuZust 113, Rtl)lr. bez., 1:2 Rtblr. Br., August/Septcmber 1? Rthlr. r;, September /'Oktober 114; Rthlr. Br., pr. Oktober/November 11“; Nr lr. bc .
h Spirzitns aus erster Hand zur Stelle 22% bczahlt,_ans zweiter Hand ohne Faß 22»-224, % bez., 22% Br., mit Jäsxern 22'; bis 221,- % bez., pr. Juli/Angust 214-2299 bez.
Vreélau, 9. Juni. gelber 57. 61. 65 Sgr.
Roggen 32. 3315. (HZ Sgr.
Gerste 24. 26. 28 Sgr.
Hafer 21. 22. 23Z Sgr.
Kleesaat weißes 6-91, 91117113, rotbes 6»-9 Rtblr. bez.
Spiritus 8 Rthlr. Br.
Rüböl 1415 Rthlr. Br.
Zink obne Handel. _
Unser Markt war auch heute wetchend, nur Hafer Wurde besser bezahlt.
hat sich das unterzeichnete Direktorium mit Beziehung
Weizen, weißer 64. 68. 72 Sgr.;
Bekanntmachungen. [284]
Zudem das hiesige zur Konkurémaffe der Handlung Simon Stampe &" (20. gehöri e Licht- und Seife-Fa- brik-Embliffement am 18. Zu]: d. J. in nothwendiger Subhasiation verkauft Werden soll, mache ich als Kon- kurs-Knrator das auswärtigePublikum auf diesen Ver-
kauf aufmerksam. Das Etabliffement ist an der schiff- baren Paffarge belegen, die Fabrik ebäude und Geräth- schaften befinden sicb im besten Zu ande, das Wohn- haus enthält 12 Zimmer mit einem Souterrain zur Niederlage von Fabrik-Vorräthen und zum Verkauf an äetail und an den Hofraum stößt ein großer Baum- und Geköchgarten. 'Der jährliche Rrincrtrag des Fa- brikgeschästs betrug in den [Men 3 Jahren 3000Th1r. Durch Schifffahrt und Chaussecu steht Braunsberg mit anderen Handclöpläßen in Verbindung und hat der Handelsverkchr noch eine Erweiterung durch die in Aus- ficht stehende Eisenbahn zu erwarten. Das Etabliffe- ment gewährt daher sowohl ein rentables Geschäft als auch einen sehr angenehmen Wohnsis. Braunsberg, den 3. Juni 1849. Gregokovius, Rechts-Anwalt.
Diisseldorf - Elberfelder
[15611] ahn
Zu der diesjährigen ordentlichen
(Jencralvrr- sammlung .
a w*erden die Actionm're hierdurch auf * _ _ Sonnabend * .K & . den 528. Juli , im Gasthofe _YrÄMBags 105331th“ „ m von ten en“ ' ' S ch1eger am B_9hnbofc hierselbsi eißngelad'TT. Wrttwe Außer den geWohnltchen Geschäfxs.Vomägm wird zur Beratbnng kommen: die Nealisirung der zufolge“ des 5th Nacbtrags zum Statut kréirten 372.2 Stück neue «tamm-Actien, eventuell die Umwandlung dersel- ben in fünfprozentige Prioritäts-Obligationen. Wir machen gleichzeitig auf die Bestimmung des Statuts aufmerksam, wonach mtr derjenige Actionair zur Aus. übung des Stimmrechts befugt" ist, welcher seinen Ac- tienbesis mindestens 6 Wochen vor der General-Vex. sammlung in das dafür beßimmte Register hat eintra-
Xu lassen und in den zwei Tagen vor der Genrral- ersammlung den Nachweis gcliefsrt hat, daß 'der Ac- tienbesis noch so besteht, wie er eingetragen ist. Düsseldorf, den 4. Juni 1849. Der Verwaltungsratb. Hoffmann.
[252] Bekanntmachung.
In der Konkurssache des Kaufmanns Jakob Meier Bernstadt dahier werden nunmehr nach erschrittener Rechtskraft des Erkenntnisses, gemäß der Bestimmung des Im]. Cor]. Kap. 19. J". 4., hiermit die Ediktöta-zc aUSgeschriebcn, und ztvar:
1) ur gehörigen Anmeldung und Nachweisung der
ordemnYn auf * ** kontag den 25. Juni, 2) zur Vorbringung der Einreden hingegen auf Montag den 13. August, 3) zur Abgabe der Schlußsäse, nämlich: 3) für die Replik anf Monta den 24. September, ])) fiir die uplik auf Donnerstag den 25. Oktober 17. Z., jedeßma! Vormittags 9 Uhr, wozu sämmtliche Gläubi- ger des Gemeinschuldners persönlich oder durch genii- gend Vevollmächtigte unter dem Anhanqe vorgeladen werden, daß das Ausbleiben am 1sten Ediktsmge den Ausschluß'der Forderungen von der Maffe, das Nicht- erscheinen an den iibrigen Ediktstagen aber den Aus- schluß mit den an denselben vorzunehmenden Handlun- gen zur Folge hat.
Hierbei wird den Gläubigern eröffnet, daß der Ver- mögensstand des :c.Bernstadt sammt Aktiv-Ausüänden zwar auf 12,315 Fl; ange eben worden, nach der gc- richtlich rrhobenrn Take" Fick: aber nur auf beiläufig 1470 Fl. 16 Kr., jedoch crclufive der auf 2945 F1. an-
egebenen Ansstände, von welchen aber die' Hälfte ?chmr und zum Theil uneinbringbar sein soll, entziffert, und daß die bereits bekannten Passiva die Summe von 21,885 Fl. 9 Kr. betragen, wvrunter 5700 F1. 'JUatcn und 175 F1. 45 Kr. angebliche Mobiliar-Ausßattung der Ehefrau des Kridars, dann 5370 F1. 41 Kr.Wech- sclschulden fich befinden.
Zugleich werden alle diejenigen, Welche etwas ur Masse Gehön'ges in Handen haben, auf?efordert, solcßes bis zum lften Ediktstage, vorbehaltlch ihrer Rechte daran, bei Vermeidung eigener Haftung anher zu über- geben resp. einzuzahlen. .
Schließlich wird noch bemerkt, daß man beim 1s1en Edrktsxage eine gütliche Uebereinkunst zu bewirken suchen und emen Maffakurator und Gläubiger-Ausschuß für die weitere Verwaltung der Massa wählen wird, daher
* die Vertreter der Interessenten gehörig zu bevollmäch-
tigen_ [ind. . „, _ Drexenigen Interessenten, welche bei Vornahme dieser Haydlung nicht zugegen sind, werden als den durch die
_ und den
-Mehrhxit der Anwcscnden gefaßten Beschlüssen" beistim-
mend erachtet. _ Fürth, den 10. April "1849. _ ' - Könizl. Bayer. Kreis- und Stadtgcrtcbt.
[285] Bekannimachung,
ein akademisches Stipendium betreffend.
Von Michaelis 1849 an wird hier das Haasesche Stipendium erledigt sein, im jährlichen Betrage von 50 Thlr." Daffelbc, ursprünglich für Studirende in Wittenberg gestiftet, ist seit der" prrußiscl)-säc1)fischen Landesthetlung vertragsmäßig an Sachsen übergegan- gen und steht für in Leipzig Studirende unter Kollatur der theologischen Fakultät daselbst. Laut der Stiftungs- Urkunde vom 19. Aug. 1561 Von Vincenz Haasr, Uni- versitäts-Verwalter zu Wittenberg, haben Anrecht dar- anf: zunächst Studirende (damals in Wittenberg) aus des Skisters Geschlecht oder aus seiner Ehefrau , geb. Kirchhoff, Velvandtschaft; dann andere Studirende, un- tsr welchen die ans Plauen im sächfischeu Voigtlaydc gebürtigen den Vorzug haben sollen. De_mnach' smd etwaige Famil ien - Verwa ndte des Stifters, _welche dem preußischen Staate angehören und in Leipztg stu- diren, hierdurch aufgefordert: "(br '21nn1cldescbrciben, nebst Brgl-mbi ung ihrer Vsrwandtschaft mit dem Testator
?onst nöthigcn Zeugniffen, bis zum 15. I U 11
d. J. an uns einzusenden.
Leipzig, den 7. Juni 1849.
Die Theologen - Fakultät. [):-. Niedner.
Sächsisch - Schlesische [2861 Eisenbahn.
Bekanntmachung, “
die Verlegung der Gencral-Vrrsammlung betrßffend. Da es tm Zn- * * * teresse der Arno- naire wünschenß- werth crsche1n1,_dre definitiv festgestellte Bautechner der Sächfisch- chlesl- schen“ Eisenbahn der nächsten General- Versammlung vor- zulegen, durch _die jüngßen _Zeiteretg-
-
bei deren Feststellung nicht allein der Gesellschafts- Ausschuß, sondern namentlich auch die Staats - Regie- rung zu konkurrirxn hat, so n -vo11rnden, daß dieselbe dkkßatute emäß bis» Ende “ uni zusammm yberufen- den Genera-Versammlung vorgelegt werden onnte, so
Uisc Morden! ist, diese" Abrechnung, *
auf §. 45 der Statutru veranlaßt gesehen, unter Zu- _
stimmung des Ausschusses bei der Staats-Regierung darauf, daß die nurgedachteGeneral-Versammlung aus- trahmswkisc in diesem Jahre später abgehalten Werden dürfe, anzutragen. _ _ Nach dem nunmehr die desfallfige Genebmrgung em- gcgangcn ist, wird hierdurch bekannt gemacht: daß die nächste ordentliche cheral-Ver- sammlung der Sächsisch-Schlcsischen Ei- senbabn-Gesellschaft an einem späternoch ;,u bestimmenden und statutcn emäß _be- kann1311111achendenTag, jeden alls aber bis Ende Septc'mber dieses Jahres abge- halten werden wird. Dreödcn, den 5. Jani 1849. „ *Das Direktorium der Sächsisch-Schlefischen Eisenbahn-Gescllschaft. Anton Freiherr von Gablenz.
«äfojchÜ-Zckxresiftlze [2871 Eisenbahn.
Bekanntmachung,
Einlösung der Dividendenscheine “Nr. 3 betreffend. _ ». , ._ Die Dividende auf dtc "“ ' * _ _ ActiederSächsisch-Schle- * ' “ * “ fischen Eisenbahv-Gesea-
schaft für dashalbe Jahr vom 1. Januar bis 80. Juni dieses Jahres ist aus . » Zivei Thaler ' * pr. Actie ',feßg'rseßt wor-
" den, und wird derenAus-
zahiung gegen Einltese-
* „.',. „87.1151 rung der _ Dividendcnscherne Nr. 3 vom 1. Juli dieses Jahres ab
bei hicfiger Hauptkaffe (Bahnhof, Antonstmße), bei der Bank in Leipzig » und _ _ aus dem Comtoir des Herrn Sparkanen-Dtxektbrs Heydemann in Bautzen (in [ester Stadt brs 31. ZU" «. c) . _ __ _ erfolgen, - Welches hierdurch m Gemaßhert des 5.30 der Gesellschafts-Smtuten öffentlrch bekannt gemaxht wird. . DreSdcn, den 8. Juni 1849. _ D“a ; D i r e_Zst obrht 41317ch1schst der S5 ich-Schlefifchen im a n- e a . chssAnton Freiherr von Gablenz-
Qas Abonnement beträgt: 2 Rtblr. für & Jahr. 4 Rtblt. - F axr. 8 Rrhlr. - 1 a r. in allen Theilen der Monarchie ohne reis-Erhöhung. Bci einze -n_en Nummern wird der Bogen nm 2; Sgr. berechnet.
Preußischer
Staats-Llnzeigcr.
Alle ßost-Anstakten des In: und Auslandes nehmen Bcstcllurrg m_:s diesesBlarr an, für Berltn dre Expedition dcs preuß. Staats- Anzeigers:
Behren-Scraße Nr. 57.
NZ?“ 159.
31 u h a l 1. Amtlieber Theil. Deutschland.
Orfterxejch. Wien. Handschreibm des „Kaisers. “- Bericht über die
_östelxlmcht-che Besasung in Rastatt, *- Vom südlichen Kriegsschauplas n "garn.
Bayern. Augsburg. Besuch des Königs und der Königin im Lager ber Donauwörth. --, Kaiserslautern. Vermischtes.
Sachsen. Dresben. Befehl in Bezug auf den KriegSzuskand.
Hannover. Aurich. Berichtigung. -- Annahme des Majoritäts- (Y_acbtens der osrfr-efischen Stänre-Kommisfion.
Bkurttcmberg. Stuttgart. Der Ständesaal für die Sißungen der Natronal-Bermmmlung mch! ferner bewilligt.
Baden. KarlSrube. Einhaltung von Gchalt- nnd Penfionstheilen und Wahlen zur kon|.tuirc:'.den Versammlung, - Abzug rr: Schweizer. -:_ Verhaftungen.
Hmm und bei Rhein. Darmstadt. Begnadigung. - Widerle- gungen. _- Mainx, Ankunft des Großherzogs von Baden.
Schleswrnglstein. Schleswig, Verhandlungen der Landes-Ver- sammlung._ - Flensburg. Oberst St, Paul +. - Aus dem Sund__c'tht. Beerdigung gefallener Krieger. -- Das letzte Gefechtmit den Tank".
Nasscxu. Wiesbaden. Vertagung der Kammer.
Sach1en-Koburg=Gotha. Gotha,» Verhandlungen der Abgeordne- tcn-Rammer.
Frapkfurt. Frankfurt a, M. Schreiben der Regierungs-Vevou- macyngtcn an den Präfir-entcn des Reiche-Mmisicrinms uud Antwon dcs LTV cken. - Zustand der Stadt. - Das Armee-Corps an kk! hessisch-
_badrscheu Gränzc. . Bremen. Bremen. Senaw-Antrag über eine bcabfichtigte Neuwahl. _ - 23 u s l u u d.
“Frankreich. Paris. Die pfälzcr nnd badcner Abgesandten und Austvcisuug von Flüchtlingen. - Die gcscßgebcnde Versammlung, -- Rundschreiben ves Kricgömmisters. -- Bankbmcht. '- Vermischtes.
Großbritanien und Irland. Parlament. Oberhaus. Jq_ter- chanon wegen des dänisäwn Krieges. _ Unterhaus. Debatte ubcr Yume» Antrag auf Parlamentsreformen.- London. Hof11ach11ch1,-
ermischrcs. *
Rußland und Polen. Warschau. Angrkommene und Abreisende.
Börsen- und Handels = Nach1ichtem
Beilagen.
„ * „Amtlicher Theil.
Se. Königliche Hoheit der Prinz von Preußen ist um!; der Rhein-Provinz abgereist.
Abgereist: * Der Chef der preußischen Bank, Hansemann, nach Karlsbad.
Mchtamtlichcr Theil. Deutschlatab.
Oesterreich. Wien, 9. Juni. Die Wiener Ztg. ent- hält folgende Kaiserliche Handschreiben; _
„Lieber Freiherr von Gcrmgcr! Ick habZ Mich bestixnmb ge- unden, Sie in der Eigenschaft cines bcbollmachtigten Kalsckllchkn Zommissärs für die Civil-Vcrwaltung im Königreiche Ungarn Mei-
* nem dortigen Armee--Ober-Kommandantcn, Frldzcugmcistcr Frei-
herrn von Haynau, an die Seite zu geben “und b_eauf.rage Sie, unverzüglich Ihre Mission anzutreth, bri welcher Ste stck) nach ber Ihnen durch Meinen Ministcr-Präjtdentcn zukommendenInstruction zu benehmen haben Werden.
Schönbrunn, den 4. Juni 1849.
Franz Joseph, Schrvarzenberg.“
„Lieber Fcldzeugmcister, Fréihcrr vo11_Haynau! Um anen die schwierige Aufgabe, mit wxlcher Ich Ste zu betrguen befupberz, möglichst zu erleichtern, und Ihre Kraft vorzugswerse den nnlnar- rischen Operationen zu erhalten, habe Ich angemrssen gefunden, anen fur die Civil-Vcrwaltung im Königreich Ungarn einen Mann "Meines Vertrauens, dcn Freiherrn Karl von Germger-Ocdcnberg, *als bevollmächtigten Kaiserlichen Kommissär, an dte_Scrte zu gcbkrt. Dissen chllung zu anrn, und weiere Jnsfructwn werdcn Ste aus den Ihnen durch Meinen Mittis'ter-Präsidm_te,n __311_gchc11den Mittheilungen entnehmen, _ Ich werde in Ihrem emmuthrgen Zu- sammenwirken mit dem Freiherrn von Geringer einen_brsondc__rcn Beweis Ihres Eifers und der ricbtigen Auffassung Memrr Absich- ten in Hinsicht der in Ungarn zu lösenden Aufgabe erkennen.
Schönbrunn, den 4. Juni 1849.
Franz Ivseph- Schwarzenberg.“
Das Kriegs-Ministerium veröffentli t Folgendes: _
„“Dem Kriegs-Ministerium ist über das cneymen der _bererts x_u Bre- genz eingetroffen n Kaiserl, Vesavung von_Ras1att der offiztelle_Ber1cht 111“, gekommen, aus welchem bcrvorgeht, daß dxcse an Zahbnur crmge Truppe durcb kein Mittel der Drohung odcr Verführung m rbrer rene tvankrrrv gemacht werden konnte, und daß fie fich sclbsi kann, als fie von den wu- thkndM Massen des empörten Volkes zum Abmarsch gezwungen wurde, so threnvoll benommen habe, DJS“: das Vaterla-rd nnt bern gere_ch_tes1cn Styl" Ms dicse seine edlen Söhne blick 11 kann. Das _ngs-Mmrsterium fublt “seh dadurch angenehm veranlaßt, jenen Bericht fernem vollen Inhalte nach zur öff'm'icben Kenntniß zu bringen. _
K“iskÄl- Truppen-Vrigade-Ko_mmsan§_o_ rpsteVrJZrlberg. ' ' ' , rte - 1111 . u das Karserl hohe €'ZHregenz, am 27. Mai 1849. .
Indem ich mich beeilt, dem hohen Kriegs-Mmisterium in Gehorsam
Berlin, Dienstag den 12. Juni
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zn_ berichten, daß die zu Raftatt _kom irt gewesenen KaiserlichÖsterrei- cbzscben Genie- und Axtillerie-Truppen- btheilungcn am ".'-östen d. victorts mutrlst Dampfschiff bis auf drei schwere „Kranke, welche im Militair-Sp;talxu Rastatt zurr'iägelassen werden mußten, boozählig hier angelangt find, und von der Bevölkerung mit der herzlichsjen Theilnabme empfangen Wurden, halte ich mich zugleich verpflichtet, das am! ezeirbnete Benehmen dicsrr bra- vrx! Truppen, wie es mir durch die ein ;mmigen Relationen drr Herren Okfiziere und des fie begleitenden wütmmbergiscben Regierungs-Komiffars vmk"): wurdr, zur hochgeneigten Kenntnbß des hohen Kriegs-Ministcriums zu ungen.
_ _Nicht allein, daß während m-einjährigen Aufenthaltes dicser Truppe tnmutcu so demoralisrreudtt Element“: mch: ein einziger Fall vorgekommen ist, daß es den nie ruhenden Vsrsübnmgs-Vcrsucben dcr Wähler gelungen wäre, auch nur Einen Mann seinem Eibe Und seiner Pflicht abwendig zu_ warben, so rermochtcn auch in der 1:31 11 Zeit Wedrr die aus csu'cbtcsjrn Versrihmngskünste npd Verheißungen, noch Drohungen und Geßahren ihre Treue und itzren Muth zu erschüttern.
Nacbdem der Umstnrx d-r rechtmäßigen Regierung _vollendet und die provisotikcbe proklami-t war, wurden am 13tcn d. M. die österreichischen Truppen befrbll'gt, auf dem Hauptvlaße auszurücken, wo sie gemeinschaftlich um den abarsallencn badrschen Truppen und Freiscbaaren aufgestellt wnr- den, um den C'") auf die Reicbs-Versassnug zu leisten. Als fie dicse" abcr verweigerten, wurden sie in den Hof des Rathhauses abgeführt und, dort aufgestcut, von Voxksredncrn auf alle Weise bcarbeitct.
Man erklärte ihnen, raf; ste als Deutsche zu Deut1chland halten, mit ihnen gemeinschaftlrchc Sache mach n müßten, indem fie sonst als Feinde angesehen Und der Wut!) ves Volkcs prengcgeben wiirden. Als dicse Drohungrn ohne Wirkung b!i.-ben, wurden au: Mixte! v rsucbt, mn fie zu bttvören und von ihrer Pflicht abwmdig zu machen. Jnrem man ihnen erkxärtc, daß von nun an das Militair nur von selbst gewählten Offiricrm befehligt werden dürfe, folglich ihre Olfiziee abgesWt seien, befah1_man ihnen, ihre Offixiere selbst zu wählen, außerdem trug man der Ma mchafr Oifiziersst Um, einem Unteroffizier der Artillerie, Korporal Hawranck, sogar eine Ober-Lieutenanteßtlje in der badischen Armee an, Da jckocb die Mannscbaft stumm und unbeweglich blieb, forderte fie der Kommandant Hauptmann Lenk! auf, „daß diejenigen, melckye ihrer Regierung und threm Etre treu bleiben wollen, rechts, die anderen aber , wclche diese Anerbicmngen anzunehmen bereit find, links treten sollten,“ - Als fich gleicbWobl nicbt Ein Mann beweg'r, verlangten rie Ans- schußmäuncr, wahrscheinlich in dex Meinung, daß die Mannschaft, so [aus? fie in Reil) und Glied stehe, noch zu x.y: nnter dem Eiuftasse der Vorge- srßtcn ihre Gesmnung nichr kund zu eben wage, daß ihr gestattet Werde, nuLeinnnder zu g hen und sm» gt en eitig zu besprechen, dem auch will- fahrt wurde; aber ungeachtet die ouomérnner, dre sch jest untcr fie meng- ten, noch ihre ganze Beredtsamkeit aufboten, um sie zum Abfall zu Vcklri- ten, blieben fie unerschüitert, und als die Abtheilungen wieder formirt wa- ren, traten zwei Mann im Namen der Uebrigen_ vor und erklärten mit Je- stigkeit und Bestimmtheit, „daß sie,!oom-E-sten bw Tum erten ihrcm Kaiser und ihrem Eid: mu bleibkn onen, “md"bahtr a le Antrbietungcn zurück- wti en.“ * -* '
sDiese entschlossene Haltung und ektenhafte Gefitmung der Truppe, an Welcher alle Versuche scheiterten, erregte, anßakt gerechte Ancrkrnnung zu fin- den, nur die Wuth dicser Eleuden, und da sch anch rie Erbitterang res Voikeö und der abgefallenen badischen Truppen mit jedem Tage steigme, die Truppe, obgleich fie fich in der Kaserne neutral verhielt, Tag und Nacht allarmirt und bedroht wurde, so sah sicb der Kommandant genöthigt, freien Abzug zu Verlangen, was ihm aber entvcbicdcn verweigert wurde.
Hauptmann Lendl des Sappeur-Corps und Ober-Lieutennnk Kramer der Artillerie be aben sich hieraus nacb KarlSruhe, um bei der provisorischen Regierung den reien Abzug zu erwirken.
Brentano schien die Gerechtigkeit ihrer Forderung zu erkennen, doch tung er Bedenken, selbe zu bewilligen, Weil fich das Volk widerseyen könne. “2116 aber die beidenOffiziere fest Und emschicdm erklärten, „daß sie für den Fall der Verweigerung fich sämmtlich als Gefangene stalle", aber auch zu- glrich ihre Brust den Dolcheu der V)körder“pre_isgcben müßten“, entgegnete einer der Ausschußmänner vrrlcßt: „Halten Sec uns für Mörder?“ worauf dicse erwiederten, „mittelbar oder unmittelbar m_irßtrn Sie es werden, denn sobald wir zuriick..“zaltcn Werden, find wir der Wuth des Volkes preisgege- ben und haben dann kein anderes Scbicksal zu erwarten,“
Auf diese im fxsien Tone dargebrachte Vorstellung glaubte Brentano den freien Abzug nicht verwcigern zu können, doch mehrere seiner Genossen sprachen sich auf das heftigste dagegen ans, indem fie behaupteten, daß die österreichisebcn Truppen nur als Feinde zu betracbtrn seien, und wenn man fie abicycn lasst, fie alcicb nach Ungarn ziehen und gcgen die Sache Demscblands und der Revolution, welcbe rotj zugleich mit cntschicden wird, kämpfen würden. Sie müßten als Gefangene und als Geißeln zurückbe- halten werden, damit sie mit ihren Köpfen büßen, wenn Oesterreich es wa- gen sollte, gcgen dre Erhebung Badens cinzuschrritan. Troß diescn blmdijr- stigen Declamationen gclmrg es doch Brentano mit Hiilfe des provisorischen Krtegs-Ministrrs Lieutenant Eichfeld, den freien Abzng durchzns-ßen, abcr ungeachtet der schriftlich erhaltenen Bewilligung beabsichtigte das Volk zu Rastatt, fich demselben mit Gewalt zu widerseßcn, und nur nach vielen Bemühungen gelang es dem zur Begleitung der Truppen bestimmten Kommiffär, diesen Wide-smnd zu beseitigen. Dock) beginF rns hochherzige souveraine Voir in Baden die Sclyänklichkeit, an der Brücke vor dem Niederbiihrer Tbor zwei Joche abzusäg-u, damit rie Truppe beim Ausmmsrbe hinab- stUrzcn soll-', welchem Betvcis deutscher Btüdcrlrcbkeit fie nur dadurch ent- aingen, daß fie, durcb Woblgcfinnte Bürger gewarnt, durch das Karlsruher Thor abrücktcn, wo ste rie Wache zwar nicht pasfiren lasen wollte, aber zu schwach, fich zu widersryen, cs roch eschehen lassen mußte, Nacbdcm die Eisenbahn und die Straßen übe: rankfurt nach Mainz von znblrricbcn Freiscbaarcn beseßt waren, so konnten die abziehcnren Truppen - Ab- tbcilmmcn diesen Weg, der fie wohl am schnellsten mit österreichi- schen Tru pen ,vercinigt und aus ihrer mißlichen Lage gerissen babcn winde, mcht einschlngcn, ohne sich mcnchlerischen Anfällen auöznscsen. Sie waren daher gcnöthigt, ihren Marsch über Freudenstadt durch das Königreic'o Württemberg nach Bregenz einzuschlagen. Auf der württember- gischen Gränze, bis wohin sie zwei badische Kommiffärk und 12 Dragoner brgleiteten, wie auch in dcn meisten Stanonrn, wnrden fie von den Ein- wohnern, besonders aber von den Truppen, anfänglich unfreundlich,“ fast schnöde empfangen, doch durch ihr anständiges, besonncnes Benehmen et- warben sie fich bald die wohlwollendste Tbejlnndme, und der sie bis Bre- genz begleitende K"ni [. württembergische Mgrscb-Kommissär konnte die gute Haltung und das "___?myaf“ Benehmen dmrlben MM genug ruhmcn, in- dem er mich verficherte, daß keine Truppe irgend einer Armre in ähnlicher Lage fich so würdig und ehrenhaf! benehmen würde. Obwohl der Detailberichtdes «ommandamen, Herrn Hauptmann Lcnrl, wylchcn ich damit beauftragte, bald nachfolgen wird,so glaubeicb dow nichtnnterlassen ru rü-fen, die wesentlichsjen und das ausgezeichnete Verhalten dieser braven Truppen vorzüglich beznchnendm Momente, welcbe xollständig anzufuvren den Kommandanten vielleicht Be- scheidenheit hindern durfte, zrzr vorläzrfigrn hochgcneigten Kenntmß des hohen Kriegs-Miuisteriums zu bungen, mdcm ia) zugleich dem hohen Ermessen
1849.
„.___-__“.
anbeimsielle, inwiefern diese schönen Züge unerschütterlicher__Treue_ und be!- denmütbiger Ausrancr in so bekrängter gefahtvoller Lage offentlrche Aner-
kennung verdienen dürften. _ __ Ullrichstbal, Gencral-Maxvr.
Wien, 7. Juni. (Bresl. Ztgn.) ch siidlicbcn Kriégs- Schauplaße Ungarns erfahren wir Folgendes: Tcmesvar und Arcrd behaupten fich noch immer, lcßtere Festung mit cinem Heldenxmrthe nnd ciner Aufopferung, die in der Krichgrscbicbte wenig Vers.;che findet. In SicbenbUrgen webt auf Den Thürmen dcr klcmcn Festung Karlsburg noch immer „die Kaisrrliche Jayne; auch r(gs Schloß Deva hat noch eine Com*:agnie Kaiscrliche Besaßung. „zn
letzterem kommandirt ein Ober-Lieutenant, welcher tro13 allrr ma-
gyariscbcn Verführungskünste mit seiner kleinen Heldenschagr"rcn festen Punkt behaupten oder fallen will. Urb_rr_ das Emruckrn des russischen Auxiliar-Corps erfährt man zuverlasstg, daß dasselbe erst am 19. Mai in der Moldau erwartet _wurre, was um so glaubwürdiger erscheint, ra Bern am 2211cn_nocb m Carqn- sech war und an die romainsäßcn (Hränzer eme Pr_rcl_aman_on erlixß, worin er ihnen nebst andarcn Wortteilen die bclrrbrgc Vc- nußung dcr Waldungcn frei gab und den Preis tes Salzcz__von 6 auf 3 Gulden herabsetz e, um sie b i den bcvorstcbcndm_ Kam sen in Sirbenburgcn an seine Fahne zu fxffxln. Die_Ka§srxltc1'e S_ud- armee seyxe sich bereits in Beweaung. Prrlaß, ern Stadtchcn )m- srikö der Theiß, welches unsere Avantgarde _cenommcn, nurre_ von dem I surgentenfuhrcr Perczrl erfolglos wieder zu relmcn verwebt. Die Stärke des Perczclscbm Corps soll 69,021! Mann betrarcv, von denen 'die M11)rzabl jckocb srblccbt bcwaffmt ist. Auf Brch des Vanuz soll die kroatisrke Mobilgar'ce in die rcgulairchruppexz cinqclbcilt werken. Ein hier angxkommmcr Flucdtl'mg erzä11 , *caß cirka 20,000 Mann magyarisoher Truppen an *Der Gränze *ccö 1a- ranycr Komitatcs stehen.
Bayern. Augsburg, 6. Juni. (Nürnb. Korr.) Ibrc Ma- jestäten der König Max und die Königin, n eiche ficb yeuw Morgen in:; Lager bei Donauwörth begaben, trafrn beute Abends halb 7 Uhr auf ihrcr Rückreise in dem bicsfgen Vahnhofc ein. Vor Dicscm Playe war die hiesige Garnison in Parade aufgcstxllt, welcbe drr König zu Pferde untcr lautcstcm Hochrufe der Truprcn und des in Menge anwesenden Publikums inspizirte. Nach dem Vorbrimarscke dcs Militairz ritt Se. Majestät in Veglcirmg res Generalstabes in die Stadt, um noch schnell das Gi-ß- und Bohrhans zu bcsickx- tigen, und reiste bald darauf mit dcr Königin wicdcr nach Mun- chen zurück.
Kaiserslautern, 1. Juni, Wie man vernimmt, hat die vros visor1sche Regierung heute mit den Abgeordneten der rberrl;eim'sc1;en Demokraten, den Herren Bersser und Lommel, cinen Vertrag wegen Stellung ciner clsasser Legion abgcschloffxn,
Sachsen. Dresden, 8. Juni. (Leipz. Ztg.) Ter Obler-lBFfehlshaber der bewaffneten Macht hat nachstehenden Be- el era en:
f ) „Es ist zu mcinrr Kenntniß gelangt, Daß dem z'! ?lusrccbtbaktunq ker öffentljcbrn Ordnung, Ruhe und Sicherheit im Kricgsßands-Ve;i'ke uütcrm 1Hten vorigen Monats von mir erlassenen Vef-hle nicht allenthalbcn genau nachgegangen wird, vamrntiich abcr gewisse polétiscbc Vcreine, zum Theil unter verändertem Namen, ihr Haupt von Neuem erheben und ihr vor- brecberisches, auf Umstoßmrq aller staatlirben Ordnung berccbnct-ö Treiben wieder beginnen sollen. Die Erörterungen bierlibrr swb bereits im (Hartge und es werden die Schuldigen der ihnen gebührendrn Strafe ficbcrlicb nickt entgehen. Uncrwanet dcsscn will ich abcr dcn vorcrnähntcn Befehl hier- mit in Erinnernnq bringen und insbrsondere darauf aufmerksam warben, daß Zeder im Kriegsstands-chirke, welcher zu politischer: chckxn Ver- sammlungen nnd Zusammenkünfte brranstaltct, vrcr solcbrn als Tvcil- nebmer beiwohnt, odcr bei deren Vcrnnstaltujrg und ?lbbalruvq irgcnkwie behiilslich isi, Welcher der nbsicbtlirbru Verbrrituug aufrri;cndcr Srbrifwn gc- qen die Staatsregierung odcr Staatsverfassung, i.“.glcicbcn aufreircndcr Aeußerungcn gcgen ricsebcn fich schuldig macbt, wrlcber das Malimir zum Treubrncb xn veraeitcn sncbt oder gegen selbiges Scbrnähungcnausstöét, und iibrrharpt “Jeder, wclcbcr a'vficbtlicb crwas unternimmt, was dir öffcntlicbe Rude, Ordnung und Sicherheit gefährdet, uunachsicbtli ck die Verdiente Strafe finden wird, und daß außerdem Scbänk- nnd (Hastwirtbsckwftcn, in- gleickwn andere in deren Katcgotie g-hörige Etablrsscmm-ts, in dcncn Con- traornticnru gegen meinen Befehl, so wie Erz se und Ruvcstömngen, un- ter Verschnldrn drs Wirths wiederholt vorkommen, sofort werden gänzlich gescblosseu wrrdcn. Alle Polizeibchördcn des Bezirks haben zur Brrmri- dung cigcnrr Verantwortlrchkcit übcr stracfltcbe Hmdbabnng meines Bcfehls mit allen ihnen nur zu Gebote stehenden Marcin zu tva- chcn, ihre Organe zur sorgsäuigsten ngilan; bicrnutcr nachrriick- licbst anzuwcisen und mir von erwa vorkommenden Cont:aventionm schien- niast Anzeige zu machrn. Zudem ic!) übrigens bei Anoubung meines Am- tes aucb noob auf die thänge Mitwirkung und Uuterstüßnng all r Besser. gefinntcn und namentlich darauf mbne, daß ein Jeder, dem das Wohl dcs Vaterlandes wahrhaft am Herzen liegt, in seinem Knife auf Bexicbkiaung der vielfach verbreiteten salsäoen, fUr dcn Staat nac1*11)rilia.en Und die öffent- liche Sicherheit bcunrnhigcnden (Hrrijcbte thanlicbst hinwirkcn werde, trümcbe ich, daß nicht die Notywcnrigkcit frir mich einnetru möge, rns mit Streu ge durchsetzen zu müssen, was ich auf schonende W eise und mit Milde xu erreichen hoffte. Endlich ist gegenwärt ger B-fcbl im Vrzirke res Krrcgs- standes nacb §. 12 res Preßgescßes vom 18. November 1848 in die da- selbst brzcicbucjen “Öffentlichen Blätter aufzunehmen.
Dresden, den 8. Juni 1849. Der Ober-forh Simba dcr chaffncten Macht. von Schirndiug."
Hannover. Aurich, 2. Juni. (Ostfr. Z.) Der Antrag rer Minorität war in dem gestrigen Berichte(inu11scrcmgcstrigrn ant1c nach der Hann ;: v. Z 1 g. ebcnfaklz)unric1)tig angrgcbcnu-rdl_au et 1111: folgt: „Stände mb“ cn brsch1irß.n, rrm Könige au_f ken 1hrrr T_c- putation erthcilten eschrid zu crwicrern: 1) daß ste sckmzcrzltck; bcdauern, Sc, Majestät den König nickt babrn bawxgcn zu jonmt', ihre gestallten Amräge zu benilligen; 2) daß sir, b_etihrmf-u1§i_;:_k Bcschluffcn bcbarrend, ihre rurch rie Deprztatwrr rrbrrbr.1c1k*t_ct_1t ___- 1räqe wiederholen; 3) daß nach ibrcr Ansicht rn- tn Fran 7" -
. _ , „ „ _ _ _? schlrsseue Reichs-Vrrfassung etnscllnßtrch dcs Reachsnahlaa F?? ;ck
sie im Reichsgesepblatt vcrkunret worden, rkchxsgükkig ,