anZivortlichen Minister und des Governenrs von Kanada und ar - wohnte, daß sie Interessen feindlich wären, die beschüßt werden mit - ten, daß sie überhaupt nicht geneigt seien, loyale Personen zu be- lohnen. Lord J.Russell hob dagegen hervor, daß es eine schreiende Rechtsunglcichhcit wäre, wenn man, nachdem man Ober-Kanada Entschädigung für seine während des Aufstandes erlittenen Verluste bewilligt, cht Unter-Kanada eine ähnliche Entschädigun verweigern wollte. Was dcnbon Herrn Gladstone getadelten Um and betrifft, daß man nixlxi zwrschcp dcn loyalen und den rebellischen Kanadiern einen Unterichied siaturrt habe, so könne man gerade, ohne (gen die loyalen Unterthanen ungerecht zu sein , einen solchen Untechbied nicht mache» dL man „anderen Falls dieselben erst zum Bewei e ih- rer Loygltiat' Wurde nothigezt müssen, sobald sie ihre wohlbcgründe- ten Entpchadtgunqs - Ansprixche crhö'ben. Schließlich erklärte Lord Z(ihn Russeil, daß, ivixnn nicht ganz außerordentliche Umstände ein- traten, er nicht das mm,?)efte Bedenken tra en Werde, im Geheimen RachKoUegium die fur das (Heseß 1100? erforderliche Königliche Sanction zu beantragen. Darauf Wurde der Horriessche Antrag verworfen.
ZUM Ykovisvrischen Geschäftsträger Sardiniens in London isi Graf Gallmaxrngnnt iyorden. Der bisherige Geschäftsfräger, Marchese Pauli, reichte seine Entlassung nach der Abdankung Karl Albert's (in,
Aus Live'rpool wird die gestern dort erfolgte Ankunft des neuen deiitschen K*riegsdampfschiffcs „United Staates“ im Mersey-Flusse bexichtet. Das Schiff verließ New-York am 31. Mai, bring!“ aber keine neueren Ngchrichteiz von dort. Nachdem es 21 Stunden ab- gesegcit war, stieß es,_ in Folge eines Defekts an seinem Kompaß, auf die Nantucket-Untiefe, kam aber nach 4 Stunden wieder los, nachdem es 70 Tonnen Kohlen über Bord geivorfen.
Aus Neiy-York wird wieder von einem furchtbaren Schiffbruch gemeldet. Wie vor einigen Wochen die „Hannah“, so ist am 10. Mai das Emtgranicnscbiff „Maria“, von Limerick nach Quebeck be- stimmt, auff schreckliche Weise verunglückt. An genanntem Tage be- gegnete die „Maria“ 50 (nxlische Meilen Von St. Pauls einem imgcheuxcu schwimmendrn Eisßeldc. Der Versuch, dasselbe zu passi- ren, iinßlaiig; mit_tcn in der Nacht stieß ein Eisberg den ganzen Bug em, dre Sec jtiirzte wie ein Katarakt in den Raum, und un-
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ter dem Todesgeschrei der unglücklichen Zwischendecks-Pa a iere sank-das Schiff saß augenblicklich. Von 121 Personen konnxngnur 9, die eben auf dem Deck waren, sich aufs Eis rettenz der Steuer- mannswache gelang es, in ein Boot zu flüchten und 1ene 9 auf u- nehmen. Nachdem sie einen Tag in schneidender Kälte auf der ee umhergetrieben waren, wurden die Geretteten von einer englischen BriYg aufgenommen. Ganz in derselben Gegend sind kiirzlich chi ro e englische Kayffahrer, 40,000 Pfd. St. werth, im Eise ver- orcn gegangen; die Mannschaft r(ttete fich in den Böten, von denen eines xrst nach siebentägiger Irrfahrt aufgenommen wurde. Der Capitatn des verunglückten Emigrantenschiffes „Hannah“, der mit deiii Boote sein sinkendcs Fahrzeug im Stiche ließ, ist vier Tage späteiZYaXtoxt vo? einer Englischen Var5k9aufgenommen worden. or wur e am 2ten d. das e - Kong eingeschifft. | .Regiment nach Hong Der Prozeß, gegen Gavaii Duffy, der Wegen Preßvergehen Yreimal in Dybltn vor Gericht stand, ohne daß die Geschworenen uber ein Verdikt „einig werden konnten, scheint aufgegeben zu sein. Zum erstetimal seit fast einem Jahre steht der Name nicht auf der Uste dxr in der jeßt eröffneten Session vor Gericht Erscheinenden. Die Bank hatte am 9. Juni einen Banknoten-Umiauf von 18,122,160 Pfd. St. (239,185 Pfd. St. weniger als vorige Woche) und einen Baarvoi'ratl) von 14,652,762 Pfd. St. (210,785 Pfd. St. Wehr als vorige Woche), ' Es geht-das Gerücht, daß König Karl Albert, der bekanntlich in Porto schiver erkrankt war, gestorben sei.
„ Nußiand und Polen. Warschau, 18, Juni. Dei“ Flugel-Adxutant Sr. Majestät des Kaisers, Graf Rzewuski, und der General-Major Fürst Goliizyn sind von hier, der Erstere nach Kalisch, der Andere nach Moskau absereist.
. Belgien. Brüssel, 18. Juni. In Folge der pariser Er- eignisse ist man an der Gränze und an manchen Eisenbahn-Sta- xioncn sehr, streng gegen Ausländer geworben. So viel man weiß, (| noch kcm Montagnard hier flüchtig eingetroffen. Vorgestern
Abend wurde beim Eintreffen des pariser Zuges ein Fremder ohne Paß festgenommen. Am Donnerstag hieß es zu Antwerpen, Ledru
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Rollin wäre mit dem Dampfschiff nach Rotterdam abgegangen. Man ZZMaxile-LTW YelélriereäJrlcxnzossen adeord wiarend, und daAßlein . , LM on“n a un es ent,adieeen- lichkeit das Gerücht hervol1geic'liifenlé, fck ß s )
Königliche Schauspiele.
“Donnerstag, 2]. Juni. Jm Opernhau e. 77 e Abonnements- Vorstellung: „Don Juan, Oper in 2 Abth.,smit Tßtnz. Musik von Mozart. (Fraul. Pauline Zschiesche: Donna Anna, als Gastrolle.) _ Anfang halb 7 Uhr. '
Preise der Pläße: Parquet, Tribüne und zweiter Ran 1 thSUqrErsteZ) Rtang, eLstxtrtBaZlkon daselbstÉm? Proscenium 1 Rt lr. “ . ar erre, m er an md .! d lb 2 . Amphithxater 10 Sgr. xc. . g 1 1 M ase | 0 Sgr VorstFlilieitag, 2E2. JuniG [I;iti SYauspielhaZuse. , 95k|;ie Abonnements-
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Üönigsßädtisthes Tlieatcr. *
Donnerstag, 21. Zum“. Zum ersienmale: Vern (. Mu kali- sche Proberollen in 1 Akt, von L. Schneider. Mussikchvon mehs1eren Komponisten. Hierauf: Der Frosch, ausgeführt von Herrn Klischnigg. Dann: Wer ißt mit? Vaudeville-Posse in 1 Akt, von W. Friedrich. Zum Schluß: Jocko, der brasilianische Affe. Melo- drama m 2 Akten. (Hr. Klischnigg: Jocko.)
(Olle. Erdtmann, vom Stadttheater zu Stettin, im ersten Stiick: Karoline, in dem Vaudeville: die (Huste, als Gastrollen.)
Freitag, 22. Juxii. Die Töchter Lucifer's. Großes pbanta- stisches Zaiiberspicl mit Gesang, in 5 Abtheilungen (12 Tab eaux), von W. Friedrich. Musik komponirt und arrangirt von Ed.Stieg- mann. (Dccoraiwnen und Kostüme neu.)
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Auswärtige Börsen.
_ Breslau, 19. Juni. Holländ. u. Kaiserl. Dukaten 971 Gld. Jriedrichsd'or 1138 Br. Louisd'or 11237 Gld. Polnisches Pa- xier eld 937, u. '; bez. Oesterr. Banknoten 825/16 Br. Staats- chu dscheine 79Z Br. Seehandlungs-Prämienscheiue :- 50 Rthlr. JR.“; YH sisYosesierZZßfanderiZf-e1 4 bproz. 98bbez., do. ZZproz. 80% ez. e e o. ckproz. -x- e ., do. itt. 13. 4 ro . 92 b ., do, 3§pxoz.§(f3'ch Gli).2 ? z p z (3 on. andbr. neue 4proz. 91 Gld., do. Partial-Loo e a
300 F1. 98Z Gld., do. Bank-Certif. a 200 F1. 13“; Br. s Actien: Obe'rschlesische bitt. 11. u. 1101. 8. 942 Gld. Bres- lau-SchweidniH-Freiburger 792 u. 80 bez. Niederschles.-Märk. 72 Glb., do. Prior. 992 Gld.,„ do. Ser. 111, 932 bez. Ost-Rhein. Y?sls1x-Yiixch.)3Z7YGlCZld.KSchhs.-OSbchlxs,l(Dresbjen-Gö'rliY) 72 Gld. ,-re„ ck, . raau- er ei (327-44b. . . FriebrÄI W111), NoZrde. 361 U. ? bez. ck ssch ez n Br _ ien 1 . uni. Met. 5 roz. 883.7, 7x, 89, 4 ro. 70 &, & ?xxxrbz. 47, “1, 1. Anl. 34): 149Z-150. 39: 9223-9317, Yordb. 100, ? ".. Gloggn. 103, z„ 104. Mail. 7315, x„ 74. woon 697, -, 70. Pesih 6-11, 62, 621. B. A. 1070, 75, 1080.
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Frankfurt a. TM., 17. Juni.
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B. N. 1020 Br., 1012 Gld. D. L. 25 l. 22 Gld, Hope 811 Gld. Stiegl. 8071 Gld. Int. 497. Br., 4T)? (Hlb. Span. Zproz. 21-5; Br., 24Y (Hld. Port. 800 F1. 98 Br., 97“. Gldx, 500 Fl. 7237231» 722. (Hld, Kurhessen 27“; Br., 27 (Hld. Sard. 20 Br. Bad. 262. Br., 257. Gld. Taunus 288 Br., 285 ((HP. chbgcl) 703. Br., 702. Gld. Friedrich-Wilhelms-Nordbahn 302 Br., 30 Gld. Köln -Minden 782 Br., 781 Gib. , Effekten-Sozietät. von :fOriee HSUMÉUUFJ in “FFW wfar heFte Gauf höhere Notirungen m en oren un ! er“ a a (? attitn cn b Unisaizßjedocllj) nicht 110€j VÉlYng? | J egehrt, der am urg, 1 . uni. 3"; ro. . C. 80 Br., 797 .
E. R. 992, Br., 99103. Stiegl. 82p Bst.,p812 G. Dän. 641Bé, 632. G. Ard. 10 Br. Zpro . 23,1, Br„ 231. G. Hamb. Berl. 66 Br., 65T. G. Bergedorf 7 Br. Altona-Kiel 95 Br., 941 G. Rendsb.-Ncitiii. 110 Br. Mecklenburg 35 Vr. .
„SoWohl in Fonds als in den meisten Eisenbahn-Actien fand zu hohereii Preisen etwas. Umsaß statt. 86 4Yarts, 17. Mai." Tortoni-Börse. 2 Uhr.
Amsterdam, 17. Juni. 42 Uhr. Holl. Integr, 491.
5proz. 86 3
(Sonntag. ) Effckten - Sozietät. 4proz 283 ; M r 5 ZrldoinFR 11312. ZPorQLZpyoz. 271. . /, .. (. ro . . . .“. ;, . . ZprVZ' ,49É, 50, 25, Y;, F, T, T' ck ex ) , 8, Franz Die Stimmung war heute im Allgemeinen günstig. Besonders
gefragt waren franz. 3 ro. ort. und me . w i ziemlich lebhaft war. 7» z , p x , or u das Geschäft
, Markt-Verichte. Bexliner Getrai'debericht vom 20. Juni. Am heutigen Markt waren die Preise wie folgt: Weizen nach Qualität 56-62 Rthlr. . Roggen loco uni? schwimmend 261-28 Rthlr, » pr. Ium/Juli 26:1; Rthlr. Br„ 261; G.
138r1.-.4111131t. . . . . . . . . (10. Uamburg ....... (10. (10. 11. 881". (10. kot§0.-Ma§0. . . (10. (10.
(10. 8161213111121“ .. . . .. . Magäeb.-l„8ip21g8r . . 118118 -“1*11ü1*i11g8r. . . . (30111 4111110811, . ...... Kbein. 7. Staat Zur.
(10. 1. krioritäk . . (10. Stamm-krjor. 1)i"1558](101'k-1§11)81*1'81(1.
U1808150111. 111511115011.
(10. (10. (10. 111. 891'19. (10. 2178111108110 (10. 0.
01) Lk80111€8150116 .....
[Krakau - 0118130111. . .
(30881-0ä8r1181g. .
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1,411,800 5,000,000 1000000 2.387.200 3.132,800 800.000 1,788,000 4.000,000 3.674.500 1.217.000 2.487,250 1,250,000 1.000,000 4,175,000 3,500.000 2,300,000 252,000 248,000 370,300 360.000 250,000 325,000 375,000 400,000 800,000
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Roggen Juli/Aug. 2774, ;1 2615 Rthlr. Verk., 261; Br, 26 " 5 M , .. e . r. ..1 ."; tlr.Verk.,28ck . 77 . Gerste, ?roße loco 21-23 Rthlr.h “BWW G „ leine 18-20 Rthli'. Hafer locoonclcich/Léuali-FY 15-17 Rthlr. » piuzu „ ug. pfd. 17 Rtllr. Br., 16 u ma en. „ Sept./Oktbi*. 18 Rthlr. Br.? 16",- zu mLchen,ch Erbsen, Kochwaare 27-30 Rihlr. „ Futterwaare 25-26 Rthlr. Rüböl loco 1251 Rthlr. Br„ 123; bez. » Zr. J/uZil 1 do, „ my ui “2D. Rthlr. Br., 122. G. 11 JUll/AUJ. do. „ LSlug1/SOextb do. )) ep ./ t r. 1241- 3 “1.2?“ Rt lr. , . o 2/ ., Oktbr./Novbr. 1 12, * h Mk " 23.10.05. ,. Novbr._/Dezbr, “ Nthl“ “& "* BLU- 12“? G' Leinöl loco 10 Rthlr. Br. ' „ ,Lieferung 10 Rthlr. Br., 99. G, Mohnöl 17“; Rthli'. Br. Hanföl 13 :. 121 Rthlr. Yalm'o'l 131- a 13“, Rihlr. üdsee-Thran 11 Rthlr. Br. , , " pr. Au .-Okib'r. 10'5 Rt lr. Br. Spiritus loco ohrie Ja 16"; :1 16% Rthlrh. verk. » pr. „Jum/Juli 16“. Rthlr. Br., 16 G. » Jult/Aug. 161 Rthlr. Br., 1627. G. » Aug-/Sept_. 167. Mbit. Br., 162.- bez., 161; (H. ,. Sept./Oktbr. 167; Rthlr. Br., 16? «». In Folge bes eingetretenen Regenwetters ist der Roggenpreis, besonders auf Lieferung, beträchtlich gewichen.
Druck und Verlag der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbmhdruckerek Beilage
_ genügender Kupfermiinze stattfinden.
B e n t s ck [ a n d.
Oesterreich. Wien. Die Unterhandlungen mit Piemont. - (Häns und Oedenburg. - Streifzüge gegen die versprengte Husaren-Abtheilung. _ Neue" Banknoten. - Trie|.- Schreiben des Kriegs-Minisiers. -- Radesky. - Die BxlaYrung Ancona's. *
Sachsen. DreSden. exordnung iiber die Ausübung des Jagdrechtes.
Württemberg..- Stuttgart. Erklärung unserer Abgeordneten in Be- treff der Reichs-Regentschaft. -- Zuschrift vieler Gemeinden hinsichtlich der deutschen Sache an die Minister. - Heilbronn. Der Belagerungs- zustand. - Tübingen. - Die Bürgerwehr.
Schleswig=Holsteim Schleswig. Die Landes-Versammlung.
Mecklenburg - Schwerin. Schwerin. Votum der Kammer m der
deutschen Frage. A u s l a n d. „ Oesterreich. Venedig. Veräußerung der Taback- und Salzvormthe.
- Der Rückzug aus Malghera und die Unterhandlungen. - Semlin. Jellachich's Trnppcncorps
'Frankreicl). Paris. Sicherheits-Maßregeln und fernere Berichte über
die letzten Ereignisse. - Depesche Oudinot's. ,
Großbritanien und Irland. London. MildeB-iträge für Zrkapd.- Parlaments-Vcrhand1ungen. - Zahlenverhältniß des Einkommens der Einwohner. - Vermischtes.
SchWeiz. Bern. Beschlüsse des Stände- und des National-Raths in dcr Militair-Capiiulatéons-Frage. - Kredit für eine Militairschule.- Kommiffariums-Ab1ehnung fiir Tesstn. - ZoU-Entwürfe, - Altschult- heiß Neuhaus +. - Freiburg. Großraths-Dekret über Aufhebung der Militair-Capitnlationen.
Spanien. Madrid. Nachrichten von dem Interventions-Corpsz- die Tariffragc; - die Amnestie; - der Botschafter der französischen Republik.
Türkei. Konstantinopel. Niederkunft einer der Sultaninnen. - Sieg der Tscherkesscn. - Rüstungen der Türkei.
LeÜicanmth-sr Theil. Deutschland.
Oesterreich. Wien, 17, Juni. Es wird versichert, Pie- mont habe sich über die Hauptpunkte des Friedensabschlusses mit Oesterreich geeinigt, und der Entschluß der piemontesischen Regie- rung habe die BiÜigung Frankreichs und Englands erhalten.
Aus (Häns ist die Post bier eingetroffen, wodurch das Ge- rücht, die Magyareu befänden sich dort, widerlegt ist; hingegen fehlen Briefe aus Steinamanger, Oedenburg i , wie aus einem Von der Grayer Zeitung mitgetheilten verläßlichen Schreiben vvm 13tcn hervorgeht, vom dritten Corps unserer in Ungarn ope- rirenden Armee„ Welches sich bis Sarvar und (Häns erstreckt, be- seyt. Beständige Streifkommandos werden gegen die steyrische Gränze entsendet. Nach den zuleyt eingelaufenen Nachrichten über den Feind steht derselbe hinter der Raab, deren rechtes Ufer Von Marczalto iiber St. Peter bis Papoy von Husaren beseßt sein soll. Größere Truppenmaffen, besonders viebYrUllerie und Kavallerie, sollen bereits bei chin-Zell konzentrirt qcm und nach übereinstim- menben Aussagen Von den Ungarn ein Angriff auf Oedxnburg be- absichtigt werden. Diesseits der Raab Wurde außer kleinen Huia- ren-Patrouillen nichts vom Feinde wahrgenommen. ,
Wegen AuffanFen der versprengteu Husaren-Abtheilung Wur- den von Märzzusch ag bis Gloggnih Vedetten aufgestellt und es durchstreifen den ganzen Gebirgszug zahlreiche Patrouillen.
Das Finanz-Ministerium hat nunmehr in Einvernehmen mit der Bank die Herausgabe von Banknoten zu 10 Kr. und zu 3 Kr. Conv.-Münze angeordnet. Gleichzeitig wird die Ausprägung von
Triest, 14. Juni. Der heutiJJe Osservatore bringt folgen- des Schreiben Sr. Cxcellcnz des riegs-Ministers an die Bcivoh-
ner Tric ts und Istriens: s Vertrauen Sr. Majestät, an dem Minister-
„Bcrufen durch das „ . Rathe Theil zu nehmen, und beauftragt, iiiivei'zuglich das'Por'te- entsteht 111 mw, indem 111) dte-
enille dcs Krie es zu übernehmen,
1011 Rufe folge? ber heiße Wunsch, (in Euch, Werthe Bewohner Tricst's, Istriens und des görzcr Gebietes, eimch, Woite dxs Ab- schieds zu richten. Euch kann ich Zs sagen, daß ich mich mit ban- gem Herzen den neuen schweren Pflichten unterziehx, deim Ihr habt mich stets beqriffen; Euch kann ich es sagen, daß ich mit Bedauern aus Eurer Mitte scheide, da Ihr mich durch Euer Vertrauen bc- gliickt. Es war eine kurze, aber verhängnißvollc Zeit, in welcher wir uns mit“ einander befanden. Mitbürger! Unterstußjt durch Eure Gesinnungen, Eure Worte ,und Handlimgcn, sind ww den Gefahren entgegengetreten, Mit denen WU“ vom Auslande hei" bedroht waren. Durch Eure Mitwirkung wiirde der (Heist der Zwietracht und der Unzufriedenheit, der Feiqd im Innern, schon im Keime erstickt, behauptete sich das öffentliche Leben, trbß dei“ Bewegungenbcr Zeit, von dcnen wir umringt waren, 11in aiif dem We e der Ordnung und des Geseyes, und Eucr Vexdietist ist es, da die meiner Leitung anvertraute Provinz in Anhangltchkeit und Liebe für das angestammte regierende Haus von keiner ande- ren des großen Reiches übertroffen werden konnte. Ihr besonders, theure Triestiner! habet mit unerschütterlicher Treue den aiten Yuf Eurer Stadt gerechtfertigt und Euren Einfluß bis iiber "012 Gray- zen bes Kronlandes hinaus geübt. Es war uns auf ,diese-Weis'e leicht, mit glücklichem Erfolge zu handeln, und indem ich dies mit Dank anerkenue, bleibt mir bei meinem Scheiden nur die Virnhi- gung, daß auch meine neue Stellan meinem Wunsche nicht hinder- 1ich sein wird, auch fern von Eu im ailgemeinen Interesse bes Vaterlandes zu handeln und mit all meiner Kraft, wcnn _aucli mcbt in Eurer Mitte, doch mit Euch, Euer besonderes Wohlseui fördern zu helfen. Leber glücklich und bewahret die freundliche Erinnerung Eures Gyulai. Wien, den 3. Juni “1849.“
Triest, 15. Juni. (Lloyd.) Nack) Briefen aus Mesxre vom 13ten war der Feldmarschall Radeßkix im Hauptquartier Mestre an- gekommen. Der Marschall hatte, um Verheerungen uiid Blutver- gießen zu Vermeiden, einen äparlamentair nach Venedig gesendet, und den Einwohnern eine a gemeine Amnestie und bie, Be1behal- tung der Bürgermiliz zugesichert. Auch dieser großmüthige Antrag
wurde zurückgewiesen. , ,
Triest, 16. Juni. (Lloyd.) Seit gestern Abend bis in diesemAugenblicke, kurz vor dem Postschlusse, hört man fast unun- terbrochenen Kanonendoimer aus der Gxgend der Lagunenstadl. Aus Ancona vernehmen wir aus glaubwürdiger Quelle, daß alle festen Punkte unterhalb der Stadt, bis auf hunbert Schritte um das Kastell, von den Unsrigen bcseßt sind. Bis, )th ixurde aber weder das Kastel! noch die Stadt stark bombardirt, wahrend rmx!) Aussage eines vor einigen Tagen eingetroffenen Kauffahrers ein 8795“ Theil der Stadt durch unsere Geschüye bereits furchtbar ge- itten, und„ das Feuer nur noch gegen das Kastell gerichtet sem soll. Mehrere m die Stadt führende Wasserleitungen wurden zerstört,
Kastell sein. Ancona's
Sachsen. Dresden
bei welcher unerlaubte Mittel öffentlichen Gottesdienst stört, heit, die Gesundheit und das ren gefährdet, verboten.
nißstrafe zu ahnden. §. 2. Roth-, Damm- Raubvögel,
Jagd, bci Vermeidung einer zwanzig Thaler fiir jedenCon
gen des Anfangstermins. schließlich der sagen, §. 3. Durch gcgen'wärtig
Innern. von Friesen. De
Württemberg. Abgeordnete der Kammer hat Der von der Kammer der A schluß in Betreff des Verhältnisses zu der von der verfaffiinggebcnde
stimmung, öffentlich darzulegen. Nachdem die nur noch
ihrem ersicn Znsammentritte den
land zu iibertragen. schaft hat die National-Versam Aufstellung eines Reichsh
net,
ler deutschen Staaten, Anspruch nahm.
Ministerium in einer
württembergische" Regierung fiir
Die Kammer ist dieser Auffo
„daß sie Beschlüsse festen provisorischen berg verbindlich betrachte, rnng, als aucb, je nach ihrem Priifung und Nncrkennnng der Reichsverfaffnng vorbcl)alte,"1_m schen Sireit- und Geldkraste sonst die Interessen dieses La sollten.“ „ Die Minderheit wollte sxch d
Versammlung „ vorliegenden Weise einzusetzen, 1
klärung zu Protokoll der Regents
doch unter diesen Umständen um nigen ohne Welche
verfassung aus zu prüfen. sieht, und eine solche, wenn auch rungen der Regierung und im
herigen provisorischen Ccntmlgew
Augenblicke
[ich darin, daß die gegenwärt
haben, die Reichsverfassung nu Zchke benuven zu wollen: der gewählt tvtirden, welche haben,
erhoben,
Was dann den besondere
dürfen, so hat uns „ Sachlage in Deutschland geleit
vergeblich zu werbergen sucht,
und es errscht daher dort großer Mangel an Trinkwasser.
Yoll mit Lebensmitteln und Munition hinreichend versehen Am 12ten machten etwa tausend Mann von der Besayung einen Ausfall, Wur'den jedoch von einem BataillonHohßn-
lohe mit dem Bajonette zurückgeworfen.
bringt folgende Verordnung, die Ausübuix Nachdem durch §. 37 der am 2.
publizirten deutschcn Grundrechte die Berechtigung zur Jagd auf jedcn Grundeigenthümer übergegangen, .
vorbehalten ist, die Ausübung der Jagd aus Gründen der öffent- lichen Sicherheit und des gemeinen Wohlcs zu das unterzeichnete Ministerium, vorbehaltlich [ Wege drr (Heseßgchng zu wie folgt: §. 1. Die Ausübung der Jagd steht unter der beson- deren Aufsicht der Obrigkeit und ist jede Art und Weise derselben,
treffender Maßregeln,
Zuwiderhandlunqcn sind, so Weit nicht
bereits bestehende Strafbestimmungen einschiagen, von einem bis zu funfzig Thalern
und Schwarzwild, Rehe, Raubthiere, Strichvögel, Auer-, Birk: und Hasxlwild können zu jeder Zeit erlegt werden; im UebrigM findet die Ausübung dcr
1. September bis 15. Februar jeden Jahres durch Rücksicht auf die Aerndte nothwendig werdenden Abänderun- Das Wegfangen nüHlicher Vögel., ein- Singvögel, ganz oder für gewisse Zeiten zu unter- bleibt besonderer Anordnung Vorbehalten.
ordnung vom 3. März 1849 und die älteren Bestimmungen über die Schonungs- und Hegezeit. , . angeht, zu achten. Dresden, den 14. Juni 1849. Ministerium des
S tnt t g ar t, 15. Juni.
seßtcn Regentschaft hat die bei jenc171 Vcschliisse in der Minderheit geblic- benen Mitglieder der Kammer zu einer Erklarung veranlaßt, welche uns nöthigt, aucb unsererseits die Sachlage,
Wenig über hundert Mitglieder zählende deutsche Reichsversammlung ihren Siy nach Stuttgart verlegt hatte, faßte fie bei
Personen zu erwählcn und derselben die vollziehende Gewalt für Deutsch- Als nächsten Zielpunkt der Wirksamkeit dieser Regent-
beWaffnung zur Durchführung und am nämlichen Tage die Wahl der Regentschaft vorgenommen.
Dieielbe kündigte ihren Amts-Auiritt sezsort diirch cine Proclamanon an, in Welcher fie unter Anderem den Bcfehl-ubcr die ganze bewaffnete Macht al- iiber das stehende Heer wie über die Volkswehr in
Die er roclamation entgegen erklärte das württembergische Gesammt- s P Ansprache an das Volk, daß es der ausgestellten pro-
visorischen Regentschaft das Recht nicht zugestehe, ohne „Zustimmung der
namentlich nicht das Recht iiber württembergi „ , , zu verfügen, und forderte die Kammer drr Abgeordneten auf, sich ihrerseits
über dieselbe Frage offen auszusprechen.
d. M. mit 60 gegen 14 Stimmen zu „Protoko , der von der National-Versammlung neuestens einge.
Regentschaft nicht als ohne Weiteres für Württem- sondem sowohl der Königlichen Staats-chie-
der Regentschaft aussprechen und unserer Regierung die Unterwerfung unter dieselbe ohne Vorbehalt zur Pfi1ch1 machen.
Andererseits wiirden gewichjige Bedenken vorgebracht, ob die National- iiberhaupt befugt geWesen sei, eine Regentschaft in der
dnrch diese Bedenken die rechtliche Zuständigkeit der neuen Reichs-Regierung
mindestens sehr in Frage gestellt erscheint. Wenn die Kammer der Abgeordneten dessenungcachtet durch ihre Er-
iiberhaupt thätig zu werden, keinesweges abgesprochen hat, so mußte sie sich
Vorbehalte fiir den württembergischen Staat schön jest zu machen, fich derselbe in BefolgunJUder Anordnungen der Regentschaft den größten Gefahren ausscyen wurde. ,
Vor Allem war der Vorbehalt nothwendig, die Beschlüsse der Regcnt- schaft vor ihrer Anerkennung vom Standpupkte dex Landes- und Reichs- Obwohl dicsePriifung slch schoiivon selbst ver-
Einversiändnisse mit der Kammer der bis-
War cs doch aus mehreren Gründen nothwczidig, b'iesen Punkt im jetzigen ausdrücklich hervorzuheben. Diese Grunde bestehen hauptsäch-
Ausnahmen nur noch Cine Paitei in sich jchließF, und daß Mitglieder dieser Partei bei verschiedenen Gelegenheiten öffentlich ausgesprochen
deren politischer Ueberzeugung somit die Reichsverfassung, wie sie vorliegt, gar nicht entsprechen kann. . seßliche Zustand schon seit mehreren Wochevnjgesi'ort ist, die Naiionalver- sammlung aber bis jetzt unterlassen hat, na) fur die sofortige Herstellung des verfassungsmäßigen Zustandes auszusprechen oder die ihr obliegenden entscheidenden Schritte für diesen Zweck zu thun.
Wenn sich unter solchen Umstänben kaum zu unterbrückende Zweifel ob es der gegenwärtigen Natwnalversgmmiung und der erwählten Regentschaft in der That ernstlich nm Durchfuhrung drr Reichsverfassung zu thun sei, so war es mindestens geboten, von Anfan? an Verwahrung einzulegen.
o
schen Streit- und Geldkräfte nicht einseitig in Anspruch genommen werden hierbei die unbefangene Prufung der gegenwärtigm
1069
aats-Anzeiger.
___-“___..-
Donnerstag d. 21. Juni."
Das
Die Leipzig. Ztg. der Jagd betreffend. 1613 1849 für Sachsen
, 18. Juni.
der Landesgeseygebung aber
ordnen, so verordnet weiterer künftig im zu diesem Ende,
angewendet werden, oder welche den oder die öffentliche Ruhe und Sicher- Leben Von Menschen und Hausthie-
mii Geldstrafen oder “verhältnißmäßiger Gefäng-
Ordmmgsstrafe Von einem bis zu traveniionsfall, nur in der Zeit vom statt, vorbehaltlich der
e Verordnung erledigen sick) die Ver- Hiernach haben sich Alle, die es
mut'h,
Eine Anzahl folgende Erklärung veröffentlicht: bgeordnctcn am Iten d. M. gefaßte Bc- der wiirttembergischen Staats-Regiernng " deutschen Reichs-Vrrsammlung einge-
so wie die Gründe unserer Ab-
Veschluß, eine Reichsregenischaft von fünf
mlung in erster Linie die schleunige ecrs und Organisation derVolks- der Reichsverfassung bezeich-
Wiirttembcrg ültige Beschlüsse zu fassen, ? e Streit- und Geldkräfte
(derung nach ekomtxien, indem fie am 9th erklarte:
Betreffs, der Ständc-Versammlnng cine selben vom Standpunkte der Landes- und mentlich wofern dadurch die württembergi- cinseitig in Anspruch genommen oder ndcs durch jene Beschlüsse bedroht werden
agcgen fiir die u n b e d 1“ 11 g t e Anerkennung
11111 wir konnten uns nicht verhehlen , daß
(hast das Recht, Veschlijsse zu fassen und so gewisser fiir verpflichtet erachten, dicie-
aus anderen Gründen, nach den Zusiche-
alt gegeniiber ebenfalls eingetreten ist , so ige Naiional-Versammlung mit Wenigen
1“ zu Verfolgimg Zveitcr gehender politischer daß ferner m-dle Regentschaft Mitglie- sich als entschiedene Republikaner erklärt
Hierzu kommt, daß in Baden der ge-
gcgen Weiter g(hende Beschlüsse n Vorbehalt betrifft, daß die württembergi-
et, welche man unter hochiönenden Worten
„hätten wir im günstigsten Falle
Oesterreich, Preußcn, Bayern, Hannover und Sachsen, haben die deutsche Reichöverfassung nicht anerkannt und ebm so dex Nationaleersammlung die fernere Anerkennung verwei ert. Von den iibrigen kleineren Staaten hat sich ein großer Theil neucrdings an Preußen angeschlossen, unh es steht so viel schon jest fest, daß fie der neu eingesetzten Regentschaft, jedenfalls die Anerkennung versagen werden. Das Volk h(it fich z_war 111 den ge- nannten Staaten mehrfach mit großer Entschiedenheit furndie Reichs-Ver- fassung aUSgesprochen, und auch wir werdcnfo1_twahrend an der Reichs-Verfassung festhalten; dagegen verhalt fixh das Volk in einem großem Theile von Norddeutschland gegen die Rexchs-Berfassung gleichgültig, und es ist auch von den politisch regeren Provinzen nicht mehr zu hoffen, daß die Anstrengungen zu Gunsten der Verfassung den NVU“ rungen gkgeniiber in der nächsten Zeit von Erfolg sein wervxn. UnterLdie- sen Umständen steht die Anerkennung der Regentschaft"hoch|ens ("tens der provtsorischen Regierungen von Baden und der Rheinpfalz, mzthtn-ge- rade mir von denjenigen Ländern zu erwarten, welcbe d(k bisherigen Centralgewalt und den übrigen deutschen Regierungen, namentlich Preußen, durch ihre verfassungswidrigen inneren Zustände wilikomixicnxn Anlaß zu einer Einschrcitung gegeben haben, und eben deswrgen gefahrltche Bundes- genossen sein würden. , , . Wenn bei dieser Lage der Dinge Von Württemberg" eme unbedingte Unterwerfung unter die Regentschaft verlangt wird, so wurde es hierdurch mii Nothwendigkeit in einen Krieg mit den iibrigen deutschen Staaten ver- wickelt werden, dem es entfernt nicht gewachsen ist. Es wurbe zwar,mebr- fach widersprochen, daß von der National-Versam_mlung ein Axgrtffsauf das übrige Deutschland, um dasselbe zur Unterwersung untei: dte Reichs“ verfassung zu nöthigcn, beabfichtigt werde. Faßbman aber dle Aeußerun- gen, we1che iii diescr Beziehung inmitten der Nanoual-Vrrsammhmg schon früher und wieder neucrdings geschehen find, sodann namentlich den der Re entschaft ertheilten Auftrag, zur Durchfiihrung d er ReichSveZ- faJsung schleunigst ein Reichsheer aufzustellen und dte Volksbewaffnung zu organisiren, ins Auge „ so kann „ein Unbefangener keinen Zweifel dariiber haben , daß diese Durchfuh- rung mit Waffengewalt bewirkt werden soll. Sollte es sich, aber auch zunächst nur um den Schuß von Baden und. der Rheinpfalz gegen den in unmittelbarer Zukunft drohenden Angnff handxln, so würde diese Maßregel Württemberg gleichfalls in em_en Krieg . (mt dein iibrigen Deutschland verwickeln, dessen Gefahren (mier Lagd mcht auf sich zu nehmen verbunden ist, so lange in diesen Landern mit der Wiederherstellung des „reichs- und [andesvexfas- suugsmäßigcn Zustandes nicbt wirkltch Ernst ge,macht Wird. Dieser Kampf, welchen die Naiionalvrrsammlung bei ihrer Yeberjßede- lung nach Stuttgart mitDeutschland aufzunehmen entschlossen feinen„konnte» nun aber, abgesehen von den Streitkräften Badens und d(x Rheinpfalz, nur mit denen Württembergs unternommen werden, imd 11711 durften, bei diesem ungeheuren Mißverhälmiß dcr beiberseitigen Krafte nicht auf einen siegreichen AuSgang desselben hoffen. Wir wissen wohl, daß Manche aus die Erhebung Frankens, Thürit:gens, des Rheinlandxs u. s. f. auf den Beitritt des bayerischen Heeres und der preußischen Landwehr rechnen zu dürfen glauben. Wir wissen aber auch, welchen „großen Selbsttäuschungen diese Männer sich „ gar haufig hingeben, wie un- verantwortlich von den öffemlichcn Blattern (nadieser Beziehung gelogen wird, und wie gern der Mensch das, w-as er wunscbt, zu glauben genezgt isi. Wir hielten uns nicht für berechtigt, unser _Verix'alten auf derartige schwindelnde Hoffnungen zu bauen, während uns die nuchterrie, aber gewiß richtige Betrachtung der Verhältnisse sagen mußte, das; Wurttembe-rg in einem solchen Kriege mit dem übrigen Deutschland unter_|(e- gen müsse. Wir winden unsere waffenfähige Jugend geopsxrt, unsere Geldmittel vollends erschöpft , unseren Wohlstanb auf viele Jahre vernichtet haben , ohne alle Aussicht, der deutjchet) Sqche durch dicseOpfernng des Landes nüßcn zu können. Im Gegentiyetlx mußte die Stimme Württembergs bei den Verhandlungen Über die kiinftige Gc- staltung Deutschlands, wie die Sachsens, verstummen oder dem Befehle Preußens blind gehorchen, wenn unsere Kraft gebrochen und unstYLand von einer preußischen Armee besetzt wäre. Dann würden auch unsere inne- ren Freiheiten unter dem drohenden Schwerte dcs Sicgers zu Grunde ge,- hen, während sich das Volk dicse Freiheiten in den gegenwärtigen schweren Zet- tcn nur durch ein streng geseyliches Verhalten zu bewahren im Staube ist. Außer diesen verderblichen Folgen eines unbesonnenen Krieges Mit den iibrigen deutschen Staaten, tvelchen wir im Falle einer unbedingten Unter- werfung unter die Regentschaft nach deren Befehl untrrnebmen müßten, isi aber nicht zu iibersehen, daß diese Unterwerfung selbst in Württemberg nur im Wege der Revolution und des Bürgerkrieges erzwungen werden könnte, Weil wir guten Grund zu der Annahme haben, daß die Regierung mit einem Theile des Volkes sick) einem Beschlusse der Kammer in jener Richtung auf das entschiedenstc entgegengesetzt hätte. Dann aber badische Zustände zu erwarten gehabt, welche nach schweren wochenlangen Prüfungen mit der Eroberung des Lan- des durch fremde Truppen geendigt hätten. War es hiernach unsere feste Uebcrzeugung, daß die unbedingte Aner- kennung der Regentschaft unser Land in das größte Unglück stürzen müßte, so konnten wir es mit unserem Gewissen, mit unserer beschworenen Pflicht, für das Beste des Landes zu sorgen, nicht vereinigen, der Minderheit der Kammer beizutreten. Wir waren vielmehr genöthigt, uns in dieser Frage von denjenigen zu trennen, mit _welchen wir bisher in anderen politischen Hauptfragen und in der Sorge für das mate-' riellc Wohl des Volkes denselbcaneg gegangen find. Gegenüber der_Ein- wendung,daß wir nach unseren bisherigen politischen Ansichten der National- Versammlung unbedingten Gehorsam zu lcisten vexbunbgn _seien, können wir uns neben den rechtlichen Bedenken gegen die Giiltigkeit des RegentschaftheseHes, bei der Ueberzeugung beruhigen, daß N1emanb, ver- bunden sein kann, das Unmögliche zu leisxen; und so geben wir uns der Hoffnung hin, unser Ve-haltcn durch die bejonuene Ansicht. unsererMit- bürger und durch den Gang der nächsten Ereignisse gerechtfertigt zu sehen. Stuttgart, den 13. Juni 1849.
Stuttgart, 14. Juni. Eine große Anzahl namentlich ge- nannter Gemeinden haben folgende Zuschrift an die Herren Depar- tements-Chcfs gerichtet: „ "
Hochverehrtesie Herren Minister! Ihre Erklarung an das wurttember- gische Volk vom Zten d. M. übßr die Stellung, Welche die wurttembergische Regierung der sogenannten provisorischen Regentschaft von Deutschland ge- geniiber einnehmen zu müssen glaubt, h((t unsere-vollkonzmenste-Anerxen- nung“, unseren ungetlxiltestcn Beifqll. Wir unb 11111 uns die ("(gleich gxoßte Zahl der Württemberger gehen nicht _mit denxemgxn, „welche in touxuhner Vcrmessenhcit das Gut und Blut Württembergs 111 einem briikermorderi- schen und gegeniiber den größten deutschey Staaten g(mz ungleichen Kampfe vergeuden möchten. Wir wissen, baßjdieser Weg nimmermehr zum Zieie, wohl aber, daß derselbe namentlich für uns zum unabsehbarsten Unglück imd Verderben fiihren wird. Wie sollten wir in unserem klei- nen Lande im Stande sein , Millionen auf die Ausrüstung einex gwßen Armee (denn eine Heeresmacht von blos „2 pCt. könnte bet dem bevorstehenden ungleichen Kampfe nimmermchx gxniigxn) zupxrwmden, wie sollten wir vermögen, die Schreckniffe und die m viele Millionen fich erlaufenden Kosten eines, wir mögen die. Sache betrachten, wie wir-wollen, voraussichtlich in unseren Marken sch hinspielenden veryecrenden Krieges 3," ertragen? - wir, die wir durch die lcßtcxxTheurungsxahre und durch die schon über Jahr und Tag andauernden politischeii Unxuhen und dercn schwe-re Folgen bereits in einer unbeschreiblichen Bedrangytß und Noth find,. Olk, die wir die dermaligen Steuern und Abgaben mch1 mehr aufzubringrn wissen. O! daß doch die Herren, wclche dcin V01ke so viel zumuthen, wol- len, hinauSgingen und sähen, wie es um die Krafte dkffclbkt-lj-stchk, wiekdcfr Privatkredit zu Boden geschlagen, wie der Werth allxr Realitaxxn gcsléikkzr- wie sehr es an Arbeit und Verdienst fehlt, und w1e-dle Erfulln'p? cli" , Verbindlichkeiten einem großen Theile des Volks ng, nicht mehr "!!??-cklick,“ Nebendem aber, daß wir durch einen solchen Krieg, dkk vorau “„
-- ' “' ic ern wurde, alle Bande der Ordnung losen und uns der Anarchtesoäbärlwxr in dem-
Gerade die mächtigsten deutschen Staaten,
auf Jahrzehnte hin total zu Grunde gerichtet wiirden,