' ' t n an der Stirn von einem, Jäger (vielxeicht Ulysses) mit der Lanze FYFFZ-TneLinks wird ein ,davonflrehender Stur, qx! dessen Bauche fich ein "„,-„er Tiger (Kaza) gcklammrrt hat, von emem Lowen verfolgt. Im
Mittelgrunde links, cm von einxm Jäger mit einer Lanze getödteter Bär, daneben ein davon laufender Var.
Oben rechts werden zwei Hirsche „yon einem Jäger verfolxt, in der Mitte ßebt ein Hirsch unter einer Felsenbrucke,
" d lnks cin irsch von einem Tiger zerfleischt wird 11. s. w. wahrZaf.16. Mosaikfußboden in den Farben des Originals aus Pom-
1080
Taf. 8. Wand emälde aus Pompeji, 4 JUZ 8 Zoll hoch, 4 Fuß 1 Zoll breit. Ankunt der Jo in Aegypten. Die v mit den an der Stirn sprossenden Kuhhörnern wird durch den Flußgott Nil getragen und ans Laut; geseyt, sie nicht die rechte Hand der fivenden Frau, der Landes- göttm Aegyptens, welche ihren rechten Fuß auf ein Krokodil fest, das aus dem Flusse auftaucht, und um ihren linken Arm windet fich die Schlange, welche fich in ihrer Hand mit geschwollenem Halse exnporba'umt, der Kneph oder Nräus, das heilige Thier der Aegypten Neben thr fist der kleine Harrpoktates, der den Zeigefinger der rechten Hand
Gebäuden zu Pompeji, welche über das Bemalen antiker Archieektur viel Aufschluß geben. Herr Zahn hat mit besonderer Vorliebe die bemalte Ar- chitektur _der Alten studirt und zur Erreichung seiner Zwecke die beste Gele genbeit in Pompeji und Herculanum gehabt, wo er die mit den Farb“. noch vorhandenen Monumente nach achtzehnhundertJahren Sanz frisch aus JelrdAsckbe zum Vorschein kommen sah und sofort in ihrer Far enfrische nach- i en onnte. '
Taf. 10. Wandgemälde in der Orakginaldurchzeichnung aus Pompeji-
peji. Dieser elegante Fußboden besteht aus lautcr farbigen Marmoxßücx. chen (nicht aus GlaSpasten), wie hier tren angegeben, so daß danach dae
praktische Ausfiihrung im Großen leicht möglich ist. Taf. 7.
ligten Thicrcn gehört zu den schönsten dieser Art.
gegeben worden.
Gemalter Fries in den Farben des Originals aus Pompejj. Dieses Ornament auf schwarzem Grunde mit verschick_enen der Isis gehet- Eine ganze Wand aus dem Tempel der Jfis mit diesem Friese ist in der ersten Folge auf Taf. 5
„_.-«„.»,- - _ __“, ___-.._.,__..-__
an den Mund legt.
Sphinx. fie hat,
nach ägyptisch.
Taf. 9. Bemalte Säulen und bemalteStuckgcsimse aus verschiedenen “
„ Hinter ihr stehen zwei Figuren mit Attributen des Zfiswenstes, um das Fest der AnkUnft der Jo zu verherlichen- cntgegengesrßten linken Seite ist eine nach ägyptischer Weise verschleierte wie aue ägyptischen Figuren unseres Gemäldes, Symbol der Lotusblume aus dem Haupte.
Auf der
, jenes Dre fremdartige Architektur ist
Die vom Theseus verlassene Ariadne aquaxos, mit dem neben ihr stehen- den Amor, dem Schiffe _des Theseus nachschauend. _
*- .
“"Bekanntmachungen.
[30-1] Nachstehender Steckbrief:
Der unten näher bkzeichnete ehemalige Deputirte der zwciteu Preußischen Kammer Carl D'Esker ist des HochverraWS verdächtig und hat fich Von hier ent- fernt, ohne daß sein gegenwärtigxrAufenthalt zu ermit- teln gewesen ist.
Es tverdcn alle Civil- und Militair-Vehördcn de?)
n- und Auslandes dicnstergebenst ersucht, auf den- elben zu vigiliren, im Betrctungsfalle festnehmen und mit allen bei ihm fich vorfindenden Geqcuständen nnd Geldern mittelst Trattsports an die hiesige Gefängnis;- Erpedition abliefern zu losen.
Es wird die ungesäumte Erstattung der dadurch ent- standerwn haaren Auslagen und den verrhrlichen Behörden des Auslandes cine [eiche Rechtswillfährigkeit versichert.
Berlin, den 16. Mai 1849.
Königliches Stadtgericht hiesiger Refidcnz. Abtheilung für Untersuchungssachen. Deputation 1)(„ für Voruntersuchungen. Signalement des D'Estcr.
Derselbe ist ungefähr 30-36 Jahr alt, katholischer Religion, höchstens 5 Fuß 2-3 Zoll groß, hatduukel- blonde spröde Haare, dunkelblonde starke Augenbrauen, mit starkem Bart bewachsene?! Kinn, längliche Geficbts- bildung, gesunke Gesichtsfarbe, starke, etWas mtfgeßülpte Nase, gewöhnlichen Mund, röthlicl) blonden Schnurr- usnd Vackenbart, große abstehende Ohren, ist schwäch- ttgcr Gestalt, spricht die deutsche Sprache im rheinischen Dialekt Und schielt.
Bekleidet ist derselbe gewöhnlich mit hnnkelem Rock, dunkcler Weste und trägt gewöhnlich eine Stahlbrille. wird hierdurch erneuert.
Berlin, den 18. Juni 1849.
Königliches Stadtgeticl)1 hiefiger Refidenz. Abtheilung fiir Untersuchungssachen. Deputation l)(. für Voruntersuchungen.
[303] Erledigter Steckbrief.
Der hinter den Handlungsdiener Joseph Ohm unterm 16. Mai 0. erlassene Steckbrief ist durch die Ergreifung des Ohm erledigt.
Berlin, den 18. Juni 1849.
Königliches Stadtgericht hiesiger Residenz. Abtheilung fiir Untersuchungssachen. Deputation 1». für Voruntersuchungen.
[25] Noihwrndiger Verkauf. Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht zn Erfurt. Die hier unter Nr. 1714, 1715 und “1716 clegenen, dem Bierbrauer Lluqust Möller gehörigen BrauFans-Ge- bäult'chket'ten nebst ubehörungen, auf 22,462 Thlr. 18 Sgr. 9 Pf. gerichtlich taxirt zufolge der nebst Hypothe- kcnschein in dem 111. Bürenu cinzusehrndcn Taxe“, sollen ' am 8. August 1849, Vormittags 11 bis Nachmittags 6 Uhr, an GerichtsstcUe, Zimmer Nr. 33, subhastirt tverdc'n.
[6791 Ediktal-Citation.
Auf den Antrag der Ehefrau des Arbeitsmanns Carl Volkmann, Dorothea geborenen Kresfin, früher verwétt- weten Ackerbürger Wartchow von hier, ist die Todes- Erklärnng ihres Vaters, des Bauers Friedrich Gottlieb Ktcssin aus Langrnhagcn, eingeleitet worden, welcher sich angeblich im Jahre 1809 und 1810 von seinem Wohnorte Langenhagen cntfcrnt hat, ohne daß seither irgcnd eine Spur und Nachricht von ihm zu ermitteln gewesen, resp. ergangen ist.
Es werden daher der Bauer Friedrich Gottlieb Kresfin aus Langenhagen und dessen unbckannte Erben und Erbnehmer hierdurch aufgefordert, spätestens in dem zur Instruction der Sache auf
den 12. Dezembcr1849, Vorm. 10 Uhr, in unserem Geschäftslokale anstehenden Termine fich zu melden und resp. ihre Erb-AnsprücHL geltend zu machen.
Erfolgt eine solche “))kcldung bis zu oder in dem ge- dachten Termine nicht, so wird der Bauer Friedrich Gottlieb Kressin für 1th erklärt und sein zu ermitteln-
[302 ]
der Nachlaß dessen bekannten Erben zugesprochen und auögeantwortet werden. _ Treptow an der Rega, den 28. Oktober 1848. Königl. Land- und Stadtgericht. Kommisfion Nr. 11. Der Richter: W o [ lh c im , Kammergeréchts-Affeffor.
Vkagdeburg - Halberstädtlr 1169»: Eisenbahn.
.. Die Einnahme der ersten Monate dieses Jahres waren bisher nicht zusam- -.., menzustellen, da die dazu nöthigen Ab- * rechnungen iiber den nachbarlichen und _ ' durchgehenden Verkehr nicht vorlagen. * ***“- Auch jetzt sind se vom Februar an nur annäherungsweise richtig anzugeben; vorbehaltlich der näheren Feststellung betrugen fie: pro Januar d. J
für 20,417 Personen ..... 7,451Th1r.21Sgr. 1Pf. » Nebcnvertrcige aus dem Personen-Verkchre ..... 356 „ 29 „ 1 „ » 162,634 Ctr. Fracht und Eilgüter ............. 11,115 » 1 » _- )) » Viehtranöporte ...... .. 30.5 » 1 » 5 „ 19,228 » LL » 7 » gcgen Januar 1848 . .. 16,831 „ 17 „ 6 „ Mchr-Einnahmc . . . 2,397 » 5 „ 1 „
pro Februar d. Z. für 19,436 Personen ..... 6,941 Thlr. 27 Sgr. 7 Pf. » Nebencrträge aus dem Personcn-Verkehrc ..... 243 » 9 » 4 » „ 101,760 Ctr.Fracht uud Eilgut im inneren Ver- * kehre und mit den näch- sten Bahnen ........ 6,785 » 21 » 6 » " Viehtranöporie ....... 451 » 1 » 9 » » mnthmaßlichen Ertrag des ' durchgehenden, Fracht-Verkchrs ....... 6,392 » 25 » _- » 20,814 » 25 » 2 » gegen Februar 1848... 16,368 „ 5 „ _ „
Mehr-Einnahme 4,446 » 20 » 2 »
" pro März d. J. fur 27,534 Personen (inkl.
Militairtmnsporte) . . . 11,364 Thlr. 14 Sgr. 5 Pf. » Nebrnerträge aus dem
Perjonen-Vcrkrhre.... 438 „ 26 „ „ 103,497 Ctr. Fracht und
Eilgut aus dem inneren
und nachbarlichen Ver-
10 »
Thüringisckw
kehre ................. (1,559 » » Viehtmnsportc ....... 414 „ » muthmaßlichcn Ertrag des durchgehenden Fracht-Vekkehrs ......
1;- O d; 1
6,657 ); 6 )x _- » 25,434 » 9. » 10 » gcgen März 1848..... 22,368 „ 19 „ 1 „ Mchr-Einnahme... 3,005 » 20 » 9 » pro April d. Z. für 33,199 Personen (inkl. Militairtransporte) . . . 13,353 Th1r. 11 Sgr. » Ncbcncrträge aus dem Personen-Verkrhre.... 552 „ 2 „ 6 „ » 72,533 Ctr. Fracht und Eilgnt aus dem inneren und nachbarliche11Ver-
kehre ................. 5,4178 » 8 » 5 »
» fllt V5ebtranöporte . . . 373 » 24 » Z » » muthmaßlichen Ertrag dcs durchgehenden
Frachk Vekkkhrs ...... 7,249 )) 7 » _ »
20.930 » 2:5 » 11] »
gcgen April 1848 . . . . 22,544 » 7 » 4 »
Mehr-Einnahme,. 4,392 » 17 „ (1 „ Potsdam, den 19. Jani 1849.
Verwaltung der Magd“cb11rg-Halberstäkter Eisenbahn, JW AUJUsiin.
Ei1 énbahn.
Frequenz und Einnahme
bis alt. April 169,819 Personen“,
im Monat Mai 72,677 » „
. _ 242,496 Personen.
1316 1111. April
im Pkonat Mai 75,393 » » 405,080 Ctr. (Hüter
Einnahme 77,057 Thlr. 3 Sgr. 3 Pf. 30,879 » »
x-
)) /
107,936 Thlr. 10 Sgr. 10 Ps.
329,693 Ctr. (Hüter; Einnahme 75,692 Thlr. 26 Sgr.9Pf. 16,180 “
» 22 » ;) » 9, ,873 » [9 » 2 » Uebcrhaupt . . 199,810 Thlr. -- Sgr. * Ps
Vorbehaltlich späterer Festsesung.
[750]
Von dem Civilgericbte der K. K. Haupt- und Re 1- denzsiadt Wien wird hierdurch gegenwärtiges Edikt bse- kannt eznacht:
Es et aus Anlangen mehrerer bekannten Testaments- Erben und des Herrn Dr. v. Lüsenau, als Kurator der unbekannten Testaments-Erben und als im Kodize'll er- natznter Abhapdlungspfieger, in die Ausfertigung eines Edtktis 315" EtnbUUfung der Erben und Legatare der am 23. APR 17348 hier in Wien in der Stadt mit YFZY-ngtclxerZZIIm Großhändlcrswittwe Frau Arina
, . , ner vere 1.“ gewilZiYet worde». 3 | [) licht geWesene Lumner,
Du- elbc hat 111 ihrem Testament c]. (1. 1. Juni1836 verorynet, und zwjar §- LI,: Meinem seligen Gatten Martin Franck setnen Geschwister-Kindem übermache ich Zehntausend Gulden m 2"; % Vanko-Obligationen,
§. 36. und meinem Universal-Erben se : und b ich meine noch lebenden Geschwister; 2)vmeine,n?:1;nlt§
benden und verstorbenen Geschwister, deren Kinder, dann 3) die nächsten Verwandten Johann Lumner's in Kic- ferfteedtel in Preußisch Schlesien cin; diesen soll mein Janzeé Vermögen-über Abzug der Legate zukommen. Ls „ward also mem ganzes Vermögen in drei gleiche Thetle gcthetlt und, so _bald möglich, meinen Universal- Erbejn übergeben werden. Dann im Kodizill (1. c]. 1. Zum 1844: 1) Mein Wille ist, daß das Kapital, wel- ches memerxSchwester Thercfia in meinem Testamente zukommt, me in ihre Hand kommen soll, sondern nur die Interessen; das Kapital soll nach *ihrem Ableben unseren Geschwister-Kindern in gleichen Theilen zukom- men. §. 2. u. 4. Dem Leopold Heitxl in Neudorf sei-
nen Kindern und seines Bruders Kindern, Franz Heitel '
in Maria Lanzendorf, vermache ich jedem Kinde Ein- tausend Gulden Conv.-Me. ohne Abzug, und dem Herrn Ferdinand Zagler in eopoldeorf semen Kindern ' jedem Eintauscnd Gulden Conv.-M e. ohne 21sz . §. 5. Will ich, daß meine Frau- Mußme, Anna Ho -
manu Wittwe, und ihre drei Kinder, im Ableben dessen, ihren Ktndes-Kindern nebst dem, was ich ihnen schyn in zneinem Testamente bestimmt habe, auch An- thetlfcm ""en-1 Vermächtnisse, welches ich den Verwand- Fcn 111 Preußisch Schießen bestimmt habe, mit jenen m gletchen Theilen, so auch ihres Bruders Sohn Ignatz Hengler oder dessen Kinder (haben sollen); endlich im Kodizill 41. (1. 20. August 1844 §. 7. vermache ich den vier nächsten Verwandten von meinem seligen Vater in Hohenruppersdorf jeden Eintauscnd G::lden Conv.-Mzc. ohne Abzug, und §. 10., da Frau Anna Jungmann, geb. Schnelzer, gestorben, so soll das Legat, Welches ich tm Testament für fie bsstimmt habe, ihrem ehelich er- zeugten Sohn und den Kindern ihres Bruders Zgnaß Schnelzer 1:1 gleichen Theilen zukommen.
Es Werden daher diejenigen, welche auf die Ver- laffenschaft der Frau Anna Franck cin Eintracht zu ha- ben vermeinen, hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche bin- nen Einem Jahr und sechs Wochen vom Tage der Kundmachung dieses Edikts, und zw.» schriftlich bei diesem Civilgerich7e so gewiß anzubringen nnd gehörig auSzuweiscn, widrigcnfalls nach Ablauf dieser Frist mit den fich auEWcisendcn Erben das Abhandlungögeschäft gepflogen und denselben das Verlaffenschafts-Vermögen überlassen werden wiirde.
Wien, den 24. Oktober 1848.
[)1'. Kratkrv. Salamonskv, Rath. Schrcntag, Rath.
[109] Ediktal-Ladung.
Auf Antrag einiger der nächsten Verwandten der in nachstehender» Verzeichnisse genannten Abwesenden, so wie,i111Verfolg des von dem Königlichc11Appellations- gericht zu Leipzig wegen Erlassung von Ediftalicn be-
ufs der Todes-C'rklärung derjenigen der obgedachten
bwesenden, Welche in solchen Ortschaften, die unter die Jurisdiction dcr unterzeixhnetrn Behörde nicht gehören, geboren sind, der leßteren ertheiltcn Aufna 8, werden die im nachbefindlichen Verzeichnisse aufgeljhrten Ab- wesenden, nämlich:
Johann Gottfried Seidel, Carl Gottlob Köhler,
Carl Gottfried Hammer, Gottfried Kirsten, Johann
Christlich Schumann, Johann Christoph Möbius,
Christlieb Ludwig, Gottlob Stockmann, Johann Georg
Zrcßschmar, Johann Christian Hoyer, Carl Gottlob
eyne, „ oder, daforn fie nicht mehr am Leben sein soUten, die- jenigen, welche an das Vermögen derselben einige An- sprüche, sci es nun aus dem Rechte der Erbfolge oder aus irgend einem anderen Grunde, zu machen haben, hiermit öffentlich vorgeladen, bevorstehenden 27. August 1849
zu rech1er Gerichtözcit an hiefiger gewöhnlicher Gerichts- sielle bei Verlnst der ihnen etwa zustehenden Rechts- wohlthat rer Wiedereinscyung in den vorigen Stand, so wie untcr der Verwarnung, daß jene, dle AbWescn- den, fiir todt, diesc hingegen, die Anspruchsberechtigten, ihrer Forderungen für verlustig Werden geachtet werden, entweder in Person oder dnrch gehörig [cgitimirte Be- Vollmc'ichtigte zu erscheinen, die erforderlichen Legitima- tioncn bciznbringcn, ihre Anforderungen anzumelden und zu bescheinigen, mit dem bestellten Kontradikwr hierüber allenthalben rechtlich zu verfahren, dieses Ver- fahren längstens binnen sechs Wochen zu beschließen,
sodann aber den 9. Oktobcr1849
dcs Schlusses der Akten und deren Versendung nach rechtlichem Erkenntnisse sowohl
den 5. Dezember1849 dcr Publication dcs cinzuholenden Urtels, nicbt min- der, nach Befinden, nach Ablauf eines Jahres von dieser Urtels-Pnblication an gerechnet, rer AuSantWor- tung des den Abwesenden gehörigen Vermögens an diejenigen, denen dasselbe rechtskräftig zuerkannt Werden wird, sich zu gewärtigen.' Uébrigens haben auswärtige Zntcreffenten zu Annahme der künftig an sie ergehcn- den Ausfertigungen Bevollmächtigte, wclche im hiesigen Gerichtsbezirk: Wohnhaft find, zu bestellen.
Kriebstein bei Waldheim, den 6. März 1849. Adclich Arnimsche Gerichte allda. Krauße, G.-D.
Verzeichniß der Abwesendcn.
[. Johann Gottfried Seidel , ist am 26. Dezember 1788 in Reihzenhain be: Wald- heim geboren, hat im Jahre 1809 von dem unter die Jurisdiktion des Zttßizamtes Nochliß gehörigen Dorfe Steina, wo er damals gedient hat, aus zur Rekrun- rung sich gestellt, ist als Soldat ausgehoben wordcn, hat zunächst in Leipzig in Garnison gestanden, nach- mals im Jahre 1810 in Stettin und im Jahre 1811 und 1812 in Danzig als Gemeiner dcr 81en- vom Hauptmann von Römer kommandirten, nacbnzals «1153 Gemeiner der 4ten Compagnie des anantexte-Negt- ments von Rechten sich aufgehalten und seit dem,5. April 1812 von seinem Leben und Aufenthalt kenn'
von, Danzig ans geschriebenen Briese bemerkt er, daß dasjerske Bataillon, zu welchem jene vierte Compagme Oeh'ott hat, _den 9. April 1812 nach Marienburg mar- 2ckthr5§1 solle. Sein Vermögen beträgt dermalen 59 Thlr. . gr.
1]. . CarlGottlob Köhler „ tst am 30. Januar 1788 in Moriyfcld bei Waldhkkm gxbyren, hat im Jahre 1809 von dem unter die Jans- d1c11on der Gerichte zu Ehrenberg gehörigen Dorfe Erlebach aus zur Rekrutirung fich gestellt, ist als Sel-
Compagnie des Regiments von Rechten einverleibt wor- den, hat als solcher der Armee im Jahre 1812 in den Feldzug sdlgen Müssen und die [este Nachricht am 3.
9498111 181,2 von Königsberg aus egeben. Sein Ver- mostn betragt jest 115 Thlr 23 gr. 1 Pf.
Nachricht ertheilt. In seinem lehren, am 5. April 1812 *
dat,ausgehoben, als gemeiner Musketier der ficbcnten “
111. Carl Gottfried Hammer
ist am 20. Juli 1808 in Beerwalde bei Waldheim gc- borcn, hat nachmals .in Mittweida die Schuhmacher,- Profession erlernt, ist, nachdem er im Jahre 1827 set- ner Militairpflicht Genüge geleistet gehabt hat, bgld darauf als Schuhmachergcsklle gewandert, auch mcht wieder in seine Heimat zurückgekehrt, und h„§1t dte lcytc Nachricht am 8. April 1828 von Königsbruck aus ge- geht?. Sein Vermögen beträgt jest 176 Thlr. 21 Ngr. 7 P . '
]?
Gottfried Kirsten „ „ ist am 5. November 1774 in Tanneberg bci Mattwetda geboren, daselbst vom Jahre 1795 bis zu1113ahre1815 mit einem Hausgrundstiick ansäsfig gewesen, hat auch allda bis zum Jahre 1816 oder 1817 sich aufgehalten, in einem der 3111th gedachten Jahre aber von Tanne- berq fich entfernt und seit dieser Entfxrnung, von seinxm Aufenthalte und Leben eine Nachricht 11lcht erthetlt. Auch find die über sein Leben und semet) Aufenthalts- ort angestellten Erörterungen nnd Erkundxgyngs-EtnzFe- bungen erfolglos „eblicben. Sein Vermögen betragt jetzt 37 Thlr. 23 gr.
JohannChristlie'b Schumann „ ift am 8. November 1789 in Unterrauschenthal bet Waldheim geboren, hat im Jahre 1809 vyn demnn-nter die Jurisdiction der Gerichte zu Krtcbstegn gehorrgxn Dorfe Heiligenborn aus zur Rckrnttrung nch gxstellt, tst als Soldat ausgehoben, nochmals tzcm zweiten Ba- taillon des Regiments von Rechten emverleibt worden, hat in dirsem Regimente dcr Armee in den FeldznZ von Jahre 1812 folgen mfiffcn und im gedachten ahre anfangs in Danzig und nachmals in Pillau gestanden und über sein Leben und seinen Aufenthalt vo» Pillau aus im Monat Augnst 1812 d-ie chte Nachrtcht ege- bcn. Sein Vermögen beträgt" jetzt 35 Thlr. 15 gr.
U]
Johann Christoph Möbius . ist am 9. Januar 1791“ in Aschershain bet Hartha geboren, im Jahre 1810 während seines Aufenthalts m dem Dorfe Erlau als Soldat ausJehoben worden und hat als Musketier im Jahre 1811 in Torgau gc- standen, ist aber, laut seiner Angabe, gegen Psßngsten gedachten Jahres im Begriff chescn, Torgau th noch acht anderen Gemeinen desjenigen chiments, be: Wel- chcm er gestanden hat, zur Kompletirnng einer anderen Tmppen-Abtheilnng 11 verlassen. Seit dem gedachten Zeijpunkte ist über Fein Leben und seinen Aufenthalt eine Nachricht nicbt eingelangt, auch, der Erkundigungs- Einziehung ungeachtet, bei der betreffenden Militair- Behörde nicht zu erlangen gewesen. Sein Vermögen bcträgt 75 Wfl. 711.
Christlich Ludwig ist am 17. Februar 1791 in Crossen bciMittwcida ge- boren, nachmal6 als Soldat ausgehoben, als gemeiner Mustetier dcm chimcntc von Rechten einverleibt wor- den, und hat die loste Nachricht Übkk seinanufcnthalt und sein Leben im Jahre 1812 von Drchen aus mit dem cherken gegeben, daß er der Armee nach Ruß- land folgen müsse. Sein Vermögen beträgt 23 Thlr. 12 Ngr. 7 Pf. 1711].
_, Gottlob Stockmann ist am 7. Januar 1788 in Hilmsdorf briGeringswalde geboren, mit seinem Vater Gottlob Stockmann (wclchcr im Jahre 1795 nach Zettwiß bci Roclsliß fick) gewendet und im znlcstgcdackxcn Dorfe vom Jahre 1795 bis zum-Z'ahre 1834 ein Haus besessen hat, auch in Zett- wis im Jahre 1836 qsstorben ist) im Jahre 1795 nach Zettwiy gezogen, im ahre 1812 als Soldat ausgeho- ben nnd am 26. Augmst 1812 von dem in Torgau er- richteten chruten-Vataillon an das provisorische Ba- taillon abgegeben worden. Ucber seine ferneren Schick“- sale ist eine Nachricht nicht zu erlangen quescn. Sein Vrrmögcu betragt 51 Thlr. 4 Ngr. 9 Pf. 1)(
Johann Georg Krehscl)mar,
geboren in Bubendorf (im Staatsbezirke Borna) am 24. Januar 1770, hat fich am 29. Dezember 1817 in Zettwiß mit einem Hanse ansässig gemacht, solches bis zum Jahre 1831 brsessen, auch vom Jahre 1834 an noch bis zum Jahre 1836 als Aus:,üglcr in jenem Hanse sich aufgrhalten, im Jahre 1836 aber Zettwiß verlassen und seit dieser Zeit über sein Leben und seinen Aufenthalt keine Nachricht gegeben. Eben so wenig ist durch die erfolgten Erkundigungs-Einzichungen und Er- örterungen darüber: ob er noch lcbt? und„wo er fich aufhält? ein sicheres Resultat zu crlangen gewesen. Sein Vermögen beträgt 4YThlr. 17 Ngr. 3 Pf.
Johann Christian Hoyer, geboren in' Neuwallwiy bei Geringswalde am 3. Sep- tember 1790, ist im Jahre 1812 zur Königlich Slick;- sischen Armee als Trainsoldat ausgehoben worden, hat als solcher im Monat Februar 1812 bei der vom Haupt- mann von Brause kommandirtcn ersten Batterie der er- sfcn Brigade in Blösto bei Guben gestanden, der Armee nach Rußland folgen müssen und im MonatMai1812, aus Polen die lexzte Nachricht über sein Leben gegeben. Seit dieser Zeit hat man darüber: ob er noch lebt? und wo er sich aufhält? der angestellten Erörterungen ungeachtet, Auskunft nicht erlangenkönnen. Sein Ver- mögen beträgt jest 94 Thlr. 24 Ngr. * )(]
Carl Gottlob Heyne, . , geboren in Holzhaußen am 1. März 1786, rst tm Jahre 1806 als Soldat ausgehoben wordgn nnd hat als Ge- meiner des Regiments, Prinz Maxim1lian oder von Low
“ der Armee in den Feldzug von 1812 folgen müssen und
die [este Nachricht über sein Lehen von Königßbxrg aus gegeben. Seit länger als dreißxg Jahren ab"“ rst “bezt- über: ob er noch lebt und wo er ßch aufhalt? ennge Nachricht nicht eingelangt, aych mcht zu erlangen e- wesen. . Sein Vermögen beträgt 45 Thlr. 19 Ngr. 9 f.
““*“WF'KSstW-x „L- .- „ *.,*- „;F- ..
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Berlin, Sonnabend den 23. Juni
1849.
_-
,
Die verehrlichen Abonnenten werben ersucht, ihre resp. Bestellungen für das mit dem 1. Juli 0. beginnende Quartal gefälligst rechtzeitig so bewirken zu wolLen, daß dieselben
in der regelmäßigen Zusendung kein? Unterbrechung erleiden. Wir glauben um so mehr darauf rechnen zu dürfen, da dem Preuß. Staats-Anzeiger wie früher die vollständigen
“ stenographischen Berichte über die Sitzungen der zu Anfange des MonatsAuguft zufammentretenden Kammern beigegeben werden, und wir folglich in den Stand geseßt sein möchten, die Stärke der Auflage, gleich 'zu Anfange des Quartals bestimmen zu können; denn es dürfte nicht immer möglich sein, später eintretenden Abonnenten vollstän-
dige Exemplare nachzuliefern.
Der. vierteljährliche Pränumerations-Preis beträgt, mit Einschluß der genannten stenographischen Berichte und ohne Rücksicht auf die Bogenzahl
derselben, 2 Nthlr.
Inhalt.
Deutschland.
Oesterreich. Wien. Kaiserlich russische Revue in Dukla. - Pu- czel'ß Niederlage und Verkehr zwischen Türken und Maayaren. - Wierer- aufnchtung des österreichischen Konsulatwappens in Livorno. _ Allße- metner An tiff auf die Ma vaten. - Die Haudelöbeziehungen zu Ruß- land. -- ermischtes. - ray. Herzog von Parma. - Laibach. Luftballons zu Operationen gegen Venedig. - Triest. Einnahme der "tyssischen Festung Mami_durch die Tscherkessen. _ Nachrichten aus Vene- dtg und Ancona. -- Brünn. Das Lager bei Vudatin und die rusfischen Truppenbtwcgungen,
Bayern. Aus der Pfalz. Die provisorischeRegierung.- Die Kriegs- Operationen.
Württemberg. Stuttgart. Maßregeln egen das Rumpfparlaxnent. »- Siyung der Stände-Versammlung. -- Froclamation. - Erklarung kes Staa'tSraths Römer. - Aufruf der Reichöregentschast.
Baden. Weitere Berichte vom Kriegsschauplaye.
Auölnnd.
Frankreich. Paris. Depesche Oudinot's und andere Nachrichten aus Rom. - Geseygebende Versammlung. - Neuere Berichte aus Lyon. Großbritanien und Irland. Londop. Korrespondenz Lord Pal-
merßon'ö über die römischen Angelegenhnten. Italien. Turin. Besserung im Befinden des Königs. - Vermischtes.
Börsen- und Handels - Nachrichten.
Amtlicher Theil.
Beilage.
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigft 11-th: , Dem Kaufmann Heinrich Cronau zu ulhemz am Rhem und dem Andreas KrückenboZm, Interims-Arbetter an der Braunkohlen-Grube Marie Elise ei Neindorf im Bergamts- ezirk Halberstadt, die Rettungs-Medaille am Bande zu verleihen.
Iustiz-Ministerium. _ Der Notar Victor Roffers zu Ründerath ist vom 1. Juli 1). I. ab zum Notar für den Friedensgerichts -Bezirk Dormagen, im Landgerichts-Vezirke Düsseldorf, mit Anweisung seines Wohn- siyes_in Dormagen, bestellt; und Dem Rechts-Anwalt und Notar Schulze 11. ist gestattet wor- den, seinen Wohnsitz von Seelow nach Küstrin zu verlegen.
Ykinisterium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. Dem Landschaftsrath von Arnim zu Koppershagen bei Weh- lau ist unter dem 20. Juni 1849 ein Patent auf eine durch Zeichnung und Beschreibung erläuterte mit der bekannten Thonschneidc-Maschme zu verbindende Vor- richtung zum Formen der Ziegel, soweit solche für neu und eigenthümlich erkannt worden, auf sechs Jahre, von jenem Ta e an gerechnet, und für den Um- fang des preußischen Staats ert eilt worden.
Uithtamilirhcr Theil. Deutschland.
Oesterreich. Wien, 20. Juni. Der heutige Lloyd mel- det: „Dem Berichte eines eben aus Dukla hier ein etroffenen Couriers zufolge, hat Se. Majestät der Kaiser von Ruß and, der, wie gemeldet, in Begleitung Sr. Kaiserlichen Hoheit des Großfür- sten Konstantin und des Fürsten Paskewitsch am 16ten in Dukla an ekommen war, am folgenden Tage über das dort aufgestellte rusgsische Truppencorps Revue gehalten. Dieses imposante Corps, welches, mit Ausschluß der unter dem Kommando des Generals Saß in Unqarn bereits eingerückten Truppen, 87,000 Mann stark ist, soll bestimmt sein, die Operationen in der Zips zu eröffnen, wahrscheinlich also über Bartfeld, Eperies, Leutschau, Käsmark, Kaschau u. 9,1. w. vor udringen. Sicherem Vernehmen nach rücken Fjroßartt'ge eservemaZ'en nach, um die Operattonen der aktiven
rmee, zu vntxrsn'ihen, und wie es heißt, soll der Kaiser von Ruß- land m eigener Person einige Zeit bei der aktiven Armee zu ver- weilen gedenken.“ *
Perczel soll, so erzählt die Südslavische Zeitung, nach
: der Niederlage bei Kacs fich gegen Theresiopel zurückgezogen und
in Peterwardein nur eine Besaßung von 2-3000 Mann zurückge- Yaffen haben. Die Türken in Serbien stehen mit den Magyaren 111 dem lebhaftesten freundschaftlichsten Verkehr. In Pancsova haben die Ersteren förmlich Magazine errichtet. Die Magyaren bezahlen alle Waarcn sehr theuer, wodurch auch in BMmd die Preise,auf- schlugen. Nach dem Napredal sollen die ag-yaren an Sensen allein bei 200,000 Stück durch die Türken aus Serbien erhalten haben. Am lcbhaftesten ist der Verkehr auf den Donau - Inseln, wo die Ma yaren mit den Türken ihre brüderlichen Zusammenkünfte ha ten. Die Türken in Sme- derevo wandern ohne Unterlaß hinüber. Die so oft gemeldxte Ein- nahme Orsova's durch die Russen hat sich noch nicht bestättgt. Im Gegentheil haben die Magyaren in Orsova eitze drohende Haltung angenommen, was die jenseitigen Einwvhner m Tekia beunruhigt. Die serbische Regierung hat deshalb angeordnet, da sämmtliche waffmfäLnge Mannschaft auf deu__.erx1e.n-Aufruf sick) erxit halten solle. egen Unterbringung, Beschä tigung und Unterstüyung 17er bacskaer nnd banaler Flüchtlige in Serbien hat die serbische Regi;- rung zweckmäßige Anordnungen getroffen. Auch in der WoZewod- fck?ft ist eine eigene Kommisfion mit dieser A-ngelegenhext be- an tra t. - '
J? Livorno wurde am 10. Juni das-Naiserl. österreichische KonsulatSwappen mit 'der größten Feierlichkeit wieder aufgertchxet. Es erschienen dabei eine Compagnie von Kinski - vaanterre, eme Division toskanischepTruppen, 'das gésamecOffizkercorps der Gar- nison und Marine, „der Podesta mit„zwei_,.Munézipalxäth1-n,-alle Be- amten und der Bischof. Die Ceremonje“bega_nn 171th 21 Kanonen- schüsscn vom Kastell, dann wurde das Wappen enthüllt, und an den Fenstern dcs„General-Konsulats-Amtes hißte man die Flagge auf, welche wieder mit sieben Kanonenschüssén sakutirt wurde., Dabet erklang die Nationalhymne, das Militair präsentirte, und dte Beam- ten standen cnéblößten Hauptes, so lange der Vortrag jener Melo- die währte. “ Der Kaiserliche Konsul hatte zu dieser Festlixhkeit hie Konsuln aller, anderen Nationen eingeladen, welche auch sammtltch erschienen sind. .
(Wanderer.) Dcr allgemeine'Angriff auf die Magyaren soll gestern mit frühesten: Morgen begonnen haben. Der Herr Kriegs-Minister erhielt, während er dem Ordensfeste der eisernen Krone beiwohnte, in der Kirche eine Depesche, die er dort erbrach und sich sogleich zur Abreise begab. Schon die nächsten Tage müssen Wichtiges bringen. Seit einigen Tagen ist die Reise nach Ofen und Pesth von hier gänzlich untersagt. Das vielbesprochene Zer- würfniß Dembinski's mit Kossuth und seine Erseßung durch Des- scffsy erweist sich als eine Zeitungs-Ente. “
Durch das Aufgeben des für den„dcutschen Handel so drücken- den Vollkommencn Absperrungs-Systems von Seiten Rußlands steht unserem Handel eine selr erfreuliche Aussicht offen.
Nach Berichten mleerer Kaiserlichen Offiziere, welche aus Im- lien hier ankamen, hat der greife Feldmarschall GrafRadetzky allen bei dcr Beschießung Venedigs beschäftigten Artillerie-Offizieren die Weisung ertheilt, fiel) aus dem Situattonsplane der Stadt genaue Kenntniß von der Lage der öffentlichen Gebäude und solcher, welche Kunstschätze beherbergen, zu verschaffen und diese, so viel es nur immer möglich ist, vor jedem Schaden zu bewahren.
Gray, *18. Juni. (W anderer.) Auf den anmuthigen Be- fiyungen der Herzogin von Berry im südlichen Steyer Weilt seit einiger Zeit ein "hoher Gast, der Herzog von Parma.
Laibach, 18. Juni, (Lloyd.) Gestern fuhren ztvei Kai-
serliche Artillerie --Offiziere mit sechzig Mann und dreihundert Luftballonshier durch. Vermittelst der leßteren soll, Von Malghera aus, Wo sie bereits am 20sten d. M. eintreffen sollen, ge en Ve- nedig operirt werden. Die Offiziere versicherten uns, da sie auf einer Heide bei Wien Vor S1“. Majestät dem Kaiser Proben von der Ausführbarkeit des Experiments abgelegt haben, indem den Ballons die beliebige Richtung gegeben und die Loslassung und Explodirung der damit in die Luft zu sendenden Bombe von sechzig Pfund Gewicht vorberechnet wekven könne. Die Offiziere meinen, wenn nur zehn dieser bombenschweren BaÜons glücklich über Vene- dig gebracht würden, der Erfolg nicht ausbleiben diirfte, denn die Wirkung solcher in dex Luft zerplayenden Bomben sei schrecklich. ' Triest, 16. Juni. (Lloyd.) Die mit dem Dampfboote aus der Levante hier eingetroffenen Briefe aus Trapezunt vom 30. Mai bestätigen die erwähnte Einnahme der russischen Festung Mami am Schwarzen Meere durch die Tscherkesskn. Von der dortigen Be- saßung (4000 Mann) wurden “1000 niedergemeyelt, die übri en sammt den Offizieren gefangen genommen. Der Feind erbeutete fger- ner 5000 Gewehre und 150 Kanonen, zerstörte die wichtigsten Punkte der Festung und bezog auf einer nahen Anhöhe das Lager, wo man ein neues Treffen mit den Russen erwartete.
Triest, 18. Juni. (Wanderer.) Durch das gestern Mit- tag eingetroffene französische Kriegs-Dampfschiff „Solon“ erhalten wir wieder einige Nachrichten aus Venedig. Manin soll die Dik- tatur niedergelegt haben und nur noch einer Militair-KOMmi sion vorstehen, welche aus den Generalen Pepe, Bua und 21an zu am-
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mengeseßt ist. Der furchtbarske TerroriSmus macht" den Wunsch nach baldiger Befreiung immer rxger. Gestern h_orte man haet wieder mehrere Stunden hindurch tn längeren und kurzeren Pausen den Kanonendonner von Venedig herüber. „Man hqt den Venetia- nern vorgespiegelt, die Ungarn l)ätxen Trust bexexts besext und schickten sich an, den Unsrigen vor threr Stadt m den Nacken zu fallen. Mit solchen Fabeln sucht man dyn gesunkenen Muthddes Volkes aufrecht zu erhalten. Die Ancomtaner soklen »euerdmgs einen Ausfall gemacht haben, aber von unserer Kavallerte und ei- nigen Jäger-Compagnieen mit g'roßem Verluste geworfen wor- den sein.
Brünn, 17. Juni. (Wanderer.) Wie man hört, soll das Lager bei Budatin, wegen Besorgniß vor, der Choler'a, die schon mehrere Offiziere, Worunter einejz Oberst-Lreuteuant, hmgexafft hax, baldigst in das Arwar-Komikat übertragen, werden. Da xedoch dre Russen mit ihrem Hauptquartier in Kubm stehen und das ganze 'turozer Komitat nach dem Rückzuge der „Magyarxn gegen die
crgstädte beseßt halten, so würde durch ob1ge Pofitton die „Sache nicht verbessert, vielmehr diese beiden Heere auf einen verhaltmß- mäßig kleinen Raum zusammengedrängt und so der Cntwickelzmg von Epidemieen nur noch mehr auögescßt sein. Im Allgememen sind die Märsche, Bewegungen und Disppsitionen der russtsckyen Truppen mit einem solchen Geheimniß umhüllt, daß Niemand Über dieselben etwas Gewiffes vorauszusagen im Stande ist, und selbst Marschrouten, die als ganz gewiß angegeben wurden, sick) späterhin als unrichtig darstellen. So wurdenerstinvcrfloffcnerWoche dieschon meh- meremale angesa ten 10,000 Mann russische Kavallerie auf ihrem Zuge durch Sch esien nach der ungarischen Gränze vergebens er- wartet. _Dagegen findet man fortwährend die Hauptstraße von Pro- viant- und Fouragewagen besth, welche den längs der Waag im trentschiner Komitat stehenden verbündeten Truppen nachfahren. In den ersten zwei Jum'wochen sah man derlei Wagen bei 2000, “worunter allein hannakische bei 450, welche diesen Vorspann gegen Verpflegun fiir die Pferde und gemeine Militair-Tageslö'hnung leisten mü en, während auch die Bewohner der Baskiden und Flä- chen im teschner Kreise dieselben Dienste mit der lobwürdigsten Be- reitwiUigkeit versehen und selbst dje Cholera nicht scheuen, die sich schon manche im Lager abgeholt haben, anch mchrere der hannaki- schen Fuhrleute find von dieser Seuche befaklen worden.
Bayern. Aus d er P falz, “17. Juni. (D. Z.) Das Lügenregi- ment unserer provisorischen Regierung spukt noch immer. Gestern kam von Neustadt aus ein Bote in die Umgegend von Kaiserslautern, der im Geheimen das Volk aufforderte, nur Stand zu halten und nicht zu Verzagen, die Franzosen seien im Anmarsch und würden die Preußen bald wieder vertrieben haben. Heute Morgen sechs Uhr zogen die 800 Mann Preußen, die in Otterberg la- gen, gegen Dürkheim. Plötzlich erscholl der Ruf: Die Franzosen kommen. Aber anstatt der Freude bemächtigte sick) Aller der größte Schrecken. Man flüchtete sich, das Vieh und das Beste dcr Mobi- lien sogar schon in die Wälder und auf die Berge, bis fick) ergab, daß die Heerhaufen, welche man im Lauterthal bemerkt, nichts als neue Zuzüge von Preußen seien. Zn Kaiserslautern wollte man auch wissen, ein französischer General habe inkognito kurz vor An- kunft der- Preußen die Stadt passirt. Ein guter Theil unserer pfälzischen Liberalen ist einfältig genug, dergleichen Dinge zu glau- ben. Eben verbreitet sich die Nachricht, daß Schmidt jun., der Schreiber von Nic. Schmitt, welchcr hauptsächlich die Redaction dcs Boten für Stadt und Land, des „Lügenboten“, wie man ihn nannte, besorgt, von den Prcußen gefangen genommen worden Lei, als er sich einer voreiligen Natur gemäß des Spionirens hal er etwas zu weit aus dem neustadter Thale herausgewagt.
Aus der Pfalz, 18. Juni. (D. J.) Vorgestern, Sonn- abend, brachen die drei preußischen Regimenter, dio in Kaiserslau- tern und der Umge end lagen, des Morgens in aller Stille gegen Neustadt und Där heim auf. Beide Orte wurden, ohne daß ein Schuß gefallen, von ihnen erreicht. In dem Thale, das fich von Frankenstein nach Neustadt zieht, hatte man einige blutige Arbeit erwartet. Noch am Freitag hatten bei Frankenstein zwei Kanonen gestanden, um den engen Paß, in dem nur die Eisenbahn, die Landstraße und ein Back) Raum haben, zu vertheidigen. Ein Corps der Preußen hatte darum den Umweg über Eberstein ein- geschlagen, um bei Frankeneck in das neustädter Thal zu gelan- gen und bei einem Zusammenstoß den Aufständischen in den Rück-cn zu fallen. Aber auf das bloße Gerücht hin, die Prcußen seten ux: Anmarsch, hatte man schon am Freitag die Kanonen in alxer Ctl abfahren lassen und war nach Neustadt geeilt. Bei Dürkhetm sol! eine Anzahl Turner gefangen, auch bereits ein preußisches Trup- pencorps, das von der Ebene aus vorgedrungen, angetroffengvotx- den sein. Auch durch das annweiler Thal sind die Preußen m dre Ebene vorgedrungen. Die Freischaaren sonen sich um Landau zzt- sammenÉezogen haben, werden aber unter dem Festung1191111"?!z wenig chuh finden. Die provisorische Regierung" soll MYM!) genkandel sich begeben aben, um fich die NhkiUkakel bei Da zu sichern und die Zucht nach Baden offen 31,1 h?“";vohWU„ auch Speier bereits von Preußen bYseßt kst- tstleZemir zug„ bürgte Thatsache. In Kaisexslautern *,oll nach vies-