1849 / 183 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

Markt- Berichte.

- “ni Sber 30, Juni, Zufuhr war gering. Weizen 56 biF'70 Sgr. pT,Schfl., Roggen 25 bis 28 Sgr., große Gerste 20 bis 25 Sgr., kleine Gerste 18 bis 23 Sgr., Hafer 14 bis 17 Sgr., raue Erbsen 28 bis 30 Sgr., weiße Erbsen 30 Sgr., KartoZeln 14 bis 16 Sgr., Heu 15 bis 18 Sgr. pr. (Ltr., Stroh 122 Sgr. pr. Schock.

Danzig, 30. Juni. Die Ausbietungen an unserer Kornbörse beliefen fich in dieser Woche, ohne die aus der vorigen herüberge- nommenen, auf 800 Lasten, meistens Weizen, Davon wurden laut dem Dienstags-Bericht 250 Last Weizen bei ziemlich belebter Kauf- lust abgeschlossen, und seitdem sind 300 Last zu Preisen gemacht, bei denen gegen die vor 14 Tagen notirten eine Steigerung bis 25 Fl. anzunehmen sein dürfte. Die bekannt Yewordenen Preise für schöne polnische 132_35pfd. Gattungen sind 30, 445, 450 Fl., es soll auch 455 F1. gezahlt worden sein. Abfallende 125_31pfd. 340, 370, 401) Fl.

140 Last 123_24pfd. Roggen wurden zu 180, 185 F1. abge-

lo sen. sch sFiir 30 Last 107_9pfd, Gerste Preis unbekannt.

Der Inhalt der auswärtigen Berichte findet in unserer Witte- rung so bedeutende Unterstüyuug, daß die Lebhaftigkeit unserer Kornbörseungeachtetdes Blokadrzustandes wohl gerechtfertigtschcint; die Witjerung ist seit drei bis vier Wochen im Allgemeinen voll- kommen herbstlich, jedoch ohne bedeutender: Regen, und daß sie schon ]"th auf die künftige Acrndte eine nachtheilige feststehende Wirkung gehabt haben dürfte, erscheint in hohem Grade wahrscheinlich.

Die ncucste Liste von Thorn zeigt nur ein paar Tausend Stiick Hölzer; vermuthlich halten die Stürme die Fahrzeuge auf. Der Wasserstand ift niedrig.

Stettin, 2. Juli, Das Wetter blieb auch während der [eß- ten Tage stürmisch und rauh, es fehlt dabei fortwährend an Regen, und die besseren Ausschten für das Gedeihen unserer Sommerfeld- friiéhte, welche sich kiirzlich eröffneten, beginnen aufs neue, sich zu trüben. Wenn nicht die Vorräthe von Getraide so bedeutend wären, und wenn nicht aus anderen Gegenden günstigere Nachrichten über die Aerndte einträfen, so könnte man sich wirklich der Besorgniß hingeben, da von vielen Seiten behauptet wird, daß die Felder in hiesiger Gegend keine befferen Ausßchten gewährten, als in dem unfruchtbaren Jahre 1846. Zum Glück erstreckt fich dies aber nur über einen Theil des nördlichen Deutschlands, der aus anderen Gc- gendcn, wenn Mangel eintreten sollte, versorgt werden könnte.

Die düstere Stimmung für Weizen behauptet sich Vollkommen, der Umsay seitFrcitag war aber Weniger bedeutend, als in den Ta-

en vorher, weil die Inhaber ihre Forderungen aufs neue und zum

Zheil sehr bedeutend erhöht hatten. (Hehandelt sind 50 Wspl. Pom. 89pr. zu 59 Rthlr., ca. 90 Wspl. gelb. schief. 90pfd. zu 60 Rthlr. und eine Partie von 128 Wspl. sehr hübscher gelb. schief. 90pfd. mit Ueberlieferung der Lagerräume zu 61 Rthlr.; jeyt hält man 89190130). Waare auf 62 3 6215 Rthlr,

Die Roggenpreise haben eine neue und zWar sehr bedeutende Steigerung erfahren, die beffxre Stimmung für diesen Artikel scheint durch den ziemlich starken Abzug an den Konsum der Stadt und selbst der Umgegend unierstüßt zu werden, und es ist daher wohl möglich, daß uns die nächsten Tage eine fernere Erhöhung bringen, wenn nicht etwa die Landleute durch die besseren Preise mit ihren Vorräthen an den Markt gelockt werden. Für 8-1pr. loco bezahlte man 30 a 301, Rthsr., 86pfd. 311, Rthlr., Juli/Augusi 82pfd. 30 Rthlr. bez. und (Hld., 86pfd. 31Z Rthlr. bez. und Eid„ Sep- tember/"Oktober 82pfd. 322 Rthlr. bez., 33 Br., 86pfd. 33:2 Rthlr. Gld., 34 Rthlr. Br. In der Uckermark zahlten Miiller an Guts- befißer schon 32 Rthlr.

1178

Große Gerste in loco 74/76pfd. auh 27 Rthlr. gehalten, 26 Rthlr. geboten; Septemb/Oktob. YZ 5/76pfd. Waare mit 27 Rthlr. bezahlt, jeyt 28 Rthlr. Eid„ YRthlr. Br. Von klei- ner Ger e 70pfd. sind 150 Wispel zu 22 Rthlr. ab Stralsund frei im Schi gekauft. Schlesische Gerste pr. September-Abladung 28? Rthlr. gefordert, 28 Rthlr. geboten. Pomm.Hafer ist sehr be ehrt, in loco 18 bis 19;Rthlr. bez., 19 Rthlr. (H1d.; September/O tober 54/ 551911), 21 Rthlr. bez. u. Eid„ 150 Wspl. 50pfd. Waare Wur- den zu 18 Rthlr. ab Stralsund frei Schiff begeben; heute dafiir

geboten.

Rüböl bleibt angenehm, loco 132 a 2.3 Juli 1255 Rthlr. Gld., “13Rthlr. Br.; Juli/August und August/September 1243 Rthlr. bez.; September/Oktober 125/44, Rthlr. bez. u. Gld., 12"; Rthlr. gefordert, aber gute'Abgeber fast fehlend.

Leinöl in loco 10 Rthlr., inkl. Faß. *

Von Rapps nnd Rübsen wird noch immer nichts offerirt; in der Provinz sollen einige Abschlüsse zu 75 a 78 Rthlr. mit Land- leuten gemacht sein. Landleute wollen jest nur an der prenzlauer Produkten-Bö'rse verkaufen und nicht unter 78 Rthir.

Spiritus loco flau, Juli/Aug. 23 % Br., Aug. 22 % bezahlt, Sept. 21 % Br,

Zink in loco 4“; Rthlr, Br., 4% Rthlr. G.

Nach der Börse. Weizen 62 Rthlr. Br., 61 Rthlr. be . Roggen höher und loco bezahlte man 31? 332'5 Rthlr. Br., pr. Zuli/Aug. für 82pfd. 30Y Rthlr., fiir 86pfd. do. 32 Rthlr., pr. August 11. Sept. fiir 86pfd. 33“; MM., pr. September 33 Rthlr. pro 82- pfd., pr, Oktobcr/November pr. do. 32 Rthlr. Gerste 27 Rt lr. Br., 26 Rthlr. bez, Hafer in loco mit 20 Rthlr. bez. und r., pr. Sept.,/ Okt. 52pfd. mit 21 Rthlr. bez.

Rübö'l in loco 131 Rthlr. efordert, pr. August und Sept. Okt. 12"/3 Rthlr. bez., pr. Sept. Okt. 12542 Rthlr. bez., pr. Nov, Dez. 124 Rthlr. bez.

“t Feißn? 10 Rthlr. gef., 95-1. Rthlr. ohne Faß bez., 935, ck *10Rthlr. mt a 13.

Spiritus aus erster Hand zur Stelle nichts, aus zweiter Hand in loco 22;2 % ges., 23% bez, inkl. Faß, pr. Juli WF %, pr. Aug. 214 Zi 22 % bez.

Pottcxsche 925 Rthlr. versi. gcf., 92 Rthlr. Geld.

Syrup, kölner, 91; Rthlr. auf Lief. bez., 10 Rthlr. Br.

Stettin, 3.'Zu1i. Das Wetter ist noch immer kühl bei be- decktem Himmel. Gestern Nachmittag regnete es, aber nur unbe- deutend.

Von Weizen wurde heute eine Partie 90pfd. bunter poln. zu geheim gehaltenem Preise verkauft, man vcrmuthet 60"; Rthlr.

Roggen in loco 84pr. 32 Rthlr. gcford., 31 Rthlr. geb., pro Zuli/"Aug. 82pfd. 32 Rthlr, bez. n. Br., 86pfd. 33 Rihlr. bez. 11, Br., pr. Aug./'Sept. 82pfd. 3323- Rthlr. bez. n. Br„ pr. Sept./ Okt. 82pfd. 34 _ 3313" Rthlr. bez., leytercs ohne die Klausel „un-

edarrter“, 33.15 Rthlr. Br., 86pfd. 342 Rthlr. bez. u. Br., pro kt./Nov. wurden 100 Winspel 86pfd. mit 35 Rthlr. bez. und ist dies noch gefordert.

Große Gerste in loco ohne Umsay pr. Sept./Ok1. fur 75pfd. 28';, 29 : Rthlr. bez. Von Schlesien abzuladen wird für 7.5pr. 28? Rthlr. gefordert.

1 Hafer in loco 20 Rthlr. bez., pr. Sepi./Okt. 22 Rthlr. bez. und Geld. '

Heutiger Landmarkt: Roggen. Gerste. 30 a 34. 22 3 24.

Erbsen.

a er. H f 30 3 32.

Weizen. 18 3 20.

58 3 62.

. Rüböl in loco 13.4,- Rthkr. Br., pr. Juli 13 Rthlr. Br., 1231 ' Rthlr. bez., pr. Juli/“Aug. 13 Rthlr. gefordert, pr. Aug./'Sept. 1226 Rthlr. bez., pr. Sept./Ok1br. 1277 3 5; Rthlr. bez.

19 Rthlr. geboten. Erbsen wenig angetragen, für 11. 30 a 32 Rthlr;

Heu pr.

Spiritus aus er er Hand zur Stelle NZN, ohne Faß, aus Zweiter Hand 232% ez. u. (Bld., pr. Iuli/ ug. 211% Br., 22% Eid„ pr. Sept. 212%

Breölau, 3. Juli. Weizen, weißer 62, 66, 70 Sgr., gelber*58, 62, 66 S

Rog en 30, 32, 34 Sgr.

Ger e 21, NY, 24 Sgr.

Hafer 19, 20'7, 22 Sgr.

Kleesaat fest. Preise unverändert.

Spiritus 757; Nthlr. bez,

Rübö'l 14'1 Geld.

Zink ab Gleiwiß 3000 Ctr. u 4 Rthlr. bez.

- Unsere Getraidepreise änderten sich heute nicht, nur Roggen

war zu Ende des Marktes mehr angetragen.

Neuß, 28. Juni. Weizen 2 Rthlr. 11 Sgr., Roggen 1 Rthlr. 6 Sgr., Wintergerste 1 Rthlr. 6 Sgr., Sommergerste 1 Rthlr. 6 Sgr., Buchweizen 1 Rthlr. 12 S r., 2 Rthlr., Rappsaamen 3 Rt lr. 20 S Ctr. von 110 1200 Pfd. 3 Rthlr. 18 S r.

Kleiner Saamen 3 Rt r. 8 Sgr. ,

Rüböl pr. Ohm 3 282 Pfd. o. F. 33 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf., dito pr. Oktober 32 Rthlr. 15 Sgr. .

Rübkuchen pr. 1000 St. 30 Rthlr. '

Preßkuchen pr. 2000 Pfd. 26 Rthlr.

Branntwein pr. O 111 18 Gr. 11 Rthlr. 25 Sgr.

,(Hereinigtes Oel 3

Getraide bet“ ziemlicher Frage gut preishaltend; Nübol eher etwas angenehmer.

u . 231% bez., pr. Zr„ 211% Gld.

gr.

Hafer 22 S r., Erbsen gr., Kartoffeln 2 Sgr. fd. 20 Sgr., Stroh pr. Schock von

Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf.

Bekanntmachung.

Die Vorschrift des §. 26 der Maaß- und Gewichts-Ordnung vom 16. Mai 1816, ' , nach welcher die Böttcher kein neues oder durch CmseÉung neuer Dauben verändertes Gefäß, worin Wem, Branntwein, Esfig und ähnliche Flüssigkeiten verkauft wer- den, aus den Händen geben dürfen, ohne darauf die her- liner Qua7rtzahl und ihren Stempel einzubrennen, im lei en des . 2 ,

g ck nach ?velchem der Böttcher durch das bloße Unterlassen der Bezeichnung eincn Thaler Strafe verwirkt hat, das unrichtig befundene gebrannte Gefäß unentgeltlich umar- beiten und den Werth des Gefäßes als Strafe erlegrn

ier,

mu , . wird hierdurc?) mit dem Vemerken in „Erinnerung gebracht, daß die Aufstellung unbezeichneter Gefäße zum Verkaufe auf dcn Jahrmärk- ten und sonst nicht zugelassen werden wird. Berlin, den 24. Juni 1849.

Königliches Polizei - Präsidium.

von Hinckeldey.

Bekanntmachungen.

[314] Steckbrief.

Der unten näher bezeichnet.- Kürschner-Geselle Wil- helm Rother, welcher des Diebstahls dringend ver- dächtig ist, soll zur Voruntcrsuchun gezogen werden, sein Aufenthalt ist jedoch bis jest ni 1 zu ermitteln qc- _ wesen. Derselbe hat am 4. März 1848 von der Kö- *“ niglichen Polizei-Direction zu Stettin Visa nach Posen Jnt erhalten, ist dort aber nicht angekommen.

Es Werden alle Civil- und Militair-Behörden dcs Jn- und Auslandes diensiergebensi ersucht, auf densel- ben zu vigiliren, ihn im Befreiungsfalle fcstzunehmcn und mit allen bei ihm fich vorfindenden Gegenständen und Geldern mittelst Transports gefesselt unter sicherem (He- leit in das Kriminal-Gefängniß hierselbsi, Heiligegcist- Straße Nr. 217, ab uliefern.

[1896]

...;»:1; j.“ WW." --

„LK

Obrrsci)lrsisrhe Eisenbahn..

Bei der heute in Gemäßhrit der Be- stimmungen dcr §§.11 und 13 des un- „„ _ : icrm 11. August 1843 Allerhöchst be- „? "„11stä1igten Nachtrags zum Statut unserer Fi Gesellschaft stattgefundenen Zten Aus- , “4 loosung von 128 Stiicken der an Privat- .* Y eressenten überlassenen 20,570 Siamm-Actien 1.111.13. ..?;1' „i ' smd folgende Nummern gezogen Worden: do

199. 281. 427. 561. 649. 845. 991.1672. 1776, 1895. 1929. 1997, 2071. 2219. 2285. 2467. 2639. 2911. 2944, 3048. 3361. 3555. 3608. 4079. 4395. D a s 4400. 4522. 4554. 4829. 5140. 5168, 5357. 5459. 5473. 5821. 5898. 6316. 6317, 6333, 6429, 6512, 6514, 6787. 6707. 6846. 6874. 6920. 7041. 7054., 7071. 7152, 7459. 7603. 7873. 7917. 8081, 8130,

[19013]

Eisenbahn

i,;F-ßii MOD **-

ausgezahlt,

_ „__._________„_._.___._-.__-___-_-«_- „_______..._.__

Die am 2. Juli (:. fälligen Zinsen auf unsere Pxioritäts-Actien wer- . den in der Zeit vom 2ten bis 151en "_edesselben Monats bei unserer Hauptkasse _] hier auf dem Oberschlefischen Bahnhose, : bei der Vetriebskasse in Krakau ausdem rtigen Vahnhofe und in Berlin bei den Herren M. Oppenheim's Söhnen gegen Abgabe der Coupons

Breslau, den 30, Juni 1849. Direktbrinm.

Magdeburg - Wiitrnbcrgrsche

Die Er- Juli 6.“ statt, und

- - 8335. 8605. 8901. 8975. 9025, 9453. 9465. 9642. “' , K,.SZ'TZ'WSÖZ' .?" 'u11l1F14111111un f.. S f" ck 9810. 9832. 9932, 10196. 10241, 10194. 10499. [1851'] Elstnbähno oms'che “' smch* g "* m'“ "" 10556. 10737. 10928. 11253,11517 1157511586. * Die Bauwerke find nunmehr so weit S 1“ g n a 1 e m e n 1. 12126. 12176. 12360. 12481. 12568. 12623. 12681. W" „o.gesch,z„,n daß deahn „. d„Aus. Familienname: Rother, Vorname: Wilhelm, 12740. 12892. 13303. 13676. 13683. 13731. 13783. ;, dehnung zw11chen Magdeburg und See- Geburtsort: Reichsthal, Kreis Namslan, Aufenthalts- 14093. 14268. 14321. 14341. 14485. 14623. 14737. ' . „' hausen dem Personen- und Gütex.Ver- ort, leßter: Steitin, Religion: katholisch, Alter: 23 14884. 15019. 15241. 15482. 17598. 15930. 15994. . * ' K,)".- kehr überqeben wcrden kann. Jahre, Größe: 5Fuß5Zo11, Haare: hellbraun, Stirn: 16065. 16420. 16745. 17080. 17225. 17824. 17876. „91-33. öffnung findet am 7, bedeckt, Augenbrauen:braun, Augen:aran, Nase:breit, 17882. 18231. 19312. 19329. 19564. 19578. 19589, tritt von diesem Tage bis aufWeitrres folgender Fahr“

Mund: gewöhnlich, Vari: braun, Zähne: gut, Kinn 19602. 19787. und Gefichtsbildung: länglich, Gesichtsfarbe: gesund, Gestalt: mittel, Sprache: deutsch, besondere Kennzei- chen: keine.

Bekleidung kann nicht angegeben werden.

zum Nennwerthe

[315] Bekanntmachung. - Am 15. Juni d.J., 3111 Zeit dcs diesjährigenWoll- marktes, find dem Fabrikanten Carl Haagen aus Neu- Ruppin aus "seinem Logis im Gasthofe zum Deutschen Hause 1000 Thlr. in Lüneburger Kaffen-Anweisungen, imd zwar 500 Thlr. in Fiinfthnlerscheincn nnd 500 Thlr. rn Einthalerschcincn, gewaltsam entwendet worden, Jeder, welcher iiber den Diebstahl, den Thäter oder dxn Verbleib des (Geldes etwas anzugeben vermag, wird hiermit nach Vorschrift der Gesetze aufgefordert, seine W111M„1_cha11 de_m ernannten Untersuchungsrichter, Refe- rendarirrs Freyicbmidt, entweder mündlich während der FZrUWWSTYYZU ikB der hiefigen Kustodie, oder schrift- er ' Namens mitzutheilen,eznchnung seines Wohnortes und ““ZA-e" we'dm dadUkkb unter keinen Umständen vcr- Stettin, den 22. Juni 1849.

Königliches KreiSJericht. Abtheilung sür Strafsachen.

“__-«___

bracht,

denscheinen nicht

19909. 20025. 20045. 20052. 20.217. Wir bringen dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, das; die Auszahlung der Kapitals -Veiräge

zember d. I. ab gegen Aushändigung der Aciien nebst den fiir die Zeit vom 1.Jannar 1850 ab ausgegebenen Zins-Coupons und Dividendenscheinen bei der König- lichen Regierungs-Hauptkasse in Breslau erfolgt.

Der Betrag fehlender Zins-Coupons und Dividen- kenscheine wird vom Kapitals-Betmge in Abzug ge-

Wrun der Inhaber einer ,auszxeloosien Artie dieselbe nebst den beizubringenden Zins-Coupons und Dividen-

halb fünf Jahren abliese;t oder, für den Fall des Ver- lustes, deren gerichtliche 5.Nortifi_;irung nicht innsrhalb dieses fünfjährigen Zeitraums nachweist, so wird von uns, dem §. 1.3 des beziiglichcn Statuten-Naäxiragcs -entsprechend, das öffentliche Aufgebot der Artie nebst Coupons und Dividendensrheinen bei dem hiefigen Kö- niglichen Stadtgericht nachgesucht, die Kosien des Ver- fahrens aus dem Kapitals-Vctrage der_Actie entnom- men „und der Ueberrcsi nach erfolgtei Präklusion an die Pensions- nnd Utitersiüsungs-Kasse der Gesc'llschasts- Beamten ausgezahlt werden. _ Breslau, den 2. Juli 1819. Der Verwaltungs-Ratc?) dcr Oberschlesischen Eisenbahn-

plan in Kraft:

der gezogenen Actien vom 15. De-

b) Personenzug

- , b er onen 11 vom 15. Dezember 1). I. ab mner- ) P“ s 3 g

schiff bcwirkt werden.

ese'llschaft.

...-..

Abfahrt von Magdeburg:

71) Pirsonenzug 6

6) Zug mit Gütern und Personen 5

Ankunft in Seehan

&) Personenzug 8 Uh

b) ZugmitGütern u.Personen 8 Uhr 41 Mm,Nachm. Abfahrt von Seehausen:-

:1) Zug mit Gütern 11. Personen 6 Uhr 17 Min, Vorm.

1 Uhr 47 Mm. Nachm„

? Uhr Vormittags, ?Uhr Nachmittags. e n:

r 55 Min. Vorm.

Ankunft in Magdeburg: ,

.'1) Zug mit Gütern u. ersonen 9 Uhr 46 Min. Vorm. 4 Uhr 15 Mm.,Nachm.

Wik hoffen im Laufe des Monats Juli c. die gaqze Bahnstrecke zwischen Magdeburg und Wittenbxkge "" bequemen Anschluss: an die Hamburger Bahn., M voli- ständigcn Betrieb zu scßen, und werden ferner Z"t Tarife fiir die direkte Beförderung zwischen Hampurg, Magdeburg und Leipzig bekannt machen. ber e wird alsdann der TranSport über die,E1be ohn? Bechwerlichkeit fiir das Publikum durch exn Dampf“ Zn Magdeburg isi fur dl? V““ bindung mit den daselbst mündenden Bahnen m der Weise gesorgt, daß die Passagiere fiir 2; Sgr. 5 F““ son von Bahnhof zu Bahnhof befördert werden, ' en- daselbst haben wir versuchsweise die Einrlchkun 8?“ troffen, daß die Güter nach Wunsch des Publku-ms durch unsere Gespanne an.- und abgerollt wxrden; hier- Über, so. wie hinsichtlich der Tarife :c., enthält das Be-

Zn Witten-

triebs-Regkemen1,wclches bei jedem Einnehmer für 1 Sgr. zu haben ist, das Nähere. Magdeburg, den 30, Juni 1849. Direktorium der Magdeburg-Wittenbergischen Eisenbahn-Gesellschast. ' (gez.) Harte.

[328] Nürnberg, den 30. Juni 1849.

t e ck b r i e

vom Uniersuchungsrichter am Königlichen Kreis- u1:d Stadtgericht Nürnberg.

Wilhelm Türnmel, aus Braunschweig gebür- tig, Buchdrucker dahier, unterliegt der Untersuchung, wegen Aufforderung zum staatsverrärherischen Aufruhr und ist seine Verhaftung angeordnet.

Da sein Aufenthalt unbekannt, so ergeht an alle Gerichts- und Polizei-Vehörden des Zu- und Auslan- des das Anfinnen, genannten Wilhelm Tümmrl auf Betreten zu verhaften und anherliefrrn zu lassen,

Griindhcrr. ,Signalemerit.

Wilhelm Tümmel ist 41 Jahr alt, von mittlerer Größe, schlankcm Körperbau, hat dunkeles, ziemlich dünnes, glattlicgendes Haar, schwarze Augen, schmales Geficht.

Er trug in jüngster Zeit einen braunen, diinnen mit dem Kncbelbart zusammengewachseuen Schnurrbart. Er hat gerade Haltung und führt einen gemessenen, ziem- lich großen Schritt. Er spricht den norddeutschen Dia- leit. Seine Kleidung ist modern, die einzelnen Klei- dungsstücke können nicht beschrieben werden.

S „i e ck b r i. x s vom Untersuchunquichter am Kömglrchcn Krets- und Stadt ericht Nürnberg, Georg Lederer, ierbrauer von Nürnberg, unter-

„liegt der Untersuchung wegen Aufforderung zum staats-

verrätherischen Aufruhr, und ist seine Verhaftung ange- ordnet.

Da sein Aufenthalt unbekannt, so ergeht an alle Gerichts- und Polizei-Behörden des Jn- und Auslau- des das Anfinnen, genannten Georg Lederer auf Betreten zu verhaften und anherliefern zu lassen.

G r u 11 dh err. Signalement.

Georg Lederer isi etwa 38 Jahre alt, von _an- sehnlicher Größe, starker untersester Statur, er hat licht- braunes Haar und einen dergleichen Schnurrbart, graue Augen, etwas spise Nase, volies Gesicht, ges'undejGe- fichtsfarbe. Er hält fich zixmlich gerade. Sem Dialekt ist der in biefiger Gegend ublrchko

Seine Kleidung isi modern, kann aber den einzelnen Stücken nach nicht angegeben werden.

Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ahr. 4 Rthlr. . ZZahr. 8 Rchlr. - 1 Jahr.

in allen Theilxn der Monarchie o_hne kreis-Erhöhung.

Bei etnze n'en Nummern wird

der Bogen mit 2; Sgr. h_erechnec.

218 18355

Inhalt.*

Deutschland.

Preußen. Berlin, Neueste Nachrichten aus Baden und Paris. _ Bresla u. Konstituirung der Handelskammer.

Württemberß, Stutxgartx Rückkehr des Königs, _ Veröffentli- chung des (He eyes zur Einberufung einer konstituirenden Versammiung. _ Bekanntmachung. '

Bayen. :»KarWruhe, Bericht iiber die Kriegs-Ercignisse. _ Ver-

_ mrschtes. _ Verordnungen. _ Freiburg. Ansprache der Landes-Ver- samirilung. _-Ofsenburg. General Sznaide nach Frankreich. _ Die baduche Garmson hat Krhl verlassen, _ Gernsbach und Baden.

HIFclxr-chün vomSKriegssrhiauplas, S o eno ern: i marn en. imarin en. - e' - Libgeoédnete Wiirth,g g g g D" R 1chstags

Frankfurt. Frankfurt a. M, Erlaß des Reichsverwesers.

A u s l a n d. '

Frankreich. Geseßßebende Versammlung. Urlaub an General Beft-eau. _ Neue. Prafidentcnwnhl. _ Kommisfions-Antrag anf Autori- sa11on zur genchtlrchen Untrksuchung gegen sechs Repräsentanten._ Pa- m s. Mission Bedeau's nach 910de italienische Nachrichten. _ Tie parrwr Wahlen. _ Wahlbetrugereien. _ Gerichiliche Verfolgung von Neprasenmnten. _ Verhaftungen. _ Ausweisung von Flüchtlingcn. _ Entlassungsgesuch des Nicderrhein-Präfekten. _. Guizot. _ Geschichte der. G1sazzgenschaft Loms Vonaparte'c._ Vermischtes. _ Straßburg. Wwdercroffnzmg dcr iölnischen Dampfschifffahrt.

Gxoybxitamen und „AMD. Londbn. Hofnachrichten, _ Die irlarzdrsche Yrmensieuerbti. _ Die neue City-Wahl. _ Untergang eines Schiffes 11111 Ariswrxndcrern, _ Italienische Flüchtlinge auf Malta, _

310011! der englischen Kotonialverwaltung, . erdzland imd Polen. St. Petersburg. Rangerhöhung des rus- Yl'léc" €):]andten bei der Pforte. _ Warschau. Airgrkommene und gxm e. Belgien. Brüssel. Audienz. _ Reise des Herrn Drouyn de Lhuys,“'1

Amtlicher Theil.

Italien, Genua. Militairische und polizeilichen Vorkehrungen. _ Rory. Mnthlofigkrit und Zwiespalt. _" Turin. Karl Albert. _ Civitavecchia, Der Kampf um Rom.

Nkoldau und Walachei. Bucharest. Jrrterimi|tischer Oberbefehls- haber dcs Reserve- und Occupations-Corps, I9n11c1)eInseln. Korfu. Fluchtverprovisorischen RegierungvonAncona. Turkei. Kpnsiantinopel, Komnnssare nach den Donaufiirsienthü- mern, _ Rustnngen. _ Fértersbrunst.-_ Diswntobank. _ Smyrna. Érrrßhxiose Piratenverfolgung, _ Türkrsche Konsulate in den msfischen ee amt.

Aegypxxn. Alexandrien. Befinden Mkhmed Ali's. _ Kontumaz- Konimrpfion,

Verxmtgte Staaten von Nord = Amerika. N ew - York. Er- Prafikent Polk +. _ Vcrmischtes.

Börsen- und HandelE-Nachricbten.

Beilage. ___-*?

éZ'TJka'“ "I'M

21m111cher Theil.

Die Verordnung Vom 10". Mai d. J. legt den nach erklärtem Belagerungszustande eingefeyten Kriegsgerichien die Zuständigkeit bei, Über gewisse Verbrechen und Vergehen zu erkennen; sie schließt jedes Rechtsmittil gegen die kriegsgerickülichen Urthcile aus und bestimmt, daß dieselben innerhalb 24 Stunden vollzogen werden ollen. '

s Nachdem der §. 14 verordnet hat, daß die Wirksamkeit der Kriegsgcricyte mit der Beendigung des Belagerungszustandes auf- hörc, bestimmt der §. “15 wörtlich also: „Nach aufgehobenem Belagerungszustande werden alle vom Kriegs- gerichte erlassenen Urtheiie sammt Bciagstücken und dazu gehö- renden Vcrhandlungen, so wie die noch schwebemden Untersuchungs- sachen, an die ordentlichen Gerichte abgegeben, von denen alsdann auf die ordentiiche geseyliche Strafe zu erkennen ist.“

Eine blos grammatische Auslegung könnte dahin führen, die Worte:

„Von denen alsdann auf die ordentliche gesetzliche

„Strafe zu erkennen ist“ auf den ganzen Say zu beziehen und so den Fällen, in welchen die ordentlichen Gerichte erkennen sollen, auch diejenigen beizuzählen, in welchen das Kriegsgrricht rechtskräftig erkannt hat. Akiein die (Hrundsäye iiber die Wirkung rechtskräftiger Urtheilc, 'die rechtliche Unmöglichkeit, die Von einem zuständigen Gcrichte abgeurtheilten Sachen anderen Gerichten zur nochmaligen Entscheidung vorzulegen, der innere Widerspruch, welchcr darin liegen würde, wenn Urthcile, deren dcfinitch Vollstreckung stattgefunden oder in den meisten Fäl- len Wenigstens begonnen hat, ohne Weiteres als nicht bestehend an- gesehen würden, widerschn sich einer solchen Auslegung und lassen *die Nothwendigkcii hervortreten, die hervvrgehobenen Worte auf die Sachen zu beschränken, Von denen unmittelbar vorher die Rede ist, nämlich mrs die nock) schwebenden Untersuchungssackwn. Es tritt hinzu, daß der §. 13 Nr. 8 in dem Falle, wv ein nicht vollstrecktes krie„ sgerick)1liches Urtheil auf Todesirafe lautet, die ergangene Entßcheidung über die Thatfrage fiir eststehend erklärt und dem or- dentlichen Gerichte ausnahmsweise die Brfugniß beilegt, dic erkannte Strafe in eine andere umzuwandeln.

G1eichwohl haben sich über die Auslegung des §. 15 Zweifel erhoben, deren Lösung durch eine Declaration der Verordnung des- halb als angemessen erscheinen diirfte, Weil die Grundsähe über die Rechtskraft der Urtheile in ihrer Anwendung auf kriegsgerichtliche Entscheidungen noch nichdeine Entwickelung erhalten haben, welche die Besorgniß vor Mißgrrffeti ausschließt.

Ew. Königlichen Majestät stellen wir daher ehrfurchtsvoll an- heim, die in dem Entwurfe beigefügte Declaration vollziehen zu

„Wollen.

Berlin, den 3. Juli 1849. Das Staats-Ministeriunt. Graf von Brandenburg. von Ladenberg. von der Heydt. Simons.

von Manteuffel. von Strotha. von Rabe.

Art des Königs Majestät.

Staa

Preußischer

W „Anzeiger. H

Berlin, Freitag den 6. Juli

Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden, König von d Preußfen :c. :c. veror neu an den Antra Unseres“ Staats-Ministeriums, an Grund des Art. 105 der Verfa ungs-Urkunde, was folgt: f §. 1. Der §. 15 der Verordnungéäber den Belagerungszusiand vom

' 10. Mai d. J. soil folgende Fassung erhalten:

Nach aufgehobenem Velagerungszustande werden alle vom K'riegsgerrchte erlassenen. Urtheile sammt Belagstücken und dazu gehörenden Verhandlungen, so wie die noch schwe- benden Untersirchungssachen, an die ordentlichen Gerichte abgegeben; diese haben in den von dem K'riegsgerichte noch nicht abgeurtheilten Sachen auf die ordentliche geseh- liche Strafe zu erkennen. §. 2. Die e enwärti e Diclaration tritt mit dem in Kraxt. g g g heutigin Tage Urundlich unter Unerer ö ei en ändi en Unter rit u beigedrucktcm KöniglichensInsik*?1.chst g h g sch f nd Gegeben Sanssouci, den . Juli 1849.

(b. 5.) Friedrich QLilhelm.

Graf Hon Brandenburg. von Ladenbcrg.

von Manteuffel. von Strotha. von der Heydt. von Rabe. Simons. '

V e r o r d n u n g wegenDeclaraiion des §. 15 der Verordnung vom 10. Mai d. J.

iiber dcn BilagerunZSzustand.

Ihre Königliche Hoheiten die Prinzessin Charlotte, der Prinz Albrecht Und die Prinzessin Alexandrine, Kinder Sr. König- lichen, Hoheit des Prinzen Albrecht, sind aus dem Haag hier wie- der eingetroffen. *

Ministerium für Handel, GeWerbe und öffentliche Arbeiten.

Das 24|e Stück der Geseß-Sammlung, welches heute ausgegeben wird, enthält: unter ? _ _ _“ Nr. 3143. Die“ Declaratioit “dis Geseßcs vom “9."Oktober 1848, betreffend die*-Sisiirung der Verhandlungen iiber die Reguiirung dcr guchérrlichen und bäuerlicken Ver- hältnisse Und über die Ablösung der Dienste, Natural- und Geld-Abgaben, so wie der““iibcr dicse Gegenstände anhängigen" Prozesse. Vom 3. Juli 1). Z. Die Verordnung qucn Declaration des §. 15 der Verordnung vom 10. at“ d.J. über den Belagerungs- Zustand. Vom 4. Juli 1849. Berlin, den 6. Juli 1849.

Debits-Comtoir der Geseß-Sammlung.

3144.

Abgereist: Se. Excellenz der Königlish bayeri e Staats- Minister, ])1'. von der Pfordten, nach München. fck

Nichtamtlichcr Theil. Deutschland.

Preußen. Berlin, 5. Juli. EineptelegraphischenDepesche aus dem Hauptquartiere Renchen vom 3. Juli zufolge ist das Corps des Generals Grafen von der Gröben vor Rastatt zurückgeblieben, wahrxnd das dies Generals von Hirschfeld, welchem sich Se. Königl. Hoheit der Prinz von Pr'eußen angeschlossen hatte, nach Offenburg geruckt ist. Kehl ist bereits gestern von pkeußischen Truppen beseyt worden. Die Znsurgeyten unter Miroslawsii sind nach Freiburg Yu Zbgezogcn, gefolgt in der Flanke dom Corps des Generals von

en er. syt 31.11 Jfreiburg (Lud BLcZntano und seine Mit-Diktatoren abge- 1 , reer aus mmen ingen, ein e rmali er D “i , 111110121111er Dliktatolrsernannt wvrden. h g M er ist zum 11 ie egrap)i chem Wege wird aus Paris vom 3. Juli 51 U" r Nachmittags gemeldet, daß nach einer so eben eingegangenenételtZ- grfaphischenxepesche des Generals Oudinot römische Deputirte sich beit l'émdellWefMdm habxrt,Pum WLW" der Uebergabe Roms zu un ermn en. an war in aris 1“: er en 1 da die " Truppen demnach Rom beseyt hätten. 3 g , ß franzofischen

s Bresdlau, 3. Juli. tituirung „er Handels-Kammer hicrsclbt dur den u di e von dxr Königlichen Regierung bestellten sKomncilissariusI, HeißrinLYrkiÉ germrister Bartsch,]tatk. In der darauf gehaltenen Sihung wurde HerrTheodor Molmari zum Präsidenten, Herr 'Fr.K1ocke zum Vicc- Prasidcnten erwahlt. _ Beide erklärten sich zur Annahme der auf Hie gefallenen Wahl berxrt. Die Führung der Sekretariats - Geschäfts wurde" dem Secretair M, Simson, das Amt eines Kanzlisten dem R. Dortyé; _uberiragen, welche beide schon in diesen Qualitäten bei ZIrxxovrdLrZchen Zarxdeilést-FKammer beschäftigt gewesen waren. Es en 1 zur 11 m e un eines a enden Loka " - dels-Kammer eine Kommission gerwählt.p ss ls fur die Han

Württemberg. Stuttgart, 3. Juli. S w "b Se. Majestät der Kiirzig isi am Sonnabend wieder lFierckzingaetioVekti? r?erdReisewLHzen war 111 Nagoldwow den Einwohnern festlich bekrTnzt ck31; eerjii'ckt. esiern Vornnttag rst dre Garde von Ludwigsburg hier

Das Regierungs-Blatt vom 2. Juli enthält das Gesch

(Bresl. Ztg.) * Geßerri fand die Kon- '

Alle post-Anftalten des In: und Auslandes nehmen Befteilung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition des preuß. Staats- Anzeigers:

Behren-Srraße Nr. 57.

1 842.5.

wegen Einberufung einer Versammlung von Volksvertretern zur Berathung einer Verfassung. , Der Mmister des Innern hat nachstehende Bekanntmachung in Betreff der bevorstehenden Wahl von Volksvertretern erlassen: „In dem Gescs, betreffend die Einberufung einer Versammlung von Boiksbcrtrctem zur Beraihung einer Revision der Verfassunq, werden alie diejenigen volljährigen Staatsbürger, welche in drm der ahl vorherge- gangenen Finanzjahre zu der direkten Staatssteuer, einschli-ß11'ch dcr Kapi- inlien- und Besoldungssieuer, beigetragen hach und im laufenden Finanz- jahr: noch beitragen, fiir wahlberechtigt erklärt. Der Nachweis der Steuer- zahlung läßt fich in Vrziehung auf die Grund -, Gefäll-, Gebäude- und GeWrrbestener, ferner binfichtlich der Steuer aus Vesoldungen und aus den dUkch Fasfion erhobenen Kapitalien durch die vorhandenen amtlichen Ver- zetchnisse fiihren. Dagegcn fehlt es an Verzeichnissen derjenigen Gläubiger öffentlicher Kassin, deren Kapitalsieuer durch die Verwaltungen dieser Kassen abgetragen wird. Damit nun kein wahlberechtigtcr Staatsbür- ger Wegen man elnden Nachweises der Steuer-Entrich1ung von dem Wahl- recht ausgescblo eu wird, ergeht an diejenigen Wahlmänner, welche ihr Wahlréch1 allein auf die Entrichtung einer Steuer (1119 Kapitalien gründen, wclche bei öffentlichen Kassen angelegt find und nicht fatirt werden, die Auf- forderung, bci Zeiten fich von der-Verwaltung derjenigen Kassen, welche die Stcurrzahlung durcb Abzug an dem Zins besorgt, cin Zeixgniß dariiber ausstellen zu lassen, _daß fie im Laufe des Finanzjahrs 1848-49 Kapital- sieuer entrichtet haben und noch fortwährend im Besitze des [.*csicuertrn Ka- pitals smd. Alle diejenigen, welche neben der Steuer aus Kapitalien, die nieht zu fatiren find, noch außerdem aus irgend wclchen Objcften zu der direkten Staatssteuer beitragen, haben nicht nöthig, sich diesen BeWeis ihrer Wahlberechtigung zu verschaffen, Den 2. Juli 1849. Ministerium des Innern. Duvcrnov,“ *

Baden. Karlsruhe, 1. Juli. "(D. Z.) Die Cernirung von Rastatt war gestern voüständig gelungen, worauf sich die Ope- rations-Armee heute wiederum theilte. General von der Gröben erhielt den Oberbefehl über das Belagerungs - Corps, während der Prinz von Preußen heute Morgen in der Ebene gegen das Ober- land aufbrach und General von Pcucker ihm zur Seite im Gebirge, hart an der württembergischen Gränze, vorriickte, um die Insurgen- ten, deren Hauptmacht den Schwarzwald erreicht hatte, Von den Höhen in die Ebene zu treiben und sie hier vom Corps des Prin- zen völlig schlagen zu lassen. "Zwischen 7 und 8 Uhr begannen die Gefechte dcr vereinigt operircnden Corps mit dem Feind?. Derselbe Wurde |th zum Theil schr heftigenWidrrstandes ungeachtet Überall onrferi und zog fich fcchtexdzuriick. Mittags stand der Prinzmitscinem

eneraljtabe m Bühl, während die Avantgarde seines Corps berrits Achern genommen und General von Peuch1r die seinige bis zum 911111111110- Sce vorgeschoben hatte. Jeßt geht es gegen Kchi, welches hrute noch Zzenommen' und wo der Ucbergang nach Straßburg verlegt werden oll. Wie es heißt, hat unsere Kavallerie den Znsurgentcn he'uie schwere Verluste zugefügt. Gleichzeitig mit dieser Nachricht qing dte_ weitere K_unde ein, daß Rastatt kapiiuiiren wolle. *Der Prinz hatte. gestern Auslieferung allrr Häupter drs Aufstandes, so ww aller nnlrtairischen Anführer Ulriangt. Was man gestern ver- 1vetgerte','scheint heute schon angenommen zu werden. Géqen Mittag langt? ern Parlamcniair beim General von der Gröbrn art, der tm Allgemeinen das Eingehen auf jene Bedingunqeu an- zeigt?, so daß nur noch Ausnahmen zu Gunsten einzelner Personen Verlangt wurden. General von Cloßmann, dcr friihere Komman- dant voz) Rastatt, wurde darauf eiligst*von hier zum General von der Groben berufen, um bei Prüfung der Bedingungen mit seiner Pcrsorralkcnntnrß an die Hand zu gehen. Es gewinnt danach den Arrschem, daß dre Uebergabe noch heute oder doch morgen erfolgen wird. “Zu der Festung soll große17_Zwiespalt zwischen Bürgerschaft u_nd YesJHung- etngeriffen sem, Leytcre ist nur noch schwach, * da sich dre uberwregende Mehrzahl der Jmsurgenirn ins (Zicbirqe qc- f1uchtet hat. Heute wurden hier wieder viele gefangene Freiséhärkler eingebracht. *

Karlsruhe, “1. Juli. (O.P.A._Z.) Das Ministerium des Innern hat heute folgende Bekanntmachung erlassen:

„So_.eben erZJaltxn wir iiber die Ereignisse bci Rastatt fol- genden ofstzrellen errcht: Am 291011 v. M. nahm ein Theil des 1. und 2. Armcecorps der preußischen Rhein-Nrmcr eine Rckoqnos- ziryng der Stellung der Rebellen an der Murg dor, bci welche? nach kleineren Gefechten auf den verschiedenen Pnnktrn, zwischenStcin- mguern und Bischweier, die Leßteren iiber die Murg und cherbacb zu- rück?ervorfert Wurden. Der Widerstand der Rebellen war dabei noch ein woh geordneter und hartnäckiger. An130. v.M. gegen 10 Uhr Vormittags erhielt das Oberkommando der Rheinarmce die Meldung,daß dasArmcc- Corps drr Reichstruppcn untcr Gcncral von Peucker die ihm auf- getragen gewcsxne Brwegnng im Gebirge gcgen Gernsbach 111ng2- führt, am 29jten diesen Ort genommcn, sofort am 30stcn in der Frühe seine Operationen gegen Badc1-1 und Oos, so wir gcqcn Kuppenheim, auf dem linken Murgufer fortgeseßt habe. Kaum war diese Nachricht eingetroffen, so erschien bereits die Spitze der Ko- lonne der betreffenden preußischen Division , welche auf dem linken Murgufrr_ operirtc, in Oberndorf, und diese Truppen gingen ohne allen Aufenthalt rasch zum Angriff auf Kuppenheim los.*_ Zu gleicher Zeit wurde nun Von dem 1ftrn preußischen Armee: Corps der Angriff auf die Knppenhcimer Briicke, Welche stark Herschanzt und mti zahlreicher Artillerie und Infanterie vcrthcidigt war, angeordnet und glänzend ausgefiihrt. Die Artillerie der Rcchen wurde durch das Feuer der preußischen Pircen, welche ein wohlge- ieltes, konzentrisches Feuer abgaben, zum Schweigen grbracbt.

ie Rebellen Oerließen ihre Verschanzungen und nahmen ihrrn Rückzug nach Rastatt, den einzigen, welchcr ihnru noch iibrig blieb, da das Peuckersche Corps bereits in Oos eingetroffen und die Bergstraße beseht hatte. Nur von der Reiterei der Rebellen konnte man wahrnehmen, daß sie in eiligfter Flucht die Rheinstraße zu ge- winnen suchte. Großherzogliches Ministerium des Innern. von Marschall.“

Karlsruhe, 2. Juli. (O. P. A. Z.) Die Nachrichten vbm Kris s chauplay bestäti en, daß Rastatt ganz von den Truppen ein- gesch o en ist. Baden- aden und Achern sind schon von dem Corps

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