Ober-Lieutenani GrafSolms von Kleß- ner von Khevenhüller Infanterie. General-Major von Wvß. Lieutenant V e rw u nd et: Lieutenant Reiner von Heß Weiß und Lieutenant Aug e, Lieutenant Richter vom 14. Jägtr- a eutenant Jotles und Ober Vermißt: Licm-enants
g Kürasfier.
s von Auersper „ “ Lieutenant Haus
auxlegers. Ober- Bei Csorna am “23.
* von Ka Schwaedernoch von Großherzo
taillon. Rittmei er Graf t Graf Falkenhain, von Prinz Salm uud Ecker Kraus, von Baden Infanterie. Rittmeister Kanz, von Koffer Ulama.
„Flüchtlinge aus Pesih, Welche daß dort die Gährung Das richtigsie
Wickenburg, Li
Die Wiener Ztg. berichtet: Stadt am Z0sten verließen, sagen aus., Kossuth und seinen Anhang
ymptom eines Umschwungs w beruhigenden Plakate der Rebe wurden und laut von Verrath un es Kossuth eilen der Theiß zu.
- . „.F.--_Y.
im Steigen sei. daß die theils drohenden, theils [(en-Regierung nicht mehr beachtet d Täuschung gesprochen wird, Die Katastrophe
Viele Anhänger d Iten bci Pesth
nähert sick). Fürst Paskewitsch dür Die Presse sagt: „ 26sten in Pesth und giebt einen vo gegenwärtig in Pesth herrschende ein Geist der Unruh aufrührerische Geist “hat sick) chische Kriegsgefangene w ßen mit Gewalt befreit; Kanonen, noch immer zu unlauteren Zwecken ber gen, Aufreizungen, vaterlandsverrätheri cberischer Hoffnungen bedrohen Milde der Regierung nicht erm könnte traurige Folgen haben. nun an die Kiihnheii der Aufwie ten, im Zaume_ zu halten wissen. nes Iniercffe muß Euch antreiben, Aufwiegler zurückzuweisen. Aufmerksamkeit über alle feindlich Aufrechthaltung der allgemeinen des Wohlwollens würdig machen, ist, Ench zu gewähren, heiten so sehr überzeugende Bew Von dem Ordnungs-Amte (Polize Einer Ministerial - Verfügu deren Monats
fie am 8ten oder Nachstehendes Plakat erschien am llkommenen Aufschluß über die Seiteinigen Tagen hat gdasVolkaqubwegegefiihrt.Dieser durchZusammenrottungen geäußert, österrei- urdeu auf dem Durchmarsche gewisserma- Munition, Artilleriestücke werden borgen gehalten; Beschimpfun- nvermeidliche Folgen
eintreffen.“
Stimmung : „ „ e und Unordnun
thätliche Vergehungen, u scher Aufheizungen nud tänschender od die Ruhe der Stadt. Noch iidet; aber eine längere Nachsicht Strenge Maßreg gler, wenn sie
eln werden von fich zeigen soll- Pesther und Ofener! Euer eige- die trculosen Rathschläge der daher selbst mit der thätigsten Gesamten, traget das Eurige zur und Ihr werdet Euch das die Regierung immer geneigt bei so vielen Gelegen- hat. Pesth,26. Juni. i) der Städte Pesth und Ofen.“ erden künftig akle -Gehalt 75 Fl. C. M. übersteigt, Drittheil in Central - Kassin = Anweisungen
Ruhe bei,
und wovon sie Euch eise gegeben
ng zufolge, w Siaais-Beamten, ihre Gebühr mit einem
rcsdncr Eisenbahn gehen,
Die Arbeiten an der Prag - D Die Schienen
rasch der Vollendung entgegen. Posada gelegt und werden bald auch bis zur
"kriege von 1830 be- 1, Dwernicki und An-
Lloyd zufol e, sind bereits Gränze fertig sein.
Mehrere aus dem polnischen Befreiu arunte1*Fiirst Sapieha, P ck dcm Oesterr. Korresp., für nöthig gefun- Wechsel ihres Domizils vorzunehmen.
Innsbruck, 3. Juli. (Wanderer.) Gestern Abends nach ajestäten von dem nach n hierher zurückgekehrt. hinein die Ankunft Sr. Kaiserl. Hoheit rs, diese erfolgte abcr erst drci örhstderselbe nahm sein Absteig- im Gasihofe zur Sonne.
(Lloyd.) Noch nie hörte man einen solch' donner von der Lagunenstadt herüber, wie in Aus einem Privatschreiben aus Mestre in Folge einer Sonnabends er- nbahnbrücke nicht ausgeführt 11 Nacht erfolgt. heute früh um fünf Uhr
kannte Personen, d dere, sollcn es den haben, cinen
Stams unternommenen
7 Uhr find Ihre M Man erwar-
Ausfluge wieder wohlbchalte tete bis spät in die Nacht des Herrn Erzherzogs Reichsverwese Viertelstunden nach quartier, wie gewöhnlich,
Triest, 4. Zu fürchtbaren Kanonen der vergangenen Nacht. vom Lien 1. M. ersieht man, daß r Sturm auf die „Eise t ist derselbe in der icßtc Kanonendonner dauerte von eiif Uhr bis fast ununterbrochen fort.
Sachsen. König, die Königin und die ge Sommerhofiager hicrselbsi eingetro die höchsten Herrsch mit Guirlanden un korirte Ehrenpforte, lichen Tracht bis zur Einfahr Die Bewohner von Pillniy un deu Seiten Spalier, an dem geöffneten Kutschen rede und brachte ein begeix König eutgegnete, wie er sick, wiederzufinden. dcm Vivatrufc der Anwese Vertreter der ländlichen Gemein Nieder-Poprih und anderen Zwecke hierher ge Audienzsaal im Berg eien die Minister tc. : die Herrschaften von den Zöglingcn tuts bcwillkommnet worden.
Württemberg. Ludwig uns abermals cine
Mitternacht.
folgten Ordre de
(D. A, Z.) Heute ist der sammie Königliche Familie in dem Um 7 Uhr Abends fuhren am Ufer bei der fliegenden Fähre b der Namenschiffre des Königlichen Pants de- von wo zwölf Mädchen von hier in ihrer länd- t in das Schloß Blumen streuten. 1) dessen Umgegend bildeten zu bei- Prediger Löffler von Hostewiy hielt schlage cine ehrerbietige Begrüßungs- tert wiederhallendes Hoch aus. sehr freue , hier die alte Gesinnung chritt fuhren die Herrschaften, von icitei, nach dem Schlosse, wo die den von Pi'ilni13, dem weißen Hirsch, Dörfern, denen sich mehrere Dresdener angeschlossen hattcn, in dem palais den König bewillkommnetcn. Später sch ab. In Struppen wa- des Soldatenknaben-Jnsii-
Pillnitz,
aftcn durch die.
Schriii vor S zu gleichem
hren Glückwun
sb urg , 3. Juli. (O. P. A. Z.) Batterie Fuß - Artillerie , welche
Heute Verließ _ , um dort als ein Theil der Festungs- Artillerie zu
nach Ulm geht verbleiben. Jm südwestlichen Württemberg sind bis 60 Mann starke Freischärlertrupps, von Heilbronn mit einer rothen Fahne, eingefallm und haben [sich [, Schwenningen, Deislingen, Horqen :c. um.- ne Gemeinden sind ihnen mit bewaffnctcr Hand 1) haben sie zum Abzieh ein Ende finden,
in ben leßten Tagen 50 einer unter Adolf Maier worauf ein Todtenkopf,
aus dem Badischxn in der Gegend von
Oberndorf, hergetriebcn. Einzel cnigegeugcireteu un wird dieser Unfug erst ganz nmit von Miller mit seinen Württcm ter General Peuckcr die badisch-wür-tt'embergis dig WM und die heimgesuchten Freudxusiavt kündigten bereits am den EUUUMW von 15,000 Mann an an In dsemsellch Tage ein. erer eits as Ami Oberndor on be e t. „ schreibt„ der Schwäbf. fthMekkLsUY, ltcl) durch JiUÖMUIL aus den OberämteruHornberg und Villingen, besonders ,Ubkk Verhaftungen und das Pressen der Aufgebote zum Zweck,? “ZW HEUMANN bei Freiburg. In Donaueschingenwurden d'? kasMch FUL'ÜMMJW?" Haapt- und anderen Kassen mit Be- tair ru e urgen ere s as Kini sich gestern in Haslach. zgthal heraus und befainv
Nagold, 3. Juli.
en veranlaßt. wmn Ge'neral-Licute- bergern und die Preußenun- che Gränze vollstän- Gegenden gesäubert [) 8, Juli preußische Qnartiei'macher v 5000 Mann rückten noch Ein württembergisches Corps hat an- Beiriibende Nachrich-
Preußisches
Unsere Stadt gleicht eit a t Ta eu einem Kriegslager. Nachdem heute früh Jußvolk ULYNYXULÖ Zb-
1202
marschirt sind, rückten heute Vormittag eine halbe Fußbatierie und mehrere Schwadronen und Compagnieen des Zten Reiter- und 5ten Infanterie-Regiments von“Calw her hier ein und vertheilten sich hier und in die Nachbarschaft in Quartiere. Das Hauptquartier, desen Abreise auf heute bestimmt war, bleibt in Folge heute früh eingetroffener Nachrichten wieder hier. Graf Wilhelm isi mit dem Brigabesiab an der Spihe obi er Truppen eingezogm und wird, _wie man hört, biz aufWeiieres k enfalls hier bleiben. General Peucker wird die Re" 23me auf würticmbergikchem Gebiet yen den badischen Se“: reis führen, und es sollen d estlben schon cute oder morgen vom Muig-fhal her in Freudenstadt eintreffen“.
Baden. Karlsruhe, 6. Juli.. _(Karlsr, Ztg.) Aus einer aufgefundenen Ordre des KriegSthsters der provisorischen Regierung in Baden, (1, ci. Karlsruhe, 21. Juni, geht hervor, daß die Jnsurrection in dem württembergiséhen Schwarzwalde „Verbrei- tet werd 11 sollte. Die Ordre lautet:
„Bürger Adolph Becker wird mit einer Khlonne im wijtttcmbergischen SchWarzwaide vordringen. Sämmtliche badische '))iilitgir-Abtheilungs- Kommandanten dortiger Gegend, so wie die resp Civil-Kommissairc jener Gegend, find angewiesen , Bicker bei seinem Unternehmen mit Rath und Thai zu unterstüven, und ihm jeden Vorjchub zu leisten, Besteht _die Ko- lonne blos ans Württembergcrn, die Becker sammelt oder zur Bewegung aufruft, so kommandirt und führt er sie selbst. „Sollte es aber nöthig weiden, daß badische Truppen aus dem Seekretse die Bewegung un- tersküven, so hat Beckcr diese von dem Kommandqnten des Seekreises, Bürger Kayser, zu requirireu, fich überhaupt mit diesem ins Vcr- nehmen zu sehen. In diesem Falle wird Kayser dem Hauptmann Göser in Donaueschingen das ObcrLKommando iiber "die Kolonne übertragen und Becker wird dieselbe als Civil-Kommiffar begleiten; Becker hat die Rechte und Befugnisse eines Civil-Kommiffärs. „Als solcher kann er die zur chördcrnng dcr Truppen und Bagage n'othtgen Fiihrcii requiriren und Einquartierungen vornehmen, wotizickz “sich die Gemeiiide- Behörden zu richten und seinen Anordnungcii punktlici) Folge zu lctsien haben. Die einzelnen Depots für “_Bildnyg cmex schwabiichen Legion, so wie die bereits gebildete und in Psorzhctm statiognrte Compagnie, sind unter die Befehle Becker's gestellt und haben hte Kommandanten scme Befehle und Anordnungen unbedingt nnd unweigerlich zu befolgen und
anözufiihren, , „ Der Kriegs - Minister. (gez.) Werner.“ „
Nachtrag, „Bürger Becker stellt dasansbrückliche Verlan en, daß keinem Wiirttembergrr zit gleichem chcke eme ähnliche Vollma ! ausgr- ftcllt wird.
Genehmigt , „ Der Kriegs - Minister. (gez.) Werner.“
Die Karlsr. Ztg. enthältJ-olgcndes: „Unter dem 26,Jnni haben Se. Königl. Hoheit der Prinz von Preußen von Karlsruhe aus eine Uebersicht iiber die Bewegungen und Erfolge der unte)“ * seinem Koxnmando stehenden Rhein-Armee auögcben lassen. Wir vermögen gegenwärtig fernere _aus zuverlässiger Quelle hervorge- gangene Nachrichtcn über denselben Gegenstand zu liefern.
„Nachdem Karlsruhe, die Hauptstadt des Gxt*ßhexzogtl)un1s mid der bisherige Aufenthalt der provisorischen Rxgteruug, m den Besiiz dcr Operations- Armee gelangt war, [ag die ,Festung Rastati xmt dcm Abschnitte, welchen die Murg zu beiden Seiten derselbeti bildet, als nächstes Zielvor. Die Festung ist in ihrcmAusbau bis zu völlig sxlbst- ständiger Verihcidigungsfähigkeit vorFeschritten und mit zqhiretchem Geschütz, Munition und Lebensmitten wvhl versehen. Die Murg- linie, in ihrer Beziehung zu der Fesiung an mehrereF Pyiiktxji kiinstlich durch Känal-Arbeiten und Damm-Anlagey verstarkt, ist 'em militairisches Hinderniß, welches in der Hand eines kampfbersiien Vertheidigers langen und den nachdrücklichsten Widerstand zu leisten geeignet isi. Die Absichi der Jusurgcnicn, von diesen Vortheilen Gebrauch zu machen, erschien nach den eingegangenen Nachrichten unzweifelhaft. Es waren demnach das-1stc und *.?te Corps, das lrizterc auf dem rechten Flügel, zu frontalcm Angriff gegen die-ge- nannte Stellung, das :Zte Corps unter General-Lientenant Vun Peucker aber von Ettlingen aus zum Vorgange auf Gernsbach, Baden und Oos bestimmt worden, um an dem lepteren Orte debou- chirend eben so sehr auf die Oesnung der Murg - Uebergänge ein- zuwirken, als den Abzug der In urgenten gcgen Süden zu verlegen.
„Die Operationen begannen am ?Zsten. Sie bestanden in dem vorerwähnten Abmaiscl) des Zten Corps, so wie größeren, durch das 1stc und Lie Corps gegen Rastatt ausgeführten Neko uoszi- rungen, weiche mehrere der der Festung näher liegenden Ort chaften verschanzt, so wie durch Infanterie und Artillerie beseyt anden.
„Der 29sie war dazu bestimmt, das rechte Ufer der inrg vom Feinde zu reinigen. Die Aufgabe ist nach kurzen Gefechten bei Steinmauern, Ociigheim, Raucnthal und Niederweier, so wie nach einem längeren Kampfe zwischen Bischweier und Kuppenheim, bei Welchem dcr Feind namentlich zahlreicheAriille-rie entwickelt hat, in der Art völlig gelöst gewesen, daß am Abende des Tages auf dem rechten Ufer nur das von den schweren Gcschüßen der Festung un- tcrstüßte Termin in der Hand des Gegners verblieben, das Zte Corps aber mit der am frühen Morgen nach ernsthaftem Gefechte ausgeführten Einnahme von Gernsbach hier bereits auf dem linken Ufer etablirt war.
„Für den 30sten endlich war der wirkliche Uebergang iiber die Murg selbst vorbehalten. In der Ge end bon Oberndorf beabsich- tigt, wo die Schwierigkeiten des Flu aufes geringer werden, sollte er durch einen ableitenden Scheinangriff beiSteinmauern begiinstigt Werden; diescr leßicre, wiewohl JUk Ausführung gebracht, hat in- deß keinen weiteren Einfluß aus eiibt, da der Widerstand des Fein- des überhaupt an diesem age ck nur in geringerem Maße, als am Wstcn, bethätigi, und hauptsächlich nur in Artilleriegebrauch be- standcn hat. Im Verlaufe von drci Siuudm war die Offensive begonnen, “der Uebergang iiber die Murg von den vcrschiedeneuTrup- pen-Abtheilungcn an mehreren Punkten oberhalb von Kuppenheim effckiuirt, so wie endlich die Cernirung dchcstung auf allen Punk- ten erreicht. * -
„Ein Theil der abziehenden Jnsurgenten warf sich nach Rastatt; der größere Rest hatte sich gegen Offenburg und Freiburg gewandt, und im 1ebhaften Gefecht das Debouchiren des 3th Armeecorps auf dem leicht haltbaren Bergferrain bci Oos so lange verhindert, bis seine größeren Massen, nicht mehr erreichbar und nur kleinere Abthkilungen preisgebrnd, gcgen Süden abgezogen waren.
„Ein für die diesseitigen Waffen, wie für die Rebellen gleich wichtiges Resultat war mit dem Murg-Uebergange und seinen Kon- sequenzen erreicht worden. Vowdem Feinxe in dikser seiner Bedeu- tnng völlig erkannt, scheint er die moralijchen Bande in seinen Rei- hen fasi völlig gelöst zu haben, und wenn auch einzelne Abtheilun- gen derselben nvch m einer gewissen Form zusammenhalten, so siim- men doch alle Angaben darin überein, Daß der massenhafte Wider- stand für die Zukunft gebrochen sei. Die gepreßten Konskribirten kehren in ihre Heimat urück; badische Soldaten in großer Zahl,- nachdem sie, theilweisJe auf Wagen, “bis nach Freiburg ge- flohen, verlassen, eben so sehr aus Furcht, als Ucberzeugung, dinaZnen "des V'erraths, ,und melden sich bei unseren Posten,
„ er abcnteuernde PoleMieroslawski, dem der unterm mende Geist bei Führung des Amtes als Ober-(Heneral bisher ni t ab-
leisten Kampf bei Offenburg zu en agiren, seine Stelle niedergelegt, und ist verschwunden. Schlöffeß, der Vater, entwich nach der Schweiz, indem er die Quellen seines Kriegskommissariats in„der immer widerspenstiger gewordenen Bevölkerung für versiegt _exklarté, und selbst der vor Mitteln und Zuständen sonst unbesorgte Struve so! zu Uebernahme der zerfallenden Regieiungsgewalt nur noch Wenig geweigt sein; die Gegend von Freiburg aber und die Laudestheiie, welche bereits im vergangenen Jahre lehr- reiche EksMUW zu machen Gele enheit hatten, beginnen zu ent- schlossenem Widekßande gegen die erführer aufzutreten. Der we- skUkUWL Thkil aus bfr Aufgabe der OperationSarmee scheint sonach erfüllt zu sein. Rastatt, von dem “2th Armeecorps rng umschloss?"- soll ohne besondere Uebereinstimmung mit den Wünschen der Bür- ger vertheidigt werden*, ob es sich den Kalamitäien einer Bela e- rung wird aussehen wvllen, muß dahingestellt bleiben. Aber ie fiir diesenPlay zu nehmenden Rücksichien haben die weiteren Opera- tionen der Armee nicht hemmen können, welche bis in die Gegenb von Lahr, ohne auf ferncrm Widerstand zu stoßen, vorgegangen ist. Binnezi kurzcm werden die braven Truppen an der Gränzc] der Schweiz nack) langen und schweren Mühen einige Tage der Ruhe finden, und auch der entferntere Zuschauer wird dann die Art und Nach- haltigkeit der feindlichen Armee iibersehen können, welche eben so schnell zerstobcn ist, als sie mit unrechtmäßig erworbenem Geld ge- schaffen war, um für den so schwer gemißbrauchten Namenbes einigen dcutschcn Vaterlandes zu kämpfen. Daß fie dies in kleine- ren Abtheilung?" auch in Zukunft noch thun werde, muß mitWahr- scheinlichkeit erwartet werden, und die zu treffenden militatrischen DiSpofitioncn werden auf einen solchen Krieg gegen Räuberbanden bcsondercn Bedacht nchmeu. , . _
„So eben treffen zwei badische Miliiatrs ciU, welche, yon szi Dragoner-Regimentern, eincm Infanterie-Bataillon und emer'rei- tenden Baticrie aus Freiburg als Parlamentairs abgesendet, seitens dieser Truppen die Absicht, sich zu ergeben, aussprecheii.
Ein Schreiben aus Gernsbach vom 30. J„uni Ut derDeut- schen Zeitung erzählt iiber die dortigen Vorgange:
„So wie in voriger Woche zum Zweck des Neckar-Ueber cings, so Wurde in diesen Tagen fvegen dcs Murg-Uebergangs dem etchs- Corps die Aufgabe einer großen Umgehung. Yorgestern (LMM) vkrließ das Corps Ettlingfn, bivouakirte auf denHohcn des Schwarz-
rü (29 en) linab nach Loffenau, eincm Dorfe etwa eine halbe fSthde isoton er badischen Gränze. Hier bemerkten wir," und waren auch schon durch hier einquartierte, zum SCHUH dk? Granze ausge- stel1te württembergische Truppen unterrichtet, d'aß auf der Granze Barrikaden und Truppt'n-Aufstellungcii der Fembc uns erwartetxn. Wir lagerten bcim Dorfe, kochten Fleisch und starkien ztzis. Mit- tags begann die Bewegung. Einige Flinten: und-Vuchscnschusse Vcrtricbm dem Feind. Dic fiinf Geschühe an dcr emen Barrikade nahm er mit. , *
Der Angriff der Vorhut unter General von Bechtold gigen Gernbach war in der Weise geordnet, daß das preußische Yataillon 38er mit 4 Geschützen rechts der Hauptstraße nach ber Sagcmuhle, das bayerische, i'urhesfische und nassauische Bataillonlmks dxrxßaupt- traße nach dem Dorfe Scheuern zu, die Kavallerie und emege Gc- chiiize, welchen das ganze Gros folgte, auf 'der Hauptstraße Mil“- gingen. Die rechte Kolonne kam zuerst gn, trieb die diesseits "aufgestellten Freischärler und rhciubayerischen Truppen (nur solche standen uns hier gegeniiber) vor sich her, und begann den Angri damit, einige Kanonenkugeln in die Stadt zu schicken. 6 wmde dann mit Plänklern vorgegangen. Die Häuser auf dem rechten Ufer waren vom Feinde beseßt, und Wir
erst zurück, als preußische Truppen und einige mecklenburgische Ja- ger unterhalb der Stadt die Murg durchwatet hatten. Beim Riick- zuge steckten die Rheinbayern die Häuser, in, Brand., Die Brucie wurde von ihnen aufgerissen und verbarrikadirt. Wir bcskßien die brennenden Häuser, und es begann das Feuern uber den Fluß. Der Feind wick) erst, als die iibcrgcgangcnen Preußen UUÖ chk- lenburger in die Stadt selbst vorgedrungen waren.“ Die Brucke wurde nun überschritten, und es begatzn ein heftiges Straßen- Gefccht. Nach etwa einer Stunde war die Stadt unser.
Der Brand jenseits des Waffers griff far,.chtbar Um sich. Die braven Preußen stellten erst die Brucke noth- dürftig her und beganncn dann zu löschen. ' So wurdx Wennig- |an das rvciterc Fortschreiten des Fcuers verhindert. Die Brucke wurde aber dcs Feners wegen unpassirbm'; Es ivurdc ,hbcrhalb eine Furt gesucht und wieder durch preußische Truppen„fur Fuß- gänger eine kleine Laufbriicke geséhlagc'n. Am Abcnd spqt warben wir noch einmal angegriffen. Der Feind wurde aber scglmck) zuruck- geschiaqcu und vom General von Bechtold mii ? Bataillonen bis gegen Baden verfolgt. Heute Morgen (IMM) ist" das ganze Corhs hier beisammen. Dcr Brand isi vorbei, die Brucke_passirbar;' 171 einer Siunde bricht die Vorhut nach Oos auf. Wir haben einen bayerischcn Offizier und 5 Mann vpn allxn Truppen vexloren,
Hieran reihen sich folgende Einzelheiten, welche die Darn)- städter Zeitung aus dem Hauptquartier Baden-BadeuZnii- theilt, und die, Wenn auch nicht mehr „Neu„ doch zur Vervolistanbt- gung dienen mögen. Der erste Bericht isi vom 30. Juni datirt und lautet: ' ,
Baden hatte Tags vorher (am 29sten) die durchgekommenen Freischaarcn zur Schonung dcr Skadi zum Abzug zu bewegen ver- standen“, wahrscheinlich hatten ste es threxi guten Ji-i'jMdi'n zu Ge- fallen gethan, denn die Stadt soll sehr viel Uebeigesmnte eiithalieii; - um so unbegreiflicher, als dies sehr gegen ihr Jutereffeisy Six ist von Kurgästen gan'z leer. Die Freischaaren standen ubrigens no'ch ganz in der Nähe, e„ine halbe Stunde links im Walde, und in größerer Zahl mit (Hesjchuß bet Oos.
Unser Corps dcfilirtc auf dem Leopoldplaye vir General- Lieutenant von Mucker, umgeben von seineijtabe: Voran von Bechtold mit der Vorhut; dann der Großtheti unter General voii Schäffer: ?lsie Brigade untcr Oberst Von Wcticrshauscn, 2te Bri- gadc unter dem wiiritmnbergischen_Oberst Reinhardt. Das Va- taillon dcs Zten Großherzoglich hcsfiichcn Infanterie-Regiments war noch in Gernsbach geblieben zur Bcwachnn dcs M„urg-Uech-gan- ges, bis die Réserve daselbst von Herrenal eingeruch sein wurde; da egen sah ich mecklenburger Dragoner und Geschuße im Zuge (wahrscheinlich von der Reserve), der auch dadurch noch mannigfal- ti er war, daß in demselben zwci preußische Uianen „(Ordonnanzen Peucker's) zwei gefangene badische Solvaren, dann em Kommando vom 4ten Jnfanterie-Regiment, ein paar Diißend Gefangene aus„dem
eéirigen Gefechte, meist eidbxüchige bayerische Soldaten, vornher- ü)rten. Auch zogen gerade einige Wagen mit Wer„wundeten und ein Trupp eben ein ebrachtc'r, geknebelter Jreischärler uber den Plah. In dim Generalsta e des (Heueral-Lieuienants von Peucker sah ich anch den Flügel-Adjutanten des Großherzogs von “Baden, Obersten VM Krieg, Welcher von den badischen Offizieren, die uns folgen, besonders zu interessiren schien. Die Trupipen defilixtiri, froh der roßcn bisherigen Strapa en, in kräftigserHaktun und im Schnell- chritt'c, während die Mu kchöre abwech elnd spie ten. Dieser mili-
gesprockzen werden soll, hat nach dem inißlungeuen Versuch, einen „
"tairische Akt, der zwei vous Stunden dauerte, imponirie sehr.
Der zweite“ Bericht von ebendaher, bis 2. Juli Morgens 9
um 1 Uhr „Morgens schlug es Allarm Truppen ruckten vor Sr. Königlichen Alle Regimenter und Corps, in denselben mit einem lauten Hoch! und Ordnung: Pionier-Abiheilung dcs ' das zweite Bataillon des ersten In- das Vierte,Jnfanterie-Regiment (die übrigen schen Bataillone stehen vorwärts in und bei Frankfurter, Kurhessen, Hohen- cchtensteiner, mecklenburger Dragoner, hessische Chevauxle- cklenburger und hessische Artillerie. Der Prinz hat sicb n mit den Truppen gezeigt. “ cckar-Corps marschirt nunmehr (die Vorhut unter Ge- neral von Bechtold hat diesen Marsch am Lien Morgens 8 Uhr bereits angetreten) wieder nach dem Schwarzwalde, dessen hö“ und in folgender Ordnung Weiter: die am Zten nach Reichen-
6ten Villingen, Die Bestimmung des Corps scheint also zu ke der gegen Offenburg und Freiburg vor- ilen der Donau für.
reichend, meldet Folgen Am 1sten (var Rasttag; und die in Baden liegenden Hoheit dem Prinzen von Preußen aus. ker Allee aufgestellt, empfingen defilirten nun in folgender
Ober-Lieutcnanis Coulmann,
fanterie-Negiments, Großherzoglich hesfi cin Bataillon Nassauer,
sehr zufriede
Punkte cs überschreitet, erste Division am Lien nach Forbach, am 4ten Fluorn, Donaueschingen. sein, die linke Flan rückenden Preußkn zu decken und an den Que dix weiter nöihig werdenden Operationen Position zu nehmen. Die zweite Brigade ward am 2ten auch noch nach Baden gelegt, und tritt mit dem Großiheil des Corps sofort den bezeichneten Marsch an.
In Beziehiing auf das Gefecht von Gernsbach am 29sien v. M. wird nachträglich noch der Eifer und die Tapferkeit der mecklen- burgischen Scharfschiihcn schr geriihmt. durch die Murg, die Patrontaschen um den Hals legend, und brachten den Feind bald zum Weichen; ähnlich das Bataillon bes . * iments, Die beiden Compagnieen dcr mecklen- burgischen Scharfschützen haben seit Beginn des Feldzugs bis cht Z Todte und 31 Verwundete.
' Dcr größie Theil der Reserve, die zwei mecklenburgifchkn Ba- taiiloiic, uiid eme mecklenburgische Schwadron marschiren iiber Pforz- hltk-U, Weil d. St., Herrenberg, Sulz, Rottweil, Villingen. Bruckenzug untcr Ober-Lieutenant Couimann ist bestimmt, von Ba- den-Vaden aus nach Darmstadt zurückzukehrcn.
Karlsruhe, Z.Zuli, Morgens. „So eben erhalten wir die zuverlässige Nachricht, daß Freiburg von Der Widerstand von Seiten der Wenn mehrere Blätter
5th Rottweil ,
Dieselben wateten kühn
dritten hessischen Re
waldes bei Herrenalb im Würitcmbcrgischen, nnd marschirte SLÜLM - Die Karlsr. Ztg. meldet:
dcn Preußen genommen wurde. Aufständischen soil schwach gewesen sein. unlängst berichteten, Oberst Tobian sei an seinen Wunden gestorben, so ist dies unrichtig; er befindet sich noch in Straßbura, man hat ffnung fiir sein Aufkommen. * Auch andere Verwundete bcfinden sich in Straß- burg. In Freiburg sollten, um den Einmarsch der Preußen zu ver- hindern, Barrikaden gebaut werden, die Bürger habcn aber dagegen protestiri, und so nntcrblieb cs.“
Am Tage ihrer Flucht nach Rastatt befahl die provis si- und Eisenbahn - Verwaltung noch, ihre Kaffe sämmtliches Material aus den Werkstätten, Uten- Von Seiten
aber wenig Ho Er ist im Geficht sehr
schwer Verwundct.
Regierung der Po abzugeben, so wie silien u. s. w. zu packen uud nach Rastatt zu liefern. dir Beamten geschah ersteres in_ der Art, daß „die Hauptsache sal- virt“ wiirde, lehtcrcs so, daß etwa 6-8 Gepäckwagen der .Eisen- ten gefüllt wurden, aber ein paar Minuten ist einer kühnen Wendung der Drehscheibe ' zurückgeschoben und die gleiche Anzahl ahnlicher, aber lexrer, cm die alte Stelle im Zuge gebracht Wurden, welche der Dampf alsbald entführte.
. „Freiburg, 1. Juli. (D. Volksbl.) Unsere schöne Stadt 1st seit einigen Tagen der politische Schauplah der badischen Revo- 1uiionstragödie und bietet ein Bild von Verwirrung, Rath- und Thatlosigkcit, wie es nur immer das hereingebrochcn ist, gew hende Regierung brachte mit allem ferneren Gelingen des Kampfes“, Bewegung und der einzige Vertrauensmann Brentano truve gestürzt nnd flieht in dunkler Nacht. Der Neu- politische Persönlichkeit, Kicfer ans will die Diktatur nicht annehmen. sein, um sich bei Zeiten die Kassen sind gänzlich erschöpft, und ohl man die hiesige Uni- Das ist der
bahn mit dem Vcrlang Vor der Abfahrt mittc wieder in die Wagenhalle
hatten ein riichtiges ,GeWehrfeuer auszuhalten. Dieselbén zogen sixh,
harte Schicksal, das über uns . Schon die von Karlsruhe flie- ihrer Ankunft Muthlosigkeit und Vcr- der feitherige
(ihren kann.
zweiflung an 'Träger der wird von S qewähie, eine sonst unbekannte Emmendingen , cin Fabrikant , Die Kammer wiii Vértagt, rcsh. aufgelöst in Sicherheit zu bxingcn; nichts kann mehr ausbezahlt wcrden, obw die Spital-Kaffc eingezogen hai, ierung; Dazu nun eine Unglücks-Botschaft aus Bestätigung derselben das aufgelöste, muthlose das vom lehren Kampfe bei Rastatt bis um sich in Die Heimat zu zerstreuen. , ieht. nun der Soldai in dem Lande umher, Wo er vor einigen Wochen mit „Jubel“ begrüßt wurde, dem Zorn seiner ihr mißglücktes Unternehmen und der V„erachiung jedes treuen deutschen Kriegers preisgegeben. rachi sich der lcichtsinnig gebrochene Fahneneid. Die Muthlosigkeit hat „M hohem Grade auch die Kühnsten ergriffen, und an eine abcr- m'aligc „Sammlung des Heeres und Stellung zur Gegenwehr ist ntchi leicht zu denksn. Die Stadt ist überfüllt mit Volkswehr aus dem Oberlande, Krgnken und Verwundeten aus dem Unierlandc, deren Zahl durch die chte Verlorene Schlacht bei Rastatt noch be- deute-nd vermehri werden wird. Waffen und Pferde Werden überall, wo sie nur zu finden sind, ohne Bezahlung eingetricben, und diese sxlbst demyharmiosen Reiter auf der Straße We genommen. Ut das Bild unserer trostlosen Zustände, die vic cic'ht nur die Vor- boikn von noch weit schlimmeren sind.
Heidelberg, Z.Zuli.
Versiiäts- und selbst Zustand unserer Reg die andere “und zur Und Verwahrloste Heer, "hierher gceili i und kleinlaut z
eigenen Mitbürger iiber
(“i“; " x „ :* =ck; ck «-
, , „ „ (Schwäb. Merk,) Heute wird das Kriegsgericht hier eroffnet. Es wird öffentlich in dem großenSaale dis Mzismzms gehalten. Doch werden nur solche eingelassen, welche emZ Eintrittskaßte haben. Zu den am meisten belasteten gehören Truhschier, Stock," Jansen, Stoll. Von dcn Einwohnern Heidel- be'rgs find es vorzuglich ,die Vcrlcger und Redacteure der bis zum Emzugc der.Preußen hier, erscheinenden Zeitungen (Republik, Demokratische Republik, Volksfijhrer), so wie dieHaupt- mitarbeiter dicser Blätter, welche, wiirden konnte, Vor dieses Gericht gestellt werden. Civil-Kommiffäre der provisorischen Regierung Werden zur Verant- wvrtung gezogen. „ In unseren näher nnd ferner gelegenen Gebirgen lassen sich immer noch von Zeit zu Zeit einzelne Trupps von Freischaarcn blicken. Es wurden da'he„r nicht nur schon wiederholt von den preu- ßischen Truppen von hier aus Streifzüge auf dieselben gemacht, sondern man ist auch Von Seitcn der hiesigen Stadtkommandant- stihaft sehr aufmerksam darauf, daß unsere Stadt nicht einmal von “ßenem, Ueberfall heimgesucht werde. Seit dem Einzuge der Pren- lem-hikstg? Stadt finden Fremde und Reisende sich, in großer b wieder em und unsere Gasthöfe füllen sich immer mehr. So
soweit man ihrer noch habhaft Auch einige Ex-
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eben verläßt uns ein Theil des preußischen Militairs, und an seiner Stelle rücken nassauische Truppen ein.
Heidelberg, _4. Juli. (D. Z.), Man erwartet, daß der Prinz von_ Preußen heute in Freiburg eingerückt sei; gestern stand er schon in Kinzmgen und Emmevdingen. Mieroslawski soll zwar den Versuch gemacht haben, an der Kinzig-Linie noch einmal Wi- derstand zu leisten, aber die Muthlosigkeit im Heere soll zu groß gewesen sein und dieses sich ganz aufgelöst haben. Ungefähr 500 Mann vom Leib-Regiment (das Regiment, welches durch die karls- ruher Meuterei seiner Zeit für den ganzen Aufstand den Ausschlag gab) sollen mit Sack und Pack an der französischen Gränze bei Kehl eingetroffen sein, und sich zum Dienst in Algier bereit erklärt haben, wenn man sie in Frankreich anfnehme. Jm Oberland und Seekreis, wo man allerdings der revolutionairen Bewegung abhold und widerspenstig war, wo man aber eben deswegen in größter Sorge schwebte, fiir den Fall, daß der Revolutionskricg bis dahin sich ziehe, soll von Einzelnen lebhaft darauf hingewirkt Weiden, öster- reichische "Hülfe aus Bregenz zu begehren.
Heute ist das hohcnzollern-lichtensteinsche Schüycn-Baiaillon, Weiches dcm Pcuckerschcn Corps zugethcilt war und in der Gegend bon Gernsbach und Baden mit in dcr Schlachtiinie stand, hierher zurückg kommen.
, S_chlcswig-Holftein. Kiel, 7. Juli. (Gestern erfreute thunjcre Stadt des Besuchs der Frau Herzogin von Sachsen- o urg. Professor Gricfinger aus Tübingen isi zum 1. Oktober zum Professor der Medizin an hiesiger Univers'tät und zum Miigliede des schleswig-holsteinischen Sanitäts-Kochiums ernannt wurdcn.
Apenradc,„4. Juli. In diesen Tagen sind folgende hannö- berische Truppen nach Norden marschirt: dic Dragoncr nebst einer Batterie, das 1sie Jäger-chimcnt, ebenfalls mit Ariilieric, das „*Die Jnfantcric- und Zte Jäger-Regiment. Tie Hannoveraner, Welche hier seit acht Wochen kantonnirten, marschirten auch weiter, und das erste hannöMi-ische Jnfanterie-chiment wmde héereinquarticrt.
Flensburg, 4. Juli. (Börs. H.) Heuic sind hier wieder 150 Sachsen, aus dcr Göcgcnd von Holcbiill, angekommen, um in ihre Heimat zurückzugchen, - Sc leicht" die Besißnahmc von Aar- huns auch gewvrden ist, so nachthcilig ist sie dennoch dem Feinde und so Werthvvll uns. Aarhuus ist nächst Aalborg die wolkreichsie Stadt Zütlands und dessen vornehmster Sih der Intelligenz. Durch die Besiiznahme diescr Stadt und ihres 8-«10 Fuß tiefen Hafens ist die Dampfschifffahrt von dort „aan'opcnhagen gestört und in Der Communication zwischen den Inseln und dem Jestlande Dänemarks
"iiberhaupt gewiß ein den Dänen sehr faialcr Abbruch geschahen.
Grabensiein, 3. Juli. (Börs. H.) Vom sundewittschen Kriegsschauplaye nichts Erheblichcs. Ein Von Alsen iibergcgangencr dänischer Unteroffizier, der gestern durch Gravcnstein qcbraéht wurde, hat ausgesagt, daß auf Alsen nur drei Vataiüone stehen. _- (He- stcrn bezog Prinz Woldcmar vonLippe-Detmold das hicsigc Schloß,
* woselbst er einstweilen sein Stabsquariicr behält.
Sachsen-Koburg-Gotha. Koburg, 4. Juli. (Nürnb. Korr.) Die thüringischen Landtags ;Deputirtcn sind heute abge- reist, nachdem ihre dreitägige Verhandlung zu dem erwünschten Re- sultate geführt hat. Die Versammlung war zusammengeseßi aus Kommissionen von je drei Mitgliedern der Landtage aus den säch- sischen Herzogthümern. Schwarzburg hat keine Deputirten gesendet, aber seine Betheiligiing zugesagt. Reuß hat die Einladung unbe- achtet gelassen. Zweck der Berathu11g“wqi, die leitenden Grundsäizc fiir eine staatliche Vereini ung Thüringens und für eine gemein- same Auffassung der deutähen Verfassungsfragsaufzustellen. Man wurde einig, daß Thüringen eine gemeinschaftlichc Regierung, einen Gesammtlandtag, Einhcit in Gesetzgebung, Gerichtövcrfaffung, Mj- litairwesen u.s.w. erhalten müsse. Als Versammlungsort des er- stcn thüringischen Gesammtlandtags ist Gotha Vorgeschlagen. Zu der deutschen Frage hat die Versammlung ihre Uebereinstimmung mit dcm gothaischen Programme mit 8 gegen 6 Stimmen ansge-
sprochen,
Hamburg. Hamburg, 6. Juli. (A. M.) Gestkrn Mor- gen traf mit der lübecker Post der dänische Exministcr Orla Leh- mann, dessen Frau gestorben ist, von Kopenhagen hier ein. Der- selbe ist bereits heute Morgen mit dem Bahnzuge nach Rendsburg abgßganlch, um sich wieder in sck7lcswig-holsteinischc Gefangenschaft zn ege cn.
Mit dem rendsbm'ger Abcrdzuge langie, Von Schlesiviq kom- mend, Se. Durchlaucht der Hkrzog von Schleswig-Holstein-Sonder- burg-Augustenburg nebst Familie in Altona an und begab sich so- fort auf seinen Landsiy in Nienstedten, wvselbsi derselbe einige Tage zu veriveilen gedenkt.
Ausland.
Oesterreich. Preßburg, 4. Juli. (Lloyd.) Während das Gros unserer Armee immer weiter vorwärts dem Innern des Landes ,zudringt, zieht sich ein anderer namhafter Truppenkörper diirch dix kleine Schütt dcr komorner Festung zu. Aus Neutra wav bertchixt, daß die Jnsurgentcn auch diese Stadt und die Um- gebung geraumt hatten. Eine Person, wclche in die Hände der feindlichen Vorposten gcrathcn, nach Neutra gebracht und dort vier Wochen lang zurückgehalten, jeht heimgeschickt Wurde, erzählt, daß dre Mmiturcti dei: ungarischen Soldaten im elendesten Zustande seien, namentlich gilt dies von den aus den Provinzen cntwichenen Husa- ren. Von ber oft gepriesenen Reinlick)keit derselben ist keine Spur, dex _Sold wird unregelmäßig und spätausgezahlt; es herrschte keine DiSzipiin, die Mannschaft war cntnmihigt, _und an die Stelle des Fanathmus war die Neue cingctrcten. Nur eine klciiie Schaar Deutscher, yieisiens Zöglinge dcr Bergwerksschulen von Scheumiy uiid„Kr,emnixz, Welche Gyon's Chrcnwache bildet, waren besser als die ubrigexi gekliidct. Der Angriff auf die Vorwerke der komorncr Festung wird mit Energie voibcreitet. Diehierzn erforderliche große Trzippenmgffe steht bereits in der Nähe der Festung, und in dcn Dorfern viele Meilen in der Runde find Reierve-Truppcn einquar- tiert. Einizze hundert Individuen sind täglich beschäftigt, Binsen
' und Baumstämme als Ausfüllungs-Materialherbeizuschaffen. Dem
Vernehmen nach soll in unserem Schlo e cin ulvertluri - legi weiden. Alle bisher auf Bcfchl dex! OberYTomchndarijiteQnYr Kaiserlichen Truypen veröffentlichten Plakate Werden aufs neue in deutscher, ungarischer und slawischer Sprache in jenen Orten und Gegenden, „die bon unseren Truppen beseßt Werden, veröffentlicht. Wie wir horen, ist die Communication zwischen beiden Waag-Ufern, trohdem daß die Magyaren das jenseitiFle Ufer bereits verlassen haben, noch nicht mittelst Brücken hergestc t. Einstweilen geschiehk diese durch Fahren. , Hin und wieder kommen hier Reisende aus Neutra und der dortigen Umgebung an, welche versichern, daß die
welche jene Gegend okkupirt hatten, sich Im nahen Raßers- eshalb auch meh-
magyarischen Schaaren, s gegen Komom gezogen Waffen verschiedener Act entdeckt, w rere Verhaftungen stattfanden.
Preßburg, 5, Juli. aus glaubwürdiger Quelle, daß vorgestern bo Schlacht stattgefunden, wclche bon fr Das K. K. Heer stand bei Ujizöny un zen nehmen und die Jnsurgente dicse wehrtcn fich hartnäckig. truppen lieber in der Schlacht die häßlichen, qualvollen Krankheiten, 1» darum können sie von ihren Führern ni werden, fich in die Festung zurückzuzich Es sollen mindestens 1500 Tobie sein. Die Russen allein sollen 50! 13 Kanonen waren die Trophäen kes Tages. tcnant von Bechtold bat Veßp ten von dort bcrj wolle unter der Amnestie ertheilt werde;
größtentheil dorf wurden
(Lloyd,) Dcr Figyelmezö' erzählt
r Komom cine blutige - Abend gedauert habe.“ d wollte die dortigen Schan-
n in die Fe Es scheint, die Znsurgenten- ihren Tod finden Wollen, als durch clche in der Festung herr- cht dazu vermocht en und dort zu vert Schlachtfelde “geblieben ) Husaren niedergcmacht haben; Feldmarsckmll-Lieu- d die Insurgen- t hier das Gerücht, er daß allen seinen Leuten hm selbst möge dann was immsr
rim eingenommen an Von (Hörger) geh
Heute hat die französische
Paris, 5. Juli, esche der Minister
6 aus Rom erhalten, w benden Versammlung verlas: 10 Uhr Abends. Dkk Sturm,
Frankreich. Regierung folgende Depcsck) des Innern in dcr gesehge quartier Santucci, 2. Juli, an den Kriegsministkr. 30. Juni unternommen wurde, Die rb'mifchc Munizipaliiät hat sich zu unterwerfen, gemacht. Die Thore Don San Paolo,
Der Oberbe ehlshaber "welcher in der hat den erwarteten Erfolg gehabt. nns gestern Abend Auerbietungen, Unsere Truppen haben die neunte Portese und San Pan- Es sind die nöthigen Anordnungen ge- Rom in “dcr größten Ordnung statt"- r ihrem Muth.“
P a rl a m e n t. Von Richmond legte ächtigt, zu Veranstaltung Das Ministerium sprach
Bastion inne. crazio sind uns geöffnet. troffen, daß die Veseyung von finde. Die DiEziplin der Soldaten gleich
Großbritanien und Irland. au s. Siyung vom “.I. Juli, ine Bill vor, Welche Fideikommißgüter erm von Amelioraiionen Anleihen aufzunehmen. _ durch den Grafen Von Carlisle seine Zustimm regcl aus, und Die Bill Wurde zum ersten Male el iition aus Sydney in Neusüdwales um Herab etzun prcchung iiber die dem Unterhause vo Verfassung Von Ncusiidwalcs, und Lord aß eine so wichtige Maßregel im Oberhause so zur Beraihung komme, und
Der Herzog
g des Census Dcranlaßte xine Bes Bill hinsichtlich ley beklagte, d und wenn es nur sparsam besucht sei, sprach den Wunsch aus, daß die Bill sich auf die Abtrennung von Port Phillips in Neusiidwaies beschränken möge.
Lord Palmerston
Sitzung vom 2. Juli, Auskunft über den Siam) der Beziehungen zu China. habe die Eröffnung Cantons wegen der unter dieser Stadt herrschenden Aufregung Verweigert, ie nicht die Mittel habe, Beleidigungen dcr Engländcr zu ver- gutcn Einwernehmeiis mii England ren könnten. Die englische chierung aber habe erklärt, Das: sie die EröffUung Cantons vom 6. April weise und den Jnteieffen Englands an- *.wn der Durchführung dieses Rechts Waffengewalt abzusehen, indem die chinesische ngicruna das Rechts nicht bcstreite, sondern den Aufschub * rittcne Thatsachen stüye, die Ausübung des Rechts vorbehalti'. R u sse ll sprach fich dann iibcr dieBills aus,wkichc die Regierung in dieser Session noch zur Berathung bringcn werde, und crklärte, daß er die Bill wegen der Kommission für Kirchen:Angeiegenhéitcn und die über die frommen Stiftungen für diescs Jahr zurücklegen werde. Seine Ansichten über die Lcuchtthurm- uud Lootsen-Abgabe werde der Präsident des Handelsamts in einer MorgenstiZung am 10tkn Juli entwickeln, werde aber für jkßt noch keine Bill darüber vor- legen. "- Hierauf beantragte Herr D' Israeli, das Haus möge sich zur Vcrathung iibcr den Zustand der Nation in eiiienAusfchuß verwanbrlu. Er verglich die Lage des Landes im Jahre 1846, wo das jetzige Ministerium an die Spiße Dcr Staatsgcschäfie trat, mit Damals vollständige Ruhe in ganz Europa, das Ansehen und der Einfluß Englands in alli'n Kabinetten gesichert, die Kolonieen zwar nicht glücklich, aber Ooilßoffnung, ker Ausfuhr- handcl in seiner höchsten Bliithe, der Absatz der Ackcrbau-Produkie auf bcm einheimischen Markt iibcrall gesichert, der Zustand Irlands vcrhäliuißmäßig zufriidenstcllend, und im Schatz cin Ucbcrschuß von Seit der Bildung des jcyigin Ministeriums dagegcn sei das Elend des Landes fortwährend im Zunchmcn be- , Viele Der englischen Kolbiiiccn seien unzufrieden un]; zcrriittet, der sonst so blühende Ackcrbau läge daniedcr, Irland befinde sich in einem ZUstÜUDe gcscilschaftiichcr Auflösung, die Staats- Einnahme weist ein Defizit Von 3 Millionen Pfd. Sicrl. nach“, der Tagelohn habe sich vcrmindcrt, und der Pauperismns grcise immer Weiter um sich, Der Grund bon ailcm Uebel sei die Eniwcrihung der englischen Ausfuhr, im Jahre 1848 seien fiir die ausgeführten Artikel nur 53 Millionen Pfd. Sterl. einqeqanqcn, wähicnd 1845 und “1846 bsi einer gleichen Ausfuhr 59,500000 Pfd. Steil. dafiir eingegangen, so daß den arbeitenden Klassen 6,500,000 Pfd. Stcrl. in diesem Jahre entzogen seien, seien die Griindsäize dcs jeizigen Freihandels-Systcms Herkchri, in- dem durch sie die englische Arbcit einen geringeren Taustbwerth Andere Griinde zu seinem Antrag fand er in deni Zu- stande des Binnenmarktes und dem Fallen der Preise, wodurch die Beschäftigungsmittei vermindert wiirden, und Der Eiiiwandcrung aus Irland , die nicht eine Folge der Hunqers- noil), sondern der séhlechten Politik der Regierung sci. Bci kiefer traurigen Lage hätten jedoch die Minister nur die Sicncrn nnd „ , Die auswärtige Politik habe unter don gegenwartigen Ministern ihren Einfluß Verloren und die Wirtin auf dem Koniincnt verschuldet, was die italienischen Angelegcnhcitcn Der Redner bcschuldigte Lord Palmerston der Unterstützung der fälschlich sogenanntcn liberalen Partei, die iiberall die nach Revolution gieriqe Minorität bilde, ropa's, während er iiberail bemüht gewesen, die Regierungcn, weichc die Vertreter eines großen und geordneten Zustandes gewescn, die Metternich's, die Guizot's, die Narvaez, die Kolctti's, mit Je andcln und zu stürzen oder zu erschüttern. Sir Ch. Wood, iadcltc znvördcrst ie eine bestimmte itif, wcnn fiean AufsthUUgM d ibat ans dkm k Verminde- stcigendcn Wohl-
Unterhaus.
dortige Regici'ung den Einwohnern
hindern, die zur Störung des
immer noch das Recht besixze, an zu fordern, es aber für 1 ener halte, Vor der Hand
bsi“ Eröffnung der Stadt die englische Regikrung
auf nicht best L d ("h or „30 11
aber fich stets
der heutigen.
3 bis 4 Millionen.
griffen gewesen.
in der Zunahme
Ausgaben noch “vermehrt.
beweisen könnten.
in allen Ländern Eu-
scligkeit zu beh Kanzler der Schatzkammer, den rein negativin Charakter des Antrags und vcrmt'ß Angabe Über die von den Gegnern zu befolgcndc Pol die Spißc der Gcschäste treten sollten. Die statistisch des Herrn D'Jsraeli wies er als ck zunehmenden Verbrauch der Haupt rung der Armen-Unterstüizung Empfan stand der arbeitenden Klassen dar.
inseitig zuriick un lebensmittel und de qenden dcn Nur hinfichilich der