dort organisir
Saw, Wolowski, Chevalier, Garnier und
rochesaucauld. Von hier aus Mitglieder, Vereinigten
chcs mit denen von London und Die englischen Friedensfreunde
ten Vereine die jTrforÉ'erlichesJF YynFchtun UnterdenFranzosen,welchean em ongrx e e zunx
e Namen enannt: Lamartme, E. von Girardin, Horace, werdenfolgend g der Marquis von La- werden sich verschiedene Parlaments- nnter anderen Herr Cobden, einstellen. Staaten von Nord-Amerika hat diese,?) klanq gefunden, und in Boston hat sich ein Comité: gebildet, wel- * “ Paris gemeinsam wirken will. Werden am 21. August nach Paris
abgeben und am 28sten nach London zurückkehren.
Am Freitag wird die neue
Erwählung des Lordmayors Sir J. Duke ist Dem GLobe schreibt man aus Paris, d Kaiser wünschten,
gitimistcn, welche Bonaparte als machen wollten,
abzuändcrn, daß, Thron nicht
den Senatsbeschluß über di fakls Louis Bonaparte ohne Ki an Napoleon Jerome Bonaparte falle,
en zu treffen. men gedenken,
Auch
Wahl für die City stattfinden; die gesichert. aß ein Theil der Le- den Vorschlag e Erbfolge in der Art nder sterbe, der sondern an die
ältere Linie der Bourbonen und nach ihr an die jüngere.
Rußland und Polen. Gefolge des Kaisers St. Petersburg befanden fick) auch
Adjutant Dubclt und dcr wirkliche Alexander Rozniecki,
die Angelcgmheitcu dcs Königreiéhs Polen, ehemaliger polnischer (Hencral und friiher Präsident der Regierungs -Direction für die Theater in diesem Königrcick).
Belgien. Brüssel, 26. Juli. König Leopold reist mor-
Warschau, 26. Juli. bei der Wiederankunft Sr. Majestät von der Graf Ad1erberg, Ter Flügel- Staatsrath Sukowkin. Gcftcrn starb hier der Kaiserlich russische Kavallerie- General Mitglied des Reichsraths im Departement für
dee viel Au-
in den
Im
Costuzionale di Firenze meldet, wiffen,
1360
Hm ins Bad von Ostende; Ludwig Philipp will ihm dort einen esuch abstatten.
Italien. Fl or enz, 19. Juli. (Lloyd.) Hier will marr, wie der
daß Rußland dem
Papste 10 Millionen Scudi ohne Interessen vorschießen werde, die in zwanzig Jahren,
mit 500,000 Scudi jährlich, zurückbezahlt wer- den sollen.
Gestern langte Garibaldi's Schaar (fie soll 5000 Mann In- fanterie, 500 Mann Kavallerie und zWei Kanonen zählen) vor Chiusi an. Man errichtete Barrikaden, um Widerstand zu leisten. Die toScänischen Truppen zogen fich zuriick, um Verstärkung aus Florenz zu erwarten und Garibaldi mit Erfolg angreifen zu kön- nen. Aus Perugia mcldet man den in der Nacht des 13ten erfolgten Abmarsch von 2000 Oesterreichern nach Todi, in dessen Nähe Garibaldi ein Lager aufgeschlagen hatte.
Man schreibt aus Aleffandrra: „Fortwährcnd werden unge- leure Kriegsvorräthe in der Kirche des heiligen Stephan aufge- Zpeichert. Die Ocstcrreicher sollen wieder in unsere Festung zu- rückkommen, und man erwartet, daß dieselben vor dem Ende dieses
Monats die Stadt wieder bescyen werdcn.“
Rom, 17. Juli. (Lloyd.) Am verflossenen Sonntag wollten die Rothen fiel) nach ihrer Weise gütlich thun und begaben fich in großer Zahl nach Frascati. Zu ihrem Verdruß fanden sie aber daselbst 3000 Franzosen vor, die von den Bewohnern der Umge- gend aufs festlickyste empfangen wurden. Hier herrscht die vollk-Zm- menste Ruhe. Die Franzosen verlassen nach und nach die Palaste, um ihre Kantonirungen zu be iehcn.
Zn Neapel sind sieben eputirte gefänglick) eingezogen wor-
Y..
Zolltarif ist heute in die Gazetta pubsizirt. a
traut ist, in der vor Gericht gezogen werden, - 3%“262. .
Abonnements-VorsteUung. mit Gesang und Tanz in 4 Abth.,
in 1 Akt, von 1)». C.Töpfer. Hierauf:
den, dwie es heißt in Folge der Entdeckung einer Verschwörung ge- 1 gen en .
König.
(Fr. Bl.) Der neue Er soll, wie man
welche Geld mit sich
Spanien. Madrid, 19, Juli.
gt, schon den 5. August in Kraft treten. In der leßten Zeit wurden die Posten,
Lührten, häufig geplündert. Eine neue Verordnung macht die Auf-
die Bewachung der Straßen anver-
e er der“ Bär er arde denen h g g * daß sie vorkommexden Falles
Art verantwortlich,
Königliche Schauspiele.
Sonnta , 29. uli. Jm O ernhause. 120sie Schauspielharrs- g J (Neupeinfiudirt): Preciosa, Schauspiel von P, A. Wolff. Musik von
C. M. von Weber. Anfang halb 7 Uhr. Montag, 30. Juli. Im Schauspielhause. „121.0 Abonnements- Vorstellung: Nehmt ein Exempel dran! Luftsprel m Alexandrmern, Der alteMagr er, Schau-
Anfan? halb 7 U r. e
Benedix. . 122ste Abonnements-
spiel in 3 Abth., von R. „ Jm Schausprelhau
Dienstag, 31.Juli. Vorstellung: Dorf und Stadt, „ von,Cl)arl. Birch-Pfeiffer. (Frl. Vilarta: Lorle, als Gastrolle.) ;
Anfang halb 7 Uhr.
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„70010901; (7014782.
*wsteräm ......................... 250 171, (10. ........................ *. 250 171. [Tauban .......................... 300 Ulk, «16. .......................... 30017116 [00000 ........................... 1 [„st- l'aris .............................. 300 171". "1011 m 20 x-. ................... 150 171.
.Juxsbukx .......................... 150 k]. Ukealau ........................... 100 “[*]-lk-
l-eilvxix in Courant im 14 '!1111-. 171185. . . 100 '1'b1k. Z kkaukk'urt. a. m. 5600. «* ............ [00 1-1.
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(110 081'01'51611811118 [,iquiäation Zeäriickt, äaxegsn in (1911 iibrißen ]Zkkßkten Mebr€r6§ 211 6110715 b055ersn 1311315011 Zemaobt.
Holländ. u. Kaiserl, Dukaten 9637, Gld.
Polnisches Papier- qeld 9517, Wr. Oesterr. Banknoten 857. 086 bez. n, Br. Staatsschuldsch. FZZ Gld, * Sechandlungo - Prämienscheine & 50 Rthlr. 96'5 Gld.
do. ZZproz. 8557; bez. u. (HW„ do. [.itc. l']. 4proz. 95 Br„
Poln. Pfandbr; alte 4 roz. 93Z GW„ do. neue 4proz. 93"; Br.,
do. Partial-Loose z 300 F . Bank-Certif. 3 200 Fl. 13'; (Hld. nen 0 4 pCt. 72 Gld.
Netten:
103 Br., do. a 500 F1. 75“Br., do. Russ. poln. Schaß-Obligatio-
Oberschlesische bitt. 0. u. bitt. 13. 932. Br. Bres-
lau - Schweidniß - Freiburger 83 Br. Niederschles. ==Märk, 7 65, (Hld.
do. Prior. 100 Br. Mind.) 865, Gld. Neisse-Vrieg 342 Br.
Ser. 111. 98 Br.
bis 595, bez. n. Br. Friedr. Wilh. Nordb. 39%, Br.
Wien , 26. Juli. 25 proz. 49-1“. Anl. 34: 154-1545. 1107, 111, 1111.
Silber 117'7.
Gloggn. 1062, 7, 75. vorno 66'7, Y, 67. Pesth 70x, 71. B. A.
Met. 5proz. 93'7, "2“, “ck..
4proz.
Ost - Rhein. (Köln- Krakau-Obcrschlesische 59
7 4-74Z/,.
39: 952-96. Nordb.
Mail. 746-75. 1060, 63, 65.
Wechsel-Course.
Amsterdam 167'7. Augsburg 119. Frankfurt 1185. Hamburg 1755. London 12. 2. Paris 142'7. -
Li-
JVU'OS, Kontenten und Devisen flauer Und besonders leytere
niedriger gewesen,
Leipzi . 26. 1“. Bs. 212,3 141 LM. Ju' sich-- ayer. 1“; Br., 81 . 22? Br. G Br., 82 (H.
Leipz. Dr. P. Oblig. 102'5 G. Leipz. L, Dresd. C. A. 100 Br., 99"; G. Säch- Schles. 78'5 Br,
Chemniß - Riesa
Ma deb.-Leipzi 186 G. Berl. An . 6. u. 8. 82 ltona-Kielg99 BH., 981; G. h ?
Deß. B. A. 1083/„
Br., 1073. G. Preuß. V. A. 9215 Br., 92 G.
Frankfurt 0. Mi., 26. Juli. Der Umsah in mehreren Fonds war an heutiger Borse von einigem Belang. Oesterreichi- sche Actien, 5proz. Metaüiques, Span. Gattungen, so wie F. W.
blieben flauer als gestern. Hol- In allen übrigen Gattungen
7637. G. Bank-Actien :- 50 Fl. 50'; Br., 497; Hessen Partialloose a 40 Br., 271. G. Darmstadt
do. a 25 Fl. 2221 Br.,
Nordbahn Und chbacher Actien, ländische Fonds waren gefragter. zeigte ficl) keine Veränderung.
Oesterr. 5proz. Metall. 77 Br„ 1092 Br„ 1082 G. Baden Partialloose GW,; do. a 35 Fl. 272. Br., 27'; Gld. Rthlr. 28'; Br., 2835 G. Sardinien 2737 Partialloose :- 50 Fl. 68.1; Br., 68 Gld.; 2237. Gld. Spanien Zproz. 262, Br., 26? Old. 100?- G„ do. Obligat. 3 500 Fl. 74? Br., 7436 Wilhelms Nordbahn 38 Br„ 372. G. Bexbach 74-35 Köln-Mindcn 8437, Br„ 84? G.
Hamburg, 26. Juli. 3'5proz. p. C. 803: Br. 0. (H. ER. 102 Br., 1012, (H. Stiegl. 822 Br., 82'; G. Dän. 68"- Br., 68 („H. Ard. 112 Br. Zproz. 25? Br., 259. G. Hamburg- Berlin 70 Br., 695 G. Bergedorf 792 Br. Magdeb.-Witten- berge 51 Br., 507. G. Altona-Kiel 98 Br., 97“; G. Mecklen- burg 34 Br., 33"; G.
Fonds unverändert; Eisenbahn-Actien theils niedriger und nicht beliebt.
Paris, 25. Juli. 3proz. 53.15 baar, 53,25 Zei!. 5proz. 87 . 55 baar, 87 . 65 Zeit.
Bank 2280.
Nordbahn 420.
London, 25. Juli. Zproz. Cons. p. C. 9255, 0, Z. 925. J&proz. 932. Span. Ard. 1895. Int. 51'ch. 4pro . 803. E. R. 105. Port. 4proz. 30.15. Bras. 84. Mex. 27. 5JJeru 51Y.
Cons. zu 93, 9277 a.Z. u, 9275, € I)- C. eröffnet, blieben ohne Veränderung.
Von fremden Fonds sind Span. etwas gewichen.
2 Uhr. Cons. p. C. 9277, Y, 0. Z. 93, 9277,
Amsterdam, 25. Juli. In holl. Fonds war heute wenig Veränderung; nur in Int. zeigte,der Handel etwas Leben. - Span., bei ziemlich lebhaftem Geschäft in Ard. und 3proz., neuer- dings niedriger angeboten. Von den übrigen fremden Effekten wa- ren Oesterr. fast unverändert. Ruff. ge uchter. Von süd-amerik. find Mex. und Peru etwas gestiegen. ex. 272. Peru 501,50.
Holl. Inte r. 511. Zproz. neue 60,26. ZFproz. Synd. 82. Span. Ard. 12„„, gr. Piecen 1224“, 4%“, Zproz. do. 3555. Russen
G. Friedrich Br., 745 G.
Polen 300 Fl. Loose *
alte 103k, 15, 4proz. 84, 36. Stieglitz 825. Ocstcr. Met. 5proz.“ 74, 2Zproz. 392. +
Markt-Bercehte. Berliner Getraidebericht-vom 27. Juli. Am heutigen Markt waren die Preise wie folgt: Weizen nach Qualität 57-62 Rthlr. Roggen loco und schwimmend 282-305 Rthlr. » pr. Juli 29 Rthlr. Br., 28'7 G. ' Juli/Aug. do. ' * Aug./'Se t. 29 Rthlr. Br., 286 G. » Sept./O tbr. 30'5 Rthlr. Br., 30 G. pr. Frühjahr 33 Rthlr. Br., 325 (H. Gerste, roße loco 25-261,- Rthlr. » leine 22-24 Rthlr. Hafer loco nach Qualität 18-20 Rthlr. » Sept./Oktbr. 48pfd. 18 Rthlr. Br., 1735 G. » 50pfd. 19 Rthlr. Br., 18x G. Erbsen, Kochwaare 30-32 Rthlr. » Futterwaare 28-30 Rthlr. Rüböl loco 1325 Rthlr. Br., 13-Z G. » pr. diesen Monat “1374/2 Rthlr. Br., 13? G.- » Iuli/Aug. 13"; Rthlr. Br., 13% G. » Aug,/'Sevt. 13% Rthlr, bez. u. Br., 13“; G. » Sept,/Oktbr._ 132 Rthlr. bez., 13? G. » Okibr./Novbr, 13'ch Rthlr. Br., 13? » Novbr./Dezbr. 1317, Rthlr. Br., 131 Leinöl locoJ103- Ythlr.dBr.
» pr. u i / u . o.
» Au . /Septbr? 10? a 10 Rthlr. bez. Mohnöl 175, a 17 Rthlr. . Hanföl 13 Rthlr. k Yalmöl 13? :- 13'5 Rthlr. , ;
...,-»......h 00.06. „. ! S iritus'loco 0 ne 0 .. t. er . *
p » » mit Faß, so wie pr.Juli/Aug., 16 Rthlr. verk.
» Aug./'Sept. 16 Rthlr. verk. .
» Sept.,/'Oktbr. 16;3 Rthlr. Br., 16“; G. i
G. _ G0
“In allen Artikeln wenig gehandelt und still. Druck und Verlag der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckrrei. . Verlag
Schauspiel in 2Abth. und 5 Akten, FZ
- selb
Beilage zum Preußischen Staats-Anzeiger.
,- 1301
Sonntag 1). 29. Juli.
Dentféhlaud.
Oesterreich. Wien. Aufforderung Oudinot's an d'As te. - Autun
vo*n Gesandten. - Nachrichten vom ungarischen Kriexsschaupjas, „L Verheerungen „- Bau neuer Damxf-Fregatten, - Vermitsches.
Bayern. Münckxen. „Bürgermetster Kolb, _
Baden. Donaueschingen. Zusammense ung des Neckar-Corps.
Schleswig-Holstein. Grawenstein. eSarmirung der Strandbat- terieen und der duppelek Schanzen. _ Jie]. Truppenmärsche. - Ver- mischtes. - Flensburg. Truppxnmarsche. - Ankunft des Ober]?- Lieutenant von der Tann. - Vermrschtes.
Anhalt - Deßau. D : ßa u. Landtags-Verhandlungen.
ßb A u L [ Z n d. _
re urg. ine childerun Bem's. Numa
und Agram. Bie Vorgänge bei Peterwardeinf.z - Von der March. Dcr Granzverkchr. Krakau. Rusfische Truppen. Ungarische Gefangxiie, - Die Befestigungs-Nrbeiten, - Truppensendung nach der galizisch-unganschen Granze. - Semlin, Bestürzung in Folge der lesten Gefechte des Band mit den Magyaren.
Frankrexck). Pgris. Dxr Präsident in Ham. - Die Arbeitersiadt. - “Der aqitsozialrsnsche Verein. - Polen-Ausweisung. - KommissionSgnt- achten uber den Antrag m Betreff der Königlichen Familien. - Vermischtes.
Großbritanien ,und Jyland. London. Der Eisenbahnschwin- del, - Wechsel in der Méxikanischen Ngentschaft. - Vermischtes.
Ntißland und Polen. St, Petersburg. Nachrichten vom unga- rischen“ Kriegsschauplatz.
SchwUz. Basel. Die radikale Presse über den Bundeskaths-Beschluß htyfichtlich der Flüchtlinge, - Weitere Maßregeln in dieser Angelegen-
heit, - Lager an der Gränze. - Schaffhausen, Hessische Truppen in der badischen Enklave Büfingen. Solothurn, Paßgesuch von Flüchtliygen. - chwvz. Anordnungen in Betreff des AMS. - Frauenfeld und Genf, Gcmäßigtantheile iibcr die Maßregel in Bezztg auf die Flüchtlinge.
Itglten, Roni. Gloße Farade. - Proclanmtion dcr Kommunalbe- horde. - Garibaldi. - ermischtes. Florenz. Der Papst. - Denkschrift Guerazzt, - Truppenbcorderung nach der römischen Gränzc.
Wisenscbaft und Kunst“ Mufikalische Gedäckitniß-Feier in d S' . “* _ ' „Prophct“. _ Mußkalisches. er mg Akademie, Meyerbeer s
Uithtamtlirljer Theil. . Deutschland. "
Oesterreich. W i e n, 25. Juli, Der Llor d b - richtet: „'Feldzeugmeistcr d'Aspre hat in seinem Hariptquair- tier Perugia . den Gencral-Adjntanten des Generals Oudinot *empfanen. Dießr brachxc ihm die Einladung, zu der Vernich- tung ,artbaldi's osterreickijche, Truppen mitwirken zu lassen. Feld- zeugrnerfter d'Aspre hat iogletck) die Brigade Liechtenstein beordert, zu diesem „Zwecke gemeinschaftlich mit den Franzosen zu operiren. Jeldzeugmeistxr Baron d'Aspre gab dem französischen General- Adxutanten ern roßes Diner, welchem die Erzherzoge Albrecht und Karl Ferdinand eiwohnten. . Es Wurden dabei von den österreichi- scherr Generalen die Toaste auf Frankreich und den Präsidenten Loms Napoleon und von dem französischen General-Adjutanten auf unseren ritterlichen Kaiser ausgebracht.“ '
Dasselbe Blatt meldet: „Der Kaiserliche Gesandte Graf Appony und drr kurhessische Botschafter Baron Wilkens sind, Leß- terer von Berlm, hier cmgetroffen, dagegen der K. K. Ministerial- ratl) Herr von Adreanßky nach Ofen abgereist.“ _
Vom südlichen Kriegsfchauplaße meldet die Lsgramer Ztg.: „Der Ban hatte (wie schon berichtet) am “13ten und 14ten die über- legene Macht der Magyaren bei Hegyes angegriffen und nach einem heldenmüthigen Kampfe, wobei er gegen 500 Todte zurückgelassen hatte, den Rückzug angetreten. Es war na authentischen Berich- ten sichtlich, daß der Verratl) im Hauptquartier des Banus lauerte. Es ging dies aus den Bewegun en der Magyaren deutlich hervor. Der Ban traf sonach-alsogleick) ?eine Dispositionen und zog sich in geordneten Reihen nach Titci.» Während des Gefechtes wankten be- reits einige Batailldne, allein der ritterliche Ban eilte herbei und stellte sick) unter dem größtenKugelregen undKanonenfeuer, dessen sichdic ältesten Soldaten nicht erinnern, an die Spiye. Seit sechs Tagen kommen aus Siebenbürgen, dem Banat und von Szegedin mächtige Verstär- kungen zu den Magyaren, und dies beWog den Van, der 3000 ge- gen 30,000 Feinde führte, c.ne defensive Stellung jenseits der Do- "nau zu nehmen. Schon in Titel angekommen, ließ der Van den Hauptmann Georgievic vom deutsch-banater Gränz-Reqiment, auf welchem der Verdacht des Verraths schwer ruht, in Eisen legen.“ Aus Ruma vom 19. Juli schreibt man der Agramer Zeitung: „Der Ban ist um 2 Uhr nach Kamenic -abgegangen. Dem Gene- ral Knicjanin ist die weitere Vertheidigung des Czaikisten-Distrikts iibertragen.“
Als neueste Nachriéhten bringt der Lloyd heute folgende Mit- theilun en: „Einem hier von glaubwürdi er Hand angelangten Privat chreiben entnehmen-wir, daß der Kai erliche General-Major Ottinger in Verbindung mit dem serbischen National-General Knic- janin von Titel nach* Villowo vvrrückte und dort dem magyarischen Herre unter Bem und Guyon eine Hollständige Niederlage beibrachte, Die zersprengten Haufen des feindlichen Heeres schlugen eine Rich- tung em, in" welcher sie, dem Corps dcs Feldzeugmeisters Haynau begeJnen mussen. (Zs 111 hier die Nachricht angelangt, welche wir edoch nicht verburgen wollen„ daß die Festung Arad von den Russen in Sturm genommen worden sei. Das russische Corps soll drei Tage nach der Uebergabe jener Festung an die Magyaren vor Arad angekommen sein, als die zerschossenen Festungswerke noch nicht„ hergestellt waren. Am 20sten brachte ein Courier nacl) Czer- nowth die Nachricht von einem bedeutenden Siege über die Ungarn in Siebenbürgen.“ “
„. Im Figyelmezö liest man: „Nach pesther Berichten sind die m der Nähe vqn Miskolcz gelegenen Güter des Grafen Szirmay, welcher ein Kaiserlickes Freicorps errichtet hat, vor Ankunft der NussenÖurY, die In urgenten so sehr verwüstet Worden, daß man
„ Ö“ P XL? nicht mehr erkennen kann, wo Kirchen und andere gro ere Gebäude gestanden. Unter den Bcwo nern der Plattensee- Gegend herrscht sehr gmx)?“ FanatiSmUs, Kosliuth war unter ihnen uzzd hielt entflammende eden; öffentliche Belustigungen, Triumph- nge und andere derartige Festlichkeiten waren an der Tages-
vrdmmg- Unter d .. , *die Künflcute em Lolke wurde Geld ausgethetlt, und
Oesterreich.
Frauenzimmer, bereitet „das Vaterland ist
in G .“ ihnen so nahe sind, efahr
Wenige glauben, daß die Russen Alle hoffen von Görgey Hülfe.
Die dortige
Macht der Jnsur enten ist übrigens weit geringer als ihr Fanatis- mus. I.," der 0"he von Stuhlweißenburg hat unlängst eine blu- tige Schlageret zwischen den Bauern und den Honveds stattgefun- dZn,.welche arif Kossuth's Befehl hingekommen waren, um alles vor- rathi?e Getratde zu requiriren; dem widerseyten sich die Bauern, und o kam es zum Streit.“
. Dem Freihafen zufolge, hat das Ministerium den Bart von Wer neuen Dgtypffregatten nach dem Plane des Marine-Jngenieurs Scheffer, bewüligt. Die eine wird eine Gesammtlänge von 190 Fuß, eme Breite von 32 Fuß .und einen Tiefgang von 14 Fuß, emen Gehalt von 970 Tonnen, eine Maschine von 300 Pferdekraft haYen und „zwei achtzigpfündige Granatkanonen nebst sechs Dreißig- pfu11dcrn fizhren. Das zwäte Dampfboot wird zwei Fuß brcitcr sem und der einem Tiefgang von 13 Fuß 6 Zoll einen Gehalt von 1098 Toxmen haben. Die Maschinrnkrast und die Bewaffnung wird slch von xerrexr des ersten Dampfschiffrs nicht unterscheiden. Das Ta- kelwerk Wird aus drei Masteubestehen. DerBau dieser beiden Dampf- schiffr soll bald möglichst beginnen:, und im Licitationchge dem Min- destbtetqnden ubcrtra en Werden. '.Dem Unternehmer wird es jedoch zur Bedingung gema t, auf dem Werft PamfiÜi in Triest zu bauen, und das Marine-Kommando behält sich die Aufsicht und allgemeine Leitung des Baues vdr, „Da wir zu gleicher Zeit“, sagt derFrei- hafen, „auf den gunskigcn Erfolg der Subscriptionen fiir denBau des Kriegs-ngpflvoots „Radeßky“ rechnen, so wird die österreichi- sche Marine binnen Jahr und Tag um 3 Kriegs-Dampfböte ver- mehrt sein und dürfte dann Wohl der sardinischen Flotte kühn die Spitze dieien könnerx. Der Mangel an Kriegs -Dampfschiffcn war es v„orzztgltch, der-tm vergangenen Jahre unsere Flotte zu einer so demuthtgenden pasxiven Rolle verdammte.“
Der Wander er sagt: „Der General-Feldzeugmeister Baron v'on H„eß wtrd, dem Vernehmen nach, zum Chef des General-O.uar- ttermetsterstabeF auf deni ungarischenKriegssckyauplaße ernannt Wer- den. Durch diese Nachricht, welche wir der Neuen Zeitung ent- nrhmen, erleidet das Gerüéht, der genannte Feldzeugmeister werde die, Ober-Korpmandantur in Ungarn bekleiden, eine bedeutende Mo- dification. Einem ziemlich laubwiirdigen Gerüchte zufolge soll Herr don Schmerlmg das Porteéeuille der Justiz und Graf Leo Thun jetzes des Unterrichtes bereits definitiv angenommen haben. In Ge- maßhett unserrr “gesterrr gebrachten Notiz über den Zustand des Für- sten Metternich M BrKhwn finden wir nunmehr in mehreren lon- doncr Journalen die achricht, derselbe sei so schwer erkrankt, daß allgemein an seinem Aufkommen gezweifelt werde.“
In demselben Blatt heißt es: „Tüchtige Fachmänner ha- ben einen, Finanzplan zur Tilgung von Staatsschulden im Werke, wonach mrttelst angezeichneter Combination Oesterreich binnen 10 Irrhrenwon seiner Schuldenlast befreit wäre. Nach Repartition mrt Riucksiclxt auf Verkehr, Industrie und andere Erwerbsquellen soll, cmsrhlzrssig Ungarns, auf die Quadratmeile der Monarchie durchschmttltchüber10,000Fl,C,M. Kapital zu jilgcn kommen. Wir hoffen baldiges Auslichttreten dieses Finanzplanes,“
Von der Central - Militair ; Untrrsnxhungs - Kommission wird Folgendes? bekannt gemacht: , __ , „_
„E? ist schon früher Anlaß gefunden wvrdcn, einen in mehrere hiefige T_ageHblattxr emgrschlichenen Jrrthumbeziiglich der vermeinten Strafmilderung fur die Mitschuldtgen an dem Morde „des Kaiserl. Herrn Kriegs-Minisiers Grafen Latour zu berichtigen. Die Nummer des Wsencr Zuschauers 166 vom 21sten d. M. enthält abermals mit der Altfschrift: „Eine Frage an die Justiz“ einen mit dem Namen des Verfassers geschlossenen, denselben Gegenstand bxsprechendeu Aufsav, worin gegen die Nichtanwendung der Todesstrafe wider die Mitschuldigen jenes Mordes: Neumayer, Pawikausky und Fischer, ,geeifert wird und bei welcher Gelegenheit sogar mehrere andere von der? .Militair-Gerichtcn im Belagenmgsznstande gefällte Ur-hcilc eben so voreilig "als grundlos gerügt und dem öffentlichen Tadel preisgrgrbcn werden. „Nach der Bemerkung der Nednction wäre man versucht, den Ver- fasser fur einen Strafrechtskundigen zu halten, dem Aufsatze, hervorleuchtende Verwirrung der Begriffe, dann die eben ,so unreife „ „al? numaßende Art, mit der er bei grober Un- kenntmßU der Mtlttmrgeseße, und selbst der natiirlichen allgemeinen Grundsaße des Strafrechtes, Thatsachen, die ihm kaum oberflächlich bekannt sexi können, und Geseye bunt untereinander mengend, vorlaute Urtbeile fgllt, _das Gegenihcil vermuthen ließen. Es wäre zeitraubend und ztvccklos, die Falle der m jenem Aufsaße angehäusten, obgleich nicht schw('r zu lösen- den Fragen zu beantworten und alle Jrrihümer und Zweifel des Verfassers Überzeugend zu berichtigen3 doch wird es, um den Gehalt seines Urtheiles anschaulich xu machcn, genügen, die von ihm über die chte Abnrthcilung erhobenen Bedenken zu beseitigen. Man Tat schon einmal erinnert, daß die Anwendung der Todesstrafe bei einem bio en anizicubeweise geseslich un- zuläsfig sei, und es ist ein sowohl nach Militair- als Civil-Strafgesesen anerkannter Grundsaß, daß in einem solchen Falle die vorkom- nixnden CrschWerungs-Umßände, mögen fie noch so stark und ge- hauft sein„ das Straf-AuSmas; nicht bis zur Todesstrafe steigern können., Die offizielle Kundmachung vom 13ten d. M. zeigt klar, daß kemer der Inquißtrn Wegen Aufruhr abgeurtheilt worden ist, da in 1hrer„gcsrßwtdr1g,en Thattgkeit, so weit fie dem Gerichte erwiesen vorlaq, die rrchtlichen Begriffs-Merkmale des Aufruhrs gänzlich fehlten. Wären diese abxx auch vorgelegen, so hätten bezüglich des beigetretenen Aufruhrs atis Grunden, d-erenfErörterung hier zu weit führen würde, nicht die Mili- tair-, sondern die Civil-Strafgeseye zur Anwendung kommen miiffen, und selbst erstere schließen bei dem Aufrubre in Friedenszeiten, und außerhalb drs stgndrechtltchezi Verfahrens, die Todesstrafe aus. Die Kriegszeit hat aber fur den Mllltmkrtchlt'k in diesen Ländern für die Kaiser], Truppen ge- scyltch erst mit dem 16. Oktober, für die Bewohner Wiens dagegen ersi mit dem am 20. Oktober 1848 proklamirten BelagerungSzusfande beqonnen. Die bei Pawtkgrtsky neben der Mitschuld am Morde vorko'mmendé öffent- 1110? GrWaltthangkeix konnte die Anwendung der Todesstrafe nicht recht- fertigen, weil bezuglich dieses Nebenverbrechens das Civil - Straf- gesetz zur Richtscl),nur„d1enen mußte, und weil die Todesstrafe selbst nach Pkilitairgrscsen mn Rucksicht a-uf die Zeit der That niemals hätte verhängt werden komien. Die Vorschriften der im Jahre 1709 erschienenen There- fianische_n peniltclyn Ger:cht00rdnung finden bei Militairgerichten lange nicht mehr eme wortlrche Anwendyng, fie smd dnrch neuere Geseße in vielen und wesentlichen ,Pi't-nkten gra'ydeir; auch die Begriffe von Hochverratl) Aufruhr-i-md Maxeskats; Beleidigung scharf gesondert und begrämt worden: Die Militarrgesxße mussen iiberhaupt ihrem hochwichtigen Zwéck'e gemäß zwffchen der Kur s- und Friedenszeit, zwischen dem standrechtlichen und dem ordentlichen erfahren eme mächtige ScheideWand feststellen, und dahér
wenn nicht die aus
kömmt es, daß viele Verbrechen nur in Kriegßzcitcn, viele nur im stand-
rerhtlichen Verfahren mit dem Tode bestraft Werden. Au “ ' Fischer vorkommende Waffen-Verhcimlichnng durfte nichtchausfurdctirle T1)? gesprdchen werden; denn jene Waffen wurden in seiner Wohnung obgleich .nach der Proclamation vom 1. November o. .J. dock; noch vor Verlauf der zur Waffenabgabe später erweiterten Fristen, zu wel.
' cher Zeit Frischer schon im Arreste, und ihm daherdie Ablieferung derselben
nicht mehr „md [ich war, vorgefunden' und wer die Bela er - auch nur flüchtig gelxsen hat, wird wissén, daß auf Waffen-Zkekö'exiisiiléclxitéx die Todesstrafe nur M1 standrechtlichen Wege angeordnet ist, welches Ver-
ßvten bei dieser Gelegenheit ihre schlechten Waaren ; tourschen
m t eure “ . , 1 u h Preise ab. Was nur eme Waffe tragen kann, auch viele : chen Entdeckung „der Haupt- und Mitschuldigm beseitigt werden mu
sich, ins Lager zu gehen; denn, wie sie sagen, -
fahren we en der allerdings weit wichtigeren Jncrimination des G JNordes, und der durch Fischer bei ordentlicher ProzedurrYöZii- Daß unter mehreren wegen naher und entfernter Theilna m te. abgeurtheilten „Personen nach Verschiedenheit der Umstänxe Ze?§li§c)l)yko:?; großer Unterschied m dem Strafanömaß stattfinden muß, ist Jedermann be-
greiflich, und nur eine voUsiändige Veröffentlichung der Akten, die noch nicht an der Zeit ist, kann darüber den wahren Maßstab ur grundhältigen Beurtheilung an die Hand geben. Der Festungs-Arresi ist, wie schon de'r Wortlaut andeutei, keinesweges für leichte Vergehen, und nicht blos für Offisziere, wie der Versaffer irrig annimmt, sondern auch fiir Kadetten uud Yer onen aus der Klasse der Honoratioren gesehlich bestimmt. Ienen Auß- failen, welche ßch der Verfasser über anderweitige strenge Verurtheilungen, wahrend der von ihm so enannten Butterwocben des Belagerungözusiaiides erlaubt,)ann man nur die Hinweisung auf eine bedauernswerthe Oberflach- lichkeit !" seiner Anschauungsweise der bestandener: Zeitverbältnisse und der durch die Macht der Umstände gebotenen Maßregeln entgegensesen. Es schrint dem Rezensenten der Amtshandlungen der Militairgerichte troß seiner umständ- lichen Berufung auf die Therefianische peinliche Gerichtöordnung völlig fremd geblieben zu sem, daß nicht immer die Schändlichkeit eines Verbrechens, sondern der Einfluß desselben auf die öffentliche Ordnung und SWM)!“- die daraus entspringenden Folgen, und das nothwendig: abhaltende Bei- spiel die Größe der Strafe bestimmt; denn wie wäre es dem unberufenen Rezensenten sonst erklärbar, daß 3. B. eine Subordinations-Verleßung im Militairdiensie, die von dem ehrenhaftesten Offizier begangen werden kann, mit dem Tode bestraft wird, wogegen das Geseß selbst auf entehrende Ver- brechen der niedrigsten Gattung blos Leibessirafen verhängt. Ob leich man sich vorbehält, we en solcher unreifen und aufreizenden Eingri e in die Handhabung der elagerungSgesese sowohl gegen den Urheber' als den chacteur des Tagesblattcs amtlich einzuschreiten, so möge beiden vorläufig zur Belehrung dienen, daß die einzige Richtschnur des Richters die beste- henden ihn bindenden Normen bilden, deren gewissenhafte Beobach- tunZ er eidlich angelobt, und für deren Einhaltung er jeden Augenblick Ne enschaft _zu geben im Stande sein muß; und so wie die Geseve nicht fur einzelne Rechtsfälle, sondern nur im Allgemeinen erlassen werden, eben so darffich der Richter vor seinem Gefühle wederfür, noch wider den Verbre- cher auf Rechnung des Geseßes hinreißen lassen. Er muß auch in gäh- renden und sturmbewegten Zeiten sein kaltes leidenschaftsloses Urtheil be- wahren, und fich von falscher Empfindsamkeit eben so sehr, als von un- überlegten Aufwallungen einer noch so gerechten Entrüstung fern halten. Tiesxr Weg ist ihm vorgezeichnrt,.4znd in seiner beharrlichenVerfolgung liegt gewiß keine geringe Garantie fü? die Beruhigung und Rechtsficherheit aller demselben Gesetze unserworfener Staatsbürger. Wien, 24. Juli.“
„ Bayern. München, 24. Juli, (Münchn, Ztg.) Nack) eingegangenen Nachrichten hat die Königliche Regierung der Pfalz den Bürgermeister Kolb in Speyer seines Amtes enthoben und auf Requisition des Königlichen Armee-Kommando's in der Pfalz die Unterdrückung der Neuen Speyer Zeitung angeordnet.
Baden. Donaueschingen, 20. Juli. (Karlsr. Ztg.) ?ck? Yusanimenseßung der Reichs-Armee (des Neckar-Corps) ist 0 gen e:
Kommandirender General: der ehemalige ReiäW-KriegSmini- ster, Königlici) preußischer General-Lieutenant von Peucker.
Chef des Generalstabs: der Königliä) bayerische Oberst-Lieu- 19110111 von Lies, Mitglied des Reichs-Kriegsministeriums.
Unterehef des Generalstabs: der Königlich preußische Major Quednow, Mitglied des Reick)s-Kriegsministeriums.
Erster Adjutant und Chef des inneren Dienstes: dsr Groß- herzoglich hessische Major du Hall, Mitglied des Reichs-Kriegs: Ministeriums.
_ Kommandirt ins Haupiquartier: der Großherzoglich badische Oberst von Krieg, Flügel-Adjutant S1". Königl. Hoheit des Groß- herzogs, Mitglied des Reichs-KriegEministeriums.
Kommandant der Reiterei: der Großherzoglich hessische Oberst Klingelhöfer.
Kommandant der Artillerie: der Großherzoglich hessische Ma- jor von Perglas.
„Kommandant des Hauptquartiers: der Königlich preußische MZFor von Voddien, Mitglied des Rächs-KriegSMinisteriums, Flugel-Adiuiant Sr. Majestät des Königs.
Chef des Sanitätswcsrns: der Großherzogl. hessische Stabs- 0rzt Zr. vorlt 2é-Jiebold.
. - enera - uditeur des Hau t uartiers: dcr (Hro' er [. “- sische Obcr-Auditrur Siebert. pq Ph zog hej
Jutcudantur: der Königl. preußische Jutendantur - Secretair
MrYger.
- 1. Division, - „Commandcur: der Großherzogl. hessische Gencral- Major von Sckyaxxfcéyrf- Bernstein,
» e des Gcneraltabs: der G ' . '
VechtL-old. s roßharzogl hessische Oberst von ldjutantur und innerer Dicn't: de' - * * ' Hauptmann von Grollmann. _ ' L Großherzogl, hlfftsck)?
' 1. Brigade. 01 ftCommaudcur: der Großherzogs. hessische Oberst von Weiters- au 11, Das Eine » » Division Chevauxle' ers. Vter » » Fußgcschüyc, g C d D G2. Brigade. » omman eur: er ro er 0 l' " - ' WaDéhterz ßh zgick) hessische General Major as te Großherzoglich hessische Jnfanterie-Regiment. Vom Zten Großherzoglich hesfischcn Jnfanterie-Reqiment das 1stx Bataillon. * 1 Bataillon des wiirttembergisMn 4th Jnfauterie-Regiments. ck Ygzrtsillon desdwurÉemxßrgische?T 8ten Jnfantcrie-Regimentéx. . r mon voni, en _ ro “ erzogli ) he i'ckcn C evauxle ers. 6 Großherzoglich hesjislche Geschiißc. ff, ) h g Co d T lÉzDivisiou. mman cur: (cr „ro er " '“ K* * .- ' von FLÖWW- “ ßl) zogltck) hesnsckye General Mayor des des GeneralTabes: Der G' * ' * “ - mann Becker. ] roßtzerzoglrck) hessische Haupt- Adjutantur und innerer Dien : D ' ' " Hauptmann Frey. st cr Großherzoglich hessische 3. Brigade,
Commandeur: Der Kurfiirtlick ( 'i ebe Ober ' Has Kirrsürstlich hessische 3te sJ11f0aneir'ies-Regimensi.WMH. Bom Koniglrck) preußischen 38sten Jnfanteric-Regiment das 1stc Bataillon. Das Königl. bayerische 3te Jäger-Bataillon. ? ZÉzogxick) nxsauCizscheß?) BatTillon. )waron er ro ero i e'i e ' 6 Fußgeschüye. 3 g ck h jssch n Chcvauxlegers. 4. Brigade.
Commandeur: der Gro er o li ck ' ' WINE??? ßh 3 g ck me [enburgrsche Oberst von ro herzoglich mecklenburgische Jnfanterie-Bataiüone. Das Großherzoglich mecklenbur ische Zäger-Bataiüon. 1 Bataillon der freien Stadt rankfurt.
2122 Großherzogl. hessische Jnfanterie-Regiment.
))
4 Großherzoglich meälenburgische Dragoner-Schwadronen.
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