sawmengefaßten Beschlüsse, betreffend die Regelung der griechisclxtürkifchen Grenze von der Pforte einfach an- genommen worden sind. Die vermittelnden Mächte erkennen an, daß die Angelegenheit somit im Prinzip definitiv geregelt ist, und haben die Unterzeichneten be- auftragt, Sr. Exzellenz dem Präsidenten des Conseils mitzu- theilen, das; die Botschafter der vermittelnden Mächte in kürzester Frist eine Konvention abschließen werden, durch welch? die Details der Ausführung der Grenzreguiirung genau festgeitellt werde. Die Unterzeichneten benußen disse Ge- lrpenheit, um Sr. Exzellenz von Neuem Versicherungen ihrer größten Hochachtung zu geben.
Türkei. Konstantinovel, 4. Mai. Der Wortlaut der AntwortéZnote der Pforte ist nach der W. „Pr.“ “folgender: „Der Minister der auSwärtigen Angelegenheiten hat die Ehre, den Botschaftern mitzutheilen, daß die Pforte die Konkluiionen der Note, die Iiire Excellenzen im Auftrage ihrer Regierungen ihr am 19. April bezüglich der Delimita= tion der griechischen Grenze überreicht haben, Konklusionen, welche formell an SieÜe jener der Berliner Konferenz geießt werden„ annimmt. Die Hohe Vfor1e hat ihre Delkgirten (folgen die Nanwn) beauftragt, sich mit den Herren Reprä: sentanten drr Großmächte behufs AbschlusseS einer Konven: tion iiber die nöthigen Bedingungen in Verbindung zuseßen.“
_ Aus Paris, 6, Mai, meldet „W. T. B.“: Die „Agence “HMM“ meldet aus Ragnsa: Ali Bey von Gusmje hat sich dem türkischen Oberkommandirenden, Derwisch Pascha, unterworfen; Derwisch Pascha beabsichtigt, sick) demnächst nach Skutari zu begeben.
Serbien. Belgrad, 5. Mai. (W. T. V.) Die mit Bontoux abgeschlossene und von der Regierung sanktionirte
Eisenba hnkorrven tion ist heute von dem amtlichen Blaite veröffentlicht worden.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 5. Mai. (W. T. B.) Es ist, wie verlautet, an maßgebender Stelie die Frage LTWOQM worden, der Thätigkeit des gesammten Ministeriums einen mehr einheitlichen, koÜrgialen Charakter zu vsrleihen. _ Als bestimmter Beschluß wird bezeichnet, daß eventuelLe Hinrichtungen künftighin nicht mehr öffrntlich geschehen sollen.
_ 6. Mai. (W. T. B.) Gestern wurde der außer- ordentliche persische Botschafter Sipeh Salar Azem Mirza Huffein Khan vom Kaiser in feierlicher Audiynz empfangen und alSdann der Kaiserin vorgesteÜt. Der Botschafter Überreichte dem Kaiser ein eigenhändiaes Schreiben des Schuhs nebst einem prachtvolien Ehrensäbkl. Nach der Ueberreichunzi desselben stellte Hussein Khan auch sein Gefolge dem Kaiser vor. Fiir die Mitglieder der Botschaft fand später ein Dejeuner statt. “
Amerika. Washington, 3. Mai. (Allg. Corr.) Ein Ausschuß republikanischer Senatoren wird heute dem republikanischen Caucch einen Plan zur Erledigung der Exekutivgeschäfte des Senats unterbreiten. Sol1te der Vor: chlag angenommen werden, dann wird der Senat unver- züglich die Ernennungen des Präsidenten Garfield sowie die projektirten Verträge in Berathung ziehen.
Aus dem Wolffschen Telcgraphen-Bureau.
Dresden, Freitag, 6. Mai. Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Wilhelm von Preußen sind heute hier einFtroffen und von Sr. Hoheit dem Prinzen Günther von c-chleswig-Ho[stein und dem prcußischcn Ge: sandten am Bahnhofc empfangen worden,
Statistische Nachrichten.
Nack' der in 'rcm Miiribcitc dcr V)),ViiäkÖkatc dcr Sta- 1istik dcs Deutschen Rciiizs fiir da:“ Jahr 189] rcröficiitlikbtcii Ucbcrsicbt dcr rcfinitircnHaupteracbniisc dcr Statistik der Waarcn- ciiifiil*r11.s.w. im Zal*rc1§d0 cntiallen vo 11 kein bercckznctcn ;ivll- ertrag auf die (Einfiihr ron: Baumwollcitgarn 3193399 „sé, baumwollcncn Zriycn und Zticfcrcicn .'“)(_r(„)74§ .“, Roheisen 23218155 .“, Getrcidc und Mail; 14454 70-9 4-6, Bmi- und Nui:-
boli, Korbwcikcn iind Rciicnitirbcn '..'.*'xi*.*'x978,44„„ Yiaskbincn mil „
Ausiwlui: dcr vaonwtircn, Irfonwbilcn 11117: Tamrfkciicl 789 784 .“, ; Kleidern, fcrtigcr Lcibwiiicbc und Pitt,:waarcn "720 800 .“, Lcincngarn 780180.4ß, rc'bcr Leinwand, Zwillicb nnr Trillicb 809961442 Arrak, Rum und Franzbramitwcin 16095524 (!(-., Wein !MRZZZZ .“, Buticr 968540 „46, Flciicb 2863 :*6-1 4%, frischen Siidfriicbtcn 888 672 .!6, Korintbcn und kiiciincii .“; 067. 712.14, Mandcln 94021034, Piciicr ()J-ULM .“, zicialicticn Hcringcn "3211411 «“:, Kaffee .'“.76lxl'1925 .“, Kakao “.'-36310322, Käic ELINA) «“:, Gcacnstänrcn “res icincrcn Taiclgcnuffcs 7556300 „46, ,ictwcknctcm :(. Obst ?*241272 „is., Mobi 1071934 „76, .Wir 27525411- (“:, Salz 51845574 „46, SW! * 517950 „ck, Robtal'nk R79? 303 „sé, (iiziarrcn 1019910 „46. Ran takak :(. !;(26160 „%., Tics 911024 .“, chkcr ] 176514; ;ck, T'ciiwl 1 15494] „E., Riiböl, Nnr-F-Öl imd anderem Lc! in Faiicrii, mit Ausnahme der (“Zvciicvlc 010367 .“, Zci'nmlz 3439660 „x(, chrclcnm 1.399.3196W, Scikcnwaarcn ] 105 440.411, channmrcii „ins Zcirc nnd Baumwrllc 510720 „sé, Eiern „344 L'!“ .“, Pfcrkcii 396920 .“, SÖMincn 2760 502 .“, Wollen- garn 1712.33] „46, unkckrucktcn wollcncn Tueb- imr ;icugwaarcn LINDA“) .“ Von aiicn andern bicr nicbt ,“.cimnntcn zwilrrlicbti cn Waarcnartifcln crrcicbte feincr eincn Zollertrng ron cincr [“alt"
| «cle 1: 9-3 ,arl*citctc_ ic) [)xftia'imk imbm so viel Wasser iibcr Tc . dar; die Manmcbait ml» nicbt [*ci ken Punwcn [*altcn konnte.
Gßl_r:,_der Ebrxtrxreis des §ilub§ dcr Lanxwirtbe (eine silberne Zucker- doie) .Hrn. chiicbeiick aui Lulkau (Westpreußen) und das silberne Schaf dcr Marinczrickyter Hrn. ron Natbufius-Hundiskurg zuerkannt.
Gewerbe und Handel.
„Salinas Börsenpapiere“, die fich seit einem Jabr- thnt der unbedingtesten Anerkennung sowohl der Bankier: wie der Kapitalistenkreise erfreuen, Werken von jetzt ab in Gestalt eines Jahr- kucßs bkarbcitct _ wie schon die lctiten Bände der „Börsenpapiere“ _ ron dem bekannten Statistiker W. L. Hcrtslet, fortgesxßt Werden.
„Saxings' Börsxn-Jabrbuch“ crscheint, wie 1either die „Börienpapiere“ , rm Verlage der Haude- und Spensrscben Buchbandlurxg ( F. Weidling). Der erste Jahrgang wird
ausnakmswciic in 5 Lieferungen aiisgcgebeti, wäbrcnd das Buch zukünftig im Laufe des Sommers in der Regsl auf einmal und in einem Bande crsrhcincn wird. Das; die Verkaasbuchbandlung und der Veriaiicr fick) zu dieser Umwandlung, entschlossen haben, ent- spricht in der That einem Bedürfniß. So sclyr man auch die Sorg- falt anerkennen muß, Welckyk auf Beschaffung und Verarbeitimg des reichen Materials zu dem „Börsenpapiere“ Verwandt wurdc, so blieb doch zu bck[agen, daß eine so umfangreiche Arbeit immer erst nacb einigen Jahren eiiier neuen Bearbeitung unterzogen wcrden konnte. In der Zwischenzeit hatte fich vielfach das iiber die einzel- nkn Papiere Wiffensn*ertlye_total umgestaltet, so daß bedeutende Lücken entstanden. Ein Nach1chlagebuch fiir Wcrthpapiere mn aber, soweit das iiberhaupt möglich ist, die neuesten Vorgänge, wel ,? auf dcn Wertb dcr Effekten ron Wssknisickxem Einfluß sind, schon ent- haktkn. Aus diesem Grunde halten wir es fiir einen Vorzug des ersten Jahrgangs, das; er in Lieferungen erscheint, von dencn dis fünfte und [Liste, wie der Prospekt miitbeilt, neben dem normalen Inhalt auch noch Nachträga zu dcn vorbergebcndcn Lieferungen ent- halten wird, _ Die vorliegende erste Likferung bringt die Daten Über Gold= und Sühermünzen, Banknoten Und Papiergcld, Wechsßl, deutsche und ausländische Fonds, deutsche und fremde Pfandbriefe und Lottcrieanleiben. Die Anordnung ÖGZ Stoffes ist im Wesentlichen rieicnigc dcr „Börsenpapicre“ geblieben, und die Bearbcitung nicbt Zeugniß ron dsrsclben Gewiffenbaftigkeit imd demselben c'[ciße, WLW? die irühcrrn SÖriften decZ Vcrfaffers kctitizeichnen.
enn die Weiteren Lieferungcn der vorliegenden erstkn entspreÖen, was wobi nicht bszsifelt werden darf, so wird das Jahrbuch ein aUen Anforderungen gctiügeiides Nachichlagrbuch werden, das alles WiffcnÖWcrtbc iiber die in Beriin und an dcn deutschen «Hauptliörscn gehékidxlltten Effektsn in gcdrängter abcr iibersirhtiichcr Darstcllung mtr ei .
_ Dem Geschäftkkcrickrt der Erdmannsdorfcr Akiicn- gcisllsckmft für “*lachsgarn = Maschinen = Spinnerei und Weberei entire men wir Holgende Miitbkiiuncicn: Die Umiäizc bei der Spinnerci mid_Wc erci find denen im Jakre 1879 fast gleich. Es (xctrug dic Gejammteinnabme bei der S innerci 1480000 M=, Webcrci 1377000 „46. Nach der Bilanz ergiebt sich ein Nettogewinn von 70 977 eis„ wodurch die Unterbilanz der frii- [icren Jahre nunmciir auf 247 453 „46. Vermindert worden ist, Auch dieser Betrag wird nacb dcr durch die (55anraMrsamnilrmg angeord- neten und im Laufe dicses Jahres vorzunehmenden Reduktion des Siammakticn-K'apitals um 750000 ckck in nächster Bilanz gercckt icin. Der Bestand auf Spinnrrcilagcr [»cirng: (1111 ]. Januar 1880 5271 Schock, die Gesammtprodukiion von 1880 23 973 Srhock, in Summa “2-9 “244 Schock. Dcr Gcsmnmt-Außgang bktrug 19299 Schock; es blieb Bcstaud uli. Dezember 9945 Schock.
_ Dic „Effcner Zeitung“ rrröffcntlicbt cine fiir weite Kreise von Jndystriellcii und (Zikwerbctrcibcndcn inte'rcffantc „Vergleichende Zu1a_mmcnstel[ung dcs 11911811 französischen uni: dcs chtichcn Zolltarifs“, aus Welche wir hierdurch liinweisen wo en,
:Berkehrs-Anstalten.
Ncw-York, 5. Mai. (W. T. W.) _Tcr Dampfer .Grecrx" _von _ rcr„92.1,itoxial-D9nipf1cbisfö-Compagnic ((?. Mcyimgickw Linie) Ut bier emgctroftcn.
Berlin, 6. Mai 1881.
Il111I4.*))?ai rcrbankcltc das Kni'z'rrlick'c Lbcr-Sccamt iiber den Secuniall der Brisia .chkoldinc" ron Hanibiira. Dic- sclks, gcfiibrr von dcm Scbiffcr ÖMIWOP, verlief; am ]7, Januar 1981 “ren Hach ron Lircrrovl mit cincr uncl» dcm Konaoitrom bc- itimmtcii Salzladnng. Bcrciw in dcr folacndcn Nackt, nachdem sich ein [*citigcr Sturm crkwbcn batte, fing das Schiff «m, Waffcr zu mackie", welches am iolacndcn Time in dem Maße zunalqn, das; dic anrcn (*r-ständig im Gange acbaltcn wcrden mniitcn. Am 19. Ja- mmr wnr'rc [*ci dcm anhaltend scrwcrcn Sturm das Stiiiff bei-
Am 20. Januar war dar- Waiicr im Raum am 5 Fuß gestiegen und man beschloß, mit Riicksicht [*icrani und aiif den völlig erschöpften Ziiitaiik 'ccr Manniclnift, das Swift" aufzniicbcn. Ein roriii'crscqcln- dcs [*ritiicbcx- Faki'zcug nalim Scbiiicr imd Mannscbaft an Bord Tas Fccaiyt in Hamburg [*at icincn Si'rucl) kalkin abaczichn, raf;
crluit
de_r . dcr .Li*oiJolrixic' ini ?Iciciitlichn _ mti . dic stür- mische Wittcrmm ZYritck;i_tiiti*rcii sei, und __Yaii fem Grund kl'fllt'iii', dcm Sibiircr Hireslorp ric „Koniciiwn ;11 ciitzicbcn.
Auf richicbwcrrc dcs Rcicbsfommiffars bcicblrii dar- Obcr-chamt, kom Swiffcr Hacölorr ric Befugnis: zur “.'liir-iibuna dcs Schiffer- ncwcrbcö m ciitiicbcn. an erütiruna diescr (intéckxcikung führte der V&“kslßknkc ans. kai: cs geboten xicwcscn ici, alömld nacb dcm Lcckircrken kek Schiffes bcizudrcbcn und günstiacrck- Wcttcr abzuwartrn, uni kann eincm Noikluiien amulauicn. Dcr Z(biffcr lnibc abcr icinc kiiciic iormcieyt unk rakci iiiwt cinmal icin Vcstcck berichtigt, io da]“: er iibcr scincn Ztankort völlig im Unklaren geblieben ici, ionit wiirde cr- il'm rcrausicbtlicb niöalick) gewesen sein, den Hafen von Watcriorr iu crrcicikcn. Er [*abc also durcb arobc Vcrnacbläiügung rcr iwtbwcndiastcn Srrgialt ken Secunfall verschuldet.
Deutschen Patent-
Millicn Mark. „
_Naib Mittl'ciluna des statistischen Vurcauö der Stadt Berlin 5 fink [*ci ken bicfiacn Stanrck-änitcrn in ker Woche vom “.'4. April ; birl inkl. Zl'.?lrril (r. mr Anmeldung ackonnncn: 2T“) Eheschließungen, , 732 chcnkgckcrenc, Id" Toktaci'crcnc, 578 Stcrkciällc. '
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Ter Mcnatöbericbt der Königlich Prcußiicbcn Akakcmic dcr Wissensä'aftcn zu Berlin für Dezember 1880 (Berlin, Verlag kcr Königlichen Akademie der Wisenscbaftcn. In Kommission in Ferd. Dürnmlcrk Verlaaöbuckzbankluna _ Hartwiu unk (Boixmann), bat folgenden Inbalt: Virciww, Ueber die Saka- laren. _ Peters, Uckcr cim" Zammluna ron Fiicbcn. welcbe Zit. Vt. (Yrrlncb in Hongkong arianrt kurt. -- ch'rakcr, Mittheilung 1] er eine angeblich antike Tariusstclc. - Tu Bciö-Rcvmonk. Festrede, gehalten in dcr öffcntliwcn Siyun mr_Jcier kcö Leibniiiicl'cn Zakreotaacé. _ .mmcntcgistcr. _ Sa *rcgijter.
Land- und Forfivirtbsthaft.
Von 'der Jurv auf der Mastvicbausstclluna wurde für die ron Sr. Majestät dcm „Kaiser und König zurWerfügung gestellte Goldene Staatkmcraille Hr. Rekiclr-Golzcw in Vorschlag gebracht; die Ent- sckcikung trifft der Staate-Ministcr Vt. Lucius. Tic _iecbs Ehrm- Yciic _kct Stirbt §E*crlin crkicltcn die .Herren Sktiytian Witte-
raun'cbwcixi fur Nr, 76, Niiratd Naumann-Mikuézcwo für Nr. 85, Ruf. Rckfelk-(Vclzcw fiir Nr. 270, R. (Hattien-Zcbctka für Nr. 213, BeilckceJükcn-baacn für Nr. 541 uni: BrauersHobcnkausen. Der Nat'cusiusrrrio (eine gclkenc Medaille) wurdc Hrn. ron Malyan .
- sinkcn. Zn
- Taacn riclc Aussteller mit dem (Jcsncb uni Anwciinng cines Pla =cs
Tic Eröffnung dcr Yllkietncincn unk Muitcricbuy-AuUtcli
„ _, ' _ [ua in Frankfnrt a. M. wird kcmntw am Tiemtaa,
ren 10. Mai d. I., Vormittags, statt- “?olgc dcr (Jircfmrliakcit dcr Anlagen der Patciit- und Muitcricbniz-Änsitcllnng, rcrbundcn mit Lokal» L*alnevlogiicbcn-, Kunit- imd GartenbaurAusstcllunncn. haben sicb zwci) in den letzten
axmclrct. (ik- icll kcé-inrlb iibcr alle Plätze im Haurtmlast, wc (bc !1ich*t_k'iö Sonnabcxik. dcn “. Mai c., Abcnrs !; Uhr, mit Schränken oder Ansitcliungsgcgcnnänkcn [“ricßt sind, zu Giniiitcii ankcrcr Auöstcllcr rcriugt werdcn.
Im Victoria - Tl'catcr bat gcstern Abend die auch von uns nickériach anaefünkiatc Aufiübruna des großen musikalischen Dramas .der Ring dcs Nibelungen“ von Richard Wagner mit ker Darstellung des Votsriclil .das Rbcinayld' ihren Anfang ac- nc'mmcn. Bekanntlich gliedert sicb kw:- aus vier Abende bcmbnctc Nibelunacndrama in das genannte Vorspiel und in die Trilogie; .die Walkürc'._.Sic frier“ und .Göttcrdämmcmna', Wie crinncrlicb hat dcr Tichtcr-. cnwvnist dicses Werk zucrst im Zemmer 1876 in einem eigens für die Darstellung kcö Nibclmmcndrmnas nacb 'rcn
notknungxn und unter r*crsönlicbcr Lcituna des Meisters crk'autcn Tbcatcr wiederholt zur Ausführung gebracht. Anki) Sc. Majcstät der Kaiser und mehrere kcutscbe Fürsten bccbrtcn damals kicic Musterdarstcllun mit ihrem Besuche und die Anhänger und chun'kc dcr iaancr'scbm Muse versammelten sicb in jenem Comme: in Bayreuth. um sicb dcn riclkcacbrtcn Genuß dissiiacb
Lobes des großartigen Werkes. Dieser bedeutende künsxlcriscbe Erfolg veranlaßte dann bald mehrere hervorragende deutschc Bühnen, dem in Bayreuth gegebenen Vorbildc zu folgen und das Werk gleichfalls znr Darstellung zu bringen, so die_ Hoftheater in Wien, München Hannover und Schwerin und die Stadttbsater zu Leipzig, Hamburä und Cßln. Berlin hatte bisher die Bekanntschaft des Werkes: nyc!) nicht machen können und erst jetzt ist es dem Opern; direktor dcs , Leipziger Stadttheaters Hrn. Angelo Neumann gexungen, die mannigfachen Sckiwicrigkeitcn, die sich xxx wurdigen „Darst'eUung eines solchen Kunstwerkes entgegen. setzen, zu ube'rwmden und das Nibelungcndrama mit Künstlern welch? iich mit „Wagners Stil und Kunstweise durch jahrelangé Studien vollstandig vertraut gcmackxt haben, aufzuführen. Das ganze Werk soll rnit kurzen Pauscn im Laufe des Monats Mai vier Mal dargestellt Werden. Wir miiffcn es uns versagen, auf das großartig azxgelcgte und durckygciiibrte Werk mit dem dEr Dichter-Komponjst 21112 neue Balm für das musikalische Drama eröffnet bat, und ubxr Wekchc-Z bereits eine ganze Literatur eristirt, hier daß Naherßn einzugeben und beschränken uns daher auf cin einfaches Re- ferat Über die gestrige Aufführung. . Das Vorspiel .Rheingold“ ist in zwei Abtkcilungen gk- gkiersri _und besith aus vier Scencn, von denen die erste in der Tiexe des RbcinÉZ, dic Jiveite in einer „freien Gegend anf Bergexélw'kxsn am__RHem gelegen“ und die dritte und vierte in den .unirrirdiickzcn Klusten Nibelhcimö“ spielt. Um den Gang der Hand- lung Wenigstens „anzudeuten, möge bier eine kurze Skizze dcs Inbalts nach deni bereits angezeigten Wolzogcn'scben ., Führer“ folgen: „Voir reinem Begehren berührt ruhte einst das Gold in rciner S'ÖOYHUÜ auf dem Grunde dcs Rheincs. Rinasber treibt das flughtigc'Volk der_ Rheiiitöchter sein tändeindcs SPiCl, unbesorqxc Wa(htcrinnctr des 1ichkr schlunmternden Schaßes. Aber aus* der Tiefe bricht" ein [Usteriwr Nibelung aus dem Nebelgcschlechte der ZWLrgé der i11ck11chc Albcricky, sick) Balm in die Fluri). Da fällt ihm ini Glanze dEr aufgehenden Sonne das Rheingold strahlend ins AUM Lachen?) vcrpkaudcrn ibm die spottcndcn Nixen die f(UckisÖWCtC Ve- deuxung des Metalls, das die cht zu gewinnen Vermöcbte, wenn sein BUrlzer dsr Liebe „entfagt; denn wo das Gold zur 971Herrschaft kommt, muß ÖW, Liebe__wcichcn. Der Nibelung vergißt die size derspielcnden _Wogenkmder chr dem machiverhsißenden (Glanze des Gokdes: und 10 flucht cr dcr_ 912738, die ibm nur sinnliche Lust bedeutet, und mit gewaltigem (Hriffc cntrcißt er dem Felsen dcn Sckyatz. Ewige Nackn brrchi Uher dre schuidlose Tiefe [)crsin. _ Indessen crstrahlt auf Yergrögipfcl im Lichie_der “Sonne die neu erbaute Burg des Götter- Yomgs Wotan. Auch iein Sinn, da junger Liebe Lust ibm Werblich, itami) nackchfiß und Mucki. Darum band er durch Vertrag das troxzrge Rieieirvolk“ ; sic mußten die Burg ihm bairen, Wofür «ck fie sick) bcdmixzeir, was der Wunsch aller Wesen bcgclirt: sounigc warme Liebe sur wr kaltes _ Reich in Gestalt der Görtin L_)cr Jggerid und Schönbeit dcr boidcn Freia. JWT fordern _1rc ibrcn Lokin, dicse Riescnbriider: Fasolt und Fafner; akcr rnit ickvlauer Rcde weis; auch ihnen der vcrsckilagcne GüseÜ WotanS der flunkcrnde Flammengeist Loge, durch Erzählung dcs Albcricin Abcntcncrs die Gier nach dem bcilloscn Golde zu crregcii, Sic ver- ianavn LÖ mm zur Lösung Freia's. _ Nicderstcigen Wotan und Loge m Alberichs_Nebclkliiftc, wo der Räubcr kraft des aus dem Rhein- goldc geicivtziicdeten Rinch das Zwergeiwolk zum Häuicn dcs ricsi iien Hortus zwingi. S_cin Briider Yiimc mußte ibm dcn Tarnßclin iibaffcn, 'der die Gestalt verwandelt und verschwindkn läßt. Dics be- 111113th die Göticr zur Jit- dic ren iibcrstolzen Besiizcr fängt: Hort, Tarnlwlm, ]a Zuck) dcn 5iinsc muß er hingeben. Keine Macht bleibt ihm als der Finck). Tor fällt mit dem Ringe nun auch auf der Giittcr ngpt. „_ Ahcr nocl) fordern die Riesen ihren Lohn. TM Ring achn wcigcrt ibncn Wotan, im Bewußtsein der ibm innewoh- nenden Zauberkrafi, und schon dünkt Freia den Riesen verfaUcn, als aus pern Boden die warnende Gestalt der nrwciscn Severin, der göttlichen Erda, emporsteigt und mit der Drohung dcs Flaches, der am „Ringe Haftet, und des ewigen Euch, das er den (Höttcrn einst bereiten wcrdc, Wotan _ nun aber zu spät _ bewegt auch ihn rcn Rixien zu_ _[affcir , _Zu bald erkennt er die Wahrheit der Drohung. Beim ligitigcn Einiackcn dcs Hortcs crscblägt Fafner dcn Fasolt Um den BLW de_s Ringes und sckilcppt dcn ganzen Rcichthum mir fiel) sort um ihn iürdcr als Wurm zu biiten. Im Innersten cr- bkbcnd wciwct Wotan sick) mit den Göttern der Burg zu, und wie cr Über die Brücke des Regenbogens binan scbrciict, ckmm ibm cii1_11cucr icböpfcriiclicr Gikdankc, doch nicht aus Scisöpfcrluit, aus ['Uli-„ier (Hötxcrnoxb; nnd Walhall beißt er den himmlischen Bau.“ Was mm die gcitrigc Darstellung selbst betrifft, so fand dicsclkc
in dcm auf allen Plätzen besetzten Hause dcn lcblnrftcstcn Beifall“. Hr. Tircktor Ncunmim [*attc 65 sich angclcgcn sein lassen, neben dcn Kiiiiitlcrn dcr L_cipzigcr Oper, welclie bei dcr Darstcünim dcs Nibe- [ungcndranms Won in Lcivzig wiederkolt mit dem besten Erfolge mitgewirkt baden, noch einige hervorragende Sänger von andcrcn Bühnen zii gcwinncn, wie die Hcrrcn Scarin und Schwarz aus Wicki, Hrn. Vogl aus- Miinclicn und Hrn. von Reickzcnbcrg aus Hannr- ver, 10 dar"; die gestrige Bcicynng der Rollen folgende war? Wotan, Tonner imd Froh: dic HerrcirScaria, Scbwari und Sicamnndt, Loge: Hr. Vogl, Albcricb und Mime: die .Herren Scixclpcr undLiban, Fasrlkr mid Faiiicr die Herren Roi; und von Tiicicbcnbcrg; Fricka, From uni: Erda: dic Damon ReicherMindernmnn, Schreiber und Riegler; kik Nliciiitociitcr: Woalindc,Well-irundcnnd Floübildc: die Damen Mrti- [*aiipt, Klafskv und Löwin Obnc auf die Leistungen dcr cinzclnen Kiiitstlcr bier tiäbcr cimugcl'cn, bcicbränkcn wir uns darauf, [*crrci- zulécbcn, dar": die Ausfiihrung im Ganzen wic in allen (?inzclnhcitcn volles Lob rcrricntc und die wärmste Anerkennung von Scitcn dcr inblrcicbcn Versammlung fand, welchc die Darsteller nach jeder Ak“- tl'cilnng wicdcrbolt kcrvorricf. TTW kornrctcntcstc Urtbcil über das iiiclingcn dcs Workcs [Kat dcr Ticistcr-Komvonist selbst abgcxicl'cn, wclcbcr, nachdem cr sklwii vor 'der Vorstellung bei seinem (?rsclsciiicn im quis stiirmiskb begrüßt workcn war, al" Schluuc mit den „-aritcllcrti vor dem Vorbmmc crscbcincn mußte, 1171: in einer Ansprache änsicrtr, kai; cr cincn Dank für das Gelingen rcé Werkes nicbt fiir sick“ annebmc, sondern für kic Künstler, die iich ron "ab und fcrn iuiammcngcinndcn k'ättcu, um sein Werk zu verkörrcrt); Ticiclbcn bättcn sicb in die Auffassung und in km [*csonkcrcn Stn
dicics . , Wcrfc-I so [*iiixiiiacfitiirrii, dafi aucb xk ibnc_:1 nur icincn _ Tank ausdrucken konne und _ dax- gciciie[*c_ mik dcm Wllii'kbi', daß das Werk, das gestern w gliicklitb
[*carnnen, cinen alcicb alücklicbcn Fortgang nebmen möge. T9? Orcbcstcr, welches ans dcr Bcrlincr SinwnictKarcch und „m_s M),!“ gliedern rer Karellc des Leipziger Stadttlwatcrs ;usannncnaricyt ".!- 7ül*rtc unter dcr Lcitung des Hrn. Anton Seidl seine schwierige Ai!!- aabe niit ancrkcnncnk-wcrtbcr Hingabe und bestem Erfolge aus. ;D!- Dirckwc Ncnmann abcr, welchem kad Verdienst der ersten Dax'kkli lmm dcs NibelungenDramas in Berlin zuzuschreiben ist, darf kk“? Dankes aller Freunde der Waancrsck'cn Muse sicher sein.
In dcn Räumen ch Flora:(7tabliiscmcnts wird am Sonntag, kcn 8. Mai, die Erdiinuna dcr B l n in en - u nd Pilati SM“ Ausstellung des Gartciibaurcrcinö ("*!*arlottcuknrä stattbal'cn. Der von dem Hoi-Muiikrircktor Bilsc'icbcn Orchester kx“! wobl bekannte Piston-Virtiwsc, „Hr. Tbcodcr Hoch, welchcr !" einigen Tagcn seine Kunstreisc nach Amerika antritt, wird noch "1 iwci (Fcnccrtcn in dem Flvra-(itakliffcmcnt mitwirken, von denen M critc am Sonntag Nachmittag itattffnkct.
Redacteur: Riedel. Berlin:
Verlag kcr ErrckitioiixiKicfiil); ZWZ *W. Elontr- Füni Beilagen
dem Urtbeile det „Kenncr rollcnkctstcn_ Werkes von Waancr, U! rcrscbaß'cn. Dcr Ctn'xmck, dcn_dicsc Auffübtunqcn in Bavrcutb [“cv rrrktachtcn, war ein ubcraus gunstiger und die Kritik war rell dcs '
(cinslblicßlich Börsen-Bcilage),
außerdem ein Fahrplan der Königlichen Eisenbahn-Direktm Hannover.
!
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
.»: 106.
Berlin, Freitag, den 6. Mai
LZZL.
Yichtamtkiehes.
Preußen. Berlin, 6. Mai. Jm weitxren Ver- laufe der gestrigen (ZZ.) Sitzung des _NeiciistageHZ, welcher der Reicbsxanzl-Zr Finn von Biswarck, ' forme mehrere Bevollmächtigte zum Bundes'rath und _Kommrffarien deszclben beiwobnten, trat das Haus 111 die zweite Berczihung des Entwurfs eine?": Gesetzes em, betreffend die Abande: rung der Artikel 13, „24, 69, 72 de_r Reichsver- fassung, in Verbipdung m1t_ demAntrczg Rickert, auf Grund des mündlichen Berichts der )x. Kommission. ' _
Dirier Gesetzentwurf lautet nach der Regierungsrwrlage:
Wir Wilhelm, VonGottcs GiiadeirDeutsÖer Kurier, Konig von teuren 2c. , verordnYi iron Namen des Reichs, 11ach erfolgter Zirstimmung des *Munrcsraißs und des Rcicbßiags, was folgt: . __ & An die Stelle der Artikel 13, 24, 69, 72 der Reichsvcriaiiung ircicn die folgenden Bcsiimmnngen: Artikc[ 13, ,
Dic Berufung ch Bundesrirch und des RLTÖIta-JZ finder miiwcstcns alle zwei Jahre statt, nnd,kann der Bundesratk) „zur Vorbcrcitung der Arbeiten ohne den Reichstag, leßisrer aber nicht OWL dcn Buridksrath [*cruisn werdcn.
, Artikel 24. .
Dic chislaiurpcriodc des Reickdsiaßs dauert vier Jaiirc. Zur Anilöinng dcs Rcichstags während dxrielben rst 6111_'Beich[Uß dc» _Vaiidcsraihs unter Zustlethix[BFZKUWF erforderUci).
. r l € .
9' e Cinnaimisn und Ausgaben des Reichs müffcn für jersß Jairinransciylcigt und auf dcn_ RciÖHbaqualtI-Etar xxxbracbt wcrden. Dsr [etztcre wird fiir emen Zeitraum von zwei,?abren, jedoch für icch Jahr besondkrs, [wr Beginn der Ciaisperwr-c nach folgenden Grundsäixcn diirFl ??FYFQLH fcftgcstcilf. “
, r 1 c "„. _
Usbcr die Verwendunq aller Einnahmen deJRciciIZ ist dnrri) rkn Reickzékanzicr dcm Bundeöraib und dem Reichstag znr Ent- lastung fiir icch Jalir Rechnung 31: logen.
LÉrkrnZdlicl) Lc.
c e*en :c.
Die (Kommission beantragte dagegen folgcnde Fassung des * “ cntwur S: _ „. GeijZir Wiflhelßm, von Goiies Guaira DCUUÖU Külicr,
'on rcu en :c. ' 0 rcrordiicn iii? Niimcn dcs Reiciis, iiach_ erfolgter Zustimnmng de» Bunchratids und das“ Rcicbétags, was solgi: _ __ ' _
An die Stella des Artikel 13 rer Reichsversaimng tritt die
* * B'“iimmun :
WM “" 8 Artikel 13.
Die Berufung des Buxrdcöraibs und des Rcich§tirxi§ findet alljäbrlich im Monat Oktober statt, un? kann der Bundesratk) „zur Vorbereitung der Arbeiten oime den Reichstag, lciztcrcr aber nicht obne dcn Bundesrats) [*crufcn wcrden.
* (Artikel 24, 69_und 7 2 faiken weg.) _ „
Zu diesem Geseßsntwurf hatten dre Abgg. WiiSeydeiviß, “von Helldorf-Bedra, Ackermann und Graf von Kleiii-Schmen- zin foiLMYn Zktrag FestleYii' ß 1
, .*“ Sa wo c *c *ie,ci:
ZUM declr UciIcrsclwiit und “im Eingangs an Stelle der Worte:
,der» Artikel 13“ zu icßen: _ „dcrOlUlr_tliklcl]?Z4, (ZZZ, (Z';
*) . ic . ;11 rci ion; .
“ZZ iii] Arrttit'ci 24, 69 und 72 umi) dcr chrcrnngsworiage cm- ;uncbmen. "
Der Referent Abg. Or. Marquardsen befurwyrtete den “Antrag der Kommission. Der Vorschlag, den Artikel 13 ab: zuiini-ern, habe auf keiner_ Seite Anklang" gefunden" und schließlich habe auch die Regierung selbst erklart, H„asz _ne aiif diesem Theil der Vorlagqmcht bcsixhcn one. Fur die Mit- glieder der Kommission ser dieCrwagung rnaßgebeno gewesen, daß der jährliche Zusanimeiitritt cmcrßörpersckoqst, wie der Reichstag sei, von erheblichem politisckww Einfluß sei, und daß es zur Vemhrgung „der Nation, beiktzagen müsse, wcnn fie die GLWMMU habe, daß_ 1de zyrage, wclche ihre Interessen berühre, 'der besiandigcnß Kon- trole Und der öffentlichen Erörierung hes Paria- nicnts unterliege. Zudem die Rchg1911111g dicse Motive anerkannt liabe und von einer Beseitigung des Zwanncs zur jährlichen Einbcrufung des Reichstages Abstand "5321101111021! habe, habe fie abcr msci) dn§ Hauptargument fur die Ern- iiihriing zweijähriger Bukßctpcrioden aufgch'bcn. Trim wenn der Reichow doch unter allen Umstiinden jahrlich zuiamincn- treten solle, [io könne derselbe auch die Etatberathuug erledigeii, da diese nicht wesentlich zur Verlängerung der Sejnon bei: 1rage. Wenn die Reaiermig dagcacn hehauptc, daß emeiolche Verlängerung Angesichts rer erhebbchxn Darier ker Einzel- Landtane doch ins Gewicht falle und die Kollision dcr parlg- nicntarischcn Körperschaften verwehre, so ser von Her Maiomat der Konnnission darauf hingewiesen worden, daß die große Aus- kclznmm der Landtagsseiiioncn iii dcnvorangegaiigeyenJahren nickt als Regel gelten könne, weil gerade Yi: Einfuhrung der Justiigescve den Einzelstaaten ein ungewohnlicix holics Mas; legißlatorischer Arbeiten auicrlcgt babe. A'uch die_ angeblichen inneren Vorzüge einer längeren Etatoperiode seien o_on Yer Kommission niclit ancrkannt.__ Der Behauptiing, daß eme mehrjährige Periode cine iormqlligere Vorbgreitung nnd dem: Kcnx'jß eine rößere Sparsamkeit m der Auisteliung ,dcsttats ermögliche, ehe die Erfahrung gegenüber, daß die Loran- schlägc fiir cine [ärmere Zeitdauer unsicherer wfirden miirdaß nrmi deshalb, um Defizits zu vermeiden, die Etgts lieber rciüblicher ausstatten würde, als es sonst ges hen ware. Aua) die Erfahrungen, die man in Sachsen unh ayern mit mehr- jährigen Etats gemacht habe, sprachen nicbt u Gunsixn des Ncgicrungövorsckzlages, weil die sächsischen erhältmne fiir das Reich keineswegs nachahmenswerth erschienen und die ZWiährigcn Budgets in Baueern nur deShalb relativ be- 1riedigt hätten, weil sie gcgen die früheren sechs übrigen Etuis einen erheblichen Fortschritt darsteliten. Dos diirfniß, die Kk-Uifion des Reichstages mit den Einzellwidtagen zu vermei- dk", sei in der Konnnisfion allseitig anerkannt, und der_n emäß iunöcbsl der Antrag gestellt, das; der Reichswg regelmaßtg am ]5- Oktober einberufen werden fonte, und daß während der Dauer der Reichstanosession keine parlamentarische Körper- schaft dcr Einzclslaaten, deren Mitglieder zum Theil auch dem
König
haltcn dürfe. Dieser Antrag sei jedoch der Mawritézt zii wxrt gehend erschienen; sie liabe densciben ebrnso wie dre Einfuh- rung der von der Regierung vorgeicblagenen zwerxahrigen Erats- perioden abgelehnt und sich mit der Fyrderung, daß der Reichs- tag regelmäßig im Monat Oktqbsr emberyfen werden soÜte, begnügt, weil sie hierdurch eurer Koliisron der parlamen- tarischen Versammlungen genügepd vorzrxbeugrt) ' geglaubt habe. Die Verlängerrmg der Legislgturperwdcn 1er von vor Majorität der Kommission nur als eme Konseqrienz der zwei: jährigen EtatSperioden betrachtet; trotzdem “hatten einzelne Mitglieder geglaubt, jenen Vorschlag der Regierung auckxggnz unabhängig von der leßteren Frage aufrecht erhalten zu, durien. Der Gedanke einer Verlängerung der Legislaturperiode ser in der Kommission an iich nicht unsympanfck) aufgenommen, aber weder der jeßige Zeitpunkt. noch die vim der Regierung vorgeschlagene Zahl, welche lediglrckx ais eme Vorbrdmgung längerer EtatsPeriodcn erschienen 1814781611 von der Mehrzahl als geeignet auerkannt und demgkmaß dre Vorlage anch m diesern Punkte volisländig abgelehni. " " Der Abg. Freiherr von Malizahn-Gulß erklarte, er gehe von dem Grundiaße aus, daß nraxi„_bssisl)e-nde Geseße und namentlich Verfassungsgeseße nicbt abandern solite, wcnn 113911 nicht sicher sei, daß durch diese „Abänderuzrg“vorhandene Miß- stände beseitigt wiirden. Vondwicm GesrckithunktJ aus habe auch die Regierung die vorliegenizeii Verfaffiiiigs-axidernngen vorgeschlagen und wenn die Kommisjryn aus? Uderwiegeiii) po- litischen Bedenken diescm Antrage nicht .'.ieitreten zu konnen gegiaubt habe, so ssi ihm ein iolchcH Vérhait'en vollkommen begreiflich. Was er aber nicht vsrsteße, daß 1er der Umstand, daß die Kommission sich nicht auf“ die Abiebnnng dcr Regre- rungSvorlage beschränkt, sondern rhrerstrts sclbsi den Gech: vorschlag gemacht habe, die Einberufuna des Reichstags regel- mäßig im Monat Oktober erfolgewzn lasscy. Drirck) dissen An- trag wrrde den vorhandenen Uebeljiänden Ueber 111chtnabgeholwn und er müsse sick) entschieden gegen de_nseiben erklaren. 5912 Zeit nach Weihnachten sei fÜr v'cic: Mitglieder miowrn gun- siiger, weil sie dann von ihren Geschaften leickztscr“ abkommen könnten, als dies vor Weihnachteir der Fcill sii. »roßhem er- kenne er gern an, daß diese Riicksiciit allein iiicht maßgebend sein könne, wenn auch die Miiqlieder dZÖ' Reichstags, i9w01)l weqen der hervorragenden SteUUna, wre wegen der Diatxn- losigkeit dieser Körperschaft sicher bei der Wahi der Zeri eme größere Berücksichtigung beanspruch-.n durften, als die irgeniz eines Einzellandtages. Der Vorschlag, der Kommission sei aber auch aus andern Gründen_ rar iemeUPartez mcht air- nehmbar. Der Konunissionsvorirhlgg bcschrarike die' Yesugmß der Exekutive in der Wahl des Beruiimgstermms weir uber das Maß der bestehenden Reichsverfassung und der prxußUckxn Ver- faüung und sei keineswegs geeignet, demHauvtubelftand, um dessen Besoirigung es sich l)a11déle,-aus dem. Wege zu räumen. Die Feststellung des Reichsstats v_or den Landrßetats Habe allerdings den Vorzug, daß man [mr d'or Befchirißiaffiing iiber die letzteren genau die Höhe der Matrikularbcitrage uverslen könne, welche der ReichshaußhaltS-Etat beanspriickic, dieser Vorzug verliere aber an Werth, wenn es Yxm _Reichcxicine gc: linge, dcm allseitig getheiiten Wiiiische gewaß dre Matrrkular: beiträge auf eine dauernd gleichmaßige Hohe zu bringen.. Die Hauptsache, worauf es bei dieser Vorlage mzkommx4 [91 die Lernieidmig der Kollision VU“ parimncntartschen Ocsngiien, und diescr Zweck werde durch den Antrag „der Komunyron nicht erreicht, weil die Zeitwom Herhjt bis zum Aniang April überhaupt zu kurz sci, 11111. zwei Bydgets d11rch_zwei verschiedene parlamentarische Zoryerschaitcn fesrzuitxilen und nebenbei noch das DitrikqämittSniaß dcr "jahrlichen legislatorischon Arbeiten zu crlcdigczi; Die" egeiiwartige „Er: fahrung lvcwcise dies, denn rcgrlxzmmq nm 0. der prcnxzische Landtag, da der Reichstag, um sem Budg-Zt bi?- zum 1. April zu erledigen, spätestens Mitko Fcbruqr zmanmicnzutrcten ge- nöthigt sci, entweder einen Tliéil seiner Arkc'iten uncrledigt lassen oder dieselben übers Knie brechen odxr im Sommer zu einer Nacbieision zusammentretcii. Wenn [,n-'r geltend gewacixi worden sei, das; die Feststellung ch Budgets 1m_ Iieiclzvtage einen verhaltiiiszmäßig mir kleiner) Zritauiwand m Ilziiprucl) nehme, so erkenne er dies an; die Bridgeidebatte beichranke sich im Wesentlichen auf vicUciciii cm Dußend Positionezi, an denen die 91ng. Richter, Rickert odcr giidcre Mit- glicder ihre Kritik übten. 'Die Etats beiiiiritcn ;;!er m den Ministerialrcfforts cincr _ichr i_qrgmltigen Jor- bereitivig; man könne hicr die Primmg und Er- örterung nicht anf einzelne Punkte beschränken„ sotiiic'r'nk miiffe jede einzelne Position genau xrwägcn, 11111" ]encr Krux keine Blöße zu bieten. Diese Arbeit durch Emjuhruna zwei: jäbriger Etatsvcriodcn zu vermindern, wiirde cm großer Gc- winn sein, welcher der Vorbereitung andxrer Gcschvoriagcn zu Gute kommen könnte. Von einer ertaiiichirng drrYici'cbstaM: session mit der Landtagssession [Wien, die Y_iliiiiicklxii chr Einzelstaaten vielleicit eincn Vorthc'il, indem ne an Zeit gi: wönnen, die Reicharegieruna aber wurdx dadurch um [9 1chwe= rer belastet, weil es sich hier nickitoallcm um die Auntellung des Etats handele, sondern weil dcric.be auch noch, bevor der- selbe dem Reichsta e vorgelegt „werde, deri Bundes: ratb passircn msi e. Nicht eine Verschiebung dcr Sessionen, sondern allein cm_e_ Vcrmixiderunw dcs „HBr:- ratbungsinatcrials könne Abhiilie sckanen. Em wiiint- licher Vortheil würde schon erreiclxi sein Wenn nach dem irlzher angeregten Gedanken des Adg._R_e1cheniperger das Ordinarium des Etats für mehrere Jahre jcnaesiellt zmd_ nur,das Extra- ordin arium alljährlich berathen würde„ pte eigentlickxULöiimg der Frage aber sehe er m ,der Einiühmtig Fwenäbrtger Etatsperioden. Er verkenne nicht, daß die Zczh der Nach- tra s-Etats dadurch sicb vermxhren würde,. die Erlepmung die er Vorlagen werde aber nicht so erhehlickzx Zeit. "LA"- sprucb nehmen um den errungeticn Vortheil Wieder in' zxrage u teilen. Éewiß babe dcr_ ]iilnliche „ uiammeutntt dcs ei tags eine nicht zu untcnchasende po ittsche Bedxutupg, obwohl nach seiner Ueberzeugung der ualionzile Einheits- gedanke doch noch mehr in der Person des Kaisers, als ,in dem Parlamente sicb verkörperc; aber er wolle durch seine
auf zwei Jahre sei vielleicht technisch etwas schwieriger, und namentlich werde fich der Voranschlag für das zweite Kahr nicht so sicher aufstrklen [affen wie für das erste, der . achz theil, der hieraus erwachsc, könne sick) aber höchstens daraui beschränken, daß man jenen Voranschlag zur SiOerheit etwa?: reichlicher ausstatten würde, als man es irßt zu thun gswöhnt sei. Auf der andern Seite erspare der _Reichéotag aber dadurch eine Menge nußloser Arbeit, di:; 1th zum Schaden 'Les Rcichcs eine kostbare Zeit in Anipruct) Ushnzs, urid diesLr Gewinn sei so groß, daß derselbe alle Nachtweile bei WMLM übermiege. Er empfehle deshald die Annahme des?: Aiitrages von Seydewiß. " __ Der Abg. Dr. Nkicheniprrger (Okpe) bemerkte, er yzums drm Vorrednér zunächst erwidern, daß nach, dsr_prcuf;11ch€n Verfassung in Nr Zeit vom November bis Mitte Ic_mnar zwar die regelmäßigen Berufungen des Landtczgs Erwigen müßten, dadurch seien aber außerordentliche Seinonsn mcbt aus;;esckzloffen. Die KommissionSvorsc-hläge könne er (ich geniigend nicht ansehsn, weil sie fich mir gegsn das_ eiiie dcr geltend gemachten Bidenksn w-cndßien, gegen dNSWMgL, WLich€S sick) auf die Matrikularbeiträge erstrécke. Dsr andere Uebelstand, da?- Zusammentagen von Reichstag mid Emzei:
landtagßn, werde durch die Veschiüffe iiicht bekieirigt. Es _sei eine bekannte Thatsache, daß dre herporragéndiißn Mitglieder der Einzellandtage miei) rm R01chZiagß «313
und Stimme bätth. Dadurch wiirdcii abZ-„r „hikx die Majo-
ritäiinerhältuiffe alterirt Und Beichlußri'nfahigkeitcn iisriiei- geführt. Türke nnn Eine derartige relative Lahmlsgimg drs» Reichstages in das Beliebi'n alier einzelnen _Laiidtags gelegt
werden? Die Natur der Sache bringe ?S mit [i_ch, Haß _die Mitglieder, die in beiden parlamerrtarrfchen Korperickiaiten
Sitz und Stimme härten, jn ciudw im Landtage virhlieöeir.
Jedem ssi doch das Hemd näher als Mr Roci- Dtß)? Mit- xrlieder dächien, die Reickzsiiitersffen könnten auch „ohne xis dure?) Andcre vertreten werden, währeyd ihr? Landeetherssien nach ihren Anschauungsn nur dUrcb ste selbst znr (Hellwig xz-s'xr-cizt werden könnten. Das ieicn Thatsackwn, an hem'n num rm: möglich mit verbundenen Augßn vorübergxxhcn kdiiiiß. Vergßgcn- wärtige man sick) dock) nur den Fall, dax; auc!) dic preußisM Re,“;ierrmg einmal dieselben Wegs ginge, welcbe YM [WU?L'LWM, württembergische und hessische noch in dicicr Saimon g9gangcn seien. Was wiirde man fagcn, weiin auch die pr*cus511che Rc: ierung gleichzeitig neben dem R61chÖMM den Lcriidm'g tagen Fieße? Mit dieser sshr nabe liogcndcn Evon'tnaiitat wurdc dcr Reichstag indirekt zum Aschenbrödsl dcr Einzklxtaatrn bergb- gedrückt werden. Etwas Erhcbiiches foniic absr m, _dicjer Richtung nicht zu Stande komine__n, wenn nicht glmchzcrtm _aui dcr aiweren Seite das Versa111t1msr6chk MSUYUW, geraß-t werde. Wie stehe es mit der timtiiicbirchen Moglichkeit, dai; einmal eine. renitcnte Majoritiit der RCÜÄL'UMJ Ferris Eiiiiigl): men bcwilligie? Man habs ixr dcr Reichsvcriumiiiia XML Garantien dagegen; die preußi1che bcstrmme inc dicicn _;yail bekanntlich, das; die bestehend?" Stcurrn'und _legabon so_rt: erhoben würden. Dieses Moment sei fiirihn cm Ilir ermtcz und verdiene bci Behandlung der vorliegenden zz-ragc sorg: (illi e Bcriickfi ti im . , .. [_
f gDer Abg.chS?um?n erklärte, der Aba. Rickert habe ore Liebetiswürdigkeit gehabt, sein Vedariern dariiber cziistrccixii, daß er (Wiedner) nicht bei dcr 1'?U[1ck_i_?11DLbÜitE 11.11 Saale aii- wescnd gewesen sei, Um auf dieAngriise dss; Abg. Rickert 31: 01:1: worten. Er sei damals gänzlich außerStande gcwcseii, deiii Arg. Rickert zu antworten, und zwar (1116 Txm (&'-minds, wcrl_ dcr Abg. Rickert die Gewohnheit habe, im_ :ck)Liisziriortc_Ilbwriciidc zu haranguircn. Woüe der Abg. Ricxrrt, Yai; seine cigciisn Worte auch von den Angegriffenen gehort wyrdcn,__dai_m bitt? er denselben, dicse Gcwoixnlwit abziilegcn._ (rr wms ];], dar; das blos harmlose Scherze seien, aber UU Laiidc [eie man, das; der Nbg. Rickert ihn (den Rxdmr) a111'41970kdékk habe, seine Zahlen zu widerlegen, 1in Kai; cr paöiiiä): irctdan habe. Der Abg. Rickert habe ihm die Worte „in kchiund gclcgt; cr (Redner) sei in kalkulatorischen TMM" 10111 („ds_I'Aiig. Rieker!) und des Hanses Herr und Memer. DÜÖLLL- iim: nicht cinzicfallen, iondcrn als er (Rcdiier) von der .rribiine seine Zahlen vorgetragen habe, _und einige Herrcii yon rer Linken gelacht hätten, habe er geicrgt: Lacbx man, 10 1112111137: wolle, in kalkulatorischen Dingen ici cr (Ircdnrr) dcn Hsrren doch über. Der Abg. Rickert liabe mch) 311 don Lmiicrn ge: hört, und er gebe ganz besonders zu, dai; drr'Abg. Iizckertztii gcschickten Gruvpiicn der Zahlen tlzm,(:cm Iicdnxr) iibcr _161, im objektiven Angeben von .“)“bZM UULki'UUÖ Wibk- Tic Zahl der Sidimacn, dic. de_r Exkurs criordcre, „acdc kein richtiges Bild, ionbcrn ober dli'KJLik, _die man dam verwendet habe. Der Abg. Rickert boite aunrri-em nqrb als Beispiel die beim Etat vcrbranchte Tinte aiimlwcn formen, oder auf die Seitenzahl dcr Etatsworlagcki 1:11 L*crxiicick) zu
drr der anderen Vorlagen,. wclche crime1 , aUcriing-Z: sehr groß sei. Am meisten ict qber auf die ;,eit 311 geben, welche die Etatsberalbungen in Anspruch geronimo"
ii " mid wel e im Allmmeinen sich 'am mor bis funf Zstotcehen belaufe. cl)Jn diesem Jahre [räum dio: Etatsbcrathnngin vom 15. Februar bis zum 24. Marz aZdaiicrt, wem: er me Zieit zwischen der Thronrcde und der denintivcn Aznmlmic; dcs Elan: als den Vndactberatbimgcn ßrliorewd'miicbc.“ .lilcr- dings habe der Reichstag während dieser ;,cit ancli Anderes erledigt, aber die Haiwtmaffe hechit liabekdcrxétatwrfor: dert. _ Dcr Nbg. Rickert habe bei seinen Auseniandcrscviinacn iiber die zweijährige Etatsveriode, inc dersell); im_prc1m1i_ci)en Landtage habe hören lassen, die Extsisxiz ch Untichcn Reiches unberücksichtigt aclaffen. Dericlbc sci alswdamit von einer falschen Prämisse auMeganaen, dcnwcr wisse mch], ob d.?r Reichskanzler, wenn das Deiitsckic R91ck_1_ niclit crinirte, sur Preußen zweijährige Etatsveriodcn c1m_i1brcn_ wurde. Aber die Gründe für die zwcijäbriae Etatsiißriodc seien so vollnäiw dig vorgetraaen und so . wenig witzerlcgt worden, _. das; an ihrer Tragweite nicbt „gezweifelt „werden „ konne. Wenn die Dinge so weiter gingen, wixmjest, ko muffeßdcr Reichstag immer Vorlage:) _schon aus vhymcbem Uinzermogcn uncrlcdigt lassen, und dreier Zustand werde schließlich der
orderung zweijähriger Budgetperioden auch keineswegs die
Rkiäma an chörten, irqend eine Plenar: oder Kommissions- sienng vghne gausdrückiiche Genehmigung des Reichstages ab:
Ein Etat
zottdaucr dcr jährlichen Sessionen ausschließen.
ermanente werden. Dies werde sclbstvcrständlicb dem An- ?cbcn dcs Reichstach nichts niiven, und er wundere sich, fiir