1881 / 161 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 13 Jul 1881 18:00:01 GMT) scan diff

'New-York, 11. Juli. (W. T._B.) Weizenbcrirbiffun- gen der 1er;tcn_Wockc von den atlantiicbrnHäfcn der Vereinigten Staateii nach England 114 000, do. mib dem Kontinrnt 40000, do. bbn Kalifornien und Oregon nach England 10000 Qrtrs.

Verkehrs=Anstalten.

Soutba111p_ton, 12. Juli. (W. T. B.) Die Dampfer des Norddeuticben Lloyd „Habsburg“ und „Main“ iind bier eingetroffen.

Berlin, 13. Juli 1881.

Zur Hebung des deutschen Ausfuhrhandels.

Das deutsche Exportgeschäft nach China. Shanghai, März 1881. * (Fortsetzung.) 171. Allgemrine Rathscbläge zur Hebung dcs deutschen Exportgeschäfts. - 1) Die Liefernng.

::. Es ist den deutschen Fabrikanten nicht genug zu empfehlen reell zu sein' nur dadurch kann der Absatz zu- uebmrn. Mit kleinem Nutzen läßt sick) ein regelmäßiger Ab- saß erzielen; fordert man dagsgen große Profite, so tritt so- fort die Konkurrenz wieder auf, das mühsam errungene Feld wird streitig gemacht und géht rverrtuell verloren. Der deutsche Jndristrieüe hat oft eine falsche Anschauung der bis- sigen Verhältnisse und denkt kleinlich iiber den hiesigen Han: drl, wiihrend die hier brauchbaren Artikel eur0päischer In- dustrie meistens in ganz enormen Quantitäten geben.

1). Reelle Fabrikation, nichts Unbestimmtes, genaue Lie- ferimg drr vorgeschriebenrn Ormlitiit, Aufmachung, Farben- niiancen 2c.! - was leider die denkicben Fabrikanten bis dato vernachlässigt oder doch nicht geniigend beachtet haben. Die: selben baben biSber das Exportgeschäft mir al?) Nebensache be- 1rcichiet;andere Länder tbatrn das Gegrntheil, haben guten NUYCU daraus gezogen Und sind jetzt schwer aus dem Sattel zu heben. Unsere Erfabrnng mit den =deutschrn Fabrikanten ist keine beionderS gute; wenn einmal ein Artikel sick) gut bezahlt gemacht, so wird das iiächstemal cine geringore Qualität gesandt in der Erwartung, daß diese auch Absatz finden und dadurch mrbr verdient werde. Es bewirkt aber gerade das Gegenthril: die Chinesrn werden kopiscix-eu, ver- lieren das Vertrauen und der Fabrikant verliert sein (Held dabei. Dennoch sind wir drr Meinung, daß Druiscbland fast in ÜÜLU Artikeln konkurriren kKim, wenn mir gehörig darauf eingegangen wird.

0. EZ ist in den letzten Jabren, namentlich anläßlicbvrr: schiedener Ausstellungen so vielfach Und von maßgebender Seite auf die Mängel aufmerksam (;(-macht worden, welche den deutschen (Fabrikanten die Konkurrenz auf überseeischen Märkten erichweren und theilweise unmöglich machen, daß es iiberfliiisig erscheinrn mag, dieselben hier mehr alH ganz kurz 5.11 erwähnen: also Unzuverläfsigkcit der Lieferung in Bezug auf Zeit, Qualität und Gleichmäßigkeit der Waarc, und un- grniigrnde, 1111praktische und Ungleichmiißige Vérp(1ck1mg.Diese Uebrlstände, welcbe mit Leichtigkeit gehoben wcrdcn könnten, resultiren meiner Ansicht nach nicht so sebr aus fehlen- der Intelligenz und ReeÜitiit der Fabrikanten, sondern mrbr aus 1) dem bedauerlichen Fehlen der Zwischen- händler und Kommissionäre, welche in England und “Fravkreicb die vom Fabrikanten gelieferte, Waare genau durch- irben, alles Ungenügende ausschießen, das Gute mit ihrer Marko, Etikette oder sonstigen Erkennungszeichrn versehen, dann gut und glsicbméißig verpackrn und zur Verschiffung bringen, 2) dem Umstand, daß die britischen Fabrikanten in erster Linie für die einheimiscbe Kritidschast arbeiten, welcher der Vorwurf gclerwntlicben Chikanirens und langsamer Zak): [mig nicbt erspart worden kann, und erst in zweiter Linie sich fiir iiberseeiicbe Britellungen einricbtrn, Z) Der hieraus, also aus der Nrbensäcblichkeit des Exportbetricbcs folgenden Un: bekaniitbeit mit dem dafiir Erforderlicben, in Bezug auf Reellität, Aufmachung Und Verpackung. - Wenn diese dem deutscben Fabrikat, mit riihmlichen Aanabmeii, anhaftenden Feblcr der Entwickelung des deutschen Handels in allen iibcr- irciscbcn Piäßen nachhaltig entgegenwirken, so thun sie cs doppelt in dem Exportgeschäft nach (Thiim, also, um die ein- zigen dirrkt verkehrenden Häfen zu nennen, in Hongkong und Sbaimbai und zwar ibcils wenen der woblbekamrtcn, bis ins Lächerlicixc gebenden Anbiinglicbkeit drr Cbineien an das Alte, Gcwobntc imd Hrrgcbrachte, thrils wegen des sprziillen Cha: raktrrs ch Geschäft?: an diesen beiden Plätzen, das wesentlich ein Transitgeicbäft ist und bei seinem enormen Umfang eine genaue Untersuchung der Waaren bis ins cinzrlnste Detail ausschließt. Diese beiden Punkte bedingen den in China stets zu konstatircnden Ueberwertb einer eingeführten Marke grgrn gleich giitr, ncur; und zwar heißt in dieser Beziehung Marke nicbt nnr (irnaue Gleichmäßigkeit der Waare selbst in den successiven Partien, sondern auch genaues Einhalten der einmal eingeführten Verpackung in 011211 Kleitiiakcitrn, Aenßercs der Kisten odcr Ballen, Aufmachung der Muster 20, ja sogar die äußere Markung dcr KoUi darf sich nicht ändern. Mir ist aus eigener Erfahrung bekannt, daß eine vollständig kon: forme Sendung Tuch weniger wertb war, als eine friihere, weil die äußere Markimg der Kisten verschieden war, - ferner daß, weil eine frühere Etikette derselben Waare auf der 5 ückieite blau , die jesige weiß, und weil das innere Band griin statt roth war, die Annahme nicbt obne Schwierigkeiten vor sich ging. Drr Fabrikant mag über solche Gcringfiigigkeiten lächeln, allein sie sind von der äußer- sten Wichtigkeit, und schließlich ist das Richtixie und Er: wünschte doch auch mit der allergewöhnlichsten Aufmerksamkeit durcbzußibren. Die Engländer haben das längst verstanden. Einem Packrr, der fiir eine Sorte Shirtings einmal rotb- gemalten Néifen und grauer: Packtuck) genommen, wird es nie einfallen, ohne Noth schwarze Reifen und weißes Tuc!) zu nehmen. Auch wird er die Markimg nicht ändern, nicht einmal in Art Ulld Größe der Schrift. Dafür werden auch Tausende Ballen Shining hier auf Treu und Glauben ab:

enommen und ins Innere verschifft, ohne mehr als gelegent- ici) einen Ballen an der Seit? zu öffnen, und das nur um etwaige Beschädigung_ zu verifizircn. _Hier in Shanghai ist dir Marke soweit geichätzt,“ daß “bciipielczwrise eine gleiche Sorte Shirting, vom gleichen Kommissionär verpackt und an verschiedene Häuser hierunter verschiedener Markung der Ballen verschifft, bei dem emen Hause eine Kleinigkeit mehr erzielt als bei dem anderen. _

(1. Allgemein gesprochen bildet die Unzuverläsii keit der dentichen Jndustrielicn, dcr anerkannte Maxigel an orgfalt in dcr Aufmachung der Waare und damit verbunden der

Umstand, daß eine Wiederholung der Sendungen der betref- fenden Artikel meistens Veranlassung u Klagen in Folge von irgend welchen Unregelmäßigkeiten gie t, einen großen Hemm- schuh für die Entwickelung und Außbreitung des deutschen andels. Denn wenn auf der einen Seite die deutschen aaren in der Aufmachung durch eine solide, geschmackvolle Packung von den Konkurrenzländern in den meisten Fällen übertroffen werden, so erregen auf der anderen Seite klein- liche Versuche zur Uebervortheilung am Gewicht, Maß, Stiick- zahl und in der Qualität das Mißtrauen der hiesigensKäuser und wirken in der nachtbeiligsten Weise auf die Entwickelung des deutschen Geschäfts em. . (3. Wir sind nicht der Ansicht, daß eZ erforderlich sei, jeden einzelnen Industriezweig zu beleuchten, um jedem Fg: brikantcn nachzuweisen, wie und weshalb sein Erzeugiziß dem seiner Konkurrenten nachstehen muß. Derartige Vergleiche sind ihm geläufig genug. Es fehlt unse- ren Fabrikanten nicht an Intelligenz und Kenntniß der Er- zrugnisse inländischer und ausländischer Konkurrenten ;“ was ihnen hauptsächlich als schwer zu beseitigendes Hindernis; im Wrge steht, ist die Stirbt, viel und schnell zu verdirnen, wäh- rend die erfolgreichen großen Fabriken der Nachbarländer weniger nach dem schnellen großen Profit, als nach stetiger andauernder Verbindung streben. Wir glauben, daß auf alle Industriezweige gewisse allgemeine Prinzipien anwrndbarsind, ohne deren Befolgung auf Hebung des Absatzes deutscher Fabrikate nicht gerechnet werden kann. Ach Erstc-Z wiirden wir die Erlangung besseren Verständnisses des chinesischen Nationalcharakters empfehlen. Es ist ein nochsehr vrrbreiteter Jrrthmn, daß kein Fabrikat so schlecht sein kann, um nicht noch für China Anerkennung zu finden und daß die gröbsten Fehler und Unregelmäßigkciien bier unbemerkt bleiben, Man täuscht sich in der Annabme, deri; der Chinese lediglichdurcb das Arrifzere, Bunte, Scheinende zu gewinnen und der inten- sive Werth ganz Nebensache ist. Dem ist durchau§ 11icht_s0. Der Chinese, in allen seinen Geschäften an kleinen (Hewmn gewöhnt, kauft immer da?: am liebsten, wofiir er wiederboltes, öfterrs Geschäft in Aussicht hat, daß beißt mit anderen Worten, Artikel, die dem Konsumenten gefaÜen, nnd dieser wird im Gebrauch immer den inneren Werth herausfinden, Was auch immrr Nachtbeilich von chinesischen Kaufleuten in Bezug anf Ehrlichkeit gesagt werden mag, so ist rs doch eine sich täglich wiederholende Thatsache, daß sie die Ehrlichkeit europäis cher Händler wohl zu schäßen wissen, deren Zuverlässigkeit ihnen zum Wenigsten die Zeit und Kosten der genauen Priifung jeder einzelnen Waarenlicferung erspart, selbst wenn sie nur nach dem Prinzip „b0n68t3' 15 1110 50813 9011037“ handeln. Es ist daher, wenn dauernde Verbindung mit chinesischen Kon- iumenten ins Auge gefaßt wird, auf folgende Eigrnschasteii strenger als bisher zu achten: 1) Echtheit de?» Fabrikats, 2) Stettigkeit der schließlichen Abfertigung (171111311), 3) Ega- lität, zuverlässige Regelmäßigkeit, 4) Sorgfalt im Packen, so das; Güter sich unterwegs stets gut halten, 5) schlanke Be- rücksichtigung der Anforderungender Konsumenten im Speziellen, falls Aenderungen gewünscht werdrn. Daf; e?- mambe deutsche Fabriken giebt, die mit größter Integrität und Tüch- tigkeit geleitet werden, ist uns wohl bekannt, wie auch, das; dieselben bis zu einem gewissen Grade mitleiden unter der Mißachtung deutschen Fabrikats, so durch weniger gewissenhafte und geschickte Nebenbuhler hervorgerufen. Daß Manchem die Beberzigung obiger fiinf Punkte nicht genug eingeprägt werden kann, ist offenkundig. um Beleg onen wir uns erlauben, einige Beispiele aus un erer eigenen Er- fahrung anzuführen. Wir haben vor einigen Jahren Tuche erhalten, welche in Farbe, in Breite und Länge von der Faktura abwichen, während Einer dieser Mängel schon geniigt hätte, jeden Käufer zu entrüsten. In einer andcren Sendung Tuche fanden sich verschiedene Breiten in einem Ballen bei- sammen und zwar 63-67 Zoll, Tuche, die laut Faktura und Probebiichern 671/2 Zoll messen ioÜten. Bei einer feineren Sendung fanden sich zerschnittene Stiicke vor, aus mehreren Längen bestehend, die zusammen zwar beinahe das volle Maß cities Stückes ergaben, aber vom Handel nicht als ein unver- sehrtrs neues Stück acceptirt werden konnten. -- Unsere deut- schen Fabrikanten sind im Ganzen schwerfällig, wenn etwas Neues geschaffen, eine Aenderung des Betriebs vorgenommen werden sol]. Wir sandten einst eine größere Bestellung auf Turi) in größerer Breite als bis dahin Mode gewesen war, nämlich 70 Zoll statt 66 bis 68 Zol], mit der AuBsicht auf narbfolgendc bedeutende Ordres und darauf hinweisend, daß Triebe iür China überbaUpt künftig breiter gemacht werden müßten, weil die Mode es verlange. Die Antwort des Fa- brikanten war, daß man sich nicht darauf einlassen könne, weil deutsche Webstühle nicht darauf eingerichtet seien. Der Auftrag ging an einen Konkurrenten, der die Ausfiihrung scblank unternahm, seine Webstühle sich dienstbar machte, und jetzt kaum Niemand mehr Tuche von selbst 70 Zoll hier ver: wendet, seitdem 72 bis 74 Zoll verlangt werden. Zum Bei- spiel, wie so manche Fabrikanten der Verpackung ungenügende Aufmerksamkeit widmen, erwähnen wir eine Partie von Messingknöpfen, welche in Folge zu schleuniger Abfertigung aus der Fabrik in nachlässiger Emballage ganz beschädigt, braun gcflcckt ankam, worüber seiner Zeit Untersuchung statt: fand. Die äußeren Holz: und Zinkkisten waren in tadelloser Beschaffenheit, so daß von einer Bejchädigung durch die Reise beraus keine Rede sein konnte; aber die Knöpfe selbst waren entwerthet und mußten mit bedeutendem Verlust verkauft werden. Wir sandten die geséß: lichen Dokumente mit unserer Scl adcnsrecbnung nach Hause, fügten aucb eine Anzahl jener bcichädigten Knöpfe bei, um zu größerer Vorsicht in der Zukunft zu vsranlassen und erhielten vom Fabrikanten durch Advokaten die Antwort: er stehe zu groß da, um je eine solche Waare abgesandt haben zu können. Die Konnektion war damit abgebrochen, und soviel wir wissen, hat China das abrikat des „großen“ Mannes nicht wieder verlangt. _ ir könnten den ange- fiihrten Beispielen beklagenEwertbcr Handlungsweise mancher deutscher Fabrikanten noch manche mehr anreihen, wenn wir die Korrespondenz vergan ener Jahre durchgingen. Doch wird, was wir erwähnt ha en, retiiigen, um zu zeigen, daß die deutsche Fabrik sick) sowohl bcftreben sol1te, das Errungcne festzuhalten als sich auszudehnen durch korrektere loyale Vr- dienung. Unsere ei enen Beziehungen mit Deutschland sind von keinem großen mfang; unser Geschäft liegt hauptsächlich in England und Amerika, was wir hinzufügen, um anzu- fiibrca, daß wir in unserem zwölfjährigem Verkehr mit jenen Ländern nicht ein einziges Mal Grund zu ähnlichen Klagen wie den vorhin erwähnten gehabt haben. g. Falls ein bisher eingeführter deutscher Artikel zurück- gescst und ihm ausländisches Fabrikat vorgezogen wird, so

dürfte in sehr vielen Fällen der Grund darin zu finden sein, ,

daß unsere Fabrikanten nicht mit der Genauigkeit und Ge: missenhaftigkeit zu Werke gehen, wie ihre ausländischen Kon: kurrenten ,es, thun“. In dieser Hinsicht ist nur eine größere Gleichmäßigkeit bei den Lieferungen zu empfehlen. Auf: machung, Sortimente er. haben natürlich auck) damit zu thun, doch würde'es an dieser Stelle zu weit führen, wenn wir iibcr al1e diese Punkte für die_ verschiedenen Artikel berichten woÜteii. Solches muß den hiesigen Firmen überlassen bleiben, direkt, ihren Fabrikantenfreunden je nach Lage der Marktver- haltnijffe zu Übermitteln. Sortimente und Aufmachung zum Beispiele für Tuche ändern sich mit jeder neuen Saison, und rstues unmöglich, dafür eine bestimmte Basis anzugeben. Die großte Reellität ist anzuempfehlen. Leider haben unsere Fabri- kanten darauf bisher nicht genügend Werth gelegt und sich

dadurch in mancbxn Fällen ihren guten Namen verdorben. * Kann man aber Mit Sicherheit auf cinen stet-Z reellen Ausfau ;. drr Waare rechnen, so wird das zur Hebung des deutschen'

Handels und Namens wesentlich beitragen.

11“. Die „Frage, weshalb die deutsche Industrie bis jetzt nur em geringes Wort in dem großen Einfuhrhandel Cbinas läßt sich im Aligemeinen dahin bean-é

mitzusprecheu hat, worten, das; Deutschland durch weniger günstige Lage im Ver:

gleiche zu England fiir ein Exportgeschäft eben weniger vor-

tl)eilhaft gestellt ist, sei es wegen des tbeuren Und schwierigen

Tranchorts nach einem Seehafen, sei es wegen ungünstiger ..

Ausfuhrgelegenlxiten. Dieses Urtheil bezieht sicb jedoch nur

auf die großen Artikel wie Vaumwoüenwaaren, Wollenwaaren * Kann also Deutschland billiger produziren und dadurcb den Aufschlag, welchen die deutschen Produkte durch

und Mctalle.

theure Frachten und Transtrtgrlegeiil)eiten erleiden, wieder aufhrben, so würde hier gewrß ein ebenso gutes Feld für die- selben sem. BEL gleicher (Hüte würdrn die hiesigen Händler

gleiche, Preise zahlen, d. li. wenn die Fabrikanten für längere 2";

Zeit ihre Waaren den Käufern regelmäßig vorführen und

leßtere sick) iibrrzeugt haben, daß sie bei den deutschen Marken '

auf reelw, rind'gleichfallende Waare rechnen dürfen. Die Hauptschwrerigkeit drr regelmäßigen und größeren Einfuhr liegt in drr verhältnißmiißigrn Armutl) dcs Einzelnen- Eng: land gegeniibrr. So finden sich wenig Fabrikanten, die es durch: seßen würden und könnten, durch jahrelange Opfer ihre Schuß- marke und damit ihre Produkte einzuführen.

Marken nur mit Verlnst zu verkaufen sind, also neue Ver: suche ein noch berberes Loos träfe, regelmäßigen Einfuhr; denn es darf nicht iibersehen werden, daß Shanghai odrr die anderen dem Handel geöffneten Häfen keine Konsumpläße sind, und daß stets Vorrath vorhanden

sein muß, wenn Nachbestellungen aus dem Jnnrrn des Landes '

nach den Häfen gelangen. An der Schwierigkeit, vorstebeiids unerläßlicbe Bedingungen durchzuführen, ist bisher die größere Entwickelung der Einfuhr des deutschen Produkts theilweise gescheitert. Die Fabrikanten sind müde geworden, mit Verlust zu verkaufen, und die Kaufleute, denen man nicht zumuthen kann, aus VatriotiSmus ihr Geld zu vsrlieren, haben die Sache als hoffnungslos aufgegeben. Eine Abhiilfe für Deutschland läge einzig und allein in der Formirung größerer Handels- gesellschaften, die in finanzieüer Hinsicht so günstig gestellt wären, wie die größten ciigliscbrn Korporationey. Solche Geseüschasten könnten den Fabrikanten die Mittel geben, etwas Gutes zu leisten; sie wären durch Umsicht im Stande, die Verhältnisse des Landes besser zu beurtheilen, als es die Fa- brikanten vrrmögen; sie wiirden ein scharfes Auge auf die Produktion haben und damit erwirken, daß fabrizirt wird, was gangbar ist Und dem Konsum entspricht. Die traurige Neigung des deutschen Fabrikanten: möglichst billig, das heißt schlecht zu arbeitsn, läßt sich schwer bekämpfen und die Noth- wendigkeit der ReeUität kann ihm nicht genug vorgehalten werden. (Schluß folgt.)

Die 54. Versammlung deutscher Naturforsckycr und Aerzte findet vom 18. bis 24. September 1881 in Salzburg statt. Mitglied mit Stimmrerbt ist nur der Schriftstelicr im naturwissen- scbaftliébcn imd ärztlicbcgr Farbe!. cine Jnaugitraldisscrtation berechtigt noch nicht zur Mitgliediclmft. &bcilnrbmer obne Stimmrecht können alle Freunde der Naturwiiscnsrbaft sein. Die Mitglicdcr und Theil- 1icbmer crbaltcn gcgcn Z(iblung von 12 „46 Aufiiabnickartcti," wclrhe zum unentgeltlichen Empfange jc cincr Damenkartc berechtigen. DiYe Karten (icltrn (ils Legitimation fiir alle Vcrsmmnlungen und Frstli - kcitrn, sind daher auf Verlangen vorzuzeigen. Frühzeitige Vorausbe- stcllnng dcr Wobnnng wird den Gästen dringend cmpioblen. Wob- mm sbcstrllungen sind unter portofreier Einsendung des Betrages für die Unfimbmckarte vom 1. August bis spätestens zum 10. September an dab Anmeldcliiircau dcr Natiirfbrscbcrbcrsammlung (Mozartylatz Nr. 4) zu richten.

Stolzrscbcr Stcnograpbcn=Vcrcin. Donncrstag, den 14., Abruds 8-10 Ubi“, Spandauerstr.27: Lcsc-Abcnd. Ca. 70 stem)- graphische Zeitungen aller „Sbstemc (aucb fremdsprachliche) sowie die neuesten stcnoarnbbisÖcn Litrratnrerzcugniffe liegen zur freien Be- nutzung fiir Stcxwgrapbcn aller Svstcmc aus.

Die Stcno-Tachbgrapbie wird irit Juli d. J. in dcr Zciisibrift „Stciw-Tacbvgrapb“ nacb den neueren Erfahrungen aus- fiilérlicb dargestellt und crläntcrt, und ist diese Zeitung bci Einsendung Von 1 „M 55 „) bis Ende, drs Jahres durcb dcn Vorsißcndcn drr stcnv-tachgrapbiicbcn Gesellschaft, Hrn. A. Lehmann, Berlin, Schen- kcndorfstraße 2, iranko zu beziehen.

(AC.) Das Gastspiel dcheiningcristwcgcnseines gro en Erfolges um eine Woche, bis (um 23. d. M., bcrlängert worden. «zu voriger kabc bildete „Preciosa“ dcn AnzieiurngIPunki in Drurb Lane und die gcinmmtc Londoner Praise stimmt in dem Urtbcil iiberein, das; die Meininger durcb ibre Darstellmig des romantischen Sckmu- ipicls einen ihrer größtcn Triumphe gefeiert bach. Die Sccncric war rräcbtig und zumal der Srblui; dcs zwriirn Aiiizugcs, wo die ganze Horde iiber die Berge abzieht urid Prcctrm, auf cincr zierlichen Trage (icgrnd, von den Männern an] den Scbultcrn gctragrn wird, während die alte Zigeuncrmuttrr, aui'xtncm brit eincm Escl gezoge- nrn Karren schul), gcmiitblich tbr Pteiichn rmtcbt, wurde mit leb- baftem Bcifa begrüßt und mußte der Vorbang viermal airfgczogcn werden. Die Muiik und der Clwrgciang waren sebr gut und fanden den rcicbsten Beifall.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Cloner. Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage), und die Besondere Beilage Nr. 7.

Berlin:

G r | e B e i l a g e zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Stants-Anzeigrr.

„KY! 16!-

Berlin, Mittwoch, den 13. Juli

1ZZL.

RInserate für den Deutschen Reichs- und Königl. Preuß. Staats-Auzeiger und das Central-Handels-

register nimmt an: die Königliche Expedition

dex Deutschen UeirbH-Inzeigerx und Königlith Preußischen Stnatx-Auzrigers:

Oeffentlichev Anzeiger.

1, Ztsakbrjsfs 11116 Uubßrsucbungg-Zacbsn. 2. Zubbastarjonsn, Qufgsbors, sorlaäuugsu u. (1er].

5. luäuatrislls Itabüszemenrs, ]:"abrüxsu uncl Grossbauäsl. 6. Uerßobjsäsus Zskauurmaebuugsu.

V X

Inserate nehmen an: dieAnnoncen-Cxprditionen des „Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haasensteiu & Vogler, G. L. Dartbe & Co., E. Sckilotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Dem Kauf- - mannsstand ist es wohl bekannt, daß es ein kostspieliges Ma- ; nbver ist, sick) für gewisse Waaren Eingang zu verschaffen; es könnrn Konjunkturen eintrrten, woselbst die alten bekannten ' in Demmin, klagt (icgrn srine (Fbcfraii Maric, grb. Dennoch bedarf es einer »

Berlin ZW., Wilhelm-Straße Nr. 32.

3. Usrkäut'stryaobiuugsu,Submissionen 0150 4. 701'100811UZ", onrngarion, 2111520111uug

X

u. 8. s'. 7011 6116110161181] 138111431611.

?. Liberarisabs 11112st611. 8. L'baater-Inssixrsu. 111 (181' 13018811- 9. kamüisu-Racxbriebtsn. beilags.

Anuonceu-Bnreaux. ZE

“* Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

124716] Oeffentliche Zustellung.

Die Eriirstinc Senf, bcrw. gewesene Wagner, geb.

'Datbe in Großbotljen bci Grimma, vertreten

durch den Norbtsiinwalt Dr. Schillcin Leipzig, Ylagt gegrn ihren Cbcmann, dcn vormaligen Gutsbeiitzcr

,erann Carl Hermann Senf ans Großbothen,

unbekannten Anfrntbalts, wrgrn lebensgefäbr'licbcr

“Mißbandlung, mit dem Antrags auf Srbcidimg dcr

zwisehen den Partricii brstclwndcn E56 und ladet den Beklagten znr miiiidlirbcn Verhandlung des Rrrbtsstreits vor die erste Civilkammrr des König- lichén Landgrrickyts zu Leibzig auf den 19. November 1881, Vormittxtgs 9 Uhr,

' Mit der Aufforderung, emen bri dcm gedacbtrn Ge-

„-

"richte zugelaiiciiciiAiiwalt zn brstcllen. ZUM Zwecke

dcr öffentlichen Zusicliung wird dieser Aitszng dcr

- K[agc bekannt gcmarbi.

Leipzig, den 9. Zuli.1881. Ddlling, Gerichtsirhrcibcr drs Königlirbcn Landgerichts.

124696] Oeffentliihe Zustellung.

Der Eigentbümrr Jbarbiin Kellermann 311 Neu- Tcilm, vertreten drirrl) dcn I)icrthamvaÜ Kaiifmamt

Hiitb, iriibcr bcrwiitirctc MMW, unbekannten Anfentbalts, auf Ebesrbcidimg mit dcm Anfrage, die ,wisrbcii drn Prrteicn brstclxcnde Clic zn trcmirn und ie Vcklagtc fiir den icbii[di(irn Tbcil zn erklären, und ladrt die Beklagte 3111" mündlirbcn Verhandlung rs Rechtsstrrits vor die 11_. (Zivilkammer des König- ichcn LaudgrriÖts zu Greifswald uf den 4. November 1881, Vormittags 91 Uhr. mir der Auffordrriiiiq, ciiicii bei dem grdarhtcn Gc- rirbtc zimclaiicncii Anwalt zu bestellen.

Zum Zwrckr der öffentlichen Znstrllung wird die- er Ariszug der Klage bekannt gemaibt.

Greifswald, drit 8. Jiisli 1881.

aa ],

Gerichtsscbreibcr des Königlichen Landgerichts. 24694] Oeffentliche Zustellun, .

Die zum Armenrccbtc zugelassenrn Ébcstaucn:

1) Johanne Cbristiaiie Krcbschmer, geb. Kühn-

ricl) in Penig,

2) Emilie Bcrtba Abirbt, geb. Weber , in

Chemnitz, Bride bcrtrctrn durcb Rccbiömrwalt Hösel ZU Chemnitz, lagrn gcgen ibrr Ebrmämirr:

511 1) den Sckmbnmrbrr Jobanii Krci;srbmrr aus Zsrbrsckwn iii Sckilrsirn, iriiber in Penig, jetzt unbekannten Ausriitbalts,

311 2) den KOWMÜÖW Hrrnmnn Moritz ?lliicbt, friibcr in Cbcmnits, jetzt unbekannten Aufenthalts,

*cgcn bbslicber Vcrlaffmm mit dem Antrage auf Trennung der zwischen dcnPartrien bestehenden Ehe *om Bande und laden die Veklagtrn zur mündlichen Userliandlung dcs Re(btsstrcits vor die 111. Civil- ammcr ch Königlichen Landgrricbts zu Cbcmniiz auf den 6. De, cmber 1881, Vormittags 9 Uhr, --lt,dcr Anifordcruna, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser using drr Klagen bekannt arnmcht.

Chemnitz, den 9. Juli 1881. xder Grrichtsschrcibrr des Königlichen Laiidgcrirhts,

C-irilkmnmrr 111.: Fisäxer.

2 " * .

“S“] Oeffentluhe Zustellung.

_Nr. 13 362. Der Handrldmann chi Reis ziiHoffcn- “61131 klagt gegrn dcn Landwirtl) Jakob S_cbäirr von twxmibciin, zur Zeit in Amerika, sowie dcisriiKinder, _rinrich Schäfer ron Hoffenheim, zur Zeit in Ame- kz], Vertreten durch seinen Generalbrbollniächtigtrn, )'Ukacrinristcr Engelhardt in Hrffqnbciin, ferner 'Lasxz_Sus(11111a Srbiifcr, Karb Schb.iicr und Anna

chairr bon Hoffenheim, diric drci minderjährig

Uk unter Vorniundsckmft ch Adaiw Feicnbeckcr, *andwirti) ron Hoffenheim, aus Unwirkiamerklärung EZ Unterm 27. Februar 1880 erfolgten Verzichtet; ks beklagten Jakob Schäfer auf dasibru an dem Uermögen seiner Kinder zustehende ebclirbe'und elter- icbc Nubnirfiuimsrcckit, sowie mit dem weitrren An- MJC auf Vcrurtbeilun der Beklagten zur Zahlung on 109 „46. 32 „_! nebisi 6 9/9 Zins Vom 11. No- cmbcr'1878 und 4 „M 70 4 friihere Kosten und oder die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des ecbtslstreits vor das Großherzogliche Amtöqcricht U Sinsheim auf Dienstag. den 25. Oktober 881.„ Vormittags 9 Uhr. Zum Zweck der ffentlickyen Zustellung wird dieser liiszug der Klage ekannt gemacht.

Sinsheim, den 28. Juni 1881.

, A. Hüffner, . Deklckxtsschrciber dcs Großherzoglichen Amtögerichts.

94421] Oe entlickxe Yistellun . Dcr Gastwirt ?einrich ? ohe zu Zen, als Vor- U,nd _der minderjä ri en Kinder des lankschmieds ixtedrich Wilhelm ille m Extern, Amtögericbts tntcln, nämlich:

]) riedrich Wilhelm,

?) ilbclminc Caroline Charlotte,

3) Caroline Friederike Charlotte,

bcrtrrtcn diircb Rechtsanwalt F.

Hannover, klagt grgrn

1) dir Wittwe ch T(igelöbnrrs Cbristian Ludwig Wciitbr, Wiilwlminc Caroline, geborene Tappc, in Poggcnbagrn, Amtögcrirbts Obernkirchen,

2) die Erben des untcr 1 genannten Tagclöbnrrs Christian Ludwig Wentbe, nämlick) dcffen Kindcr:

&. Lokon Hrinrirb Wrrrtbc, Nr, 8 in Poggen- *agcn,

b, Bergmann Friedrick) Wrntbc in Dortmund,

0. dir Cbcfraii deb Bcrgnmmis Krömer, in Lirk- wrgrn, Carbiinc, grb. Wrntbc, drrrn jetziger Arifcntlwlt itiibckmmt,

sodann deiicn Eiikci, näm1ich:

(1. die 4 Kindrr drr rcrstorbrnrii Wilbclminc Wentbc aus drr Elie mit Tagclölynrr Klöster in Rosenthal, Anitsgcrickyts Riiitcln, ron [015- tcrrm brrmögr srinrr väterlichen (Gewalt rrr- treten, (in:“; riiicr Scbuld- Und Pfandbrrschrci- bring vom 2. April 1862 mit dem Aiitrage: die g(xnanntcn Beklagtcii (118 Gcsammtsckiuldner schUldig 511 rrkcmicn, den Kläger bci Mridtmg ch Verkanfs drr bestriitcn beotbrk zu zahlen zwblfbuiidrrt Mark sammt Zinsen zu fiiiif Pro- ccnt rom 9. Arril1877 (111, abzüglich 110116 «16, und bci drr iiirbt iiber 0 Wochen rrrspätrtcii ZiUÖZÜiJÜUU 511 rirr Procrnt, chglcickycn 13 «FC: 307 „Z Kiindigniigskbstcn, sbwir der Proch- 01 en, ' und ladrt dic Vrklagtcn ziir 111ii11d1ichcn Vrrbandlung drs Rcrbtsstrcits vor die Cibilt'ammcr 1171). des Königlichen Landgcriwts zit Haiiiiorcr auf den 2. Dezember 1881, Vormittags 10 Uhr, mit drr Aitffbrdcriiiig, cinen bci drm gedachten Gc- ricbtc zu(claiicncn Anwalt zii bcstrlleri. Zum wrckr drr öffciitlirbcriZiistcliiiiig wird dieser Aitszug der Klage bekannt gemacht.

Hannover, den 9. Jiili 1881.

Coiistcibcl,

Gerichtssclyrcibcrgcb. dcs Königlichen Landgerichts.

[22037] Oeffentliche Ladung.

Zu der seit dem Jabre 1869 bor den Herzoglich Braunsrbwcigscbcn Tbcilungsbchördcn anbringigen Gemrinbcitstbeilnng und Vcrkoppelung vor dem Braunschweigscbanorfc Bartsbaui'en sind auch die in der Feldmark Kobnscn in der 1“. (i. Liebenau be- legeneii, zum brciiiiisi'bcn Staatsgebirtc grbörigcn Grnndstiirkc licrangrzbgrn. s(arb Maßgabe des Staatsvertrages; rom 11. September 1877 (Geier.- Scimm'lung W]! 1878 Seite 105) erfordert 195 Ab- sckyluiwcrfabrcn einc Niitwiri'iiiizi drr diesseitigen TÜLisUUJIÖEÜÖkÖCU urid is_t_ dcr Uiitixririrbnrtc bon Königlirbcr _Grmcral1011111100011 311 131111101121“ zum Prriiiiisibcn Kommisiair bcitclit.

Alle unbekannten Tbrilnchmcr, welcbe mis irgend eiiiem Griinde Anspriiibc an dir untcr rrrnßibbrr Hoheit bclcgcnrn Tbcilungsgcgcnständr zu nmchen )aben, namentlich unbekannten Grundbcrrn odcr Landcigrntbiimcr, sowic ctwa beibriligtc dritte Per- sonen, insbesondere Zelmthcrrn, Gutsherrn, Pfand- gläubiger,Hnt1mgs- oder sonstige Scrritutbercchtigte, werden zur Anmeldung und Klarmackmng ibrxr An- sprüche, Widcrspriicbc mid etwaigen Jntcrriicn zu dem nackorrwäbntcn Termine unter Androhung dcs Ausschlusses mit ibrcn etwaigen Cinivcndimgcn (irgcn die planmäßige Ausfiibrung (icladcn. Diriemgrn, welcbe ihre Rechte nicht anmelden, babcn 66 sich Zellblst bcizumcffcn, wcnn dcren Sicherstellung untcr-

eiii.

Gleicbzcitig werdcn untcr gleicher Vrrwarnuna zum Erscheinen iii dcm nacbgrimnntcn Tcrminr die unbckanntrn Pfandgl'äubigcr und diejenigen dritten Ycrsonen aufgefordert, welchen (118 GUD, Diriistz,

rbcnzins und Lrbnsbcrrn, (ils Lebus: und Fidel- kommißfolger oder aus sonstigem Griinde einc 'Ein- wisrkißitig in Beziehung auf Ausfiihrung dcr Tbcilung zu c .

Termin zu den angegebenen Zwecken wird auf Dienstag, den 9. August d. I., Vormittags 10 Uhr,

auf der Amtsstubc zu Einbrck angeycxxt, Einbeck, den 20. Juni 1881. Der Commiffar und Königlich Preußische Kreishauptmann. Jachtmann.

. .)* '

[24744 Oeffentluhe Ladung. Nachdem die Pfarrei zu Wcitcröbausch dic (Fir.-

tragung des auf den Namen der Gemeinde Nene!-

brunn bezw. auf ihrem cigrncn Namen katastrirtcn, in der Gemarkung von Nciiclbrunnbelcgcnen Grund- cigentbums, als: , _

Kbl, 2 Nr. 3 : 18 a-qm Acker, die Seite,

4 =24 „14 , da1.,

, Weide, das., Acker, day., Weide, das., Acker, am Aulenbfad,

.. im Aulcnbacb, Holzunci, in der Wer-

gcribeicbe, ' Holzixng, im Hcichcs-

,. tricicb- .. .

untcr glaiibbaftcr Nacbwciiung cincr, zcbnjabrigen

ununterbrochenen Eigentbumsbcsißcs m das Grund- buch von Ncffelbrunn beantragt bat, so werden alle diejenigen Pcrsonrn, welcbe Rechte an jenem

Rantcnbcrg in

' 30. September 1881. Morgens 9 Uhr, bei der unterzeichneten Bebbrde abzumelden, widri- Lenfalis nach Ablauf _der Frist mid writcrn gc- teÜten Antrag der Bciixxcr als Eigcntbiimrr in das Grundburh eingetragen wcrden wird und daß,!rrr die ihm obÜegende Amurldung nnterläßt, sem Rrrbt gegen einen Dritten, welcher im redlichen Glaubrn an die Richtigkeit des Grundburbs das Grundbrr- mögen erworben bat, nicht mcbr geltend marbcxi kann, und daß er sciii Vorzugsrrcbt gegeiiübrr Den- jenigen, dercn Rechte in Folge der bis zu dem oben eseßten Trrminc erfolgten Amnr1dimgrn cingrtragrn ind, verliert.

Marburg, dcn 7. Juli 1881.

Die Gcricbtssckircibrrci Königlichen Anxtßgrrichts, Abtbrilung 1.

[24727] OeffentlicheJstellung.

Der August Srbultc in Oeding, bcrtrctrn diirrl) den Rechtsanwalt Scbicbler zu Essen, klagt im Wechselprozcß gcgrii dcn Bcrnbard chcnbörstrr, friiher zu Altenrffrn, jetzigrr Airfriitbnlt unbckmmt, aus em Wechscl (1. (1. Ording, dcn 10.M('irz 1881, mi em Antragc auf Zablung 11011 164 .jé. 51 „Z nebst 60/0 Zinsen von 159 «76. 37 _„3 seit dem 15. Mai 1881 und von 5 „M 14 „Z mit ZUstCÜUUJ der Klage, den Beklagten unter Kostenlasi 311 ber- urtbeiien und ladet den Beklagten zur r(iündlirben Verbandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Eisen, Zimmcr 40 (ms den 22. September 1881, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwecke drr öffentlichen Ziistcllmig wird dieser Aquug der Klage bekannt gemacht.

Lücking. Gerickytssrbrcibcr drs Königlirch Amtsgerbbts.

;) .. [***-722] Aufgebot.

Der Scbulzc Erbbärlitcr O_Wiriirkc in Willers- Hagen hat das Aufgebot drs Obbbtbrkensckicins vom 28. März 1877 iibrr 300 „(W., mit 4-1 0/0 Zinsen fiir ihn zum Grund- und „Hypotbekeiibucbc drr «Häuslcrci Nr. 7 zu Blankenbagen 1701. 1 einrirtra en und des

ypotbekenscheins rom 18,A1»ri[1871 ii er 200 Tblr.

durant mit 5 0/9 Zinsen fiir ibn _cbcridort 901. 4 eingrir-ggcn, beantragt. 2er Dicjcmgcn, _wriÖe aus den; CtiitragUngiii, iiber die jene angeblich Perbrmmten

vpotbckcnicbeine aubgefcrtigt smd, und den Lebtrrcn elbst Ansprüche zu machen grdcnkcn, werden auf- gefordcrt, spätestens in dem aus den 18. November 1881, “Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten (.*„erirbte anberattmtcn Auf- gebotstcrminc solrbc ihre Ansprüche anzumelden und dir Hbrbtlwkrnscbcinc vorzulegen, widrigriifalls Uiitrr Präklniirn dcr nickit_ armemcldxicn Vlnsrriicbc dic Kraftioscrkiirung dcr Hirpbtbrkcnirbcinc erfolgen und dir Aribfcrtignng neuer .Hbrotbckcnsrbcinc fiir den Antragstrllrr verfügt werden wird.

Ribniiz, den 2. Juli 1881.

Großbrrzogl. Mrckl-SÖW Amtsgerirbt. Zur Beglaubigung: Dcr Gcricbissckyrcibcr: Au . Beister, Lci.-Gcb.

Ausferti ung. Anfgc ot. _ _ Zitirlge Antrags des „Hausinciitcrs Jb1r1*i)_.§i_(iil- lwfrr zu Niirnbrrg, rrgcbt [311101119111di.“!!ök'i'lFFlkiJCU anabrr der dem genannten Jricbb K_gtlfwirr zii Verlust gegangenen zwci Aktien der Pinl5crNord= babnrn Nr. 5323 und 10,611 ir 500 (Huldrn, Nr. 5323 zur Emission vom ]. Jammr1870 und Nr. 10,611 zur Emission vom 3. April 1868 (19- liörig, nrbst Zins" und Diridrndcnstbcincit, die Aus- fordcrnng, spätrstens im Anfgcbotstcrniiiic vom Mittwoch, 20. Januar 1882, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterfertigten Gerichte seine Rcckch an- zumelden und die bczcicbnctcn Urkunden vorzulegen, widrigenfalls dieselben fiir kraftlos erklärt wiirden. Ludwigshafen a. Rhein, 9. Juli 1881. Königlich Atiitsgrricht. (b. 8.) gez. Culmgnn. . Fiir den Gleicblmit diescr Ausirrtignng rnit dem Original . Ludwigshafen a. Rhein, 9._Jn[( 188]. Der Kgl. Amtsgcrichtsicbreibcr: Ener.

[241190] Aufgebot.

1) Die Wittwe Catharina Magdalena Stucit, friibrr verwittirete Dummersdorf, geborene T(ctgcn aus ?lkalxbcck, dic unberebclicbtc Anna Dorothea Elisabcti) Dummcrsdorf dabicr, dic UUVL'rebellchtc Caroline Dorothea Hedcbcn Dummersdorf cbciidabcr und Johann Hinrich Friedrich Dumyicrsdbrs cbcn- dabcr, babxn das Aufgebot w_chn „cincr von dcin weiland Halbbufncr Claus Heinrich chnrr m Raizbcck unter dem 29._Ianuar,1869 fur die un- mündigcn Dummersdorf'icch Kinder ausgestellten und unter dem 10. April 1869 auf dem, )ebt dem Hal'bbufncr Friedrich Wilhelm Halemeycggcbormen 1'0110 395 des Rein older Schuld- und Psandproto- kolls “korn. 11. Abt . 1 protokollirtcn, ibncn nun- mcbr zustehenden O ligationen über 960 Thlr. Pr. Court., wclche Obligation angeblich Verloren gc- gangen ist, beantragt.

2) Dcsxilrichcn bat die Ehefrau des IHufners Hans Hinrich Möller zu Kl. Wesenberg, Doris,

[24717]

Grundvermögen zu haben vermeincn,' aufgefordert, solche spätestens in dem Aufgebotstermm, den

Qariiiiz unter drm 4. März 1832, fiir dcii (Z(riiri- drr NicbnuZ iii Kl. Bariiitz aiisgrstrlitcii urid 0060111 (lato anf drm, irrt drin Rätbmrr erann Hinrich Frirdricki Martcns grbörigrn, 80110 57 ch Barnibrr Srbrckd- und Pfandrrbtokblls protokollirtrn ibdaiiii (“(n die Eiléstall (“.;-1111113 ccdirtrii, bort diescr (wf dcn Arbriter Hans Hinriri) Srbiilz iii Liibrck rercrb: fälltrn und von Lrbterem an dir Antragstcllcrin Untrr drm 5. “Mai 1860 rrdirten Obligation iiber 300 Thlr. r. CNN., MWS Obligation aiigrblick) rrrbrnnnt isi, beantragt.

Die Jiibaber diescr Urkundrii ircrdrn auixiribrdcri, spätestens in dem auf den 20. Januar 1882, Vormittags 10 Uhr, bor dcm Unterzeichnctrii Gc- richtr mibcraumtrn *)liiigrbbtÖikrUiirir ibrc R("(bte anzumrldrn und dir Uriimdrn bbrznlrgrn, widrigen- fa'llZ dir Kraftlosrrkiärmm drr lirkiiiidrn crfrlgcn wir .

Reinfed, lden 1.Ji(1i 1881.

Königlirbrs AiiiiIgrrisbi.

[94723] Verkaufs = Anzeige nebst

Ediktalladung.

Ju SÜÖM drs Sckiacbimeistch (Friist Gerber in Miiiidrr «. D., Gläubiarrs, gear]: drii Striiierixbz- brsiizcr Carl Hriikc i1l Unscxx, Sck71i1dnrrs, (K, 15,11) irllcn dir drm Srbiildiirr (irbbrigcn

Jnnnobtltcn : 1) dir 311 Uiiirii unter Nr. 4 bricgrnc Halbmcicrstclle iirbst dazn grbörigrr iniidcrci, bor drm Siiiitrl belogen, 1 ba. 07 ar 24 (1111 iiiiiiaiicnd, dir zu Unirn Unter Nr. 9 brirgcnr Bcibaucrstcllc nebst dazu gebörigcm Hbfraiim, Haiiögarirn, Wiesen: und Ackrrgrtmdstiiékcn, 2 11:1 57 31" 22 (]m umfassend,

." die in dcr Grundstriicrmrittcrrrllc drs Gemeinde- brzirfs Gr. Hillisisfrld unter Artikel 65 eiii- getragenen

Grundstücke : 8. dasßrbrdcrc chcscnfcld, 4 118. 14 at 31 (1111 KW , b. im großen Siintcl, 1 ba 9T) ar 85 (]m groß, 0. das binterc chcscnfcld, 3 ba 20 ar 51 (1111 IrOß, in dem aiif Sonnabend, den 24. September d. I., Morgens 10 Uhr, allbirr anberaumten Trrminc bficntiicb rcrstcigrrt ircrdcii.

Kanflirbbnbrr werden damit („irladcir

Alle, webbi? daran Ei(iciitbiitiizc, N(ibcrr, [ebn- rrckdtlirbe, fidcikommiiiarisibc, Pfand: mid iriiitixic dingliibe Rechte, insbcibndrrc Srrrittttcn imd Real- bercckitigungcn ZU liaben rcrmrincn, ircrdrn aufgefor- dert, selbige im obigrn Trrminc anziimrldrn iind dir dnriilirr [aiitciidcn Urkimdrti vorzulegen, untcr drm Vcrwarnrii, das: im Nirbianiiirldiiiizwfalir da:“; Nrrbt im Vcrbiiltnif; 511111 Urnen Erwerber drs (Iriiiiditiirks verloren (icbc.

Dcr Aussckxliiiibcscbcid wird mir (111181 l*iri"1.irii Gcricbtsiairl affigirt und dem .,.“)irirbI-Lln:.cixisr“ inscrirt ircrdrii.

Hameln, dcn 7. Juli 1881.

Königliäxs Amtöqcricbt. Abtlirilnng 1. Kern.

[183001 Atifgcbot.

Der Kaufmann (Heinriib Wiyrnnmiin in Pirm- bcim, rcrtrctrn durcb 1)r. Hertzrxa bier, bat das Aufarbbt cines (iitgcbliib in Vcrlnir (irraibrncn, rbn L. Schlesinger nm 29. Srptrmbcr 1870 in Berlin Drei Monate 9. äato aiif M. Feller in Frankfurt (1. M. grzogcnrn, ron Letzterem accrptirirn, bon drm Ausstcilcr am 20/10. 1879 .in DAMM wid (To. uiid bon dicsrn rm ch, Wibcnnmnn in Psoribcim m- dossirtcn WWsels (10 „M 1005. beantragt. T_cr Jir- babcr der Urkunde wird ansgcfordcrt', iriitcitcnr» (n dcm auf

Donnerstag, den 8. Dezember 1881, Vormittags 11 Uhr, _ vor dem mitcrzeicbnctcn Grricbtc, GrKi'ornniarkx 12, Yimmcr Nr. 16, anberaumten Aitfgcbbtötcrmmc icmc Rccbtc anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigcnfalls dic Kraftloricrklärnng der Urkunde erfolgen wird. _ _

Frankfurt a. M., den 251. Mai 188],

Königliches Amtögcriibt. Abtheilnng 117, [24725] Im Namen des Königs! _ ,

Auf drxi Antrag des Landwirtbö Wenzel Hcinrtcs Bcrcnsmann zit (Habinghorst crkcnnt d.;s .meglicbc Amtsgericht zu .astrop (nn „30. Juni 1881 dumb dcn Gcricbtö-Affcffor Hartbg fur Recht.: '

daß die Hypotbckcnurkundc über dir mi Grmid-

bur!) von Rauxel Band 13 211.204 und im

Grundbuch von (Castrop Band 14 _Bl- 21

Abtbl, 111. Nr. 1 auf Grund des Rczcncs vom

8. September 1837 ctngciragenc Abfindung dcr

Sophie Catliarina Neubaus Vor; 27 Thlr.

13 Sgr. 4 Pf. für kraftlrzs zu erklaren und dcm

Landwirtk) Wenzel Heinrics Perensmmm zu

Habinghorst die Kosten des Vcrfabrcnb aufzu-

erlegen.

Von Rechts Castrop, den 9. Juli 1881.

Wegen.

geb. Tidow daselbst, das Aufgebot wegen einer von dem wailand Köhn Marquard Martens zu Gr.

Königliches “Ilmtsgcricbt.