1943 / 117 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 22 May 1943 18:00:01 GMT) scan diff

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Remjs- amd Skaawanzuger Kk. 117 vom 22 Ma

nichtgckapscltc Verteilungsgruppen bis 200 3 einschließlich,

HanIansch)lußsicl)crnngcn, Jählcrmfclnü ___ * 1111 On n er x, _ __ __ __ _ _ DIFNUZUUÜZ- und ?lbzivoigdosen, -knstcn und -kopfc cm

, ._ .. *x _ . schließlich der .)1161111111'111111139 _ soWU sonstige chbm- dnnqs- nnd 9195112199le11mon 111101“ Art, _ __ _

Zn'ocbiir znm Vcrvindmtgs- nnd Vcrlcgungsmatcm1 . c)

4- 11 den nach § 1 zngclgsscngn Bestadnd an clcfxxochniscbcm .“.nstaklationsmatiri_a_l___T111s_c__b__1_1;§_3_1__1_c_1_)____?_r * 1 “11141! * , laufendcn .'UWiinngin ain . . _ _ _ _ __ _ miifsrn sic Vom Bostoner bis 511111 1.). Juli 1943 Widcxtnfin Werden. * _ _ _ _ 121 Britcllnnqcn anf Sondcmnchtigittigcn, Hic Vom 1.395; st." 161“ bcroixs in Akbcit genommen smd,__dnrfen jedoch nu1d1 C11191111i1119111s mit dem Hersteller zurnckgcnommcn mm en.

Z 3 ' * I“""tcÜcr bei _ (11 thjimgin *ei]__ , _ _ _ _ _ tränen «mf i'lckli'xviccl)1111cl)cs_J1011111111101121111111[ml du_1__c_k) ZZZ inx*§. -) dcn Vsstejlcxn vorqc1chklkbknc 21111_1ullicr11_ng__n_tStch1_ * _ ' * * ,x . * -“ ; ; zum 15. JUN 1943 am den xtaiiy cmcx 6-M911914 ,__ci__ i____d rmiaspnansn cincr 3 Monats-Crzcngniig mxmigi'i _1__ ,_ d verhiliiiixct, in ciqrncr Vcrantwornmg ibrcn _AuxtÉagv cs_._1en_ "* *, “' . I *! ! dnrch ?lUftragsfnrzniigcn Und WldLUU] anf diese rcnzc ab*ndxiickcn. __ __ T2) Tie Besteller sind Von den vorgenommenen szungcn Und'Widcrrnf 311 111118rr1chtc1t. § 4 Neue ?lnfträge aiif clektwrccbnis _ diirfen die Hcrstsllcr nur dann und _111 dem Umjixig (_m- nclimcn, daß der Gcsanttbcnmid an_Vc_11cl11mgcn m ,t eme G-Moimts: bei Sichcrungspatroncn cine 3-PionatS-Erzeugung iibcr skillt. _ _ slk) _ _ __ Hersteller, bci denon Einzokanfragcn oder Eiitzclanftcmge von einem Bcitcilor innerhalb eincs__Mozm_ts eingehen, _ ie jc Type sine [mkkr *].iiUU-„UÉO["_ZOU'JUUJ Ubi'rstcigcn, hahcn L_)xßse Llnstaqcn odcr ?liifxxäac Umbrarbcirct wiort an__d1e Vont- . _ . _ _ __ _ _ __ _ schaftéqriippc Elceroindiinrxc 1115 Rcich311clle fur elektro tcchnisthc C1'5911g11ii1c wsxtcrzugcden. § 6 €iciicrunqsputwncn diirfsn Von Einlehandlcrn an Hans- baltmiqcn 11111“ gcgcn Niickgabc_d_cr glxichen Zahl unbrauch- barcr *Zicvcrnngspatrwncn gleicher Stromstarke abgegeben

Wkkdcn.

(1) Zoxvcit Bestellnugc

dcncn der Bestand an Auf-

ckics Jnstallatioanatcrial

L _ ck 1

ZU [W xiindricn Fälicn kann die Wirtschaftsgrnppe Elextro- indiistricg al;; Reichsswlle AuHuahmen von den Vorschriften

dieser “Iltwrdmmg Ziilaffcn.

- nwidsr SUÖWUJLU gigen die Anordnung Werden nach den 78310, 12215 der Vcwrdmmg iiber den Warenberkeht be-

tfaft. § 9 _

Tiefe Anordmmg tritt _am 1. Juxii 1943 in Kraft. Sie gilt anch in dcn eingeglicdsrten Ostgebieten nnd_ den G9- biclcn Von Enpcn, Malmedy und Morcsyei sowie - mtt

nstimmimg dcs znständigen Chefs der Zivichrwaltung - anqcmäß auch im Elsaß, in Lothringen i_md Lu emburg und 1111 chirk Bialustok sowie in dcr Uiitcrsteiermar und den be- seyxcn Mbistcn Käriitens Und Krams.

Berlin, den 14. Mai 1943. _

T-cr Reich55€cknitragte fiir ekcktrotcchnische Erzeugnisse.

L ii s (i) e n.

Anordnung Nr. 1 zur Aenderung der Anordnung Nr. 3 („4 _1) _der Wix_tschaf_ts- gruppe Feinmechanik und Optik _als Retchßstelle fur sem- mcchani€che und optische Erzeugnisse (Vikuirtschastung von

Erzeugnissen der Augenoptik)

Vom 19. April 1943

Anf Grim?) dsr Verordmiiig iibcr din Warenvculehx in dcr Jaiiiing Vom 11. Tczkmbcr 1942 (RGW. ] _S. (386) m Y_ck- bindimg mit der VLWWUUUJ iiber die B-vairtschafmng fem- mechaniichcr Und optischsr Erzcngiiissc 13511129. “IlugUst 1942 (Tcmtschor Rkichézanz. und Prcnß. Stagjsmiz. Nr. 203 vom 30. ?lugnst 1942, wird mit Zustimmnng ch ReichswirtsckMffs- minister?» angeordnet: Artikel 1 Der ;,wéite Teil der Anordnung Nr. 3 (4 1) erhält folgende nene Fassung: „Ziveitkr Tcil: Brillknfaiiimgeu nnd ikirc Teile 4 *; Tic Heritcllnng folgender Brillcnfaisnngcn Und iiindcr ist Verboten: ]. Sticlbxilscnfaffmrgcn (Vox'lmljcriasinngcn1, 2. PET;- Iris:, Windsor; 11115 111111191)? Zillnloidxändcr sowie die 911151101111an Von Vrillktich'smich 11011916)?"Rändern.

F4

Soivcit dic Heritcllxmg von Bi'illcnfaffxiiigcn nicht gemäß vkrdotsn ist, diiifen nnr die naclstcvcnd 9911011111911 Mo- delle maki) Maßgmbe dec; § 5 hergestellt Werden, Tie Aufnahme der Herstellnxig Lines zngclassenen, aber bisher im Betrieb noch nicht [Urgestcllten Brillcnmodclls ist nur mit Gknclmiignng

§35

der Wirtsckwfwgruppe Feinmechanik Und Lptik als ?)ieich-Zstoll zulässig. § 5

(1) Brillmifassnngcn diirch nur nach Maßgabe der Ziffern bis 4 bkrgestcllt Werden: * ]. Masksnbrillcn fiir die Wehrmacht ans Sinhl;

2. StahlBxillenfassungcn 110ch 11.41. 914 8, jedoch nur mit *57

Trommclpolitnr,

a) als Wehrmacht? Ti-énstbrille mit Rcitbiigeln nnd

Scheibcng-köße Z, 11111],

5) als Stahl EinbyiiZbkille (Krankenkassrn- 11_11d Volks- gaamaskcnbrille) mit Ncit- mid Hatcnbiigcln und

“Zck)cibcngrdßsn Von 21 111111 bis 40 mm; '. Wc-iidcbrillc mit SMvinxxstcg, in der gleichen Anfmachm wie" die Si.(1()l-Einl)cit§bri[lc “„U Ziffer 2 l);

. YZ-xllitloidEinbcitsbkillc

mit Bügeln

zur Herstellung ur Zeit _ ?tick" vorhanden smd. (2) Betriebe,

Preuß. Staatsünz.

mcitcr herstellen.

lässig. verboten.

zuläs ig, die bisher sol

_gesamt keinen höheren i

(1) Die dung in Kraft.

(„4 1) der Reichsstelle vom

erlassen:

Fiir den Verkauf v Flachßabfälle: ].

. FlachZhechelabfall . . Flachskämmlinge [

"

' . Leinengarnabsali, 19“ , 20,

21. ,.

Hanfabfällc:

23. 24. 11

LT“)

Juieabsälle: 29.

Ramieabfälle :

1 33. 34. Rainieabgang 35

:ZZ "

Sisalabkälle: 39. Sisal aicrabsall

42, Iabakgarnabsall *9 43,

45. 31cl“,ric1)t «ms "Fk-

mit kjljldör Scheibe mid Tutt-litpg,

4 l;“

Fcianelmlt von 20/000 it

Die zu liefernden Re

eferte Altgold auSma

wird mit Zustimnniyg Reichskommissars fur

. . - t n Gelenken nach Normblatt, '"“ *" d“ PM.“ Meike?eStahl-Einheitsbrilxe zu ?d- in zWei Farben, nämlich: in Wassers)?" UNd m Schad“

patt Rührsarbe.

(1) ,Die Vcrjvcndsmg WZ0YZUÜ ** " 't 's mn " . * 'un _ Bllllcnsassungcndlesr (*NEU-Brille erforderlichen Stahlmengen

dcs Inkrafttretens

die bisher die in 7 dcr_ 3.4 ]) dcr Wirtsciwfisgrnppe Fommccham

“*ciclä telle Vom 12. Januar [ )Qs Nr. 13 vom

' ' tcllt haben tllnu mclasscnen N1chtmetallqssunZen l)c1_ges __ _ _, ivilirfengdiiscZNici)tmetallfassimgcn ts spatestens 30. «um 1943

(3) Bei der Herstellung von Stiften uud Scsxaubcn ist die Weitervchcndimg Von

Die Zusammenstellung voz! bügeln zu anderen als den im

' H nn von Re araturteilcn aus Doublé mit einem Tw „erstell g fiir Lieferungen an solche Abnehme_r e Modelle lanfend bezogen haben. _Dte zu crscßcndcn Tonblé-Teilx müssen dem Hersxeller vor Liefe- rung der Reparaturteile eingesandt Worden sem, __ _ paraturteile aus Dyublé durfen ms- Jcingoldgchalt aufWe1sen als das abge- t.“

Anordnung tritt am 14. Tage Siebgilt auch ebieten und den Ge icten von __ _ Yesnet sowie _- mit Zustimmung des zustandtgen Chefs der

ivilverWaltun -- sinngemäß _ _ _ Liind LuxemburZ und im Bezirk Bialystok__sow:e m der Un_ter- steiermark und den beseßten Gebieten Karntens und Krams.

' iti tritt der Weite _ (2) GlelchFZirxtJscHastsgrupzpe Feinmechanik und Optik als 12. Januar 1943 (§§ 3 Berlin, den 19. April 1943. Der Reichsbeauftragie _ fiir feinmechanische und optische Erzeugnisse. P, H e n r i ck Z.

Anweisung Nr. 3 _ der Reichsvereinigung Vastfaser über Höchstpreise fiir Vasi- faserabfälle und Polsterwerg Vom 15. Mai 1943

Au Grund der Verordnung über di__e Errichtung einer Neickzxvcrcinigung Bastfascr vom 19. _Marz 1942 (RGW. _] S. 132 ff.) und des Erlasses des RetchSkommtssars ur die Preisbildung vom 4, März 1943 -*'-_ 117 - 100_-- 1 es RcrchZWtrtschastsnnnisters und des die Preisbildung folgende Anjversung

Höchstpreise für Bastfaserabfälle und Polsterwerg

on Bastfaserabfällen i_ind Po1sterWerg, die_

im Inland anfallen,. Werden folgende Hochstpreise festgeseyt, 11) Preise ab Unfallstelle

RÖstjlaclyö-schäbemoerg . .

* . Grünslachsscbäbcnwcrg _ . Polstergroijcrg (Flachsstengel, rok), geknickt) . . .

(v,

11 (v,deutsci)em Schwungwerg) . .

. 111 (v.K“*u_erverg). . . . . . .

. Flachskardenabfall 1, gereinigt . . . 11 .

,

111,

. 111" _ _ '. Flachstrockenspimmbfall, gereinigt n. Vorspmnabfall .

gebleicht .......... _ . . roi) odcr gebleicht u.rol) gemischt. ,rol) (Hajpclabfnll) _

,bunt odcr bnnt gennscht.

22. Hanjknrdcnabfasl 1, gereinigt . . ........ . '. . ]

,

],

nngcrcinigl ........... .

29: Hnnfspiiinabsail .................. 27. Hanfgnrnnbfall .............. . . .

28. Jusckardcnnbfa", gerrinißx ........ . . . . . . , migercnngt ............ .

30. Jutcscjw'i- und Stuhinwlle .............. e 3]. Jutegarnnbfall . . .

32. Ramirkämmlängc ][ ............. . . ]

315: Rami'cfnser UU (Waschmaschincnabgang, ' .Rmnicgalnabsal], wl) .......... . . . . bunt

40, Sisalstniä) ................ . . . Sonstige Vastfasxrabsalle: 4]. Schlancbgarimbmll ............ . .

Sisal; nnd 9.1;«iithUembfall ............. 44. Knoten von Bimiu'gnrncndcn .............

16175-

Ncusilber )(.

d

. 1i11?erei1iigt ..... . .

. Flncbégriinivergkardcnab .

:. Flachsnaßjpinnabsall ], chascben, getrockiiet . . . . 11, Ungewaschen, getrocknet . .

i 1943. S. L

48. § 5 49. lltcilen fiir die Stahl- 50,

i 1943 zulässig, sofern die _ Z.

dieser Anordnung im Betrieb

Anordnung Nr. 3 k und Optik als

1943 (Deutscher Reichsanz. und 18. Januar 1943) zur Her-

ÜU

Legierung 12% zu-

§ 7 Brillenmitte'lteilen und Ob):- § 5 genannten Modellen tst

§8

Artikel 2

nach ihrer Verkün- in den eingegliederten Ost- Enpen, Malmedy und Mo-

auch im Elsaß, in Lothringen

Teil der Anordnung Nr. 3 bis 8) außer Kraft.

7 /43--

? §1

100 ].(Z

.F./( o a o o 20,- 18,- 18,-

Flachslangfaser d. Kl. 1 und besser)

!!

all, gereinigt . .

' d ] ! o 0 , t o c

, ungetrocknet . .

, !!

,nngercinigt. . . . . .

. . . .

24,- 21),- 10,- 45,- 34,-

ooooooooooooo ., oooooooooooo o

13,- 6,- 11,- t . 15,"- , , 725,“ , , 62,- , 20,- 7,“ gekrocknet) . e ! “),-_

'j'tltlbsdtdkkkW,-_.

479 Sortierter Leinengarnabsall, gebleicht .

Die rei e "ellen frei Versandbalmlwf __ _ Kasse), Fruttso f'iit netto bei handelsüblicher Vetpaxkung fur alle Liefe- rungen vom Tage des Inkrafttretens d1eser Anweisung an.

(1) Fiir Bastfascraßfälle, wcrden _ _ vereinigung oder einer von ihr

1 ("iir Großhändler ist _ _ _ abiäiletix, die im Inland anfa_llen, eiii GroßhandelSzuschlag Von 10 % des Einkaufspreiscs, 1Ld0ch nicht mehr als 21.46 4,-* je 100 kJ, zulässig. 22./“ 12,-- je 100 ](J darf 12.46 1,25 betragen. ' __ __ (2) Bei der Einlagerung Von Bastfaserabfallen durfen außer den entstandÉnen 1) La erko ten ( in- un __ _ eki») biss zur Höhe von insgesamt 12.“ 1,25 fur 100 kg in Zlnrechnung gebracht Werden. _

Zuwiderhandlungey JOIN diese 1111 cschadet anderweitigey trofb Satzung der Reichsvereimgung Bastfaser verfolgt.

der Fassung voni 11, Dezember 1942 (

Verbmdbung __ d Regelun Uc erWa 1111 un _ _ _ _ LZ? August 1939 g(Deutscher Rei sanzetger und PWUWYL Staatsanzeiger stimmung des

n o ! spaäYestens Rim 30. Juni 1943 Wieder einzustellen. a

b) "reise ab Abfallbearbciiungkbettieb

(Soriierbettiebe füt Vnstfajergnrnabsälle oder

100 kg Abfallwäschercicn) F?.“

48,-*- 46 ,4 . 30,-- 46,"- 30,“- 40,"- (netto

, roh . . .

, bunt , .

Hanfgarnabfall . . . . . .

Tadakgarnabfall. . . . . . ._ . . . .

„, FlaschSxmßspin11abfall, gewaschen u. elrocknek . gegen «arzablung

§ 2 die in § 1 nicht aufgeführt jind, Einzelanweisung der Retchs-

' 5 ' 'emeils dar die Prélst ] ch hiermit beauftragken Stelle

Antrag festgesetzt.

2“ Streitixkeiten iiber die- Einstusiing von_2_3asifaserabfä11en_ in(die Abfallciortcn entscheidet die Reichsveretmgung oder eme von ihr beauftragte Stelle.

3 Großhandelszuschläge bei Verkäufen von Vastfaser-

Bei Abfallsorten im Werte_ bis zu der Großhandelßznschlag ]e 100 kg

entstandenen

Vorfrachtcn die tatsächlich und Lager-

Ausladcn, Rollgeld, Pack-

J 4 Ausnahmen

Tie Rei Zvereinigung behält sich vor, in bes_ondcrs_ begrün- deten Einszällen Ausnahmen von den Vorschriften dieser An-

Weisung zuzulassen.

§ 5 Strafvorsehristm UmveismZz Werden

estimmungen na § 13 der

§6

Inkrafttreten .

. , . . . . ili Die e AnTvei ung tritt am 1. (?_um 1943 m Kra t, sie 9 auch iii den eitigegliederten Ostgxbteten und den (Hei)

Malmed und _ __ Kßpxiriitändigen Zhefs der ZivilverWaltung -- smngema au

' El a , in Lot ringen nn _ iJk soswsie in de? Untersteiermark und den beseYten Gebieten

Kärntens und Krains.

ieten von

Moresnct sowie -- mit Zustimmun

Luxemburg und im Bezirk ialy-

Berlin, den 15. Piai 1943. Der Vorsißende: Dr. _G r u b e :.

Anordnung )043 der Reichsfielle „Chemie“ (Chemische Erzeugnisse für den Bürobedarf) Vom 22. Mai 1943

- "b d n Warenverkehr in Auf Grund d“ Verordnung " “' FWW. 1 S. 686) in

' ' k tna un Über die Reichssteüeit' Mt der Be (111111 ck dßs Warenverkehrs vom

Nr. 192 vom 21. Au ust 1939) wird mit Reichswirtschaftsminiskiers angeordnet: § 1 * Begriffsbestimmung _ Chemische Erzeugnisse für den Bürobedarf im Sinne dieses .

Anordnung smd

Dauersch§chloncn arbbiimer _ _ Kohle- und Turckschreibepayicre Einmal- und Hektykollepapiere Schreib- und Si mer reiden Tinten und Tus en_ __ _ Stempel und Vervielfaltigungsfarben Verbeslsecrkungslack Siegel a _ _ __ Kl 1) to 9 und Büroleim m xlemen Abfußmxngen Vcervsielfffältigungsflüssigkeit fur Hektovervielfaltiget Hektographenrollen Hektographenmaffe. § 2 Herstellungsverbot

d' er tellun der im § 1 genannten Waren erst

FFF 1e Yepstembetg 1939 aufgenommen hat, hat ße

me der Herstellung der im § 1 genannteii

(1)

(2) Die euaufn Waren ist verboten. § __ . Ausnahmen W“ __ch ___ “' ibteilun Chemischer Bürobedarf der_ tr a - qrxixiseYlYkmische «industrie kann namen?! und im Auftrßeg; Jes Reichsbeau tragten AncZnahmen Yon den Y_orschrtjten __ § 2 zulassen. Diese Ausuahmegcnchmignngen konnen ]Yderzßd

widc'rrufcn Werden; sie können unter Bedingungen erteilt 1: mit Auflagen versehen rverdex.4 __ Strafbestimmuugeu

**: .“!“

' ' l * e en die Vorschriften dieser Anyvö- 81l11i92§2iijljdlci§g9§n g§§ 10, _12-15 der Verordnung aber

nun den kZWarenVerki'ls bestraf .

Jukeastireien K _ S' ___ Die e Anordnung tritt am 1. Mini 1943 in ra t._ i_e__ 91 auch iir den eingegliederten Ostgibietexz und dei! Gebtiten von Eupen, Malmedy nnd MoreZtkel lonFe -- mitanesiiiiiFUctiZ '“ “sl sdrx'viverivanng-1__ __ - de» zustandtgen L,)ef 0 It und im Besz V______________ t 1

. ' ' , Lu c-mbur . "" Waß- "' LoWrmqen x, I den beseßten Geb

sowie in dcr Untirüeicrmark und

Kärntens nnd Krams. Berlin, den 22. Mai 1.943. _ Der Rcicbeeaiiftrogte fiir Chemn.

, Hans- und Juicdocl'chi ......

„, siinncxci. . . . . .

Dr.ClansUngkwitter.

Remxs- nnd Staatoanztsger Nr. [17 vom 22 Mal 1943. S. 3

Anordnung )(1/43

der Reichsstelle „Chemie“ rwendungsbeschxiinxung von chemischen Roh- und Hilfs- “"'" ziim Jmpragmeren_ und zur Oberflächenbehandlung von Papieren, Pappen_sowte von Erzeugnissen jeder Art aus

Papieren und Pappen)

Vom 22. Mai 1943

Anf Grund der Verordnung über den Warenverkehr in der

Fassung Vo_m 11, Dezember 1942 (RGW. [ S. 680) in Ver- , indung mit der Bekanntmackzung iiber die Reichsstcllcn zur '

'lebcxwachung und Regelung des Warenberke rs vom 3829191194939 (Deutscher Reichsiinzeiger nnd Phreußischcr Smatsanzeigcx Nr. 192 vom 21. August 1939) Wird im Ein: vcrnclUUkU mit Hey Rctckxsstelle fiir Papier und mit Zustim- mnilg dcs R61ck5Wtrtschnff§minifters angeordnet:

§ 1

(1) T_ic Verivc'ndnng dcr i1_1_i § 2 genannten chemischen Roh- und Hilfsstoffe zuni Jmpragnicrcn und znr Oberflächen- hctmndinng Von P1_1plck911 und Pappen sowie von Erzeugnissen jeder “2111 _aus Papieren imd Pappen bedarf der Genehmiguiig dcr Rouvsstelle.

(:?) 91121 Jmprägniyrung nnd Oberflächenbehandlung gilt jedes Iacktercn, Strcichcn, Sprißen, Tauchen, Gießen oder Tränken.

§ 2

Chemische Roh- und Hilfsstoffe im Sinne dicker Anord-

nung smd:

], Kunstharze Und Polymerisaie jeder Mischnnch, Lösungen und Emulsionen,

' 2, Backrohstoffe jeder Art, insbesondere chlnlosevcrbin- dungen Und Natnrharzc, -

Z, Lackerzeugniffx im Sinne dcr Anordnung Nr. 33 der Rcicl)sstcllc_ „Chemie“ vom 25. März 1942 (Teutscher Iictcl)suiizcig_cr nnd Preußischer StaotSanzeigcr Nr. 72 vom 26. Marz 1942) anch iu Mischnngcn untereinander und in Mischungen, Lösungcn, Emulsionen oder Disper- sioncn mit den zu 1--3 genannten “Stoffen,

. Backbilfsstoffe jchr Art, insbesondere Lösungsmittel, Weichmacher, Pigmcnte und Farbstoffe, sojvcit sie bei der Backherstcllnng und -vcrarbcitung Vcrivcndung finden.

§ 3 Die fiir die in § 2 unter 1-4 genannten chemischen Rob- md Hilfsstoffe andchcit erlassenen Verjvcndungsverbote rrdcn durch dicse Anordnnng nicht bcriihrt. § 4 (1) Die gemäß § 1 erforderliche Gcnchmignng wird 'in orm e_tncr cinnmligcn, ]LdkaLik widerruflichen Zulassnng nrcl) die Reichsstclle auf Antrag des _„Verbraitchers ertéilt. ie Genehmigung kann unte-r Bedingungen erteilt und mit nflagcn versehen Werden. (2) Der gemäß Ziff. 1 vom Verbraucher zu stellende Antrag -mß folgende Angaben enthalten: &) Name und Anschrift des Antragstellers, 9) Art und Umfang des gemäß § 1 genehmigunngflichtigen )YVTWWZT d [. d e r nn en„e er ieru er or erli en cmi en Ros- und Hilfsstoff? 2), 3 f ck "ck sch ) (1) Angabe_n iiber den VerWenditngszwc-ck der mit Hilfe des genehm[gungspflichtigen Vorganges her ustelXenden Ware, , (3) Angabe der Organisation der gejvcrbliclzxcn Wirtschaft, zu der der Antragstcllcr fiir die in Rede stehenden Fertig- erzcngnisse gehört. .

Art, auch in

§ 5 Zuwiderhan-dlimgeu gcgen disse Anordnung Werden noch cn » 10, 12 bis 15 der Verordnung iiber den Warenbcrkchr cstrast. § 6

Diese Anordnung tritt am 1. Juli 1943 in Kraft. Sie gilt nch in den eingegliederlcn Ostgebieten und den Gebieten on Eitpcn, Malmedy und Morcsnct sowie _- mit Znstim- mrig des zuständigen Chefs dcr Zivilverwtiltung _ sinn- cnt_as; auch im Elsaß, in Lothringen nnd Luxemburg und im »in1 Bialystok sowie in der Unterstcicrmark und den be- yjen Gebieten Kärntens und Krains.

Berlin, den 22. Mai 1943.

Der Reichsbeauftragte für Chemie. Dr. Claus Ungewitter.

Nichtamtliches

Deutsches Reich

Der Spanische Bot chaster in Berlin, Herr Ginés Vidal __Sa ura, hat * erlm am 17. Mai d. J. verlassen. ahrend seiner Abwesenheit führt der Botschaftsrat Herr esmidter Fernando Valdés, Graf von Tor-ata, die cschafte der Botschaft.

Kunst und Wissenschaft

Spielplan der Berliner Staatstheater m der Zeit vom 23. bis 31. Mai 1943

Staatstheater Unter den Linden nntag, 23. Mai: Tiefland. Musikal. Leitung: Lenzer. Be- gmn: 18'/:_Uhr. Ausveykanft. ontag, 24. Mm; Figaros Hochzeit. Musikal. Leitung: _ Heger. Beginn: 171/x Uhr. Ausverkauft. ' enstag, 25._ Mai: Carmen. Musikal. Leitung: Sthüler. Ve- gtnn: 18 Uhr.

iltwoch, 26. Mai: Die verkaufte Braut. Musikäl. Lei-

Frcude. Beginn: 19 11 r. Freitag, 28. Mai: 'Das Bekillett der * rende. Beginn: 19 Uhr. Sanna nd, 29. Mai: Geschlossen.

Y_omxtag, 330.I__9_)19i: ___(Y c s ck) 1 o [ [ c n. onaq, . at:. -y.-Tct' ' ' Beginn: ____/__ __._____ h a cigemcmde, E11! M asien ball. _ Schauspielhaus

Sonntag, 23. Mm: Der Widerspenstigen Zähmung.

BeZinn: 17 Uhr, Montag, *4. Mar: Ter P n rasit. Beginn: 18 Uhr.

Dienstag 25. Mai' “Pie he i ii (“ "

_ ,__ _.« ge.xobnnna.Bc-tnu:1711 .

YitttWoch, 26. Mm: D n I L (' b e n ist T r a n m. Bciiinn: 18 Ulli; onuerstag, 27. Mar: Da r Pa r asit. Beginn: 18 Uhr. .

reitag 28.Mai:DachbcnistTrann ' _, , _ _ 1. Be nm: 18 U r. JonnaYnFWW. Mai: Die heilige Johaniia. Vaginlii:

Sonntag, 30. Mai: D e r W ' ' " Bcginn:1_7*/:Uhr. iderjpen [tigen Zahm nn g. Montag, 31. Mm: D er P a ra si 1. Beginn: 19 Uhr. Kleines Haus

Sonntag 23, Mai“ Vagabunden Be ' , _. _ . ginn: 18 U r. Montag, 24. Mai: Florentiner Brokat. Beglinn: 18 Uhr.

. Donnerstag, 27. Mai: Do ? Ballett der N SG, «Kraft durch NSG. Kraft durch

a b u 11 de n. Beginn: 18 Uhr. 26. Yiai: Flucht vor der Liebe. Beginn: 18 Uhr. Dezrxidrztag, 2-. Mm: Florentiner Brokat. Beginnt r.

Freitag, 28 Mai“ Flucht vor der Liebe Ve inn" 18 U . . _ . . k. Sonnabcny, 29. Mm: V a g a b n n d e 11. Beginn: 18 Uhr. h Sonntag, 30. M91: Va 0 bunden. Bcginn: 183/- Uhr. Montag, 31. Mai: F 1 U l v or d e r Li e b 7. Beginn: 1834 Uhr.

Lustspielhaus

Sonntag 23. Mai Der blaue Strohhnt Vrinn'18 U , _ . _ . . . :. Montqg, 24. Mai:.K'UTl 111.1ind Ann (1 Von Ogester keilih. Beginn: 18 U 1“. Dr_eYY-Zg, 25. ai: Noch einmal Napoleon? Beginn: ir. Ykoitnwck), 26. Mai: Lich e s [) riese. Beginn: 18 Uhr. onn_erstag, 27. Mai: Karl 111. und An a v * x_e 1 ck. Beginn_: 18 Uhr. U on Q ester- Frettag, 28. Mm: Der blaue Stroh___l_)nt. Beginn: 18 Uhr.

Sonnabend, 29. Mai: No ei „__, . 1,» Uhr. ck nmal apoleon? Cigmn

Sonntag, 30. Mai: No i ' . "„/_ Uhr. ck e nmal Napoleon? Bcgmn.

Montag, 31. Mai: L i e b es [) r i ese. Beginn: 19 Uhr.

Diensta , 25. M i: V MittwoZ, . a (]

Wikistüafiswil ]

Alle Arbeitsrcsrrvcn mobilisieren!

Der„Generalbevollmächtigte fiir den Arbeitsein a Gauleiter Sauckel, vor der Wirtschaft des Gaues WsesYZ-Ems

Ter Gcnemlbevollmächtigte fiir don Arbeit“ ' " _ wem a , Gauleiter Irtß Sauckel, traf_zu cinem Besuch im (55cm 2 e*yscr-Ems am Nonncrstagnachmittqg 111 Brentc'n Lin, wo ihn Gaulciter Panl Qegcuer herzlich willkommen hieß. Am Nachmittug sprach der Gencrgllicvoxlinachttgte auf Eiiiladung des Ganleiters und der _(Hquwirt]cha]_tska111_11tcr O_or Vertretern aus Partei, Staat und Wirtschgsx. Nach EMEW etnlritcndcn Grußwort des Gauleiters nnd eincm PMWLPZ auf _dte besondere “.)lnfgabe des Nordsccqaues als Frmttgan nghm Fritz Sa nckel das Wort zu einer Ansprache, dic_ dcn Ver1mnmxlten _nicrtvolle ?lnrcgnngen nnd ÖiUWkisé Vcr- mtttcltc. Anf seinen, 1h111 vom Führer erteilten An'traq cin- gc'lxnd, sagte der Redner, der *.)[rbeitseinsay sei Weder Selbitzwcck noch gelte? er der Dr_rcjmßung irgendwelcher Prestigegrundsäße, !ondexn htene m_tZschltcßlt ) der Krieqswirtsckwft. “.)lncl) könne diescr 2lrhct_t_sei1t_salz nicht aiich als nach den Grundsätzen des National- koztalisnms durcl_)geful)rt Werden. Der Krieg ist nicht allein, so

agte dcr (Willeitcxr Weiter, eine Angelegenheit dcr brachiUlen Gejvcilt sondern Wird auch anf dem Gebiet der Arbeit und Leistung L__Utschlk kn. Der Rcyncr ab dann einen ersclxöpfrnden Ueberblick 11er den Erfolg scmer_ ätigkeit seit seinem Athantritt nls (Heneralbevo[_lnmchttgter fiir den Arbeitseinsatz, Wobei er zu Biß inn einen Vergleich ziim ?lrbcitsi'insaß dos entf rechendc'n KitequaYres des Wcltkr1€ge_s_1914/18 zog. Damals, so iimte Fritz Sanckcl, War bereit_§_ MunitionZarbeiterstreik in Deutschland und mußte Mnmiwn an den Froziten gespart Werden. Kriegsgefangeneneinsay kgm nicht mehr ausreichend in Fragc, und keine einheitliche Richt- linie lenkte den nicht restlosen Arbeitseinsatz.

Dcr" (99mm[bewillmächtiqte kam dann auf die vielfältigen Probleme _hc-s Auslandereiniaßes zu sprechen. Er bezeichnete dabei die Durchfiihrung dieses Ausländcrcinsaßes als einen beispiellosen Erfolg der [[)m zur Verfügung stehenden VEHÜWLU der Arbeiis- etnsaßverWNltunq, die mit nationalsozialistischem Pflichtbewnßtsein

die ihnen vom Führer geqebenen Aufträge erfüllten, Allerdings set er offen genug, zu THagen, daß dieser Ausländereinsaß ihm damals 1v1€_h€ute qenu roblcme teske, die er (1er mit Tatkraft Md unendlichen: (_Zlnu en un die' Richtiqkeit der Grundsäße des .'yuhxers Zu nbxrnnnden hoffe, Oborste Richtschnur sei ihm dabei dir (Hrun saß, in Deutschland beim Arbeitseinsaß keine Sckmnqhai- MC_thodkn englischer Erfindung zu bennßen, sondern kl" babe Prin- Siptcxn aufgestellt, di? er für vcrliindlicb im dcntscbc'n Arbeitseinsatz (*?OtckWé, und zwar: gute Ernährung der Ausländer, sander? nnd gcundc Untsrbrmgnng und eine gute Behandlung im Sinne absolntcr deutscher Gerechtigkeit. Diese Grundsätze gebe ihm vor allem die Vcrnunfi cin.

__Gauleitcx Sanckcl berührte dabei die namentlich die Betriebs- f1_il)rc_x beruhri-ndcn Fragen des alltäglichen Umqmigas niit den Auslajtdßrn, die bei "11115 fiir den Sieg Und fiir die Niisknng xclmffen. ?_lnf die Führung der in dcr HLiUmt vcrblicbcncn dent- cben Arbeitskräfte eingcbwnd, rief der Redner dic Vermttivortkichcn auf, Unsere schaffenden Volksgenossen so n fiihren, daß sie stets in Haltung und Leistung den frkmdeu lrbcitcrn Vorbild und ansporncndes Beispiel seien. Umschulungsmethoden in jveitestem

Maße_ wiirden nötig Werden, und dabei sei vor allem die Initiative des enizelnen Betriebes zu fordern. „Die europäischen Arbeits- kraftrc1erven gehen der totalen ErfaYun ent egen“, so tief Gau- 1_citer Sauckel und stellte damit aus rii lich Lest, daß überall das aiißerste aus d_er Arbeitskraft herausgeholt Werden muß. Nach c11101ii_Uc__bcrbllck ub_er die durch die Erfassung der cutschen ArbetZSfngte dnrch d1e_ Verordnun vom 27. «anna: des Jahres herbeigcsiil)rte Situation schloß anleitcr “anckel mit einem 1101111116119?" Appell an alle, das Nen erste anznspannen und alle Reschen an Leistungskraft zu mobili ieren.

Aus" Alt mach Neu! Durch die Spinnstoffsammlung

__Tie große Musterung in den Kleiderschränken, in den Flick- kijtch Uzid Truhen__hat bc onnen. Wieder gilt es der nationalen Texttlre]erp__e die notigen ' ohstoffe durch eine freiwillige Samm- lung zuzuxuhren. Esékht hier nicht um Sorten, sondern um Textilien 1chlechthin. «Lide nnd Knnstseide, Leinen, Zellrvolle B111111111)Ol[c__1111d Wolle, jedes Stück und jeder Fetzen, sei er aucö twc_h ]o homiiimgslos zerichlisscn oder Verschmiert, hat als Roh- tosj noch seinen Wert. Dariiber hinaus gebt es aber auch um ltjachcn. Manche Hausfrau wird es vielkeicht Ueberwindung kqsten, Großvaters Bratenrock nun endlich zu opfern. Viele Jahre hiingt er nun schon im Schrank und nimmt unnötig Platz Weg. Eigentlich jollte ]a immer noch mal etwas daraus gemacht Wer- dexi, fiir die Kinder vielleicht. Aber die Kinder..)verden immer großer, ein Jahr Vc'rging nach dem anderen, immer wieder ging es ohne, und der Bratenrock blieb hängen. Dabei muß man ihn immer wieder von neuem gegen Mottenfmß schiixen, sonxt verzkbrt er sich am Ende selbst. Sie meint vielleicht, die «! Haus rau, man sollte den Bratenrock doch noch bänJen lassen. Man Wikixst ja nicht, wie alles noch kommt, vielleicht önne man ihn do noch ca brauchcn. Dabei ist sicher, daß es auch in Zukunft ohne in gehen wird. Und wenn der Krieg lange zu Ende ist, dann wird

er noch immer hängen, ohne daß etWas anderes daraus geWorden ist. Es blieb bei dem Vorsatz wie in so vielen Dingen, nnd die Durchfiihrung rückte mit dsr starken Kraftbeanspruchnng durch Haushaltsführung jmd Nrbe-itSeinsaß immer mehr in die Ferne. So ist es nicht nur mit Großvaters Bratenrock, das gilt auch für die Ballrobe der längst Verstorbanen Tante “rieda, es gilt“ über- haupt für viele Dinge, die heute unseren seiderscbränken und Trnhcn manchnml geradezu Musenmscharakter verleihen, Dinge die man nur aufbewahrt, Weil man ste vielseicht „irgendmann“ doch noch einmal gebranchen könnte, Dieser Keitpunkt ist jetzt gekommen, oder er wird nie kommen! Diese Reserven, die am Ende im Haushalt doch keine VU'WLUÖLMJ finden, gilt es jekt ein- zuscien fiir die Stärkung Unserer Textilreserve. Sie Wandern diwi? den “*Reißivolf um in Kürze ihre Wi-ederanfcrstehung in Uniormcn fiir nniere Soldaten oder in dringlich benötigten Kleidungsstücken des zivilen Bedarfs zu erleben. Deshalb an die Sammelstelle nicht *nur mit Lumpen aller Art, sondern an mit den Bratenröcken, den vorsintflntlichen Fräcken, unmöglichen Untbängcmänteln, altmodischen Kleidern und anderen Motten- fängern aus unseren Kleiderschränken.

Troß großer Wirtschaftsräume doch Arbeitsteilung und Warenaustausch.

Ein Vortrag von Prof. Fri-ed-Zimmermann vor der DeuY-hen Handelskammer in Zürich.

Zürich, 21. Mai. Anläßlich der dieSmaligen Jahre-Zversmnmlnng dcr Dvutschen Handklskammer in der Schweiz, die kiirzlich unter Leitung ihres Präsidenten Dir. Muff (MercedeSiverkc) in Zürich abFlealten Witrde, sprack) Prof. Fried-Zinmm'mann iibkr die Ge- sta tung der Weltwirtschaft nach dem Kriege. Der Vortragende bcschäftigte sich zunächst mit der grundsäßlicben Wandlung, in dir fick) die Weltwirt'jclmst seit Ausbruch des ersten ch-ltkric'ge's bs- findet. Dabei sei zu beachten, daß die freie WcltMrtichaff, wie sie sich im Laufe des 19. Jahrhunderts [)crausgcbildet hatte, eine einmalige Erschoinnng in der Wcltgeschichte e*kvosen sei, verwor- ge'ruf-cn diirch den Eindruck) der Technik, die indnstriclle Re- volution und die Entstehung der großen Massen. Sic [mbc sick) citt- wickclt unter der Fiktion eines all_enn'inen WLlbeUÖVZ, cincr „Weltrcpnblik der K'aitflonte“, vine xiktion, die sick) jv-docl) nicht mehr hätte aufrechterhalten lassen, nachdem die Interesscngcgen- sätze der großen Mächte im ersten Weltkrieg aufeinander geplatzt Waren. Tatächlicl) habe sick) oder hinter *dieser Fiktion während des ganzcn 19. Jahrhunderts die überlegene Vorherrschaft Eng- lands im gcsamten Welthandel dcrbokgcn. Die freie Weltwirt- schaft sei also praktisch eine „9213: ]ertsnnica“ ?vjvcsen, ähnlich wie die „[UK 1101118113“ im Ausgang der antivir Welt. Im Rahmen der freien Weltwirtschaft hätte sick) eine immer stärkere nnd kompliziertere Arbeitsteilung entwickel die die einzelnen

tung: Benzer. Beginn: 181/x Uhr, Musikal.

nnersxag, 27. Mai: Der Teufel im Dorf.

_ Leitun :Schuler. Beginn: 181/2 Uhr.

Ukag_,8_2/8.____ai: Bo [) e m e. Musikal. Leitung: Lenzer. Beginn: _-

. 2 r. »

-nnab_end, 29. Mai: T i e f la n d. Musikal. Leitung: Lenzcr. Be- , gmn: 18'/: Uhr.

nntag, 30. Mai:_Mad a me Butterfly. Musikal. Leitung: Benzer. Bxgmn: 18'/: Uhr. *

ontag, 31. Mai: Geschlossen.

, Staatsoper am Königsplaß '"Utag, 23. Mai: Geschlossen. . rita?___;24.___?skm: KdF.Theatergemeinde. Boheme. Beginn: , 2 r. . .'ltstag, 25. Mai: Gexchlok en. "Uvoch, 26. Mai: Ge chlo cn.

' in dcr Schivviz nicht auf die großcn ntodemien Massenstaatcn iibcr-

t

Bestandteile der Wcltwirtschaft in 1virt7"cha_[tliche Abhängigicit von- einander brachte. Eine Solche Abhängig eit könne aber auf die Dauer nur anfrechterbaten Werden Wenn die Weltwirtjchaft wieder eine organische Einheit bildet, sei es unter der Hegemonie einer führenden Macht, sei es durch die VerbirklickMng eines- frcien Weltbundcs.

Die hohe Integrationsstufe, in der sich die mo-dcrm' Wiktichaft befinde, verlcmgc'. 1atsächlicl) die Bildung einer größeren Lohens- emeinschnft, und jcdrr Vchnch eines ein clncn Landes, in über- izpißtr Autarkie zu flüchten ei zu einem * kißcrfolg vrrnrtcilt. Die wirtschaftlichen Verhältnisse in kleineren Staaten, wie besonders der Schweiz, seien dafiir noch kein (Hcgcnbcnicis, Weil sich die wirt- schaftlichen Maßstäbe nnd die vinzigariigcn sozialen Verhältnisse

tragen ließt'n. Hieraus m_“klüren sich :mci) zum großen Teil die Mißverständnisse, die zwijclU'n den bcidcn Landern Dentsibland

setzte sich der Vortragende ganz besonders mit den Veröffentlichun- gen von Prof. Wilhelm Roepke in der Schweiz aus iibrlich aus- einander, Er zitierte auch zahlreiche angelsächsische timmcn, dit“ erkennen lassen, daß man auch im anderen Lager, ganz besonder! aber in England, nicht mehr an eine Wiederherlstellnng des freien Welthandels und der Weltwirtschaft alten Sti es glaube.

Der Stand der Technik und die hohe Integrationsstufe der mo- dernen Wirtschaft verlangten aber die Bildung gr-“Yxerer Wirt- schaftMcnteinsÖaften. Wenn als Konsequenz die ildung det größtmöglichen Gemeinschaft, nämlich der Weltgemeinschaft, nicht möglick) 1ei, käme als nächste Wach§tumsstufe nur die Bildung von großkn Wirtschaftsräumen oder Wirtichaftsblöcken in Fra e, die sich tatsächlich auch gvrade während des gegenwärti on Me t- kriegs überall an der Welt vollziehe. Innerhalb diexier Wirt- sckxaftsränme sci eme hohe Intensivierung des Handels und Ver- kehrs zn ermarten, ähnlich wie nach der wirtschaftlichen Einigung “Dontsckxlands im dentscben Zollverein, aber das schließe nicht aus, da? auch die großen Wirtschaftsblöcke untereinander in einen leb- ha teren Warenansmusch treten Werden.

Wirtschaft des Auslandes

Verstärke Ausbeutung der Oelsthiefervorkommen in Spanien

Madrid, 21. Mai. Die spanische Erdölnwnopolgescllschast „Campsa“ beabsichtigt, die Ausbeutung der in S anicn befind- lichcn Vorkommen an erdölhaltigem Schiefer zu eriZöhen, um aus diese Weise eine Steigerun der nationalen Erdö xroduktion zu erreichen. So sollen m a-bxichbarer Zeit die Schie ervorkommm in den Provinzen Lerida und Barcelona bei den Orten Santa Engrecia, Salas und Castello): ansgkbeutet werden, wofür die „Campsa“ die ftaatliche (Genehmigung erhalten hat. Die Abbau- fliiche erstreckt ich über 5000 11:1.

Slowakisch-spanischcs Wittsthaftönbkommen unterzeichnet Preßburg, 21. Mai. Am 9. d. M. Wurde in Madrid ein slo- jvakisch-spanischcs Wirtschaftsabkommcn unterzeichnet. Tas Ab- kommen das das erstemal die Handelsbrziehungen zwischen den beiden Éän-dcrn Vertraglick) regelt, sicht Lieferungen von Papier, Holz und Magnesinm uns der Slowakei vor, Spanien wird dafür Weine, Kognak, Lbst Oel nnd E'scnzen licfern.. . Dek. Zahlungsverkehr wird iibcr das Clearing criolgcn. Damit hat dex bereits 1939 aufgeuonmicni' Handelstwrkchr zwischen den beiden

nnd der SchWeiz entstanden seien. In diesem Znsatmueu-hang

Ländern jetzt eine feste Vertragsgrnndlngc erhaltcn.