ationen die Verbreéher xinzitschücktern und von der Voll- fDüanTFFrihn-r Schandthatcn zuruckzuschkkckkw
Frankreich. Paris, 28. Juli.
Die Gazette de bemerkt über die vom Präsidenten in Hamm age-
France . „ ' Ob t . Rede, worm derselbe “sich das Hechtmaßige erhauy ??ZtlYation nannte: „Prafidiren ist nicht Beherrschen; em
“ c t it kein Oberhaupt; Herr Dupin ist nicht „das ZbßßlxaÜPt sder National-Versatiimlung. Nach der “eingefuhr- ten Verfaffung, die für Hexrn Loms Nadoleon verbindlich iß, da er fie angenommen und bejchworenxlwt, [| dersxlbe dix ausubende Gewalt, d.h. ihm gehört die Ausfuhrung dcs ZBtUens einer anderen Gewalt. Er ist durch diese Verfassung des Vermogens der Ue'berlegung und Berathschlagung beraubt, das jedem menschlichenWesen von Natur aus angehört und das die Verfassung in die National-Versamwlung verlegt hat. Er kann nur über die Mittel nach enken, um aus ufuhixcn, was Andere beschloffen haben. Die Freiheitsemcs Willens i vernich- tct, da er gezwungen ist, auszuführen, was er mißbilligt._ S'ein (Hewiffen kann ihm seine Handlungen nicht vorzeichnen; cs ipt iiicht souverain in ihm; es wohnt in seinem Herzen, wie -ein unnuyer Gast, dessen Wort eitel ist; cs ist fortwährenden Qualen ausge- scxzt in dem Tempel, wo es herrschen sollte. Die konstiluirende Versammlung hat durch diese Bestimmung der Attribute des Prä- fidcntcn einen Menschen geschaffen, der, wie man steht, dem Men- schen, den Gott gcschaffen hat, durchau§ nicht gleicht. Es ist «*in sonderbares, sarkastisches Hirngespinust, wie der Homunkulns des Faust. Alle Gcseße der Natur sind in dieser Schöpfung mit menschenartigem Aussehen verschroben, Sick) in einer solchen Lage das Oberhaupt einer Nation glauben, ist eine unbegreifliche Ber- blcndung. Das Wort „rcchimäßig“ in Verbindung mit dem Worte „Oberhaupt“ ist ebenfalls die Wirkung einer sonderbaren Begriffs- Verwirrung. Wenn er diese Idee Von Lrgilimität ans seincr Wahl schöpft, so vc-rgißt er, daß die Nation eincn Beamten und kein Oberhaupt gewählt hat. Wenn er sie ans seincm Titel als Erbe Napoleon's schöpfen Wollte, so ständen wir auf dam Stand- punkte der monarchischen Erblicbkcit, und auf diesem Boden könnte sich wieder seine Legitimität nicht halten. Denn da das französi- sche Volk seine Soiwcrainetät ursprünglich cincr Dynastie iiber- tragen hat, so konnte es das Recht, xine neue zu wählen, erst bei der Erlöschung dei" béstehenden ausüben.“
Die Assemblée nationale berichtet: „Am Mittwoch war großer politischer Empfang in General Cadaignac's Wohnung. Alle die Männer, Welche die Polilik des ehemaligen Oberhanptes der vollziehenden Geivalt unterstüytcn, waren eingeladen. Die Prorogation der Versammlung nnd die abgesckymackten Staats- streichpläne, welche man der Regierung beimißt, dienten diesen sogenannten Freunden der Verfassung, wclche sich angeblich ver- pflichtet haben sollen, mehr als je über die Regierung und das Staats-Ober'l)aupt zu wachen, zum Gegenstande der Besprechung. Cavaignac selbst, dessen Gesundheit seit seinem neulichen Familien- Verluste gesävväcbt scheint, nahm iibrigens an dieser Versammlung nur wenig Theil.“ . '
Nach dem Siécle will der Finanz-Minister einen Gesetz- Entwurf für Bewilligung einer Anleihe von 30 Mill. F1". an die Avignon-Marscillcr Eisenbahn vorlegen. Ueber die Bedingungen der Anleihe ist nocl). nichts bekannt.
Wissenschaft und Nunn,
Verein für mittelalterliche Kunst.
In der Versammlung des Vereins am 21. 311111 logie zttvörderst der als Gast anwesende Herr Mathieu aus Koblenz dte__Facsim11es dcr xrsien 3th Bilder mit dem dazu gehörigen Text aus deni beruhmten manncsstschen Codex der Minnesänger vor, welchcr fich bekanntlich in der National - Bi- bliothek zu Paris befindet. Da Herr Mathieu eine Reihe von Jahren an den Facfimiies der alten Miniaturen des von dcm Grafen von Bastard in Paris herausgegebenen Prachtwcrks bctheiligt gewesen ist, hat er sich in Arbeiten dieser Art eine seltene-Meisterschast chorben, so daß der musierhaficn Treue, wclche die Vörgelegten Blattcr in jeder Beziehung eigten, die lebhafteste Anetkennung zu Theil ward“. Herr Waagen Zielt darauf einen kurzen Vortrag iiber den Bildhauer Tilmann Riemenschneider in Betreff des schon in der vorigen Versamm- lung vorgelegten, bei Rudolph Weigel in Leipzig Verlegten 280183 von L. Becker, Aus Osterode im Harz ebürtig, tri|t er zuerst im Jahre 1483 zu Würzburg als Bildschnisergeéelle auf, bildet sich aber dort nicht nur zu einem trefflichen Meister, sondern auch zu einem sehr geach- teten Bürger aus, so das; er im Jahre 1520 die Stelle des Biirqer- meisters bekleidete, Sein Ruf als Künstler war so bedeutend, daß er im Jahre 1499 von dem Bischof von Bamberg dcn ehrenvollen Auf- trag erhielt, das Grabmal Kaisrr Heinrich 11. und seiner Gemahlin Kunigunde in solmbofcr Kalkstein ausZuführen. Es ist dieses ein fleißiges, in der edlen Gefiil)lsweise dem Martin Schon auer ver- wandtes Werk, welches Hen" Waagen in seinem Buche: Kun werke und Künstler in Deutschland, näher gewürdigt hat. Den fleißigen Nachforschun- gen des Herrn Vcckcr ist es gelungen,“ außerdem noch achtzehn Werke die- ses Künstlers, theils in Würzburg, theils in kleineren Orten des nördlichen Frankens aufzufindcn , von deren Mehrzahl das Werk geireue Abbildun cn enthält. Außerdem legte Herr Waagen folgende Werke vor: 1) DieKup er- fiiche des Johann David nach den berühmten Frescomalereicn des Andrea Mantegna bei den Eremitanern zu adua. 2) Die höchst seltenen und meisterlichen Stiche des FranceSco “ ovelli nach funszig jest verschollenen Federnichnungen desselben Meisters, welche ihn von neuen Seiten, nämlich als Darsteller von Vorgängen aus dem gewöhnlichen Leben, wie von thril- weise humoristischen Kinderbpiclen kennen lehren. Beide Wirke, Ergänzun- gen seines früheren Vortrags über den Mantegna, verdankte Herr Waagen der gütigen Mittheilung des Herrn Rudolph Weigel in Leipzig. 3) Die Denkmäicr, welche der Nortvegische Verein für Kunst und Alterthum in den Jahreshesten von 1845 und 1846 veröffentlicht hat. Darun-
1390
ter zeichnen fich besonders cini e alte Häuser von „Holz durch Fomien und Verzierungen, ein hölzerner es:! von hohem Alterthum iind em xeich emaillirter Leuchter im romanischen Geschmack aus. Die lithochromisgxt Ausführung des lehnten ist sehr gelungen, verschiedene der anderen Blat- ter smd vortreffiich von dem so riihmlich bekannten Maler Tidemand ra- ditt. Herr Gerhart le te einen von dem bekannten Kupferstecher Gxumr veranlaßten Stich nacé dem im Besitz des Poet?! Rogers befindlichen Chrißus am Oelber : vor, welches Bald ursprunglich zu der Altar- fiasfel des jest im öniglichen Schloß zu Ne'apel, vorhandenen Altai:- bildes gehört, so Raphael im Jahre 1505 für dte Nonnen d-es bei- ligen Antonius in Perugia ausgeführt hatte. Darauf legte endlich Herr von Quast eine Reihenfolge von Zeichnungen der bedeuiendsten Bzw- werke des deutschen Ordens in Preußen vor, itzdem er die Eiantbum- lichkeiten derselben hervorhob, wic fie fich einerseits dem im “nordosilubcn Deutschland herrschenden Ziegelbaue zwar in Bezug a-yf „Technik und Styl durchaus anschlirßen. aber vor ihnen, wie vor allen ubxtgen denutschen uiid selbst europäischen Bauweisen dadurch auszeichnen, daß m den Landcrgxbie- ten des deutschen Ordens der Schloßban entschieden den Vorrqng mxmxnmt und die ganze dortige Bauweise charakteristrt, während"in.]cnen tibrigen Ländern das Gleiche vom Kirchenbau gilt, dxr vorzugßweije in Verbindung mit Kloster-Anlaqen erscheint. Die preußischen Schldffcr find im Wesent- lichen befestigte KlöFcr, die zwar nicht durchgehend von derselben kolossaien Anlage zeugen, wie inige der hervorrageudsien und bekanntesten, ab_er daß ggnze Land so zu sagen bedecken und bei jeder alien Stadt', so wie bet vtxlcn anderen Orten noch gegenwäriig, wenn auch oft nur_ m schwachen Trimi- mern vorhanden find, _ Hieran knüpfte derselbe eme Kritik der fur die Erbauung der verschicdcnrn Theile des mit Re_cht bewunderten Hauptschlos- sts Marienburg bisher angenommenen Zeitbcstnnmuugcn, (sturde nach- gewiesen, wic dieselben fast ohne Aitsnahme durchaus willkurlich und ohne irgend ein andamint in-allm noch vorhandenen alten Chroniken oder Ur- kunden find. Cine genauere Untersuchung des Baust hat dem Hexrn von Quast gezeigt, daß das _Hochschlos: zu Verschiedenen Zeyen gebaut ist, daß namentlich der Flügel, Worin die Kirche und der Kgpttselsa0l fich be- findet, den ältesten Theil bildet, daß jedoch hier, wahrscheinlich _m Verbin- duug mit dem Baue dcr Anna-Kapelle und der Verlängerung der Marie!)- kirche dariiber dnrch Howmeister Dietrich von Altenburg (1335-4341) ein vollständiger Umbau stattfand, ,und das; damals auch erst die seitdem weiß schon wieder zcrsiörkcn Gewölbe der unteren Geschosse nnd" der Kreuzgqnge errichtet scin können. Noch später, wahrscheinlich in die glanzendste Pxxlode des Ordkns nnter Hochmeister Weinrich vonKnpprode (1351_1382) koxinie dann erst die prachtvolle Wohnung des Hochmeisters im Mittelschlosse, uber deren ErbaumrgSZeit jede bestimmte Nachricht völlig fehlt, xrbqut [em.„Da- gegen läßt sich durch den Wortlaut alter Chroniken und emer„glnchze1tigefn Urkunde nachweisen, das: der Hochmeister Werner von Orselcn 1. J. 1330 m der Vorhalle vor der Schloßkirche2 und neben dem Kreuzgangs des Hoch- schlosscs, und nicht, wie jest angenommen wird, vor der kleinen Kapelle, der jedenfalls jüngeren Hochmeisterwohnung des Mittelfchlosscs ermordet wurde. In der Versammlung des Vereins vom 19.3110 erstattete Herr, Waa- gen Bericht iiber ein durch Umfang und Bedeutung höchst intercssantcs Wrrk des Grafen Leon de Laborde, dessen erste; Band unter dem Titel 1.6- «11165 (113 ZourZoZne erst kiirzlich erschienen ist. Dieser so vielseitige und auSgc- zeichnete Schriftsteller hat sich nämlich die Aufgabe gestellt, den bishcx be- kanntlich so höchst dürftigen und „mageren Thatbestand dcrsgro-ßcn moder- ländischen Kunstschule des 15ten Jahrhnndcrts durch archivalische Unter- suchungen zu bereichern. Schon in diesem ersten, Bande, welcher „nur die AitSzüge aus den Rechnuugs-Bclägen des'Archiv's dfxr alten Herzoge vbn Burgnnd zu Lille enthält, ist ihm dicses 11) ubcrraschender Weise gelungen. Denn wir erfahren daraus nicht allem neqe, dcn Jan van Eyck und andere schon bekannte Künstler betreffende Umstände, sondern 1er- nen die Naincn einer außerordentlich großrn Zahl von Malern in Leim- und Oelfarben, in Miniatur, in Email und auf Glas, von Kupserstechern
nnd Druckern, von Teppichwirkern, von Bildhauern, Goldschmieden, Archi- .
tekten, Dichtern und Mufikcrn kennen„ welche die Großaxngkeit, de'!) NMU- thum und die Vielsciiigkeii des künstlerischen Schaffens m den Niederlan- den, Eigc11schaften,-Welche jeder mit dieser Epoche Vertraute schon,!mmer bewundert hat, auf das schlagendste im Einze1n_en bxlegxn. Um die An- schauung des Bildes vom Hose und der Wirkmmkett zencr Hexzoge „pon Burgund zu vervouständigen hat der Verfasser „auch dee Vachrtchten uber die Gelehrten, die Chronikenschz-eiber, die Schreiber, dic Buchbinder, dte Juwe- liere, die Waffenschmiede, die Schiffsbaymeister, die Falkoniete, die Uhrmacher, die Sticker, die Narren, die Riesen und die Zwerge, die Astrologen, die Mai- fressen und Bastarde, sex.:er Herzogs aufgenomnzxn. Aus einer ausführlichen Einleitung, welche eine gtoß'e Zahl interessanter Einzelheiten enthält, lernen Wir, daß dk!“ Verfasser noxh drei Bände mit Belägen aus den Archiven ;:u Dijon, Brüssel, Namür, Tournay, Brügge, Gent, Löwen, Ypern, Lüttich, Antwerpm und Paris anzufiillen gedenkt. Das auf diese Beläge 1" be- gründende Werk wird dann noch zWri Bände einnehmen. Durch die fleißig- stcn chister wird die Benußung des Werks ungemein erleichtert. Die Ver- sammlung mar durch die Gegenwart des Vorstandes der König!. Kunst- Sammlungen zu Dresden, Herrn Hofrath Schals, erfreut, dessen uner- schrockencr uud angrsircngter Thätigkeit während der unseligen Ereignisse in seiner Vaterstadt, Sachsen, Deutschland , ja die ganze gcbildete Welt die Erhaltung so vieler unschäßbarer KttnstWerke verdankt, Welche von der Zer- siörung in so hohem Maße bedroht waren.
Auswärtige Börsen.
Amsterdam , 28. Juli. Die Course dcr holländ. Staats- papiere haben sich diese Woche neuerdings sehr fest erhalten, iveil fortwährend mäßige Einkäufe Tabou zu Kapitälbelegung gemacht Wurden, die Wegen mehrerer für Wiederherstellungvon friedlichen Zuständen günstiger Nachrichten vom Auslande mit größerem Ver- trauen unternommen werden. Nur gestern zeigte sich wieder eine mattcre Stimmung und nahm die Kauflust ein Ende, wozu das allmälige Weichen dcr österreichischin Fonds und dunkele Gerüchte, daß in Frankreich wieder eine Veränderung vorbereitetwürde, Ver- anlassung gegeben haben mögen. Integrale Wechselten zwischen 512,45 und 51455- %, blieben aber Festen: 518. %, 3proz. wirkliche Schuld stand fest auf 608 % und proz. dito, wclche beinahe 80 % behauptete, wurde zulexzt zu 798% abgelassen“, 3'5proz. Syndikat- Obligationen galten 82 %. thien der Handels-Maatsthappy ew, reichten 1598 % und wurden nach Abtrennung der diesjähr. Dividende zu 155 % gekauft. Von österr. Staatspapieren sind 5proz. Metalliques
von 748 bei iäglichem Weichen auf 788 % und ?Zproz. dito von 39“; auf 3875 % gekommen; russische Fonds haben sich dagegen
etwas gebessert und wurden 5proz. alte Hopesche Obligationen öfter gefragt, wodurch der Preis von 1031, bis 1033, % empor- kam und so blieb; 4proz. Certifikate gingen bis 8431 %„ wurden aber gestern zu 841 % Flassen. Spanische Ardoin-Oblrgaiionen waren zu Anfang der oche sehr begehrt und holten 12,7; %, seitdem stellte fich wieder eine Reaction ein und blieb der Preis
“zuleht auf 12'1 % stehcnz Zpro . binnxnländische dilo“wichen von
26-13;- % auf 264 %; Ardoins- oupons Wurden zu 81,18 9 % un- ter ebracht. Portugiesische Obligationen wichen von “28,173- % fast nicht ab. Das Geschaft mit 3proz. französischen Renten ging mcht
*lebhaft, der Preis Wechselte mit den pariser Nachrichten zwischen
5075 und 50'1 % und blieb 3111th 5037 %. In Eisenbahn-Acticn Wurde nichts gcmacht, - +.
Eisenbahn : Verkehr.
Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn.
Die für die Monate März bis Mai bereits durch unseren 5ten Geschäfts - Bericht veröffentlichten Betriebs - Einnahmen der Gescllfchaft betrugen:
im Monat März 7). I.: für 43,000 Personen ............... 27,000 Rthlr. _ Sgr. -- Pf. fiir 101,488 Ctr. Eil: und Fracht- „
güter, Viel), Equipagen-Transporte und Gepäck-Ueberfracht ........... 23,638 »“ 71T" 3 »
Summa 50,638 Rthlr. 7Sg1'. ZPf. gegen März 1848: _ t lr. Sgr.?pr.
Nh ausdemPersonenverkel)r 49,665 10 8 aus dem Güterverkehr. 18,159 26 6 "'-"67,825 » 7 „ 2 »
Weniger-Einnahme 17,186 Rtl)lr. 29 Sgr. 11 Pf. im Monat April d. J,: “
fiir 51,900 Personen ................ 35,800 Rthlr. _Sgr. _Pf. für 94,961 Cir. Fracht- und Eil- *
güter 2c. .................... 24,260 » 1 (» 11 _.;
Summa 60,060 Rihlr. 1 Sgr. 11 Pf.
gegen April1848... ............ 55,672 .. 10 " 2 *»
Mehreinnahme 4,3Mh1r. 21 Sgr. 9 Pf. im Monat Mai d. I.:
für 72,567 Personen ............... 46,380 Rthlr. _ Sgr. _ Pf. ““,393 Ct . E'l- und ra i- fmgü/tér ...... r....l .......... F...ch.. 21,330 " 4 » 10 "
Summa 67,710 Rthlr. 4 Sgr. 10 Ps. gegen Mai 1848 ........ * ....... 49, 95 » 15 ;, 10 „
Mehreinnahme 17,914 Rthlr. 19 Sgr. _ M- im Monat Juni d. J,:
ür 63,918 Personen ............... 39,498 Rthlr. 20 S r. 1 P . ffür 95,466 CU'. Eil- und Fracht- g f güter :c. .......... ........... 27,734 » 110 c» 3 » Summa 67,233 Rthlr. _ Sgr. 4 Pf.
gegen Juni 1848 ............. 57,033 » 17 » 7 „
Mehreinnahme 10,199 Rthlr, 12 Sgr. 9 M. Das Direktorium.
Magdeburg-Halbc1*'stä-dter Eisenbahn.
Die Betriebs-Einnahmen betrugen, vorbehaltlich der näheren Feststellung der aus Abrechnungen. mit anderen Eisenbahn-Ver- waltungen sich er „ebenden:
im April d. . Rthlc. SgéPf.
„für 29,121 Personen im
- LokalVerkehre 9833 _ 10 für den durchgehenden
Personenberkehr ...... W & 14,946 Rihlr. 8 Sgr. 9 Pf. aus dem Lokal-Güter-
verkel)rinkl.Vieh1rans-
porte ........ . ....... 4347 15 9
aus dem durchgehende Güterberkehr 6960 _ _- 11,307 » 15 » 9 » Summa 26,253 Rthlr. 24 ng'. 6 Pf. gegen April 1848 . ............... ".. 21,122 . » 2 » 2 » Mehreinnahme 5,131 Rthlr. 22 Sgr. 4 Pf. im Mai d. I.
für 17,263 Personcn im Lokalvcrkehre ..... 6046 20 6 für den durchgehenden , Personenverkehr ...... W . 10,632 » 20 » 4 „
fiir den Lokal-Güter-
vcrkehrinleiehtrans- porte ................ 5045 4 _
für den durchgehenden „ Güterverkehr 9112 _ _ . 14,157 „ 4 » .. » , Summa 24,789 Rthlr. 24 Sgr. 4 Pf. gegen Mai 1848 .................... 17,062 » 28 „ 11 » _ Mehreinnahme 7,726 Rthlr. 25 Sgr. 5Pf. Verwaltung der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn. Augustin.
Bekanntma un en A-ugenbraiien, längliches Kinn, schmale Gefichtsbildung, I: 500 Thlr. 5 200 Thlr.
g * leidende Gefichtsfarbe, gewöhuliche Nase und Mund, 488 3155 5640 9190 [381] S t e ck b 1- j e f, blondchnrt, ist schwächlicher Gestalt, spricht die deut- 550 3191 *5654 9204 Der unten nähm- bezejchmte Maler Julius Böh- sche Sprache und bat foigende besondere Kennzeichen: 695 3414 5775 9289 muer-ans Düsseldorf ist der Majxßätsbelejdjgung ver- sem rcxbtcr Fuß ist imeegclc-nk nach hinten gekrümmt 938 3556 5802 9354 dachngl und hat fich von hier heimlich entfernt, ohne und tragt er Krücken und Stock, , . 1091 3644 5905 9355 daß “sem gegenwärtiger Aufenthalt zu ermitteln gewe- Tie Bekleidung kanu nicht angegeben Wordt". “1217 3688 6310 9463 sen isi. . 1320 3730 6509 9514 * InEs YYY Y“ Fivil- und Militair-Behörden des [21610 ZZZ? YZF 6511 9936 - „*.* an es dien er eben er u t au den- "K" “' . ' , ' : 6823 10038 seiben zu vxgiljren, „im BF:..JMggsfkallessésxzchmcsn und Koln 5 VUUdklUr“ Eiscnbalm. 1696 4525 6883 10252 mtl “UM [ZU ihm sich vorfindenden Gegenständen und «---.*«.,-« MitBezng aufnnsere Bekanntmachung 1763 4581 7179 10307 Geldexn Mikkelsk Transports an die hiesige Gefängniß- _; " vom 10. Juli d. J. und auf §. 7 das 2038 4599 7242 10328 Expedition “"“"an lassen. „ „ «. Allerhöchsten Privilegiums wegen Emis- 2644 4645 7390 10387 Es wird die Zinqesaumte Erstattung der dadurch entstan- *- '_'J**'“""ZFfion unserer 4"; prozeutigen Prioritäts- '“ 4889 7839 10401 denen baaren yslagen und den verebrlichen Behörden J KObligationen vom 8. Oktober 1847 brin- 5035 7840 10474 des A"?!“"d's „F" gl'kkhe Nechtswil1fahrigkeit versichert. gen wir hiermit zur Kenntniß dcs Pu- 5368 8585 ' 10520 „VUÜY ven .' 5353;th 1949- „ blikums, daß bei der am 28sten d. Mis. stattgehabten - ' 5442 8870 10789 Koyigl- ““NRW, * )( hPlUUIß"Unkersuchuugssachem Ausloosung der im Monat Januar 1850 zur Amorti- 5630 8881 10882 , DejÉtlzuiM1 Sen.! !::thTrsitnÉexsUchungen, sation gelangenden . ' 10947
. o mer. - “ . - * ." „ 00
Derselbe isi 8 Zahrnalt, evangelis er Religion, den “14? SLU Ptioriiats ;,Obliganoncy 2 238 T.?“ 11181; 7. lZJanuar 1811 in Dasseldokf geborm- 5 FW 1_2 68 » “ » :*. 100 » 11388 „Zo groß, hat blonde Haare, blangmue Augen, blonde folgende Nummern gezogen w Wm smd: _ 11490
5" 1.00 Thlr.
„Dic Au63ahlung des Nominalbetrages dieser Priori- 11500 16022 tats-Obligationeu erfolgt im Januar 1850 in Köln bei 11535 16139 unserer Hauptkasse (Gr. Sporergasse), in Berjin bei 1|808 16186 Herrn S. Bleichtdder an die Vorzeigcr der betref- 12121 16384 fenden„Prioritäts-Obligationen gegen Auslieferung der- 12181 16437 selben und der dazu geZörigen nicbt fälligen 31118- 12254 16669 Coupons. Werden die oupons nicht mit ab eliesert, 12444 16771 so wird der Betrag der fehlenden von dem apital- 12487 16789 Beim e der Prioritäts-Obligationen ekürzt und zu 12649 17033 Einlö ung der Coupons vcrivendet, soba d dieselben zur 12845 17082 ahlung präsentirt werden. *Im Uebti en erlisckZt die 12683 17111 erbindlichkeit der Geseljschaft zm Verzin ting der sammt- 13041 17297 lichen oben nach ihren Nummern aufSefiibrten Priori- 13478 17521 ' tats-Obligationen mit dem 31. Dezem er d. J.
Köln, den 29. Juli 1849.
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an Oudinot, _ Von der italieni en Grän , Das ardini : Ministerium. _ Vermischtes. sch ze s sch Börsen- und Handels = Nachrichten.
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Seine Majestät der König haben dem Prin en von Preußen, Kdnigliche Hoheit, den Militair - Verdien t-Orden; so wie auch Hoch demselben und dem Prinzen Friedrich Karl von Preußen, K nigliche Hoheit, die Jysignien des Rothen Adler- Ordens mit den Schwertern zu verleihen geruht.
Beilage.
Ministerium der geistlichen :e, Angelegenheiten.
Der Regierungs-SecretairVater ist als Geheimer expediren- der Secretair bei dem Ministerium der geistlichen Angelegenheiten angestellt worden.
Köni liche Bibliothek.
In der nächsten Wo e vom 6. bis 11. August 0. findet, dem §. 24 des gedruckten Auszugs aus der Bibliothek-Ordnun gemäß, die allgemeine Zurücklieferung aller aus der Königlichen ibliothek entliehenen Bücher statt, Es Wexden daher alie diejenigen, welche Bücher der Königlichen Bibliothek in Händen haben, hierdurch auf efordert, solche während dieser Zeit in den Vormittagsstunden zwi eben 9 und 12 Uhr gegen diexdarüber ausgestellten Empfang- scheine znrückzulicfern. Die nrücknahme der Bücher erfolgt nach amcn der Entleiher, und zwar von 11-41 am Montag und Dienstag, von [_ 11 am Mittwoch und Donnerstag und von S_F am Freitag und Sonnabend. Vom Monta den 13. August ab werden wieder Bücher aus der König- lichen ibliothek verabfolgt.
Berlin, den 28. Juli 1849. _ _ ,
Der Königliche Geheime ReZierngs-Rath und Ober-Bibliothekar: 1“. cry.
Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.
Der Kammerherr Freiherr von Werther hat sich "heute als Bevollmächtigter in außerordentlicher Mission naä) Kopenhagen be- „ebénxwo er“ insbesondere auch die Ausführung der in der Waffen- Hiastqnds-Convention vom 10ten b.“ M, getroffenen Abreden zu ördern sich angelegen sein lassen und zunächst auf die Freigabe der
aufgebrachten deutschen Schiffe hinzuwirken bemüht sein wud. ' Ich habe nicht unterlaffen wollen, den Handelsstand hiervon
* zu benachrichtigen.
Berlin, den 1. August 1849. Der Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. (gez.) von der Heydt,
Den Fabrikanten S rö' der u, Comp. zu Barmen ist unter
dem 30. Juli 1849 ein atent auf eine als neu und ei enthümlich erkannte Vorrichtung des Bandßuhls, um an? demselben durch den Einschlag, ohne Anwendung von Rathen gezogenen Sammet zu er- engen,
auf fünf“ ahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Um-
fang des preußischen Staates ertheilt worden.
Königliohe Generaleotterie - Direction.
Bei der heute beendigten Ziehung der 1 en Klasse WM“ Königlicher Klassén-Lotterie fiel der Hauptgewinßx von 5000 Rtblr.
-ner slowakischer Freiwilliger, Herr Palkowic, ver
auf Nr. 83,285; 1 Gewinn von 1000 Rthlr. auf Nr, 50,130; “1 Gewinn von 500 Rthlr. auf Nr. 6527; Z Gewinne zu 200 Rthlr. fielen auf Nr. 13,867, 23,826 und 70,221; und 2 Ge- winne zu 100 Rthlr. auf Nr. 20,028 und 51,147. Berlin, den 2. An ust 1849. Königliche eneral-Lokt-érie-Direction.
Angekommen: Der französische General Lamoriciére, von Paris.
Uichtamllichxr Thkil. Deutschland.
Preußen. Berlin, 2. August. Se. Majestät der Kaiser von Oesterreich haben dem Fiirst- Bischof von Breslau, Freiherrn von Diepenbrock, das Großkreuz des Lcopold-Ordens zu wer- leihen geruht. '
B erlin, 2. August. Von den Wahlen zur 3 weiten Kammer sind uns ferner folgende bekannt geworden : Regierungs-Bezir'k Königsberg. 7ter Wahlbezirk: Landratl) v on L av er gn e - P eguill) en in Neidenburg, Justizratb L i eb e r' in Soldan. Regierungs-Bezirk Minden. 21er Wahlbezirk: RenJZrTrilelixter und Gutspächter W e ihe zu Schocke- u e, Pastor Ameleer zu Herford. 3ter Wahsbezirk: Geh. Ober-Finanzrath v on Vi ebahn, Herr Mey e r zu Bentrup. 51er Wahlbezirk : Reg, Assessor L imml) o f f in Minden, _ * Bürgermeister“ H e s s e- zu Brilon.
Oesterreich. Wien , 31 Juli. * Amtlichén Berichten zu olge, ist Ketskemet am 26 MM, nachde_m die _dvrtige feind- li e Besahung von etwa “. ,000 Mann und “ 48 Geschüßen unter Perczel sich gegeix Felegyhaza zurückzog, von der Kax vallerie - DivFsion Bechtold besZzt worden ; eine“ Deputation des Ortes kam der Division Be told, entgegen, um ihre loyale Gesinnung zu bezeu en. Am 27sten folgte" das Hauptquartier nach Ketskcmxt. „Die inwohner von Ketskemet“, sagt dexLloyd, Haben sich der Kaiserlichen Sache entschieden günstig“ gezeigt.
eßaros und Aristides Dessö'ffy wollten sié zum Auswandern be- wegen, allein die' ganze Stadt widersthe sich, und so wurdkn blos zwangsweie einige Hundert junge Leute mitgeschleppt. Als sich die Kaiser iche Armee der Stadt nähertc, zogen den Truppen Tau- sende von Einwohnern mit einer Masse von Lebensmitteln 01111“ Art entgegen, so daß der Feldzeugmeisier Baron Haynau überrascht :var. Meßaros zog fich Tages zuvo'r nach Szegedin. Der Mar- schall Furft Paskewitsch hat sich mit seiner Hauptarmee von Gyön- gyö's in BeWLgung eseßt und am 27|en die Theiß pasfirf. So- mit hat er sich zwis en der Armee des Görgey und der Von Sze- gedin hineingeworfen.“ Jm W a n d e r e r liest man: „Feld- marschall Fürst Paskewitsck) hatte sich am 27sten d. Mts. mit dem 2ten und Zten Armee-Corps von Gyöngyös - ge- gen die Theiß in Bewegung geseßt; gleichzeitig erhielt das in Miskolz gestandene 412 Armee- Corps die Weisung, gegen Po- roßlo hinabzurücken. Zwischen diesem Orte und Tißa Füred mußte ein Damm, der von Poro lo zur Theiß führt und von den am linken Ufer gestandenen In urgentcn mit Geschüy bestrichen Wurde, sohin dcr Uebergan spunkt forcirt Werden, was auch bald gelang. Das 211? und Zte rmee- Corps scyten noch am selben Tage über den Fluß, und am 28sten dürfte das Hauptquartier des Marschalls mit dem 4ten Armee-Corps in Tißa Füred eingerückt sein, Hier- durch ist die Verbindung Görgey's mit Dembinski bereitest. Die Generale Sacken und Grabbe hatten die Weisung, über Miskolcz bis Tokay Stellung zu nehmen.“
Aus Nawes zoom 26. Juli wird dem Oesterr. Corr. mit- getheilt: „Zw Rucken der russischen Armee tauchen einzelne Zn- surgentenschWarme ““kf- Welche es sich zum Geschäft machen, die den Truppen nachgefubrten Mund- und Futtervorräthe aufzuheben und durch Drohunßgen die slowakische Bevölkerung einzuschüchtern, So, geschah es, da erst vor Wenigen Tagen ein nach den Bergstädten dirigirter russischer Brod- und Hafertranspprt von den Guerillas Weggenomnxen und der in Bistriy, der Werbstation des in Italien so t'apfer kämpfenden“Jnfanterie-Regiments Gyulai, fiir die Kom- pletirung desselben wirksame Hauptmann Landerer mit dem Theile seiner Compagme, in Folge der wiederholten Drohungen, sich ver- anlaßt fand, nach Kostolan fick) zurückzuziehen, Meist sind auch diese (Huertquszugx, von Raub, Brand u. s. w. begleitet. Ein aus (Ha- lizien emgerucktes russisches Regiment wird ihnen die Lust beneh- nien, die gegen die Bergstädte geschleuderten Drohungen zur Aus- fuhrung zu bringen oder sich Man dem neuen, in zehn schwerbeladenen Wagen "bestehendén Hafer -' Transporte nach den _BerYtädten zu vergreifen. ' ist die achricht, daß alle diese Umstände endlich die slo- wakische „Bevölkerung zur Erkenntniß il rer La e und m muthigen Widerstande gegen diese magyariscsen Kün e geführt a- ben. Dem durch diese Ereignisse veranlaßten und beÉZnUrs in der Thuroß, Liptau 11. s. w. lebhaft-ausgesprocbenen unsche nach Feuerwaffen soll auch die Regierung nachzugeben sich geneigt ge- zeigt haben; wenigstens hat uns ein als Courier slkier angekomme-
chert, daß eine ausgedehntere Bewaffnung der Slowakei unter dem Einflusse der
Re ierung statthaben werde, Die 13111 Waffen versehenen, militai- ris organisirten und unter die Fuhrung durch die Erfahrungen
Doch bei weitem 'wichtiger .
des vorigen und heurigen Jahres bereicherter, aus ganzer Seele der geseymäßigen Regierung ergebener Volksmänner gestkilten Va- terlandsfreunde werden als eine tüchtige Wehre gegen Koffukhskhe Verführung, als ein mächtiger Hort der Karpathenschluchten an- . zusehen sein.“
Der Lloyd sagt: „Ueber das unglückliche Gefecht bei Hegyes theilt der Soldatenfreund folgende Details mit: „„Am 121811 oder 131en Wurde von Spionen berichtet, daß bei Hegyes 6-8 Bataillone mit 16 Geschüyen und einigen Schwadronen (die Reste des ehemaligen Perczelschen CorpS) ständen und dort die Vereini- gung mit den Garnisonen von Szegedin und Theresiopel, dann mit den ehemaligen Cernirungs-Truppkn von Arad und endlich mit Aulich's Schaaren abwarteten. Diese Vereinigung sollte in beiläufig acht Tagen stattfinden. In Folge dessen wurde be- schlossen, dies kleine Corps mit anbrcchendem Tage des 14ten zu überfallen und wo möglich zu vernichten. Gegen Mitter- nacht versammelten sich unsere Truppen bei Verbasz. Auf der geraden Straße nach K. Hegyes wurde vorgerücki. Es dämmerte noch nicht, als wir in die Nähe des zu überfal- lenden Ortes kamen. Die Spiyen unserer Avantgarde rücken in das Difilée von Hegyes vor. Da fällt ein Schuß, und wie durch Zauberei entstanden, sieht man plößlich eine lange Linie von un- zähligen kleinen Feuern, die sich "bis über Szeghegy ausdehnte. Es beginnt zu dämmern und ein Plänklergefecht entspinnt sich vor He-
yes. Man hört im Dorfe zum Allarme trommeln und blasen. ock) einmal giebt man sich der schon halb verlorenen Hoffnung, den Feind zu überraschen, [Zim Da wird es Tag, und aus 80 Feuerschlünden auf einmal aufen Kugeln und Granaten, praffeln Kartätschen und Shrapnels in Front und Flanke unserer Ko- lonnen. Man entdeckte plöylick) die Uebe1*macht des Fein- des, die erst in acht Tagen zu bewerkstelligende Vereini- gung seiner verschiedenen Corps hatte bereits stattgefunden. Wir sahen uns-Von des Feindes Kräftexi dergestalt umarmt, daß eine seiner sechspfündigen Batterieen unsere Munitions-Rkserve bc- schießt, und zwar mit glühenden Kugeln (worin der sicherste Be- Wcis liegt, daß unser Vorrücken nnd sogar die Art dcrselbcn vcr- rat en war.) Zum Glück wird kein Pulverkarrcn getroffen, doch ent cht eine namenlose Verwirrung. Drei Divisionen Husaren wollen dieselbe benuyen und stürzen sick) auf die schon sichere Beute. Da erscheint der ritterliche Oberst-Lieutenant Dobrzenski, von Kaiser Dragoner, an der Spiye einer Division seines Regimentes uiid einer Division Sachsen-Kiimssiere. Seine Reiter rücken so kühn und geschlossen vor, daß des Fkindks Kavallerie troy ihrer Uebcrmacht die Attacke nicht abwartct und die Flucht ergreift; unsere Reiterei ihr nach, und es gelingt ihr, die so gefährlich placirte Batterie zum Abfahren zu zwingen. Während dies fast auf unserer Rück- zugslinie vo1' fick) ging, hatte der Van vollauf zu thun, das Ge- f8ch1 an andcren Punkten im Gleichgewichte zu erhalten. Er steht meistens dort, wo der Tod die reichste Aerndte hält. Da fallkn einige Granaten in drei in erster Linie stehende Freiwilligen-Ba- taillom', ste wanken, kehren um, ergreifen die Flucht. Ihr Beispiel wirkt guck) auf andere Bataillonc, und sie fangen zu schwanken an. Da) sturzt fich der Van zornglühend mit gezogenem Säbel auf die Fltehendezx, er. ruft ihnen ein donnerndes „Halt!“ zu. Sie stehen, Wenden sich„wiedewgegen den Feind und Werden von unserem,rit- ierltchen Fuxxer bis auf 500 Schritt vvn der feindlichen Aus- stellung ge uhrt, dort harrt er einige Zeit bei ihnen aus. Dadurch wird auf der ganzen Linie das Gefecht wieder lergestxllt. Doch die Uebermacht des Feindes ist zu groß, wo eine „ atterie von uns im Feuer ist, stehen ihr Wenigstens zwei gegen- uber. Aus, Szeghegy debouchiren immer frische Kolonnen, der Sumpf zivtschen Unserer Stellung und den Ortschaften war aus:- throcknct. Nun kan) auck) noch die Meldung, daß von Zombor her 15,000 Mcxnn Hdndkd-Husaren und Landsturm im Anmarsche seien. Es blieb nichts ubrtg, als einen so viel möglich geordneten Rück- zug anzutre1en. Die Kavallerie bildete, als man auf das ganz offene Terram gelan t war, die Arriércgarde mitSelbstaufopfekung uiid gewohnter Tap erkeit. Es war übrigens das Erste, was sie, die zwei bereits genannten Divisioyen ausgenommen, an diesem Tage getl an. Der Ban Wollte'sie schon früher verwenden, ein Galopin sprengte na ) dem anderen zuf1l)r mit Befehlen, doch diese blieben unbefolgt. So geschah ,es, daß em Bataillon Likaner von zweiDivifionen Hu- saren attackirt wurde, ohne daß man diesen Angriff Verbindern komitc. Das Bthrllon benahm fich jedoch vortrefflich und wies zwei Angriffe krafttg zuruck. Nach und nach hatte fast Aktes in der Uni„gebztng des Banus, was Fassung am nötbigsteu hatte, die- sebch ganzlich Verloren,“ Nur er, der Führer blieb vollkommenkalt- bluttg und gab alle nothig'en Befehle mit der größten Ruhe. Ob- wohl vom Jemde hart verfolgt, gelang es doch, das Defilce bei Verbasz mit Ordnun? zu passiren. Hier hoffte man dcm Feinde non 01115 ultra zurn en zu können. Doch umsonst, die Ucbermackyt de'8 Feindes war zu groß, und die Jnsurgcnten kämpften tapfer. Die wir unseren geringen Streitkräften nicht "haltbare Stellung am Kanalmußte aufgegeben werden. Wie schwierig dicser Rückzug war , erhellt schoxt daraus, daß Hunderte und Hunderte von Wagen, gefullt mit flüchtenden Raizen, alle Straßen bedeckten, durch dies? durch mußten unsere Kolonnen ziehen, und doch Verloren wir während des Gefcchtcs und des Rückzuges nichts al? eine demontirte Zwölfpfünder-Kanone, welche vernagelt in die Hande des Feindes fiel. Dies seine einzige Trophäe. Noch in dcr Nazcht vom 14ten auf den 15ten überschritten unsere Truppen die Romerschanzen und lagerten, nachdem sie mindestens 36 Stunden theils im Gefe te, theils auf dem Marsche gewesen waren, unweit Katsch, wv an das Hauptquartier bivouakirte. An Todten und Verwundeten hatten wir 1000 Mann, darunter einige Stabs-_und viele Ober -Offiziere. Auch Oberst Pointner wurde im Gefolge desBanus schon nahe bei Verbaß schwer verwundet. Einigen Generalen wurden die Pferde unter dem Leibe erschossen. Unsere ganze im Kampfe gewesene Macht betrug nicht mel)? als 7200
Mann. Dies wird von Vielen bezweifelt werden,„und ddch hatte der Feind mit seiner ungeheuren Uebermacht, er zahlte mlndkßkns