„ c,“, - ** :*." ..
' odeurs über die Brücke in die Stadt gezogen. Es FZZ? VHT in den raabrr Spitälern ewesenen Militairs sein, die in Folge einer mit der Rückendung dcr Malie-
äoj! in Verbindung schenden Maßrech hierher gesendet worden
d, , „rute stellt .es sich heraus, da die Jnsurgentcn (ein Theil Déul' karyer Besapung, MW? einen Ausfallmmßj und von einem
über den Plattensee gckommencn Gueran-Corps utcrfiüjt wurde), *
reren Nähe bei Raab thk'. bereits gestern bekamt war, vor jc- ner Stadt rinrn Coup ausyuhrteu, bei welchem amen ein g-wß-«r
Trieb Ochsen, mit Montur beladene Wagen u. A. in diex
Hände fielen. Die Kriegskaffe isi gerettet worden. Man steht heute noch manchen Trupp kranker oder rekonva-
lrszrntrr Soldaten in die Stadt kommen, wäYrend hingege'n * in alicn Theilen der letzteren frische Truppen aufgestellt sind, ,die ; theils auf drr Brünner Eisenbahn, theils mittelst Tampfböten ;
hierher gekommen und zum Abmarsche nach dem Kriegsschauplaße bestimmt snd. Einem Gerüchte zufolge, hätte Mh auch in Sln'ta
«m der Waag ein Guerilla-Corps der Jnsurgenten gezeigt. Die * raaber Post ist heute hier angekomch; nichtsdestowenigcr cirkult- ,
ren hier Gerüchte iiber Vorfälle, die noch nach dem Abgange der Post von Raab geschehen seien, die ich, ohne ihnen Glaubm beizumes-
sen, Ihnen nur deshalb andeute, weil ste von einem Theil der hie- :
sigen Bevölkerung gern geglaubt werden.“ Ferner sagt der Lloyd unterm gestrigen Damm: „Der Ausfall der komorner Besatzung soll durch 4000 Mann, hauptsächlich aus Kavallerie und reitender Artiblrrie bestehend, bewerksteüigt worden sein. Auf die gestern an- gelangte Meldung dcs FeldmarschaU-Lieuteimnts Csorich von dem Angriffe der Znsurqrnten auf die geschwächte Brigade Varro zwi- schen Mocsa und Puszta-Herkaly sind sogleich sechs Bataillone, wovon drei der hiesigen Garnison und drei aus der Umgegend, bestehend aus Jägern, Linien - Infanterie und Kavallerie, sammt zwei Batterieen, untcr dem Kommando des General - Majors Chizo-lla, zur Verstärkung der Cer- nirungstruppen in “Eilmärschen dahin aufgebrochen. Heute Vor- miitag ringctroffenrn verläßlichen Privaerichten aus dem Haupt- quartier drs Feldzcugmeisters Baron Haynan zufolge, war Szege- din am Mn d. M. von den Kaiserlichen Truppen ohne Schwert- strrich befaßt worden. Die Einwohner kamm den Kaiserlichcn Truppen mit Lebensinitteln und Zu'b-elgeschrei cntgegcn. Ueber 3000 weiße Fahnen wehten von den Thürmen und Häusern. Die Magyaren sind unter Dembinski, Meszaros und Deseffy abgezogen. Temeswar wird binnen wenigen Tagen entseyt sein. Seit acht Tagen sind über 20,000 Honveds und Nat-ional-Gardisten nach Hause gelaufen, so daß 'die Armee des Dernbinski und Meszaros
sehr zusammengeschmolzen ist. Der Courier, welcher obige Nash-
richt brachte, pasßrte gestern Morgens 11 Uhr Raab, Welches er Weder von den Kaiserlichen, noch, von den magyarischen Truppen “beseyt fand. Heute morgen 4 Uhr rücken die Kaiser- lichen Truppen von Altenburg wieder nach Raab “vor,“ Der Soldatenfreund berichtet: „Das Centrum unserer Hauptarmce (Feldzcugmcister Baron Haynau) strht nun in SzegrdiN, der rechte Flügel derselben (drittes Armeecorpé) in Theresivpel und wird sich mit der vorrückenden Südarmee in Verbindung seycu: der linke Flügel (erstcs Armrrcorps) hält Szolnok besetzt und ist mit der Hauptarmcc drs Fürstmarschalls Paskewitsck) verbundM. Zur Ver-
mehrung der Cernirungstruppkn um Kvmorn ist nebst den von»
hier aus in Marsch gescßtcn Truppen auch das Armeecorps des Kaiserlich russischen Generals Sacken, welches über die Bergstädte herabrückt, bestimmt worden, wodurch der Bcsaßung jener Festung eimre rntsprcchcnde Macht enig-egcngestellt und den kirbnen Hand- sxrciclwn vorgrbcugt werden wird..“ Der heutige Lloyd aber giebt als Neuestes: „Reisende bringen die Nachricht hier cr, welche jedoch noch der Bestätigung bedarf, daß Raab von den n urgen- 1cu besexzt sei. (Hörger) soll mit einer weit geringeren Ma t, als man geglaubt hattr', nach der Theiß entkommen sein und ,einrgr-ö- ßere Garnison, als vermuthet wurde, in Komorn zurückgelasjen haben, Von allrn Seiten rilen ]“th die Kaiserlichen Truppcn nach Prcßburg. Der Telegraph i'st in fortwährendcr Thätigkeit. Auch
vernehmen wir, daß von Krakau aus russische Truppen sich dort-
hin "brgebm werden. Binnen wenigen Taqcn wird ohne chtfcl
unsrre Macht groß genug sein, um die JnYurgenten nack) Komom
zurückzutreiben und ihre weiteren Ausfälle zu verhindern.“ Es
wäre nur zu wünschen, daß die vorgestern in aller Eil von hirr
aufgrbrochcnrn Verstärkungen noch zeitlich genug eingetrofferr„scirn,
um die großen Vorräthe an Proviant und Monturs-Grgenstanden,
die in Raab liegen, zu reiten. Es sollen sichblos an Mehl100,000
Centner und für 40,000 Mann Equipirungssiücke dort befinden.
Beim Abzuge der Kaiserlichen aus Raab befanden sich auch virle
Schwerverwundeje in der Stadt. Die meisten Beamten und al1e
Kaiserlich Gefinntrn haben eiligst die Stadt zu vrrlasscn gesucht.
“.Der ganze raaber MaYstrat befand sich bereits in Preßburg.“
An der gestrigen örse war die Nachricht verbreitet, daßKos- suth die Flucht ergriffen habe und über Belgrad entkommen sei. „Diese Nachricht“, heißt es im Lloyd, „soll, wie gutuntcrrichtete Personen behaupteten, hierher anf tclegraphischem Wege aus Triest
elangt sein, wohin sie eben so wie nach Fiume wahrscheinlich vom ' anus durch Courier mitgetheilt wurde, um tie Wachsamkeit der dortigen Hafcninspectionen auf dcn Flüchtling zu lenken. Gleich- zeitig hatte man aus Szegedin Brie e vom 2. d., weiche die Bc- scßung dieser Stadt durch die Kaiserlichen Trupperr bestätigen.“
Aus Triest schreibt man dem Lloyd, daßFluch1_linge aus Ve- nedig die Nachricht bringen, wie die Kugeln der Kaixerl. (Heséhüxze bereits in der Gegend des Ponte Rialto niederfallcn. Die“ Ent- muthigung der Bevölkerung wird als sehr groß und allgemein ge- -fchildert.
Württemberg. Stutngart, 7.2111g. (Schwäb. Merk.) In der heutigen Sixzung der tände-Versaxmnlun?“fand, die Be- rathung des Berichts der staatSrcchtlichen Kommijion ubc'r den Antrag des Abgeordneten Schoder, die Departements-Chefs m den Anklage : Zustand zu versetzen, statt. (S. Nr. 214 dcs Preuß,
Staats : Anz.) Der erste Theil des Autragcs der Kommisfion : “über den Antrag Schodcr's an's Anklage wider das Gesammt-Mi- '
nisterium Wegen Verbots und ofortigcr Verhinderung weiterer of-
fizieUer Akte des in Stuttgart tagenden Theilcs dcr Natio- 5 Kinkel, welches nach Baden an den General von der Gröben zur
Genehmigung gesendet war, ist, dem Vernehmen nach, unbestäti t von dort zurückgekommen, weil Kinkel nicht von Truppen des Gr - * benschen, sondern des Hirschfeldschen Armeekorps gefangen genom- men wurde, und demzufolge nunmehr an General von Hirschfeld nach Freiburg zur Bestätigung abgegangen.
nas-Versammlung am 17ten, beziehungsweise 18. Juni dieses
Jahres als unbegründet zur Tagesordnung überzuge cn, *
wurde Mit 58 gegen 17 Stimmen angenommen. * er zwrite „Theil des Antrags lautet: Über dcn Antrag Schoders, die angeblich von'dem Ministerium des Innern angeordnete Antastung des Privat-Ctgxnilwms der National-Versammlung für unYrecht- fertigt zu erklaren und darüber als unbe ründet zur ages-
ordnung überzugehen. Derselbe wird ebenfa s angenommen. End- ,
lick wird der weitere KVMMissions-Antrag, die Regierung zu bit- ten, die Untersuchung we en mehrerer bedauerlichen Vorfälle bei der Schließung und 'Ausr umun dcs Versammlungsorts .deutséher Abgeordrleten ÜMJUHLWU VLiiJk-Use fortzusetzen und das Ergeb- niß sofort öffentltck? m kzukhellen, von der Kammer abgelehnt.
Baden. KarlSrUhe, 6. Aug. (O. P. A. Z.) Se. Königl. Hoheit der Großherzog wird, dem Vernehmen nach, im
. darüber besser unterrichteten Manne widerstreben muß, an * der zahlkosen Entßellungen rinzngehen, wclche. so häufig öffkxitliche Blätter leichtsinnig oder auch böswillig bringen, so giebt rs_ doch Fülle, welche es ? als eine wahre Pflicht erscheinen lassen, dieses (Her zu überwinden und ' znr Hrrftelluug der Wahrheit öffentlich das Wort zu kkgkxiscn. Davin möchte vor Allem gehören, wcnn selbst in wichtigen Aktensturken von Be- hörden fich solche Entstcllungcn oder Unwahrhziteu cinseblucbrn, darauf ganz irrige Angaben gebaut und folgerciche Schlusse und Maßregelp daraus gezogen und begründet werden. Der schweizerische Bunchrath fuhrtmsetzsum Kreisschreiben, dat. Bern den 24.311li1849Abmds, an sammtltche e1dg.S1ande die angebliche Verlesung des schweizerischen Gebiets dnrch klnm' thheerng deutscher Reichs-Truppcn, „circa 170 Mann Hessen“, hauptsachlrch alsnden Grund an, das; er 24,000 Manu Eidgcnoffen zu den Waffen an dre Gran,;e ruft. Er sagt dabei: „daß jene Trappe, während sie das, schweizer Gebiet durchschiffte, unter das Verdeck vrrborgcn wnrde, woraus hmlangltch exbcile, daß man von der Widrrreclytlicbkcit der Handlung überzeugtwar.“ Dies ist aber eine ganz grandiose Angabe, der ich auf das entschiedrnste entge- gentreten muß. Es find nicht mehr Soldaten unter dem Verdcckquefahreri, (116 der Raum erforderte oder der Capitain kes Dampfboois. sur, nothig hielt; bei weitem der größie Theil, mindestens 2 „„D-rijthmlr dcs ungefähr 180 Mann starken Dctaschements, aber bestandig mit drn Waffen in der Fand offen auf dem Verdeck geblieben. Die , ganze Expedition
walt, geschah o en und frei vor Aller Au cn, im festen Glauben gu-
ten Rechls. Eben so sollte fie aucb “unverzüglich ngch Vollziehung jenes
Aktes zurückkehren. offen, am lichten Tage. Wie hätte man auch nur im
entferntesten denken können, daß Baden nach einem mehr als dreißiYähri- gen Befiße nicht das Recht eines offcnen Weges nach der Enklave 5
gen zustehen, daß die Wasserßmßr des Rheins nicht frei sein solle? Man konnte dies um so weniger annehmen, als dir SchMizer selbst schon dust Straße, und zwar in ganz anderem, nicht zn cnjfcliuidigendkw Falle, da ibucn andere Wege offen standen, so bennsten, ohne vorhemge Anfrqgc. Thurgauische Truppen 3. B , nach Arbon bestimmt, smd im Sonderbundskrtege bcivaffnet von Dießenhofen durch Konstanz, in dessenHafm ste anlegten,n§1ch Romanshorn gefahren. Sie hach damals ungehindert dre-jhiefige Rhem- brücke passive. Neuere Fälle, welchcr öffenfliche Blätter erwahnt", mchtzu gedenken, Eben so ist es bekannt, das; früher öfters s,chWc|zcrisch_e Sold?- trn, in dm Dienst berufen, mit ihren Waffen gerade nur Grmemdx Bu- smgen pasfitten. Unbegreiflieh erscheint es daher, wie "der etdgenosfisckxk Vunchrat in dem fraglichen Aktenßüäe die Sprache fuhren mochie, dre er gefiihrt at. '
1440
Laufe dieser Woche zurückthm. Offiziell ist darüber zwar bis jest noch nichts bekannt geworfen, es wird aber auch nichts be- kannt werden, da nach höchstem Wunsche alle Empfangsfeierlichkei- teu unterbleiben sollen. Se. Kön, [. Hoheit der Prinz von Preu- ßen wird in dieser Woche gleichf s hier erwartet.
Okskern Bdrmißa wurde in allen Kirchen des Landes der
Göttcsdimst ei“ onderm solenne Feierlichkeü erhMt, ia- dt-m in den ies“ ' m „Kirchen cin Jmkg
schau ein Tr m Kir ie nun ckckck vollendete UnteMückkmg des Auf andes gehalten und an in der Predigt ganz besonders darauf kzug genommen wurde. Die Offiziere der gegenwärtig hier stationirtcn preußischen und nassauischen Truppen und die Bürgerwehr-Offiziere wohnten der Feierlichkeit in der hiesigen Stadtkirche bei.
rhei, in den kathvki-
Kvnstanz, ?. Aug. (Karlsr. Z'tg.) Der Befehlshaber
der GwßherzoÉlrä) „“_hessix'chcn Division am Bodens“, Geueral-Major Freiherr von ch , vvn BüßnZen folgende Erklärung Veröffentlicht:
äffer-Bemstein, hat in Bezug auf die Beseyung
„So sehr es auch dcm im Gange der Ereignisse xelksl Yißgcln und kme ! et egung
los zur Untrtstiiyung eines Aktes dcr Civilgc-
iism-
„ Wenn der BundeSrath weiter sagt und als Grund der von ihm be- foblcnen Maßregel der Aufstellung einer eidgenössischen Aimee hervorhebt,
„daß ianlgc jenes Konfliktes größere Trnppcnmassen auf der drtztschtti Linie qrgen die Schweiz zuzicheu“, so ist auch dies ganz mig. Es smdkeme grbßn'ey „ruppenmassen hrmngczogen, im (Hrgentheil war man gerade 111 lestem Zeit 11th weitiänfiqckcr DisloZiru-ng 'der ja schon sci? 3 Wochen anwesenden Trupprz! beschäftigt. Nur ein ohnedies in der Nähe befindliches Bataillon habe [ck m,)t einer Abtheilung Reiterei nnd Geschüs an die jener iF-[i-rten Cvmpagwe nächste Gränze, nach Gailingcn und Randegg, rücken lassen, und wenn :ck nach vollkommen auf jede" Evrntualität gefaßt tum“, so itbc-ltcs- „:ck-doeh gern vorc-st, im Bewußtsein unseres guten Rese-y und der uns fur jeden Fall nötbigcn Stärfy, so wie zur Vermmdnnx emsilrcherStorung vrr,g*egeit- seitigen V-rhältniffe, die Berndigung ver ache dcn eingetreten“! diplown- tischen Verl,)andlungcn der höheren Behörden. Die schweizerische Brhorre scheint fich denn auch von diesem unseren guten Rechte übcrzcugt zu babrn, da fie nun ganz andere Vrdingungeu bewilligt hat, als von tvclchrn der Bundesrat!) im fraxlichen letcuxücke spricht, da fie das zugestanden hat, warum es fich dies? _. , Jhrigen mit vollen Waffen und allen KriegSehren.-1D!rscs ist am 30, Juli geschehen im vollsten Sinne des Wortes. Dic Com- pagnie marschirke obne irgend eine Eskorje, „mit..;Obrr- und Utim- gemehr und anfgxpßanztcm Baionnct, so wie mat soilgcsrßt gerrrhr- tcm Spiel, ihren Arrrsmmcn in der Mitte, iibcr ric Strecke Schweizer- boden , Welcher die beiden badischen Gränwn zwischen Vüfingm und Gai- lingcu trennt und ctwiedcrte nur die militairijcbcn Ehrenbezeugungcn und Grüße, weiche ihr zuerst von schweizerischer Seite gemacht Wurdcn. Ste ward eben “so von ihren an der Gränze bciGailingxn aufgestellten hessischen Waffengcfährtrn mit allcnKriegr'rhten fci-rriicb empfangen. Diese kurze und qetreue Darßellung km?» von Ersten der schweizerixchcn Behörde und Blätter fo enisteliten Vorgangs wird genügen, Um die von “jener Seite verbreiteten Unrichtigkciteu zu widerlegen.
eits allein andcltr: "Rückkehr der Compagnie zu den
„Mit Vergnügen ergreife ich übrigens diese Veranlassung, öffentlich an-
zurrkennon, wie der eidgenössische Divisionö«Kommandant zu Schaffhausen, so wie die Herren Offiziere seines Stakes, W]! denen krinensalls die Ver- anlassung zu der ganzen Dtsfcrcnz ailög-gangrn War, in diescr in ibrcm Ursprung so nnbcdentrndcn, im Verlaufe abcr krnfter nnd verwickeltcrgc- wordeuen Angelegenheit, fich in den Vrrkandlmtgen mit mir und mrinm Offizieren, die beiderseitige milimirische Ehre Wahrend, nur mit Würde und in Versöhulichcm Sinne zeigten.
Konstanz, dcn 1. August 1849.
Freiherr v o n S ck ä ff :* r - V e r 11 st c i n , Grneral - Major und Commandcur
dcr Großherzoglich hessischen Armce-Divifion.“ Rastatt, 5. Aug. (Karlr. Ztg.) Gestern stand der ehe-
malige Professor Kinkel aus Bonn vor dcm KriegSgerickU; um halb zehn Uhr begann die Verhandlung und dauerte bis gegen ein Uhr, Worauf der Angeklagte wieder in sein Gefängniß zurückge- führt wurde. Die Mitglieder habcn stel) sodann noch etwa eine Skunde über das Urtheil brrathen und dasx'clbe Hofort zur Bestäti- gung an "cen kommandirenden General von der
quartier nach Baden gesendet. Ueber dcn Inhalt des Urtheils wird natürlich vor erfolgter BestäIigUng nichts bekannt.
röben ins Haupt-
Rastatt, 6. Aug. (Karlsr. Ztg.) Das Erkenntniß über
Heute wurde das Uxthcil übkr den ehemaliger: Major von
Viedenfeld gesprochen.
Nassau. Wiesbaden, 6. Au (O. P. A. Z.) Der
Ständeversammlung ist heute folgende ZÜiltheilung der Regierung zugegangen: '
„Die landesherrlichen Kommisarien bei der Ständeversammlung an
das Präfidium der Ständevnsammlung. Da eine Sisung der Stände- versammlung nicht angeseyti , so habrn wir denAuftrag erhalten, so! ende Mittheilung schrtftlich an die elbe durch Verwittelung drs veteh'rlichen ktm Vorfisenden gelangen, zu lassen. Die Regierung hat bei einzelnen neuer-
dings dmÉebotenen Gelegenheiten der Ständeversammlung von einer der- maligen rörterung det Landes-Verfassungsßzax abgemthcu. Sie im dabei vor Augen gehnbi , daß die jevigc “beisühtung einer neuen erfaffungs-VerbriefuuJamxht nur kein Bedür fei, söndetn daß auch im Emklan mit diesen ! tsarblichen Verhältni : (“ck solches “Gesch, welches man as dk Beifaffn -Ur!nnde des e'k Qanmms be cichum-könnte, fich an zur ett Mkr: „kü; herausstellen, t! ibm „gewidmc kr Aufwand an Zei! imd Kr ten "so em vergeblicher se._n Md». Dir Regierung hat die Einwendung-a g» diese Anficbt wiederholter Prüfung 'unm-zvgén, str indxff-«a ihn kebrrzknyukg von der RiclMgPékt des «?hekltkn Nakhs nl 't verändert. Ein Bedüksniß drr drrmaligen Revision der Landeé-Verfassung und «*ntsptecbcnden El'tbkilliilg einer neuen Verfassung besteht wohl um dezwilleu nicht, weil das Land ein anerkanntes und in thatsächlicher Wirk- samkeit siehendcs Staatsrrrht hat, dessen lebend“ tr Zeuge die Stände- Vermmmlung, die seitheriZze Behandlung aller (Zofe ebungßfragcn, mit Einschluß der Finanz - * lufgaben, so wie die örtk der ganzen Geseßcs-Vollziehung smd. Unausfiihrbar erscheint die dktzkitk'gr Gründung einer neuen Vcrfa]_ungs-11rk1mde, wcil das Herzo thum in berechti ter Erwnrixmg 4-7an » ck,?! fk'rnkl! Reiäzs'tagés und M17?“ Jie erforderliche a ge- meine Anerkennung findenden Reichs-Verfaffung strht, dercn Einfluß auf die Landeéversassungcn leicht zu ermcffcn ist, wenn ganz einfach und unbe- fangen die vielen Gegenstände in das Auge gefaßt Werren wollen, in Wel- chen die RcichSverfasonng vom 28, März d. J. sowohl wie der aus ihr hcrvorgegangcne, ron den Kronen Preußen, Sachsen und Hannover einge- leitete und von ihnen und den mitverbündeten Staaten dem bcvorßrsendm Reichstage vorzule ende Rrichs-Vcrfasungsemwm'f tief in die Landesverfas- sungcn tmgnift. an bedenke nur, daß die Reichsverfassung die einen hö- heren oder „geringeren Grad von Einklang in Denkschland crhcischenden, materiellen Grundsävr des Lankcs-Staatsrechts entsprechend fcsizufteUen und ohne Zweifel um der Erlangung eincr Gesammtverfassung willen wechselsei- tige Opfer zu diesem Zchke zu fordern hat, daß ferner die RcichSvnfassuug fich wesentlich mit der Machtder Rtich6grwa|t, also mitdenGränzen der geseygehe. rischen vollziehenden Gewalt der Einzelstaaten beschäftigen muß, daß von die- sen Gräuzen dem Rcichötage gegeniiber insbesondcte der Umfang der Aus- aben der Landtage abhängt, und daß durch den ausgedehnten" odn" be- ?chräuktercn Beruf der leyteken wiederum deren innere Organisation (ob nach Größe und Vrschafferhrit eines Einzelstaats eine-odrt zwei Kam- mern U.), die Zahl der Mitgiieder, die Art und Weist der Zusammen- seßung und die Geschäftsordnung dcr Sxände-Mrsammimxgrn bedingt wer- den , gleich wie es in allen öffentlichen Angelegenheiten Pflicht und Roth- wendigkeit ist, die Mittel nach dem" Zweck und in Verhältnis; zu demselben zu wählen. Die Regierung, gleich fehr bauend aufihre Gefinnungen wie auf diejenigen der Ständc-Versammwng, besorgt nicht, daß eine VersaffatngE-Beax- beitung dasjenige einträchtigc Zusammenwirken stören werde , ohne welchxs dre Rechte und das Wohl des Landes und scinerrinzelnmAn xhöngen unmoglich zu fördern find. Die Regierung kann aber nicht um ,in, hervorzuhebet), "daß eine Verfassungs-kaunde ihrem Wesen und Zweck nach, nichts Prova- sorischcs sein soll, sondern etwas zur Dauer Bestimmtes, eme Grundlage
»der Landcstvohlfahrt noch in fernen künftige]! Zeiten. Ein Vetsafftmgo-
Gesch soll _von anderen Gesehen fich karin unterscheiden, daß e'? nur in den wichligßcn Zügen mit dem Landes-OrganiSmus fich beschaftigj Zuid dadurch Anspruch auf lange unverbriichliche Dauer hat. Eine internus“- sche Verfnffung Wäre ein Widerspruch mit fich selbst, wäre in derThat keine Verfassung. Welche Ausficht wäre also, daß in damaliger Lage Deutsch- lands und folgeweise des Herzogthums cinem neuen Landes - Vcr- fassungs - Gesese, läge dieses auch in fei-xrcn einztlnen Artikeln mit dem Landtage vereinbart vor, die Herzogliche Sanction und Verkündi-
gung zu Theil Werden könnts? Als rin Provisorium während der Vorbc- „
rcitungen zu einem Reichstage [:nd während derxdemnäch-ftigrn Verhauvlrln- genrineö solchen könnte und dürfte obne Zweistl ein solches Gesu; nicht grnchmigt und publizirt werden. Die Rrgicrung hätte vielmehr die Been- digung der Reichsverfassungs-Arbeiten und den Eintritt der wirklichen V.oll- ziehupg der Reictherfassung abzuwarten, bedot' iiber die Sanktion einer vorbereiteten Landeswerfassung beschlossen werden könnte. Die S:ände-Vrr- sammlung wird weit davon entfernt sein, den unheilvollen, ja, wie fich anf Grand tieftiegenver Bedürfnisse Deutschlands täglich mehr heraus-
stellt, geradez» unmöglichen, höchsiens ganz ephemeren Fall zu un- _
tcrstellen, daß eine Reichsverfassun nicht rechtzeitig zu Stanke kommen „und vorerst ganz unberechen arm, wum auch kurzen Ueber- gangözuständrn Wenden könnte. Den Standpunkt dék Rr kerung hinficht|ich dcr Landes-Verfaffungs-Arbeiten haben wir der Stände- ersammlung a]s cin Material bei der Priifung der Vorfrage, ob der Gegenstand dermalen in Verhandlung des Landtags zu nehmen sein möchte, hiermit darzulegen. Wiesbaden, 6. August 1849. (gez.) Lex.“
„Oldenburg. Oldenburg, 6. Aug. (Wes. Z.) Die 'crutxche Frage ist schon heute an den Landtag gebraéht worden. Das Schreiben der Staats-Regierung, mit welchem die Vorlage der darüber stattgchabten Verhandlun en begleitet war, wurde vom Präszdcnten verlesen und enthält im Centlichen Folgendes:
Die Erklärung vom 14. April der olden ur ischen Staats-Regiemng über die Anrrkrnnung der von der Naßonal- rsammlung beschlossenen Reichsvcrfassnng sei durch die Betrachtung geleitet worden, daß die Gefah- jeu dcs Nichtzunaudekommens der deutschen Einigung für größer und ver- dorblichcr fiir das Vaterland zu “erachten seien, als die aus der unter Stür- men der Zeit zu Stande gekommenen Reichsverfassung zu befürchtendcn, und da so viele deutsche Regierungen (28) ihren Beitritt erklärt gr- habt, habe man den VeitrittPreußetrs um so mehr voratchesest, als die Volksßimme in großer Mehrheit für den Beschluß der Natronal.Vex. sammlnng fich ausgesprychen haabx. Der weitere EntwickelungSgang diescr Angelegcnhcit sci minder glücklich gewesen. So lange noch irgend eine Hoffnung bcstandcn, hätten die 28 Regierungen, denen fich auch die von Württemberg angeschlossen habe, ihre Zustimmung zu dem berliner Bündniß vcrwcigrrt. - Dre Ueberzeugung von der verzweifelten Lage des Vaterlandes habe nach „Und nach mehrere zum Beitritt genöthigt. Außer Bon Bayern, Und vielleicht azzrb von Württemberg, sei derselbe von Seiten aller deutschen Staaten in nachster Zukunft zu erwarten, und um so mehr habe die oldenburgische Staats-Regicrung den ihxigen nicht länger hinaus- schicbcn zu dürfen geglm-ht, als" von dem Britti“ aller deutschen Staaken dir Einberufung dcs Reichstachs abhängig sei. Die Bedingungen, welche die qujÖ-ZKegieruug gestellt habe, seien dieselben, Welche auch von den anderen Regierungen ihren Beitritts-Erklärungen hin ugefügt worden seien.
Der Landtag beschloß: zuvördxrst in den Abthelungen über die Nic- derseßung eines Ausschusses aber diese Vorlage zu beratheu.
Eine andere Vorlqge der Staats-Negierung betraf die Verweigerung der Ab eordnetenwahl m Btrkenfxld. Dieses Fürßenthum, hieß es in dem Begleit?chkeiben, k'onne als auf di: Wahl verzichtend angesehen werten; die Sinnhaftigkeit der Anordnung abermaliger Urwahlen sei in Zweifel zu zie- hen, koch aber durch das Staatögrundgeseß keinesweges deutlich aufzge- schlossen, und müsse dcm Beschluffe des Landtaxs anheimge eben werden, aber unter Abänderrmg in den Wahlbezirken, we diese in irkenfeld schr Jewünscht wordm sci. " ; „_
Außerdem fanden nur Berathungep uber die GeschaftSordnung siait, in Folge deren die Anstoosung der Mitglieder in fünf vorberathende Ab- tbcilnn en, wclche am Schluß ihrer Berathu'ngen über einen dazu versteinert (Hegen'anv jede ein Mitglied drs an die Versammlung berichtenden Aug)- schnsscs erwählen sollen, beschlossen wurde, und Wahl der Schriftführer, die auf M Abgrordnetcn Claussen, Niebour und Tap enbeck fiel. Ein Steno- grapy hatte zum erstenmale in der Versammlung einen Tisch. aufgeßellk.
Lippe - Detmold. Detmold, 2. Aug. Gestern beant- wortete der Regierungs-Kommissar Heldmann eine am 24|en v. M. vom Ab cordneten Lcizmann in Betreff Schleswig-Holsteins gestellte Jnterpe ation dahin, daß die Regierung den zwischen Preußen und Dänemark abgeschlochen Waffenßiilftand, nicht genehmigt habe. Hinfichtlich unserer ruppen in Schleswig-Holsiein habe sie ge- glaubt, folgenden Weg einschlagen zu müssen. Von der Central-
Ywast seien unsere Truppen, ein Bataillon, unter den speziellen“
des alb beim oldenbur ischen Ministerium angefragt, was dieses in ezug auf den Wa enstillstand beschlossen habe. Am 31. Juli
kT)! des oldenburgischen Generals gestellt. Die Regierung habe sei die Anlwort eingegangen, daß die unter dem Kom-
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mando des oldenbur ischen Generals stehende Brigade, zu der un er Bataillon ge ö're, den Befehl erhalten habe, sich vom Kriegsjschauplaße zu entfernen und am 5. August in Altona einzu- treffen, von wo aus die verschiedenen Kontingente laut ertheilter Anordnungen der Regierungen, in i re Heimat entlassen werden sollten. Demzufolge hab': ich die ippesche Regierung veranlaßt geehen, unser Bataillon zurückzuberufen. Dasselbe werde daher fp“ testens in 8 TaYn zurückkehren. Die Tagesordnung brachte einen felbsiftä'ndigen ntrag Leizmann's in Wuff Schleswig-Hol- eins. Nach kurzer Debatte Wurde der Antrag angenommen. Er autet, der Landtag Wolle der Regierung gegtkiiber »?rtrauensvoll die Hoffbung auösprecym, rie rlbé wrrdr in Gemrinsäxaft mit an- deren deutschen Regierungen ir schleswig-holskeiirischeuRk'gier'img den erbetenen Beistand nicht versagen. “
Frankfurt. Frankfurt a. M., 5. Aug. Die O. P. A. Z. enthält Folgendes: -
„In verschiedenen Zeitungen ist die Rede davon geroesen, daß in den Bade-Ortcn, wie Wiesbaden, Homburg und Kissingen, troy des von der deutschen Reichs-Versammlung beschlossenen und durch das Reichs-Geseßblatt unterm 25. Januar“ v. 3. verkündeten Ge- seßes Wegen Schließung der öffentlichen Spielbanken und Aufhe- bung der Spiclpachtverträge, dennoch, wenn auch nicht öffentlich, dock) ift verschlossenen Räumen gespielt wird, und da das Reichs- Ministerium dies geschehen lasse, ohne irgend rvrl e Maßregeln dagegen vorzunehmen. Es ist leicht be rciflick), Warum das Rrichs- Ministerium unter den obwaltenden erhältniffen keine militairi- schen Executionen vorgenommen hai, um diesem Unfug zu steuern; daffklbe hat aber nicht versäumt, das zu thun, was unter den ob- waltendrn Verhältnissen allein geschehen konnte. Die nachfolgenden Aktmstücke, deren Mittheilung-nns gestattet ist, werden den vom Reichs-Minifterium eingehaltenen Weg am besten bez-ichncn:
An die Herzoglick) naffauische Regierung wurde nachfolgender Z(Zrlaß gerichtet, desgleichen ein entsprechend" an Homburg und
ayern: *
„Einem virksach verbrkfieten Gerüchte znsoige', soll die Spielbank zu Wiesbaden seit mehreren Tagen wieder eröffnet wotbcn sein. Nach dem Reichsges-exze- vom 20. Zam-ar und der Zuschrift drs He-Zo lichen Herrn Bevollmaxhnglcn vom 18. Mai !. Z. i das Reichs-Minister um nicht im Stande, jener„NachrichtGlauben zus enken. Lkßtere hat indessen eine solche allgemeine Verbreitung gtfltndcn, d _vas Reichs-M'inistcxium sich
vcmnlaßt sehen muß, sie zur Kcnntni der er o 1“ ' ' „ gen 'und deren Erklärung darüber einßuholen. 3 g1chcn Regierung zu bn"
Ich ersuche Sie daher, Herr Bevollmä ti ter “ " * . lassen zu wollen. ck 9 , solche gcsalbgst veran
Frankfurt, den 21. Juli 1849.
Der Reichs-Minißn ker Jusjiz: - (gez.) Detmold. An deIn HFW]. nassauiseth Hleém BrYllmäMiqtc-n.“ n eantwortung est en er rte daß er ol na a ' StaatZ-VHinisterium kaach olgensdles: H J Zick) ss nische
„. ur das uns ii ermittelte ex geehrte Éäyreibcn , “ nassamschewBevollmächtigten bei der Centralgewalt vom ijsixxcrnl-ZYTFJW'ZZ das „unterzeichnete Staats-Ministerium ersehen, welcbe Erläuterung bezüglich des in Wirsbaden btstehxndejt Spieles von dem Reichs-Ministciium der Justiz gcwrmscht worden :|. Die Existenz dcsSpicles in WieSbaden bc- ruht auf rmer dcr Kurhaus-Actierrgesellschaft dahier, welcher die sämmt- lichen Kur-Anlagen gehoren, vor langer als 40 Jahren ertheilimKonzcssion fur alle Arten von Hazaodspielcn, und da diese Gesellschaft nach der durch das, Gesetz_ vom 20, Januar verfügten Aufhebung der offentlichen Spielbanken von. dem ihr verliehenen Rechte in der Art _Gebrauch machte, daß sie ,ein dem Publikum entzogenes Hazard- sy-tel m geschlossener (Heiseusthaft cmtreten ließ, so konnten die Herzogl. Be- hordem rem Brsiehen dkksks dcm Reichsgeseße nicbt widersprechenden Spie- !rö um so wexmger in den Weg treten, als_die Gesellschaft anderenfalls leicht nn WU.“ gerichtlicher Klage den Schuß ihres erworbenen Ncchts innerhalb der be etchucteu Schrankkn wiirde erlangt haben.
lesbaren, den 27. Juli 1849. Hrrzoglirb nassauiscvcs Staats-Miniskcxium. „ „, ,(gez.) Wißingerodk. An das Nerchö-thsin'mm dcr Justaz in Frankfurt a. M.“
Von Seiten der anderen Regierun cn ist bis jeyt eine Rück- antwort nicht eingegangen. Wie wir Ü ri'gens gleichzeitig beifügen können, hat das Reichs-Minijtcrium sich bei dieser nassauischcn Er- klärung nichr beruhigt, 1-ondern eine neue Note erlassen, die wir hoffentlich nächster Tage mittheilen können.“
Ausland.
Frankreioh. GeseßYbende Versammlung. Sißung vom 6. August. Prätdent “ upin. Die SiyUng beginnt um 1x U r. Herr von .orxemart stattet Bericht uber die Wahl tes eneral Grammont in dem Departement Loire ab. Eine Pro- testation ist eingelaufen, weil der General während der Wahl die dortige Militair-Divisévn befehligt hat. Die Kommission läßt die- sen Einwurf nicht zu und trägt auf die Zulassung des Generals an. Herr Beaune protestirt gegen die Wahl im Namen des Art. 82. des Wahlgeseves. „Der General“, sagt er, „war zu xleicher Zcit Prä- fekt, Kommrrndant des Departementßxatte mit eincm Worte alle Gewalt inscmcn Handen. Der General crlie unter dem Belagerungszusmnde Proclamattonkn, die zum Bürgerkrieg herausfordcrten.“ .Hcrr von Grammont rechtfertigt seine Aufführung. Dicselbe sei eine Folge der verachtnngswerthen Verq'uche zum Aufstande, die durch eren hier 'auf der Tribüne gesprochen, hervorgerufen worden, so wie durch dre skaztdalösen Geenen, die eine gewisse Partei aufge- fuhrt.„(L,inks: Wer sind hier niiht unter dem Belagerungszustande.) „Zu haufigwollten die, welche über Tyrannei klagten, tie ihrigc Zim“ außburdrn, und diese sci wahrlich unerträglich. Es stimmcn 396 fur dre Zulassung, “188 gegen dieselbe. Die Wahl wird anerkannt. .Der M i n i | e r d e 6 J nn e r n bringt einen Gesely, - Enttvrrrf ein über die Aufhebung des Be- lagerungs-Zustandes m den Departements, Welche die erste Divi- sion umfassen. Der Kriegs-Minister verliest einen Vorschlag, der das Dekret vom 17. April 1848, das mehrere hohe Offiziere m Ruhestand vrrseßt, aufhebt. Die verlangte Drin lichkeit wird bWMgt. Die Dringiierkeit wird auch für das vom 5 erichtrrstat- tciruieingebrachte (H„ksky chr tie Organisirung drs Justizwesrns bc- Loa glx: Anfrcrge uber die italienischen Angelegenheiten. Herr Ar- tenu il „Yurger! Ich gehöre zu drum, die in den Bcgcbcnhci- füédjyc Z))“; jckßt in Rom vorgehen, eine Verlryung, einen Schaden le 2 lle“t a M der Kirche sehen, Dem Päpste in geistlichen Ange- 11in )? en unterworfen, kann ich die Rechte des Volkes drnnoch horcht er .essen, rldas dem Zeit ißk, dem demokratischen, gk- C onsti'tua tck Wk "Wk" .untk nchen, in wclchem Geiste die eine T n e die Expedition! unternommen, ich kenne nur sicht dethjtsache: die deutlich an den Tag gelegte Ab- welkliche ,LSirrun ,. die römische Republik umzuskoßen imd die tuante MXLWUE Bks'iPapsi'es- wieder ein. sehen. Die Consti- kannt,“ Der Redxjpeßdiéieon nicht bewilligt, tte sie alle Hebei gc- n'atjonaxM Mui hagxelt die allgemeine Frage der inter- an, man dürfe fi "NYYMFYFPW 18 „Jahren krkannte man
[ . SWM handeln. Als epublik gin? kérßxtnkxejch zUérsk mußte dage-
um eine Republik zu
ztrßäen, mir den demokratischen Geist zu bekämpfen. Frankreich, das seineRrgiernng auf nationales Recht ge “ndet, will in Rom die Nakionakität eines Volkes niederschlagen. Recht anchcndet, das Allen angehört, die Gewalten ihrer Regie- rung zu trennen. Dies ist ein Fortschritt, der in Europa anerkannt ist. Frankreich, das zuerst das Beispiel dieses Fortschritts gegeben, will ihn in Italien bekämpfen. Das habt Ihr gethan. tet, die geißliche und weltliche Macht. des Papstes sei unzertrenn- lich, verleumdet die Souverainetät des Volks. skine Pflicht, den Geseßtn zu gehorchen, ist sich aber auch seiner Rechte bewußt, und wer diese angreift, findet einen Rebellen in ihm.“ Der Redner liebt die erigion, aber sie müsse ein Recht, das mit x_hr'parallrl laufe, die Demokratie, achten.
§chlt_eßlich die auf drr Tribüne von Pierre Leto Ansichten an; er glaubt nicht, daß die Anschauung der mora- lischen Prinzipien des 19ten Jahrhunderts allein rrgiercn könne. Der Minister des Auswärtigen: „Ich werde der Kammcr nur dars Nothwendigfte mittheilen, denn wir unterhandcln ert. Man m der Politik sehr unerfahren sein, wenn man dics nicht begreift. einandcrsexiung mit dem Augcnblickt', wie Dcr Minister vcrliest mehrere rere Zwecke habe, der Frankreich in stes, um dcn rcligi-Zscn
ie Romer" hatten ein
Wer behaup- Das Volk kennt
Dcr Redyer greift ux ausgcxprochrnen
beginne mcine Aus Ministerium übernahm. “ Depeschcn des Inhalts, daß Anerkennung und Aufrechthallung drs Einßusscs, Jtalten grbülsic; Unabhängigkeit drs Pap Frirdcn zu erhalten; Sichcrstrllung dcr römischen Staatcn „Frankreich“, sagt er, „obgleich es die ierung nicht in Allem unterstüyte, war doch ihr Vcr- om sollte nicht als eroberte Stadt bchandclf werdcn. Dcr ausländische Einftuß sollte besiegt wcrden. nommen, wird von uns bis auf neue Ordre brsrxzt bleiben, wir wollen jedoch den Römern frcic Institutionen sichern.“ ster stellt die drei Prinzipien der Jntc-rvenlion auf: Sicher- Wiederrinsryung Cr lobt tic die für die Unabhängigkeit des gcschrittcn sei und Menschenleben und Denkmäler ge- „Die Unabhängigkeit des Papstes, Orsterrcich gegen- r fort, „konnte nur gesichert werden, indem man dem Papste cine Weltliche Herrschaft gab.“ sagcn sollen.) die Wicdrreinseßung des Papstes tmr den Wünschen der Majorität des römischen Volkes ge- mäß sci, und zu dem Zwecke habe Rom von der Schreckens- hcrrschaft der Anarchie gerettet werdcn müssen. Birio's Ansicht über Rom vor. Er will auch die Lessepsschc Meinung vortragen. „Beider Ansichten“, sagt er, „gchen dahin, daß das römische Gorwcrnemcnt sich nur Turck) tie Anarchie hielt, und daß die Männer, welche die Republik rcgirrtcn, nur chrsüchtig waren. Sympathiecn für uns,
die Expedition 11191)
die srührrrn Mißbräuclk-e. päpstliche R
Rom, einmal gc-
sranzéistschen Einfluffcs, Rrgicrungsform. französische Armee, diese Armee der Civilisalion, Papstes ein schont habe. über“, fährt ck Man hätte das ist überzeugt, daß beiden Gewal-
Der Redner
„ Der Minister liest Die Linke hort aufmrrlsam zu.
Als wir in Rom einzogen, vor- da man die DMM
barg man Diese Regierung haben
der Dreimänner- Regierung fürchtete. wir gcstö'rt.“ Der Minister erklärt, man habe sick) nicht an die Freunde der päpstlichcn Mißbräuéße geWCndct, sondern an wahre Freislnnige. (Links: Ihr hathamiani Verjagt!) DerMinister: Die Mehrheit drs römischen Volkß habe in Adressen den Wunsch ausgedrückt, daß der Papst zurückkchre und daß seine weltliche Herr- Der Minisier glaubt, daß, wenn man den Papst wieder einscße, man die päpstlichen Mißbräuchc mit einseize; wenn man Jtalirn nicht srrie Verfassungen gebe, so würde tig geiiug sein, den Fall des Papstes Was diese Institutionen betreffe, in Bczng auf diese Freiheiten, sei er entschlosscn, zu schweigen. sie zu besprechen, sei noch nicht gekommen. seine Expedition nicht auf eine unvrrsöhnlickye und blinde Restau- vier wiÜ dic chirrung Die Anfrage
schaft wiederhergcstcilt werde.
keine Macht auf Erden mäck) zu verhindern. Dcr Augenblick, Frankreich kann jedoch ration auslaufen lassen. General Fab über die verlängerte Haft Abd cl Kadcr' scJU nach der Vertagung geschehen. dre Absicht, die der Expedition zu Grunde lag, zu kennen, man dre Consiitna-nte brfragcn müssen, Damals, als Frankreich ..... Redner fragt um die Ursache diescr Mienen und GefticulaLionrn. tige Sache behandeit, so ist es jämmerlich Mitglied sich um solche Sachrn kümmert. sen, daß Frankreichs Sicherheit und Friekrn Vo Das Ministerium habe die M*
s befrageU. Herr Jules Favre:
die Frankreichs Willcn re- (rcchts Gelächter). Der
Der ern er :
präsenlirte.
Wie man eines so wick)- , Wenn ein chrcnwerthcs Hcrr Favre will bewei- n der Unabhängig- fichtcn und Dcr Redner giebt eine e gcschehcu sollen clbyt nachzuweisen. cine anamie! Rechts : das Ministrrinm hätte im Man lacht, die Versammlung ge- und die Debatte wird Vertagt.
Paris, 6. Aug. „Dcr Monitrur de ['Armec meldet: tung cincs Lagers im Dcpartcnnnt die Truppen der 5tcn Division des Man prüft gegenwärtig an Ort wegen der den Besitzern der Grundstücke, wo eschlaqcn und die Mansioer gen; die Städte Thann und Ccrnay, verlegt wvrden dürfte,
keit Italiens abhänge. Winke dcr Constiluante nicht beachtet.
Rückschau über das, was geschehen ist n und sncht Widersprüche der Minister mit sich s (Links: Das ist Verrall), das ist nung !) Dcr Redner will nachweisen, österreichischen Sinne gehandelt. räth in Aufregung,
„Man kündigt tic nahe Erricl; Oberrhein an, zu wclchrm
Alpenhrerrs gehören wiirden und Stelle die Frage das Lager auf zahlenden En deren Nähe das Lagrr haben, die Hälfte diescr Entscl)
stattfinden sollrn,
„ „ „ sollen sick) crboten a751gnngcn zu ubernehmcn.“
Großbritanien Eine Proklamation der K*éini Prägung und zur Ausgabe den Namen Florin führen sollcn.
Ludwig Philipp ist mit seiner Gemahlin aus dem Scr'bade St. Leonardo; wieder nach Claremont zurückgekehrt.
Der offizielle Bericht über die Handelsbejvr nicns währrnd dcr sechs erstcn Monatr große Verbesserung in ihrcn ve im Vergleich mit dem vorigen, früheren Jahren. jahr 1849 hat sich auf 28,515,4 bei weilcm größere Höhe erreich Dieselbe Zunahme zeigt sick) in der Ein Rohstoffen und in dcr Schifffahrtsche
D hatte am 28. Juli cinen Noten- 19,496,800 Pfd. St., 226,535 weniger als voriqe einen Baarvorrath vvn 14,620,640 Pfd. St., vorige Woche.
Rußland und Polen. Kaiser “hat Thronfol ers in
' . London, 6. Aug. gm nr drr Gazette ermächtigt zur silbernen Zweischillingstiickrn, die
gung Großbrita- des Jahres 1848 wristcine rschicdcnen Zweigen nach, nicht blos
sondern auch im Vergleich mit den Dcr Werth der Ausfuhr in dem rrsten Halb- 39 Pf. St. gehoben und damit eine n den Besten fünf Jahren. fuhr von Lebensmitteln und
Umlauf von Woche, und Weniger als
Warschau, 7. Auqust. Se. Begleitung drs ren leßten Tagen hier und in usterungetz über das Leibgarde- Über das Hetman-Regi zen Meere und die dazu
Großfürsten
Regiment der do- die Division gehörige Ar-
nischen Kosaken, der Kosaken vom Sch
die dritte ArtiUerie-Brigade dcs Grenadier - Corps und uber.,das Sapeur-Vataillon dieses Corps abgehalten und die_nezt ausgefuhr- ten Schanzen an der Barriere von Mary_mont besichtigt. „
Die Flügel-Adjutanten Sr. Majestät des Kaisers. Fizrst Theodor Paskewitsch und Capitain Jffakoff, jirrd nus Oejtcrrrtch, die Adjutanten dcs Thronfolgers, Capitain Jurft Boris (Holrzyn und Stabs-Rittmeistcr Slopzoff, drr Hof-Stallmeistcr„ rxnd Wirklich? Staatsrath Graf Tolstoi, dic Adjutanten des (Hroßfursten Michael, Stabs-Ritimeister von der Pahlen, Capitain Stempel und Unter- Lirntenant Jurkiewitsch, und die Gcneral-Lieulenanis Talyschvn und Wilkicn von St. Petersburg, die Adjuiantm des Thronfol- gers, Obers! Patkul und Caprtain Mörder, von (Hrodno, de_r, Gk- ncral der Kavallerie, Graf Krruy, vvn Kolo, dcr Gcneral-Lreu'te- nant Lasareff-Stanischtscheff von Suwalki und der- Gcneral-Adju- tant des Kaisers, General Feldmann, von Krakau htcr angekomnien. Von hicr-abgereist find der Bischof Von Kalisch, Graj Thaddans Lubienski, nach Wlozlawek, der Kaiserliche Generai-Adxrrtant, (Hr- nrral Schülder, nach Ungarn, der Adjutant des Großfurstert Mr- chael, Baron von Tettcnborn, nach St. Petcrsburg, der Katxerlrche Flügcl-Adjutant und Garde-Capitain Graf Adlcrberg traci) drm Gouvernement Augustowo, drr (Zicncral-Licutcnant Grgf Nenklroke nach Kalisch und der (Hrncral-Major Bcrski nach Rußland.
Italien. Turin, 31. Juli. (Lloyd.) Der Corrixre Mercantile bringt drei verschiedene Varianten Über eine Strike drr Thronrcke drs Königs Von Sardinien, Und beim Vergleiche diescr Lekiartcn stellt sick) ein ganz andcrcr Sinn heraus. ' Nach der einen Version sagt der König: „Die Unterhandlungen nut Ocsicr- rcicl) Weinen das Ende erreicht zu habrn“; währcnd es nach cmrr andrrcn Version lautet: „Das Parlament erhält Von weinen Ml- nistcrn Mittheilungen iibcr dcn mit Orstcrrrici) geschloncncn Trak- tat.“ Endlich hrißt es nach einer dritten Lesart: „Die Verhand- lungen mit Oesterreich scheinen zu Ende gelangt zu jrin, und er- hält das Parlament, sobald Tic- Verhanklungcn gcschlosycn seinwer- dcn, von meinen Ministern Mittheilungen Uher dcn Friedenstrczktat mit Oesterreich.“ Es zeigt diese Nachlässigkeit in dcr Auffasiung eines so höckstwichtigen (Hrgenstandrs, daß das Institut der Ste- nographrn in Sardinien noch bcdrutcndcrcn Verbesserungen entgi- gcnscl)cn dürfte, um nicht ferner das Ausland sowohl als das cr; gene Land, welches den Verhandlungen der Kammer mit Aufmerk- samkeit folgt, irre zn fiihren. .
In (chua gchen die Buchhändler mit der Gründung eines Verrius um, welchcr Verträge mit den bedeutendsten Schriftsteklern Frankreichs wegen des Wiedcrabdrnckes ihrer Werke in Gezma ab- zuschlirßen beabsichtigt, um auch in diesem Zweige des Handels- vrrkehrö die verhaßte französische Manufaktur auswschlicßcn. Man will zu solchcm Vehufe 500 Actien zu je 500 Lire cmitiircn und hofft, mit diesem Kapiial dcm französischcn Buchhandel eins cm- pfindliche Wunde zu schlagen.
Turin, [. Aug. (Fr. B.) Kmnmerfißung. Präsident Advokat Fraschini. Altrrsprästdent. Es wrrden 84 Wahlen geprüft und anerkannt. Unter andercn die des Lombarden Bianchi Giovini. Dirscr Deputirte crwirderie Herrn Temarc'hi, der die“ Wahl bean- standet wissen woljic, er begriffe «*inrn Einwurf gegen sich als Lombarden nicht, weil die Vereinigung beider Königreiche dcm (Hr- setze nach bestände. Nur chige dcr äußersten Rechten erheben sich gegen die Wahl für eine Beanstandung, Tic Tribünen kla?- schrn der Zulassung des Lombardcn Brifall. Ter Legge bemerkt, daß der anwesende Minisrrr-Präsidrnt gegen Viancßi grstimmr.
Tic Opinione "('cmerkt, daß der König von Nrapcl die (ist»- rcickyiscbe Flotte vor Vrnrdig unicrstiixk. Frankrricb habe zwar nicht offen, abcr stillschweigend seine „Zustimmung gegcbcn.
Florenz, 29. Juli. (Lloyd.) (Hrstcrn Vormittag traf der (Hroßhcrzog OM Toscana (wie schon erwähnt) sammt drr ganzen Großherzoglichen Familie hier ein. Auf der [MM Eisenbahn- Station wurde er von eimr zahllosen Mensckxnnn'nge c-rwartet, und er hirlt in derrn Bcglritung durch die festlich geschmückkcn Dörfer ritten wahrhasten Triumphzng. Dcr Großherzog von Tos- cana hat ein Amnestie :Dckrrt erlassrn, wcchrs cinen srlyönen Br- wxis seiner Herzensgüte liefert, dr'nn in einer Stelle» diescs Akten- Yuckes heißt rs: „In Erwägung, daß die Ziffrntliche' Meinung" sich durch die Vrrgcssrnhrit, in welche Wir, dcm Gefühle Unseres Herzc'ns folgend , Alles , was gegen Uns gesagt oder geschrieben wurde, gern versenken wollen, nicht vcrlcht sein Werde, begnügen wir Uns mit dcm Bewußtsein, Welches die Gc- wißhcir e_inksßreinen Gcwiffens verleihi u. s. w.“ Die Amnestie (rstrkckt [ich uber alle Preßwrgelwn, auf alle Dcsertcurs, wrnn rmdcré nicht ,vcrrits dic Caffationsstrafr von den Kriegchrichten nber sir verhängt wordcn, oder wenn sie nicht im Laufe Son drci Monaten freiwillig zurückkehren, über Verheimlichnnq der Waffen, und noch übcr viele andere zumeist lokale Verhältnisse.
___Livorno, 30, Juli. (Lloyd.) Nack) Rom wurden vier Offiziere drr-„Vandcn Garibaldi's grbracht und dem Plaßkommando ubergrbcn. Sie warr-n in Orvieto zurückgeblieben und erhielten von deri Behörden Pässe nach Rom, wo über ihr weiteres Schick- sal cntrclxirdcn wird. Es ging "bishcr so langsam mit der Vernich- tung jxrcxrr Bande, daß rin so nnbrdcutrndrr Fang Erwähnung Verdient. Auel) General Morrcs , Kommandant der mobilen Ko- lormc, hat gegen zivanzig Mann eingefangen.
Rieti, 20. Juli. (Lloyd.) Hier sind 4000 Spanier an- gekormnrn, dir morgrn wieder fortgehen. Man erwartet noch an- dere 40001Mann. Die Truppcn wurden mit Musik cmpfanqcn, nnd das_Bolk riß, i"()ncn zu Ehre, alle Freiheitsbäume nieder. Ihre Abwehr ist, hier das päpstliche Banner aufzupflanzen.
_. Boldgna, !. Aug. (Lloyd.) Das Gerücht, daß Pius [X. jtci) auf cmigc Zrit nac!) Bcncvcnto begeben und Amnestie rrthei: lcn- wolle, wird Von der hiesigen, von (Harra znriickackehrten Depu- tatroxx bestqtigt, Von der Amnestie wcrden jedori) Viele ausqe- [chloncn sern, untcr Anderen die zweihundert Mi'tqliedcr der CSU- 1trluante,_d1e Vorsteher in den Provinzen, so wié Akle, welche in dcr [Abwcjknhnt des Papstes Sitz im Ministerium hatten. Ein Thcrl Dcr Dcputirten ist brrcits entkommen.
' Unsere Stadt hat nur eine geringe österrrichischc Besaxxung. Die Truppen liegen größtenthrils außerhalb der Stadt. Es herrscht hier eine ungewohnte Stille.
„ Civitavecchia, 28. Juli. (Lloyd.) Hier wird gegen- wartig rrnter dcn Emigranten für Algier geworben“, wenige haben xedoch bisher Lust dazu gezeigt. Im Gcgentheil wotlcn viele lom- Yalzdrsche und pirmontesische Flüchtlinge in ihre Heimat zurück- e ren. "
Aus Ravenna wird geschrieben, daß dort eine bedeutende Trup- penbewegung bemerkt worden sei. Man brhauptkt, ks sl'l'l'n dieuBanden Garibaldi's,_welche sich von hier nachVem-dig begeben ivo en.
Rom, 29. Juli. (Lloyd.) Bci einer in der vorgkskkigk"
tillerie, über die erste Brigade der ersten Jnfanterie-Division, über
Nacht ausgebrockyrnrn Feuersbrunst haben die Franzosen st'hk wacker