„„-„b vn Anschlagung derselben an der Kircbthiire und Z:?“JZ'eind-hxixse, ;)?-3 von den Ortsvorftehern zu vollsuhren kommt,
c) (1:22???th selbe, in welcher Ordnung gemeindeweise die Lokal-Kom- misfionen am füglichsten vorgenommen werden können, und erftattet
' den Vorschlag;
41) xi:l?tfa1§1i?seibe, nachdem von der Landes-Kommisfioq die Anmeldupgen und Austrä : herabgelangt find, die Ordnung kund, m weichrr gemeinde- weise die Erhebungen und Liquidationen gepflogen werden, und, be- ßimmt Tag, Stunde imd Ort des Zusammentriites m dxr exsien (31e- meinde mit der Weisung an den Gemeinde-Vorsiehcr, fur em geeig- neies Lokal zur Verhandlung Sor e zu tragen. „
Dek zweiten und so den nach?ol enden Getneinden kann erst die Lokai-Kommission den Beginn ihrer erhandlung anzeigen. _ , Die Bezirks-Kommisfion macht die Reihe bekannt, in welcher die Li- quidirungen mit den Bezugsberechiigten vor enommen werden; Auönahmsweise kann die Bczirks-Kommiston die vorläufige Abord- nung eines Landgerichts-Beamtcn an solche Gemeinden veranlassen, bei welchen fich nicht mit hinlänglichcr Kenntniß zur Abfassung der Anmeldungen begabte Männer finden sollten. - "
§. 44. Da in dem Verfahren über das Grundentiastungs-Geschait Er- hebungen an Ort und Stelle nothwendig Werden, so verstärkt fich die Be- zirks-Kommisston zu diesem Vchuse mit einem zWeitcn Sachverstandigen aus den Gemeindegliedern, dcr, wo thunlich, wederszn den "Bez-itgsbcrech- tigten noch Beiaßeten gehört, beeidet ihn nach der fur Sciyaxznmnnxr voi- geschriebenen Formel, und erinnert zugleich den für,dcn ganzen Bezirk bcl- gezogenen Smdvcrständigcn an seinen abgelegten Eid.
§. 45. Die Kommisfion zieht sodann einen der höher Belastetcn und einen der im höherrn Maße bezugsberechiigten Privaten in der Gemeinde zur Kotümisfion mit Stimmrccht bei, Wobei vorzüglichauf dsn Wunsch der Mehrheit der Geweinde zu sehen isi. , _
Die so gemeindeweise verstärkte Kommission bildet die Lokal-Kommis- tion, und isi bios auf jene Erhebungen bcschkänkt, die gcmcindeiveisx an Ort und Stelle vorgenommen werden müssen, _ais: die “allfällige er1chii- gung der rentämtlichen Ablösungéprcise und die Erhebungen iiber d.," vcr- änderlichen Abgaben. Die, Bezirks - Kommission hat fich aljo sdiiti'sielis dann zur Lokal - Kommiifiou zu bilden, tvenn dic Anmeldungen uber die veränderlichen Grundabgaben von der Landes-Kommission herabgelangt sein werden.
§. 46. Der Vorsitzende eiilärte den am ersien Tage erscheinenden Bc- theiiigien die Nothwsndigkeit und Niißlichkeit der Kaisers. Verfügung wegen Aufhebung der Grundlastcn, theilt ihnen die Art lind Weise mit, wie die Kommission vorzugehen gedenke, und berücksichtigt h_imbei die Wünsche der Vetheiiigtcn, ob und inwiefern: die Kommisfion demelben ent- sprechen könne, oder aber eine motivirte Anfrage an die Kreid-Kommis- fion nöthig erachte. Die Kommisfion hat mit volistcr Ossenhc'it zu Werke zu gehen, mit keinen falscheu Hoffnungen zu täuschen und iiber Allos der strengsten Wahrhcii gemäß Aufklärung zu erstatten.
§. 47. Das wichtigste Geschäft der Beziris- respektive Lokal-Kommlsfioncu ist die Liquidirung mit den Vethciligten.
Gleicd, nachdem fich die Landes-Kommisfion konstituiri hai, fordert die- selbe mittelst Edikts alle diejenigen, welche sich in dem Bezugsrechte von Leistungen befinden, die der Emschädigung oder Ablösung untetliegeu, auf, die Anmeldung der Anspriickw bei Veränderiichen Gebühren längstens in einem Monate, bci niwcränderlichcn längstens binnen zwei Monaten, und fiir Laudemial-Veträge binmn drei Monatcn so gewiß bei der Landes- Kommission einzureichen, widrigenfails jede später ciniauaende Anmeldung mit auf alleiuige Kosten des Sänmigeu, welche er durch Vokschiiß sicher zu stellen hat, in Vrrimndlimg genommen Werden wiirde.
. Die Amneidungsfiist bcginnt vom Tage der testen Kundmachung des Ediktes im Tvroier Boten, im ]"esznzricj'e 111'0165€.
§, 48. Die Anmeldimgen sind abgesondert zu Verfassen:
3) fiir ständige jährliche Giebigkeitenz
b) für veränderliche Giebigkeitcn, welche, wie der Natural-Feldzehent, weder nach Maß noch kaicht besiimmt find;
6) fiir Befii_zverändcrungs-Gebühreu. Die Anmeldungen von Jahres-
Abgaben a und !- habencfgcmcindewrise zu enthalten: )
1) das Nami'ns-Verzki niß dcr Veiastetcn;
2) die Angabe der beiasic-ten Objekte nach dem Katasimi-Nummer oder den bei Novalien iibiichen Bezeichnungen;
Z) genane Angabe der Gicbigkeiten;
4) den Anspruch der Partei, ob die Abgaben nach billiger Ent- schädigung aufgehoben odcr bios abiösbar erklärt sci;
5) die Belegung dicser Ansprüche mit dein Et'nvekbs-Vricse, mit dem bctre-ffenden Extrakt aus der Arcisfnssion und allfälligen Weiteren BcWeisen über die; Rechtmäßigkeit und Art der Be- ziige, wenn nicht schon die Aneikenuung der Schuldigkeit von Seitcn dei“ Verpflichteten vorliegt.
Die Formulare .4. und 8 enthalten solciie Anmeldungen.
Ueber die Anmeldungen hinsichtlich der Laudemien enthält der §. 102 die näheren Bestimmungen.
§. 49. Die Anmeldungen find von jedem Bczugsbrrechtigtcn entweder sclbfi oder von seinem Bevollmächtigten unter Beilegung der Volinmcht ein- zubringen: bfi Realitäten aber, mit dorcn Besis der Bezug zu cntschädigcn- der oder abzulösender Giebigiciten verbunden ist, deren dollsiändiges Cich- thnm aber dem Bcsißer nicixi zusteht, find die Aiimeldungen zWar von dem bleibenden Nuxiuießcr einzubringen, müssen jedoch noch mitgeferiigt sein:
.;) bei Fidei-Kommiffen von den FideirKommiß-Kuratorcn,
b) bei geistlichen Kommunitätm von drei Gliedern dcr Kommunität nebst dem Vorsteher,
c) bei Kirchen, Pfriinden nnd Siistuxgen von den Patronen und Vor- sichern.
Fiir Minderjährige, Kurandcn und Kridatare haben die Vorniiindcr, Kuratoren, Veimögens-Vemmlter, fiir weltliche Gemeinden, deren Voistchcr nnd der (Hennindc-Ansschus; (Genteinderath), für Staats- und Fondsberr- schaften der Vorstand jener Behörde, welche in dem betreffenden Kroniaude die Oberaufficht über deren Verwaltung hai, einzuschreitcn.
§. 50. Die Landcs-Kommission theilt nach Ablauf des Anmeldungs- Termines fiir die veränderlichcn Giebigkeitcn sämmtliche eingelaufene An- meldungen gemxindcweisc zusammengestellt den betreffenden Kreis-Kommis- fionen mit, welche fie den einschlägigen Bezirks-Kommissionen übersenden, damit leßiere die Erhebungen und Liquidationrn pflegen.
§. 51. Zur Liquidirung dcs Naturalzehnts und andrrcr jährlichen Gicbigkeitm hat die Kommission sogixieh die Klassifizirung und Aitsniittc- lung des Naturnl-Brutto-Ertrages der Grunkobjrkte zu besorgen, nnd das Resultat dersciben in der Gemeinde zu veröffentlichen.
Dagegen findet keine lvcitere Berufung statt.
§. 52. Zu diesem Behufe hat die Kommisfion durch ihre Suchdet- ständigen in dcr Gemcindc:
,1) die Grundflächen jeder bclasieten Kulturgattnng, als: Acker-, Wics- imd Weinland in drei Klassen, gute, mittlere und schlechte,1mch detnatiiriichen Beschaffenheit des Vodkns abzutheilen;
11) 7.11 bestimmen, wie viel bei Aeckcrn und Wiesen 1 Jauch von 1000 ngdmt-Klastcr, bei Weingütern 1 Graber oder die ortsübliche Maß- bcstiriimiing, und zwar in guter, mittlerer und sch1ech1cr Klasse dersel- ben lm J)kiitrldiircl)sci)nittx cines Jahres von mittlcrer “Fruchtbarkeit
an den umi) dcr gcmeindciiblichxn KultivirungSart gewöhnlichen Pro- dnkten einbringt".
§. 53. Ist abwccixselnde Kulturart gemeindeiiblikl), so ist bei Berech- "ng der,.dlikchschiiitiiiäxn Jahresgiebigkeiien darauf RÜCkficht 3“ "“W““ nn vorzuglici) bci Zehcnien dann, wenn der Anbau mit zchenipflichtigm und YthfreteéZ Frucht?! wechselt. .
n z, .zivei ,zahre Roggen gebaut, sodann ein Jahr ortsüblich dxr Grund als Wiesß bxnust, und besteht in der Gemeinde der Hellzkhkkik nicht, so konnen auf 3 xzahie nur 2 Frucbtjabre angenommen werden, bk" Freilitte adbieer (JUZ Jxlquzeheiii,2io_sind für 2 Jahre das Getraide- für das
, [ “.“. imgm ni la . * hat ÖH? Zaxkesqtebtgkctt Ju bilden.ch g zu bringen, Und das Dlitthel! WM
nwie ern über das Flächenmaß ein weisel cut e t isi dasselbe dur VerivkssunkstéaW' auchine srchere .und Zöglicisi cißichix Axt 11 crbkbkiZ worubek der Mnnsicrial-Kdmmussar die weiteren Weisungen erla en Wild- . §_ 54, Hiexai-f hat nber jede solche Anmeldung nach der Ordnung, m welchrx sle (?“! der Landes-Kdmmisfion überreicht wurde, die Liquidirung vor der Kommtsnon seibst.zu ersolgen, Sie hat die Ermittelung der Ent-
“Débats
- ans Ruder gekommen, würden alle alteEinrichtuugcn einer Verwaltung,
1552
schävi im um ecke und erfolg! von der Kommisson in Gegenwart beiderangterZssth die, von Tag und Stunde der Verhandlung wenigstens . 3 Tage früher schriftlich in Kenntniß zu sehen sind., Besteheti mehrere Mit- eigenthümct der Forderung oder des belaßeten Objektes, so wjkd de'r Erschei- scheinende als von dem Mitinteressenten zur Vertretuiig berechtigt awer- kannt, obwohl eine gemeinschaftlicbe Vollmacht stets wunscbtnswerih ware. Ueberhaupt find zur Liquidirung jene Personen berufen, welchen dJ.“ Ueber- reichnng der Anmeldungen obliegt (§. 49). " . „
§. 55. Bei Ermittelung der Entschadtgung fur die nach §§. Zs'mzd 6 des Geseses vom 7, September 1848 aufgehobenen, so wie der ubngen entgeltlich abzulösenden Leistungen, isi der. Grandsaß zu beobachten, daß der Werth dcr Schuldigkeit nach dem rechtlich gebuhrenden AUSmaße Gegen- stand der den Berechtigten zu leistenden Vergütung set. '
§. 56. Vor Allem find namentlich jene Lastcn artözuschetdcn, weiche unentgeltlich aufzuéören haben, „ „
st dieses be einer bestimmten Abgabe streitig, so wird seibe zwqr auch nach den folgenden Grundsäsen einstweilen bewerthet, aberdie Zwei- feihastigkeit derselben angemerkt, und fich auf die zu erfolgende höhere Ent- scheidung berufen. , . ,
§. 57. Vefteht dic Grundlast in rmcr unveränderlichxn jährlichen Giebigkeit, z. B. in Geld, in einem bcstimmtm Maße von Getraide, Wein2c„ so bildet diese die Schuldigkeit. „ „ „
Ist die unveränderliche Geldabgabe nicbt jahrlich, sondern nach einer bestimmten Anzahl von Jahren zu entrichtcn, so „wird der Betrag derselben durch die Anzahl de: Jahre grtheilt, und auf dicse Akt der Jahresbetrag der Leistung ermittelt. , __ „ , ,
§. 58. Bestand jedoch die (Hrnndiasi m veranderiixben-jahrlichen 011x- bigkeiten, wie z. B. bei dem Naturalsclrzehnt, so isi fur dieselbe vorlaufig die durchschnittliche bestimmteJahresgicbigkeit zu bercchnen, welche dann die Schuldigkeit bildet. „ , , „
& 59. Die durchschnittlichc Ekbeblliig dcr Zahrchxebtgäaten dxr em- „ zelnen Belasteten erfolgt durch die Klasjirung, d. h. es wird der fur das beiiimmtc Flächenmaß jeder Kulturgattung" und .]edcr Klasse derselbeii ent- worfene Tarif auf die cixzelncn (Hrundfiachcn ]edcs Grundbefißerd in der Gemeinde im Verhältnisse des Flächcnmaßcs, welchcs-k1ese Grundsiucke em- nehmen, angewendct, nachdem jedes dcrsclben, nach seiiidr Kulturgatnmg der Klasse, die es betrifft, mit Riicksicht auf die Lage und die Beschaffenheit des Borcs eingereiht worden ist. . ' , .
§. 60. Zur Erhebung des Wetihes dcr ]ahilichcit Schuldigkxtt isi “dcr unveränderliche odcr rcr nach obigen Grundsäßcn ernnttelie dnrch|chmttitche Bruiio-Zahrescrtmg in (Heid zu bmneffeu, " .
Dies irfolgt bci dcn gcgen billige Entschad1gnng aiifgchobencii Giutid- [asien nach den Duni)schnittsprciscn rer cht'ämier, wie selbe die.K.n)1s- Kommission mitgetheilt odcr berichtigt hat, bei den abiosbatcn Gtebtginien (§. 15 c und (1) aber mit einem Zuschlage von zehn Prozent zu den reut- ämtlichen Durchschnittspreiscn. „
H. 61. Eine Schäiznng durch die Komnnsfion soll imr daiin stati- fiudcn, Wenn der ?lbiösuugsprcis fich nicht nach dcn fruher ßusgcstcilicii Grundiäßen erheben läßt. Bei einem solchen Werthqnschlagc isi aber aus die Qualität der bisher gclcistrtcn Prodx-ile im Verhältnisse.)" Mariipio- dukten, so wie bei Aibcitslcistungcn auf das Verhältniß Rucksicht zu 1111,- men, in welchem der Werth dcr Zwangsverrichtung in jenem der fmen Arbeit sie !.
Bci hRoboten isi ais Griindiay festzuhalten, daß in keinem Falle der Werth der Zwangsaibeit ixöhcr, als Mit dem Driithcile des Weiches sreicn Arbeit berechnet werden dürfe. , „
Wo zwischen den Parteien schon dcimal hinsichtlich der Roboieu cm
_die Uebertreibung der
geringerer Reiuiiions- odcr Aboliiions Preis besteht, als ngxii dcr chin be- zeichneten Werthbc-messnug entfiele, hat der geringe, Ablojuugsprctö als Grundlage für das ?iusinaß ker Entschädigung zu dienen.
Die sogenannte gcmcsscne Robot besteht im Kronlande Tyrol und Vor- arlbcrg nicht. “_ .
§. 62. Sind für Zebcni oder andere Leistllligk" UUYZMUYUUM GÜ- Abgaben vertragsmäßig bleibend bestimmt, so bilden dicic (Held-Abgabcn
den Brutto-Ernag. „ „ Zeitweise besiaixdene Gild-Reluitionen biiden nicht den Werth dcr
Schuldigkeit, sondern es ist der Werth dcr eigenilichen Grundlasi nach obi-
gen Grundsäscn zn ciheben.“ „ „„ §. 6:2. Die in Tyrol iu Reich_s-, in Tyi'oier oder in abufivcr Wah-
rung erfolgten Leistungen _find auf Wiencr-Wähmng Conv. Münze zuruck- u“üircn. 3 , ,§. 64. Von dem Wcrihanschiage aller durch das Gesc dom 7..Scp- tcmbcr 1848 aufgehobenen oder zur Aufhebung besiimmtcn Trisiungcn (aii- ßer dcn Vcrändcrungs-Gcbiii;ren) wird der Wcrth drr Gxgenleisiungeu, M von dem Berechtigt?" an den Verpflichteten bei der Crfxiliung der Schul- digkeit zu cntrichtcn Waren, in 21112119 gebmcbt. Die Ermitteiung des Wcr- ihrs der Gegrnleisiungen hat auf dcrselbrn Grundlage, wie jene des Wri- tl)es der Leistungen zu erfolgen, und es findet in kcinem Falle, sclbst wenn der erstere dcn icsicren iibersiciga'n sollte, fiir denllcbcrscizuß eine Vergütung ait. | §, 65. Von dem anf solche Weise ermittelten Werthe dxr ayigxhobx- ncn Leistungen nach der jährlichen Schuldigkeit ist ein Dritthcil flir die Stemi", fiir Zuseiiiäge xn seibcr, fiir die Kosten der Einhrbung und fur die fich ergebenden Ausfälle als eine Paus.l;al-Auéglcichnug in Abzug zu biin eu.
g§. 66, Der nach Abzug der obgekachtcn Pauschal-Aits.glcichung- mit zwei Drittheilrn vrrbieibende Beirag biidct das Maß der den Beicchtigien gebührenden jähiiichen Entschädigung. „ _
§. 67. Ob diese Entschädigung ganz oder zum Theile von den dishcr Veiaiietcn, ob fie aus Landesinitteln oder vom Staatsschaye zu enti'ici'tcn komme, is) in dcm Liquidations-Erkenntnisse crfichtlich zu machen, und- es gelten hierbei die in die n.".cizfoig-nden Paragraphen aufgenommenenBestim- mungen. „
§. 68. Arn diesc" zwei Drittheilen kes Wcrthanschlages hat fur Schuldigkeiten, welchc dnrch die §§. 3 und 6 des Geschs dom 7 Sdpteiii- ber 1848 gegen Entgiii aufgehoben wurden, und welche sich iiicht indie Kategorie der §§, 19 und “.)-“d reihen, dcr chpfiirhteie nur das mir Drittel zu eurichicn; das andere'Drittel ist als eine Last des Krionlnlndcs zii bc- handeln, unter Vorbehalt der Zanisung dicser Last an die seiner Zeit zu bildenden Kreise nach Maßgabe der Vcstimmuugcn drs nachsten Landtages
. 113 . (§ ) (Sibiuß folgt.)
.*-
Mth-Md.
Paris, 21. Aug. Das Journal des daß der Papst bald nach Rom kommi», denn die bei dcr Pacifiziiung Italiens am meisten bethet- ligte Macht si'i mit Frankreichs Plänen einvdrstandcn, und komme der Papst seli'st nachRom, so würde er__in einem ganz andr- ren Sinne handeln wie seinechierungs-Kommi]sion. Sciidem leßtere
Frankreiob. wünscht,
dicvci'schriccn und verurthcilt sei, das Gcneralvikariat, so wie die Inqui- sition und die geistliche Gcrichtsbarkiit, wieder eingefuhrt. „Der Papst“, sagt das genannte Blatt, „ist_ nicht in Rom, aber wir, und wir liinncn nicht die Hand zu solchcm Spiele bieieii. „.,Wir siiiV fiir das vkraniwortlich, was in dem Gebiete, das wir mrlttai- risci) besetzen, vorgeht. , _ , Zuschaucr abgeben und solches Traben. durch uiiser Schwagen und unsere Gegenwart schüßcn. Frankreich hat seine Pflicht, .o glauben wir, gegen das Papsttlmm gethan, xs hat auch andere giga) die Römer, gcgcn die Meinungdcr ganzen Halbinsel, des ganzen freismmgen Europa's und, wir fü en hinzu, gegen sick) sxlbstx, Wir haben sicherlich die größte A tung vor der Souverametat des Papstes
Wir können also nicht einen indifferenten -
und seiner Unabhängigkeit; beide waren jedoch ohne uns krank
Die Presse meldct aus
Frage einen Schritt gethan, aber rückwärts. Die französische
Diplomatie wolle Rosfi's System fortgeseht wissen. Doch man achte Frankreichs Stimme wenig. Der Papst scheine enischlo M- nach Bologna zu ehen. Der Aufenthalt Azu Gaeta ki Nicht angenehm, Pius ] . befinde sich wie in einer rt von Jetung. Die Kirchenfürsten bewohnten alle nur irgend de- wvhnbare Häuser, und die Gesandten seien am Bord ihrer Schiffe zu Mola di Gaeta. Der Papst habe nach Benevent gehen wollz'n, doch dieser Ort sei schlechter als Gacta, das doch wenigstens eine leichte Verbindung mit rem Meere habe. „Unsere Armee“, sagt das Schreiben ferner, „ist unwillig, sie war antirömisch, so lange der Ehrenpunkt im Spiele war, cht ist's anders. Sobald man hier ist, wundert ma_n sich über die Härte der Geistlichkeit und sieht zu gleich?“ Zeit, daß das Volk um keinen Preis die Priesterherr- at wi .“
fck fHerr Jain, Secretair Ludwig Philipp's, und Herr Vavin zeigen heute an, daß sie der gestern im Journal des Debats mitge- ll)eilteNoten Über Ludwig Philipp's Aktiva und Pasfiva fremd seien. Sie erklärcn die Angaben für ungenau. Herr Jain hebt vor Allem Vermögens-Angabc auf 250 Mill. “Fr. hervor, .
Die Assemblee Nationale seist ihre Angriffe auf den Minister Tufaure fort. In einem längeren Artikel, worin sie ihm Schwäche, Unfähigkeit odcr Verrat!) vorwirft, sagt sie, es werde? an cincr Vaschmclzung der Partei Lcdrn-Rdllin's mrt dex Partei des National oder der Verfassungsfrcundc 'auf das eisrtgste gc- arkeiiet, und «| ganz kürzlich sei ein geheimer Abgesandtcr dcr Leytcren nach London abgegangcn, Zim das Widerstrcbcn Lcdru- Rollin's zu bcsiegcn. Auch stehe binnen kurzem ein großer rcvd- lutionaircr Kongreß in London bcvor, bei dem die demokratiscixen und sozialistischen Notabilitätcn von ganz Frankreich crschcincn wur- den. Die Assemblce Verlangt energiick) dei Sturz der Partei Dufaure's odcr dcs Ticks Parti, wie sie kicsel e nennt, weil die- selbe in sträflichcr Unintschlosscnhcit dcn Umtriiben der revolutio- nairen Partei zusahc. Dasselbe Blatt fragt, ob es wahr sei, daß Ledru-Roilin anf dcn AUSgang dcs Prozesses vor dem hyhm Gc- richtshofe wenig Vcriraucn sitze und eine Vi'ruriheilung erivaiie; ob fcrmr wahr sci, daß Letru-Rollin von London die ndthigen Vollmachtin cingcschickt habe, um Alles, was 11“ in Frankreich be- siye, cincm vcrirauicn Freunde als Eigenihum Übertragip zu lasscn.
Die SiHungen des Kongresses der Frcunde dcs Friedkin? wcr- dcn am 22„ 23. nnd 24. August stattfinden. 'Der Minister der auswärtigen Angelcgcnhriicn hat die zwei Sieraiaire WZ Kongresses, cinen Engländer und einen Amerikaner, welche sich zu ihin _begabkn, auf das zuvvrkounncndste empfangen. * Lamartinc, der-du- ihm an- gebotene Präsidentschaft wegen scmcs Gesundhciiszujiaudcs qblehmn mußte, hat zugleich hoffen lassen, daß er in eincr dcr Stylingen das Wort nehmen werde. ' '
Der Ministcr der Justiz zeigt im Moniteur drei Vcrurthrt- lungen inPrcß-Angelegenheiiin an. Der Gcrant Und der Redac- teur dcs Bürger zu Dijon sind wegen einer Veriiffegillick)nng|zweier Briefe, die sie sich nur durch eine chnahine aus der Post ver- scl)affen konnten, vci'urihcilt worden, dir Erste zu 6 Monat Gc- sängniß, der Zweite zu 3 Monat, Ygide zu 200 Fr. Strafe und einer fünfjährigenUntersagung aller osfrnilickxg Stellen oder Amit- tir. Das Urthcil ist vom Polizeigericht gefallt. Heri" L„aforiix, Rcdacttur des Journals chublicanische Solidaritai, ist durch das (Heschworcnengericht von Loir ct Cher zu 3 'Monat (He- fängniß und 800 Fr, Geldstrafe wegcnsAngriffs auf d'.“ republika- nischen Einrichtungen und die Constitution verurthrxljt worden. Derselbe Gerichtshof hat die Herren Cachet nnd Racomilat zu 14 Tagcn Gefängnis; und 50 Fr, Geldstrafe vrrurlhcili, wcgcn Bc- lcidigung dcs Präfidcntcn dcr Republik durch Anhcftung cines An- schlag ettc-ch. „
Zahlreiche Pctitioucn gcgen Bcibehakiizng der (thranisieucr laufen hin“ cin. Sie wird als bedrückend fur den Wenibauer, 11,11“- dillig gegen die Masscn nnd gchässig in ihrer Eintreibungschx lwzciclinet. Auch wird angefiihrt, daß sie durchaus dtm Artikel 15 der Verfassung widerspreche, wonach jcdcr Siaatsburger im„Vcr- hältnisse seiner Fähigkcitcn nnd seines Vcrméigcns zu dcn offent- lichen Lasten dciiragcn soil. ' | ..
Auf das Gesuch des Generals Oudiiwt hat das Kriegs-Mi- nisterium die zur Einrichiuug cincs Militair-Hrspiials erforder- lichcn Gegenstände nach Mola, eincm durch sciu gesundes Klima bekannten Städlcl)en Jtalicns, gesandt.
Dcr Patar Venlura, der bekannte (This dcr Theaiiner, der sich chcnwiiriig in Montpclliqr aufhiilt und zu eini'r Reije nach Paris *keincu Paß erhalten kann", soll sich e_nisäzlosscn haben, in Gesell- schaft mit mcbrsrcn seiner Vrildcr nach Ameriiq auszuwandern und dort in der Nähe Philadklpbia's eine Niederlaisung zu grunden.“
Dic Infantcric-chimentcr dcr,so cna'nnicn Armcx von Paris soilin ncu organisirt warden, so daß kun'tig )1dcs chimcnt ZKriegs- Bataillone zu 8 Compagniecn bilden wird. ,
Unter den Hafcn-Arbeitcrn zu Rochefort smd aus Anlaß der Vcrheemngcn, welche die Cholera unlcis', ihncn anrichtexc, Unruhkn ausgibrochen, die jedoch schnell uniexdruckt wurdcn. ,
Gislern ging abermals ein Schiff von Havre nach quifor-nen mit 1:10 Kolonisten. Dock) dicsmal waren es nick)t allem Aben- teurer, die (Hold suchen, es waren auä) Handwerker darunter, die im goldreichcn Laute ihre einfache Händc-Arbqit anwenden wollen;,
Hcrr Fallonx, Minister des Uutcrrichts, ist gcstern in die Ba- der von Neris abgereist. '
Die Frage, ob die Befestigung Von Havre 14131 beeiidet werden soll, wird im Kabinct eifrig verhandelt. Ste soll nachstens eme
L“ n er alten. os "Z?" P?ikis bildet sick) eine Gesellschaft, um den Armen fiir einen
Sous ein Na iquarticr n geben,
Jerome Zonaparic ist vor einigen Tagen nach dem Schloß Montfermcil, 5 Stunden Hon Paris entfernt, abgereist. Er gedenkt es u kau en.
8311 Zilgicr soil cht eine großartige Arbeit untcrnommxn wer- den. Eine untcrirdische Eisenbahn soil zwischen dcn Steinbruchcn Bab-cl-Oued und dcm Quai angelegt werden. Zur Anlegung dZs ncuen Hafens bedarf man der großen Steine aus den Steindru- chen Von Boudjarrcah und Vab-cl-Oued. Der Transport geschieht bis cht durch die Stadt und hemmt die Circulation. Um'dies zu vcrmeidm, ist der erwähnte Plan gefaßt. Die Bahn wird nach cinem cnglischcn Plane angelegt werdcn, so daß die leeren Wagen darch das Gewicht der belasteten, die hcradkommcn, herausgezoge'n werden. Die Kosten sollen höchstens 1,200,000 Fr. betragen. Die gewonnene Zeit und Miihe wiirden das verausgabte Geld ersegen.
Die Mordihatm hänfcn sich seit cinigcr Zeit auf eine erschreck- lic'i)e Weise in Paris. Im Justiz-Palast selbst fiel dieser Tage eine vor.
Der Maire zu Marsciiie ist auf den Antrag Dufaure's vom
Amte uspendirt worden. _ , „ * Dscr Moniteur meldet iiber eine im März von den Milizen
genug, und nachdem man Frankreichs Degen an mommcn, wäre ; der Republik Liberia mit Unterstützung eines französischen Kriegs:
es wo [ keine Erniedri un , auch einige Rathschl ge anzunehmen.“ .' h g om vom 11. Au ust, daß die römische "
i es und einer Mannschaft untcrnommene Expedition gegen drei Efffdem Gediete dieser Republik bisher befindliche Sklaven-Fakto- reien, die nach kurzem Kampfe (ingenommen wurden. Den Haupt-
“ .man- LWW- und “ (!!-* Keskin „» e _ _n-„k dSetkjlaniitheYexrxißYkn WAYNE“? DM" Kk „„ . ck von ÉQYia dankte darauf dem ranzösks . en apitain un» kin“ Manytschaft schriftlich für den ge eifieten Beistand. St 21 .
zem wird ein in der Vorsiadt . ntome: nach
pennséiixxtxijichxxkrSystem erbautes Mustergefängniß in GENUA!)- gk-
nommVFlrankTstMa-m 16, August der Präfektur auögeliefert worden,
' ' ' *, der nach ba ianSetler Redacteur emer deutschenKoirespdnde'nz, „ ' dé; dtßesjährigen ,Juni-Ereignissen eingezogen wuvde, :| ]kßt-„m Frei- heit geseht worden, mit der Weisung, einem ihm schon fruher zu-
. . . auch“, der nur sus- gekommenen Befehl unter dem thsteriffueikijt sFoilte, Fol e- zu leisten,
' 1, a cr raukrei verla „ EM:? jl;)cktrdseikch dimß dcn JMinisterch um Zurucknahme ULS: Maßrcgcl gewendet. „ d -K - d G* b ck [
' den 11 An cry m er unsi un “,v“ «s ;„ e Uma??? YF: f;)?lche zdie AZfiZsung„der Schule und die Verhaf- tung von 10 der angcblichen Radelthxhrer des Tumultes “zur F0lge hatten Nur 5 derselben waren Zoglmge T,)“ SUM?- dte' anderep aber _Handxverks-Gescllm und Burger. Dll'sér Tage erschienen die 10 Angeklagten vor den Assiscn zu Aygers; auf dcn Antrag des GMsrar-Proknratvrs abcr, we„lchrr die AnissaÉcn des, abwesendcn Adjunkten für nothwendig erklart? wurde die ' ache, bis zur nach- sten Asfism-Session verjagt, worubxr cm Thkll des Publikums m Pfeifen undMurrcn ausbrach. Die Angeklagten wurdcn bci 1hr1r Rückkehr ins Gcfängniß von eincm Volkshaufm mit lauten Bra-
vo's begrüßt.
Großbritanien und„Irland- „„andon- 21', Aug- Seit der Bischränkung der korpcrlichetx „Zitcht1Zzingin bei dem englischen Militair hat die Frage der Militatrgefangmsse mehrfach die Aufmerksamkeit des Parlaments mid dcr Regieruztg quf fich gezogen. Die Frage wurde zuerst 1830 und 1836 grxindltcl) un- te.fucht und “1837 der erste Grund zur Organisation einks Mili- tair-Gefängnißsystems gelcgt. Im Jahre 184€ „PW? “UF außer- ordentliche Kommission niedergescyt, welche in Mtlttatr-Gcfangmssin gemeinsame Arbeit, das Schweigsystem und eine Classification, nicht nach dem Verbrechen, sondern nach dcin Chqraktcr, «*mpfahi. DW Gefangenen wurden zu diesem Zweck m drci Klatsch gcthcilt, um die noch unverdorbkncn von den dirderbtcren Sträfltngcn zu tren- nen und in der Furcht vor Strafe oder der Hoffnung auf Velo!)- nung durch Verscvung in eine niedere odcr eine höhere Klasse ein
utes Disziplinarmittcl zu haben. Um das Ehrgefühl nicht allzu ?Lhk abzusiumpfcn, vcrwarf man die Treimiihle und die Arbeit an- ßer dcm (Hefängnißhausc, An die Stelle derselben seyte man Auf- häufcn schwerer Kugeln, Cxcrziercn mit chiick und mit schwcrcm Geschüy. Die längste Dauer der kaangenschaft ist sichs Monate. Nach diesem SML!!!“ wurdcn noch unter Sir R. Pcel's Ministerium vier Militair- Gesangnine in England, eines in Schottland und vier in Irland angelegt; Sie bcstehen cht drei Jahre, und die Resultate der neucn Disziplin geben Anlaß znr Zufriedcnheif, in- dem die Anzahl dcr Gefangenen gegen früher um die Hälfte, Von 2 auf 1 pCt., gesunken isi.
Lord Lincoln, eines der angesehensten jiingeren Mitgiietcr dcr Peelschen Partei und Eigenthiimer dcr Morning Chronicle, hat, da cr an der, Gicht leidet, zu seiner Erholung so rbcn eine Reise nach dem Mtitelländischen Meere, Aegypten und „Syrien an- getreten, die neun Monate dauern wird. Er wird daher an der nächsten Session des Parlaments nicht Theil nehmen.
Wie der Builder, ein Blatt für Architektur, meldet, hat man den Plan, den "berühmten uralten Druiden-Txmpcl Stonehenge in Wiltshire, Von den Römern (ZiZnntnm („'lmrea genannt, inso- fern zu restaurirm, daß die umgefallencn Stcinblöcke wiedcr aufge- richtet und andere, die den Einsturz drohen, festgestellt Werden folien.
Zu Liverpool ist man mit dem Bau dreier großen Dampfschiffe beschäftigt, welche in Zukunft zwischcn Galway an der Westküste vonJrland und Halifax fahren solicn. Sind ße cinmal im Gange, so“ wird die Fahrt von und nach Nord -Amerika in 6 Tagen bei gunstigem Winde zurückgelegt,
„ Turkei. (Wa nd.) Von Fcucrsbriinsicn giebt es abermals zu cr- zahlen. Am 5iei1 brach _Abends um 10 Uhr Finck in Psamalia aus. Man kam noch 320116) zu Hülfe, und doch wurdcn drci Häuser in Asche gelegt. Von Saivmchx aus berichtet man zu Anfang August, daß in „Tri-
-cala das'Jeucr 640 Kauflädi'n, 320 Häuser und das ganze Ju- dcnquartier Vcrzehrt habe. Man geräth bereits auf dcn Verdacht, daß es“ etge11e._Banden gebe, welche die volkwichsten Handelssiädtk dcr Turkei mederzubrennen suchcn, und nicht etwa blos um des Raubeswtllt'n. sondern aus anderen wohl noch nicderträchtigcren YUV WblkckMUickMrrp Absichten. Man hat ein scharfes Auge auf hdéiteFjriinxitneiiinZZriiY beistcnzmittcl. Auch in Salonichi selbst WWI?!“ oglejcl) erstickt. gonnen in dn Nahe des Zollhauscs, doch UZ c-irut wird der Tod des Bahri Pascha gemeldet. Das ZFI äx'rt „TW schrifruhig. Der größte Theil der Konsuln und heiß“? MU ezhaup 'st nach den Gebirgen gegangen, um dort die U [* ona ? zuzux'ringen. Jm Dorfe Zahle am Libanon waren ck)nruxnb nnd Zivisitgkeiten unter den Betvohnern sclbst ausgebro- BW“ LtvoTii ls «) TLM und 28 Verwundete gab. Man sandte von „Fetilju iitppeii dahin. 'Der gestürzte und gefangen gcseßte Said bre“ )a krhliléß die Erlaubmß, den Ramasan in sciiicm Hause zuzu- d MIM „ * wsd von 3 Offizieren bewacht, Zn Beirut qing as Gemacht, Str Moses Montcfiore wäre auf der Straße *von Damaskus nach Jerusalem ausgeraubt Worden,
Nekrolog. J. A. Eyrelwein. (Eingesandt.)
Schon wieder berichten wir über den Tod eines jener Männer, welche
die wichri en Ab ' ' ,- „ Mitwirkmix durch6Fi1 WIK)“ E"m'ck'l""g ""s"“ V““"Mdis '“ "S|“
Johann Albert E t “ f y _eiWetn den 31. De ember 1764 - LWÉHZYKZÜFM- hat seinen an “Ereignissen uznd WechseifäillxnF ::.:va wurdc „. durch 1 .:bAUKU|„„d- ?s vybltndet. cbon im zarten Lebensalter auf fich selbst MMW“. Vyrhalim ? m die weite Welt hinaus ekrän t und die Energie sein:? Ist". Er ham “doch das Glück, daß Jickdngck) "Uk Schon in seinem 15ten
unter _der Re (, schen StaatSdtenst aukgenommen, Großen, in den preußi-
die seinigen zu den Sejm, - tr fich da Talente wie ZißerenLschnxilse-iYor, anfängW“?ki§h§ZMäjr vo'zßäéeeirneyi CÉxadle Yi!" u "'i“ an eEi “"“Dikekkvt erlein te er din bd “nn M* “w achw rkenken nfluß auf das preußische MM„“ e eu ndßen noch est zelnezs hexvorzuheben, auch in der "Gründung dnJUBdcr sich, um nur- - m- Berlm, die so viel chensre1ches und Großes gmim Jut-Akadcmie zu 1, Doch_ nicht alleui als Staatsmann war er aus ae-iausidrack); mm m ,ihm mich emwaairioten von “hiem S o de chnet, wr ver. treuen Diener seines Konigs, _ ebrot und Korn, den Die Lasten und Mühen der großen eriheits.
redlich mit seinen Mitbürgern, gab sein mühsam " Kriege theilt; "
worbmes Vermögen
1553
willig Fin, und scheute fiir die Sache des Vateriaudes kein Q f
vz „rü tte er seine Sö ne für d'en Streidaus, an d '“ p "' Freu- nekmen ibn selbs! sein ?imtlicher Beruf verhinderte, em personlich The“ zu er auch soysi für den Kampf. Er sorgte für Karten, war bei Beseßigungs. werken thatig, und verwahrte, unter großer Verantwortlichkeit und unter sixter Gefahr der Entdeckung Seitens des Feindes, im Jahre 1813 Gelder fur_den Staat. - Endlich dürfen wir auch nicht vergeffen, in Evtel- wein dtn G elexrten zu feiern. Er wollte die hohe Stellung, zu" welcher er beru en worden, in jeder Hinsicht ausfüllen und ein wurdtger' Vertxeter seines Faches sein. chxn Keinem ]: so gelungen, wie ihm, gewiß hat es aber Niemand init sd großen „Opfern erkauft, wie er. Denn durch den Eifer, mit Welchem er bei Tagc seinen Amts cscdc'iften, bci Nacht seinen Studien oblag, wnrde
;_en, nbgchärteicn Körpers veimindert, und dadurch seinem riisiig fortarbciteiidcn lesie manche Beschränkung auferlegt. _ Ju jederWissenschast hätte er fich hcmusch zu machen gesucht, wie wir aus vicljähtigcm Umgangc mit dem themen Mannej und aus den seine Arbeiten bezeichnenden Tagebüchern, Notizen uud_ wisseztschaftlichen Sammlungen wissen. Bcsondcrs liebte er unsere deutjae Literatur, und sal) es gern, Wenn im häuslichen Kr-ise von den
schaftlich gelesen wurden. C'ben so aufmerksam folgte er dem Wechsel der
Suchte er Ruhe nach anstrengenden, und nicht seiten nach verdrießiichen Arbeiten,
seine Freistatt. Sie durchforschte er in allen ihren Richtungen, bewunderte nnd sa_1nn1eite ihre Erzeugniffe mit kindlich frommen! Gemütyc, und entwarf selbst, in seinen leßten durcb fortwährende Kränklichioit und beqinnende Erbliridixng gctriibteu Lebensjahrm -* die er bald nach seinem Dicust- Jubiläum in großer Zurückgezogeuheit verlebte _ cin kxysiallog'raphi- sches System.
. Was er in der Mathematik geleistet, und in zahlreichen selbststän- digen Werken und elehrten Abhandlungen, besonders der berliner Akade- mie deriWisseuschaZen, hrtauögcgeben bai, isi üdcr dic (Hränzen seines Fach? hinaus genugsam bekannt geworden. Seine hydrodynamischcn Nlbkltt'n haben durch die ganze gebildete Welt die Runde ge- gemacht, und seine reine Analysis wird noch den kommendrn Geschlcch- tern zu thun geben. Ein Zewgniß von solcher Thätigkeit gewährt unter andcmi der Umstand, daß Eptclwein auch die Wiiidcn eines Doktors der Philosophie, eines Professors bei der Universität und eines Mitgiicdcs der Akademie zu Berlin charb, Und von in- und ausländischcn gelehrtrn G„ciell|chaftcn, so wie von verschiedenen Regentin, mit Cyren aller Ait nber- häust Wiii'dc.
Eptclwein's Name ist in jedem guten Conversations-Lexikon zu finden, aber es sicht Manches, was die Bescheidenheit dem gioßen Manne in wei- tcic Kreise zu verbreiken vrrbot, nicht darin, und nur kurz konnten wir hier Ettizelncs davon andeuten. Doch anch dies gelte, als Andenken an den geliebicn Dahingescixiedencn, seinen zahlreichen Kindsrn, Citicln und Ur- enicln, wclche aus größcrer oder geringerer Ferne traiicrnd auf sein Grab blicken; cs werke die Erinnerung indcn Männern und Jünglinge", weichem dt'mVi-rblichcnen cinen KoUc-grn hattcn oder einrnLchrcr imdFicmid crianiitenzes leuchte als aufmuntcrudcs Beisp-iel für solche, weiche sich noch später dem Baufache oder überhaupt einem aiif Wisscnsclmft gcsiiiytcn (Heftbäfte widmen. Mögen sie bedenken, Was ein Mann leistete, dessen Bildung fast allem “auf,ker Kraft seines uncrmiidlichrn Strebens gegründet war, und Was sie [eiiien können, dcncn alle möglichen Unterrichtsmittcl i'illi's exicmh- teten Staats jcyt zu Gebote stehcn!
Wissen|chaft und 11111111,
Wissenscljaftlickxer Kunst- Verein.
Berlin, In der Versammlung des wiffenschaftlichen Kunst-Vrrcsö mn15.d. ersiattete Prof, W. Stier Bericht über die Kitnst-Ausstcllung in Dresden, von deren Besuch cr -- denn zu einer Reise nach dem schönen Elb-Atken braucht man gegenwärtig nicht viel mehr Stunden, als sonst Tage - eben zurückkehrte. Als besonders sich geltend nmche'nd bezeichnete der Vcrichtersiatter: das Standbild Lessings von Rietsiixcl nnd „nächtlichcr an-Von Amoiiucn,“ Oelgcmälde vou Genelli. Tie ?libeitRictsckzels “iht fich m würdiger Weise an die Standbilder Jean Pauls won Sckiwantiza- ier, Justus Möser von Drake, Winkcimanu von Wichmmm an Und wird dcinnächst fiir Wolfenbüttel in Bronze gcgoffen werden. Zu Gcnclii's Bilde rühmte dcr Berichterstaktcr die Kiihnheit ker Composition, die Kor- rcktheit dcr Zeichnung und das gesättigte, saixigc Kolorit. Das; das Por- trait der Lind von Magnus die größte ?inzichungöimft ausübt, bedmf kaum der Erwähnung; weniger einvei'standcn schien das Pnbiiimn der kaum von dem Barrikadcnkampse crlöiicn Stadt mit der ?iiiffassmig des goldenen Zeitalters von Hiibx'er; "man fand sie, im Vergleich zu dcr bi"- wegten Gegenwait des blcierncn Zeitalters, sehr langnwilig. ])1'. F. Jör- ster ersiattetchricht iiber einen mitm Kation Kattlbach's: „Griccixruland,“ in der Reihenfolge der sechs Bilder, lvciche das Treppenhaus des ilklli'" Museums schmücken werden, das zwciic; doci) wi-d das dritxe: „die Zerstö- rung Jerusalems,“ Welche cht fleißig in Angriff gcnonxmrn wnrde, friih-xr vollcndci n'erdcn. Der Künstler befindet sich gegenwäitig wieder unter uns. An Kunstgegenstände" befanden sich anögrlcgt: 1) Ein allkgoi'iscixrs Zueig- nungsblatt von Henning: „Borussia,“ dcm heimkehrcnkenSikger den Kranz xeichend; eine zeitgemäße, sehr ansprechende Composition. 2) Eine von Lutike gefrrligtc Lithographic: Türken in den Ruinen des Llimnonstempcls in Theben, nach Nobert, Fai'bendruck von (Hutscbmidt in dem König!.iixiw- graphischen Justimt, eine sehr gclungcne Arbeit, 3) Meleagcr und Am laute, Wandgemälde aus Pompxji, Kopie von Zahn, eines der giößtcn Bilder aus jener Zeit.
Johann Fischart.
Johqpn Fischart's, genannt Menizers, gcistlichc Lieder und Psalmen aus dem straßburgcr Gesang- buchlein von 1576, auch dissen Anmahnung zu christlicher Kinderzucht, und kin artlicdcs Lob der Lantcn besonders herausgegeben. Berlin, 1849. Gedruckt, während des Bc- lagerungs-Znsiandcs, bei VW Gebr. Ungcr und zu haben bei Alexander Duncker, Königl. Hofbuchhäiiklcr. 1536 S. ii, 8. (1? Rthlr.) '
Als mit dem Aithange dcs 161en Jahrhunderts auck) des römischen Reiches alte Herrlichkeit und seine Literatur ihrem Ende sich znneigten, er- schien ein Dichter, der, wie zum Abschiede, gleichsam das gesammte Eibe dcr Vergangenhcit noch einmal in sich vereinte, Johann Fischart, Ans- gesiattet mit den reichsten Gaben, mit durchdringcndcm Vcrsiande, [cbrndigrr Phantafie, gefiihlvollem Herzen, tiefer Religiosität, heißer Vaterlanrslicde, entschiedenem Charakter, strengem Ernste, trcfßndem Witze und gcfäiiigcm Scherze, führt er alle Verhältnisse dcs menschiichens Lebens in Familie und Gesellschaft, Staat und Kirche, in einer eben so mannigfachen und Wii"- derlichen, und doch bis ins kleinste von lebendigem chm durchdrun- gruen Formcnfiille, als die einzelnen Gliederungen des alten Rei- xixes auSgezeichnet hatte, an uns voriibcr. Abcr der UnischWung m _Leben und Literatur erfolgte auf dieser Gränzscheide dcr deutichen Geschichte ,so rasch, daß schon das nächste Menschen- aiier keinen „Maßstab für diese Größe mehr besaß, daß schon dreißig Jahre an des Dichters Tode, noch ehe der dreißigjähri e Krieg wie eine Siind-
“sint alle Erinnerung an das Geweseue, alle Brii en zur Vorzeit himvcggc-
schwemmt, noch ehe der Westfälis e Friede die Knechtschat dcs deut chen Volkes auf Jahrhunderte besiegelt am, die meisten Werke dfcs großen Ysiéin- nxs in ihrer Form veraltet; und dem einer feineren Bildung fich anmaßiich rühmenden Geschlechte ungenießbar erschienen; von einem Begreifen ihres Geißes war nicht mehr die Rede. Erst die neurre Zeit hat den sprachlichen und dichietlschen, erst die neueste auch den großen sittlichen Werth jeucr Werke wiederum anerkannt; und je mehr unn endlich die Freiheit“ VonWor- ten zu Tbgten, von Theorieen und Phantafieeu zu lebendi eu Gestaltungen fortschreiten, aus Regim, Studir-, Dozir- und KonverFr-Zimmem ins
Unermüdlich arbeitete .
„„ , , , drucke *u crbxiken, [ck90 skuh dlc Voiikrasi eines Von Natur siaricn und durch friihc Strapa- ? z *
- einen Vertrag mit der Staats-Verwaltung abzuschließen.
Leben übertreten" und dieses durckodringen und umivandeln wird„ ie böhkk FYend“ Versiandniß und die Anerkennung und Schäyung Fischakk's Freiherr von Ykeuskbüä). der größte Kenner unseres Dichters, ist
“, h'ims' MI?"- ebe er seine von Vielen sehnlich erwartete AuSgabe, welche
ein un terbliches Muße: "geworden wéi ' „ „_ „ re, voiiendet ti , ' &;in [Arktis isi zupachst bedingt durch den Verbieyl? ikin1e1tn THJTFZTTZYÜ io he und seines eben so unschäsbann handschriftlichen NächlaffeS.
„ „ * Ju wi en wird es d . ' Vielleicht isi dies 11! errci- „ 3 sch en Verehrern des Dichters und den Freunden der
diytschrn Literatur überhaupt angene m ein cini e dcr
Ft]chari'sv,_weiche ihn vorziigswcisch vorsi einer xr?inder [NMRA 2SLikiltkee der kritgtojen und gefiihipollcn, zeigen, Wenigstens in geirruem Ab: 5 _ Es bietet das obengenannte Büchlein, welches, dem .)[ndcnkm des Herrn von Meuscbaci) gewidmet, auch ziim großen Thrile aus den gedri-ckten und handschriftlichen Schäsen srincr Bibliothek hervorge-
* gangen ist, i.] gefälligcr, der alten Jobinschcn sic!) möglichst annährrnder
Allsski'lkkUUg 1) sämmtliche echte Psaime mid geistliche Lirrrr Fischart's (von
' denen bisher nur ein schr kleiner Tycil mit halb so viel unechten veimcngt
in sciicxieu älteren Gesangbückcrn zu iesm n'ar) a::s dem einzigen dis jexzt
-- bekai “ *" “* „. , Mitgliedern der Familie die bedeutendsten Aibeiflll unsei'chlassikcr gemein- „ mi en, in der Bibliothek des britischen Museums zuLondon bksmdllchkn
Exemplare des straßbnkgcr Gcsangbiicisieins von 1576 (S. l_89), 2) Die
- -- , , . . . _ ; Ann- 11 ' ' F“ . - . phrlosopbncheu Systeme seiner Zett," m die er sich schon in fricher Illgend ; Ml)" ng zu christlicher 1mdcrzuchi aus dem siraßbmg» Katechismus durch Enier's, Mendelssohn's und Anderer Schiiften hatte einführen lassen. .
(S. 90796), 3) Das- Lob des Laiiics, untcr dcn bis jcßtbekanntenTich- tungen Fiscbeirt's drk Zeitfolge nach die vierte, und die erste, in weickicrscine
. „ „ , Eiqcniiiimli k' ' ' (* “ „ rte auch1hm ais Staatsbcamien nicht erspart waren, dann war die Natur ' * ) ck M “"Wilde" zu Tage "M“ aus dem *Mbmsche" TUM“
turduche von 1572 (S. 97-122). 4) Eine gcdrängte, aber möglichst «r- saxopch-ndx (H1'sä11chik der Fiscl)artichc'n Psalmen und geistlichen Lieder, nebst chi notingsicn literarhisiorischenchcikungcn iiber die' beidenandcrenStiicie (S. 124-130).
Eisenbahn - Verkehr.
Rheinische Eisenbahn. Bau- und Vctric-ds-Rechnnng.
Zu der unterm 1. Januar 1816 dem Vcrwaltmrqs-Raibc qe- gcbencn Uebersicht der Finanzlage der Gcscliscbaft wai' zur VoUZn- dung der Doppelhahn und des Bahnhofes bei Köln sammt Ergän- 31th dcs VctriebG-InMntc-rs cin Residcdarf nachgewiesen Von 11,856,Z10 _Rtxhlr. 20 Sgr. 5 Pf. Dagegen waren Aktiva vorhan- den fili" “],-306,3]0 Rthlr. 24 Sgr. 5 Pf. Es blieb mithin damals cm Manis nach den Voranschlägcn don 350,000 Nti)lrn., deffcn Deckung zucccssivi aus den sich crgcbcndinUcbcrscdiisscn dcs Bi'iril- bchu [*Ywiricn war. Die zu jener Zeit Odrgeilglncn Kostcnan; sxlziagc fur dtc Toppclbahn sind, so Wi'ii diksclbcn ausgefiihrt, nicht izbcrsckwittcn worden. Das naci; dem ZahrcEerickxte pro 10-17; ml) chcn dcn VoraUschlag crgckcndc Plus von 85,014 Rthir. 22 S_gr. 6 Pf. wird dmch die Annahme- e'inis um 111101“ Wie 2x) pCt.,sil'LVi*1*i'i*i*it Schicucn-Pi'ofilö nwiivirt. WWU demnacd nach gegenwartxgcr Lage des Unternehmens zur gänzlichcn Fertiqstcliunq dcr Vccizn m'cé) Tic Vcscdaffun-g don ! Million Thalir in *Aussiciit gcuonimcn wcrden muß, so rührt “dies daher, das; 430,000 Rivli. Z'; p(st. Prioritäts-Obligationcn zur Zeit noch nicht ansgcqcbcn sind und nur zu cinem Course Von höchstins 70 pCt. auSgiÄxcdcn wvrdcu iöuncn, während dieselben in dcr danmligcn Balancé mit 07 pCt. 417,000 Rihli'. fiqmiien. Ter Ausfall auf diesen Posten [**cträgt demnach 116,10!) Nthli'. Aus dem Verkaufe iibersliissiqcr Grundstücke waren in Aussicht gestellt 161,063 Rihlr. 10 Sai". 11 Ps. Tieskr Verkauf kann jedoch bei din ji'ixigcn Vcrhältuisicn nicht realisirt werdcn. Der Bahnhof zu Köln war urspriinqliä) veranschlagt zn 300,000 Rihin, in dcr Ucbcrsichi Vom 1. Jaiiuar 1846 abcr zu 470,00!) Rihir. Tic Titration hat jedoch schon in friihcrcn Siiximgen dcm Verwaliungs*-Rntl,*1* erklärt, daß erst nach cincr gcnaucn Revision wird bcu:*i[ckciit Werden kiinnen, inwiefern diese Summe ausrcickicnd scin wird. Die gcstdigertcn Anforderun- gen der Fistimgs-Rciwrde sowohl, wie die miltlcrwcilc hm*vvrqetre- iciicn größmcn Bedürfnisse des Betriebes dabcn bei der Rcdisiou eine Erhöhung der Summe von 470,000Rthlr. auf 674,00) Nihlk. herbeigeführt, also ein Plus don 204,30!) Rihlr, Das bei der er- sten Vorlage schon vorhandcnc Minus von 350,000 Rihlr. dai aus “ccm Riserva : Fonds seither nicht gedeckt werden kiinncn , da aus dem Riscrvc-Fonds die bei weitem dic fi'iihi'kkii Anschläge iibkrstci- gende Vermehrung des Betriebs-Maicriais, so wie die Auswechse- lung schadhaft gewordener Schicncn in dcr Hauptbahn, bat bestrit- icn Werden müssen. Die vvrbxriihrtcn Ausfälle ergiben znsammen cine Summe Von 481,46“) Rtixii. 19 Sgr. 11 Pf. Cine wc-itere Summe don ca. “100,000 Rthlr. muß noch fiir fernere Schienen- ?iitöivccixsciung in dcr Hauptbadn in Aussicht genommen werden.
Die Tiraxciion haiko, sobald sie sii'i) von dem Vorhandchscin (ines Mehrbcdarfs Überzeugt hatte, in vielfachen Eingaben an die hohe Staais-chici'ung sick) dahin gewandt, daß dieselbe dem für die Rhcin-Provinz so wichtigen Unternehmen diejenige finanzielle Unicrstiiixungm(igc-zuTheil werden lassen, die fiir dasselbe um so mehr mit Riicksicht anf die in den iibrigcn Provinzen des Staats in so di'dcittciidciii Umfange geleisteten Garonticcn beansprucht Werden kiinnte. Lange Zeit hat es nicht gelingen wollen, diesen Anträgen (Liehiir zn Verschaffen. Es ist jedocizgclungcn, durch pci“- siiniicbe Verhandlung des Directors Herrn Oppcnhcim mit den Mi- uistern des Handels und der Finanzen folgenden Bescheid zu er;- wirken: Die Regierung kann dem Antrag:“, zur Vollendung dci“ Anlagen der rheinischcn Eiscnbahn fiir cine Million Thaler nen zu ki'circndc Stamm :Actien zn iibcrnclzine'n, wogen Mangels an ver- fügbaren Fonds nicht entsprechen, dagcgcn die Gewährung des eventuellen Betrags auf Bewilligung cincr ZiW-Garantie des Staates fiir eine Anleihe» zum gcdacdten Bcirage zn befürworten, wenn die (Liesclischaft das Bcdiirfniß der nochmaligen Erhöhung dcs Aulage-Kapitais durch eine übersichtliche Zusannncnstcilung ihrer gesammten Ban-Einnahun'n und Ausgaben näher nackywe'ist und sich damit cinvcrstandcn 1111611: „daß der Zinsfuß der Bestimmung des Siaaics vorbrhaltcn bleibe, dei" Direction ein Vom Staate zu crncnncndcr Direktor hinzuireie und, im Falle dic „Zins : Garantie in Anspruch genommen wiirde, die Verwaltung dcr Bahn alsdann unwidci'rnfliä) untcr Aufhebung aller entgegdnstehendcn Statut-Ve- stimnmngcn auf den Staat iibcrgchc, Auch wiirde die Gcscliscbaft siä) zu verpflichten haben, die Verbindung ihres Bahnhofes zchiln mit der in Aussiidt stehenden festen Brücke über dcn Rhein gleich- zeitig mit der Vollendung der letzteren auf ihre Kosten herzustciicu.“
In der chtcn, vor einigen Wochcn abgehaltenen General- Versammlung, in Welcher der Bericht iiber den Stand des Unternehmens Vorgelegt war, wurdcn auf Grund des voxex wähnicn Bcschcides von Seiten der Direction nach rmfit- cher Erwägung folgende Anträge gestellt: 1) „die- Directioxi 311 U“- mächiigcn, zur gänzlichen Fertigstellung der rheinischen Cijetwahn eine dritte Anleihe Von einer Million Thalkr, in 5000 Obilgakwnen zu 200 Rthlr. nnd 5 pCt. Zinsen tragend, untcr Gxnehmtgx'unkz nnd Zinscn-Garantic des Staates zu kontrahircn und daruTbe Ausgabe dieser Anleihe bleibt einer weiteren Ermächtigung '?" General-Vci'sammlung vorbehalten.“ *- ?) „le GinkralÉMF sammlung erklärt sich damit einverstanden, daß, im Falle d,“ HFF für die von demselben zu übernehmende Garantie eincr dritten -