1881 / 237 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 10 Oct 1881 18:00:01 GMT) scan diff

üben. Die soziale Stellung_ betrachtet, haben die Gefängnißinsaffcn ziffcrmäßig die stärkste.Selbstmordneigung dokumentirt._ Das 6. Ka- pitcl untersucht den Einfluß der psychologischen Eigenschaften des In- dividuums, und zwar zunachst die Motive zum Selbstmord. Der Vcrf. gelangt darin zu dem Ergebniß, daß man in dem letzteren eme ebenso zinrerxneidliclye Erscheinung vor sich habe, wie es die Geistes- krankheit, "1111? es Elend und Verbrechen _seien. chensüberdruß. Da1cinsn1udinkeit seien nichts "anderes als eine besondere Form der Gerstrskrankbeit. Die physischen und moralischen Ursachen des Srlbstnwrdes werden durch interessante Tabellen illustrirt, welche Verxilrtchc zwi1chen den verschiedensten Völkern ermöglichen. Wissen- schastltchen Untersuchungen zufolge würde fick) die Skala der Lander nacb dem Vorkommen der GeisteÖkrankheiten sehr ähnlich der'nackZ dem Vorkommen der Selbstmorde gcstalten. Obenan „sieben die Lander gcrnmnisäxcn Stamms mit ungefähr 2 _ Geiitßskranken (1111 1000 Einwohner, dann folgen die celioroma11i1chen 'Mit 1 pro MUL und zu allercht folgen die slawotartarischen mrt 0,6 prd MxÜe. Sehr richtig, sagt der Verfasser, sei der Satz St.-Marc.-G1rardm§, daß der Mrnsch nicht daran denken wiirdr, s1ch zn tbdten, wenn die Eniwickrlung seiner Gcbirntbätiakcit ibm nicht die Gedankenpem zu seincn Lcidcn gegcbcn bätte. Zwar „folie ,das Vorhandensein von Selbstmorden (1118 hoben und edlen Motiven mihi 991911131121 werden, aber sie seien dwcb außerordentlicb selten. In U11181813611 12,1 der Selbstnwrd wescntiick) Ausflnß dcs Egoismus, dcs U11befltkd1giblklb6ns von LUden- schn§irn, Und man habe ibn daher mehr vom patbologischn als vom moralischen Standpunkte aus zu brtrachicn. Indessen frble es doch nicbi ganz an Aruficrungen des beserrn Thrils unsere?) Wesens und zwar hauptsächlich beim weiblichen Geschlccbte. Belm männ- lichrn er§chei11e dagegen das eigene Interesse als durcbans vorherrschen- drs Motiv, und da von Frauen iiberhaupt nur cm Viertel oder Fünf- tel drr Selbstmorde aesthcbc, io sei die Seitenbeii edler Beweggründe scbon durch dirscs Zabienvcrbäliniß illustrirt. Der Mensch glaube ein Recht auf den Tod 311 Haben, wenn cr_ unter dem besonderen Eindrucks Vermindcrter Encraie nnd cines Unbefriedigtrn Bedürfniffes stech, und da dsr Intensität des Bedürfmffcs dic moralischs Wichtig- keit cntsprcrbe, irclcbc ibm der Mensch beilegr, so werde er dann, wenn drr Wunscb dic Siärkc drr Lridcnicbaft annimmt, durch den Schmrrz zum Vrrzagen und dabin gebracbt, daß ihm das schnell vor- iibergrbendc Lriden des Todes Vor dem dauernden Gefühl von Ver- lusten oder Täiistbungrn den Vorzug zu vrrdienen scheine. Auch bei den sogennnnrcn edlen Moiircn wolle der Selbstmörder sich die un- angencbme Fortsexxung Und die gefürchteten Folgen seines eigenen Zu- standrs ersparen, und sonacb seien es wieder egoistische Griinde, welche für ibn den Selbstmord notbrVendig machen. Nncbdrm dann noch die Ein- fiiiffr, welcbe die Art der Beweggründe modificiren, die berschirdenartigcn SclbstmordmoiiVe der beiden Geschlechter und der bersck)ieden2112l[ters- k[affen, dic Einfiiiffc des Civil- und des Familienstandes, der Erwerbs- zwrigc 2c. crbrtert worden sind, Werden im letzten 7. Abschnitt die Art und der Ort der Selbstrnilcibung, die Regelinäfzigkciten und Vrrsibiedenbeiicn in der Wabi der Mittck (bedingt durcb aU- gemeine Umstände oder durch die Individualität) behandelt. Wenn aber in der Schlxlßbetrarbtung iiber Natur und Tberapie dcs Srbstmords das Ergebmß der Untersuchung wie folgt formulirtwird: „Der Selbstmord ist ein Ergebnis; des 5111111hW 111118 Dasein und der Auslrse, die sich im Menschengescblecht Kraft dex? Gesetzes der Kultur- entwickluug vvÜziebt“, _ so nimmt der Verfasstr dem Darwinschen (Yrinzip zu Liebe doch wol)! nicbt hinlänglich in Betracbi, daß diese ntwickelung durchaus keine stetige ist. Und seinc Betrachtung, welche die nutoritativen moralischen Faktoren und ihre mächtige, brstimmcnde Mitwirkung gänzlich außer Acht läßt, ist denn auch nicht Von Widerspruch frei. An der einen Stelle bei 1 es: „Die Natur läßt den Schwachcn wenig_von dem Rechte, das (1 en Lebenden zukommen soll; sie bevor- zugt die Starken, Kluch, Grivandten, Während sie die Kraftlosen; Ungefcbickicn, 11111 Murmeln Bcbafteten als Opfer preisgiebt;' an einer anderen, kurz darauf folgenden dagegen : n i cht im 111 er d c 1“ Be st e bleibt Sieger, sondern der Klügste und Gewandtcste, in Summa der, denen, Gebirnorgan die (nn ck bestimmten Seiten hin) höchste Entnnckclung erreicbx bat." Ferner gcstcbt er zwar zu, daß Selbstmord und Vrrbrcxch wzmlc Erscheinungen von analoger Bedeutung seien und die Niederlage des Scbwncbcrcn darstellen, nämlich insofern drr «)crbrcäsöcr, seinen schlechten Trirbcn gcborckicnd, jvenn cr seinc'nWiin- scbrn keine andere Befriedigung vcrjclmffcn kann, seinen Nebenwcnschcn moxdc und brrnube, dcr Selbstmörder aber, dcm die Erziehung das Gcsubl dcr'Pflicht. rinflößr, [takt 111_jcner Vernichtung Anderer, sich zu dcr ictncr ctgcnen Pcrjon cntjcblicsxe; wir will er dann aber _ nebcn jenem brutal-matcrialistischen Satze Von der Auslcic im unerbittlichen Kampfe 111118 'Dascin noch den Satz von der wrtjcbrcitc'ndcn Kulturcntwickclung aufrecht crbaltrn, die dock» (“1111 Endenicbt blos die pbvsiscdc Steigerung und Verfeine- r1xng der_Gcbirntbätiakcit, sondern auch die Veredelung der mora- 1i1cben_W1_llcn§-- und Lebensäußrrunacn ninfnßt? Müßte man konsequen- xcrweiic m(bt gar das Pfltckitacsüblimwscincn Ausfiihrungen für etwas im chcnsknxnvfe Entbebrlicbcs, ja_ zur Lobenscrbaltitng indcrlicbcs „baltcix? Vrdurfcn sdnacbdicsoziologistbenErgebnisse der im inzclnen so inicrcnanten11111cr111chuna noch dcr Korrektur, Zo wird man sich doch 1111t_den Ersabrungßfaßcn nm Scbluffe dcs Wer es wohl einverstanden erklaren können. 11:11 _cs [*rint: .Es ist kcin Zweifel, das; der Selbst- mord bcidcn civili1irtcn Völkern sicb rrrmindcrn wird, wenn das (Hletchacwicbt zwijcben individuellem Vediirfcn und sozialer Mög- licioieit Hergestellt ward, wenn ein Jeder in sicb das Bewußtsein der Pflicht tragt, dcn aniémus dcm W_ch*lc der Gcsammtbcit zu opfern" _ und als propbvlakincbe, vadanoauckzc Maßrcßcl gcnen dcn Selbst- 1n_r-_r_d dcr Rail) crtbeilt wird: „„Man entwickele im Menschen gleich- mann) dax Einrfindunakx- und das Denkvermögen, befähigt ihn damit, sich ein mbcrcs chenönel zu stecken und zu erreichen, stärke seinen moralncbcn (?bnraktcr und gcbc ibm Tbatkraft.“

Geverbe und Handel.

Nordhausen, 8. Oktobcr. (W. T. V.) Die außerordentliche Genomlrcrmtnmlunq dcr Nrrdbnusen-Erfurtcr Eisenbahn bat den Ankauf der im Konkurs bcündlicbcn Snnlc-Uustrut- Eisen bnbn um den Prci-J ron 25111000 .“ gcnebmi t. .

London. 8. Oktober. (W. T. B.) Bci dcm gcßtrinen Siblus; der W ollnuftion waren Prcisc unverändert, mit den Schluswrci en der Juniauktivn verglichen stcbcn bcstc Snrwaite Wollcn in volfler Parität, (Tounjrv Scourcd nnd folklcrbaftc Znow Wbitc 16., Vließe .) (1. niedrigcr, Natal Grease in Parität.

(Rlasgow, 8. Oktober. (W._T. V.) Dic Vorrätbc von vaciscn in dcn Stores [*clauscn sich auf 595000 Tong e en 474900 Truel im vorigen Jabrc. anl der im Betrieb befindli cn Hocböfcn 105 argen 104 im rorincn Jak-te.

St. Petersburg, 10. Oktober. (W. T. V.) Auf die neue (Tmassirn von 100 Millionc115"/a Staatobillctö Lollen dic Diskontvbnnk 21, die Koxnmcrzbnnk und die Wolaakama-

auf je 10, die Firma Mi'l'kk 5 und das Bankhaus Günzburg 5 Mill. Rubel zur Subskription vorgemerkt [*aben.

Berlin, 10. Oktober 1881.

Berliner Rennbahn zu Hovchntcn 1881. Ferbst- Mertin . Erster ?11.19, Sonntag, 9. Oktober. 1013 des um die ittagsstundx m_b einstellenden Reqenwettcrs war der Besuch der Rennbahn doch czn ziemlich zahlreicher zu nennen, und diejenigen, weit!»: das unfreundliche Wxttcr nicbt cscvcut hatten, wurden durch den Verlag!_ der Rxnnen und die überras cndcn .* csultatc derselben rcicb cntscbadtgt. Die Rennen watcn aut ('VW, urdcn brillant geritten und verliefen obne jeden, Unfall. ie Acmter waren fur das Meeting in folgender Weise rcrtbcilt: Das Zwicdsgericbt wurde ebildet von den Herren v. Tramm, Lnndtatb U. v. Oer en, . ammetbcrrn r. Pciüwtc. und Graf M. Schmettrw. ?Uls Stellvertreter fungim: die Herren err. r. Langm-Vcliy, Major

Meyer„ Rittmeister Graf Schlirpenbacb und Graf Tschirschky-Renard. Als Richter fun itte Frhr. v. Thielmann, der auch das General- sekrctariat verwa tet und die Waage beanffichttgt. Da§ Abrezten leitete_ Hr. H. Wackerow, und die Kommis1ion zur Entscheidimg uber QUAllfikation der für Staatspreise genanntewPfcrde ist gebildet aus den Herren Major Meyer, v. Treskow-Grocholtn und GrafTschirscbky- Renard. _ Die Rennen begannen um 1 Uhr mit,:

1. Ermunterungs-Rennen. Stqatsprcts 1700 „44 Für alle _2- und Zjäbr. inländischeStuten, die me gesiegt baben. 100 W (Lim., balb „Rena. 2jäl)r. 55, Zjäbr. 65 kx. Dtst. 1000 m. Dem 2. Pferde dte'Halfte der Eins. und Reug. Von den 18 genannten

ferden erschienen 9 am Pfosten: ]) ka- Sölms-BNUWS 2jäbr.

r. St. „Vonafide“ (Collins), 2) Bar. G. Rombergs 2jähr. br. St. „Goldene 110“ (Johnson), 3) Fürst Hobcnlobc-Oebringens ?jäbr. br. S1, „Favola“ (Osborne), 4) des Kgl. Hauptgrst. GradiZ 2jäbr.br. St. Wetterwolke“ (Fisk), 5) Frbrn. (Ed. von Oppenheims 2jäbr brSt. „Ada“ (Sopp? Y Grafin Saurma's 2jäbr."F. Sf. „AU White“ (Salloway), 7) Gr. ernstorff-Gyldcnsteen's Zjabr. br. St. „Katbcben von eil- brdnn“ (Busby) 8) Kapt. Joö's 2jabr. br, St. „Metamorp vie“ (Little) 9)"Mr. Edwards Zjäbr. br. S1. „Emilie“ (Gough,) Nach einem schonen Rennen leicht mit 5/4 Langrn gewiynnen ]) Längen zwischen der „zweitewund dritten, ebensowcit zwi1chen der dritten und vierten. Zeit 1 Mm. 2 Sek. Werth: der Siegerin 3275 444, der zivriirn 675 „44. Es folgte um 15 Ubr:

" 11; "Stgaispreis ]. Kl. 10000 «16. Für alle Zjäbr. und nliere 1nland11che Hengste und Stufen. 300 „46. Einf., balb Rcug„ xcdocl) nur 75 „16., falis das böbereReuge1d nichtbis10,Sepibr. einge'zablt ist. Distanz 2800 11). Dem zirciten Pferde die Hälfte der Einsaße u. Reugclder, 26 Unterschriften, von denen 15 das Reug. von 75 «14, 8 das; böbere Reugcldzablen. Am Pfosten erschienen Frbrn. Ed. von Oppenheims 4jäbr. F. S1. „Edeldame“ v. Monseigneur a. d. Kisaßzony, 60518? (Sopp), Fürst Hobenlobe-Oebrinnens Zjäbr. br..H. „Birte Monkey“ „i).- Hymenaeus a. d. Blue Gardes 55 kJ (Osborne), 2) Kapt. Joös 41abr. br. St. „Basta“ v. Rustica d. Lady Beacon?- fixld 6031112. (Little). „Basta“ machte die Pace bis zur erinn- 16116, wr? „Edeidame“, die auf dem zweiten Platz [ag, vorging und s1chrr 11111 3 Langen im Kanter gewann. „Vkue Monkey“ 7:3 Län- gen vor „Basta“ Zweiter. Zeit 5 Minuten 12 Sekundcn. Werth 11612 4,14 50 «5 der Siegerin, 1612,50 916. dem Zweiten. _ Um 2 Uhr folgte:

111. Dentixber Gestüispreis. Für alle 1879 geborenen und von den vrrbundeten Gestüten in öffentlicher Auktion verkauften Pfrrdcsresp. 11111 Höberen Einsätzen fiir alle im Jabre 1879 geborenen 1nland11chrn Pferde. 150 „14 Einf., 100 „14 Reug. 2c. Distanz 1200 111. DM! zthten Pferde 1500 «44 aus den Einsätzen u. Reug. Das dritte 181th 16111811 Einsth. 54 Unterschriften; 9 Pferde erschienen am Piviten: Erf. Tschtrscbky-Renards F. H., .,Trachenberg“ v. Flibusiier a. d; Dirt Cbcap, 54.) [(J (CoUms) 1„ Fürst Hohenlohe Oebrmgens br. H. „Michel Angelo“ v. Flibustier a. d. Arcadia 615 112- (Osborne) 2., desselben F. St. „Marie“ 51 kx- (Hunter), des Kgl. Fauptgestut Gradik F. H. .Nebenmann“ 54-11 kg (Fisk), Träner John 0118 br.H. „Brockser“ 613.113 (Johnson), Mr. Edwards F. H. „Delaware“ 549? 111.1,- (Gougb), Gti. v. Schmettows F. St. „Prinzessin Tochter“ 51 112 (Little), Prinz . (1erle F. H. „Erbprinz“ 545 kg (Milne) Erf. Pleffens ZF. H. „, oniebcllo" 54.3) kg (Sopp). Nach einem schonen Reimen 1cher Mit 31) Längen gewonnen. 10 Längen zwtscben dem zweiten und dem dritten. Zeit 1 Min. 45 Sek. Werth de? Rennens 12150 „44 dem Sieger, 1500 dem ziveiten, 300 der dritten. Um 2.15 Uhr [chloß fick) dem Rennen an:

_ 19". Staatspreis 117.Klasse1500 „44. Für alle Zjäbr. in- land. Hengste und Stuten, welche noch keinen Staatspreis 1., 11. oder 111. Kl. nervonnew haben. 120 ck14. Eins., halb Rcug. Distanz 2400 m. Dem zweiten Pferde, die Hälfte der Einsäye und Reug. Das Rennen hatte 9 UnYerschrrften, 6 Pferde erschienen am Pfosten: errn. Ed. bon Oppenheims „FH. „Kaiser“ von Monsei neur a. d.

orie 55 kg (Sopp), ]., Prinz Fr. Hatzfeldts FH. atterer“ v. Savernake ,a. d. . [at 551 kg (Osborne) 2., rhrn. Ed. 6. Op enhetme br. H. .. urchlaucbt“ 55 kg (Hunter, Hrn. Ulrichs Sch. t. „Frubltckyt' 53) kx (Collins),R1tt1m-ister kollards F.St. „Goldpcrle“ 53.) kJ (Little), Frbrn. E. v. Biels br, H. „Koran“ 55 kx; (Gbugb); Nach x_mem schönen Lauf leicht mit 1.) Längen ge- wonnen. 35 Langen zw11chen dem zweiten und dritten. Zeit 3 Min. 58 Sekunden. Werth des Rennens 1950 „M fiir „Kaiser“, 450 „14 fur „Flattcrer“. _ Um 3 Uhr folgte dem Rennen:

_" )'. antxt 111. Klubprets 3000 „46. Freies Handicap. Für 31abr, u. gltcrc inland. u. österr.-ungar.Pfcrde. 150 «. Eins., 80 „14 Yieug. Distanz 2210111. Dem zweiten Pferde die Eins. u. Rena. bis “150 „“. Das Rennen Hatte_ 43 Unterschrixten; vier Pferde erschienen jedoch nur am Pfosten. Prinz Fr. (1th8 dts 3jäbr. F. St. „Anti- aone“ r. Sybernnxe a. d. Angela, 4 & kJ (Hunler), ]., Frbrn. Ed. v._Oppcnbeims 31abr. FST. ,Seladin“ v. "Monseigncur a, d. Sou- mtse, 56Z kg (Sopp) 2. Hrn. O. Oeblschlagers Zjäbr. br. H. „Job- bex“, 52 112_(Bar19n), Kgpt. Joö's 4jn[)r. br. H. „Humbug“, 56 kg (Little). Stckxergntt “1 Lgngen gewonnen. 6 Längen zwischen zweiten und dritten. Zett 3 Minuten 2 Sekunden. Werth 4640 „44 der ZSYchrm, 750 «16. der zweiten, _ Den Schluß des Tach bildete um

r:

171. Kaulsdorfer Handicap. (Iradiycr Gcstiitsprcis 1200 „46 „Herrenrcitcn.' 60 „44 Einf., 30 .A- Rcug. Distanz 1800 m, Dem zweiten Pferde die Hälfte der Einsäßc und Reunclder. Mr. Decem a. b_r. H, .Alpenstock“ 775 kg (Graf Bninski), d. Frbrn. v. Langcns__6jahr. br. H. .Har_n1on1u1n“ 75 kg (Bexikxer), Trainer G. Lon s 51abr. br. St. „Javelm“ 71113 (PrinzHav c dt), Frbrn. E. v.

alUcnbausrns a 1chwbr. H., .Blucher" 72.) kg (Bes.), Hrn. O. Oebi- cblagers 31abr. F. H. „Prtnzßugen“ 12., 112 (Hr. v. Tcppcr-Laski), Frbrn. E. 1). Falkenbauiens 3]_abr. . St. ._.Cornelia' 65 kx: (Licut. v._Paczc„n6k1). Nach eincm uberra chend 1chö11cn Lauf leicht mit 3 Langen nn Kanter gewonnen, 2 Längen zwischen dem zweiten und der dritten. Zeit 2 Min. 12 Sek. Werth des Rennens 1485 „44 dem Sieger, 285 „44 dem zweiten.

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Die Gesellschaft für Erdkunde dir" am Sonnabcndibre e_rstc Siyung nach dcn S_onnnerferien ab. Der Vorsitzende Dr. Nach- ttgal beqrume rie Anweiendcn und gedachte zunächst der seit der [enten Sivung Verstorbenen, insbesondere des Prof. Dr. Bruhns in Lciyztg, der so oft in der Gesellschaft Jeweils habe. Die Afrika- sorwbung hat durch den Tod des „franzöxiscbcn Kapitäns Popelainc und ch Italieners [)!-. Maiteuci zwci schwere Verluste erlitten. Urbcr dic dqucbcn Afrixarciscnden wurde mitgetheilt, daß Major von Mecchw durcb Gcsnndbettöruckficbtcn noch verhindert set, seinen Vc- rnbt uber setnc _Ervcdition nach 9011) de Loando zu geben und 1)r, Buchner noch nicht zuruckgekebrt ei,. Dcr Reisende [egel strebe jeyt seinem Hauptziel Adamaua zu; seine [cytcn Vric e datircn vom 10. AU ust. Von_dcc deutchen Station in dcr Näheres Tanganjika- Sceo 11 ein nuöfubriicber Bericht„_c1nnclaufen. Das Hnuptcreigniß der Ferien sei der dritte eonraphucbe Kongreß in Venedig ewesen, uber dessen Ergebnxm edncr cin ausfübr icbes Referat ich vor- bxbalt. Dix Vortrage des Abends hielten Hr. von Wocikof über einige Verhaltnisse der Meerestcmperatur und Prof. Dr. Kiepert über den bereits erwahnten Kongreß in Venedig.

Das Centralburcau der Allgemeinen deutschen Ausstel- lung auf dem, Gebiete der quxxizxnc und des Rettun (+ wesens, Berlin 1882, befindet icb klin W., Werderstraße ?; 4, im_ (Erdgeschoß. Das Bureau ist an jedem Wochentage von 9 bis 5 [ihr geoffnct. In der 'Zeit von 11 bis 2 Uhr befindet sich stets ein Mit-

lied des Ausschuics in dem Bureau. Alle Anfragen Meldungen, _ortesvondenzen xc. find fortan u adressircn: An das Éentralbureau fur die Ausstellung auf dem Ge im der Hygiene, Berlin W., Wer- derstch 3/4. Das Centralbureau ertbeilt auf mundlicbe oder Zebrift- Liebsch! ?tfragcn tn Betreff der Ausstellung schleunigst jede gew tnschte u n .

Unser Nachbarort Köpenick feierte gestern die Enthüllung des Denkmals, das der Landwehr- und Kriegerverein und Einwohner der Stadt ihren in den Kriegen der leßten Iabren gefallenen Mit. bürgern geweiht hat. Die Stadt bekundete ibre allseitige Theilnabme, die sie der Feier entgegenbrachte, durch den überreichen Schmuck der Häuser, zu dem der Wald sein leßtes Grün herge- geben. Musik, empfing auf dem Bahnhof und an den in Köpenick emmündendcn Landstraßen die zur Frier er- schienenen Kriegervereine aus Berlin, Charlottenburg, Rudow, Erkner, Neu-Glienicke, Schönweide, Rüdersdorf, Furstenwalde, Zastrow, Friedrichsberq, Fricdricbbagen, Königs-Wusterbausen, Grünau und Johannisthal. Gegen 12 Uhr fand alsdann auf dem Friedrich- Wilbelmsplaß die Begrüßung der Vereine durch den Vorsitzenden des Festcomités, Glasermeister Krüger statt. Kurz nach 1 Uhr ordnete sich der Festzug, um mit klingendem Spiel nach dem Play vor dem Schlosse zu marscbiren, wo "neben dem noch verbüuten Denkmal der Landratk) Prinz Handjery und die städtischen Behörden mit dem Stadtbanner Aufstellung genommen batten. Gesangeröffnete bier die Feier. Nach einer Ansprache des Ober-Predigers von Hanstein erfolgte alSdcmn, während die Musik dux „Wacht am Rhein“ intonirte, die" EntbüÜuna des Denkmals. Dnswlbe ist von einem Köpenicker Burger, dem Bildhauer Helmutb, ausgefiihrt; auf breitem Sockel er- !)be sicb ein schlanke Säule, die einer Siegesgöitin als Piedestal dient. Der Sockel trägt vor auf eingesetZter Marmortafel die Wid- mung imd auf den drei andern Seiten die KrieaSjabre 1864, 66, 70/71 und „dte Namen der Gefailenen. Nach der EntbüÜung übergab der VoY'Hende drs Comités das Denkmal an die Stadt, in deren Namen es urgermeifter Borgmann mit einer Ansprache Übernabm. Gesang

schloß dann die Feier, Nach einem Umzug durch die Stadt vereinigte

gememschaftliche Tafel und Ball die Festgenoffen.

Bremen, 10. Oktober. (W. T. B.) Der hiesigen Geo- graphischen Gesellschafi ist aus St. Petersburg folgende Nncbrxcbt zugegangen: Nucl) etnem aus W[adiwostock“ eingetroffenen Telegramm traf das Kriegsschiff „Strelok“, welcbrs aus drr Brring-Sec zurückkehrte, wo es bis zum 67. Grad nörd1icher Breite gekreuzt baitc, .die Bremer Expedition der Gebrüder ])r. Krause in bestem Woblsein an und war derselben bebiilflicl).

, Stockbown", 10. Oktobcr. (W. T. V.) Gegen Morgen brach 111 den Vorrqtbßraumen des „Königlichen Tbeatsrs Feuer aus. Man bofft b1s jetzt noch die Biibne und den Salon zu retten; es herrscht ein starker Wind.

Wilhelmine von Hiliern hat ihren Roman „Die Gcier-Wally“, welcher vor Jahren gerechtes Aufjeben erregte und in Weiten Krei- sen Beivunderer fand, drqmaiisch bearbeite1,und das Königliche Schau] ptelbau 13 hqi sicb das Verdienst erworben, diese Bearbei- trzng, cin Schauspiel 111 fiinf Akten mit einem Vorspiel, zur Auf- fubrung gebracht zu baben. _ Wenn früher sogenannte dramatische Bearbeitnngen bon Romanen durchschnittlich ein sehr kurzes Bühnen- [eben fristeten, so mag nicht wenig der Umstand bierzu bei- getrasz'en , babcn daß der Bearbeiter, der eben nicht der ursprung'li'che Dicbter war, die brwcgcnden Elemente und chgrc1kter1s1renden Momente der Erzählung nicht in ebenso kraftige und wirkungstwlle Scenen umquandelu verstand, in denen die Charaktere der Erzählung in lebensvollcr Gestaltung handelnd vdr uns erschienen. Die „Geicr-Waüy“ darf fernerhin in diescr Be- 33013111?) ais Musterarbeti gelten; denn wenn immerhin einige Mängel ubrig [erben, 1116 ihren Grund offenbar in der ursprünglich erzählen- den Form dex: Dichtung haben, so haben wir doch seit langer Zeit kein Schauspiek nut so gewaltig crgrcifcnden Scenen, mit so [ebens- wgbren Gestalten, mit so spannender und in den Affekten sich eben- znaßi steigerndcr Hgiidl11ng gesehen, wie das in der Geier-Wally der Fall ist. «olcben Vorzngen des Stückes konnte der Erfolg nicht fehlen, der in dem Verfall des voll besetzten Hauses und in dem wiederholten Hervorruf mcbtnmr der Darsteller, sondern auch der Dichterin, die auch auf der Buhnc erschien, seinen schönen Ausdruck fand. _ Dcr ancxlt des Drainas darf, da er dem gleichnamigen Roman im We- sentlichen entspricht, als bekannt voraußgesevt werden. Den Hinter- grund drs ergreifenden Schauspiels bildet das Tirolerland mit seiner Landbevokkcrung, in welcher die Leidenschaften noch in urwüchsiger Kraft zuzn Ausbruch kommen. Die Sccncn des Stückes werden durch eine, sebr „große Zahl von Personen belebt, unter welchen die lctdenschaitlrchc, cbarakterstarkc Heldin sick) würdevoll hervor- ibnt. In ungeschgmnkter Wahrheit [aßen die Bauern Freud und Leid, Has; und Neid erkennen; aber auch die 1odverachtendc Liebe und remge Dc'mutb tritt uns [)eldenbaft entgegen. _ Von den Darstellern beben wir an erster Stellx Frl. Schwarz, welche die Titelrolle gab, hervor; 1n crgrexfxnder Weise brachte sie den Kampf der starken Leiden- schaften sowie die darauf folgende Reue, Entsagung, die tiefsten Seclcnqualen Mit der empfindungövollsten Jnni keit zum Ausdruck. Nxben i_br wirkte Hr. Drach m der Rolle des ären-Joscpb, die er init Wanne und Kraft darstclLte. _ Hr. Kahle ßVinccnz Gellner) konnte seine Meisterschaft nur in einem A t zur Geltung bringen, da ibm nur „cmx kürzere Rolle zucrtbeilt war. Die Deko- rationen Waren vorzugltcl) und ebenso die Jnscenirung des ganzen Stuckes, besonders aber die der lärmenden Bauernscencn, durch deren Arrangement sich .Hr..§1)ce'21§13 _ein Verdienst erworben hat.

_ Jm. Hklcdklkb: tlbelmstadtischen Theater hat die fur Ende d1c_cr Woche in Aussicht genommene Operette von Zeller: „Capitam Nicol“, _Yroxxdein diesc Novität bereits cinstudirt ist. ver- 1chobcnwcrdenn1unem da der Zuspruch zu den Aufführungen des _„Ga-sco ners: noch immer ein sehr reger ist. Das Finale 1111 3. kt www der cffcktvoüc Marsch in dcr Schluf1verwandlung wleden allabendlich (13 capo verlangt; außerdem ist der bci der ersten Vorstrllung nicht ganz genügende Schluß des zweiten Aktes durch eine von dem Komponisten Hrn. Suppé selbst vorge- nommene Abanderung yiel wirksamer cwordcn. _ Am Sonn- abend trat Frl. Erdöw zum rrstcn ale in der Partbie dcr .„Marv“ auf und errang durcb Erxcbeinung und sympatbijcbe Stimme einen guten Erfolg. Die. gegmnntc Dame wird von jcyt ab mit ri. Korner alterntren,.d1e ubrtac Beseöung jedock) die ursprüngliche leiden. _ Am acstrmen Sonntage war, wie an den vorhergegan- genen, das Haus quSverkauft.

;- Jtn Nat'tonal-Tbcater bat Fr. Franziska Ellmenrcicb m_u Sonnabend tbr Gastsktcl als Beatrice in Sbakespearc'ö „Viel Larinen, m_n N1chtS“ fortgc eyt_ und mit der sein ausgearbeitctcngei t- voll pomttrtcn Darstell_ung_d_1e!_cr Rolle einen ähnlichen Erfolg geba 1 wie als .bezabnxtc Widerjpgn tige". Die Ausführung des präcbti en, lustund lebenspritl'cnden Stacks war eine so abgerundete, und das?; - émnmensvtxl wie die Ein xllcistungen so trefflich, daß der streb- amen Bubnenlxitung daiur alle Anerkennung gcbubrt. Das anixmrte ubltknm zeichnete die Gastin und die anderen ngptdarstc er 11111 wgblvcrdixntem Beifall aus. _ Fr. Ellmen- retcb, wclche tbrc knnstletijcbe Gestaltunßsgabe im Lustspiel durcb Yorfubmng dreier Glanzrollen darget an hat, wird nun auch nachsxens als Tragödin auftreten, und war als „Katharina

oward' in dem gleichnami cn, vor mehreren abren am Köni lichen

Gétct'i! piäibause zur Auffü rung gekommenen Drama von ' udolf

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Cloner. Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

Berlin:

(1149)

»

“werden.

„)|(-: 237.

E r | e B e i l a g e zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeigrr.

Berlin, Montag, den 10. Oktober

R , Ins ernte für den Deutschen Reichs- und Königl. 7 Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- register nimmt an: die Königliche Expedition des Deutsrhen ReichI-anrigrrs uud Königlich

preußisrhen StaatI-Ruzeigrrx: Berlin ZW., Wilhelm-Straße Nr, 32.

1. Zteakbriafs 111111 Unbsrsnobuugs-Zaobsn. 2. Zubbaßcatjousn, anfgsbow, 3 u. 1191-31.

Oeffentlicher

7011861111361!

1ZZ1.

5. lnäaßrrislls Imbissssmauts, Fabriken (1168558111161. 6. ?srsabieäens Zskaunbmaobungonx

?erkäufe, 76rpnubbüug'811, Lubmiasiousn etc:. 7. dixsrariaobs WLZZSU.

4. 78r1008uug, Ümorrisabiou, Jiuasabluug

u. s. m von 6681111105811 kapieren.

8. “kbauter-Ynxaigsu. 1a 1181" Börsen- 9. kamüjsn-Uaobriebbsu. banZs.

ZK Anzeiger* Interate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des

„Invalidendank“, Rudolf Moffe, Haaseni'teiu & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

87

Annoneeu-Bureaux.

Steckbriefe und Untersuchungs = Sachen.

Steckbrief. Gegen den unten bescbriebenen “Barbier nnd Heilgehülfen Paul Johann Eduard Kittel,_ Welcher sich verborgen hält, soll eine durch Voüstreckbares Uribeil des Königlichen “Langericbts 1. zu Berlin vom 27. Mai 1881 er- kannte Gefängnißstrafe von 3 Monaten voilstreckk Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste AmtheriÖthefängniß abzuliefern. "Berlin, den 29. September 1881. Königliche Staatsanwaltscbafi bei dem Landgerichte 1. _ Bcsckjreibung: Alter 31 Jabra, geboren am 21. August 1850 in Patschkau, (Größe 1,60 m, Statur schwäcblici), Haare blond, Stirn frei, Bart kleinen blonden Schnurrbart. Augenbrauen blond, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, ' Zähne „boli- ständig, Kinn länglich, Gesicht [ang11ch, Gesichts- farbe bkaß, Sprache deutsch.

Steckbriefs-Erlcdigung. Der binier den Kutscher "Friedrich August Baumgart, am 5. Januar "1840 zu Purscbkau geboren, unterm 25. Juli 1881 “von dem hiesigen Königlichen Amthericht1., Ab- tbeilung 83, erlassene Steckbrief ist erledigt. Berlin, den 29. September 1881. Kömgltéhe Staatsaniralt- scbaft beim Landgericht 1.

Berichtigung. Der Steckbrief Vom 28. Sep- tember cr. enthalt insofern einen Irribum, als der “Verfolgte Kobn nicbt Alfred Alexander, sondern “Herrmann mit Vornamen beißt. Berlin, den 7. Oktober 1881. Der Untersuchungßrichter bei dem Königlickxn Landgerichte 1. Faiken.

'[36524]

Die Hinter dem Theaterunternehmer Gustav Radtke aus Kyriß unterm 20. September er. er- lassene StralelsireckungSre uifition wird uns- gehoben. Stargard. den 6. ktober 1881. König- licher Erster Staatsanwast.

'[36497]

Die in Nr. 120 dieses Anzeiners (19 1874 Hinter: 1) den Maurer Carl Robert Raßow, geboren den 10. August 1848 in Neu-Langsow, 2) Isaak Letzi- thal, geboren den 21. Oktober 1849 in Mur-Goslin, zuleßt in Seelow, 3) Carl Me eritzer. geboren den 12. Mai 1849 in Seelow, 4) usiav AdolfDumke, geboren den 14. Juli 1850 in Busy, zulexzt ,in Nieder-Görlsdorf, 5) den Maurer Reinhold Gottlieb Lier, geboren den 1. März 1844 zu Letschin, am 15. Mai 1874 erlassene Strafvollftreckungs- 'Requifition wird btcrdurcb erneuert. rankfnrt a./O.. den 5. Oktober 1881. Königli e Staats- anwaltschaft.

[365301

SteckbricfH-Erncuerung. Der unter dcm_26. Mai 1880 m Nr. 184 pro 1880 des Deutjchen Reichs- und Königlich PreußischenStaats-Anzeigch, bintec dcm Schlepper ranz„Krzanowskn_ aus Hobenlobebütie erlas1ene teckbrief wird hiermit er- neuert. Waldenbux in Schles., 4. Oktober 1881. Königliches AmtIgcrt t. 71.

SteäbriefScrncucruJ. Der unterm 16. Okto-

ber 1879 hinter dm Lotteric-Collecxenr Jene! u. Genossen erlassene Steckbrief wird htcrdurcb er- jedocl) gegen Kaufmann, Simon, Luekmann und Herz (Netz. 1411. 127/79 8.) Königliche

neuert mit Außnabme

Yeusburg, den 6. Oktober 1881.

taatSanwaltschaft. [36522]

In der Nacht vom 4. auf den, .) dirsrs Monat;; sind in einem bicsiÖen Gasthof cmem (Haste folgende

Gegenstände im csammtwertbc yon 650 ckck gc- stoblcn worden: 1 goldene Remontotrubr unt groß-

[iedrigcr Tulakettc, 3 kleine runde clfcnbcinerne bistmarkcn mit c eincm Aßzeiéen dcs Kartenspicls

in dcr Mixte, 1 eines Federmc er mit Schildpatt-

scbaale, an einer Seite etwas lädirt, mit Nägel- rcinigcr, 1 silbernes Craion mit den Buchstaben 111111. 1'1. Urli,. 1 Lupe sogenanntcr Fadenzäbler, ] bläulicber scbieferartiger Stein, _] Portemonnaie Yengliscbes Gcldsäckcben) von braultcbcm Schweins- cder, stark getragen, ent altend 3 Zchnfrankstucke, 2 oder 3 Zwanzignmrkstü e, eininx kleine, Silber- münzen, 1 GYäckscbcin der Station Kön! Swinter a 11 ex-

pedirt, woÉür 1,5 .“- cntri tet war, 1 kleines euer- ula für Wacbökcrzcn passend, 1 etcr-

maaß in einer Mcsfin kapsel zum Aufrollcn, 1 klet- kle nes Notizbuch in schwarzem Leder gebunden, im Umschlage befindet sich der Name Mail 82“, im 1 seidenes innen dasselbe ent- bält: Visitenkarten mit dem Namen ,Ztnot 1411-16“, 2 Ein undertntarkjcbeine, 1 Fünkmarkschem, em Ledertä (beben von schwarzem Kalbleder in Form rieftaschc, enthaltend: 1 NotYaucb, darin ein

me, Vi ten-

karten mit verschie enen Namen“ 1 kleines Ta eben- ib enthaltend:

1 S ildpattkamm, Mcffer mit Schildpattscbaale, OZrlöffel Scbccrc und etwas eukliscbes Kfiaxtcr in rauchte raunc

Der That dringend verdäZtig ist der am olgenden Morgen verschwun-

über 2 Stück cpäck nach rankfurt am

zeug von ner Schlüssel, 1

„Ernst Landi Kamburg, Neuer Uebrigen Geiéä wnotizcn enthaltend, Vi tenkartentä chchen, außen dunkelblau.

rot mit weißen Tupfen ;

einer _ Kalender, eine P otogravbie einer leder,

Nccesaire von schwarzem Ka

w ßem Papier 1 Paar stark gc ell

lederne engliscbe Hand cbube.

dene immernmbbar des Bcstoblenen, welcher

„.I-

batte. Derselbe bat unter Anderem eine auf den Namen „Josef von Reitzenbeim aus Paris“ 1au_tcnde Saison-Hauptkarte der Kurverwaltung zu Wiesbaden vom 3. September dieses Jahres und 2an den- selben Namen lautende Visitenkarten, sowie mehrere auf den Namen des KcÜnerY Franz Frquenbolz Jus Buda-Pest lautende Legitimationspaptere zuruck- gelaffen. Letztere find vermuiblici) ebenfails ge- stohlen, da das in dirsen P(LHLLBLU angegebene Signalement mit dem des fraglichen Unbekannten nicbt übereinstimmt. Unter „den bier ge- stohlenen Gegenständen bat intl) wabrsrbern- lich auch ein im Januar „dieses chbres in Hamburg zur Reise nach Frankreich, Spanten, Por- tugal, Brasilien und anderen Landern _Sndamerxqu außgesicüter Reiscpas; befunden, und ist daber d1e Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß der'Drcb den Nainen des Inhabers „Ernst Zandt“ Mißbraucben wird. Unter Mittheilung cines Signalemcnts des Verdächtigen ersuche ich alle' Poiizetbebördcn, nach demselben zu fahnden, ibn im Betretunnsfalkc fest- zunehmen und dem nächsten Amtsgerichte vorzu- fiibren und mich sofork ielegrapbiskb zu benachr1ch- linen, Signalement: Alter 9a. 24 Jahre, Große 1,65-66 m, Haare dunkel, beinahe schwarz, Augen dunkek, etwas stechend, Gesichtsform oval, Gesichts- farbe blaß, Bart: kleiner schwarzer Sä,)nurrbart, Gestalt mittlere. Besoudcrx Kennzeichen: Gebt nach vorn gebeugi und hat dunne LLPPLU. Sprache sanft und rein deutsch. Coblenz, den 8. Oktobrr 1881. Der Erste Staatsanwalt.

36525]

[ Ladung. Der Drahtbinder ?ricdrickxWittig, geboren am 1. März 1817 zu 5))osen, zuletzt ,in Berlin wohnhaft, dessen Aufenthalt i_tnbekannt ist, und Welchem zur Last gelegt wird, zu Lichtenberg am 17. März 1881, Nachmittags," mnbcrziebcnd das Gewerbe als Topfbinder außgeubt zu . baben, obne im Besitz des zu diesem GcWerbebeiriebe erforder- lichen GeWerbescheins gewesen zu sein, Ueberiretung gegen §§. 1 und 18 des Gesetzes vom 3.Ju111876, wird auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts bierselbft auf den 20. De _cmher 1881." Vormit- tags 10 Ulr, vor das *önigliÖe Schoffengerzcbt zu Alt-Moa it Nr. 11 und 12, Portal 111., 311117 mer 33, zur Hauptverhandlung geladen. Auch bei unentschuldigiem Ausbleiben wird zur Hauptverband- lung geschritten werdcn. Berlin, den 26. Sedieru- ber 1881. gez. Drabner, Gerichtsschreiber dcs Konig- liche11 Amtsgerichts 11.

36526] [ Ladun . Dcr Arbeiter “riedriäx Gustap Rulff, gc oren am 12. Mai 18 3 zu GÜiter,Krcrs Jerichow 11., zuleyt in Berlin wohnhaft, deffen Aufenthalt unbekannt ist und Welchem zur Last ae- lcgt wird, zu Schöneberg am 25. 5Zlugust 1880, Nachmittags, umberzicbcnd Druckschriften (Lieder) feilgebotcn zu haben, obnc_ im Befißc des zn diesem Gerverbcbeiriebe erforderlichen Gewerbeschentes ge- wesen zu sein, _ Uebertrctung gegen §§. 1 und 18 des GeseTcs vom 3. Juli 1876 _ wird (1111 An- ordnung es Königlichen Amts crtchts 11. bterselbst auf den 20. De emher 881, Vdrmitta s THX Uhr, vor das K niglrcbe Schöffengericht zu A t- oabit Nr. 11 und 12, ;portal 111., Zitnmcr 33, zur Hauptverhandlung ge aden. Auch bei unent- schuldiqtcm Ausbleiben wird zur Hauptverhandlung geschrittcn werden. Berlin, den 27. Septcznber 1881. gez. Drabner, Gerichtsschrciber dcs Konig- lichen Amtsgerichts. 11.

36527 [ Ladin: . Der Cigarrenmacber Carldeuis Robert Ycckert, gc oren am 4. Juli 1852 u Trebbin, Euleßt zu rebbin wohnhaft ewesen, de en Aufent'alt un- bekannt ist, und wel )em zur Last _aelegt wird, als beurlaubter Reservist obne ErlaubnR qusgewandert zu sein, Ucbertrctung Feaen §. 360 r. 3 drs Sikaf- esexzbucbs. wird an Anordnung des Konigltcben Zlin Egericbts 11. bicrsclbst auf den 20. Dezeznher 1881 Vormittags 10 Uhr, „vor das Kontgltcbe Schöiscnnericht zu Alt-Moabtt Nr. 11 und 12, Portal 111 Zimmer 33 ziir Hauptverbandlixng geladen. ucb bei unentxcbuidtgtcm Ausbleiben wird zur Hauptverhandlung geschulten werden. Berlin, den 29. September 1881. gez. Deubner, Gerichts- schreiber des Königlichen Amthcrtcbts' 11.

36523

[ 1) 22er Matrose Johann Carl Ludwig A ren!- am 15. Februar 1858 zu ?ermannöbagcnbai e ge- boren, daselbst zulevt wohn aft, 2) Johann Emil Backofen, Matrose, eborcn am 20. November 1858 xu Wieck, daselbt zuletzt wohnhaft, 3 Karl (Christian Martin Bartels, geboren am 19. ezem- ber1860 zu Bisdorf bei Eiren daselbst zulem wohn- haft, 4) Rudolf Karl Auth Behrend], geboren am 7. September 1860 zu el ast Dorf, in Star- kow zulc t wobnba t, 5) Kar Friedrich Martin Berg, “chäscr, ße oren am 29. Mai 1858 zu Neuenlübke, dase! st zuleßt wohnhaft, 6) Karl Joachim tiedricb Bohm, geboren am 23. Juli 1858 zu öbniv, in Todtenba en zulevt wobnbaft, 7) Friedrich Karl Heinrich Bo uo". geboren am 11. März 1860 zu Plennin in almzm ulet wohnhaft. 8) Karl David Malte raudx, u - macher, cboren am 24. April 1858 F Richtenberg, in Battß zuleßt wohnhaft, Y Karl oachim Hein- 61113'1'1'31bo2s1'" 583213731“? 11;

u g a e zu c wo n , r e r

Johann Martin Dabetkow, Kue t, geboren am

":ck-rt“, Architekt aus Berlin, eingetragcn

8. Februar 1860 zu Ober - M vkow, daselbst

zuletzt Wobnbait, 11) Friedrich Joachim Hir- mann Dettmamt, geboren am 21. November 1860 zu Grüel, daselbst zuletzt wohnhaft, 12) Karl Johann Moritz Diebenkorn, geboren am 10. Mai 1860 zu Schönhagen, in Wolfshagen zu- [9151 wohnhaft, 13) Friedrich Wiibelm Magnns Drans, geboren am 21. Oktober 1860 zu Richten- bxrg, in Saaldorf 3111th Wohnhaft, 14) Karl Fried- ricb Gustav Egdorf, geboren am 2. Oktober 1858 zu Berihke, in Palmzin 3111th Wohnhaft, 15) Jo- hann Karl August Eggert, cboren am 2. Dezem- ber 1860 zu Rbnkendorf, daixelbst 3111th Wohnhaft, 16) Ludwig Karl Hermann Essig, geboren am 28. August 1860 zu Hermannsbagcn, Dorf, daselbst 3111th wobnhaft, 17) Joachim Karl Friedrich Fried- richs, geboren am 20. März 1860 zu annmgsberg, in Lüffow "zuletzt wohnhaft, 18) Wi[)elm Ludnng Christoph Geß, geboren am 23. Januar1860 zu Flemcndorf, in Bartl) zuletzt wohnhaft, 19)Joba1111 Karl Christian Griese, geboren am 25. April 1860 zu Langenbanébagen, in Kindsbach zuießt Wobn- haft, 20) Friedrick) Wilbclm Jobann Hallier, gc- boren am 8. Mai 1860 zu Tempel adlig, daselbst zulexzt wvbnbaft, 21) Ernst Kari August Hamann, Matrose, geboren am 11. April 1858 zu Born, da- selbst zulckt Wohnhaft, 22) Joachim Friedriri) A1)- dreas He den, Matrose, geboren am 25. April 1858 zu Bisdorf, zu Stra11und _zulelzt wvbn- baft, 23) Johann Joachim Christian Heuer, Matrose, geboren am 30. Oktober 1858 zu LanJcn- da111111„zu Lannendamm zucht wohnhaft, 24) Fried- rich Wilhelm Martin Hintz, geboren am 29. August 1860 zu Liidcrsbaßen, daselbst zuleßt wohnhaft, 25) Heinrich Karl Theodor Honig, Kommis, geboren am 22. März 1857 zu Velgast, Dorf, in Stralsund zucht Wohnhaft, 26) August Friedrich Martin Hopp, geboren am 8. Mai 1860 zu Spokdrrsbagcn, daselbst zuletzt wohnhaft, 27) Johann Jogchim Fricd- rici) Johannsen, geboren am 1221121111858 zu Krakow, inGersdien zuletzt Wohnhaft, 28) Johann Friedrich Christian Kerber, geboren am 14. August 1860 zu Lüdersba en, Dorf in Wiepkcnbagen zn'lelzt wohnhaft, 29) C ristian Joachim Friedr1ch Kolm, eboren am 18. März 1860 zu Plummendorf, dn- ?elbst zuleizt wohnhaft, 30) Christoph qul Magnus Krohn, Matrose, geboren am 2. Juli 1858 zu Busckxenbagen, in Bartl) zuletzt Wohnhaft, 31) Kari Friedrich Theodor Krüger, geboren am 19.Ma1 1860 zu Groß-Kednigshagm, in Carnin zuletzt wobn- haft, 32) Karl Heinrich Gustav Krüger, geboren am 3, Juni 1860 zu Wolfshagei1„in Wolfshagen zuletzt Wohnhaft, 33) Julius Friedrich Kruger, Matrose, geboren am 19. November 1858 'zu Bartl), daselbst zucht wobnbast, 34) Karl Cbristtan Friedrich Lange, geboren am 3. Oktober 1860 zu Ncucnrost, m Heffenburg' zuletzt wohnhaft, 35) Karl August Heinrich Friedrich Lemke, geboren am 12. Februar 1860 zu Prusdorf, daselbst zuletzt wohn- baft, 36) Friedrich Karl Theodor Lewcrenz, gc- boren am 18. Dezember 1860 zu Drochow, dajxibst 3111th wohnhaft, 37) Friedrich Johann Christian Lingr'o'n, geboren am 21. Dczcmber 1860 zu Hohen- barnekow, daselbst uleyt wohnhaft, 38),W11[)elm Johann Karl Lippitreu, geboren am 21.Novcmber 1860 zu Buchholz, daselbsMleyt wohnhaft, 39) Karl Ernst Heinrich Lorenz, atrose, [ILHAM am 13. August 1857 zu Langendmnm, da cl | zuleßt wohn- [)aft, 40) Paul Karl Friedrich elms. Matroxc, cboren am 27. November 1858 zu Damgarten 111 Stralsund zuletzt wohnhaft, 41) Au ust ranz Émtl Miercndorf, geboren am 16. Aprl 18 () zu Car- nin, daselbst zulcßt wohnhaft, 42) Johann Kari Martin Theodor Möller, acboren am 22. Juli 1860 zu Trinwillersbagcn, dalLelbjt zuletzt wohn- haft, 43) Johann Heinrich Wil xlm Niemann, ac- borcn am 9. Januar 1860 zu Etre", daselbst zuletzt wohnhaft, 44) Johann Friedrich Albert Nie- mann , geboren am 30. November 1860 zu Straminke, daselbst, zucht wohnhaft, 45) Johann Ludwig Martin Niemann, geboren am 5. Mai 1860 zu Balkenkoppel, dqselbst zuleßt wohnhaft, 46) Bernhard Johann Martm Omann, eborcn am 18. De ember 1856 zu Fuhlendorf, da- ilelbst zuleßt wohniiaft, 47) Franz Carl riedrtcb Osten, geboren am 7. Februar 1860 zu Fu lendorf, in anderk-bagen zule t wohnhaft, 48) ricdkicb Cbrstian Theodor aedel, eboren am 9. Je- bruar 1860 zu Altenhagen, daElbst zulevt wo - haft, 49) Rudolf Karl Johann utbres, Matrose, cborcn am 25. April 1858 zu Born, daselbst zu- ?ent wohnhaft, 50) Franz Ludwig Rabba], cn. Dobbcrtin, geboren am 6. Januar 1860 zu D er- bof, daselbst zulevt wohnhaft, 51) Johann cinricb Emil Rieck. Matrose, geboren am 7. uli 858 zu Born, daselbst zulevt wobnbaß, 52) (,arl Heinrich Christoph schlottmanm ge orcn am 7. Januar 1860 zu Plennin, daselbst zuleßt wohnhaft, 53) - bann KarWricdricb Schmidt :zeborcn am 20. c- zember 1 u Saatel, dgfel L nickt wohnhaft, ticdrick) Gustav Christian (ijrödet, geboren

am *..3. Au ut 1858 zu Krakow, in Stormsdoxf zuleyt wobn a t, 55) Karl riedricb Martin schrö- ver geboren am 19. Jul 1860 zu Lüdersbagxn, oi, daselbst zucht wohnhaft, 56) August ricdrtcb ilbelm Schult, cborcn am 10. Sextem er 1860

zu Niepars, in Zip : zule t wohnhaft, 7) Hermann Gustav Karl ; nls, e oren am 11. August 1860 u Damgarten, aselbs? zulevt wohnhaft. 58) Carl kMatthias riedricb känunaäjer, geboren am 5. Se tcmier 860 zu Velgast Hof in Werder zul?t wo nbaft. 592 Karl Adolf Élias könn , Mano e, eborcn am . Mai 1858 zu Beesewiy aselbft zu- eßt wohnhaft, 60) Wilhelm Chr 01cm Martin

kenobusch, geboren am 30. Januar 18qu Carew-

dorf, daselbst zuletzt wohnhaft, 61) Anion Karl Wilbelm Stoldt, Matrose, geboren am 4. März 1858 zu Niepars, in Wolgast zulcßi wobnbaft, 62) Johann Hermann Christoph Stoll, Matrose, ge- boren am 4. August 1858 zu Born, daselbst 11118131 wohnhaft, 63) Friedrich Christian Gottlieb Völker, geboren am 6. Oktober 1860 zu (Yrenzin, in Spol- dersbagen zulelzt wdhnbaft, 64) Friedrich Wi1belm Theodor Warnow, Matrose, geboren am 10. Ja- 1111ar1858 zu Grünau, daselbst zuletzt Wohnhaft, 65) Kark Friedrich Christian Wegner, geboren am 22. März 1860 zu Wobsen, daseibsi zu- [etzi wohnbast, 66) Johann Joarbim Friedrich Wegner, geboren am 15. Mai 1860 zu Bebrenwalde, in Palmzin znlelzi wobnbnst, 67) Karl Heinrici) Ludwig Westnxaun, geboren am 11. Miirz 1858“ zu Rubitx, daselbst zucht wohnhaft, 68) Johann Karl Friedrich Wilken, neborrn am 15.Febr11ar 1860 zu Hermannsbagrn, Haide, daselbst 3111th wohnhaft, 69) Wilbelm Karl Jobann Martin Witt, geboren (111122. August 1860 zu Lüdersbagen, Dorf,_dase[bst zuletzt Wohnbast, 70) Johann Fried- rich Christian Wulff, gcborcn (1111 3, März 1860 zu Carnin, zu Palmzin 31118131 wobnbast, 71) Wil- brlm Jobann Tbcodor Zicrk, geboren am 5. Sep- tember 1860 zu Semlow, daselbst 31112151 wobnbaff, 1vcrden bc1cb111digt, als chrpflicbtige in der Absicht, sich dcmCintriite in drn Dienst des siclyendcn Harras oder dcr Flotte zu entzieben, entweder obne Erlaub- nis; das Bundcögcbiet chiaßcn oder 11.711) crrcichtrm militärpflicbtigcn Alter 1ich außcrbaib ch Bundes- gebietes ausgrbalicn zu haben _ Vergeben gegen §. 140 Abs.1 Nr. 1 Str.=G.-B. Diexclben werden auf den 19. Dezember 1881 , Vormittags 9 Uhr, vor die Strafkammer bei dem Königlichen Amtögcricht zu Stralsund zur Hauptverbandlung geladen. Bci 1111cnt1chu1diniemAnsbleibcn wcrden dirsc'lbcn auf Grund der nach §. 472 der Sirafprozcß- ordnung von dem Königlichen Landraibanranzburg, der mit dcr Kontrole der Wrbrpfliciyiigcn beauf- tragten Vebördr, Über die der Anklage zu Grunde liegenden Timtsacben ausgestclktrn Erklärung vom 28. Juli 1881 vcruribcilt werden. Durch Be- fcblus; der Strafkammer dcs Königiicben Land- gerichts zu GreifSkvald' Vom 24. September 1881 ist das Vermögen, der Angeklagten in Höbe von je 300 «16. in Gcmäßbcit dcs §. 140 St. G. B. §§. 480, 326 Str. P. »I. zur Deckung der einen jeden yon ihnen möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafe, sowie der Kostrn dcs Vrrfabrens mit Vesckxlag belegt. Greifswald, dc1129.Scp- tember 1881. Königliche Staatsanwaltschaft.

Subhaftationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[36070] Oeffentliche Zustellung.

Der Miihlstcinfabrikant Johann Kubon zu Dres- den, vertreten durch den Rechtsanwalt „BrunwWi'n- disch daselbst, klagt gegcn dcn Staßmetster Friedrich Lorenz Albert Pfauxsch, zuletztnn Drrsden, jesßt unbekannten Aufcntba ts, wcgcn ciner Rcytkanfprcis- forderung Von 350 „FC. sammt Anhang init dcm Antrags, dcn Vcklagien zur Bezahlung von 350 „44 sammt Zinsen davon zu 60/0 vom 18. August 1879 ab gerccbnct kostenpflichtig zu vcrurtbcilen, nnd ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 117. Civilka_1nn1er des König- lichen Landqerichts zu Dresden aus den 21. Dezember 1881, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zuaela enen Anwalt zu bcstc_llcn. , '

Zum Zwe e der öffentlichen„thcllung Wird dieser AUSzug der Klage bekannt gemacht.

Drekdeu, dcn 6. Oktober 1881.

, . Joh.“,- . . Gerichtsschreiber dcs Komglicben Landgcrnbis.

[36520

] . ' Oeffmtluhe Zustenung mit Ladung. Zum Königl. Bayer. Amtsgerichte Waldfiscbbacb bat La aruk Bloch, Kaufmann, in Rodalben ivobnhait, Klage erhoben

gegen

Ludwi Klein, Fuhrmann von Leimen._dcrmalcn ohne ekannten Aufenthaltsort abwc1c_nd, nut dem Anfrage: Es gefalle dem _Kgl. Amisgericbtc, dxn Bekla ten zu verurtbeilen, an ihn _ Kluger _ fur von i tn kau eise erhaltene Waaren und angerech- nete Schuldz nscn dic scbuldige Summe von 39 .“ 56 "Zi nebst weiteren Zin en hieraus zu 50/9 vom ]. ärz 1880 an, sowie d e Prozeßkostcn _ zu be- zahlen auch das Urtbeil für vorlaufig vollstreckbar 11 er ären.

Die Klagesckxrift enthält zugleich die Vorladung des Beklagten zum Ver audlungl-Tennine, welcher auf rena . den 5. November mi"- hin Vorm! tags U 1“, be timmt worden ist, in welchem dabier zu erscht nen, eklagter hiermit auf- gefordert wird. .

In Ausfübmn der auf Ansuchen bewilligten öffentlichen Yast ung mit Ladun an Beklagtm Klein wurde bscbrift deo Gcgcnw rii en heute an der Gcricbtdtafel des Prozeßgericbts [. Umlege- richts Waldfischbacb an ebeftet, und wir_ Vorstehen- dcs hiermit weiter verö entlicbt. (§§. 181-189 Proz. Ordnung.

Wald schön!). am 8. Oktober 1881. '

Der GerichtkschreinerBdelegl. Amtsgerichts. . a .