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“AbschiedSbcivilligunzien. Im aktiveanere. Berlin, 1. Dezember. Dresler, Haupini. a. D., zuletzt von der Landw. Inf. ch 2. Bals. Landw. Regis. Nr. 82, der CWrakter als Major versie en.
Jm SanitätS-Corvs. Berlin, 26. November. [)x. Tie- venow, Ober-StabSarzt 2. 511. und Regts. Arzt vom u1. Regt. Nr. 14, 131“. Schroeder, Ober-Staböarzt 2. Kl. und egts. Arzt vom Gren. Regt. Nr. 9, ])]: Oppler, Ober-Stabsaxzt 2. Kl. und Regis. Arzt vom Inf. Regt. Nr, 15, zu Ober-"Stabsarzien ]. Kl., 131. Godcr, Stabs- und Rats. Arzt vom Fu1. Bat. Inf. Regxs, Nr. 50, zum Ober - Stabsarzt 2. K1. und Garn. Arzt in Rastatt, 131. Lückeratb, Studs: und Bats. Arzt vom Jäggx.Vat. Nr. 8, zum Ober-Stabsarzt 2. Kl, und Regis. Arzt des Frld-Ari. Rixgts. Nr. 4, ])1. Baiser, Stabs- und Bats. Arzt vom 2. Bat. Jn1. Regts. Nr. 29, zum Ober-Sxabsarzt 2. Kl. und Regis. Arzt des Inf. Regis. Nr. 45, Dr. Ridder, Stabs- und Bats. Arzt vom Jäger-Bat. Nr. 7, zum Ober-Stabs- arzt 2 Kl. und Regts. Arzt dcs Inf. Regis. Nr. 25, 131“. Bliese- ner, Assist. Arzt 1. Kl. vom Feld-Art. Regt Nr. 5, zum Studs- und Bats, Arztdes Fü1.Bats._Jnf.Regts.Nr. 50, 1)1'. Kunau, Assist. Arzt 1. Kl, in dcr etatsmaß. SieÜe bei dem (153811. und Corps- arzt des 17. Armee-Corps, zum Stabs- und Bataillons-Arzt des Jäger-Bats. Nr. 8, Dr, Biicbtemann, Assist. Arzt 1. Kl. vom Train-Bat. Nr. 7, zum Stabs- m]?) Vats. Arzt des Fiis. Bats. Inf. Regis, Nr. 77, Dr. Moriz, A1fist. Arzt 1. K1. vom Hus. Regt. Nr. 4, zum Stabs- imd Bais. Arztx des 1. Vats. Inf. Regts. Nr. 14, 1)1. Pieper, Affist. Arzt 1._K[. vom Ulan. Regt. Nr. 6, zum Stabs- und Bais. Arzt des Fü1. Bats. In. Regis. Nr. 41, 1)1'. Kuschel, Asfist. Arzk ]. Kl. vom Hus. sgt. Nr. 6, zum Stabs- und Baits. Arzt des 1. Bats. Grixnadier- Regiments Nr. 3, 131. Schwieger, Assistenz-Arzt 1. Kla11e vom Juvaltden- hause zu Berlin, zum Studs: und Bals. Arzt des 2. Bats. Inf. Regts. Nr. 29, befördert. 1)1*. Metzner, Ober-Stabßarzt 1. Kl. und Marine-Staiionsarzt der Ostsee, ein Patent seiner Charge Ver- liehen. ])r. Weinreich, Königl. bayer. Assist. Arzt 2. Kl. a. D., im prcuß. Sanitäts-Corps, und zwar als Assist. Arzt 2. Kl. mit einem Patent vom 3. Dezember 1879 bei dem Drag. Regt. Nr. 9, angestellt. ])r. Fritzsche, Ober-Stabsarzt ]. Kl. und Regis. Arzt vom Feld-Arf. Regt. Nr. 4, zum Inf. chf. Nr. 26, 131". Thal- wißer, Ober-Stabsarzt ]. Kl. und Regts. Arzt Vom Jnf.Regt.Nr. 45, unter Beauftragung mit Wabrnebm. drr divi1ionsärztlichcn
iinktionen bei der 30. Div., zum Drag. Regi. Nr. 10, ])1'. Kley,
ber-Stabsarzt 2. K!. und Rrgts. Arzt vom Inf. Regt. Nr. 25, zum Drag. Regt. Nr. 16, 131. Luck. StabÖ- und Bats. Arzt vom 2. Bak. Inf. Rrgts. Nr. 57, als Garn. Arzt nach Wesel, 1311. Muihreich, Stads- und Bots. Arzt vom 1. Bat. Gren. Regis. Nr. 3, zum 2. Bat. Inf. Regis. Nr. 57, [)r. Pocbbammer, Studs: und Bats. Arzt vom ]. Bat. Inf. Regis. Nr. 14, zum Füs. Bat. Inf. Regts. Nr, 27, 131“. Neym ann, Assist. Arzt 1. ** . vom Feld-Art. Regi. Nr. 11, zum Wan. Regt. Nr 6, ])r. Lodderstacdt, Assist. Arzt 1. Kl. vom Füfilier - Regiment Nr. 73, zum Husaren - Regiment Nr. 4, Dr. Lange, Assist. Arzt ]. K!. vom Inf. Regt. Nr. 72, zum us. Regt. Nr. 6, ])]: Koßwig, Assist. Arzt 1. Kl. vom Feld-Art. . egt. Nr. 10, zum Milit. Reitinsütut, derseßt. 1)r Krüger, Ober- StabSarzt 1. Kl. und Regis. Arzt Vom Inf, Regt. Nr. 26, mit Pens. und seiner bisher. Unis„ 01". Lockemann, Ober-Stabsarzt 1. Kl. und Regis. Arzt Vom Drag. Regi. Nr. 16, als Gen“. Arzt 2. Kl. mit Pens. und seiner biéber. Unik, Dr. Peters, Stabs- und Garn. Arzt in Wesel, als Ober-StabSarzt 2. Kl. mit Pens. der Abschied
bewilligt. Köni lick) Bayerische Armee. _ Ernennungen, eförderungen undVer1etzungen. Im aktiven Heere. 24. November. Körber, Pr. Lt. 9.111. suits des 1. Iäger-Bats., in den etatsinäß. Stand des gen. Bats. verseßt. Frhr. 1). Horn, Sec. Lt. des 3. Inf. Regis. zum Pr.Lt., mit einem atent vom 12. Nodember 1881, befördert. * Durch Verfügung des Kriegs-Miiiistrriums. 29 November. Küster, Pr. Lt. des 8. Ins. Regis, als Aufsichts-Offiz. zur Kriegs- schule kommandirt. In der Kaiserlichen Marine. Ernennungen, Beförderungen, Verseßungen :c. 29. November. Frhr. v. Rcibtiilz, Kapitän zur See, zum Direktor der Marinrakadciiiic und Sch11[e, Frhr. 11011 dcholy, Kapitän zur See, zum Mitglied der Stiidienkommisßoii der Marine- akademie und Schule ernannt.
Yicjjtamtliüjies. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 7. Dezember. Se. Majestät der Kaiser und König ?inpfingen heute den Herzog von Ratibor, nadmén den Vortrag des Wiiklichen Geheimen Raths von Wilmsméki entgegen und ertlieilten demnächst dem auf der Rückreise von St. Petersburg nach Wien hier ciiigitroffsncn Grafen Kalnoky, österreichisch=u11garischen Minister der aus- wärtigen Angelegenheiten, Audi-Inz.
_ Ihre Majestät die Kaiserin und Königin machte in diesen Tagen kurze Besuche in der Kaiferin-Augusta: Stiftung und im Yugusta-Hospital.
_ Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz traf gestern Abend 101/2 Uhr aus der Göhrde wieder in Berlin ein.
Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Kronprinzessin und Ihre Kötiigliche11H0heiten die Prinzessinnen Victoria, Sophie und Margarethe begaben Sick) um 5 Uhr zum Diner zu Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin.
_ Der Schlußbericht iiber die gestrige Sivung des Reichstags befindet sich in der Ersten Beilage.
_ In der heutigen (12.)Sißm11 des Reichstags, welcher der StaatS-Minister von Sto1ch owie mcserere Bevoll- mächiigte zum Bundesrath und Kommi atien des- selben beiwohnten , stand zunächst zur Verathung dcr mündliche Bericht der Kommission für den Rcichshaushalts : Etat über die derselben zur Vorberathung überwiesencn Theile des Etats fiir die Verwal- tung der Kaiserlichen Marine auf das Etaisjahr 188283. Die fortdauernden Ausxiabcn Kap. 52 Tlt. 1_4, Kap. 53 Tit. 1_4 und Kap. 60 Tit. 1-26 wurden usammcii berathen. Den Berickt erstattete dec Abg. Nickeit. ie Titel 1 u. 2 des Kap. 52 (Judiensthaltun der Schiffe und Fahrzeuge) wurden unverändert bewilligt. Hu Tit. 3 (für Instandhaltung und Reparatur der Schiffe u. s. w.) wurden in Summa statt 1948000 „46 nur 1898000 „14 gemäß dem Vor- schlage der Kommission bewillixit. Bei Kap. 53 (Na- turalverpflegiing wurde Tit. ] (Vrotgeld) unverändert genehmigt. Bei Tit. 2 (SchiffSverpklegiing) und Tit. Z(Ver- pflegungßzuschiisse) fanden die Vorschläge der Kommission, die Summen auf 1576000 „46. (von 1676000 445.) bezw. auf 297 300 „17: (von 347 300 e“:) zu ermäßigen, Annahme. Unveräiiderte Vcwillignng erfuhr Tit. 4 (Rationegelder); deSgleichen dic (Tit. 1_13 des Kap. 60 (Werftbitrieb).
Bei Tit. 14 (zum Weierbau einer Korvette als Ersaß für die Korvette „Victoria“, 3. Rate) wurden, enisprechend dem Kominissionsyorschlage 300000 „46 abgeseßt. Die Tit. 15-21 wurden ohne Aenderung bewilligt, dagegen bei Tit. 22 (zum Bau eines Pan erfahrzeuges alt.; _Ersaß für das Panzerfahrzeua „Érinz Adalbert“) die 1. Rate 'von 400 000 „46 gestrichen. Der Abg. Rickert kninfte an diesen Titel die Bemerkung, daß *es in der Kommissioii (!(-2,6111? Unbilligkeit empfunden worden sei, daß die PensWUÖfathkCÜ der Werftarbeiter erst mit dem 60. Jahre Und 1196) 20jähriger Ardeitßzrit eintrete. Man habe sL'ck) in: dessen damit begnügt, dem Minister anheim zu geben, dLésL Be: stimmung in humaner Weise zu handhaben, rtachdem der- selbe erklärt, daß er stets mit Rücksicht aui den eiiizclnenFaY und mit Wohlonen verfahre. In gleicher Wetse „fand die Frage, bis zu welchem Alter Arbeiter auf den Kaiserlichen Werften angenommen bczw. behalten würden, ihre Erlediguxig. Der Abg. 111. Hirsch war der Ansicht, daß diese Verhältnisse nicht auf der Basis des Wohlwoljens, sondern des Recht)?- geregelt werden mußten. Bei Schluß des Blattes währte die Berathimg fort.
_ Die vor einiger Zeit von Konstantinopel her wle- graphisck) gemeldete Nachricht über den Ausbruch der Bu- bonen:Pest in der Umgegend von Erzerum bez. an der Lazischen Küste hat sich neueren Mittheilungen zufolge als u n b 8 gr 11 nd et heraUSgestrllt.
_ Die Bestrafung wegen fahrlässigen Verkaufs von gesnndheitSsÖädlichen Nahrungsmitteln aus §. 14 des Nahrungsmittelgeseßes vom 14. Mai 1879 tritt nach einem Urtbeil.,des Reichsgerichts, 1. Strafwnats, vom 10. Oktober d. I., nicht schon dann ein, wenn dsr Yer- käufer über „die Beschaffenheit der fraglichen Nahrunngxnttrl leicht hätte Erkundigungen einziehen können, vielmehr 111 zur Bestrafung noch weiter erforderlich, daß er durch das Unier- lassen der Erkundigung die im concreten Falle erforderlnhe Aufmerksamkeit, zu welcher er als Verkäufer verpflichtet war, außer Auge geseßt hat.
_ Beleidigsnde Aeußerungen, dis zur Ver- theidiguna von Rechten oder zur Wahrnehmung bereckx tigter szteressen gemacht werden, sind nach §. 193 Straf- geé'eßbiichs nur insofern strafbar, als das Vorhandensein einer Beleidigung aus der Form der Neußrrung 0591: aus dLU Um- ständen, unter welchen sie geschah, hervorgeht. Diese Bestim- mmm findet nach einem Urtheil VLS Reick) Egerichts, ]. Stras: senats, vom 10. Oktober d. J.,grundsäßlich ebenso Anwendung auf die wider besseres Wissen geäußerte Verleumdung nach §. 1.87 St. (8. V., wie auf die einfache und qualifizirte Be- leidigung nach den §§. 185 und 186 Str. G. B.
_ Der General der Infanterie 3. D. von Berger, zu- lkßt Gouvxriieur von Ulm, ist zu einem mehrwöchigen Aufenthalte bier eingetroffen.
Cas1el, 5. Dezember. In der heutigen Sißimg des Kommunal-Landtags wurde die in der zehxiten Sißung vertagte Debatte über die Frage, in welcher Wei1e der in den letzten Jahren stattgehabten ungewöhnlichen Zunahme von Bränden mit Erfolg entgegengetreten werden' könne, wieder außgcnomnien und_fgn„den folgende Aanäge einstimmige An- na me: » ' ' “ '
1. Der Kommunal-Landtag wolle die Köni liche anatsregierung ersuchen, den Herrn Justiz-Minister zu veranlasßen, die Beamten der SiaatSanwaltsÖaft innerhalb des Regierungsbezirks (Cassel 1111311- weisen, in BrandfäUen sofort persönlich an Ort und Stel]? Nach- forscdungcn anzustellen. „
Der Kommunal-Landtag Wolle n1it_Rücksicht «7111 die That- sache, daß in den lc teren Jahren vielfach wgenaiintc Sdekulations- brändc stattgefiindrn mben, die zu einem großen Theile auf die Ueber- wersicherung drs Mobiliars, zu einem_ geringeren auf dic Ueberver- sicheru'm der Gebäude zurückzuführen 1ind, beszbließen:
]) Dic Königliche StaatSregierung _zu er1uchcn, auf die allscitige Befolgung der Vorschriften des kurbessiichcn Staats-Ministerialaus- schrribcns vom 21. April 1830, die VersiÖeruna der Mobilien grain Feuerögcfahr betreffcnd, zu halten und zu dem Ende von Zeit zu Zeit Revisionen dcr Versicherungen vornebmcix zu lassen,
2) den ständischen VcrwaltungEauMbufi zu beauftragen, auf Grund des §. 65 des Reglements 110111 19. März 1880 die Vorschrift in „6. 16 dcffelbrn, wonach die Verncbcrungssummc den gemeinen Wert!) des Grbäudes nicht übersteigen dari, mit 2111511131111"; des le iien Salzes dieses Paragraphen, welchcr auf die Abänderung der er- sicberungssumnie 1111) bezirbt, alsbald uiiter Zustimmung des Herrn Obcr-Präfidcnten in Kraft treten zu la11cn, _
3) Die Königliche Staatsregierung 11111 die Ausnßuna von Prä- mien für Entdcckuug vori Brandstistcrn zu rr111chc11 und dir General- BrandvcrsichcrungZ-Kommission durch die kommunalständiscbc Vcr- waltuua zur Bewilligung solcher Prämicii auf Grund des §. 57 des Regulativs zu veranlassen, und
4) die Königliche StaatSrcgicruna zu ersuckxcn, die Regelung des Feucrlösrbwescns nacb Maßgabe der ertbeiltcii Vorscköristcn, insbc- sondere des Ausschreibens dcr Königliidcn Rrgicrung hier vom 13. Februar 1880 in aUeii Kreisen durchzuführen.
111. Der Kommunal-Landtaa wolle den stäiidisrben Verwaltungs- aiisschuß beauftragen, darauf Bedacht zu ncdmen, daß alsbald bei eintretenden Bränden an Ort und Steile cine genügende Lokal- kontrolc zur Eindeckung etwaiger Brandsti1tunaen untcr inöglicbster Heranziehung der Lokalpolizei und der _Slaatsanwaltsrbaft eint_rete und zu diesem Behufe cventuell die Dienste von Beamten der Anstalt zu verwenden.
Demnächst crtheilte der KoniniiinabLandtaq dcm Voran: schlage der Ei 111ah1nen und AUSgaben der Yessischen Brand: versicheruiigs:A11slalt fiir das Jahr 1882 die ; ustimmung und ließ fich auf crfolaten Vortrag den Bericht i1berden Geschäfts- betrieb genannter Anstalt vom Jahre 1879 ,sowie den Geschäfts: bericht, betreffend die Reorganisation ]ener Anst91t pro 1. August 1880 bis 1. Oktober 1881, zur Nachrichi dienen.
Ferner wurde 1111 Nr. 4 der Tagesordnung mit Rücksicht darauf, daß eine einhciiliche Bekleidung der zur Zwangs: er iehung verurtbeilten, in Anstalten untergebrachten verwahr- lo?ten Kinder sich empfehle, drr Besch1uß gefaßt, dem §. ]] des Reglements, betreffend die Unterbringung der zur Zwangs- erziehunq verurtheilteii verwahrlosten Kinder, den folgenden Zusaß himuzusügen: .
„Auf Anordnung des Landesdirektors ist der Ortöarmenverband ver flicbtrt, an Stelle der voraedachten _Naturalauk-stattuna den Ko tenvrcis für die von der Anstalt k!! bankendc Einkleidung deo übrrwiesenen Kindeö in die Anstaljskaue einzunglen."
Endlich wurde der VoranschlaZ der Einna?nicn und Aus: gaben des kommunalständischcn crbaiidcs iir die Jahre 1882/84 mit der Moxifikaiion genedinigt, daß zur Unter: stii ung der Anna" für skrophulöse Kinder zu Soden a. d. W. an satt 400 .“. jährlich 1000 .“; in den Etat zu stellen seien. Auch wurde von der Versammlung zu 'Tit. )(l. der Außgade „Zuschuß zur Unterhaltuna dcr latidivir'hschaftlicheii Winter- schule zu Marburg“ der Vesxhluß gciaßt, r-cn siäiidischeiiVer- waltungs:A1is1chuß zu bcau1tragen, mit dem Vorstande dcs
landwirthschafilichen Centxalverei'is hierselbsi darüber in Ver- handlung zu treten, ob nicht die landwixthschaftliche Winter- schule zu Marburg in der Weise zu erweitern sei, daß den Schülern auch die praktische Verwerthung der erlangten theoretischen Kenntnisse gelehrt werde, oder ob das bezeichnete Ziel durch Errichtung ?. ner Ackerbauschule zu verfolgen sei.
Bayern. München, 4. Dezember. (Allg. Ztg.) Frhr. von Franckcnsteiii', der erste Präsident der Kammer der ReichSräthe, ist grstern hier eingetroffen. Der GeseF entwurf bezüglich des Malzaufschlages kommt morgen im Ausschuss dieser Kammer und am Freitag in der Kammer
selbst zur Berathung.
_ 6. Dezember. (W. T. B.) Die Abgeordneten: kaxnmer verwies heute den Antrag Hafenbrädl au1 Abschaffung des siebenten Schuljahres an einen aus 14 Mitgliedern bestehenden Ausschuß. Im Laufe der Debatte legte der Abg. Cräiner zum Beweise, wie die Er- regung in das Volk hineingetragen werde, einen von der Rechten entworfenen und lithographirten Petitiondentwurf an die NeichSrachkammer wegen Annahme des Hafenbrädl; schen Anxraßs vor, welchrr von dem Abg. Penn in den zum amtlichen Gebrauch der Kammer bestimmten Briefumschlägeii an die Bürgermeister auf dem Lande versandt worden sei. Der Präsident sicherte eine strenge Untersuchung der Ange- legenheit und Abhülfe zu. Der Abg. Kopp verwahrte“ die Rechte gegen die Konsequenzen, welche von dem Abg. Crämer (fos einer Privatkorrespondenz des Abg. Penn gezogen wordkn eien.
Sachsen. DrGEden, 6. Dezember. (W. T. B.) “*in der heutigen Sißimg der Zw eiten Kam mer seßte der i- nister de») Innern, von Nostiß-Wallwiß, aueZeinander, daß gegenwärtig wenig AuHsicht auf eine Abänderung des Unter- stüßungHwohnsiß-Grseßes vorhanden sei, und daß es bis dahin nüßlich sein werde, da?- Landarmenwefen zu dezentralisiren und auf die Binrkaverdände zu Übertragen. Der Minister schloß, indem er auf eine bezüglickid Aeußerung des Abg. Matthes einging, seine Erklärung folgendermaßen. Daß wir nicht gut thun würden, eine aklgemsine Reichs-Jnvalidenkasseins Leben zu rufen, darüber bin ich mit dem Hsrrn Abgeordneten einverstaiiden, aber daß der Gedanke Überhaupt aufgéworfen wird, was wir thun können, um den Aelteren und Be- dürftig eren unter uns, die iiicht mehr arbeiten können, ein gesichertes Loos zu schaffen, als bisher möglich gewesen, daß man den Gedanken aufgeworfen, daß auch die Geseßgebung sich mit der Lösung dieses Problems zu beschäftigen haben wird _ das halte ich nicht für einen Nachtheil. sondern für einen großen Vortheil. Ick) glaube, daß die bestenKöpfe und die tüchtigsten Männer unserer und der künftigen Zeit sich mit diesem Problem beschäftigen werden und sick) zu beschäftigen haden werden, Und daß man überhaupt den Gedanken aufgeworfen, daß die Lösung dicses Problems mit zu den Gegenständen der Arbeiten der geseßgebenden Fakloren gemacht werden muß, das halte ich für eine der besten Bliittzen der Entwickelung der Jeßtzeit, für eine Vlüihe, die für manche unangenehme Erfahrung uns trösten kann.
Oesterreich=Ungarm Wien, 6. Dezember. (WTB) Jm Abgeordnetsnbause erstattete heute der Beiicht- erftatter der Majorität, Graf Hohenwart, mündlichenBericht, in 111611112111 außgefiihrt wird, daß der nach der (Heschäftéord- nung niedergeseßte Ausschuß in der Aeußerung des Justiz:Minisiers Prazak vom 3. d., in wclcher dieser die Uiiierzrichner dcs Mmiifestes der deutsch-döhmischen Ab: geordneten als Gesrßesi'idertrcter bezeichnete, keinen ;x1nlaß ziir Mißdiüigiing finde und beantrage, den Bericht zur Kenntnis; zu nehmen. Nach liiiiiii'rer Debatte,i11 welcher der Adg.Kr011a- 1vetter sich gegen den Miiioritätsantrag, dem Minister Prazak die Mißbilligung des Hauses auszusprechen, wendete, weil keine Beleidigung, sondern nur der Vorwurf einer politisch straf- baren Handlung vorliege, wurde der Minoritätsantrag mit 161 gegen 113 Stimmen abgelehnt. Die deutsch=döhmischen Abgeordneten hatten vorher den Spal verlassen.
Pest, 6. Dezember. Wie. der „Pest. L.“ meldet, wird der Kaiser und König am 12. d..von (11656111) nach Wien abieiscn, iim daselbst eiiie Deputation das 3. preußischen DragonerRegimentH zu cmpfanaen, welche ihm den Dank dieses Truppenkörprrs fiir das demselben gespeiidrte Porträt weil. des Kaisers Maximilian entbieten wird. DST Kaiser Maximilian war [ekanntermaßen Inhaber des 3. preußisclxxn Dragoner-Ri'giments.
_ 7.,Deze111ber. (W. T. V.) Der „Pester Lloyd“ er: klärt, dcr vcrföhnliche Ton, den die russische Presse nun- mehr gegeniiber Oesterreich-Ungarn aiischlage, habe nicht geringe Befrirdigung hervorgeruien. Die Presse Oester: reich-Uiigariis werde nicht anstehen, die Höflichkeit der riis: sischen Journale mit gleicher Münze zu erwidern. Wenn die „Nomoje Wremja“ versichere, daß Rußland midi" als andere Staaten "in_Frieden zu leben wünsche und die Verträge achten MM, 10 enthalte diese Versicherung Aües, mas Oesterreich jemals von Rußland verlangen könne und verlangen werde. Der „Lloyd“ begrüßt schlicßlicb mit 01c- 11111111111111111 die eingetretene Wendung in der Sprache der russischen Journale und spricht die Hoffnung aus, daß dieses Verhältniß von langer Dauer sein werde.
Schiveiz. Bern, 5. Dezember. „(Allg. Ztg.) Der Ständerat? wählte Coriiaz,zum Präsidenten und Vigier zum Vize=Prä identen. Beide sind Radikale.
Großbritannien und Irland. London , 6. De- zember. (W. T. B.) Nach einer amtlichen Meldung aus Kalkutta, vom heutigen Tage, ist der Emir nm 20. November mit 1900 Mann Infanterie, 10 Kanonen und 2 Regimentern Kavallerie nach Kabul miirschirt. .
_ 7. Dezember. (W. T. B.) Die. Admiralität hat dem englischen Kriegsschiff „Philomele,“ in Zan: zibar den Befehleriheilt, diePemba-Jnsel, bei welcher der Kampf zwischen dem Kriegsschiffe „London“ und einem Sklavenschiffe stattfand, zu blockiren.
Frankreich. Paris, 5. Dezember,. (Cöln. Ztg.) Die Herstellung der republikanischen Linken dcr Demi- tirtenkammer wird eifrig vom variamentarischen Verein betrieben, der bereits vicle Zusagen erhalten hat. Die unab- hängige Gruppe unter CheSiieau zählt bereits 50 Mit lieder. _ Jm Ministerratl) wird lxiiite Abend der Vinister des Innern ein Rundschreiben fiir Algerien vor- legen, das die Algerier beruhigen soll, 311 „dcm Rund: schreiben wird erklärt, daß das System der Civilverwaltung
aufrecht erhalten. das Gebiet derselben erweitert werden soll und die kommandirenden Militärs den Civil-(Houverneur als den Ver- treter der Centralgewalt zu betrachten haben. _ Der M arine= Minister hat angeordnet, daß die Marine-Waisenhäuser, die bisher von Kongreganistsn geleitet worden, in Laienhände übergehen soUen. _ Di? franFösische Regierung hat in Er- fahrung gedracht, daß eme große'Anzahl der au§gewiesenen ausländ1schen Klostergemeinschaften Schritte thut, um wieder aufgenomrxien zu wcrden. Die Negieruny wird jedoch nicht darauf eingehen, sondern auch Maßregeln gegen die angewiesemzn Französischen Klostergemcinschaftsn anordnen, ws1chesichemilich wieder zu bilden suchen; dagegen steht es den Kongrrgationen, die von den Dekreten getroffen ivurdsn, frei, zu predigen Und Kultushandlungen auszuüben. _ Der 211151 clzuß der Deputirtenkainmer ziir 231111111111 der vorlirgenden „55 an d el s v e rt r ä g'e hieß heute den Bericht über den Vrrtrag mit Italien gut und Wird morgen biantrageii, daß die Berathung in der Kammer am Donnerstag begiimen möge, die übrigen Handelsverträge werden vom Aussthusse wähwnd der Parla- menlsfericn geprüft werden. Der Finanzausschuß des Senats beschloß, den Kriegs: und den Finanz-Minister iiber die tunesischen Kreditß zu vcrncbi-nen; die Einbringung des Bsrickites wird dr11_'Sci)lus3 der Ssssion verzögern, und die Schließung der Sesiion schwerlich schon am Sonnabend erfolgen können.
Die sech?- Dcputirtenwahlen, die gestern in Frank- reich stattfanden, fielsn aus wie bei den lrßten aÜgemeinen Wahlen. Im 1. Bezirk dch 10. Arrondissements von Paris wurde an SteUe drs radikalen Peljetan (von der „Iusiice“) der radikals Lefedre (130111 „Rappel“) grwählt. Zn Lyon er: hielt der Communard und ehemalige Mitardditrr vom „Pdre Duchéne“, “Humbert, die moisten Stimmen; er i'rseßt den radikalen Bonnet-Duverdisr. Ju Aix hattd Leydet, wie sein Vorgänger Lockroy, Radikaler, die Mehrheit. Zn dsn beiden letzteren müssen engere Wahlen stattfinden. In Corte schlug Emanuel Aréne, der Redacteur des „Paris“, Va-anl Grousset, Minister des Aeußern unter der Commmir, und in Consta11tine der opportunistische Treil1e den rad1k1len Forcidi aus dem Felde. Jmsechsten Wahlbezirk Perigueux fand ein Kampf zwischen einem Republikaner und einem Royalisten statt. Ersterer erhielt 7958, [ißterer 2798 Stimmen.
_ 6. Dezember. (W. T. B.) Der diesseitige Minister: Resident in Tunis, Roustan, ist hier eingetroffen; Mustapha Pascha wird sich hrute Abend nach Tunis zurückbegeden. _ Genera1 Saussier, welchr sick) noch immer in Gafsa bcfindst, hat seine Verbindung mit der Kolonne des Generals Logerot in (Hades herarstellt. Die Garnisonen von GabZS und Gafsa sollen verstärkt werden. Fliegende Kolonnrn werden die Jnfurgenten jenseitß der Schotts festhalten, uni-ddren Rückkehr in kultivirtere Gegenden bis zu ihrer Unterwersuiig zu verhindern.
Italien. Rom, 6. Dezrmbcr. (W. T. B.) Der Papst hat den Wunsch aUsgesprochen, die ihm zu über: reichende Adresse der Bischöfe möge angesichts der Schwierigkeiten der gegenwärtigen Situation iiiöglickst ge- mäßigt sein. Die Ueberreichung findet am Sonntage statt.
Türkei. Konstantinspel, 6. Dezember. (W. TB,) Gestern fand die leßte Sitzung der Delegirten der Bondbolders statt. In derselben nahmen die türkischen Kommissare endgiltig das Amendcment Valfreys an, wonach die Tabaksregie prinzipiell zugestanden und die Verthei- lung der Reineinnahmen aus der Tabakre ie zwischen der Pforte, den Inhabern türkischer Schuldtite und den Kon- zessionären nach Linem später zu taxirenden Verhältnisse ails- grsprochcn wird. Sodann verlaS der türkische Delegiite den vorgeschriebenen Jrade, 111216161: angenommen wurde und am Sonntag dem Ministerrail) unterbreiLet werden wird.
Rumänien. Bukarest, 6. Dezember. (W. T. B.) Der „Romanul“ schreibt, welche Bedeutung auch immer der zeitweilige Abbruch der politisiben Beziehungen des öster- reichisch-ungarischen Gesandten im diplomatischen Gebrauch liaben möge. 1'o stehe doch fest, daß die Donaufrage nicht als eine einfache Differenz zwischen zwei Staaten angesehen werden könne. Die Freiheit der Donaiischiffahrt sei eine europäische Frage, welche (1118 Mächtc angeln», die den Berliner Vertrag unterzcichtieten. _ Der MinisterWräsideiit und der Minister des Auswärtigen baden der Adreßkommissiom die auf die Donaufrage und die Beziehungen zu Ocsterrcich-Ungarn bezüglichen Aktenstiicke übergeben.
_ 7. Dezember. (W. T. B.) Die „Jndépekaiice Roumainc“ sagt: die Sistirung der diplomatischen Beziehungen zwischen Oesterreich und Rumänien sei ein dem gegenwärtigen Kabiiiet eriviesener Dienst gewesen, denn jeßt erst seien die Gerüchteverstumml, welche das Kadiiiet eines geheimen Einverständnisses mit der Wiener Regierung beschuldigten.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 6. Dezember. (W. T. B.) Graf Kalnoky ist gestern von hier abgereist. _ Das „Journal de St. Petersbourg“ giebt dem Be: dauern über die Abreise drs Grafeii Kalnoky, welcher. seinen Souverän bei dem Kaiserlich ru1sischen How so würdig ver: treten und so viel dazu beißetragen habe, die Bande der Freundschaft zwischen beiden Kaiserreichen enger zu knüpfen, Anodruck und sagt: Wir sind überzeugt, das; Graf Kalnoky aus den neuen Posten eines Ministers der auswärtigen An- gelegenheiten Oesterreich-Ungatns_berufen ist, um das gute Einvernehmen und die sreundschaitlichen Beziehungen zwischen beiden Regierungen zu erhalten und noch zu befestigen und so Beziehungen zwischen beiden Nationen auf der Grundlage dcs'gegenscitigeii Vertrauens, diescr Bedingung für eine be- friedigende Lösung der schwebenden Fragen und für eine ge- deihliche Entwickelung beider Reiche auf dem friedlichen Wege des Fortschritts herzustellen.
Schlveden undNorwegen. Stockholm, 2. Dezember. Hanib. Corr? Der Reichsmg beschloß in seiner_ lesteii ession, die U enierung zu ersuchen, eine Vorlage, betrefiend die Revision der Gesetze über die Privatbanken, auszuarbeiten. Der Wunsch des Reichstages ging spezicll dahin, das Noten: Emissionörecht der Privatbanken zu beschränken. Dem Er: suchen ves Reichsta es entsprechend, hat die: Renierung nun: Mehr eine Kommission niedergescvt, welche nicht nur Vor: schläge in Vclrcff einer Revision der die Privatbanken, son: dern auch der die Reichsbank und die Aktienbanken betreffen- den Gesche machen sol1. Die Regierung stimmt nämlich der Ansicht des Finanz:Mi11isters zu, daß, wenn das Notru- EmisfionSrecht der Privatbanken beschränkt werden sol], eine Reorganisation der Reichsbank unumgänglich ist, da diese
mit ihrer jetzigen Organisation alsdann dEn Anforderungen des Geschävaerkshrs nicht werde genügen können. In Be: trxff der Aktienbaiiken, d. h. derj-oiiigen Bankinstitute, deren Aktionäre nur fiir den Vetrazi des Aktienkapitals vyrantw0rt- lick) sind, hebt der Finanz-Minister in seinem Bericht hervor, daß es bczüglicki dieser Banken keine anderen aessßlicden Nor: men giebt, als die die Aktiengeseklschaften im AUgemeinen be: treffenden, welche indeffen nich? für Banfinstitute paffen.
Amerika. Washington, 6D231'111dc1“. (W. T. V.) Dem Kongreß ist eine Botschaft ch Präsideuten zugegangen, welche. zunächst dss Verlustes Erwähnung jhut, den das Land durch den Tod (T511rfirlds erlitfdn hadr, sodann aber die Nation b::“glückwünscdt zu der zunehmendcn Wohl- fahrt des Landes und zu ihren freundschaftlichen Bezichnngri: ZU drn auswärtigen Mächten. Die Theilnahme von Beitretdrn Frankreichs und Deutschlands an der Jubel- fsier m Yorktown habe die freiindschaftlichen (959101: nungen 'zu diesen Ländern befestigt. ES sei wirixtig, gurl) die herzlichen Brzic-hungen zu Rußland zu Uärkrn; "(_MWtktlick) müsse drr Schuß für die diLsLs Land 11e- sucheiiden 1ried1ichen Amerikaner, insbesondere? für die Juden gesiché'ik WLTÖM, derin Behandlung zu rnsrgischeii VorsteUun: grn Ssitens drr Regierung der Vereinigten Staaten Vermi- [assiing ache". _ Die Fraue dch'Panamakanals sei von großrr 1118101111161 Wichtiakeit. Dic Regierung sei bemüht gemrsen, dkn 1846 mit Columbidn geschlossenen Vertrag durch neus Abmachungen wirksam .;u machen, die bezüglichen Vorhand: lungen hätten aber ein Ende genommen, weil Colmnbien die V011111achtrn seiner, Untrrhändlers drsavouirt habe. Columbirii [1111113 dcn europäisckicn Mächten cine Thriknahme an der Garantie für den Panamakanal vorgeschlagen, das sei aber ein direkfis Zuwidrrhandrln gegen die von Amerika iibcr- 1-01111110118 Verpflichtung, welches 0111111 die Garantir für die Integrität des kolmndiscbkn Gebiet?- und der; KanalL über- iiommrn habe. Am Schluß der Botschaft erklärt der Prä- sident, daß er tief durchdrungen sei von den Verantwortlich- keiten, die er Übernommcn habs, und daß er alke Maßregeln des Kongresses unterstüyen werds, die gesignet seien, den Ruhm des Landes und das Wohl des Volkes zu fördern.
In dem Finanzbericht des Sckiaßsekrctärs Fol- ger wsrdrn die Einnahmen des am 30. Juni d. J. abge- schlossenen Finanzjahres auf 360 MiÜionen, die AUHgaden auf 260 Millionen beziffert. Der Einnadmeübersckwß ist ixxit Aus: nahme von 15 Millionen zur Amortisiruna von Bonds ver- wendet worden; der sich künftig ergebende Uederfchuß 1011 vol]- stätidig zur Schuldentilgung verwendet werden. Die Ein- nahmen haben sich im Vergleich mit dem Vorjahre um 27 Millionen vermehrt, die AusZaben um 10 Millionen vermindert. Scliaßsekrrtär Folger beantragt die Auf: hebung des Geskßcs Über die Emittirung von Gold- certifikaten und sprichtdie Ansicht aus, daß man die Bonds: in Gold dezahlrn miiffs, namentlich mit Rücksicht auf die 11114- ländischen Bondsbesißer und zu dem Zwecke, ein Einvernehmen der Nationrn über den BimetalliSmus herbeizuführen. Folger beantragt ferner die zeitweilige SuSpeiidirung der Ausdrägung von Silverdollar131indmacht den Vorschlag, das Schaßamt dazu zu ermächtigen, daß es lediglich je nach der Nachfrage Silber auSprägen lasse. xxolger berechnet ferner, daß bei der Fort- dauer der gegenwärtigen Verhältnisse die ganze Staatsschuld in 10 Jahren getilgt sein, werde und spricht sich fiir eine Minderung der drückendsten Abgaben für die'gegenwärtige Generation, namentlich für eine Minderung der fiskalischen Abaaben aus; aber selbst die Zölle könnten ermäßigt werden. Endlich erwähnt der Schaßsekrctär die Möglichkeit, die 31/2120“- zcntigen Bonds in Zprozentige umzuwandeln.
Neich6tags : Angelegenheiten.
Ein dem Reichstage vorliegender Entwurf eines Gescxies, betreffend die Kontrolc des Reichsbaushalts und des Landeshaushalts von Elsafi-Lotbringcn fiir das Etats- jabr 1881/82, hat folgenden Wortlaut: _
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deut1cher K.1iicr, .Wir-1 von Preußen .*c. Verordncn im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung drs Biiiidcöratbö und des Reichstags, was folgt:
Die Kontrole dcs gesammtcn Reichsbausbalts sowic ch Lande?- [)ältÖbaUö von Eliaß-Lotbrinacn fiir das Etatsjabr 1881/82 wird von der prcußisrben Ober-.“1iccbnu11gskammcr unter der Benennung ,Rcrb- 11u1ia§doi des Deutschen Reichs“ nacb Maßgabe der im GksWc vom 11.Fcbru.1r1875(Rcich6-(Hesclzb1attSeite 61), betreffend die ontrole res Reichsbaukbalts und des Landcökxaudhalts von Elsaß-Loibringcii für das Iabr 1874, enthaltenen Voriibriitcn geführt.
Ebenso bat die rcufziscbe Ober-Virckonungökammcr in Bciim auf die Rechnungen der .' eicdsbank für_daö qur 1881 die gemäß „Ö. “."!) des BankgeseYes vom 14. März 181.1 (:“)ieichs-Gcsexblatt Seite 177) dem Rechnungst des Deutschen RUÖI obliegenden Gescbäftc wahr- zunehmen.
Urkundlich :c.
Gegeben :c.
_ Dem Reichstage ist der nacbstrbcnde Entwurf eines (I c- seixes, betreffend die Erbcbnna xiiicr Bcruföstatistik, sowie die Vornahme einer V„ick13adlu11gim Iahre1882, nebst Motiven , zur verfaffungsmaiiigcn Beschlußnabmc vorgelegt wrrdcn:
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen xc. Verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundeöratlys und des Rcirlydtagtx, nzaö 1olgt:
Jm Jabre 1882 findet dic„'(8rk7'ebunzi_eitier allgeaniiicii Berufs- staiistik und eine Viebzäblimg fur chu Umfang des Reichs 11.111.
Die statistischen Aufnabmcii'wc'rden von den Landesregierungcii bewirkt. Die Lieferung der erforderlichen Er ehungösormularc und die Verarbeitung des Urmatcrials erfolgt von ' eicbsn'egcn.
„D. 3. _ Der Bundesrat!) bestimmt dcn'Tag der statisiixcben Aufnahmen und erläfzt die zur Ausführung die1cs Gc1cycs erforderlichen Vor- scbriftrn. Ö 4
Wer die auf Grund dieses Gesetzes an ihn gcriibtetxii Fragen wissentlich ivabrbritswidrig beantwortet, oder anderer] Verpflichtungen mwiderbandelt, welche "1111: den zur Aiisfubkung diesc-I Geseörs cr- [affenen und bekannt acmarbten Vorirbristrn (,L. “.'1) ibxn oblie.3en,_ist mit Geldstrafe bis zu Einbandert Marx oder 11111 Hair zi: bxitrafen.
Urkundlich untcr Unserer Höchstcigcnbandiacn Uiitericbrtit und beigedrucktcm Kaiserlichen Jnsicgcl.
Gegeben :c.
Beründu_ng. _
Bereits bei den Vorarbcitcii fiir d_i_c Volkszablung drs Jadres 1880istd.1s Bedürfnis: cincr lcicb-näma bear eitexen cingcdcndxn Berufsstatistik wiederholt mm „111111 worden, insbewndere auch in
einer Ko:11'-:rcn3 dci“ Vorstände statistischer Centralst'cüexi drutsrher Bundesstaaten, 1vc1che bei dem Kaiserlichen statistischen Amt unter “Tbrisnadmc des Direktors dieses Anitas im Oktober 1879 stattfand. _ AU? dirscr Konferenz wurde inder“; neben ausdrücklichr Betonung jenes Bcdiirfnisii's erwdgrn, daß es sich mit Sicherbeit nicht beur- tbeilen 1:1116, ob aus dem [irmaterial der Volkézädlung eine solche Berufssiatistik sich Werde herstellen lassen. Man sch1ug daher vor, an diesem Urtnaierial dic erforderlichrn Beobachtungen zu machen und Erfahrurigkn zu smnmcw, seiner Zeit aber zu einer erneuten Bera- tbuxirrznxmnixienzuirrten, um sich über die AufsteÜung eiiier Berufs- sxaiiztik 111111111111 311 1nachc11. Demgemäß wurdc bLsÖWffLU, „611112 de- 11111t_we Veregindarnng zu Vorschlägen kibri: eine Brruféitatistik bis dqdiii (1115510613111, wo man die technische und finamzicllé Ausfiihrdar- keit der“ Bearbeitung aUseitig übersebi'n könne“, und es ward zu dem Exide 81116 Erneutx Berathng im Mai oder Juni 1881 _ nach Ein- reichung der dorlaUäJeii Urbcrsickscn fiir die RLiÖZstaiistik _ in Aus- 11cht asyoxnmen.
DYE Brratdung hat im Juni 1881 stattiiefunden und zu dem CMMI]? chuk)!_t, „dgß“, wie es in einem Berichte des Direktors deZ.2 Kar1erltchen 1111101116211 Amts heißt. „die Vearbritung eiiier be- friedigenden Beriifdstatistik für das Reich (1116 dem Zäldkmaierial von 1880 nickrt 0115111518111" ist“.
_ “WM". 611111)“, 11) fährt der Bericht fort, „iii verschiedensn Staaten
ÖMZ, Materia! dazu 0115161601, namentlich in driijriiigen, 1110 von vorn- dsrrm 9111 die Herstrkliiiig einer Bernséstaßsrik Brdacbt genommen wurde, 10 erklärten ddr!) nikbrrre T1121111611111rr ausdriicUiÖ, da?"; dies in idrxn Staaxrn nicht _der Fail, eins nachträrilickye VcrvoÜständigung drz? Zadimatcriaks für 1111111811 Zweck aber nicht mehr durchführbar 1964851115 Orsonders giki disse UnauLfüdrdarkrit Von der [andwirth- sÖÜsÜiÖLU" Berufsstniisiik, Weil in den meisten Staairn bei der Volkszabkung von 1880 dir dazu unbedingt eriorderlickyen 511111111ko 11er Ncbcneriverß oder Nebendeschäftigungen nicbt erfra511, auch [3e- 11711d€rsCrhedimgrn Über den [anDWirtHsOaftliÖen Betrieb, Welche die_ fcbsendcn Angaben iiber den [andivirtk1sck1aft1irben Nebenernrrb emrxiermaßen 311 ersetzen geeignet gewesen wären, damit nichl ver- bunden wvrden siiid.“
„Dic? ngfxxal1c11_drr Gesexxßedumz erbeischrii abcr drin:.iriid den Bentz311118rla11igrr1taiisiischer Angadrn Über die Bcrnf-kaffrii, in 111611198 dic Bevölkcrung zerfällt. Die im Jahre 1871 dieserbalb ziileizt erimttelteii Zahlen, daiiia'ks schon mangelhaft, siiid voUrnds ivcrtdlos geirordcn, nachdem die Bevölkerung des Reichs fich inzwischen um rund 411 Millionen Seelen Vermehrt dat.
. SNvobl bei dcn Erörkerungen über die Wirkungen wirthsébaft- licher (Gssetzr imd Anordnungen, als (11111) "bei drn Vrrhmidlungen Über das U::11'rstiiiZUU(LÖkVObnsisZJSsLLZ Hat der völlige Mangel an jediveder auch _11111' „annähernd rirbtigcn Vcruféstatistik 11111 fiidlbar gemacht. Ebemo bei der Untersuckiung über die NotdiVixiidigkrit und Durch- stihrdgrkeit der neurrdings iii drr! Vordergriind gctrrtrncn sozial- pdliti1chen Probleme _ iiisdrsondcrr dcr wirksmnrreii Fürsorge für dAlebd'liW UiifaU, Ziidaliditäk und M10: erivrrdsttiifädig gewordenen
r 61 er.
Die auf diesem Gebiete liegenden Aufgaben der GLschi-IÖUUJ erdrii nur dann eiiie gedeiblicbe Lösung finden können, wéiin dcn ge1e§geb§nden Faktorrii dic Möglickykeit gewährt wird, sick,» iiber die that1ächliche EntWickcÜing Und drrzriiigr (Össtaltch gesammtcn natio- nalen Errverbslebens genau und zuverlässig zu iiiiierrirbtrii. Ins- besondcrc wird sich nur auf Grund eincr auf zuvrrlässigcn statistischen Ermtttclungen bcrubriidrn Kenntnis; unserer gesaiiimten Criverbsver- bältniffc beiirtdsilen lassen, in welckyrr Gestakt und in wrlrbem Maß? die Organisation korpomtidcr Genossenschaften [WHUfs Lösung jener 195811611 und wirthsckyaftlirdrn Aufgaben durrbfiidrdar ist.
['ßl'äDie Eröcdung einer umfasseiidrn Bsrufsstatistik ist daher uner- a 11.
Im Interesse dcr Gowiniiiiiig Liiies gleickwiäßigeii Material?- wird es aebotcn sein, dic Ncnanfnadnik auch in dcnjeniiien Staaten zii bxwirkcn, irrlche im Jahre 1880 auf die Hrrsteklimg cincr Berufs- stati1iik 161011 Bedacht genommen baden.
Um diesen statistischen Aiifnabmen cine Uiizwcifelhaftc rechtliche Grundlage zu geben, ingcsondcre dcr iwadrdrité-gcmäßcii Beantwor- tung der an die Hausbn[tungsvorstäiidc und ciiizrlii sisdrndcii Per- sonen zu rickzteiidcn Fragen rrrsirdcri 511 sein, ist der Erlaß eiiies Ge- sech nothwendig.
In Verbindung mit der Erhrbima dcr Bcruföstatistik läßt sich die .111 sich «ebotcxir (?riicueriiiia dcr Vicdzädlung mik 11kk11111kk6111 Aufwands .111 3101101 und Arbrit bewirken, als sonst dafür criordrrlick) sciii wiirde. Dic [61,716 Viebzädimm fand (1111 10. Jaiiiinr 1872; statt. Hicrnaib wiirde dir nächste Wiederlwlniig derselben iibcr daz Jahr 1883 nii11t binauzgcicdodrn wi'rdcii können, so da!"; dann abermals cine itnifmigrciibc statistische ?luf:1.11*1iic 1111151111581: 13111“, während erst im Jahre rordrr dic Bcrnfssmiistik erhoben irdrdcii iriirc. Mit dirsrr criirutcn Miilnraltiiii-„i 511 staiiitiscirn Zivrckcii köriiiic 111.111 die Behörden und die Bevölkerung [*kksÖOUM, wcnn dic Vickiäblmig mit dsr Beriifsstatistik verbunden würde. Diese Vorbiiidiiiizi wiirde ziidcm ker [LUKWU zuxixit kdmincii, nnd die Kriton eincr bciondcrcii Vieb- 15131111111 wiirden xirösztriitbcilz erspart wcrden.
„Z. ] dcs (J'ixiZeiitivurfö 11.11 in Vrrstcbciidctii seine B:"griiiidiiiig gri'uiidcn.
.. , '
„ax, §. __) die statistisibcii Anfiiadmcn 7:1'11LaiidcsregicriiiigNi 111111eist, 111,11 in der Kkkatiir der Sache. Dagegen rrsiju'ini cr- nicbt |111k 1111618111 da;“: .“)ic'icb die Kosten dcr Fortnularbrsibaffim-„i und dcr ki]1bi'l1lii“[*('11 Vcr- arbeitiiiin drs Urmatciials trägt, sondern i'd spricht dafür 11.1113 1a“ sonderd 111111) die ?)ii'ickiiidt auf die sUUst iiiirerincidlicbc Verzögerung drr Aufnahme, iiaiiie1«1lich in Staaten mit läiisicrcii Budgetkcriodcii.
Die Bcstittiiiiiim'cii dev
§ ?; eiiiiprcidcn der Stellung, irclibc dcr Bunchratl) bei den sonstigen rcirbskiatistiscbcii Erhebungen einnimmt, wäl'rciid
„Ö. 4 die Durrbfübruna ch Gescch sicherzustellen bizn'cckt.
Die Kosten dcr Aux-fiibrmm dcs (Jrscizes. soweit sie dem Reiche zur Last fallen, wcrden sicb nach (111611! Voraiisiblagc dcs “Direk- lors dcozwiscrlicbenstatisiisibcn Amts rrraur-sirdtlirb aui 1152500.“ belaufen.
Es sind nämlich erforderlich:
1. Fiir Druck und Verscndunx'. der Formulare und Instruktionen.
11 Zäblbogrii in großem Formate, Mittclpavier, 13 ?.kiillioncn, 11M1€111ck111 15.46. . . . . . . . . . . . . 1951100 „46
2) Anweisung ffir die L*cixördcii, Zäblcrinsirnkiion, Kontrollisten, 800000 Bogen, 1000 Stiick zu 15 ,x. . 12000 ,
3) Zäblblättibcii, ZZ."; I)i'illionrn, 10002Ztück 511 1.“ 513000 ,
4) Pülföfortnularc (besseres Pariet), 2 Millionen Bogen, 1000 Stück 111 11; „16 . . . . . . . 32000 „
5) Verpackung und Babnfracl't (bin und zurücki 35000 ,
* Summe zu 1. . . 307 000 „ck 11, Zusamnicnsicllniia zu Orts-, Kreis- und Z taatÉ-übcrsiibtcn.
]) Rrvi“ion dcr Zäblmpicrc mid Aiiéscbri'il'una der Zählung» resultate in „etrcff dci1 Berufs („11161 9101111111111. Alters,)zznnilienz stnndrs, sowie der *.*lngcbörizcn) (1111 Zadlblattci'cn (in Riickiirbt am die Schwierigkeit der “.'lussibrcibu-m dcs Berufs und der Angehörigen, täglich für nicbt mel'r als 500 Persone») fiir :::1 Millionen Personen 66 000 Arbeitstage, den Tag zu 42 .“: aeri'cbnct, einschließlich Sonn- und Festtagsvcrgütuxia. , . . . . . . . . . .';08 000 .“
'.") Auszählung und Aufreibnunn dcs Judaltä dcr Zähiblättrbcn iu dcn Ortstachcn, t.'1'-*,11ch fiir 7171Pcr- ionen Dcr Gcsammt!*crölkcrnim, macht 65680 Arbeits- tage 511 -1§ .“ (wic (“dcn- . . . . . . . .
.'1) 21ufstc111111,1 dcr Ortstabcllcn iibcr die Viel“- baliimg. . . . . . . . . . . . . . . 3200“) . 41Aufstell1m-1 dcr Kreise, Bezirks- und Stauw-
Ji')“; Zs!) „
übersichtcn iibcr dcn Bcruf und di: Vicbbaltung . 441000 .