hat. dann werden ihm diese Stunden ein und einbalbfach W er hat iufolgedeffen an den nächsten Tagen umsomehr dienstfreieZÜ-
Hinsichtlich des Schutzes der Briefträger gegen die 11an ck Witterung kann ich dem Herrn Vorredner erwidern, daß ick) ngkk vor 2-3 Jahren die Anregung gegeben babe, die Briefträger Wer]
zu schüßen. Ick) habe, ebenso wie er, gesehen, daß bei Regenweikex
und an kalten Tagen den Briefträgern ihre Mäntel unter Umstäuörti' _ _ - ;,. , _ viel zu lästig smd und daß die Mäntel denen, die sie tragen, nichtden .;“ nötigen Schuß gewähren für die Briefe, die sie vielfach in der Hand haben. Nun find auch Versuche mit Gummimänteln gemacht worden;
Hier liegt aber die Sache für wie für den Straßenkehrer oder den auf der Straße steht und fick) nicht soviel hat. Es ist bekannt, daß für jeden Menschen, der fiel) viel bewegen
den Briefträger nicht so
muß, solche Gummimäntel das Entseßlichste'find, was es überhaupt-
gibt. (Sehr richtig!) Man wird heiß, knöpft den Rock auf und erkältet fich Häufig. Es ist also nur menschlich, wenn die Vertvaltung nicht darauf besteht, daß die Briefträger in solchen Gummimänteln umher- geben; sie find ganz unpraktisch. Dagegen haben wir Versuche anstellen lassen mit leichten Lodenrädern hier und auswärts; sie haben aÜgemein
Anklang gefunden, und wir sind gerade'dabei, diese Räder allgemein„ * einzuführen, so daß die Briefträger ein Bedeckungskleidungsstück haben, “
welches leicht ist und vor Regen Wärst. Ick) glaube, daß nachdieser Richtung den Wünschen des Herrn Vorredners Rechnung getragen wvrden ist. Was die Darstellung anbefrifft, die der Herr Abg. Grosber bezüglich des Meßer Sonntagdienstes gegeben hat, so War es am gestrigen Tage meine Absicht, dem Herrn Abg. Groeber selbst schon mitzuteilen, daß darüber Nachforschungen angestellt find und diese ergeben haben, das; leider unseren Wünschen' in Mey, nicbt Rechnung getragen ist. Ich habe sofort Veranlassung genommen, anzuordnen, daß dies nun- mehr geschehe. (BraVo in der Mittc.)
Die NUSgaben für die Vorsteher von Postämtcrn erster Klasse werden nach kurzen Vemerkungrn' der Abgg. Lenz: mann und Fischbeck (fr. VolfSp.) bewrllrgt.
Bei den Ausgaben für die Unterbeamten bei den Post- ämtern verwaYrt src!) der
Abg. Eick off gegen die ihm und seiner Partei in der letzten Sivung Von dem Abg. Singer gemachte Unterstellung, als ob diese Partei nur für die oberen und nicht für die unteren Beamten das
[eiche Interesse habe. Redner nimmt auch die neucx1 Titel Ober- ßriefträger und Oberschaffner gegen den Abg. Singer 111 Schutz und hält semerseits dafür, daß die Verleibung der Schnüre mil1tärischen Verhältnissen cntsprungen sei. Man soUte aber dabei so liberal wie möglich Verfahren; eine Reihe von Beamten set übergangen worden, weil fie irgendwä e Ordnungsstrafcn erlitten hätten. Strcngste Diöziplin müffe ja errschen, aber es ebe zu jveit, wenn die kleinste Ordnungsstrafe dem Bramxen noch na Jahren als Makel anbafte. Dieses ganze Strafsystem wllte revidiert werden. ck10 518 jn 100111! Die Klagen über die gehobrnen SteÜen würden niemals Verstummen. Den Babupostschaffncrn auf Nebenstrecken würden die SteÜcnzulagen vorenthalten; so auf der Strecke Remscheid-Elberfeld-Düsseldorf; dieser Unterschied sollte in Fortfall kommen. Die Wohnungsfrage für
die Postbeamten sollte mehr als bisher durch die Mitwirkung der ge- meinnüßigen Bauvereine gelöst werden.
Staatssekretär des Reich6postamts Kraetke;
Der Herr Vorredner kann überzeugt sein, daß seitens meiner Verwaltung jede Gelegenheit wahrgenommen wird, um den Unter- beamtcn bessere Wohnungsverbältnissc zu verschaffen, und es geht auch aus den EtatSansäßen hervor, daß wir dahin strebcn, so viel Geld als möglich für dicscn Zweck fiüssig zu machen.
Was dann seine Wünsche bezüglich dcr gebobcncn Unterbeamtcn be- trifft, so kann ich nur wiederbolcn, was ich schon früher grsagt babs und worin, wie ich glaube, alle jjbcrcinstimmcn, das:, sola11ge_„co Stellen giebt, die etwas bcffcr [*cfoldct wcrden als anders, diejcuigcn, die zu diesen Stcllcn nicht aukcrkoren werdcn, immcr mmngcnrbm berührt sind. Es ist kao cin so menschlicher 3113, das; man fich darüber nicht ricl wandern sollte. Wir baltcn abcr kicsc gcbobcncn Stelle" «ut für den Ticnst und frcucn 11116, 10 viclcn Unterbmmten einc böbcrc Vcrgütung zuwcnkcn zu können, Nun scheint mir abcr in dcn Außfübrnngcn reo Hkrrn Vortedncrs ein Mißverständnis insofern obzuwaltcn, als er "qm" Ausdruck qcbracht bat, beim Eiscubabnvostvcrkcbr crbicltcn nnr dic Untctbcamtcn cine Zulage, ric fich anf Hauptsttcckcn im Eisenbabntcxbuiscbcn Sinne, also auf ,Haurtbabncn' bewcgtcn. Das ist keines. wegs der Fall, nnd wcnn in einem Bc:irke 6-an solcbc' Auffassung bcstänrc, 10 würd' src zu kctiÉtigcn sein. Wie im (?tat aus.;cdrückt, [*.]ka n'ir allctkingß «(l'obcnc Stcllcn isn“ Zchassncr auf Hauptstrcckcn. Ick babe abxr l'icr kik Vcrfügmm, ric "x'imrzcßt bier- übcr an dir Lbcrpostkikckticncn crlascn worden ist, in Nr .*«- aus- drücklich beißt:
„Lb cim" (kiscnlal'nlinic „11:1 Hanrtstrcckc anzusehen ist, rixbtct sub apösxklicklicb nacb kk! 'Ii„r„1ntn*c*ktlichkcit und Sciqrictmkrit der yon den Bahnrcstskbaßmrn xrabtzuncbmcnkcm Postcicnstgriäüétc. In Vctracbt xu zicken für rte (?intcibmm in die Zahl dcr ge- bobencn Unterbcamtcn snd nur solche Vabnrcsthbasncr, an rcren Ticnsttätigkcit über das gen-«bnlicbc Mas: dcs Untctbcamtcnkrcnstcs in den Vabnrostcn binauchbcnrr Ankvtkctungcn gestcllt werken.“
Also es ist ickr wckl .mgänzia, ZcbaF-n'tn, w-klcbc Ncbcnrvutkn befahren. die aber im rcftaliscbcn Sinne als Oanrtstrcckcn anzusehen fink, sclchc Zulagcn sn bcwilligcn, und auf vielen kcrattigcn Strecken haben sie ße anch.
Was kann dir AUZMÖWUJ ch Herrn Vcrtcknew bezüglich ret Strafen anlangt, sk kann ich tbm unnmmmrcn sagen, kai: icb kcin großer Ftcun'k ven Gclksttafcn bin, und es auch nicht Mc „mt Knkc, wenn bei jeder Kleinigkeit mit dcn Beamten, die gcffmkigt [*.*-km bei der Schnelligkcit, mit dcr acarbcitet werden muß, kommcn ja Vcksebm ret », lange Protokolle aufgenommen wcrden, Ich [*in der Meinung, daß, wcnn Beamten, dic sub sonst gut fübtcn, einmal ein Versehen unterläuft, c] drück ist, dir Sache münkljch xu etkcdiaen, als eine große Verhandlung aufzunehmen, wcbci die meisten Beamten daS nur saqen kömmt: ,es ist ltikttcin Vetscbcn, daß dieser Brief unletig dahin gtschickt worden ist.“ Mücke ist es amébnlicb nicht acwcsen. Nun bitte ich aber den Herrn Vorredner, aus dem, n'a! cin Staatkmwalt über die Strafen der Beamten gesagt da!. keine Schlüsse zu |Leben, denn die Beamten. die ver dcn Staatsanwalt kommen, smd gewöhn- Uch solche, die sebc'n tab: viel gcsündkat haben; und darum glaube kb wohl, daß ein Staatsanwalt sagen kann. ck »Er: ihm noch kein numbeamm vorgekommen, der nicht eine Strafe erlitten hätte; da. |U ebe- Untnbea-tc, die stab schimmer Vergeben schuldig amatbt W, und die werden natürlich. ebe fit rot den Staatsanwalt boota- Uv- vklsaß besitz" sein.
Schatzmann, der„“ * zu bewegen"
“Z beck gebt auf die SchwieriÉxeit der Wobnun s- “ ie unzureichende Höhe des obnun'gSgelZFxsch es Wterbeamten unter Exemplifikation auf fernen ablkreis - ann näher ein.
ubeil (Soz.) bemängelt, daß die S_onntagSruhe der 'in Berlin unter dem neuen Staatssekrexar sehr vtel un- ' tet sei als vordem. Einen ganz freren Sonntag hätte mehr. Der Postillon habe 2,50 „sé den Tag, _einen kümmerlich-n Anfan slohn. Von Reservemänteln, ede gcrvesen, sei den Postillonen
) t er im Reichstage die
„ ssekretär des ReichSpostamts Kraetke: , Hm Abg. Lenzmann bat vorher einen Fall angeführt, in dethPyßßnweisungSgeldcr nicht rechtzeitig" auSgefolgt morden seien,
-und'„=; **ßßran die Schlußfolgerung geknüpft, daß den Postämtern
anx-gsnügend Geld zugewiesen würde, und daß sie fich dann auf die BMW der Postordnung berufen, Wonach fie Erst zu zahlen Hätten, WM .daszGeld vorhanden wäre. Ich möchte dem Herrn Abg. Lenzmann Versichern, daß es nicht in der Absicht der ReichsposMrwaltung liegt, sick krgendwie unbegründeterweise auf diesen Paragraphen zurück- z'uzieben-“und etwa nicht Vorsorge für die Interessen des Publikums zu treffen-“'“*'Der erwähnte Paragraph ist nur dahin zu verstehen, daß, 'we* ;eintrial'aUSnahnrsweis e das Geld nicht Vorhanden sein sollte, “ein' Anspruch an uns nicht gelfend gemacht Werden kann. Unser ,Bestreben aber ist es, stets rechtßzeitig auSzu- zahlen, „da uns seHr wobl bewußt ist, we1chr Nachteile es für “einen- Empfänger haben kann, wenn Geld, welches zur AuEzablung von Arbeitern usw. zur SteUe sein soÜ, nicht rechtzeitig zur Vérfügung steht. Ob nach der Richtung hin in Weßlar etwas versäumt worden ist, werde ich feststellen lassen und 11.11. für Abhilfe sorgen. Ick) würds dem Herrn Abgeordneter: dankbar sein, wenn er auch,die übrigen Ortr, wo so etwas vorgekommrn ist, einem meiner Herren Kommissare mitteilc'n wollte. Wir wollen dann darüber Nachforschungen ansteUen, ob fiel) die: Oberpostdirrktion nicht unterrichtet hält, daß der Betrag, der bci den Postämtern vorhanden sein soll, richtig bemessen ist.
Was dann die Bemerkung des Herrn Vorrednrrs brtrifft, so möchte ir!) ihm in erster Linie sagen, daß, seitdem ich die Ehre Habe, an der Spike des Reichspostamts zu stehen, keins Verfügung er- gangen ist, nach welcher die Postillone schlcchtcr gesteüt rvcrdrn oder einen anderen Dienst bckommen sollten, als fie unter meinem Herrn Vorgänger gehabt haben. Mir ist anch nicht bekannt, daß die Postillone jeßt einen schlechteren Dienst haben. Wir haben mehrfach über ihre Verhältnisse Bericht eingrsordert, nnd nach den Berichten, die wir bckommcn haben, liegt die chch doch ganz anders, als der Herr Vorredner eben ausgeführt lmt.
In Bezug auf den Dienstder Postillone am Sonntag Vormittag bestehen allerdings gewisse Schwierigkeiten insofern, als die Besteu- fabrten ebenso wie in der Woche zu vrrrichtrn sind, und als 03 schwierig ist, für die Postillone geeignete Ersaßmannschaften zu bckommen. Wirfind aber, wie der Herr Abgeordnete vorgestern schon gehört hat aus der Antnwrt, die ich dem Herrn Abg.Stoccker erteilt babe, bestrebt, diesen PaketbesteUdienst am Sonntag abzukürzen und bald nach 10 Uhr zu beenden, damit er sich nicht bis in den Nachmittag bineinziebt. Damit werden sich die Verhältnisse aucb für die Postillone besser gestalten.
Wenn dann der Herr Vorredner weiter angefükyrt hat, daß die PostiÜone, die die Bitte ausgesprochen bach, die Kirche besuchen zu dürfen, nacbbcr scblccbt [*cbandrlt wcrden, so kann ich so etwas nicht glaubs". Dic Ordtcs jn kicscr Bczicbung smd so streng, das:, glaube ich, nicmand jixb nntcr- fangen wird, Beamte, Tic viel am “Sonntag Vormittag in ?lnsvrncb genommen smd, schlccbt zu bcbandcln, wcnn ihnen auf ihren Wnnsch Gclcgcnbcit zum Kirchenkcsnch gcgcbcn works" ist. Ich wcrdc abcr auch nach der Ricbtnng bin mir Bcrickyt crftattcn laficn, wir die' Sache liegt.
Beinahe Mc rij: *.Närcbcn, glanbc ich, [*at W 11112! allkn abcr gcklungcn, wcnn dcr Hcrr Vorrckncr sagts, da!“; bci dcr *]dc'skk'aljcrci bier cin Ticnst bestehe, wonach ein Postillsn einc ganze Woch [an.x nicbt auö dcn Kleikcrn [*crmwkämk okcr nicht Zcit bättc, sich ununklcidcn, bci scincr Fatnilic m sein und aucb zn südlakcn. Ich kann nicht glaubcn, das; ein solckycr Ticnft cristicrt, und mm'; an- m'l*111cn, raf: dcm Herrn Abgeordneten nacb kicsrr Rixktung aan; falsch berichtet workcn ist. Swlckc Lämmer 1*c*n*_Pcstil1r11-*11 [*akcn wir nicht, die das ruhig ertragen würden (.Hx'itcrkcit), 1111: ich würde es auch unverantwortlich finden, wcnn fie kaö crtrüxxcn: kenn kann würde" fic nicbt dcn Schncik babcn, 3:11 dcr Spike kcö *II.1,xcnö bier durch Tic [*clcbtcn Strakcn zu fakten, wo sie alle' An,:cnblickc cine gcwiffc (Emmic entwickeln müßen.
Was ken Ta.]elol'n dcr PrstillM-Z anbcjtist. "o kabc tcb l'xrcits in früherer Zcit zum Ausdruck gckm-Ibt, kak“: ('r worden ist, das: dir Postillcne in ihren kaüacn dcn U::tcrkcamtcn in Berlin alcicbaestcllt Hnr.
Ancb in chug auf dic Mäntcl dcr Pcstillvnc mur“: dcr Hcrt Vwrrckner nicbt kici*ti,1 bcrichtct scm. Lao Ve'tij'rccbcn, das ich amchen [*Ikx, raf; Tic Rcichérc§thnraltung kik Postincnx gegen die Unbildcn kct Wittctmm 5chüßcn trolle", ist auoxxcfübtt. Sämklicbc Pvstillonc smd mét imvtägmcrtcn Mäntel" ausgestattet, "0 das: nach diescr Ricl'tung [*in kein.“ Klaac mcbt vcrbankcn icin kann. Wir brauchcn dazu allerdings nickt zebn Jahn“, karin hat der Herr Vcrtckmt gam recht; wir haben aber zur Siebttkcrt zwci Zach rtrbicrt und sind, naÖkrm wir mvs überzeugt batten, da!“: tickt imprägnierten Mäntel nicbt dic Nacbtcilc lvbcn. die sonst ren imrtäanicttcn Sachen bänßa ankastcn, dazu überamangcn. für sämtliche Postiücnc imrtäanicttc Mäntcl zu licfctn. Daß die Postiüvnc sub dic Mäntcl kaufen sontm, dawn kann nicht die Rckc sein'. die Mäntel 11“!!!an kcn Posiillonen, wie ihre gesamte Uniform, umsonst gcliefctt. Was die smanjielle Stclluna rc: Posiillcne anbetrifft, so darf nicht ausm aebi bleiben, kak: der größte Teil von ihnen als Untx'tbeiratcte kcn Untnkscamtcn gegenüber noch dadurch beffet gcficüt ist, das: sic in dcr Postbaltetci selbst kostenlos Wobnunq- und Stblasaclrgenbcit haben.
In das Gcbiet kek kaum Wahrscbcinlicbcn mkdir ich auch da! verweisen. wa! der Herr Vomkncr vom Téchtctbott gesaat bat. Tce Hen Direktor im ReWstamt Wittko wird später ric Güte haben, die Einzelheiten auseinandenuscßcn. Tas; kct Töchtetbott nur für höhere Beamte sorgt, ravon kann überhaupt nicht die Rete sein, sondern «- ist eine gute Institutéon, die sowobl für Beamte, wie für Unterhaut! sorgt, und det Hm Vomdnet !önnte nur dankbar sein, daß auch die weniger autakstellten Kurbötizm det
Fabi" verdrückt"
Neichßpostverrvaltung aus diesem Fonds so reichlich bedacht werden. Wenn der Herr Vorsteher des Postamts 14 den Unterbeamten so eindringlich diesen Töchterbort empfohlen haben, sollte, wie von ihnen geschildert ist. worüber ich aber erst um!) Er- mittelungen anstellen muß, so würde ich ein derartiges Verfahren als- nicht gehörig bezeichnen müffen.
Abg. Zubeil erklärt, er bleibe bei seinen Bebau tungen. Es müsse eine Organisation geschaffen werden, um den PotiÜonen wirk- l_iche Sonntaaßrube zu schaffen. Wenn der Staatssekretär Ver- fü ungen erlassen habe, so würden Hie von den Posthaltereivorständen nint durchgeführt. Ein Vorsteher abe in unzulässiger Weise auf die Unterbeamtrn eingewirkt, daß sie einem bestimmten Verein beiträten. Mit den erilsachen der Postillone würde von den Schaffnern oft sehr wenig rückfichtSVoll um egangen.
Direktor im Reichspoßtamt Wittko: Die Stiftung, die den Zweck hat, den Verwaisten Töchtern von Postunterbeamten in ihrem weiteren Fortkommen behilflich zu sein, entwickelt fiel) in ganz herVorragend günstiger Weise. Es ist ein Kapital Von 800 000 „M anaesammekt, und daneben sind 750000 „;ck an Untersiüßungen ge- währt worden. Anfgebrackyt Werde die Summr durcb Verträge von Vcamécn und Unterbeamten, und es wird darauf gehalten, daß diese Beiträge minimal bleiben. Wenn der Vorredner fich über un- gleichmäßige Verkeilung beschwert, so steht fest, daß weit mehr Unter- stüxzungen an Unterbeamte als an Beamte gegeben worden smd. Die Verträge der „ersteren „haben lange nicht die Summe der Unterstützun en für dirje erretcht. Dre gegenteiligen Behauptungen beruhen auf n- Wahrbeit, »
Bri, den Ausgaben für die Landbriefträger verlangt der Abg. Stngxr Wiederum die Erhöhung des Mindestgebalts- von 700 auf 800 “W, und zwar bereits vom Nächsten Etat ab“
Für Stellenzulagrn sind 658 350 «16. crrtsgcrvorfcn, 173850 „Fla mchr als tm Vorjahr.
Abg. Eickhoff bringt auch bier Vrrschiedene Wünschr vor und regt eine Erhöhung des Maximums für gewisse Stcllen „m.
Bei den Ausxxabrn für Hilfsleistungen im Beamten: und FXntcrkZeamtendrenst bet den Obrrpostdirekfioncn (1 820 000 „.*-€:), ritter er
Abg. erxzmann, dcr Konnnission anzugebcn, wirviel für Beamte „nnd fur Unterbramtx aus dirscm Fonds Vchcndet worden sei. Bcr den AUSJabrn fnr die Postagentcn bemerkt der
Staatssekretär des ReichSpostamts Kractkc:
Am Sonnabend sowohk, wie auch wäbrrnd der Vorige" Ncicbk- tagstagung ist vielfach der Wunsch gc[tcnd gemacht worden, die Post- agcnten besser zn stelTen. Ich möchte 11111" dM Herren kurz darauf crwidcrn, das; wir infolgc diescr Anrcgnng Ermittelungen cingelcitet und dabei fcstgcsteklt Haben, wir fich diesc Bcamtcngrtch zusammcn- setzt. Ick) möchte den Hort?" einige Zahlen geben, Tic das nährr begrünkcn, Was ich schon scinrrzeir angrführt habe, das; nämlich unter dicsrn Postagcntcn schr virle Personen find, die eine Untersiüynng, sobald ibm'n dic “.'[gc'ntur abge- nommen wird, gar nicbt nötig haben. Wir babcn daruntcr 385 Cisenbabnbeamtc und 824 an*ccre Beamte, 1084 chrcr, .";68 Pcnfionärc, 12:15 Kaufleutr, 1409 Gastwirte, 1392 Landwirte, 1454 Handwerker, 165 Rentiers, 554 weibliche Personen. Diese Agcnten werden ohne Riickficht auf ihr Alter angenommen, 45 Prozent der- selbcn find über 50 Jahre alt. Darin liegt nun die Schwierigkeit, diesen Beamten Penstonen zuzuweisen, daß fie nicht jung in den Dienst eintreten und später auch nicht deshalb ausscheiden, weil fie nicht mehr dicnstfäbig sind, sondern weil ihr Amt in ein höheres, cin Postamt 111, umgcnmndclt wird. Tic .Hsrrkn wiffcn, daß die RcichöWswcrwaltung stets bcstrcbr xrewrscn ist, diesc Pcamtcnkategoric bcs'L'r zn stellen: c'rst vor zwei Jabrcn ist il*r'.1'kcistgri*alta1tf 1000.46 crbölW worde'u. Wir babs" anch Postagcntrn, Tic, 11.117531" ilmcn das Amtalnxc'non1111cnist, in Not ,xcratcn, Untcrstüßmmcn [*t-z W["rlici; 2401“ gewährt und lach die Absicht, kikö auch in ;Ynkanft zn tun. Svlltsn dic Tonks bicrzn nicbt mwrcicbcn, so würkcn wir an das bokc .erth mit der Witts bcrantrctrn, kicken Fonds 311 crbobcn.
Tir Anregung, dic gcgrbrn worden ist Von dem .Hcrrn 155517171 Trivia, jetzt (1111) jricdcr Von rem Hsrrn '!lkxx. On,; bcznglmb cincr Pcnfionokaffc, hat auch Vcranlassnng gcgcbkn, Ermitjslnngcn dar;“:bcr mrxnstcllcn, ob swnsttvv solcbc Umriéhtnngcn bestcbcn. Fink kcmrtmc 11.111"? '"str ally nicbt „irakischen Bcamtrn i'“! r. W. in Trstcrrkiä) Orr banden. Do" [“ckle abcr für cinen Tei! dcr Bramtcn Bcitrijtk- zwang. Tic Mitnlicdcr müsst" ;icxnlicb b-Kbc :""er zaklcn, und die ganze (?inkiäotmm ist inkolgc kcffct! "clkr xtnvovulär. Worm mm bei c." Postagcnkcn vielfach gar um)! ric “.'11*ficl*t1*crlic,xt,s'ichstbcrbanrr *frr srsrtcr cinc Pcnfion m sichern, m:? su“ gar nicht darauf annm'ickxn fink, ank cim- solche Pcnfikn svätrr ;11kcchr:.*n, iu w:":rdr kik -!1*,111,1In*r15c Hrranziciémm „111?! Postagentur gar nick)! gcbctsn *Im und jckcnkall-I auf *!*Zircrstank stoßen. Wéc ich kcn Herrcn ansnbrtc, [*W'ckpästigcn wir :::16 vorerst muß mit dcr Fragc, sn" ist noch nicht sj'tncbtcif.
;),u den Ilnöaabcn fUr Ertvcitcrunqobantcn m Pnnzian, „Krcux, .“)itcsa, Zvrcmbqu, Viersen nnd Wcstcriand [wat mm' Pctttion dcs .Hausbcsrscrvcrcho 'm :)kicm vm“. anstatt dcs acplantcn Erwcitcrungobanco cinen Neubau 1111 Zentrum
dcr Ztadt zu cmcbtcn. Tsr Titel :mrd bctmlljgt und du“ Prtrimn für crlcdtat crtlärt.
Tcr Rest des *„rdinarmmc. :mrd obne Debatte k'CWllligl.
Km Ertraordinarium hat “dir .Qiommission zwci “.'lcndc rungen vorgescblaqcn. Als zweite Ran" cmcs (Arundstücko für ncuc Postbctricboanlagcn am Zchlcstsckxcn Vabnhofc in Werl!- sollcn statt (YMMD nur (110.7!) ;“: bctmlliat werdcn. Tk! *Lli1g.C"icflyoff 1131 du" chjlltgnnq dcr vollcn Forderung bcantmgt.
Staatssekrctär dcs Ncicbopoftamw .Kractkc:
MMU" .Hcrrcn' Fu ker Vudactkrmmisiion n'." man angemem rzvcn :'tbmcngt, kai: Tic Fotkckung ker Rcicbéprstpxmaltnng nsch cincr (knrcitctnng kes (“tnnkbriisco „1111 Seblc'xW-“a! Vaknbof gc- tccbtfcttmt, und da!“: ck auch im kicnstlicbcn Intctcffs wümcbcnknxtt sei, das im Etat vptacscblaaknc Termin amukauscn; es wurde jckocb von kcn .Hctten Abacetrmtcn ausgcfübkt, das: drt Preis m hoch sti, unk kak“; dir Verkäufer («mbar ric Situaiion ker Reichsposmm'al- tun,: ausnuytcn. Inkclgc allseitiact Anctkcnnuna kiefer Verhältnisse in dcr Kommisfion wurde dcr Anm: von 20000.“ aestricbcn. Daraufhin bin ich mit den Verkäufern in Vcrbinduna gctrctcn und hake gcfotkctt, das; ür den Pnés cnnäßigcn müßten. Ick kann dem boden Hause nun mincilkn, daß (] gelungen isl. einc Cmäßizuna dickes Pniscs um LZHM .“ ou ctxdelcn. (Lebhafte Rufe: bönk bdtt!) Nachdem so den Wünschen der Budgetkommisfion auf cine Hetabminkctuna deo Pussel Mauna acttagm ist. und da bezüglich der Zweckmäßiskcit und de! Wert! des Cmndmvetbo sit die ReiNosin-rwalnna keine Verschiedenheit kit Auffassnna vor-
liegt, möchte ich das hohe Haus bitten, nunmehr diesen Ansaß zu bewilligen.
Abg. Eickhoff bjttrt nach diesem Erfolg dcr Verwaltung, die ganze Summe zu bewtlltgcn. ' ' ' '
Abg. Singer: Es hat erst der e_nerglscbkn, emsirmmtgen Inter. vention der Kommission bedurst, die Verwatung zu nochmaligen Ver- handlungen zu veranlassen. Es werpen bret für Hinterland ganz exorbitante Preise gefordert. Das Rexel) kauft zu teuer, Weil es zu bereit- willig ist, bobe PWM zuzugestehen, dtepem GrundbefiYr nach dem leidigen
ustand der heutigen Wirtschaft müheloß in den choß fall?» Das Zeich sollte doch gerade vermeiden, dieje ungesunden Zustande noch auf Kosten der AÜgemeinheit zu verschlimmern. 'Von dem gefährlichen Ankaufswstem, duroh bestimmte Personen Terrams ankaufen zu la en und diese dann unter nicht unerhrblicber Erhöhung des Kaufpreises für das NEW anzunehmen, wird dre Verwaltung hoffentlich keinen Gebrauch machen. *
Staatssekretär des Neiché-postamts Kraetke:
Der Herr Vorredner hat ja darin ganz recht, daß es u. a. zweck- mäßig ist, fick) solche Grundstücke an die Hand geben zu lassen, um fie dann zu kaufen. Das ist aber nicht immer ausführbar. Der Herr Vorredner kann überzeugt sein, das; die Reichöpostderwastung stets den Weg gegegangen ist, der der gangbarste und für die Verwaltung drr günstigste ist. Eine große SchWierigkeit lirgt aber darin, das; das Publikum ganzgenau weiß, wo wir Terrainnötkg haben. Das Publikmn weiß, wir besitzen am Schlesrschen Bahnhof ein Terrain. Ueber die UnznlängliÖkeit dieses Terrains besteht auch gar kein Zwrifel, denn wir baurn dort häufig Schuppen, um unsere Stücke unterbringen zu können, wir mieten auck) Lokale an. Wenn nun jemand beauftragt wird, ein Nackybargrundstück für uns zu kaufen, so wird ihm natürlich der Befißer ins Gesicht lachrn, Wenn er den Käufer nicht nennen wil], denn diescr Weiß ganz genau, für Mn er das Trrrain kauft. Tatsärhlick) liegt die Saxhc doch so, daß der Besitzer des Terrains fick) häufig neun Monate bindrn muß; alle Chancsn, die fi-Ié) ihm in dieser Zeit bieten, grben ibm Verloren.
Die Reichsposwcrwaltung konnte ja gar nichr anders handeln, als sie in dcm Vorlirgendcn Fakir gehandelt hat. Uns war ganz genau dcr Wert des Terrains bckannt, abrr wir befanden uns in einer Zwangslage. Wir mußten uns sagen: Wenn es nicht möglich ist, an unser schon Vorhandenes Terrain und an dasjenige, welches uns dic Eisenbahnvrrwalfung abtrekcn will, mehr Terrain zu- zukaufen, so wirtschaften wir aüjährlick) vielleichr um 100 000 „xc: tenrcr und viel unbequrmer, die Scndungen geben später ab, Weil wir auf entfernt liegendes Terrain haben zurückgreifen miisscn. Deshalb sind wir auf dieses Trrra'm ansgcgangen. Wir habcn mehrfach Ver- sucht, den Preis zu drücksn, es ist uns anch bis zu einem gawissen Grads gclungrn. Nun kamen die Verhandlungen in der Badger- krmmisfion, und da wird der Herr Vorredurr nicbt Vcrkcnncn, Molchcn Eindrnck es macht, Wenn ich cinrm Mann, der cin Tcrrain vorlaufcn will Von [=ck Millionrn, sags: Ich Vorzichtr auf diss Terrain, Weil es dcm Rricbötagc zn tcnrr ist. Das allein hätte vielleicht auch noch nicht genügt. Nun aber trat «in urncs günstich Momcnt binm da- durch, daß drr Wefiser dos Terrains fib brrcits cin ankrrcs Terrain, ich glaubr in Nirdorf, gefilhcrt battc, so daß ibm besonders- daran liegen mußte, den Abschluß mit der Prst zustande zu bringen. Darauf ist » banrtsäcHlicb zurückzuführen, daß es gklllanl ist, dcn Preis so wcit herabznscyen.
Aba Sinacr: Wär? cs nacb dcm Staatssekrctéir “Manar", so battc dock) das !)Tkick) 2:55000 „!(; mcbr zahlen müssen. (76 gibt doch aucb noch daz (711'cißnjnngSVsrfab1'1'11, das nach meiner !).)c'cinunq an- gewendet werdcn könnts, da ein ("*k'fcntlicjscs Jntcrcsfc unzxvcifcllyft vorliegt. Dis Post soll M* ric Termins an die Hand chou [amen nnd definitiv crm bc!" *licßcn. wcnn sic wriü, dns; sn" nicbt übcrtcucrt wird. “So [*andrlt c't" [*crsicbting (M'scbäftsnmnn. Tic (Hrsnbr, dm“; risch “'Tc'rrain dcr Posthrwaltmm cntzwxcn W("kkcll könnte, WM" übrigens an!":crrrkcntlick) minimal.
Die volle Sttmmc wird bewilligt.
Ferner Wilen nens] dcm Antrags der Kommission für die Crmcrlwnng cines (Mundstücks m (Vclchilcr 11111“ 71.30!) „sé; statt der geforderten 123150!) ,“; bewilligt werdcn,
Auel) bier [mt dn“ „*konnmsslon dcn Proto fUr dic (mrn- kanfcndcn Privatgrnndstlickc für 311 iwc!) befunden.
Limo Debatte tritt das Hans dcm Kommisiiononntmac bci.
Für die Herstellung cincr Tclcqravlvcnlinic im „111119111 9011 Tcntscbosmfmka von vaavma nacb Tabom sind 016 7906116 Nate 51020011,“ acfordcrt. Tic Fordcrnna mird argon 516 Zmnmcn dcr Sozialdmnokratcn bmvilliat, ebenso dic [tbrigcn cinmaltqcn Ausgaben.
Bci dcn Etmmlnncn an “Torn" nnd Trlcaraolwnqclmbrett (!?-') Millionen; 17) YÜUWUEU rmlrr (119 im Wurmkur), brmqt dcr
Aba. Vlcll (sr. Vrlföv) dcm Zt3.1ts"cktctär cini»? Wünsche, n. :* bmsjcbllic!) 16-3 Postanrrcisunadvrrkrbto zur Kenntnis, nnjcrstüyt kl? 'klntcgnux ank H(tbytt'übtnn: dcs ZehnrÜctmigbrrckrc'rtrs m:: dcr Scbwciz unk Hell.)": und kc'ürwvttct ric (?rmäüignng rcrßcrrrirrccv- tam naÖ Holland.
Staatssckchjr deo Mickwvoimnns Kracikc;
Ter Herr Vrrtckuct 1.11 r*ctscOickcuc Wüanr mitem: .*.cxxmsi't, rie“ ib in ibn“: R:ibcr1*ci.*.-*[*kantworten maxb“. Tao württcmbcmiscbc System drt Povtxnwcisnnqcn iit unc- bckanni, abcr ieh glanbc, wrnn es nicht "(bon kcitandcn hätte, wütrc Warttcmk'cm es nickt mcbr cin- gcfübrt kakcn. kcnn co bat riclc Sckyattcnscitcn. während uuscrc Form kct Poitanwcisunz sub durchaus kcwäbrt und csgcst.1ttet,rcn Verkehr mit dcm “.'luélank ebenso ]" bcbankcln „116 Ken inländiscßcn, Das Verfahren, das Wüttmnbcm in stimm "cinm Lankc hat, würde 'in den auöländisMn Vckkcbr nicbt praktisch "cin, ka nacbkcm Auklankc ric Postann'cisuna viclmcb nicbt mrtacbt, scnzctn nur Listen nkcrmittclt wcrden. m welchc kao eiüqctraacn wird, was auf ker Katte strk't, so das: als:“ m Vtxcf winke zurückbleiben müffcn. Dann hat sicb „113 ?ck" häßlich 6ür ktc Wakrnebmung kcé Dimstcc- cmicscn, rat“: kicsct Umschlag, kt“! nacb dcr Aukzabluna cincn Nccbmnmsbclaa bilkct, wtc der Herr Vomdncr 51.1) übmcugt baden wird, auii sebr dünnem und [eicbtcm Pariet bcitcbt. Dickes wird von dcm Emrkängcr auf,;ctiffcn und sol! nachher „116 Prim bei der Kontrolle im Dienstbetrieb!“ dienen. Tam eignet es sub arc: nicbt. Ich kann ihm Kaba nicht in *!*»th stellen, das! ich kotécblagen werde, kick Verfahren auch bei uns kinzufübtcn.
Dcr Wunsch bcn'mliG kcr Handelskammern ist wickttbolt aelttnd gemacht worden und unterliegt auch ich! bei uns kkt Et- ötmunq. Die Handelskammern baden "übt ken Bcbötdcmbamktct - - da. weiß der Hm Vomknct ja auch. NQÖ km Kommentar über das Handclokammngesty, dtn ick biet babe. ist ngknungoseitia dm Handelskammern die L*ebötkmavalität bisher nieht werkam" worden, wie dutch vnstbickme EntsÖeiruna-"n erläutert wird, Ut .:an
werden. Nun ist die Reichspostvetwaltung bei Zugeständnis des billigen und allgemeinen Portos davon ausgegangen, daß alle Briefe frankiert find, weil billiges Porto nur durchzuführen ist, wenn bei Bestellung der Sendungen keine große Mühe durch die Portoverrecbnung ent- steht, sondern der Brief einfach abgegeben wird. Sobald aber ein Porto auf dem Brief lastet, so muß dies dem Briefträgerzugeschrieben werden, muß dies auf den Aemtern kontrolliert Werden, auch muß sie!) der Briefträger länger bsi dem Adressaten aufhalten. Infolge dessen bat die Zahl derjenigen Stellen, welche sich des Ausdrucks „porto- pflichtigc Dienstsache' bedienen dürfen, sehr eng gehalten werden müffrn. Ein Nachteil für die Handelskammer liegt ja auch nicht vor. Sie klebt Einfach die Marke auf den Brirf und kann das Porto dem Empfänger zur * Last stellen, während fie sonst es der ReichspostverWaltung überkaffen würde, die Porti einzuziehen, d. 1). sie will die Mühe sparen und uns belasten. Wie gesagt, unterliegt die Sache aber noch der Erwägung; wir haben Ermittelungen angestelkt, wie es mit dem Charakter der Handels- kammern in den anderen Ländern ist, und wir werden, wenn die Ant- worten Vorliegen, Entscheidung treffen.
Was den PostpaketVerkebr betrifft, so ist es auch mein Wuusch, einen internationalen PakeWerkehr für Pakete über 5 Kilo einzuführen. Das Hat aber seine großen Schwierigkeiten, und zwar liegen diese darin, daß wir kein Einbeitéporto für Pakete über 5Kilo im inländi- schen Verkcbr Haben. Wenn wir z. B. nach der Schweiz dek Frank- reich ein Einheitsporw für Pakete über 5 Kilo zulassen würden, das entsprechrnd dem Porto, wir es für 5 Kilo-Pakete besteht, auf Höchstens 1811 60 „5 brmeffen werden könnte, so würde es dahin kommen, daß wir Von einem Paket, ick) will einmal sagen, yon einem französischen Grenzort nach Königsberg für das Gewicht von 10 Kilo nur 1 „M 60 „Z bekämen, während unsere Deutschen im Elsaß für dasselbe Pakrt, wclchrs wirllrickyr die gleichen Waren, Früchte u. dgl. enthält, das doppklte Porto zalylen müßten. Also wir können kein Einheits- porto für solche Pakete nach dem Auslande schaffen, solange wir nicht im Inlande für unsrre Pakete Von mehr als 5Kilo Gewicht ein Ein- heitsporto haben.
Ich glanbs, es besteht Einstimmigkeit darüber, daß es sehr dienlich und nüßlick) ist, ein Einheitsporto für Pakete bis zu 5 Kilo zu [)nbrn, und ck würds. mit Schwierigkeitrn Verbunden sein, di'esrn Zustand zn ändern, da sich sehr viele Leute daran gewöhnt haben, ihre Waren Von außcrbn'lb zu beziehen, und da die Landwirtschaft und Industrie fick) daran gewöhnt haben, die Ware nach einem genau bckanntcn Einheitsporw zn frankieren. Für schwerere Pakete ein Einheitsporto zn schaffcn, gsbt aber nicht gut, weil die Schwierig- keiten und Ausgaben für die ReichspostVerwaltung bri solchen Paketen fich mit den Entfernungrn in höherem Mach als bei leichteren Paketen steigcrn und ich eine Mindercinnabmc aus dem Paketverkebr nicht für angängig und wirtschaftlich richtig halte. Ich bin daher gcgcnwärtig nicht in der Lags, dic Einführnng eines einheitlichen Portvs für fcbwcrcrcPaketc im Inland Vorzuschlagen, und kann daher dcm *Hcrrn Vorredner auch nicht in Aussicht stellen, das; wir für Pakete im Gewicht yon mehr als 5 Kilo im internationalcn V-rkebr hierzu übrrgeben werden. Wir würden sonst die Jnländcr schädigen, und das wird auch nicht icin Wnnsch sein.
Der leytc Wanscb war der, bezüglich Hollands cinigc Erleichte- rnngcn cinzufübren. Unser Vrrbältnis zu Holland ist schon so viel bcsvrochcn worden, dat“; ich dnmxf nicbt zurückzukommen brauche. Ich 1115chtr nur anfübrc-j: Tor Wunsch, dcn Fernsprccbdicnst mit Holland zn Verbilligcn, ist qnck) bei uns vorhanden. Wir find in diesem Siure mit rer brlländischcn Poft- und Tclcgravbecbördc in Verbindung gctrctcn. Sobald ch Vkrléanklxnmc'n bccndct sein wcrden, wcrkc ich in der WM "“ein, ancn Mitctc *Ilukknnft 111 crtcilcn.
Tic C““:1111111111rct1 wcrden genehmigt. Damit ist dcr Etat dcs ?)icicbsvostmnw crlcdigt, Timo Debatte mird dcr Etat dcr Noichdruckcrci nnvcrändcrt angenommen.
Zcblni; „“k“/4 ler. Nächste Sitzung Ticnstaq (Votitioncn, Etat "Oro :)ksickwmvalidcnfonds, babnamts umd dcr §11c1chsci5cnvnimcn.)
] Uhr. ch Ncicböciscn
Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. „“',1, Ziyang vom 2. Mär; 1903, 1 Uhr.
“Ilm" dcr Tagcsordnnna steht folgende Knicrvcllqtton dcr Alma. "Ua (11mm 11 n und (chmsscn (111,1:
„Ha! ch Kéleiclxe Staatzrcgicmng Kcnntniö ravon ac- nxmmxn, w'“; ric katbrlisän' M:“iitlicbkcit in Trier tm Ansckxlui: an cmcn (Erlaß rcd k-srlmcn Wivchofö ron dcr Kanzel cim" Erklärung vcrlcscn bat, Welche fatbolisÖc Eltren, dercn Kinder dtc staatliche" bÖk'ckC Trcbtcrscbulr in Trier bc511chcn, mit kirchlichen Zucht mittcln bckrobts-
In "*clcbcr Wrisc L*ca1*üchtigt !":c dic stakttliebc Autorität aus tcm (“ckictc rcd Sibnln'cMo diescr: «(Nlicbcn Ucbcrgttsscn gcgrn- NK“! ou wahren."
"Zins Anfrage des Prémdcntqn von Krochcr erklär]. ne!) der Präsident des Ztaatemmmcrmmo, Rckckwkanzlcr (Arm von Bülow mr soforttqcn Beantwortung der Kntcrchanon bereit“
M*» U T* Ukc11k'Ck,jlnl.)x Ter Kami" um die Schule. dcr toßc Kampf um dre Zukunft, bisher in klcinktc11 Gef tcn tcsübrt, ' eint jcy! :*c'n cincr anrctn Basis ankacbxn xu 'cllcn. n encm Leitartikel kct Jmnténrtct Zea ' vom 25. Januar mrtrc auf .Unctbaullcch in der Öiézcsc Trier“ und dir Vorqänae an der Trinkt Töchtctschu1c bmgcwicscn. Dcr Tnctct Bischof .mtwcrt-“tc auf diesen ".'ltnkcl m rim": *,"!cübürc, in dcr ('t an dcr Hwk doo Altmmatmalg icin Vcr- baltcn ttclétkcrttgte. Tic ,Jnnksuttcr „',.“étung' "wich "ck „116 gut untcrricbtct. Elm 15. Februar 1.3. hat kn" Ttitm Gekrklicbfcit eincn Kamclctlaf; verkündet, der (O ken katbclrsäßen Citrin verbot. iktc Kinder in nicht ka!1*oliscbc Sedulen au Wirken. (Dcr Redner ortlicst den bekannten Erlaß.) Tick: Kanzelvetkündmum _ist von ker „12mm Öffentlichen McinunY als eine der s tßjm und stärksten .Lxctaukfotrcmngm rc! _ tagt! auf dem chrcte der Schule angesehen worden. Dim :'t der Ausganfdvnnkt unsmt Intctrcüativn. Klar und bestem], aber ruhig und Mick), mit dem der Sarblaac mtsrtccbcnkcn Erms werde ich die Lumiraco- hcit bcbankcln und kamst gigen, das: wie keinen neuen Kultvttam'f bctaufbes-Öwötm, sondern die Rekinunx veranlassen woüm. ibm- scito einen neuen Kulturkampf unse cn . uf dcn Yanksinuwvtit kct „Trient andeMJ, der da] Votackxn des Bis ] cinlntkte. ae |ck aM ein, be!
Vers dc! Bricks“, kit rmxäxisT ! mich eingi und allein an die «mu ist die der “**:-ck' Kinde von m moderne- SÖ-le, du ob diese len nun religions!» Aout tt. Schulen Und, die man llambt au koa
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Autorität der Kirchc entzogen, md. Wer die Ansicht von derAutorität der Kirche über den Staat tet t, kann solche Schulen nicht wünschen zu Jem Besuée nicht auffordern. Die ' die ründung olcher Schulen nicht hindern, durcb Versagung der Erlaubnis_ drs Unterrichts Religion diese Schulen zu. konfesswnölosen zu machen um den Glczuben in nxeiten Krersen zu erwecken, das? in diesen Étbulen wider dre uten Sttten gelehrt werde. Die irche verbietet den. Besuch solcßer Schulen, wenn konfessionelle Schulen an demselben Orte oder in der Nachbarschaft vorhanden find. Die Erlaubnis wird nur "erteilt, wenn eme 031153 Zrarig vorliegt. Was eine 031159, Zrarig ist,. entscheidet die kirchliche Oberbebörde. Was für Sr erherten werden aber verlangt für den Besuch der paritäti] en Schulen? Ich muß, hier auf das Moment des Spionierens hinweisen], das 111 die rzen der jungen Schüler und Schülerinnen hmeingetragen wird. s wird aufgefordert, auf alles zu achten und den Umgang mit Protestanten zu Ver- meiden. Den Eltern, die ihre Kinder aus solchen Schulen nicht beraußnebmrn, wird, die Versagung drr kirchlichen Ab- solution angedroht. Das 1st die gebens, die aus dem Jahre 1883 herrührt. s sind freilich nicht alle Erlasse des Papstes 6x aabbsärs. gesprochen, aber jeder Erlaß des- selben wird Von den Kathoükcn a[_s ihr Gewissen bindend betrachtet. (Der Redner zitiert verschiedene kirchliche Erlasse, die fich mit dem Vorgehen des_ Bischofs Korum d€ckL11-) Der Erlaß des Bischofs hat uns wieder emmal die leyten Ziele der Kirche auf dem Gebiete der Schule gezeigt. “Aber, es ist etwas andrrcs, einen allgemein gültißzen
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aber fie, m der
Saß zu betrachten und einen Einzelfall herauszugrei Es ist bemerkenSwert, daß die alten Grundsäßc der ganzen neueren Geseßgebung gegenüber aufrecht erhalten und zu rechter Zeir dem Episkopat in Erinnerung gebracht Werden, aber es wird nicht auf ihre Ausführung gedrungen. Die Kirche kann sehr „tolerant“ sein, wenn fie will; der Bischoé darf, wie es im Kurialstil heißt, „mesrars“, d. h. ü er etwas binwegsEHen. So ist dem Temperament des einzelnen Rechnung getragen. Andere Bischöfe tun, was der Bischof Korum nicht gestattet, jahraus, jabrein, ja Bischof Korum selbst tut an dem einen Orte, was er am anderen Orte Verbietet. Ein Bischof kann tun, was der andere Von- der Kanzel Verbietet. Was ist das Auf- faUeude an dem Korumschen Erlaß? Daß er sagt: Die Zeit des Schweigens ist worüber, dir Zeit zu sprechen ist gekommen. Daß drr Bischof einen Erla, der Vor 20 Jahren in der Zeit der Aufregungen und ärungen erlaffen war, erneuerte, mußte: auffallen; daß der Bischof diesen Erlaß wieder herausholt in einer Zsit, wo Von ihm nahestehender Seite die Toleranz gefordert wird, das mnßtc auffaÜen in einer Zeit, in der die Kirche fich nicht über nmngelnden Schuß des Staats zu beklagen hat. Diese Auf- rrgung Hat die Kirch beider Konfesfionen erfaßt, die es mit dem Frieden in kirchlichen Dingkn wahr und ernst meinen, die reife, die die gemeinsame Erziehung der Kinder Verschiedener Konfesfionen im Interesse des Friedens gern sehen. Was der Bischof mit seinem Erlasse den Eltern tut, gehört nicht hierher, aber was er dem Staate tut, das gcbört hierher. Man hat in den 14 Tagen, die der Regierung zur Ueberlegung odcr Beruhigung gegeben wurden, nach allrrlci Erklärungen gesucht. Man hat den Erlaß als innere Angelegenheit der Kirche hingestellt. Dann wäre eine Mobilmachung auc?k eine innere Angelcqenbeit cines Staats. Man hat geglaubt, dic ' egicrung werde sich durch die MedizinalVerwa[tung leiten lassen und fich mit dem Auflegen eines Yslästcrcbcns begnügen, im übrigen aber mit Vornehmheit cm der Sache vorübrraebcn. lecr Von dcr Töchterschule zur Knaben! ule ist nur ein klc'iner Schritt. Ich erinnere an den CanifiuSer aß, dcr erklärt, die Knaben dürften auch nicht in gemischten Schulen erzogen werden. Darin heißt es, Glück m'rde in das Volk wieder- kcbren, wenn in den Akademien unk Schulen die Religion ihren einstigen Play wirkst einnehmen werde. Wir haben der Regierung Schauenbcit gcbcn Wollen, Vor dem Lande möglichst bald Aufklärung über ihre Steklung zu gcbrn. Wir verlangen kcinc kleinlichen Rcvrcffalien: mit Polizeimaßnabmcn ist nichts gctan, cs bandclt fick) damm, das:, dcr Staat in seiner Schul- Wlitik jcdc “Störung zurückjrrist, das: der Staat fich bekvußt wird, OJ seins Ylnffassnng von drr Sclmlc dcr drr Kirck)? diamctr gcgrnüksrstcbt, daß er ric Grenze genau Wbtt und in keinem Pnnkl-k nacbgibt, das; kcr Staat vorficbtigcr ist in dcr Gc- ncbmianng konfcssioncllrr Schulcn, das; die Jugend von Juzxcn: anf Ebrfnrkbt Vor Ankswzläubizcn gclcbrt bckonnnt. Der 'Im-m Vorfal] ist ein Wettcrxcicbkn. Dic chicrnnq scheint mir rnms mit Wald zn icin. Turck) dic Zartbkit, Milde, Ycund- lichk„“it, die 111 bewahrt, hat ÜL" dcn ' iscbrf aus der crivdc res Schwcigcn-J in dic dcs Svrccbens gcdr.*.11,;t. Bei uns ist TQ" Anerkemmm dcr Konfcs'ioncn so gros: wie nur möglich. Bci uns, das iit unscr :'Tnl'm, kann jckcr nach seiner Fogon selig wcrrmx. Tic chrictxmg bat ,:cglaukt, auf dem Stankrunkt dcr ,?kcnnklicbkcit und des “)i.1ch»,:cbcnö. rcö mutiakn Zurückwcicbens cinen mmi!» UO-“ntil mit rcr katholiscknn Kirche zu finden: wcnn src aber fickt. kai; kao ("inc falsrbc Polink ist. so mus; sn“ cmcn anderen Stank- wmkt cinncImcn.
Vräsidcm dcs Staathmjstcrimns, :)kcichokanzlcr Graf
. 1101121010111:
Mcinc -*_*crrkn' B(vor km Herr Knltnöminiijcr auf das Tal- 'ächlichc kcö vorlicgcnkcn Falch Und an*“ dir von dem „Herrn Antrag- itrllcr r*vmckmcbtcn (Fixmlkrcjtcn näbct cinacbt, mdcbtc icb kak“ Fol- gcnrc 1.1.2111.
Jeb mm': zunächst mcincm eranctn, mcimtn ticr'cn Bedauern Auökmcf ,",cbcn Übct die Art nnr Wciic, wic Ter Herr Bischof von Trier rnrxb icm Voracch ren kcnfcsüoncllcn Krtcren gcfäbrdct bat (erc' Ö-Ört. kért' links und rrcbw), dcn ausnxkt zu erhalten das el*r1ichc u::k bio jcyt (tsvlstcicbc Streben rer Königlichen Staats- rcgictmm gewesen war. Mcin :."cra;:crn 11“! um so lebhafter, als bis zu kirscm rlévlicbcn Vorstcß der Herr Bikeboé von Tür! weder mit noch ken! Harn Kultnkmtnistcr gcgcnübcr wegcn der Trierer Sebul- mbältniffc imm? welcbe Schatte getan bank. (Hört. hört! links.) Auch daran méä'tc iii) «*tinnctn, daß meines Wiffcnö weder im Plenum
, noch in dcr Kommisswn kiescs beben Hauses über das Lehrerseminar
_.- _.._-_------.- «.» ....
. erheben werdcn traten.
und (11%! ric !"!aatlicbc Höhen Märchenscbulc in Trier Ausstellungen T*tc lkttcffmden Etatttitcl waren, wir 14 glankc, rmclmäßia ansianköch bereinigt worden.
Das chebm dcs Henn Büsche?! von Trier mn um so anf- säUiact. als ihm bcfannt scin mukke, daß ich ck als meine PfiiÖt betrachte, (“ctccbtigkcit zu üben gegenüber ken Angehörigen beider Konfciswncn obne Kleinlicbkcit unk obne Enabmlgkcit in der einen oder andcren Nieblum, Der Herr Bisex"? von Trier konnte M meiner politischen Vergangenheit nicht im Zweifel datübkt skin, kit aufrichtig ich bemükt bin - ka! sagt ich “ck brut! WU" cinxlnm “Schärfen in det Rcke dt! Henn Vomdnal -, wie auf- mbtiq "ck bemüht bin. ["Aktion „Klasen unsern kaibonslkk UU- bürger abzustellen.
Meine Hann. det konfesßonellc IMU“, neldel Wb" deutsche Volk gebt. monat m», n- ineinander u- 1410", " eimm änxeti-bm. Da- aber ist m uöslkb ns de- eine! WUK! moclug tissue“, aus U- W "!
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