1882 / 67 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 18 Mar 1882 18:00:01 GMT) scan diff

[12620]

Aufgebot.

Im Grund des früher dem Landwirt!) Johann Groß-Kaß belegenen, im

Wilkowski gebörigen, zu ' Grundbucbe Blatt 30 verzeichneten Grundstückes stand 111. Abtb. Nr. 1 für die verebelicbte Dorothea Louise von Malottki, geborne Behm, eine Vermerkung_zur Erhaltung des Rechts einer Hypothek Wegen einer Forderuna von 7010 Thlr.“ eingetragen. Bxi 'der nothwendigen Subbasiaiion des Pfandgrundftucks ist diese Post in bee von 1855,51 «443111 Hebung ae- langt und beim Mangel eines [xcxtiim1rten Glaubi- gers zu einer Louise von Maloitki'1cben Spezialmaffe ' genommen worden. Auf den Antrag des den unbe- kannten Beibeiligtcn zum Kurator bestcÜten Rechts- anwalts Schiplak in Neustgdi Werden alle Die- jenigen, Welche an diese Spezialmasse Ansprücbe gel- tend maeben 111011211, aufgefordert, dieselbenspäiestcns in dem Termin am 30. Juni1882, Vorqtittags 101 Uhr, (111 hiesiger Gerichtsstclle bei Vermeidung der Prä- klusion anzumelden. Zoppot, den 8. März 1882. Königliches Amtsgericht.

„- [WZ] Aufgebot. Nack) Beschluß des Kgl. Amtsgericbis Scbeinfeld vom Heutigen ergeht auf Antrag der Erbbkrccbtigjcn dc'r_ seit mebr als vierzig Jahren landesachskndcn lkdcgen Christina Dorotbea Befferer von Burg- bqslacb, für die aus dem Nackylaffc der [edigcn Gasi- wtrtbstocbter Maria Cbristine Besserer in Wesel ai:sweislicb dcr Verbandkungen des Kgl. preUß. Amtsgerichts Wesck ein Erbtbxil vo_n ungefähr 1000 «114 angefallen ist, bicrmix dle Au'fsordexung: a. an die Vcricboüensn, spatesiens im Ansgcbois- termine, nämlich am Samstag, den 30. Dez. 1882, Vormittags „9 Uhr. pcrsönlicb oder 1chklftllch bei Gericht fixb an- zu'nZeldkn, widrigenfaÜs sie für iodt erklärt wir , 1). an die Erbbeibciligien, ibre Iniercffen im Aufgebotsvcrfabren wahrzunehmen, 0. an alle Dicjcnigcn, Welche iiber das Leben der Verstboüencn Kunde geben können, Mit- tbiilungen hieriibcx bei (Heriebi zu 1110chen.

Scheinfeld, am 9. Marz 1882.

Der geschäftsleitcnda Sekretär des Kbniglicbsn

Atntsgerichs allda: Otto. [1,2678] Aufgebot.

Jm Grundbuchs deIGrundstücks Sexidoiw, jcixt Trcnfeldc Nr. 8, bc1ften in 521th. 111. Nr. 4 fiir den Wiribssobn prraim Hegemann 1500 „je. nebst 5% Zimen seit dem 1. Januar 1856, Diese Post isi mittels gerichtlichen Vertrages vom 16.201111 1864 den Schulz August und Wilhelmine Daust- scbin Eheleuten zum Eigenibum abgetreten ivorden und nach deren beider Tode der aÜeinigen Erbin des zuletzt Vcrstorbenen August Dausi, nämlicb deffen biiikerbliebenen WitiWL Pauline Daust, geb. Kieß- 111011n, bezahlt, und ist darüber Von dieser [öscbungs- fabig quitiirt wvrden. Die Lbscbunq der Post kann aber nicht erfolgen, Weil das iiber die Post gebildete H11potbekendokume11i_ unter den August Daustscben Nachlaßakien angeblich nicbt aufzufinden ist. Auf Antrag der zur Herausgabe des Dokuments ver- pflichteten Wittwe Pauline Dausi, geborenen Kist;- mgnrx, wird der Inhaber der Urkunde aufgefordert, spatoxiens in dem anf

den 9. Juni 1882, Vormitta s 10 Uhr, vor dem unterzeicbnetcn Gerichte an eraumtcn Auf- gobotsierminc seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalbs dieKraftloserkläan dsr Urkunde erfolgen wird.

Mogilno, den 13. März 1882.

Königliches Amtsgericht.

[12824] Der auf den 13. Abril d. J. anberaumte Termin zum Verkauf des Kublmann'schen 111. Vollmcr'scben (sdlonais Nr. 24 in Schisdcr isi wieder aufge- ljoben wvrden. Blombx'r?„den 8. März 1882. Furtlicb Lippi1ches Ilintsgericbi. 11.

Nez. C. Melm. Zur Vegb: Sebulzc, Gerichisschreibcr.

[12859] Bestbluß. 21111 Anixgg dcr Kbniglicbcn StaatSanWalischaft Vom 14. Marz er. wird beschlossen:

daß. da der Angeklagte Albert Säjmidt durcb Er- kc;1111n1f; des Königlichen Landgerichts ]„ Straf- kanixzier 11., vom 14. März 1882, wegen Untrsuc zu 11181 (4) Jabranefangniß, 3000 «M Geldstrafe und Tragung der Kosten" verurtbeilt ist, da fcrrzer derfclbe_ fluchtig und sein Aufenthalt bisher, nicht zu ermitteln geivesen, auch Haftbefehl gchoen fibn erlassen! 111,d 11 a erner einze ne cm ' naekla ten 1: öri c Ver- mögknsstücke nicht ermittelt sind, 9 g H [] das ggnze im Deutschen Reiche befindliche Vermonen des Angeklagten Kaufmann Albert Sckjmidt zur Deckung der Kosten und Y); YlerafeitmÉ Yknd der §§. 325, 326 r. . .m e ag ubele en. Berlin, den 16. März 1882. z !; Königliches Landgericht 1. Strafkammer 11. gez. Markstein. Schmidt. Busch. Beglaubigt: 211111 BWZFdersd'h 1 ck Tor «: en er e 11 wir ier ur in Gemä - heit des §.?326 der R._Str. P. O. vcröffentlicbkß Berlin, den 17. Marz 1882. Der Erste Staatsanwalt am Königlichen Landgericht 1.: v. reßleu

Verkäufe Verpachtm- en Sub-“nissionen :e. s

11111211 Coupons erfolat, sind mit einem, die ein- 37111211 Talons in der Nummernfolge nachweiscnden, . Vom Präsentanten mit Angabe des Standes und Wohnortes zu Wüziebenden Vcrzcicbniffeeinzureichcn.

licher

Eröffnung derselben in Gegenwart etwa erschienener Submittenien statxfmdcn wird. Die Submissions- Yedmgungeq nebst den betreffenden Zeichnungen liegen auf btcfigem Abtheilungs-Bnrcau zur Einsicht ausxaucb konnen erstexe nebst Maffen-Vertbeilungs- Propl gcgen franco Emsandung 11211 5 „76 von dort bezogen werden. Suhl. den 15. März 1882. Der Abtheilungs-Banmeister. Ri ck a r d.

Es sou dezi 24. d. M. von Vormitta s 10 Uhr ab im chlerschen Gastbause bierselbst nachstehendis Hob): Belanf Drabcndorf Jaacu 40 ca. 41 Stuck Kiefern Bauholz 17. Klasse, Belauf Alt-G01_m Jagen 110 ca. 56 Stück Kiefern'Baubolz 7. Klasie, Belauf Keksdorf Jagen 219 (11.11250 S111ck Kiefern Bauholz 17. und 7. Klasse und 70 Stück Kiefern Staizgen 1.,_, 110 Stück 11. Klasse, letztere Baubölzer eigner) 1111) besondcrs zum Grubenbau nnd lagern „1111111th drs Bahnhofs Briesen i. M., im Wege der Lizitation öffentlich cm den Meistbietenden (tenen „911-ich baare Bezahlung verkauft werden. Neudruck, den 15. März 1882. Der Oberförster.

Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.

]Obersohlestsche Eisenbahn.

Die Ausgabe der neuen, vom 1. April 1882 ab

[aufknden Zinscoupons

zu den Prioritäts-Obligationen “)'-itt. 15.

l111l.(*§miss7con der Oberschlestskhen Eisen-

am '

erfolgt iächb mii Ausnabme der Sonn- und est-

tage in den Vormitiaasstunden von 9 bis 12 U r, , vom 1. April 1882 ab

1) m' BreSlan in unserem Zinscoupons-Aus- reick*ungs-Bureau, sowie ferner durch Vermit- telung Umerer nachstehend bezeichneten auSwär-

Ligen Zablstellen:

2) in Stettin durch das Bankbaus Wm. Scbkuiow,

3) i1_1 Berlin "durcb die Di'scouto-Gesellscbafi, die Bank fur Handel und Industrie und S. Bleicbröder,

4) m G;. Glogau d11rch die Commandite dcs

Schlenscben Bankverems,

5) in Dresden durcb die Filiale der Leipziger Allgemeinen Deuiscben Credii-Anstali,

6) in Leipzig durcb die Allgemeine Deutsche Cre- dii-Anstalt,

7) in Magdxbuxg durcb dcn Magdeburger Bank-

berem, Klmckfieck“, Scbivanert 11. Comp.,

8) in Hannover durch die Hannobexsch Bank,

9) 111 Hgmburg durcb die Norddeuiicbe Bank,

10) m Cdln durch den A.Schaaffbanse11schen Bank-

Verein,

11) in Frankfurt a. M. durch das Bankhaus M.

A. von Rothschild u. Söbne,

12) in Darmstadt durch die Bank für Handel und

Industrie und

13) in Stuttgart durcb die Württembergisckye Bank- ansialt, vormals Pflaum u. Comp.

Die Talons, auf Grund deren die Ausgäbe der

[12665

Formulare zu den Verzeichnissen Mrden bei den vor- bez-Zicbncien Ausgabesteüen unentgeltlich yerabfolgt. Sibriftwechsel und Sendungen finden bei unserem Coupons-Ausrcicbungs-Bureau nicht statt. ' Die den auswärtigen Zablsiellen crwackpsendcn Porto- und Selbstkosten Werden den Präsentanten der Talons antbeilig in Rechnung gestellt und sind gegen Empfang der Couyonsbogen zu berichtigen. Breslau, den 11. Marz 1882.

Submi sion bergeben Wen. Offerten, mit bezüg- ufscbrtft verseben, sind bis Mittwoch. den 5. April er., _Vorxnittags 11 Uhr, an den Unter- zeichneten frankirt emzureichen, zu Welcher Zeit die

[12664

Kunii-Gewerbemuseum zu Berlin, Königgrätzerstraße 120.

Unterrichts-Anstalt.

Die Ausgabe der Unterrichtskarten für das HUI tS,?)Yquartal (vom 13. April bis 30. Juni 82)

n e a :

fiir die bisberigen Schüler am 23., 24„ 25. März, fur neue, Schuler am Z., 4., 5. April [. Jahres von 9 bis 2-Ubr, im Bureau des Direktors der querricljts-Ausialt.

NSU? Schuler werden nur aufgenommen: für die Klassen der Vorschule Nr. 5 bis 9, fiir die Kkaffen dxr Kunst-Ge'cverbcscbule Nr.117., s., 71., 7111. und fur die Kompofitions- und Fachklaffen.

_Die, Kreiszvuydarztstelle des Kreises Wrescheu, 1111? einem jabxlieben (Hebalw von 600 ..ck, ist er- ledigt; ngbfizirte waerbcr Wollen sich unter Einreichung ibrer Zeugnisze und ihres Lebenslaufs innerhalb 6Wo en [161 uns melden. Posen, den

14. März 1882. öniglickw Regierung, Abthei- lung des Innern. Limann.

Landgräftich Hessisthe eonceff. [12831] Landesbank.

„Dre 27. ordentliaje Geueral-Bersammluug xmrd am 12. April d. JS„“ Nackxmittags 5Uhr, im Lokale der Landesbank zu Homburg v. d. Höhe staiismden, und Werden die Herren Aktionäre zur Tbeilnabme ergebx'nst eingeladen.

Gegenstande der Verhandlung: 1; AÜgemeithr Reche111chaftsbcricht. . 2 Bejchlußsaffung wegen Vertheilung des Rein- gcwmns. '

Die erforderlicben Eintrittskarten können nack)

YÉZabe des §. 15 des Statuts bis zum 4. Apris

bei_ dcr Landgfl. Hess. conc. Landesbank zu „Homburg v. d. Höhe oder bet Herrn von Erlanger & Söhne in Frank- (uri a. M. gegen Hinterlegung der Aktien in Empfang genommen Werden. Homburg 11. d. Höhe. dcn 17. März 1882. Der Aufficlxtörath.

[12792]

bis 1891 iticlusivc nebst neuem Talon Die Ausgabe acykbieht von beim: 11

in Hamburg Berlin

, ., Frankfurt a./Main ' arithmetiscb geordneten Nummernvcrzeickyniffes an 111151) erfolgter Einlieferung der Talons ausgebändigt. scheine wieder eingelisfkrt Werden muß.

Hamburg, den 18. März 1882.

Commerz: und Disconto=Vank in Hamburg.

Bekanntmachung betreffs Auslieferung der Dividendeuscbeine iir die a r 1882 u den Actien [. Emission uuferctf? Bank. 3 h e

in Hamburgkin unserem Fonds- und kaöi-BUTLQU,

. Berlin bei der Nationalbank für Deutscbland,

_ ' _ ., Frankfurt a./Main bei Herrn B. H. (Goldsckxnidi,

und es smd zu dicjem Zwecke? die alten Talons Werktäglick) 11011 9-12 Uhr Vormittags unter Beifügung eines einfach

doppexjx Wstértigien

den genannten SteÜen einzulicfern. Die neuen

Dtvidendenscheinc Wordcn in «Hamburg sogleicb, in Berlin und Frankfurt a./Main dagogcn einige Tage

An den beiden [etxicrcn Orten wird dem Einreicher:

eins der Nummernverzeicbniffe abgestempeki zurückgegeben, das bci der Abnahme der Neuen Dividenden-

Nacb dem 15. April 11. 0. findei die Attsgabc derselben nur nocky in Hamburg statt.

Die Direction.

_, : [12819] (;()(Zäßl

6800131110001 51101

ZSjJSU 1110111111011

11111] 8118801111115 §0k0rt 11118211be11311.

& 11171117,

11111111]. 1111101515101111011,

1213111111 M., 1191112115'01'5131'. 1499.

. _ (3ka21181181; 1111, (18.88 11818118 (110 athsn 8011110112011 äjsÜäbkig'er 1111111109; €1UZSt-1011'811 811111 ])1088111911 1170111011 (1111011 1752110001000 Yisfsruvgsn 17011 (1811. (211811811 813618 015751171. 50 (18.88 1711" 111 (101' 11qu 1111111,

5011011 Ünftl'aß' auf 1311111111211, 911811111311, (211011- 111111 1311110811120 010. 11.1011 11121-

Vetriebß-Eitstiiib1117e.

1882 im Monat Februar «.

721 562 ' 3 484 778 355 200 .

Psxsonenverkebr Guierver'kebr, . Extraordmartcn .

bis Ende Februar «16. „76. «114 «M der Bcrgisckx-Märkisckjeu Eisenbahn. 1 511 280 7 157 689 710 400

1881 im Monat Februar

1882 bis Ende Februar

bis Ende Fsbruar

1 409 193 6 649 749 712 200

695 418 3 317 020 356 100

102 087 507 940 1 800

Summa 4 561 540 ,-

in 1882 mehr 193 002 [

'i 39 390

9 379 369 . . . . . 608 227 b. der Ruhr-Sieg-C senbahn inkl. Finnentrop-Rothemühle. . . . . . 84470 37 927

8 771 142 608 227

4 368 538

Personenverkehr . 499 034

1023516

75 808

8 662

in 1882 .

(Hüicrver'kebrx Extraordmarten .

Skunima'

o. der Vei'gi1'ck) Summa

"Elberield, d'en'16'.

in 1882

Königliche Direktion. [12814]

Béla

pro 1881.

31 800 570 224 mehr 32 945 |

5 131 “764 mehr 225 947 rz 1882.

1171586

!! ! -Markischen und Ruhr-Sieg-Eisenbaljn zusammen. 10 550 955

467 852 31 500

537 279 ]

897 370 63 000

1 036 178

126 146 600 135 408

63 600

135 408

4 905 817 743 635 -

9 807 320 743 635

Könixilicbe Eisenbabn-Direkiion.

nz

4011711.

Grundstück............... Gebäude:

Laut Bilanz pro 1858 . . . . Hierzu Neubauten bis uli. 188

Abschreibungen bis Uli. 1880 . 345

Mühle und Dampfmasäjincn:

Laut Bilanz pro1858 . . . Hinzugekommen bis uit. 1881 . 267 - „.;-429, Ab7chreibungen bis 1111. 1880 .

Utensilien, Wagen und Säcke:

Laut Bilanz pro 1858 . . „16 43,

M12“),

Abschreibungen bis 1111. 1880 . .. 112,

Pferde:

Laut Bilan; pro 1873 . . . „ck 8,

_ „M 17, Ab1chrcibungcn bis uli.1880. . . . .,

Bestände in Wcckjseln . Bestände in Effecteu . . . . . . . Bestiinde in Baar . . . . . . . . . . . . . . . Bcsta'npdxgn Roggen, Mehl, Kleie, Kohlen :e. zum Tagcs-

rei1e.................. Pfandbrief-Amortisations-Conto . . . . . Ausste ende Forderungen:

ebitoren inkl. Banquier-Gutbaben Creditorcn . . . . . . .

112634] Unfall-Versichcrungs-Pränumerando-Prämie .

Submission auf Erd- und Tunnelarbeiten. Die Yrbeiten aus der Strecke von Stat. 538 + 60 W 5114-20 des Neubaues Erfurt-Grimmentbal- Yiiscbcnbausen, bestehend in der Herstellung des 2.3.1 111 langen Zella'er Tunnels, veranschlagt zu rot. 180000 „14, und in rot. 262 000 1311111 Bodenbewegung incl. „der erfordexlicben Böicbunas- und Befestiaungs- Arbcttcn, veramcblagt 311 rot. 257000 .“, sollen in

Berlin, den 28. Januar 1882.

einem Loose ungetixeilt im Wege der öffentlichen

“76.618000. -. . 282,946. 68. „16.900946. 68.

.11 162481. 19.

Hinzugekommcn bis ult.18'81' . .. 82,291. 64.

Hinzugekommen bis ult.1881 9,077: -.

14,283. -.

. M29],556. 26. . . , 104,646. 75.

Feuer-Versickxerungs-PränumerandoPrämie .

Die Dividende mit 30 „11; pro Actie kann gegen Holzma

| „41 „3 ! 144,000 _

885. 80. 555,060

496. 99. 978, 18. 160,592

267. 93.

559. 57. 023. 10,

100 -.

177. -.

2,894 11,314 10,573 36,179

239,283 6,750

!

186,909 51 3,739,85 96 _

1,370,930,Z

knßslfa.

Actien-Capital .

] Hypotheken

? Reservefonds. . . ' Dividenden-Conto . ". . ; Gewinn-Uebcrtrag aus1880 ; Brutto-Gewinn Pr01881

. Abschreibungen pro 1881 * aufGebäude . . . auf Müble imd Dam auf Utensilien . . . auf Pferde. . . Dividende5Z/o..,............. Tantibme fur den Aufficlxtßrath nacb §. 32 des Statnts . Gewinn-Uebertrag auf 1882 . . . . . . . . . . .

pimciscbincii . .

"21.“ 1',509.'“ 78,970. „xu 80,480. 1

«16. 11,100. 16,167.

1,370,930 15

Ausbändigung des Divide11denscheines Nr. 4 Serie 111. nebst Speci1kation'111sitb erer Kaiic rktgaffe 15/16, vom 1. April cr. an erhoben werden. s s ,

Der Aufsichtsrat!) der Berliner Vrodfabrik Actien-Gesellschaft.

„sollng (21111027. *. krontsol- "111101111 [.nu-"wbt. Olorlt- llollmauu. .1. Tutor.

Zweite Beilage

Zum Deutschen Reichs-Anzeiger und. Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

67.

Berlin, Sonnabend, den 18. März

1882.

Landtags = Angelegenheiten.

Begründung

zu dem Entwitrf eines Gesetzes, betreffend die Ver- wendung der in Foige wetkerer Reichsfteuerres'orm an Preußen zu ubertveisenden Geldsummen,

(Fortseßung und Schluß.)

§. 2.

Dieses Paragraph entbä1t den eigentlichen Kern des Gesetzes, in- dem_ er die erWLndungszWecke feststellt und Über die für dieselben verxxugbaren Mittel disponirt.

1. rlaß der Klassensieuer der vier untersten Stufen.

Zun'achst und 1111161: Ausschluß aÜer anderrveiten Verwendungen sollen die in §. 1 bezeichneten Geldsummen dazu dienen, die vier untersten Stufen der Klaffenstcuer stufenrveise, von unten aufsteigend, außer Hebung zu setzen. Es wird also beabsichtigt, zuerst die unterste. sodann die zweite, die dritte und die vikrte Stufe, soweit die in dem betreffenden Jahre vorhandenen Mittel binreichen, von dir Steuer- zahlung zu entbinden.

Diese Maßregel war aÜen anderen VerWendungszWLcken voran- zusieÜen, weil mit der Ausbildung des indirskten Steuersystems - abgesehen von der Beschaffung der erforderlichen Mitte1 zuKStaats- ausgaben - Vor Ailem eine Er1cichterung der direkfen Steuerlast erstrebt_WU1“de. Auf eine solche aber haben in erster Linie und vor- zugswciic diejenigen Klassen einen Anspruch, auf Welche der Druck der direkten Steuern am empfindlichsten [astet.

Wenn dem direktenSteuersysiem mit einer gcwiffen Berechtigung zum Vorivurf gemacht wird, daß dassekbs den Steuerzahler zwingt, obne 0111? Riick1icht auf unbermeidliche 1111d nicbt vorbcrzusebe-ide Aus- gaben, z.B. durch Krankheit odsr sonstige Unglücksfäae eine bestimmte Summe zu 81116111 bestimmten Termin zu entrichten, Welche im FaÜe nicbt rechtzeitigcr Zahlung exekutibisck) beigcirieben wird, so triffidieser Uebelstand gerade diejenigen Kkasien am härtesten, Welche, obne im Besitze disponibler Kapitalien zu 18111, Von ihrem Verdienste nur den notbdürftigsten Lebensunterhalt bestreiten können. Für diese in den untersten Stufen der Personalsteuer veranlagten Einsiten tritt dabsr das Vedürfui an) dringendsten hervor, dieselben von der Entrichtung direkter (Held eitra'ge zu den StaatSlasten gänzlich zu befreien, und sich auf die mildere": und Weniger fühlbare Form der indirekten Be- steuerung zu beschranken. "Einer von diesem GLsichfspunktc ausgeben- den Steyerbeireiung gegenuber ist der Einnmnd nicht berechtigt, daß die Entbindung von der Steuerpflicht das Bewußtseim der Staats- angehörigkeit bceiniräcbkige.

Was diekFeststellung dcr Steuerstufs anlangt, bis zu weleher die Gisammiverbaltniffe der Stcuerpfiicbtigen eine gänzliche Befreiung von der Klaisensieuer rechtféktigen oder nothwendig erscheinen lassen, so kann die Einkommensteuer idealsn Forderungen überhaupt nicht genügen und "ist, es ivegun der „Verschiedenheit der in Bekracbt komuxendcn individuellen U11d örtlichen Verhältnisse, so wie Wegen des [cbwankcnden Tauschrtbs des Geldes und dcr Unzulänglich- keit der Vcranlagungsmittä von vornherein ausgescbloffen, durcb Normirung gewisser Einkommenstufen dic Steuerkraft der einzelnen Cenfiten in einer unbedingt und allgemein zutreffenden Weise zu bemessen. (Eben so wenig läßt sich felbstverständlich durcb ziffermäßigc Fixirung eines siencrpflichtißen Minimaleinkommens ein unter allen Umständen gleichmäßig wir ender Maßstab der Steuer- befreiung aufstellen. NichtdestOWeniger bleibt unter der gegebenen Voraussetzung der bestehenden Einkommenbesteuerung kein anderer Ausroeg. Ueberdics führen aklc sonst in Frage kbmmenden Unter- scheidungbmcrkmglc, wie Standes- odcr sozialc Klaßen nach den bei der friihercn kla11en1vei1en Besteuerung gemachten Ersabrungcn 511 noch Weniger befriedigeUdcn Resultaten. Es kann fich daher nur darum bandeln, eine relativ richtige und den Durchichnittsverbältniffen der Steuerpfiichtigen einigermaßen cntsbrcckyendc Minimalgrenze für den bsabsicbtigien Stcuerxrlaf; 311 finden. Als eine solcbc glaubt die Staatsregierung 1200 «M, _ das Maximaleinkommen der vierten Stufe, vorschlaaen 311 1111111611. Wenn aucb in den vier untersten Stufen mambo Personen veranlagt find, welchen die 5Yufbringung der bisherigen Stcucrsäßc nicht zum Bedruck gcrcicbt, [o ist doch an- zunebmen, das; ein Jabrescinkmnnien, Welches, richtig eingeschätzt, sicb nicbt böbcr als auf 1200 „47: belänsi, bei den gegenwärtigen Lobens- mittclbrciicn im Allgemeinen ein so in_appcs Auskommen gswäbrr, daß dio zur direkten Stegtcrzablung erwrderiicbcn Baarbeiräge nur unter Einicbränkung wirtbickyaftlicb notbwendiger Bedürfnisse zu er- scbwingun smd; wobei allerdings von dcr Vorausscxxnng ausgsgangcn wird, das; die bei dcn_1111bemittc[tsrc11 Ständen üblichen, nicbt 511111 1111bcdimgtnothwendigjten Lebcnsnnicrbalie gcbörigcn A11sgabensiir (Hsiränkc 1111d Tabac? durcb erböbtc110111'11111abgabcn getroffsn und die Mittck zu dcm beabiicbtigicn Stcusrcxlaß im WMC cni]prcchcndcr indirckter Abgaben gewonnen Werden 1011en.

Aucb ist nicht außer Betracht 511 11111611, daß die Einkommens- verbältniffc der in der Regel vertnbgcnslbscn und auf ihren Arbeits- vcrdicnst angewiescnen Klasen so durch1icktig und offenkundig sind, daß cim' dcm wirklichen Einkommen cntsprccbende Veranlqgung viel ]eicbtcr ist, als bezüglich der bölwren und bäußg aus [chwer 111 taxirendczi Quellen fließenden Einkommen und daher eine gewisse 1111- Ycicbmäßigkeit in dcr Bcstenernng 511111 Nachtbeilc dsr mcdcrcn

[affen nicbt gänzlich 311 vermeiden ist. _

Viél empfindlicher als die Staatsstsuern lasten alle'rdings in einem großen Tbeile dcr Monarchis die Kommunalznscblägc auf der in Rede siedenden Bcvölfcrimgsklaße. Einen Beweis Hierfür liefert die unverbälinißmäßig große Anzahl der Reklamationen und Rekurse, welche in solchen Kreisen, wo Hohe Komniunalzuscblägc erhoben Wer- den, auf die vier untersten Stufen fallen. Wenn auch der vorge- schlagene Stcucrcrlaß diesen Uebclftand nicbt gänzlich zu beben wer- mag, so crlcicbtcrt er doch die betreffenden Steuerpflichtigen und schafft ein denselben günstigeres und auch richtigeres Verhältnis; der gesammten Staats- und Kommunal-Einkommenbestcucrung im Ver- gleich zu dcn böberen Einkommen. Die Behauptung, daß die Ge- meinden diese Wirkung des Erlaffes durcb verschärfte eranziebung der freizustellcnden Stufen illusorixcb machen könnten, t die hierzu erforderliibc Genehmigung der Au fichtsbcbörden au 1er Rechnung.

Der bei den vorjäbrigen Verhandlungen vielfa hervvr etretenen Ansicht, daß der Steuerexlaß sicb aui die beiden untersten tufen zu beschränken hätte, kann nicht beigepfltcbtet'wexdsn, denn zu der dritten iind vierten Stufe gehört eine verbaltnÉ'maßtg große Anzahl von - ausbaltungen, welcbe trotz des höheren. inkom ns in bedrängterer

age sind, als die vorwie end in den beiden unter en Stufen steuern-

den, aneinstcbenden Dien tbotcn, Gesxllen'und Tagelöhner. Dabin Jebören eringere Handwerker, kleinbaucrlicbe Grundbesißer, Unter- camte, Zebrer u. s. w.

Obgleich, wie später zu erörtern, die Steueerranxagung aucb „de- 311 [ich der tbatiächlicb frei zu stellenden Stufen zunachst noch beizu- beßalten ist wird doch schon die Außerbebungseßyng der m Rede te enden Éteuerfäße nicht unwesentlich dazu beitragen, erhebliche

ängel der gegenwärtigen Klaffensteuerveranlagung zu beseitigen und die Erbebun derselben zu vereinfacheri.

Die bis erige Befreiuung von Einkommen b1s zu 420 .“ hat in Folge der bei einem so eringen, Betrage, entscheidend ms Gewicht allenden örtli en VerscFiedenbeit der Preise der Lebensmittel sowie der Löhne des esindes und der Handarbeiter zu emer ungleichmäßi-

gen Bebandlung dieser Klassen in den verschiedenen Theilen der Monarchie geführt.

Die beabsichtigte Erhöhung des der Steuer zu unterWerfenden Minimaleinfommens wird zwar ebenfalls keine ganz sichere und gleich- mäßige Scbeidelinie schaffen, aber schon wegen des höheren Betrages der in Frage kommenden Summe doch die bisher hervorgetretenen Uebelsiände Wesentlich mildern.

Von nicht zu unierscbä endet Bedeutung ist der geplante Steuer- erlaß für das ErhebungsverZabren. Die mit, der Steuereinziebung Verbundenen Schwierigkeiien, Kosten und Aussälle, sowie die Nach- ihcile, We1che den Steuerpßichtigen durcb Mahnungen, Pfändungen imd Eigenibumsversteigerungen treffen, nehmen tmt der Abnahme des besteuerten Einkommens sebr erheblich zu.

Die Wirkung des beabsichtigten Steuererlaffes erhebt aus nach- siebenden Zahlenangaben.

Nach den Ergebnissen der K1affenfteuerveranlagung für das Jahr 1881/82 sind in den 4 unterstenZZixYn der Klaffensteuer

' 4 Steuerpflichtige, also 86,4 0/0 1111er zur Kkaffensteuer veranlagten Ein- zelnsteuerndext und Haushaltungsvorstände oder unter Hinzurechnung der Angehörigen beieuerter Hausbalinngen etwa 58 0/0 der in den Kiaffensieucrroüen naibgswiesenen Gesa1nmtbevölißrung veranlagt.

Sollte der Vorliege'ade Gesetzentwurf rechtze1tig zur Annahme ge- langen, so würde derselbe schon im künftigen Rechriungsjabre in Wirk- samkeit treten und unter Abänderung der andermaiten Vorsch1äge im Etatsentnmrf mii din aus den Reichsstempelabgaben disponiblcn Mitteln im Betrage von 6654 300 „16 nicht allein die erste Stufe dsr Klassenstsuer (Einkommen bis 660 „M) außer Hebung gesetzt, son- dem noch zwei MonatSraicn der zweiten Stufe (Einkommen bis 900 916.) erlasssn Werden können. Damit wiirden 54% aller Klassen- sieucrzabler, Welche mit ihren Haushaltungsgngebörigen eine Bevölke- rung von 8 bis 9 MiÜioneu Köpfen reprasenirren, von der Steuer ganz frei gestellt werden und der Steuersatz der zwäien Stufe auf 3,36 „47. pro Jahr reduziri Werden.

Da die beabfichiigten Sfeuererlaffe nur nach Maßgabe der vom Reiibe „111 erWartenden Deckung des entsprechenden Einnahmeausfailes ausfiibrbar sind, so mußte zur Zeit noch dason Abstand genommen werden, desmiiive Steuererlaffe eintreten zu [affen und die fraglichen Steuerstufen gäUzkicb aufzuheben. Uebrigens kann auf die Ver- anlagung der außer Hebung zu setzenden "Stufen schon darum nicht Verzichtet Werden, Mil die KomMUnalverbande u'nd namentlich solche mit vorherrschend unbemittelter stökkerung die Zuschläge zu der Kkaffensteuer der in Rede stehenden Stufen mcbt entbehren können und die_Veran[agu11g zur Klassensteuer als Grundiage für die Bildung der Abtheilungen bei der Wahl zum Hause ,der Abgeordneten dient und auch für Kommunalwahlexi unentbehrlich 111.

Das; eine dsrartige in Bezug auf die Staatssteuer allerdings fingirte Einschätzung zu Mißständen Anlaß geben Wird, kann nicht zugegeben Werden. Wo keine Kommunalzuscblage erboben werden, ist die Veranlagung allerdings - abgesehen von„den Wabken, bezüglich deren die Interessenten ibre 3121516 im BeschWerdewegc gcltendmacben könncn - obne materieklc Bedeutnng, mithin aber auch gänziich un- schädlich. Wo dagegen Kommunalzuscbläge zur Erhebung kommen, werden die Gsmeindevermalfungen, Welche11 die Veranlagung über:- tragen ist, schon des eigenen Interesses wegen mik nicbt Weniger Sorgfalt verfahren, als bisher.

Daß in ltherem Falle das fük die Siaaissteuer vorgeschriebene formelle Verfahren aufrecht erhalten und die Veranlagung nicht ein- si-xitig den bcibeiligten Verbänden iiberlaffen wird, kann nur als ein Vorzug angeseben werden, da die staatliche Aufsicht: und die Ent- scheidung der Rechtsmittel durcb außerhalb der interesfiricn Kreise stehende Organe den Censiien einen erböbten Rechtsschutz gewährt und die Gleichmäßigkeit det: Steuerveranlagung in dcn verschiedenen Tbcilen des Landes sichert.

Zu §. 211.

11. Erleichterung der Schul- und Kommunalkasten.

Während der dem Landtage in der vorigjäbrigen Session vor- gelegte EniWUrf dLn nacb Erlaß der vier untersten Stufen verbleiben- den Rest der Klaffensieuer den Kommunalverbänden überweisen wollte, vkrfügt §. 2 der gegenwärtigen Vorlage iiber diesen Ucbcrschf; in der Weise, daß zwei Viertel desselben zur Erleichterung der Volksschul- lasten, ein Viertel 5111: Ueberiveimng der Grund- und Gebäudesteuer bis zur Hälfte an Kommunalberbände und ein Viertel bis mm Bc- trage von 25 Millionen Mark Zur Aufbesserung dcr Bcamtenbcsol- dungen verwandt Werden 1011611.

Mit der im Landtage in Anregung gebrachten unmitte1barenVer- Wendung von Mitteln zur Erleichterung der Volksschullastcn mußte die beabficbtigie Ueberweisung der höheren KlaffxnsieULrstufen in Weg- fall 111111111811. Die gleichzeitige Durcbfübrung beider Maßregeln würde zu 111eitgebendeNnspr11che an die vom Rcicbe zu errvartcnden Mittel stellen. Die Klaffcnsteuer der acht 56560311 Siufcn aber mit dcr in Rede stehenden Zweckbestimmung 311 Überweisen, verbietet sikb von sclbst, da eine Vertheilung nacb dicsem Maßstabe gerade die bedürf- tigstcn Getncindcn benachtbeiligen wiirde, in welchen die höheren Stufen im Verhältnisse zu den niederen schwach vertreten sind.

Was das für die Verschiedenes Verivendungen festgesextc Tbeilungsvckbältniß anlangt, so soÜcn d1e11ach Erreichung des vor 0 en anderen Maßregeln durchzufübrenden Steuererlaffes verbleibenden Summen zwar gleichzeitig zu allen 811011. gedachten Zwicken ber- w.111dt Mrden; jedoch sind für die (Erleichterung der Yolks1chullasien zwei und fiir die UeberWeisung der Grupd- imd Gebafudesteuer und die Erhöhung der Besoldnngcn nur je cm Viertcx bestimmt., Dabei wurde von der Erwägung ausgegangen, daß keinem der m Ride stehenden Bedürfnisse cin unbedinatxr Vorrang „vor dem anderen “6111- zuräumcn sei, daß jedoch für Volksjcbulzwecke e'm höherer, Anibeil zu beanspruchen sei, weil diese Vcrivcndung sich als cm bessndcrs accignetes Mittel darstellt, um eine drmkcnde "und aile Gemeinden, sei es als solche oder als besondere Schulvcrbande, treffende Last zu erleicbtcrn. , , _

Indem die zu gewährcnde Dotation 111 exsicr Linie zur Aufhebung des Schulgeldes bestimmt ist (00111. „6. 9), Wird zugleich xine den Un- bcmittelien vcrbältnißmäßig bart treffende Auflgge beseitigt und dem Artikel 25 der VcrfaffungsurZunZe f?Zelriuge geleistet,

11 _. a. Dotation der Schulverbande.

Der bcreits bei Bemtbung dcs unterm 21. Dezember 1880 vor- elegten Entivurfes eines Verwendungsgesch angere te, in der Ver- bandlung dcs Abgeordnetenhauscs voin 4. ebruar 1 81 weiter aus- geführte Gedanke, der Verwendung emos Theiles der in Rede „sieben- den Mittel zur Erleichterung 2.“ Vo1ksscbullasten unter BeseitlLUUJ der Schulgelderhebung hat je langer [e mehr Beachtung und Zu tim- muna gefunden.

Mögen auch die Meinungen uber die Art der praktischen Ver- wirklichung desselben auseinandergeben, so kqmmt doch fast in allen bezüglicben Kund ebungen, in Petitionen und m der Presse die gemein- same Klage darü er Lum Ausdruck, da die Gemeinden oder Schul- verbände durch die hnen obliegende cbulunterbaltungslast, welcbe vielfach die Kräfte der Verpflichteten bis zur Grenze ibrer Leistungs- kraft in Anspruch nebme oder selbst überschreite, überbürdet seien, owie das auf diese Klasse (Zestüßte Verlangen der Erleichterung der

olksfchulunterbaltunxxs ast urch Gewährung umfaffenderer und reich- licherer Staatsbülfe fur das Volks chulwesen.

Dieses Verlangen erscheint ni t unberechtigt, da nicht in Abrede

zu stellen ist, daß die Leistungen für die Unterhaltung der Volksschulen in der That zu den besonders drückenden öffentlichen Lasten gehören, und zwar sowvbl hinsichtlich ibrer Höhe und ihres Umfanges an und für fick), als hinsichtlich des Mißverbältniffes, welches in olge per- Yclbiedener Ursacbext vielfach zwi chen dem Maße der not wendigen

nforderungen fur die Sebixle und der individuellen Befähigung der Bevölkerung zu d'en Erfordexlrchen Leistungen besteht.

In Folge eines gemeinschaftlicben Erlaffes der Minister der geistlichen 2c, AngelegenbUZen, des Innern und der Finan en vom 16. April 1879 „Haben fur“ das Jahr 1878 statistische ErZebungen über die öffenilicben Volis1chuleti in Preußen und die zur Unter- baltung derselben erforderlichen persönlichen und Gesammtaufwmdun- gen stattgefunden.

Deren Ergebni e find im Aujtrage des 'Ministers der geist- lichen 2c. Angelegen eiten im Königlichen staiistrscben Bureau qum- mengestellt, als Ergänzungsheft 11. zur Zeitschrift, des Königlichen statistischen Büreaus erschienen und Werden den beiden Häusern des Landtages in Separatabdriicken zugestellt merdxn. ,

Aus dieser Statistik, Welche außer den eigentlichen Volksschulen auch die neben denselbén bsstebenden Mittelschulen und höhere'n Mäd- cbenscbulen umfaßt, ergiebt sich, daß im Jahre 1878 bezw. tm drei- jährigen Durchschnitt aus 1876/78 für die „eigentlichen öffentlichen Volks ebasen allein (also ausschließlich Mitte11chulen und höhere

Mäd enschulen) betragen haben , _ die persönlichen die fachlichen

die Gesammiaufwendungen Sckyulunterhaltungskosten -

im StTaie ..... 95 592 013 «14 67 401 253 M 28 190 760 „44 1111 zwar

in den Städten . . 38 617931 27 688 020 10 929 911 auf dem Lande. . . 56 974 082 39 713 233 17 260 849 .

Bleiben bei Berechnung der: gesammten VolksschulunterhaYtungs-

kosten die Beiträge der Gsmcinden IL. zu den E1emeniar1cbrerwchikvem

und Waisenkaffen im Gesammibeirage Pro 1878 von 697 654 «46.

außer Betracht, so beziffern fiel) die GefammtaufWendungen für: die

Unterhaltung der Volksschulen pro 1878 auf , iiberhaupt: daVOn persönliche sächliche

im Staate ..... 94 894 359 014 66703 599 „14 28190760 c/kéu

10 929 911

und zwar in den Städten . . 38 386 700 27 456 789 auf dem Lande. . , 56507659 39246 810 17 260849 Im Einzelnen betrugen „4. die persönlichen AufWendungen 9.) SieÜcneinkommen d-er in den auf dem vvllbeschäftigten Lebr- im Staate Städten Lande kräste. . . . . 59233 682.34 25 276 725.24 33 956 957.“- wovon 7596 412 1558 521 6037 891 Seitens des Staates als jederzeit widerrufliche Beibi'ckfen zu den Be- soldungen der Lehrer und Lehrerinnen gewährt wurden.

in den auf dem 11) PersönlicheimdDienst- im Staate Städten Lande alterszulagen aus Staatsfonds 3 742 965 «46. 603 605 216. 3 139 360 „46. 1 909 352 .

0) Remuneraiionen fiir iilfslebrkräste (P. . 821823 1087 529 ,

en- 1817600 754 636 ., 1062 964 ,

(1) 5 ubegebalt sionen) . . . . . ' wovon etwa 255700 „ck Seitens des Staates obne recbt11che Ver- pflichtung als Zuschüsse gewÉrt ivurdeY _ Summa &. 66 703 599 «M 27 456 789 „jk: 39 246 810 “.

13. die sächlichen Aufwendungsn im Staate in den Stadien auf dem Lande 28190760 „46 10929911 „74 17 260849 „Fi dazu Summa 8. 66703599 ., 27456789 39246810 ,

insgesammt 94 894 359 «M 38 386700 „46 56507659 „sé

Von dem Gcsammtstekleneinkommen der voleescbäftigten Lehrkräfte (s. oben 11. unter 11.) kommen aus den eigenen Einkünften des vor- bandenen Schub, Kirchen- und Stiftungsvermögens auf

im Staate in den Städten auf dem Lande 7 528 767 «16. 1041066 „46. 6487 701 „js. , Bringt man diese Beträge Von den oben unter ck., a.. bis (1. nachgewiUc-nen persönlichen Aufniendungcn ' im Staate in den Städten auf dem Lande 66 703 599 .“: 27456 789 «21 39246 810 „M in Abzug, 10 berechnen sich die Leistungen zurYufbringung der per- sönlichen Unterhaltungskosten dcr Volksschulen in _1878 auf im Staate in den Städten auf dem Lande

59 174 832 „14 26 415 723 ckck: 32 759 109 „M

Allerdings können vorstehende statistische Aufsteßungen nicbt auf absolute (Genauigkeit Anspruch macben, da das Material, auf Welchem sie beruben, trol). der darauf VerWandten Sorgfalt an manchen Fehlern leidet, dercn Koxxcktur ohne neue zeitraubende Ermittelun en u11tbun1ich ist. Namentlich muß bemerkt Werden, daß die in Anizaß gebrachten eigenen Einkünfte aus Schub, Kirchen- und Stiftungsver- mögen tbatiäcblicb nicbt ausschließlicb zu den perYbnlicben auf- ri'cndungcn, sondcrn aucb vielfacb zu sächlichen Ausga en verwendet werden. Da aber ersterer VerjvendungszWeck jedenfalls bei weitem überwiegt und für eine Sonderuna der dem einen und dem andern Zwecke gewidmeten “Beträge jeder Anhalt fcblt, fo bat die Aufstellung nur in vorstehender Wci1e gcgcbcn werden können. .

Nach dem Staatsbausbalts-Etat für das Jabr vom 1. April 1878/79 (Gcselz-Samxnl. 1878 S. 21 ff.) betrug in dem genannten Stcueriabrc das gesammte Sollaufkommen an direkten Staatssteuer'n (obne Eisenbabnabgabe) 149142000 „14 Es verhielten sich also die gesammten Volksschu1unterbaltungskosten im Betrage von 95 592 013 .“. zum gesammten SOU der direkten Staatssteuern wie 64,09_1u 100, und zivar davon die psxiönlickpen SÖuluntcrhaltungskosten wie 45,19 zu 100, die sächlichen wie 18,90 zu 100.

Legt man der Vergleichung nur das Sollaufkomxnen an klassi- fizirter Einkommensteuer und Klaffenstcuer mit 72210000 .“ zum Grunde, so verhalten “(ck in dem gedachten Steucrxabre die Zesaxnm- ten Volksschulunterha tungskosten zu dem gesammten So dieser

ecsonalstaatssteucrn wie 132,27 zu 100, und zwar davon diespexsön- icben Volksscbuluntcrbaltungskosten wie 93,26 zu 100, die fachlichen wie 39,01 zu 100. ,

Schäßt man die Bevölkerung des preußischen Staates im Jahre 1878 auf rund 26 647 600 Einwohner, so entfielen auf den Kopf der Bevölkerung an direkten Staatssteuern überhaupt . . . . . . ca. 5,59 «“- an klasfifizirter Einkommensteuer und Klaffensteuer . 2,71 , an VolksschulUnterhaltungskosten. . . . . . 3,59 , chMiÖperfönliche. . . . , . . . 2,53 .

e . , ,

Es ergiebt cb hieraus ohne Weiteres die große nanziekle Be- deutun der olksWul-Untßrbaltungskosien. Diese ben er*'kordern durcbge end eine ver ltnißmaßtJO starke Anschnung der Leitungs- kräfte der Verpfli teten und der ruck dieser nsxannun wird um so stärker, 'je ger nger die individuelle Leistungs äbigkei? der Ver-

1 tet i pfl ck91an Jm Yaniß derb ZLZerétlnlsagmiirgt fücxEi kdas SHW“. 1880 en en von er a en 11 ommen euer, 5TZrKlaffen/ er, der Grund- und Gebäu teuer und der Gewerbe-

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