1882 / 68 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 20 Mar 1882 18:00:01 GMT) scan diff

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feindlichen Sozialdeznolfratiedadurcl) Grund und Boden zu entziehen. S9 [(max der. Fortichrttt ntcht im Stande ist, die notbwcndigen Mittxl fur diese Zweck? auf andere, weniger drückende Weise zur Verfiigung zu stellep, wird das Tabackmonopl als der beste Weg, die Bedurfziine des Reichs tt_i obiger Beziehung zu decken, angesehen wer- den um en. Die Erklarung des VolkswirtbscbaftSratbs für das Monopo hat daher auch im fortschrittlichen Lager Thürin- gens, „nachdeni man yxraeblich duxch Presse und Versammlungen auf seine Abstimmung Einfluß auszuxtben versucht batte, keine geringe Auxregung verursacht, und man weiß auch hier sich nicht anders zu bel e_n, als indem man denselben fur inkompetent erklärt und seine Befabigung zur Beurtheilunxz der Frage anziveifclt. So Hat sich 137. Barth, der Abgeordnete fur Sachsen-Gotha, nicht nur in einer _Versammlung zur Bertcbtcrstattung in Gotha, sondern auch vorher in Bremen, unter" der skbr erklärlicbcn Zustimmung aller amveseiiden Tabackbandler, angeFProcben. Das Resultat wird aber sem_, daß der, Fortschrittnfich uber das Monopolund seine? olgen ebenso tayfcht, wie rr fich uber die Erfolge der Zoll- und irtb- scbcxft'spolitik des Reickxskanzlerß bisher schon getäuscht bat, indem in Tknxringexi durcb _offizielle statiftUche Ermittelungen schlauend nach- gewiesexi ist, dgf; tn ailen unsercgi_Jndustriebezirken der Export iich we1entlicb_ erbobi, die_ Sparfahigkeit in den einzelnen thürin- gischen'Landern 7111) so ]cbr gxboben bat, daß die Sparkassen in Ver- Yegenbeit sind, „ihren Geldrxberfluß nußbringrnd anzulegen. Zn industrieller Bezirbung tritt dies Resultat besonders in Gera, Sonne- berg u'nd qulg zu Tage". Auch die neuen Babnprojekte, welche mit Sicherheit ihrer §I'lusfubrung cntgegcngeben, nämlich die Strecke Soynebxrg-Lausckoa, dic Sekundärbahw (Gcra-Meuselwiy und die Wezterfuhrung der Babu Meiningen-Kisfingmi über Bischofsbeim, Bruck€nau nach Neustadt a./S., Wodurch das Nböngebirge in den grqßen Verkebrqezogeu werden wird, geben fiir die guten Folgen der WikibsckYastspohtik des Reichskanzlers und fiir den Jrrtbum der Fortschrittler einen weiteren Beleg. Wir sind also wohl berechtigt, dieselben günstigen Resultate für das Deutsch Reich und speziell für Thüringen auch aus dem Tabackmonopol zu erwarten.

_ Aus Forst t. L.'und Cottbus hat das „Dexitsche Handels:Arck)_1V“ Berichte über die dortige Tuchindustrie erhalten. In diesen Berichten heißt es und zwar aus Forst:

Schon im borigen Jahre waren wir in der Lage, uns iiber die Resultate der ,HWÜJLWTUckUndUstÜL einigermaßen giinstig zu äußern, und wir kiinnen ]xtzt auch fiir das zu Ende gegangene Jabr 1881 einen writcrcn Fortschritt zum Besseren konstatiren. Die blcsLJLn“ Fabrikeiz waren" mit geringen Unterbrechungen das ganze „Jahr bmdurcb rnit Auftragen gut versehen, und wenn sich in den stillen Monaten Oktober und November die Lager etwas gefiiÜt hatten, so sind solche durck) Einkciufe Seitens der _im Dezember aus qllen Gauen Deutschkands zahlreich erschienenen Tuchgrossisten ziem- lich _gelichiet worden, und es ist ein succesfivcr Mehrbedarf für drn Konsum Deutschlands unverkennbar. Aber nicbtaÜein der inländisckye Bedarf„ sondern auch,der Exportbandel hat zur reichlichrn Besckyäftigung der hiesigen Tuchfabrixen wesentlich beigetragen, denn während vom Jahre 1864; ab Auftrage fur den Expdrt nur sehr vereinzelt ein1iefen, :;md sdlcbx in der letzten Zeri recht reichlich eingegangen. Dieser Um- tand 1pr1cht umsomehr fur" die Leistungsfähigkeit der Hiesigen In- dustrie, als diese Auftrage keineswegs auf Konfiqnationen, sondern auf festen "OrderH Seitens Hamburger Exporteure

basiren. Bemerketi mussen wir allerdings, daß diese Erfolge zum Theti auch „durch, die Sextens der hiesigen Industriellen gehandhabten Praxis, bei geringem Nubch einen großen Umsrblag zu machen, erzielt, worden ist. Daß a er diesrs Prinzip angemeffen ist und man biermrt Langsam, aber sicher vorwärts kommt, beweist nicht allein die Ausdehnung der'bestehenden Fabrikzxn, sondern auch fünf Neubauten, welche zuzn Theil schon vvllendet smd, zum Theil ibrer VoÜendung m den nachsten Monaten entgegengeben. Nach den genauen statisti- schen Aufstrllzmgen, "wcléhe der Fabrikantenverein in Forst aÜjäbrlick) von der biesigen Komglicben Babninspektion erhält, sind Hier ein-

und ausgeführt: . Einfuhr Ausfuhr

1875 an WOÜC 3 890 802 kJ, Tuchen 3253 302 kg,

1876 3863 810 2940989 1877 3110580 2679070

1878 4064 581 2472586

1879 5268 202 2811798 , 1880 .„ 5396 255 3536 062 _ Die Gesamwtrinfubr betrug fiir das Jahr 1880 ]32 624 460 kg, 1130581 Kohlen mit inbegriffen sind, die Gesammtausfubr 6486 880 kg. Die Ausfuhr von Tuchen repräsentirt aÜein für das Jahr 1880 einen Wrrtb von etwa 27000000 «16. Von 1881 ist die Statistik nur bis uitimo Nowember fertiggestellt, und es beträgt die Einfuhr an Wolle bl? dahin 5586 897 RZ" und die Ausfuhr an Tucben 3 509 739 kg, wahrend die Einfuhr von W011? 1880 bis ultimo November iiur 5005 241 RZ- ,und die Ausfuhr an Tuchen nur 3164180 RZ betrug, sich Mithin eine Mebremfubr an WoÜe von 581656 YZ und eine Mehrausfubr an Tuchen von 79 916 kg ergiebt, Hierbei isi noch zu bkmerken, daß durch den noch ausstehenden Monat Dezcmbcr auch ein erheblicher Posten qn Tuchausfubr fehlt, Weil gerade in diesem Monat Vlel Tuche 11011) Leipzig zur Messe gehen. Diese Zahlen beweisen, daß die Tucbtndustrie hterselbst immer noch die bedeutendste ist, Welche in" einem Orte des prxußtsxhen Staa'ts, außer in Aachen, existirt, wahrend andere Jndusirtezivxige auch im Bcrichtjabre hier nicht ber- vorgrtreten, oder neu gegrundet sind. Wir boffen, daß unsere Turbindustrie, m der biHberigcn soliden Weise sich weiter entwickeln'wird, wozu „ja aucb der neue ZoÜtarif im letxten Jabre cirion Wesentlicheii Beitrag geleistet bai, Mil d11kch drxisclben die Waarengatiungen, weiche bier fabrizirt Werden und die fruher trias1rtibaft von England eingefiihrtwiyrden, einigermaßen gegen die auslandisckoc Konkurrenz gescbüZ smd.

Aus Cottbus Wird dem . H. A.“ u. a. berichtet:

Dre Turb- urid Buxjskinsindustrie bat im Vergangenen Fabre, wenn auch nicbt emen glanzenden Erfolg, so doch eine stete Bciserung gejgvrtxdas Vorxabr und namentlich gegen 1877, 1878 und 1879 auf- zu et en . . . .

ic jetzige ollqesexxgebung kommt den [)icsigen Fabrikanten clr u Sia'tten. Die Zinfubr engliscbcr Winterivaare iSi auf cincrsi )vczr- schwindenden Brycbtbeü drs friiheren deutschen Konsums rcduzirt; Sommerwaarr wird qxick) nicht annähernd mehr in dcr Mengc einge- fiihrt, wre beijpw'lstk noch _vor drciJabrcn. Dcr auf fremde Waare exbdbche „Zoll sichert der bicsmen Industrie bei glcicher Lcistungs- fahigkeit, 1mmcrl)1n,einen,wcnn auch, durch die arringe Höhe des 301165, namentlich anf feinere Wanke, nicbt (111311 bkdeutcndcn «Zorsprung.

- In der ortseßung des schon erwähnten Artikels über „das Reichstaba mqnoxxol“ bemerkt der „Schwäb. Werk.“:

Die fingnzielle Eintragliibkcit des Tabackmonopols ist ja jrobl mich allgemein ancrkazmt. Die Einwendungen dagegen sind zum großten Theil ailgememer Natur. 65 wird behauptet, eine Monopol- verwatung arbeite thcurcr und 1chlechtcr als die Privatindustrie, weil tbr der Sporn der Konkurrenz fehlc, Dic Tbatsaäycn sprechen Xgen diefe„Bel)auPtrmg. M11“ Welkbrm Erfolge 3. B. die französische 5 egie bcmubt war, ihre Technik zu Verbessern und ihre Unkosten zu

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vermindern, th daraus hervor, das; bei derselben in der Zcit von 1815

bis 1869 die rutwcinnabmen nm 375 0/0, die AuSgaben abcr nur um 169 0/0 "".,d hiernach die Reinerträge um 514% gestiegen smd, und das Verbaltmß der Aukgaben' zu den Bruttoeinnahmcn von 40,4 0/0 1m Ialyre 1815 _auf 228% im Jahre 1869 [)eruntergcgangen ist. Was_ die Qualitat der Negtetabacke betrifft, so sagt man zwar: (19 gusndua 11011 EU äißpubanäum; es möge aber doch die Thatsache angefubrt werden, daß nach den Erhebungen der französijchen Enquetekommisfion (von 1872/76) die französiscbc Regie in den" Jahren 1856 ,und 1857 ausbülfsweisc ca. 100 Miüioncn Sich („Cigarren m Deutichland ungefähr von der Be- schaffenbe1t_der 5 Centimes - («Zigarre aufkaufte, damit aber, troßdem fur den Ankauf erheblich mcbr als die Gcstebungs- kosten der entsprechenden Regikcigarren angelegt wurde, so allgemeine

bald als Rohmateriabfür'andere FabrikationSzweige zu verWenden sicb veranlaßt sah., Es ware'm der That auch wunderbar, wenn in der Zeit der Großindustrie ein_Großbetrieb blos deshalb, weil er vom Staat betrieben“ ist, den Prwatbetrieben wirthschaftlich nicht überlegen ZEW soÜte. Writer wird „gegen das Monopol eingewendet, daß es eine [ubende Industrie vermchte. DieserVorwurf ist nicht stichhaltig. Dxnn 'von der Monopolverwaltung wie von der Privatindustrie muß bx! (Fletch. bleibendem Verbrauck) dieselbe Fabrikatmenge zur Befrie- diguna'dieses Verbrauchs beschafft werden. Man wird zur Herstellung der Cigarren nach ,wie; vor gelernte Cigarrenarbeiter verwenden uzuffen'und zwar, wie die' Erläuterungerx ausführen, annähernd so viel, wie die bisherige Privatindustrie beichäftigte. Und wenn weiter fur_die von der Tcxbackbranche künftig Außgeschloffenen billige En- scbadigungen gewahrt werden, so kann man offenbar Von Vernichtung" wirtbscbaftlwher Werthe oder Kräfte nicht reden. Wie unbegrundct ubexbaupt dieser Vorwurf ist, geht am klarsten daraus hervor, daßdte Monopolvcrwaltung nach dem in den Er-

48 MiÜionen Mark, für Kistchen, Etiketten, Verpackung und Trans- port 22AMillionen Mark, an Einzelverkaufsgebübren 40 Millionen Mark jahrlich, zu zahlen haben wird. Aber, wendet man ein, damit auf das, pdkitischx Gebiet übergebend, eben die massenhafte An- steÜung im Regiedienst ift bedenklich. Bei einer gerechten und wohl- wollenden StaatSVerwaltung, wie wir sie im Unterschied Von vielen andercn' Stgaten' haben, kann indessen Hierin wohl keine Gefgbr fur die burgerliche Freibrit oder das allgemeine Wohl rrblickt werden. Im .Uebrigen ist darauf binzuweisen, daß durch jede Betriebsconcentrgtwn, wie sie z. B. die amerikanische Fabrikat- besteueryng ziotbwchdtg berbcifiibren müßte, eine Menge abbängiger ersönkrckyietten ge1chaffen werden, Und daß dock) wohl die Abhängig- keit von einer durch die Koutrole der Oeffentlichkeit bemachten Staats- vcrwaltiing Minder bedenklich ist, als diejenige von IMM Fabrik- und' Eisenbahn'konigen. Und Wenn man endlich im onopol ein Vehikel des UnrtarisMus erblicken will, so ist eine solche Folge bei der strengen Abscheidung, welcbe dcr Gesetzeniwurf bezfiglich der Kom- YYY des Reichs und der Einzelstaaten getroffen Hat, 111cht zu be- Ur en.

" _ Die_'Handelskawmer zii Iserlohn hat “in Folge eines fruher erwahnten Artikels „NULL hiesigen Blattrs an die „Ndrdd. A il g. _Ztg.“ über dl? Iserlohner Nadrlindustrie „znr ZJYMZgUUg“ eme Zuschrift gerichtet. Zu dieser Zuschrift 21 e :

Wir tbeilen dabcr zur Berichtigung mit, daß seit Einfü run de? ncumi' Zolügrifs im'fJahre 1879 ,die Exportfähigkeit der biYsigeL Nqbnadelindustrre gegenuber der Exiglischen Konkurrenz keine Einbuße erlitten bat. Das (Hesckyaft war Vielmehr in drn letzten Jahren ein flottes_ und umfangreiches, und wenn neuerdings die Tbätigkeit in den Nadelsabriken etwas emgeschrankt wurde, so ist dieses lediglich dem [Ytnstande zuzizmeffen, ,das; der Absatz nach einem der Hauptkonsmu- [ander _ Cbxna _ m Folge Ueberfübrung des Marktes voriiber- gxbend gesckymalert ist. Die in, dem erwäbiiten Artikel ferner ange- firbrie Behaubtung, daß eine biesige Nadelfabrik in Konkurs geratben ser, Lst unrichtig, und habet) wir zu konstatiren, daß eine Jnsolian in der Nadrlbranche axn hiesigen Pkaßc seit einer langen Reihe von Jahreri uberhaupt nicbt vorgekommen ist.

Jierlobn, den 8, März 1882. Die Handelskammcr des Kreises Iserlohn. C. MöÜmann.

'Statistische Nachrichten. Zur Statistik der cyangelischen Kirche im Groß- berzogibuzne Hessen wahrend „des Jahres 1880 entnebmen wir den „Mitibxtlxngen der Großherzoglich beisiichen Centralsteile fiir die Laridesstatistik „folgende Angaben: 1) Die Zahl der von der evan- éelischen Landeskirche (formell) Getrennten brirug Ende 1880: Alt- utberaner' 1012 (1267), _Darbysten 37 (35), Baptisten 205 (220), Témpelbruder 2 (3), Frerprotestanten 4846 (4748), zusammkn 6102 (6273). " 2) Im Jabre 1880 find _zur evangelischen Landes- kirche ubergrtrrien: von der katholischen Kirche 26 (27), von apderen cbrrstltchen Konfessionen 370 (58), von anderen Reli- gionen „0 (92), zusammen 396 (177); aus der evangelischen Landrskirche guSgeireten: zur katholischen Konfession 16 (11), zylanderen chrtstltchen Konfessionen 8 (331), zu anderen erigionen 0 '(33), zusaznmen 24 (375). 3) Dir Zahl der Kommunikanten war: un offentlirben GOÜSÖdWUst 337163 (315 795), privatim 4877 (4857), zusammen 342040 (320 652) oder 54,2 (53,2) an 100 evangelische BLwobxWr, in Starkenburg 34,4 (33,2); in Oberikieffcn 79,9 (79,8); m Rheiribeffen 47,8 (44,5). 4) Auf 100 Civi1trau1mgen kamen 84,5 (84,8) kirchliche Trayunaen durcb cvangeliscbc Geistliche; in Starken- bii-rg 86,0 (85,9); m Oberhessen 97,6 (98,0); in Rheinhessen 62,6 (63,5). Die durch Getsilichc anderer Konfessionen voÜzoaenen Trauungen dyn Evangrltschen, also namentlich von Misch- eber) smd „bieru'nter nicht begriffen und konnten in zuver- lassigex Weis? nicht angegeben werden. Von den evangelischen Pfarramtern ist dic Zahl der „blos civilitcr Gctrauten zu 292 (382) angegeben, 6,2 (8,1)0/0 der Cimlirauungen. 5) Auf 100 Lebendgeborene kamen 88,5 (88,1) bon evang. Geistlichen Ge'taufte; in Starkenburg 89,2 (87,5); m Oberhessen 95,3 (96,3); in Rbkinbeffcn 77,1 (76,9). Nuri) bier fehlen die Aygabcn dcr von Geistlichen anderer Kon- fessioix Geiaußtenxaus Mischehen. Ferner kommt bier in Betracht, dqß die"Verhaltmßzablxn der Getauften zu den Geborenen höher sem Wurden, Wenn die in den ersten Wochen nach der Geburt umgetauft " gestorbenxn Kinder außer Bkrechnung gelassen werden „konnten. Die Zahl der Taufoerweigcrungen durch die Eltern 171 von den Pfarrmntern zu 9 (9) angegcbcn. 6) Konfirmirt wurden: aus tcm evangelischen Eben 12569 (11970), aus Mischehen 546 (487), zusamm'en 13115 (12457). Konfirnmtionöiwriveigerungen . durch 'die Eltern sind „2 (2) Verzeicknct. 7) Von 13119 (12 929) Beirdigungen Evangc11schcr sandra unter Mitwirkung evangrliskber Gexstltcber 9449 (93152, ohne Mitwirkung von solchen 3670 (3614) statt, Von 100 drr erteren also 28,0 (27,9) der lclzteren. 8) Die Z(lhl der Ehescheidungen betrug 23 (23), von Welchen 20 (15) auf rein evangelische Eben, 3 (8) auf Mischehen kommen, und zWar 2 (6) auf soch, bei welchen der Mann, und 1 (2), bei welchen die Frau evangelijch war. ' Kunst, Wiffenschaft und Literatur. Die [U:rclts angekündigte Festxäyrift zum 22, März: Fünf- undacbtzig Jahre in Glan e,_ Kampf und Sie g, ein Menschen- undHcldc'nbild unxeres Deutschen Kaisers von_ Odkar Meding, killt" 37 Illu irationcn nach dcn bon des Kaisers und Konigs Majestat Allergnädigst zur Benützung vrrstatte- ten AZuarellen, als Fe tggbe für das deutsche Volk Herausgegcben von Carl allberger (58 eiten groß oliv. Eleaant broschirt. Deutsche Verlags-Ansialt borinals (Eduard allberger, in Stuttgart und Leip- zig. Preis 2 9415), liegt 11118 jetztwor. Zum bevorstehenden Geburts- icst Sr. Maxestat des Kaisers bietet die Verlagsbandlung in dieser Festxabe dcn Deutichen ein ausführliches Lebensbild des Kaisers, „um offen vvn dem Abendrotb der großen Tage im Anfange dcs bald zur Neige sinkenden Jahrhunderts; das volle Sonnenlicht dcr ruhm- reichen Gegenwart, die er gcstaltgnd und leitend beherrscht, ruht auf seinem „Haupt? _ das Morgenlicht der Zukunft, fiir die er segnend eine arif Fretbcit, Ordnung und Gerechtigkeit begründete Reform vdrbereitet, schimmert ihm entgegen.“ Der Verfasser folgt dem Kaiser, auf_seinem ganzen, oft rauben Lebcnxwege und zeigt, daß Cr 1th die Frqchte des Glaubens, der Treue und der P licht ernte, an denen ;Er sein ganzes Leben lang Zesigchalten babe. as Lebensbild des Katxcrs ist ebrnio reich mit ge cbtcbtlichcn Daten wie mit Zügen aus Se nem Fauniten- und Gemütbsleben ausgestattet und mit vielen treffltchen Holzschnitten geschmückt. Gewerbe und Handel.

und heftige Klagen der Raucher hervorrief, daß man die Cigarren

läuterungen entwickelten Ueberschlag allein an Arbeitslöbnen'

Stockholm, 15. März. Nachdem das deutsche Schiff „Wil- helm“, Heimatbshafrn Stralsund, beute gleichzeitig mit einem schwediscben Schiffe bier angekommen ist, kann die hiesige Schiff- fahrÉ5 furndxeftezs ?qu als eerfdnet angesehen Werden.

eaen ar tg m nur no ie nördli e " e '- durcb ETFS LÄUFT- l s chft n Haf n Schwedens

_ n er enera ver ammlung der Hibernia und Shamrock, Bergwerkdgesellscbaft zii Herne, wurde auf Verlesung des Geschaftsberrchts pro 1881 verzichtet; die Bilanz «ab zu Erörterungen krinen Anlaß. „Bei der Neu- beziehungswcise Eriaßwahl von Auf- s1chtsratbsm1igltedern_ wurde der Geheime Justiz-Ratb Jacobi in Dusseldorf wiedxr errablt und der Generalkonsul Kreismann zu Berlin neu m Yin ck21,an tFaF) berufen.

_" a em *e nungsabicdlui'; der Feuerver i crun s- bank fur Deutschland zu Gotha für 1881 betruxxdF-Prämigen- ubertrag vom Jahre 1880'netio 4409 092 26, die Schadenreserve arts 1880 356 040 26, die YramixnemnabmeZ 88103224, Zinsen und Agio 464.832 «FQ, wahrend fur verxahrtr Dividenden 21 137 „(€ in Einnahme ge- stell; smd, sodaß die Gesammtxmnabme sich auf 14 132 135 „M. beläuft. Ausgegeben smd fiir Brandschadenkosten und Verluste abzüglich des Anibeils dcr Ruckversicherer; für 1880 163144 «M, für 1881 1 169-974 „44, Abgaben und „Leistungen zu Feueriöschzwecken 19 24- „M, Verwaltiingskosten inklusive Rückvcrficherungsprämien 319 278 „M , Provisionen und Agßnturkosten 918 902 „45, zusammen 2590547 ck14; zu Reserven fiir Schäden aus 1881 smd 456 361 «M., Pramienreserven 4486 925 «. zurückgestellt, so daß die Gesammtausgaben 7 533 834 „44 betragen und somit ein reiner Ueber- sckoixß „Von 6598 301 „76. Verbleibt. An dieser Ersparniß nimmt die Praxmenzablung von 8916623 „46. Tbeik, auf Weiche somit eine Dimdende von 74 % entfaÜt. Die Gesammtsumme der in Kraft YichssFcZ V;)rfTsiéxrungJWLrZe xFäUtft sich auf 3050 638 700 „M, die

a 311 ver 1 ) ung er eri „er en cm 51038855 «26, davvn ür 1881 38212 801 „46, fÜr„1882 15 826054f4/44 f

NUrnberg, 18.Marz,. (Hopfenmarktbericbt von Lropold Held). Auch im Laxife dieser Woche war die Lage des Hopfen- marktes durchaus ' eine gedrückte. Für Rechnung des Exports wurdrn zwar mi Ganzen ca. 500 Ballen dem Markte entnommen, ]cdoch geschakx dies nur zii unverandert sebr niedrigen Preisen. Der Bedarf drr Kuydsckoaftsbandler ist nach wir vor belanglos. Die Zu- fuhr erreichte die GrÖßZ des Umsatzes. Die Stimmung ist finn.

London, 18. Marz." (Allg. Corr.) Der Nettogewinn der Batik Von England wabrcnd des am 28. Frbruar abgelaufenen qubxabres betrug 752677 Pfd. Stark., und die daraus zu zabkende Dwxdende wurde auf 04% fiir das, Ha [bjabr festgrsteüt.

_ (W. T. B.) In der gestrigen Wollauktion waren Preise unberandert.

G'laschw, 18. März. (W. T. B.) Die Vorrätbe von

Roheisen m, den Stores bclaufen sich auf 630200 Tons gegen 532 800 Tons tm VOTING] Jahre. Zabl der im Betrieb befindlichen Hochofen 108 gegen 120 im vorigen «Fabrr. ' St. thcrsburg, 18. März. (W. T. B.) Zur Errichtung einer zweiten russischen 'P01arstation auf Nowaja- Semlxan'urdc der gcograpbti chen Gesellschaft vom Kaiser (Zinc Subiidie von 20 000 Rubel gewährt. Als Chef der Station ist dcr Lieutenant Andrrjeff in AuF-sichi genommen.

Verkehrö-Anftalten.

ErTiFkneLv =vZYordk. 1N8. ?),?ärz. [ (IZ. T. fLZZ) DELE Dampfer n er (: 191161 = am ' s- ' (C. MesfingsÖe Linie) ist hier eingetroffen.P s [ff ompagnie

Berlin, 20. März 1882.

Die deutschen Balneologen traten am Sonnabend im Saale des Norddrutschen HofeS-bierselbst zu ihrem 17.Kongref; zu- sammen, dem wirde'rum der Reichstagsabgeordnetc Sanitäts-Ratk) 111". Tbtsenius prasidirie „Unter den circa 100 Theilnebmern Waren auch Rußiand, die Schivrtz und Schweden Vertreten. Die Verband- !uzigen die _am Sonniag fortgeseyt wurdrn, bewegten sich auf streng wissensgbafilickxm Gebiete. Von allgemeinerem Interesse Waren die Mittheiluggeii des Prof. Kronccker-Bcrlin, iiber die den Gewi'ben des Hörpers giinstigen Flitsfigkeiten. 1)r. NöHel-Colbcrg berichtete sodann uber die von Co1berg unternommenen Schritte auf Abänderung des Berggescßes.

Der evawgeliscbc ErzicbungSverein zur Rettung fiktlicb vcrwabxldsier'zitndcr hielt am Sonntag in der Jerusalemer Kirche sem dieSxahriges Jahresiest ab. Der Bericht des Pastors Schwarz gedachte der Schivrerrgkerten, dre dem gesegneten Wirken des Vereins entgegenstehen. Der Verein hat auch im verflossenen Jahre vor Al_lem Versucht, dic Verwahrlostcn Kinder, denen, sofern fie noch nicht beitraii smd, mtt dern Zivaiigsexziebungsgeseß nicht beizukommen ist, Wf'sgiélicheénid WFL 1,11 aukaaxtbtge YstJe xnterzubringen. In dieser eie org cr ercm z. . 11 er . *in er, ür die im Vor'a re 7500 «M an Pflcggeld gezahlt ist. f 1 b

„Hr. Wilhelm Pfeiffer (Deffauerstr.Str. 18) führie in seincr ziveitcn, gestern veranstalteten Matinee Schüler verschiedcner Lkhk- stuxrn vor„ deren Spirl fich durch große Sauberkeit und edlen Vor- trag auszeichnete. Wir dicse Leistungen seine anerkannte Schule aufs Neur bekundeten, so fanden auch seine Gcsangökomposiiionen wohl- Vcrdientcn Beifall.

St. Petersburg, 19. März. (W. T. V.) cute Ab d 9 Uhr brach im Theater .Winter-Livadia“ währ?» dcr Veonr- stellung Feuer aus. Das'Tbcatcr ist vollständig niedergebrannt, ein Verlust an Menschenleben 1edoch nicht zu beklagen.

Jm Wilbelzn-Tbcatcr gclangte am gestrigen Sonnta e die Salingré'1chc Posie „Gute Freunde“ zur Aufführung. Das gHaus

'ivar trotz des schönen Wetters gur besetzt. Hr. Eduard Weiß, welcher

die HauptrolZe spielte, wurde bei seincm Auftreten stürmisch be t und durch wiederholte Hervorrufe besonders ausgezeichnet, g ß

In der Lukas -Kircbe _wird Hr. Musikdirektor Otto Diencl morgen (Dienstag) Abend 7 Uhr ein Wobltbätigkeits-Co ncert veranstalten. FWF Profeffor Schulyen- von Asien, Frl. Maric Schizi'idtlein,'Hr. Jul. Stiirm, Hr. Kammermus., CeUist Iacobowsky, Hr. xzranz Tt_ebach "und ein untxr Leitung des Hrn. Dienel stehender ?xgen 100 Sanacr zahlender Manncrcbor dcs hiesigen Kgl. Seminars ur Siadtschqllebrer wcrden s1ch mit dem Concertgeber znr Ausfüh- rung cln'es reichen Programmes bereinigen. Vil1cts zu 1 916. sind zu haben chi Sulzbach, Taubenstr. 15, _ Dienel, Tempelhofer Ufer 30 und beim Kuster Laube, Bernburgcrstr. 5.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. ElSner.

Sechs Beilagen (einschließlich Börsen-Beisage). (3534)

Berlin:

Drammen,18.März. Die direkte Schi al rt it wiede hergestellt, der „Drammensfjord“ eisfrei. ff ) s r

Erste Beilage

zum Druisäxrn Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischrn Siaais-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 20. März

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1883;

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Yichtamtliche5.

Preußen. Be'rlin, 20. März. Im weiteren Ver- laufe der vorgestrigen (37.) Sitzung setzte das Haus der Abgeordneten die. dritte Berathung des E1itwurfs_e1nes Gcseßes, betrkffend den weiteren Erwerb von Privat- bahnen für den Sinai, fort. Nach dem Abg. Dr, Ham- macher ergriff drr Minister der öffentlichen Arbeiten Mat)- “bach das Wort:

Jeb glaube für 1th mick) auf einige Brmerkungen bestbränken zu dürfen in Beantwortung der Fragen, welcbe der Herr Vorredner an die Königliche Staatdregierung gerichtet bat.

Er fragt zunächst, ob es in der Absicht der Regierung liegr, im Falle der Annahme des vorliegenden Gesxßenfwuris einen Nachfrage."; - Etat dem Hause vorzulegen. Die1e Absicht besteht aUcrding, und es ist das auch in der Budgetkommiifion, in welcher die' Frage ebenfalls aufgkworfen wurde, schon auSges, kochen worden. Wir Werdrn ebenso Verfahrkn miiffcn und verfahren ömxeu, wie im Winter 1879/80, nacbdem die erste große Vorlage über den "Erwerb von Privatbabnrn _von den briden Häusern des Landtages JUZLWMMM und durch Ailrrböebste Sanktion zum GeseYe er-

0 en war.

Die chiie Fraae betraf die im Gcmge befindlichen oder noch projekiirtcn oder in Aussicht genommenen Bauten bei den zu verstaat- lichenden Privatbahnen, wenn icb micb einma! dieses Ausdrucks be- dienen darf. Auch im Vorliegendcn FaÜe glaube ich mich ebenso ausdrücken zu können wie damals, (116 es ficb um die erste Vorlage bandeße. Wo die Vollendung bereits im Baue bkgkiffCULk Bahnen in Betracht kommt und die Mitiel dafür bewiliigt sind mid aiisrcicben, müssrn wir selbstverständlick) den Bau volicnden. Sofern 93 sich aber um Projekte handelt, für die ksme Gelder vorhanden sind oder um Projekte, für welcbe eine recbtlicbe Vrrpfiichiung nicht vorliegt oder auch selbst um Projekte, welcbe Übrrbaupi noch nicht in Angriff gknommen smd , Werden wir uns allerdings verpflicbtet halten, dem Hause eine Vorlage zu unterbreiten.

Die dritte Frage betraf das Verbäsiniß, weikces fich zur braixn- schweigisthrn Regirrimg und zur braunschweigischen Eiseiibabngesell- schaft entwickeln könnts. Ick kann bezüglich dcr [eßtcren erk[ären, daß eine Aiifld'sung dsr braiiriikhweigischcn Eisenbabngcseiiscbast, deren Aktien wir NÜcrdings 1156) der Annahme diesrs GcieYes Vollständig inne Haben wiirden, abgeieben Von den Akiien, welche den Mitglie- dern des Verivalfungsratbes der braunschwrigisÖenEisrnbabngcsellschast persönlich gebörrn, daß also eiiie Auflösung diLsU Gesellschaft nur stattfinden kann mir Zustimmung der braunscixwägiséhen Rraierung, Und das; 5er disis Frage ziir Zeit ein Bcscblnß noch_ nicht Hat ge- faßt Werden können. Das; die braunscbWeigijrbe Regierung dem Ernirrb der Aktien, welcbe im Besitz der Bergisch- Märkiscbcn Bahn find, zUstimmt, ist nicht zu bezweifeln nach den friibrren Erörte'rungen, die mit der bxzeickmctcn Regierung staiigefnnden Haben. Auf die kürzlich dortbin grstcÜte FMM iii cine formeUe Erklärung noch nicht bierbergelangi, indcffen, wir bAbLn gar keinen Grund anznnebmcn. daß ein Widerspriich staitfinden Werde, 1vei[ dic Bc-svrgxiisx, die frübcr bon der brauxxschWcigi1chcn chierung gehegt wurde, daß eine Ablenkung des Verkehrs staiifinden Werde auf die Lehrter Route zum Nachtheil der braunsch1veigische1r_Babnen gerade erst recbi durch die gcgenwäriige Vorlage zerstreut Ui. DFZ Interesse der prerißiscben StaatseisenbabrWerwaltung wird jießt fur beide Rdntcn ein durÖNUs, auch finanziel], gleicbrs. ES liegt also das Bedenken, Welches damals einzig und allein Von der braun- scbwcigiscben chirrung erhoben wurde und Welches wir schon damals zerstreuen konnten, bier abiolui nicbt bor.

Die Frage, ob wir die Linie Braunschweig-Hildrsbcim zur Aus- führung bringen würden, erledigt sich dadurch daß durch,S1aat§- vectra der Bau einer solchen Linie allerdings Vorgescben ist. Die AUÉfÜFWUUJ bat bis dahin nicht erfolgen köimen, Weil die braun- schweigiscbc Eisriibnbngcsellichaft, Welcher die Ausfiibrityg auf brann- xcbweigiscbcm Tcrrkzin zufällt, nicht die nötbigon Gridmittel dafur bue-

aß. An sich [halten wir aber die Ausfiihrung dieser Lime fUr sebr erwünscht und haben sie auch bisher in unser Programm aufgenommrn, wcik noch Geldmitiel bei der Hatmover-Wtciibekencr Babu vorbanden find. Wir wiirden indcß nicht wobl an die Aus- führung gehen können, obne rorbcr die Zustimmung der Landesber- Trctuna zu gewinnen.

Was cndkiib den Nutrag der Herren Hmnmasber und Stengel atmkbt, nach Nr. 122 der Drucksachen, so kann dirKöniglicbe Staats- regierung sick) mit der Tendenz dieses Antrages einberstcznden erklären. Dic Rbcin-Nabe-Babn bak die Veranlassung zu. “ochm Antrag gegebcn, und es ist nicht zu leugnen, dqß cine geimffe 5 e- rccbtigung ibm innerVobiii. Di: Frage aber, wie dem Zweck," der mir dem Axiiragc verfolgi wird, am beiten zu entsprechen sem m:)kbte, ist nicht einfach zu lösen. Neben den Bahnen, dic der'Hr. Abg. Dr.“ Hammacber bdrbin crwäbnic, im Osten der Mbnaribie, baden wir auch noch Privatbabncn im W:sicn, deren SU,; zum Theil nicht im preußischn Gebiet liegt, Welche für die Landesvertbeidigung Viel- leicht von Wichtiakeit sind. Wir haben ivcitsr preußiscbr Bahnen, deren Six; zwar in Preizßcn ist, deren Linien aber zum Theil außer- halb Prcchns belegen sind. '

Ick itte Sie, die Grenze entlang zu geben, da werden Sie finden, das; 3. B. die psälzi1che Ludwigsbahn, dre [)esfisrbe Ludwigs- bahn und des Weiteren die nordbrabant- belgische. Babu und 1106) verschiedene andere Gesellschaften, „dercn Sis,; im Aus-

land ist, Linien in Preußen besitzen, wahrend, andere Bahner), wie die Rhein-Nabebabn, von der ein großer Theil auf oldenburgi- schcm (Gebiet liegt, Strecken auf nicbtpreußischem, aber deutschem Ge- biete ihr Cißen nennen. Auf dem Wege der Partikulargcjcxxgcbung wird sich also dcr Zweck nicht wohl erreicben lassen.

Die Frage ijt von eminenter Wichtigkeit, wie ich anerkennt, und ich darf die Zusicherung geben, die Staatsregieriing wird der Sache Uäber treten. Eine vollständige und korrekte Löiung möchte mdeß nur auf dem Wege der Reichsgesengebuna zu erreichen sein, wenn diejelbe auch große Schivierigkeitcn bietet. Inwieweit noch eine Miiwirkun der Lanchgesechung, insofern der Staat die Kosten tragen sol, berbcizufiibrcn1einmöchtc, wird dem wéitcren Verlauf der Sache vvrzubebalten scin. _ " ,

Ich wiederhole also: :ck bin mit dem Gedanken vollstandig eit)- Verstanden und wir werden die Mittel und Wege erwägen, wie wrr die anfübrnng dieses Gedankens erzielen. '

Der Abg. Biickztsmann bemerkte, daß nun der Sturm im Glase Waser vorüber und der Frieden zwischen der Staaxsregie- rung und WM Nationaütbcralen Wieder hergestellt sei, Wie seine Partei dies voraancsehrn _habe. Der Abg.,j); Hammacher freue sich, das; dir finapziellen Garantien )eßt glücklich ge- funden seien und daß die Gefahr der hohen Belastung deß Staates mit Eisenbahnschulden wesentlich abgeschwächt sci. Was sei denn aber geschehen? _ Der Reserveionds sei ge- fa11en und wa?: die Amortisation _ betreffe, ,so habe der Abg. ])r. Hammacher selbst bei dcr zwciten Vc-

rathung gesagt, daß zu seincm großsn Bedauern das

Recht als bedeutungslos charakterifirt. Gesichert sei in jedem Fall nur die Verstaatlichung, gegen die seine Partei auf jeder Etappe von Neuem Einspruch erhebe, weil fie, wie das Taback- monopol, dazu beitrage, die Krait des Einzelnen zu lähmen, und Prenßen zur Konkurrenz auf dem Weltmarkt von Jahr zu Jahr unfähiger mache,. während der 'th vorhandene Ueber- schuß der Staat§bahnen zum größten Tbeil verschwinden würde, wenn man den Ansprüchen der Beamten nur einigermaßen gerecht werden woÜte. Wenn man gar dem Lande die v_ersprochene Wohlthat billiger Tarife verschaffen fonte, so müßtc». sich der Ueberschuß in ein großes Defizit verwandeln. Die kon- stitutioneÜen Rechte in Preußen seien einem durxb den Befiß der Bahnen und das Tabackmonopol in feinen Finanzen unabhängig gewordenen Staat gegenüber nicht 'zu wahren. Schon jxßt sei es der Budgetkommission unmöglich gewesen, volle Einsicht in die StaatSeisenbahnwirthsEJast zu erhalten Und sick) in irgend welches Detail der Einnahmen wie der Au§gabcn einzulassen, so daß man nach neuen Formen für die Belheiligung des Parlaments an der Gesetzgebung Und dekslsxsn Kontrole an der Wirthschast des Staates werde suchen m en.

Die Generaldiskusfion wurde hierauf geschlossen und in der Spezialdiskussion §. 1, welcher die sechs Bahnen nament- lich aufzählt, ohm: Diskussion angenommen, ebenso die fol- genden §§. 2_9.

Hinter §. 9 beantragte der Abg. Bücbtemann folgendén §. 93. einzuschaltßn:

„Aenderungen der normalen Einheitssäße, Wclibe fiir den Ver- kehr von Prrsoncn, Gütern. Biel) und Fahrzeugen aufden einzelnen für Rechnung des Staats verwalteten Eisenbahnen der Bereckymxng er ahr- und Fracbtpreise zu Grunde gelegt sind, Werden jäbrlicb im taatébaushalt festgesexzt.“

Der Nbg. von Eynern erklärte, die Absicht, eine Einwir- kung auf die Tarifänderung Seitens der Landesvrrtretung herbeizufiihrrn, werde auch von seinen Freunden griheilt, diese Frage [affe sich aber nicht bei Gelegenheit eines Spszialgeseßes erledigen. Seine Partei habe die Absicht, am Sc[)1uffede_§ Geseßrs 11er die Bezirks- und Landeseisenbahn-Räthe diew wichtige Frage genereü zu regeln, und semersertfs , seien auch schon derartige Anträge in der Eisenbah1ch01nm1sswn gesicÜt wordsn. Die Frage bedürfe einer weiteren eingehenden Ve- rathrmg in der Kommission, der seine Partei nicht entgegrn tret€n one. Er bitte deshalb, den Antrag abzulehzien. Jm Uebrigen freue es ihn, daß die FortschritLSpartei ]Lßt ihren ablehnrnden Standpunkt gegeniiber der Frags nach Feststésl- lung der wirthschaitlickxn (Garantien aufgegeben habe. Daran wolle er die Fortschrittspartei jedoch erinnern, daß der Nbg. Richter 1879 diesem Hause die Fähigkeit abgesprqchen habe, bei Fixirung der Tarife mitzuwirken, Bei diesem W108§sthchH= voüen Verhalten der ; ortschritt§partei soüte dieselbe doch nicbt fortgeseßt seiner (des edners) Partixi, die ihren'StaUdpunkt nicht geändert habe, mit derartigen klrinen Sticheleien kommen! Er für seine Vsrson freue fick) der Mitwirkung der Fortschritts- partei in dieser schwierigen Frage.

Der Abg. Vüchtemann befürwortete seinen Antrag. Er fürchté, daß das vom Vorredner erwähnte (559123 nicht zu Stande kommen werde; es liege ihm nicht daran, „writers Schwierigkeiten hier zu erheben, als nach seinrr Ansicht das Interesse des Landes erfordere und deshalb habe er sich auf diesen Antrag beschränkt, welcher nach seiner An- sieht das Wenigste ausspreche, was der Landtag der Verstaatlichung gegeniiber fordern könne. Möge der Lin- trag [;er abgelehnt werden, auf die Dauer sei es unmdg: lich, dexiselben zu iibersehen. Das Haus müsse sick) den Em- fluß auf daS Tarifwiesen sichern im Interesse ch Lgndes _und wenn dadurch aucb in die Verwaltung chStaats eingegriffen werde, so würde man einen schweren politischen Fehlermachen, wenn man nicht Maßregeln gegenüber, welche im Stande seien, die finanzieüe Lags des Staats zu contrecarriren, den Versuch machen würde, den erforderlichen Einfluß zn erringen.

Der Abg. von WedeÜ-Malcbow erklärte, iibxr das Grieß, betreffend den Landes-Eisenbahnrath, scheine der Abg. Biichtemann schlecht in1ormirt zu sein. Es sei zwar durch eine ganz zufällige uiammenseßung der Kom- mission mit 7 gegen 7 timmen zuerst abgelehnt worden, habe aber jetzt bedeytend an Freunden ge- wonnen und werde voraussichtlich durchgehen. " Er sei aus zwei Gründen gegen den „Antrag Vuchte- mann: formell, weil derselbx erst 1th in' dritter Lesung nach fo eingehenden Kommissionsberathusngxn in letzter Stunde an das Haus gelangt fei, materiell, we1l_ m „der Kom- mission anerkannt sei, daß man „sich gegen Mißbrayche dcr Exckutivmittel der Regierung schützen müsse 11110016 Kom- mission sich gleichsam ex pr0i'85'50 fortlaufend mit dieser'Frage beschäftigen werde. Er persönlich sei für Kguielen, die vor allgemeinen prozentualen Erhöhuygen, wie, die im Jahre 1874 schützten; andernfaus fürchte er eme'Schadtgung dcr Industrie und der Landwirt schaxt. Das cT_arifschemcc und die _Erledi- 9ung dcr technis en «ragen mitffe man der Exekutive der Fiegierung überlassen. . _

Der Regierungskonimiffar, Geheime NegwrungS-Rath Flick entgegnete, bereits bei dem ersten Verstaatlichungsxzejkß )ei in einer Resolution festgesest worden daß aÜxährltch eine Uebersicht der Tarifänderungen dem „Hause, zuruKenntniß- nahme vorgelegt werden solle. Hiermit sei genugxnde Ge- legenheit zur Kritik und Kontrole gegeben, „und die Erfah- rungen der testen Jahre zwängen nichi, yon dixsem _Wege ab- zugeben. Wolle das aus die Tarusgße nntbesximmen, so miiffe es auch die arifklaffen bestimmen, 'em Erfolg seiner Mitwirkung sei sonst nicht ersichtlich., Dgxmt würde es aber in rein technische Dinge eingreixen, die von der Staatsregierung unter Mithrkyngdcs Reichs nur gereaclt werden könnten. Zudem _würden "sich dte,Verl)and- lungen iiber Tarifänderungen sehr m_ die Lange ziehen und auf eine bestimmte Zeit bxschräsnkt sem, zjuxn Schaden des Verkehrs. Wenn es richtig set, daß Tarifanderungen auch Aenderungcn im Staatshaushalt bedingten, so werde es doch nöthigseien, die Frage durch em besonderes Geseßzu regeln nnd

Schwierigkeiten bei der Verstaatlichung, _die immer wieder be; tont würden, existirten nur bei Denjemgen, die fie machten und bedauptetcn.

Hierauf ergriff der Minister der öffentlichen Arbeiten Maybach das Wort: Nur Wenige Worte, meine Herren! _ Ick) kann den AnKrag, wie er vorliegt, nur kurZWeg Fur die StaatSregierung als Uncziinebmbar bezeichnen. Der Antrag greift ein in das I'erkebrslebcn in einer Weise, wie es dem Wohl drs Laxdeö nach der Auffassung der SiaatSrcgierun, nur nachtbeilig sein Wrzrde. Dis ganze Maßregcl, Welche wir jeßiJ rer Zustimmung unterbreiten, und für deren ersten THEN wir früher ihre Zustimmung erlangt haber), ist von dein Gedanken getragen, damit das W013! des Landed, die Cniwickelnng deffelbrn zu fördern. Woklen Sie der Staatsrxgierixng eine Fssfrl (111199671, die in diesem Fall, wie mir schciiit,_ nicht em,- mak kviistituiioneü ist, weii die Rechte des anderen Hanies dadurch bei Seits geseßi werden, so Wurden Sie erreichen, daß das Staats- eisenbabnsystem in Prrußen diskreditirt wird und zum Schaden des Lunch gereicht, wäbrrnd wir das Gegentbeil_w011en._ Meine Herren! Ich kann noch [)inWLisen 51117 ,das, was"auch mein Hcrr Kommiffarius schon gesagt hat, daß Wir mchi vollstaddig HLWCU anf diesem Gebiet, iomdcrn abhangig smd Von den Beschxuffen und Einflüssen drs RÜÖS. Die. entgegenstibeydrn 'techmschen Schwierigkeiten Übergebe ich, nur einen Pimkt morbie [cb bewor- bebem, sr ist auch schon von dcm Hrn. Abg. von Wedell uiid, wenn iii) nicht irre, auch von dem Hrn. Abg. vowEVnern gestreift, Es ziebi fich _ Uiid das babe ich schon vdr zwm Jahren bemerkt _ durch (1116 die chaiien über dreien 'Gegcnstxrnd wie ein roibrr Fadrn die Befürchtung bindurch, daß einmal widder Wer im Jahre 1874 eiiie prozentuUe Tariferhöhung eintreten konne, _ damals bckanntiicl) von 30% _, welche den Verfehrsebr schwer ickyädigLU könnte Diese prozentuale Tariferböbuxig, wie siexnistanden ist, WU MM und wie sie anxxrregt ist, We1chc Hindernisse [ir anfangs gefunden i)at_irb wiki das cht nicht wieder erwähnen, mrme Herren, wir haben damals audiübrliib darüber grsprocben, dic StaatSrcgterung ist es nichi geworfen, w21ch6 die Initiative dazu crgriffen hat. Ich bebauptc aiich noc!) bonie: ich bcklage diese Tariferhöhung; ich be- haupte, daß fie dem Lande nicht zum Nutzen gercichi bai. Die Spekri- [aiion bat für die Aktien und die Dividrndcn davon m_:r Vortheil grzogem. Einen sdlcixcn Ziistand wünschen auch wir m'cbt Wieder zu erleben, und zu dem Ende erstreben wir die_ DUrch- führung dcs StaatsbabnsvsiemS. Sie fragqn, WW aber ist dem vorzubeugen, daß in Zukunft nicbi äbnlicbe Dingeborkommm? Meine Herren, daß ich, so lanJe ich die Ehre babe„ diesxs Amt zu verwaitcn, nicht dazu mitwirken möchte, das babe ich fruber schon erklärt. Nun ist das allerdings, wie ich dem Hrn. Abg. BUÖTcmgnzt zugeben wil], keine (Haraniie, er hat mich ja wiederholt an das mun- stericlle msxmzuto mori erinnert. AÜein, meine Hrrren, ich bitte etrvas anderrs zu berch- fichiigen. Jeb babe erwähnt, der Gedanke, Von dem die gcmze Politik gciragcn wird, ist die Förderung der Wohlfahrt ch Lynch. Wie kann da die Regierung wohl dazu übergeben, den gefahrlicben Schritt zu ibn", ohne Zustimmung der Landesbertrctung oder der R'richs- veriretung _ wer auch dazu berufen sem mZJ __ solch; „Erhobizn- gen vorzunehmen, die den Verkehr aufs AÜeraizßeriie schadigen Wur- ?kbbUs ?Das sagt denn der Art. 45 der Reichsverfaffung? Der- e e a : Hern Reiche |th die Kontrole über das Tarifwesen zu. Das- selbe wird namentlich dahin wirken, daß die moglichste Gleiä); mäßigkeit und Herabsetzung der Tarife xrzielt, insbesondere, daß bei größeren Entfernungen für bestimmte Wichtige Artikel zunachst thun- liibt der EiU-Pfennigtarif eingefiihrt werde. _

In, meine Herrcn, diese Bestimmung war der Grund, Wcsbakb man damals auch in Preußen glaubte, nicbt _selbstandigworgebrn zu durfrn, sondern die Zustimmung des Reiches erbitten zu 1nr1ffen,„d1e bekannixicb nur unter Bedingungen gegeben Wurde, we[che spater nicbt gatzzxrfulli: wurden und die Mabmmg zur Folge briti'en, abzu[as1etz vim die1er Er- böbung der Tarife, _ eine Mahnung, die ich, so'lange ick) zm Amte bm, mir zu Herzen genommen habe. _ Soli auf diesemGebieie xtwaZZ ge- scbrbcn, ( 911 _ ich will es so nenne11_fiska1ischer Begebrlxchkcit ein Riegel vorgesiboben werden, so_wird, so merk ich dieSacbx augenblicklich übersebr, das Richtigste ]ein, im 'Wege der ?)Tcicbsgeietzgrdung vor- zugeben, da das Reich Ein Wirthsckyastsgebiet bildet. Jndeffen ich will davon abbrechen. _

Ick) kann also nur sageu, die Tendenz des Anipxuckos, so_lcbe Tarifcrböbimgen möglichst fcrn zu halten, dic das wrrtbschastlrche Leben bcdriicken, diesc Tendenz billige ich voklkommcxi und "Wenn wir dafiir eine geeignete Form finden, _ wir werden 19 darubxr n'a?!)- denkcn, _ so wird es uns nicht abschrecken, daß ww uns m dieier Brziebung die Hände binden. .

Meine .Herren! Ich bitte Sie, [ebnen S1? den Antrag ab. Geben Sie auch weiter von dem Vertrauen. aus, daf; dic St_aats: regierung bei dieser Vorlage, die fie Ihnen jetzt asmarbt hat, wie bet den früheren, das Wohl des Lcmdes, im Auge hat und daß, weiin w": eingreifende Tariferhöhungcn einseitig anstreben „Wollten, wir das Gegentheil herbeiführen würden, von dem, was Mr bezweä'en.

Der Abg. Bücbtemann erklärte, der Minister befinde sich- mit sich selber in Widerspruch, wenn derselbe einersettß durch die Mitwirkung des Landtages das Staatsbahnwesen drs- kreditirt werden lasse, andererseits demselben dock) daH Wort rede. Daß durch die zeitliche Ueberzeugung des Mrmsiers alle Tariferhöhungen für die Zukunft außgeschloffen setey, könne er nicht gelten lassen. Werde der Minister sich auf dre Dauer widersetzen, wenn der Reichskanzler M1 Interesse der allgemrinen Lage eine Erhöhung ,für, wüxisäzejiswerth alle? Das Vorliegen technischer Schwierigkexlew m Bezug au dre Normaltransportgebiihren müsse er bestreiten. ,

Der Abg. Frhr. von Huene bemerkte, schon früher habe das Centrum eine Feststellung de§ Tarifs. unter Zustimmung der LandeSvertretung angeregt: em Prmztyalqntrag habe eine generelle Feststellung des Tarifs unter Mitwirkung der_Lan- desvertretunq gefordert; ein Unterantrag habe mindestens die Er- höhung der Tarife der Zustimmung der Landesvertretung unter- werfen onen. Es habe nun nahegelegen, daß das Centriun auch für diesen Antrag stimmen würde. Damals gbrx seien die Anträ e an der richtigen SteUe, namltch bxi einer ge- nereüen egelung der ganzen Frage gestellt, wahrend hier ein Antrag u einem Spezialqeseß gcste11t worden sei. Außerz dem sei es raglich, ob der Antrag r1chttg gefaßt set. _ Es ser nicht Sache der Gefeßgebunq, derart m a11§ Einzelheiten des Tarifs einzugehen, sondem sie habe nur dann: zu sorgen, daß nicht aus dem Verstaatlichixngss stem, welches gegen dert Wunsch des Centrums eingefiihrt et, schwere Gefahren herbei- geführt würden, wenn einmal „an„Stxlle des Ministers May- bach cinMinister komme, derfur DW wxrthschaftlicben Interessen dcs Landes kein Verständmß habe. Alle noch so [ympathrschezt Erklärungen des Ministers könnten dem Lande eme Garantie

Gesetz di-z Vcdentunq einxs StaatsftbuldenYilgungSgeseßes nicht habe und habe derselbe dic gcbstcnm Garantien mit großem

so auch dem andsren Faktor der Landesdertretung,“ demHerrexi- hause, Gelegenheit zu geben, seme Meinung zu außern. Die

nicht geben. Welche Haltung seine Freunde angesichts jener

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